Kind und Trennung // Erfahrungen, Kosten, PU

50 Beiträge in diesem Thema

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Hallo Thalim,

Hut ab, du scheinst dass sehr strukturiert und organisiert geregelt zu haben. Respekt.

 

In der Tat ist das Ego das größte Problem bei der Trennung. Das schaffen nicht viele hier zurückzustecken zum Wohle des Kindes.

Die Kosten werden mit höherem Alter des Kindes noch steigen. Die nächste Nagelprobe wird dann eine feste Beziehung, womöglich mit weiteren Kindern mit einem neuen Partner sein.

 

Ich drücke dir die Daumen dass du weiter eine kindgerechte Lösung findest und du dabei nicht zu kurz kommst. 

 

LG Hulahoop

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Was du beschreibst, klingt wirklich toll und ich finde es schade, dass es viele Paare nicht schaffen, diesen Weg zu gehen. Meinen Ex-Partner und mich eingeschlossen.

Ich hätte es mir für meinen Sohn sehr gewünscht, dass wir es hin kriegen, leider war die Beziehung schon vor der Geburt nicht einfach und nach 3 Wochen ist sie komplett zerbrochen, er hat damit auch den Kontakt zu seinem Sohn abgebrochen. Der ist inzwischen 1 1/2 und hat einen tollen Ersatzpapa, ich kann mich wirklich nicht beschweren.

Mal eine Frage anbei, was geht in Männern vor, die den Kontakt zu ihren Kindern komplett abbrechen? Könnt ihr mir dazu ein paar Gedanken geben? Ich habe ihn, nachdem ich ihn wirklich angefleht habe, sich um seinen Sohn zu kümmern, gebeten, wenigstens einen Brief zu schreiben, damit ich es dem Kleinen irgendwann leichter machen kann, es irgendwie zu verstehen, auch das hat er mir verwehrt.

Mein Sohn hat einen Papa aber vielen Kids geht es anders. Wäre toll wenn dazu was käme.

 

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Gast
vor 47 Minuten, Lavieenrose schrieb:

Was du beschreibst, klingt wirklich toll und ich finde es schade, dass es viele Paare nicht schaffen, diesen Weg zu gehen. Meinen Ex-Partner und mich eingeschlossen.

Ich hätte es mir für meinen Sohn sehr gewünscht, dass wir es hin kriegen, leider war die Beziehung schon vor der Geburt nicht einfach und nach 3 Wochen ist sie komplett zerbrochen, er hat damit auch den Kontakt zu seinem Sohn abgebrochen. Der ist inzwischen 1 1/2 und hat einen tollen Ersatzpapa, ich kann mich wirklich nicht beschweren.

Mal eine Frage anbei, was geht in Männern vor, die den Kontakt zu ihren Kindern komplett abbrechen? Könnt ihr mir dazu ein paar Gedanken geben? Ich habe ihn, nachdem ich ihn wirklich angefleht habe, sich um seinen Sohn zu kümmern, gebeten, wenigstens einen Brief zu schreiben, damit ich es dem Kleinen irgendwann leichter machen kann, es irgendwie zu verstehen, auch das hat er mir verwehrt.

Mein Sohn hat einen Papa aber vielen Kids geht es anders. Wäre toll wenn dazu was käme.

 

Erstmal ist ein Ersatzpapa kein Papa fürs Kind, sondern meist eben nur Partnerersatz und Hilfe für die Mutter (kannst Du dich schnell mal kümmern....), es ist auch wichtig dieses seinem Kind zu Kommunizieren dass es eben nur der neue Partner ist und eben nicht der Papa.

Dann kommt es darauf an, warum die Beziehung gescheitert ist, war der Vater mit der neuen Rolle als Papa überfordert? Warum wurde dann ein Kind gezeugt? oder hat sich die Mutter getrennt, was sehr viel häufiger vorkommt..

Bei mir war letzteres der Fall, von heut auf morgen ohne richtigen Grund ist sie mit Kind abgehauen, heute weiss ich dass ich falsch gescreent habe, unsere Beziehung war vorher schon auf wackeligen Beinen. Ich hätte alles getan um die Beziehung zu retten, allein schon für meine Tochter, aber meine Ex Frau blockte alles ab.
Ich sehe meine Tochter jedes zweite Wochenende, da hab ich sie Samstag und Sonntag. Ich versuche an den We eine schöne Zeit zu verbringen, rede vor Ihr nicht schlecht über die Mutter, zahle Kindesunterhalt pünktlich, hole sie pünktlich ab, und lege auch sonst keine Steine in den Weg, achte aber darauf, dass es meiner Tochter gut geht, worauf ich Einfluss habe.
Jetzt kommt das Ego ins Spiel, sie hat mich verlassen und mir mein Kind entzogen, nur wer selbst Kinder hat und liebt kann vielleicht nachempfinden welcher Schmerz es ist, diese nicht täglich sehen zu können und die Entwicklungsschritte mitzubekommen.
50:50 würde für meine Ex nie in Frage kommen und für mich zeitlich auch fast nicht realisierbar. Also bleibt es wie momentan geregelt. Es schmerzt alle 14 Tage zur Wohnung meiner Ex zu fahren, wo sie mit Ihrem neuen Lebenspartner zusammenlebt um meine Tochter zu holen, aber die Momente wo mich meine Tochter sieht und zu mir herläuft und Papa ruft sind durch nichts zu ersetzen. Sonntag Abend wenn ich sie zurückbringe geht dann das Weinen los, weil sie weis, jetzt kommt wieder eine lange Zeit ohne Papa. Da frage ich mich manchmal schon, warum habe ich mich auf ein Kind eingelassen, mit einer Frau die alles andere als psychisch stabil war/ist? Alle Anzeichen sprachen dagegen, aber mein Wunsch nach Familie war einfach zu gross, also mein Fehler und deshalb tue ich mir das alles an und versuche ein guter Papa zu sein.
Kommunikation mit der Mutter findet nur noch schriftlich per Mail oder Sms statt, allein schon, damit ich für später alles schwarz auf weiss habe, mündliche Kommunikation funktionierte nicht. Beim Abholen und Bringen gibt es auch kein Hallo mehr, zu gross ist die Gefahr ein Gespräch könnte beginnen mit gegenseitigen Vorwürfen, also bleibt nur das Schweigen.
Ansätze von meiner Ex Frau man könnte ja den Geburtstag der gemeinsamen Tochter gemeinsam feiern, wollte ich mich drauf einlassen und prompt kam gleich wieder die Absage. Auf solche Spielchen habe ich keinen Bock.

Egal was man macht, es ist sowieso falsch!

Der Schmerz das eigene Kind nur selten zu sehen und die regelmäßige Konfrontation mit der Mutter also Ex-Partnerin erfordert einem alles ab. Da ist es leichter den Kontakt komplett abzubrechen und sich dem Schmerz nicht mehr auszusetzen. Ich für mich habe den Weg gefunden, soviel Kontakt mit meinem Kind wie möglich und so wenig wie nur unbedingt nötig mit meiner Ex-Frau.

Wenn Väter ihre Kinder nicht mehr sehen wollen, dann meist aus dem Grund sich selbst zu schützen um emotional stabil zu bleiben, und nicht sich vor Verantwortung zu drücken. Also liebe Frauen, überlegt euch gut mit wem Ihr Nachwuchs plant, denn Kinder kann man nicht einfach mal schnell trennen. Meine Tochter leidet sehr darunter und ich hätte Ihr alles andere als das gewünscht.

Wie heisst es so schön: "Ein Papa kann vieles ersetzen, aber nichts kann den Papa ersetzen"

Schönen sonnigen Tag.
 

bearbeitet von Gast

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Das Wechselmodell ist in Deutschland eher die Ausnahme und das liegt sicherlich nicht nur an den Müttern. Das hat viele Gründe. Oft war vor der Trennung die Mutter die Hauptbindungsperson und hat den Alltag geregelt. Kleinere Kinder müssen nach dem Kindergarten oder Grundschule betreut werden. Das ist neben einem Vollzeitjob schwer hinzukriegen. Der Urlaub geht auf die (halben) Ferien drauf. Ein soziales Netz ist sehr wichtig.

Irgendwo habe ich gelesen dass das Wechselmodell von Eltern ausgesucht wird die sich entweder sehr gut verstehen oder eben gar nicht. Das heißt im Nichtloslassen-Können oder Machtkämpfen feststecken. Falls man sich nicht in der Beziehung schon voneinander komplett entfernt hat ist eine Trennung immer emotional. Da die Paarebene von der Elternebene zu trennen fällt schwer. Und durch die zwei Nester werden Dinge ständig hin- und hergetragen, Absprachen müssen permanent getroffen werden, der/die Ex läuft einem ständig über den Weg. Die Ablösung ist um ein Vielfaches schwieriger. Neben den Vorteilen also durchaus auch Nachteile.

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Gast El Rapero

Ganz Ehrlich: Respekt! Ich ziehe meinen Hut. ENDLICH mal Einer, der sowas richtig, zum Wohle des Kindes angeht.

Die Trennungen, die ich mitbekommen habe, liefen bei Weitem nicht so vernünftig und geregelt.

 

So Leute wie Dich braucht die PU Community.

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vor 7 Stunden, Neice schrieb:

Und schon hast Du das Thema Unterhalt drin. Klar muss die Frau mit verdienen, wenn das Kind im Kindergarten oder der Schule ist. Aber manche wehren sich da mit Händen und Füßen. Weil das ist ja so stressig und ihr Kind ist verhaltensauffällig und kompliziert und braucht besondere Betreuung. Da habe ich schon Urteile gelesen (vor allem Bayern ist sehr speziell) wo der Kindsvater argumentiert hat, dass die Frau nun arbeiten kann, weil das Kind 16 Jahre alt ist und nun 1 Jahr Austausch in den USA macht. Nein. Kann sie nicht. Weil auch wenn das Kind nicht bei der Mutter wohnt, muss es betreut werden. 

Hallo,

sind das Fälle vor 2008? Seit der Novelle des Familienrechts 2008 hat sich ja im Grunde alles geändert und ist wesentlich günstiger für den Mann geworden.

Grüsse

Kenjii

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vor 35 Minuten, werer schrieb:

Erstmal ist ein Ersatzpapa kein Papa fürs Kind, sondern meist eben nur Partnerersatz und Hilfe für die Mutter (kannst Du dich schnell mal kümmern....), es ist auch wichtig dieses seinem Kind zu Kommunizieren dass es eben nur der neue Partner ist und eben nicht der Papa.

Dann kommt es darauf an, warum die Beziehung gescheitert ist, war der Vater mit der neuen Rolle als Papa überfordert? Warum wurde dann ein Kind gezeugt? oder hat sich die Mutter getrennt, was sehr viel häufiger vorkommt..

 

Ich sehe meinen Partner wirklich als Papaersatz für meinen Sohn. Er kennt den Kleinen, seit der 4 Monate alt ist und tut alles für uns - als Familie. Und ja, du hast Recht, er ist mir eine wahnsinnige Hilfe. Er spielt mit dem Kleinen, passt auf ihn auf, wickelt ihn, macht ihm essen, badet ihn, bringt ihn ins Bett, liest ihm vor - er liebt ihn einfach und das merkt man. Wir leben ein klassisches Familienleben, renovieren gerade unser Haus. Die beiden sind ein Herz und eine Seele und ich finde es sehr schade, dass er das von seinem leiblichen Vater nicht bekommen hat. Aber es kommt immer auf die Beziehung an. Mein Sohn ist jetzt 1 1/2 und ich erzähle ihm ab und an von seinem 'richtigen' Vater und auch wir haben schon darüber gesprochen, wie wir ihm das irgendwann bei bringen. Mein Freund und ich werden nächstes Jahr heiraten und er möchte dann den Kleinen auch adoptieren.(Nachdem alle Fristen und Regelungen getroffen sind). Er ist auch jetzt beim Notar als der eingetragen, der sich in meinem Todesfall um ihn kümmert (alleiniges Sorgerecht). Natürlich wird er immer noch einen anderen Vater haben, aber in unserem Fall ist mein Freund sein Papa. Ich werde es nicht verschweigen, wie wir das dann anstellen, ist aber noch offen.

Sein leiblicher Vater und ich waren 3 Monate zusammen, als ich trotz Kupferkette schwanger wurde, haben uns dann gemeinsam für das Kind entschieden. Während der Schwangerschaft hat er mich zweimal verlassen, eine andere Frau war wohl auch mit im Spiel. Ich denke, es war ihm zuviel und zu schnell, ich hatte lange Verständnis. Als er dann 3 Wochen nach der Geburt ging war es für mich vorbei. Er kam dann nach 3 Monaten ohne jeglichen Kontakt nochmal auf mich zu und wollte eine Beziehung mit mir, ich lehnte dies ab. Wir trafen dann eine Besuchsregelung (der Kleine war noch zu klein und er zu unerfahren, um ihn mit zu geben) dass er einmal die Woche kommt. Nach 7 Besuchen kam er nicht mehr, eine Antwort wieso habe ich bis heute nicht erhalten. Er reagiert nicht auf Anrufe, E-Mails, auf Whats App blockiert. Wir kommunizieren über das Jugendamt, wo er gemeinsame Treffen ablehnt. Ich hatte auch Angeboten die Treffen beim Jugendamt mit seinem Sohn zu machen, auch dies lehnte er ab. Es fielen viele unschöne Worte die ich meinem Sohn nie sagen werde. Ich bin schier verzweifelt, weil er sein Kind nicht will.

Ich denke, deine Aussage, dass es Selbstschutz ist, trifft zu. Ich kann das auch bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen.

Danke für deine Sicht und ich weiß, dass viele Frauen ihren Trumpf 'Kind' zu gerne ausspielen auf Kosten der Väter, ich finde das nicht fair. Ich wollte für mich nie Unterhalt von meinem Ex, er hätte den Kleinen immer sehen können, selbst seine Eltern wollen/dürfen (?) ihren Enkel nicht sehen. Wenn mir seine Eltern Geld geben möchten für seinen Sohn, zieht er es mir vom Unterhalt ans Kind ab. Lange war ich sehr verzweifelt, aber es kann auch anders laufen und für mich und meinen Sohn ist im Moment alles gut. Dass sich das jederzeit ändern kann, ist mir durchaus klar.

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Ich lebe seit 5 Jahren eine Variante des Wechselmodells. Das ist quasi eine 1/3 zu 2/3 Regelung. Heißt: Meine beiden Mädels sind 2x 5 Tage im Monat bei mir. Die Ferienzeiten decken wir dann noch einmal gesondert ab. Was den Unterhalt oder sagen wir mal die Aufteilung der Kosten angeht, so haben wir uns ohne Einmischung von außen geeinigt und eine Regelung gefunden, mit der beide zufrieden sind. Alles in allem hört sich das jetzt recht locker an, war es aber nicht.

Nach dem Ende einer Beziehung geht es bei vielen Paaren um die Schuldfrage. Es gibt in vielen Fällen einen Partner, der die Schuld für das Scheitern der Beziehung beim anderen sucht. Bei mir und meiner Ex war es ebenso. Sie sah mich als Verantwortlichen für das Scheitern der Beziehung. Unter solchen Bedingungen fällt es schwer, davon losgelöst Entscheidungen zum Wohle des Kindes zu treffen. Rachegedanken oder dem Ex die Pest an den Hals wünschen ist halt nicht förderlich, wenn es gilt an einem Strang zu ziehen. Wir haben das letztendlich hinbekommen, aber das war nicht immer leicht....

Ich denke eine einvernehmliche Einigung, kann nur erzielt werden, wenn beide Seiten zum einen reflektiert sind und zum anderen auch mal ein stück weit ihr Ego beiseite schieben. Quasi auf die Metaebene gehen und die Situation aus neutralem Blickwinkel betrachten um die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. Leider kann ich aus meinem Umfeld berichten, das die wenigsten das gebacken bekommen.

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vor 16 Minuten, Kenjii schrieb:

sind das Fälle vor 2008? Seit der Novelle des Familienrechts 2008 hat sich ja im Grunde alles geändert und ist wesentlich günstiger für den Mann geworden.

Für den Einzelfall weiss ich das nicht mehr. 

Ich sage nur, dass das o.g. nicht der Normalfall sein muss. Ein Kind "kostet" i.d.R. nicht 400 EUR. Jeder Interessierte kann mal in http://www.unterhalt.net/unterhaltsrechner.html sein Netto eintragen und 0 für die Vollzeitmutter. 

Einfach mal mit 2.000, 3.000 und 4.000 EUR durchspielen. Klar, Selbstbehalt. Als Friseur würde ich mir da auch keinen Kopf machen. 

Aber den ONS in der Disse schwängern ist ein teurer Spaß, wenn man erstmal im Job drin ist. 

Kannst Du auch mal das hier lesen: http://www.frag-einen-anwalt.de/Berechnung-Betreuungsunterhalt-fuer-Nicht-Ehefrau-mit-unehelichem-Kind--f244700.html

http://www.frag-einen-anwalt.de/Berechnung-Betreuungsunterhalt-fuer-Nicht-Ehefrau-mit-unehelichem-Kind--f244700.html

Zitat

Die Höhe des Unterhaltsanspruchs nach Ziff. 4 richtet sich nach dem Bedarf der Mutter, der widerrumn durch deren Netto-Einkommen vor der Geburt bemessen wird. Der Vater muss der Mutter also im Prinzip den vollen Verdienstausfall erstatten. 

Da fragt man sich, ob man "juhu" schreien soll, wenn man die Ärztin in der Disse bei nem ONS schwängert. Am Anfang wird es richtig teuer. Sollte sie dann mal (Teilzeit) arbeiten gehen, wird es wieder lockerer und der Unterschied zum Gehalt ist nicht so hoch. 

Da sollte man(n) sich mal einlesen. Das ist eine bitterböse Falle und es vögeln genug Jungs ohne Gummi rum oder haben ne Freundin, die absolut nicht geeignet ist. 

Ein Bekannter von mir hat folgende Situation: 

Will sich trennen. Freundin setzt die Pille ab. Weil dann bleiben sie sicher zusammen. Hat sich trotzdem getrennt. Sie hasst ihn nun wie die Pest und er ist schuld daran, dass "ihre" Tochter nicht in einer richtigen Familie aufwächst. Die rennt nur mit dem Kinderwagen rum. Hat ihre Freundinnen, die sie voll bestätigen (dieser Arsch) und wenn sie dann zu Hause ist, schaut sie Fernseh und recherchiert in Foren, wie man dem Kindsvater wieder einen reinwürgen kann. Und sie hat sehr viel Zeit und er hat wenig Geld, sich dagegen zu wehren. 

So kann es auch gehen. Er hat Maschinenbau studiert. Dem ist inzwischen alles scheißegal. Der will keine Gehaltserhöhung. Lockerer, angenehmer Job. Freizeit. Rente wird sowieso nichts mehr. Der Lebt von wenig Geld und macht Sport. Verzichtet auf Lohnerhöhung. Dafür ignoriert der Chef Minusstunden. Ab und zu fragt er mal schriftlich beim Chef nach ner Lohnerhöhung an. Und schickt die Ablehnung an die gegnerische Anwältin. Ansonsten hat er noch ein super schlechtes Arbeitszeugnis, mit dem er sich regelmäßig bewirbt und ebenfalls die Ablehnungen zur Ex schickt. Ihn will halt keiner. Die Ex geht auch nicht Arbeiten. Kind ist wegen dem bösen Ex sozial benachteiligt und benötigt "intensivere Betreuung". Seine Schuld. Hätte ja auch da bleiben können. Geschieht im Recht. Dem Arsch. 

Für ihn ist es in Ordnung. 13:00 Uhr. Sonne scheint. Er fährt an den See. Aber er war auch mal anders drauf und wollte beruflich was erreichen. 

Ich kenne auch viele Fälle, wo es besser bis sehr gut läuft. 

Aber man sollte nicht den Fehler machen, mal in die Düsseldorfer Tabelle zu schauen und zu sagen: 350-600 EUR pro Monat Unterhalt (je nach Gehalt und Alter des Kindes). Passt. Komme ich zurecht mit. 

Mir war es bis 27/28 überhaupt nicht bewusst. Bis dann die ersten Vollkatastrophen im Social Circle aufkamen. Vorher gab es auch schon Fälle. Da war das aber harmlos, weil die Jungs noch studiert haben und kein Geld hatten. Aber da hat es einige Jungs richtig gebeutelt. 

Wer das noch nicht im Bekanntenkreis hat, kann mal in den einschlägigen Foren lesen. Da gibt es einfach ne Range zwischen dem TE auf der einen Seite und dem Worst-Case auf der anderen Seite. 

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vor 23 Minuten, Neice schrieb:

Für den Einzelfall weiss ich das nicht mehr. 

Ich sage nur, dass das o.g. nicht der Normalfall sein muss. Ein Kind "kostet" i.d.R. nicht 400 EUR. Jeder Interessierte kann mal in http://www.unterhalt.net/unterhaltsrechner.html sein Netto eintragen und 0 für die Vollzeitmutter. 

Einfach mal mit 2.000, 3.000 und 4.000 EUR durchspielen. Klar, Selbstbehalt. Als Friseur würde ich mir da auch keinen Kopf machen. 

Aber den ONS in der Disse schwängern ist ein teurer Spaß, wenn man erstmal im Job drin ist. 

Kannst Du auch mal das hier lesen: http://www.frag-einen-anwalt.de/Berechnung-Betreuungsunterhalt-fuer-Nicht-Ehefrau-mit-unehelichem-Kind--f244700.html

http://www.frag-einen-anwalt.de/Berechnung-Betreuungsunterhalt-fuer-Nicht-Ehefrau-mit-unehelichem-Kind--f244700.html

Da fragt man sich, ob man "juhu" schreien soll, wenn man die Ärztin in der Disse bei nem ONS schwängert. Am Anfang wird es richtig teuer. Sollte sie dann mal (Teilzeit) arbeiten gehen, wird es wieder lockerer und der Unterschied zum Gehalt ist nicht so hoch. 

Da sollte man(n) sich mal einlesen. Das ist eine bitterböse Falle und es vögeln genug Jungs ohne Gummi rum oder haben ne Freundin, die absolut nicht geeignet ist. 

Ein Bekannter von mir hat folgende Situation: 

Will sich trennen. Freundin setzt die Pille ab. Weil dann bleiben sie sicher zusammen. Hat sich trotzdem getrennt. Sie hasst ihn nun wie die Pest und er ist schuld daran, dass "ihre" Tochter nicht in einer richtigen Familie aufwächst. Die rennt nur mit dem Kinderwagen rum. Hat ihre Freundinnen, die sie voll bestätigen (dieser Arsch) und wenn sie dann zu Hause ist, schaut sie Fernseh und recherchiert in Foren, wie man dem Kindsvater wieder einen reinwürgen kann. Und sie hat sehr viel Zeit und er hat wenig Geld, sich dagegen zu wehren. 

So kann es auch gehen. Er hat Maschinenbau studiert. Dem ist inzwischen alles scheißegal. Der will keine Gehaltserhöhung. Lockerer, angenehmer Job. Freizeit. Rente wird sowieso nichts mehr. Der Lebt von wenig Geld und macht Sport. Verzichtet auf Lohnerhöhung. Dafür ignoriert der Chef Minusstunden. Ab und zu fragt er mal schriftlich beim Chef nach ner Lohnerhöhung an. Und schickt die Ablehnung an die gegnerische Anwältin. Ansonsten hat er noch ein super schlechtes Arbeitszeugnis, mit dem er sich regelmäßig bewirbt und ebenfalls die Ablehnungen zur Ex schickt. Ihn will halt keiner. Die Ex geht auch nicht Arbeiten. Kind ist wegen dem bösen Ex sozial benachteiligt und benötigt "intensivere Betreuung". Seine Schuld. Hätte ja auch da bleiben können. Geschieht im Recht. Dem Arsch. 

Für ihn ist es in Ordnung. 13:00 Uhr. Sonne scheint. Er fährt an den See. Aber er war auch mal anders drauf und wollte beruflich was erreichen. 

Ich kenne auch viele Fälle, wo es besser bis sehr gut läuft. 

Aber man sollte nicht den Fehler machen, mal in die Düsseldorfer Tabelle zu schauen und zu sagen: 350-600 EUR pro Monat Unterhalt (je nach Gehalt und Alter des Kindes). Passt. Komme ich zurecht mit. 

Mir war es bis 27/28 überhaupt nicht bewusst. Bis dann die ersten Vollkatastrophen im Social Circle aufkamen. Vorher gab es auch schon Fälle. Da war das aber harmlos, weil die Jungs noch studiert haben und kein Geld hatten. Aber da hat es einige Jungs richtig gebeutelt. 

Wer das noch nicht im Bekanntenkreis hat, kann mal in den einschlägigen Foren lesen. Da gibt es einfach ne Range zwischen dem TE auf der einen Seite und dem Worst-Case auf der anderen Seite. 

Ja, von den Fällen hört man immer wieder und ganz ehrlich, ich hatte so eine Situation, als ich meinen Job in Teilzeit anklagen wollte, weil ich nach 7 Monaten wieder arbeiten gehen wollte, hatte einen Kita Platz und alles. Da sagt mein Anwalt echt eiskalt zu mir, wieso ich denn so dumm bin und arbeiten gehen will, mein Ex soll doch Unterhalt zahlen.

Schon dreist.

Mein Ex zahlt 315 Euro Unterhalt, also seit kurzem, ging nicht ohne Anwalt.

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vor 5 Minuten, Lavieenrose schrieb:

Da sagt mein Anwalt echt eiskalt zu mir, wieso ich denn so dumm bin und arbeiten gehen will, mein Ex soll doch Unterhalt zahlen.

Für den Anwalt sind zerstrittene Eltern, die nicht miteinander können aber müssen, nicht die schlechteste Sache. 

Rein rational sind die Mütter damit schlecht beraten. Es ist für das Kind extrem wichtig, Vater und Mutter zu erleben und zu lernen, wie Erwachsene das regeln. Sonst wird es später mit eigenen Beziehungen schwierig. 

Aber möchte man das gut regeln, sind halt zwei Parteien notwendig.

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vor 34 Minuten, Lavieenrose schrieb:

Ich werde es nicht verschweigen, wie wir das dann anstellen, ist aber noch offen.

Hallo,

leider kenne ich das aus der Familie meiner Ex. Meine Schwägerin wurde vom neuen Partner der Mutter auch adopiert, mein Schwiegervater hatte praktisch lebenslang keinen Kontakt zu ihr. Sie steckt bis heute in einer Identitätskrise und ist lange in therapeutischer Behandlung deswegen gewesen. In ihrem Fall war ein zusätzlicher Faktor allerdings ihre kleine Schwester, die vom neuen Vater gezeugt wurde und damit auch "mehr" Zuneigung und Liebe erfahren hat, da sie nun einmal das leibliche Kind ist. Zumindest hatte sie immer das Gefühl. Sie führt bis heute praktisch immer destruktive Beziehungen. Ich glaube, dass es immer Spuren hinterlässt, wenn Vater und Mutter nicht an einem Strang ziehen. Wie tief die sind kann sehr unterschiedlich sein.

Ihr plant nach weniger als 1,5 Jahren Beziehung eine Heirat? Was würde das PU Forum dem Mann da wohl raten? :-D 

 

vor 8 Minuten, Neice schrieb:

Einfach mal mit 2.000, 3.000 und 4.000 EUR durchspielen

Oder mehr... klar, ein Verzicht ist es und raten kann man das natürlich niemandem einfach blauäugig Kinder in die Welt zu setzen. Nach Kindesunterhalt gehen 3/7 vom anrechenbaren Netto an Sie, das schmerzt, in meinem Fall fast 1800€ bzw. 1300€ nach dem Steuerklassenwechsel insgesamt für alle drei Unterhaltsberechtigten. Und das obwohl meine Ex arbeiten geht. Ich bin nur froh, dass meine Kinder schon etwas grösser sind und der Trennungsunterhalt mit der Scheidung dann aber auch durch ist, dann bekommt sie nichts mehr. Früher durfte man bis ans Lebensende ihren Lebensstil mitfinanzieren. Das ist in meinen Augen Höchststrafe und das war auch immer meine grösste Angst. Ich war dann positiv überrascht, als ich die Novelle gelesen habe. Nichts desto trotz bin ich der Meinung, dass Du als Mann dennoch solider da stehst. Schau Dir mal alleine das Armutsrisiko bei Alleinerziehenden an. Daran kann man gut ablesen, dass der Kindesunterhalt meist die tatsächlich anfallenden Kosten nicht abdeckt. Insgesamt habe ich das Gefühl Du systematisierst das Kinderkriegen und brichst es auf Kosten und Nutzen herunter. Ich glaube, wenn Du mal Vater wirst, wird sich Deine Einstellung grundlegend ändern. Schliesslich ist Reproduktion der Kern unserer Existenz. Zumal ein Leben selbst mit einer geteilten Familie sehr schön sein kann. Die Risiken zu kennen ist gut, aber ein Restrisiko wird immer bleiben.

vor 4 Minuten, Neice schrieb:

Rein rational sind die Mütter damit schlecht beraten.

Früher glaubte ich das auch und in finanzieller Hinsicht ist das auch immer noch so. In der Zwischenzeit bin ich der Meinung, dass das eine Fall zu Fall Sache ist. Schau Dir mal die Belgier an. Da ist es völlig normal, dass die Kinder in frühester Kindheit in Kitas betreut werden. Das ganze ist nebenbei auch gesellschaftlich akzeptiert, wo hier in Deutschland die Helikoptermütter mit totalitären "Geht ja gar nicht" Sprüchen ankommen. Meiner Meinung nach sind aber nicht alle Eltern pauschal gute Eltern. Eltern die sich z.B. im Job selbst verwirklichen können und dann die restliche Zeit für das Kind effektiv und authentisch nutzen, sind in meinen Augen weit bessere Eltern als die Mutter die den ganzen Tag zuhause hockt, RTL2 glotzt und dabei das Kind betreut.

Grüsse

Kenjii

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vor 9 Minuten, Kenjii schrieb:

Früher glaubte ich das auch und in finanzieller Hinsicht ist das auch immer noch so. In der Zwischenzeit bin ich der Meinung, dass das eine Fall zu Fall Sache ist. Schau Dir mal die Belgier an. Da ist es völlig normal, dass die Kinder in frühester Kindheit in Kitas betreut werden. Das ganze ist nebenbei auch gesellschaftlich akzeptiert, wo hier in Deutschland die Helikoptermütter mit totalitären "Geht ja gar nicht" Sprüchen ankommen. Meiner Meinung nach sind aber nicht alle Eltern pauschal gute Eltern. Eltern die sich z.B. im Job selbst verwirklichen können und dann die restliche Zeit für das Kind effektiv und authentisch nutzen, sind in meinen Augen weit bessere Eltern als die Mutter die den ganzen Tag zuhause hockt, RTL2 glotzt und dabei das Kind betreut.

Ich meinte damit eher, dass ein Kind Kontakt zum Vater haben sollte. 

Ich glaube nicht, dass ein Kind Vater und Mutter permanent braucht (was ja auch viele anders sehen). Aber Kinder schauen sich ja von beiden Elternteilen vieles ab und ich halte es für problematisch, wenn ein Kind nur die Seite der Mutter mitbekommt, aber weder das Leben eines Mannes noch den Umgang zwischen Mann und Frau auf Beziehungsebene beobachten kann. Da schnappen Kinder ja unterbewusst ne Menge auf und wenden das später in ihren Beziehungen an. 

 

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vor 39 Minuten, Kenjii schrieb:

Oder mehr... klar, ein Verzicht ist es und raten kann man das natürlich niemandem einfach blauäugig Kinder in die Welt zu setzen. Nach Kindesunterhalt gehen 3/7 vom anrechenbaren Netto an Sie, das schmerzt, in meinem Fall fast 1800€ bzw. 1300€ nach dem Steuerklassenwechsel insgesamt für alle drei Unterhaltsberechtigten. Und das obwohl meine Ex arbeiten geht. Ich bin nur froh, dass meine Kinder schon etwas grösser sind und der Trennungsunterhalt mit der Scheidung dann aber auch durch ist, dann bekommt sie nichts mehr. Früher durfte man bis ans Lebensende ihren Lebensstil mitfinanzieren. Das ist in meinen Augen Höchststrafe und das war auch immer meine grösste Angst. Ich war dann positiv überrascht, als ich die Novelle gelesen habe. Nichts desto trotz bin ich der Meinung, dass Du als Mann dennoch solider da stehst. Schau Dir mal alleine das Armutsrisiko bei Alleinerziehenden an. Daran kann man gut ablesen, dass der Kindesunterhalt meist die tatsächlich anfallenden Kosten nicht abdeckt. Insgesamt habe ich das Gefühl Du systematisierst das Kinderkriegen und brichst es auf Kosten und Nutzen herunter. Ich glaube, wenn Du mal Vater wirst, wird sich Deine Einstellung grundlegend ändern. Schliesslich ist Reproduktion der Kern unserer Existenz. Zumal ein Leben selbst mit einer geteilten Familie sehr schön sein kann. Die Risiken zu kennen ist gut, aber ein Restrisiko wird immer bleiben.

Früher glaubte ich das auch und in finanzieller Hinsicht ist das auch immer noch so. In der Zwischenzeit bin ich der Meinung, dass das eine Fall zu Fall Sache ist. Schau Dir mal die Belgier an. Da ist es völlig normal, dass die Kinder in frühester Kindheit in Kitas betreut werden. Das ganze ist nebenbei auch gesellschaftlich akzeptiert, wo hier in Deutschland die Helikoptermütter mit totalitären "Geht ja gar nicht" Sprüchen ankommen. Meiner Meinung nach sind aber nicht alle Eltern pauschal gute Eltern. Eltern die sich z.B. im Job selbst verwirklichen können und dann die restliche Zeit für das Kind effektiv und authentisch nutzen, sind in meinen Augen weit bessere Eltern als die Mutter die den ganzen Tag zuhause hockt, RTL2 glotzt und dabei das Kind betreut.

Grüsse

Kenjii

Das Problem ist, dass die Frauen nicht voll arbeiten. Und oft Jobs haben die nicht viel Kohle einbringen.
Da ist man dann mit Halbtag oft auf Hart4 Niveau. + Unterhalt.  klar.  Klar rutscht man dann näher an die Armut bei hohen Grundkosten.
Im Sinne von kein Geld mehr frei zur freien Verfügung.

Der Kinderunterhalt an sich deckt die Kosten für ein Kind schon gut ab...

Ein Kumpel von mir zahlt für 2 Kinder..Das ist so viel Geld.. Dafür bring ich 3-4 Kinder durch. platt gesagt -P
Die Mutter widerrum verbringt den halben Tag mit Kaffee trinken und andere kinderreiche Freundinnen treffen.... Kinder übergewichtig...nunja.

Klar wenn man meint man braucht ne 4 Zimmer Wohnung bei 2 Kindern.... andere Sache...dann wirds finanziell enger.
Auch ein Auto braucht man nicht unbedingt in ner Großstadt. Aber heute scheint ja jede Mutter mit nur einem Kind ohne Minivan nicht mehr existieren
zu können... Wie meine Mutter das mit 2 Kindern und ohne eigenes Zweitauto (sie fährt grottig) nur machte.....

---

Ich weiss aber was du meinst. Manche haben es auch schlecht. Es gibt da viele Ausprägungen je nach individueller Situation.

 

bearbeitet von MrJack
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@Neice Das kann der Vater verhindern indem er bei der Karriere zurückschraubt und z.B. das Wechselmodell vereinbart. Dann muss man sich gegenseitig auch keinen Unterhalt zahlen.

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vor 5 Minuten, SimoneB schrieb:

@Neice Das kann der Vater verhindern indem er bei der Karriere zurückschraubt und z.B. das Wechselmodell vereinbart. Dann muss man sich gegenseitig auch keinen Unterhalt zahlen.

Ja. Da hat ein Vater mal richtig Geld in die Hand genommen, wurde von allen Instanzen abgelehnt bis das BGH ihm in 02/2017 Recht gegeben hat. 
Das ist also eine ganz neue Regelung. 

Ob man wg. nem ONS nun seine Karriere aufgeben möchte, ist die andere Sache. Finanziell macht es das nicht besser, aber ich verstehe, was Du meinst. Muss man halt auch erstmal einen Arbeitgeber finden, der das mitmacht. 

Was mich an dem Ding eher stört ist das hier. 

vor einer Stunde, Lavieenrose schrieb:

Da sagt mein Anwalt echt eiskalt zu mir, wieso ich denn so dumm bin und arbeiten gehen will, mein Ex soll doch Unterhalt zahlen.

Vollzeitmama fühlt sich wohl mit Kaffee Trinken mit den Freundinnen und spazieren gehen und hat überhaupt keine Motivation, zu arbeiten bzw. mehr als sie müsste. Und die Rechtssprechungen sind da eben sehr zu Gunsten der Mutter, wenn der Vater sie zwingen möchte, endlich zu arbeiten.

Man kann einfach mal festhalten: 

Es gibt wenige Dinge, die einen Mann finanziell so runter reissen, als mit der falschen Frau ein Kind zu zeugen. Hast Du Drive im Leben und willst beruflich was erreichen, hast studiert, ewig Nachts gelernt und in den ersten zwei Jobs rein gehauen, stehst Du normalerweise gut da. Solche Männer werden dann normalerweise nicht glücklich damit, wenn sie plötzlich auf dem selben Stand sind, wie ein Realschüler mit Ausbildung und erstmal keine Perspektive haben. 

Bin nicht gegen Kinder. Aber wenn ich hier manchmal die Beziehungskiste durchlese und die Probleme der Jungs lese.... kein Kind zeugen. Das wäre ein kapitaler Fehler. Dann lieber nen Neubau in der hintersten Pampa bauen und sich einreden, dass er an Wert zunimmt. Verliert man auch viel Geld, aber dagegen ist das noch harmlos. 

Ich will da auch nicht ewig drauf rum reiten. Ich sehe mich irgendwie nur in der Verantwortung, unseren jungen Lesern diese Rechnung 

vor 16 Stunden, thalim schrieb:

Ich schmeiße hier mal direkt ein paar Zahlen für meine Person rein. Die können je nach Wohnort und Lebensstandard variieren.

  • Wohnung: +250 €/Monat (im vgl. zur Singlebutze)

  • Essen: fällt nicht ins Gewicht. Morgens gibt’s was vom Müsli+Obst ab, Abends kochst eine Kartoffel mehr – fertig.

  • Kleidung: +30 €/Monat (wenn du gute Großeltern hast auch weniger...oder mehr)

  • Ausflüge (Schule, Kindergarten): +15 €/Monat

  • Rücklagen/ Vermögen (Führerschein, Studium, Wohnung, etc): 50 €/Monat

  • Ausflüge/Verein/Hobby (privat): variabel

nicht als Normalfall zu sehen. Da hat der TE sich ein gutes Mädel ausgesucht. 

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vor 5 Minuten, Peterpan81 schrieb:

Wenn man Kinder nur als finanzielle Belastung sieht, dann sollte man generell keine bekommen.  Kinder sind immer teuer auch mit der richtigen Frau und vor allem zeitintensiv und rauben einem auch extrem die Flexibilität. Also wer mit der hier propagierten Einstellung an Kinder heran geht sollte es echt lassen und zwar unabhängig von der Frau!

Das auch. Aber es geht eben auch um die viele Fälle in denen Männer nicht wirklich ein Kind wollten.

Haben sie bewusst eins mit der falschen Fau gemacht. Stimme ich dir zu. Pech. Dummheit rächt sich.

Aber man weiss es eben auch nicht immer. Ich wette 50% haben auch neutral betrachtet nicht unbedingt mit der Trennung rechnen können
und wie es sich dann darstellt.

Womit man aber schon vorher rechnen kann. Ist die finanzielle Belastung im Fall der Fälle.

 

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Kinder machen ärmer, ob Trennung oder nicht. Und Beziehungen scheitern, das Risiko besteht immer. Selbst wenn man "perfekt" gescreent hat. Das Leben bleibt nicht stehen und Menschen entwickeln sich weiter, Umstände ändern sich. Für Frauen ist das Kinderkriegen die größte Armutsfalle. Aber keine Verantwortung übernehmen wollen wenn es um die Betreuung geht (Karriereknick/Arbeitszeit einschränken) und über Unterhalt jammern ist auch widersprüchlich. Nach neuerer Rechtssprechung bekommt die Frau Unterhalt in den ersten 3 Jahren. Wie es danach mit ihrer beruflichen Perspektive aussieht ist oft eine andere Geschichte. Es gibt also nicht nur schwarz und weiß, Täter und Opfer. Jeder muss für sich entscheiden und Verantwortung für seine Handlungen übernehmen. Aber Kinder sollte man nur in die Welt setzen wenn man sie als Bereicherung sieht und an seine Rechte UND Pflichten denkt.

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Gast KillEmAll
51 minutes ago, SimoneB said:

Kinder machen ärmer, ob Trennung oder nicht. Und Beziehungen scheitern, das Risiko besteht immer. Selbst wenn man "perfekt" gescreent hat. Das Leben bleibt nicht stehen und Menschen entwickeln sich weiter, Umstände ändern sich. Für Frauen ist das Kinderkriegen die größte Armutsfalle. Aber keine Verantwortung übernehmen wollen wenn es um die Betreuung geht (Karriereknick/Arbeitszeit einschränken) und über Unterhalt jammern ist auch widersprüchlich. Nach neuerer Rechtssprechung bekommt die Frau Unterhalt in den ersten 3 Jahren. Wie es danach mit ihrer beruflichen Perspektive aussieht ist oft eine andere Geschichte. Es gibt also nicht nur schwarz und weiß, Täter und Opfer. Jeder muss für sich entscheiden und Verantwortung für seine Handlungen übernehmen. Aber Kinder sollte man nur in die Welt setzen wenn man sie als Bereicherung sieht und an seine Rechte UND Pflichten denkt.

Rechte und Pflichten sind dann die Dinge abseits der Emotionen. Nennt man Verantwortung für sein eigenes Leben und das des eigenen Kindes.

Ich finde eine rationale Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig. Danke für den Thread.

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Hallo,

leider kenne ich das aus der Familie meiner Ex. Meine Schwägerin wurde vom neuen Partner der Mutter auch adopiert, mein Schwiegervater hatte praktisch lebenslang keinen Kontakt zu ihr. Sie steckt bis heute in einer Identitätskrise und ist lange in therapeutischer Behandlung deswegen gewesen. In ihrem Fall war ein zusätzlicher Faktor allerdings ihre kleine Schwester, die vom neuen Vater gezeugt wurde und damit auch "mehr" Zuneigung und Liebe erfahren hat, da sie nun einmal das leibliche Kind ist. Zumindest hatte sie immer das Gefühl. Sie führt bis heute praktisch immer destruktive Beziehungen. Ich glaube, dass es immer Spuren hinterlässt, wenn Vater und Mutter nicht an einem Strang ziehen. Wie tief die sind kann sehr unterschiedlich sein.

Ihr plant nach weniger als 1,5 Jahren Beziehung eine Heirat? Was würde das PU Forum dem Mann da wohl raten? :-D 

Das tut mir sehr leid und das ist natürlich nichts, was ich mir für mein Kind wünsche. Dass es hart ist, das weiß ich und es tut mir selbst so weh, dass er nicht sieht, was für einen wundervollen Sohn er hat, zumal er ihm auch noch wahnsinnig ähnlich sieht. Die Tür ist ihm nicht verschlossen, vielleicht wenn auch der Antrag zur Adoption kommt, dass er dann Kontakt will - ich weiß es nicht.

Ja und am liebsten hätte mein Freund jetzt sofort noch ein Kind oder zwei und das mit dem Heiraten kam für mich auch überraschend. Allerdings leben wir eigentlich von Anfang an zusammen und ergänzen uns sehr gut, wir nehmen das Projekt Haus in Angriff - also alles gut. Aus PU Sicht? Junge, lauf! haha

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vor 20 Stunden, Lavieenrose schrieb:

Mal eine Frage anbei, was geht in Männern vor, die den Kontakt zu ihren Kindern komplett abbrechen? Könnt ihr mir dazu ein paar Gedanken geben? Ich habe ihn, nachdem ich ihn wirklich angefleht habe, sich um seinen Sohn zu kümmern, gebeten, wenigstens einen Brief zu schreiben, damit ich es dem Kleinen irgendwann leichter machen kann, es irgendwie zu verstehen, auch das hat er mir verwehrt.

Wie wäre es wenn Du ihm das Kind geben würdest? Volle Obhut beim Vater. Du bezahlst den Unterhalt und besuchst das Kind und ihn regelmäßig sobald er dies erlaubt. Somit wäre der Verantwortungsbereich verschoben und er wäre dem Kleinen ein Vater. Eine "Ersatzmutter" findet er bestimmt auch, vor allem für die Zeiten wo Du beim arbeiten bist oder nicht zu den beiden zu besuch kommen kannst.

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