The_Phoenix

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Über The_Phoenix

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  1. Liebe Leser, die Zeit verfliegt, wie immer, und bevor ich in den nächsten Beiträgen anfange konkret über die Themen zu schreiben, die mir bei der Gestaltung des Lebensstils wichtig sind, möchte ich hier noch einen kleinen Beitrag zwischen schieben: Try & Error. Im Leben und speziell in der Persönlichkeitsentwicklung werden sich wohl keine Erfolge einstellen, wenn man nicht gelegentlich mal etwas probiert, Fehler macht, versucht das Geschehene zu evaluieren, um dann wieder durchzustarten. Da ich mich langsam dem Ende meiner 20er nähere habe ich gemerkt, dass die letzten zehn Jahre für meine Entwicklung und für mich persönlich enorm wichtig gewesen sind. In Kombination mit dem Umstand zu studieren und dadurch gewisse zeitliche Freiheiten zu haben, ergaben sich Bedingungen, die zum "Experimentieren" wie gemacht waren. Zwischen Aufstehen um 04:30 Uhr, dem Herausfinden wo die richtige Grenze zwischen "Nice Guy" und "Arschloch" ist (so entstand ja damals auch der Titel des Blogs), habe ich in allen Möglichen Lebensbereichen unzählige Varianten ausprobiert. Erst jetzt, wo es mit dem Studium langsam auf's Ende zu geht, stelle ich mir die Frage was von den Dingen am Ende auch im Arbeitsalltag umsetzbar ist. Denn in vielen Gesprächen mit Freunden die schon im geregelten Arbeitsleben sind habe ich gemerkt, dass manche Dinge wesentlich einfacher sind, wenn man studiert. Wie soll also der ideale Tag ablaufen? Wie möchte ich den Weg den ich im Studium begonnen habe im Arbeitsalltag fortsetzen? Was funktioniert für mich und was nicht? Und was muss ich jetzt anders machen? Das sind die Fragen, die sich mir stellen und wohl auch dazu geführt haben, dass ich die Themen alle zusammenführen möchte. Es fühlt sich an, als wäre es langsam an der Zeit diese Lebensphase zu einem Ende zu bringen (ohne die Melancholie, die in dem Satz vielleicht mitgeschwungen ist). Was ich sagen möchte: nutzt die Zeit aus, speziell wenn ihr noch "jung" seid. Traut euch Fehler zu machen, versucht aus den Fehlern so gut wie möglich zu lernen, aber vor allen Dingen: lernt euch selbst kennen, erkennt welche Dinge für euch gut funktionieren und welche nicht. Beispielweise gibt es so viele Methoden zu trainieren, zu essen, zu schlafen etc. was alles einen unglaublichen Einfluss auf den Alltag hat, wo sich aber jeder Mensch auch selbst kennen muss, um zu wissen was funktioniert. Die meisten werden versuchen, speziell wenn ihr Bücher über Persönlichkeitsentwicklung von amerikanischen Autoren lest, euch zu verkaufen, dass ihre Methode die einzig wahre ist und das alle eure Probleme gelöst werden, wenn ihr nur die zehn Schritte befolgt, die am Ende des Buchs zusammengefasst sind (und dann noch den Online Kurs für 100$ macht). Vielleicht habt ihr Glück und ihr lest das eine Buch, das eurer Leben komplett verändern wird. Wahrscheinlicher ist aber, dass ihr viele Bücher lesen werdet und in jedem einen Punkt finden könnt der für euch funktionieren könnte und das ihr in unterschiedlichen Büchern zu vergleichbaren Themen unterschiedliche Methoden findet: es ist an euch herauszufinden was für euch besser funktioniert. Wenn ihr diesen Weg geht werdet ihr auf Dauer sehr gut wissen was für euch funktioniert und was nicht. Ihr werdet euch ein Leben gestalten können, dass euch auf täglicher Basis einfach glücklich macht. Aber und das ist der letzte wichtige Punkt den ich euch heute mit auf den Weg geben möchte: nichts ist für immer. Was heute für euch funktioniert kann in ein paar Wochen schon wieder nicht mehr gehen. Es ist wichtig aufmerksam zu bleiben, sich selbst immer mal wieder auch selbst herauszufordern und zu hinterfragen. Vielleicht nicht mehr in dem Maß, wie man es macht, wenn man jünger ist. (Das ist das schöne daran älter zu werden, man wird dann doch irgendwann gefestigter und muss nicht mehr tausend Dinge ausprobieren, sondern weiß welche die Schrauben sind an denen man drehen muss). Es ist wichtig sich trotz allem immer mal wieder aus der Komfortzone zu bewegen und nicht so tief in den eigenen Routinen und dem Alltag zu versinken, dass man irgendwann aufwacht und nur noch unglücklich ist. Das Leben ist eine große Spielwiese und wir haben das Glück in einer Zeit zu leben, in der wir nahezu unendlich viele Möglichkeiten haben unser Leben zu leben. Es liegt in unserer Verantwortung zu entscheiden welches die wichtige Lebensbereiche sind in denen wir uns austoben wollen, die richtigen Schlüsse aus unserem Handeln zu ziehen und somit eine dauerhaft hohe Lebensqualität zu erhalten. Bis die Tage, The_Phoenix
  2. Moin! also, grundsätzlich sorgen ich dafür, dass alles was ich an Ablenkung haben könnte ausgeschaltet ist: Handy usw. Für mich persönlich sind mittlerweile auch Ohropax ein wichtiges Mittel, weil ich damit den Großteil der Geräusche ausblenden und mich noch besser konzentrieren kann (es ist erstaunlich wie viele Geräusche wir unterbewusst wahrnehmen, die aber trotzdem störend sind). Ich setze mir Zeitlimits, meist 50 Minuten lesen und dann 10 Minuten Pause. So kann ich nahezu so viele "Lese-Einheiten" hintereinander machen, wie ich will. Neuerdings habe ich angefangen mit der Loci-Methode Reihenfolgen von Kartendecks zu lernen, was meine Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe extrem hilft (generell die Verbesserung des Lernverhaltens und des Erinnerungsvermögens, da gibt es ja viele unterschiedliche Methoden). Wenn ich im "Depp Work"-Modus lerne, umfasst die Routine auch das Lüften, Aufräumen des Schreibtischs und das setzen von Zielen für die anstehende Lerneinheit, das mache ich wenn ich lese i.d.R. nicht. Insgesamt geht es darum sich so gut wie möglich zu konzentrieren, so intensiv wie möglich zu lernen/ lesen und sich dabei nicht ablenken zu lassen. Beantwortet das eure Fragen?
  3. Liebe Leser, in meinem letzten Beitrag habe ich angekündigt, dass ich hier in Zukunft über meinen neuen Lebensstil schreiben werde. Etwas zu Vorlaut dachte ich, dass das Thema „Ziele setzen“ mein Einstieg in diesen neuen Abschnitt sein würde. Bevor wir uns aber in die tiefen und die konkrete Umsetzung stürzen, möchte ich euch noch die Philosophie bzw. Idee, die hinter meinem Wandel steckt vorstellen und es für euch vielleicht auch ein bisschen leichter machen zu entscheiden, ob ihr die ganze Geschichte verfolgen wollt oder eben nicht. Wieso mache ich das überhaupt? Nun, diese Frage habe ich im letzten Beitrag schon umrissen, möchte sie aber noch mal aufgreifen. Vor ein paar Jahren saß ich in meinem WG-Zimmer und fragte mich, ob das wirklich alles sein sollte. Mein Leben war ständig in Bewegung und nach kurzen intensiven Hochphasen folgten genau so intensive Tiefphasen. Dazu hatte ich das Gefühl mein Leben einfach nicht „auf die Reihe zu bekommen“. Um genau zu sein hatte ich dieses Gefühl schon sehr lange und war immer wieder daran gescheitert mein Leben nachhaltig zu verändern. Doch an diesem einen Tag vor relativ genau drei Jahren beschloss ich mein Leben komplett zu ändern. Von einem Tag auf den anderen begann ich zu meditieren, intensivierte meine Trainingsgewohnheiten und suchte nach Möglichkeiten mein Leben ein wenig besser und vor allen Dingen auch lebenswerter zu machen. Den Weg den ich dabei gegangen bin könnt ihr in den Blog-Einträgen der letzten Jahre verfolgen. Nun ist es bzw. war es seit einigen Monaten so, dass ich das Gefühl hatte meine Entwicklung würde stagnieren. Klar, das ist Teil des Prozesses, das sehe ich genauso. Dennoch war mir auch bewusst, dass ich in irgendeiner Form den nächsten Schritt machen will, ich wusste blos nicht so ganz genau was der nächste Schritt ist. Die Suche nach dem Weg war frustrierend. Ja, ich habe meine Ziele, ich arbeite an meinem Erfolg und gehe den Weg den ich begonnen habe auch weiter, aber es fehlt der „Kick“, das Besondere. Es ist also wäre ich in meiner eigenen Matrix und Routine gefangen. Änderungen an der Routine hatten nicht die erhofften Auswirkungen und so trieb ich letztlich so vor mich hin. Vor einigen Tagen hatte ich dann wieder so ein Aha-Erlebnis, wie vor drei Jahren: ich wollte die Ideen und Erfahrungen der letzten Jahre mit den Erkenntnissen aus den zahlreichen Büchern verbinden und daraus einen Lebensstil, eine Lebensphilosophie oder was auch immer kreiieren, die all das verbindet, aber eben auch nach außen gerichtet ist und anderen die Möglichkeit gibt von den Erfahrungen zu profitieren. Folgend werde ich auf einige Lebensbereiche bezogen meine Ideen in Kurform vorstellen und ein wenig Licht in meine Ankündigung bringen. Anmerken möchte ich dabei noch, dass noch nicht alle Bereiche perfekt ausgearbeitet sind. Im Gegenteil, ich hoffe dass wir durch gemeinsame Diskussionen meine Ideen bzw. die Ideen die ich zusammengefügt habe, noch verbessern können. Falls ihr also Kritik oder Anregungen habt: schreibt mir eine Nachricht oder kommentiert die Beiträge. So können wir glaub ich etwas ziemlich cooles schaffen! Zeitliche Ausrichtung Ein der wesentlichen Aspekte meiner Ideen ist von der langfristigen Ausrichtung weg zu kommen und sich eher mittelfristige und kurzfristige Ziele zu setzen. Diese Idee kommt daher, dass ich auf der Suche nach meiner Mission und Lebensvision zu dem Ergebnis gekommen bin, dass nur die wenigen so einen klaren Langzeitplan haben, wie Elon Musk mit der Besiedlung des Mars oder der junge Mark Zuckerberg mit der Veränderung der Kommunikation. Dazu kommt, dass einige philosophische Bücher meiner Meinung nach zurecht darauf hinweisen, dass wir, wenn wir lange Zeit voraus planen, ein bisschen unsere Sterblichkeit verdrängen und Kraft und Gedanken in eine Zukunft stecken, die wir vielleicht gar nicht erleben werden. Das mag pessimistisch klingen, halte ich aber für verdammt sinnvoll: Warum viel Zeit und Planung in eine ungewisse Zukunft stecken, wenn wir versuchen können unseren Alltag so zu verbessern, dass wir jeden Tag ins Bett gehen und denken „FUCK YEAH! Das war ein geiler Tag!“. Weiterer Aspekt der für eine kurzfristigere Zeitliche Ausrichtugn spricht ist, dass langfristige Ziele unsere Sicht einengen und dafür sorgen, dass wir sich bietende Möglichkeiten, die nicht in unsere langfristigen Ziele passen, vielleicht gar nicht wahrnehmen und damit die Chance verpassen ein noch besseres Leben zu führen. Es wird also mehr darum gehen einen guten Alltag zu schaffen, sich Routinen und tägliche Abläufe zu erstellen, die ein optimales, aber glückliches Leben ermöglichen. Dazu gehört dann auch zu lernen Entscheidungen zu treffen, was wichtig ist im Leben, die richtigen Prioritäten zu setzen und sich das Leben auf lange Sicht einfacher zu machen. Gesundheit Ein optimales, aber glückliches Leben ist auch das was ich im Gesundheitsbereich anstrebe. In den letzten Jahren habe ich viel Zeit damit verbracht nach körperlichem und geistigem Optimum zu streben. Dies war bisher immer darauf bezogen die bestmögliche Leistung erbringen zu können. Mittlerweile verfolge ich einen anderen Ansatz: ich möchte mein Optimum erreichen, was den Wohlfühlfaktor betrifft. Ein Beispiel: Über die letzten zwei Jahre habe ich mich intensiv mit Fitness beschäftigt, Masse aufgebaut und das volle Programm durchgezogen. Bis mir letztens, als ich Fett abbauen wollte feststellte, dass das Streben nach mehr Kraft, mehr Gewicht etc. mir eigentlich gar nicht gut getan hat und ich mich mit weniger Gewicht viel wohler gefühlt habe. Mit jedem Kilo das ich abgenommen habe ging es mir besser, ich wurde wieder aktiver, schlief besser und verlor ein Stück der aufgebauten Trägheit. Dazu kam, dass ich mir bei weniger Gewicht auch weniger Gedanken um mein Essen machen muss, weniger aufs Klo gehen muss (ist ein simpler Grund aber für mich relevant gewesen) und somit meine Lebensqualität durch das geringere Gewicht deutlich angestiegen ist. Damit möchte ich nicht sagen, dass man nicht auch seine Komfortzone verlassen muss um Fortschritt zu erreichen, im Gegenteil, aber ich glaube eben auch, dass man Selbstoptimierung mit Ziel des besten Wohlbefindens mit der bestmöglichen Leistungsfähigkeit betreiben sollte und nicht versuchen sollte nur die beste Leistung zu erreichen und dann ausgelaugt und ausgebrannt zu sein. Ziel ist dabei auch sich selbst möglichst gut kennenzulernen und herauszufinden welche Tätigkeiten, Eigenschaften und Angewohnheiten dazu führen, dass die Lebensqualität und die Leistung gleichermaßen steigen. Arbeit Ein wichtiger Kernapsekt ist die Arbeit bzw. das Erreichen von Meisterschaft und hoher Qualität in dem was man tut. Hier wurde ich stark von Cal Newports Büchern beeinflusst (Deep Work und So good they can‘t ignore you). Ziel ist es mit hoher Intensität zu leben, die Ablenkungen, z.B. durch soziale Medien, zu reduzieren und gut und konzentriert zu arbeiten. Dieses Arbeitsverhalten kann man natürlich auch auf andere Lebensbereiche übetragen. Wichtig ist hierbei, wie in allen anderen Bereichen auch die Qualität über die Quantität zu stellen, also nicht möglichst viele Stunden zu arbeiten, sondern möglichst viele Stunden mit möglichst guter Konzentration zu arbeiten. Innere Einstellung Hier orientiere ich mich stark an Marcus Aurelius, Seneca und weiteren Stoikern. In gewisser Weise wird auch Eckhart Tolle eine Rolle spielen. Letztlich geht es darum im Augenblick zu leben, bewusst zu leben, im Einklang mit der Welt zu leben und Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann. Dazu möchte ich erreichen, dass meine emotionalen Hochs, nicht mehr ganz so hoch sind, dafür aber auch Tiefs nicht mehr ganz so tief. Denn die Erfahrung hat gezeigt, je besser es mir ging und je erfolgreicher ich war, desto schmerzhafter waren die schlechten Phasen. Es geht also auch um Kontinuität. Sozialleben Auch hier gilt das Motto: Qualität über Quantität. Zu Beginn des Studiums habe ich viele neue Leute kennengelernt. Es war eine spaßige Zeit, die aber auch dazu geführt hat, dass ich zu viel zeit mit Menschen verbracht habe, die mir nicht gut getan haben. Seit einiger Zeit verfolge ich deswegen die Strategie einige wenige Beziehungen sehr intensiv zu pflegen und dabei zu versuchen hin und wieder neue Menschen kennen zu lernen, dies aber weitestgehend oberflächlich zu lassen (z.B. Small Talk im Supermarkt etc.). So lerne ich trotzdem neue Menschen kennen, habe meinen sozialen Umgang und verbessere die sozialen Fähigkeiten, habe aber auch ein extrem stabiles Umfeld mit Menschen auf die ich mich 100%ig verlassen kann. Hobbys & Freizeit Dieser Bereich spielt natürlich auch ein bisschen mit den Bereichen Arbeit und Zielsetzungen zusammen. Es geht darum die Zeit mit den richtigen Dingen zu verbringen. Wir Menschen neigen nun mal dazu Wesen zu sein, die sich für tausende Dinge interessieren können, aber am Ende nur wenige machen. Ich möchte also die richtigen Entscheidungen treffen und sehen, dass ich meine Freizeit so nutze, dass sie mir Mehrwert bietet, aber eben auch ein guter Gegenpol zur intensiven Arbeit ist. Zielgruppe Dieses Vorgehen und die Ideen richten sich meiner Einschätzung nach an Menschen, die feste Strukturen im Leben haben wollen und nicht den „Ich reise um die Welt und lebe in den Tag hinein“-Lebensstil führen wollen. Es richtet sich an Menschen, die wirklich richtig gut in dem werden wollen was sie tun und sich von dem Möchtegern-Gelaber, mit dem man täglich auf Instagram, Youtube und anderen sozialen Medien konfrontiert wird, distanzieren wollen. Abschließende Worte So, der ganze Beitrag hat jetzt schon eine beträchtliche Länge, ist aber im Grunde genau so geworden, wie ich ihn mir gewünscht habe. Ich hoffe, dass der eine oder andere von euch jetzt interessiert ist und mich auf diesem Weg begleiten wird. Wie schon gesagt freue ich mich über jegliches Feedback. Bis die Tage, The_Phoenix
  4. Wann und wie ich lese hängt von den Büchern ab. Sachbücher lese ich gerne tagsüber, weil ich mich da mehr konzentrieren muss und mir Notizen mache. Romane etc. lese ich lieber abends zum Abschalten (anstatt mich vor den Fernseher zu setzen oder an der Konsole zu zocken). Mittlerweile wende ich dazu auch ein bisschen die Routinen von Cal Newport aus dem Buch "Deep Work" an, was bewirkt dass ich mit deutlich höherer Intensität und damit auch einfach schneller lese und mir dennoch die Inhalte besser merken kann. Bspw. habe ich vor ein paar Wochen einen Roman mit 360 Seiten in knapp 90 Minuten gelesen und könnte dir noch heute genau die Handlung wiedergeben.
  5. Liebe Leser, über die letzten Monate habe ich mich häufig beschwert, dass ich eine Veränderung an meinem Leben vornehmen möchte, aber nicht genau sagen kann in welche Richtung es gehen soll. Wie so oft stellte sich heraus, dass die Lösung direkt vor meiner Nase war und ich mit Geduld und Vertrauen in die Zukunft mir den Stress hätte ersparen können, der durch das "Gegenankämpfen" gegen die aktuelle Situation entstand. Ich habe beschlossen alle Ergebnisse, Erfahrungen und Methoden, die sich im Laufe der vergangenen Jahre durch Bücher, Gespräche und persönliche Erfahrungen angesammelt haben zusammenzufügen und daraus einen Lebensstil zu kreieren, der für mich Maßgeschneidert ist und alle Aspekte umfasst mit denen ich mich über die vergangenen Jahre beschäftigt habe. Da ich kein großer Fan der Selbstbeweihräucherung amerikanischer Persönlichkeitsentwicklungs- und Selbsthilfebücherautoren bin, die gerne ihre eigene Methode als die einzig sinnvolle und richtige Methode darstellen, möchte ich an dieser Stelle direkt vorab sagen, dass die Ergebnisse natürlich nicht jedermanns Sache sein werden und ich nicht sage, dass das Lesen der weiteren Blogs euch zwingend dabei helfen wird eure Lebensqualität zu verbessern. Jedoch glaube ich, dass jedes Stück Text, wenn man es mit einer ausreichenden Ernsthaftigkeit betrachtet, einen Mehrwert für das eigene Leben bieten kann, selbst wenn es nur dadurch ist, dass man merkt, dass man die Dinge nie im Leben so machen möchte wie der Autor des Text und das der Autor möglicherweise einen an der Klatsche hat. Nach all dem Hin und her in der jüngeren Vergangenheit, den zahlreichen Ideen zu deren Umsetzung es dann doch nicht kam, freue ich mich richtig auf dieses neue Projekt und hoffe auf Möglichkeiten des Austausches. Im ersten Beitrag wird es, wie sollte es anders sein, um die Zielerreichung bzw. das Setzten von Zielen gehen. Das ist der grundlegende Schritt den man immer machen muss: Denn wer das Ziel nicht kennt wird auch den Weg zum Ziel nicht finden. Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende und möchte abschließend noch darauf hinweisen, dass wir noch immer ein zusätzliches Mitglied für unsere Mastermind-Gruppe (siehe letzter Blogeintrag) suchen. Falls ihr Bock drauf habt: meldet euch! Bis die Tage, The_Phoenix
  6. Hallo zusammen, vor ein paar Wochen haben ein Freund und ich beschlossen eine Mastermind-Gruppe zu gründen, angelehnt an die Idee von Napoleon Hill im Buch "Think and grow rich". In den letzten Wochen haben wir, da wir uns vorher auch nicht kannten, ein bisschen getestet ob das für uns funktioniert und haben jetzt Lust min. eine weitere Person in der Gruppe aufzunehmen. Thematisch geht es dabei weniger um Frauen, sondern um allgemeine Themen, die uns beschäftigen: Networking, Karriere, Bücher, Urlaub, Fasten... alles ist möglich. Mir persönlich gefällt sehr gut an der Gruppe, dass ich mich mit jemandem austauschen kann der nicht direkt aus meinem Umfeld kommt und so auch einen anderen persönlichen Hintergrund hat. Die Gespräche sind für mich immer sehr motivierend und da wir sie bisher sonntags abends via Skype gemacht haben, waren sie bisher auch immer eine gute Motivationshilfe für die anstehende Woche. Falls ihr Interesse habt euch zu beteiligen schreibt mir doch einfach eine kurze Nachricht. Spezielle Anforderungen haben wir nicht, es wäre aber trotzdem schön, wenn ihr in eurer Nachricht zumindest kurz eure Motivation für die Teilnahme an der Gruppe beschreiben könntet. Ich freue mich auf eure Nachrichten. Bis die Tage, The_Phoenix
  7. Moin! Wie @werer schon sagte: setz Prioritäten! Mach dir eine Liste mit den Themen/ Projekten und überleg dir was wichtig und/oder dringend ist. Setz deine Prioritäten und dann zieh es durch. Ja, die Welt ist interessant und je mehr man macht, desto mehr interessante Themen findet man. Aber, überleg dir jeden Mal, wenn ein neues Thema aufkommt: bringt mir das neue Thema gegenüber dem schon angefangenen Thema langfristig mehr Wert? Hilft es die langfristige Ziele zu erreichen (wenn du denn welche hast)? Fakt ist, zumindest meiner Erfahrung nach, dass es für die eigene Entwicklung wichtig ist, wenige Themen zu bearbeiten, dass dann aber sehr intensiv und tief zu machen. Wenn ein neues Thema aufkommt: schreib es dir auf eine Liste und wenn du dein aktuelles Projekt abgeschlossen hast: guck, ob es immer noch interessant ist. Beste Grüße, The_Phoenix
  8. Hallo Nightie, ich versuche mich halbwegs kurz zu fassen. Meiner Einschätzung nach ist das Problem, dass du dir über tausend Dinge Gedanken machst und denkst, dass dir dies oder jenes dabei helfen wird ein besseres Leben zu führen (siehe das Zitat). Was wirklich helfen könnte ist tatsächlich die Reise. Allerdings finde ich auch, dass sich viele Menschen vom Reisen viel erwarten und dann enttäuscht sind, dass die Erwartungen nicht erfüllt werden. Letztlich solltest du dich mal in Ruhe hinsetzen (wahrscheinlich wird einmal nicht reichen) und versuchen dich selbst mit ein bisschen Abstand zu betrachten und dich zu fragen was du wirklich willst? Aktuell wirkt es, zumindest so wie du es beschreibst, als würdest du tausend Dingen hinterher jagen, aber nicht so richtig wissen, was du wirklich willst. Letztlich reicht es schon sich mal eine Liste mit den einzelnen Lebensbereichen zu machen: Arbeit, Sport, Frauen... etc. und zu priorisieren was wichtig ist. Im nächsten Schritt solltest du dir dann überlegen welche Ziele du in den Bereichen erreichen willst und dir überlegen mit welchen Schritten du zum Ziel kommst. Meiner Erfahrung nach ist dabei wichtig, dass du dich auf wenige Ziele konzentrierst, diese dann aber mit voller Power angehst. Sie anzugehen und umzusetzen ist dann das wichtigste (und der Schritt an dem Viele hier im Forum scheitern). Es ist verhältnismäßig leicht sich hinzusetzen sich einen schönen Plan zu machen und dann drauf zu warten das er endlich, wie magisch, von selbst in Erfüllung geht. Es mag unromantisch klingen und dem widersprechen was uns die Werbung und die Selbsthilfebücher-Industrie vermitteln wollen, aber ein erfülltes braucht Zeit und Arbeit. In manchen Bereichen sehr viel Zeit und sehr viel Arbeit. Zu sehen ist sowas an Spitzensportlern z.B. dem FC Barcelona unter Pep Guardiola: die Art und Weise wie diese Mannschaft Fussball gespielt hat, so kinderleicht aus, auch schwierige Pässe und Spielzüge. Das ist es, was die Öffentlichkeit im Fernsehen sieht und denkt "Wow, das sieht aus wie im Training", was die Öffentlichkeit nicht sieht sind die vielen Stunden an Training und Arbeit die dazu führen, dass es so leicht aussieht. Genau so ist es mit allen Bereichen im Leben. Du willst die Frauen? Dann reiß dir den Arsch auf! Du willst den Erfolg in der Karriere? Dann tu was dafür! Ich für meinen Teil, um meine Antwort zu einem Ende zu bringen, führe mittlerweile ein Leben, dass viele andere Menschen als langweilig bezeichnen würden, aber ich bin sehr glücklich damit und das ist was zählt. Achja und die Sache mit der Selbstoptimierung ist in weiten Teilen ziemlich gut, allerdings musst du sie auch zu deinem Vorteil nutzen damit so Sachen wie Ausgelaugtsein etc. einfach nicht auftreten oder du sie früh genug erkennst, denn das ist es was meiner Meinung nach die Selbstoptimierung ausmacht: man lernt sich selbst extrem gut kennen. Ich hoffe ein bisschen was von meinen Worten hat dir geholfen! MfG, The_Phoenix
  9. Liebe Leser, am Wochenende habe ich mich entschlossen einen Schritt zu gehen, der schon lange in meinem Kopf war und von dem ich wusste, dass er notwendig sein würde: ich habe meinen Social Media Konsum auf das minimale Level eingestampft. Okay, ich habe es nicht innerhalb eines Wochenendes gemacht, aber es war der letzte Schritt. Ihr fragt euch wahrscheinlich warum ich das gemacht habe und welchen Nutzen ich mir davon verspreche. Ihr sollt die Antworten bekommen. Beginnen möchte ich mit meinem generellen Nutzungsverhalten, wie es mal gewesen ist. Ich war immer großer Fan von sozialen Medien. Die nahezu Echtzeit, in der mich Nachrichten erreichten, die Inspiration die ich finden konnte und in gewisser Weise auch die Zerstreuung, die es mir geboten hat. Wenn wir die jüngeren Anfänge (die VZs) weg lassen, habe ich vor 7 oder 8 Jahren damit begonnen soziale Medien regelmäßig zu nutzen. Anfangs waren es Blogs, mein Mitteilungsbedürfnis war scheinbar sehr groß, später dann Facebook, anfangs sehr aktiv, eine Zeit lang Twitter und dann irgendwann auch Instagram und Jodel. Alles schön und gut, klingt jetzt noch nicht so dramatisch. Mit Twitter ging es dann irgendwann zurück, weil ich einfach nicht mehr wusste, welchen Mehrwert es mir bringen sollte. So wurde ich erst zum passiven Nutzer und irgendwann nutze ich es gar nicht mehr. Bei Facebook war das anders. Als ich mich am Wochenende durch meine Vergangenheit scrollte und dabei alle Einträge auf meiner Chronik löschte, wurde mir erst bewusst, dass ich a) unglaublich aktiv gewesen bin und b) ich mit vielen Inhalten einfach nicht mehr in Verbindung gebracht werden wollte. Daher dann auch der krasse Schritt alles zu löschen. Die Idee ist ganz einfach: wenn ich nicht mehr vermute, dass es interessanten Inhalt gibt, dann nutze ich die Seite nicht mehr und verbringe nicht mehr die Zeit damit durch den Newsfeed zu scrollen und zu hoffen, dass sich irgendwann mal was Spannendes findet. Ja, ich habe auch erst gedacht, dass das schon komisch sein würde und das ich ja so viele spannende Artikel über Facebook gefunden habe. Eine leise Stimme in meinem Hinterkopf fragte aber: waren die Artikel wirklich so spannend? Bringen dich die Inhalte wirklich weiter? Die Antwort lautete ganz klar NEIN! Was also machen? Den Account ganz löschen möchte ich nicht, weil ich ihn noch zur Kommunikation, speziell über Uni-Themen nutze und es für die Vernetzung am einfachsten ist. Dafür beschloss ich aber mich selbst aus dem Staub zu machen, selbst nicht mehr zu posten, meine Chronik zu sperren und jegliche Form der Ablenkung durch Facebook runter zu schrauben. Der eine oder andere von euch wird jetzt einwerfen, dass ich doch einfach ein Browser-Plugin nutzen könnte, dass bestimmte Seiten sperrt, wenn ich produktiv sein will. Damit habe ich angefangen, wollte dann aber den nächsten Schritt machen. Mich von Jodel zu trennen war leicht. Die Jodel gingen mir nur noch auf die Eier und es war wirklich eine Erleichterung die App nicht mehr zu haben. Bleibt noch Instagram. Da hatte ich immer versucht aktiver zu werden, Follower zu bekommen und war entsprechend auch ein bisschen emotional involviert. Dazu kommt, dass man mit den Leuten denen man selbst folgt auf eine gewisse Art und Weise ja auch eine „Beziehung“ hat. Man bekommt mit was in ihrem Leben passiert, man motiviert sich durch Bilder von Sportlern etc. Doch, und das war letztlich der entscheidende Punkt: Instagram zerstört die Wahrnehmung und die Konzentration. Durch das scrollen durch den Feed oder das Ansehen von Bildern und Videos in den Storys wird die Aufmerksamkeit immer wieder für Sekunden auf eine Sache gelenkt, bevor dann schon das nächste kommt… und dann will man sich hinsetzen und konzentriert arbeiten. Das funktioniert eher schlecht. Also habe ich die App auch deinstalliert. Zusätzlich habe ich alle Benachrichtigungen auf meinem Smartphone ausgestellt und mir einen genauen Plan gemacht, wann ich meine Mails ansehe. Das Ergebnis: ich bin viel ruhiger und entspannter. Ich gucke nicht mehr alle paar Minuten auf mein Handy. Ich rege mich nicht mehr über Kommentare bei Facebook auf. Ich vermisse die Nutzung nicht. Bei keiner einzigen Plattform. Stattdessen lese ich noch konzentrierter, lerne konzentrierter und merke wie mein Gehirn sich deutlich besser entspannen kann. Wenn ich dann beim Lernen noch Ohropax in die Ohren mache, bin ich wie im Tunnel. Das ist ein geiles Gefühl und wird mir auf Dauer helfen noch besser zu werden. Falls ihr noch mehr dazu erfahren wollt, kann ich euch das Buch „Deep Work“ ans Herz legen. Das hat mir in Sachen Produktivität und Qualität des Lernens und Arbeitens unglaublich viel geholfen. Ob ich irgendwann wieder soziale Medien nutzen werde? Vielleicht, wenn ich selbst gute Inhalte erstellen kann. Dazu muss ich jetzt aber erst mal meinen Weg gehen und dazu brauche ich meine Ruhe. Aber wenn so wenige Tage ohne, mein Leben gefühlt schon so viel besser machen, warum sollte ich dann überhaupt wieder anfangen? Bis die Tage, The_Phoenix
  10. Danke für den Tipp. Werd ich mir mal ansehen.
  11. Sehr gute und vor allen Dingen kompakte Zusammenfassung! Richtig gut! Zu Deiner Einleitung über Facebook, Instagram und Snapchat: Ich habe, aus Gründen der Produktivität und um die Ablenkung zu verringern, alle Apps gelöscht, die auf irgendeine Art und Weise "Aufmerksamkeit" wollten. Habe Facebook komplett runter gefahren und nutze da nur noch den Messenger und meine Lebensqualität ist durch die Decke gegangen. Wird es immer so bleiben? Nö! Aber wenn man seine Ziele verfolgen will, wenn man bereit ist alles dafür zu investieren, dann muss man auch bereit sein "krassere" Einschnitte zu machen und die perfekten Bedingungen für das Erreichen der Ziele schaffen.
  12. Servus zusammen, falls ihr noch Inspiration oder Buchtipps sucht, ich habe in meinem aktuellen Blogeintrag: eine Liste der Bücher veröffentlicht, die ich im letzten Halbjahr gelesen habe. Vielleicht ist ja für den Einen oder Anderen was dabei. Grüße, The_Phoenix
  13. Liebe Leser, in meinem letzten Beitrag habe ich euch davon berichtet, dass ich in einer Phase steckte, in der ich faul war, versuchte zu regenerieren und überlegte, wie mein Leben weitergehen soll. Heute möchte ich euch berichten, wie es danach bei mir weitergegangen ist, welche Schlüsse ich gezogen habe und was jetzt die nächsten Schritte sind. Da ich seit einiger Zeit das Ziel verfolge jeden Monat drei Bücher zu lesen und mir auf im vergangenen Halbjahr das Lesen großen Mehrwert geboten hat, möchte ich euch auch heute, wie schon im ersten Teil, einen Einblick in die Bücher geben, die ich gelesen habe. Die mit * gezeichneten Bücher, sind meiner Meinung nach absolut lesenswert. Falls ihr zu einzelnen Büchern genauere Rezensionen haben wollt oder euch interessiert welchen Mehrwert ich aus ihnen gezogen habe, schreibt mir doch bitte eine PN oder kommentiert diesen Beitrag. Das Lied von Eis und Feuer 9 und 10 Keith Ferrazzi – Never Eat Alone (Networking) Dale Carnegie – How to make friends and influence people* Eckhart Tolle- Eine neue Erde* John Dickie – Cosa Nostra Hofmann/ Löhle –Erfolgreich lernen Spieltheorie für Dummies Monika Scheddin – Erfolgsgeheimnis Networking Tolkien – Briefe vom Weihnachtsmann Krengel –Golden Rules Melville – Moby Dick* Bud Spencer – Was ich euch noch sagen wollte Newport – Deep Work* Branden – Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls* Brynjolfsson/McAfee – Race against the machine* Ryan Holiday – Ego is the enemy* Ryan Holiday – The obstacle is the way* Puett/ Gross-Loh - The Path* Aktuell lese ich: Seneca – Seneca’s Letters from a stoic* Hawkins – Letting go* Speziell die Bücher von Ryan Holiday und die philosophischen Bücher (Seneca, „The Path“) waren für mich außerordentlich interessant. Sie machten mir bewusst, dass ich meine Ziele zu langfristig angesetzt habe. In „The Path“ wird das Beispiel genannt, dass man das Leben wie ein Farmer sehen sollte. Man „säht“ seine Eigenschaften und Interessen und guckt welche sich entwickeln und welche nicht. Wer lange sich langfristige Ziele setzt schränkt seine eigene Entwicklung auf den Bereich ein, auf den er fokussiert ist. So ging es mir zumindest. Ich habe meine kurzfristigen Ziele immer so gesetzt, dass ich den nächsten Schritt zu den langfristigen Zielen gemacht habe. Das ist auch nicht zwingend verkehrt, aber ich habe mir dadurch den Blick über den Tellerrand hinaus genommen. Deswegen war es in den Ruhephase für mich wichtig Abstand zu dem zu gewinnen, was ich in den letzten Jahren gemacht habe und möglichst objektiv zu erkennen, was alles möglich sein könnte. Das ist nicht so einfach. Meine Erkenntnis war dabei auch, dass ich letztlich nicht mehr so weit voraus planen sollte. Es erzeugte enormen Druck, wenn ich meine Ziele erreichte, aber wusste, dass noch ein langer Weg vor mir liegt. Ich konnte die Erfolge nicht richtig genießen. Zudem weiß man nie, ob man die Träume, die man sich langfristig erfüllen will, wirklich erfüllen kann, also ob man überhaupt noch 10, 20 oder 30 Jahre lebt. Das klingt so pessimistisch, hat mich aber zu dem Entschluss gebracht immer nur noch den nächsten und den übernächsten Schritt wirklich konkret zu planen. Es ist eine Erleichterung. Zusätzlich habe ich meine Routinen fast einen ganzen Monat ausgesetzt und jede einzelne und jeden einzelnen Schritt kritisch hinterfragt. Ergebnis war, dass ich zwar körperliche, geistige und universitäre Aspekte gut kontrollieren konnte und integriert habe, dass ich aber wenig Wert auf soziale und charakterliche Entwicklung gelegt habe. Nun ist es natürlich schwierig das Verhalten im Umgang mit Menschen richtig zu messen und sich Ziele zu setzen, dass ich aber eine meiner Ziele. Beispielsweise hat Dale Carnegie im oben genannten Buch unterschiedliche Regeln aufgestellt, welche ich nach und nach in mein Leben integrieren möchte. Ähnlich verhält es sich mit anderen Eigenschaften, die ich in anderen Büchern als sinnvoll entdeckt habe. Diesen Aspekt meines Lebens weiterzuentwickeln ist für mich sehr wichtig geworden (konkretere Beispiele folgen in den nächsten Wochen). Kurze Anmerkung: wenn ihr Bücher lest, speziell Sachbücher, macht euch Notizen. Es wird so viel leichter im Nachhinein die wichtigsten Punkte zu wiederholen und sich vor Augen zu führen, was an ihnen so wichtig ist. Ich habe mir jetzt ein Dokument angelegt, in dem ich die wichtigsten Erkenntnisse aller Bücher noch mal zusammenfasse. Dieses Dokument hat einen unbeschreiblichen Wert für mich. Seit wenigen Stunden bin ich zurück von meinem Osterbesuch bei den Eltern. Nach 1,5 Wochen nahezu ohne Internet und mit Abstand zu meinem „normalen“ Leben, fühle ich dieses Kribbeln in mir. Ich habe Bock, ich bin wieder motiviert. Ich habe dieses Gefühl im Bauch, dass ich jetzt wieder alles erreichen kann, wenn ich bereit bin die Arbeit reinzustecken. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Seneca: In dem Sinne: versucht das Beste aus jedem Tag zu machen. Ich für meinen Teil werde es versuchen. Bis die Tage, The_Phoenix
  14. Selbstdisziplin ist eine Sache die man lernen kann. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, dass es Zeit und ein gewisses Durchhaltevermögen erfordert. Meiner Erfahrung nach sind drei Dinge wichtig, speziell wenn es um Disziplin beim Lernen geht: Ziele, ein Plan und Routine. Als erstes zu den Zielen. Wie schon in anderen Antworten erwähnt wurde, solltest du klein Anfangen und dich dann steigern. Wichtig ist dabei, dass du es kontrollierst. Für mich war es im Studium so, dass ich geguckt habe, wie viel ich überhaupt in einer Woche lerne und dann von diesem Ist-Stundenwert ausgegangen bin und ihn Schritt für Schritt erhöht habe. Nun ist Druck für manche Menschen eher Hemmnis als Motivation, deswegen solltest du dich für jede abgeschlossene Einheit auch auf irgendeine Art und Weise belohnen. Für den Anfang ist das sehr hilfreich. Dazu brauchst du einen Plan und eine Übersicht was du überhaupt lernen musst. Fang am besten an vom Prüfungstermin ausgehend von hinten nach vorne zu planen, welche Dinge du lernen und erledigen musst. Dabei solltest du Pufferzeiten einplanen (schließlich wird man ja auch mal krank etc.). Wenn du das ordentlich machst, hast du sofort vor Augen mit welchen Aufgaben du jetzt beginnen muss. Oft ist nämlich auch genau das ein Hemmnis, dass man nicht genau weiß wie man anfangen soll. Dritter Punkt: Schaff dir eine Lernroutine durch die du dir eine Lernumgebung schaffst in der du möglichst wenig abgelenkt bist. Die ist individuell gestaltbar und abhängig davon was dir hilft. Zu empfehlen ist das Aufräumen des Schreibtischs (so das nichts mehr drauf liegt, was dich ablenken könnte), Lüften des Zimmers, Ausschalten/ Lautlosstellen des Handys, evtl. Abstellen des Internet-Routers, Ziele für die Lerneinheit setzen, einen Zeitrahmen dafür setzen. Das klingt jetzt sehr kompliziert, hilft aber auf Dauer enorm weiter. Empfehlen kann ich dir (und jedem Anderen der hier mitliest) das Buch "Deep Work" von Cal Newport zu lesen. Das hat mein Lernniveau auf ein ganz neues Level gehoben und mir geholfen viele Ablenkungen zu beseitigen. Viele Grüße, The_Phoenix
  15. Also, ich habe mich letztens mit der Frage beschäftigt, wohin es nach dem Studium gehen soll und dabei einfach mal gesucht, welche Städte in Deutschland und Europa die höchste Lebensqualität haben. Klar, diese Ranglisten hängen immer von den Faktoren desjenigen ab, der sie erstellt, aber vielleicht hilft es dir ja weiter da mal nach zu suchen. Ansonsten hängt es natürlich auch immer davon ab was du willst: Wohnort mit Strand in der Nähe? Oder lieber Berge zum Wandern und Skifahren? Solche Sachen halt. Um noch einen konkreten Vorschlag zu nennen: ich bin großer Fan von Barcelona, weil urbanes, städtisches Leben und Strand so dicht beieinander liegen. Allerdings ist die Stadt in den letzten Jahren förmlich von Touristen überlaufen worden. Grüße, The_Phoenix