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Die nächste Entwicklungsstufe | Bücher 2

Eintrag erstellt von The_Phoenix · - 490 Ansichten

Liebe Leser,

in meinem letzten Beitrag habe ich euch davon berichtet, dass ich in einer Phase steckte, in der ich faul war, versuchte zu regenerieren und überlegte, wie mein Leben weitergehen soll. Heute möchte ich euch berichten, wie es danach bei mir weitergegangen ist, welche Schlüsse ich gezogen habe und was jetzt die nächsten Schritte sind.

Da ich seit einiger Zeit das Ziel verfolge jeden Monat drei Bücher zu lesen und mir auf im vergangenen Halbjahr das Lesen großen Mehrwert geboten hat, möchte ich euch auch heute, wie schon im ersten Teil, einen Einblick in die Bücher geben, die ich gelesen habe. Die mit * gezeichneten Bücher, sind meiner Meinung nach absolut lesenswert. Falls ihr zu einzelnen Büchern genauere Rezensionen haben wollt oder euch interessiert welchen Mehrwert ich aus ihnen gezogen habe, schreibt mir doch bitte eine PN oder kommentiert diesen Beitrag.

Das Lied von Eis und Feuer 9 und 10

Keith Ferrazzi – Never Eat Alone (Networking)

Dale Carnegie – How to make friends and influence people*

Eckhart Tolle- Eine neue Erde*

John Dickie – Cosa Nostra

Hofmann/ Löhle –Erfolgreich lernen

Spieltheorie für Dummies

Monika Scheddin – Erfolgsgeheimnis Networking

Tolkien – Briefe vom Weihnachtsmann

Krengel –Golden Rules

Melville – Moby Dick*

Bud Spencer – Was ich euch noch sagen wollte

Newport – Deep Work*

Branden – Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls*

Brynjolfsson/McAfee – Race against the machine*

Ryan Holiday – Ego is the enemy*

Ryan Holiday – The obstacle is the way*

Puett/ Gross-Loh -  The Path*

 

Aktuell lese ich:

Seneca – Seneca’s Letters from a stoic*

Hawkins – Letting go*

 

Speziell die Bücher von Ryan Holiday und die philosophischen Bücher (Seneca, „The Path“) waren für mich außerordentlich interessant. Sie machten mir bewusst, dass ich meine Ziele zu langfristig angesetzt habe. In „The Path“ wird das Beispiel genannt, dass man das Leben wie ein Farmer sehen sollte. Man „säht“ seine Eigenschaften und Interessen und guckt welche sich entwickeln und welche nicht. Wer lange sich langfristige Ziele setzt schränkt seine eigene Entwicklung auf den Bereich ein, auf den er fokussiert ist. So ging es mir zumindest. Ich habe meine kurzfristigen Ziele immer so gesetzt, dass ich den nächsten Schritt zu den langfristigen Zielen gemacht habe. Das ist auch nicht zwingend verkehrt, aber ich habe mir dadurch den Blick über den Tellerrand hinaus genommen. Deswegen war es in den Ruhephase für mich wichtig Abstand zu dem zu gewinnen, was ich in den letzten Jahren gemacht habe und möglichst objektiv zu erkennen, was alles möglich sein könnte. Das ist nicht so einfach. Meine Erkenntnis war dabei auch, dass ich letztlich nicht mehr so weit voraus planen sollte. Es erzeugte enormen Druck, wenn ich meine Ziele erreichte, aber wusste, dass noch ein langer Weg vor mir liegt. Ich konnte die Erfolge nicht richtig genießen. Zudem weiß man nie, ob man die Träume, die man sich langfristig erfüllen will, wirklich erfüllen kann, also ob man überhaupt noch 10, 20 oder 30 Jahre lebt. Das klingt so pessimistisch, hat mich aber zu dem Entschluss gebracht immer nur noch den nächsten und den übernächsten Schritt wirklich konkret zu planen. Es ist eine Erleichterung.

Zusätzlich habe ich meine Routinen fast einen ganzen Monat ausgesetzt und jede einzelne und jeden einzelnen Schritt kritisch hinterfragt. Ergebnis war, dass ich zwar körperliche, geistige und universitäre Aspekte gut kontrollieren konnte und integriert habe, dass ich aber wenig Wert auf soziale und charakterliche Entwicklung gelegt habe. Nun ist es natürlich schwierig das Verhalten im Umgang mit Menschen richtig zu messen und sich Ziele zu setzen, dass ich aber eine meiner Ziele. Beispielsweise hat Dale Carnegie im oben genannten Buch unterschiedliche Regeln aufgestellt, welche ich nach und nach in mein Leben integrieren möchte. Ähnlich verhält es sich mit anderen Eigenschaften, die ich in anderen Büchern als sinnvoll entdeckt habe. Diesen Aspekt meines Lebens weiterzuentwickeln ist für mich sehr wichtig geworden (konkretere Beispiele folgen in den nächsten Wochen). Kurze Anmerkung: wenn ihr Bücher lest, speziell Sachbücher, macht euch Notizen. Es wird so viel leichter im Nachhinein die wichtigsten Punkte zu wiederholen und sich vor Augen zu führen, was an ihnen so wichtig ist. Ich habe mir jetzt ein Dokument angelegt, in dem ich die wichtigsten Erkenntnisse aller Bücher noch mal zusammenfasse. Dieses Dokument hat einen unbeschreiblichen Wert für mich.

Seit wenigen Stunden bin ich zurück von meinem Osterbesuch bei den Eltern. Nach 1,5 Wochen nahezu ohne Internet und mit Abstand zu meinem „normalen“ Leben, fühle ich dieses Kribbeln in mir. Ich habe Bock, ich bin wieder motiviert. Ich habe dieses Gefühl im Bauch, dass ich jetzt wieder alles erreichen kann, wenn ich bereit bin die Arbeit reinzustecken. Es ist ein unglaubliches Gefühl.

Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Seneca:

Zitat

Men do not care how nobly they live, but how long, although it is within the reach of every man to live nobly, but within no man’s reach to live long.

In dem Sinne: versucht das Beste aus jedem Tag zu machen. Ich für meinen Teil werde es versuchen.

 

Bis die Tage,

The_Phoenix


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7 Kommentare


Keinen Plan ob du es schon gelesen hast, aber "Professionelle Gesprächsführung" ... gugg rein

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Setzt du spezielle Zeiten an in denen du liest (direkt nach dem Aufstehen/ Mittag...) oder beginnst du wenn du die Zeit findest?

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Wann und wie ich lese hängt von den Büchern ab. Sachbücher lese ich gerne tagsüber, weil ich mich da mehr konzentrieren muss und mir Notizen mache. Romane etc. lese ich lieber abends zum Abschalten (anstatt mich vor den Fernseher zu setzen oder an der Konsole zu zocken).

Mittlerweile wende ich dazu auch ein bisschen die Routinen von Cal Newport aus dem Buch "Deep Work" an, was bewirkt dass ich mit deutlich höherer Intensität und damit auch einfach schneller lese und mir dennoch die Inhalte besser merken kann. Bspw. habe ich vor ein paar Wochen einen Roman mit 360 Seiten in knapp 90 Minuten gelesen und könnte dir noch heute genau die Handlung wiedergeben.

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Am 16.6.2017 um 17:09 , The_Phoenix schrieb:

Mittlerweile wende ich dazu auch ein bisschen die Routinen von Cal Newport aus dem Buch "Deep Work" an, was bewirkt dass ich mit deutlich höherer Intensität und damit auch einfach schneller lese und mir dennoch die Inhalte besser merken kann.

Grüß dich, 
klingt interessant.

Könntest du das eventuell ein wenig weiter ausführen?

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Am 16.6.2017 um 17:09 , The_Phoenix schrieb:

Routinen von Cal Newport aus dem Buch "Deep Work" an

Könntest du darauf näher eingehen

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Moin!

also, grundsätzlich sorgen ich dafür, dass alles was ich an Ablenkung haben könnte ausgeschaltet ist: Handy usw. Für mich persönlich sind mittlerweile auch Ohropax ein wichtiges Mittel, weil ich damit den Großteil der Geräusche ausblenden und mich noch besser konzentrieren kann (es ist erstaunlich wie viele Geräusche wir unterbewusst wahrnehmen, die aber trotzdem störend sind). Ich setze mir Zeitlimits, meist 50 Minuten lesen und dann 10 Minuten Pause. So kann ich nahezu so viele "Lese-Einheiten" hintereinander machen, wie ich will.

Neuerdings habe ich angefangen mit der Loci-Methode Reihenfolgen von Kartendecks zu lernen, was meine Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe extrem hilft (generell die Verbesserung des Lernverhaltens und des Erinnerungsvermögens, da gibt es ja viele unterschiedliche Methoden). Wenn ich im "Depp Work"-Modus lerne, umfasst die Routine auch das Lüften, Aufräumen des Schreibtischs und das setzen von Zielen für die anstehende Lerneinheit, das mache ich wenn ich lese i.d.R. nicht.

Insgesamt geht es darum sich so gut wie möglich zu konzentrieren, so intensiv wie möglich zu lernen/ lesen und sich dabei nicht ablenken zu lassen.

 

Beantwortet das eure Fragen?

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