The_Phoenix

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Über The_Phoenix

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  1. Liebe Leser, in meinem letzten Beitrag habe ich angekündigt, dass ich hier in Zukunft über meinen neuen Lebensstil schreiben werde. Etwas zu Vorlaut dachte ich, dass das Thema „Ziele setzen“ mein Einstieg in diesen neuen Abschnitt sein würde. Bevor wir uns aber in die tiefen und die konkrete Umsetzung stürzen, möchte ich euch noch die Philosophie bzw. Idee, die hinter meinem Wandel steckt vorstellen und es für euch vielleicht auch ein bisschen leichter machen zu entscheiden, ob ihr die ganze Geschichte verfolgen wollt oder eben nicht. Wieso mache ich das überhaupt? Nun, diese Frage habe ich im letzten Beitrag schon umrissen, möchte sie aber noch mal aufgreifen. Vor ein paar Jahren saß ich in meinem WG-Zimmer und fragte mich, ob das wirklich alles sein sollte. Mein Leben war ständig in Bewegung und nach kurzen intensiven Hochphasen folgten genau so intensive Tiefphasen. Dazu hatte ich das Gefühl mein Leben einfach nicht „auf die Reihe zu bekommen“. Um genau zu sein hatte ich dieses Gefühl schon sehr lange und war immer wieder daran gescheitert mein Leben nachhaltig zu verändern. Doch an diesem einen Tag vor relativ genau drei Jahren beschloss ich mein Leben komplett zu ändern. Von einem Tag auf den anderen begann ich zu meditieren, intensivierte meine Trainingsgewohnheiten und suchte nach Möglichkeiten mein Leben ein wenig besser und vor allen Dingen auch lebenswerter zu machen. Den Weg den ich dabei gegangen bin könnt ihr in den Blog-Einträgen der letzten Jahre verfolgen. Nun ist es bzw. war es seit einigen Monaten so, dass ich das Gefühl hatte meine Entwicklung würde stagnieren. Klar, das ist Teil des Prozesses, das sehe ich genauso. Dennoch war mir auch bewusst, dass ich in irgendeiner Form den nächsten Schritt machen will, ich wusste blos nicht so ganz genau was der nächste Schritt ist. Die Suche nach dem Weg war frustrierend. Ja, ich habe meine Ziele, ich arbeite an meinem Erfolg und gehe den Weg den ich begonnen habe auch weiter, aber es fehlt der „Kick“, das Besondere. Es ist also wäre ich in meiner eigenen Matrix und Routine gefangen. Änderungen an der Routine hatten nicht die erhofften Auswirkungen und so trieb ich letztlich so vor mich hin. Vor einigen Tagen hatte ich dann wieder so ein Aha-Erlebnis, wie vor drei Jahren: ich wollte die Ideen und Erfahrungen der letzten Jahre mit den Erkenntnissen aus den zahlreichen Büchern verbinden und daraus einen Lebensstil, eine Lebensphilosophie oder was auch immer kreiieren, die all das verbindet, aber eben auch nach außen gerichtet ist und anderen die Möglichkeit gibt von den Erfahrungen zu profitieren. Folgend werde ich auf einige Lebensbereiche bezogen meine Ideen in Kurform vorstellen und ein wenig Licht in meine Ankündigung bringen. Anmerken möchte ich dabei noch, dass noch nicht alle Bereiche perfekt ausgearbeitet sind. Im Gegenteil, ich hoffe dass wir durch gemeinsame Diskussionen meine Ideen bzw. die Ideen die ich zusammengefügt habe, noch verbessern können. Falls ihr also Kritik oder Anregungen habt: schreibt mir eine Nachricht oder kommentiert die Beiträge. So können wir glaub ich etwas ziemlich cooles schaffen! Zeitliche Ausrichtung Ein der wesentlichen Aspekte meiner Ideen ist von der langfristigen Ausrichtung weg zu kommen und sich eher mittelfristige und kurzfristige Ziele zu setzen. Diese Idee kommt daher, dass ich auf der Suche nach meiner Mission und Lebensvision zu dem Ergebnis gekommen bin, dass nur die wenigen so einen klaren Langzeitplan haben, wie Elon Musk mit der Besiedlung des Mars oder der junge Mark Zuckerberg mit der Veränderung der Kommunikation. Dazu kommt, dass einige philosophische Bücher meiner Meinung nach zurecht darauf hinweisen, dass wir, wenn wir lange Zeit voraus planen, ein bisschen unsere Sterblichkeit verdrängen und Kraft und Gedanken in eine Zukunft stecken, die wir vielleicht gar nicht erleben werden. Das mag pessimistisch klingen, halte ich aber für verdammt sinnvoll: Warum viel Zeit und Planung in eine ungewisse Zukunft stecken, wenn wir versuchen können unseren Alltag so zu verbessern, dass wir jeden Tag ins Bett gehen und denken „FUCK YEAH! Das war ein geiler Tag!“. Weiterer Aspekt der für eine kurzfristigere Zeitliche Ausrichtugn spricht ist, dass langfristige Ziele unsere Sicht einengen und dafür sorgen, dass wir sich bietende Möglichkeiten, die nicht in unsere langfristigen Ziele passen, vielleicht gar nicht wahrnehmen und damit die Chance verpassen ein noch besseres Leben zu führen. Es wird also mehr darum gehen einen guten Alltag zu schaffen, sich Routinen und tägliche Abläufe zu erstellen, die ein optimales, aber glückliches Leben ermöglichen. Dazu gehört dann auch zu lernen Entscheidungen zu treffen, was wichtig ist im Leben, die richtigen Prioritäten zu setzen und sich das Leben auf lange Sicht einfacher zu machen. Gesundheit Ein optimales, aber glückliches Leben ist auch das was ich im Gesundheitsbereich anstrebe. In den letzten Jahren habe ich viel Zeit damit verbracht nach körperlichem und geistigem Optimum zu streben. Dies war bisher immer darauf bezogen die bestmögliche Leistung erbringen zu können. Mittlerweile verfolge ich einen anderen Ansatz: ich möchte mein Optimum erreichen, was den Wohlfühlfaktor betrifft. Ein Beispiel: Über die letzten zwei Jahre habe ich mich intensiv mit Fitness beschäftigt, Masse aufgebaut und das volle Programm durchgezogen. Bis mir letztens, als ich Fett abbauen wollte feststellte, dass das Streben nach mehr Kraft, mehr Gewicht etc. mir eigentlich gar nicht gut getan hat und ich mich mit weniger Gewicht viel wohler gefühlt habe. Mit jedem Kilo das ich abgenommen habe ging es mir besser, ich wurde wieder aktiver, schlief besser und verlor ein Stück der aufgebauten Trägheit. Dazu kam, dass ich mir bei weniger Gewicht auch weniger Gedanken um mein Essen machen muss, weniger aufs Klo gehen muss (ist ein simpler Grund aber für mich relevant gewesen) und somit meine Lebensqualität durch das geringere Gewicht deutlich angestiegen ist. Damit möchte ich nicht sagen, dass man nicht auch seine Komfortzone verlassen muss um Fortschritt zu erreichen, im Gegenteil, aber ich glaube eben auch, dass man Selbstoptimierung mit Ziel des besten Wohlbefindens mit der bestmöglichen Leistungsfähigkeit betreiben sollte und nicht versuchen sollte nur die beste Leistung zu erreichen und dann ausgelaugt und ausgebrannt zu sein. Ziel ist dabei auch sich selbst möglichst gut kennenzulernen und herauszufinden welche Tätigkeiten, Eigenschaften und Angewohnheiten dazu führen, dass die Lebensqualität und die Leistung gleichermaßen steigen. Arbeit Ein wichtiger Kernapsekt ist die Arbeit bzw. das Erreichen von Meisterschaft und hoher Qualität in dem was man tut. Hier wurde ich stark von Cal Newports Büchern beeinflusst (Deep Work und So good they can‘t ignore you). Ziel ist es mit hoher Intensität zu leben, die Ablenkungen, z.B. durch soziale Medien, zu reduzieren und gut und konzentriert zu arbeiten. Dieses Arbeitsverhalten kann man natürlich auch auf andere Lebensbereiche übetragen. Wichtig ist hierbei, wie in allen anderen Bereichen auch die Qualität über die Quantität zu stellen, also nicht möglichst viele Stunden zu arbeiten, sondern möglichst viele Stunden mit möglichst guter Konzentration zu arbeiten. Innere Einstellung Hier orientiere ich mich stark an Marcus Aurelius, Seneca und weiteren Stoikern. In gewisser Weise wird auch Eckhart Tolle eine Rolle spielen. Letztlich geht es darum im Augenblick zu leben, bewusst zu leben, im Einklang mit der Welt zu leben und Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann. Dazu möchte ich erreichen, dass meine emotionalen Hochs, nicht mehr ganz so hoch sind, dafür aber auch Tiefs nicht mehr ganz so tief. Denn die Erfahrung hat gezeigt, je besser es mir ging und je erfolgreicher ich war, desto schmerzhafter waren die schlechten Phasen. Es geht also auch um Kontinuität. Sozialleben Auch hier gilt das Motto: Qualität über Quantität. Zu Beginn des Studiums habe ich viele neue Leute kennengelernt. Es war eine spaßige Zeit, die aber auch dazu geführt hat, dass ich zu viel zeit mit Menschen verbracht habe, die mir nicht gut getan haben. Seit einiger Zeit verfolge ich deswegen die Strategie einige wenige Beziehungen sehr intensiv zu pflegen und dabei zu versuchen hin und wieder neue Menschen kennen zu lernen, dies aber weitestgehend oberflächlich zu lassen (z.B. Small Talk im Supermarkt etc.). So lerne ich trotzdem neue Menschen kennen, habe meinen sozialen Umgang und verbessere die sozialen Fähigkeiten, habe aber auch ein extrem stabiles Umfeld mit Menschen auf die ich mich 100%ig verlassen kann. Hobbys & Freizeit Dieser Bereich spielt natürlich auch ein bisschen mit den Bereichen Arbeit und Zielsetzungen zusammen. Es geht darum die Zeit mit den richtigen Dingen zu verbringen. Wir Menschen neigen nun mal dazu Wesen zu sein, die sich für tausende Dinge interessieren können, aber am Ende nur wenige machen. Ich möchte also die richtigen Entscheidungen treffen und sehen, dass ich meine Freizeit so nutze, dass sie mir Mehrwert bietet, aber eben auch ein guter Gegenpol zur intensiven Arbeit ist. Zielgruppe Dieses Vorgehen und die Ideen richten sich meiner Einschätzung nach an Menschen, die feste Strukturen im Leben haben wollen und nicht den „Ich reise um die Welt und lebe in den Tag hinein“-Lebensstil führen wollen. Es richtet sich an Menschen, die wirklich richtig gut in dem werden wollen was sie tun und sich von dem Möchtegern-Gelaber, mit dem man täglich auf Instagram, Youtube und anderen sozialen Medien konfrontiert wird, distanzieren wollen. Abschließende Worte So, der ganze Beitrag hat jetzt schon eine beträchtliche Länge, ist aber im Grunde genau so geworden, wie ich ihn mir gewünscht habe. Ich hoffe, dass der eine oder andere von euch jetzt interessiert ist und mich auf diesem Weg begleiten wird. Wie schon gesagt freue ich mich über jegliches Feedback. Bis die Tage, The_Phoenix
  2. Wann und wie ich lese hängt von den Büchern ab. Sachbücher lese ich gerne tagsüber, weil ich mich da mehr konzentrieren muss und mir Notizen mache. Romane etc. lese ich lieber abends zum Abschalten (anstatt mich vor den Fernseher zu setzen oder an der Konsole zu zocken). Mittlerweile wende ich dazu auch ein bisschen die Routinen von Cal Newport aus dem Buch "Deep Work" an, was bewirkt dass ich mit deutlich höherer Intensität und damit auch einfach schneller lese und mir dennoch die Inhalte besser merken kann. Bspw. habe ich vor ein paar Wochen einen Roman mit 360 Seiten in knapp 90 Minuten gelesen und könnte dir noch heute genau die Handlung wiedergeben.
  3. Liebe Leser, über die letzten Monate habe ich mich häufig beschwert, dass ich eine Veränderung an meinem Leben vornehmen möchte, aber nicht genau sagen kann in welche Richtung es gehen soll. Wie so oft stellte sich heraus, dass die Lösung direkt vor meiner Nase war und ich mit Geduld und Vertrauen in die Zukunft mir den Stress hätte ersparen können, der durch das "Gegenankämpfen" gegen die aktuelle Situation entstand. Ich habe beschlossen alle Ergebnisse, Erfahrungen und Methoden, die sich im Laufe der vergangenen Jahre durch Bücher, Gespräche und persönliche Erfahrungen angesammelt haben zusammenzufügen und daraus einen Lebensstil zu kreieren, der für mich Maßgeschneidert ist und alle Aspekte umfasst mit denen ich mich über die vergangenen Jahre beschäftigt habe. Da ich kein großer Fan der Selbstbeweihräucherung amerikanischer Persönlichkeitsentwicklungs- und Selbsthilfebücherautoren bin, die gerne ihre eigene Methode als die einzig sinnvolle und richtige Methode darstellen, möchte ich an dieser Stelle direkt vorab sagen, dass die Ergebnisse natürlich nicht jedermanns Sache sein werden und ich nicht sage, dass das Lesen der weiteren Blogs euch zwingend dabei helfen wird eure Lebensqualität zu verbessern. Jedoch glaube ich, dass jedes Stück Text, wenn man es mit einer ausreichenden Ernsthaftigkeit betrachtet, einen Mehrwert für das eigene Leben bieten kann, selbst wenn es nur dadurch ist, dass man merkt, dass man die Dinge nie im Leben so machen möchte wie der Autor des Text und das der Autor möglicherweise einen an der Klatsche hat. Nach all dem Hin und her in der jüngeren Vergangenheit, den zahlreichen Ideen zu deren Umsetzung es dann doch nicht kam, freue ich mich richtig auf dieses neue Projekt und hoffe auf Möglichkeiten des Austausches. Im ersten Beitrag wird es, wie sollte es anders sein, um die Zielerreichung bzw. das Setzten von Zielen gehen. Das ist der grundlegende Schritt den man immer machen muss: Denn wer das Ziel nicht kennt wird auch den Weg zum Ziel nicht finden. Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende und möchte abschließend noch darauf hinweisen, dass wir noch immer ein zusätzliches Mitglied für unsere Mastermind-Gruppe (siehe letzter Blogeintrag) suchen. Falls ihr Bock drauf habt: meldet euch! Bis die Tage, The_Phoenix
  4. Hallo zusammen, vor ein paar Wochen haben ein Freund und ich beschlossen eine Mastermind-Gruppe zu gründen, angelehnt an die Idee von Napoleon Hill im Buch "Think and grow rich". In den letzten Wochen haben wir, da wir uns vorher auch nicht kannten, ein bisschen getestet ob das für uns funktioniert und haben jetzt Lust min. eine weitere Person in der Gruppe aufzunehmen. Thematisch geht es dabei weniger um Frauen, sondern um allgemeine Themen, die uns beschäftigen: Networking, Karriere, Bücher, Urlaub, Fasten... alles ist möglich. Mir persönlich gefällt sehr gut an der Gruppe, dass ich mich mit jemandem austauschen kann der nicht direkt aus meinem Umfeld kommt und so auch einen anderen persönlichen Hintergrund hat. Die Gespräche sind für mich immer sehr motivierend und da wir sie bisher sonntags abends via Skype gemacht haben, waren sie bisher auch immer eine gute Motivationshilfe für die anstehende Woche. Falls ihr Interesse habt euch zu beteiligen schreibt mir doch einfach eine kurze Nachricht. Spezielle Anforderungen haben wir nicht, es wäre aber trotzdem schön, wenn ihr in eurer Nachricht zumindest kurz eure Motivation für die Teilnahme an der Gruppe beschreiben könntet. Ich freue mich auf eure Nachrichten. Bis die Tage, The_Phoenix
  5. Liebe Leser, am Wochenende habe ich mich entschlossen einen Schritt zu gehen, der schon lange in meinem Kopf war und von dem ich wusste, dass er notwendig sein würde: ich habe meinen Social Media Konsum auf das minimale Level eingestampft. Okay, ich habe es nicht innerhalb eines Wochenendes gemacht, aber es war der letzte Schritt. Ihr fragt euch wahrscheinlich warum ich das gemacht habe und welchen Nutzen ich mir davon verspreche. Ihr sollt die Antworten bekommen. Beginnen möchte ich mit meinem generellen Nutzungsverhalten, wie es mal gewesen ist. Ich war immer großer Fan von sozialen Medien. Die nahezu Echtzeit, in der mich Nachrichten erreichten, die Inspiration die ich finden konnte und in gewisser Weise auch die Zerstreuung, die es mir geboten hat. Wenn wir die jüngeren Anfänge (die VZs) weg lassen, habe ich vor 7 oder 8 Jahren damit begonnen soziale Medien regelmäßig zu nutzen. Anfangs waren es Blogs, mein Mitteilungsbedürfnis war scheinbar sehr groß, später dann Facebook, anfangs sehr aktiv, eine Zeit lang Twitter und dann irgendwann auch Instagram und Jodel. Alles schön und gut, klingt jetzt noch nicht so dramatisch. Mit Twitter ging es dann irgendwann zurück, weil ich einfach nicht mehr wusste, welchen Mehrwert es mir bringen sollte. So wurde ich erst zum passiven Nutzer und irgendwann nutze ich es gar nicht mehr. Bei Facebook war das anders. Als ich mich am Wochenende durch meine Vergangenheit scrollte und dabei alle Einträge auf meiner Chronik löschte, wurde mir erst bewusst, dass ich a) unglaublich aktiv gewesen bin und b) ich mit vielen Inhalten einfach nicht mehr in Verbindung gebracht werden wollte. Daher dann auch der krasse Schritt alles zu löschen. Die Idee ist ganz einfach: wenn ich nicht mehr vermute, dass es interessanten Inhalt gibt, dann nutze ich die Seite nicht mehr und verbringe nicht mehr die Zeit damit durch den Newsfeed zu scrollen und zu hoffen, dass sich irgendwann mal was Spannendes findet. Ja, ich habe auch erst gedacht, dass das schon komisch sein würde und das ich ja so viele spannende Artikel über Facebook gefunden habe. Eine leise Stimme in meinem Hinterkopf fragte aber: waren die Artikel wirklich so spannend? Bringen dich die Inhalte wirklich weiter? Die Antwort lautete ganz klar NEIN! Was also machen? Den Account ganz löschen möchte ich nicht, weil ich ihn noch zur Kommunikation, speziell über Uni-Themen nutze und es für die Vernetzung am einfachsten ist. Dafür beschloss ich aber mich selbst aus dem Staub zu machen, selbst nicht mehr zu posten, meine Chronik zu sperren und jegliche Form der Ablenkung durch Facebook runter zu schrauben. Der eine oder andere von euch wird jetzt einwerfen, dass ich doch einfach ein Browser-Plugin nutzen könnte, dass bestimmte Seiten sperrt, wenn ich produktiv sein will. Damit habe ich angefangen, wollte dann aber den nächsten Schritt machen. Mich von Jodel zu trennen war leicht. Die Jodel gingen mir nur noch auf die Eier und es war wirklich eine Erleichterung die App nicht mehr zu haben. Bleibt noch Instagram. Da hatte ich immer versucht aktiver zu werden, Follower zu bekommen und war entsprechend auch ein bisschen emotional involviert. Dazu kommt, dass man mit den Leuten denen man selbst folgt auf eine gewisse Art und Weise ja auch eine „Beziehung“ hat. Man bekommt mit was in ihrem Leben passiert, man motiviert sich durch Bilder von Sportlern etc. Doch, und das war letztlich der entscheidende Punkt: Instagram zerstört die Wahrnehmung und die Konzentration. Durch das scrollen durch den Feed oder das Ansehen von Bildern und Videos in den Storys wird die Aufmerksamkeit immer wieder für Sekunden auf eine Sache gelenkt, bevor dann schon das nächste kommt… und dann will man sich hinsetzen und konzentriert arbeiten. Das funktioniert eher schlecht. Also habe ich die App auch deinstalliert. Zusätzlich habe ich alle Benachrichtigungen auf meinem Smartphone ausgestellt und mir einen genauen Plan gemacht, wann ich meine Mails ansehe. Das Ergebnis: ich bin viel ruhiger und entspannter. Ich gucke nicht mehr alle paar Minuten auf mein Handy. Ich rege mich nicht mehr über Kommentare bei Facebook auf. Ich vermisse die Nutzung nicht. Bei keiner einzigen Plattform. Stattdessen lese ich noch konzentrierter, lerne konzentrierter und merke wie mein Gehirn sich deutlich besser entspannen kann. Wenn ich dann beim Lernen noch Ohropax in die Ohren mache, bin ich wie im Tunnel. Das ist ein geiles Gefühl und wird mir auf Dauer helfen noch besser zu werden. Falls ihr noch mehr dazu erfahren wollt, kann ich euch das Buch „Deep Work“ ans Herz legen. Das hat mir in Sachen Produktivität und Qualität des Lernens und Arbeitens unglaublich viel geholfen. Ob ich irgendwann wieder soziale Medien nutzen werde? Vielleicht, wenn ich selbst gute Inhalte erstellen kann. Dazu muss ich jetzt aber erst mal meinen Weg gehen und dazu brauche ich meine Ruhe. Aber wenn so wenige Tage ohne, mein Leben gefühlt schon so viel besser machen, warum sollte ich dann überhaupt wieder anfangen? Bis die Tage, The_Phoenix
  6. Danke für den Tipp. Werd ich mir mal ansehen.
  7. Liebe Leser, in meinem letzten Beitrag habe ich euch davon berichtet, dass ich in einer Phase steckte, in der ich faul war, versuchte zu regenerieren und überlegte, wie mein Leben weitergehen soll. Heute möchte ich euch berichten, wie es danach bei mir weitergegangen ist, welche Schlüsse ich gezogen habe und was jetzt die nächsten Schritte sind. Da ich seit einiger Zeit das Ziel verfolge jeden Monat drei Bücher zu lesen und mir auf im vergangenen Halbjahr das Lesen großen Mehrwert geboten hat, möchte ich euch auch heute, wie schon im ersten Teil, einen Einblick in die Bücher geben, die ich gelesen habe. Die mit * gezeichneten Bücher, sind meiner Meinung nach absolut lesenswert. Falls ihr zu einzelnen Büchern genauere Rezensionen haben wollt oder euch interessiert welchen Mehrwert ich aus ihnen gezogen habe, schreibt mir doch bitte eine PN oder kommentiert diesen Beitrag. Das Lied von Eis und Feuer 9 und 10 Keith Ferrazzi – Never Eat Alone (Networking) Dale Carnegie – How to make friends and influence people* Eckhart Tolle- Eine neue Erde* John Dickie – Cosa Nostra Hofmann/ Löhle –Erfolgreich lernen Spieltheorie für Dummies Monika Scheddin – Erfolgsgeheimnis Networking Tolkien – Briefe vom Weihnachtsmann Krengel –Golden Rules Melville – Moby Dick* Bud Spencer – Was ich euch noch sagen wollte Newport – Deep Work* Branden – Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls* Brynjolfsson/McAfee – Race against the machine* Ryan Holiday – Ego is the enemy* Ryan Holiday – The obstacle is the way* Puett/ Gross-Loh - The Path* Aktuell lese ich: Seneca – Seneca’s Letters from a stoic* Hawkins – Letting go* Speziell die Bücher von Ryan Holiday und die philosophischen Bücher (Seneca, „The Path“) waren für mich außerordentlich interessant. Sie machten mir bewusst, dass ich meine Ziele zu langfristig angesetzt habe. In „The Path“ wird das Beispiel genannt, dass man das Leben wie ein Farmer sehen sollte. Man „säht“ seine Eigenschaften und Interessen und guckt welche sich entwickeln und welche nicht. Wer lange sich langfristige Ziele setzt schränkt seine eigene Entwicklung auf den Bereich ein, auf den er fokussiert ist. So ging es mir zumindest. Ich habe meine kurzfristigen Ziele immer so gesetzt, dass ich den nächsten Schritt zu den langfristigen Zielen gemacht habe. Das ist auch nicht zwingend verkehrt, aber ich habe mir dadurch den Blick über den Tellerrand hinaus genommen. Deswegen war es in den Ruhephase für mich wichtig Abstand zu dem zu gewinnen, was ich in den letzten Jahren gemacht habe und möglichst objektiv zu erkennen, was alles möglich sein könnte. Das ist nicht so einfach. Meine Erkenntnis war dabei auch, dass ich letztlich nicht mehr so weit voraus planen sollte. Es erzeugte enormen Druck, wenn ich meine Ziele erreichte, aber wusste, dass noch ein langer Weg vor mir liegt. Ich konnte die Erfolge nicht richtig genießen. Zudem weiß man nie, ob man die Träume, die man sich langfristig erfüllen will, wirklich erfüllen kann, also ob man überhaupt noch 10, 20 oder 30 Jahre lebt. Das klingt so pessimistisch, hat mich aber zu dem Entschluss gebracht immer nur noch den nächsten und den übernächsten Schritt wirklich konkret zu planen. Es ist eine Erleichterung. Zusätzlich habe ich meine Routinen fast einen ganzen Monat ausgesetzt und jede einzelne und jeden einzelnen Schritt kritisch hinterfragt. Ergebnis war, dass ich zwar körperliche, geistige und universitäre Aspekte gut kontrollieren konnte und integriert habe, dass ich aber wenig Wert auf soziale und charakterliche Entwicklung gelegt habe. Nun ist es natürlich schwierig das Verhalten im Umgang mit Menschen richtig zu messen und sich Ziele zu setzen, dass ich aber eine meiner Ziele. Beispielsweise hat Dale Carnegie im oben genannten Buch unterschiedliche Regeln aufgestellt, welche ich nach und nach in mein Leben integrieren möchte. Ähnlich verhält es sich mit anderen Eigenschaften, die ich in anderen Büchern als sinnvoll entdeckt habe. Diesen Aspekt meines Lebens weiterzuentwickeln ist für mich sehr wichtig geworden (konkretere Beispiele folgen in den nächsten Wochen). Kurze Anmerkung: wenn ihr Bücher lest, speziell Sachbücher, macht euch Notizen. Es wird so viel leichter im Nachhinein die wichtigsten Punkte zu wiederholen und sich vor Augen zu führen, was an ihnen so wichtig ist. Ich habe mir jetzt ein Dokument angelegt, in dem ich die wichtigsten Erkenntnisse aller Bücher noch mal zusammenfasse. Dieses Dokument hat einen unbeschreiblichen Wert für mich. Seit wenigen Stunden bin ich zurück von meinem Osterbesuch bei den Eltern. Nach 1,5 Wochen nahezu ohne Internet und mit Abstand zu meinem „normalen“ Leben, fühle ich dieses Kribbeln in mir. Ich habe Bock, ich bin wieder motiviert. Ich habe dieses Gefühl im Bauch, dass ich jetzt wieder alles erreichen kann, wenn ich bereit bin die Arbeit reinzustecken. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Seneca: In dem Sinne: versucht das Beste aus jedem Tag zu machen. Ich für meinen Teil werde es versuchen. Bis die Tage, The_Phoenix
  8. Liebe Leser, ich habe mich zuletzt wieder ein bisschen rar gemacht. Anfangs war das in der aufkommenden Prüfungsphase begründet, hinterher brauchte ich ein bisschen Pause. Nein, ich brauchte mehr als Pause, ich musste mal die Beine hochlegen und nichts tun. Die unter euch, die ebenfalls ein sehr aktives Leben führen, werden wissen wie schwierig es ist die Füße mal so richtig still zu halten. Normalerweise bin ich auch ein Freund „aktiver Regeneration“, also die freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Dieses Mal war es anders, weil ich schlichtweg ausgebrannt gewesen bin. Die letzten 18 bis 20 Monate waren das absolute Limit was Belastung betrifft. Kein richtiger Urlaub und so gut wie gar keine längeren, freien Zeiten, selbst in den Semesterferien. Resultat waren mitunter auch körperliche Beschwerden. Für mich gab es nur diesen einen Ausweg: Komplett die Systeme runterfahren. Wieder Zufall es so wollte, hatte ich sowieso schon lange vorgehabt von PS3 auf PS4 aufzurüsten. Der Zeitpunkt war dafür perfekt. Also legte ich die Beine hoch, zockte, las viele Bücher (über Philosophie, dazu aber die Tage mehr) und ließ die Seele baumeln. Anfangs war ich wirklich platt und jeden Tag schien ich ein wenig platter zu werden. Die Luft war raus, ich war müde und träge. Das passte mir so gar nicht. Ja, es war schön nichts zu tun, aber im Hinterkopf spukten die kleinen Geister, die mir immer wieder zuflüsterten, dass ich doch so viel machen könnte. Auch wenn es Jammern auf hohem Niveau ist, das ist eines der Probleme der Persönlichkeitsentwicklung und eines starken inneren Antriebs: Phasen in denen es ruhig ist lassen sich schwer ertragen. Rational war mir durchaus bewusst, dass nach knapp 80 stressigen Wochen, eine einzige Woche zur Regeneration nicht ausreichen würde. Klingt vielleicht merkwürdig, aber es erforderte ein gewisses Maß an Disziplin es nicht zu übertreiben und die Füße still zu halten. Dazu kam, dass ich mir, was ich anfangs noch nicht wusste, einen Wirbel blockiert hatte und aufgrund der Rückenschmerzen keinen Sport machen konnte. Mit Lösen der Blockade im Rücken durch meinen Orthopäden, ging es langsam wieder aufwärts und ich merke, wie ich von selbst wieder aktiver wurde. Angetrieben von den ersten lockeren Trainingseinheiten, fing ich wieder an mich um mich selbst zu kümmern, soziale Kontakte wieder aufzunehmen und aktiver zu werden. Über den ganzen Zeitraum verfolgte ich schon den Gedanken, dass ich mein Leben, mal wieder, grundlegend ändern muss. Nicht unbedingt, weil ich unzufrieden wäre, sondern weil ich glaube, dass die Phase für die mein aktueller Lebensstil passt, langsam vorüber geht. Kurzer Rückblick: vor fast genau drei Jahren beschloss ich mein Leben zu ändern und machte das auch. Von einem Tag auf den anderen. Das war gut, aber ich merke, dass ich mittlerweile stark in meiner Routine gefangen bin und ich mit den Routinen, die ich aktuell habe, nicht mehr weiter komme. Mein Tagesablauf ist zu starr geworden. ich bin gefangen in meinen eigenen Regeln und Mechanismen. Diese waren wichtig, um Disziplin und Durchhaltevermögen zu entwickeln, setzen mich aber auch immer wieder unter Leistungsdruck und Stress, deren Ergebnis u.a. wohl der blockierte Wirbel gewesen ist: ich wollte unbedingt trainieren, hatte nicht viel Zeit, habe mich schlecht aufgewärmt… mit ein bisschen mehr Lockerheit und Unverkrampftheit wäre das wohl nicht passiert. Also bin ich mal wieder auf der Suche nach dem richtigen Weg. Ich habe dazu ein paar Ideen. Teilweise auch durch die Bücher, die ich gelesen habe (empfehlenswert ist das Buch „The Path“ von Michael Puett über die Theorien chinesischer Philosophen). Ich entdeckte, dass es a) sehr schwer ist, sich aus den eigenen Denkmustern zu lösen und bei der Neugestaltung eben nicht in die sowieso schon vorhandenen Strukturen zurück zu fallen. Auch dazu braucht es Zeit. Ist man zu stark im Rhythmus und den Routinen, ist es meiner Meinung nach nahezu unmöglich objektiv auf das eigene Leben zu blicken (wenn das überhaupt möglich ist). Ein wichtiger Faktor für die Gestaltung meiner Zukunft wird das tägliche Leben sein. Zuletzt habe ich zu stark auf die langfristigen Ziele gesehen. Ziele die zu weit weg sind und mich in meiner täglichen Entwicklung zu stark einschränken, weil alles nur auf die Zukunft ausgelegt ist. Ich will die einzelnen Tage wieder mehr genießen und mich davon antreiben lassen. Das hat mir sehr gefehlt. Zu Beginn der Transformation war ich wie auf Drogen, wie im Rausch. Zuletzt war es dann wirklich sehr viel Routine. Stand heute kann ich euch noch nicht sagen, was der zukünftige Plan sein wird. Er wird kürzer sein, maximal bis zum Ende des Studiums. Ich will nicht mehr so weit voraus planen, weil man am Ende doch nicht weiß, ob man diese weit entfernte Traumwelt irgendwann erreichen wird. Das richtige Maß zwischen kurzfristig, mittelfristig und langfristig muss ich dabei erst noch finden. Abschließen möchte ich den heutigen Beitrag mit einem Zitat, das ich heute gelesen habe und das mir wieder wie ein kleiner Stachel im Hintern sitzt und mich antreibt: Das Zitat beschreibt perfekt, was mir in den letzten Tagen auch durch den Kopf gegangen ist: wenn ich nicht langsam den Arsch wieder hoch bekomme, werde ich in meiner Faulheit versumpfen. Seit dem geht es jeden Tag ein bisschen aufwärts. Habt ne gute Woche! Bis die Tage. The_Phoenix
  9. Was mir jetzt noch aufgefallen ist: ich habe aktuell keinen Rhythmus. Die Einschlaf-Zeiten variieren irgendwo zwischen 23 Uhr und 01:30 Uhr. Auch wenn die Daten noch nicht reichen, um die folgende Aussage zu bestätigen, so sieht es doch danach aus, als hätte ich längere Tiefschlafphasen, wenn ich zwischen 23 Uhr und 23:30 einschlafe. Bei gleicher Schlafdauer, wie bei späteren Einschlafzeiten. Vielleicht mag der eine oder andere denken: warum zur Hölle macht der das? Das ist den Aufwand doch sicherlich nicht wert? Nun, es geht mir nicht zwingend drum jeden Aspekt zu erkennen und zu verbessern, sondern darum den für mich wirkungsvollsten Weg zu finden und dafür versuche ich aktuell möglichst viele Aspekte zu berücksichtigen.
  10. Liebe Leser, oft entstehende entscheidende Veränderungen durch spontane Ideen. Bei mir war es zuletzt die Frage, ob ich mich während der Klausur- und Lernphasen wohl ausreichend bewege, die am Ende zum Kauf eines Fitnesstrackers führte. Ganz nebenbei führte das zusätzlich dazu, dass ich meinen Schlaf besser tracken kann. Um diese beiden Entwicklungen soll es heute gehen. Vorab aber noch ein paar rückblickende Worte. Während ich mir Gedanken machte, wie ich den heutigen Beitrag gestalten soll, wurde mir mal wieder bewusst, wie weit ich in meiner Entwicklung mittlerweile gekommen bin. Nein, es geht hier nicht um die die große Selbstbeweihräucherung, sondern um den Blick auf das, was in den knapp zehn Jahren, die ich hier im Forum aktiv bin, passiert ist. Wenn ich überlege, wo ich am Anfang stand, wie grundsätzlich meine Probleme gewesen sind, sei es das abstecken der persönlichen Werte und Moralvorstellungen, des Setzens von Zielen und irgendwie generell dem Herausfinden, wo ich meinen Platz in dieser Welt sehe. Heute bin ich dabei in die Details zu gehen. Ich optimiere mein Lern- und Arbeitsverhalten, versuche herauszufinden, wie ich meine Schlafqualität steigern kann und ganz allgemein versuche ich in allen Lebensbereichen den nächsten Schritt zu machen. Die Entwicklung ist von der Makro-Ebene, also den ganz grundsätzlichen Dingen, zur Mikro-Ebene, also viel spezielleren Themen gewandert. Das ist ein ziemlich gutes Gefühl du ich möchte an dieser Stelle einfach noch mal den Hinweis geben: Egal wie schwer der Weg ist, wie sehr ihr auch kämpfen müsst, um Fortschritte zu machen, zieht es durch! Es lohnt sich! Denn irgendwann werdet ihr auch an diesen Punkt kommen, an dem ihr merkt, wie grob eure früheren Ziele waren und wie detailliert ihr jetzt vorgeht! Ihr werdet sehen, dass sich der Aufwand lohnt, dass ihr euch ganz weit von „der breiten Masse“ abgehoben habt. Ja, es gibt einen allgemeinen Trend zur Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung, aber den meisten Menschen fehlt es an Disziplin und der nötigen Konsequenz, die Dinge durchzuziehen. Reizt euch zusammen, bildet euch weiter, gebt niemals aus und ihr werdet allen anderen immer einen kleinen oder großen Schritt voraus sein. Bei mir geht es aktuell, wie eingangs angekündigt, um Details. Wo ich früher noch Themen abgearbeitet habe, wie regelmäßige Meditation oder das täglichen Lesen meiner Ziele, arbeite ich heute daran, dass ich mich genügend bewege. Denn das war der Hauptgedanke. Dafür habe ich mir, relativ spontan, das Xiaomi Mi Band 2 zugelegt. Ein günstiges Armband, dass meiner Meinung nach, nach zwei Wochen der Nutzung, für den Einstieg vollkommen ausreichend ist. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es mir wirklich hauptsächlich um die Analyse der Bewegung ging, weniger um das detaillierte Aufzeichnen von Trainingseinheiten oder Herzfrequenz. Für diese Anforderungen gibt es sicherlich bessere Produkte. Für mich ist das Mi Band im aktuellen Stand auf jeden Fall ausreichend. Was die Schritte betrifft habe ich die Feststellung gemacht, dass es erschreckend ist, wie wenig ich mich an Tagen bewege, an denen ich nicht zur Uni muss und mehr oder weniger nur am Schreibtisch sitze. Mit der Konsequenz, dass ich versuche auf meine 8.000 bis 10.000 Schritte am Tag zu kommen. Da bedeutet, dass ich mir bewusst mehr Zeit nehme, auch mal einen längeren Weg zu gehen (z.B. wenn ich zum Supermarkt gehe). Zusätzlich hat das den Vorteil, dass ich besonders in letzter Zeit gemerkt habe, wie gut mir das Spazieren tut, weil ich die Zeit nutze mich selbst zu motivieren und mich zu bestärken. Meine inneren Dialoge sind beim Spazieren außerordentlich positiv und antreibend, so dass ich mit viel mehr Spaß und Einsatz zu Werke gehe, wenn ich mit meinem Hintern wieder am Schreibtisch sitze. Es ist also nicht nur der Bewegungsfaktor, der durch die zusätzliche Bewegung erhöht wird, sondern auch die Motivation und die innere Einstellung. Zweiter Aspekt ist die Untersuchung des Schlafs. Schon vor dem Erwerb des Bands, hatte ich mir vorgenommen meine Schlafqualität zu erhöhen. Die Informationen, die ich hierzu bei meiner Recherche fand, waren relativ unspektakulär: richtige Temperatur, gesund Ernährung, ausreichend Bewegung, ein Zubettgehritual, Helligkeit und Lärm, waren so die Aspekte, die in unterschiedlichen Quellen genannt wurden. Während Ernährung und Bewegung in der Regel keine Problembereiche bei mir sind, experimentierte ich ein bisschen mit den anderen Faktoren. Ich überlegte mir ein Zubettgehritual, mit beruhigendem Tee, Lesen oder spazieren und dem Versuch einfach ein bisschen runter zu kommen. Das hat ehrlich gesagt nicht so viel geholfen. Zusätzlich probiere ich hin und wieder, wie es ist mit Schlafmaske zu schlafen oder mal Ohropax in den Ohren zu haben. Bisher kann ich noch nicht im Detail sagen, welche der Maßnahmen wirklich gute Früchte tragen. Gefühlt bringen mir die Ohropax sehr viel. Mein WG-Zimmer liegt ziemlich dicht an einer Hauptstraße und so sehr man sich an Lärm gewöhnt, man nimmt ihn Unterbewusst trotzdem war. Das Filtern des Lärms durch die Ohropax hat dazu geführt, dass ich mich nach dem Schlaf ausgeruhter gefühlt habe. Ist allerdings bisher noch relativ subjektiv. Das Aufwachen ist kein Problem, da ich mich durch die Vibration des Fitnessarmbands wecken lasse. Das funktioniert übrigens super. Was ich ebenfalls probiert habe, ist die elektromagnetische Strahlung zu reduzieren. Früher war mein Laptop quasi immer auf Stand-By, einfach weil ich zu faul war ihn den nächsten Morgen wieder hoch zu fahren. Dazu achtete ich drauf, dass alle anderen elektronischen Geräte ausgeschaltet waren, insbesondere auch das Smartphone. Auch hier habe ich das Gefühl, dass es zur Qualität meines Schlafs beigetragen hat. Mittlerweile habe ich natürlich das Armband am Körper, so dass es eben nicht ganz strahlungsfrei geht. Das Armband zeichnet die Schlafdauer relativ genau auf. Zumindest genauer, als ich es vorher „von Hand“ gemacht habe. Da habe ich auf die Uhr geschaut bevor ich ins Bett gegangen bin und dann grob geschätzt, wie lange ich geschlafen habe. Da ist das Armband genauer. Zudem ermittelt es anhand der Bewegung die Leicht- und Tiefschlafphasen. Ehrlich gesagt traue ich der Messung der Schlafphasen durch Aufzeichnung der Bewegung nicht so sehr. Da es allerdings zumindest für jede Nacht nach dem gleichen System durchgeführt wird, gehe ich davon aus das so zumindest eine gewisse Vergleichbarkeit entsteht. Die Sache mit der Schlafmaske hat glaube ich wenig Effekt. Wenn ich bei mir Schlafe ist es meist sowieso sehr dunkel und meine Freundin konnte ich auch davon überzeugen, dass wir es etwas dunkler machen. Auch hierbei gilt, dass Unterbewusstsein sicherlich mehr wahrnimmt, als wir glauben, beispielweise, wenn man an einer Straße wohnt und immer wieder die Scheinwerfer von Autos in das Zimmer leuchten (auch im ersten Stock). Für mich ist das Thema sau spannend und ich bin gespannt, wie die dauerhaften Ergebnisse sind. Habt ihr mal irgendwelche Dinge unternommen, um eure Schlafqualität zu erhöhen oder habt ihr Erfahrungen mit den oben beschriebenen Maßnahmen? Liebe Grüße, The_Phoenix
  11. Liebe Leser, ich hoffe ihr seid alle gut im Jahr 2017 angekommen. Ich selbst schlage mich aktuell mit einer starken Erkältung herum. Abgesehen davon liegen ein paar sehr entspannte und schöne Tage hinter mir. Es waren die wahrscheinlich schönsten Weihnachtsfeiertage seit vielen Jahre und auch unsere Silvesterfeier hat richtig viel Spaß gemacht. Wie immer habe ich die Zeit zwischen den Feiertagen genutzt, um auf das Jahr zurück zu blicken und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Daran möchte ich euch heute teilhaben lassen. Zwischen Weihnachten und Silvester zurück zu blicken und das vergangene Jahr anhand meiner Tagebucheinträge zu betrachten gehört mittlerweile fest zu meinem Jahresablauf. Anstatt mir nur Notizen zu machen und zu sehen, was passiert ist und was ich anders machen könnte, habe ich in diesem Jahr versucht die wichtigsten Lektion als „Lessons Learned 2016“ zu formulieren: 1 Disziplin ist der Schlüssel zum Erfolg Überlege bei jeder Aufgabe, ob sie sinnvoll ist Tanz nicht auf allen Hochzeiten Behalte die Gesamtentwicklung im Blick Eine Morgenroutine hilft, um in den Tag zu kommen Viel lesen hilft viel Hab eine eigene Meinung, auch wenn sie unbequem ist Nie wieder Alkohol Ohne Widerstand gibt es keine Entwicklung Das Tagespensum sollte anspruchsvoll, aber machbar sein Spiele nicht nur zum Gewinnen, sondern weil es dir Spaß macht Selbsteinschätzung ist wichtig, Außenwahrnehmung aber auch Setz dir Prioritäten Training von Geist und Verstand ist genauso wichtig wie körperliches Training Eigne dir spezialisiertes Wissen an Du kannst nicht im Spiel 100% geben, wenn du immer nur mit 80% trainierst Erhöh die Qualität der Durchführung der Aufgaben Verbrauch weniger Energie, um einfache Entscheidungen zu treffen Sei dankbarer Sei stolz auf das Erreichte Nimm dir Zeit um den Augenblick zu genießen Trotz vieler Komplikationen ist 2016 ein gutes Jahr gewesen. 2017 hat das Potenzial noch ein bisschen besser zu werden. Von daher war neben dem Blick zurück auch der Blick in die Zukunft wichtig. Da ich meine Ziele nicht im Jahresturnus, sondern semesterweise setze, war die Hauptaufgabe den aktuellen Stand meiner Ziele zu überprüfen. Es ist beachtlich, was ich zu diesem Zeitpunkt des Semesters schon erreicht habe. In fast allen Bereich bin ich im Soll und es ist absehbar, dass die Ziele in der zweiten Semesterhälfte erreichbar sind. Zusätzlich habe ich die langfristigen Ziele, bis zum Ende des Studiums und meine großen Träume, ein bisschen angepasst. Es ist so wichtig die Dynamik von Zielen im Blick zu behalten und sich bewusst zu sein, dass sich Ziele immer wieder ändern (können). Dabei sollte man keine Scheu haben, sich von Zielen zu trennen, die mal wichtig schienen und es einfach nicht mehr sind. Sich an Ziele zu klammern, die einst wichtig waren, es aber nicht mehr sind, kostet letztlich nur Zeit und Nerven. Neben meinen Zielen habe ich auch meine persönliche Lebensvision überarbeitet. Die Vision ist ein Text in dem beschrieben steht, wie ich mein Leben jetzt und in der Zukunft sehe. Zuletzt habe ich mit der Vision nicht so intensiv gearbeitet, eines meiner Ziele ist es aber dies im Laufe des Jahres zu intensivieren. Zusätzlich zu der Gesamtvision habe ich eine Vision für den Januar formuliert, mir also ausgemalt wie der Monat am besten ablaufen sollte. Die Texte lese ich jeden Morgen und versuche mich damit für die täglichen Aufgaben zusätzlich zu motivieren. Ich habe richtig Bock auf das Jahr und bin nur durch die Erkältung/ Krankheit etwas gehemmt und kann nicht so durchstarten, wie ich das gerne gewollt hätte. Mal sehen wozu es gut ist. Euch allen einen guten Start ins Jahr! Bis die Tage, The_Phoenix
  12. Liebe Leser, in den letzten Jahren hatte ich das Thema Sozialleben bzw. Networking immer wieder auf dem Schirm und doch änderte sich wenig. In diesem Semester hat sich das geändert. Ich bin endlich dazu gekommen. Grundlage waren auch hier wieder Bücher: Never Eat Alone von Keith Ferrazzi, Think and grow rich von Napoleon Hill und Erfolgsstrategie Networking von Monika Scheddin bilden im Groben die Basis von dem was ich mache und machen möchte. Die Frage, wie ich meine Kontakte am besten organisieren kann, beschäftigt mich schon länger. Immer wieder habe ich unter dem Semester, aber besonders in der Prüfungszeit darüber geflucht, dass mein Sozialleben quasi nicht vorhanden war. Mein war es also in erster Linie wieder ein bisschen mehr Kontakt zu anderen Menschen zu haben, Freundschaften aufleben zu lassen und mehr aus dem Haus zu kommen. Letztlich ist es alles ein bisschen anders gekommen und ich habe den Prozess noch nicht komplett abgeschlossen, wie ich vorgehen will. Am Anfang stand bei mir eine Liste. Die Grundlage dafür kam von Keith Ferrazzi. Seine Idee ist alle Kontakte die man hat, also alle Menschen die man kennt, in einer großen Liste zu sammeln und einige Informationen über sie aufzuschreiben. Zu diesen Informationen gehören Geburtsdatum, Wohnort, Beruf etc. sie sind beliebig erweiterbar. Wichtiger Aspekt ist die Priorisierung der Kontakte in wichtig und unwichtiger. Davon hängt dann ab, wie regelmäßig der Kontakt stattfinden soll. Am Ende dieser Liste war ich ein bisschen erschlagen. Es ist erstaunlich wie viele Menschen man so kennt. Aber okay, ich probierte es aus und siehe da, zu den Kontakten mit denen ich wöchentlich Kontakt haben wollte, hatte ich mehr Kontakt. Genauso verhielt es sich mit den Kontakten zu denen ich monatlichen Kontakt haben wollte. Ganz schön war auch, dass ich vielen Menschen persönlich zum Geburtstag gratulierte und eine sehr positive Rückmeldung bekam. Allerdings merkte ich auch, dass einige Kontakte schlichtweg kein Interesse daran zu haben scheinen, den Kontakt wieder aufleben zu lassen. Allgemein war es zwar ganz nett sich bei einigen Personen wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es sie gibt, aber es waren auch oberflächliche Bekanntschaften dabei, zu denen ich einfach auch keine wirkliche Verbindung habe. Was also machen? Die Lösung fand sich im Buch von Monika Scheddin. Auch wenn sich das Buch wirklich aus Business Networking bezieht, speziell wenn man Führungskraft werden möchte, half es mir die Gruppen weiter einzugrenzen. Sie untergliederte letztlich zwei Gruppen. Die super wichtigen und potenziell wichtigen Kontakte. Das gefällt mir schon besser. Bei ihr geht es nicht mehr drum alle Kontakte zu erhalten, sondern die wichtigen Kontakte zu pflegen. Also werde ich jetzt bald mal eine weiter Sortierung vornehmen. Doch wie entscheidet man, welche Kontakte wichtig sind und welche nicht? Für mich gibt es da hauptsächlich zwei Fragen: Wie kann ich der Person helfen ihre Ziele zu erreichen und wie kann die Person mir helfen meine Ziele zu erreichen. Gibt es auf beide Fragen genaue Antworten, so scheint mir der Kontakt wichtig. Dazu kommen dann noch andere Aspekte, wie örtliche Nähe etc., weil persönliche Treffen eben wichtig sind. Die Gesamtliste werde ich trotzdem nicht löschen. Warum? Weil Ferrazzi in seinem Buch eine wichtige Sache beschreibt für die so eine umfangreiche Liste noch anwendbar ist: wenn man in eine Stadt fährt und freie Zeit hat, kann man gucken welche Kontakte dort leben und diese gegebenenfalls für ein Treffen kontaktieren. Die zweite Sache die ich unternommen habe ist, dass ich selbst dafür gesorgt habe, dass soziale Events stattfinden. Beispielsweise habe ich eine Pokerrunde gegründet und eine Mastermind-Gruppe gegründet. Die Idee des Masterminds kommt aus dem Buch von Napoleon Hill und beschreibt letztlich eine Gruppe von Menschen, die sich trifft um sich beim Erreichen der Ziele zu unterstützen. Im Internet findet man dazu einige Informationen. Unsere Runde besteht aus drei Personen, der Ablauf ist relativ formlos. Thematisch beschäftigen wir uns mit allen möglichen Finanzthemen. Letztlich kann man das natürlich zu allen möglichen Themenbereichen machen. Mir persönlich taugt das ganz gut und ich werde zusehen, dass ich ähnliche Gruppen für andere Lebensbereiche finde. Alles in allem stehe ich in Sachen Networking noch ziemlich am Anfang meiner Reise, habe jetzt aber so viel Input, dass ich ein wenig probieren kann was für mich klappt und was nicht. Zum Abschluss des Beitrags noch zu einer anderen Sache. Vielleicht wird sich der Eine oder Andere von euch gefragt haben, warum ich in letzter Zeit nicht über das Thema Frauen geschrieben habe. Die Sache ist, dass ich jetzt seit einem knappen halben Jahr in einer Beziehung bin, die einfach außerordentlich gut läuft. Sowas habe ich noch nie in der Form erlebt. Aber wie es halt so ist, wenn es gut läuft gibt es meistens wenig zu erzählen. Eine Sache kann ich an dieser Stelle jedoch sagen: wenn ihr nach einer Beziehung sucht, lasst euch Zeit und versucht jemanden zu finden mit dem es wirklich passt. Das macht einen so großen Unterschied. Ich habe früher viele Kompromisse gemacht und mir selbst auch nicht eingestehen wollen, dass manche Beziehungen einfach nicht geklappt haben. Die Leichtigkeit mit der die aktuelle Beziehung läuft zeigt mir jedoch, dass es auch anders geht. Das hat allerdings großen Seltenheitswert. An dieser Stelle bleibt mir nur noch euch ein schönes Restjahr zu wünschen. Habt schöne Feiertage und kommt gut ins neue Jahr! Bis bald, The_Phoenix
  13. Liebe Leser, so schön Erfolge nach schweren Zeiten auch sind, sie sind kein Ruhekissen. So geht es für mich nach den Ereignissen der letzten Woche mit neuem Schwung weiter. Um eine Ziele besser erreichen zu können suche ich immer wieder nach neuen Ideen, wie ich Reize setzen kann, die mich auf Trab halten. Mitunter sind es Kleinigkeiten, die in vielen Büchern stehen, die ich aber oft als zu einfach abgetan habe zum Beispiel: das Setzen von Prioritäten! Das mag jetzt nicht nach einer weltbewegenden Erkenntnis klingen. Für mich selbst war es das auch nicht. In fast jedem Buch das irgendwie mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat liest man darüber. Mein Problem war dabei in den letzten Jahren nicht, dass ich keine Prioritäten setzen konnte, sondern dass ich mich nicht an sie gehalten habe. Mir war immer bewusst welcher Bereich in meinem Leben wichtig sein sollte, trotzdem habe ich mich selten daran gehalten. In diesem Semester ist das anders und die Erfolge stellen sich jetzt schon ein. Für mich ist es ganz klar, an erster Stelle steht die Uni. Jetzt wo ich im Master bin müssen die Ergebnisse endlich passen. Im Bachelor habe ich viel nebenbei gemacht, gearbeitet, mich engagiert, gefeiert, trainiert und alles andere war immer wichtiger als die Uni. Das ist jetzt anders und ich halte mich daran mit dem Ergebnis, dass ich das Gefühl habe viel besser dazustehen, als in anderen Semestern. Das hat noch weitere Gründe, zu denen aber später. An der zweiten Stelle steht das Geldverdienen. Die ganze Geschichte mit der MPU war nicht nur mental aufreibend, sondern auch schlichtweg teuer, so dass ich jetzt das Geld wieder rein bekommen möchte. Das passt mir gut ins Konzept, weil ich in Sachen Finanzen und Umgang mit Geld sowieso noch ein bisschen Nachholbedarf hatte. Erst an dritter Stelle meiner Prioritätenliste folgen Sport, Ernährung und Gesundheit. Das ist untypisch für mich. Die größten Auswirkungen hat es tatsächlich auch nur auf mein Training, weil ich eben Uni-Sachen und Arbeit vorher erledigen muss und das Training dafür an manchen Tagen einfach auf der Strecke bleibt. Das ist nicht so schön, lässt sich aber aktuell nicht vermeiden. Dazu muss ich allerdings sagen, dass das auch wieder Jammern auf hohem Niveau ist, ich mache trotzdem meine drei Trainingseinheiten pro Woche. Der zweite wichtige Punkt, weshalb es so gut läuft ist das ich mich mehr auf die Qualität der Aufgabendurchführung konzentriere. In den letzten Semestern habe ich mein persönliches Tracking hauptsächlich an der Menge der Lernstunden und der Stunden, die ich in der Uni verbracht habe, festgemacht. In diesem Semester versuche ich die Aufgabendurchführung und die Qualität der Resultate zu verbessern. Das bedeutet auch, dass ich mich weniger Ablenken lasse, mich mehr konzentriere und fokussiere. Auch hier haben sich die ersten Ergebnisse eingestellt. Das merke ich vor allen Dingen daran, dass ich wieder öfter im Flow bin, weniger abschweife und mit größerem Perfektionismus an die Sachen gehe. Ja, es wird immer wieder propagiert, dass Perfektionismus unglücklich macht. Das stimmt aber nur zu Teil, Fakt ist nämlich auch: wenn man viel erreichen will, muss am Ende eben auch die Qualität stimmen und wenn ich es besser hätte machen können, dann war ich eben nicht am Limit. Wenn ich stattdessen am Ende sagen kann, dass ich nicht mehr hätte machen können und es auch nicht besser gekonnt hätte, dann ist das in Ordnung. Letzter Punkt des heutigen Beitrags sind Lerntechniken. Ich werde hier keine Techniken im Details vorstellen, das würde den Rahmen sprengen, aber ich möchte darauf hinweisen, wie wichtig es ist seinen Geist zu trainieren, das Gedächtnis zu verbessern und Bedingungen zu schaffen, die ein gutes Arbeiten ermöglichen. Das habe ich bisher vernachlässigt. So blöd es auch klingt, teilweise war ich zu stolz um Lerntipps anzunehmen. Die passenden Bücher hatte ich zu Beginn des Studiums schon gelesen, aber umgesetzt habe ich wenig. Da ärgere ich mich heute umso mehr drüber. Hilft nichts, wichtig ist, dass ich es jetzt erkannt habe. Auch das ist eine Sache, die ich euch nur ans Herz legen kann. Oft liest man in Büchern Dinge, die man für albern hält. Dabei sollte nicht geurteilt werden, bevor die Techniken ausprobiert wurden und sich bewiesen hat, dass sie nichts bringen. Außerdem ist an dieser Stelle noch mal der Hinweis erlaubt, dass es wegen solchen Sachen sehr sinnvoll sein kann ein Buch nach etwas Zeit noch ein zweites oder drittes Mal zu lesen. Mit wachsender Erfahrung und Veränderung der Blickwinkel kann das in vielen Fällen Gold wert sein. Das solls für heute gewesen sein! Bis die Tage, The_Phoenix
  14. Liebe Leser, es fällt mir nicht so leicht diesen Beitrag zu beginnen. Zu dramatisch sind die Themen für mich und doch weiß ich, dass ich um dieses Thema nicht herum kommen werde, wenn ich wirklich ehrlich zu euch sein will. Fangen wir mit etwas Positivem an: Gestern ist ein Ereignis eingetreten, auf das ich lange hingearbeitet habe. Rational betrachtet würde ich sagen, es ist ein weiteres Indiz dafür, dass es aufwärts geht, aber ganz ehrlich, ich kann bei dem Thema nicht rational bleiben. Deswegen werde ich heute Abend auf dem Balkon sitzen, meine Siegeszigarre rauchen und auf die letzten Jahre zurückblicken. Okay, das ist euch alles zu undurchsichtig? Fangen wir von vorne an, an einem Sommerabend vor knapp 1,5 Jahren. Dieser Abend sollte ein Wendepunkt sein. Zuvor hatte ich wie im Rausch gelebt. Private und universitäre Erfolge reihten sich aneinander und ich war bereit für einen unglaublichen Sommer. Selten gibt es im Leben Momente von denen wir sagen können, dass sie unser Leben nachhaltig verändern. Bei mir war es so ein Abend. Ich war feiern mit Freunden und machte mich irgendwann stark angetrunken mit dem Rad auf den Heimweg, wo ich kurz vor Erreichen des ersehnten Betts von der Polizei angehalten wurde. Was dann folgte ist mir nur bruchstückhaft in Erinnerung: Pusten. Fahrt im Streifenwagen zum Krankenhaus. Warten auf die Blutentnahme. Zuhause aus Frust Ouzo in mich rein schütten. Eine anstrengende Nacht und ein fieser Morgen mit der Erkenntnis, dass das einfach scheiße gewesen ist. Googeln der möglichen Konsequenzen: Strafverfahren? Abstinenz? MPU? Tausend Möglichkeiten, keine Gewissheit. FUCK. Tage und Wochen vergingen ohne dass ich genauer wusste was passieren würde. Dann die Post vom Gericht und mein erster Besuch beim Anwalt. Langsam hob sich der Vorhang und es wurde abschätzbarer, was auf mich zukommen würde. Die Ungewissheit nagte an meinen Nerven. Dazu lief meine Beziehung immer schlechter, zusätzlich erfuhr ich, dass meine Mutter an Depressionen litt. Willkommen in der Realität. Infoabend zur MPU und die Erkenntnis: um einen Abstinenznachweis werde ich nicht drum herum kommen. Okay, ich sehe ich es als Chance. Wie lange der Lappen weg sein wird? Keine Ahnung. Weiterhin so viele offene Fragen. Im Laufe der Monate bekomme ich die Antworten. Das Strafverfahren wird gegen eine Geldzahlung eingestellt. Die Kohle geht an einen gemeinnützigen Zweck, tut zwar weh, aber nicht so sehr, als wenn es direkt an den Staat gegangen wäre. Termin zur Abgabe des Führerscheins kommt. Alles kein Problem, ich habe mich damit abgefunden. Größtes Problem scheint mir der Abstinenznachweis. 12 Monate Abstinenz, sechs kurzfristige Kontrollen, dazu üble Auflagen: Abmelden, wenn man nicht vor Ort ist. Auf alle Speisen achten müssen, auf Medikamente mit Alkohol achten, ja sogar drauf, ob ich sehr reifes Obst esse oder naturtrüben Apfelsaft trinke. Das Ganze ist kein Spaß. Irgendwann dann der erste Abstinenztest: Pinkeln unter Aufsicht. Es gab schon erhabenere Momente in meinem Leben. Die größte Frage bleibt aber: Warum ich? Was hatte ich falsch gemacht? Die Anderen hatten doch auch immer mit getrunken, wie konnte es sein, dass es bei mir immer wieder eskalierte? Einige Zeit zuvor hatte ich dieses Problem schon erkannt und versucht nach einer abstinenten Phase mit kontrolliertem Trinken einzusteigen. Das war zum Scheitern verurteilt. Das wusste ich damals blos noch nicht. Die Fragen sind quälend. Wie kann es sein, dass es alle auf die Reihe bekommen, nur ich nicht? Ich fange an mich mit dem Thema Alkohol zu beschäftigen, lese „Das blaue Buch“ von den AA, lese weiter Bücher zum Thema Alkohol. Langsam wird mir die Tragweite meines Problems bewusst. Nein, natürlich bin ich nicht abhängig, aber ich habe ein Problem. Schnell merke ich, dass ich nie wieder Alkohol trinken sollte. Meine Freunde verstehen das nicht, auch wenn ich es ihnen erkläre. Wie auch? Wenn man das Problem nicht hat kann man es nicht verstehen. Die Abstinenz tut mir gut und fällt mir bei weitem nicht so schwer, wie ich anfangs vermutet hatte. Dabei hat das Jahr einige negative Höhepunkte, an denen ich mir am liebsten die Kante gegeben hätte: die Freundin macht Schluss, Vater liegt erst mit Schlaganfall im Krankenhaus, dann wird im Krebs diagnostiziert. In der Uni läuft es bei mir nicht rund. Ich quäle mich. Es ist, als würde ich einen großen Rucksack mit Problemen mit mir herum tragen. Es nervt. Innerlich geht es mir besser. Ich lese mehr, ich arbeite an mir selbst, arbeite die Vergangenheit auf. Meinem Vater geht es schlechter, zeitweise ringt er mit dem Tod. Allein der Gedanke daran lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen. Im Mai dieses Jahres stabilisiert sich die Situation. Für mich ist klar, dass ich nie wieder trinken werde und ich bereite mein Umfeld darauf vor. Meinem Vater geht es langsam wieder besser, meine Mutter beginnt wieder zu arbeiten. Vor mir liegt allerdings noch die MPU. Das belastet mich. Zusätzlich läuft mir die Zeit in Sachen Studium davon. Es wird Zeit den Bachelor zu beenden. Ich quäle mich durch die Klausuren, bin aber wieder etwas im Aufwind. Meine neue Freundin trägt einen Teil dazu bei. Die Gesamtsituation verbessert sich. In den letzten zwei Monaten tritt dann das ein, was ich mir so sehr ersehnt habe. Mein Vater wird wieder gesund. Zwar ohne Magen und Speiseröhre, aber er wird wieder. Mit Biegen und Brechen bestehe ich die letzten Prüfungen für den Bachelor. Meine Note ist am Ende genau in dem Bereich den ich haben wollte. Passt also. Dann die MPU. Ich bin vorbereitet. Habe Termine mit einem Verkehrspsychologen gehabt und mein gesamtes Trinkverhalten seit dem ersten Mischbier aufgearbeitet. Das war eine emotionale Achterbahn, aber für meine persönliche Entwicklung enorm wichtig. Die MPU selbst ist unspektakulär, ein bisschen Ungewissheit bleibt. Bis dann gestern ein großer Umschlag im Briefkasten ist, an mich adressiert und ich weiß genau was es sein wird. In die Wohnung geeilt: Das Gutachten ist positiv. Steine fallen von meinem Herzen. Ich schreie mir die Erleichterung von der Seele, drehe die Musik auf eine Lautstärke, dass auch die Nachbarn wissen, dass ich gute Laune habe. Fast 18 Monate hat es gedauert, aber es ist geschafft. Warum ich erzähle ich euch das alles? Weil es zwei wichtige Punkte gibt, die ihr mitnehmen sollt: einer bezieht sich auf den Alkoholkonsum, der andere auf die Wahrnehmung der Höhen und Tiefen des Lebens. Beginnen wir mit dem Alkohol. Ich bin kein Moralapostel, deswegen werde ich hier jetzt mich die Abstinenz als Alleilmittel propagieren. Im Gegenteil. Ich habe viele lustige Nächte gehabt die durch Alkohol befeuert wurden, genauso habe ich verdammt beschissene Nächte gehabt. Was ich möchte ist, dass ihr euch Gedanken über euren Alkoholkonsum macht. Wenn man sich mit dem Thema ein bisschen beschäftigt stellt man schnell fest, dass es eine große Zahl an Menschen ist, die zumindest einen problematischen Umgang mit Alkohol haben, nicht zwingend eine Sucht. Problematisch ist, dass wenn ein Mal eine gewisse Verträglichkeit erreicht ist, gibt es kein Zurück. Das Suchtgedächtnis ist eine blöde Fotze, die immer wieder versuchen wird dich in die Scheiße zu reiten. Wenn ihr also merkt, dass bei euch irgendwas nicht passt und ihr denkt, dass das schon irgendwie wieder wird: das wird nicht passieren! Entweder ihr kommt von selbst drauf und zieht die richtigen Schlüsse oder ihr lernt es wie ich auf die harte Tour. Zum anderen, das führt jetzt aber zu weit, sollte man sich mal über die Rolle des Alkohol in der Gesellschaft Gedanken machen z.B. im Verhältnis zum Tabak. Jeder bekommt Lob, wenn er aufhört zu rauchen, muss sich aber rechtfertigen, wenn er nicht trinkt. Ich weiß wie leicht es ist zu sagen „Ach komm, einer wird schon gehen“, aber wenn ihr das nächste Mal in die Versuchung kommt, denkt dran, dass derjenige seine Gründe haben wird. Zum zweiten Punkt, der Wahrnehmung der Höhen und Tiefen. Über das letzte Jahr sind meine Gedanken unbemerkt immer negativer geworden. Vorher schwebte ich auf einer Wolke, um dann hart auf dem Boden der Tatsachen aufzuschlagen. Es war ein harter ein Kampf wieder in eine Aufwärtsspirale zu kommen, weil meine Gedanken unterbewusst so negativ geworden waren. Gefühlt habe ich die negativen Erlebnisse viel intensiver wahrgenommen, als die positiven. Als z.B. feststand, dass ich den Bachelor geschafft habe, war das für mich nur eine Randnotiz. Das neue Semester hatte schon begonnen, es ging schon weiter. Es ist unglaublich wichtig sich Zeit zu nehmen und die Erfolge zu feiern. Für mich bedeutet das, dass ich heute Abend meine Siegeszigarre rauche, vermutlich wie irre anfange zu lachen und mir dadurch Kraft für die neuen Aufgaben hole. Denn jetzt ist ein enormer Ballast weg und somit Kräfte für andere Dinge frei. Ich hoffe, ihr könnt ein bisschen aus dem Beitrag mitnehmen. Zum Thema Alkohol habe ich nicht alles geschrieben, was mir so durch den Kopf geht, das hätte den Rahmen gesprengt. Falls ihr Fragen habt könnt ihr die natürlich in den Kommentaren oder über PN stellen. Ansonsten wünsch ich euch schon mal ein schönes Wochenende! Bis die Tage, The_Phoenix
  15. Hallo Almendudler, ich kann deinen Kommentar sehr gut nachvollziehen. Die Sache mit dem Poker hat sich mittlerweile erledigt. Da haben der nötige zeitliche Invest und das was am Ende dabei raus kommen könnte einfach nicht gepasst. Die Zeit ist es mir nicht wert. Ein nettes Hobby ist es trotzdem. Mit den Sportwetten ist es ein bisschen anders. Ich habe mich schon immer für Sport interessiert und hatte den Gedanken aus diesem Interesse Kapital zu schlagen. Da sehe ich aktuell noch Potenzial und ich kann es auch besser nebenbei machen. Ich studiere Wirtschaftsinformatik und mache mir über die finanzielle Zukunft generell eher wenig Sorgen.