Der ein odere andere innere Konflikt

13 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

Hallo,

 

in letzter Zeit zerbreche ich mir viel den Kopf über Sachen. Es fällt mir gerade so schwer einen klaren Gedanken zu fassen, dass mir bei bestem Willen kein besserer Anfang für diesen Thread einfällt als einfach alles aufzuzählen.

 

-bei einem Abend unter Freunden wollte ich gegen Ende eine gute Freundin zur Seite nehmen um ihr von etwas zu erzählen, was mich beschäftigte. Bevor ich irgendetwas erzählen konnte, wimmelte sie mich ab mit „nicht jetzt, Awakened, ich bin müde“. Danach bin ich nach Hause gegangen. Dabei habe ich mich so allein und elend gefühlt,wie im Stich gelassen. Die nächsten Tage habe ich mich nicht bei ihr gemeldet, stattdessen habe ich mit mir selbst gerungen. Zwar habe ich mich wütend gefühlt, aber ich war mir einfach unsicher ob ich das Recht habe wütend zu sein. Ich meine, hat sie denn wirklich falsch gehandelt oder bin ich einfach nur überempfindlich? Bin ich eine männliche Drama queen? Letzendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht sauer auf sie sein sollte, weil sie mir nichts schuldig ist. Aber das  Gefühl des Allein-seins und auch ein klein wenig Wut sind geblieben.

 

-Eine zweite gute Freundin. Vor einem halben Jahr haben wir uns etwa 3 mal die Woche getroffen und es waren schöne, lustige Treffen. Aber innerhalb der letzten 5 Monate hat sich das geändert. Wir treffen uns jetzt immernoch ab und zu aber das ganze ist einfacher distanzierter. Manchmal kommt sie mir auch eher fremd vor.

Hängt wohl irgendwie damit zusammen dass sie in den 5 Monaten mit einem Kerl eine Fernbeziehung(anderes Land) angefangen hat, aber ich kann mir noch nicht erklären wo genau der Zusammenhang ist. Mein Problem hier ist, dass ich es vermisse wie unsere Treffen vor 6 Monaten noch waren. Im Moment ist es eher so, dass ich mich mit ihr treffen möchte um dabei das Gefühl von damals praktisch zu erzwingen, indem ich übermäßig fröhlich bin und genau darauf achte was ich wie sage. Ich frage mich ob ich sie darauf ansprechen sollte wie ich mich fühle oder ob es besser wäre die Sache einfach ruhen zu lassen und nichts zu tun.

 

-Es gibt einen Grund warum ich in ein Internetforum poste und nicht mal mit meinen engsten Freunden darüber rede. Ich bin ständig am hadern mit mir selbst, ob ich tatsächliche Probleme habe oder ob ich bloß Drama schiebe. Ich erwische mich dabei wie Fragen durch meinen Kopf gehen wie zB „Darf ein Mann überhaupt wegen solcher Sachen traurig sein? Soll ich jetzt einfach aufhören und diese Gedanken unterdrücken?“.

 

Mal abgesehen davon dass ich von meinen Freunden nicht als schwach,jammernd oder Drama-queen gesehen werden will, besteht auch die ständige Angst, sie mit meinen Problemen nur zu belasten oder dass es ihnen egal ist.

Also um das alles kurz zu fassen: Ich schäme mich dafür über gewisse Sachen traurig zu sein, aber habe keine Ahnung ob es „gerechtfertigt“ ist oder ob ich überempfindlich bin.

 

Meine Fragen an euch:

Wo ist eurer Meinung nach die Grenze zwischen „Drama schieben“ und „ein Problem haben“ ?

Konntet ihr in dem Text erkennen, was für andere Probleme ich haben könnte? Ich weiß, dass ich eins hab, aber ich bin nicht in der Lage es zu erkennen.

Ich spiele auch mit dem Gedanken einen Therapeuten aufzusuchen.

 

Viele Grüße,

Awakened

bearbeitet von Awakened

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Es ist schwierig darüber zu urteilen wenn man die genauen Umstände nicht kennt. Was wolltest du deiner Freundin im ersten Absatz denn konkret erzählen? Vielleicht hatte sie schon eine Vorahnung und war leicht genervt davon ? Du willst was von ihr ? Dann zeig ihr das, und kommuniziere es nicht.

Niemand ist irgendjemandem etwas schuldig, du kannst der beste Freund der Welt sein. Immer für andere da sein bedeutet aber nicht das du im Umkehrschluss genauso viel erwarten kannst. Ist leider so, habe ich auch schon feststellen müssen.

Zu deiner zweiten Freundin, hast du ihr das mal gesagt das sich eure Beziehung (freundschaftlich?) verändert hat ? 

Überdenke vielleicht auch mal deinen SC wenn du nichtmal deinen engsten Leuten vertraust und dich mit ihnen darüber nicht aussprechen kannst. 

Therapeuten haben Schweigepflicht, du kannst ihnen so gut wie alles anvertrauen, außer wenn das Risiko besteht du könntest dir oder anderen schaden. 

Du schämst dich für gewisse Sachen die du denkst oder die dich beschäftigen? Kann man als außenstehender nicht beurteilen.

Drama schieben: Du wirst von einer Mücke gestochen und machst einen Elefanten daraus ;-)

Ein Problem haben: Du gehst Surfen und wirst von einem Hai attackiert, dann hast du ein Problem ;-)

Hoffe du kannst einen brauchbaren nutzen aus meinem Beitrag ziehen, positiv denken :-)

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hast du denn auch männliche Freunde? Unternimm doch mit denen mal was. Klingt irgendwie alles so als würdest du krampfhaft nach einem Problem suchen. Und alles in dich reinzufressen wird dir auch nicht weiterhelfen. Mach einfach mal dein Maul auf. Dann wird auch aus einem "Jetzt nicht, bin müde" kein tagelanger Mindfuck.

bearbeitet von Biff

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Mir fällt dazu irgendwie so diese bedingungslose Liebe ein, die ein Kind von seinen Eltern spürt. Es kann Mist bauen, aber die Eltern sind dennoch für es da. Egal was es macht. Es wird nicht alleine gelassen. Ihm wird immer geholfen, wenn es Hilfe braucht. Das lernt ja ein Kind und es wird dadurch sicher und entwickelt eine eigene Persönlichkeit. 

Gibt es da in der Kindheit irgendwelche Auffälligkeiten? 

Ich weiss nicht, ob ich damit richtig liege, aber irgendwie habe ich das Gefühl, Du trägst da irgendein Thema aus der Kindheit mit in die Gegenwart. 

Davon abgesehen habe ich diese Probleme aber auch. Dieses Zweifeln an mir selbst habe ich nicht. Aber ich merke doch, wie sich Beziehungen verändern und wie wenig ich da meistens machen kann. Reden bringt wenig. Drama auch nicht. Speziell Mädels ticken da auch etwas anders, was Freundschaften angeht. So kommt es mir zumindest vor. Ich habe eine gewisse Erwartungshaltung an einen zwischenmenschlichen Kontakt und reagiere dann auch enttäuscht. Aber Du kannst es Dir schon vorstellen, diese Erwartungshaltung ist dann das Problem. Sie entsteht in meinem Kopf. Ich vergleiche den "Soll-Zustand" mit dem "Ist-Zustand" und das wird dann als negativ interpretiert. 

So etwas höre ich bei Dir auch raus. 

1) Du möchtest Deiner Freundin etwas erzählen. Basierend auf der Freundschaft erwartest Du, dass sie sich die Zeit nimmt. Aber sie ist müde.

2) Du hast eine Freundschaft und eine Basis mit einem Mädel. Diese verschlechtert sich. Und Du erwartest, dass sie das genauso stört wie Dich. Tut es aber nicht. 

Das ist immer eine Erwartung -> Enttäuschung. Und Enttäuschung und Wut hängen nahe zusammen. 

Ich habe dieses Problem mit einigen Männern. Mit Frauen? Ich habe mal für mich erkannt, dass Frauen irgendwie Freundschaften anders werten als Männer. Das ist nicht böse gemeint. Aber mir fällt auf, wie oft Du das Wort "gute Freundin" in den Mund nimmst. Bisher hat es noch keine Frau in meinen Kreis der "guten Freunde" geschafft. Mich bezeichnen viele Frauen als Freund. Ich bezeichne sie als langjährige Bekannte. Mir fällt auch auf, wie schwer Mädels manchmal Konflikte untereinander gelöst bekommen. Von außen betrachtet ist das manchmal schon lustig. 

Aber hast Du für Dich "guter Freund" mal definiert? Sind das überhaupt realistisch gesehen gute Freunde? 

  • TOP 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Es gibt schon viele gute Hinweise von meinen Vorrednern. Nun möchte ich noch twas zur Traurigkeit hinzufügen.

Am 22.7.2016 um 02:17 schrieb Awakened:

Ich erwische mich dabei wie Fragen durch meinen Kopf gehen wie zB „Darf ein Mann überhaupt wegen solcher Sachen traurig sein? Soll ich jetzt einfach aufhören und diese Gedanken unterdrücken?“

Natürlich darf man als Mann auch mal traurig sein! Nach Trauer und Enttäuschung kann man die guten Seiten im Leben besser schätzen. Gefühle unterdrücken ist hingegen nicht so gut. Dadurch frisst du nur alles in dich rein. Mein Tipp: Sprich mit einem guten (männlichen) Freund über deine Sorgen oder geh zum Therapeuten. Es wird dir danach sicherlich besser gehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Eins deiner Probleme springt mir sofort ins Auge. Du akzeptierst deine Gefühle nicht.

Nachdem lesen des Textes denke ich das dir eine Therapie durchaus weiterhelfen könnte.

Und nein du bist keine Dramaqueen.
 

  • TOP 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Zitat

-Eine zweite gute Freundin. Vor einem halben Jahr haben wir uns etwa 3 mal die Woche getroffen und es waren schöne, lustige Treffen. Aber innerhalb der letzten 5 Monate hat sich das geändert. Wir treffen uns jetzt immernoch ab und zu aber das ganze ist einfacher distanzierter. Manchmal kommt sie mir auch eher fremd vor.

Hast du ihr das schonmal genau so gesagt wie du es hier geschrieben hast? Vielleicht ist für Sie alles normal, aber Sie kann deine Gedanken nicht lesen, keiner kann das. Egal welche Bindungsform, Beziehung, Freundschaft, Verwandschaft, spreche offen und ehrlich an was dich bewegt. Mir ist bewusst das dies Überwindung kostet, aber wenn du dich das traust, wirst du daran wachsen. Wenn das Ergebnis, in deinem Fall mit deiner ehemals guten, jetzt distanzierten Freundin, ein Bruch wäre, ist es genauso "richtig" wie eine daraus resultierende Näherung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Am 25.7.2016 um 22:38 schrieb mondmann:

Eins deiner Probleme springt mir sofort ins Auge. Du akzeptierst deine Gefühle nicht.

Nachdem lesen des Textes denke ich das dir eine Therapie durchaus weiterhelfen könnte.

Und nein du bist keine Dramaqueen.
 

@Threadersteller: Das was mondmann hier geschrieben hat, ist nicht viel, aber sauwichtig. Bitte überfliege den Beitrag nicht, sondern frag Dich ganz ernsthaft, ob Du Dir diese Gefühle erlaubst. 

 

Gute Verbesserung

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hört sich nach den typischen Manipulationen von Borderline Frauen an. Distanziere dich von beiden und schaue wie es dir geht. Distanzieren heißt nicht Kontakt abbrechen, sondern vorsichtiger sein und sich andere Beschäftigungen suchen. Es liegt nicht immer an dir, Frauen können richtige Hexen sein. Das ist auch das toxische an der Pick Up Community. Den Leuten wird eingeredet, dass man bei so etwas immer an sich selbst arbeiten soll. Manche Frauen sind aber so "böse", dass man eben einfach selbst nicht Schuld ist und schon allein deren Anwesenheit extrem anstrengend sein kann.

  • TOP 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Natürlich haben manche Frauen einen an der Waffel, nur wenn du an dir selbst arbeitest und deine eigenen Themen

klärst wirst du viel seltener auf solche Frauen treffen. Und wenn du mit dir selbst klar kommst wirst du dich sowieso

automatisch von solchen Frauen schnell trennen.

Davon auszugehen dass manche Frauen 'böse Hexen' sind halte ich für eine ziemlich schlechte Idee

Wenn ich mir TEs Beitrag durchlese rechtfertigt das aus meiner Sicht auch nicht mal Ansatzweise die Vermutung

das er es mit Borderlineerinnen oder 'bösen Hexen' zu tun hat.
 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Am Ende des Tages bist es immer du selbst, der Probleme aus einer Situation erschafft.

Du hast auch nicht gesagt was im ersten Fall so wichtig war. Wenn einen wirklich etwas beschäftigt bespricht man das nicht so nebenbei bei einem gemütlichen Abend unter Freunden oder auf einer Party, das ist nicht der richtige Ort. 

Im zweiten Fall ist es eben einfach so, dass sie eine andere Bezugsperson, ihren Fernbeziehungsfreund gefunden hat, der ihr schlichtweg wichtiger ist, weil verliebt und so.

Du scheinst ein großen Mitteilungsbedürfnis für Probleme zu haben. Aber was ich nicht verstehe, warum es dir so wichtig ist, dass du dich mit Frauen darüber austauscht. Willst du ein Mann sein oder willst du auf Pyjama Partys gehen, mit den Mädels über andere Typen ablästern und als der superbeste Freund angesehen werden.

Scheint mir ein typischer Fall der Verweichlichung zu sein. Jeder hat so seine Probleme, aber wenn dir die ganze Sache eins zeigen soll, dass Frauen und Männer nunmal verschieden sind, was auch gut so ist. Wenn du in meinem Freundeskreis wärst würde ich mit dir erstmal auf die Suche gehen, was genau die Ursache ist, dass du wegen einem kleinen oder großen Problem zu Freundinnen rennst gehen. Meistens liegt dir Ursache in der Kindheit und das Verhalten übernimmst du.

Mit dem Risiko in ein Fettnäppchen zu treten mal ins Blaue rein geraten: Du hattest vielleicht in deiner Kindheit einen sehr dominanten Vater, was dich abgeschreckt hat und deswegen hast du schon als Kind gelernt: Wenn Gefühlsprobleme da sind, bloß nicht zum Vater gehen, sondern zu der Mami, weil die hört zu und tröstet und dann ist wieder alles gut. 

Es scheint du hast viele weibliche Verhaltensweisen und suchst/brauchst eine weibliche Bezugsperson, weil dir männliche Freunde ja, ähnlich wie in deiner Kindheit nicht zuhören würden. Also bei Männer hast du Angst vor Ablehnung, weil ein Mann ja keine Gefühle zeigt. Dabei wären deine männlichen Freunde vielleicht genau die richtigen dafür. Was nicht heißen soll, dass jetzt jedes kleine Wehwehchen da zur Debatte bei Freunden gebracht wird. Gewisse Ecken und Kanten, mal alleine mit einer Situation klarkommen gehören einfach dazu. Nur so wächst du als Mensch, gerade in dieser Welt gehst du unter, wenn dich jedes kleine Problemchen tagelang beschäftigt. Eine gewisse "Scheiss drauf" Einstellung gehört meiner Meinung nach zu einem gesunden Leben dazu. 

Mein Tipp: Beschäftige dich mal mit dem Thema Männlichkeit. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

So, eine Woche ist vergangen und ich bin überrascht aber auch froh über die ganzen Antworten!  An dieser Stelle ein Danke von mir, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Diesen Thread habe ich nachts erstellt, als ich vor Zweifel und Sorgen keinen klaren Gedanken fassen konnte und mal alles niederschreiben musste. Es ist ein nettes Gefühl die Situation jetzt kühler betrachten zu können.

Für diejenigen, die gerne das Ende einer Geschichte hören: Mit der ersten Freundin habe ich mich bei einem gemeinsamen Treffen ausgesprochen, sie hat mir deutlich gemacht, dass sie mich abwimmelte, weil sie angetrunkene Menschen einfach nicht ertragen kann und das "war müde" war ihre Ausrede damals. Wir hatten dann noch einen schönen lustigen Abend, an dem man sich mal wieder vieles erzählt hat.

Aber in diesem Thread ging es mir nicht darum ihr Verhalten zu analysieren, sondern eher darum, was dieses Verhalten bei mir ausgelöst hat.

 

Am 23.7.2016 um 09:36 schrieb Biff:

Hast du denn auch männliche Freunde? Unternimm doch mit denen mal was. Klingt irgendwie alles so als würdest du krampfhaft nach einem Problem suchen. Und alles in dich reinzufressen wird dir auch nicht weiterhelfen. Mach einfach mal dein Maul auf. Dann wird auch aus einem "Jetzt nicht, bin müde" kein tagelanger Mindfuck.

ja,habe ich! Meine männlichen Freunde treffe ich täglich durch die Uni, allerdings ist dabei noch keine Freundschaft entstanden, bei der ich über sehr persönliche Dinge reden würde. Und das Wort "Mindfuck" hat mir geholfen zu sehen, wie nichtig meine Sorge eigentlich ist.

 

Am 23.7.2016 um 13:15 schrieb Neice:

Ich weiss nicht, ob ich damit richtig liege, aber irgendwie habe ich das Gefühl, Du trägst da irgendein Thema aus der Kindheit mit in die Gegenwart. 

Das glaube ich auch, allerdings konnte ich noch nicht herausfinden was es konkret sein könnte.

Am 23.7.2016 um 13:15 schrieb Neice:

Aber mir fällt auf, wie oft Du das Wort "gute Freundin" in den Mund nimmst. Bisher hat es noch keine Frau in meinen Kreis der "guten Freunde" geschafft. Mich bezeichnen viele Frauen als Freund. Ich bezeichne sie als langjährige Bekannte. Mir fällt auch auf, wie schwer Mädels manchmal Konflikte untereinander gelöst bekommen. Von außen betrachtet ist das manchmal schon lustig. 

Aber hast Du für Dich "guter Freund" mal definiert? Sind das überhaupt realistisch gesehen gute Freunde? 

Von meinen 3 engsten Freunden, die ich seit 10 Jahren kenne, sind es 2 Freundinnen. (ich bin 22)
"gute Freunde"..aus dem Bauch heraus würde ich es daran messen, ob man sich gegenseitig persönlichere Sachen anvertraut.
Dass Mädchen untereinander gerne undurchsichtige "zickenkriege" führen ist mir bekannt, finde ich sowohl faszinierend als auch unterhaltsam.

 

Am 25.7.2016 um 22:38 schrieb mondmann:

Eins deiner Probleme springt mir sofort ins Auge. Du akzeptierst deine Gefühle nicht.

Nachdem lesen des Textes denke ich das dir eine Therapie durchaus weiterhelfen könnte.

Und nein du bist keine Dramaqueen.
 

Das erkenne ich jetzt auch. Also den Teil mit den Gefühlen. Hängt wahrscheinlich mit meinen Vorstellungen von Männlichkeit zusammen.

Am 28.7.2016 um 16:36 schrieb frank_hustle:

Am Ende des Tages bist es immer du selbst, der Probleme aus einer Situation erschafft.

Jap.

Am 28.7.2016 um 16:36 schrieb frank_hustle:

Du scheinst ein großen Mitteilungsbedürfnis für Probleme zu haben. Aber was ich nicht verstehe, warum es dir so wichtig ist, dass du dich mit Frauen darüber austauscht. Willst du ein Mann sein oder willst du auf Pyjama Partys gehen, mit den Mädels über andere Typen ablästern und als der superbeste Freund angesehen werden.

Als ich 12 war habe ich in einem Internetforum über Animes ein Mädchen von weit weg kennengelernt. Sie war die erste Person in meinem Leben der ich überhaupt persönliche Sachen wie Gefühle mitgeteilt habe. Gut möglich, dass diese erste positive Erfahrung mich noch beeinflusst.

Mit meinen Eltern ist es eher so, dass ich keinem von beiden etwas von meinem Gefühlsleben erzählt habe, bis ich 19 war. Und jetzt ist es auch eher spärlich.

 

Am 28.7.2016 um 16:36 schrieb frank_hustle:

Es scheint du hast viele weibliche Verhaltensweisen und suchst/brauchst eine weibliche Bezugsperson, weil dir männliche Freunde ja, ähnlich wie in deiner Kindheit nicht zuhören würden. Also bei Männer hast du Angst vor Ablehnung, weil ein Mann ja keine Gefühle zeigt. Dabei wären deine männlichen Freunde vielleicht genau die richtigen dafür. Was nicht heißen soll, dass jetzt jedes kleine Wehwehchen da zur Debatte bei Freunden gebracht wird. Gewisse Ecken und Kanten, mal alleine mit einer Situation klarkommen gehören einfach dazu. Nur so wächst du als Mensch, gerade in dieser Welt gehst du unter, wenn dich jedes kleine Problemchen tagelang beschäftigt. Eine gewisse "Scheiss drauf" Einstellung gehört meiner Meinung nach zu einem gesunden Leben dazu. 

Mein Tipp: Beschäftige dich mal mit dem Thema Männlichkeit. 

 

Die Angst vor Ablehnung, "weil ein Mann ja keine gefühle zeigt" ist tatsächlich da. Im Moment bin auch am überlegen, welchen meiner männlichen freunde ich am ehesten sowas erzählen könnte. Schwierig zeigt sich bei sowas immer wo die Grenze ist zwischen "wehwehchen" und nicht-"wehwehchen".

Mit dem Thema Männlichkeit habe ich mich tatsächlich schon des öfteren beschäftigt. Natürlich wird einem dabei bewusst, dass man selber unmännliche Eigenschaften hat. Mir hat sich aber immer die Frage gestellt, ob es denn so gut ist diese männlichen Eigenschaften zu haben bzw überhaupt seine Persönlichkeit allein danach auszurichten was männlich ist und was nicht.


Was ich jetzt für mich rausgenommen habe:
Solche Probleme möglichst schnell und persönlich offen besprechen um sich den ewigen Mindfuck zu ersparen.

Mal schauen wie meine männlichen Freunde mit persönlichen Problemen umgehen.

Ich muss meine Gefühle akzeptieren. Egal ob ich es tue oder nicht, sie sind nunmal da.

Männlichkeit, meine alte Baustelle holt mich wieder ein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 5 Minuten schrieb Awakened:

 

Am 23.7.2016 um 13:15 schrieb Neice:

Ich weiss nicht, ob ich damit richtig liege, aber irgendwie habe ich das Gefühl, Du trägst da irgendein Thema aus der Kindheit mit in die Gegenwart. 

Das glaube ich auch, allerdings konnte ich noch nicht herausfinden was es konkret sein könnte.

Zitat

Aber mir fällt auf, wie oft Du das Wort "gute Freundin" in den Mund nimmst. Bisher hat es noch keine Frau in meinen Kreis der "guten Freunde" geschafft. Mich bezeichnen viele Frauen als Freund. Ich bezeichne sie als langjährige Bekannte. Mir fällt auch auf, wie schwer Mädels manchmal Konflikte untereinander gelöst bekommen. Von außen betrachtet ist das manchmal schon lustig. 

Aber hast Du für Dich "guter Freund" mal definiert? Sind das überhaupt realistisch gesehen gute Freunde? 

Von meinen 3 engsten Freunden, die ich seit 10 Jahren kenne, sind es 2 Freundinnen. (ich bin 22)
"gute Freunde"..aus dem Bauch heraus würde ich es daran messen, ob man sich gegenseitig persönlichere Sachen anvertraut.
Dass Mädchen untereinander gerne undurchsichtige "zickenkriege" führen ist mir bekannt, finde ich sowohl faszinierend als auch unterhaltsam.

Ich habe vor 4 Monaten den Kontakt zu meinem Vater abgebrochen, weil ich Abstand haben wollte. Morgen ist sein Geburtstag und ich bin mir nicht sicher, ob ich anrufen soll. Sind wir jetzt Freunde? 

Von meiner Seite nein. Aus meiner Sicht muss Vertrauen in einer Freundschaft vorhanden sein. Und ich muss den anderen mögen. Dich kenne ich nicht. 

Hast Du da nicht einen Denkfehler drin? 

Wenn Du unsicher bist, was Du zeigen darfst, dann zeigst Du Dich Deinen Freunden überhaupt nicht. Du kannst nicht wissen, ob sie Dich mögen. Und darauf kannst Du kein Vertrauen aufbauen, dass sie Dich so akzeptieren, wie Du bist und Dir beistehen. Vielleicht sind es Deine Freunde. Vielleicht auch nicht. Warum diese Angst, diese Unsicherheit? Das zeigt sich doch auch in der Situation mit dem Mädel. Da steckt doch schon dahinter, dass sie Dich fallen lässt, weil sie müde ist. Keinen Bock hat, obwohl Du Hilfe brauchst. Das wäre für mich ein NoGo in einer Freundschaft. Allerdings hat sie Dich abgewürgt bevor sie wusste, dass Du Hilfe brauchtest. Was wäre passiert, wenn Du sie eingefordert hättest? 

Ich lese da einfach Unsicherheit raus. Verlustangst. Wenn Du Dich so zeigst, wie Du bist, dann verlierst Du Deine Freunde. 

vor 21 Minuten schrieb Awakened:

Mit meinen Eltern ist es eher so, dass ich keinem von beiden etwas von meinem Gefühlsleben erzählt habe, bis ich 19 war. Und jetzt ist es auch eher spärlich.

Warum nicht? Was wäre passiert? Hängt zusammen, merkst Du schon, oder?

  • TOP 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.

Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Mitglieder

    Aktuell keine registrierten Mitglieder auf dieser Seite.