Jah.. das mit dem ständigen "so geht's", mit den ständigen Ratschlägen und so weiter is' so eine Sache. Ich kenn' "Osho" nicht (wer oder was ist das?), aber mir fehlt gerade ein Kontext für das Zitat. Bei Kindern stimmt das irgendwie.
->>>
http://www.youtube.c...=endscreen&NR=1 (einwenig übertrieben, aber er trifft ganz gut, was ich meine - also v.a. dort wo er über das Anleiten spricht, bevor er mit der Self Esteem - Geschichte spricht)
Also man "überpädagogisiert" Kinder, und ich bin froh, dass ich in Ruhe gelassen werde. Bei Erwachsenen ist es so eine Sache, weil diese ja kaum bevormundet werden, sondern von sich aus kommen und um Hilfe bitten und nach Rat fragen.
Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass allzu viele Intelligenzbestien in die
Workshops gehen. Ich meine ... *hust* ... diese Pseudo-Wissenschaftlichkeit ist extrem abschreckend für Leute, die einwenig Ahnung haben. Also ich bin wahrscheinlich am unteren Ende der Cleveren, und schon mir stellt's bei vielen Dingen die Haare auf. Ich würd' da sicher keinem Meister hochachtungsvoll nachbeten, und das würden clevere Leute, auch wenn sie Probleme mit Frauen haben, auch nicht tun. ...wenn denen der erzählt, dass Frauen weniger rational Denken (können), sondern emotional sind, dass das ganze durch die Evolution bestimmt ist und im Sinne der Arterhaltung ist, pf... da widerspricht schon die eigene Lebenserfahrung: Wahrscheinlich kennt jeder dieser Intelligenzbestien zehn Frauen (auch wenn er nichts mit denen hat), die rationaler denken, als der Typ, der denen das erzählt.
Aber ja, vielleicht hält sich der eine oder andere wirklich verzweifelte echt an jedem Strohhalm fest, schaltet sein Hirn soweit ab, wie es geht, und unterdrückt seinen intellektuellen Aufschrei, zu hinterfragen. ...und lassen sich dann wirklich aufziehen. *seufz* Es stimmt schon ... die wenigsten Leute, die über Leute mit einem hohen IQ reden, haben eine Ahnung davon, wie das ist. Was glaubst du, wie oft ich in meinem Leben so was gehört habe wie: "Ja, ich kenn' das... wenn ich mir mehr Mühe gegeben hätte, hätte ich auch mehr geschafft!" *schulterzuck* Jeder ist besonders ... aber manche sind besonderer *hust* (Nein, ist wirklich nur ein schlechter Scherz). Bisschen, als würde ich meiner Freundin, wenn sie Regelschmerzen hat, sagen: "Ja, ich kenn das. Ich hab' auch manchmal Bauchweh."
Aber ich glaub' früher oder später kickt man das ganze wieder, wenn's nicht hilft. Diese Pseudo-Evolutionstheorie verschwindet im Laufe der Evolution meiner Gedanken. Es gibt Leute, die sind zu clever, um Pick Up wirklich
ernst zu nehmen. ^^ Dazu müssen sie weder Biologen noch Soziologen oder Historiker sein. Das schaffen schon die cleveren Informatiker und Mathematiker mit geschlossenen Augen.
Was sicher viel gefährlicher ist, ist denen ein Problem einzureden. Und das ist so eine Sache, die sicher in den
Workshops verstärkt wird, die aber davor schon besteht. Und damit meine ich nicht das Problem: "du denkst zu viel" oder "du bist nicht dominant genug", sondern das ganz banale: "du bist nicht gut genug". Und zwar nicht "nicht gut genug für die Frauen", sondern "nicht gut genug für mich, für dich und überhaupt. Denn du bist weder in einer Beziehung noch bist du ein Aufreißer; du bist Beta, du bist minderwertig",... das sagt man in den
Workshops sicher nicht so! War noch nie dort, kann mir aber nicht vorstellen, dass so jemand zum Leiter ernannt wird. Aber es läuft oft über Implikationen, und gerade, wenn man clever ist, dann wird man einige der Implikationen ganz gut erfassen. Es sind schon diese Begriffe ... AFC - wer keine Frau hat ist frustriert. Stimmt nicht, ich weiß. Gibt auch Pick Up Menschen, die meinen, man sein nur dann frustriert, wenn man frustriert ist, schon klar. Aber trotzdem wird mit dem Begriff ein bestimmter Typ Mensch bezeichnet und dann banalisiert über alle möglichen drüber gestülpt. Schon alleine, wenn der
Workshop-Leiter erzählt, was er für ein geiler Typ ist und wie viele Frauen er nicht abschleppt werden Maßstäbe gesetzt. Es scheint also auf die Anzahl der Frauen anzukommen ... gut. Ich hatte eine bisher. *kopfkratz*
Clevere Leute nehmen diesem Masstab schnell wahr, und vielleicht schaffen sie's ja auch ganz gut, den als ungültig zu argumentieren, aber naja ... wenn sie innerhalb eines
Workshops keine Anerkennung bekommen, wenn sie erzählen, dass ... what ever der Masstab fragwürdig ist, dann fühlen sie sich dadurch nicht besser. Erst recht, wenn der
Workshop-Leiter dann schön rhetorisch und auch gut gemeint (!) sagt: "Ja stimmt absolut. Man kann auch mit einer einzigen Frau glücklich werden, wenn man das will. Für mich ist das nichts, aber wenn es für dich richtig ist, ist das absolut okay."
Klar... was soll man auf so was antworten? *kopfkratz* Nah, ich geh zu keinem
Workshop. ^^ Aber jedenfalls gelten in unserer Gesellschaft gewisse Werte, und wenn man für eine Publikation in "Nature" am Mittagstisch mit ... mit wem eigentlich? Ja, Freunde von der Arbeit werden einen mit Fragen löchern (und das is' was Gutes). Aber so in der Öffentlichkeit, im Normalen Leben, in den Medien zählt eine Publikation in "Nature" einen Scheiß, und wenn so was im Fernseh'n überhaupt erwähnt wird, dann werden die Typen verarscht nach dem Schema: "Haha.... der freut sich, dass sein Artikel wo abgedruckt wird, obwohl er einen Scheiß dafür bezahlt bekommt, und Frau hat er keine... FREAK!!!" Wer will schon Sheldon Cooper als Vorbild haben, wenn's einen Charlie Harper gibt?
Wenn du eine whatever "HB10 HSE HD" flachlegst bist du Gott am Mittagstisch mit Normalos und man prostet dir zu. v.a. natürlich, wenn man mit Pick Up-Leuten rumhängt (schätze ich mal ... is' mir noch nicht passiert ... beides), auch wenn natürlich der eine oder andere meint "is' ja nichts besonderes" oder "na so geil is' die auch wieder nicht" (hehe). Was glaubst du, wie viel Zuspruch man in so einer Gesellschaft für die Nature-Publikation bekommt? ^^ Ein Schulterklopfen vielleicht. "Das ist gut, oder?"
Gegen so etwas kann man sich auch mit Cleverness nicht wehren. Man mag schnell durchschauen, dass die nicht ganz erfassen, was so eine Publikation bedeutet (vielleicht nicht mal, wenn sie nach googeln), aber es ist einfach kränkend, wenn einem die Anerkennung nicht gegeben wird und man im Fernsehn' dafür verarscht wird (trotzdem ist Big Bang Theory eine geile Serie!). Sie sind zwar gut im wissenschaftlichen System, aber "im Allgemeinen" sind sie scheiße, werden verarscht, und auf die besten Leistungen, die man bringt, gibt ein Schulterklopfen, ehe ein anderer am Tisch erzählt, dass er mal eine Leserbrief geschrieben hat, der in der Krone abgedruckt worden ist, ein dritter scherzhaft sagt, dass die einzige Zeitschrift, ihn je abgedruckt hat, die Schülerzeitung gewesen ist und einem dann schließlich nochmal auf auf die Schulter geklopft wird und gesagt wird: "Na passt schon. Hast du gut gemacht."
Man tut so als wäre deren "Soziales Leben" schlecht. Aber es wird genau dadurch schlecht, dass man es als schlecht klassifiziert. "Du warst gestern mit dieser Forscherin mit internationalem Ruf essen? Cool. Ich hab' letztens im Supermarkt die Blonde von "Austrias Next Top Model" getroffen." - "Haha, echt was, die hast du getroffen? Is ja scharf, wie ist das passiert?" - "Ja Alter, das musst du erzählen" ... und schon ist das "soziale Leben" des Cleveren Typen vom Tisch verschwunden.
Sexuelle Triebe sind genetisch verankert, ja. Aber nicht die Art und Weise, wie und in welchem Maße man diese auslebt. Das ist gesellschaftlich vorgeschrieben, darum sind auch solche schwachsinnigen Aussagen, dass Männer genetisch dazu veranlagt sind, promiskuitiv zu leben so ... brrr... durchschaut man, wenn man clever ist. Aber trotzdem wird das Bedürfnis danach viele Frauen flachzulegen erzeugt. Dadurch nämlich, dass man so Anerkennung bekommt
und der Mensch nun einmal von Anerkennung abhängig ist. Und wenn man nicht viele Frauen hat, dann muss man wenigstens eine haben, die man dreimal wöchentlich flachlegt. Ich meine ... ein Leben mit wenig Sex? "Is' ja widernatürlich..." "Widerspricht der Evolution" (so ein Blödsinn)! Auch gut ist: "Asexuell?" oder "Wurde der/die vielleicht von religiösen Eltern erzogen?" Oder das Beste, weil man dagegen einfach nichts sagen kann (weil's ehrlich und richtig ist): "Na wenn einer so leben will, dann gerne. Für mich wäre das nichts."
Okay. Einwenig konfus, weil ich beim Tippen gerade ein paar Mal eingenickt bin (glaub' ich), aber ehm,... vielleicht ist es nachvollziehbar.
Bearbeitet von selfrevolution, 07 April 2012 - 01:13 AM,