Wie bekommt man eigentlich ein Leben?
9 9

164 Beiträge in diesem Thema

Hallo liebe Forengemeinde!

Mir geht gerade ziemlich viel durch den Kopf und ich versuche das mal zu ordnen.

Hab mein komplettes Erwachsenen-Leben mehr oder weniger in Isolation verbracht, vor dem PC oder in der Natur. Hab bisher weder ne Beziehung noch eine Romanze gehabt. In den letzten Jahren hab ich, was meine soziale Kompetenz betrifft einen Riesensprung gemacht und jetzt fühle mich bereit, einen Schritt weiter zu gehen. Meine Ziele sind

1. Kontrolle über mein Liebesleben. Dh heißt, wenn ich in einer LTR sein will, kann ich das, wenn ich eine FB will, dann kann ich das - wobei ich deutlich zu LTR tendiere.

2. neuer Freundeskreis mit Leuten, die mich nicht aussaugen, sondern wo man Spaß hat und sich gegenseitig was gibt

3. eine neue Tätigkeit als (Life- / Business) Coach

Besonders im letzten Jahr hab ich gemerkt, dass sich das Verhalten der Frauen mir gegenüber stark geändert hat. Höre jetzt öfter solche Dinge wie "Hoffe wir sehen uns bald mal" und bekomme viel Komplimente.

Bin jetzt nach Hamburg gezogen, um gut im Game zu werden und all diese Ziele zu verwirklichen.

An manchen Tagen bin ich geradezu euphorisch, weil ich das mache, was ich im Leben machen will. An anderen Tagen wie heute bin ich irgendwie down, weil irgendwie nichts zusammenläuft.

Als ich mich neulich mit einem Fortgeschrittenen PUA getroffen hab, dachte ich, ok ich approach heute mal drei Mädels im Daygame, damit ich auch was cooles zu erzählen habe. Am Ende war es ein Mädel, aber hey besser als nichts. Dieses Mädchen hat super cool reagiert und gemeint, sie findet das toll, dass ich das mache. Das waren gute Vibrationen 🤗

Gestern dagegen lief es irgendwie nicht. Ich war alleine draussen im Club und hab mal was neues versucht und Mädels angetanzt. Eine davon hat richtig krass reagiert, das war mir fast schon unheimlich. Ihre Freundin hat sie aber, nachdem wir 10min miteinander getanzt haben, von mir entfernt 😂 Das Mädel hat mir ein Zeichen gegeben, dass sie gleich wiederkommt, aber das hat sie natürlich nicht. Hat nachher mit einem anderen Typen weitergetanzt.

Ein anderes Mädel hat mich die ganze Zeit angeguckt und da war richtig Attraktion. Seltsamerweise hat sich aber die ganze Zeit mit einem anderen Typen getanzt, während sie mich angeguckt hat und das hat mich verwirrt. Ich wollte auch mit ihr tanzen, aber das ist nix geworden. Vielleicht hätte ich etwas aggressiver sein sollen? Aber ich bin mir auch nicht sicher, was sie eigentlich wollte und ich mag es gar nicht, aufdringlich zu sein.

Dann wollte ich noch in einen anderen Club, aber das war alles zu überfüllt. Nach 1-2 Uhr ist für mich sowieso Sense. Bin nicht so der exzessive Feierer, hab gestern nicht mal ein Schluck Alkohol konsumiert.

Bin also nach Hause gegangen mit einem Gefühl, ich könnte heulen. Ich weiß nicht wieso, eigentlich ist nichts schlimmes passiert. Wahrscheinlich ist es einfach Zeit mal nichts tun und in sich zu gehen. Morgen bzw heute ist ein neuer Tag 🙂

(Sorry, das ist jetzt nicht richtig ne Frage, ist mehr wie ein Tagebuch geworden, aber schreibt mir gerne, wenn euch was dazu einfällt)

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

geschrieben (bearbeitet)

Um ehrlich zu sein - mir gruselt gerade ein wenig:

von Null auf Lifecoach in wieviel Minuten ?
Und ein total kontrolliertes Liebesleben ?

Du hast gerade den Duft der Freiheit geschnuppert - Bildlich gesprochen - Den ersten Nagel in die Wand geschlagen und möchtest die Golden-Gate-Bridge nachbauen - größer als das Orginal?
Wie wäre es wenn Du mit Punkt zwei anfängst - und wenn Du einen hablbwegs stabilen social Circle hast - weiter schaust?

Was kannst Du tun, damit Dein empfundener Selbstwert nicht von äußerer Anerkennung (z.B. anderen PUlern/Frauen) abhängt?
Wie alt bist Du und was gibt Dir das in den Club gehen.

In was für Vereinen bist Du und welche Hobbies hast Du?

Und um noch mal auf Deine Frage einzugehen ... wie bekommt man ein Leben ?  Ganz einfach ... in dem man es Lebt.

bearbeitet von C_h_o_p_i_n
4

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hey hey!

So schnell ging das ja nicht, wollte den Schritt schon seit mehr als zwei Jahren machen, wo ich zum ersten Mal mit Coaching in Berührung gekommen bin. Der Entschluss, meinen Job zu kündigen und meine Wohnung zu verkaufen kam dann letztes Jahr. Das Coach-Training, was ich letztes Jahr gemacht hab, war ganz gut und ich hab auch ein paar Leute gecoacht, aber ich hab das Gefühl, ich brauche mehr Stabilität in meinem Leben, um selber ein guter Coach zu sein.

Total kontrolliertes Liebesleben? Ich glaube, das kam falsch rüber. Es geht darum, dass ich noch nie eine Beziehung hatte und das Gefühl ist, dass ich es nicht kontrollieren kann, weil Frauen sich bisher immer von mir entfernt haben, wenn ich mehr wollte. Da ist ein fundamentaler Unterschied dazu, wenn man das Gefühl hat, man kann bestimmt innerhalb sagen wir 3-12 Monaten jemand kennenlernen, mit dem es klappt. Natürlich weiß man es nie genau, ich denke viel von der Erfülltheit des Lebens ab, das man lebt.

Vereine? Keine, ich bin seit nicht viel mehr als eine Woche in Hamburg. Hab mich jetzt erstmal für ein Schauspielkurs + ein Yogakurs angemeldet. Ein Tanzkurs folgt.

Ich bin 31 und zweifle selbst ein wenig daran, ob es richtig ist, in Clubs zu gehen. Ich probiere einfach alles mal aus. Ich bin früher nie in Clubs gewesen und will einfach gerne die Dynamiken da verstehen. Denke auch nicht, dass ich zu alt dafür bin.

Wenn mein Selbstwert von äußerer Anerkennung abhängen würde, wär ich nicht hier.

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

geschrieben (bearbeitet)

vor 5 Stunden schrieb nimbly777:

Hallo liebe Forengemeinde!

Mir geht gerade ziemlich viel durch den Kopf und ich versuche das mal zu ordnen.

Hab mein komplettes Erwachsenen-Leben mehr oder weniger in Isolation verbracht, vor dem PC oder in der Natur. Hab bisher weder ne Beziehung noch eine Romanze gehabt. In den letzten Jahren hab ich, was meine soziale Kompetenz betrifft einen Riesensprung gemacht und jetzt fühle mich bereit, einen Schritt weiter zu gehen. Meine Ziele sind

1. Kontrolle über mein Liebesleben.

....

Ich habe nicht alles gelesen, aber Punkt 1 kommt mir schon komisch vor.

Das Liebesleben kannst du doch nicht kontrollieren. Willst du alles mit einer Excel-Tabelle planen? ^^

Mehr Erfahrung und Gelegenheiten mit Frauen wären sicher erstrebenswert, um souveräner zu werden, aber "Kontrolle" halte ich für utopisch.

bearbeitet von KommodoreB
0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
8 minutes ago, KommodoreB said:

Ich habe nicht alles gelesen, aber Punkt 1 kommt mir schon komisch vor.

Das Liebesleben kannst du doch nicht kontrollieren. Willst du alles mit einer Excel-Tabelle planen? ^^

Mehr Erfahrung und Gelegenheiten mit Frauen wären sicher erstrebenswert, um souveräner zu werden, aber "Kontrolle" halte ich für utopisch.

Jetzt hängt euch doch nicht alle an diesem Wort auf 😂

Ich habe diese Formulierung mal bei datecoachingsweden gelesen und fand sie einleuchtend, in dem Kontext, dass viele Kerle dort seit Jahren ohne Beziehung sind und darauf hoffen, dass irgendwann durch einen Zufall mal eine Frau mit ihnen zusammenkommt. Es liegt also nicht in deiner Hand, ob du in den nächsten 10 Jahren Sex hast.

Kontrolle bedeutet also soviel wie: Du bist als Kerl in der Lage, Frauen anzuquatschen, auf Dates zu gehen, zu verführen und weißt auch wie Beziehungen funktionieren und warum sie scheitern. Natürlich funktioniert das nicht nach einem ABC - Schema. Dann ist man nicht mehr darauf angewiesen, dass eine Frau den ersten Schritt macht oder dass aus ner Freundschaft mal mehr wird.

Macht das jetzt mehr Sinn?

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie willst Du die Lebenserfahrung von 29 Jahren "Isolation" so schnell überwinden?
Die Entwicklung Deiner Persönlichkeit hat mit ca. 17..20 Jahren einen stabilen Zustand erreicht - Glaubenssätze und Wertesysteme geprägt.

Nur  - so von jetzt auf gleich dreht sich nicht alles um. 

Vor allem Du nimmst garnicht all das wahr wo Du bislang noch "sozial inkompatibel" tickst  - weil es Teil Deines Weltbildes ist, auf dem Dein Selbst(-Verständinis) basiert.
Du brauchst erst mal Freunde - männliche - die Dir ehrliches Feedback geben dürfen.

Ansonsten denke ich schon, dass Du auf dem richtigen Weg bist -  Theater spielen, Yoga Tanzen.

Was spricht eigentlich dagegen mal in einen Puff zu gehen und einfach mal Sex zu haben ... ? 

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
36 minutes ago, C_h_o_p_i_n said:

Wie willst Du die Lebenserfahrung von 29 Jahren "Isolation" so schnell überwinden?
Die Entwicklung Deiner Persönlichkeit hat mit ca. 17..20 Jahren einen stabilen Zustand erreicht - Glaubenssätze und Wertesysteme geprägt.

Ich erwarte das nicht. Es ist ein langer Prozess. Bin ja schon ne Weile auf dem Selbstfindungstrip und versuche täglich mein Glaubenssystem herauszufordern. Wenn ich daran denke, wo ich vor 3,5 Jahren nach Schweden gekommen bin, da war mein Wertesystem noch ein ganz anderes. Kann da gerne Beispiele nennen.

36 minutes ago, C_h_o_p_i_n said:

Vor allem Du nimmst garnicht all das wahr wo Du bislang noch "sozial inkompatibel" tickst  - weil es Teil Deines Weltbildes ist, auf dem Dein Selbst(-Verständinis) basiert.
Du brauchst erst mal Freunde - männliche - die Dir ehrliches Feedback geben dürfen.

Ansonsten denke ich schon, dass Du auf dem richtigen Weg bist -  Theater spielen, Yoga Tanzen.

Das mag richtig sein, mein Ansatz ist mich im hier und jetzt voll zu akzeptieren und einfach so "awkward" zu sein, wie ich eben gerade bin.

Für das Feedback bin ich dankbar! 🙂

36 minutes ago, C_h_o_p_i_n said:

Was spricht eigentlich dagegen mal in einen Puff zu gehen und einfach mal Sex zu haben ... ? 

Rein gar nichts. Hab auch nicht das Gefühl, dass die Frauen mich generell ablehnen. Weder als Typ noch sexuell.

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
5 hours ago, C_h_o_p_i_n said:

Was spricht eigentlich dagegen mal in einen Puff zu gehen und einfach mal Sex zu haben ... ? 

Mir fällt da noch was ein. Das ist wahrscheinlich der beste Grund, das nicht zu tun, zumindest von meinem Standpunkt aus. Für dich würde es keinen Sinn machen.

Ich rede gar nicht von irgendwelchen moralischen Vorstellungen. Ich meine die Fantasien bzw. die Vorstellungskraft. Würdest du zustimmen, dass mit dem Sexualtrieb auch viel Vorstellungskraft verbunden ist? Besonders wenn man keinen Sex hat und versucht, einen Weg zu finden, das zu ändern. Dann wird meine Vorstellungskraft sozusagen durch die falschen Dinge belegt und dadurch erzeuge ich mehr Dinge in meinem Leben, die ich gar nicht will.

In einem spirituellen Buch hab ich ein bisschen über das Konzept der Visualisierung gelesen. Wie heißt es so schön: "What is now proved was once only imagined". 

Also wenn ich den Weg den kürzesten Widerstandes gehe, wird meine Weiterentwicklung im Game fast zwangsläufig darunter leiden.

Verstehst du, was ich meine?

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Jetzt bin ich gerade wegen Magenkrämpfen ausgebremst. Hab gerade gedacht, Junge mach mal ne Pause, einen Tag später hab ich Fieber und liege flach.

Gerade, wo ich es geschafft habe, mal über ein Jahr nicht krank zu sein.

Aber egal, ich hab gelernt zu glauben, dass alles seinen Segen hat, deswegen danke ich Gott für die Krankheit! 😂

Fühle mich auch schon besser als bevor ich krank war. Also "inner state"-mäßig.

Sehe wieder euphorisch in die Zukunft. Hab mich jetzt für das Coach-Training bei der größten Coaching Schule der Welt angemeldet. Ich liebe diese Organisation und deren Modell mit jeder Faser meiner Seins. Teil von diesem Netzwerk zu sein ist eine riesige Ehre für mich. Weil alle, die ich jemals von da gesehen hab eine Aura haben, das ist schwer mit Worten zu beschreiben! Die Worte, die am nächsten kommen, sind, dass sie wunderschöne Seelen haben.

In solchen Momenten bin ich dankbar, dass mein Leben nie funktioniert hat. Dass ich mir nie was geleistet hab, wo ich mal gut Geld verdient habe. Jetzt kann ich mir leisten, was mir wirklich wichtig ist.

Jetzt bastle ich erstmal wieder an meiner Webseite.

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
On 25.3.2017 at 2:52 PM, nimbly777 said:

Das Coach-Training, was ich letztes Jahr gemacht hab, war ganz gut und ich hab auch ein paar Leute gecoacht

Ernsthaft?

8 hours ago, nimbly777 said:

Hab mich jetzt für das Coach-Training bei der größten Coaching Schule der Welt angemeldet. Ich liebe diese Organisation und deren Modell mit jeder Faser meiner Seins.

Wer ist das? NLP? Klingt wie ein Kult.

Ich weiss das anders als hier in DE das Coaching-Gewerbe offen ist. Ich finde es trotzdem verdammt unethisch wenn du Leute coachst obwohl dir selbst massiv Erfahrungen im Leben fehlen.

Überdenk das bitte dringend nochmal. Nichts ist schlimmer als ein Berater der sich selbst am Klienten kompensiert.

 

4

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
16 minutes ago, Helmut said:

Ernsthaft?

Wer ist das? NLP? Klingt wie ein Kult.

Ich weiss das anders als hier in DE das Coaching-Gewerbe offen ist. Ich finde es trotzdem verdammt unethisch wenn du Leute coachst obwohl dir selbst massiv Erfahrungen im Leben fehlen.

Überdenk das bitte dringend nochmal. Nichts ist schlimmer als ein Berater der sich selbst am Klienten kompensiert.

 

Heyhey! Lies dir doch mal die Story von dem Gründer der Master Coach University durch. Das ist eine echte Inspiration. Er hat angefangen zu coachen, als er seinen Job verloren hat und hatte nix weiter als einen Wohncontainer in einem Trailer-Park. Nicht gerade die beste Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Aber da ist der Annahmefehler. Das ist der absolut beste Zeitpunkt, um mit Coaching anzufangen. Wenn du anfängst, das Leben zu leben, was du immer gewollt hast, dann bist du ein Leader und genau darum geht es im Coaching.

Was genau meinst du damit, dass mir Erfahrungen im Leben fehlen?

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

geschrieben (bearbeitet)

1 hour ago, Helmut said:

Wer ist das? NLP? Klingt wie ein Kult.

Viele Firmen verlangen, dass man sein Training entweder bei dieser oder einer anderen angesehen Coaching-Schule gemacht hat, bevor man dort Leute coachen kann. Ein Zertifikat von dieser Schule genießt also größte Glaubwürdigkeit.

Also, wenn mein Enthusiasmus das auch nicht suggerieren mag, so ist diese Organisation doch extrem professionell.

bearbeitet von nimbly777
0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

geschrieben (bearbeitet)

4 hours ago, nimbly777 said:

Was genau meinst du damit, dass mir Erfahrungen im Leben fehlen?

Coaching im persönlichen (nicht-Business) Bereich hat normalerweise fast immer auch eine Komponente der Beziehungen mit anderen Menschen. Und da fehlen dir Jahre an Erfahrung 

Wenn einer zu dir kommt und will bessere Freundschaften oder bessere Partnerschaften erzielen, schickst du den weg? Bzw. vor welchem Hintergrund kalibrierst du deine Methode?

Auf welchem Feld willst du genau arbeiten?

Ich glaube nicht das du in AUT mit deiner Vorgeschichte zum jetztigen Zeitpunkt durch das Eignungsgespräch für den dipl. LSB oder Therapeuten kommen würdest. Business-Coaching ja, ist weniger ein Thema. Aber Life-Coach?

4 hours ago, nimbly777 said:

Wenn du anfängst, das Leben zu leben, was du immer gewollt hast, dann bist du ein Leader und genau darum geht es im Coaching.

Für mich sollte ein Coach erfolgreich in den Dingen sein über welche er anderen Leuten was erzählt.

13 hours ago, nimbly777 said:

In solchen Momenten bin ich dankbar, dass mein Leben nie funktioniert hat.

Klingt halt nach einer seltsamen Basis für einen Life-Coach. Und die Heldenverehrung einer kommerziellen Institution passt da für mich auch nicht rein, gerade bei amerikanischen gebrandeten Systemen is viel Kacke am Markt und viel inhaltslose Show.

bearbeitet von Helmut
1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
12 hours ago, Helmut said:

Coaching im persönlichen (nicht-Business) Bereich hat normalerweise fast immer auch eine Komponente der Beziehungen mit anderen Menschen. Und da fehlen dir Jahre an Erfahrung 

Wenn einer zu dir kommt und will bessere Freundschaften oder bessere Partnerschaften erzielen, schickst du den weg? Bzw. vor welchem Hintergrund kalibrierst du deine Methode?

Auf welchem Feld willst du genau arbeiten?

Ich glaube nicht das du in AUT mit deiner Vorgeschichte zum jetztigen Zeitpunkt durch das Eignungsgespräch für den dipl. LSB oder Therapeuten kommen würdest. Business-Coaching ja, ist weniger ein Thema. Aber Life-Coach?

Für mich sollte ein Coach erfolgreich in den Dingen sein über welche er anderen Leuten was erzählt.

Klingt halt nach einer seltsamen Basis für einen Life-Coach. Und die Heldenverehrung einer kommerziellen Institution passt da für mich auch nicht rein, gerade bei amerikanischen gebrandeten Systemen is viel Kacke am Markt und viel inhaltslose Show.

Ich verstehe immer noch nicht, was ist das denn mit meiner Vorgeschichte? Es ist ja nicht, als ob ich keine persönlichen Beziehungen hatte. Tolle innige Freundschaften hatte bzw. habe ich einige. Und ich bin auch ein wenig stolz darauf, heute so ein liebendes Verhältnis zu meinen Eltern zu haben.

Das mir bezüglich Frauen einiges an Beziehungserfahrung fehlt, ok. Ich arbeite an mir, deswegen bin ich ja hier.

Ich bin auf dem Weg, die Dinge zu lernen, die ich in mein Leben integrieren muss, bevor ich ein guter Coach sein kann (wie ich auch oben schon schrieb). Lerne gerade ein neues Universum jeden Tag! Auch wenn ich jetzt als Coach für dich eher unattraktiv bin, lenke ich mein Leben sehr couragiert in die richtige Richtung. Das tue ich schon seit geraumer Zeit. Und das ist genau das, was meine Klienten von mir erwarten. Durch den Kontrast bin ich am Ende in der Lage mehr zu sehen als andere.

Wo liegt denn deiner Meinung nach der Unterschied im Business- und Life-Coaching? Glaubst du nicht, dass im Business-Coaching genauso ein Fokus auf persönlichen Beziehungen liegt? Wie Simon Sinek so schön sagte: "Business is not about making money, it is about relationships. If you don't understand people, you don't understand business." Also da beißt sich die Katz inn' Schwanz 😂

Im Gespräch mit einem Betreuer der Coaching-Schule, wo ich das Training mache, hab ich erfahren, dass es üblich ist, dass man seinen persönlichen Coaching-Stil erst mit der Zeit entwickelt und die Klienten findet, die zu einem passen. Die stehen für einen ganzheitlichen Ansatz.

Ich denke, die Leute sollten ihrem persönlichen Gefühl vertrauen, ob ich als Coach für sie in Frage komme. Ich bin offen damit, wer ich bin und was ich so erlebt habe. Wenn sie das Gefühl haben, das passt nicht, sind sie frei zu jemand anders gehen. Wenn ich das Gefühl habe, ich kann ihnen nicht helfen, werde ich das kommunizieren und ihnen jemand anders empfehlen.

Wenn ich lese, was du schreibst klingt es so, als ob ich den Kopf in den Sand stecken sollte und meine Ziele aufgeben, weil mein Leben nicht perfekt ist. Ich hab mich nunmal für Coaching entschieden und das ist 100% eine Entscheidung aus Leidenschaft. Was würdest denn vorschlagen anders als, was ich jetzt eh schon tue?

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
43 minutes ago, nimbly777 said:

Es ist ja nicht, als ob ich keine persönlichen Beziehungen hatte. Tolle innige Freundschaften hatte bzw. habe ich einige.

Dann hast du irreführend formuliert wenn du schreibst dein erwachsenes Leben war Isolation vorm PC.

45 minutes ago, nimbly777 said:

Was würdest denn vorschlagen anders als, was ich jetzt eh schon tue?

Zuerst mal deine eigenen blinden Flecken zu entdecken und die tieferliegenden Ursachen zu bearbeiten. Zb. warum du mit 31 nie eine feste Beziehung hattest, was da dahinter steckt und was du noch lernen musst damit du ein gutes Beziehungsleben führen kannst. Oder warum dein alter Freundrskreis dich aussaugen konnte. Oder warum "dein Leben nie funktioniert hat".

Wenn du das weisst und ändern kannst, dann wirst du eher weniger Gefahr laufen deinen Klienten deine eigenen blinden Flecken umzuhängen. Oder in Projektionen zu verfallen.

54 minutes ago, nimbly777 said:

Ich hab mich nunmal für Coaching entschieden und das ist 100% eine Entscheidung aus Leidenschaft.

Kannst du konkret sagen woher diese Leidenschaft kommt? Worauf genau sie basiert?

56 minutes ago, nimbly777 said:

Wo liegt denn deiner Meinung nach der Unterschied im Business- und Life-Coaching?

Business-Coaching beinhaltet normalerweise einen deutlich geringeren Anteil an Persönlichkeitsentwicklung.

Wenn es kein Geheimnis ist würd ich echt gern wissen welche konkrete Schule dich da so begeistert.

1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

geschrieben (bearbeitet)

1 hour ago, Helmut said:

Zuerst mal deine eigenen blinden Flecken zu entdecken und die tieferliegenden Ursachen zu bearbeiten. Zb. warum du mit 31 nie eine feste Beziehung hattest, was da dahinter steckt und was du noch lernen musst damit du ein gutes Beziehungsleben führen kannst. Oder warum dein alter Freundrskreis dich aussaugen konnte. Oder warum "dein Leben nie funktioniert hat".

Wenn du das weisst und ändern kannst, dann wirst du eher weniger Gefahr laufen deinen Klienten deine eigenen blinden Flecken umzuhängen. Oder in Projektionen zu verfallen.

Kannst du konkret sagen woher diese Leidenschaft kommt? Worauf genau sie basiert?

Business-Coaching beinhaltet normalerweise einen deutlich geringeren Anteil an Persönlichkeitsentwicklung.

Wenn es kein Geheimnis ist würd ich echt gern wissen welche konkrete Schule dich da so begeistert.

Ich kenne die Ursachen eigentlich ganz gut.

Ich war schon als Teenager gestresst und total überfordert vom Alltag. Da spielen eine Menge akkumulierte Glaubenssätze rein, die sich bis zu meinen späten Mittzwanzigern angesammelt haben. Schaut man in meine Familie, kann man viele Ursachen finden. Aber ich würde sagen, der wichtigste Grund ist Hochsensibilität.

In den letzten Jahren hab ich gelernt, meine Sensibilität mehr zu achten und gesunde Grenzen zu setzen. Das ist auch die Lektion, die ich zu jeden Tag zu lernen habe: Zu mir stehen, was mir wichtig ist und Grenzen setzen, andern Leuten beibringen, wie sie mich zu behandeln haben.

Hab gelernt, dass Sensibilität nichts ist, was man verstecken sollte. Es hat wie alles zwei Seiten. Die gute Seite ist, dass ich damit enormes Potenzial habe, anderen (und mir selbst auch) effektiv zu helfen.

Ich bin auf Coaching gekommen durch Spiritualität. Beschäftige mich seit mehr oder weniger drei Jahren intensiv damit. Der Grund ist, dass ich zwar nen guten Job hatte und eine Gastfamilie, mit der ich mich super verstand und trotzdem war mein Arbeitsalltag so unglaublich zehrend, dass ich schon nach 6 Monaten nicht mehr konnte und aufgrund Burnout eine kleine Auszeit genommen hab. Ich hatte diesen Einfall, dass es mir sch**ßegal ist, was andere von mir denken, ich will Liebe erleben! Und dann hab ich etwas gefunden, was den Stein ins Rollen brachte und mich dazu gebracht hat, mein Glaubenssystem täglich herauszufordern.

Irgendwann hab ich dann durch Zufall Coaching entdeckt und gemerkt, dass das von den Werten sehr ähnlich ist wie die spirituellen Lehren, die ich in mein Leben integriert hab. Besonders in das "Co-Active Coaching" Modell hab ich mich verliebt. Das war so ein Blitz der Erkenntnis, wenn man plötzlich etwas liest, was man sein ganzes Leben gesucht hat. Etwas, was so viel Sinn macht, wie noch nie irgendwas Sinn gemacht hat. Nicht mal in meinem Mathematik Studium haha 😂

Ich bin fasziniert von dieser Idee, mein Skill im Zuhören auf ein meisterhaftes Level zu bringen. Ich bin fasziniert von der Idee, meine Intuition nutzen zu lernen, um Menschen zu Transformation zu verhelfen. Ich bin fasziniert vom "Level 3 Listening", was das Modell als eine Art Szenario beschreibt, wie als ob man zusammen im Zentrum des Universums ist, während man vollen Fokus auf die Story des Klienten hat. Ich habe das mit meiner ersten Coach-Trainerin erlebt, wo ich sie mal gecoacht habe, das ist sehr intensiv und erfüllend. Ich bin fasziniert von der Idee, voll gegenwärtig zu sein und das als meinen Berufsalltag zu erleben. Ich bin fasziniert von der Idee, wenn ich Leuten helfe, ihr Leben zu verändern und wie ich mit ihnen feiere und wie stolz ich dann auf sie bin.

Ich bin überzeugt, dass diese Skills auszubauen ein persönlicher Segen ist. Ich will auch aus rein egoistischen Gründen mich in dieser Hinsicht mein Leben lang weiterentwickeln. Fragen wie: Wie findet man zu Balance? Wie lebe ich gesund und ausgeglichen? Was brauche ich im Leben? Wie kann ich der Gesellschaft wirklich nützlich sein? Das sind die Fragen, die mich wirklich interessieren, deswegen Coaching.

Die Schule heißt CTI, kurz für Coaches Training Institute. In Deutschland werden Kurse von CTI über eine Dachorganisation namens Schouten Global angeboten.

Hier ist ein kurzes Video, was deren Modell beschreibt: Co-Active

bearbeitet von nimbly777
0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Du zahlst da 10.000USD dafür???

Faszinierend... vor allem das es keine Artikel im Netz dazu gibt die nicht von den Erfindern und Verkäufern dieses Systems stammen. Also keine wissenschaftlichen Evaluierungen, keine Methodikdiskussionen... nichtmal einen Wiki-Eintrag finde ich.

Keine Referenzen zu anderen wissenschaftlich anerkannten Methoden wie zb. beim systemischen Coaching.

Schaut für mich nach klassischer Pyramidenvertriebsstruktur aus, analog NLP. Gebrandete Methode die großflächig beworben und verkauft wird, mit Early-Signup Rabatte (also Buy-In vor der ersten Stunde), und zur Zertifizierung musst du mit jemand arbeiten der selbst Teil von dem System ist.

Dazu passt irgendwie deine Verehrung der "schönen Seelen". Tolles Netzwerk, Ehre dabei sein zu dürfen etc...

Mach halt. Ich bin grad wieder dankbar über die klaren österreichische Therapie- und Gewerbegesetze.

 

 

3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
1 minute ago, Helmut said:

Du zahlst da 10.000USD dafür???

Faszinierend... vor allem das es keine Artikel im Netz dazu gibt die nicht von den Erfindern und Verkäufern dieses Systems stammen. Also keine wissenschaftlichen Evaluierungen, keine Methodikdiskussionen... nichtmal einen Wiki-Eintrag finde ich.

Keine Referenzen zu anderen wissenschaftlich anerkannten Methoden wie zb. beim systemischen Coaching.

Schaut für mich nach klassischer Pyramidenvertriebsstruktur aus, analog NLP. Gebrandete Methode die großflächig beworben und verkauft wird, mit Early-Signup Rabatte (also Buy-In vor der ersten Stunde), und zur Zertifizierung musst du mit jemand arbeiten der selbst Teil von dem System ist.

Dazu passt irgendwie deine Verehrung der "schönen Seelen". Tolles Netzwerk, Ehre dabei sein zu dürfen etc...

Mach halt. Ich bin grad wieder dankbar über die klaren österreichische Therapie- und Gewerbegesetze.

 

 

Das mit der Pyramidenstruktur kann stimmen, weiß nicht. Muss ja nichts schlechtes sein.

Ein gutes Coach Training kostet halt was. Ich hab mir genauestens durchgelesen, was mich erwartet plus mit einer Beraterin telefoniert und dann mein Bauchgefühl entscheiden lassen.

NLP ist aber kein Netzwerk, sondern eine Methode?! Übrigens, hab gerade mal wiki gefragt und die meint über systemisches Coaching:

Quote

Es wird von einigen Kritikern als eine Wortschöpfung verschiedener kommerzieller Anbieter und Verbände zu Werbezwecken bezeichnet. Sie diene der Abgrenzung (Differenzierung) gegenüber konkurrierenden Coaching-Anbietern. Validierte Studien über die Wirksamkeit liegen nicht vor.

Steht drüber, dass die Neutralität umstritten ist, ok. Aber das mit dem wissenschaftlichen anerkannt scheint zweifelhaft.

Ja, die schönen Gesetze und alles hat seine Ordnung hahaha 😂 Ich bin ja auch ein Freund des Universalismus. Mein Problem ist, den Trade-Off zwischen Lean Development und Qualitätssicherung zu balancieren.

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Übrigens machen viele bei CTI nur die Fundamentals und da zahlen sie keine 10.000USD, sondern 1.170USD, soweit ich weiß. Die 10.000USD beinhalten Fundamentals + Intermediate (4 Module) und das Zertifikationsprogramm.

Überzeugt hat mich nicht CTI in erster Instanz, sondern deren Coaches, die ich im Netz gefunden habe. Die Bücher, die sie geschrieben haben + Artikel auf linkedin veröffentlicht + youtube Videos. Dieses Material hat zu großen Teilen das gleiche unterliegende Wertesystem, das merkt man und das hab ich dann in dem Buch "The Co-Active Coaching Model" gefunden.

Ich sage nicht, dass ein Training dort mich zum Coach macht, das muss ich selber in die Hand nehmen. Betreuer dort zu haben, die sich meine Band-Mitschnitte anhören und mir Feedback geben könnte hingegen sehr hilfreich sein!

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

geschrieben (bearbeitet)

Systemische Konzepte sind in der Psychologie zumindest etabliert. Das Co-actirgendwas nicht.

Es gibt in der "Mit Leuten arbeiten" Branche einen Arsch voller Anbieter die irgendwelchen Methoden-Mischmasch bauen und branden, dann werden Gütelogos erfunden, zertifizieren sich damit selbst in nichtssagender Weise. Zur Weitergabe sind dann wieder nur Lizenznehmer berechtigt. Das sind alles gekapselte Ökosysteme wo vorrangig nicht an Coaching verdient wird sondern vor allem an den Seminaren und Workshops. NLP war so der Vorreiter dieser Systematik.

Aufällig dabei ist eben das es zu deinem Zeug nichts gibt, keine Websites, Bücher, Blogs, die nicht vom Anbieter irgendwie gebunden sind. 

Die Ironie ist das du in AUT für unter 6K eine fundierte staatlich anerkannte Ausbildung kriegst, unabhängig von einem bestimmten Anbieter, mit einer sehr weitgehenden Tätigkeitsberechtigung. Basierend auf einem Katalog aus klassischen psychotherapeutischen Methoden die wissenschaftlich etabliert sind, mit 500+ Stunden (65+ Tage) im Lehrsaal inklusive.

Bei deinem kriegst um das Geld fünf Wochenend-Seminare und ansonsten nur Online "Schulungen" wenn ich das richtig sehe. Die Arbeit mit deinem Betreuer (der klarerweise gezahlt hat damit er von denen zertifiziert ist) darfst dir natürlich selbst zusätzlich zahlen.

Also irgendwas ist da schon bissl seltsam oder? 

bearbeitet von Helmut
2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
1 minute ago, Helmut said:

Systemische Konzepte sind in der Psychologie zumindest etabliert. Das Co-actirgendwas nicht.

Es gibt in der "Mit Leuten arbeiten" Branche einen Arsch voller Anbieter die irgendwelchen Methoden-Mischmasch bauen und branden, dann werden Gütelogos erfunden, zertifizieren sich damit selbst in nichtssagender Weise. Zur Weitergabe sind dann wieder nur Lizenznehmer berechtigt. Das sind alles gekapselte Ökosysteme wo vorrangig nicht an Coaching verdient wird sondern vor allem an den Seminaren und Workshops. NLP war so der Vorreiter dieser Systematik 

Die Ironie ist das du in AUT für unter 6K eine fundierte staatlich anerkannte Ausbildung kriegst, unabhängig von einem bestimmten Anbieter, mit einer sehr weitgehenden Berufsberechtigung. Basierend auf einem Katalog aus klassischen psychotherapeutischen Methoden die wissenschaftlich etabliert sind, mit 500+ Stunden (65+ Tage) im Lehrsaal inklusive.

Bei deinem kriegst um das Geld fünf Wochenend-Seminare und ansonsten nur Online "Schulungen" wenn ich das richtig sehe. Die Arbeit mit deinem Betreuer (der klarerweise gezahlt hat damit er von denen zertifiziert ist) darfst dir natürlich selbst zusätzlich zahlen.

Also irgendwas ist da schon bissl seltsam oder? 

 

Nein, eigentlich nicht 😂

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe das Gefühl, wir könnten uns da stundenlang drüber unterhalten und immer noch im Kreis drehen.

Zum einen, Coaching ist keine Psychologie. Da gibt es einen fundamental anderen Ansatz. Coaches sind auch keine Berater oder Therapeuten. Das muss man auseinanderhalten können.

Psychologie ist die Lehre der Psyche. Coaching kommt von Coach, also Kutsche, einem Transportgerät, dass einem von A nach B bringt. Bei dem einen geht es um Wissen, bei dem anderen geht es um etwas zu Tun, nämlich menschliche Transformation, einen von A nach B zu bringen.

Genauso sind Therapeuten auch keine Coaches und umgekehrt. Bei Therapeuten gibt es ein Problem, dass man mit Methode A, B und C behandeln kann. Coaching hingegen ist eher eine Kunst. Also es gibt auch Modelle, Werkzeuge und Tools klar. Der fundamentale Unterschied ist, dass (zumindest Co-Active) Coaches einen ganzheitlichen Ansatz haben und man mehr ist als sein Problem, sein Ziel oder seine Krankheit.

Ich persönlich würde mich um nichts in der Welt auf eine Ausbildung oder ein Studium einlassen wollen. Diplom ist ja schön und gut. Aber da werden meine Interessen nicht vertreten.

Was meinst du, der Anbieter hat keine Websites oder Bücher gebunden? Klar haben die eine Webseite und das Buch "The Co-Active Coaching Model". Wo ist da der Widerspruch?

0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

geschrieben (bearbeitet)

Und mit dem wissenschaftlich etabiliert, das ist so ein schönes Totschlag Argument.

Ich hab hier einen wissenschaftlichen Artikel, der die Wirksamkeit des Co-Active Modells in Bezug auf heutige Hirnforschung beschreibt. Also es gibt da auch Leute, die da forschen und sich Gedanken machen.

Zitat:

Quote

Current research in neuroscience provides mounting evidence that the philosophy and tools of the Co-Active Model are in powerful alignment with what is known about effective brain development.

The Co-Active cornerstones provide a strong undergirding philosophy of human effectiveness through their focus on wholeness, creativity, presence and transformation. By standing firmly on this foundation, the Co-Active Coach is positioned to engage the client’s brain in ways that create openness, creativity and the optimal environment for neuroplasticity, leading to lasting, transformative change.

The Co-Active principles offer the coach a variety of ways to help their client move out of reaction and create new possibilities for moving forward. The tools of each principle can be linked to neuroscientifically proven stress-reduction techniques, right-left hemisphere integration, and, again, neuroplasticity.

The Co-Active contexts provide ever-present skills to the coach to help him or her work with the client’s brain in highly effective ways, no matter which principle they may be using. They promote integration, body awareness, flexibility between the right and left hemisphere and maximized client creativity.

The entire Co-Active Model weaves all these together in a beautiful dance of ongoing learning, growth and development. By working in this model, Co-Active Coaches are highly effective partners in the transformational process. And because Co-Active Coaching also holds a fundamental value of “walking the talk”, the coach’s own brain is learning, expanding and developing itself through the use of these processes and tools, and embodiment of the Co-Active Way. 

Link: Neuroscience Research Supports the Efficacy of the Co-Active Model

bearbeitet von nimbly777
0

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

geschrieben (bearbeitet)

LOL.

Dir ist klar das dieser "wissenschaftliche Artikel" von einer Person geschrieben wurde die selber nach dem System "zertifiziert" ist? Und für den Anbieter arbeitet? Und sonst keine wissenschaftlichen Titel aufweist? Und der Artikel mit dem Logo der Firma gebrandet ist, und gehostet auf deren Website? Pures Werbematerial?

Quote

Ann Betz is on the faculty of the Coaches Training Institute (CTI) of San Rafael, California, where she also serves on the advisory team to the president and as the CTI neuroscience consultant.

Also deine beste Referenz zu dem System ist das was der Anbieter selbst behauptet? Und das meinte ich ja: Du findest keine Websites oder Bücher die nicht dem Anbieter zuordenbar sind. Es gibt keinerlei unabhängige Betrachtung dieser Methode. Die Tatsache dass dir dies offenbar gar nicht auffällt lässt mich wiederrum zweifeln wie gut du allgemein dich informiert hast.

 

2 hours ago, nimbly777 said:

Zum einen, Coaching ist keine Psychologie. Da gibt es einen fundamental anderen Ansatz. Coaches sind auch keine Berater oder Therapeuten. Das muss man auseinanderhalten können.

https://www.growingself.com/difference-between-coaching-and-counseling/

Lies mal die Seite da oben. Die Dame sagt es eh ziemlich deutlich und umfassend, inklusive aller Probleme und Fallstricke. Coaches und Counselors (Berater) arbeiten tendenziell mit den gleichen Personen an den gleichen Situationen. Der Unterschied ist das du als Coach im Prinzip (und hier werden in der Praxis leider laufend Grenzen überschritten) nur mit Personen arbeiten solltest die emotional okay sind. Ein Beispiel:

Über deine Website als Life-Coach kommt ein Klient zu dir mit dem Wunsch bessere Beziehungen mit Frauen zu führen, besser flirten zu lernen. Abgesehen davon dass du da selbst keine Erfahrung hast... Nehmen wir an der versteckte Hintergrund des Klienten ist sein extrem negatives Selbstbild weil er in der Kindheit diverse Erlebnisse durch seine Eltern hatte die ihm ein sehr geringes Selbstwertgefühl implantiert haben. Gibt's hier im Forum jeden Tag so jemand. Er ist also emotional nicht okay, er fühlt sich nicht gut mit sich selbst. So, was machst du jetzt als Coach? Wirst du das überhaupt erkennen können? Du kannst ihm natürlich praktische Übungen geben und Ratschläge zum Flirten, du kannst mit ihm drüber sprechen wie man gute Beziehungen führt und ihm das alles erklären und Motivationsimpulse schicken. Aber früher oder später braucht er jemand der seine problematischen alten Hintergründe aufknöpft weil er sich sonst selbst im Weg steht. Er braucht jemand der ihm hilft seine Persönlichkeit zu entwickeln und seinen Selbstwert zu entdecken. Dann bist du aber sofort beim Counseling (psychosoziale Beratung). Kannst du das dann, als lediglich gelernter Coach? Oder schickst du den dann weiter? Therapie wäre übrigens wenn diese emotionalen Probleme in ihrer Höhe und Art krankheitswertig sind. Dann musst du sowieso die Finger davon lassen.

Also ich kann offenbar Therapie, Beratung und Coaching auseinanderhalten, ja. Ich weiß aber auch das du in der Praxis ständig mit Leuten konfrontiert bist die mehr als eines davon brauchen werden. Und das es wichtig ist zu erkennen wann welche Form der Arbeit notwendig ist. Beinhaltet deine geplante Ausbildung die Identifikation von krankheitswertigen Persönlichkeitsstörungen (Depression, Borderline, Narzissmus etc...) ? Kannst du so jemand zuverlässig erkennen und weiterverweisen? Oder läufst du Gefahr jemand zu coachen (du bist ja jetzt schon aktiv tätig, oder?) der eigentlich eine Therapie brauchen würde, der aber bei dir Zeit und Geld verschwendet bzw. schlimmstenfalls sogar tiefer in sein Problem geht? Beinhaltet deine geplante Ausbildung zb. entsprechende Methoden der Krisenintervention falls einer deiner Klienten ein akutes Problem erfährt in der Zeit wo er regelmäßig mit dir arbeitet?

2 hours ago, nimbly777 said:

Ich persönlich würde mich um nichts in der Welt auf eine Ausbildung oder ein Studium einlassen wollen... Aber da werden meine Interessen nicht vertreten.

Du willst mit Leuten arbeiten die ihr Leben in den Griff kriegen wollen und potentiell tiefere Probleme mit sich rumschleppen, aber bloß bei Gott nicht eine fundierte Ausbildung oder Studium absolvieren? Was sind denn deine Interessen die da nicht vertreten würden?

Und wo ist deine Qualitätssicherung das du nicht zb. deine eigenen Probleme unterbewusst durch deine Klienten bearbeitest?

 

Schau, ich will hier auch gar nicht ewig mehr mit dir im Kreis reden. Im deutschen Recht darfst du das machen, akzeptiere ich. Sag ja, bin froh das es hierzulande anders ist.

Mein Gefühl ist halt du hast da etwas gefunden (bzw. dir etwas verkaufen lassen in einer Zeit wo du selbst noch nicht wirklich mit dir im Reinen warst) was in Wirklichkeit ein sehr minimalistisches und dafür aber extrem teures Toolset ist, und gehst damit jetzt in die Welt und willst den Leuten erklären wie ihr Leben super wird. Während du gleichzeitig dein eigenes Leben noch nicht im Griff hast. Geht sich für mich ethisch alles nicht aus.

bearbeitet von Helmut
2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Meine Meinung zu dem Coachingthema: 

Lass Dich niemals(!!) von etwas abbringen, an das Du glaubst. 

Du kannst das kritisch hinterfragen. Du kannst Dir kritische Meinungen anhören. Aber gehe einfach Deinen Weg.
Fährst Du besser mit im Leben. 

1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.


Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.


Jetzt anmelden
9 9