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  1. Wer hat euch als Kind auf den Boden geworfen? ... Ich fass es nicht. Cheers, rsc
  2. Ganz generell kannst du davon ausgehen, dass du 90% der Probleme, die du jetzt hast, bei einem Umzug mitnehmen wirst. Lass dir das von jemandem gesagt sein, der schon ein paar Umzüge hinter sich hat. Es gibt nur ganz wenige auf den Wohnort zurückzuführende Probleme, die Unzufriedenheit generieren, und die von dir genannten gehören nicht dazu. Was ich bei dir als große Problemherde herauslese, sind die folgenden Punkte: Du befindest dich in einer beruflichen Sackgasse oder zumindest empfindest du es so. Du hast keine Lust auf Schichtarbeit. Du würdest lieber mit Menschen arbeiten als nur mit Maschinen. Du hast Probleme Anschluss zu finden. Du hast nach der Arbeit keinen Antrieb, irgendeiner Tätigkeit mehr nachzugehen. Fassen wir das mal zusammen, dann sind die ersten drei deiner fünf Problemherde direkt auf die Arbeit zurückzuführen. Die anderen beiden werden mehr oder weniger indirekt von deiner Arbeit beeinflusst. Wenn du in deinem jetzigen Wohnort keinen Anschluss findest, dann wird das auch woanders nicht besser, sondern eher schwieriger, ist einfach so. Jetzt ist natürlich die Frage, was für Optionen du hast, denn einfach umzuziehen wird dich nicht weiterbringen. Es hört sich für mich an, als hättest du nicht den leisesten Schimmer, was du beruflich eigentlich möchtest. Deine Vorstellungen sind dermaßen grob und unkonkret gehalten, dass es den Anschein hat, du hättest dir da noch nicht genug Gedanken drüber gemacht. Das war bei mir vor 1-2 Jahren noch ähnlich, aber auch nur, weil ich mich nie eingehend damit beschäftigt habe. Beantworte mal bitte die folgenden Fragen: Warum hast du den technischen Fachwirt gemacht? Stand da eine bestimmte Absicht hinter? Warum machst du derzeit den technischen Betriebswirt? Steht da eine bestimmte Absicht hinter? Was sind deine Hobbies? Was für Interessen hast du? Gibt es Tätigkeiten, bei denen du in einen Flow-Zustand kommst, wenn du sie ausübst? Wenn Geld nicht dein primärer Antrieb gewesen wäre, was hättest du dann für einen Ausbildungsberuf/Studiengang/Beruf gewählt? Käme ein Studium jetzt noch für dich in Frage? Wenn die Möglichkeit des Scheiterns ausgeschlossen wäre, was wäre dann dein Traumberuf? Beantworte diese Fragen mal und dann sehen wir weiter. Cheers, rsc
  3. "Wer ausdauernd ist, scheint gegen dauernden Misserfolg gefeit zu sein: Jeder Rückschlag, jede Niederlage erweist sich für ihn lediglich als eine weitere Etappe zum endgültigen Erfolg. [...] Wer genügend Willenskraft und Selbstvertrauen besitzt, um nach jedem Sturz wieder aufzustehen und weiterzumarschieren, der erreicht am Ende unweigerlich sein Ziel. Hindernisse und Entmutigungen sind die Feuerprobe, die jeder bestehen muss, ehe er sich auf seinen wohlverdienten Lorbeeren ausruhen kann. Wer durchhält, wird für seine Ausdauer fürstlich belohnt - denn es gibt keinen Plan, den er nicht realisieren, kein Ziel, das er nicht erreichen könnte. Aber das ist noch nicht alles: Wer unermüdlich weiterkämpft und sich von keinem Hindernis abschrecken lässt, gelangt irgendwann auf seinem Weg zu einer Erkenntnis, die noch weit wertvoller ist als alle Schätze dieser Welt. Er erkennt nämlich, dass jede Widrigkeit den Keim eines ebenso großen Vorteils in sich trägt." Bei diesem Thread musste ich unweigerlich an dieses Zitat denken. @walga nimmt sich die Zeit und wendet viel Mühe auf, uns auf seinem Weg teilhaben zu lassen. Ich finde es erstaunlich, wie viele neidende Leute das direkt triggert, die ihm hier die ganze Zeit den Teufel an die Wand malen wollen ohne jegliches Interesse daran, ihm Hinweise oder Ratschläge geben zu wollen - lediglich getrieben von Neid und Missgunst. Er kennt das Risiko und hat schon hundert Mal gesagt, dass er es trotz des Risikos durchzieht. Trotz der ganzen windmühlenartigen Beiträge hier gibt er uns immer noch Updates und gewährt uns Einblicke in Kalkulationen, Mindsets und Erfahrungen, derer es sehr viel Zeit für die schriftliche Aufbereitung bedarf. Ich wünsche mir inständig für dich, dass du die neiderfüllten Beiträge hier als zusätzlichen Ansporn siehst und dich aller Widrigkeiten zum Trotz mit deinem Vorhaben durchsetzen wirst und den verdienten Erfolg erntest. Lass den Kleingeistern ihren kleinen Geist und zeig ihnen, wie falsch sie lagen. Alles Gute. Cheers, rsc
  4. Bestandsaufnahme meines Lebens Disclaimer: Heute geht es nicht um Frauen. Dieser Beitrag widmet sich nur dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Von Zeit zu Zeit mache ich eine kleine Bestandsaufnahme meines Lebens, um zu sehen, wo ich gerade bin und in welche Richtung ich mich bewege. Dafür eignet sich der heutige Tag sehr gut, denn zumindest bei mir ist der Himmel gerade mit Regenwolken überzogen. Also dann, lasst uns starten. Hierfür nutze ich das Säulenmodell. Wer das Säulenmodell noch nicht kennt, dem will ich das kurz erläutern. Das Säulenmodell des Lebens besteht je nach Quelle aus einer unterschiedlichen Anzahl von 4 oder mehr Säulen, bei denen auch die Benennung variiert. Die Grundidee dahinter und die Bereiche, die diese Säulen im Plenum abdecken, sind immer gleich. Diese Säulen bieten dem Menschen halt, wenn sie solide gebaut sind und regelmäßig in Stand gehalten werden. Um ein ausbalanciertes Leben führen zu können, sollte regelmäßig dafür gesorgt werden, dass diese Säulen stark sind. Selbst wenn ein unerwartetes Ereignis eintritt und eine dieser Säulen wegbricht oder zerfällt, so kann das von den anderen Säulen ausbalanciert werden, sofern diese selbst nicht stark beschädigt sind. Die fünf Säulen teilen sich wie folgt auf: Arbeit und Leistung Materielle Sicherheit Gesundheit von Körper – Seele – Geist Private Beziehungen, Interessen und Hobbys Liebe – Partnerschaft – Familie Es ist uns nur dann möglich, stabile Säulen zu errichten, wenn wir sinnvolle Werte, Überzeugungen und Glaubenssätze besitzen und um diese zu entwickeln, bedarf es sowohl eines guten Selbstvertrauens als auch eines guten Selbstwertgefühls. Ich werde im Folgenden einfach munter drauf los tippen, ohne auf Struktur oder Sinn zu achten. Heute missbrauche ich diesen Log für die mentalen Ejakulationen meines Gehirns. Seht das hier als ungefilterten Tagebucheintrag an. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen dabei, ein mehrdimensionales Bild von mir zu bekommen und sich besser identifizieren zu können, vielleicht auch nicht. Arbeit und Leistung Jaa, pff, hmpf. Ohne Scheiß, ich bewundere jeden, der es schafft, im Internet ohne groß drüber nachzudenken persönliche Details von sich zu offenbaren. Es gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken, mich anderen Menschen zu öffnen schätze ich. Arbeit und Leistung...njoa, läuft hervorragend. Mein Studium habe ich als einer der Besten abgeschlossen und bin jetzt im normalen Arbeitsleben angekommen. Dadurch, dass ich mich beruflich in einem überaus gefragten Bereich positioniert habe, wo auch in Zukunft die Nachfrage nicht verebben wird, brauche ich mir über meine berufliche Zukunft eher keine Gedanken zu machen. Momentan versuche ich erst einmal, durch überdurchschnittlich gute Leistungen zu überzeugen, was mir zu gelingen scheint. Hier habe ich den Vorteil, dass ich während meines gesamten Studiums nebenbei schon als Werkstudent und Praktikant in verschiedenen Unternehmen Programmiererfahrungen gesammelt habe, die jetzt ihre ersten Früchte tragen. Deswegen lässt man mich schon jetzt an sensible Projekte, was mich auf ein großes Vertrauen in meine Fähigkeiten schließen lässt. Das ist angenehm und sorgt für ein entspanntes Arbeitsleben. Da ich wie gesagt in einem Bereich mit sehr hoher Nachfrage arbeite, ist mir der Gedanke gekommen, mich mit spätestens 30 in dem Bereich selbstständig zu machen. Ich fange gerade damit an, die externen Dienstleister, die bei uns im Büro rumhopsen, ein bisschen über ihre Selbstständigkeit auszuquetschen und Informationen für mich zusammenzutragen. Mein Fazit bisher: Jede Amöbe könnte sich in dem Bereich selbstständig machen und würde trotzdem genug Anfragen bekommen. Da wird tatsächlich jeder genommen, der bei drei nicht auf dem Baum ist. Es sollte für mich von der fachlichen Kompetenz her nicht allzu schwierig sein, meinen Bestrebungen nach Selbstständigkeit nachzugehen. Der Verwaltungskram und das Pipapo drumherum bereiten mir da schon eher Sorgen. So weit zu meinem langfristigen Plan. Bis dahin gilt es mich viel fortzubilden und gewisse spezielle Skills und Knowhow zu erwerben. Da habe ich das Glück, dass ich einen krassen Mentor auf der Arbeit habe, der auf jede scheiß Frage von mir eine Antwort weiß. Schwöre er ist Yoda. Ansonsten nehme ich jede Schulung/Fortbildung mit, die ich kriegen kann. Bisher wird da sehr viel in meine Weiterbildung investiert. Mittelfristig ist mein Vorhaben, 2-3 Jahren im jetzigen Unternehmen zu arbeiten und dann 1-2 Berufswechsel vorzunehmen, um noch ein paar Gehaltssprünge zu machen. Spätestens bei 80-90k Einkommen werde ich aber vermutlich an einen Punkt kommen, wo ich im herkömmlichen Arbeitsverhältnis ohne große Freizeiteinbuße nicht mehr weiterkomme und meine Selbstständigkeit in Angriff nehmen werde. Ansonsten überlege ich momentan noch, ob ich die nächsten Jahre tatsächlich strikt bei der 40-Stunden-Woche bleibe oder da etwas anderes mit meinem Arbeitgeber aushandeln soll, Stichwort Sabbatical, 4-Tage-Woche o.Ä. Bin da noch unschlüssig, momentan komme ich ziemlich gut mit der 40-Stunden Woche zurecht. Mich reizt es momentan, irgendein Nebenprojekt zu starten, etwas Kreatives oder Soziales als Ausgleich zu meiner logisch-analytischen Arbeit. Da entwickelt sich gerade in meinem Kopf ein vages Bild von Möglichkeiten, die ich in Angriff nehmen könnte. Bis sich da aber etwas Konkretes herauskristallisiert hat, behalte ich das erst einmal für mich. Materielle Sicherheit Dach über dem Kopf, Geld auf dem Konto, Futter im Kühlschrank, kann mich nicht beklagen. Momentan bin ich wieder mit der Wohnungssuche beschäftigt, der fünfte Umzug innerhalb von fünf Jahren steht an. Es ist kräftezehrend, aber mittlerweile bin ich geübt darin. Ich gehe davon aus, dass sich das Thema bis Ende nächster Woche erledigt hat und alles in trockenen Tüchern ist. Dann kann ich erst einmal wieder durchatmen. Ich würde gerne dauerhaft bleiben, aber die Option eines Umzugs zwecks Jobwechsel möchte ich mir beibehalten, deswegen trage ich das Kreuz bereitwillig. Mein Job wirft gutes Geld ab. Tatsächlich schaffe ich es, ohne Einbuße an Lebensqualität 1000-1200 Euro monatlich zurückzulegen. Das plane ich jährlich um 10% zu steigern. Ich habe viele Bücher über das Sparen und die Mindsets dahinter gelesen. Das Thema finde ich total aufregend und spannend. Momentan habe ich zwei Nettogehälter als eiserne Reserve für den Notfall zurückgelegt, den Rest pumpe ich in die Börse. Mich reizt der Gedanke, mit 35 von den Erträgen meines investierten Gelds leben zu können. Dafür lege ich gerade den Grundstein und es ist nicht einmal sonderlich schwierig. Es ist nur wichtig, die Finger in die Themen zu halten und es nicht immer auf die lange Bank zu schieben. Zu wissen, dass ich jederzeit kündigen könnte ohne Angst haben zu müssen, wieder an einen Job zu kommen oder überhaupt über die Runden zu kommen, ist ein äußerst beruhigendes Gefühl. Vor zwei Monaten habe ich mich dafür auch mit ein paar Jungs zusammengeschlossen, die sich sehr für die Börse interessieren. Wir tauschen Informationen aus und helfen uns gegenseitig. Keiner versucht den anderen auszustechen, wir sind alle bestrebt, uns gegenseitig die Arme zu reichen. Ist eine coole Sache. Muss aber sagen, dass ich schon jetzt vom Wissen und Kapital her hinterherhinke. Die Jungs sind verdammt fit in den Themen, teilweise verstehe ich nur Bahnhof. Deswegen liegt hier auch gerade mein Fokus drauf. Ich will mich in dem Bereich weiterbilden, um den Weg für eine geile Zukunft zu ebnen und Schritt zu halten. Dass ich die Themen ohnehin unheimlich interessant finde, macht es mir sehr einfach, mich da reinzufuchsen. Gesundheit von Körper – Seele – Geist Ich rauche, ich trinke, in seltenen Fällen nehme ich Drogen. Meine Ernährung ist ganz in Ordnung. Sie ist alles andere als vorbildlich, aber wahrscheinlich besser als bei vielen anderen Menschen. Tendenziell wird meine Ernährung eindeutig besser, je älter ich werde. Ich treibe Sport - viel Sport - fast schon zu viel Sport - 6x die Woche ist die Regel, in der letzten Zeit ist es eher so, dass ich 10-15x die Woche Sport treibe. Dadurch bin ich fit. Es lastet mich aus und ich merke schnell, dass mein körperliches Befinden schlechter wird, wenn ich mich nicht mindestens 3x die Woche auspowern kann. Bis auf ein paar kleine Wehwehchen, die jeder Mensch hat, geht es mir gut. Klar, es wäre schöner, wenn ich weniger trinken würde und weniger rauchen würde. Das kriege ich noch irgendwie gedeichselt. Mental geht es mir ohnehin gut. Ich habe das Steuer in der Hand. Private Beziehungen, Interessen und Hobbys Private Beziehungen...der Bereich, der nach meinem Umzug nach Berlin am meisten gelitten hat. Hier bin ich zum ersten Mal getrennt von meinen "alten" Freunden und sozialen Netzwerken. Es hat eine Zeit gebraucht, bis ich das für mich gelöst habe. Meine engsten Freunde aus der Heimat treffe ich alle paar Monate. Hier in Berlin habe ich auch zwei sehr gute Freunde und bin dabei, mir meinen Bekanntenkreis immer weiter auszubauen. Bisher war es in meinem Leben immer so, dass Leute auf mich zugekommen sind, um Kontakt aufzunehmen und mit mir was zu unternehmen. Der Prozess ist mir aber zu langsam. Deswegen versuche ich gerade zu lernen, selbst proaktiv auf die Menschen zuzugehen. Ich habe ein katastrophales Meldeverhalten und bin da sehr passiv. Ich will nicht wissen, wie viele Menschen schon angepisst waren, weil sie denken, ich würde ihnen bewusst nicht zurückschreiben, dabei vergesse ich solche Dinge einfach. Interessen und Hobbys...ich bin ein Sportjunkie. Mal überwiegt die eine Sportart, mal die andere. Seit diesem Jahr spiele ich unfassbar gerne Beach Volleyball. Das ist auch mein größter Dreh- und Angelpunkt momentan, um Menschen kennenzulernen. Macht unfassbar Bock, jedes Mal neue Leute, knackige Ärsche und Sonne. Hachhh, da schmelze ich dahin. Bin mittlerweile in ein paar WhatsApp-Volleyball-Gruppen, weil immer irgendjemand ankommt und Nummern tauschen will. Derzeit gehe ich daher leider nicht so oft ins Fitnessstudio, wie ich es gerne hätte, weil er für mich nur ein Ergänzungssport zu meinen anderen Sportarten ist, und komme deswegen nicht mit den Kraftwerten vorwärts. Naja, zumindest bin ich jetzt zum ersten Mal im Leben tatsächlich über die Fortgeschrittenen-Kraftwerte hinausgekommen. Geiler Erfolg für mich. Ansonsten probiere ich gerade viel rum. Hab mich vor ein paar Monaten bei einem Sprachkurs angemeldet (ist mittlerweile vorbei) und lerne immer noch selbstständig weiter. Geht ein bisschen schleppend voran. Deswegen will ich nächstes Jahr eine kleine Sprachreise machen neben meinem sonstigen Urlaub. Habe dafür extra 10 Tage weniger Urlaub dieses Jahr genommen und somit im nächsten Jahr 40 Tage. Könnte was Feines werden. Aus 40 Tagen lässt sich viel anstellen. Mal sehen. Ich lese gerade viel - insbesondere Sachbücher. Arbeite schon eine Weile sehr aktiv mit dem Buch von Nathaniel Branden und meditiere regelmäßig. Mein Horizont erweitert sich stetig und das finde ich geil. Ich bin gerade ein bisschen hungrig auf neue Dinge. Ich hätte gerne mehr Zeit, um mehr Sportarten ausüben zu können. Würde gerne mehr Zeit haben, um auch bouldern gehen zu können, vielleicht Yoga, einen Kampfsport...Hach, so viele geile Möglichkeiten, ich liebe diese Stadt! Liebe – Partnerschaft - Familie Die Liiiiiiiebe. Sind wir nicht alle wegen ihr hier gelandet - entweder weil wir sie nie zu spüren bekommen haben oder weil wir sie erst zu spüren bekommen haben, sie uns dann aber weggenommen wurde? Die schöne, hässliche Liebe. Ich muss gestehen, zumindest im romantischen Sinne bekomme ich davon derzeit nicht viel zu Gesicht. Das liegt aber auch daran, dass ich mich davor abgeschottet habe. Es ist mir erst vor kurzem bewusst geworden, dass ich im Laufe der letzten 1-2 Jahre ein paar emotionale Mauern um mich herum hochgezogen habe. Sobald mir eine Frau emotional zu nah zu kommen droht, blocke ich ab. Das endet dann darin, dass die Frau irgendwann keine Lust hat oder ich selbst die Reißleine ziehe. Das ist natürlich kein Zustand, den ich dauerhaft aufrecht erhalten sollte. Deswegen bin ich bestrebt, dem bei den nächsten Frauen entgegenzuwirken. Wie gesagt ist mir das erst neulich bewusst geworden Uuuuund...schlagt mich oder lasst es sein, aber ich denke, dass es unter Anderem mit meiner Ex zu tun hat. Ich habe das Gefühl, nie richtig mit der Sache abgeschlossen zu haben. Ich habe nie wirklich mit Freunden "intensiv" über das Thema gesprochen, sondern immer mit 2-3 Sätzen das Thema vom Tisch gehauen und irgendwann wurde ich dann auch in Ruhe gelassen. Über Gefühle zu sprechen ist etwas, was mir nie wirklich beigebracht wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich schon längst ein Ex-Back versucht hätte, wenn uns unsere Lebensbedingungen nicht dermaßen weiter auseinander getrieben hätten. Wahrscheinlich ist es besser so, dass ich jetzt in Berlin wohne. Oder auch nicht, keine Ahnung. An der Frauenfront läuft gerade nicht viel. Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Mir steht der Sinn gerade mehr nach Entspannung als nach Party, deswegen gehe ich davon aus, dass hier in den nächsten Wochen erst einmal Ruhe im Karton ist. Aber jedes Mal, wenn ich so etwas sage, passiert doch etwas Unerwartetes. Wir werden sehen. Familie. Hmpf, joa. Meine Eltern und Brüder sehe ich momentan nicht wirklich oft, aber das Verhältnis ist ziemlich gut. Dadurch, dass ich in Berlin wohne, besuche ich jetzt häufiger meine Verwandten und kann meinen Omas ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Tut schon gut. Es ist auch immer ein guter Ausgleich zum Leben in Berlin. Da steht man noch auf, wenn der Hahn kräht, so ein richtiges Dorfleben. Mir wird in diesen Momenten auch immer bewusst, was ich selbst eigentlich schon erreicht habe, wenn ich ein paar Tage mit ungebildeten Dorfmenschen rede, die null Ambitionen im Leben haben außer sich bei jeder Gelegenheit Alkohol in den Rachen zu kippen. Aber jeder wie er mag. Ich bin nicht hier um zu urteilen. Fragen, die dir dabei helfen können, dich selbst besser kennenzulernen Was sind meine besten Eigenschaften? Welche Dinge kann ich besonders gut? Was sind meine größten Schwächen? Wer sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben und warum? Wer sind meine größten Feinde und warum? Welche ungelösten Konflikte aus meinem bisherigen Leben belasten mich immer noch? Was sind die größten Erfolge, die ich je erzielt habe? Welche Dinge möchte ich unbedingt noch machen? Was ist mein Ziel im Leben? Wofür bin ich bereit, alles zu geben? Für welche Dinge in meinem Leben bin ich besonders Dankbar? Und was sind 5 alltägliche Dinge, die mir mein Leben versüßen? Was habe ich heute produziert, das meine Produkte oder Fähigkeiten von morgen verbessert? Was muss ich heute unbedingt erledigen, dass ich den Tag als „gut“ betrachten würde? Auf welchem Energielevel befinde ich mich gerade? Wenn mein Energielevel nicht hoch ist, was kann ich tun, um dies zu ändern? Habe ich für heute Zeitblöcke festgelegt, in denen mich niemand unterbrechen darf, um meine wichtigsten Angelegenheiten vorantreiben zu können? Starte ich großartig in den Tag und handle direkt meinen höchsten Prioritäten entsprechend, bevor mich jemand unterbrechen kann? Bin ich mir über meine produktivsten Zeiten während des Tages, der Woche und des Monats bewusst? Lege ich die Planung meiner Aufgaben so fest, dass sich die Top-Prioritäten mit den produktivsten Zeiten decken? Bereite ich mich heute vor meinem Feierabend auf die wichtigsten Aufgaben für morgen vor? Konzentriere ich mich auf die 20% meiner Aufgaben, die für 80% meiner Resultate verantwortlich sind? Handle ich unmittelbar nachdem ich Entscheidungen getroffen habe, um Prokrastination und Trägheit zu vermeiden? Setze ich mir Zeitlimits für meine Aufgaben, um fokussiert zu bleiben und die Aufgabe durchzuziehen? Nutze ich meine „toten Zeiten“ effektiv, indem ich kleine Übungen von hoher Priorität (Audio Buch mit wertvollen Ideen hören, Konzentrationsübungen, etc.) in diesem Zeitraum mache? Bleibe ich auf meine Aufgaben von hoher Priorität fokussiert, wenn ich mit Ablenkungen konfrontiert werde? Schenke ich meinen Gesprächspartnern meine volle Aufmerksamkeit, während ich mit ihnen kommuniziere? Bleibe ich solange an neu gelernten Geschicken dran, bis sie zu täglichen Gewohnheiten werden? Nutze ich kurze Unterbrechungen und Pausen, um gezielt zu regenerieren und meine wertvollen Konzentrationsbatterien wieder aufzuladen? Bin ich stets darum bemüht, tägliche Prozesse noch mehr zu optimieren und sie effizienter zu gestalten? Honoriere ich den Fortschritt den meine Mitmenschen machen und ermutige sie zu weiterem Wachstum? Unterscheide ich zwischen den Dingen, die wirklich wichtig sind und denen, die auch zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden können? Lege ich Zeitpunkte fest, wann ich die Aufgaben erledige, die zum jetzigen Zeitpunkt nicht von höchster Priorität sind? Breche ich große Projekte in Unterpunkte herunter, sodass ich mich von der Größe des Projekts nicht überfordert fühle? Nehme ich mir die Zeit, kurz über die Dinge zu reflektieren, für die ich wirklich dankbar im Leben bin? Delegiere ich die Aufgaben, die Andere besser bewältigen können und mir nur die Zeit fressen? Ziehe ich mich gelegentlich zurück, um mir Zeit nur für mich zu nehmen? Blocke ich mir auch einmal größere Zeitblöcke (mindestens 90 Minuten), um intensiv an den wichtigsten Aufgaben zu arbeiten und mich wirklich in die Materie vertiefen zu können? Nutze ich die Macht der Gewohnheiten und bilde mir Routinen, die mir dabei helfen produktiver zu sein, mehr erledigt zu kriegen und mich besser zu fühlen? Setze ich mir persönliche Standards und Prinzipien und handle entsprechend? Bin ich darauf bedacht, jeden Tag etwas neues zu lernen und mich immer weiter zu entwickeln? Investiere ich Zeit (und Geld) in mich und meine Weiterbildung? Priorisiere und plane ich meine täglichen Handlungen? Schaue ich mir Techniken, Strategien und Angewohnheiten von den Besten in meinem Feld ab, anstatt dauernd das Rad neu erfinden zu wollen? Fokussiere ich mich ausschließlich auf eine Sache in einem abgestimmten Zeitraum? Was werde ich heute produzieren, dass mir dabei hilft meine wichtigsten Ziele zu erreichen und umzusetzen? Weiß ich, auf welche 3 (maximal 5) Projekte ich momentan meinen Fokus und meine volle Aufmerksamkeit richte? Beobachte ich genau, wie ich meine Zeit nutze, um sie noch besser managen zu können? Sage ich auch mal „Nein“ zu Ablenkungen, um „Ja“ zu meinen höchsten Prioritäten sagen zu können? Bin ich darum bemüht, so auf meine Mitmenschen zu wirken, wie ich es mir vorgestellt und vorgenommen habe? Weiß ich, wofür ich als Person stehen möchte und handle entsprechend? Achte ich auf meine eigene Präsenz und versuche, nicht nur körperlich anwesend zu sein? Entledige ich mich zunehmend den Zeitfressern aus meinem Alltag und ersetze schlechte Gewohnheiten durch ergebnisorientierten Routinen? Praktiziere (oder teste) ich auch das, was ich weiß, oder nehme ich Informationen und Tipps nur zur Kenntnis? Nehme ich mir täglich vor, der Beste zu sein, der ich in meinem Denken und Handeln sein kann? Gehe ich die Extra-Meile für meine Kunden, Freunde, Mitarbeiter, Partner, etc., und bin stets darum bemüht, ihnen mehr zu geben, als sie es von mir erwarten? Nutze ich das zum vollem Ausmaß, was mir gegeben ist? Verabscheust du dein (nicht existentes) Liebesleben? Hast du genug von deinem Job und willst unbedingt eine neue Karriere? Leidest du unter negativen Familienbeziehungen, die dich ständig belasten? Magst du dein Äußeres nicht und wie es deine Gesundheit beeinflusst? Gehst du verantwortungslos mit Geld um und bist hoch verschuldet? Wer ist der ideale Partner für dich? Oder brauchst du für eine Weile mehrere Beziehungen hintereinander, um dir darüber klar zu werden, was du wirklich von einer Beziehung erwartest? Was wolltest du früher immer werden, wenn du einmal groß bist? Wenn dies nicht mehr realistisch ist, kannst du dem irgendwie nahe kommen oder etwas anderes wählen, das dich auch glücklich machen würde? Willst du noch immer die Beziehungen innerhalb der Familie reparieren, oder würdest du sie lieber einfach alle beenden? Welche speziellen Dinge würdest du an deinem Aussehen verändern? Dein Gewicht? Deine Frisur und dein Make-up? Deine Garderobe? Wie sieht für dich finanzieller Wohlstand aus? Welche Elemente deines Lebens laufen gerade gut? Erstelle eine Liste mit kleinen und großen Positiven Dingen. Wie können diese Elemente deines Lebens dir dabei helfen die Teile zu ändern, die nicht so gut laufen? Was möchtest du so belassen und was wärest du bereit zu opfern um andere Bereiche deines Lebens zu verändern? Erfüllt meine Arbeit mich? Bin ich über- oder unterfordert? Habe ich genügend Ausgleich zu meinem Beruf? Was wollen Sie erreichen? Worauf legen Sie großen Wert? Wie sieht für Sie Selbstverwirklichung aus? Woraus schöpfen Sie Kraft? Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft? Verdiene ich genug Geld? Wie gut fühlen Sie sich? Treiben Sie regelmäßig Sport? Was tun Sie für Ihre Gesundheit? Gönnen Sie sich genügend Zeit für sich selbst? Gehen Sie sorgsam mit sich selbst um? Wie viele Freunde und Bekannte habe ich? Kann ich mich auf mein soziales Umfeld verlassen? Treffe ich wichtige Personen in meinem Leben oft genug? Gibt es oft Streit? Fühle ich mich bei ihnen sicher? Im nächsten Beitrag: Splitten in Split - Echte Freunde teilen alles Der nächste Beitrag wird zusätzlich auch eine kleine Sammlung der Interaktionen enthalten, die mir in Erinnerung geblieben sind. Schönes Wochenende ihr Banausen Cheers, rsc
  5. "Jemand, der reich ist, WIRD sicher von sich aus keine Bücher über Finanzen lesen und auch nicht im Internet nach einer Lösung suchen." "Jemand, der muskulös ist, WIRD sicher von sich aus keine Bücher über Trainingsgrundlagen lesen und auch nicht im Internet nach einer Lösung suchen." Dein Satz ergibt keinen Sinn. Die meisten Menschen, die extrem erfolgreich in einem Bereich sind, haben sich verschiedener Quellen bedient, um ihr Wissen anzureichern. Das umfasst auch Bücher. An den TE: Schade, dass dein Text dermaßen verurteilend geschrieben ist und man direkt merkt, wie du dich selbst gegenüber anderen Menschen auf ein Podest stellen möchtest. Er hatte wie schon von @Dreamcatcher erwähnt großes Potenzial. Bestätigt mich mal wieder in meinem Verdacht, dass LDS keine Anfängerlektüre ist und zu viele Leute keine Grautöne zwischen schwarz und weiß wahrnehmen können. Nicht alles für bare Münze zu nehmen. Cheers, rsc
  6. An meine Woche 2 kann ich mich noch ziemlich gut erinnern. Am letzten Tag erst bin ich gerade so mit der Aufgabe fertig geworden und habe mir im Anschluss schon vor Woche 3 in die Hose gemacht. Das ging alles andere als leicht von der Hand. Bei meinem ersten Versuch in Woche 3 habe ich 0/10 geschafft und musste die Woche wiederholen. Bei meinem zweiten Versuch waren es dann 5/10 und ich musste wiederholen. Bei meinem dritten Versuch habe ich die Aufgabe dann innerhalb von zwei Tagen geschafft. Und soll ich dir was dazu sagen? Bei dieser Aufgabe habe ich mit Abstand am meisten gelernt, weil das genau der Bereich war, wo mein größter Sticking Point lag. Die Aufgaben sind unter Anderem auch so angelegt, um dir zu zeigen, wo deine Baustellen liegen und dir die Möglichkeit zu geben, diese Baustellen anzugehen. Wenn es alles einfach für dich wäre, dann würdest du dabei nicht so viel lernen können, wie du es jetzt tust. Also bleib dran und scheiß auf die Wochen, die noch vor dir liegen. Setz einen Fuß vor den anderen und der Rest kommt dann. Von Woche zu Woche werden deine Kompetenzen ohnehin geschärft und die Aufgaben erscheinen nicht mehr so schwierig, wie es jetzt vielleicht der Fall ist. Und wenn du dann mit Woche 8 fertig bist, lädt @Herzdame dich zu einem romantischen Essen ein. Cheers, rsc
  7. Prinzipiell lassen sich aus einer so geringen Stichprobe noch keine Schlüsse ziehen. An deiner Stelle würde ich mir das über den Zeitverlauf noch genauer ansehen und dann schauen, wie das Verhältnisse zwischen Nummer/tatsächliches Date ist. Du musst hierbei auch immer bedenken, dass gerade bei attraktiven Frauen, die viel unterwegs sind, total viele Kerle an deren Rockzipfel hängen. Da kann es schnell mal passieren, dass die Erinnerung an dich verblasst, wenn sie anderweitig abgelenkt bist. Was du dagegen tun kannst, ist sie so gut es geht emotional in den Gesprächen zu triggern, also dafür zu sorgen, dass sie Emotionen fühlt, die sie das Erlebnis in Erinnerung behalten lassen. Dazu ist es dann natürlich sinnvoll, das Gespräch länger als 5 Minuten zu führen und am Höhepunkt des Gespräches das Ganze zu beenden und nicht erst, wenn das Ganze langsam abflacht. Tja, das ist eben nichts Halbes und nichts Ganzes. In deiner ersten Aussage "Lass uns heute nachmittags was trinken gehen" steht keine Uhrzeit drin. Weißt du, was das Problem dabei ist? Du willst sie spontan am gleichen Tag treffen. Wenn die sich jetzt Zeit mit der Antwort lässt und du danach noch 2-3 Nachrichten hinterher jagen musst, ehe ihr geklärt habt, wann ihr euch jetzt trefft, dann ist das scheiße. Also für das nächste Mal besser eine Formulierung in der Form wählen. "Lass uns heute Nachmittag gegen 17 Uhr oder am Abend gegen 19 Uhr etwas trinken gehen, im XYZ machen sie die besten Cocktails!" Zack. Du gibst ihr zwei Möglichkeiten und sie kann wählen. So sparst du dir 1-2 Nachrichten, in denen du die Uhrzeit später festmachen müsstest. Mit deiner Antwort "Ja, geht klar." schießt du dir in dein eigenes Knie. Im Grunde sagst du mit der Antwort, dass du den ganzen Nachmittag nichts Besseres zu tun hast, als auf ihre Antwort zu warten. Nutze am besten irgendeine zeitliche Limitierung, damit du erstens nicht wie ein Hampelmann ewig auf eine Antwort wartest und zweitens direkt sehen kannst, ob sie sich an Abmachungen hältst. So etwas in der Art: "Geht so, ich hatte gleich eigentlich noch vor die Welt zu retten. Gib mir bis 13 Uhr Bescheid, damit ich nicht den ganzen Tag fieberhaft und Ben&Jerry's essend auf eine Nachricht von dir warte... ;-)" Ok, so würde ich es formulieren, ich bin aber auch ein sarkastischer Mensch und es ist kongruent zu meiner sonstigen Art. Die Idee dahinter sollte aber klar sein. Gedanklich abschreiben, aber zu Übungszwecken ruhig noch eine Nachricht schreiben und gucken, ob sie reagiert. Ich selbst würde (naja, eigentlich würde ich ihr überhaupt nicht mehr schreiben, aber so prinzipiell) einen dieser Sätze schreiben: "Du bist Schuld daran, dass ich mich letzte Nacht in den Schlaf geweint habe..." "Wurdest du entführt? Wie hoch ist die Lösegeldforderung?" "Füg Herzensbrecherin zu deiner Vita hinzu... " "Zeitlich flexibel scheint ein sehr dehnbarer Begriff zu sein " Cheers, rsc
  8. Hast du schon mal ein Gespräch mit ihr geführt, das über "Marlboro" - "6 Euro bitte" - "Hier." - "4 Euro zurück" - "Danke" - "Ciao" hinausging? Einfach im Terminatormodus reingehen, sie auf einen Kaffee einladen und auf dein Glück hoffen klappt vielleicht in schnuckeligen Hollywood-Filmen, aber im echten Leben erntest du damit selten mehr als ein mitleidiges Lächeln. Also: Bei deinem nächsten Besuch verwickelst du die gute Frau in ein Gespräch. Dabei bist du witzig und lernst sie mal ein bisschen kennen. Dann - nachdem du sie näher kennengelernt hast - schlägst du ihr ein Treffen vor. Eine Frau muss zumindest das Gefühl haben, etwas dafür "getan" zu haben. Wenn du sie einfach direkt fragst, ist klar, dass du sie einfach nur umsensen willst oder keine Ansprüche hast...und ein Mindestmaß an Anspruch über "die Alte hat ordentlich Hupen" hinaus solltest du schon haben. Dein Ansatz ein Treffen vorzuschlagen ist schon in Ordnung, aber ich würde es etwas anders formulieren. Mit deinem Ansatz gibst du ihr die Möglichkeit, die harmlose Alternative, also ein simples Tauschen der Nummer, was nicht dein primäres Ziel sein sollte, zu wählen. Du willst sie treffen und nicht sinnlos Nummern sammeln. Ich würde es statt so: ... eher so formulieren: "Ich fand dich ja schon vorher süß, aber nach dem Gespräch heute weiß ich, dass du auch noch verdammt komisch/cool/sympathisch/whatever bist. Lass uns doch mal in den nächsten Tagen einen Kaffee trinken gehen. Kaffee macht gute Laune." Und dann wartest du auf ihre Reaktion. Den Rest kriegst du dann selbst hin. Viel Spaß. Cheers, rsc
  9. Sie hat das Interesse verloren und/oder ein anderer Typ hat schneller das getan, was du dich nicht getraut hast. Nichts für ungut, da bedarf es keiner eingängigen Analyse. Such dir Alternativen, denn du hast offensichtlich keine. Zeit weiterzuziehen. Merke: Eine Frau, die wirklich Interesse hat, lässt nicht zwei Nachrichten so lange unbeantwortet. Ist einfach so.
  10. Haha, musste ordentlich schnaufen. So in der Art ist es. Ich komme momentan mit dem Schreiben nicht hinterher. Es steht jetzt auch noch eine Urlaubsfick-Story aus, ich habe gerade zu viel um die Ohren. Ihr hört bald von mir. Cheers, rsc
  11. Entweder wir tauschen Nummern oder wir gehen „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ "Wat?" "Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen." "Ok." Es ist schön, wenn es einmal läuft, denn wenn es einmal läuft, dann läuft es für gewöhnlich richtig. Der Samstagabend rückt näher. Ich bin gelangweilt und überlege, mit wem ich gemeinsam einen Club aufmischen kann. Mir fällt keiner ein, der Zeit hat und auf den ich anIc dem Abend Lust habe. Ich sehe mich also vor die Entscheidung gestellt, entweder alleine loszuziehen oder einen neuen Rekord im Wie-Oft-Kann-Ich-An-Einem-Abend-Wichsen aufzustellen. Die erste Option gefällt mir wesentlich besser. Ich steuere meinen derzeitigen Lieblingsclub an. Drei Minuten Fußmarsch und ich bin da. Daran kann ich mich gewöhnen. Es ist 00:30, die Menge der Menschen in der Schlange hält sich entsprechend noch in Grenzen. Der Türsteher mustert mich. "Nur du?" - "Ja." - "So sind deine Freunde?" - "Drin." - "Richtig Antwort. Viel Spaß." Ich sehe mich im Club um. Gähnende Leere. Der geübte Raucher weiß, was in solchen Fällen zu tun ist. Ich steuere den Raucherbereich an, knalle mich alleine auf die Couch und zünde mir eine Zigarette an. Irgendein Typ kommt in den Raum. Ich verwickle ihn in ein Gespräch. Mal wieder ein Tourist. Ich bin gelangweilt und schleppe mich zur Bar. "Nwodka-e" - "Was?" - "EINEN WODKA-REDBULL BITTE. Wann macht der Bereich oben auf?" - "Um 2 ungefähr." - "Mrmlmgmrlm." Die Tanzfläche ruft mich, ich folge ihrem Ruf. Leere. Es ist einfach zu früh. Ich schließe die Augen und tanze für eine ziemlich lange Zeit. Eine Touristin kommt zu mir und fragt, ob ich Drogen habe. Nein. Wir reden noch kurz miteinander, dann verlasse ich die Tanzfläche und latsche in den mittlerweile geöffneten oberen Bereich. Ich werfe einen Blick in den Red Room in der Hoffnung, ein paar Leute zum Reden zu finden. Ein paar Typen rauchend auf dem Hochbett. Finde ich gut. Ich frage sie, ob ich dazu stoßen kann. Klar. Ausnahmsweise Touristen, Samstagabend eben. Ich hänge gut eine Stunde mit denen da rum. Zeit für die Tanzfläche. Ob sie mitkommen möchten. Nö. Mittlerweile nach 3:00. Eigentlich wollte ich zur Tanzfläche, stattdessen bin ich neben der Tanzfläche auf einem Bett gelandet und mache Videos von mir mit meiner Frontcamera. Warum? Weiß der Geier. Ich sehe ein Mädel auf einem Sessel hocken, das panisch um sich blickt. Scheint an der Zeit zu sein. Ich gehe zu ihr hin. "Bist du der Sheriff hier?" - "Was?" - "Wie heißt du?" - "Aus München." Ok, super Gesprächseinstieg. Ich unterhalte mich noch kurz mit ihr. Sie blickt währenddessen immer wieder panisch um sich. Scheint auf Drogen zu sein. Nein danke. Tanzfläche. Eine Menge gekleidet in schwarz. Technobeats durchströmen den Körper. Frauengruppen um mich herum, das Blut in mir gerät in Wallung. Ich er spähe eine heiße Asiatin mit rückenfreiem Outfit und Tattoo. Sie spricht englisch mit ihrer Freundin. Ich will sie ansprechen. Im Kopf zähle ich langsam bis drei und mache dann...nichts. Haha. Gute Selbstverarsche. Als hätte ich mich je an die 3s-Regel gehalten. Ich durchdenke in meinem Kopf alle Gesprächsöffner, die mir einfallen. Als würde das einen Unterschied machen. Ich gehe zu ihr hin. "Hey. What's your name?" - "Asiagirl" Sie hält mir die Hand hin, ich schüttle sie. Ich nicke debil, drehe mich von ihr weg und schaue wie ein Kapitän auf das offene Meer. Völlige Leere in meinem Hirn. Sie tanzt langsam etwas näher zu mir hin. Ein kurzer innerer Monolog mit mir selbst. MACH HALT IRGENDWAS, AUCH WENN DU IHR INS GESICHT HUSTEST, MAN. Ich drehe mich wieder zu ihr. "Wanna grab some drinks?" - "No, I'm waiting for my friend." - "Ok." Überforderung. Ich geh dann mal auf Toilette. Wieder Tanzfläche. Ich habe mich neu positioniert. Französische Baguettefresser in direkter Umgebung, ich muss in der Hölle sein. Heißes Mädel links neben mir. Ich spreche sie an. "Hey, where are you from?" - "France." - "You're cute. The thing is: I hate french people because they eat baguette all day." Sie zeigt mir den Mittelfinger und grinst dabei. Das ist mir irgendwie zu aufregend, also drehe ich mich wieder von ihr weg. Pussy. Ich überlege noch eine Weile, wie ich das Gespräch neu eröffnen kann, dann quetscht sich irgendein Spacko zwischen uns. Diese Hürde scheint mir unüberwindbar. Red Room. Toilette. Zurück zur Tanzfläche. Große Frau neben mir. Reizt mich total. Ich drehe mich zu ihr. "Hey. Du bist groß." - "Ja, bin ich." - "Ich steh auf große Frauen." - "Gut zu wissen." - "Darf ich dich in den Barbereich entführen?" - "Ich gebe kurz meinen Freundinnen Bescheid." Wir gehen in den Barbereich und hauen uns auf eine Bank. Pärchen in sich geschlungen uns gegenüber. Wir unterhalten uns über die Basics, das Übliche. Wo wohnst du, was machst du, warum ist deine Nase so groß. Die Frage nach dem Alter. Sie ist 30, schätzt mich auf 28. Ich korrigier auf 26 runter. Ist gelogen, mache ich sonst nicht. Schlimmer Finger ich. Das Gespräch zieht sich so dahin. Ich schlage vor, dass wir aufstehen, bevor wir Wurzeln schlagen. Ich gehe ein paar Meter mit ihr an der Hand durch den Barbereich. Ich weiß gar nicht, was ich jetzt eigentlich vorhabe. Sie übernimmt das Denken für mich. "Also entweder wir tauschen jetzt Nummern oder wir gehen zu dir bzw. zu mir." - "Dann lass uns jetzt gehen. Willst du deinen Freundinnen eine Nachricht schreiben oder sollen wir kurz hin?" - "Lass uns kurz zu ihnen." Bei den Freundinnen angekommen. "Sandra, Planänderung. Du musst bei Ina pennen, wir gehen jetzt." Ich muss kurz grinsen. Stell sich das mal einer unter 18-jährigen Mädels vor. Ne, niemals. Wir verlassen den Club. Sie will, dass wir zu ihr gehen, damit sie morgens nicht den Walk of Shame haben. Ich willige ein und hole Geld ab. Wir finden kein Taxi. Planänderung. Wir gehen zu mir. Es ist hell und mittlerweile morgen. Viel Schlaf werde ich in dieser Nacht nicht bekommen. Frauen in dem Alter wissen zum Glück, was sie tun. Den Rest überlasse ich wie immer eurer Fantasie. Cheers, rsc
  12. Danke und gerne. Wie ist der Stand? Cheers, rsc
  13. Sonne, Grillen, Bier und Ficken - ein Samstag nach meinem Geschmack Angekündigt war zwar ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung, aufgrund des jüngsten Geschehnisses verschiebe ich den aber mal auf die kommenden Tage und knalle hier einen anderen Bericht zwischen. Es geht hier immerhin um (Frisch)fleisch, Bier und Sonne. Und Titten, Explosionen und Feuerwerke. Na gut, die letzten beiden Dinge nicht, aber Titten sind auch schon etwas Feines. Also dann, drehen wir die Uhr mal ein paar Stunden zurück und starten. Samstagnachmittag, strahlende Sonne. Menschen laufen in bester Laune durch die Gegend und frönen dem schönen Wetter, während sie sich genüsslich mit ihren Bieren an die sonnigen Plätze der Stadt begeben. Da habe ich auch Lust drauf. Ich habe mich mit ein paar Leuten in einer Facebook-Gruppe verabredet, um mit ihnen gemeinsam im Park zu grillen. Diese Gruppen sind schon etwas Feines. Man kennt sich vorher nicht und trifft sich einfach zum Grillen. Es ist im ersten Moment nicht vorstellbar, wenn man wie ich aus einer Kleinstadt stammt. Aber so ist Berlin, der Kampf gegen die Anonymität. Vielleicht findest du Freunde bei diesen Treffen, vielleicht auch nicht. Im schlimmsten Fall trinkst du ein paar Bier, tankst etwas Sonne und frisst Fleisch bis zum Umfallen. Im Prinzip kannst du nur gewinnen. Wir treffen uns vor einem Supermarkt. Ich schüttle Hatergirl und Hutmensch die Hand. Es ist unschwer für mich zu erkennen, dass mich Hatergirl interessant findet. Dieser Blick gepaart mit dem minimal zu langen Augenkontakt spricht Bände. Früher hätte ich ihn vermutlich nicht erkannt. Wir bewaffnen uns mit Bier, Fleisch und Bier. Wenn an diesem Tag die Welt untergeht, so könnten wir fröhlichen Gemüts und erheitert dem Tode ins Auge blicken. Bier. Bier. Der Weg zum Park ist kurz, nach und nach stoßen noch ein paar Leute aus der dazu und wir sind in einer entspannten Runde. Der Grill brennt, die Sonne knallt, zufrieden lächelnd betreibe ich Fotosynthese. Unter den Anwesenden ist eine Schweizerin, die alle Klischees erfüllt. Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der so vorbereitet zu einem Grilltreffen kommt. Sie hat wirklich alles dabei, während ich nicht mal an eine Decke gedacht habe. Aber ich bin auch ein unverbesserlicher Schussel. Irgendwie führen wir langweilige Gespräche über Hobbies und Jobs. Ich erliege fast der Versuchung, alle zu verprügeln, weil ich so gelangweilt bin, entscheide mich dann aber für die friedvollere Lösung und öffne einfach das nächste Bier. Bier ist schließlich Liebe. Die Runde wird langsam kleiner, wir sind nur noch zu viert. Die Schweizerin und der Baguettefranzose krallen sich meinen Volleyball und wollen eine Runde spielen. Ob Hatergirl und ich mitkommen wollen? Nein danke, wir haben Bier. Da waren es nur noch zwei. Wir kommen miteinander ins Gespräch. Naja, wenn man es so nennen kann. Eigentlich verarschen wir uns nur gegenseitig und machen uns über die Menschen in Sichtweite lustig. Jeder kriegt sein Fett weg. So viel Hass und Bier. Ein schöner Tag. Wir beschließen, uns mit neuen Getränken einzudecken und latschen zum nächstgelegenen Supermarkt. Wir kaufen Bier. Bier führt zu Liebe, Liebe führt zu Sex. Muss man wissen, wussten schon die Römer. Wir setzen uns auf eine Parkbank und sehen den anderen Leuten beim Volleyball zu, während wir das Wetter genießen. Hatergirl fordert mich immer wieder mit ihren Sprüchen heraus. Es interessiert mich nicht. Sie ist wie ein kleiner, bissiger Hund. Kleine Hunde sind süß, aber sie sind alle gleich. Sie bellen, aber beißen nicht. Der Baguettefranzose und die Schweizerin wollen sich langsam auf den Weg machen. Ich stelle mir vor, wie die beiden Sex haben und bin angewidert. Dann muss ich lachen, weil ich so behindert bin. Dann folgt ein Schluck Bier. Jetzt sind wir tatsächlich nur noch zu zweit. Ich frage Hatergirl, was sie heute noch vorhat. "Biertrinken" erwidert sie. Eine Frau nach meinem Geschmack. Ob sie noch Lust hat, in einen Club zu gehen, wir könnten vorher kurz zu mir, damit ich meine Sachen wegbringen kann. "Wir können auch einfach bei dir chillen" ist die prompte Antwort. Jetzt mag ich sie. Simpel, unspektakulär und direkt. Wir machen uns auf den Weg zu mir. Nach zwanzig Minuten sind wir da. Ein kurzes obligatorisches Anschnuppern folgt. Danach fliegen Kleidungsstücke. Leider kippe ich ein Bier um. Dem weine ich noch heute nach. Angetrunkener Sex macht Spaß. Hinterher: "Wolltest du mich in einen Club schleppen, um mich da abzufüllen und dann flachlegen zu können?" "Ja. Das war so ungefähr mein Plan." "Ihr Männer denkt echt manchmal zu kompliziert. Ich hatte schon Angst, ich müsste noch mehr trinken, bevor du was machst." Der wichtigste Satz im Pickup ist und bleibt: Lass uns zu mir gehen. Cheers, rsc
  14. Boop Boop Hallihallo. Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um einige Dinge in meinem Leben zu erledigen, die ich ewig vor mir hergeschoben habe. In der Zeit habe ich mir eine kleine Pause von Frauen gegönnt. Jetzt bin ich aber wieder da, verehrte Leserschaft. Es kann wieder losgehen, mich gibt es noch. Ich schalte wieder in die höheren Gänge, keine Angst. Ach ja: Ihr könnt euch auf einen sehr langen Beitrag gefasst machen, der nächstes Wochenende kommt. Das wird so ein ekliger Persönlichkeits-Firlefanz-Beitrag. Also nichts für Profificker. Eher so für Lifestyle-Masturbierer. Küsschen aufs Nüsschen. Zeit, hier mal wieder ein bisschen Action reinzubringen, wa? Alright! Cheers, rsc
  15. Die teuerste Nacht meines Lebens Puhhh. Ich habe lange mit mir gehadert und hin und her überlegt, ob ich diesen Bericht hier tatsächlich mit euch teilen soll. Mittlerweile kennt mich der ein oder andere hier persönlich und deswegen muss ich mir immer zweimal überlegen, welche Details aus meinem Leben ich preisgebe und welche ich besser für mich behalte. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, das hier mit euch zu teilen, auch wenn ich mich an diesem Abend nicht mit Ruhm bekleckert habe. Letzte Woche hat es mich beruflich nach Hamburg verschlagen. Während ich an einem Mittwochabend Däumchen drehend im Hotel saß, erblühte in meinem Hirn die Idee, ein bisschen auf die Kacke zu hauen. Wo kann man in Hamburg gut auf die Kacke hauen? Der Mann von Welt kennt die Antwort bereits – ab zur Reeperbahn. Auf der Reeperbahn habe ich in der Vergangenheit zwar schon mein Unwesen getrieben, aber das sollte mein erster Abend alleine dort werden. Einen richtigen Plan hatte ich nicht, ich wollte mich von meiner Lust und Laune treiben lassen und sehen, wo sie mich hintreibt. Ich war noch verdammt früh dran, es war gerade mal acht und entsprechend wenig bis gar nichts los. Statt den Weg eines zivilisierten Menschen zu gehen und mir in irgendeiner Bar oder Kneipe Freunde zu suchen, bleibe ich bei zwei Obdachlosen stehen. Ich setze mich zu ihnen und unterhalte mich mit ihnen, um sie anschließend zu einem Essen bei Burgerking einzuladen. Sie erzählen mir ihre Geschichten, geben mir einen Einblick in ihr Leben als Obdachlose und lassen mich an meinem Weltbild zweifeln. Ich bin so emotional aufgebracht, dass ich mich entschließe, jedem von ihnen 50 Euro zu geben. Warum ich euch das erzähle? Damit ihr versteht, dass in mir an dem Abend irgendetwas passiert ist, dass ich selbst noch nicht ganz erfasst habe. Ich glaube, ich bin unter die Geisteskranken gegangen oder so. Naja, sei es wie es sei, mittlerweile habe ich gute zwei Stunden mit den beiden verbracht und entschließe mich, weiterzuziehen. Es treibt mich in eine Tanzbar, die noch erschreckend leer ist. Shit, es ist zwar Mittwochabend, aber von der Reeperbahn hätte ich mir mehr erwartet. Ich nutze die Gelegenheit, um ein paar Worte mit dem Barkeeper zu wechseln, der die Gelegenheit eines kurzen Plausches dankend annimmt. Ich hole mir ein Bier und pflanze mich in eine Couchecke, wo breitflächig verstreut Jacken liegen. Das triggert einen kampflustigen weiblichen Kampfzwerg, der in Windeseile direkt die Jacke neben mir packt und in ihre Obhut bringt. Ganz offensichtlich wirke ich wie ein diebeslustiger Genosse. Drei weitere Weibsbilder erscheinen wie auf Zuruf und setzen sich unweit von mir auf die Couch. Scheint, als würden die ganzen Jacken zu einer Gang gehören. Ich quatsche auf typisch unbeholfene Art die an, welche mir am nächsten sitzt. Ein Gespräch zwischen uns allen entwickelt sich. Eine von ihnen zeigt ziemlich offensichtliches Interesse, aber wie ich nun mal so bin, bewege ich mich mit meinen sarkastischen Sprüchen immer auf einem sehr schmalen Grat und bringe das Gespräch auf typische debile Art zum Erliegen. Ohhh, das kann ich so gut. Ich akzeptiere mein Scheitern und räume das Feld. Hier gibt es nichts mehr zu holen. Nach einem kurzen Plausch mit dem Toilettenmann, dem ich in einem Anfall debiler Großzügigkeit auch noch einen 50er in die Hand drücke, weil er wie ein herzensguter Mensch wirkt, stampfe ich zur Bar. „Läuft richtig gut bisher“ schießt es mir durch den Kopf. Ich unterhalte mich noch kurz mit ein paar Schwarzen, die aussehen, als hätten sie gerade ein Hiphop-Video gedreht, als sich ein Dreigespann aus Blondinen neben mir platziert. An ihrer hingerotzten Bestellung auf Englisch kann ich festmachen, dass es Briten sein müssen. Wie begrüßt der Mann von Welt Briten zur Begrüßung? Genau – mit einer Beleidigung. Ich sage ihnen, dass ich alle Briten hasse. Mutig. Irgendwie finden sie das witzig und brechen in Gelächter aus. Glück gehabt. Ich frage sie, was sie zu diesem gottlosen Flecken Erde geführt hat. Bliblablup, Urlaub, bisschen die Sau rauslassen. Gefällt mir gut. Irgendwie sind alle drei sehr offensiv, ich bin etwas überrumpelt, versuche mir aber nichts anmerken zu lassen. Ok, was machen? Drauf geschissen, all-in. Ich sage ganz frei heraus, dass ich die Größte von ihnen (locker 1.85), die auch am offensivsten agiert hat, sehr reizend finde und sie gerne für 1 Minute in die Sitzecke verschleppen möchte. Verständnisvolles Nicken. Der Antrag scheint genehmigt. Ich schnappe meinen Drink, sie ihren und wir verfrachten unsere Körper auf die Couch. Das war ja einfach. Dieser Gedanke kommt mir neuerdings häufiger. Wir unterhalten uns über die Städte, in denen wir wohnen. Sie kommt aus der Nähe von London. Irgendwie kommt das Gespräch auf das Thema Drogen. Böse Zungen würden behaupten, ich hätte es in die Richtung gelenkt. Sie erzählt mir von ihren Kokseskapaden in der Jugend (sie ist 28), ich ihr von meiner ekstatischen Erfahrung mit Ecstasy. Das Gespräch läuft wie von selbst, ganz leichter Körperkontakt von meiner und ihrer Seite aus. Es ist recht laut, deswegen sind unsere Oberkörper nahe beieinander und wir müssen uns zueinander neigen, um uns zu verstehen. Kurzer Nebeneinwurf: Englische Gespräche laufen bei mir erstaunlicherweise um Welten besser als deutsche. Hier durchdenke ich nicht so richtig, was ich sage. Ich ballere alles raus und das kommt recht gut an. Liegt vielleicht auch daran, dass ich fast ausschließlich Pickup-Videos auf Englisch gesehen habe, weil die deutschen Pickupper in mir eher Fremdscham auslösen. 15-20 Minuten vergehen. Ich merke, dass ich jetzt langsam irgendetwas machen muss. Knutschen ist langweilig. Generell habe ich das Gefühl, dass es die Spannung drückt, wenn man schon miteinander rumgemacht hat. Also frage ich sie, ob wir uns noch woanders einen Drink genehmigen wollen, ich kenne da eine gute Tequila-Bar (haha, als ob). Was sie mir darauf entgegnet, haut mich kurz von den Socken. Sie erzählt, dass sie mit ihren Freundinnen ausgemacht hat, dass diejenige, die zuletzt einen Kerl an dem Abend abschleppt, am nächsten Tag die Drinks zahlen muss, das machen die im Urlaub immer so. Sie erzählt mir, dass sie bei sich eine gute Hotelbar haben und wir uns da einen Drink genehmigen können. Ähh? Immer wenn ich denke, dass ich schon alles gehört habe, passiert so etwas. Jetzt mal ehrlich. Hätte mir das jemand vor zwei Jahren erzählt, dass Frauen so was von sich geben, hätte ich ihm nicht geglaubt. Je länger ich aber dabei bin, desto krasser wird das, was ich von Frauen mitbekomme. Amüsant. Finde ich gut. Wir gehen kurz zu ihren Freundinnen, während ich immer noch leicht verdattert bin, aber mir meine Irritation nicht anmerken lasse. Es ist gerade halb 12 und ich habe ein Mädel an der Hand, die mich innerhalb von nicht mal einer halben Stunde aus dem Club in ihr Hotel schleppt. Cool. Wie viel davon ich mir jetzt selbst als Eigenleistung verschreiben kann, sei mal dahingestellt. Noch kurz ein Wegbier geschnappt und ab zu ihrem Hotel. Im Hotel angekommen begeben wir uns direkt zur Bar und holen uns noch zwei Wodka nach einer zweiminütigen Diskussion, in der sie mich zu Jägermeister überreden will (geht’s noch?). Danach gehen wir ins Hotelzimmer. Bis dahin lief noch alles einigermaßen gesittet ab, aber in dem Moment, wo die Tür ins Schloss fiel, wurde sie zur Besessenen. Kacke alter, ich dachte, ich müsste einen Exorzismus durchführen. Ich dachte bis zu dem Tag, ich hätte schon wilden Sex gehabt, aber die hat probiert mich zu töten. Mit ihrer Muschi. Gnadenlos. ...1:47...fuck. Ich wache im Hotelzimmer neben der Irren auf, wische mir kurz den Sabber aus der Fresse und klatsche mir selbst zwei Mal ins Gesicht. Ich lebe noch. Glück gehabt. Die Irre scheint im tiefsten Traumland zu schlummern. Gut für mich, ich muss ja irgendwie noch in mein eigenes Hotel und am nächsten Tag noch produktiv sein. So weit der logische Gedanke. Aber mit Logik hat das, was ich gemeinhin tue, eher wenig zu tun. Also schleiche ich vorsichtigen Schrittes zum Schreibtisch, schnappe mir einen Stift und einen Zettel und hinterlasse ihr eine Nachricht. Dann greife ich in meiner hinterlistigen Art ein mich süffisant anlächelndes Bier aus der Mini-Bar und stapfe leicht benommen aus dem Zimmer. Puhh. Kennt ihr diese Momente, an denen ihr genau wisst, dass ihr jetzt eigentlich den Weg nach Hause antreten solltet, weil es von hier an nicht mehr besser werden kann? Das war so einer. Aber auf diesen Instinkt habe ich noch nie gehört. Also schleppe ich meinen ausgepumpten Körper zurück in die Tanzbar. Vorsichtig erkundschafte ich, ob ihre Freundinnen noch anwesend nicht. Nicht zu sehen, also ab an die Bar. 2-3 einsame Biere folgen noch, ehe ich meinen Heimweg antrete. Mein Bauch grummelt. Ich erinnere mich an den Burger King, wo ich einige Stunden zuvor war und beschließe, mich auf den Weg dorthin zu machen. Irgendetwas ist auf dem Weg dorthin schiefgegangen. Die genauen Details sind mir noch etwas schleierhaft, aber ich finde mich in einem Etablissement wieder, das zum ältesten Gewerbe der Welt gehört. Irgendwie ist das nicht Burger King. Ich bin irritiert, aber entschließe das Beste daraus zu machen. Mein betrunkenes Gehirn kommt auf die fabelhafte Idee, mir nicht nur eine Prostituierte für mein Verlangen zu genehmigen, sondern gleich drei gleichzeitig. Wie viel mich das genau gekostet hat, darüber möchte ich den Mantel des Schweigens legen. Eine Lektion habe ich aber gelernt: Verhandle niemals, während jemand eine Hand um deinen Schwanz gelegt hat. Verrückte Welt. Den Abend hatte ich mir anders vorgestellt... Cheers, rsc