FILME UND SERIEN - Fan-Thread für spannende Diskussionen
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368 Beiträge in diesem Thema

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Besser hätte man es nicht ausdrücken können Vice.

Tarantino ist einfach einer der ganz großen im Filmbusiness. Daran wird sich einfach nichts ändern. Kein Hype oder sonst irgendwas mit "cool sein".

Hab mal gelesen das es unmöglich ist mit Tarantino über filme zu reden, da er fast jeden Film kennt der je gedreht wurde. Das sagt schon alles, bzw. über die liebe zu seiner kunst und das spiegelt sich einfach in seinen Filmen wieder.

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Vice rockt.

Ich finde auch fast schade, dass er noch nicht groß genug war, um "Natural Born Killers" und "True Romance" selber zu verfilmen, obwohl man sagen muss, dass er mit Oliver Stone und vor allem Tony Scott auch wirklich perfekte Regisseure erwischt hat. Und ich finde nach wie vor, dass True Romance der beste Cast aller Zeiten ist. Soviele Hammer-Charactere, soviele Hammer-Schauspieler (einzige Ausnahme leider Christian Slater). Unerreichter Scheiss. Und die Walken-Hopper-Szene ist sowieso die beste überhaupt - obwohl die deutsche Übersetzung so dermaßen falsch ist, dass der eigentliche Twist, der Sinn dieser Szene garnicht rauskommt. Das ist schon wirklich selten schlecht, aber da reg ich mich jetzt nciht wieder drüber auf...

Im Übrigen auch die einzigen, oder vielmehr ersten Filme die sich mal wieder überhaupt ein Happy-end gegönnt haben. Vorher in den 80ern und 90ern waren Filme nur "gut", wenn zum Schluss alle den Löffel abgegeben haben. Mann und Frau glücklich in den Sonnenuntergang undenkbar - und das auch noch in harten, ehrlichen Gangster-Filmen.

Mittlerweile kommt er halt von seinem Coolheits- und Stilbild nicht mehr ganz runter, was ein wenig schade ist - und seine Dialoge sind nicht mehr das was sie mal waren, aber man kann ja auch nicht ewig seiner Zeit voraus sein. Aber insgesamt als Regisseur und Autor zusammen der größte Mann der Filmgeschichte in den letzten 50 Jahren, also das was ich noch anständig beurteilen kann. so seh ich das.

und "überbewertet"?? Alter.

Grüße,

PP

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Bei Aufnahmen kann man sich wirklich streiten, also Panorama, ist für immer noch Leone der König aller Könige. Und Drive war auch ein Lichtbild-Coolness Massaker, genauso wie Snatch seine in Stein gemeißelte Momente hatten. Und alle drei zum Bleistift, hatten Soundtracks, die du nicht vergisst.

Aber die eine Sache, was Tarantino einmalig macht, wo alle beim Lutschen können und ehrlich gesagt, traut sicht das kein Schwanz, weil sie Angst haben. Es sind die Dialoge. Welcher Kerl hat denn die Eier, geht zu einem Studio und sagt, ich will einen Gangster Film drehen um einen Diamantenraub. Der Studiochef denkt sich noch geil, die Raubszenen mit geilen Shootouts. Da haben wir auf jeden Fall, die Actionfans in der Kasse und dann hat sich der noch gedacht, bestimmt gibt es noch die typischen Gangster Abziehbilder, mit dem Typ der noch eine Job machen will und der andere für seine Familie. Da gab es wohl erstmal nen Deepthroat vom Tarantino.

Aber wie gesagt, es sind die Dialoge, keiner würde sich je trauen vor allen Dingen bei american audiences einen Film, drehen wo Gangster über Madonna und Trinkgeld in einem Frühstückscafé sitzen. Keiner würde sich das trauen, so trivial zu werden, weil er Angst um die Zuschauer hat. Aber genau das Triviale ist doch die Glaubwürdigkeit. Wie gesagt, american audiences und woo-Girls.

Ey, ich will nicht wieder über Amerikaner lästern. Sie haben immens viel für den Porno getan.

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Tarantino ist ein ausgezeichneter Regisseur, der mittels Film eine ausgezeichnete Stimmung schaffen kann. Er bildet eine filmische Realität ab, die nur sehr leicht verschoben zu der unsrigen ist, macht das aber so gut, dass man diese Alternativwelten ohne Umschweife akzeptiert.

Das schafft er, weil er mit den Charakteren beginnt und sehr bald Menschen in diesen Rollen sieht. Viele Autorenfilmer begehen den dramatischen Fehler, erst eine Geschichte zu erschaffen und diese mit Stereotypen zu füllen, an denen sich das Script entlang entwickelt. Das hat Tarantino bisher geschickt vermieden. Bis auf den enttäuschenden Jackie Brown, bei dem er die Vorlage des von ihm vergötterten Elmore Leonard "Rum Punch" nicht richtig umgesetzt hat. Zu lang, zu platt, zu beliebig.

Oliver Stone war in meinen Augen tatsächlich die perfekte Besetzung für "Natural Born Killers". Kein anderer Regisseur in Hollywood hat so einen Namen, wenn es um psychedelische bzw. stark sprechende Bilder, gutes Handwerk und politische Aussagen geht. Ganz ab von der großartigen Kombination Harrelson und Lewis nebst Nebenfiguren.

Tony Scott war ein Verrückter. "True Romance" wirkt heute im Schnitt noch sehr modern, vor allem wenn man es mit dem hypernervösen "Domino" vergleicht, welcher selbst im zehnten Jahr nach der Uraufführung noch wilder und unberechenbarer wirkt, als die meisten modernen Musikvideos je gewollt hätten.

Und ja, Tarantino gilt als einer der am tiefsten in der Materie steckende Filmschaffende überhaupt. Diese Geschichte mit seiner Arbeitsstelle in der Videothek ist schon Legende, ebenso wie seine Zettelwirtschaft beim Ausarbeiten von Figuren. Hinzu kommen die ganzen postmodernen Verneigungen vor seinen großen Vorbildern wie Truffaut, Godard oder Chabrol. Diese Regisseure aus der Zeit, als der europäische Film stilbildend für die Kunstform des Kinos war. Tarantino ist für einen amerikanischen Regisseur massiv unamerikanisch, deswegen wird er außerhalb der USA als Person auch mehr geschätzt und vergöttert. Es ist nur ein bißchen schade, dass er angekündigt hat mit 60 keine Filme mehr zu machen. Vielleicht haut er noch mal einen stilbildenden Film wie "Pulp Fiction" raus, bisher immer noch sein bestes und vermutlich langlebigstes Werk. Wer hat noch nicht davon geträumt, John Travolta auf dem Scheißhaus abzuballern? :-D

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Gibt so einiges, was ich an seinen Filmen mag, aber am besten find' ich's immer noch, wenn er die Szenen so unendlich in die Länge zieht, könnte mich jedes mal auf's neue Bepissen vor lauter Spannung.

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Gast Old-Boy

Wird hier seitenlang über große Regisseure philosophiert und kein südkoreanischer oder chinesischer genannt, die alle oben genannten komplett rasieren, aber okay.

Ach ja letztens life of pi gesehen, 7/10, schöner Film

bearbeitet von Old-Boy

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Wird hier seitenlang über große Regisseure philosophiert und kein südkoreanischer oder chinesischer genannt, die alle oben genannten komplett rasieren, aber okay.

Ach ja letztens life of pi gesehen, 7/10, schöner Film

Das hängt damit zusammen, da die Synchronisationen der SE/chinesisch/südkoreanischen Filme leider alle kacke sind. Hinzu kommt halt auch noch die meist komplex gestaltete Erzählform, die mit Sicherheit nicht für jedermann den Geschmacksnerv trifft. Aber da hast du natürlich Recht. Tarantino ist zwar ein gnadenlos genialer Spinner. Aber gegen so manche asiatischen Regisseure kann er tatsächlich einpacken.

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Wird hier seitenlang über große Regisseure philosophiert und kein südkoreanischer oder chinesischer genannt, die alle oben genannten komplett rasieren, aber okay.

Ach ja letztens life of pi gesehen, 7/10, schöner Film

Das hängt damit zusammen, da die Synchronisationen der SE/chinesisch/südkoreanischen Filme leider alle kacke sind. Hinzu kommt halt auch noch die meist komplex gestaltete Erzählform, die mit Sicherheit nicht für jedermann den Geschmacksnerv trifft. Aber da hast du natürlich Recht. Tarantino ist zwar ein gnadenlos genialer Spinner. Aber gegen so manche asiatischen Regisseure kann er tatsächlich einpacken.

Dann haut mal bitte Namen und Filme raus, anstatt hier um den heißen Brei zu reden. bearbeitet von Vice!

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Gast Old-Boy

Auf die schnelle mal eine kleine Auswahl:

Oldboy, New world, i saw the devil, infernal Affairs, brotherhood, memories of a murder, stadt der Gewalt, the chaser, Geständnisse, a bittersweet life, lady vengeance, madeo, the man from nowhere,

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Und die schlagen jetzt alles um Längen?? Da sitzt die asia-brille aber auch fest. Kenn ich größtenteils auch die Filme, gute dabei, gerade die Rache-Trilogie und internal-affairs, aber naja, in Grund und Boden hämmern die Tarantino jetzt auch nicht. Also null.

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Gast Old-Boy

Gib mir bei der Liste darum, dass man einen breiten Einblick von der asiatischen Filmkunst bekommt. Wenn du eine Liste mit Filmen willst die besser als die Tarantino Dinger sind dann frag. Aber allein Oldboy und New World zerficken alles wo Tarantino drauf steht.

bearbeitet von Old-Boy

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Also Oldboy ist schon der König aller Könige. Aber ich finde, wenn es um den Zenit der Filmkunst geht, dann gibt es geschmacklich eine Platz 1. Aber Hand aufs Herz, es ist quasi eine Champions-Leaque nur ohne KO-System. Oldboy ist genauso gut wie Fight Club. Einer flog übers Kuckucksnest fickt alles weg, wie Apocalypse Now. Und Spiel mir das Lied vom Tod ist genau so erste Sahne wie die Dollar-Triologie.

@Geheimtipp für neues Asiatenkino

Snowpiercer

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Wenn du eine Liste mit Filmen willst die besser als die Tarantino Dinger sind dann frag.

Sollen wir Dich hier zum Jagen tragen. Du redest hier von ner Liste, sonst niemand, also stell rein was Du willst ...

Aber allein Oldboy und New World zerficken alles wo Tarantino drauf steht.

rtichtig gute Filme, keine Frage. Aber "zerficken alles"?? irgendwie peinlich.

Reservoir Dogs

True Romance

Natural Born killers

Pulp Fiction

das sind mal alles glatte 10nen. So. Und klar, nervt es - oder hat es schwer genervt - das jeder Hampelmann erzählt hat, wie geil er Pulp Fiction findet und wie derbe Kult der ist, und cool und bester Film und blablabla. Aber das ist nunmal auch einfach ein Hammer-Film. Und zusammen mit Reservoir Dogs hat der auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte einfach mal alle Gangster in jedem scheiß Gangster-Film geprägt - wie vorher der Pate für 25 Jahre. Die ganze Coolheit insgesamt geprägt. Das ist einfach ein bedeutendes Stück Kunstgeschichte mit Einfluss auf Kultur und Stil in sämtlichen Bereichen. Das muss man auch schonmal anerkennen, und nicht so kacke daher labern, nur weil man seinen pseudo-extravaganten Film-Geschmack möglichst geil darstellen will. das nervt. bißchen mehr respekt. macht Old Boy nicht schlechter, so'n kack Chauvinismus.

Grüße,

PP

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Gast Old-Boy

Wenn du eine Liste mit Filmen willst die besser als die Tarantino Dinger sind dann frag.

Sollen wir Dich hier zum Jagen tragen. Du redest hier von ner Liste, sonst niemand, also stell rein was Du willst ...

Aber allein Oldboy und New World zerficken alles wo Tarantino drauf steht.

rtichtig gute Filme, keine Frage. Aber "zerficken alles"?? irgendwie peinlich.

Reservoir Dogs

True Romance

Natural Born killers

Pulp Fiction

das sind mal alles glatte 10nen. So. Und klar, nervt es - oder hat es schwer genervt - das jeder Hampelmann erzählt hat, wie geil er Pulp Fiction findet und wie derbe Kult der ist, und cool und bester Film und blablabla. Aber das ist nunmal auch einfach ein Hammer-Film. Und zusammen mit Reservoir Dogs hat der auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte einfach mal alle Gangster in jedem scheiß Gangster-Film geprägt - wie vorher der Pate für 25 Jahre. Die ganze Coolheit insgesamt geprägt. Das ist einfach ein bedeutendes Stück Kunstgeschichte mit Einfluss auf Kultur und Stil in sämtlichen Bereichen. Das muss man auch schonmal anerkennen, und nicht so kacke daher labern, nur weil man seinen pseudo-extravaganten Film-Geschmack möglichst geil darstellen will. das nervt. bißchen mehr respekt. macht Old Boy nicht schlechter, so'n kack Chauvinismus.

Grüße,

PP

Und die schlagen jetzt alles um Längen?? Da sitzt die früher war alles besser-brille aber auch fest. Kenn ich größtenteils auch die Filme, gute dabei, gerade Pulp fiction und reservoir dogs, aber naja, in Grund und Boden hämmern die Südkorea jetzt jetzt auch nicht. Also null.
bearbeitet von Old-Boy

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Gast Old-Boy

Oha wie du beleidigst. Kommst mir richtig wie so ein wütender Rentner vor, dem ich meinen adidas Ball mal wieder absichtlich in den Garten gekickt habe.

Und das alles nur weil ich gesagt habe, dass es bessere Regisseure als Tarantino gibt.

Der Post sollte dir zeigen, dass Filme Geschmackssache sind und jeder das anders sieht, aber hey, musst ja weiter jedem zwanghaft zeigen wie cool du bist.

bearbeitet von Old-Boy

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So direkt vergleichen kann man die einzelnen Filme u.a. zwischen Tarantino und den SEA Filme nicht wirklich. Daher verstehe ich den Sinn der Diskussion auch nicht. Muss ja beim besten Willen, nun wirklich nicht alles hier im Forum bis aufs kleinste Detail zerpflückt werden.

Tarantino ist ein gnadenlos genialer Regisseur, Drehbuchautor als auch Produzent.

Andrew Lau hingegen ist nicht minder begabter als Tarantino. Beide geniale Regisseure.

Und von PP erwartet man sich durchaus produktivere Ansagen als nur glatte Beleidigungen.

bearbeitet von pMaximus

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Und die schlagen jetzt alles um Längen?? Da sitzt die früher war alles besser-brille aber auch fest. Kenn ich größtenteils auch die Filme, gute dabei, gerade Pulp fiction und reservoir dogs, aber naja, in Grund und Boden hämmern die Südkorea jetzt jetzt auch nicht. Also null.

Anstatt hier immer "Aber meins ist besser!!!" zu schreien, kannst du ja mal drauf eingehen was die Filme für die so toll macht. Vielleicht bekommt ja jemand Bock und sieht sie sich daraufhin an.

Ich hab mir Oldboy damals auf Empfehlung geholt, als er auf DVD kam. Damals als es noch keine riesigen Portablen Festplatten oder Streaming-Dienste gab, habe ich DVDs gesammelt. Ich hatte mal Lust auf was anderes und habe mir die großen japanischen und asiatischen Streifen gegeben.

Und Oldboy hat mir da eigentlich recht gut gefallen. Die Bilder, Kamera und der Schnitt waren gut. Auch die Story fand ich zu anfangs nicht schlecht. Hatte was von Kafka. Ein Mann wird eingesperrt und weiß nicht warum. Was mir dann eben auf die Nerven ging, war dass man mit der Rache Nummer wieder so ein asiatisches Klischee bedient hat. War vielleicht nicht der beste Film zum Einstieg... Und der Plot-Twist mit dem Mädchen stinkt wie ein Alter Pferdekadaver. Den riechst du 10km gegen den Wind. Wie dann alles aufgeklärt wurde, war dann widerum in Ordnung.

Der Film ist gut. Sonst hätte ich ihn nicht mehr in Erinnerung, obwohl ich ihn schon seit 12 Jahren nicht mehr gesehen habe. Aber Alter... Pulp Fiction ist noch mal ein anderes Kaliber. Aber ein ganz anderes.

Das hat nen einfachen Grund. Pulp Fiction infiltriert dein Leben. Du nimmst einfach viel zu viel von dem Streifen mit und das ohne es unbedingt zu wollen. Mal von den Unmengen an Zitaten abgesehen, die du eigentlich 20 mal am Tag, in jeder Scheiß Situation bringen kannst und jeder erkennt. Wer hat im USA-Urlaub noch nie nen Quarterpounder bestellt? Oder wer hat noch nie im Suff auf der Tanze nen Travolta-Move gebracht? Wer hat sich noch nie über die überteuerten Milch-Shakes lustig gemacht, die man in Hipster-Läden serviert bekommt? Oder Witze über Dinge, die man in seinem Arsch verstecken könnte? Wer muss nicht sofort an Bruce Willis und Ving Rhames denken, die mit nem Ball-Gag geknebelt und gefesselt im Keller sitzen, wenn er an nem Pfandleiher vorbei läuft? Wer hat noch nie Ezekiel 25,17 nachgeschlagen, als er ne Bibel in der Hand hatte? Wer hat noch nie mit seinem Spiegelbild im Badezimmer geredet, wenn er ein Mädchen auf der Couch sitzen hatte? Ganz einfach... Jemand der noch nie Pulp Fiction gesehen hat. Man macht den Scheiß gar nicht absichtlich oder um Cool zu sein. Das hat sich in die Persönlichkeit gehämmert. Und jedes mal wenn man sich dabei erwischt, muss man lachen.

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Oldboy ist ein großartiger Film. Vor allem die Hammer-Szene in der er gegen seine Peiniger kämpft. Eine absolute Verneigung vor der "Vierten Wand", also die dem Publikum zugewandte Seite des Theaters. Viel besser kann man das nicht machen, gerade weil da ein ziemlich schmaler Grat besteht zwischen Forderung und Überforderung des Publikums. Das Remake ging ja auch gehörig in die Hose, weil sie aus einem grandiosen Original eine billige Kopie gemacht haben.

Das südkoreanische Kino ist voll von sehr guten Regisseuren, die ihr Handwerk verstehen und filmwissenschaftlich gebildet sind, vor allem wenn es um experimentelle Stoffe geht. Das was Frankreich in den 50ern für das Weltkino war, ist Korea seit den letzten 20 Jahren. Es ist ab und an ein wenig schade, wie wenig das gewürdigt wird, vielleicht weil Asiaten für viele Europäer immer noch wie ein Ei dem anderen gleichen. Einige der erfolgreichsten Filme der letzten Jahre haben die ein oder andere deutliche Anleihe an diesen Filmschaffenden, ohne die Vorbilder zu nennen.

Pulp Fiction ist in dem Sinne eine ganz große Nummer, als dass Tarantino einer der ersten war, die Underground-Kino in den Mainstream geliftet haben. Das Exploitation-Kino der breiten Masse zugänglich zu machen, in dem Form über Inhalt steht und dann doch irgendwie nicht, ist vor ihm niemandem gelungen.

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Gast Old-Boy

Und die schlagen jetzt alles um Längen?? Da sitzt die früher war alles besser-brille aber auch fest. Kenn ich größtenteils auch die Filme, gute dabei, gerade Pulp fiction und reservoir dogs, aber naja, in Grund und Boden hämmern die Südkorea jetzt jetzt auch nicht. Also null.

Anstatt hier immer "Aber meins ist besser!!!" zu schreien, kannst du ja mal drauf eingehen was die Filme für die so toll macht. Vielleicht bekommt ja jemand Bock und sieht sie sich daraufhin an.

Ich hab mir Oldboy damals auf Empfehlung geholt, als er auf DVD kam. Damals als es noch keine riesigen Portablen Festplatten oder Streaming-Dienste gab, habe ich DVDs gesammelt. Ich hatte mal Lust auf was anderes und habe mir die großen japanischen und asiatischen Streifen gegeben.

Und Oldboy hat mir da eigentlich recht gut gefallen. Die Bilder, Kamera und der Schnitt waren gut. Auch die Story fand ich zu anfangs nicht schlecht. Hatte was von Kafka. Ein Mann wird eingesperrt und weiß nicht warum. Was mir dann eben auf die Nerven ging, war dass man mit der Rache Nummer wieder so ein asiatisches Klischee bedient hat. War vielleicht nicht der beste Film zum Einstieg... Und der Plot-Twist mit dem Mädchen stinkt wie ein Alter Pferdekadaver. Den riechst du 10km gegen den Wind. Wie dann alles aufgeklärt wurde, war dann widerum in Ordnung.

Der Film ist gut. Sonst hätte ich ihn nicht mehr in Erinnerung, obwohl ich ihn schon seit 12 Jahren nicht mehr gesehen habe. Aber Alter... Pulp Fiction ist noch mal ein anderes Kaliber. Aber ein ganz anderes.

Das hat nen einfachen Grund. Pulp Fiction infiltriert dein Leben. Du nimmst einfach viel zu viel von dem Streifen mit und das ohne es unbedingt zu wollen. Mal von den Unmengen an Zitaten abgesehen, die du eigentlich 20 mal am Tag, in jeder Scheiß Situation bringen kannst und jeder erkennt. Wer hat im USA-Urlaub noch nie nen Quarterpounder bestellt? Oder wer hat noch nie im Suff auf der Tanze nen Travolta-Move gebracht? Wer hat sich noch nie über die überteuerten Milch-Shakes lustig gemacht, die man in Hipster-Läden serviert bekommt? Oder Witze über Dinge, die man in seinem Arsch verstecken könnte? Wer muss nicht sofort an Bruce Willis und Ving Rhames denken, die mit nem Ball-Gag geknebelt und gefesselt im Keller sitzen, wenn er an nem Pfandleiher vorbei läuft? Wer hat noch nie Ezekiel 25,17 nachgeschlagen, als er ne Bibel in der Hand hatte? Wer hat noch nie mit seinem Spiegelbild im Badezimmer geredet, wenn er ein Mädchen auf der Couch sitzen hatte? Ganz einfach... Jemand der noch nie Pulp Fiction gesehen hat. Man macht den Scheiß gar nicht absichtlich oder um Cool zu sein. Das hat sich in die Persönlichkeit gehämmert. Und jedes mal wenn man sich dabei erwischt, muss man lachen.

Ich hab hier nirgends behauptet Pulp Fiction sei müll. Den Streifen habe ich etliche male gesehen und kann die Szene mit Samuel, Travolta und den Jungs in der Wohnung auch Samstags um 4 Uhr morgens aus dem Kopf heraus nachspielen.

Das was du schreibst ist alles richtig. Dennoch würde Pulp Fiction bei mir einfach nicht in der Top 15 auftauchen und wäre keine 10, sondern eine 8. Ist mir einfach zu Poliert.

Bei Oldboy zum Beispiel gibts eine Kampfszene, one take, kein cut, keine Regieanweisung. So unglaublich atmosphärisch, überzeugend, man hat in dem Moment einfach nicht das Gefühl einen Film zu schauen. Man schwenkt seinen Blick vom einem Detail zum anderen und es ist alles so dreckig real. Die Farben, der Hintergrund, die Beleuchtung das Setting, die Outfits. Das ist einfach pure Kunst. Man denkt sich nach der Szene einfach nur: wow, sowas gibts in Amerika nicht.

Genauso wenn man sich die ganzen Mafia Filme reingezogen hat, Goodfellas,Casino, Pate,Scarface, blood in blood out etc. und sich dann die asiatischen gibt, ist man einfach geflashed. Die haben einfach style und wirken so erfrischend und anders. Die Asiaten schaffen es einfach aus den Szenen das beste rauszuholen. Eine einfache Mutter Kind Szene, die in Amerika schnell abgehandelt wird, wird von Asiaten so atmosphärisch und emotional inszeniert, dass sie einem noch wochenlang in Erinnerung bleibt. Das selbe könnte ich noch über weitere Filme schreiben. Das ist einfach ein Genuss.

Tarantino ist einfach, gemessen an seinem Output, überbewertet.

Wenn man es schafft, die amerikanischen Filme distanzierter zu sehen und vernachlässigt, dass sie eine ähnliche Kultur wie wir haben und die Asiaten eine andere, dann gibt es einfach keinen Grund warum man nicht sagen kann das die Asiaten die besseren Filme machen.

Bist aber ein sehr angenehmer Diskussionspartner, scheinst auch Ahnung von Filmen zu haben. Dieser Pinkel mit seinem gefaketen Alpha getue und immer selben Schema Posts nicht. Bei dem merkt man einfach nach jedem Satzende, dass er den Film nur feiert weil es alle tun.

bearbeitet von Old-Boy

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Bei Oldboy zum Beispiel gibts eine Kampfszene, one take, kein cut, keine Regieanweisung. So unglaublich atmosphärisch, überzeugend, man hat in dem Moment einfach nicht das Gefühl einen Film zu schauen. Man schwenkt seinen Blick vom einem Detail zum anderen und es ist alles so dreckig real. Die Farben, der Hintergrund, die Beleuchtung das Setting, die Outfits.

schön gesehen, leider komplett falsch. das ist die am meisten stilistische Szene in dem ganzen Film. Null real. das sieht eher alles aus wie ein Theaterstück, eine Kulisse, die Choreo dazu ebenfalls bühnenhaft. komplett surreal gedreht das ganze. aber ich seh schon, schnell mal die berühmteste Szene genommen, nichts verstanden, aber groß an die Glocke gehauen. nicht schlecht.

aber naja, immerhin mal überhaupt was inhaltliches.

Beste Grüße,

PP

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Gast Old-Boy

Bei Oldboy zum Beispiel gibts eine Kampfszene, one take, kein cut, keine Regieanweisung. So unglaublich atmosphärisch, überzeugend, man hat in dem Moment einfach nicht das Gefühl einen Film zu schauen. Man schwenkt seinen Blick vom einem Detail zum anderen und es ist alles so dreckig real. Die Farben, der Hintergrund, die Beleuchtung das Setting, die Outfits.

schön gesehen, leider komplett falsch. das ist die am meisten stilistische Szene in dem ganzen Film. Null real. das sieht eher alles aus wie ein Theaterstück, eine Kulisse, die Choreo dazu ebenfalls bühnenhaft. komplett surreal gedreht das ganze. aber ich seh schon, schnell mal die berühmteste Szene genommen, nichts verstanden, aber groß an die Glocke gehauen. nicht schlecht.

aber naja, immerhin mal überhaupt was inhaltliches.

Beste Grüße,

PP

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Meine schwierige Zeit im Monat. Lass mich.

Da stoßen mir Leute die über Großmeister pissen und dazu keine Ahnung haben schwer auf. Deswegen.

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Gast Old-Boy

Achso, k.

Willst ein Taschentuch, oder was?

bearbeitet von Old-Boy

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