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Ein Blog über das Mannsein

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The_Phoenix

Liebe Leser,

in meinem letzten Beitrag habe ich euch davon berichtet, dass ich in einer Phase steckte, in der ich faul war, versuchte zu regenerieren und überlegte, wie mein Leben weitergehen soll. Heute möchte ich euch berichten, wie es danach bei mir weitergegangen ist, welche Schlüsse ich gezogen habe und was jetzt die nächsten Schritte sind.

Da ich seit einiger Zeit das Ziel verfolge jeden Monat drei Bücher zu lesen und mir auf im vergangenen Halbjahr das Lesen großen Mehrwert geboten hat, möchte ich euch auch heute, wie schon im ersten Teil, einen Einblick in die Bücher geben, die ich gelesen habe. Die mit * gezeichneten Bücher, sind meiner Meinung nach absolut lesenswert. Falls ihr zu einzelnen Büchern genauere Rezensionen haben wollt oder euch interessiert welchen Mehrwert ich aus ihnen gezogen habe, schreibt mir doch bitte eine PN oder kommentiert diesen Beitrag.

Das Lied von Eis und Feuer 9 und 10

Keith Ferrazzi – Never Eat Alone (Networking)

Dale Carnegie – How to make friends and influence people*

Eckhart Tolle- Eine neue Erde*

John Dickie – Cosa Nostra

Hofmann/ Löhle –Erfolgreich lernen

Spieltheorie für Dummies

Monika Scheddin – Erfolgsgeheimnis Networking

Tolkien – Briefe vom Weihnachtsmann

Krengel –Golden Rules

Melville – Moby Dick*

Bud Spencer – Was ich euch noch sagen wollte

Newport – Deep Work*

Branden – Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls*

Brynjolfsson/McAfee – Race against the machine*

Ryan Holiday – Ego is the enemy*

Ryan Holiday – The obstacle is the way*

Puett/ Gross-Loh -  The Path*

 

Aktuell lese ich:

Seneca – Seneca’s Letters from a stoic*

Hawkins – Letting go*

 

Speziell die Bücher von Ryan Holiday und die philosophischen Bücher (Seneca, „The Path“) waren für mich außerordentlich interessant. Sie machten mir bewusst, dass ich meine Ziele zu langfristig angesetzt habe. In „The Path“ wird das Beispiel genannt, dass man das Leben wie ein Farmer sehen sollte. Man „säht“ seine Eigenschaften und Interessen und guckt welche sich entwickeln und welche nicht. Wer lange sich langfristige Ziele setzt schränkt seine eigene Entwicklung auf den Bereich ein, auf den er fokussiert ist. So ging es mir zumindest. Ich habe meine kurzfristigen Ziele immer so gesetzt, dass ich den nächsten Schritt zu den langfristigen Zielen gemacht habe. Das ist auch nicht zwingend verkehrt, aber ich habe mir dadurch den Blick über den Tellerrand hinaus genommen. Deswegen war es in den Ruhephase für mich wichtig Abstand zu dem zu gewinnen, was ich in den letzten Jahren gemacht habe und möglichst objektiv zu erkennen, was alles möglich sein könnte. Das ist nicht so einfach. Meine Erkenntnis war dabei auch, dass ich letztlich nicht mehr so weit voraus planen sollte. Es erzeugte enormen Druck, wenn ich meine Ziele erreichte, aber wusste, dass noch ein langer Weg vor mir liegt. Ich konnte die Erfolge nicht richtig genießen. Zudem weiß man nie, ob man die Träume, die man sich langfristig erfüllen will, wirklich erfüllen kann, also ob man überhaupt noch 10, 20 oder 30 Jahre lebt. Das klingt so pessimistisch, hat mich aber zu dem Entschluss gebracht immer nur noch den nächsten und den übernächsten Schritt wirklich konkret zu planen. Es ist eine Erleichterung.

Zusätzlich habe ich meine Routinen fast einen ganzen Monat ausgesetzt und jede einzelne und jeden einzelnen Schritt kritisch hinterfragt. Ergebnis war, dass ich zwar körperliche, geistige und universitäre Aspekte gut kontrollieren konnte und integriert habe, dass ich aber wenig Wert auf soziale und charakterliche Entwicklung gelegt habe. Nun ist es natürlich schwierig das Verhalten im Umgang mit Menschen richtig zu messen und sich Ziele zu setzen, dass ich aber eine meiner Ziele. Beispielsweise hat Dale Carnegie im oben genannten Buch unterschiedliche Regeln aufgestellt, welche ich nach und nach in mein Leben integrieren möchte. Ähnlich verhält es sich mit anderen Eigenschaften, die ich in anderen Büchern als sinnvoll entdeckt habe. Diesen Aspekt meines Lebens weiterzuentwickeln ist für mich sehr wichtig geworden (konkretere Beispiele folgen in den nächsten Wochen). Kurze Anmerkung: wenn ihr Bücher lest, speziell Sachbücher, macht euch Notizen. Es wird so viel leichter im Nachhinein die wichtigsten Punkte zu wiederholen und sich vor Augen zu führen, was an ihnen so wichtig ist. Ich habe mir jetzt ein Dokument angelegt, in dem ich die wichtigsten Erkenntnisse aller Bücher noch mal zusammenfasse. Dieses Dokument hat einen unbeschreiblichen Wert für mich.

Seit wenigen Stunden bin ich zurück von meinem Osterbesuch bei den Eltern. Nach 1,5 Wochen nahezu ohne Internet und mit Abstand zu meinem „normalen“ Leben, fühle ich dieses Kribbeln in mir. Ich habe Bock, ich bin wieder motiviert. Ich habe dieses Gefühl im Bauch, dass ich jetzt wieder alles erreichen kann, wenn ich bereit bin die Arbeit reinzustecken. Es ist ein unglaubliches Gefühl.

Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Seneca:

Zitat

Men do not care how nobly they live, but how long, although it is within the reach of every man to live nobly, but within no man’s reach to live long.

In dem Sinne: versucht das Beste aus jedem Tag zu machen. Ich für meinen Teil werde es versuchen.

 

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

ich habe mich zuletzt wieder ein bisschen rar gemacht. Anfangs war das in der aufkommenden Prüfungsphase begründet, hinterher brauchte ich ein bisschen Pause. Nein, ich brauchte mehr als Pause, ich musste mal die Beine hochlegen und nichts tun. Die unter euch, die ebenfalls ein sehr aktives Leben führen, werden wissen wie schwierig es ist die Füße mal so richtig still zu halten. Normalerweise bin ich auch ein Freund „aktiver Regeneration“, also die freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Dieses Mal war es anders, weil ich schlichtweg ausgebrannt gewesen bin. Die letzten 18 bis 20 Monate waren das absolute Limit was Belastung betrifft. Kein richtiger Urlaub und so gut wie gar keine längeren, freien Zeiten, selbst in den Semesterferien. Resultat waren mitunter auch körperliche Beschwerden. Für mich gab es nur diesen einen Ausweg: Komplett die Systeme runterfahren.

Wieder Zufall es so wollte, hatte ich sowieso schon lange vorgehabt von PS3 auf PS4 aufzurüsten. Der Zeitpunkt war dafür perfekt.

Also legte ich die Beine hoch, zockte, las viele Bücher (über Philosophie, dazu aber die Tage mehr) und ließ die Seele baumeln. Anfangs war ich wirklich platt und jeden Tag schien ich ein wenig platter zu werden. Die Luft war raus, ich war müde und träge. Das passte mir so gar nicht. Ja, es war schön nichts zu tun, aber im Hinterkopf spukten die kleinen Geister, die mir immer wieder zuflüsterten, dass ich doch so viel machen könnte.  Auch wenn es Jammern auf hohem Niveau ist, das ist eines der Probleme der Persönlichkeitsentwicklung und eines starken inneren Antriebs: Phasen in denen es ruhig ist lassen sich schwer ertragen.

Rational war mir durchaus bewusst, dass nach knapp 80 stressigen Wochen, eine einzige Woche zur Regeneration nicht ausreichen würde. Klingt vielleicht merkwürdig, aber es erforderte ein gewisses Maß an Disziplin es nicht zu übertreiben und die Füße still zu halten. Dazu kam, dass ich mir, was ich anfangs noch nicht wusste, einen Wirbel blockiert hatte und aufgrund der Rückenschmerzen keinen Sport machen konnte.

Mit Lösen der Blockade im Rücken durch meinen Orthopäden, ging es langsam wieder aufwärts und ich merke, wie ich von selbst wieder aktiver wurde. Angetrieben von den ersten lockeren Trainingseinheiten, fing ich wieder an mich um mich selbst zu kümmern, soziale Kontakte wieder aufzunehmen und aktiver zu werden.

Über den ganzen Zeitraum verfolgte ich schon den Gedanken, dass ich mein Leben, mal wieder, grundlegend ändern muss. Nicht unbedingt, weil ich unzufrieden wäre, sondern weil ich glaube, dass die Phase für die mein aktueller Lebensstil passt, langsam vorüber geht.

Kurzer Rückblick: vor fast genau drei Jahren beschloss ich mein Leben zu ändern und machte das auch. Von einem Tag auf den anderen. Das war gut, aber ich merke, dass ich mittlerweile stark in meiner Routine gefangen bin und ich mit den Routinen, die ich aktuell habe, nicht mehr weiter komme. Mein Tagesablauf ist zu starr geworden. ich bin gefangen in meinen eigenen Regeln und Mechanismen. Diese waren wichtig, um Disziplin und Durchhaltevermögen zu entwickeln, setzen mich aber auch immer wieder unter Leistungsdruck und Stress, deren Ergebnis u.a. wohl der blockierte Wirbel gewesen ist: ich wollte unbedingt trainieren, hatte nicht viel Zeit, habe mich schlecht aufgewärmt… mit ein bisschen mehr Lockerheit und Unverkrampftheit wäre das wohl nicht passiert.

Also bin ich mal wieder auf der Suche nach dem richtigen Weg. Ich habe dazu ein paar Ideen. Teilweise auch durch die Bücher, die ich gelesen habe (empfehlenswert ist das Buch „The Path“ von Michael Puett über die Theorien chinesischer Philosophen). Ich entdeckte, dass es a) sehr schwer ist, sich aus den eigenen Denkmustern zu lösen und bei der Neugestaltung eben nicht in die sowieso schon vorhandenen Strukturen zurück zu fallen. Auch dazu braucht es Zeit. Ist man zu stark im Rhythmus und den Routinen, ist es meiner Meinung nach nahezu unmöglich objektiv auf das eigene Leben zu blicken (wenn das überhaupt möglich ist).

Ein wichtiger Faktor für die Gestaltung meiner Zukunft wird das tägliche Leben sein. Zuletzt habe ich zu stark auf die langfristigen Ziele gesehen. Ziele die zu weit weg sind und mich in meiner täglichen Entwicklung zu stark einschränken, weil alles nur auf die Zukunft ausgelegt ist. Ich will die einzelnen Tage wieder mehr genießen und mich davon antreiben lassen. Das hat mir sehr gefehlt. Zu Beginn der Transformation war ich wie auf Drogen, wie im Rausch. Zuletzt war es dann wirklich sehr viel Routine. Stand heute kann ich euch noch nicht sagen, was der zukünftige Plan sein wird. Er wird kürzer sein, maximal bis zum Ende des Studiums. Ich will nicht mehr so weit voraus planen, weil man am Ende doch nicht weiß, ob man diese weit entfernte Traumwelt irgendwann erreichen wird. Das richtige Maß zwischen kurzfristig, mittelfristig und langfristig muss ich dabei erst noch finden.

Abschließen möchte ich den heutigen Beitrag mit einem Zitat, das ich heute gelesen habe und das mir wieder wie ein kleiner Stachel im Hintern sitzt und mich antreibt:

 

Zitat

„Laziness fuels more laziness. Activity fuel more activity“

 

Das Zitat beschreibt perfekt, was mir in den letzten Tagen auch durch den Kopf gegangen ist: wenn ich nicht langsam den Arsch wieder hoch bekomme, werde ich in meiner Faulheit versumpfen. Seit dem geht es jeden Tag ein bisschen aufwärts.

Habt ne gute Woche!

 

Bis die Tage.

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

oft entstehende entscheidende Veränderungen durch spontane Ideen. Bei mir war es zuletzt die Frage, ob ich mich während der Klausur- und Lernphasen wohl ausreichend bewege, die am Ende zum Kauf eines Fitnesstrackers führte. Ganz nebenbei führte das zusätzlich dazu, dass ich meinen Schlaf besser tracken kann. Um diese beiden Entwicklungen soll es heute gehen. Vorab aber noch ein paar rückblickende Worte.

Während ich mir Gedanken machte, wie ich den heutigen Beitrag gestalten soll, wurde mir mal wieder bewusst, wie weit ich in meiner Entwicklung mittlerweile gekommen bin. Nein, es geht hier nicht um die die große Selbstbeweihräucherung, sondern um den Blick auf das, was in den knapp zehn Jahren, die ich hier im Forum aktiv bin, passiert ist. Wenn ich überlege, wo ich am Anfang stand, wie grundsätzlich meine Probleme gewesen sind, sei es das abstecken der persönlichen Werte und Moralvorstellungen, des Setzens von Zielen und irgendwie generell dem Herausfinden, wo ich meinen Platz in dieser Welt sehe. Heute bin ich dabei in die Details zu gehen. Ich optimiere mein Lern- und Arbeitsverhalten, versuche herauszufinden, wie ich meine Schlafqualität steigern kann und ganz allgemein versuche ich in allen Lebensbereichen den nächsten Schritt zu machen. Die Entwicklung ist von der Makro-Ebene, also den ganz grundsätzlichen Dingen, zur Mikro-Ebene, also viel spezielleren Themen gewandert. Das ist ein ziemlich gutes Gefühl du ich möchte an dieser Stelle einfach noch mal den Hinweis geben: Egal wie schwer der Weg ist, wie sehr ihr auch kämpfen müsst, um Fortschritte zu machen, zieht es durch! Es lohnt sich! Denn irgendwann werdet ihr auch an diesen Punkt kommen, an dem ihr merkt, wie grob eure früheren Ziele waren und wie detailliert ihr jetzt vorgeht! Ihr werdet sehen, dass sich der Aufwand lohnt, dass ihr euch ganz weit von „der breiten Masse“ abgehoben habt. Ja, es gibt einen allgemeinen Trend zur Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung, aber den meisten Menschen fehlt es an Disziplin und der nötigen Konsequenz, die Dinge durchzuziehen. Reizt euch zusammen, bildet euch weiter, gebt niemals aus und ihr werdet allen anderen immer einen kleinen oder großen Schritt voraus sein.

Bei mir geht es aktuell, wie eingangs angekündigt, um Details. Wo ich früher noch Themen abgearbeitet habe, wie regelmäßige Meditation oder das täglichen Lesen meiner Ziele, arbeite ich heute daran, dass ich mich genügend bewege. Denn das war der Hauptgedanke. Dafür habe ich mir, relativ spontan, das Xiaomi Mi Band 2 zugelegt. Ein günstiges Armband, dass meiner Meinung nach, nach zwei Wochen der Nutzung, für den Einstieg vollkommen ausreichend ist. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es mir wirklich hauptsächlich um die Analyse der Bewegung ging, weniger um das detaillierte Aufzeichnen von Trainingseinheiten oder Herzfrequenz. Für diese Anforderungen gibt es sicherlich bessere Produkte. Für mich ist das Mi Band im aktuellen Stand auf jeden Fall ausreichend. Was die Schritte betrifft habe ich die Feststellung gemacht, dass es erschreckend ist, wie wenig ich mich an Tagen bewege, an denen ich nicht zur Uni muss und mehr oder weniger nur am Schreibtisch sitze. Mit der Konsequenz, dass ich versuche auf meine 8.000 bis 10.000 Schritte am Tag zu kommen. Da bedeutet, dass ich mir bewusst mehr Zeit nehme, auch mal einen längeren Weg zu gehen (z.B. wenn ich zum Supermarkt gehe). Zusätzlich hat das den Vorteil, dass ich besonders in letzter Zeit gemerkt habe, wie gut mir das Spazieren tut, weil ich die Zeit nutze mich selbst zu motivieren und mich zu bestärken. Meine inneren Dialoge sind beim Spazieren außerordentlich positiv und antreibend, so dass ich mit viel mehr Spaß und Einsatz zu Werke gehe, wenn ich mit meinem Hintern wieder am Schreibtisch sitze. Es ist also nicht nur der Bewegungsfaktor, der durch die zusätzliche Bewegung erhöht wird, sondern auch die Motivation und die innere Einstellung.

Zweiter Aspekt ist die Untersuchung des Schlafs. Schon vor dem Erwerb des Bands, hatte ich mir vorgenommen meine Schlafqualität zu erhöhen. Die Informationen, die ich hierzu bei meiner Recherche fand, waren relativ unspektakulär: richtige Temperatur, gesund Ernährung, ausreichend Bewegung, ein Zubettgehritual, Helligkeit und Lärm, waren so die Aspekte, die in unterschiedlichen Quellen genannt wurden. Während Ernährung und Bewegung in der Regel keine Problembereiche bei mir sind, experimentierte ich ein bisschen mit den anderen Faktoren. Ich überlegte mir ein Zubettgehritual, mit beruhigendem Tee, Lesen oder spazieren und dem Versuch einfach ein bisschen runter zu kommen. Das hat ehrlich gesagt nicht so viel geholfen. Zusätzlich probiere ich hin und wieder, wie es ist mit Schlafmaske zu schlafen oder mal Ohropax in den Ohren zu haben. Bisher kann ich noch nicht im Detail sagen, welche der Maßnahmen wirklich gute Früchte tragen. Gefühlt bringen mir die Ohropax sehr viel. Mein WG-Zimmer liegt ziemlich dicht an einer Hauptstraße und so sehr man sich an Lärm gewöhnt, man nimmt ihn Unterbewusst trotzdem war. Das Filtern des Lärms durch die Ohropax hat dazu geführt, dass ich mich nach dem Schlaf ausgeruhter gefühlt habe. Ist allerdings bisher noch relativ subjektiv. Das Aufwachen ist kein Problem, da ich mich durch die Vibration des Fitnessarmbands wecken lasse. Das funktioniert übrigens super. Was ich ebenfalls probiert habe, ist die elektromagnetische Strahlung zu reduzieren. Früher war mein Laptop quasi immer auf Stand-By, einfach weil ich zu faul war ihn den nächsten Morgen wieder hoch zu fahren. Dazu achtete ich drauf, dass alle anderen elektronischen Geräte ausgeschaltet waren, insbesondere auch das Smartphone. Auch hier habe ich das Gefühl, dass es zur Qualität meines Schlafs beigetragen hat. Mittlerweile habe ich natürlich das Armband am Körper, so dass es eben nicht ganz strahlungsfrei geht.

Das Armband zeichnet die Schlafdauer relativ genau auf. Zumindest genauer, als ich es vorher „von Hand“ gemacht habe. Da habe ich auf die Uhr geschaut bevor ich ins Bett gegangen bin und dann grob geschätzt, wie lange ich geschlafen habe. Da ist das Armband genauer. Zudem ermittelt es anhand der Bewegung die Leicht- und Tiefschlafphasen. Ehrlich gesagt traue ich der Messung der Schlafphasen durch Aufzeichnung der Bewegung nicht so sehr. Da es allerdings zumindest für jede Nacht nach dem gleichen System durchgeführt wird, gehe ich davon aus das so zumindest eine gewisse Vergleichbarkeit entsteht. Die Sache mit der Schlafmaske hat glaube ich wenig Effekt. Wenn ich bei mir Schlafe ist es meist sowieso sehr dunkel und meine Freundin konnte ich auch davon überzeugen, dass wir es etwas dunkler machen. Auch hierbei gilt, dass Unterbewusstsein sicherlich mehr wahrnimmt, als wir glauben, beispielweise, wenn man an einer Straße wohnt und immer wieder die Scheinwerfer von Autos in das Zimmer leuchten (auch im ersten Stock).

Für mich ist das Thema sau spannend und ich bin gespannt, wie die dauerhaften Ergebnisse sind.

 

Habt ihr mal irgendwelche Dinge unternommen, um eure Schlafqualität zu erhöhen oder habt ihr Erfahrungen mit den oben beschriebenen Maßnahmen?

 

Liebe Grüße,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

ich hoffe ihr seid alle gut im Jahr 2017 angekommen. Ich selbst schlage mich aktuell mit einer starken Erkältung herum. Abgesehen davon liegen ein paar sehr entspannte und schöne Tage hinter mir. Es waren die wahrscheinlich schönsten Weihnachtsfeiertage seit vielen Jahre und auch unsere Silvesterfeier hat richtig viel Spaß gemacht. Wie immer habe ich die Zeit zwischen den Feiertagen genutzt, um auf das Jahr zurück zu blicken und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Daran möchte ich euch heute teilhaben lassen.

Zwischen Weihnachten und Silvester zurück zu blicken und das vergangene Jahr anhand meiner Tagebucheinträge zu betrachten gehört mittlerweile fest zu meinem Jahresablauf. Anstatt mir nur Notizen zu machen und zu sehen, was passiert ist und was ich anders machen könnte, habe ich in diesem Jahr versucht die wichtigsten Lektion als „Lessons Learned 2016“ zu formulieren:

1

  1. Disziplin ist der Schlüssel zum Erfolg

  2. Überlege bei jeder Aufgabe, ob sie sinnvoll ist

  3. Tanz nicht auf allen Hochzeiten

  4. Behalte die Gesamtentwicklung im Blick

  5. Eine Morgenroutine hilft, um in den Tag zu kommen

  6. Viel lesen hilft viel

  7. Hab eine eigene Meinung, auch wenn sie unbequem ist

  8. Nie wieder Alkohol

  9. Ohne Widerstand gibt es keine Entwicklung

  10. Das Tagespensum sollte anspruchsvoll, aber machbar sein

  11. Spiele nicht nur zum Gewinnen, sondern weil es dir Spaß macht

  12. Selbsteinschätzung ist wichtig, Außenwahrnehmung aber auch

  13. Setz dir Prioritäten

  14. Training von Geist und Verstand ist genauso wichtig wie körperliches Training

  15. Eigne dir spezialisiertes Wissen an

  16. Du kannst nicht im Spiel 100% geben, wenn du immer nur mit 80% trainierst

  17. Erhöh die Qualität der Durchführung der Aufgaben

  18. Verbrauch weniger Energie, um einfache Entscheidungen zu treffen

  19. Sei dankbarer

  20. Sei stolz auf das Erreichte

  21. Nimm dir Zeit um den Augenblick zu genießen

Trotz vieler Komplikationen ist 2016 ein gutes Jahr gewesen. 2017 hat das Potenzial noch ein bisschen besser zu werden. Von daher war neben dem Blick zurück auch der Blick in die Zukunft wichtig. Da ich meine Ziele nicht im Jahresturnus, sondern semesterweise setze, war die Hauptaufgabe den aktuellen Stand meiner Ziele zu überprüfen.

Es ist beachtlich, was ich zu diesem Zeitpunkt des Semesters schon erreicht habe. In fast allen Bereich bin ich im Soll und es ist absehbar, dass die Ziele in der zweiten Semesterhälfte erreichbar sind. Zusätzlich habe ich die langfristigen Ziele, bis zum Ende des Studiums und meine großen Träume, ein bisschen angepasst. Es ist so wichtig die Dynamik von Zielen im Blick zu behalten und sich bewusst zu sein, dass sich Ziele immer wieder ändern (können). Dabei sollte man keine Scheu haben, sich von Zielen zu trennen, die mal wichtig schienen und es einfach nicht mehr sind. Sich an Ziele zu klammern, die einst wichtig waren, es aber nicht mehr sind, kostet letztlich nur Zeit und Nerven.

Neben meinen Zielen habe ich auch meine persönliche Lebensvision überarbeitet. Die Vision ist ein Text in dem beschrieben steht, wie ich mein Leben jetzt und in der Zukunft sehe. Zuletzt habe ich mit der Vision nicht so intensiv gearbeitet, eines meiner Ziele ist es aber dies im Laufe des Jahres zu intensivieren. Zusätzlich zu der Gesamtvision habe ich eine Vision für den Januar formuliert, mir also ausgemalt wie der Monat am besten ablaufen sollte. Die Texte lese ich jeden Morgen und versuche mich damit für die täglichen Aufgaben zusätzlich zu motivieren.

Ich habe richtig Bock auf das Jahr und bin nur durch die Erkältung/ Krankheit etwas gehemmt und kann nicht so durchstarten, wie ich das gerne gewollt hätte. Mal sehen wozu es gut ist.

Euch allen einen guten Start ins Jahr!

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

in den letzten Jahren hatte ich das Thema Sozialleben bzw. Networking immer wieder auf dem Schirm und doch änderte sich wenig. In diesem Semester hat sich das geändert. Ich bin endlich dazu gekommen. Grundlage waren auch hier wieder Bücher: Never Eat Alone von Keith Ferrazzi, Think and grow rich von Napoleon Hill und Erfolgsstrategie Networking von Monika Scheddin bilden im Groben die Basis von dem was ich mache und machen möchte.

Die Frage, wie ich meine Kontakte am besten organisieren kann, beschäftigt mich schon länger. Immer wieder habe ich unter dem Semester, aber besonders in der Prüfungszeit darüber geflucht, dass mein Sozialleben quasi nicht vorhanden war. Mein war es also in erster Linie wieder ein bisschen mehr Kontakt zu anderen Menschen zu haben, Freundschaften aufleben zu lassen und mehr aus dem Haus zu kommen.

Letztlich ist es alles ein bisschen anders gekommen und ich habe den Prozess noch nicht komplett abgeschlossen, wie ich vorgehen will.

Am Anfang stand bei mir eine Liste. Die Grundlage dafür kam von Keith Ferrazzi. Seine Idee ist alle Kontakte die man hat, also alle Menschen die man kennt, in einer großen Liste zu sammeln und einige Informationen über sie aufzuschreiben. Zu diesen Informationen gehören Geburtsdatum, Wohnort, Beruf etc. sie sind beliebig erweiterbar. Wichtiger Aspekt ist die Priorisierung der Kontakte in wichtig und unwichtiger. Davon hängt dann ab, wie regelmäßig der Kontakt stattfinden soll.

Am Ende dieser Liste war ich ein bisschen erschlagen. Es ist erstaunlich wie viele Menschen man so kennt. Aber okay, ich probierte es aus und siehe da, zu den Kontakten mit denen ich wöchentlich Kontakt haben wollte, hatte ich mehr Kontakt. Genauso verhielt es sich mit den Kontakten zu denen ich monatlichen Kontakt haben wollte. Ganz schön war auch, dass ich vielen Menschen persönlich zum Geburtstag gratulierte und eine sehr positive Rückmeldung bekam. Allerdings merkte ich auch, dass einige Kontakte schlichtweg kein Interesse daran zu haben scheinen, den Kontakt wieder aufleben zu lassen. Allgemein war es zwar ganz nett sich bei einigen Personen wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es sie gibt, aber es waren auch oberflächliche Bekanntschaften dabei, zu denen ich einfach auch keine wirkliche Verbindung habe. Was also machen?

Die Lösung fand sich im Buch von Monika Scheddin. Auch wenn sich das Buch wirklich aus Business Networking bezieht, speziell wenn man Führungskraft werden möchte, half es mir die Gruppen weiter einzugrenzen. Sie untergliederte letztlich zwei Gruppen. Die super wichtigen und potenziell wichtigen Kontakte. Das gefällt mir schon besser. Bei ihr geht es nicht mehr drum alle Kontakte zu erhalten, sondern die wichtigen Kontakte zu pflegen. Also werde ich jetzt bald mal eine weiter Sortierung vornehmen. Doch wie entscheidet man, welche Kontakte wichtig sind und welche nicht? Für mich gibt es da hauptsächlich zwei Fragen: Wie kann ich der Person helfen ihre Ziele zu erreichen und wie kann die Person mir helfen meine Ziele zu erreichen. Gibt es auf beide Fragen genaue Antworten, so scheint mir der Kontakt wichtig. Dazu kommen dann noch andere Aspekte, wie örtliche Nähe etc., weil persönliche Treffen eben wichtig sind.

Die Gesamtliste werde ich trotzdem nicht löschen. Warum? Weil Ferrazzi in seinem Buch eine wichtige Sache beschreibt für die so eine umfangreiche Liste noch anwendbar ist: wenn man in eine Stadt fährt und freie Zeit hat, kann man gucken welche Kontakte dort leben und diese gegebenenfalls für ein Treffen kontaktieren.

Die zweite Sache die ich unternommen habe ist, dass ich selbst dafür gesorgt habe, dass soziale Events stattfinden. Beispielsweise habe ich eine Pokerrunde gegründet und eine Mastermind-Gruppe gegründet. Die Idee des Masterminds kommt aus dem Buch von Napoleon Hill und beschreibt letztlich eine Gruppe von Menschen, die sich trifft um sich beim Erreichen der Ziele zu unterstützen. Im Internet findet man dazu einige Informationen. Unsere Runde besteht aus drei Personen, der Ablauf ist relativ formlos. Thematisch beschäftigen wir uns mit allen möglichen Finanzthemen. Letztlich kann man das natürlich zu allen möglichen Themenbereichen machen. Mir persönlich taugt das ganz gut und ich werde zusehen, dass ich ähnliche Gruppen für andere Lebensbereiche finde.

Alles in allem stehe ich in Sachen Networking noch ziemlich am Anfang meiner Reise, habe jetzt aber so viel Input, dass ich ein wenig probieren kann was für mich klappt und was nicht.

Zum Abschluss des Beitrags noch zu einer anderen Sache. Vielleicht wird sich der Eine oder Andere von euch gefragt haben, warum ich in letzter Zeit nicht über das Thema Frauen geschrieben habe. Die Sache ist, dass ich jetzt seit einem knappen halben Jahr in einer Beziehung bin, die einfach außerordentlich gut läuft. Sowas habe ich noch nie in der Form erlebt. Aber wie es halt so ist, wenn es gut läuft gibt es meistens wenig zu erzählen. Eine Sache kann ich an dieser Stelle jedoch sagen: wenn ihr nach einer Beziehung sucht, lasst euch Zeit und versucht jemanden zu finden mit dem es wirklich passt. Das macht einen so großen Unterschied. Ich habe früher viele Kompromisse gemacht und mir selbst auch nicht eingestehen wollen, dass manche Beziehungen einfach nicht geklappt haben. Die Leichtigkeit mit der die aktuelle Beziehung läuft zeigt mir jedoch, dass es auch anders geht. Das hat allerdings großen Seltenheitswert.

An dieser Stelle bleibt mir nur noch euch ein schönes Restjahr zu wünschen. Habt schöne Feiertage und kommt gut ins neue Jahr!

 

Bis bald,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

so schön Erfolge nach schweren Zeiten auch sind, sie sind kein Ruhekissen. So geht es für mich nach den Ereignissen der letzten Woche mit neuem Schwung weiter. Um eine Ziele besser erreichen zu können suche ich immer wieder nach neuen Ideen, wie ich Reize setzen kann, die mich auf Trab halten. Mitunter sind es Kleinigkeiten, die in vielen Büchern stehen, die ich aber oft als zu einfach abgetan habe zum Beispiel: das Setzen von Prioritäten!

Das mag jetzt nicht nach einer weltbewegenden Erkenntnis klingen. Für mich selbst war es das auch nicht. In fast jedem Buch das irgendwie mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat liest man darüber. Mein Problem war dabei in den letzten Jahren nicht, dass ich keine Prioritäten setzen konnte, sondern dass ich mich nicht an sie gehalten habe. Mir war immer bewusst welcher Bereich in meinem Leben wichtig sein sollte, trotzdem habe ich mich selten daran gehalten. In diesem Semester ist das anders und die Erfolge stellen sich jetzt schon ein.

Für mich ist es ganz klar, an erster Stelle steht die Uni. Jetzt wo ich im Master bin müssen die Ergebnisse endlich passen. Im Bachelor habe ich viel nebenbei gemacht, gearbeitet, mich engagiert, gefeiert, trainiert und alles andere war immer wichtiger als die Uni. Das ist jetzt anders und ich halte mich daran mit dem Ergebnis, dass ich das Gefühl habe viel besser dazustehen, als in anderen Semestern. Das hat noch weitere Gründe, zu denen aber später.

An der zweiten Stelle steht das Geldverdienen. Die ganze Geschichte mit der MPU war nicht nur mental aufreibend, sondern auch schlichtweg teuer, so dass ich jetzt das Geld wieder rein bekommen möchte. Das passt mir gut ins Konzept, weil ich in Sachen Finanzen und Umgang mit Geld sowieso noch ein bisschen Nachholbedarf hatte.

Erst an dritter Stelle meiner Prioritätenliste folgen Sport, Ernährung und Gesundheit. Das ist untypisch für mich. Die größten Auswirkungen hat es tatsächlich auch nur auf mein Training, weil ich eben Uni-Sachen und Arbeit vorher erledigen muss und das Training dafür an manchen Tagen einfach auf der Strecke bleibt. Das ist nicht so schön, lässt sich aber aktuell nicht vermeiden. Dazu muss ich allerdings sagen, dass das auch wieder Jammern auf hohem Niveau ist, ich mache trotzdem meine drei Trainingseinheiten pro Woche.

Der zweite wichtige Punkt, weshalb es so gut läuft ist das ich mich mehr auf die Qualität der Aufgabendurchführung konzentriere. In den letzten Semestern habe ich mein persönliches Tracking hauptsächlich an der Menge der Lernstunden und der Stunden, die ich in der Uni verbracht habe, festgemacht. In diesem Semester versuche ich die Aufgabendurchführung und die Qualität der Resultate zu verbessern. Das bedeutet auch, dass ich mich weniger Ablenken lasse, mich mehr konzentriere und fokussiere. Auch hier haben sich die ersten Ergebnisse eingestellt. Das merke ich vor allen Dingen daran, dass ich wieder öfter im Flow bin, weniger abschweife und mit größerem Perfektionismus an die Sachen gehe. Ja, es wird immer wieder propagiert, dass Perfektionismus unglücklich macht. Das stimmt aber nur zu Teil, Fakt ist nämlich auch: wenn man viel erreichen will, muss am Ende eben auch die Qualität stimmen und wenn ich es besser hätte machen können, dann war ich eben nicht am Limit. Wenn ich stattdessen am Ende sagen kann, dass ich nicht mehr hätte machen können und es auch nicht besser gekonnt hätte, dann ist das in Ordnung.

Letzter Punkt des heutigen Beitrags sind Lerntechniken. Ich werde hier keine Techniken im Details vorstellen, das würde den Rahmen sprengen, aber ich möchte darauf hinweisen, wie wichtig es ist seinen Geist zu trainieren, das Gedächtnis zu verbessern und Bedingungen zu schaffen, die ein gutes Arbeiten ermöglichen. Das habe ich bisher vernachlässigt. So blöd es auch klingt, teilweise war ich zu stolz um Lerntipps anzunehmen. Die passenden Bücher hatte ich zu Beginn des Studiums schon gelesen, aber umgesetzt habe ich wenig. Da ärgere ich mich heute umso mehr drüber. Hilft nichts, wichtig ist, dass ich es jetzt erkannt habe. Auch das ist eine Sache, die ich euch nur ans Herz legen kann. Oft liest man in Büchern Dinge, die man für albern hält. Dabei sollte nicht geurteilt werden, bevor die Techniken ausprobiert wurden und sich bewiesen hat, dass sie nichts bringen. Außerdem ist an dieser Stelle noch mal der Hinweis erlaubt, dass es wegen solchen Sachen sehr sinnvoll sein kann ein Buch nach etwas Zeit noch ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Mit wachsender Erfahrung und Veränderung der Blickwinkel kann das in vielen Fällen Gold wert sein.

 

Das solls für heute gewesen sein!

 

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

es fällt mir nicht so leicht diesen Beitrag zu beginnen. Zu dramatisch sind die Themen für mich und doch weiß ich, dass ich um dieses Thema nicht herum kommen werde, wenn ich wirklich ehrlich zu euch sein will. Fangen wir mit etwas Positivem an: Gestern ist ein Ereignis eingetreten, auf das ich lange hingearbeitet habe. Rational betrachtet würde ich sagen, es ist ein weiteres Indiz dafür, dass es aufwärts geht, aber ganz ehrlich, ich kann bei dem Thema nicht rational bleiben. Deswegen werde ich heute Abend auf dem Balkon sitzen, meine Siegeszigarre rauchen und auf die letzten Jahre zurückblicken.

Okay, das ist euch alles zu undurchsichtig? Fangen wir von vorne an, an einem Sommerabend vor knapp 1,5 Jahren. Dieser Abend sollte ein Wendepunkt sein. Zuvor hatte ich wie im Rausch gelebt. Private und universitäre Erfolge reihten sich aneinander und ich war bereit für einen unglaublichen Sommer. Selten gibt es im Leben Momente von denen wir sagen können, dass sie unser Leben nachhaltig verändern. Bei mir war es so ein Abend. Ich war feiern mit Freunden und machte mich irgendwann stark angetrunken mit dem Rad auf den Heimweg, wo ich kurz vor Erreichen des ersehnten Betts von der Polizei angehalten wurde. Was dann folgte ist mir nur bruchstückhaft in Erinnerung: Pusten. Fahrt im Streifenwagen zum Krankenhaus. Warten auf die Blutentnahme. Zuhause aus Frust Ouzo in mich rein schütten. Eine anstrengende Nacht und ein fieser Morgen mit der Erkenntnis, dass das einfach scheiße gewesen ist. Googeln der möglichen Konsequenzen: Strafverfahren? Abstinenz? MPU? Tausend Möglichkeiten, keine Gewissheit.

FUCK.

Tage und Wochen vergingen ohne dass ich genauer wusste was passieren würde. Dann die Post vom Gericht und mein erster Besuch beim Anwalt. Langsam hob sich der Vorhang und es wurde abschätzbarer, was auf mich zukommen würde. Die Ungewissheit nagte an meinen Nerven. Dazu lief meine Beziehung immer schlechter, zusätzlich erfuhr ich, dass meine Mutter an Depressionen litt. Willkommen in der Realität.

Infoabend zur MPU und die Erkenntnis: um einen Abstinenznachweis werde ich nicht drum herum kommen. Okay, ich sehe ich es als Chance. Wie lange der Lappen weg sein wird? Keine Ahnung. Weiterhin so viele offene Fragen. Im Laufe der Monate bekomme ich die Antworten. Das Strafverfahren wird gegen eine Geldzahlung eingestellt. Die Kohle geht an einen gemeinnützigen Zweck, tut zwar weh, aber nicht so sehr, als wenn es direkt an den Staat gegangen wäre. Termin zur Abgabe des Führerscheins kommt. Alles kein Problem, ich habe mich damit abgefunden. Größtes Problem scheint mir der Abstinenznachweis. 12 Monate Abstinenz, sechs kurzfristige Kontrollen, dazu üble Auflagen: Abmelden, wenn man nicht vor Ort ist. Auf alle Speisen achten müssen, auf Medikamente mit Alkohol achten, ja sogar drauf, ob ich sehr reifes Obst esse oder naturtrüben Apfelsaft trinke. Das Ganze ist kein Spaß. Irgendwann dann der erste Abstinenztest: Pinkeln unter Aufsicht. Es gab schon erhabenere Momente in meinem Leben.

Die größte Frage bleibt aber: Warum ich? Was hatte ich falsch gemacht? Die Anderen hatten doch auch immer mit getrunken, wie konnte es sein, dass es bei mir immer wieder eskalierte? Einige Zeit zuvor hatte ich dieses Problem schon erkannt und versucht nach einer abstinenten Phase mit kontrolliertem Trinken einzusteigen. Das war zum Scheitern verurteilt. Das wusste ich damals blos noch nicht. Die Fragen sind quälend. Wie kann es sein, dass es alle auf die Reihe bekommen, nur ich nicht? Ich fange an mich mit dem Thema Alkohol zu beschäftigen, lese „Das blaue Buch“ von den AA, lese weiter Bücher zum Thema Alkohol. Langsam wird mir die Tragweite meines Problems bewusst. Nein, natürlich bin ich nicht abhängig, aber ich habe ein Problem. Schnell merke ich, dass ich nie wieder Alkohol trinken sollte. Meine Freunde verstehen das nicht, auch wenn ich es ihnen erkläre. Wie auch? Wenn man das Problem nicht hat kann man es nicht verstehen. Die Abstinenz tut mir gut und fällt mir bei weitem nicht so schwer, wie ich anfangs vermutet hatte. Dabei hat das Jahr einige negative Höhepunkte, an denen ich mir am liebsten die Kante gegeben hätte: die Freundin macht Schluss, Vater liegt erst mit Schlaganfall im Krankenhaus, dann wird im Krebs diagnostiziert. In der Uni läuft es bei mir nicht rund. Ich quäle mich. Es ist, als würde ich einen großen Rucksack mit Problemen mit mir herum tragen. Es nervt. Innerlich geht es mir besser. Ich lese mehr, ich arbeite an mir selbst, arbeite die Vergangenheit auf. Meinem Vater geht es schlechter, zeitweise ringt er mit dem Tod. Allein der Gedanke daran lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen.

Im Mai dieses Jahres stabilisiert sich die Situation. Für mich ist klar, dass ich nie wieder trinken werde und ich bereite mein Umfeld darauf vor. Meinem Vater geht es langsam wieder besser, meine Mutter beginnt wieder zu arbeiten. Vor mir liegt allerdings noch die MPU. Das belastet mich. Zusätzlich läuft mir die Zeit in Sachen Studium davon. Es wird Zeit den Bachelor zu beenden. Ich quäle mich durch die Klausuren, bin aber wieder etwas im Aufwind. Meine neue Freundin trägt einen Teil dazu bei. Die Gesamtsituation verbessert sich.

In den letzten zwei Monaten tritt dann das ein, was ich mir so sehr ersehnt habe. Mein Vater wird wieder gesund. Zwar ohne Magen und Speiseröhre, aber er wird wieder. Mit Biegen und Brechen bestehe ich die letzten Prüfungen für den Bachelor. Meine Note ist am Ende genau in dem Bereich den ich haben wollte. Passt also. Dann die MPU. Ich bin vorbereitet. Habe Termine mit einem Verkehrspsychologen gehabt und mein gesamtes Trinkverhalten seit dem ersten Mischbier aufgearbeitet. Das war eine emotionale Achterbahn, aber für meine persönliche Entwicklung enorm wichtig. Die MPU selbst ist unspektakulär, ein bisschen Ungewissheit bleibt.

Bis dann gestern ein großer Umschlag im Briefkasten ist, an mich adressiert und ich weiß genau was es sein wird. In die Wohnung geeilt: Das Gutachten ist positiv. Steine fallen von meinem Herzen. Ich schreie mir die Erleichterung von der Seele, drehe die Musik auf eine Lautstärke, dass auch die Nachbarn wissen, dass ich gute Laune habe. Fast 18 Monate hat es gedauert, aber es ist geschafft.

Warum ich erzähle ich euch das alles? Weil es zwei wichtige Punkte gibt, die ihr mitnehmen sollt: einer bezieht sich auf den Alkoholkonsum, der andere auf die Wahrnehmung der Höhen und Tiefen des Lebens.

Beginnen wir mit dem Alkohol. Ich bin kein Moralapostel, deswegen werde ich hier jetzt mich die Abstinenz als Alleilmittel propagieren. Im Gegenteil. Ich habe viele lustige Nächte gehabt die durch Alkohol befeuert wurden, genauso habe ich verdammt beschissene Nächte gehabt. Was ich möchte ist, dass ihr euch Gedanken über euren Alkoholkonsum macht. Wenn man sich mit dem Thema ein bisschen beschäftigt stellt man schnell fest, dass es eine große Zahl an Menschen ist, die zumindest einen problematischen Umgang mit Alkohol haben, nicht zwingend eine Sucht. Problematisch ist, dass wenn ein Mal eine gewisse Verträglichkeit erreicht ist, gibt es kein Zurück. Das Suchtgedächtnis ist eine blöde Fotze, die immer wieder versuchen wird dich in die Scheiße zu reiten. Wenn ihr also merkt, dass bei euch irgendwas nicht passt und ihr denkt, dass das schon irgendwie wieder wird: das wird nicht passieren! Entweder ihr kommt von selbst drauf und zieht die richtigen Schlüsse oder ihr lernt es wie ich auf die harte Tour. Zum anderen, das führt jetzt aber zu weit, sollte man sich mal über die Rolle des Alkohol in der Gesellschaft Gedanken machen z.B. im Verhältnis zum Tabak. Jeder bekommt Lob, wenn er aufhört zu rauchen, muss sich aber rechtfertigen, wenn er nicht trinkt. Ich weiß wie leicht es ist zu sagen „Ach komm, einer wird schon gehen“, aber wenn ihr das nächste Mal in die Versuchung kommt, denkt dran, dass derjenige seine Gründe haben wird.

Zum zweiten Punkt, der Wahrnehmung der Höhen und Tiefen. Über das letzte Jahr sind meine Gedanken unbemerkt immer negativer geworden. Vorher schwebte ich auf einer Wolke, um dann hart auf dem Boden der Tatsachen aufzuschlagen. Es war ein harter ein Kampf wieder in eine Aufwärtsspirale zu kommen, weil meine Gedanken unterbewusst so negativ geworden waren. Gefühlt habe ich die negativen Erlebnisse viel intensiver wahrgenommen, als die positiven. Als z.B. feststand, dass ich den Bachelor geschafft habe, war das für mich nur eine Randnotiz. Das neue Semester hatte schon begonnen, es ging schon weiter. Es ist unglaublich wichtig sich Zeit zu nehmen und die Erfolge zu feiern. Für mich bedeutet das, dass ich heute Abend meine Siegeszigarre rauche, vermutlich wie irre anfange zu lachen und mir dadurch Kraft für die neuen Aufgaben hole. Denn jetzt ist ein enormer Ballast weg und somit Kräfte für andere Dinge frei.

Ich hoffe, ihr könnt ein bisschen aus dem Beitrag mitnehmen. Zum Thema Alkohol habe ich nicht alles geschrieben, was mir so durch den Kopf geht, das hätte den Rahmen gesprengt. Falls ihr Fragen habt könnt ihr die natürlich in den Kommentaren oder über PN stellen.

Ansonsten wünsch ich euch schon mal ein schönes Wochenende!

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

ein paar Tage sind seit meinem letzten Eintrag ins Land gezogen. Ich habe mir etwas Ruhe gegönnt. Traditionell beende ich meine Semester immer nach Kalender und nicht nach Ende der Prüfungen. Heißt Ende September war es an der Zeit die vorherigen sechs Monate zu analysieren und die Ziele zu setzen, die ab Oktober angegangen werden sollten. Es war eine sehr gute und produktive Zeit für mich. Generell sind es wohl die produktivsten Ferien seit Studienbeginn. Vergangene Woche habe ich dann in der Nacht auf dem Balkon gesessen und meine Siegeszigarre geraucht. Diese kleinen Momente sind es, die nahe an der Perfektion sind. Danach ging es für ein verlängertes Wochenende in den Urlaub.

Seit Dienstag bin ich dabei meine neuen Ziele umzusetzen. Neu ist, dank des Buchs "Think and grow rich", dass ich versuche mehr auf die Qualität der Durchführung meiner Tätigkeiten zu achten. Vorher war es, speziell in Bezug auf die Uni, doch eher quantitätslastig, weil ich hauptsächlich auf die Anzahl der für das Studium aufgewendeten Stunden geachtet habe und nicht darauf, wie gut ich gelernt habe. Das versuche ich jetzt auf alle Bereiche zu übertragen. Ein weiterer neuer Punkt ist, dass ich ganz klare Prioritäten in dem habe was ich machen möchte. Im bisherigen Studium habe ich die Uni häufig für Arbeit, Engagement in Hochschulgruppen, für den Sport oder Ähnliches vernachlässigt. Jetzt steht die Uni ganz klar an erster Stelle und ich widme mich den anderen Aufgaben erst, wenn ich mein tägliches Pensum abgearbeitet habe. Das hängt auch damit zusammen das ich endlich, nach langer Zeit und einem umständlichen Weg, meinen Bachelor geschafft habe und es jetzt im Master darum geht eine gute Position für den Berufseinstieg zu schaffen. Aktuell arbeite ich mit Unterlagen von Freunden schon für die Fächer des kommenden Semesters vor, wie so ein richtiger Streber.

Der zweite wichtige Punkt ist zu arbeiten oder in erster Linie auch Geld zu verdienen. Über das letzte Jahr hatte ich viele unerwartete Kosten und das möchte ich jetzt wieder rein holen. Außerdem habe ich mir für meine Zukunft konkrete Ziele gesetzt was meine Finanzen betrifft (dazu aber an anderer Stelle mehr). Durch verschiedene Jobs und Tätigkeiten werde ich das wohl auch gut umsetzen können. Allerdings macht das auch nötig, dass ich nach den oben genannten Prioritäten arbeite. Zwei meiner Tätigkeiten, die allerdings noch in den Kinderschuhen stecken, sind Sportwetten und Online Poker. Klingt jetzt erst mal nicht nach so einem sicheren Weg, aber lasst mich dazu ein paar Worte schreiben.

Das Thema Sportwetten beschäftigt mich schon länger. Seit ich denken kann bin ich an allen möglichen Sportarten interessiert und habe in den Ferien überlegt, wie ich daraus am besten Profit schlagen kann. Bei erster Recherche bin ich über die Kelly-Strategie gestoßen, habe mich da ein bisschen schlau gemacht, mir ein Excel-Tool gebaut und erst mal nur mit Spielgeld angefangen zu testen, ob das System funktioniert. Aktuell bin ich da ganz gut dabei, meine Entscheidungen werden besser und der aktuelle Stand, noch früh in der Bundesliga und Europapokal-Saison, bin ich mit ca. 40 Euro im Plus. Gemessen an einer Augangsbasis von 100 € wären das 40% Rendite. Klingt nicht schlecht, oder? Mir ist allerdings auch bewusst, dass sich das System erst noch auf lange Frist beweisen muss. Aktuell sieht es alles ganz gut aus. Mein Ziel ist es langfristig Profit zu erwirtschaften, nicht, wie bei den meisten Wettenden, der kurzfristige Erfolg.

In Sachen Pokern verhält es sich ähnlich. Mit einem guten Freund bin ich auf das Thema gekommen. Gepokert, auch online, habe ich vor Ewigkeiten schon mal. Mir fehlten allerdings wichtige Eigenschaften wie Disziplin, Geduld, Konzentration und die richtige EInschätzung der Gegenspieler. Da habe ich mich in den letzten Jahren entwickelt und wollte mal sehen, ob das jetzt auch funktioniert. Seit knapp zwei Wochen spiele ich fixed Limit, auch mit Spielgeld. Es geht mir darum die richtigen Strategien und Fähigkeiten zu lernen und ein paar Fehler möglichst jetzt zu machen, wo sie noch nicht so teuer sind. Auch beim Pokern merke ich, dass ich besser werde. Hin und wieder mache ich dumme Fehler die mich dann auch wirklich hart ärgern, insgesamt schaffe ich es aber ein kontinierliches Wachstum zu erzielen. Das ist auch beim Pokern mein Ziel. Deswegen fixed Limit.

Generell bin ich der Überzeugung, dass es möglich ist mit ein bisschen Übung in beiden Bereichen, Sportwetten und Poker, regelmäßge Erträge zu erwirtschaften. Falls ihr Fragen zu den Themen habt könnt ihr die gerne in den Kommentaren stellen oder mich anschreiben. Ich habe das hier jetzt alles nur angerissen, weil eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweisen hier den Rahmen sprengen würde.

Der dritte Punkt auf meiner Prioritätenliste ist Fitness. In Sachen Sport und Ernährung läuft es ganz gut, aber das ist der Teilbereich den ich im Zweifelsfall etwas zurück stelle, um Uni und Arbeit schaffen zu können. Also die Ernährung leidet da nicht drunter, sondern hauptsächlich der Sport. Allerdings fühle ich mich richtig wohl, habe das Gefühl auch da Fortschritte zu machen und meine Ziele erreichen zu können. Nebenbei mache ich Fortschritte in Sachen Meditation und ich werde jetzt irgendwann anfangen Yoga in mein Programm mit einzubauen.

Ihr seht, ich habe viel zu tun und das sind bei weitem nicht alle Sachen, die ich aktuell mache. Allerdings sorgt das Tempo und die Auslastung dafür, dass ich etwas seltener dazu komme hier zu schreiben.

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

ihr merkt, aktuell habe ich ein bisschen mehr Zeit, um euch mit frischem Inhalt zu versorgen. Damit arbeite ich auch die vergangenen Wochen auf, in denen ich einfach keine Zeit hatte zu schreiben, wo aber trotzdem relativ viel passiert ist. Heute werde ich euch ein bisschen was über meine Erfahrungen mit Intermittent Fasting berichten, euch eine Liste der Bücher zur Verfügung stellen, die ich in den vergangenen sechs Monaten gelesen habe und mich einfach mal über ein paar kleine Erfolge freuen, die auch durch Glück zustande gekommen sind.

Intermittent Fasting (IF)

Vor wenigen habe ich mit Intermittent Fasting begonnen. Das heißt ich faste jeden Tag 16 Stunden und esse an acht Stunden. Meine Hoffnung ist noch ein paar Prozent Fett abbauen zu können, besonders am Bauch, aber hauptsächlich möchte ich meinen Lebensstil noch ein bisschen gesünder gestalten und über diese Art zu fasten habe ich sehr viele positive Berichte gelesen.

Mir selbst ist die Umstellung leicht gefallen. Ja, es ist komisch bis Mittag nichts zu essen, schon allein weil ich sonst immer gefrühstückt habe. Der befürchtete Leistungseinbruch am Vormittag ist ausgeblieben, auch wenn man natürlich sagen muss, dass ich aktuell bei weitem nicht so gefordert bin, wie ich es während des Semesters sein werde.

Auffällig ist, dass meine Verdauung sich sofort verändert hat und wesentlich besser geworden ist. Das ist ein subjektives Gefühl und ich werde hier jetzt nicht einen Stuhl beschreiben, auch wenn das den einen oder anderen von euch bestimmt freuen würde.

Häufig findet man in den „Regeln“ zum IF, dass man das Training in der Fastenzeit durchziehen sollte. Auch das habe ich anfangs kritisch gesehen, aber nach den ersten Einheiten die ich so absolviert habe kann ich sagen, dass es kein Problem gewesen ist. Ja, es fühlt sich anders an, aber meine Leistungen waren nicht schwächer.

Alles in allem ist mein erstes Fazit, dass ich das IF wohl noch eine ganze Weile durchziehen werde und euch auch auf dem Laufenden halte, wie es so für mich funktioniert.

 

Bücher

Im letzten Beitrag habe ich schon angedeutet, dass ich im letzten Halbjahr sehr viele Bücher gelesen habe. Ich werde euch hier erst mal nur eine Liste zur Verfügung stellen. Wenn ihr nähere Informationen zu einem Buch haben wollt oder ein Review, dann schreibt mir doch bitte ein PN oder hinterlasst hier kurz einen Kommentar.

Das Thema Lesen an sich habe ich wieder sehr zu schätzen gelernt. Auch, weil ich anders lese als früher. Ich mache mir mehr Notizen, lese aufmerksamer und kann inhaltliche Bezüge zu meinem eigenen Leben wesentlich besser und schneller herstellen. In der Liste befinden sich aber auch die Romane etc. die ich gelesen habe, und ja, ich lese die „Ein Lied von Eis und Feuer“- Reihe auf Deutsch. Die mit * versehenen Bücher sind die Bücher, die euch als lesenswert empfehlen kann:

 

George R. R. Martin –Das Lied von Eis und Feuer Band 6, 7, 8

Patrick Süskind – Das Parfüm

Marcus Aurelius – Meditations*

Eckhart Tolle - Eine neue Erde*

Damian Preston – Small Talk

Mark Divine – Der Weg des Seal*

Jesse Itzler – Living with a seal

Nathaniel Branden – Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls

Kurose, Ross – Computernetzwerke

Dr. Gunther Karsten – Erfolgsgedächtnis*

Daniel Schreiber – Nüchtern*

Hanya Yanagihara – A little Life*

Tom Demarco – Der Termin

Napoleon Hill – Think and grow rich*

Warren Buffet – Das Leben ist wie ein Schneeball

William Poundstone – Die Formel des Glücks

 

Glück

Das Warten auf die Klausurergebnisse des Semesters hat mich sehr angestrengt und viele „was wäre, wenn…“-Szenarien hervorgerufen. Ich wurschtel schon viel zu lange an meinem Bachelor herum, studiere aber mittlerweile nebenbei schon im Master (ja, das geht an meiner Uni). Nur muss ich eben die Zulassungsvoraussetzungen bis zu einem gewissen Zeitpunkt nachgewiesen haben. Nun lief eine der Klausuren verdammt schlecht und das obwohl ich mich richtig gut vorbereitet hatte. Die Studierenden unter euch werden es wissen: es gibt hin und wieder Professoren, die Klausuren stellen bei denen die Aufgaben unendlich viel schwerer sind, als in den Übungen. Bei mir war das die erste Klausur des Semesters und ich war ziemlich frustriert und hatte mir schon ausgemalt, wie ich im nächsten Semester dann doch noch eine letzte Bachelor-Klausur haben würde… Allerdings habe ich im Studium auch eine weitere Sache gelernt: hin und wieder hat man einfach Glück. So war es bei mir auch in diesem Fall. Ihr habt es euch wahrscheinlich schon gedacht: ich habe bestanden. Es war knapp, aber es hat gereicht und für meine Masterzulassung ist das auch kein Problem. Dieses Erlebnis, gekoppelt mit ein paar anderen wichtigen Entwicklungen, war für mich ein absolutes Highlight und das Glückserlebnis der Woche. Wieder mal hat sich gezeigt, dass es sich nicht lohnt besorgt zu sein, bevor man die endgültigen Ergebnisse hat. Jetzt kann ich, obwohl noch ein paar Ergebnisse ausstehen, fast sicher sein, dass ich meinen Bachelor in der Tasche habe und im kommenden Semester den Fokus dann voll auf den Master legen kann.

 

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

wenn ich auf die letzten 18 Monate zurück blicke, dann sehe ich vor allen Dingen die vielen Probleme, die ich in dieser Phase zu bewältigen hatte. Dazu muss ich sagen, dass der Großteil der Probleme durch äußere Einflüsse kamen. Mir persönlich fällt es in solchen Phasen schwer mein Leben weiter so krass durchzuziehen, wie ich es normalerweise gewohnt bin. Der Fakt frustriert mich und sorgt dafür, dass es mir noch schwerer fällt mein Leben weiter am Limit zu leben. Nur das wir uns richtig verstehen, es ist Jammern auf hohem Niveau. Trotz aller Probleme habe ich viel trainiert, mich gut ernährt und mich weiterentwickelt. Was dabei fehlte waren das Feuer und die Leidenschaft. Oft war ich einfach zu niedergeschlagen, um die entscheidenen paar Prozent zu geben, die eine grandiose Leistung von einer sehr guten Leistung unterscheiden. Das Hauptproblem saß im Kopf. Ich habe mir so viele Sorgen gemacht. Besonders als es meinem Vater sehr schlecht ging. Das ist verständlich und normal. Auf der anderen Seite hat sich dadurch ein negatives Denkmuster eingeschlichen. Natürlich bleibt es nicht aus, dass man sich Gedanken über den "Worst-Case" macht. Auch das ist wichtig, um am Ende auf alles vobereitet zu sein. Für mich war es dann aber so, dass ich zwar nicht durchgehend den Teufel an die Wand gemalt habe, aber einfach mental unglaublich müde gworden bin, weil es so anstregend gewesen ist die Spannung aufrecht zu halten und diesen ganzen Kram durchzustehen. Erst jetzt, nach den letzten Klausuren, ist mir aufgefallen, wie negativ ich gedacht habe und wie sehr sich meine Einstellung zum Leben und mein Tagesablauf geändert haben, seit dem ich bewusst drauf achte, wieder positiver zu denken. Ich habe viel mehr Energie und spüre langsam, dass ich wieder bereit bin meine neuen Projekte anzugehen.

Was mir im Besonderen geholfen hat war, dass ich einfach auf das zurück geblickt habe, was ich in den letzten Monaten erreicht habe und das war jede Menge. Beispielsweise habe ich in den letzten sechs Monaten 19 Bücher gelesen. Mein Vorsatz waren zwei Bücher pro Monat gewesen. Das ist für mich überragend, weil es mich extrem weiter gebracht hat. Zum anderen war es, wie gesagt, Jammern auf hohem Niveau. Ich habe fast alle meine Ziele erreicht. Problematisch ist für mich auch ein bisschen, dass ich durch das hohe Niveau das ich etabliert habe, Probleme bekomme mich zu motivieren und aus der Komfortzone zu kommen. Da muss ich mir dringend was überlegen.

Zusätzlich habe ich in den letzten Tagen wieder vermehrt motivierende Videos auf Youtube gesehen. Egal ob es dabei um Pickup, Persönlichkeitsentwicklung oder Training geht, ich merke, dass das Feuer langsam wieder zurück kommt und ich tierisch Bock auf alles habe. Dazu kommen jetzt die Wochen in denen ich mein Semesterfazit ziehe und die Ziele für das neue Semester setze. Das ist generell immer eine Phase in der ich richtig loslegen kann und will. Ich habe schon einige Ideen für das was ich machen kann und will. Dazu aber zu gegebenen Zeit mehr.

Ein weiterer wichtiger Faktor war neben der mentalen Müdigkeit auch die körperliche Erschöpfung. Aktuell schlafe ich sehr viel und nutze die Ferien perfekt aus. Dazu trainiere ich wieder mehr, ernähre mich noch ein bisschen besser und erreiche dabei wieder den besten Zustand. Es spielt alles zusammen. Das geile daran: die Ferien dauern noch bis Mitte Oktober. Bis dahin ist noch viel Zeit. Zeit die ich zum Regenerieren nutze, aber auch dazu neue Fähigkeiten zu lernen, die ich für die Erreichung der neuen Ziele gebrauchen könnte. Es fühlt sich einfach gut an.

Entscheidend dafür, dass es mir jetzt so viel besser geht, als noch vor ein paar Wochen, ist aber, dass ich jetzt wieder wesentlich positiver im Kopf bin. Ich sehe wieder die kleinen Entwicklungsschritte, genieße die Tage und feiere mich selbst hart für das was ich jeden Tag erreiche.

Zum Schluss dieses Beitrags möchte ich euch noch einen kleinen Tipp für eine App geben. Sie heißt Habitica und wurde mir von einem Bro empfohlen. Das Prinzip der App ist relativ einfach: ihr erstellt einen Avatar und könnt diesen weiterentwickeln in dem ihr Erfahrungspunkte sammelt. Soweit noch nicht wirklich Neues, ABER die Erfahrungspunkte bekommt ihr für erledigte Aufgaben in eurem Alltag. Das können einfache Dinge sein, wie das Erledigen der Hausarbeit, Training oder ähnliches, das Abarbeiten der To-Do-Liste oder eben auch das Approachen von Frauen. Falls ihr Probleme habt euch zu motivieren könnte diese App euch helfen. Ich persönlich finde das Prinzip dahinter spannend, weil es auch soziale Aspekte gibt. Alle Funktionen habe ich noch nicht getestet, deswegen kann ich auch noch nicht zu 100% sagen, inwiefern sich das alles auf Pickup übertragen lääst und ob es noch weitere Anwendungsmöglichkeiten gibt z.B. für die Zusammenarbeit mit Wings. Falls es euch interessiert ladet die App einfach mal runter und testet es aus.

Das soll's für dann auch gewesen sein.

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

ich habe mir für diesen Beitrag ein wenig Zeit gelassen. Zum einen war ich mit meinen Prüfungen des Sommersemesters beschäftigt, andererseits wusste ich nicht so richtig, wie ich die verschiedenen Themen, die mich aktuell beschäftigen, in die richtige Form bringen kann. Das heutige Thema habe ich schon öfter auf die eine oder andere Art und Weise behandelt, aber es ist zuletzt immer wieder in Büchern die ich gelesen habe aufgetaucht und deckt sicht ebenfalls mit meinen persönlichen Erfahrungen der letzten Jahre, was den Erfolg im Leben, wie auch immer ihr das für euch definiert, betrifft.

Ich sehe es immer wieder, egal ob hier im Forum oder in meinem eigenen Leben: wir entdecken Themen die uns interessieren, Lebensbereiche an denen wir arbeiten wollen und beginnn Pläne zu schmieden. Soweit ist das ist alles gar eine gute Sache. Die Planungen beanspruchen viel Zeit und es macht auf jeden Fall Sinn sich Ratschläge bei Menschen zu holen, die besser sind, die den gleichen Weg schon beschritten haben und die euch helfen können Fehler zu vermeiden.

Doch was kommt dann?

In vielen Fällen folgt der anfänglichen Euphorie ein harter Aufprall mit der Realität und der Erkenntnis, dass es ein schwerer Weg wird. An dieser Stelle scheitern die meisten Menschen, begnügen sich zeitweise mit dem was sie haben, nur um dann wieder mit Planungen zu beginnen. Ein Teufelskreis. Über Jahre ging es mir genau so. Ich sah die Probleme, ich wollte mein Leben verändern und doch scheiterte ich immer wieder. Heute weiß ich, dass es nicht an den Plänen gelegen hat. Meine Ideen waren richtig, meine Pläne ausgefeilt, aber geschafft habe ich es erst als ich die wohl wichtigste Eigenschaft gelernt hatte: Disziplin!

Vor ein paar Wochen sprach ich mit einer guten Freundin über meine Pläne und meine To-Do-Liste für die Klausurphase. Sie meinte nur "es ist krass, dass du das alles so durchziehst" worauf ich meinte, dass ich einfach einen ziemlich guten Plan hätte. Dieses Gespräch ging mir nicht aus dem Kopf. Auch weil sie erwiderte, dass sie auch immer gute Pläne hätte, es aber meistens an der Umsetzung scheitern würde. Eines Abends, ich saß entspannt auf dem Balkon und dachte nach, hatte ich die Erkenntnis: Es ist nicht mein Plan und das ich außerordentlich gut organisiert bin, sondern es ist die Disziplin, die mich besser macht, als vermutlich 80% meiner Kommilitonen (80%, weil ich Fan der Pareto-Regel bin). Ja, Sätze wie "du musst diszipliniert sein" sagen sich leicht. Ich gehe davon aus, dass ihr alle Ziele habt. Egal ob es um Frauen, Geld, Fitness geht, egal was euch antreibt. Ja, ich glaube sogar, dass viele von euch danach streben Erfolg zu haben der weit über den des Durchschnitts hinaus geht. Aber seid ihr auch bereit über eure Grenzen zu gehen? Seid ihr bereit die Kompromisse zu machen, die es braucht um wirklich gut zu werden? Seid ihr bereit den Weg zu gehen, auch wenn es mal keinen Spaß macht und ein Hindernis auf andere folgt?

Ich stelle mir diese Fragen. Besonders in den letzten Wochen waren sie immer wieder in meinem Kopf. Die Antwort ist ganz ehrlich, dass ich nicht immer bereit bin. Ich mache deutlich mehr als meine Kommilitonen. Während sie ihren Sommer faul in der Sonne verbringen nutze ich die Zeit um mir die Fähigkeiten und das Wissen anzueignen, zu dem ich während des Semesters oft keine Zeit habe. Ich beschwere mich nicht. Der Weg ist selbst gewählt und jeden Abend, wenn ich in mein Bett gehe bin ich glücklich, weil ich weiß das der Tag mich wieder einen Schritt weiter gebracht hat.

Was ich sagen will: geht in euch, stellt euch eure Zukunft vor und arbeitet härter als jeder andere in eurem Umfeld. Dann werdet ihr früher oder später Erfolg haben.

Das bringt mich zum weiteren Punkt: Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit. Speziell wenn ihr jeden Tag an eurem Projekt arbeitet werdet ihr irgendwann eine Phase haben in der ihr keine Lust mehr habt und da wird sich zeigen, wie sehr ihr es wollt und ob ihr bereit dazu seid den harten Weg zu gehen oder am Ende doch wieder auf den bequemen Weg zurück kehrt. Für mich sind diese beiden Eigenschaften, Hartnäckigkeiten und Durchhaltevermögen, ein Gut, das in unserer Generation selten geworden ist. Oh, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich über die Formulierung "unserer Generation" aufrege, ich hasse diese Verallgemeinerungen speziell wie sie immer wieder auf Beziehungsunfähigkeit gemacht wird, aber das ist ein anderes Thema.

Die Welt ist heutzutage sehr schnelllebig. Das Internet hat natürlich dazu beigetragen. Dazu kommt, dass uns nahezu alle Möglichkeiten offen stehen. Diese Voraussetzungen tragen dazu bei, dass es ein Leichtes ist die eigene Meinung und den eigenen Weg zu ändern sobald Schwierigkeiten auftauchen. Viele Menschen machen das so und fragen sich dann, warum sie immer so gestresst sind oder warum es mit der Beziehung wieder nicht geklappt hat. Dabei hätten sie es einfach nur durchziehen müssen. Guckt euch die Biografien erfolgreicher Persönlichkeiten an. Kaum jemand hätte sein Ziel erreicht, wenn er bei den ersten Problemen aufgegeben hätte. Im Gegenteil, ohne diese Menschen, die bereit waren es durchzuziehen, würden wir jetzt wohl noch in Höhlen leben und uns gegenseitig mit Steinen bewerfen.

Auch beim Thema Frauen werden euch Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit weiterhelfen. Auch hier ein Beispiel aus meinem Leben. In vorherigen Beiträgen habe ich mal von einer Frau aus der Nachbarschaft geschrieben mit der ich was hatte, die Signale stimmten, sie mir aber einen Korb gegeben hatte. Ihr Korb war für mich ein "Nicht jetzt, aber irgendwann". Für mich wäre es ein Leichtes gewesen sie zu "nexten" und mir ein neues Ziel zu suchen. Allerdings war ich davon überzeugt, dass diese Frau es wert wäre abzuwarten bis die Zeichen besser stehen würden. Für mich war es eine große Herausforderung die Füße still zu halten. Es gab Situationen in denen ich am liebsten alles hingeschmissen und aufgegeben hätte, aber tief in mir drin wusste ich, dass ich mit etwas Geduld eine zweite Chance bekommen würde und genau so kam es dann auch. Irgendwann nahm ich den Kontakt wieder auf, wir sahen uns. Es waren immer Freunde dabei, aber ich spürte, dass da noch immer irgendwas war. Beispielsweise wurden die Umarmungen beim Abschied von Mal zu Mal länger und irgendwann standen wir da, blickten uns in die Augen und hätten uns wohl geküsst, wenn nicht ein halbes Dutzend Freunde dabei gewesen wäre. Wenige Tage später trafen wir uns zu zweit, küssten uns und sind mittlweile in einer Beziehung. Für mich hat es sich gelohnt hartnäckig zu bleiben und auf meine Chance zu warten.

Wichtig ist natürlich dabei nach links und rechts zu gucken und sich trotzdem zu hinterfragen. Eine Sache durchzuziehen nur um sie durchgezogen zu haben ist eben auch sinnlos. Dabei können euch eure Pläne dann wieder helfen und den Punkt zeigen, an dem es besser ist weiterzuziehen. Was ihr letztlich aus diesem zweiten Teil des Beitrags mitnehmen sollt: zieht euer Ding durch, steht zu dem was ich machen wollt, seid hartnäckig und zieht weiter, wenn ihr sicher seid, dass ihr alles gegeben habt und es sich nicht lohnt weiter zu kämpfen.

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

nach dem meine letzten Beiträge eher biografisch waren und "Geschichten" aus meinem Leben erzählten, möchte ich heute mal wieder ein bisschen Input in Sachen Persönlichkeitsentwicklung geben. Heute geht es darum, wie ich mit der Hilfe eines einfachen Werkzeugs geschafft habe mein Verhalten grundlegend zu ändern. Ich habe bewusst mit dem Schreiben dieses Beitrags länger gewartet, weil ich erst prüfen wollte, ob die Methode für mich wirklich funktioniert. Mittlerweile ziehe ich es so, wie ich es im Folgenden beschreiben werde, seit 18 Monaten durch.

Gründe:

Wie schon oft erzählt hatte ich vor knapp zwei Jahren einen Moment in dem ich für mich selbst entschieden habe, dass sich mein Leben grundlegend ändern soll. Vor allem wollte ich mir einge gute Grundlage schaffen. Das hieß für mich meine Ernährung auf die Reihe zu bekommen, mehr Sport zu treiben, besser zu schlafen, regelmäßig zu meditieren etc. Für mich sind das die Grundlagen für ein aktives und erfolgreiches Leben. Dieser Entscheidung vorausgegangen waren Jahre in denen ich mich selbst quälte. Immer wieder versuchte ich meinen Lebensstil zu ändern, immer wieder schaffte ich es für einen begrenzten Zeitraum, nur um dann wieder in meine alten Verhaltensmuster zurück zu fallen. Ich war unzufrieden und auf der Suche nach einem Mittel, wie ich mein eigenes Leben "tracken" und auswerten konnte.

 

Werkzeug:

Kern meiner statistischen Auswertung ist eine einfache Tabelle, die ein gewisses Maß an Pflege benötigt. Ich werde nun die einzelnen Spalten beschreiben.

Tab1.JPG

  • Tag: Aktuelles Datum
  • Schlaf: Den Schlaf analysiere ich nur grob. Ich gucke auf die Uhr wenn ich ins Bett gehe, weiß ungefähr wie lange ich zum Einschlafen brauche und rechne mir dann grob die Stunden aus, die ich geschlafen habe
  • Ernährung: Ein 'x' gibt es hier für Tage an denen ich mich gesund ernährt habe
  • Meditation: Ein 'x' gibt es für Tage an denen ich meditiert habe. Zu Beginn waren es 20 Minuten Meditation am Tag, mittlerweile sind es 30 Minuten
  • Affirmationen: EIn 'x' gibt es, wenn ich meine Affirmationen gemacht habe
  • Sport: 'x' gibt es, wenn ich Sport gemacht habe, unabhängig von Dauer oder Art des Sports
  • Gewicht: Hängt damit zusammen, dass ich aktuell Masse aufbauen möchte. Schreibe ich nicht jeden Tag in die Tabelle, ist aber ganz gut für einen Überblick
  • Alkohol: Das '-' gibt es, wenn ich keinen Alkohol getrunken habe. Diese Spalte werde ich bald entfernen, da ich mittlerweile abstinent lebe
  • Tagebuch: Bekanntes Spiel. Das 'x' gibt es, wenn ich Tagebuch geschrieben habe
  • Ziele: Ein 'x' gibt es, wenn ich meine Ziele gelesen habe. Meine Ziel-Listen umfassen die Ziele für das Semester, für den Rest des Studiums und für mein restliches Leben

An diesen Punkten orientiere ich mich jeden Tag. Jeden Monat mache ich eine statistische Auswertung, wie oft ich die jeweiligen Dinge getan habe, so wie den Mittelwert des Schlafs. Anhand dieser Daten habe ich in den ersten Monaten ein Ist-Analyse gemacht und im Nachgang meine Ziele gesetzt. Mittlerweile bin ich am oberen Limit angekommen. Täglich lese ich Ziele, schreibe ich Tagebuch, mache Affirmationen, meditiere. Beim Schlaf kann ich zumindest einschätzen, ob ich mehr schlafen muss oder ob ich weniger schlafen kann. Bei der Ernährung bin ich meist zwischen 75 und 85 Prozent. Da sind 80 Prozent das Ziel, vielleicht irgendwann mal 90 Prozent. Beim Sport bin ich aktuell bei 40-50 Prozent.

Die Tabelle kann man natürlich nach den eigenen Bedürfnissen anpassen, bspw.: mit No-Fap, gemachten Sets oder Ähnlichem. Je nachdem welchen Bereich ihr verbessern wollt.

 

Wie geht es weiter?

Ich bin jetzt, wie gesagt, auf dem Level auf dem ich immer sein wollte. Kurz überlegte ich, ob die Weiterführung der Tabelle noch Sinn macht, aber ich brauche sie, um mich selbst zu kontrollieren, auch wenn ich die Tätigkeiten in der Liste mittlerweile wie selbstverständlich mache. Die Tabelle ist natürlich nur ein Anhaltspunkt für die Quantität, also wie oft mache ich Dinge, sie gibt keine Aussage darüber, wie gut ich die Dinge mache. Letzteres ist der Punkt an dem ich jetzt arbeite. In manchen Bereichen ist das einfacher. Beim Kraftsport zum Beispiel sehe ich anhand meines Trainingsplans, wie ich mich verbessere. In Sachen Ernährung ist es schwieriger und in Sachen Meditation ist es noch schwieriger.

Deswegen arbeite ich mit Büchern, die sich mit den einzelnen Bereichen beschäftigen und thematisch in die Tiefe gehen. Was meine Einstellung und Grundhaltung betrifft, habe ich gute Bücher gefunden, die von ehemaligen Navy-Seals geschrieben sind. Dazu arbeite ich weiterhin mit den "6 Säulen des Selbstwertgefühls". Es ist an der Zeit in den Details zu gehen und da wird es deutlich schwieriger werden die Entwicklung zu analysieren. Allerdings kommen auch hier Übungen dazu, die täglich gemacht werden sollten, so dass ich die Tabelle wieder erweitern kann.

 

Schlussbemerkung

Die Tabelle als Mittel zur Motivation funktoniert für mich optimal. Speziell in der Anfangszeit habe ich bei den Monatsauswertungen gesehen, wo ich größere Baustellen habe und an welchen Bereichen ich arbeiten muss. Jedoch ist sie auch trügerisch. Ab einem gewissen Punkt lässt ihre Motivationskraft nach, wenn die Tätigkeiten zur Routine geworden sind. Dann ist es an der Zeit das eigene Handeln zu hinterfragen, die Routinen zu durchbrechen und sich neue Anreize zu setzen.  In dieser Phase befinde ich mich aktuell.

Wie immer muss abschließend gesagt werden, dass nicht jeder für jede Methode zur Motivation oder persönlichen Kontrolle geschaffen ist. Für mich hat es auch ein bisschen mit meinem Lieblingsthema "Gamification" zu tun und immer wieder gegen mich selbst anzutreten und besser werden zu können. Das ist der Grundgedanke hinter der Tabelle gewesen. Sich selbst herausfordern und versuchen immer besser zu werden. Für mich funktioniert es. Ihr, müsst für euch selbst herausfinden, ob es für euch was bringt oder nicht.

Falls ihr Fragen zu diesem System habt könnt ihr diese gerne in den Kommentaren oder per PN stellen. Ansonsten würde ich mich auch über Erfahrungsberichte, Kritik und jegliche anderen Anmerkungen freuen.

 

Bis demnächst,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

ich erlebe aktuell eine sehr kurzweilige Zeit, habe viele Termine und es bewegt sich viel. Gefühlt bin ich dabei den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu machen und auch mit den Frauen scheint es weiter zu gehen.

Heute bekam ich die Ergebnisse des Speed Datings. Allerdings hatte ich nachfragen müssen, da sie schlicht weg vergessen hatten mir meine Matches mitzuteilen. Die Antwort erfüllte mich ein bisschen mit Freude. Insgesamt sind es vier Matches. Vier klingt jetzt noch nicht so viel. Bedenkt man aber, dass ich beim ersten Speed Dating nur ein Match hatte und beim zweiten zwei Matches, so ist das Wachstum auf vier schon in Ordnung. Gerechnet auf ca. 20 Frauen von denen ich knapp die Hälfte hätte wiedersehen wollen habe ich einen ganz guten Schnitt gemacht. Es zeigt sich auch, dass die Lebenssituation und die eigene Ausstrahlung viel ausmachen. Beim letzten Mal war ich frisch getrennt und fertig ohne Ende gewesen, diesmal war ich gut drauf und genau im richtigen Flow. Jetzt geht es dran die Mädels zu kontaktieren und für Dates zu sorgen. Gut an der Situation ist, dass man sich schon gesehen hat und ich relativ direkt auf Treffen gehen kann. Außerdem ist gut, dass ich wenig Zeit habe, also ein bisschen hard to get bin.

Das hängt damit zusammen, dass ich in der kommenden Woche in der Heimat bin, um einen guten Freund bei seiner Hochzeit zu unterstützen. Am vergangenen Wochenende war der zugehörige Junggesellenabschied. Aus einer halbwegs entspannten Tour ist ein absolutes Highlight des Jahres geworden. Ist auch immer wieder interessant zu sehen, was Gruppendynamik so ausmachen kann. Letztlich haben wir viel Spaß gehabt, viele Menschen kennengelernt, ein Uni-Sommerfest gecrasht und super viel Spaß gehabt. Für mich eine absolut bezeichnende Aussage kam von meinem Bruder: Wie kann es sein, dass du nüchtern, aber der lauteste von uns bist?

Ich habe im letzten Beitrag schon angerissen, aktuell höre ich wieder mehr Punk, gucke aggressivere, „männliche“ Filme und versuche meine männliche Seite zu stärken. Das mag ein bisschen dämlich klingen, aber es funktioniert. Dieser Blog heißt nicht umsonst Gentleass, als Mischung von Gentleman und Asshole. Zuletzt war ich zu weich, eine Pussy und hatte das Gefühl etwas ändern zu müssen.

Die letzten Filme, die ich gesehen habe:

  •          Fight Club

  •         American History X

  •          300

  •          Gladiator

  •          Gran Torino

Aktuell gucke ich mir dazu noch die Serie „Vikings“ an. Woran ich erkenne das es wirkt? Ich mache wieder derbere Witze, bin lauter und aggressiver. Am Samstag boxte mir ein Mädel nach einem blöden Spruch an den Arm, woraufhin ich meinte, dass mir das in letzter Zeit öfter passieren würde. Sie erwiderte „Das wundert mich nicht“. Das alles sind kleinere Zeichen dafür, dass sich was tut bei mir und ich langsam wieder besser in Schwung komme. Wenn alles gut läuft werde ich bald meine persönliche Challenge wieder aufnehmen können. Das wäre das I-Tüpfelchen auf eine jetzt schon ganz gute Phase.

Euch allen eine gute Woche!

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

 

seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung, Selbstverbesserung, teilweise auf mit Verführung. Mittlerweile bin ich an einem Punkt, an dem in den meisten Situationen genau einschätzen kann wo in meiner Entwicklung ich stehe und wie es weitergehen wird. Eine Sache ist mir jetzt wieder bewusst geworden, es gibt Zeiten in denen du dir deine eigene Entwicklung nicht erklären kannst. So ging es mir die letzten Tage.

Im letzten Beitrag habe ich begonnen die kleine Romanze mit einem Mädchen aus der Nachbarschaft zu schildern. Nachdem sie aus verschiedensten Gründen angedeutet hatte, dass sie starke Zweifel hätte, ob das mit uns so gut sei, war sie zu ihren Eltern aufgebrochen und fast zehn Tage sahen wir uns nicht. Die Zeit ohneeinander war okay. Anfangs ist es mir schwer gefallen, mit zunehmender Zeit wurde es einfacher. Der Plan war den Kontakt gering zu halten und ihr Raum zu lassen. Viel machen kann man in so einer Situation ja doch nicht. Am vergangenen Wochenende stand also das Wiedersehen und eine „Entscheidung“ an. Normalerweise kann ich in solchen Situationen auf mein Bauchgefühl vertrauen und habe eine grobe Ahnung in welche Richtung das Gespräch laufen wird. In diesem Fall war ich einfach ahnungslos, weil ich ihr Verhalten einfach nicht einschätzen konnte. Die Geschichte zum Treffen selbst ist schnell erzählt. Wir waren spazieren, erst ein bisschen Small Talk, dann von ihr, die Aussage, dass ich zwar süß sei, es für sie aber reichen würde um eine Beziehung einzugehen und auf so ein „mal gucken wie es sich entwickelt“ hätte sie keinen Bock bzw. das wäre nicht ihr Ding.

Ich habe es locker genommen, schon bevor ich es bei ihr probiert hatte, hatte ich mir gesagt, dass ich, wenn es in die Hose gehen sollte, locker bleiben muss, weil wir den gleichen Freundeskreis haben, uns viel sehen und alles andere der totale Quatsch wäre. Ja, ich war traurig und habe mich geärgert und ehrlich gesagt glaube ich noch nicht so richtig, dass der Drops schon gelutscht ist.

Meine erste Reaktion, als ich wieder zuhause war, war Frust. Ich war wütend, drehte die Musik auf und versuchte mich abzureagieren. Kurze Zeit später liefen wir uns zufällig wieder über den Weg, alberten rum und alles war wie immer. Das war ziemlich kurios und habe ich so noch nie erlebt. Dazu muss man wissen, dass wir uns vom Balkon aus gegenseitig sehen können und uns somit bei gutem Wetter täglich sehen.

Genau das geschah dann auch in den letzten Tagen. Wir sahen uns jeden Tag. Mal kürzer, mal länger. Es war okay und relativ entspannt.

Heute dann wieder spazieren gewesen, ein bisschen geredet. War alles ganz nett. Sie hatte im Vorfeld schon gesagt, sie sei relativ müde. Am Ende dann wieder ewige Umarmung und langer Augenkontakt, so wie die Tage auf dem Balkon immer wieder. Wie gesagt irgendwie habe ich das Gefühl, dass es noch nicht alles vorbei ist. Nur machen kann ich auch nicht so richtig viel, weil sie aktuell dieses Bild von uns im Kopf hat, bei dem wir nur Freunde sind. Letztlich ist die Lösung immer die gleiche: rausgehen, Spaß haben, sich eine gute Zeit machen und gucken, wie sich das alles entwickelt.

Egal wie es am Ende ausgehen wird, ich bin dankbar für die schönen Abende die wir hatten. Außerdem war sie die erste bei der ich es nach meiner letzten Trennung probiert habe und im Normalfall geht das total in die Hose, weil man emotional noch zu angeschlagen ist. Bei mir hat es ganz ordentlich geklappt und das bei einer Frau, bei der ich normalerweise in der Friendzone hätte sein sollen. Ich kann damit ganz gut leben.

Das hängt auch damit zusammen, dass ich mein Leben irgendwie besser auf die Reihe bekomme. Schon in den Tagen vorher hatte ich das Gefühl, dass ich meine Linie in Sachen Motivation wiederfinde, aber jetzt merke ich auch, dass ich im sozialen Umgang wieder der Typ werde, der ich sein kann, wenn ich emotional nicht angeschlagen bin. Woher das kommt? Zum einen weil ich ein alter Trotzkopf bin und mir in vergleichbaren Situationen immer sage „jetzt erst recht“. Zum anderen habe ich gemerkt, dass meine weiche und feminine Seite zu stark gewesen ist in den letzten Monaten, ja fast im gesamten letzten Jahr. Die Lösung ist so leicht wie lächerlich: Ich bin zurück zu meinen „Punk-Wurzeln“ gekehrt, höre aggressive Musik, habe mal wieder ein paar geile Filme geguckt (u.a. Fight Club, American History X und Gran Torino) und irgendwie wirkt es sich auf mich aus.

Zu allem Überfluss war gestern Speed Dating. Das hatte ich nach dem ich den Korb bekommen hatte noch klar gemacht, da für die Veranstaltung noch Männer gesucht wurden. Wer den Blog schon länger verfolgt weiß, dass ich schon öfter Speed Dating gemacht habe. Mit mäßigem Erfolg. Dazu sei gesagt, dass meine Trennung beim letzten Speed Dating grad mal zwei Wochen her war und ich die Woche direkt vorher krank im Bett gelegen hatte und insgesamt mega abgefuckt war.

Die Voraussetzungen waren ähnlich, aber doch auch unterschiedlich. Ich war den Abend richtig gut drauf, hatte mich rausgeputzt und fühlte mich pudelwohl. Im Vorfeld hatte ich mir eine Frage zurecht gelegt, die ich unbedingt mal stellen wollte: Wenn du ein Schild um den Hals tragen müsstest, was würde drauf stehen.

Im Wintersemester war ich verschlossen und zurückhaltend gewesen, diesmal suchte ich direkt den Kontakt zu den anderen Männern die schon dort waren. Zu meiner Überraschung kannte ich die erste Frau bei der ich am Tisch saß. Das war ausgezeichnet, da wir schon vor dem eigentlichen Beginn zusammen saßen und das Gespräch für mich einfach spitze war. Sie hatte mich mal bei einem Vortrag gesehen und sagte, dass ich sehr selbstsicher und kommunikativ wirken würde. Sowas ist doch Balsam auf die geschundene Männerseele.

Der restliche Abend war okay. Das klingt jetzt nicht so berauschend. Ich erzähle mal von den Highlights und Besonderheiten. Zum einen waren diesmal Austauschstudentinnen dabei. Das war in dem Sinne eine Herausforderung, weil neben der kurzen Zeit und sich auf den Gegenüber einzustellen, musste das jetzt auch noch auf Englisch passieren. Ich habe mich ganz passabel geschlagen.

Ansonsten habe ich natürlich meine Frage mit dem Schild gestellt, einer habe ich erzählt, dass ich im Knast gesessen hätte, eine habe ich für meine Hochschulgruppe angeworben und insgesamt habe ich versucht so viel Spaß wie möglich zu haben. Letztlich war es so, wie bei den anderen Speed Datings auch. Manche „Sets“ haben gekracht und waren voller Energie, nur lustig, andere waren relativ entspannt und normal und bei wiederum anderen kamen mir die drei Minuten wie eine kleine Ewigkeit vor. Fazit: es war ein lustiger Abend, ich hatte meinen Spaß, ob was bei raus kommt wird sich zeigen, die Ergebnisse über die „Matches“ gab es bisher noch nicht.

Letztlich ist mir das fast egal. Bisher sind immer ein, zwei Dates bei raus gekommen und das hilft mir, um wieder ein bisschen raus zu kommen und auf der anderen Seite kann ich damit Frau Nachbarin ein bisschen Konkurrenz bieten. Es ist für mich also auf jeden Fall ein Glücksfall. Außer ich hätte keine Matches.

Achja, bei den anderen Speed Dates waren zumindest ein paar Frauen, die ich wirklich anziehend fand und die aus der Masse herausgestochen sind. Das macht es natürlich noch entspannter. Wie gesagt, schauen wir mal was dabei raus kommt.

In den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass es mir deutlich besser geht und ich in allen Bereichen deutliche Fortschritte gemacht habe, wobei die Gründe warum ich ausgerechnet jetzt aus diesem Loch raus gekommen bin nicht so richtig zu erklären sind. Letztlich spielt das Warum eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist das ich wieder im Spiel bin. Wie sich die einzelnen Teile des heutigen Eintrags dann entwickeln werden wir sehen. Ich bin gespannt. Ihr hoffentlich auch.

 

Wie immer würde ich mich über sämtliche Manöverkritik oder auch Fragen sehr freuen!

 

Bis bald,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

in den letzten Wochen habe ich keine Zeit und Ruhe gefunden hier zu schreiben und auch meine Challenge ist ein wenig auf der Strecke geblieben. Die Gründe sind vielfältig und auch wenn ich selbst merke, dass mir auch etwas die Eier gefehlt haben es alles so durchzuziehen wie geplant, muss ich auch sagen, dass ich die Situation anfangs komplett falsch eingeschätzt habe.

Was ist passiert?

Es klingt gar nicht so dramatisch, aber alles begann mit einer einfachen Erkältung, relativ genau nach Ende des zweiten Teils meiner Challenge. Die Erkältung zog sich über fast zwei Wochen und traf mich in einer Phase, in der ich meinen Rhythmus für das Semester langsam wiedergefunden hatte. Danach war er ziemlich im Arsch. Kurz darauf, noch bevor ich alles wieder halbwegs in geordnete Bahnen gelenkt hatte, lag mein Vater mal wieder im Krankenhaus. Zwischenzeitlich sah es sehr schlecht aus und es gab einige Dinge, um die sich gekümmert werden musste. In der Phase ist, verständlicherweise, so gut wie alles auf der Strecke geblieben. Grad so schaffte ich es meinen Uni-Kram halbwegs auf die Reihe zu bekommen. Ganz ehrlich, es war eine der beschissensten Zeiten meines Lebens. Über Tage hinweg gab es immer wieder schlechte Nachrichten und auf jede etwas bessere Nachricht folgte ein größerer Rückschlag. Es war eine ziemliche Scheiße. Mittlerweile sieht das, glücklicherweise, alles wieder besser aus. Nebenbei begann ich bei einer Freundin „ernst“ zu machen. Ich hatte sie schon lange auf dem Schirm, wollte sie aber nicht direkt nach der Trennung gamen, weil ich mich emotional noch nicht bereit dafür fühlte. Da der Kontakt aber nach und nach mehr wurde, musste ich ganz ehrlich sagen, dass es nur diese eine Möglichkeit gab, ich musste es sofort probieren.

Zur Vorgeschichte: sie wohnt bei mir in der Nähe, wir kennen uns seit einem halben Jahr und ich kenne auch ihre Mitbewohnerinnen ganz gut. Schon früh ist mir aufgefallen, dass sie etwas an sich hat, was mir wahnsinnig gut gefällt, hielt mich aber aus oben genannten Gründen erst mal zurück. Außerdem wollte ich die neue Freundschaft nicht auf’s Spiel setzen. Wie gesagt wurde der Kontakt nach und nach mehr. In meinen Augen war ich sowieso schon in der Friendzone, wollte es aber nicht riskieren noch tiefer rein zu rutschen, denn irgendwie war zwischen uns trotz allem eine gewisse Spannung. Ich probierte also mein Glück. Es war schwierig sie zu einem Treffen zu zweit zu bewegen bzw. eine passende Situation zu finden. Vorher waren wir immer in der Gruppe unterwegs gewesen. Jedoch kam der Tag an dem wir zum Filmgucken verabredet waren und ich wusste, dass es wahrscheinlich meine einzige Chance werden würde. Also begann ich vorsichtig ihre Hand zu nehmen: keine Gegenwehr! Sie legte ihren Kopf auf meine Brust! Es lief wie im Traum. Nach dem Film kam dann die einmalige Situation, um den Kuss anzusetzen. Auch hier keine Gegenwehr. Nach zwei Minuten dann zog sie den Kopf beiseite: Meinst du nicht, dass wir über irgendwas reden sollten?

Meiner Meinung nach sollten wir das nicht, sie teilte mir aber mit, dass sie sich nicht sicher sei und es für sie eher Freundschaft wäre. Weiter, teilweise heftig, geknutscht haben wir trotzdem und ihre Körpersprache zeigte eindeutig, dass ihr das auch gefiel.

Tage vergingen, der Kontakt über Whatsapp wurde mehr. Die Dinge liefen gut. Wir waren beide viel unterwegs. Nächstes Treffen, wieder zum Filmgucken, alles war vertrauter und ging von der Heftigkeit der Eskalation einen Schritt weiter. Alles schien wirklich richtig gut zu laufen. Auch die nächsten Tage, ich war geschäftlich unterwegs, waren gut. Wir schrieben noch mehr, sie sagte, sie würde mich vermissen und als ich wieder zurück war trafen wir uns direkt den ersten Abend, ich übernachtete bei ihr. Auch hier zeigten sich keine Anzeichen der Zweifel, die sie nach dem ersten Kuss geäußert hatte. Nach jener Nacht änderten sich die Bedingungen schlagartig. Meine Intuition verriet mir, dass irgendwas nicht stimmte und tatsächlich führten wir ein Gespräch, das nicht so richtig nach meinem Geschmack war. Sie sagte, sie würde mich wirklich toll finden, ihr das aber alles zu schnell gehen würde und es sich für sie anfühlen würde, als wäre es eher Freundschaft.

Vielleicht war ich zu blauäugig gewesen das nicht kommen zu sehen, es überraschte mich jedoch und trieb mich in eine „Überreaktion“. Ob diese so gut war, wird sich noch zeigen. Wir gingen relativ offen auseinander, kein klares „Nein“, aber eben auch Meilenweit davon entfernt, dass es weitergehen könne. Dazu würde sie eine weitere Woche unterwegs sein. Ich wollte es nicht so stehen lassen, wusste aber auch, dass nur Zeit und Raum wirkliche Helfer sein konnten. Ich machte das, was für meine Art „Game“ quasi ein Klassiker ist: ich schrieb ihr einen Brief. Keinen „ich liebe dich über alles Brief“, sondern einen in dem ich einfach das Geschehene ein bisschen emotional aufarbeitete in der Hoffnung, sie genau auf der Gefühlsebene zu erreichen. Drückte ihr den Brief in die Hand und sagte, sie solle ihn erst im Zug lesen. Ihre Reaktion war verhalten. Der Brief sei süß, es ändere nichts dran, dass es zu schnell und zu viel gewesen sei und alles andere würden wir persönlich klären und nicht bei Whatsapp. Danach stellte ich den Kontakt mehr oder weniger ein. Hin und wieder kamen kurze Nachrichten von ihr, ich schrieb ihr ein Mal kurz, aber letztlich ließ ich sie so gut es ging in Ruhe. Jetzt ist sie wieder da. Wir haben kurz geschrieben, Treffen für’s Wochenende ausgemacht. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wo ich bei ihr stehe. Normalerweise sagt mir meine Intuition relativ sicher, wie sowas ausgehen wird, diesmal habe ich keinen Plan. Ich habe es schon oft erlebt, dass Frauen ein gewisses Maß an „Gegenwehr“ geleistet haben, wenn es ihnen zu schnell ging. Die Frage ist halt, ob es ihr wirklich zu viel und zu schnell war oder ob echt die Gefühle nicht ausreichen. Falls ihr das irgendwie beurteilen könnt oder Einschätzungen abgeben wollt: immer her damit!

Übrigens ist die Geschichte ein gutes Beispiel dafür, dass die Friendzone nicht unbedingt ein Hindernis ist. Zumindest am Anfang war das so. Jetzt könnte genau dieses Bild, dass sie mich nur als Freund sieht, der Knackpunkt sein.

Während dieser Ereignisse wurde mir eine Sache klar: die Challenge ist mir nicht wichtig genug. Ich hatte so viel um die Ohren, da war die Challenge das, worauf ich am ehesten verzichten konnte. Klingt doof, ist aber so. Es hat sich herausgestellt, dass es unsinnig ist an etwas festzuhalten, nur weil man denkt, das man es unbedingt machen muss, es einem aber nicht wichtig ist. Das frustriert nur. Ich werde meine Pläne beibehalten und die Challenge, egal was passiert, auf jeden Fall neu starten, wenn ich mehr Zeit habe. Ziel ist es meine Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern und das Ziel bleibt auch bestehen, falls aus der beschriebenen Situation doch noch was werden sollte.

Leider musste ich auch feststellen, dass bei mir insgesamt die Luft raus war. Schon nach den letzten Klausuren hatte ich das gemerkt und es fehlte mir irgendwie die Motivation und auch etwas die Kraft mich aufzuraffen. Vor ein paar Tagen hatte ich dann einen Vortrag zum Thema Berufseinstieg. Der öffnete mir die Augen, dass ich langsam mal eine Entscheidung treffen muss, wohin ich mit meinem Leben möchte. Gestern wollte ich das konkretisieren, blieb aber bei gefühlt tausend weiteren Fragen hängen. Dabei ging es um die Lebensphilosophie, die persönliche Mission und irgendwie auch um den Sinn des eigenen Lebens. Mit diesen Fragen habe ich mich heute beschäftigt und meine Mission und meinen Weg wieder gefunden. Inwiefern sich das auf meinen Alltag auswirkt wird sich zeigen, aber ich habe wieder einen sehr konkreten Plan und weiß genau wohin ich will. Das ist ein geiles Gefühl.

Egal was kommt, die nächste Zeit dürfte überragend werden und ich denke, dass ich auch wieder häufiger dazu kommen werde hier zu schreiben.

Wie immer würde ich mich über Kommentare und Meinungen sehr freuen, speziell zur oben geschilderten Verführungssituation.

 

Bis bald,

The_Phoenix

The_Phoenix

Aufgaben:

50 x „Hallo“ zu fremden Personen sagen

2h Augenkontakt-Training

 

Eine Frage die sich mir direkt am Anfang der Challenge stellte: Warum ausgerechnet mit diesen Aufgaben beginnen? Schließlich wirken sie so lächerlich einfach. Die Antwort auf diese Frage war für mich persönlich sehr einfach. Ich habe vorher drei Monate fast ausschließlich am Schreibtisch gesessen. Mein Sozialleben beschränkte sich auf meine Mitbewohner und den Dönermann. Ist ansich ja auch gar nicht so übel, aber trotzdem relativ wenig. Für mich ging es in der ersten Woche also drum wieder aus dem Haus kommen, den Arsch hoch zu bekommen, mit fremden Menschen zu interagieren. Außerdem wollte ich den Rahmen der Challenge ganz grundsätzlich abstecken. Dazu aber später mehr.

 

Wie es mit so einer Challenge ist, der Beginn war relativ einfach. Im Schnitt jeden Tag sieben Menschen „Hallo“ zu sagen ist keine große Kunst und mit ein bisschen Motivation auch nicht schwer umsetzbar. Der erste Tag lief von daher relativ entspannt. Ich machte zwei Touren durch die Stadt und erledigte die Aufgabe, achtete dabei auch auf meinen Augenkontakt.

 

Wie schon oft viel mir dabei auf, dass die meisten Menschen überhaupt nicht wahrnehmen was um sie drum herum passiert. Sie starren auf den Boden und hetzen durch die Stadt. Kann ich verstehen. Geht mir ja oft genauso. Die zweite Feststellung: abends neigen die Menschen öfter dazu den Augenkontakt aufzunehmen.

Auch wenn mir der erste Tag nicht sonderlich schwer gefallen ist, merkte ich doch, dass mir die letzten Wochen in den Knochen steckten. Abends war ich zusätzlich noch mit einem meiner Mitbewohner und Freunden von ihm unterwegs. Da war ich ungewöhnlich still. Die Sache mit dem Small Talk war noch nie so richtig meins. Muss ich dringend dran arbeiten, ist aber nicht das Problem welches ich in dieser Woche lösen möchte.

 

Der zweite Tag war dann mehr oder weniger das komplette Gegenteil von Tag 1. Es lief einfach nichts zusammen. Beim Verlassen des Hauses spürte ich eine innere Blockade, die mir schon länger bekannt ist und die ich nicht von jetzt auf gleich ausschalten kann. Mit jedem Schritt wurde mein Frust größer. Es gibt diese Tage an denen ich einfach nicht so richtig in der Spur bin. Das ärgert mich. Speziell, wenn der Tag ganz gut begonnen hatte. Die ersten Punkte durch „Hallo“s hatte ich direkt bei der Joggingeinheit am Morgen gesammelt. Die Tour durch die Stadt war die absolute Hölle für mich. Es ließe sich jetzt über Energielevel oder State diskutieren, vielleicht hatte ich nur einen schlechten Tag. Wie auch immer. Ich war frustriert und hatte den Zeitdruck im Nacken.

 

Am dritten Tag war der Phönix faul. Richtig faul. Das Haus nicht verlassen, den Arsch nicht hoch bekommen. Jedoch machte ich eine Feststellung, die den Rest der Challenge maßgeblich verändern wird: Der Zeitdruck ist das Problem. Nicht grundsätzlich, aber in diesem Fall. Oder sagen wir eher es ist die Kombination aus Zeitdruck und Zeitmangel. Klingt komplizierter als es ist.

Durch meine Vorstandstätigkeit in einer studentischen Organisation, meiner Arbeit, dem Studium und allem was ich noch so treibe, habe ich immer sehr strukturierte Tage und Wochen. Dazu gehört auch, dass es Tage gibt an denen ich einfach keine Zeit für die Challenge frei machen kann. Ich könnte schon, aber dann würde ich mein normales Pensum nicht mehr schaffen und das würde mich noch mehr frustrieren. Ich musste mir eingestehen, dass ich nicht die Zeit hatte, um meine Priorität über mehrere Wochen nur auf die Challenge zu legen. Es musste ein Kompromiss her, weil letztlich die gesamte Entwicklung und der Erfolg auf allen Ebenen im Vordergrund steht.

Deswegen werde ich den einzelnen Teilen der Challenge ab jetzt die Zeit geben, die sie brauchen. Das war schon immer eine meiner großen Stärken: Etwas ausprobieren, gucken wo der Stand der Dinge ist und danach versuchen immer besser zu werden. Dieses System hat für mich in Bezug auf Ernährung, Sport, Meditation und anderen Routinen sehr gut funktioniert und genau so werde ich es jetzt auch mit den Aufgaben der Challenge machen. Ich brauche den Zeitdruck nicht, um mich zu motivieren. Ich mache meinen Kram, aber ich muss selbst bestimmen können wann ich ihn mache.

 

Die folgenden Tage liefen dann wie geschmiert. Ausgehen, feiern, Leute grüßen, mit Leuten reden und ihnen in die Augen schauen. Nebenbei das erste Mal wieder im Club gewesen und getanzt. Ein ordentlicher Anfang für die nächsten Schritte. Eine Feststellung beim Feiern: ich nutze die Gruppe als Ausrede, um nicht durch den Club zu streifen und mit fremden Leuten zu reden. Das muss ich ändern, also egal mit wem ich unterwegs bin entweder mit der Gruppe mehr andere Leute einbeziehen oder mich von der Gruppe lösen und mein eigenes Ding machen.

 

Fazit:

Am Ende habe 11 statt 7 Tagen gebraucht. Davon habe ich aber drei Tage komplett zuhause gesessen und gearbeitet. Von daher war das zeitlich auch in Ordnung. Das Ziel wieder sozialer zu werden und mehr unter Menschen zu kommen habe ich auf jeden Fall erreicht. Teilweise hätte aus dem „Hallo“ auch ein Gespräch werden können, aber durch die Fixierung auf das Grüßen habe ich die weiteren Schritte etwas verdrängt. Das wird dann im nächsten Teil der Challenge Thema sein. Für mich war es gut die Grenzen ein bisschen auszuloten und zu gucken, wie ich diese Challenge in ihrer Gesamtheit angehen kann. Gemerkt habe ich auch, dass ich in der Prüfungszeit mehr aus dem Haus kommen muss. Ansonsten fange ich jedes Semester wieder von vorne an und das kann nicht Sinn der Sache sein. Letztlich ist genau das mein Ziel für die Challenge: Die Fähigkeit und Motivation entwickeln zu jeder Zeit aus dem Haus zu gehen und neue Menschen kennenzulernen.

Ganz zufrieden bin ich am Ende nicht. Dafür waren viele Dinge noch zu holprig und die Erkenntnis zu deutlich, wie sehr ich in manchen Dingen über die Monate abgebaut habe.

 

Aufgaben für Woche 2

12 Gespräche mit Fremden (min. 2 Minuten)

Bei min. 3 Personen die Augenfarbe merken

3 Frauen nach einem guten Klamottengeschäft fragen

The_Phoenix

Ein sonniger Tag irgendwann in den Semesterferien. Ich bin müde, aber glücklich. Fuck, das war mal ein geiles Semester. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr genieße ich das was ich erreicht habe. Nicht nur im Semester, sondern über die letzten fast zwei Jahre. Es gibt nur einen Lebensbereich in dem es nach wie vor relativ holprig läuft: Frauen.

Versteht mich nicht falsch. Es ist keineswegs so, dass ich vollkommen erfolglos beim anderen Geschlecht sein würde. Ich war nur selten in der Situation wirklich auf Frauen zugehen zu müssen. Über weite Teile der letzten zehn Jahre bin ich in Beziehungen gewesen. Oft lagen diese nur wenige Wochen, Tage oder sogar Stunden auseinander. In dieser Phase waren nicht zu wenige, sondern eher zu viele Frauen das Problem. Die gute alte Zeit. Da werde ich fast ein bisschen wehmütig. Zurück zum Thema. Mit dem Ende der letzten Beziehung dieser Serie von Beziehungen beschloss ich mein Innenleben mal aufzuräumen. Diese Entscheidung war durchaus richtig, denn über die Jahre hatte sich viel unaufgearbeitete emotionale Scheiße angesammelt. Wie Mann das dann so macht habe ich mich auf die Karriere konzentriert und als der Fokus irgendwann wieder mehr auf Spaß und Frauen lag landete ich schnell wieder in einer Beziehung. Nach der Verliebtseinsphase ging es schnell bergab und endete erwartungsgemäß mit einer Trennung. Das war im vergangenen November.

Meine Reaktion war relativ entspannt. Ich habe mich nicht übertrieben ins Singleleben gestürzt, sondern bin einfach mehr unter Menschen gegangen mit dem Ziel mein Sozialleben zu beleben. Das klappte sehr gut. Allerdings waren die Mühen mehr oder weniger umsonst, da ich von Januar bis Mitte März nahezu ausschließlich am Schreibtisch saß und mein Sozialleben sich auf die WG, die Nachbarn und den Dönermann beschränkte.

So bin ich also an dem Punkt gelandet, an dem ich heute stehe. Meine sozialen Fähigkeiten haben sich merklich zurück entwickelt. Das spüre ich eindeutig. Allerdings glaube ich auch, dass sie wie ein „Muskel“ sind und durch Training wieder besser werden. Genau das ist mein Ziel. Ich möchte nach und nach meine Fähigkeiten im Umgang mit Menschen verbessern und am Ende der Reise dazu in der Lage sein jede Frau anzusprechen, die ich ansprechen möchte.

Mein Plan umfasst zwei Schritte. Im ersten werde ich ein Bootcamp durchziehen, um wieder sozialer zu werden und dazu gezwungen zu sein mit anderen Menschen zu sprechen. Im zweiten Teil werde ich Elemente aus der letztjährigen Challenge und andere Spieleelemente dazu nutzen, immer wieder gegen mich selbst anzutreten um dann gezielt meine Fähigkeiten im Umgang mit Frauen zu verbessern.

Das Bootcamp setzt sich aus zwei Ideen zusammen. Einerseits dem DJBC und zum anderen der Style Life Challenge von Neil Strauss. Ich habe mir da ein Konzept überlegt, dass beide Bootcamps verbindet und dafür sorgt aus beiden den größtmöglichen Nutzen mitzunehmen. Ich werde zu jedem Abschnitt Berichte schreiben und am Ende die Aufgaben für den nächsten Teil vorstellen. So wisst ihr immer an was ich aktuell arbeite.

 

Bootcamp – Teil 1

Aufgabe:

50 x „Hallo“ zu fremden Personen sagen

2h Augenkontakt-Training

Zeitrahmen: Eine Woche

 

Die Aufgaben orientieren sich im ersten Teil komplett am DJBC. Ich beginne mit dieser eher leichteren Aufgabe, weil ich mir selbst die Zeit geben will wieder unter Menschen zu gehen und mir anzugewöhnen für die Challenges rauszugehen und mir dafür Zeit zu nehmen. Es geht also weniger um die Aufgabe ansich, sondern mehr darum die besten Strukturen für die Durchführung der folgenden Aufgaben zu finden.

 

So, jetzt ist es an der Zeit loszulegen. Ihr wisst nun, von wo ich frauentechnisch komme, was meine Ziele sind und wie ich vorgehen werde. Los geht’s!

 

Auf eine unterhaltsame und lehrreiche Zeit!

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

 

die letzte Zeit habe ich genutzt, um ein abschalten zu können. Ehrlich gesagt ist mir das anfangs nicht so leicht gefallen und als ich dann anfing den Stress loszulassen, bekam ich Kopfschmerzen und fühlte mich nur noch schlapp. Immerhin ist mir in diesem Semester die typische Grippe nach Spannungsabfall erspart geblieben. Stattdessen richtet sich der Fokus bereits verstärkt auf die neuen Ziele und das kommende Semester.

Zugegebenermaßen war es ein großer Kraftakt sich so wenige Tage nach der letzten Klausur direkt wieder mit den wichtigsten Fragen zu beschäftigen:

Wie ist es gelaufen?

Welche Ziele habe ich erreicht?

Welche habe ich nicht erreicht?

Was mache ich im nächsten Semester anders?

Welche Ziele setze ich mir für das kommende Semester?

 

Die Hauptschwierigkeit ist für mich, dass ich noch keinen größeren Abstand gewonnen habe und dieser Abstand kann mitunter sehr wichtig sein. Da das neue Semester für mich aber bereits am Freitag beginnt, hatte ich keine andere Wahl.

Da euch die Auswertung meiner Ziele für die Uni sicherlich nicht interessieren, werde ich mich direkt den interessanteren Themen widmen: Frauen, Sozialleben, Lifestyle, allem was dazu gehört.

Beginnen wir mit den Frauen und dem Sozialleben. Das dürfte recht schnell gehen. Zu Beginn des Semesters hatte ich eine feste Freundin. Heute sind wir getrennt. Das ist eine offensichtliche Veränderung und eine Veränderung die so nicht eingeplant war. Die Beziehung lief vorher schon schlecht und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, hätte ich die Zeichen des langsamen, aber kontinuierlichen Untergangs schon früher sehen müssen. Habe ich aber nicht. So kam es, dass mich die Trennung emotional kurzzeitig aus der Bahn warf. Kurzzeitig ist hier das wichtige Wort. Ich war schnell wieder in der Spur, was für mich persönlich auch ein Zeichen wachsender emotionaler Reife ist. Eine Trennung ist kein Weltuntergang. Sie ist Teil des Spiels.

Meine wichtigste Erkenntnis war, dass ich meine Reflektionszyklen verkürzen muss. Es ist hinterher immer schwer realistisch einzuschätzen, aber ich denke, wenn ich mein Tagebuch früher mal quergelesen hätte, hätte ich erkennen können wie sehr ich mir die Beziehungsprobleme schön geredet habe. Mittlerweile mache ich kurze Monatsrückblicke, um gegebenenfalls schneller mein Verhalten ändern zu können.

Die Reaktion auf eine Trennung ist meist, sich wie irre ins Nacht- und Singleleben zu stürzen. Das machte ich nur zum Teil. Ja, ich war beim Speeddating und ich habe besonders bis Weihnachten jede Party mitgenommen. Das war gut so. Mein Ziel war dabei unter Menschen zu kommen, meinen Social Circle zu erweitern und daraus dann noch mehr neue Frauen kennenzulernen. Das hat für mich ganz gut geklappt. Einziges Problem ist, dass ich jetzt knapp drei Monate am Schreibtisch gesessen habe und erst langsam wieder anfange das alles aufleben zu lassen.

Zudem habe ich Tinder wieder installiert. Der Erfolg war bisher auch eher mittelmäßig. Dazu sein gesagt, dass es mich auch nicht sonderlich interessiert hat, wie viele Matches ich habe. Trotzdem habe ich zeitweise ein bisschen Statistiken geführt, um z.B. herauszufinden, wie sich Veränderungen bei Bildern und im Profil auswirken. Die Ergebnisse sind noch nicht so ausgereift, als das ich da jetzt konkreter werden könnte. Denn auch das geht jetzt erst richtig los.

Als Fazit lässt sich sagen, dass ich nach der Trennung, vom Gefühl her, alles richtig gemacht habe. Mit etwas mehr „Killerinstinkt“ hätte ich vermutlich erfolgreicher sein können. Jedoch, so gut ich die Trennung auch verarbeitet habe, die Verarbeitung braucht auch Zeit und ich hatte einfach keine Lust mich direkt in die nächste Frauengeschichte zu stürzen. Das gehört zu den Dingen, die sich in diesem Semester ändern sollen.

Zum Thema Lifestyle lässt sich nur Positives berichten. In Sachen Fitness, Ernährung und Meditation habe ich Fortschritte gemacht und bewege mich kontinuierlich in die Richtung, in die ich gerne möchte. Die Abstinenz hat mir dabei sehr geholfen, aber das habe ich ja im letzten Beitrag schon geschrieben.

In Sachen Mode habe ich mich ebenfalls entwickelt. Ich bin deutlich besser gekleidet, wenn ich das Haus verlasse, habe in Sachen Bart auch herausgefunden was geht und was nicht. Für mich persönlich war das immer ein großer Sticking Point und einen Themengebiet das mich nicht interessiert hat. Das ist jetzt deutlich besser und ich denke nach dem kommenden Semester habe ich auch da meinen Stil gefunden und erreicht.

Vielleicht abschließend noch ein paar Worte zum Mindset, wobei ich das nicht unnötig in die Länge ziehen will. Dazu werde ich in den kommenden Wochen noch genauer schreiben. Fakt ist, dass ich durch einige Bücher die ich gelesen habe, wesentlich entspannter geworden bin. Meine Laune ist fast durchgehend gut. Einer meiner Mitbewohner beschrieb es mit den Worten „Man weiß, dass du extrem gestresst bist. Trotzdem wirkst du außerordentlich gelöst und entspannt“. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Dazu aber mehr, wenn ich die gelesen Bücher im Detail vorstelle.

Abschließend, da ich merke, dass dieser Beitrag langsam wieder die Länge des Zumutbaren überschreitet, noch ein paar Worte zu meinen Zielen im Bezug auf Frauen.

Der werte pu.challenge wünschte sich in den Kommentaren zu meinem letzten Beitrag vor der Prüfungspause, dass ich genauer beschreiben soll, wenn ich eine Challenge anpacke. Das werde ich in den kommenden Wochen und Monaten machen. Ich habe mir etwas Feines überlegt und aus dem Don Juan Bootcamp, der Style Life Academy und dem Punktesystem aus der letzten Forums Challenge zusammengebaut. Vielleicht werdet ihr euch fragen warum ich mir das Leben selbst so schwer mache. Die Antwort ist ganz einfach. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich mich mit dem Thema Gamification beschäftigt, also der Anwendung von Spielemechanismen auf Kontexte, die nicht direkt mit Spielen zu tun haben. Schon von Beginn an habe ich mir gedacht, dass Pick Up dazu perfekt geeignet ist und jetzt werde ich ein bisschen testen und berichten, wie es für mich läuft.

Eine konkrete Zielsetzung fällt mir bisher schwer. Ich fange so mehr oder weniger wieder bei null an. Ich denke aber im Laufe der Zeit werde ich da ein paar konkretere Angaben machen können.

Erst genieße ich aber noch den letzten Tag des aktuellen Semesters und genehmige mir morgen Abend die standesgemäße Siegeszigarre. Es gibt Traditionen, die nicht gebrochen werden dürfen. Danach geht es mit neuer Motivation wieder so richtig los. Apropos Motivation. Ein guter Freund hat mir neulich das folgende Motivationsvideo gezeigt und mich persönlich treibt es ziemlich an. Zieht es euch rein und dann geht es mit voller Energie in die nächsten Tage.

https://www.youtube.com/watch?v=HLG_s9b2Uuw 

Bis die Tage,

The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

es ist vollbracht. Der Phönix ist zurück. Die letzten knapp drei Monate waren eine große Herausforderung und ich sitze hier mit dicken Ringen unter den Augen, aber auch einem dicken Grinsen im Gesicht. Es wird noch ein paar Tage dauern bis ich halbwegs erholt bin und mich neuen Zielen widmen kann.

 

Was hat die letzten Wochen so außergewöhnlich gemacht?

Als ich im vergangenen September meine Planung für das Semester machte, wollte ich auf Biegen und Brechen meinen Bachelor beenden. Das war mein großes Ziel, meine große Challenge. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht ahnen können, was mich erwarten würde. Dieser Plan beinhaltete sechs Klausuren und die Bachelorarbeit. Die Studenten unter euch werden vermutlich schon erkennen, dass das ein recht sportliches Programm ist.

Erschwerend kam am Anfang die Trennung hinzu. Die war nicht eingeplant und sorgte zumindest für einen kürzeren Zeitraum dafür, dass ich mein Angestrebtes Pensum nicht vollkommen erreichen konnte. Zusätzlich lag mein Vater über den Zeitraum gleich zwei Mal im Krankenhaus. Mit Krankheiten, bei denen man sich schon Sorgen machen musste, ob er überleben er überleben wird. Mittlerweile sieht das auch wieder ganz gut aus. Die Anspannung war jedoch enorm.

Für mich lief es darauf hinaus, dass ich sehr viel Zeit am Schreibtisch verbringen würde und obwohl ich die Wohnung selten verlassen habe, habe ich in meiner Entwicklung verdammt große Fortschritte gemacht. Ich habe viele Bücher gelesen, gute Podcasts gehört und versucht so gut es geht an mir selbst zu arbeiten, um jetzt im Sommer noch größere Schritte machen zu können. Von diesen Entwicklungen soll dieser Beitrag handeln. Vor allen Dingen über die Erfahrungen der letzten Wochen und die wichtigsten Lektionen, die daraus resultieren.

 

1. Arbeite hart!

Mein Ausbildungschef sagte vor ungefähr zehn Jahren mal zu mir „Herr Phönix, ich würde gerne mal sehen, wie es ist, wenn Sie 100% geben müssen“. An diese Aussage habe ich in den Jahren oft gedacht und ich kann mit großer Sicherheit sagen: in den letzten Wochen habe ich meine persönlichen 100% erreicht. Zumindest das was aktuell meine 100% sind. Denn ein weiteres Fazit der Klausurphase ist: Die 100% von heute, sind die 90% von morgen. Heißt so viel wie, dass das, was dir heute als maximale Leistungsmöglichkeit erscheint, morgen nur noch 90% sind. Es geht verdammt noch mal immer besser.

Ich persönlich habe das an den Lernstunden festgemacht. Seit einigen Semester tracke ich meine Lernstunden und habe in diesem Semester so unfassbar viel für die Uni gemacht, dass ich mir selbst auf die Schultern klopfen kann, im Hinterkopf aber auch weiß, das noch mehr geht. Mir ist aber auch noch bewusster geworden, dass es ohne harte Arbeit einfach nicht geht. Egal, ob in Uni, Sport, Beruf oder bei Frauen. Wer nicht bereit ist das Maximum an Arbeit zu investieren, wird nie den maximalen Erfolg erreichen können.

Da sehe ich auch ein großes Problem in der Gesellschaft. Der Mensch ansich ist faul. Deswegen haben Sportprogramme, die auf 8 bis 12 Wochen ausgelegt sind, so einen großen Zulauf. Die Menschen denken, dass das ausreicht, um das Verhalten zu ändern und Erfolge zu erzielen. Ähnlich ist es bei digitalen Nomaden. Denn, ja, sie arbeiten jetzt vielleicht weniger und ortsunabhängig, sie haben aber auch eine Menge Arbeit investiert, um an diesen Punkt kommen zu können. Hört euch mal an, was erfolgreiche Menschen in ihren Biographien schreiben oder in Interviews sagen. Ihr werdet vermutlich NIE hören, dass ihnen der Erfolg einfach zu geflogen ist. Sie alle haben sich über einen gewissen Zeitraum den Arsch aufreißen müssen. Das geht nur über ein ordentliches Maß an Selbstdisziplin und Motivation.

 

2. Du musst durchhalten!

Im Gegensatz zu vielen anderen Studenten liebe ich die Prüfungsphasen. Ich stelle immer die Verbindung zu Playoffs im Sport her. Das Semester ist dann quasi die „Regular Season“. Alles was ich im Semester mache, ist letztlich Vorbereitung für die Klausurphase.

In den ersten Wochen hat mir das richtig viel Spaß gemacht. Ich war motiviert, habe mein Pensum ganz gut auf die Reihe bekommen und hatte weiterhin eine gewisse Lockerheit. Mit zunehmender Dauer wurde es immer schwerer. Es gab Tage, an denen ich kaum aus dem Bett kam. Einen Abend war ich emotional komplett am Ende, wusste nicht, ob ich das alles schaffen würde. Es ging mir schlecht. Richtig schlecht. Aber ich schaffe es den Arsch hoch zu bekommen, trotzdem zu lernen und weiter Gas zu geben. Es war der wahrscheinlich wichtigste Abend der ganzen Zeit, weil ich danach innerhalb von vier Tagen, drei Klausuren geschrieben habe. Es war der Moment des größten Drucks und die Zeit, von der ich bei Veröffentlichung des Prüfungsplans schon wusste, dass sie die wichtigste des ganzen Semesters werden würde. Kein Wunder also, dass meine Nerven etwas blank lagen. Am Ende, habe ich es an allen Tiefpunkten geschafft weiterzumachen und darauf bin ich ehrlich gesagt sehr stolz. Trotzdem werde ich in den kommenden Wochen ein paar Bücher über mentale Stärke und Sportpsychologie lesen. Vor der nächsten Klausurphase möchte ich auf mentale Drucksituationen noch besser vorbereitet sein.

 

3. Lass die Finger von den Drogen!

Vieles von dem was ich geleistet habe wäre unmöglich gewesen, wenn ich in irgendeiner Form Drogen genommen hätte. Bei mir war es ja sowieso immer „nur“ der Alkohol. Mittlerweile bin ich seit sechs Monaten nüchtern und spüre, wie sehr sich das auf mein Leben auswirkt. Um das klarzustellen. Ja, ich hatte in diesem Halbjahr Momente, in denen ich gerne ein, zwei Biere getrunken hätte, um ein bisschen abzuschalten. Es gab auch Momente, in denen ich mich gerne richtig hart betrunken hätte. Mir war aber auch dabei immer klar, dass ich den Fokus nicht verlieren darf. Aus meiner Vergangenheit weiß ich, wie stark der Einfluss von Alkohol auf die Motivation ist. Man dreht sich nach einer durchzechten Nacht halt doch eher nochmal um und lässt die Arbeit liegen.

Weiterer Aspekt ist die Gesundheit. Ich war über den gesamten Winter nur ein einziges Mal krank. Das war direkt nach der Trennung und hing vermutlich mit dieser zusammen. Von daher passt das. Bemerkenswert ist das deshalb, weil ich in den vergangenen Jahren relativ häufig krank war und speziell meine Mandeln immer mal wieder etwas rumgefickt haben. Die Nüchterheit hat mir das wirklich stark in die Karten gespielt.

 

4. Gönn dir Pausen und sorg für Ausgleich!

Eine wichtige Lektion der letzten Semester war, dass eine gute Pause genauso wichtig ist, wie eine gute Lerneinheit. Im ersten Teil der Prüfungsphase war das bei mir kein Problem. Ich habe trainiert, gut gegessen, viel gelesen und immer mal wieder für Ablenkung gesorgt. Das war für meine Motivation sehr wichtig. Zwischenzeitlich musste ich dies aber auch hinten anstellen, weil ich meine gesamte Kraft für das Lernen einsetzen wollte. Es fehlte also an Ausgleich, was letztlich vermutlich zum oben beschriebenen Tiefpunkt fühlte. Trotzdem war es richtig. Es gibt Phasen, in denen alles, wirklich alles nur auf ein Ziel ausgerichtet sein muss. Um dauerhaften Erfolg zu haben, muss aber für den Ausgleich gesorgt werden.

Meine Pausen waren sehr unterschiedlich. Zu Beginn war ich in den Pausen noch relativ aktiv. Am Ende habe ich viel meditiert und habe versucht meinen Kopf zu entspannen oder bin spazieren gegangen, habe dabei insgesamt versucht meinen Kopf so wenig wie möglich anzustrengen. Nach dem Belastungshöhepunkt konnte ich den Schalter ganz gut wieder umlegen, habe wieder mehr trainiert und auch wieder mehr für mich selbst gemacht. Für mich selbst habe ich gemerkt, dass mir das richtig gut getan hat. Während ich zwischenzeitlich dachte, dass ich das nie im Leben überstehen könnte, hätte die Lernphase am Ende sogar noch länger dauern können, ohne dass ich Probleme gehabt hätte.

 

Wie geht es weiter?

Nach Abgabe der Bachelorarbeit bin ich direkt ein paar Tage zu meinen Eltern gefahren. Das war mir persönlich sehr wichtig da ich meinen Vater wirklich lange nicht gesehen hatte. Die Tage waren leider auch mehr stressig, als entspannend. Deswegen bin ich froh jetzt wieder zurück zu sein, die vergangenen Monate in Ruhe aufarbeiten zu können und die Ziele für das kommende Semester festzulegen.

Gestern Abend habe ich begonnen meine Wochenrückblick-Videos zu analysieren. Das dürfte auch in den nächsten Tagen noch recht interessant werden. Ich habe noch ein paar kleinere Ziele für die Semesterferien. Ich habe richtig Bock auf die nächste Zeit. Es werden grandiose Dinge passieren. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Zu Beginn des Beitrages habe ich erwähnt, dass ich einige Bücher gelesen habe. Da der Beitrag jetzt schon lang genug ist, werde ich die Tage einen weiteren schreiben, in dem ich auf die Bücher eingehe und auch auf den Podcast, der mich wirklich voran gebracht hat. Dort wird es auch das Wiedersehen mit einem alten Bekannten geben. Ihr dürft gespannt sein.

Ich hoffe, dass die letzten Wochen bei euch ähnlich gut gelaufen sind und freue mich auf regen Austausch!

 

Bis die Tage,

The_Phönix

The_Phoenix

Liebe Leser,
ich will ganz ehrlich sein. Es fällt mir im Moment unheimlich schwer mich hinzusetzen und zu schreiben. Überraschend ist es nicht, da ich in den letzten Semestern während der Prüfungsphasen auch relativ schreibfaul war. Dieses Mal ist es besonders stressig. Viele Prüfungen, dazu die Bachelorarbeit. Es läuft, aber ich bin so im Tunnel und fokussiert, dass ich es meistens eben nicht schaffe nicht hinzusetzen und zu schreiben. Lange Rede, kurzer Sinn: das ist mein letzter Beitrag bis Mitte März.
Auch wenn ich nicht schreibe und sich mein Leben hauptsächlich um die Uni dreht, mache ich große Fortschritte. Leider fehlt mir auch etwas die Zeit, um genau reflektieren zu können, inwiefern sich diese Fortschritte äußern und was die Ursachen sind. Fakt ist, es geht mir so gut wie sehr lange nicht.
Die gute Nachricht: ich werde alle Themen sammeln, die mir aktuell in den Sinn kommen und dann, wenn ich wieder mehr Zeit habe, für euch aufbereiten und schreiben. An dieser Stelle mal wieder die Frage: gibt es Themen, die ihr euch von mir wünschen würdet? Wenn ja, gebt mir eine kurze Rückmeldung, gerne auch per PN und ich werde gucken, wie sich das alles umsetzen lässt.
Ich wünsche euch einen schönen Februar, feiert ordentlich Karneval und habt eine gute Zeit!
Bis dann,
The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,
eine ziemlich abgefahrene und anstrengende Woche liegt hinter mir. Es ist unfassbar wie schnell sich der Wind drehen kann und es emotional von ganz weit oben nach ganz weit unten gehen kann. Es ist einfach nur verrückt. Ich versuche das mal zu rekonstruieren.

Um mich zu zwingen sozial wieder aktiver zu werden hatte ich in der letzten Woche das DJBC gestartet. Wie erwartet war das kein großes Problem, auch, weil ich viel unterwegs war. Ich habe echt Bock drauf meine Skills in der Richtung zu verbessern und war ziemlich motiviert für Woche 2. Unglücklicherweise erhielt ich am Samstagabend die Nachricht, dass mein Vater ziemlich schwer krank ist und es nicht absehbar wäre, wie das ausgehen wird. Da wird so ein Thema wie „Frauen“ schnell sehr unwichtig. Ganz ehrlich gesagt, das Warten auf die endgültige Diagnose und die genaue Einschätzung, wie es aussieht, hat mich extrem belastet. Auch wenn ich mental und emotional sehr stabil bin, ließ es sich natürlich nicht vermeiden, das viele unterschiedliche Gedanken durch meinen Kopf schwirrten. Am Ende stand dann die große Erleichterung, es ist schlimm, aber sie können ihm helfen. Glück gehabt.
Diese von Unruhe geprägten Tage haben meine Woche natürlich ziemlich beeinflusst, weshalb ich erst in der nächsten Woche mit dem DJBC weitermachen werde. Bis dahin habe ich innerlich aufgeräumt.

Allerdings merke ich auch, wie ich im „Game“ immer besser zurechtkomme. Die wichtigste Lektion dabei ist noch immer: Entwicklung braucht Zeit. Im November habe ich mich nach der Trennung in alle möglichen Aktivitäten gestürzt, hatte aber ehrlich gesagt nicht so richtig den Ehrgeiz was zu bewegen. In den letzten Tagen habe ich gemerkt, wie dieser Drang und das was ich als Killer Instinkt beschreiben würde, langsam wieder zurückkommt. Befeuert wird dies durch Kleinigkeiten. Gestern war es ein NC bei Tinder, der vermutlich zu einem Date führen wird. Bitte verzeiht, dass ich an dieser Stelle nicht das Textgame einfüge. Solche Dinge werden in Zukunft folgen. Die Sache war, das Gespräch entwickelte sich und ich hatte plötzlich wieder dieses Gefühl, genau zu wissen was ich schreiben muss und wusste in dem Augenblick auch, dass es funktionieren würde. Nachdem zumindest meine meisten Online Game Geschichten der letzten Zeit im Sand verliefen, war das ein schöner Zwischenerfolg, der mich auch mal wieder gezeigt hat, wie viel Spaß mir das Spiel macht. Andere Gespräche bei Tinder entwickeln sich vom Gefühl her auch besser.
Für mich selbst habe ich eine kleine Statistik angelegt, wie das Verhältnis von „Ja“, „Nein“ und „Matches“ ist. Mein Ziel ist ganz einfach mein Profil zu optimieren und erkennen, ob meine Profiländerungen gut waren, erhoffe ich mir an den Zahlen. Abwarten, das Projekt steht noch in den Kinderschuhen. Fakt ist, das Game im echten Leben steht bei mir weiter an erster Stelle, online ist quasi Bonus.

Deshalb jetzt auch noch eine kleine Geschichte aus dem Real Life. Auch hier gibt es kleinere und größere Fortschritte. Der Beginn des DJBC hat meine Sinne geschärft, ich achte auf andere Dinge, das ist gut so, muss aber natürlich noch deutlich besser werden. Nebenbei gibt es eine Nachbarin mit der ich mich sehr gut verstehe und zu der ich in letzter Zeit auch intensiven Kontakt hatte. Auch hier ist es eine Sache der Entwicklung: wir haben uns kennengelernt, ein paar Mal kurz geredet, mit ihren Mitbewohnern gekocht, mit meinen Mitbewohnern gekocht und uns bei jedem Treffen besser verstanden. Ziel muss es sein sich in absehbarer Zeit mal zu zweit zu treffen. Ich mache mir da keinen Stress, weil sich in diesem konkreten Fall mal wieder gezeigt hat, dass es nicht immer sinnvoll sein muss, von Anfang an alles auf eine Karte zu setzen, sondern den Dingen ihren natürlichen Lauf zu lassen.

So wie es aktuell in meinem Leben läuft bin ich ganz glücklich, die Krankheit meines Vaters mal ausgenommen. Ich bin sehr fokussiert, motiviert, habe viel Spaß, lache viel mehr als in den letzten Monaten und spüre, wie ich immer mehr aus dem Trennungsloch raus komme.

Jetzt muss ich mich aber noch auf den Arsch setzen, dass ich meine Lernziele für diese Woche erreiche.

Euch allen ein schönes Wochenende!

Bis die Tage,
The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,

ich hoffe ihr seid alle gut ins Jahr 2016 gekommen und ich wünsche euch ein gesundes und erfolgreiches Jahr!

Bei mir gehen viele Dinge schon wieder den gewohnten Gang. Die wohl wichtigste Phase meines Bachelor-Studiums steht bevor und ich werde mir ziemlich den Arsch aufreißen müssen, wenn das alles so klappen soll wie ich das will. Bisher läuft es gut. Das liegt auch daran, dass ich konsequent jeden Morgen um 5 Uhr aufstehe und loslege. Ich bin nun mal ein Morgenmensch und diese zusätzliche Zeit wirkt sich sehr auf mein Arbeitspensum aus.
Alle anderen Bereiche laufen soweit auch, deswegen werde ich so Sachen wie Sport, Ernährung, Meditationen etc. auch nicht mehr erwähnen. Im letzten Jahr war das noch in der Probephase, ob ich das wirklich über ein Jahr so konsequent durchhalten kann. Mittlerweile ist es Normalität und ich werde es nur noch erwähnen, wenn außergewöhnliche Dinge passieren. Das ist aktuell nicht der Fall.

Schon in den letzten Tagen des Dezembers habe ich begonnen das Buch „Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls“ von Nathaniel Branden zu lesen. Hier im Forum hatte ich nur Gutes über das Buch gehört und kann das bisher bestätigen. Es ist eines der besten Bücher, die ich je im Bereich Persönlichkeitsentwicklung gelesen habe. Okay, es ist weniger lesen, als wirklich damit zu arbeiten und die dort angesprochenen Übungen umzusetzen. Viel mehr will ich dazu aktuell auch noch nicht sagen. Wird eine Rezension geben, wenn ich fertig bin.

Zwei Geschichten möchte ich euch in diesem Beitrag noch erzählen. Die erste handelt von meiner Silvesternacht:

In den letzten fünf Jahren waren die Jahreswechsel nicht unbedingt mein Ding. Generell ist Silvester nicht so ein Abend an dem ich extrem in Feierlaune bin. Ich bevorzuge da ruhige Abende mit Freunden die mir wichtig sind, anstatt auf die große Sause zu gehen, auf der sich die Menschen volllaufen lassen, weil das Jahr „so blöd gewesen ist und nicht geklappt hat was ich mir vorgenommen hatte“, um sich dann die gleichen Sachen wieder vorzunehmen, obwohl alle wissen, dass sich doch nichts ändert. Allein das wäre eine Diskussion wert, will jetzt aber nicht zu sehr abschweifen.

Meine ursprüngliche Planung hatte vorgesehen mit meinem Nachbarn und seinen Freunden zu feiern. Von mir waren auch Leute auf WG-Partys unterwegs, aber auf WG-Partys hatte ich absolut keine Lust. Es kam, wie es kommen musste, mein Nachbar meldete sich krank ab. Kurz überlegte ich, ob es nicht doch geiler wäre auf eine der Partys zu gehen. Ich entschloss mich dagegen und es war die für mich richtige Entscheidung. Schon seit Jahren hatte ich Silvester mal in Ruhe und allein verbringen wollen. Den Abend verbrachte ich sehr entspannt damit Musik zu hören und mir 2015 nochmal in seiner geballten Schönheit durch den Kopf gehen zu lassen. Emotional war es eine Achterbahn, aber es war auch ein Abschluss. Danach setzte ich mich auf den Balkon, lies ein paar grandiose Lieder laufen und rauchte meine Siegeszigarre. Oh, das hat so richtig gut getan.

Um mir das Feuerwerk anzusehen und hinterher vielleicht noch einen befreundeten DJ in einem Club zu besuchen, ging ich in die Stadt. Jahreswechsel war dann ein wenig komisch. Überall lagen sich Menschen in den Armen, wünschten sich ein frohes Neues und ich stand da, atmete tief durch und freute mich einfach über das, was ich erreicht habe, aber vor allem auf ein geiles 2016. Durch Zufall lernte ich eine Frauengruppe kennen, die mich dann in die nächste Bar schleppte. Wir tanzten ein bisschen und es war ganz nett. Irgendwann waren mir die Menschen dann ehrlich gesagt alle etwas zu betrunken und ich machte mich auf den Heimweg.
Alles in allem war es ein guter Abend. Endlich mal nüchtern geblieben, ohne Komplikationen ins neue Jahr gestartet und mit dem Vorjahr komplett abgeschlossen.

Die letzte Geschichte, die ich jetzt noch erzählen möchte, handelt vom „Screening“ in der „guten alten Zeit“:
Gestern war ich mit Freundinnen zum Raclette verabredet. Wir hatten uns länger nicht gesehen und unterhielten uns unter anderem auch über die Feiertage. Da erzählte die eine Freundin folgende Geschichte: Sie war mit ihrer Großmutter auf dem Weihnachtsmarkt gewesen, aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen kamen sie auf das Thema Wäscheaufhängen. Die Großmutter beschwerte sich über eine der Nachbarinnen, die ja ihre Wäsche nicht akkurat aufhängen würde und das es ja kein Wunder sei, dass er Frau ihr Mann weg gelaufen sei. Daraufhin ergänzte eine fremde, ältere Frau, dass das ja auch echt nicht gehen würde und dass das ordentliche Aufhängen der Wäsche ja früher echt ein wichtiges Kriterium gewesen sei. Im Laufe des Gesprächs stelle sich dann auch heraus, dass das Kochen von Bratkartoffeln ein wichtiges Kriterium war.

Ich fand die Geschichte einfach nur großartig und konnte mir den Kommentar „Scheinbar habe ich mein Leben lang auf die falschen Dinge geachtet. Beim nächsten Date werde ich die Frau direkt mal fragen, ob sie ihre Wäsche denn akkurat aufhängt“ nicht verkneifen. Was ich mit dieser Geschichte sagen will? Leute, achtet auf die richtigen Dinge, wenn ihr die Frau für’s Leben sucht! :crazy:

Bis die Tage,
The_Phoenix

The_Phoenix

Jahresrückblick 2015

Liebe Leser,

der Phoenix ist zurück aus dem internetlosen Weihnachtsurlaub und hat die ruhigen Tage dazu genutzt, um auf das Jahr 2015 zurück zu blicken. Vorweg kann ich sagen, dass es ein aufregendes und sehr lehrreiches, wenn auch nicht einfaches Jahr war.

Für mich ist der Rückblick auf das Jahr immer sehr spannend. In den vergangenen drei Jahren war es nämlich zwei Mal so, dass mein Eindruck des Jahres sich enorm von dem unterschied, wie es wirklich gewesen war. „Wirklich gewesen“ ist in dem Sinne relativ, weil die Tagebucheinträge auf denen der Rückblick basiert, natürlich subjektiv sind. Alles in allem geben sie aber einen ganz guten Überblick.

Für dieses Jahr hatte ich den Eindruck, dass es mega schlecht gelaufen ist. Ein verdammtes Drecksjahr, wie so viele in den vergangenen Jahren. Bei genauerem Hinsehen und lesen der Einträge, wurde ich eines Besseren belehrt. Es war ein solides, ja fast sogar gutes Jahr.

Der schlechte Eindruck hing wohl von drei Faktoren ab. Meine Eltern hatten beide in diesem Jahr größere gesundheitliche Probleme (Depression, Schlaganfall), Krankheiten die mich nicht kalt gelassen haben. Zusätzlich hatte ich gewisse juristische Probleme. Als letzter Punkt wäre da noch die Beziehung zu nennen, die gewissen Stress verursachte. Dazu aber später mehr.

Das Jahr begann so, wie viele weitere zuvor: mit einem ordentlichen Rausch. Dazu gab es direkt den ersten handfesten Streit mit meiner Exfreundin (die da noch meine Freundin war). Fazit dieses Abends war sehr treffend: ich sollte komplett aufhören zu trinken. Hätte ich mich an diese Feststellung gehalten, mein Jahr wäre wesentlich besser gelaufen und das ist eine wichtige Erkenntnis:

Oft wissen wir ganz genau was wir ändern müssen oder sollten, aber es fehlen uns die Eier es durchzuziehen. Stattdessen warten wir drauf bis irgendwas passiert, dass uns zum Handeln zwingt. Würden wir sofort handeln, blieben uns einige Probleme erspart. Ist alles eine Frage der Reflektion.

Wirklich gut liefen die Grundlagen, von denen ich immer wieder rede: Sport, Ernährung, Meditation, Affirmationen und Schlaf. Auf diese Dinge hatte ich 2014 angefangen vermehrt zu achten und habe es in diesem Jahr kontinuierlich verbessert. Dazu habe ich seit einem Vierteljahr keinen Alk mehr getrunken und fühle mich sehr wohl damit. Hier war wichtig für mich zu erkennen, welchen Fortschritt ich im Verhältnis zum Vorjahr gemacht habe. 2014 hatte ich im Mai damit begonnen mein Leben zu ändern, alles war neu und hat mich extrem angetrieben, in diesem Jahr habe ich manche Dinge fast täglich gemacht und es wurde zu meiner Tagesroutine. Das hat natürlich nicht mehr so gepusht, lief aber eben trotzdem richtig gut.

Der Tiefpunkt war dann der Sommer. Irgendwie kam alles zusammen. Die oben genannten Probleme spitzten sich zu. Dazu die Klausuren. Es waren 2,5 Monate, die mich geistig und körperlich so sehr ans Limit gebracht haben, dass ich kurz vor dem Urlaub kaum noch schlief, Rücken- und Kopfschmerzen hatte und vollkommen am Ende war. Das habe ich so noch nie erlebt.

Entsprechend hat mit der Urlaub verdammt gut getan. Danach ging es kontinuierlich bergauf. Es gab zwar noch einige Probleme, aber meine Entwicklung war wieder deutlich positiver und so stieg auch meine Laune an. Einziges Manko war, dass sich die Beziehung mehr und mehr dem Abgrund entgegen bewegte und letztlich in die Brüche ging. Dafür, dass das jetzt grad mal sechs Wochen her ist, geht es mir schon wieder richtig gut.
Im Nachhinein muss ich mir eingestehen, dass ich blauäugig gewesen bin. Ich hatte gehofft, dass wir irgendwann die Kurve bekommen würden. Ein Trugschluss. Die Situation war schon außergewöhnlich in dem Sinne, dass meine Ex das absolute Seuchenjahr hatte und ich gut verstehen kann und konnte, dass eben nicht alles richtig rund lief, aber es hätte durchaus besser laufen können und wahrscheinlich sogar müssen. Es lag aber nicht nur an ihr, sondern ich hatte meine Probleme. Probleme, die ich so gar nicht mehr von mir kannte: Unsicherheit und Eifersucht. So schlimm wie in diesem Jahr hatte ich das ungefähr seit der ersten Beziehung nicht mehr. Das sind Dinge, an denen ich arbeiten muss. Am Ende war die Trennung die logische Konsequenz einer Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich gut verstehen und eine gute Zeit hatten, aber nicht für eine gemeinsame Beziehung geschaffen waren. Hätte ich früher auf mein Bauchgefühl vertraut, wäre mir da einiges an Sorgen erspart geblieben.

Apropos Bauchgefühl. Einige Wochen bevor es bergab ging hatte ich das Bauchgefühl, dass die Phase entscheidend für den weiteren Verlauf des Jahres werden könnte und zum Großteil ist es so gekommen. Das finde ich am Lesen der Tagebücher so spannend. Es gibt immer wieder diese Momente in denen ich ziemlich genau vermute, was passieren könnte. Manchmal ist es auch einfach nur lustig zu lesen, dass ich mir selbst Erinnerungen hinterlassen habe.

Im Januar zum Beispiel, las ich einen Artikel über einen Geschäftsmann, der sich am Ende des Jahres immer einer Woche Zeit nimmt, um das vergangene Jahr aufzuarbeiten, komplett damit abzuschließen und dann ins neue Jahr zu starten. So ähnlich war dann auch mein Plan. Die endgültige Verarbeitung der Beziehung wird wohl noch etwas dauern, aber ansonsten bin ich selten so unbelastet aus einem Jahr gegangen. Das fühlt sich gut an.

Die große Frage ist, wie es weitergeht. Mein Gefühl sagt, dass 2016 ein unglaubliches Jahr werden könnte. Beruflich bzw. im Sinne des Studiums wird es ein sehr wichtiges Jahr, aber auch privat habe ich einige Ziele, die aber schon länger feststehen. Eine Sache die jetzt dazu gekommen ist, ist natürlich wieder das Thema Frauen. Die letzten Wochen waren nett. Ich habe viele Kontakte geknüpft, aber ich spüre jetzt auch, dass das Feuer langsam wieder kommt und ich wieder zielgerichteter agieren möchte. Auch für den Bereich habe ich Vorstellungen und Pläne, dazu möchte ich aber an dieser Stelle noch nichts sagen. Eine Sache ist aber klar, 2016 wird wieder ein grandioses Jahr mit unendlichen Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln. Ich habe ziemlich viel Bock drauf und freue mich schon richtig.

Jetzt werde ich aber noch die restlichen Tage von 2015 nutzen und dann das neue Jahr endlich mal ohne Kater und Vollrausch einleiten, sondern genüsslich eine Zigarre rauchen und mich über das freuen, was ich in den letzten 19 Monaten geleistet habe.

Euch allen ein fettes Dankeschön, für das Lesen, die Nachrichten, Kommentare und das Feedback. Ohne euch würde dieser Blog nur halb so viel Spaß machen.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, lasst es ordentlich krachen und dann geben wir 2016 gemeinsam wieder so richtig Gas.

Bis dann,
The_Phoenix

The_Phoenix

Endspurt 2015

Liebe Leser,

wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen und bevor auch ich mich in den wohlverdienten Weihnachtsurlaub begebe, kommt hier noch ein Rückblick auf die letzten Tage, denn es gab zumindest eine größere Feststellung, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Ganz grundsätzlich kann ich sagen, dass die Dinge bei mir laufen. Es ist nicht sonderlich spektakulär, ich brenne kein „Feuerwerk der guten Laune“ ab, aber ich mache meinen Kram. Gäbe es ein Motto für die aktuelle Phase, es wäre wohl etwas wie „halte dich an den Plan!“. Das ist gut so.

Auch das Sozialleben läuft. Die Idee ist, erst mal so viele Leute wie möglich kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen und dann über die Kontakte neue Frauen zu treffen. Die Logik dahinter ist relativ simpel: ich will langfristig eine gute Zeit haben und dafür ist es sinnvoll ein wenig Geduld zu haben, nicht bei den erstbesten Frauen auf’s Ganze zu gehen, sondern versuchen sich einen großen Freundes- und Bekanntenkreis aufzubauen. Die Sache läuft, wie gesagt, verdammt gut. Ich bin viel unterwegs, feiere viel, treffe viele Leute und habe einfach eine verdammt gute Zeit. Allerdings musste ich auch feststellen, dass ich in der Beziehung etwas eingerostet war, was manche Dinge betrifft, aber mit jedem Abend den ich unterwegs bin, laufen die Dinge besser. Ich werde unterhaltsamer, ich habe viel Spaß, ich flirte mehr und ich spüre, dass es in eine ganz gute Richtung läuft. Die Sache hat nur einen ziemlich fetten Haken, der zwar auf den ersten Blick meinem Plan ganz zuträglich ist, aber auch dafür sorgt, dass ich nicht schon mehr Erfolge beim anderen Geschlecht hatte: Mir ist einfach alles egal!

Eigentlich klingt das ja nach einer Eigenschaft die nicht so schlecht ist, wegen Unabhängigkeit vom Ergebnis und so. Und ja, es ist ziemlich entspannt. Es interessiert mich kaum, ob mir eine Frau antwortet oder nicht, ob sie sich treffen will oder nicht und auch beim meinem Date, war es mir egal, ob was laufen würde oder nicht. Was mir fehlt sind die nötige Aggressivität oder der Killer Instinkt. Normalerweise ist genau das meine Stärke. Ich brauche nicht viele Chancen, um Erfolg zu haben. Es waren in den letzten Wochen ein paar Momente dabei, wo mehr hätte laufen können, wenn ich ein bisschen elanvoller an die Sache herangegangen wäre.

Die Sache die dabei wohl am nervigsten ist: ich close nicht. Ich bin sogar zu faul mir Handynummern zu holen und bevor jetzt irgendwas kommt, wie „klingt für mich eher als würden dir die Eier fehlen“, nein, ich bin einfach wirklich zu faul und zu lustlos. Ein Beispiel: letzte Woche war ich in einem Club etwas außerhalb, es gab Shuttlebusse zur Location und wieder zurück. Meine Begleitung hatte ich beim Vortrinken kennengelernt. Eine süße Blondine, die schon mein Typ war. Wir unterhielten uns nett, verloren uns dann im Club aus den Augen, trafen uns aber zufällig auf dem Rückweg wieder. Die Nummer habe ich mir nicht geholt und mich erst am nächsten Tag geärgert. Warum? Weil ich vielleicht im Moment nicht unbedingt den letzten Drang habe, aber ihre Nummer zumindest eine Option gewesen wäre, für die Zeit, wenn ich wieder motivierter bin.

Immerhin habe ich schnell aus diesem Erlebnis gelernt und in den letzten Tagen verstärkt drauf geachtet mir zumindest die Nummer zu holen.

Bis Weihnachten stehen jetzt noch zwei Partys auf dem Plan. Da werde ich wieder ein bisschen intensiver gucken was so geht, denn ehrlich gesagt wurmt es mich ordentlich, dass ich so faul bin. Mittlerweile steht auch ein grober Plan für Silvester. Dazu war meine erste Überlegung gewesen alleine oder gar nicht zu feiern, weil ich einfach keinen Bock drauf hatte. Jetzt hat sich aber noch eine Möglichkeit mit einem befreundeten DJ zu feiern aufgetan. Auf den Abend habe ich so richtig Bock. Generell freue ich mich enorm auf 2016. Die letzte Zeit war im Endeffekt eine Art Vorbereitung auf das was in den nächsten 12 Monaten kommt. Ich habe richtig Bock drauf.

Wenn alles normal läuft, werde ich vor dem Jahreswechsel noch meinen Rückblick auf 2015 schreiben. Dazu muss ich allerdings erst meine Tagebücher durchforsten. Ich bin schon gespannt wie mein Fazit ausfallen wird…

Bis dahin wünsche ich euch eine gute Zeit und schöne, besinnliche Feiertage.

Bis bald,
The_Phoenix

The_Phoenix

Liebe Leser,
heute gibt es mal wieder einen tagebuch-ähnlichen Beitrag, über das was mir so in der letzten Woche passiert ist. Vorweg, es war die erste wirklich bessere Woche seit der Trennung und ich habe das Gefühl, dass es jeden Tag ein bisschen aufwärts geht.
Die vielleicht wichtigste Sache war, dass meine Erkältung, die sich fast über zwei Wochen gezogen hatte, endlich weg war. Das bedeutete, ich konnte endlich wieder Sport machen. Für mich hängt immer sehr viel mit dem Sport zusammen. Läuft das, läuft auch die Ernährung. Der Dezember ist bisher der Monat in dem ich mich am besten ernährt habe in diesem Jahr und das möchte ich bis zum Ende durchziehen. Oder zumindest bis Weihnachten :-D.

In Sachen Sozialleben und Frauen war erste ganz gute Anzeichen zu erkennen, ein Date war auch dabei, aber der Reihe nach.

Am Dienstag hatte ich ein Event von der studentischen Unternehmensberatung bei der ich aktiv bin. Mein Plan war es einfach entspannt und sozial zu sein, mit möglichst vielen Leuten zu reden und einen guten Abend zu haben. Im Endeffekt ist der Plan aufgegangen. Mit einem Mädel habe ich recht ausgiebig gesprochen und gelacht. Hat mir gut gefallen. Am besten beschreibt meinen Abend, aber die Aussage einer Freundin, die mich fragte „Warum bist du denn so unfassbar gut gelaunt heute?“. Genau das war es, was mir über die letzten Monate gefehlt hat: die Lockerheit und die Freude. Ich war wie aufgedreht und bin am Ende überglücklich ins Bett gefallen.

Allgemein wird der Dezember ein ziemlich geiler Monat, weil viele geile Veranstaltungen sind. So war am Freitag eine Uni-Party mit Dresscode Abendkleidung. Auch für diesen Abend hatte ich einen groben Plan: Erweiterung des Social Circles. Klingt alles so hart durchgeplant, die Idee war einfach mit möglichst vielen Leuten aus meinem Bekanntenkreis zu quatschen und deren Freunde kennenzulernen. Einziges Problem an der Sache, es waren unfassbar wenig Leute da die ich kannte. So machte ich einfach einen guten Abend draus mit den Leuten mit denen ich unterwegs war. Wir tanzten viel, lachten viel und mein Date vom Sonntag meinte während des Dates, dass es so aus sah, als hätten wir viel Spaß gehabt.
Aber auch an diesem Abend haben sich kleinere Alternativen aufgetan, die ich verfolgen werde. Vor allem eine Bekannte, die ich sehr lange nicht gesehen hatte, die mich aber mehrfach ansprach und sich zum Schluss mit einer sehr intensiven Umarmung verabschiedete. Letztlich war es der erste Abend an dem ich seit der Trennung feiern war und als Auftakt ganz in Ordnung.

Gestern war ich erst mit einer Freundin schwimmen, später hatte ich ein Date mit einem der Mädels vom Speed Dating. Die Geschichte des Dates ist schnell erzählt: es passte einfach nicht. Wir haben uns nett unterhalten, das war es dann aber auch.
Abends hatte ich dann ein Tinder-Match mit einer Spanierin. Das ist insofern bemerkenswert, weil mein Profil einfach schlecht ist. Ich habe keinen Spruch oder Infos über mich und das Bild könnte auch als Fahndungsfoto genutzt werden. Egal, bisher läuft es ganz gut.

Diese Woche will ich dann den nächsten Schritt machen. Vier Abende sind schon verplant. Davon ein Mal Erasmus-Party und eine andere Uni-Party. Dazu gibt es noch eine HB aus dem Social Circle mit der noch ein Treffen aussteht. Die Bekannte von der Party am Freitag, werde ich wahrscheinlich diese Woche auch sehen, dazu die Spanierin. Sind keine so schlechten Aussichten für jemanden der erst seit drei Wochen wieder auf der Jagd ist.

Nebenbei lief es in der letzten Woche im Studium sehr gut, auch für die Arbeit hat alles ganz gut geklappt. Dazu habe ich mich ein bisschen mit Rhetorik und Körpersprache beschäftigt und werde das noch intensivieren.

Auch wenn dieser Beitrag durchaus positiv ist, natürlich habe ich noch Momente in denen ich an meine Ex denke, wehmütig und traurig werde, ist ja auch ganz normal. Ich stelle mich diesen Situationen und lasse die Gefühle zu. Ist also alles ganz normal.

Abschließend in Stichpunkten die positiven und negativen Aspekt der Woche:

Fazit:
+ viel trainiert
+ „erstes“ Date gehabt
+ Verbesserung von Rhetorik und Körpersprache
+ Positivere Lebenseinstellung

- hätte auf der Party approachen können
- könnte noch aktiver sein, mehr ausgehen, mehr Leute kennenlernen

Bis die Tage,
The_Phoenix