The_Phoenix

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  1. Liebe Leser, in meinem letzten Beitrag habe ich euch davon berichtet, dass ich in einer Phase steckte, in der ich faul war, versuchte zu regenerieren und überlegte, wie mein Leben weitergehen soll. Heute möchte ich euch berichten, wie es danach bei mir weitergegangen ist, welche Schlüsse ich gezogen habe und was jetzt die nächsten Schritte sind. Da ich seit einiger Zeit das Ziel verfolge jeden Monat drei Bücher zu lesen und mir auf im vergangenen Halbjahr das Lesen großen Mehrwert geboten hat, möchte ich euch auch heute, wie schon im ersten Teil, einen Einblick in die Bücher geben, die ich gelesen habe. Die mit * gezeichneten Bücher, sind meiner Meinung nach absolut lesenswert. Falls ihr zu einzelnen Büchern genauere Rezensionen haben wollt oder euch interessiert welchen Mehrwert ich aus ihnen gezogen habe, schreibt mir doch bitte eine PN oder kommentiert diesen Beitrag. Das Lied von Eis und Feuer 9 und 10 Keith Ferrazzi – Never Eat Alone (Networking) Dale Carnegie – How to make friends and influence people* Eckhart Tolle- Eine neue Erde* John Dickie – Cosa Nostra Hofmann/ Löhle –Erfolgreich lernen Spieltheorie für Dummies Monika Scheddin – Erfolgsgeheimnis Networking Tolkien – Briefe vom Weihnachtsmann Krengel –Golden Rules Melville – Moby Dick* Bud Spencer – Was ich euch noch sagen wollte Newport – Deep Work* Branden – Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls* Brynjolfsson/McAfee – Race against the machine* Ryan Holiday – Ego is the enemy* Ryan Holiday – The obstacle is the way* Puett/ Gross-Loh - The Path* Aktuell lese ich: Seneca – Seneca’s Letters from a stoic* Hawkins – Letting go* Speziell die Bücher von Ryan Holiday und die philosophischen Bücher (Seneca, „The Path“) waren für mich außerordentlich interessant. Sie machten mir bewusst, dass ich meine Ziele zu langfristig angesetzt habe. In „The Path“ wird das Beispiel genannt, dass man das Leben wie ein Farmer sehen sollte. Man „säht“ seine Eigenschaften und Interessen und guckt welche sich entwickeln und welche nicht. Wer lange sich langfristige Ziele setzt schränkt seine eigene Entwicklung auf den Bereich ein, auf den er fokussiert ist. So ging es mir zumindest. Ich habe meine kurzfristigen Ziele immer so gesetzt, dass ich den nächsten Schritt zu den langfristigen Zielen gemacht habe. Das ist auch nicht zwingend verkehrt, aber ich habe mir dadurch den Blick über den Tellerrand hinaus genommen. Deswegen war es in den Ruhephase für mich wichtig Abstand zu dem zu gewinnen, was ich in den letzten Jahren gemacht habe und möglichst objektiv zu erkennen, was alles möglich sein könnte. Das ist nicht so einfach. Meine Erkenntnis war dabei auch, dass ich letztlich nicht mehr so weit voraus planen sollte. Es erzeugte enormen Druck, wenn ich meine Ziele erreichte, aber wusste, dass noch ein langer Weg vor mir liegt. Ich konnte die Erfolge nicht richtig genießen. Zudem weiß man nie, ob man die Träume, die man sich langfristig erfüllen will, wirklich erfüllen kann, also ob man überhaupt noch 10, 20 oder 30 Jahre lebt. Das klingt so pessimistisch, hat mich aber zu dem Entschluss gebracht immer nur noch den nächsten und den übernächsten Schritt wirklich konkret zu planen. Es ist eine Erleichterung. Zusätzlich habe ich meine Routinen fast einen ganzen Monat ausgesetzt und jede einzelne und jeden einzelnen Schritt kritisch hinterfragt. Ergebnis war, dass ich zwar körperliche, geistige und universitäre Aspekte gut kontrollieren konnte und integriert habe, dass ich aber wenig Wert auf soziale und charakterliche Entwicklung gelegt habe. Nun ist es natürlich schwierig das Verhalten im Umgang mit Menschen richtig zu messen und sich Ziele zu setzen, dass ich aber eine meiner Ziele. Beispielsweise hat Dale Carnegie im oben genannten Buch unterschiedliche Regeln aufgestellt, welche ich nach und nach in mein Leben integrieren möchte. Ähnlich verhält es sich mit anderen Eigenschaften, die ich in anderen Büchern als sinnvoll entdeckt habe. Diesen Aspekt meines Lebens weiterzuentwickeln ist für mich sehr wichtig geworden (konkretere Beispiele folgen in den nächsten Wochen). Kurze Anmerkung: wenn ihr Bücher lest, speziell Sachbücher, macht euch Notizen. Es wird so viel leichter im Nachhinein die wichtigsten Punkte zu wiederholen und sich vor Augen zu führen, was an ihnen so wichtig ist. Ich habe mir jetzt ein Dokument angelegt, in dem ich die wichtigsten Erkenntnisse aller Bücher noch mal zusammenfasse. Dieses Dokument hat einen unbeschreiblichen Wert für mich. Seit wenigen Stunden bin ich zurück von meinem Osterbesuch bei den Eltern. Nach 1,5 Wochen nahezu ohne Internet und mit Abstand zu meinem „normalen“ Leben, fühle ich dieses Kribbeln in mir. Ich habe Bock, ich bin wieder motiviert. Ich habe dieses Gefühl im Bauch, dass ich jetzt wieder alles erreichen kann, wenn ich bereit bin die Arbeit reinzustecken. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Seneca: In dem Sinne: versucht das Beste aus jedem Tag zu machen. Ich für meinen Teil werde es versuchen. Bis die Tage, The_Phoenix
  2. Liebe Leser, ich habe mich zuletzt wieder ein bisschen rar gemacht. Anfangs war das in der aufkommenden Prüfungsphase begründet, hinterher brauchte ich ein bisschen Pause. Nein, ich brauchte mehr als Pause, ich musste mal die Beine hochlegen und nichts tun. Die unter euch, die ebenfalls ein sehr aktives Leben führen, werden wissen wie schwierig es ist die Füße mal so richtig still zu halten. Normalerweise bin ich auch ein Freund „aktiver Regeneration“, also die freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Dieses Mal war es anders, weil ich schlichtweg ausgebrannt gewesen bin. Die letzten 18 bis 20 Monate waren das absolute Limit was Belastung betrifft. Kein richtiger Urlaub und so gut wie gar keine längeren, freien Zeiten, selbst in den Semesterferien. Resultat waren mitunter auch körperliche Beschwerden. Für mich gab es nur diesen einen Ausweg: Komplett die Systeme runterfahren. Wieder Zufall es so wollte, hatte ich sowieso schon lange vorgehabt von PS3 auf PS4 aufzurüsten. Der Zeitpunkt war dafür perfekt. Also legte ich die Beine hoch, zockte, las viele Bücher (über Philosophie, dazu aber die Tage mehr) und ließ die Seele baumeln. Anfangs war ich wirklich platt und jeden Tag schien ich ein wenig platter zu werden. Die Luft war raus, ich war müde und träge. Das passte mir so gar nicht. Ja, es war schön nichts zu tun, aber im Hinterkopf spukten die kleinen Geister, die mir immer wieder zuflüsterten, dass ich doch so viel machen könnte. Auch wenn es Jammern auf hohem Niveau ist, das ist eines der Probleme der Persönlichkeitsentwicklung und eines starken inneren Antriebs: Phasen in denen es ruhig ist lassen sich schwer ertragen. Rational war mir durchaus bewusst, dass nach knapp 80 stressigen Wochen, eine einzige Woche zur Regeneration nicht ausreichen würde. Klingt vielleicht merkwürdig, aber es erforderte ein gewisses Maß an Disziplin es nicht zu übertreiben und die Füße still zu halten. Dazu kam, dass ich mir, was ich anfangs noch nicht wusste, einen Wirbel blockiert hatte und aufgrund der Rückenschmerzen keinen Sport machen konnte. Mit Lösen der Blockade im Rücken durch meinen Orthopäden, ging es langsam wieder aufwärts und ich merke, wie ich von selbst wieder aktiver wurde. Angetrieben von den ersten lockeren Trainingseinheiten, fing ich wieder an mich um mich selbst zu kümmern, soziale Kontakte wieder aufzunehmen und aktiver zu werden. Über den ganzen Zeitraum verfolgte ich schon den Gedanken, dass ich mein Leben, mal wieder, grundlegend ändern muss. Nicht unbedingt, weil ich unzufrieden wäre, sondern weil ich glaube, dass die Phase für die mein aktueller Lebensstil passt, langsam vorüber geht. Kurzer Rückblick: vor fast genau drei Jahren beschloss ich mein Leben zu ändern und machte das auch. Von einem Tag auf den anderen. Das war gut, aber ich merke, dass ich mittlerweile stark in meiner Routine gefangen bin und ich mit den Routinen, die ich aktuell habe, nicht mehr weiter komme. Mein Tagesablauf ist zu starr geworden. ich bin gefangen in meinen eigenen Regeln und Mechanismen. Diese waren wichtig, um Disziplin und Durchhaltevermögen zu entwickeln, setzen mich aber auch immer wieder unter Leistungsdruck und Stress, deren Ergebnis u.a. wohl der blockierte Wirbel gewesen ist: ich wollte unbedingt trainieren, hatte nicht viel Zeit, habe mich schlecht aufgewärmt… mit ein bisschen mehr Lockerheit und Unverkrampftheit wäre das wohl nicht passiert. Also bin ich mal wieder auf der Suche nach dem richtigen Weg. Ich habe dazu ein paar Ideen. Teilweise auch durch die Bücher, die ich gelesen habe (empfehlenswert ist das Buch „The Path“ von Michael Puett über die Theorien chinesischer Philosophen). Ich entdeckte, dass es a) sehr schwer ist, sich aus den eigenen Denkmustern zu lösen und bei der Neugestaltung eben nicht in die sowieso schon vorhandenen Strukturen zurück zu fallen. Auch dazu braucht es Zeit. Ist man zu stark im Rhythmus und den Routinen, ist es meiner Meinung nach nahezu unmöglich objektiv auf das eigene Leben zu blicken (wenn das überhaupt möglich ist). Ein wichtiger Faktor für die Gestaltung meiner Zukunft wird das tägliche Leben sein. Zuletzt habe ich zu stark auf die langfristigen Ziele gesehen. Ziele die zu weit weg sind und mich in meiner täglichen Entwicklung zu stark einschränken, weil alles nur auf die Zukunft ausgelegt ist. Ich will die einzelnen Tage wieder mehr genießen und mich davon antreiben lassen. Das hat mir sehr gefehlt. Zu Beginn der Transformation war ich wie auf Drogen, wie im Rausch. Zuletzt war es dann wirklich sehr viel Routine. Stand heute kann ich euch noch nicht sagen, was der zukünftige Plan sein wird. Er wird kürzer sein, maximal bis zum Ende des Studiums. Ich will nicht mehr so weit voraus planen, weil man am Ende doch nicht weiß, ob man diese weit entfernte Traumwelt irgendwann erreichen wird. Das richtige Maß zwischen kurzfristig, mittelfristig und langfristig muss ich dabei erst noch finden. Abschließen möchte ich den heutigen Beitrag mit einem Zitat, das ich heute gelesen habe und das mir wieder wie ein kleiner Stachel im Hintern sitzt und mich antreibt: Das Zitat beschreibt perfekt, was mir in den letzten Tagen auch durch den Kopf gegangen ist: wenn ich nicht langsam den Arsch wieder hoch bekomme, werde ich in meiner Faulheit versumpfen. Seit dem geht es jeden Tag ein bisschen aufwärts. Habt ne gute Woche! Bis die Tage. The_Phoenix
  3. Was mir jetzt noch aufgefallen ist: ich habe aktuell keinen Rhythmus. Die Einschlaf-Zeiten variieren irgendwo zwischen 23 Uhr und 01:30 Uhr. Auch wenn die Daten noch nicht reichen, um die folgende Aussage zu bestätigen, so sieht es doch danach aus, als hätte ich längere Tiefschlafphasen, wenn ich zwischen 23 Uhr und 23:30 einschlafe. Bei gleicher Schlafdauer, wie bei späteren Einschlafzeiten. Vielleicht mag der eine oder andere denken: warum zur Hölle macht der das? Das ist den Aufwand doch sicherlich nicht wert? Nun, es geht mir nicht zwingend drum jeden Aspekt zu erkennen und zu verbessern, sondern darum den für mich wirkungsvollsten Weg zu finden und dafür versuche ich aktuell möglichst viele Aspekte zu berücksichtigen.
  4. Liebe Leser, oft entstehende entscheidende Veränderungen durch spontane Ideen. Bei mir war es zuletzt die Frage, ob ich mich während der Klausur- und Lernphasen wohl ausreichend bewege, die am Ende zum Kauf eines Fitnesstrackers führte. Ganz nebenbei führte das zusätzlich dazu, dass ich meinen Schlaf besser tracken kann. Um diese beiden Entwicklungen soll es heute gehen. Vorab aber noch ein paar rückblickende Worte. Während ich mir Gedanken machte, wie ich den heutigen Beitrag gestalten soll, wurde mir mal wieder bewusst, wie weit ich in meiner Entwicklung mittlerweile gekommen bin. Nein, es geht hier nicht um die die große Selbstbeweihräucherung, sondern um den Blick auf das, was in den knapp zehn Jahren, die ich hier im Forum aktiv bin, passiert ist. Wenn ich überlege, wo ich am Anfang stand, wie grundsätzlich meine Probleme gewesen sind, sei es das abstecken der persönlichen Werte und Moralvorstellungen, des Setzens von Zielen und irgendwie generell dem Herausfinden, wo ich meinen Platz in dieser Welt sehe. Heute bin ich dabei in die Details zu gehen. Ich optimiere mein Lern- und Arbeitsverhalten, versuche herauszufinden, wie ich meine Schlafqualität steigern kann und ganz allgemein versuche ich in allen Lebensbereichen den nächsten Schritt zu machen. Die Entwicklung ist von der Makro-Ebene, also den ganz grundsätzlichen Dingen, zur Mikro-Ebene, also viel spezielleren Themen gewandert. Das ist ein ziemlich gutes Gefühl du ich möchte an dieser Stelle einfach noch mal den Hinweis geben: Egal wie schwer der Weg ist, wie sehr ihr auch kämpfen müsst, um Fortschritte zu machen, zieht es durch! Es lohnt sich! Denn irgendwann werdet ihr auch an diesen Punkt kommen, an dem ihr merkt, wie grob eure früheren Ziele waren und wie detailliert ihr jetzt vorgeht! Ihr werdet sehen, dass sich der Aufwand lohnt, dass ihr euch ganz weit von „der breiten Masse“ abgehoben habt. Ja, es gibt einen allgemeinen Trend zur Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung, aber den meisten Menschen fehlt es an Disziplin und der nötigen Konsequenz, die Dinge durchzuziehen. Reizt euch zusammen, bildet euch weiter, gebt niemals aus und ihr werdet allen anderen immer einen kleinen oder großen Schritt voraus sein. Bei mir geht es aktuell, wie eingangs angekündigt, um Details. Wo ich früher noch Themen abgearbeitet habe, wie regelmäßige Meditation oder das täglichen Lesen meiner Ziele, arbeite ich heute daran, dass ich mich genügend bewege. Denn das war der Hauptgedanke. Dafür habe ich mir, relativ spontan, das Xiaomi Mi Band 2 zugelegt. Ein günstiges Armband, dass meiner Meinung nach, nach zwei Wochen der Nutzung, für den Einstieg vollkommen ausreichend ist. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es mir wirklich hauptsächlich um die Analyse der Bewegung ging, weniger um das detaillierte Aufzeichnen von Trainingseinheiten oder Herzfrequenz. Für diese Anforderungen gibt es sicherlich bessere Produkte. Für mich ist das Mi Band im aktuellen Stand auf jeden Fall ausreichend. Was die Schritte betrifft habe ich die Feststellung gemacht, dass es erschreckend ist, wie wenig ich mich an Tagen bewege, an denen ich nicht zur Uni muss und mehr oder weniger nur am Schreibtisch sitze. Mit der Konsequenz, dass ich versuche auf meine 8.000 bis 10.000 Schritte am Tag zu kommen. Da bedeutet, dass ich mir bewusst mehr Zeit nehme, auch mal einen längeren Weg zu gehen (z.B. wenn ich zum Supermarkt gehe). Zusätzlich hat das den Vorteil, dass ich besonders in letzter Zeit gemerkt habe, wie gut mir das Spazieren tut, weil ich die Zeit nutze mich selbst zu motivieren und mich zu bestärken. Meine inneren Dialoge sind beim Spazieren außerordentlich positiv und antreibend, so dass ich mit viel mehr Spaß und Einsatz zu Werke gehe, wenn ich mit meinem Hintern wieder am Schreibtisch sitze. Es ist also nicht nur der Bewegungsfaktor, der durch die zusätzliche Bewegung erhöht wird, sondern auch die Motivation und die innere Einstellung. Zweiter Aspekt ist die Untersuchung des Schlafs. Schon vor dem Erwerb des Bands, hatte ich mir vorgenommen meine Schlafqualität zu erhöhen. Die Informationen, die ich hierzu bei meiner Recherche fand, waren relativ unspektakulär: richtige Temperatur, gesund Ernährung, ausreichend Bewegung, ein Zubettgehritual, Helligkeit und Lärm, waren so die Aspekte, die in unterschiedlichen Quellen genannt wurden. Während Ernährung und Bewegung in der Regel keine Problembereiche bei mir sind, experimentierte ich ein bisschen mit den anderen Faktoren. Ich überlegte mir ein Zubettgehritual, mit beruhigendem Tee, Lesen oder spazieren und dem Versuch einfach ein bisschen runter zu kommen. Das hat ehrlich gesagt nicht so viel geholfen. Zusätzlich probiere ich hin und wieder, wie es ist mit Schlafmaske zu schlafen oder mal Ohropax in den Ohren zu haben. Bisher kann ich noch nicht im Detail sagen, welche der Maßnahmen wirklich gute Früchte tragen. Gefühlt bringen mir die Ohropax sehr viel. Mein WG-Zimmer liegt ziemlich dicht an einer Hauptstraße und so sehr man sich an Lärm gewöhnt, man nimmt ihn Unterbewusst trotzdem war. Das Filtern des Lärms durch die Ohropax hat dazu geführt, dass ich mich nach dem Schlaf ausgeruhter gefühlt habe. Ist allerdings bisher noch relativ subjektiv. Das Aufwachen ist kein Problem, da ich mich durch die Vibration des Fitnessarmbands wecken lasse. Das funktioniert übrigens super. Was ich ebenfalls probiert habe, ist die elektromagnetische Strahlung zu reduzieren. Früher war mein Laptop quasi immer auf Stand-By, einfach weil ich zu faul war ihn den nächsten Morgen wieder hoch zu fahren. Dazu achtete ich drauf, dass alle anderen elektronischen Geräte ausgeschaltet waren, insbesondere auch das Smartphone. Auch hier habe ich das Gefühl, dass es zur Qualität meines Schlafs beigetragen hat. Mittlerweile habe ich natürlich das Armband am Körper, so dass es eben nicht ganz strahlungsfrei geht. Das Armband zeichnet die Schlafdauer relativ genau auf. Zumindest genauer, als ich es vorher „von Hand“ gemacht habe. Da habe ich auf die Uhr geschaut bevor ich ins Bett gegangen bin und dann grob geschätzt, wie lange ich geschlafen habe. Da ist das Armband genauer. Zudem ermittelt es anhand der Bewegung die Leicht- und Tiefschlafphasen. Ehrlich gesagt traue ich der Messung der Schlafphasen durch Aufzeichnung der Bewegung nicht so sehr. Da es allerdings zumindest für jede Nacht nach dem gleichen System durchgeführt wird, gehe ich davon aus das so zumindest eine gewisse Vergleichbarkeit entsteht. Die Sache mit der Schlafmaske hat glaube ich wenig Effekt. Wenn ich bei mir Schlafe ist es meist sowieso sehr dunkel und meine Freundin konnte ich auch davon überzeugen, dass wir es etwas dunkler machen. Auch hierbei gilt, dass Unterbewusstsein sicherlich mehr wahrnimmt, als wir glauben, beispielweise, wenn man an einer Straße wohnt und immer wieder die Scheinwerfer von Autos in das Zimmer leuchten (auch im ersten Stock). Für mich ist das Thema sau spannend und ich bin gespannt, wie die dauerhaften Ergebnisse sind. Habt ihr mal irgendwelche Dinge unternommen, um eure Schlafqualität zu erhöhen oder habt ihr Erfahrungen mit den oben beschriebenen Maßnahmen? Liebe Grüße, The_Phoenix
  5. Liebe Leser, ich hoffe ihr seid alle gut im Jahr 2017 angekommen. Ich selbst schlage mich aktuell mit einer starken Erkältung herum. Abgesehen davon liegen ein paar sehr entspannte und schöne Tage hinter mir. Es waren die wahrscheinlich schönsten Weihnachtsfeiertage seit vielen Jahre und auch unsere Silvesterfeier hat richtig viel Spaß gemacht. Wie immer habe ich die Zeit zwischen den Feiertagen genutzt, um auf das Jahr zurück zu blicken und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Daran möchte ich euch heute teilhaben lassen. Zwischen Weihnachten und Silvester zurück zu blicken und das vergangene Jahr anhand meiner Tagebucheinträge zu betrachten gehört mittlerweile fest zu meinem Jahresablauf. Anstatt mir nur Notizen zu machen und zu sehen, was passiert ist und was ich anders machen könnte, habe ich in diesem Jahr versucht die wichtigsten Lektion als „Lessons Learned 2016“ zu formulieren: 1 Disziplin ist der Schlüssel zum Erfolg Überlege bei jeder Aufgabe, ob sie sinnvoll ist Tanz nicht auf allen Hochzeiten Behalte die Gesamtentwicklung im Blick Eine Morgenroutine hilft, um in den Tag zu kommen Viel lesen hilft viel Hab eine eigene Meinung, auch wenn sie unbequem ist Nie wieder Alkohol Ohne Widerstand gibt es keine Entwicklung Das Tagespensum sollte anspruchsvoll, aber machbar sein Spiele nicht nur zum Gewinnen, sondern weil es dir Spaß macht Selbsteinschätzung ist wichtig, Außenwahrnehmung aber auch Setz dir Prioritäten Training von Geist und Verstand ist genauso wichtig wie körperliches Training Eigne dir spezialisiertes Wissen an Du kannst nicht im Spiel 100% geben, wenn du immer nur mit 80% trainierst Erhöh die Qualität der Durchführung der Aufgaben Verbrauch weniger Energie, um einfache Entscheidungen zu treffen Sei dankbarer Sei stolz auf das Erreichte Nimm dir Zeit um den Augenblick zu genießen Trotz vieler Komplikationen ist 2016 ein gutes Jahr gewesen. 2017 hat das Potenzial noch ein bisschen besser zu werden. Von daher war neben dem Blick zurück auch der Blick in die Zukunft wichtig. Da ich meine Ziele nicht im Jahresturnus, sondern semesterweise setze, war die Hauptaufgabe den aktuellen Stand meiner Ziele zu überprüfen. Es ist beachtlich, was ich zu diesem Zeitpunkt des Semesters schon erreicht habe. In fast allen Bereich bin ich im Soll und es ist absehbar, dass die Ziele in der zweiten Semesterhälfte erreichbar sind. Zusätzlich habe ich die langfristigen Ziele, bis zum Ende des Studiums und meine großen Träume, ein bisschen angepasst. Es ist so wichtig die Dynamik von Zielen im Blick zu behalten und sich bewusst zu sein, dass sich Ziele immer wieder ändern (können). Dabei sollte man keine Scheu haben, sich von Zielen zu trennen, die mal wichtig schienen und es einfach nicht mehr sind. Sich an Ziele zu klammern, die einst wichtig waren, es aber nicht mehr sind, kostet letztlich nur Zeit und Nerven. Neben meinen Zielen habe ich auch meine persönliche Lebensvision überarbeitet. Die Vision ist ein Text in dem beschrieben steht, wie ich mein Leben jetzt und in der Zukunft sehe. Zuletzt habe ich mit der Vision nicht so intensiv gearbeitet, eines meiner Ziele ist es aber dies im Laufe des Jahres zu intensivieren. Zusätzlich zu der Gesamtvision habe ich eine Vision für den Januar formuliert, mir also ausgemalt wie der Monat am besten ablaufen sollte. Die Texte lese ich jeden Morgen und versuche mich damit für die täglichen Aufgaben zusätzlich zu motivieren. Ich habe richtig Bock auf das Jahr und bin nur durch die Erkältung/ Krankheit etwas gehemmt und kann nicht so durchstarten, wie ich das gerne gewollt hätte. Mal sehen wozu es gut ist. Euch allen einen guten Start ins Jahr! Bis die Tage, The_Phoenix
  6. Liebe Leser, in den letzten Jahren hatte ich das Thema Sozialleben bzw. Networking immer wieder auf dem Schirm und doch änderte sich wenig. In diesem Semester hat sich das geändert. Ich bin endlich dazu gekommen. Grundlage waren auch hier wieder Bücher: Never Eat Alone von Keith Ferrazzi, Think and grow rich von Napoleon Hill und Erfolgsstrategie Networking von Monika Scheddin bilden im Groben die Basis von dem was ich mache und machen möchte. Die Frage, wie ich meine Kontakte am besten organisieren kann, beschäftigt mich schon länger. Immer wieder habe ich unter dem Semester, aber besonders in der Prüfungszeit darüber geflucht, dass mein Sozialleben quasi nicht vorhanden war. Mein war es also in erster Linie wieder ein bisschen mehr Kontakt zu anderen Menschen zu haben, Freundschaften aufleben zu lassen und mehr aus dem Haus zu kommen. Letztlich ist es alles ein bisschen anders gekommen und ich habe den Prozess noch nicht komplett abgeschlossen, wie ich vorgehen will. Am Anfang stand bei mir eine Liste. Die Grundlage dafür kam von Keith Ferrazzi. Seine Idee ist alle Kontakte die man hat, also alle Menschen die man kennt, in einer großen Liste zu sammeln und einige Informationen über sie aufzuschreiben. Zu diesen Informationen gehören Geburtsdatum, Wohnort, Beruf etc. sie sind beliebig erweiterbar. Wichtiger Aspekt ist die Priorisierung der Kontakte in wichtig und unwichtiger. Davon hängt dann ab, wie regelmäßig der Kontakt stattfinden soll. Am Ende dieser Liste war ich ein bisschen erschlagen. Es ist erstaunlich wie viele Menschen man so kennt. Aber okay, ich probierte es aus und siehe da, zu den Kontakten mit denen ich wöchentlich Kontakt haben wollte, hatte ich mehr Kontakt. Genauso verhielt es sich mit den Kontakten zu denen ich monatlichen Kontakt haben wollte. Ganz schön war auch, dass ich vielen Menschen persönlich zum Geburtstag gratulierte und eine sehr positive Rückmeldung bekam. Allerdings merkte ich auch, dass einige Kontakte schlichtweg kein Interesse daran zu haben scheinen, den Kontakt wieder aufleben zu lassen. Allgemein war es zwar ganz nett sich bei einigen Personen wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es sie gibt, aber es waren auch oberflächliche Bekanntschaften dabei, zu denen ich einfach auch keine wirkliche Verbindung habe. Was also machen? Die Lösung fand sich im Buch von Monika Scheddin. Auch wenn sich das Buch wirklich aus Business Networking bezieht, speziell wenn man Führungskraft werden möchte, half es mir die Gruppen weiter einzugrenzen. Sie untergliederte letztlich zwei Gruppen. Die super wichtigen und potenziell wichtigen Kontakte. Das gefällt mir schon besser. Bei ihr geht es nicht mehr drum alle Kontakte zu erhalten, sondern die wichtigen Kontakte zu pflegen. Also werde ich jetzt bald mal eine weiter Sortierung vornehmen. Doch wie entscheidet man, welche Kontakte wichtig sind und welche nicht? Für mich gibt es da hauptsächlich zwei Fragen: Wie kann ich der Person helfen ihre Ziele zu erreichen und wie kann die Person mir helfen meine Ziele zu erreichen. Gibt es auf beide Fragen genaue Antworten, so scheint mir der Kontakt wichtig. Dazu kommen dann noch andere Aspekte, wie örtliche Nähe etc., weil persönliche Treffen eben wichtig sind. Die Gesamtliste werde ich trotzdem nicht löschen. Warum? Weil Ferrazzi in seinem Buch eine wichtige Sache beschreibt für die so eine umfangreiche Liste noch anwendbar ist: wenn man in eine Stadt fährt und freie Zeit hat, kann man gucken welche Kontakte dort leben und diese gegebenenfalls für ein Treffen kontaktieren. Die zweite Sache die ich unternommen habe ist, dass ich selbst dafür gesorgt habe, dass soziale Events stattfinden. Beispielsweise habe ich eine Pokerrunde gegründet und eine Mastermind-Gruppe gegründet. Die Idee des Masterminds kommt aus dem Buch von Napoleon Hill und beschreibt letztlich eine Gruppe von Menschen, die sich trifft um sich beim Erreichen der Ziele zu unterstützen. Im Internet findet man dazu einige Informationen. Unsere Runde besteht aus drei Personen, der Ablauf ist relativ formlos. Thematisch beschäftigen wir uns mit allen möglichen Finanzthemen. Letztlich kann man das natürlich zu allen möglichen Themenbereichen machen. Mir persönlich taugt das ganz gut und ich werde zusehen, dass ich ähnliche Gruppen für andere Lebensbereiche finde. Alles in allem stehe ich in Sachen Networking noch ziemlich am Anfang meiner Reise, habe jetzt aber so viel Input, dass ich ein wenig probieren kann was für mich klappt und was nicht. Zum Abschluss des Beitrags noch zu einer anderen Sache. Vielleicht wird sich der Eine oder Andere von euch gefragt haben, warum ich in letzter Zeit nicht über das Thema Frauen geschrieben habe. Die Sache ist, dass ich jetzt seit einem knappen halben Jahr in einer Beziehung bin, die einfach außerordentlich gut läuft. Sowas habe ich noch nie in der Form erlebt. Aber wie es halt so ist, wenn es gut läuft gibt es meistens wenig zu erzählen. Eine Sache kann ich an dieser Stelle jedoch sagen: wenn ihr nach einer Beziehung sucht, lasst euch Zeit und versucht jemanden zu finden mit dem es wirklich passt. Das macht einen so großen Unterschied. Ich habe früher viele Kompromisse gemacht und mir selbst auch nicht eingestehen wollen, dass manche Beziehungen einfach nicht geklappt haben. Die Leichtigkeit mit der die aktuelle Beziehung läuft zeigt mir jedoch, dass es auch anders geht. Das hat allerdings großen Seltenheitswert. An dieser Stelle bleibt mir nur noch euch ein schönes Restjahr zu wünschen. Habt schöne Feiertage und kommt gut ins neue Jahr! Bis bald, The_Phoenix
  7. Liebe Leser, so schön Erfolge nach schweren Zeiten auch sind, sie sind kein Ruhekissen. So geht es für mich nach den Ereignissen der letzten Woche mit neuem Schwung weiter. Um eine Ziele besser erreichen zu können suche ich immer wieder nach neuen Ideen, wie ich Reize setzen kann, die mich auf Trab halten. Mitunter sind es Kleinigkeiten, die in vielen Büchern stehen, die ich aber oft als zu einfach abgetan habe zum Beispiel: das Setzen von Prioritäten! Das mag jetzt nicht nach einer weltbewegenden Erkenntnis klingen. Für mich selbst war es das auch nicht. In fast jedem Buch das irgendwie mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat liest man darüber. Mein Problem war dabei in den letzten Jahren nicht, dass ich keine Prioritäten setzen konnte, sondern dass ich mich nicht an sie gehalten habe. Mir war immer bewusst welcher Bereich in meinem Leben wichtig sein sollte, trotzdem habe ich mich selten daran gehalten. In diesem Semester ist das anders und die Erfolge stellen sich jetzt schon ein. Für mich ist es ganz klar, an erster Stelle steht die Uni. Jetzt wo ich im Master bin müssen die Ergebnisse endlich passen. Im Bachelor habe ich viel nebenbei gemacht, gearbeitet, mich engagiert, gefeiert, trainiert und alles andere war immer wichtiger als die Uni. Das ist jetzt anders und ich halte mich daran mit dem Ergebnis, dass ich das Gefühl habe viel besser dazustehen, als in anderen Semestern. Das hat noch weitere Gründe, zu denen aber später. An der zweiten Stelle steht das Geldverdienen. Die ganze Geschichte mit der MPU war nicht nur mental aufreibend, sondern auch schlichtweg teuer, so dass ich jetzt das Geld wieder rein bekommen möchte. Das passt mir gut ins Konzept, weil ich in Sachen Finanzen und Umgang mit Geld sowieso noch ein bisschen Nachholbedarf hatte. Erst an dritter Stelle meiner Prioritätenliste folgen Sport, Ernährung und Gesundheit. Das ist untypisch für mich. Die größten Auswirkungen hat es tatsächlich auch nur auf mein Training, weil ich eben Uni-Sachen und Arbeit vorher erledigen muss und das Training dafür an manchen Tagen einfach auf der Strecke bleibt. Das ist nicht so schön, lässt sich aber aktuell nicht vermeiden. Dazu muss ich allerdings sagen, dass das auch wieder Jammern auf hohem Niveau ist, ich mache trotzdem meine drei Trainingseinheiten pro Woche. Der zweite wichtige Punkt, weshalb es so gut läuft ist das ich mich mehr auf die Qualität der Aufgabendurchführung konzentriere. In den letzten Semestern habe ich mein persönliches Tracking hauptsächlich an der Menge der Lernstunden und der Stunden, die ich in der Uni verbracht habe, festgemacht. In diesem Semester versuche ich die Aufgabendurchführung und die Qualität der Resultate zu verbessern. Das bedeutet auch, dass ich mich weniger Ablenken lasse, mich mehr konzentriere und fokussiere. Auch hier haben sich die ersten Ergebnisse eingestellt. Das merke ich vor allen Dingen daran, dass ich wieder öfter im Flow bin, weniger abschweife und mit größerem Perfektionismus an die Sachen gehe. Ja, es wird immer wieder propagiert, dass Perfektionismus unglücklich macht. Das stimmt aber nur zu Teil, Fakt ist nämlich auch: wenn man viel erreichen will, muss am Ende eben auch die Qualität stimmen und wenn ich es besser hätte machen können, dann war ich eben nicht am Limit. Wenn ich stattdessen am Ende sagen kann, dass ich nicht mehr hätte machen können und es auch nicht besser gekonnt hätte, dann ist das in Ordnung. Letzter Punkt des heutigen Beitrags sind Lerntechniken. Ich werde hier keine Techniken im Details vorstellen, das würde den Rahmen sprengen, aber ich möchte darauf hinweisen, wie wichtig es ist seinen Geist zu trainieren, das Gedächtnis zu verbessern und Bedingungen zu schaffen, die ein gutes Arbeiten ermöglichen. Das habe ich bisher vernachlässigt. So blöd es auch klingt, teilweise war ich zu stolz um Lerntipps anzunehmen. Die passenden Bücher hatte ich zu Beginn des Studiums schon gelesen, aber umgesetzt habe ich wenig. Da ärgere ich mich heute umso mehr drüber. Hilft nichts, wichtig ist, dass ich es jetzt erkannt habe. Auch das ist eine Sache, die ich euch nur ans Herz legen kann. Oft liest man in Büchern Dinge, die man für albern hält. Dabei sollte nicht geurteilt werden, bevor die Techniken ausprobiert wurden und sich bewiesen hat, dass sie nichts bringen. Außerdem ist an dieser Stelle noch mal der Hinweis erlaubt, dass es wegen solchen Sachen sehr sinnvoll sein kann ein Buch nach etwas Zeit noch ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Mit wachsender Erfahrung und Veränderung der Blickwinkel kann das in vielen Fällen Gold wert sein. Das solls für heute gewesen sein! Bis die Tage, The_Phoenix
  8. Liebe Leser, es fällt mir nicht so leicht diesen Beitrag zu beginnen. Zu dramatisch sind die Themen für mich und doch weiß ich, dass ich um dieses Thema nicht herum kommen werde, wenn ich wirklich ehrlich zu euch sein will. Fangen wir mit etwas Positivem an: Gestern ist ein Ereignis eingetreten, auf das ich lange hingearbeitet habe. Rational betrachtet würde ich sagen, es ist ein weiteres Indiz dafür, dass es aufwärts geht, aber ganz ehrlich, ich kann bei dem Thema nicht rational bleiben. Deswegen werde ich heute Abend auf dem Balkon sitzen, meine Siegeszigarre rauchen und auf die letzten Jahre zurückblicken. Okay, das ist euch alles zu undurchsichtig? Fangen wir von vorne an, an einem Sommerabend vor knapp 1,5 Jahren. Dieser Abend sollte ein Wendepunkt sein. Zuvor hatte ich wie im Rausch gelebt. Private und universitäre Erfolge reihten sich aneinander und ich war bereit für einen unglaublichen Sommer. Selten gibt es im Leben Momente von denen wir sagen können, dass sie unser Leben nachhaltig verändern. Bei mir war es so ein Abend. Ich war feiern mit Freunden und machte mich irgendwann stark angetrunken mit dem Rad auf den Heimweg, wo ich kurz vor Erreichen des ersehnten Betts von der Polizei angehalten wurde. Was dann folgte ist mir nur bruchstückhaft in Erinnerung: Pusten. Fahrt im Streifenwagen zum Krankenhaus. Warten auf die Blutentnahme. Zuhause aus Frust Ouzo in mich rein schütten. Eine anstrengende Nacht und ein fieser Morgen mit der Erkenntnis, dass das einfach scheiße gewesen ist. Googeln der möglichen Konsequenzen: Strafverfahren? Abstinenz? MPU? Tausend Möglichkeiten, keine Gewissheit. FUCK. Tage und Wochen vergingen ohne dass ich genauer wusste was passieren würde. Dann die Post vom Gericht und mein erster Besuch beim Anwalt. Langsam hob sich der Vorhang und es wurde abschätzbarer, was auf mich zukommen würde. Die Ungewissheit nagte an meinen Nerven. Dazu lief meine Beziehung immer schlechter, zusätzlich erfuhr ich, dass meine Mutter an Depressionen litt. Willkommen in der Realität. Infoabend zur MPU und die Erkenntnis: um einen Abstinenznachweis werde ich nicht drum herum kommen. Okay, ich sehe ich es als Chance. Wie lange der Lappen weg sein wird? Keine Ahnung. Weiterhin so viele offene Fragen. Im Laufe der Monate bekomme ich die Antworten. Das Strafverfahren wird gegen eine Geldzahlung eingestellt. Die Kohle geht an einen gemeinnützigen Zweck, tut zwar weh, aber nicht so sehr, als wenn es direkt an den Staat gegangen wäre. Termin zur Abgabe des Führerscheins kommt. Alles kein Problem, ich habe mich damit abgefunden. Größtes Problem scheint mir der Abstinenznachweis. 12 Monate Abstinenz, sechs kurzfristige Kontrollen, dazu üble Auflagen: Abmelden, wenn man nicht vor Ort ist. Auf alle Speisen achten müssen, auf Medikamente mit Alkohol achten, ja sogar drauf, ob ich sehr reifes Obst esse oder naturtrüben Apfelsaft trinke. Das Ganze ist kein Spaß. Irgendwann dann der erste Abstinenztest: Pinkeln unter Aufsicht. Es gab schon erhabenere Momente in meinem Leben. Die größte Frage bleibt aber: Warum ich? Was hatte ich falsch gemacht? Die Anderen hatten doch auch immer mit getrunken, wie konnte es sein, dass es bei mir immer wieder eskalierte? Einige Zeit zuvor hatte ich dieses Problem schon erkannt und versucht nach einer abstinenten Phase mit kontrolliertem Trinken einzusteigen. Das war zum Scheitern verurteilt. Das wusste ich damals blos noch nicht. Die Fragen sind quälend. Wie kann es sein, dass es alle auf die Reihe bekommen, nur ich nicht? Ich fange an mich mit dem Thema Alkohol zu beschäftigen, lese „Das blaue Buch“ von den AA, lese weiter Bücher zum Thema Alkohol. Langsam wird mir die Tragweite meines Problems bewusst. Nein, natürlich bin ich nicht abhängig, aber ich habe ein Problem. Schnell merke ich, dass ich nie wieder Alkohol trinken sollte. Meine Freunde verstehen das nicht, auch wenn ich es ihnen erkläre. Wie auch? Wenn man das Problem nicht hat kann man es nicht verstehen. Die Abstinenz tut mir gut und fällt mir bei weitem nicht so schwer, wie ich anfangs vermutet hatte. Dabei hat das Jahr einige negative Höhepunkte, an denen ich mir am liebsten die Kante gegeben hätte: die Freundin macht Schluss, Vater liegt erst mit Schlaganfall im Krankenhaus, dann wird im Krebs diagnostiziert. In der Uni läuft es bei mir nicht rund. Ich quäle mich. Es ist, als würde ich einen großen Rucksack mit Problemen mit mir herum tragen. Es nervt. Innerlich geht es mir besser. Ich lese mehr, ich arbeite an mir selbst, arbeite die Vergangenheit auf. Meinem Vater geht es schlechter, zeitweise ringt er mit dem Tod. Allein der Gedanke daran lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen. Im Mai dieses Jahres stabilisiert sich die Situation. Für mich ist klar, dass ich nie wieder trinken werde und ich bereite mein Umfeld darauf vor. Meinem Vater geht es langsam wieder besser, meine Mutter beginnt wieder zu arbeiten. Vor mir liegt allerdings noch die MPU. Das belastet mich. Zusätzlich läuft mir die Zeit in Sachen Studium davon. Es wird Zeit den Bachelor zu beenden. Ich quäle mich durch die Klausuren, bin aber wieder etwas im Aufwind. Meine neue Freundin trägt einen Teil dazu bei. Die Gesamtsituation verbessert sich. In den letzten zwei Monaten tritt dann das ein, was ich mir so sehr ersehnt habe. Mein Vater wird wieder gesund. Zwar ohne Magen und Speiseröhre, aber er wird wieder. Mit Biegen und Brechen bestehe ich die letzten Prüfungen für den Bachelor. Meine Note ist am Ende genau in dem Bereich den ich haben wollte. Passt also. Dann die MPU. Ich bin vorbereitet. Habe Termine mit einem Verkehrspsychologen gehabt und mein gesamtes Trinkverhalten seit dem ersten Mischbier aufgearbeitet. Das war eine emotionale Achterbahn, aber für meine persönliche Entwicklung enorm wichtig. Die MPU selbst ist unspektakulär, ein bisschen Ungewissheit bleibt. Bis dann gestern ein großer Umschlag im Briefkasten ist, an mich adressiert und ich weiß genau was es sein wird. In die Wohnung geeilt: Das Gutachten ist positiv. Steine fallen von meinem Herzen. Ich schreie mir die Erleichterung von der Seele, drehe die Musik auf eine Lautstärke, dass auch die Nachbarn wissen, dass ich gute Laune habe. Fast 18 Monate hat es gedauert, aber es ist geschafft. Warum ich erzähle ich euch das alles? Weil es zwei wichtige Punkte gibt, die ihr mitnehmen sollt: einer bezieht sich auf den Alkoholkonsum, der andere auf die Wahrnehmung der Höhen und Tiefen des Lebens. Beginnen wir mit dem Alkohol. Ich bin kein Moralapostel, deswegen werde ich hier jetzt mich die Abstinenz als Alleilmittel propagieren. Im Gegenteil. Ich habe viele lustige Nächte gehabt die durch Alkohol befeuert wurden, genauso habe ich verdammt beschissene Nächte gehabt. Was ich möchte ist, dass ihr euch Gedanken über euren Alkoholkonsum macht. Wenn man sich mit dem Thema ein bisschen beschäftigt stellt man schnell fest, dass es eine große Zahl an Menschen ist, die zumindest einen problematischen Umgang mit Alkohol haben, nicht zwingend eine Sucht. Problematisch ist, dass wenn ein Mal eine gewisse Verträglichkeit erreicht ist, gibt es kein Zurück. Das Suchtgedächtnis ist eine blöde Fotze, die immer wieder versuchen wird dich in die Scheiße zu reiten. Wenn ihr also merkt, dass bei euch irgendwas nicht passt und ihr denkt, dass das schon irgendwie wieder wird: das wird nicht passieren! Entweder ihr kommt von selbst drauf und zieht die richtigen Schlüsse oder ihr lernt es wie ich auf die harte Tour. Zum anderen, das führt jetzt aber zu weit, sollte man sich mal über die Rolle des Alkohol in der Gesellschaft Gedanken machen z.B. im Verhältnis zum Tabak. Jeder bekommt Lob, wenn er aufhört zu rauchen, muss sich aber rechtfertigen, wenn er nicht trinkt. Ich weiß wie leicht es ist zu sagen „Ach komm, einer wird schon gehen“, aber wenn ihr das nächste Mal in die Versuchung kommt, denkt dran, dass derjenige seine Gründe haben wird. Zum zweiten Punkt, der Wahrnehmung der Höhen und Tiefen. Über das letzte Jahr sind meine Gedanken unbemerkt immer negativer geworden. Vorher schwebte ich auf einer Wolke, um dann hart auf dem Boden der Tatsachen aufzuschlagen. Es war ein harter ein Kampf wieder in eine Aufwärtsspirale zu kommen, weil meine Gedanken unterbewusst so negativ geworden waren. Gefühlt habe ich die negativen Erlebnisse viel intensiver wahrgenommen, als die positiven. Als z.B. feststand, dass ich den Bachelor geschafft habe, war das für mich nur eine Randnotiz. Das neue Semester hatte schon begonnen, es ging schon weiter. Es ist unglaublich wichtig sich Zeit zu nehmen und die Erfolge zu feiern. Für mich bedeutet das, dass ich heute Abend meine Siegeszigarre rauche, vermutlich wie irre anfange zu lachen und mir dadurch Kraft für die neuen Aufgaben hole. Denn jetzt ist ein enormer Ballast weg und somit Kräfte für andere Dinge frei. Ich hoffe, ihr könnt ein bisschen aus dem Beitrag mitnehmen. Zum Thema Alkohol habe ich nicht alles geschrieben, was mir so durch den Kopf geht, das hätte den Rahmen gesprengt. Falls ihr Fragen habt könnt ihr die natürlich in den Kommentaren oder über PN stellen. Ansonsten wünsch ich euch schon mal ein schönes Wochenende! Bis die Tage, The_Phoenix
  9. Hallo Almendudler, ich kann deinen Kommentar sehr gut nachvollziehen. Die Sache mit dem Poker hat sich mittlerweile erledigt. Da haben der nötige zeitliche Invest und das was am Ende dabei raus kommen könnte einfach nicht gepasst. Die Zeit ist es mir nicht wert. Ein nettes Hobby ist es trotzdem. Mit den Sportwetten ist es ein bisschen anders. Ich habe mich schon immer für Sport interessiert und hatte den Gedanken aus diesem Interesse Kapital zu schlagen. Da sehe ich aktuell noch Potenzial und ich kann es auch besser nebenbei machen. Ich studiere Wirtschaftsinformatik und mache mir über die finanzielle Zukunft generell eher wenig Sorgen.
  10. Liebe Leser, ein paar Tage sind seit meinem letzten Eintrag ins Land gezogen. Ich habe mir etwas Ruhe gegönnt. Traditionell beende ich meine Semester immer nach Kalender und nicht nach Ende der Prüfungen. Heißt Ende September war es an der Zeit die vorherigen sechs Monate zu analysieren und die Ziele zu setzen, die ab Oktober angegangen werden sollten. Es war eine sehr gute und produktive Zeit für mich. Generell sind es wohl die produktivsten Ferien seit Studienbeginn. Vergangene Woche habe ich dann in der Nacht auf dem Balkon gesessen und meine Siegeszigarre geraucht. Diese kleinen Momente sind es, die nahe an der Perfektion sind. Danach ging es für ein verlängertes Wochenende in den Urlaub. Seit Dienstag bin ich dabei meine neuen Ziele umzusetzen. Neu ist, dank des Buchs "Think and grow rich", dass ich versuche mehr auf die Qualität der Durchführung meiner Tätigkeiten zu achten. Vorher war es, speziell in Bezug auf die Uni, doch eher quantitätslastig, weil ich hauptsächlich auf die Anzahl der für das Studium aufgewendeten Stunden geachtet habe und nicht darauf, wie gut ich gelernt habe. Das versuche ich jetzt auf alle Bereiche zu übertragen. Ein weiterer neuer Punkt ist, dass ich ganz klare Prioritäten in dem habe was ich machen möchte. Im bisherigen Studium habe ich die Uni häufig für Arbeit, Engagement in Hochschulgruppen, für den Sport oder Ähnliches vernachlässigt. Jetzt steht die Uni ganz klar an erster Stelle und ich widme mich den anderen Aufgaben erst, wenn ich mein tägliches Pensum abgearbeitet habe. Das hängt auch damit zusammen das ich endlich, nach langer Zeit und einem umständlichen Weg, meinen Bachelor geschafft habe und es jetzt im Master darum geht eine gute Position für den Berufseinstieg zu schaffen. Aktuell arbeite ich mit Unterlagen von Freunden schon für die Fächer des kommenden Semesters vor, wie so ein richtiger Streber. Der zweite wichtige Punkt ist zu arbeiten oder in erster Linie auch Geld zu verdienen. Über das letzte Jahr hatte ich viele unerwartete Kosten und das möchte ich jetzt wieder rein holen. Außerdem habe ich mir für meine Zukunft konkrete Ziele gesetzt was meine Finanzen betrifft (dazu aber an anderer Stelle mehr). Durch verschiedene Jobs und Tätigkeiten werde ich das wohl auch gut umsetzen können. Allerdings macht das auch nötig, dass ich nach den oben genannten Prioritäten arbeite. Zwei meiner Tätigkeiten, die allerdings noch in den Kinderschuhen stecken, sind Sportwetten und Online Poker. Klingt jetzt erst mal nicht nach so einem sicheren Weg, aber lasst mich dazu ein paar Worte schreiben. Das Thema Sportwetten beschäftigt mich schon länger. Seit ich denken kann bin ich an allen möglichen Sportarten interessiert und habe in den Ferien überlegt, wie ich daraus am besten Profit schlagen kann. Bei erster Recherche bin ich über die Kelly-Strategie gestoßen, habe mich da ein bisschen schlau gemacht, mir ein Excel-Tool gebaut und erst mal nur mit Spielgeld angefangen zu testen, ob das System funktioniert. Aktuell bin ich da ganz gut dabei, meine Entscheidungen werden besser und der aktuelle Stand, noch früh in der Bundesliga und Europapokal-Saison, bin ich mit ca. 40 Euro im Plus. Gemessen an einer Augangsbasis von 100 € wären das 40% Rendite. Klingt nicht schlecht, oder? Mir ist allerdings auch bewusst, dass sich das System erst noch auf lange Frist beweisen muss. Aktuell sieht es alles ganz gut aus. Mein Ziel ist es langfristig Profit zu erwirtschaften, nicht, wie bei den meisten Wettenden, der kurzfristige Erfolg. In Sachen Pokern verhält es sich ähnlich. Mit einem guten Freund bin ich auf das Thema gekommen. Gepokert, auch online, habe ich vor Ewigkeiten schon mal. Mir fehlten allerdings wichtige Eigenschaften wie Disziplin, Geduld, Konzentration und die richtige EInschätzung der Gegenspieler. Da habe ich mich in den letzten Jahren entwickelt und wollte mal sehen, ob das jetzt auch funktioniert. Seit knapp zwei Wochen spiele ich fixed Limit, auch mit Spielgeld. Es geht mir darum die richtigen Strategien und Fähigkeiten zu lernen und ein paar Fehler möglichst jetzt zu machen, wo sie noch nicht so teuer sind. Auch beim Pokern merke ich, dass ich besser werde. Hin und wieder mache ich dumme Fehler die mich dann auch wirklich hart ärgern, insgesamt schaffe ich es aber ein kontinierliches Wachstum zu erzielen. Das ist auch beim Pokern mein Ziel. Deswegen fixed Limit. Generell bin ich der Überzeugung, dass es möglich ist mit ein bisschen Übung in beiden Bereichen, Sportwetten und Poker, regelmäßge Erträge zu erwirtschaften. Falls ihr Fragen zu den Themen habt könnt ihr die gerne in den Kommentaren stellen oder mich anschreiben. Ich habe das hier jetzt alles nur angerissen, weil eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweisen hier den Rahmen sprengen würde. Der dritte Punkt auf meiner Prioritätenliste ist Fitness. In Sachen Sport und Ernährung läuft es ganz gut, aber das ist der Teilbereich den ich im Zweifelsfall etwas zurück stelle, um Uni und Arbeit schaffen zu können. Also die Ernährung leidet da nicht drunter, sondern hauptsächlich der Sport. Allerdings fühle ich mich richtig wohl, habe das Gefühl auch da Fortschritte zu machen und meine Ziele erreichen zu können. Nebenbei mache ich Fortschritte in Sachen Meditation und ich werde jetzt irgendwann anfangen Yoga in mein Programm mit einzubauen. Ihr seht, ich habe viel zu tun und das sind bei weitem nicht alle Sachen, die ich aktuell mache. Allerdings sorgt das Tempo und die Auslastung dafür, dass ich etwas seltener dazu komme hier zu schreiben. Bis die Tage, The_Phoenix
  11. Liebe Leser, ihr merkt, aktuell habe ich ein bisschen mehr Zeit, um euch mit frischem Inhalt zu versorgen. Damit arbeite ich auch die vergangenen Wochen auf, in denen ich einfach keine Zeit hatte zu schreiben, wo aber trotzdem relativ viel passiert ist. Heute werde ich euch ein bisschen was über meine Erfahrungen mit Intermittent Fasting berichten, euch eine Liste der Bücher zur Verfügung stellen, die ich in den vergangenen sechs Monaten gelesen habe und mich einfach mal über ein paar kleine Erfolge freuen, die auch durch Glück zustande gekommen sind. Intermittent Fasting (IF) Vor wenigen habe ich mit Intermittent Fasting begonnen. Das heißt ich faste jeden Tag 16 Stunden und esse an acht Stunden. Meine Hoffnung ist noch ein paar Prozent Fett abbauen zu können, besonders am Bauch, aber hauptsächlich möchte ich meinen Lebensstil noch ein bisschen gesünder gestalten und über diese Art zu fasten habe ich sehr viele positive Berichte gelesen. Mir selbst ist die Umstellung leicht gefallen. Ja, es ist komisch bis Mittag nichts zu essen, schon allein weil ich sonst immer gefrühstückt habe. Der befürchtete Leistungseinbruch am Vormittag ist ausgeblieben, auch wenn man natürlich sagen muss, dass ich aktuell bei weitem nicht so gefordert bin, wie ich es während des Semesters sein werde. Auffällig ist, dass meine Verdauung sich sofort verändert hat und wesentlich besser geworden ist. Das ist ein subjektives Gefühl und ich werde hier jetzt nicht einen Stuhl beschreiben, auch wenn das den einen oder anderen von euch bestimmt freuen würde. Häufig findet man in den „Regeln“ zum IF, dass man das Training in der Fastenzeit durchziehen sollte. Auch das habe ich anfangs kritisch gesehen, aber nach den ersten Einheiten die ich so absolviert habe kann ich sagen, dass es kein Problem gewesen ist. Ja, es fühlt sich anders an, aber meine Leistungen waren nicht schwächer. Alles in allem ist mein erstes Fazit, dass ich das IF wohl noch eine ganze Weile durchziehen werde und euch auch auf dem Laufenden halte, wie es so für mich funktioniert. Bücher Im letzten Beitrag habe ich schon angedeutet, dass ich im letzten Halbjahr sehr viele Bücher gelesen habe. Ich werde euch hier erst mal nur eine Liste zur Verfügung stellen. Wenn ihr nähere Informationen zu einem Buch haben wollt oder ein Review, dann schreibt mir doch bitte ein PN oder hinterlasst hier kurz einen Kommentar. Das Thema Lesen an sich habe ich wieder sehr zu schätzen gelernt. Auch, weil ich anders lese als früher. Ich mache mir mehr Notizen, lese aufmerksamer und kann inhaltliche Bezüge zu meinem eigenen Leben wesentlich besser und schneller herstellen. In der Liste befinden sich aber auch die Romane etc. die ich gelesen habe, und ja, ich lese die „Ein Lied von Eis und Feuer“- Reihe auf Deutsch. Die mit * versehenen Bücher sind die Bücher, die euch als lesenswert empfehlen kann: George R. R. Martin –Das Lied von Eis und Feuer Band 6, 7, 8 Patrick Süskind – Das Parfüm Marcus Aurelius – Meditations* Eckhart Tolle - Eine neue Erde* Damian Preston – Small Talk Mark Divine – Der Weg des Seal* Jesse Itzler – Living with a seal Nathaniel Branden – Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls Kurose, Ross – Computernetzwerke Dr. Gunther Karsten – Erfolgsgedächtnis* Daniel Schreiber – Nüchtern* Hanya Yanagihara – A little Life* Tom Demarco – Der Termin Napoleon Hill – Think and grow rich* Warren Buffet – Das Leben ist wie ein Schneeball William Poundstone – Die Formel des Glücks Glück Das Warten auf die Klausurergebnisse des Semesters hat mich sehr angestrengt und viele „was wäre, wenn…“-Szenarien hervorgerufen. Ich wurschtel schon viel zu lange an meinem Bachelor herum, studiere aber mittlerweile nebenbei schon im Master (ja, das geht an meiner Uni). Nur muss ich eben die Zulassungsvoraussetzungen bis zu einem gewissen Zeitpunkt nachgewiesen haben. Nun lief eine der Klausuren verdammt schlecht und das obwohl ich mich richtig gut vorbereitet hatte. Die Studierenden unter euch werden es wissen: es gibt hin und wieder Professoren, die Klausuren stellen bei denen die Aufgaben unendlich viel schwerer sind, als in den Übungen. Bei mir war das die erste Klausur des Semesters und ich war ziemlich frustriert und hatte mir schon ausgemalt, wie ich im nächsten Semester dann doch noch eine letzte Bachelor-Klausur haben würde… Allerdings habe ich im Studium auch eine weitere Sache gelernt: hin und wieder hat man einfach Glück. So war es bei mir auch in diesem Fall. Ihr habt es euch wahrscheinlich schon gedacht: ich habe bestanden. Es war knapp, aber es hat gereicht und für meine Masterzulassung ist das auch kein Problem. Dieses Erlebnis, gekoppelt mit ein paar anderen wichtigen Entwicklungen, war für mich ein absolutes Highlight und das Glückserlebnis der Woche. Wieder mal hat sich gezeigt, dass es sich nicht lohnt besorgt zu sein, bevor man die endgültigen Ergebnisse hat. Jetzt kann ich, obwohl noch ein paar Ergebnisse ausstehen, fast sicher sein, dass ich meinen Bachelor in der Tasche habe und im kommenden Semester den Fokus dann voll auf den Master legen kann. Bis die Tage, The_Phoenix
  12. Ja, da gebe ich dir zum Teil Recht. Ich versuche aktuell den Mittelweg zu finden. Was das Training betrifft habe ich zwischendurch schon Pausen gemacht. Erst eine zur Regeneration, dann eine weil ich eine Erkältung hatte. Die Erfahrung der letzten Jahre hat aber auch gezeigt, dass es weder körperlich, noch mental, so gut ist, wenn ich die Spannung komplett fallen lasse. Hin und wieder muss auch das mal sein, aber in der aktuellen Phase möchte ich das einfach nicht, weil es erfahrungsgemäß viel mehr Kraft kostet sich wieder aufzuraffen, wenn man zwei Wochen nur rumgepimmelt hat. Klar, das Nichtstun ist ein Extrem und ich gehe mal davon aus, dass du es nicht so gemeint hast, dass ich komplett die Füße stillhalten soll. Aktuell meditiere ich wieder mehr und besser, mein Kopf wird immer ruhiger und dadurch der Fokus wieder stärker. Das spüre ich und da habe ich in den letzten Jahre auch genug Erfahrung gesammelt um das halbwegs einschätzen zu können. Was dabei immer wieder hilft sind die Bücher von Eckhart Tolle und "Meditations" von Marcus Aurelius. Denn ein weiterer mentaler Faktor war, dass ich die Dinge zu sehr an mich ran gelassen habe. Ich habe es nicht mehr so gut geschafft die Dinge, besonders die, auf die ich keinen Einfluss hatte, loszulassen und so zu akzeptieren wie sie sind. Zu der aktuellen Situation muss ich allerdings auch sagen: es ist eine Sache zu WISSEN welche Probleme es gibt und eine ganz andere diese Probleme zu LÖSEN. Insbesondere wenn es mentale Probleme sind. Eine komplette Pause in der ich nichts mache, werde ich in absehbarer Zeit auch machen. Eventuell im Frühjahr oder spätestens dann im kommenden Sommer. Das muss dann auch mal sein um raus zu kommen. Aktuell gibt es einfach ein paar Faktoren wegen denen ich mir dieses komplette Abschalten nicht gönnen kann.
  13. Liebe Leser, wenn ich auf die letzten 18 Monate zurück blicke, dann sehe ich vor allen Dingen die vielen Probleme, die ich in dieser Phase zu bewältigen hatte. Dazu muss ich sagen, dass der Großteil der Probleme durch äußere Einflüsse kamen. Mir persönlich fällt es in solchen Phasen schwer mein Leben weiter so krass durchzuziehen, wie ich es normalerweise gewohnt bin. Der Fakt frustriert mich und sorgt dafür, dass es mir noch schwerer fällt mein Leben weiter am Limit zu leben. Nur das wir uns richtig verstehen, es ist Jammern auf hohem Niveau. Trotz aller Probleme habe ich viel trainiert, mich gut ernährt und mich weiterentwickelt. Was dabei fehlte waren das Feuer und die Leidenschaft. Oft war ich einfach zu niedergeschlagen, um die entscheidenen paar Prozent zu geben, die eine grandiose Leistung von einer sehr guten Leistung unterscheiden. Das Hauptproblem saß im Kopf. Ich habe mir so viele Sorgen gemacht. Besonders als es meinem Vater sehr schlecht ging. Das ist verständlich und normal. Auf der anderen Seite hat sich dadurch ein negatives Denkmuster eingeschlichen. Natürlich bleibt es nicht aus, dass man sich Gedanken über den "Worst-Case" macht. Auch das ist wichtig, um am Ende auf alles vobereitet zu sein. Für mich war es dann aber so, dass ich zwar nicht durchgehend den Teufel an die Wand gemalt habe, aber einfach mental unglaublich müde gworden bin, weil es so anstregend gewesen ist die Spannung aufrecht zu halten und diesen ganzen Kram durchzustehen. Erst jetzt, nach den letzten Klausuren, ist mir aufgefallen, wie negativ ich gedacht habe und wie sehr sich meine Einstellung zum Leben und mein Tagesablauf geändert haben, seit dem ich bewusst drauf achte, wieder positiver zu denken. Ich habe viel mehr Energie und spüre langsam, dass ich wieder bereit bin meine neuen Projekte anzugehen. Was mir im Besonderen geholfen hat war, dass ich einfach auf das zurück geblickt habe, was ich in den letzten Monaten erreicht habe und das war jede Menge. Beispielsweise habe ich in den letzten sechs Monaten 19 Bücher gelesen. Mein Vorsatz waren zwei Bücher pro Monat gewesen. Das ist für mich überragend, weil es mich extrem weiter gebracht hat. Zum anderen war es, wie gesagt, Jammern auf hohem Niveau. Ich habe fast alle meine Ziele erreicht. Problematisch ist für mich auch ein bisschen, dass ich durch das hohe Niveau das ich etabliert habe, Probleme bekomme mich zu motivieren und aus der Komfortzone zu kommen. Da muss ich mir dringend was überlegen. Zusätzlich habe ich in den letzten Tagen wieder vermehrt motivierende Videos auf Youtube gesehen. Egal ob es dabei um Pickup, Persönlichkeitsentwicklung oder Training geht, ich merke, dass das Feuer langsam wieder zurück kommt und ich tierisch Bock auf alles habe. Dazu kommen jetzt die Wochen in denen ich mein Semesterfazit ziehe und die Ziele für das neue Semester setze. Das ist generell immer eine Phase in der ich richtig loslegen kann und will. Ich habe schon einige Ideen für das was ich machen kann und will. Dazu aber zu gegebenen Zeit mehr. Ein weiterer wichtiger Faktor war neben der mentalen Müdigkeit auch die körperliche Erschöpfung. Aktuell schlafe ich sehr viel und nutze die Ferien perfekt aus. Dazu trainiere ich wieder mehr, ernähre mich noch ein bisschen besser und erreiche dabei wieder den besten Zustand. Es spielt alles zusammen. Das geile daran: die Ferien dauern noch bis Mitte Oktober. Bis dahin ist noch viel Zeit. Zeit die ich zum Regenerieren nutze, aber auch dazu neue Fähigkeiten zu lernen, die ich für die Erreichung der neuen Ziele gebrauchen könnte. Es fühlt sich einfach gut an. Entscheidend dafür, dass es mir jetzt so viel besser geht, als noch vor ein paar Wochen, ist aber, dass ich jetzt wieder wesentlich positiver im Kopf bin. Ich sehe wieder die kleinen Entwicklungsschritte, genieße die Tage und feiere mich selbst hart für das was ich jeden Tag erreiche. Zum Schluss dieses Beitrags möchte ich euch noch einen kleinen Tipp für eine App geben. Sie heißt Habitica und wurde mir von einem Bro empfohlen. Das Prinzip der App ist relativ einfach: ihr erstellt einen Avatar und könnt diesen weiterentwickeln in dem ihr Erfahrungspunkte sammelt. Soweit noch nicht wirklich Neues, ABER die Erfahrungspunkte bekommt ihr für erledigte Aufgaben in eurem Alltag. Das können einfache Dinge sein, wie das Erledigen der Hausarbeit, Training oder ähnliches, das Abarbeiten der To-Do-Liste oder eben auch das Approachen von Frauen. Falls ihr Probleme habt euch zu motivieren könnte diese App euch helfen. Ich persönlich finde das Prinzip dahinter spannend, weil es auch soziale Aspekte gibt. Alle Funktionen habe ich noch nicht getestet, deswegen kann ich auch noch nicht zu 100% sagen, inwiefern sich das alles auf Pickup übertragen lääst und ob es noch weitere Anwendungsmöglichkeiten gibt z.B. für die Zusammenarbeit mit Wings. Falls es euch interessiert ladet die App einfach mal runter und testet es aus. Das soll's für dann auch gewesen sein. Bis die Tage, The_Phoenix
  14. Hey, danke für deinen Kommentar. Das sind natürlich sinnvolle Ergänzungen, die du da ansprichst. Es ist wichtig in jungen Jahren einiges auszuprobieren, um den eigenen Stil zu finden. Die Einflüsse von außen sind groß, besonders wenn man jung ist, besonders in der heutigen Zeit. Eure Eltern haben Ansprüche an euch, ihr selbst habt Ansprüche und in den sozialen Medien wollen euch alle verkaufen, dass ihr ein perfektes Leben führen müsst. Es ist einfach zu sagen "das was der hat will ich auch" und am Ende irgendwann feststellen zu müssen, dass es gar nicht zu euch passt. Dieser Blog ist in einer Phase entstanden, in der ich genau das durchgemacht habe. ich habe die Grenzen gesucht zwischen Gentleman und Arschloch. Mittlerweile habe ich meinen Stil gefunden und bin dabei alles zu verfeinern. Dem einen oder anderen von euch wird aufgefallen sein, dass ich sehr viel über Persönlichkeitsentwicklung schreibe und nur noch wenig über Frauen. Fakt ist, das Thema Frauen hat für mich an Bedeutung verloren. Ganz ehrlich, ich bin für dieses "Rumgehure" etc. einfach nicht gemacht, weil es Chaos in mein sonst so gut organisiertes Leben bringt. Das klingt außerordentlich langweilig, aber ich habe mir damit viel Stress erspart und ziemlich klare Regeln. Ich bin ein guter Single in Form von "ich bekomme mein Leben auch gut ohne Frauen auf die Reihe" und ich bin auch gut in Beziehungen, wobei das ein Aspekt ist, an dem ich trotzdem weiter arbeiten muss. Mein Ziel in Sachen Frauen war immer, dass ich früher oder später eine Familie gründen möchte. Auch wenn dieser Wunsch nicht immer gegenwärtig war, so wollte ich es unterbewusst trotzdem. Mittlerweile bin ich in einem Alter, in dem ich die Frauen extrem genau prüfe, ob sie meinen Ansprüchen genügen und meine Freundin hat genau das erfüllt. Ob das funktionieren wird? Keine Ahnung! Aber ich werde es probieren. Wichtig ist für mich, dass ich mich weiterhin entwickle und meinen Weg weitergehe. Das ist nämlich das Hauptproblem der meisten hier, wenn sie in Beziehungen kommen. Sie hören auf an sich zu arbeiten, sie hören auf die Frau verführen zu wollen und sie verlieren ihre Ziele aus den Augen. Ich habe das selbst oft genug erlebt, weshalb ich da sehr aufmerksam bin und mein Leben bewusst vorantreibe. In der Dokumentation über die Klitschkos wird genau das gesagt: schaffst du es in der Kampfvorbereitung deine Frau von der Bettkante zu stoßen? Schaffst du es dich zu motivieren? Da hatte ich immer meine Probleme. Das wird jetzt besser. Denn letzten Endes, und das klingt jetzt wieder total unromantisch, aber euere Ziele werden bleiben, eure Frauen evtl. nicht. Da muss man dann schon die richtigen Prioritäten setzen. Was nicht heißt, dass ihr eure Frauen vernachlässigen sollt. Ich denke ihr versteht was ich meine.
  15. Liebe Leser, ich habe mir für diesen Beitrag ein wenig Zeit gelassen. Zum einen war ich mit meinen Prüfungen des Sommersemesters beschäftigt, andererseits wusste ich nicht so richtig, wie ich die verschiedenen Themen, die mich aktuell beschäftigen, in die richtige Form bringen kann. Das heutige Thema habe ich schon öfter auf die eine oder andere Art und Weise behandelt, aber es ist zuletzt immer wieder in Büchern die ich gelesen habe aufgetaucht und deckt sicht ebenfalls mit meinen persönlichen Erfahrungen der letzten Jahre, was den Erfolg im Leben, wie auch immer ihr das für euch definiert, betrifft. Ich sehe es immer wieder, egal ob hier im Forum oder in meinem eigenen Leben: wir entdecken Themen die uns interessieren, Lebensbereiche an denen wir arbeiten wollen und beginnn Pläne zu schmieden. Soweit ist das ist alles gar eine gute Sache. Die Planungen beanspruchen viel Zeit und es macht auf jeden Fall Sinn sich Ratschläge bei Menschen zu holen, die besser sind, die den gleichen Weg schon beschritten haben und die euch helfen können Fehler zu vermeiden. Doch was kommt dann? In vielen Fällen folgt der anfänglichen Euphorie ein harter Aufprall mit der Realität und der Erkenntnis, dass es ein schwerer Weg wird. An dieser Stelle scheitern die meisten Menschen, begnügen sich zeitweise mit dem was sie haben, nur um dann wieder mit Planungen zu beginnen. Ein Teufelskreis. Über Jahre ging es mir genau so. Ich sah die Probleme, ich wollte mein Leben verändern und doch scheiterte ich immer wieder. Heute weiß ich, dass es nicht an den Plänen gelegen hat. Meine Ideen waren richtig, meine Pläne ausgefeilt, aber geschafft habe ich es erst als ich die wohl wichtigste Eigenschaft gelernt hatte: Disziplin! Vor ein paar Wochen sprach ich mit einer guten Freundin über meine Pläne und meine To-Do-Liste für die Klausurphase. Sie meinte nur "es ist krass, dass du das alles so durchziehst" worauf ich meinte, dass ich einfach einen ziemlich guten Plan hätte. Dieses Gespräch ging mir nicht aus dem Kopf. Auch weil sie erwiderte, dass sie auch immer gute Pläne hätte, es aber meistens an der Umsetzung scheitern würde. Eines Abends, ich saß entspannt auf dem Balkon und dachte nach, hatte ich die Erkenntnis: Es ist nicht mein Plan und das ich außerordentlich gut organisiert bin, sondern es ist die Disziplin, die mich besser macht, als vermutlich 80% meiner Kommilitonen (80%, weil ich Fan der Pareto-Regel bin). Ja, Sätze wie "du musst diszipliniert sein" sagen sich leicht. Ich gehe davon aus, dass ihr alle Ziele habt. Egal ob es um Frauen, Geld, Fitness geht, egal was euch antreibt. Ja, ich glaube sogar, dass viele von euch danach streben Erfolg zu haben der weit über den des Durchschnitts hinaus geht. Aber seid ihr auch bereit über eure Grenzen zu gehen? Seid ihr bereit die Kompromisse zu machen, die es braucht um wirklich gut zu werden? Seid ihr bereit den Weg zu gehen, auch wenn es mal keinen Spaß macht und ein Hindernis auf andere folgt? Ich stelle mir diese Fragen. Besonders in den letzten Wochen waren sie immer wieder in meinem Kopf. Die Antwort ist ganz ehrlich, dass ich nicht immer bereit bin. Ich mache deutlich mehr als meine Kommilitonen. Während sie ihren Sommer faul in der Sonne verbringen nutze ich die Zeit um mir die Fähigkeiten und das Wissen anzueignen, zu dem ich während des Semesters oft keine Zeit habe. Ich beschwere mich nicht. Der Weg ist selbst gewählt und jeden Abend, wenn ich in mein Bett gehe bin ich glücklich, weil ich weiß das der Tag mich wieder einen Schritt weiter gebracht hat. Was ich sagen will: geht in euch, stellt euch eure Zukunft vor und arbeitet härter als jeder andere in eurem Umfeld. Dann werdet ihr früher oder später Erfolg haben. Das bringt mich zum weiteren Punkt: Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit. Speziell wenn ihr jeden Tag an eurem Projekt arbeitet werdet ihr irgendwann eine Phase haben in der ihr keine Lust mehr habt und da wird sich zeigen, wie sehr ihr es wollt und ob ihr bereit dazu seid den harten Weg zu gehen oder am Ende doch wieder auf den bequemen Weg zurück kehrt. Für mich sind diese beiden Eigenschaften, Hartnäckigkeiten und Durchhaltevermögen, ein Gut, das in unserer Generation selten geworden ist. Oh, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich über die Formulierung "unserer Generation" aufrege, ich hasse diese Verallgemeinerungen speziell wie sie immer wieder auf Beziehungsunfähigkeit gemacht wird, aber das ist ein anderes Thema. Die Welt ist heutzutage sehr schnelllebig. Das Internet hat natürlich dazu beigetragen. Dazu kommt, dass uns nahezu alle Möglichkeiten offen stehen. Diese Voraussetzungen tragen dazu bei, dass es ein Leichtes ist die eigene Meinung und den eigenen Weg zu ändern sobald Schwierigkeiten auftauchen. Viele Menschen machen das so und fragen sich dann, warum sie immer so gestresst sind oder warum es mit der Beziehung wieder nicht geklappt hat. Dabei hätten sie es einfach nur durchziehen müssen. Guckt euch die Biografien erfolgreicher Persönlichkeiten an. Kaum jemand hätte sein Ziel erreicht, wenn er bei den ersten Problemen aufgegeben hätte. Im Gegenteil, ohne diese Menschen, die bereit waren es durchzuziehen, würden wir jetzt wohl noch in Höhlen leben und uns gegenseitig mit Steinen bewerfen. Auch beim Thema Frauen werden euch Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit weiterhelfen. Auch hier ein Beispiel aus meinem Leben. In vorherigen Beiträgen habe ich mal von einer Frau aus der Nachbarschaft geschrieben mit der ich was hatte, die Signale stimmten, sie mir aber einen Korb gegeben hatte. Ihr Korb war für mich ein "Nicht jetzt, aber irgendwann". Für mich wäre es ein Leichtes gewesen sie zu "nexten" und mir ein neues Ziel zu suchen. Allerdings war ich davon überzeugt, dass diese Frau es wert wäre abzuwarten bis die Zeichen besser stehen würden. Für mich war es eine große Herausforderung die Füße still zu halten. Es gab Situationen in denen ich am liebsten alles hingeschmissen und aufgegeben hätte, aber tief in mir drin wusste ich, dass ich mit etwas Geduld eine zweite Chance bekommen würde und genau so kam es dann auch. Irgendwann nahm ich den Kontakt wieder auf, wir sahen uns. Es waren immer Freunde dabei, aber ich spürte, dass da noch immer irgendwas war. Beispielsweise wurden die Umarmungen beim Abschied von Mal zu Mal länger und irgendwann standen wir da, blickten uns in die Augen und hätten uns wohl geküsst, wenn nicht ein halbes Dutzend Freunde dabei gewesen wäre. Wenige Tage später trafen wir uns zu zweit, küssten uns und sind mittlweile in einer Beziehung. Für mich hat es sich gelohnt hartnäckig zu bleiben und auf meine Chance zu warten. Wichtig ist natürlich dabei nach links und rechts zu gucken und sich trotzdem zu hinterfragen. Eine Sache durchzuziehen nur um sie durchgezogen zu haben ist eben auch sinnlos. Dabei können euch eure Pläne dann wieder helfen und den Punkt zeigen, an dem es besser ist weiterzuziehen. Was ihr letztlich aus diesem zweiten Teil des Beitrags mitnehmen sollt: zieht euer Ding durch, steht zu dem was ich machen wollt, seid hartnäckig und zieht weiter, wenn ihr sicher seid, dass ihr alles gegeben habt und es sich nicht lohnt weiter zu kämpfen. Bis die Tage, The_Phoenix