15 Beiträge in diesem Thema

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Hi, vielen Dank für deine Ausarbeitung. Der Inhalt war mir zwar bereits bekannt (Schauspiel/Gesang), aber es ist doch immer wieder mal gut sich die von dir genannten Punkte nochmal vor Augen zu halten. Der Praxisteil könnte ein bisschen mehr Inhalt haben (das Thema wurde meiner Empfindung nach nur angeschnitten), aber dieser Bereich der Biologie ist bestimmt für viele wichtig und interessant. Die Wichtigkeit der Stimme als Teil der Körpersprache beim Attracten und Approachen ist uns schließlich allen bekannt. ;)

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Vielen Dank für den Thread! Habe eher eine tiefe, kraftlose, undeutliche, nuschelige Stimme und habe jetzt seit ein paar Tagen mit der Korken-Übung angefangen.
Ich würde mich über noch mehr Übungen freuen!

LG
 

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Ich habe dazu eine Frage bzw brauche Erfahrungswerte/Meinungen:

Ich habe selbst darüber viel gelesen und auch mit einer "Sprecherzieherin" gearbeitet, ca. 6 Wochen. Mein Fazit war:

a) Kurzfristiger Effekt: Nach dem Training klang die Stimme gut aber am nächsten Morgen war der Effekt weg. Und auch als ich selbstständig die Übungen machte (immer zwischen unseren Stunden), war es danach besser und am nächsten Tag wieder wie vorher. Die Erzieherin sagte mir, dass ist so, man muss es täglich machen, ein paar andere Erzieher sagten mir, irgendwann kommt eine dauerhafte Veränderung, man hätte ja auch kaum Zeit für alles, manche konnten/wollten es mir nicht sagen ("das kann ich nicht sagen, ich muss es hören, buch eine Stunde bei mir"). Jedenfalls, finde ich die Übungen zu aufwändig und zeitintensiv, wenn man nur einen Tag was von hat aber vielleicht habe ich das auch falsch gemacht oder bin ungeduldig.

b) Viele gute aber auch viele unnötige Übungen: viele Übungen brachten was (manche weniger, manche mehr) aber es gibt auch ganz viele Übungen gibt,die fast keinen Effekt hatten. z.B. Arme kreisen assen, in die Knie gehen, sich den Bauch abklopfen und sowas. Man merkt kleine Veränderungen aber man fragt sich , ob sich das jetzt gelohnt hat 20min zu machen.

c) Es fehlt eine Struktur: wie viele von den Übungen muss ich machen, wie lange, wie oft? Jeden Tag eine Stunde oder nach einem Monat nur 10 Minuten zur Auffrischung? Und falls ja, welche Übungen sind die Effektivsten und welche ganz nett aber 30min Arme kreisen lieber austauschen für Pleulübung oder Tonleiter summe?

Was denkt ihr?
 

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@Vacay vielen Dank für deine Rückmeldung, dass dir die Übungen gefallen. Sei dir bitte bewusst, dass der Effekt beim Korken sprechen mit der Zeit geringer wird. Variiere die Übung, indem du mal besonders auf deine Artikulation achtest und alle Buchstaben besonders deutlich aussprichst und langsamer sprichst.

Zungenbrecher sind hier auch top :-)

Und für dich Kiefer lockern: Das heißt z.B. stimmhaft und herzhaft gähnen, genüßlich kauen (schmatzen), den Kiefer so weit öffnen, wie du kannst und wieder schließen, den Unterkiefer nach rechts und links schieben (das Gelenk) - das alles sollte ungefähr 1-2 Minuten dauern.

dann nochmal einen kurzen Text, einen Zungebrecher o.Ä. sprechen, tu dabei so als stündest du auf der Bühne als erfolgreicher Schauspieler

 

@Mobilni Ich kann alle deine drei Punkte sehr gut verstehen. Dies sind zum Teil auch die Gründe, warum ich meinen Ursprungspost noch nicht weiter bearbeitet habe. Es ist einfach ein riesiges Feld.

zu A) Meiner Meinung nach ist Beides irgendwo richtig. Zu Anfang zur Umgewöhnung bzw. zum Erlernen der neuen "Sprechtechnik" sollte man häufig und täglich üben. Nach einiger Zeit sollte der Transfer in den Alltag gelungen sein und die Stimme angepasst an die neue Sprechweise. Dann ist ein tägliches Üben nicht mehr nötig. Man übt durchs "richtige" Sprechen. Die Transferperiode also das Übernehmen des Sprechens in den Alltag ist dabei unterschiedlich lang. Was habt ihr denn geübt? Warum war kein Langzeiteffekt bemerkbar deiner Meinung nach?

zu B) es gibt fast keine unnötigen Übungen. Nur individuell nicht passende. Das heißt jede Übung hat einen Zweck. Manchmal ist es tatsächlich schon mit Arme kreisen lassen und Bauch abklopfen getan und der "Schüler" hat bereits etwas für sich mitgenommen und seine Stimme verbessert. In den meisten Fällen ist das natürlich nicht der Fall.

Wie lange man diese "Übungen" macht, ist dann auch abhängig von der Wirkung. Entspannt sich dein Körper nach einer Minute oder brauchst du eben noch länger. 20 Minuten finde ich dann allerdings doch zu viel. Dann würde ich andere artverwandte Übungen mit dem selben Effekt heranziehen. Gibt da genug :-)

zu C) jap, die Struktur variiert auch je nach Zeitmanagement. Es gibt keine guten und schlechten Übungen. Nur Übungen, die dir was bringen und welche die dir nichts bringen.

Es ist sehr schwierig genaue Zahlen zu nennen, da es sehr individuell ist und auch von der momentanen stimmlichen Leistung abhängt, aber ich erachte für den Anfang eine tägliche Übungsroutine von 10 Minuten am Stück oder ggf. auf den Tag verteilt als sinnvoll.

Wenn du Berufssprecher bist ist die Zahl natürlich größer. :-)

Das sind auch die Gründe, warum es immer sinnvoll ist einen Sparingspartner bzw. im Idealfall einen Trainer zur Rückmeldung und Kontrolle dabei zu haben. das meinte sie wohl auch, als sie sagte, kann ich dir so nicht sagen, muss deine Stimme hören.

 

Das in Kürze...

Schreib mir gerne mal per PN was du an deiner Stimme ändern wolltest und was ihr gemacht habt, wenn du magst. Ich bau dir gerne eine tägliche Routine und ja auch ich würde deine Stimme dann gerne mal hören @Mobilni

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vor 25 Minuten schrieb SirRoyTh:

Schreib mir gerne mal per PN was du an deiner Stimme ändern wolltest und was ihr gemacht habt, wenn du magst. Ich bau dir gerne eine tägliche Routine und ja auch ich würde deine Stimme dann gerne mal hören

Gibt's das Angebot auch für andere hier? 

Falls ja, was musst du dafür wissen?

LG

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vor 4 Stunden schrieb SirRoyTh:

@Vacay vielen Dank für deine Rückmeldung, dass dir die Übungen gefallen. Sei dir bitte bewusst, dass der Effekt beim Korken sprechen mit der Zeit geringer wird. Variiere die Übung, indem du mal besonders auf deine Artikulation achtest und alle Buchstaben besonders deutlich aussprichst und langsamer sprichst.

Zungenbrecher sind hier auch top :-)

Und für dich Kiefer lockern: Das heißt z.B. stimmhaft und herzhaft gähnen, genüßlich kauen (schmatzen), den Kiefer so weit öffnen, wie du kannst und wieder schließen, den Unterkiefer nach rechts und links schieben (das Gelenk) - das alles sollte ungefähr 1-2 Minuten dauern.

dann nochmal einen kurzen Text, einen Zungebrecher o.Ä. sprechen, tu dabei so als stündest du auf der Bühne als erfolgreicher Schauspieler

 

@Mobilni Ich kann alle deine drei Punkte sehr gut verstehen. Dies sind zum Teil auch die Gründe, warum ich meinen Ursprungspost noch nicht weiter bearbeitet habe. Es ist einfach ein riesiges Feld.

zu A) Meiner Meinung nach ist Beides irgendwo richtig. Zu Anfang zur Umgewöhnung bzw. zum Erlernen der neuen "Sprechtechnik" sollte man häufig und täglich üben. Nach einiger Zeit sollte der Transfer in den Alltag gelungen sein und die Stimme angepasst an die neue Sprechweise. Dann ist ein tägliches Üben nicht mehr nötig. Man übt durchs "richtige" Sprechen. Die Transferperiode also das Übernehmen des Sprechens in den Alltag ist dabei unterschiedlich lang. Was habt ihr denn geübt? Warum war kein Langzeiteffekt bemerkbar deiner Meinung nach?

zu B) es gibt fast keine unnötigen Übungen. Nur individuell nicht passende. Das heißt jede Übung hat einen Zweck. Manchmal ist es tatsächlich schon mit Arme kreisen lassen und Bauch abklopfen getan und der "Schüler" hat bereits etwas für sich mitgenommen und seine Stimme verbessert. In den meisten Fällen ist das natürlich nicht der Fall.

Wie lange man diese "Übungen" macht, ist dann auch abhängig von der Wirkung. Entspannt sich dein Körper nach einer Minute oder brauchst du eben noch länger. 20 Minuten finde ich dann allerdings doch zu viel. Dann würde ich andere artverwandte Übungen mit dem selben Effekt heranziehen. Gibt da genug :-)

zu C) jap, die Struktur variiert auch je nach Zeitmanagement. Es gibt keine guten und schlechten Übungen. Nur Übungen, die dir was bringen und welche die dir nichts bringen.

Es ist sehr schwierig genaue Zahlen zu nennen, da es sehr individuell ist und auch von der momentanen stimmlichen Leistung abhängt, aber ich erachte für den Anfang eine tägliche Übungsroutine von 10 Minuten am Stück oder ggf. auf den Tag verteilt als sinnvoll.

Wenn du Berufssprecher bist ist die Zahl natürlich größer. :-)

Das sind auch die Gründe, warum es immer sinnvoll ist einen Sparingspartner bzw. im Idealfall einen Trainer zur Rückmeldung und Kontrolle dabei zu haben. das meinte sie wohl auch, als sie sagte, kann ich dir so nicht sagen, muss deine Stimme hören.

 

Das in Kürze...

Schreib mir gerne mal per PN was du an deiner Stimme ändern wolltest und was ihr gemacht habt, wenn du magst. Ich bau dir gerne eine tägliche Routine und ja auch ich würde deine Stimme dann gerne mal hören @Mobilni

Danke erstmal. Ich kann dir schreiben, ich denke nur vielleicht gibt es einen Mehrwert hier, wenn es auch andere lesen können.

Mein Problem war, dass ich oft nuschle und Wörtendungen verschlucke und wollte auch etwas mehr Wärme und Resonanz. Ein bisschen die Stimme polieren, da beruflich bei mir viel geredet wird und eine gute Stimme von Vorteil ist und ich zum Spaß auch gerne Hörbücher/Synchronsprechen machen würde.

Wir haben zuerst 3-4 Wochen Resonanz und Wärme gemacht, ich habe die verschiedensten Tonleiter mit allen möglichen Kombinationen gesummt, teilweise 20min am Stück ohne Pause. Und am Ende klingt die Stimme ruhig, warm, angenehm und tief. So wie wenn man morgens aufwacht und diese epische Stimme hat für ca. 10 Minuten. Aber dann am nächsten Tag ist es weg, es schwingt nicht mehr so schön, teilweise bricht sie ein so. Ich kann dann natürlich wieder 20min lang summen aber das ist nur die Resonanz. Ich müsste nach noch pleulen und Lippen flattern lassen und Korkensprechen (ja ich weiß , ich meine nicht das klassische sondern bei dem der Unterkiefer sich frei bewegnen kann) um dieses Nuscheln zu lösen. Mit allem sitze ich dann 45min dran. Mir macht das nichts aus, wenn die Früchte tragbar wären aber wenn ich jeden Tag 45min das machen muss, dann ist es ein bisschen undankbar das Ganze. Wenn mir aber jemand sagt "nach einem Monat, reichen 5min täglich um diese geile Stimme zu haben" , dann ok , ich bin dabei.

 

ps: ach so, ich sehe erst jetzt, dass mit der persönlichen Routine. Ok, wir können per pm weiter machen.

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@smallPUA das Angebot ist nicht beschränkt, richtet sich aber nach meinen verfügbaren (zeitlichen) Ressourcen :-)

es wird eher eine Art Versuch. Eventuell klappt es auch nicht über die Ferne.

ich würde dann eine kurze Beschreibung des Problems benötigen und idealerweise deine handynr oder evtl. Skype um dich live zu hören (und zu sehen)

und deine Motivation. Meist geht es nicht von jetzt auf gleich. Wie alles hier.

 

@Mobilni ja klären wir gerne per pn.

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Absolut geil. Werde ich anwenden und von meinen Fortschritten berichten. Werde bestimmt auf auf dich zurückkommen. Danke für deine Hilfestellung!

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Wow! Absoluten Respekt für den Aufwand! Toll geschrieben und formatiert! Absolut etwas, das wir noch im Forum gut gebrauchen könnten!!! Super Leistung! 

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Sehr interessantes Thema! Auch von mir herzlichen Dank für den Beitrag!
Bin auch gerade dabei mich mehr um meine Stimme zu bemühen u.a. um besser Chinesisch sprechen zu lernen. Dabei muss man ja enorm viel mit der Tonlage arbeiten und das klappt bei mir nur mit entspannten, aufgewärmten Stimmbändern.

bearbeitet von Caitlin

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Gast El Rapero

Mit dem Text kann man ja ein Mammut erschlagen. 

Eigentlich muss man nur wissen, was die Atemstütze ist, wie man Sie trainiert und benötigt lediglich sein Handy, um sich selbst aufnehmen und hören zu können. Damit kann man seine Stimme und ihren Einsatz bis zur Perfektion trainieren. Da muss

man keine Romane zu schreiben. 

 

Keep it simple

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Am 16.4.2017 um 17:55 , El Rapero schrieb:

Mit dem Text kann man ja ein Mammut erschlagen.

Ja.

Am 16.4.2017 um 17:55 , El Rapero schrieb:

Eigentlich muss man nur wissen, was die Atemstütze ist, wie man Sie trainiert und benötigt lediglich sein Handy, um sich selbst aufnehmen und hören zu können. Damit kann man seine Stimme und ihren Einsatz bis zur Perfektion trainieren.

Ich kann dich verstehen und stimme dir zu, dass die bewusste Wahrnehmung und das Trainieren der Stütze ein basaler Punkt im Stimmtraining ist, sogar der mMn am schwersten erlenbare.

 

Dass es aber der einzig wichtige Punkt für eine gute Stimmgebung sein soll, dem möchte ich dann doch entschieden widersprechen.

 

3940e614ce-Stimmfunktionskreis.jpg

Wie du dem Schaubild entnehmen kannst, ist Stimmgebung immer ein wechselwirkender Prozess zwischen den sechs Eckpfeilern.

Die Atmung hat dabei eine wichtige Funktion. Genau so aber auch die anderen Bereiche.

 

Oder anders ausgedrückt:

Nur weil du die Atemstütze beherrschst, hilft dir das noch nicht, wenn du Probleme mit Nuscheln, einer undeutlichen Aussprache oder der Intention (z.B. schüchterne, unsichere Sprechweise)  etc. hast.

 

Am 16.4.2017 um 17:55 , El Rapero schrieb:

Keep it simple

auch hier kann ich dich verstehen. Im oben Ausgeführten habe ich allerdings tatsächlich versucht, es relativ simpel zu lassen. Zu jedem erwähnten Bereich, habe ich einige passende Übungen zum selbst anwenden beschrieben.

 

Danke für deine Kritik. Ich hoffe, du konntest trotzdem etwas für dich mitnehmen, auch wenn dir der Text zu lang ist. 😁

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Hey SirToyTh,

 

vielen Dank für den super Beitrag. Das ist mit Abstand der beste Text, den ich zum Thema Stimmentraining im Internet gefunden habe.

Ich werde jetzt anfangen täglich meine Stimme zu trainieren und nutzen diesen Thread als Leitfaden und Übungskatalog.

 

Danke dafür!

LG

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