rsc

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  1. Endlich mit dem DJBC weitergemacht (Woche 7)

    Geil, dass du wieder durchziehst. Liest sich stabil! Quatscht der eiskalt an, obwohl Mama und Papa mit im Schlepptau sind. Bin nächste Woche am WE in NRW. Willst du mir mal um der alten Zeiten willen zeigen, wie das mit dem Streeten noch mal funktioniert? (^_^) Cheers, rsc
  2. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Auf der Überholspur !!! Cheers, rsc
  3. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Danke. Hoffe, es hat dir vortrefflich gemundet :) Auch dir möchte ich danken. Zu deiner Frage: Viel wichtiger als die Frage, wie du dein Geld rentabel anlegst, ist die Frage, wie du viel von deinem Geld behältst. Besonders nach Ende des Studiums neigen junge Menschen dazu, mit ihrem Lebensstandard in Sphären vorzudringen, die in dem Alter absolut überzogen sind. Die Leute neigen seltsamerweise dazu, an den kleinen Schrauben drehen zu wollen, statt erst einmal an der großen Schraube zu drehen. In diesem Kontext ist die große Schraube dein Einkommensüberschuss und die kleine Schraube das rentable Investieren dieses Überschusses. Als Softwareentwickler in einem Großunternehmen wirst du >2000 Euro netto im Monat zur Verfügung haben. Davon kannst du locker 800 (eher mehr) monatlich anlegen, selbst wenn du wie ein König lebst. Um sich da das richtige Mindset anzueignen, könntest du dir die folgenden Bücher ansehen, die meiner Meinung nach genial sind: Robert Kiyosaki, Sharon Lechter - Rich Dad, Poor Dad Dirk Müller - Cashkurs George Samuel Claeson - Der reichste Mann von Babylon An der Stelle möchte ich auch den Sparen-Thread von @Neice wärmstens empfehlen. Im nächsten Zug würde ich mir dieses Schmuckstück ansehen: Gerd Kommer - Souverän investieren mit Indexfonds, Indexzertifikaten und ETFs. Kleine Vorwarnung: Das Buch ist für Anfänger geeignet, aber es ist relativ schwere Kost mit vielen Zahlen und Beispielen. Danach bist du aber zumindest in der Lage, schon mal in ETFs und Indexfonds zu investieren. Hier kommt dann der Punkt, wo aktives Handeln gefragt ist. Such dir einen Anbieter, bei dem du ein Depot anlegen kannst, bei dem du nach Möglichkeit keine großen Gebühren bei monatlichen Wertpapiersparplänen hast. Comdirect ist da recht komfortabel. Das ist der schwierigste Schritt, das Anfangen. Es ist kinderleicht und doch stolpern und fallen erschreckend viele Leute an dieser Hürde. Wenn du bis zu diesem Punkt gekommen bist, dann wirst du selbst in der Lage sein, dir ein tiefer gehendes Wissen im Aktienbereich anzueignen. Jetzt noch mehr auszuholen, wäre an dieser Stelle fehl am Platz. Ihr hört am Sonntag von mir. Ich habe wieder Lust, aktiver zu werden. Das ist ein gutes Zeichen. Die nächste Zeit wird witzig, das spüre ich. ChooChoo! Cheers, rsc
  4. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Splitten in Split - Echte Freunde teilen alles Fleisch, wo ich auch hinsehe. Beschwipste Feierwütige ziehen munter vor sich hin gackernd an uns vorbei. So viel Fleisch. Pater und ich sitzen rauchend an der Strandpromenade, schauen auf das offene Meer hinaus und drücken uns ein Bier in den Schädel. Die Meeresluft steigt mir in die Nase. Es ist mittlerweile nach Mitternacht. Besoffene Neandertaler entkleiden sich und stapfen mit der Leichtfüßigkeit eines Grizzlybärs ins Wasser, um sich von der Schwüle der Nacht in die Frische des Meeres zu retten. Zwei Mädels in weiter Ferne stehen im Wasser und strecken ihre BHs in die Luft. Aufgeregtes Geschnatter. Ich nehme den wohligen Geruch eines Joints neben mir wahr. Ein paar Meter entfernt plustert sich ein Halbstarker auf und drückt einem Freund sein Bier in die Hand, um den Versuch zu wagen, sich 2 Minuten lang an einer Klimmzugstange festzuhalten. Weiß der Geier, wie der bisher überlebt hat. Die Frauen machen mich ganz verrückt. Vor zwei Tagen war hier ein großes Festival und das zieht noch mehr Sahnestücke als sonst in die Stadt. Braungebrannte Mädels in kurzen Kleidern lassen mich vor Wollust schäumen. RAWRR. „Sollen wir?“ – „Jo.“ Wir zwängen uns an den Massen vor dem Eingang vorbei und betreten den Club. Leckmichfettverpissdichmitdeinembierausmeinemgesichtwarumisteshiersovollhiermirplatztgleichdiehutschnur. Rückzug, ein paar Meter weiter ist zum Glück noch ein Club. Die Tanzfläche ruft uns. Pater verzieht sich auf Toilette. Ich nutze die Gelegenheit, um mich in die hinterletzte Ecke zu verkrümeln, und mir eine zu rauchen. Mein Bier und ich tauschen liebevolle Blicke aus, als wir von einem Schokobrummer unterbrochen werden. „Hey, where are you from?“ Ich gucke mein Bier an. Es guckt fragend zurück. Mir dämmert, dass sie mich und nicht mein Bier meint, also antworte ich. Sie ist Deutsche und verwickelt mich in ein seltsames Gespräch. Meine Irritation wird mit jedem Moment größer. Pater kehrt von seiner langwierigen Reise zurück und schaut sich das Szenario amüsiert an. Ich bin zu höflich, um ihr zu sagen, dass ich keine Lust auf sie habe. Gleichzeitig habe ich keine Lust, mich zutexten zu lassen. Mir kommt eine Idee. Ich zwicke ihr in den Oberarm und gucke sie dabei böse an. „Fuck, warum hast du das gemacht?“. Ich zwicke ihr noch mal in den Oberarm und knurre dabei. Ihr Blick sagt irgendetwas zwischen „Alter, bist du behindert?“ und „Wo finde ich den nächsten Schokomuffin“ aus. Dann dampft sie ab. Eine Zeit lang passiert nicht viel, außer dass ich eine Zigarette nach der anderen einatme. Pater hat keine Eier und ich auch nicht. Als er ausnahmsweise auf Toilette verschwindet, quatsche ich zwei junge Mädels an. Die warten gerade auf ihre Pizza und ihr Taxi und finden mich aus irgendeinem Grund ziemlich witzig. Ich erzähle ihnen gerade, wie mein Vater mir die Verführung von Frauen beigebracht hat, als Pater dazustößt. Das Gespräch entwickelt sich ganz gut. Viel Gelächter. Vor allen Dingen feiern wir aber uns selbst. Hätte mich auch nicht gewundert, wenn wir uns gegenseitig unter dem Tisch dabei einen runtergeholt hätten. Pater holt sich ihre Nummer. Ah, ok. Das wäre der Moment gewesen. Passiert mir immer wieder. Ich quatsche die Mädels an und meine Kollegen holen sich die Nummer, weil ich keine Anstalten mache, es selbst zu versuchen. Scheiße. Es wird langsam spät…oder früh, je nach Betrachtungsweise. An der Bar erspähe ich eine Brünette, die sich gerade einen Drink zu ordern scheint. Ich frage Pater, ob er sie ficken würde. „Ja sicheeer.“ Na dann. Todesmutig prügle ich mir den Weg zu ihr frei. Naja, eigentlich gehe ich einfach nur geradeaus. Ich beziehe neben ihr an der Bar Stellung. Sie guckt mich an, ich gucke sie an. Wo sie herkommt möchte ich von ihr wissen. Norwegen. Cool. Wo ich herkomme möchte sie wissen. Deutschland. Cool. Gutes Gespräch, fetzt richtig. Sie erzählt mir, dass sie Krankenschwester ist. Ich frage sie, ob sie schon mal zwei Zigaretten gleichzeitig geraucht hat. Die Frage verstört sie etwas und sie erwidert, dass sie nicht raucht und Rauchen ekelig findet. Ich empfinde es als einen guten Moment, mir eine Zigarette anzuzünden. Sie funkelt mich böse an. Mein Bier würde mich nie böse anfunkeln. Ich beschließe, mir ein neues Bier zu ordern. Ich frage sie, wo ihre Freunde sind. Sie ist mit ihrer Freundin hier, die irgendwo mit einem Kerl rumlungert, hat sie schon eine Weile nicht gesehen. Ich sage ihr, dass sie sich nicht schämen braucht, wenn ihre Freundin imaginär ist und sie eigentlich alleine hier ist. Das versteht sie nicht. Pater erscheint wie aus dem Nichts. Er ist wie ein Ninja-Geheimagent, den man nicht kommen sieht und plötzlich hat man eine Pistole an der Schläfe. Ich lasse mir meine Verblüffung natürlich nicht anmerken. Stattdessen bewege ich mich einen Schritt nach links, um die Scherben auf dem Boden zu begutachten. Ich schiebe sie mit dem Fuß zu einer Linie zusammen, um meinen inneren Autismus zu befriedigen und die Ordnungsmäßigkeit in diesem Club zu wahren. Währenddessen stellt Pater sich der Brünetten vor. Ich bin froh, dass er redet, denn dank ihm kann ich die Zeit nutzen, um meinem Bier schmutzige Dinge ins Ohr zu säuseln. Nach einem kurzen Abenteuerausflug auf Toilette kehre ich zu den beiden zurück. Wir unterhalten uns über irgendeinen Scheiß. Dann kündigen Pater und ich an, dass wir uns langsam vom Acker machen. Ob sie mitkommen will. Klar, aber sie will vorher mit ihrer Freundin sprechen. Ich verkünde, dass ich sie ausfindig machen werde und marschiere los. Moment, wohin muss ich überhaupt, ich weiß nicht mal, wer ihre Freundin ist. Hahahaha. Guter Plan, rsc. Ich lasse mir aber natürlich nichts anmerken und steuere zielsicher auf eine zufällig ausgewählte Blondine zu, die ich dann frage, ob sie zur Brünetten gehört. Sie versteht mein Anliegen nicht. Ich erläutere ihr, dass Pater und ich jetzt gehen und die Brünette mitnehmen und ob sie mitkommen möchte. Sie reicht mein Angebot mit einem verdatterten Kopfschütteln zurück. Merkwürdig. Ich erkenne, dass mein Plan ziemlich scheiße ist und kehre zu Pater und der Brünetten zurück. Die Brünette macht ihre Freundin ausfindig, welche allerdings schon einen Kerl aufgerissen hat. Scheiße. Wir latschen zu fünft aus dem Club. Zu uns ins Apartment sind es 20 Minuten zu Fuß. Das ist mir zu heikel, in der Zeit kann viel passieren. Ich bestelle in Windeseile ein Uber, das 50 Meter weiter auf uns wartet. So schnell habe ich noch nie ein Uber gefunden. Manchmal habe ich auch mal Glück. In den Wagen passen allerdings nur vier von uns rein und wir sind zu fünft. Also trennen wir uns. Die Brünette fährt mit Pater und mir und ihre Freundin mit ihrem Kerl. Tür zu, ins Taxi rein, zwei Kerle, eine Frau. Nach einer Minute Fahrt äußert sie erste Bedenken, ob es nicht doch besser wäre, wenn sie nach Hause fährt. Wir entgegnen, dass wir erst einmal zu uns fahren, und ihr dann noch ein Taxi bestellen können, wenn sie nach Hause möchte. Das geht für sie in Ordnung. Hach, Frauen. Muss man einfach lieben. Auf der Fahrt selbst beratschlagen wir uns auf Deutsch, wie unser Plan aussieht, während die Brünette daneben sitzt. Sah dann ungefähr so aus: „Was haben wir eigentlich vor, haben wir einen Plan?“ „Keine Ahnung, habe gehofft, dass du einen hast.“ „ALTER, WIR BRAUCHEN EINEN PLAN.“ „Wir nehmen sie einfach beide.“ „Scheiße.“ Das Taxi setzt uns ab. Wir betreten das Apartment und knipsen das Licht an. HRMLGLGLMR aus irgendeiner Ecke. Oh, unser Kumpel schläft halbnackt auf der Couch im Wohnzimmer. Er guckt uns an, als hätten wir ihm gerade einen Analdildo zu Weihnachten geschenkt. Pater spricht kurz mit ihm und dann verdrückt er sich. Schritt für Schritt, Hürde für Hürde. Pater setzt sich mit der Brünetten auf die Couch, während ich Getränke besorge. Ich nutze den Moment der Einsamkeit in der Küche, um mich eine Minute lang kaputtzulachen, weil das so eine behinderte Aktion ist. Dann gehe ich eine rauchen und überlasse Pater komplett das Zepter. Ich komme wieder uns setze mich auf die Couch. Pater und ich beratschlagen uns wieder. Ich sage ihm, dass sie da sitzt wie ein Vergewaltigungsopfer, fehlt nur noch, dass sie sich unter die Dusche stellt und stundenlang abschrubbt. Also quatschen wir…und quatschen…über Urlaube, über diesen Scheiß, über jenen Scheiß. Irgendwann küsst er sie. Er flüstert ihr was ins Ohr, dann dreht sie sich zu mir und küsst mich. Fuck. Es geht noch kurze Zeit so weiter. Dann gehen wir zu dritt in unser Zimmer. Hierbei müsst ihr wissen, dass unser Apartment aus drei Zimmern bestand. Pater und ich haben das Kinderzimmer mit Hochbett bekommen. Das sah so genial aus. Ohne Scheiß, hätten wir an das Hochbett noch eine Rutsche gebastelt und ein Bälleparadies aufgebaut, wäre das der Traum eines jeden Jungen. Genug geschwurbelt. Wir führen sie also ins Zimmer. Sie betritt es mit den Worten „Are you fucking kidding me?“, weil…naja…weil es eben ein Kinderzimmer ist und in der Situation so grotesk unpassend ist. Ich kriege mich nicht mehr ein vor Lachen und sage Pater, dass er sich alleine vergnügen kann, weil es mir zu weird wird und ich schlafen gehe. Dann setze ich mich auf die Couch und lache…und überlege. Eine Zigarette folgt…der Gang zur Couch. Fuck, was mache ich jetzt. Schlafen kann ich auch nicht. Ich überlege…dann gehe ich zurück zum Zimmer. Just in dem Moment stößt Pater die Tür auf und sagt mir „Alter, geh einfach rein, die hat eh noch Bock. Ich geh jetzt pennen.“ Ich gehe also einfach rein und lege mich dazu. Sie hat tatsächlich noch Bock. Wir vögeln. Das war das zweite Mal, dass ich einen Dreier mit Pater ausgeschlagen habe. Beim dritten Mal komme ich vermutlich in die Hölle. Morgen oder übermorgen folgt noch ein Beitrag. Gehabt euch wohl an diesem wundervollen Sonntag. Cheers, rsc
  5. Nach 2 kürzeren Beziehungen wieder fast am Anfang

    Wer hat euch als Kind auf den Boden geworfen? ... Ich fass es nicht. Cheers, rsc
  6. Bleiben oder Gehen

    Ganz generell kannst du davon ausgehen, dass du 90% der Probleme, die du jetzt hast, bei einem Umzug mitnehmen wirst. Lass dir das von jemandem gesagt sein, der schon ein paar Umzüge hinter sich hat. Es gibt nur ganz wenige auf den Wohnort zurückzuführende Probleme, die Unzufriedenheit generieren, und die von dir genannten gehören nicht dazu. Was ich bei dir als große Problemherde herauslese, sind die folgenden Punkte: Du befindest dich in einer beruflichen Sackgasse oder zumindest empfindest du es so. Du hast keine Lust auf Schichtarbeit. Du würdest lieber mit Menschen arbeiten als nur mit Maschinen. Du hast Probleme Anschluss zu finden. Du hast nach der Arbeit keinen Antrieb, irgendeiner Tätigkeit mehr nachzugehen. Fassen wir das mal zusammen, dann sind die ersten drei deiner fünf Problemherde direkt auf die Arbeit zurückzuführen. Die anderen beiden werden mehr oder weniger indirekt von deiner Arbeit beeinflusst. Wenn du in deinem jetzigen Wohnort keinen Anschluss findest, dann wird das auch woanders nicht besser, sondern eher schwieriger, ist einfach so. Jetzt ist natürlich die Frage, was für Optionen du hast, denn einfach umzuziehen wird dich nicht weiterbringen. Es hört sich für mich an, als hättest du nicht den leisesten Schimmer, was du beruflich eigentlich möchtest. Deine Vorstellungen sind dermaßen grob und unkonkret gehalten, dass es den Anschein hat, du hättest dir da noch nicht genug Gedanken drüber gemacht. Das war bei mir vor 1-2 Jahren noch ähnlich, aber auch nur, weil ich mich nie eingehend damit beschäftigt habe. Beantworte mal bitte die folgenden Fragen: Warum hast du den technischen Fachwirt gemacht? Stand da eine bestimmte Absicht hinter? Warum machst du derzeit den technischen Betriebswirt? Steht da eine bestimmte Absicht hinter? Was sind deine Hobbies? Was für Interessen hast du? Gibt es Tätigkeiten, bei denen du in einen Flow-Zustand kommst, wenn du sie ausübst? Wenn Geld nicht dein primärer Antrieb gewesen wäre, was hättest du dann für einen Ausbildungsberuf/Studiengang/Beruf gewählt? Käme ein Studium jetzt noch für dich in Frage? Wenn die Möglichkeit des Scheiterns ausgeschlossen wäre, was wäre dann dein Traumberuf? Beantworte diese Fragen mal und dann sehen wir weiter. Cheers, rsc
  7. "Wer ausdauernd ist, scheint gegen dauernden Misserfolg gefeit zu sein: Jeder Rückschlag, jede Niederlage erweist sich für ihn lediglich als eine weitere Etappe zum endgültigen Erfolg. [...] Wer genügend Willenskraft und Selbstvertrauen besitzt, um nach jedem Sturz wieder aufzustehen und weiterzumarschieren, der erreicht am Ende unweigerlich sein Ziel. Hindernisse und Entmutigungen sind die Feuerprobe, die jeder bestehen muss, ehe er sich auf seinen wohlverdienten Lorbeeren ausruhen kann. Wer durchhält, wird für seine Ausdauer fürstlich belohnt - denn es gibt keinen Plan, den er nicht realisieren, kein Ziel, das er nicht erreichen könnte. Aber das ist noch nicht alles: Wer unermüdlich weiterkämpft und sich von keinem Hindernis abschrecken lässt, gelangt irgendwann auf seinem Weg zu einer Erkenntnis, die noch weit wertvoller ist als alle Schätze dieser Welt. Er erkennt nämlich, dass jede Widrigkeit den Keim eines ebenso großen Vorteils in sich trägt." Bei diesem Thread musste ich unweigerlich an dieses Zitat denken. @walga nimmt sich die Zeit und wendet viel Mühe auf, uns auf seinem Weg teilhaben zu lassen. Ich finde es erstaunlich, wie viele neidende Leute das direkt triggert, die ihm hier die ganze Zeit den Teufel an die Wand malen wollen ohne jegliches Interesse daran, ihm Hinweise oder Ratschläge geben zu wollen - lediglich getrieben von Neid und Missgunst. Er kennt das Risiko und hat schon hundert Mal gesagt, dass er es trotz des Risikos durchzieht. Trotz der ganzen windmühlenartigen Beiträge hier gibt er uns immer noch Updates und gewährt uns Einblicke in Kalkulationen, Mindsets und Erfahrungen, derer es sehr viel Zeit für die schriftliche Aufbereitung bedarf. Ich wünsche mir inständig für dich, dass du die neiderfüllten Beiträge hier als zusätzlichen Ansporn siehst und dich aller Widrigkeiten zum Trotz mit deinem Vorhaben durchsetzen wirst und den verdienten Erfolg erntest. Lass den Kleingeistern ihren kleinen Geist und zeig ihnen, wie falsch sie lagen. Alles Gute. Cheers, rsc
  8. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Bestandsaufnahme meines Lebens Disclaimer: Heute geht es nicht um Frauen. Dieser Beitrag widmet sich nur dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Von Zeit zu Zeit mache ich eine kleine Bestandsaufnahme meines Lebens, um zu sehen, wo ich gerade bin und in welche Richtung ich mich bewege. Dafür eignet sich der heutige Tag sehr gut, denn zumindest bei mir ist der Himmel gerade mit Regenwolken überzogen. Also dann, lasst uns starten. Hierfür nutze ich das Säulenmodell. Wer das Säulenmodell noch nicht kennt, dem will ich das kurz erläutern. Das Säulenmodell des Lebens besteht je nach Quelle aus einer unterschiedlichen Anzahl von 4 oder mehr Säulen, bei denen auch die Benennung variiert. Die Grundidee dahinter und die Bereiche, die diese Säulen im Plenum abdecken, sind immer gleich. Diese Säulen bieten dem Menschen halt, wenn sie solide gebaut sind und regelmäßig in Stand gehalten werden. Um ein ausbalanciertes Leben führen zu können, sollte regelmäßig dafür gesorgt werden, dass diese Säulen stark sind. Selbst wenn ein unerwartetes Ereignis eintritt und eine dieser Säulen wegbricht oder zerfällt, so kann das von den anderen Säulen ausbalanciert werden, sofern diese selbst nicht stark beschädigt sind. Die fünf Säulen teilen sich wie folgt auf: Arbeit und Leistung Materielle Sicherheit Gesundheit von Körper – Seele – Geist Private Beziehungen, Interessen und Hobbys Liebe – Partnerschaft – Familie Es ist uns nur dann möglich, stabile Säulen zu errichten, wenn wir sinnvolle Werte, Überzeugungen und Glaubenssätze besitzen und um diese zu entwickeln, bedarf es sowohl eines guten Selbstvertrauens als auch eines guten Selbstwertgefühls. Ich werde im Folgenden einfach munter drauf los tippen, ohne auf Struktur oder Sinn zu achten. Heute missbrauche ich diesen Log für die mentalen Ejakulationen meines Gehirns. Seht das hier als ungefilterten Tagebucheintrag an. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen dabei, ein mehrdimensionales Bild von mir zu bekommen und sich besser identifizieren zu können, vielleicht auch nicht. Arbeit und Leistung Jaa, pff, hmpf. Ohne Scheiß, ich bewundere jeden, der es schafft, im Internet ohne groß drüber nachzudenken persönliche Details von sich zu offenbaren. Es gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken, mich anderen Menschen zu öffnen schätze ich. Arbeit und Leistung...njoa, läuft hervorragend. Mein Studium habe ich als einer der Besten abgeschlossen und bin jetzt im normalen Arbeitsleben angekommen. Dadurch, dass ich mich beruflich in einem überaus gefragten Bereich positioniert habe, wo auch in Zukunft die Nachfrage nicht verebben wird, brauche ich mir über meine berufliche Zukunft eher keine Gedanken zu machen. Momentan versuche ich erst einmal, durch überdurchschnittlich gute Leistungen zu überzeugen, was mir zu gelingen scheint. Hier habe ich den Vorteil, dass ich während meines gesamten Studiums nebenbei schon als Werkstudent und Praktikant in verschiedenen Unternehmen Programmiererfahrungen gesammelt habe, die jetzt ihre ersten Früchte tragen. Deswegen lässt man mich schon jetzt an sensible Projekte, was mich auf ein großes Vertrauen in meine Fähigkeiten schließen lässt. Das ist angenehm und sorgt für ein entspanntes Arbeitsleben. Da ich wie gesagt in einem Bereich mit sehr hoher Nachfrage arbeite, ist mir der Gedanke gekommen, mich mit spätestens 30 in dem Bereich selbstständig zu machen. Ich fange gerade damit an, die externen Dienstleister, die bei uns im Büro rumhopsen, ein bisschen über ihre Selbstständigkeit auszuquetschen und Informationen für mich zusammenzutragen. Mein Fazit bisher: Jede Amöbe könnte sich in dem Bereich selbstständig machen und würde trotzdem genug Anfragen bekommen. Da wird tatsächlich jeder genommen, der bei drei nicht auf dem Baum ist. Es sollte für mich von der fachlichen Kompetenz her nicht allzu schwierig sein, meinen Bestrebungen nach Selbstständigkeit nachzugehen. Der Verwaltungskram und das Pipapo drumherum bereiten mir da schon eher Sorgen. So weit zu meinem langfristigen Plan. Bis dahin gilt es mich viel fortzubilden und gewisse spezielle Skills und Knowhow zu erwerben. Da habe ich das Glück, dass ich einen krassen Mentor auf der Arbeit habe, der auf jede scheiß Frage von mir eine Antwort weiß. Schwöre er ist Yoda. Ansonsten nehme ich jede Schulung/Fortbildung mit, die ich kriegen kann. Bisher wird da sehr viel in meine Weiterbildung investiert. Mittelfristig ist mein Vorhaben, 2-3 Jahren im jetzigen Unternehmen zu arbeiten und dann 1-2 Berufswechsel vorzunehmen, um noch ein paar Gehaltssprünge zu machen. Spätestens bei 80-90k Einkommen werde ich aber vermutlich an einen Punkt kommen, wo ich im herkömmlichen Arbeitsverhältnis ohne große Freizeiteinbuße nicht mehr weiterkomme und meine Selbstständigkeit in Angriff nehmen werde. Ansonsten überlege ich momentan noch, ob ich die nächsten Jahre tatsächlich strikt bei der 40-Stunden-Woche bleibe oder da etwas anderes mit meinem Arbeitgeber aushandeln soll, Stichwort Sabbatical, 4-Tage-Woche o.Ä. Bin da noch unschlüssig, momentan komme ich ziemlich gut mit der 40-Stunden Woche zurecht. Mich reizt es momentan, irgendein Nebenprojekt zu starten, etwas Kreatives oder Soziales als Ausgleich zu meiner logisch-analytischen Arbeit. Da entwickelt sich gerade in meinem Kopf ein vages Bild von Möglichkeiten, die ich in Angriff nehmen könnte. Bis sich da aber etwas Konkretes herauskristallisiert hat, behalte ich das erst einmal für mich. Materielle Sicherheit Dach über dem Kopf, Geld auf dem Konto, Futter im Kühlschrank, kann mich nicht beklagen. Momentan bin ich wieder mit der Wohnungssuche beschäftigt, der fünfte Umzug innerhalb von fünf Jahren steht an. Es ist kräftezehrend, aber mittlerweile bin ich geübt darin. Ich gehe davon aus, dass sich das Thema bis Ende nächster Woche erledigt hat und alles in trockenen Tüchern ist. Dann kann ich erst einmal wieder durchatmen. Ich würde gerne dauerhaft bleiben, aber die Option eines Umzugs zwecks Jobwechsel möchte ich mir beibehalten, deswegen trage ich das Kreuz bereitwillig. Mein Job wirft gutes Geld ab. Tatsächlich schaffe ich es, ohne Einbuße an Lebensqualität 1000-1200 Euro monatlich zurückzulegen. Das plane ich jährlich um 10% zu steigern. Ich habe viele Bücher über das Sparen und die Mindsets dahinter gelesen. Das Thema finde ich total aufregend und spannend. Momentan habe ich zwei Nettogehälter als eiserne Reserve für den Notfall zurückgelegt, den Rest pumpe ich in die Börse. Mich reizt der Gedanke, mit 35 von den Erträgen meines investierten Gelds leben zu können. Dafür lege ich gerade den Grundstein und es ist nicht einmal sonderlich schwierig. Es ist nur wichtig, die Finger in die Themen zu halten und es nicht immer auf die lange Bank zu schieben. Zu wissen, dass ich jederzeit kündigen könnte ohne Angst haben zu müssen, wieder an einen Job zu kommen oder überhaupt über die Runden zu kommen, ist ein äußerst beruhigendes Gefühl. Vor zwei Monaten habe ich mich dafür auch mit ein paar Jungs zusammengeschlossen, die sich sehr für die Börse interessieren. Wir tauschen Informationen aus und helfen uns gegenseitig. Keiner versucht den anderen auszustechen, wir sind alle bestrebt, uns gegenseitig die Arme zu reichen. Ist eine coole Sache. Muss aber sagen, dass ich schon jetzt vom Wissen und Kapital her hinterherhinke. Die Jungs sind verdammt fit in den Themen, teilweise verstehe ich nur Bahnhof. Deswegen liegt hier auch gerade mein Fokus drauf. Ich will mich in dem Bereich weiterbilden, um den Weg für eine geile Zukunft zu ebnen und Schritt zu halten. Dass ich die Themen ohnehin unheimlich interessant finde, macht es mir sehr einfach, mich da reinzufuchsen. Gesundheit von Körper – Seele – Geist Ich rauche, ich trinke, in seltenen Fällen nehme ich Drogen. Meine Ernährung ist ganz in Ordnung. Sie ist alles andere als vorbildlich, aber wahrscheinlich besser als bei vielen anderen Menschen. Tendenziell wird meine Ernährung eindeutig besser, je älter ich werde. Ich treibe Sport - viel Sport - fast schon zu viel Sport - 6x die Woche ist die Regel, in der letzten Zeit ist es eher so, dass ich 10-15x die Woche Sport treibe. Dadurch bin ich fit. Es lastet mich aus und ich merke schnell, dass mein körperliches Befinden schlechter wird, wenn ich mich nicht mindestens 3x die Woche auspowern kann. Bis auf ein paar kleine Wehwehchen, die jeder Mensch hat, geht es mir gut. Klar, es wäre schöner, wenn ich weniger trinken würde und weniger rauchen würde. Das kriege ich noch irgendwie gedeichselt. Mental geht es mir ohnehin gut. Ich habe das Steuer in der Hand. Private Beziehungen, Interessen und Hobbys Private Beziehungen...der Bereich, der nach meinem Umzug nach Berlin am meisten gelitten hat. Hier bin ich zum ersten Mal getrennt von meinen "alten" Freunden und sozialen Netzwerken. Es hat eine Zeit gebraucht, bis ich das für mich gelöst habe. Meine engsten Freunde aus der Heimat treffe ich alle paar Monate. Hier in Berlin habe ich auch zwei sehr gute Freunde und bin dabei, mir meinen Bekanntenkreis immer weiter auszubauen. Bisher war es in meinem Leben immer so, dass Leute auf mich zugekommen sind, um Kontakt aufzunehmen und mit mir was zu unternehmen. Der Prozess ist mir aber zu langsam. Deswegen versuche ich gerade zu lernen, selbst proaktiv auf die Menschen zuzugehen. Ich habe ein katastrophales Meldeverhalten und bin da sehr passiv. Ich will nicht wissen, wie viele Menschen schon angepisst waren, weil sie denken, ich würde ihnen bewusst nicht zurückschreiben, dabei vergesse ich solche Dinge einfach. Interessen und Hobbys...ich bin ein Sportjunkie. Mal überwiegt die eine Sportart, mal die andere. Seit diesem Jahr spiele ich unfassbar gerne Beach Volleyball. Das ist auch mein größter Dreh- und Angelpunkt momentan, um Menschen kennenzulernen. Macht unfassbar Bock, jedes Mal neue Leute, knackige Ärsche und Sonne. Hachhh, da schmelze ich dahin. Bin mittlerweile in ein paar WhatsApp-Volleyball-Gruppen, weil immer irgendjemand ankommt und Nummern tauschen will. Derzeit gehe ich daher leider nicht so oft ins Fitnessstudio, wie ich es gerne hätte, weil er für mich nur ein Ergänzungssport zu meinen anderen Sportarten ist, und komme deswegen nicht mit den Kraftwerten vorwärts. Naja, zumindest bin ich jetzt zum ersten Mal im Leben tatsächlich über die Fortgeschrittenen-Kraftwerte hinausgekommen. Geiler Erfolg für mich. Ansonsten probiere ich gerade viel rum. Hab mich vor ein paar Monaten bei einem Sprachkurs angemeldet (ist mittlerweile vorbei) und lerne immer noch selbstständig weiter. Geht ein bisschen schleppend voran. Deswegen will ich nächstes Jahr eine kleine Sprachreise machen neben meinem sonstigen Urlaub. Habe dafür extra 10 Tage weniger Urlaub dieses Jahr genommen und somit im nächsten Jahr 40 Tage. Könnte was Feines werden. Aus 40 Tagen lässt sich viel anstellen. Mal sehen. Ich lese gerade viel - insbesondere Sachbücher. Arbeite schon eine Weile sehr aktiv mit dem Buch von Nathaniel Branden und meditiere regelmäßig. Mein Horizont erweitert sich stetig und das finde ich geil. Ich bin gerade ein bisschen hungrig auf neue Dinge. Ich hätte gerne mehr Zeit, um mehr Sportarten ausüben zu können. Würde gerne mehr Zeit haben, um auch bouldern gehen zu können, vielleicht Yoga, einen Kampfsport...Hach, so viele geile Möglichkeiten, ich liebe diese Stadt! Liebe – Partnerschaft - Familie Die Liiiiiiiebe. Sind wir nicht alle wegen ihr hier gelandet - entweder weil wir sie nie zu spüren bekommen haben oder weil wir sie erst zu spüren bekommen haben, sie uns dann aber weggenommen wurde? Die schöne, hässliche Liebe. Ich muss gestehen, zumindest im romantischen Sinne bekomme ich davon derzeit nicht viel zu Gesicht. Das liegt aber auch daran, dass ich mich davor abgeschottet habe. Es ist mir erst vor kurzem bewusst geworden, dass ich im Laufe der letzten 1-2 Jahre ein paar emotionale Mauern um mich herum hochgezogen habe. Sobald mir eine Frau emotional zu nah zu kommen droht, blocke ich ab. Das endet dann darin, dass die Frau irgendwann keine Lust hat oder ich selbst die Reißleine ziehe. Das ist natürlich kein Zustand, den ich dauerhaft aufrecht erhalten sollte. Deswegen bin ich bestrebt, dem bei den nächsten Frauen entgegenzuwirken. Wie gesagt ist mir das erst neulich bewusst geworden Uuuuund...schlagt mich oder lasst es sein, aber ich denke, dass es unter Anderem mit meiner Ex zu tun hat. Ich habe das Gefühl, nie richtig mit der Sache abgeschlossen zu haben. Ich habe nie wirklich mit Freunden "intensiv" über das Thema gesprochen, sondern immer mit 2-3 Sätzen das Thema vom Tisch gehauen und irgendwann wurde ich dann auch in Ruhe gelassen. Über Gefühle zu sprechen ist etwas, was mir nie wirklich beigebracht wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich schon längst ein Ex-Back versucht hätte, wenn uns unsere Lebensbedingungen nicht dermaßen weiter auseinander getrieben hätten. Wahrscheinlich ist es besser so, dass ich jetzt in Berlin wohne. Oder auch nicht, keine Ahnung. An der Frauenfront läuft gerade nicht viel. Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Mir steht der Sinn gerade mehr nach Entspannung als nach Party, deswegen gehe ich davon aus, dass hier in den nächsten Wochen erst einmal Ruhe im Karton ist. Aber jedes Mal, wenn ich so etwas sage, passiert doch etwas Unerwartetes. Wir werden sehen. Familie. Hmpf, joa. Meine Eltern und Brüder sehe ich momentan nicht wirklich oft, aber das Verhältnis ist ziemlich gut. Dadurch, dass ich in Berlin wohne, besuche ich jetzt häufiger meine Verwandten und kann meinen Omas ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Tut schon gut. Es ist auch immer ein guter Ausgleich zum Leben in Berlin. Da steht man noch auf, wenn der Hahn kräht, so ein richtiges Dorfleben. Mir wird in diesen Momenten auch immer bewusst, was ich selbst eigentlich schon erreicht habe, wenn ich ein paar Tage mit ungebildeten Dorfmenschen rede, die null Ambitionen im Leben haben außer sich bei jeder Gelegenheit Alkohol in den Rachen zu kippen. Aber jeder wie er mag. Ich bin nicht hier um zu urteilen. Fragen, die dir dabei helfen können, dich selbst besser kennenzulernen Was sind meine besten Eigenschaften? Welche Dinge kann ich besonders gut? Was sind meine größten Schwächen? Wer sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben und warum? Wer sind meine größten Feinde und warum? Welche ungelösten Konflikte aus meinem bisherigen Leben belasten mich immer noch? Was sind die größten Erfolge, die ich je erzielt habe? Welche Dinge möchte ich unbedingt noch machen? Was ist mein Ziel im Leben? Wofür bin ich bereit, alles zu geben? Für welche Dinge in meinem Leben bin ich besonders Dankbar? Und was sind 5 alltägliche Dinge, die mir mein Leben versüßen? Was habe ich heute produziert, das meine Produkte oder Fähigkeiten von morgen verbessert? Was muss ich heute unbedingt erledigen, dass ich den Tag als „gut“ betrachten würde? Auf welchem Energielevel befinde ich mich gerade? Wenn mein Energielevel nicht hoch ist, was kann ich tun, um dies zu ändern? Habe ich für heute Zeitblöcke festgelegt, in denen mich niemand unterbrechen darf, um meine wichtigsten Angelegenheiten vorantreiben zu können? Starte ich großartig in den Tag und handle direkt meinen höchsten Prioritäten entsprechend, bevor mich jemand unterbrechen kann? Bin ich mir über meine produktivsten Zeiten während des Tages, der Woche und des Monats bewusst? Lege ich die Planung meiner Aufgaben so fest, dass sich die Top-Prioritäten mit den produktivsten Zeiten decken? Bereite ich mich heute vor meinem Feierabend auf die wichtigsten Aufgaben für morgen vor? Konzentriere ich mich auf die 20% meiner Aufgaben, die für 80% meiner Resultate verantwortlich sind? Handle ich unmittelbar nachdem ich Entscheidungen getroffen habe, um Prokrastination und Trägheit zu vermeiden? Setze ich mir Zeitlimits für meine Aufgaben, um fokussiert zu bleiben und die Aufgabe durchzuziehen? Nutze ich meine „toten Zeiten“ effektiv, indem ich kleine Übungen von hoher Priorität (Audio Buch mit wertvollen Ideen hören, Konzentrationsübungen, etc.) in diesem Zeitraum mache? Bleibe ich auf meine Aufgaben von hoher Priorität fokussiert, wenn ich mit Ablenkungen konfrontiert werde? Schenke ich meinen Gesprächspartnern meine volle Aufmerksamkeit, während ich mit ihnen kommuniziere? Bleibe ich solange an neu gelernten Geschicken dran, bis sie zu täglichen Gewohnheiten werden? Nutze ich kurze Unterbrechungen und Pausen, um gezielt zu regenerieren und meine wertvollen Konzentrationsbatterien wieder aufzuladen? Bin ich stets darum bemüht, tägliche Prozesse noch mehr zu optimieren und sie effizienter zu gestalten? Honoriere ich den Fortschritt den meine Mitmenschen machen und ermutige sie zu weiterem Wachstum? Unterscheide ich zwischen den Dingen, die wirklich wichtig sind und denen, die auch zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden können? Lege ich Zeitpunkte fest, wann ich die Aufgaben erledige, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht von höchster Priorität sind? Breche ich große Projekte in Unterpunkte herunter, sodass ich mich von der Größe des Projekts nicht überfordert fühle? Nehme ich mir die Zeit, kurz über die Dinge zu reflektieren, für die ich wirklich dankbar im Leben bin? Delegiere ich die Aufgaben, die Andere besser bewältigen können und mir nur die Zeit fressen? Ziehe ich mich gelegentlich zurück, um mir Zeit nur für mich zu nehmen? Blocke ich mir auch einmal größere Zeitblöcke (mindestens 90 Minuten), um intensiv an den wichtigsten Aufgaben zu arbeiten und mich wirklich in die Materie vertiefen zu können? Nutze ich die Macht der Gewohnheiten und bilde mir Routinen, die mir dabei helfen produktiver zu sein, mehr erledigt zu kriegen und mich besser zu fühlen? Setze ich mir persönliche Standards und Prinzipien und handle entsprechend? Bin ich darauf bedacht, jeden Tag etwas neues zu lernen und mich immer weiter zu entwickeln? Investiere ich Zeit (und Geld) in mich und meine Weiterbildung? Priorisiere und plane ich meine täglichen Handlungen? Schaue ich mir Techniken, Strategien und Angewohnheiten von den Besten in meinem Feld ab, anstatt dauernd das Rad neu erfinden zu wollen? Fokussiere ich mich ausschließlich auf eine Sache in einem abgestimmten Zeitraum? Was werde ich heute produzieren, dass mir dabei hilft meine wichtigsten Ziele zu erreichen und umzusetzen? Weiß ich, auf welche 3 (maximal 5) Projekte ich momentan meinen Fokus und meine volle Aufmerksamkeit richte? Beobachte ich genau, wie ich meine Zeit nutze, um sie noch besser managen zu können? Sage ich auch mal „Nein“ zu Ablenkungen, um „Ja“ zu meinen höchsten Prioritäten sagen zu können? Bin ich darum bemüht, so auf meine Mitmenschen zu wirken, wie ich es mir vorgestellt und vorgenommen habe? Weiß ich, wofür ich als Person stehen möchte und handle entsprechend? Achte ich auf meine eigene Präsenz und versuche, nicht nur körperlich anwesend zu sein? Entledige ich mich zunehmend den Zeitfressern aus meinem Alltag und ersetze schlechte Gewohnheiten durch ergebnisorientierten Routinen? Praktiziere (oder teste) ich auch das, was ich weiß, oder nehme ich Informationen und Tipps nur zur Kenntnis? Nehme ich mir täglich vor, der Beste zu sein, der ich in meinem Denken und Handeln sein kann? Gehe ich die Extra-Meile für meine Kunden, Freunde, Mitarbeiter, Partner, etc., und bin stets darum bemüht, ihnen mehr zu geben, als sie es von mir erwarten? Nutze ich das zum vollem Ausmaß, was mir gegeben ist? Verabscheust du dein (nicht existentes) Liebesleben? Hast du genug von deinem Job und willst unbedingt eine neue Karriere? Leidest du unter negativen Familienbeziehungen, die dich ständig belasten? Magst du dein Äußeres nicht und wie es deine Gesundheit beeinflusst? Gehst du verantwortungslos mit Geld um und bist hoch verschuldet? Wer ist der ideale Partner für dich? Oder brauchst du für eine Weile mehrere Beziehungen hintereinander, um dir darüber klar zu werden, was du wirklich von einer Beziehung erwartest? Was wolltest du früher immer werden, wenn du einmal groß bist? Wenn dies nicht mehr realistisch ist, kannst du dem irgendwie nahe kommen oder etwas anderes wählen, das dich auch glücklich machen würde? Willst du noch immer die Beziehungen innerhalb der Familie reparieren, oder würdest du sie lieber einfach alle beenden? Welche speziellen Dinge würdest du an deinem Aussehen verändern? Dein Gewicht? Deine Frisur und dein Make-up? Deine Garderobe? Wie sieht für dich finanzieller Wohlstand aus? Welche Elemente deines Lebens laufen gerade gut? Erstelle eine Liste mit kleinen und großen Positiven Dingen. Wie können diese Elemente deines Lebens dir dabei helfen die Teile zu ändern, die nicht so gut laufen? Was möchtest du so belassen und was wärest du bereit zu opfern um andere Bereiche deines Lebens zu verändern? Erfüllt meine Arbeit mich? Bin ich über- oder unterfordert? Habe ich genügend Ausgleich zu meinem Beruf? Was wollen Sie erreichen? Worauf legen Sie großen Wert? Wie sieht für Sie Selbstverwirklichung aus? Woraus schöpfen Sie Kraft? Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft? Verdiene ich genug Geld? Wie gut fühlen Sie sich? Treiben Sie regelmäßig Sport? Was tun Sie für Ihre Gesundheit? Gönnen Sie sich genügend Zeit für sich selbst? Gehen Sie sorgsam mit sich selbst um? Wie viele Freunde und Bekannte habe ich? Kann ich mich auf mein soziales Umfeld verlassen? Treffe ich wichtige Personen in meinem Leben oft genug? Gibt es oft Streit? Fühle ich mich bei ihnen sicher? Im nächsten Beitrag: Splitten in Split - Echte Freunde teilen alles Der nächste Beitrag wird zusätzlich auch eine kleine Sammlung der Interaktionen enthalten, die mir in Erinnerung geblieben sind. Schönes Wochenende ihr Banausen Cheers, rsc
  9. Appell an junge Männer

    "Jemand, der reich ist, WIRD sicher von sich aus keine Bücher über Finanzen lesen und auch nicht im Internet nach einer Lösung suchen." "Jemand, der muskulös ist, WIRD sicher von sich aus keine Bücher über Trainingsgrundlagen lesen und auch nicht im Internet nach einer Lösung suchen." Dein Satz ergibt keinen Sinn. Die meisten Menschen, die extrem erfolgreich in einem Bereich sind, haben sich verschiedener Quellen bedient, um ihr Wissen anzureichern. Das umfasst auch Bücher. An den TE: Schade, dass dein Text dermaßen verurteilend geschrieben ist und man direkt merkt, wie du dich selbst gegenüber anderen Menschen auf ein Podest stellen möchtest. Er hatte wie schon von @Dreamcatcher erwähnt großes Potenzial. Bestätigt mich mal wieder in meinem Verdacht, dass LDS keine Anfängerlektüre ist und zu viele Leute keine Grautöne zwischen schwarz und weiß wahrnehmen können. Nicht alles für bare Münze zu nehmen. Cheers, rsc
  10. Ich werde es durchziehen

    An meine Woche 2 kann ich mich noch ziemlich gut erinnern. Am letzten Tag erst bin ich gerade so mit der Aufgabe fertig geworden und habe mir im Anschluss schon vor Woche 3 in die Hose gemacht. Das ging alles andere als leicht von der Hand. Bei meinem ersten Versuch in Woche 3 habe ich 0/10 geschafft und musste die Woche wiederholen. Bei meinem zweiten Versuch waren es dann 5/10 und ich musste wiederholen. Bei meinem dritten Versuch habe ich die Aufgabe dann innerhalb von zwei Tagen geschafft. Und soll ich dir was dazu sagen? Bei dieser Aufgabe habe ich mit Abstand am meisten gelernt, weil das genau der Bereich war, wo mein größter Sticking Point lag. Die Aufgaben sind unter Anderem auch so angelegt, um dir zu zeigen, wo deine Baustellen liegen und dir die Möglichkeit zu geben, diese Baustellen anzugehen. Wenn es alles einfach für dich wäre, dann würdest du dabei nicht so viel lernen können, wie du es jetzt tust. Also bleib dran und scheiß auf die Wochen, die noch vor dir liegen. Setz einen Fuß vor den anderen und der Rest kommt dann. Von Woche zu Woche werden deine Kompetenzen ohnehin geschärft und die Aufgaben erscheinen nicht mehr so schwierig, wie es jetzt vielleicht der Fall ist. Und wenn du dann mit Woche 8 fertig bist, lädt @Herzdame dich zu einem romantischen Essen ein. Cheers, rsc
  11. NCs laufen - der Rest nicht

    Prinzipiell lassen sich aus einer so geringen Stichprobe noch keine Schlüsse ziehen. An deiner Stelle würde ich mir das über den Zeitverlauf noch genauer ansehen und dann schauen, wie das Verhältnisse zwischen Nummer/tatsächliches Date ist. Du musst hierbei auch immer bedenken, dass gerade bei attraktiven Frauen, die viel unterwegs sind, total viele Kerle an deren Rockzipfel hängen. Da kann es schnell mal passieren, dass die Erinnerung an dich verblasst, wenn sie anderweitig abgelenkt bist. Was du dagegen tun kannst, ist sie so gut es geht emotional in den Gesprächen zu triggern, also dafür zu sorgen, dass sie Emotionen fühlt, die sie das Erlebnis in Erinnerung behalten lassen. Dazu ist es dann natürlich sinnvoll, das Gespräch länger als 5 Minuten zu führen und am Höhepunkt des Gespräches das Ganze zu beenden und nicht erst, wenn das Ganze langsam abflacht. Tja, das ist eben nichts Halbes und nichts Ganzes. In deiner ersten Aussage "Lass uns heute nachmittags was trinken gehen" steht keine Uhrzeit drin. Weißt du, was das Problem dabei ist? Du willst sie spontan am gleichen Tag treffen. Wenn die sich jetzt Zeit mit der Antwort lässt und du danach noch 2-3 Nachrichten hinterher jagen musst, ehe ihr geklärt habt, wann ihr euch jetzt trefft, dann ist das scheiße. Also für das nächste Mal besser eine Formulierung in der Form wählen. "Lass uns heute Nachmittag gegen 17 Uhr oder am Abend gegen 19 Uhr etwas trinken gehen, im XYZ machen sie die besten Cocktails!" Zack. Du gibst ihr zwei Möglichkeiten und sie kann wählen. So sparst du dir 1-2 Nachrichten, in denen du die Uhrzeit später festmachen müsstest. Mit deiner Antwort "Ja, geht klar." schießt du dir in dein eigenes Knie. Im Grunde sagst du mit der Antwort, dass du den ganzen Nachmittag nichts Besseres zu tun hast, als auf ihre Antwort zu warten. Nutze am besten irgendeine zeitliche Limitierung, damit du erstens nicht wie ein Hampelmann ewig auf eine Antwort wartest und zweitens direkt sehen kannst, ob sie sich an Abmachungen hältst. So etwas in der Art: "Geht so, ich hatte gleich eigentlich noch vor die Welt zu retten. Gib mir bis 13 Uhr Bescheid, damit ich nicht den ganzen Tag fieberhaft und Ben&Jerry's essend auf eine Nachricht von dir warte... ;-)" Ok, so würde ich es formulieren, ich bin aber auch ein sarkastischer Mensch und es ist kongruent zu meiner sonstigen Art. Die Idee dahinter sollte aber klar sein. Gedanklich abschreiben, aber zu Übungszwecken ruhig noch eine Nachricht schreiben und gucken, ob sie reagiert. Ich selbst würde (naja, eigentlich würde ich ihr überhaupt nicht mehr schreiben, aber so prinzipiell) einen dieser Sätze schreiben: "Du bist Schuld daran, dass ich mich letzte Nacht in den Schlaf geweint habe..." "Wurdest du entführt? Wie hoch ist die Lösegeldforderung?" "Füg Herzensbrecherin zu deiner Vita hinzu... " "Zeitlich flexibel scheint ein sehr dehnbarer Begriff zu sein " Cheers, rsc
  12. Nach der Nummer fragen

    Hast du schon mal ein Gespräch mit ihr geführt, das über "Marlboro" - "6 Euro bitte" - "Hier." - "4 Euro zurück" - "Danke" - "Ciao" hinausging? Einfach im Terminatormodus reingehen, sie auf einen Kaffee einladen und auf dein Glück hoffen klappt vielleicht in schnuckeligen Hollywood-Filmen, aber im echten Leben erntest du damit selten mehr als ein mitleidiges Lächeln. Also: Bei deinem nächsten Besuch verwickelst du die gute Frau in ein Gespräch. Dabei bist du witzig und lernst sie mal ein bisschen kennen. Dann - nachdem du sie näher kennengelernt hast - schlägst du ihr ein Treffen vor. Eine Frau muss zumindest das Gefühl haben, etwas dafür "getan" zu haben. Wenn du sie einfach direkt fragst, ist klar, dass du sie einfach nur umsensen willst oder keine Ansprüche hast...und ein Mindestmaß an Anspruch über "die Alte hat ordentlich Hupen" hinaus solltest du schon haben. Dein Ansatz ein Treffen vorzuschlagen ist schon in Ordnung, aber ich würde es etwas anders formulieren. Mit deinem Ansatz gibst du ihr die Möglichkeit, die harmlose Alternative, also ein simples Tauschen der Nummer, was nicht dein primäres Ziel sein sollte, zu wählen. Du willst sie treffen und nicht sinnlos Nummern sammeln. Ich würde es statt so: ... eher so formulieren: "Ich fand dich ja schon vorher süß, aber nach dem Gespräch heute weiß ich, dass du auch noch verdammt komisch/cool/sympathisch/whatever bist. Lass uns doch mal in den nächsten Tagen einen Kaffee trinken gehen. Kaffee macht gute Laune." Und dann wartest du auf ihre Reaktion. Den Rest kriegst du dann selbst hin. Viel Spaß. Cheers, rsc
  13. Neuling braucht Rat

    Sie hat das Interesse verloren und/oder ein anderer Typ hat schneller das getan, was du dich nicht getraut hast. Nichts für ungut, da bedarf es keiner eingängigen Analyse. Such dir Alternativen, denn du hast offensichtlich keine. Zeit weiterzuziehen. Merke: Eine Frau, die wirklich Interesse hat, lässt nicht zwei Nachrichten so lange unbeantwortet. Ist einfach so.
  14. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Haha, musste ordentlich schnaufen. So in der Art ist es. Ich komme momentan mit dem Schreiben nicht hinterher. Es steht jetzt auch noch eine Urlaubsfick-Story aus, ich habe gerade zu viel um die Ohren. Ihr hört bald von mir. Cheers, rsc
  15. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Entweder wir tauschen Nummern oder wir gehen „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ "Wat?" "Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen." "Ok." Es ist schön, wenn es einmal läuft, denn wenn es einmal läuft, dann läuft es für gewöhnlich richtig. Der Samstagabend rückt näher. Ich bin gelangweilt und überlege, mit wem ich gemeinsam einen Club aufmischen kann. Mir fällt keiner ein, der Zeit hat und auf den ich anIc dem Abend Lust habe. Ich sehe mich also vor die Entscheidung gestellt, entweder alleine loszuziehen oder einen neuen Rekord im Wie-Oft-Kann-Ich-An-Einem-Abend-Wichsen aufzustellen. Die erste Option gefällt mir wesentlich besser. Ich steuere meinen derzeitigen Lieblingsclub an. Drei Minuten Fußmarsch und ich bin da. Daran kann ich mich gewöhnen. Es ist 00:30, die Menge der Menschen in der Schlange hält sich entsprechend noch in Grenzen. Der Türsteher mustert mich. "Nur du?" - "Ja." - "So sind deine Freunde?" - "Drin." - "Richtig Antwort. Viel Spaß." Ich sehe mich im Club um. Gähnende Leere. Der geübte Raucher weiß, was in solchen Fällen zu tun ist. Ich steuere den Raucherbereich an, knalle mich alleine auf die Couch und zünde mir eine Zigarette an. Irgendein Typ kommt in den Raum. Ich verwickle ihn in ein Gespräch. Mal wieder ein Tourist. Ich bin gelangweilt und schleppe mich zur Bar. "Nwodka-e" - "Was?" - "EINEN WODKA-REDBULL BITTE. Wann macht der Bereich oben auf?" - "Um 2 ungefähr." - "Mrmlmgmrlm." Die Tanzfläche ruft mich, ich folge ihrem Ruf. Leere. Es ist einfach zu früh. Ich schließe die Augen und tanze für eine ziemlich lange Zeit. Eine Touristin kommt zu mir und fragt, ob ich Drogen habe. Nein. Wir reden noch kurz miteinander, dann verlasse ich die Tanzfläche und latsche in den mittlerweile geöffneten oberen Bereich. Ich werfe einen Blick in den Red Room in der Hoffnung, ein paar Leute zum Reden zu finden. Ein paar Typen rauchend auf dem Hochbett. Finde ich gut. Ich frage sie, ob ich dazu stoßen kann. Klar. Ausnahmsweise Touristen, Samstagabend eben. Ich hänge gut eine Stunde mit denen da rum. Zeit für die Tanzfläche. Ob sie mitkommen möchten. Nö. Mittlerweile nach 3:00. Eigentlich wollte ich zur Tanzfläche, stattdessen bin ich neben der Tanzfläche auf einem Bett gelandet und mache Videos von mir mit meiner Frontcamera. Warum? Weiß der Geier. Ich sehe ein Mädel auf einem Sessel hocken, das panisch um sich blickt. Scheint an der Zeit zu sein. Ich gehe zu ihr hin. "Bist du der Sheriff hier?" - "Was?" - "Wie heißt du?" - "Aus München." Ok, super Gesprächseinstieg. Ich unterhalte mich noch kurz mit ihr. Sie blickt währenddessen immer wieder panisch um sich. Scheint auf Drogen zu sein. Nein danke. Tanzfläche. Eine Menge gekleidet in schwarz. Technobeats durchströmen den Körper. Frauengruppen um mich herum, das Blut in mir gerät in Wallung. Ich er spähe eine heiße Asiatin mit rückenfreiem Outfit und Tattoo. Sie spricht englisch mit ihrer Freundin. Ich will sie ansprechen. Im Kopf zähle ich langsam bis drei und mache dann...nichts. Haha. Gute Selbstverarsche. Als hätte ich mich je an die 3s-Regel gehalten. Ich durchdenke in meinem Kopf alle Gesprächsöffner, die mir einfallen. Als würde das einen Unterschied machen. Ich gehe zu ihr hin. "Hey. What's your name?" - "Asiagirl" Sie hält mir die Hand hin, ich schüttle sie. Ich nicke debil, drehe mich von ihr weg und schaue wie ein Kapitän auf das offene Meer. Völlige Leere in meinem Hirn. Sie tanzt langsam etwas näher zu mir hin. Ein kurzer innerer Monolog mit mir selbst. MACH HALT IRGENDWAS, AUCH WENN DU IHR INS GESICHT HUSTEST, MAN. Ich drehe mich wieder zu ihr. "Wanna grab some drinks?" - "No, I'm waiting for my friend." - "Ok." Überforderung. Ich geh dann mal auf Toilette. Wieder Tanzfläche. Ich habe mich neu positioniert. Französische Baguettefresser in direkter Umgebung, ich muss in der Hölle sein. Heißes Mädel links neben mir. Ich spreche sie an. "Hey, where are you from?" - "France." - "You're cute. The thing is: I hate french people because they eat baguette all day." Sie zeigt mir den Mittelfinger und grinst dabei. Das ist mir irgendwie zu aufregend, also drehe ich mich wieder von ihr weg. Pussy. Ich überlege noch eine Weile, wie ich das Gespräch neu eröffnen kann, dann quetscht sich irgendein Spacko zwischen uns. Diese Hürde scheint mir unüberwindbar. Red Room. Toilette. Zurück zur Tanzfläche. Große Frau neben mir. Reizt mich total. Ich drehe mich zu ihr. "Hey. Du bist groß." - "Ja, bin ich." - "Ich steh auf große Frauen." - "Gut zu wissen." - "Darf ich dich in den Barbereich entführen?" - "Ich gebe kurz meinen Freundinnen Bescheid." Wir gehen in den Barbereich und hauen uns auf eine Bank. Pärchen in sich geschlungen uns gegenüber. Wir unterhalten uns über die Basics, das Übliche. Wo wohnst du, was machst du, warum ist deine Nase so groß. Die Frage nach dem Alter. Sie ist 30, schätzt mich auf 28. Ich korrigier auf 26 runter. Ist gelogen, mache ich sonst nicht. Schlimmer Finger ich. Das Gespräch zieht sich so dahin. Ich schlage vor, dass wir aufstehen, bevor wir Wurzeln schlagen. Ich gehe ein paar Meter mit ihr an der Hand durch den Barbereich. Ich weiß gar nicht, was ich jetzt eigentlich vorhabe. Sie übernimmt das Denken für mich. "Also entweder wir tauschen jetzt Nummern oder wir gehen zu dir bzw. zu mir." - "Dann lass uns jetzt gehen. Willst du deinen Freundinnen eine Nachricht schreiben oder sollen wir kurz hin?" - "Lass uns kurz zu ihnen." Bei den Freundinnen angekommen. "Sandra, Planänderung. Du musst bei Ina pennen, wir gehen jetzt." Ich muss kurz grinsen. Stell sich das mal einer unter 18-jährigen Mädels vor. Ne, niemals. Wir verlassen den Club. Sie will, dass wir zu ihr gehen, damit sie morgens nicht den Walk of Shame haben. Ich willige ein und hole Geld ab. Wir finden kein Taxi. Planänderung. Wir gehen zu mir. Es ist hell und mittlerweile morgen. Viel Schlaf werde ich in dieser Nacht nicht bekommen. Frauen in dem Alter wissen zum Glück, was sie tun. Den Rest überlasse ich wie immer eurer Fantasie. Cheers, rsc