Wie nennt man die Art von Psychologie?

21 Beiträge in diesem Thema

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Hallo Allerseits.

Wollte dies erst in einem Psychologie-Forum nachfragen, aber erstens hab ich nix gescheites gefunden und ich vertrau da den Leuten auch nicht so.. Ich vertrau euch soweit das sich hier nur Leute äussern die davon auch Ahnung haben..

Jetzt zum wesentlichen: Ich hab noch (wegen paar Jugendsünden) ne Gruppentherapie für soziale Kompetenzen angeordnet bekommen. Ich hab davon nie was gehalten / tu's immernoch nicht. Sitze da meine Stunden ab (bis ende Jahr noch) und gut ist. Nun hatte ich Anfangs Woche normal eine Therapiesitzung da und mir ist was total unheimliches wiederfahren. Die Psychologin die das ganze leitet scheint in ihrem Beruf sehr erfahren zu sein. Wir waren im Gespräch, ich normal mitgeredet und ja, lockere Stimmung und so. Wen's intressiert, Thema waren Gefühle im allgemeinen. Nun plötzlich schaute die mir aus dem nichts in die Augen und fing an Dinge zu sagen wie "ItsNotMe, eigentlich bist du garnicht so selbstbewusst wie du vorspielst. Du bist total unsicher etc." und iwie hat mich das ganze echt getroffen. Da kam echt was in mir hoch, wurde nervös etc, man hat's mir sogar angesehen und ich war total schockiert.

Geht das iwie in Richtung Coldreading oder was zum Teufel war das.. und wie stellt man das so gut an?

Ich streite übrigens nicht ab was sie sagte, eigentlich war vieles, wenn nicht alles, davon richtig. Aber mich intressierts wie man sowas handhabt? Einfach zu fremden Personen hin und sagen "Hey du, du bist dies und das, und eigentlich dies und das etc" kann man ja wohl nicht, wäre eher klugscheisser Style..

Sagt doch mal was dazu, würd mich freuen.

/ItsNotMe

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Wie kommst du auf die Idee, dass da Pick Up irgendeine Rolle gespielt hat?

Das sind Techniken aus der Psychoanalyse und haben mit Pick Up gar nichts am Hut.

Dein Vergleich ist komplett an den Haaren herbeigezogen.

Es zeigt eher, dass die Gruppensitzung funktioniert, da du deine eigenen Gedanken hinterfragst.

Als Menschen ist es uns nur begrenzt möglich, uns selber zu verstehen, da wir nicht in der Lage sind, uns von unserem eigenen Denken und unseren eigenen Gefühlen zu distanzieren.

Ein guter Therapeut ermöglicht einem, von sich selbst Distanz zu gewinnen und schafft damit eine Perspektive von außen.

bearbeitet von Mc Awesomeville
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Es zeigt eher, dass die Gruppensitzung funktioniert, da du deine eigenen Gedanken hinterfragst.

-- Ist mir bewusst, war aber nicht wirklich meine Frage obs funktioniert oder nicht.

 

Ein guter Therapeut ermöglicht einem, von sich selbst Distanz zu gewinnen und schafft damit eine Perspektive von außen.

-- Die Frage ist "Wie" macht er das.

 

Von Pickup an sich habe ich - bis jetzt - nichts erwähnt.

 

 

 

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vor 33 Minuten schrieb ItsNotMe:

Von Pickup an sich habe ich - bis jetzt - nichts erwähnt.

Natürlich hast du das. Indem du den Begriff "Cold Reading" verwendet hast.

Das ist eine Technik, die eigentlich von Mentalisten und Hellsehern verwendet wird, und sehr früh in PickUp Einzug gefunden hat, als noch Kartentricks zum Repertoire von PUAs gehörten. Oder willst du mir sagen, Psychologen verwenden Techniken von Hellsehern?

Wird sogar von Neill Strauss erklärt, siehe da

https://www.neilstrauss.com/the-game/cold-reading-101/

Heute ist es eine gängige Pick Up Technik.

vor 33 Minuten schrieb ItsNotMe:

Die Frage ist "Wie" macht er das.

Durch Klärung, Konfrontation und Deutung.

bearbeitet von Mc Awesomeville

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Keine psychologische Magie enthalten. Ist ganz simpel ne Kombination aus Beobachtung nebst Reflektion, gesundem Menschenverstand, Empathie, Lebenserfahrung und Talent.
Für reflektierte Menschen mit hinreichendem Talent sind unreflektierte Menschen offene Bücher. Zumindest was die Grundzüge angeht. Wer simuliert, wer produziert, wer bedeutet früher oder später Stress, wer schmeißt nur Nebelgranaten um sich, wer lebt in Angst, wer ruht in sich, Grundeinstellung zur Welt. sowas..  Da reichen mitunter 5 Sätze.

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Liest sich nach Warm Reading.

Cold Reading ist oberflächlich (Checken viele aber nicht). Warm Reading geht tiefer bzw. trifft mehr den Kern.

Für Warm Reading  brauchst du ein ziemlich gutes verständnis von Persönlichkeitsmodellen und  Menschenkenntnis. Cold Reading geht mit Routinen, Warm Reading ist i.d.R. individuell.

lg,

FV

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Ich weise nochmal darauf hin, dass das keine Verführungssituation war. Die Worte stammten von einer Psychologin während einer Gruppentherapie für soziale Kompetenz.

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vor 2 Stunden schrieb ItsNotMe:

wie stellt man das so gut an?

Lernen und Erfahrung. Mach Dich mal schlau, wie lange man braucht, bis man als Therapeut arbeiten darf. Die haben halt einfach was drauf.

Und übrigens bestätigt Dein ganzer erster Beitrag, dass die Frau recht hat.

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vor 2 Stunden schrieb ItsNotMe:

"ItsNotMe, eigentlich bist du garnicht so selbstbewusst wie du vorspielst. Du bist total unsicher etc."

Haste noch den ganzen Satz im Kopf?

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Gast

Sie wird bemerkt, haben, dadurch dass sie dich nun schon länger kennt, das du gar nicht so abgebrüht sein kannst, wie du es vorgibst. Denn sonst wärst du kein Mensch. Sie merkt, dass du eine Rolle übernommen hast, die Rolle desjenigen, dem alles egal ist. Daher wird sie darauf angesprungen haben, da sie sich denkt, das ist unecht. 

Jeder Versuch sie vom Gegenteil zu überzeugen würde sie nur noch bestärken. Ich würde das als sehr sehr gute Menschenkenntnis und sehr sehr gutes Einfühlungsvermögen bezeichnen, wenn es denn zutrifft, was sie über dich sagt. 

 

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Danke für die Antworten.

@Geschmunzelt, wäre es schlimm wenns so wär? Ich bin in Behandlung bei einem Psychologen genau für die Themen.

Ich wiederhole mich, ich wollte lediglich wissen wie man den Scheiss nennt, weil ichs unter anderem ziemlich faszinierend fand.

Kann geschlossen werden.

 

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vor 4 Stunden schrieb ItsNotMe:

@Geschmunzelt, wäre es schlimm wenns so wär? Ich bin in Behandlung bei einem Psychologen genau für die Themen.

Nö, habe ich ja auch nicht gesagt. Ich habe gesagt, dass man es merkt. Also, wenn man ein bisschen aufmerksam ist.

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Gast

@Itsnotme: Yesitsyou. Wenn Du das lernen willst, brauchst Du keinen Namen, wie das heißt, damit Du es in irgend einem Buch nachlesen kannst. Wenn Du das lernen willst, schau Deinen Ängsten und Minderwertigkeitsgefühlen ins Gesicht, lass die negativen Gefühle mal zu, auf die man normalerweise nie Bock hat. Es gibt keinen anderen Weg. Kennst Du Dich, weißt Du auch wie andere Ticken. Kennst Du Dich nicht, kannst Du hundert Bücher lesen...

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Am 19.1.2017 um 18:59 schrieb ItsNotMe:

Die Frage ist "Wie" macht er das.

Gar nicht. Du machst das.

Therapeuten können nur Angebote machen. Also sozusagen. Ob du drauf eingehst, und was du daraus machst - das entscheidest du selbst.

Wie man die Methodik nennt, kannste die Therapeutin fragen. Wird die dir wahrscheinlich gerne sagen.

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Also "Diese Art von Psychologie" gehört wie alle Therapien in die Klinische Psychologie.

Vermutlich möchtest du eher genau diese Methodik benannt haben, aber da würde ich wle @Aldous an die Therapeutin verweisen. Ich weiß nämlich gar nicht, ob das gut ist, wenn du das weißt. Du sperrst die nämlich offenbar im Moment völlig gegen die Therapie und lässt diese grandiose Möglichkeit verfallen. Das ist halt total schade. Andere bezahlen dafür sehr viel Geld.

Siehs als Chance und mach da was aus deinen Möglichkeiten. Sie hat doch einen Teil der Baustellen schon erkannt.

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Zitat

Nun plötzlich schaute die mir aus dem nichts in die Augen und fing an Dinge zu sagen wie "ItsNotMe, eigentlich bist du garnicht so selbstbewusst wie du vorspielst. Du bist total unsicher etc." und iwie hat mich das ganze echt getroffen. Da kam echt was in mir hoch, wurde nervös etc, man hat's mir sogar angesehen und ich war total schockiert.

Geht das iwie in Richtung Coldreading oder was zum Teufel war das.. und wie stellt man das so gut an?

Im Fachjargon nennt man so ein Vorgehen "In den Busch schießen und mal gucken, ob sich da was regt". Die Absicht dahinter ist, aufgrund deiner physiologischen / verbalen Reaktion zu überprüfen, ob die Aussage wahr ist. Ich persönlich bin bei diesem Vorgehen zwiegespalten. Einerseits ist es eine der letzten Möglichkeiten dem Klienten auf den Zahn zu fühlen um dann endlich ohne Masken intervenieren zu können, andererseits kann der Klient bei zu prompter Entblößung und unter Gesichtsverlust komplett abspringen und dicht machen.  Auf keinen Fall würde ich persönlich so eine Aussage in "Du Form" wie zitiert suggerieren, denn wie so eine Suggestion nachwirkt, merkst Du ja gerade selbst. Zudem sehe ich keinen primären Nutzen darin, den eh schon meist angeschlagenen State eines Klienten dadurch noch mehr zu bügeln, oder wie in deinem Fall zu Schockstarre zu verwandeln.

 

Fazit - auch Psychologen bauen mal Mist, und es muss nicht immer alles professionell wissenschaftlich fundiert sein, was aus einem Therapeuten Mund kommt. In deinem Falle würde dir ein wenig mehr Schlagfertigkeit nicht schaden, denn so einen Spruch kannst du auch mal gern an den Sender zurück schicken.

Gruß

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Therapie ist keine Begutachtung, sondern hat eine helfende Intention. Kategorien wie "überprüfen" oder "wahr" gehören da nicht hin.

Es bringt auch nix, hier die Therapeutin zu bewerten. Kann man auch nicht. In einem therapeutischen Kontext kann man alles mögliche sagen. Und den Kontext kennt hier keiner.

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Nix für ungut, aber um festzustellen, dass ein 18jähriger Bursche Selbstbewusstsein vorspielt und eigentlich unsicher ist, da muss man nicht Coldreading oder andere Techniken anwenden. Sowas sieht jeder etwas ältere Mensch mit ein bisschen Menschenkenntnis. Da brauch man keine erfahrene Psychologin sein. Wir sind alle nicht so verschlossene Bücher, wie wir glauben, erst Recht wenn wir jung sind...

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Das mag alles richtig sein. Die Technik besteht aber nicht darin, was konkret gesagt wurde, sondern eher darin, dass er so direkt damit konfrontiert wurde.

Es ist nicht selbstverständlich, dass man die Meinung des Therapeuten mitgeteilt bekommt. Die Mitteilung kann nämlich einen bestimmten Zweck verfolgen. Gerade in psychotherapeutischen Settings muss ein Therapeut aufpassen, was er sagt. "Was denken Sie darüber?" Darauf sagt der Therapeut mitunter: "Konzentrieren wir uns zuerst darauf, was Sie selber darüber denken." Er wählt den Zeitpunkt sehr sorgfältig aus, wann er dem Patienten welche Informationen mitteilt.

Anderes Beispiel: Angenommen, eine weibliche Patientin will wissen, ob ihr Therapeut verheiratet ist - was eine nicht unübliche und harmlos scheinende Frage ist. Im Idealfall gibt er darauf keine konkrete Antwort (wie man es in einer normalen Unterhaltung machen würde), sondern lässt die Frage unbeantwortet und versucht sie im Therapiesetting zu nutzen. Die Mechanismen von Übertragung und Gegenübertragung sind keinen störenden Einflüsse, sondern mächtige Verbündete des Therapeuten, die er gezielt steuert.

Das Setting einer Therapie entspricht nicht dem Ablauf einer normalen Unterhaltung.

bearbeitet von Mc Awesomeville

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vor 20 Stunden schrieb Mc Awesomeville:

Es ist nicht selbstverständlich, dass man die Meinung des Therapeuten mitgeteilt bekommt.

Hat der TE ja möglicherweise auch nicht. Das ging mir schon zu Beginn des Fadens durch den Kopf. Der TE schildert, was er gehört hat.

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Hi @ll.

da was sie gemacht hat war dir ein Feedback zu geben, was sie wahrscheinlich auf Grund deiner Körpersprache gesehen hat. 

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