Eure Definition von "Freund"
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30 Beiträge in diesem Thema

Am 13.8.2017 um 00:03 , Blackfree schrieb:

Dir geht es doch ähnlich, oder verstehe ich das falsch?

Ja, im Grunde ist das so. Wie ich schon weiter oben schrieb, hatte ich während meiner Zeit im Studentenheim keine Probleme, einen interessanten SC aufzubauen...hat sich halt nach meinem Wegzug langsam aufgelöst, sodass nur mehr ein Kumpel übriggeblieben ist.

Am 13.8.2017 um 00:03 , Blackfree schrieb:

Ich finde es eigentlich nur logisch, dass engere Beziehungen ausbleiben, wenn man sich doch irgendwo zu verschieden ist. Ich aus meiner Sicht kann dir nur den Wegzug empfehlen - zurück in die Stadt, wo du Leute hast, die einen ähnlichen Lebensentwurf haben. Der unterscheidet sich nun mal relativ krass zwischen Stadt und Land. Deine Texte lesen sich nicht so, als ob es an dir persönlich liegen würde. Du passt nur dort einfach nicht rein.  

Jo, wäre sicher die beste Lösung und würde ich auch sofort unterschreiben...nur leider wäre ein Umzug zumindest kurz- bis mittelfristig mit enormen Kollateralschäden verbunden, sodass dies momentan keine wirkliche Option ist. Hab das an anderer Stelle schon ausführlicher beschrieben, möchte das jetzt nicht wieder im Detail hinschreiben.

Trotzdem Danke für deinen Tipp und deine Ausführungen. Aber den SC werd ich mir trotzdem auf dem Land aufbauen müssen, auch wenns schwierig ist...wird schon werden.

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Am 13.8.2017 um 12:05 , zaotar schrieb:

Ja das stimmt. Es geht mir darum, dass man erst einmal nicht darauf schaut, was man zurück gibt, sondern erwartungslos in Vorleistung geht. Irgendwann danach kommt dann das reflektieren, ob es eine Beziehung auf Augenhöhe ist.

Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob mein Standpunkt bei dir richtig angekommen ist. Also, ich führe jetzt sicher nicht zu Hause Buch darüber, für wieviel Geld jemand bei mir Steaks gefuttert hat, damit ich dann später die entsprechende Menge Bier wegsaufen kann. Es geht um den Gedanken bzw. Respekt. Denn ich steck ja niemanden die Schnitzel in den Hals, sondern der/diejenige hat sich ja einladen lassen...und zumindest da, wo ich herkomme, gebietet es schon allein der Anstand, dass wenn man sich einladen lässt, man sich in irgendeiner Weise revanchiert. ACHTUNG: das heißt jetzt nicht, dass ich davon ausgehe, mir Sympathie erkaufen zu können. Klarerweise ERHOFFT man sich zusätzlich, dass sich ein tieferer Kontakt bildet. Wenn man sich dann nach zwei Treffen nichts mehr zu sagen haben sollte bzw. nicht auf einer Wellenlänge liegt, dann verläuft sich das halt wieder, kein Problem. Aber wenn ich jemanden einlade, dann erwarte ich mir (basierend auf der besagten Anstandsregel) in irgend einer Form eine Revanche. Wenn man reflektiert, hatte man ja vorher irgendeine Erwartung, denn die Reflektion läuft ja so ab, dass man seine vorherigen Erwartungen mit dem Ist-Zustand abgleicht. Wie gesagt, der finanzielle Aspekt spielt für mich eine untergeordnete Rolle, das kann dann auch eine Einladung zu einer Wanderung sein, die jemand organisiert hat. Es zählt der Gedanke, denn wie ich vorhin schon schrieb: wenn dann deine Hilfe bei einem Fest oder Weihnachtsfeier oder whatever benötigt wird, kennt auf einmal auch jeder deine Nummer.

Am 13.8.2017 um 12:05 , zaotar schrieb:
Am 12.8.2017 um 22:49 , Rottertom schrieb:

evolutionstheoretischen Kontext

Das kannst du alles vergessen, wir wissen nicht, wie unsere Vorfahren gelebt haben und soweit ich weiß sind jegliche Aussagen, die auf sowas basieren, unwissenschaftlich und rein spekulativ, egal was sie selber behaupten.

Und welchen Ansatz würdest du vorziehen? Kreationistisch?

Also klar, Wissenschaftlichkeit im Sinne von MINT mit vorhersagbaren Ergebnissen und verifizierbaren Experimenten gibt es in der Angelegenheit nicht...liegt aber auch in der Natur der Sache, denn wir haben nun mal nur diese eine Gesellschaft, da sind Vergleichsdaten schwierig zu beschaffen.

Aber trotzdem finde ich es interessant und irgendwo auch aussagekräftig, solche Phänomene zu untersuchen. Nenn es meinetwegen sozialwissenschaftlich anstatt evolutionstheoretisch, aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass brauchbare Ergebnisse rauskommen können.

Am 13.8.2017 um 12:05 , zaotar schrieb:

Schwer zu beschreiben, gibt es vermutlich kein Wort für. Eine Mischung als allgemein 'gut', Sicherheit, Freiheit, angenommen sein, sowas

Ich bin mittlerweile der Meinung, dass Tribalismus eine starke Triebfeder sein kann. Konkretes Beispiel: Gestern haben wir uns mit einer anderen Familie zu einem Ausflug verabredet (unsere Söhne gehen in die gleiche Schule und können zur Zeit recht gut miteinander). Dabei hatte ich in zwei Situationen ein gutes Gefühl:

- Hab mich mit dem anderen Vater über Gebrauchtwagen und Kampfsport unterhalten. Großteils Floskeln, nix weltbewegendes neues erfahren. Was hat das gute Gefühl erzeugt? Wir haben trotzdem gegenseitig Interesse gezeigt und somit konnte jeder durch "Expertenwissen" glänzen und sich ein bisschen "bedeutend" fühlen. Aber wird dieses Gespräch nochmals funktionieren? Nö, und es hat auch keinen nachhaltigen Effekt erzeugt -> tieferer Kontakt wird so nicht geschaffen.

- Danach habe wir Eltern alle gemeinsam (obwohl ich eigentlich WEISS, dass es schlechter Stil ist und im Grunde von mangelndem Selbtwertgefühl zeugt) über eine andere Familie, welche über einen gewissen Einfluss verfügt, gelästert. Was hat das gute Gefühl erzeugt? Wir zwei "schwachen" Familien haben uns vereint und sind nun stark genug, die "starke" Familie zu "besiegen". Würde dieses Gespräch nochmals funktionieren? Hell yeah, und wie. Dies hatte auch einen nachhaltigen Effekt und würde über einen längeren Zeitraum zu einem tieferen Kontakt führen -> Tribalismus in Reinkultur.

Am 13.8.2017 um 12:05 , zaotar schrieb:

Ich vertraue nicht allen Menschen die ich gut leiden kann. Vertrauenswürdigkeit leitet sich insbesondere von Charaktereigenschaften ab. Die Frage, wie weit oben Freundschaften (unsere im speziellen aber meist auch ganz allgemein) auf der Prioritäten Liste stehen. Ganz klassisch bei PU: Ist ein Fick wichtiger als eine Freundschaft? Du wärst überrascht, wie viele den Fick wählen.
Die meisten Menschen sind einfach komplett unreflektiert was das angeht und wenn sie jemanden mögen, dann vertrauen sie demnjenigen auch. Das kann sich als großer Fehler rausstellen und sollte man nicht machen, sondern auch nüchtern feststellen, was für ein Mensch derjenige ist, unabhängig von der gegenseitigen Sympathie

Ich verstehe zwar den Inhalt deiner Worte, weiß aber leider nicht, was du mir nun konkret mitteilen möchtest? Kann es sein, dass du ein reales Ereignis im Kopf hast und daher ein paar Gedankensprünge vollziehst, welche ich nicht nachvollziehen kann?

Noch eine Frage zu dem kursiv geschriebenen: meinst du ob ein Fick wichtiger ist als eine Freundschaft zur selben Frau, oder ob ein Fick wichtiger ist als eine Freundschaft zu einer anderen Person?

Thnx

bearbeitet von Rottertom
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Am ‎14‎.‎08‎.‎2017 um 20:36 , Rottertom schrieb:

Ach, dein Ex hat dich mit so einer Lovoo-Schnalle hintergangen und du warst so doof, dich auch noch verarschen zu lassen...tja, das mag für dich ärgerlich sein, trotzdem brauchst du dein unreflektiertes Feindbild nicht auf mich zu projizieren, da dies weder dich noch mich weiterbringt.

Besser: auf die Figur achten und die Verbitterung ablegen, dann klappt das auch in fortgeschrittenem Alter mit den Typen.

Nichts zu danken.

Bitte was??? getroffene Hunde bellen! Und unsachlich zu werden, macht Dich jetzt auch nicht sympathischer.

Alles Schlampen, außer Muddi, schon klar.

Und wenn Du Würstchen nur mit Hungerhaken fertigwirst, ist das 2x nicht mein Problem :-)

Zusammenfassend und final: Wenn hier einer frustriert ist, dann wohl DU!  Unglaublich, was Du hier für ein Bild abgibst. Nochmal die Frage: WER soll sich mit sowas anfreunden??? *ANSHIRNGLANG

bearbeitet von iamnothere
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Am 16.8.2017 um 09:53 , iamnothere schrieb:

getroffene Hunde bellen!

q.e.d.

Und dazu noch disziplinierte, gesunde Frauen als Hungerhaken diffamieren wollen... da brauch ich ja wohl nix mehr dazu schreiben. Ganz schwacher Auftritt...

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Hinsichtlich den Thema "Erwartungen": hab jetzt in LdS den Teil mit den Sozialdynamiken durchgelesen, und sinngemäß heißt es dort, der Alpha (auch wenn ich den Begriff als solchen nicht mag) hilft ständig, ohne etwas zu erwarten.

Nun hab ich das während meiner Studentenzeit auch so gemacht, weil ich einfach wusste, dass von den Leuten was zurückkommt (die paar Ausnahmen konnte man meist schon vorher aufgrund ihres allgemeinen Benehmens aussortieren). Hier auf dem Land scheint diese Anstandsregeln nicht bekannt zu sein, weshalb ich mir öfters ausgenutzt vorgekommen bin. Hab mich auch schon gefragt, ob ich seit dem Umzug groß mit Leuchtschrift "Depp" auf der Stirn geschrieben habe.

Nun habe ich also so eine Art Henne-Ei-Problem, denn das in LdS ist ja nur eine neutrale Beschreibung des Sachverhalts. Meine Frage ist: ist es Voraussetzung auf dem Weg zum Alpha, dass man allen ohne Erwartung hilft? Oder ist Alpha-sein Voraussetzung, um ohne Erwartung jedem zu Hilfe sein zu können, da es ohnehin niemand wagt, den Alpha zu verarschen?

Wie seht ihr das?

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