Muss ich als Vater über meinen Schatten springen?

64 Beiträge in diesem Thema

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Hallo zusammen,

seit knapp 8 Jahren sind mein Exfrau und ich getrennt (beide 41) waren 18 Jahre zusammen und haben zwei Töchter (12 und 10). Verhältnis zu meinen Töchtern ist sehr eng und liebevoll, Beziehung zur Ex ist eher distanziert aber weitestgehend konfliktfrei. Die Mutter meiner Kinder ist nach wie vor mit unserem Trennungsgrund zusammen (14 Jahre jünger, sie war seine Lehrerin). Die Trennung war unschön. Lief einige Zeit parallel und im Endefekt ist die offizielle Story dass sie schon jahrelang unglücklich war, ständig mit mir reden wollte, ich sie ignoriert habe bla. Ich habe dagegen wenig angekämpft, primär aus der Angst heraus dass das unser Verhältnis dauerhaft schädigt, zum Nachteil unserer Kinder. 

Vor zwei Tagen erreichte mich folgende SMS:

Lieber, lieber Ex-Mann, muss dir noch was sagen. Habe lange überlegt, wie ich es dir sage, ob persönlich oder auf diesem Wege. Da eine solche Nachricht von dir mich zwar gefreut, aber auch gleichzeitig bestimmt etwas aus der Bahn geworfen / ich es wahrscheinlich irgendwie seltsam gefunden hätte, dachte ich, dass dieser Weg doch besser wäre, da er keine unmittelbare Reaktion von dir erfordert. Lass dir alle Zeit der Welt! 
Die Mädels bekommen eine kleine Schwester, ich bin schwanger. Stichtag ist der 12. Februar
Eine der schwersten Nachrichten, die ich seit langem geschrieben habe. Hoffe, ich schock dich nicht zu sehr - ich wäre umgekehrt vermutlich etwas geschockt, aber vllt schätze ich es ja auch falsch ein... 
Wenn du mit mir sprechen willst: immer - kann auch jede Reaktion verstehen. Wir beide haben ja noch immer ne sehr emotionale Verbindung, obwohl wir schon so lange getrennt sind. Hätte gerne, dass das so bleibt.
 
Ich habe ihr gratuliert und ihr alles Gute gewünscht.
 
Mal abgesehen davon dass ich vom zugewandten Ton ein wenig überrascht war, hätte ich damit nicht mehr gerechnet. Dass sie ein Kind bekommt ist für mich natürlich komisch, werde ich aber glaube ich mit klar kommen. Dennoch bin ich momentan überfordert. Auch wenn ich es mir nicht anmerken lasse, sowie die Trennung abgelaufen war das nicht okay. Das habe und werde ich ihr nicht "verzeihen". Mir geht es tatsächlich am besten, wenn der Kontakt so gering wie möglich ist. 
 
Jetzt zum Problem: Meine Töchter haben sich natürlich extrem über die Nachricht gefreut, ich will aber nichts mit dem Kind zu tun haben und nach wie vor maximale Distanz zu dem Ganzen behalten. Wie kann ich das meinen Kindern gegenüber kommunizieren? Muss ich das? Darf ich sagen, nein die Kleine darf nicht hier übernachten, weil ich das nicht will, oder habe ich als erwachsener Mann nach so langer Zeit dadrüber zu stehen? 
 
Freue mich über jeden Input. 

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Also ihr schlechtes Verhalten - also die Affäre - ist damit gesühnt, dass ihr geschieden seid. Was willst du da noch abrechnen oder ihr nachgrollen? Es war scheiße, aber auch nicht etwas, dass du ihr bis ans Lebensende nur schlechtes willst. Es gibt wahrlich schlimmere Szenarien mit Exfrauen, das Forum hat da einige Stories parat. Ihr kommt gut aus, seid gute Eltern und pflegt einen vernünftigen Umgang miteinander, was man an der SMS von ihr sieht. Also schließe es ab.

Dann: das Kind kann nichts dafür. Und es ist auch kein Betrug an dir. Egal was der Trennungsgrund war, ihr lebt nunmal unabhängig voneinander. Sei einfach ein netter Onkel und wenn deine Töchter später den kleinen Bruder mal zu dir mitnehmen möchten, dann sei einfach unbefangen mit dem Kind, als wäre es das Kind von guten Freunden. dein Verhältnis zum brüderchen/Schwesterchen deiner Kinder sollte unabhängig von deiner Ex sein. Freuen sich deine Kinder, wenn du nett zu ihrem Geschwisterchen bist? Ja, dann solltest du es tun.

Klar, ist es ein Schlag in die Magengrube, weil damit endgültig die Bindung zerschnitten ist. Aber, das ist auch eine Chance für dich, emotional die Trennung nun auch abzuschliessen und selbst eine neue erfüllende Beziehung zu finden. Das sollte jetzt deine Priorität sein und nicht Hirnfick wegen ihrer neuen Schwangerschaft oder wie sie dich hintergangen hat.

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Ach, um es nochmal zu betonen: Das kleine Schwesterlein nicht übernachten zu lassen (wenn es dem säuglingsalter entwachsen ist), ist ziemlich albern und trifft vor allem deine Töchter, deine Ex hingegen kaum.

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Natürlich darfst du der Meinung sein, dass die Tochter deiner Ex-Frau und ihres Partners nicht bei dir schlafen sollte, wenn deine Töchter dich besuchen. Warum auch nicht? Es ist nicht dein Kind, du trägst keinerlei Verantwortung für es. Zudem sich generell die Frage stellt, inwieweit ein gleichmäßiges, fürsorgliches pädagogisches Einwirken auf drei Kinder möglich sein soll, wenn du nur zu zweien davon eine Binung hast bzw. liebst und das dritte nicht. Das ist eine völlig nachvollziehbare Reaktion. Eine verantwortungsvolle Mutter und empathische Ex-Partnerin würde da vermutlich von alleine drauf kommen und dich nicht in die Situation bringen.

Abgesehen davon sollte sich dieses Problem ja sowieso frühestens in 2,5 Jahren ergeben. Ich nehme kaum an, dass deine Ex-Frau einen Säugling/Kleinkind zu dir abschiebt und erwartet, dass der Ex-Ehemann solch einem Kleinkind die nötige 24h Betreuung zukommen lässt, noch dazu, wenn es das Kind des Mannes ist, dessenwegen die Frau einen verlassen hat. Deine eigenen Töchter werden dann in 3 Jahren ja auch mitten in der Pubertätsphase stecken. Vielleicht ist deren Blick dann auch noch mal ein anderer als jetzt und sie erwarten keine familiären Essenszeremonien und Zoobesuche mit Vater und Halbschwester. Vielleicht kann man dann aber auch schon mit ihnen darüber sprechen.

Ich persönlich würde da eine klare Grenze ziehen. Die Frage stellt sich ja nicht nur bzgl. Besuche. Wenn man vor Weihnachten dann im Spielemax steht und sich überlegt "kommt es nicht blöd rüber, wenn ich nur Geschenke für meine eigenen Töchter habe?" - Das sollte aber grundsätzlich nicht deine Sorge sein, das ist zumindest meine Meinung. Wie gesagt, würde mit der Ex-Frau darüber sprechen, WENN sich tatsächlich mal dieses Problem ergeben sollte und du das Gefühl hast, es herrsche eine unberechtigte Erwartungshaltung an dich. Dann kann man vielleicht auch mal mit den eigenen Töchtern, zumindest der dann 15-Jährigen drüber sprechen und das (vorsichtig) kommunizieren, dass du für deine Töchter da bist, aber eben nur 2 hast.

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Sagen wir so: Du hast keine Verpflichtungen, du musst der kleinen nichts großes schenken und sie auch nicht als vierjährige mit in die Ferien nehmen. Aber wenn die Töchter das Kleine mal mitnehmen wollen, dann ist es auch ok. Genauso wie beim Zoobesuch nicht nur den beiden Töchtern sondern auch der kleinen ein Eis zu kaufen...
Du musst schon überlegen, für wen du die Grenze ziehst, gegenüber deiner Frau (blöd, weil die ist eh nicht mehr deine Partnerin) oder für dich. Und beim letzteren sind die Grenzen bestimmt weiter gefasst.
Mache es so, wie man es bei einem Kind von guten freunden, zu dem ist man nett, man kann es mögen, schenkt mal ein paar Süßigkeiten, lädt es nicht aus, wenn's mitgebracht wird, aber man hat auch keine größeren Verpflichtungen.
Mit dem Mindset hat auch der Umgang mit dem Kind keine so überbordernde Bedeutung mehr und du verhältst dich natürlich. Außerdem: Die nächsten drei Jahre stellt sich die Frage gar nicht, wie du mit dem Kind umgehst, und dann wirst du der Situation wohl gelassener gegenüber stehen. Also wozu der Hirnfick? Genieße lieber deine Freiheit mit netten Frauen anstatt dich emotional selbst gefangen zu nehmen.

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Gast Forbiddengirl

Da war @Paian schneller. +1

Gutes Stichwort bei @jon29: Säuglingsalter. Manche würden gleich in Versuchung kommen, so dreist wie es ist, das Kind gleich mit den anderen Töchtern wie sonst zu Oma/Opa “mitzugeben“. Hauptsache man hat sich freie Zeit geschaffen, während man Dir die Kids zum Bespaßen hingeschoben hat. Rein pragmatisch bist Du kein Vater für das neue Kind, wenn überhaupt, dann Gastgeber oder Freund. Kannst und darfst selbst entscheiden, ob und wer. D.h. mit allen Konsequenzen, hast keine Verantwortung, inkl. Babysitting, Geschenke, Eintrittsgelder usw. Und vor allem hast Du Dein eigenes Leben. Und das so gegenüber der Ex kommunizieren. Sie hat das Kind, nicht Du. 

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vor 3 Minuten, Forbiddengirl schrieb:

Da war @Paian schneller. +1

Gutes Stichwort bei @jon29: Säuglingsalter. Manche würden gleich in Versuchung kommen, so dreist wie es ist, das Kind gleich mit den anderen Töchtern wie sonst zu Oma/Opa “mitzugeben“. Hauptsache man hat sich freie Zeit geschaffen, während man Dir die Kids zum Bespaßen hingeschoben hat. Rein pragmatisch bist Du kein Vater für das neue Kind, wenn überhaupt, dann Gastgeber oder Freund. Kannst und darfst selbst entscheiden, ob und wer. D.h. mit allen Konsequenzen, hast keine Verantwortung, inkl. Babysitting, Geschenke, Eintrittsgelder usw. Und vor allem hast Du Dein eigenes Leben. Und das so gegenüber der Ex kommunizieren. Sie hat das Kind, nicht Du. 

Danke. Die Möglichkeit dass sie babysitten schnell vorschlägt ist groß. Wahrscheinlich ein bisschen subtiler evtl. über die Kinder, die das ja vielleicht auch wollen. Bei ihren Hasen ist das so, die muss ich ständig bei ihnen zuhause bewundern, da geht´s obwohl ich nicht der Vater bin.

Richtig, Hirnfick vom Feinsten. Eine Woche hab´ ich mir aber erlaubt...

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Er muss gar nichts kommunizieren, weill gar nichts eingefordert wurde. Und so Banane scheint sie nicht zu sein, dass sie ihm das Kind zum Babysitten miitgibt. . das vergiftet das Klima unnötig, jetzt irgendwelche Regeln aufzustellen, wo niemand von ihm was verlangt und das Kind die nächsten Jahre gar nicht bei ihm sein kann.

Wie gesagt, einfach behandeln, wie andere Kinder von Freunden oder Bekannten. Nett, mal ein Mitbringsel schenken und vielleicht einen Kinobesuch ausgeben, und nicht an den Einlass verwehren, wenn es für ein paar Stunden mitgebracht wird. So einfach. In die Ferien mitnehmenund größere Geschenke wird keiner verlangen, und wenn doch, kannst du es immer noch freundlich aber bestimmt ablehnen.

Die blödeste Idee, ist jetzt regelkn aufzustellen und der Ex irgendwas zu kommunizieren. Freundlich sein, und wenn die Töchter aufgeregt vom kleinen Schwesterchen erzählen, muss man halt drüberstehen.

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Gast Forbiddengirl

@jon29: Leider sind manche so Banane. Ich kenne da ein Beispiel dazu. Gibst Du einen kleinen Finger, wird ganze Hand abgerissen inkl. subtiler Erwartungshaltung. Und die SMS/Gespräche werden genauso “nett“ formuliert. Also schein-nett, “es geht ja um das Kind“. Wenn man fair ablehnt, dann wird erstmal Kontakt zum Kind entzogen, solange bis demjenigen klar wird, dass er das Kind sonst nicht sehen wird. 

Erkenntnis: Menschen sind dreist, nicht alle, aber manche. 

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Sorry, forbiddengirl: Ich kenne aus meinem Umkreis niemanden, der so krass drauf wäre, und bisher scheint sie auch nicht so drauf zu sein. Wenn sie das dennoch fragen sollte, kann er immer noch das ablehnen. Da muss man deswegen nicht ganz bescheuert vorher regeln aufstellen, oder nein sagen, wenn die töchter fragen, ob er mal kurz das Schwesterchen angucken möchte. Wirklich albern und unreif. die Frau hat sich nach der Trennung anscheinend ordentlich verhalten, warum sollte sich das jetzt ändern?

Ebenso sehe ich die SMS im Gegensatz zu Aldous als unproblematisch an. Sie hat ihm nett gesagt, dass Sie schwanger ist und liegt mit ihrer Vermutung richtig, dass es ihn treffen würde, wie wir hiier im Thread sehen. Eine kühle und knappe Mitteilung fände ich da wesentlich problematischer.

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vor 2 Minuten, Forbiddengirl schrieb:

@jon29: Leider sind manche so Banane. Ich kenne da ein Beispiel dazu. Gibst Du einen kleinen Finger, wird ganze Hand abgerissen inkl. subtiler Erwartungshaltung. Und die SMS/Gespräche werden genauso “nett“ formuliert. Also schein-nett, “es geht ja um das Kind“. Wenn man fair ablehnt, dann wird erstmal Kontakt zum Kind entzogen, solange bis demjenigen klar wird, dass er das Kind sonst nicht sehen wird. 

Erkenntnis: Menschen sind dreist, nicht alle, aber manche. 

Weise Worte, gelassen ausgesprochen.

 

 

vor einer Stunde, Paian schrieb:

Zudem sich generell die Frage stellt, inwieweit ein gleichmäßiges, fürsorgliches pädagogisches Einwirken auf drei Kinder möglich sein soll, wenn du nur zu zweien davon eine Binung hast bzw. liebst und das dritte nicht.

Es brauch kein gleichmäßiges pädagogisches Einwirken. Eher im Gegenteil. In mancher Hinsicht gings Kindern am besten, zu der Zeit bevor die Pädagogik erfunden wurde.

Was spricht denn dagegen, ne coole Zeit mit den Leuten zu verbringen, die gerade da sind? Egal ob Kinder, Säuglinge, Kumpels oder Senioren?

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vor 3 Minuten, jon29 schrieb:

Sorry, forbiddengirl: Ich kenne aus meinem Umkreis niemanden, der so krass drauf wäre, und bisher scheint sie auch nicht so drauf zu sein.

In meinem Umkreis kenne ich zwei, die so drauf sind. Beide haben glücklicherweise Männer, die sich sehr nach ihnen richten. Darum gibts da keine größeren Komplikationen.

Und aus beruflichen Gründen sind mir aber leider ein paar mehr Exemplare über den Weg gelaufen, die so ticken - und bei denen es teilweise seit Jahrzehnten Komplikationen gibt. Und zwar übelster Natur. Die gehen über Leichen, wenn sie nicht bekommen was sie wollen. Und zwar in der vollen Überzeugung, genau das richtige zu tun.

 

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Weise Worte,Aldous? Ich würde eher sagen, man bestärkt den Te nur unnötigerweise im Hirnfick und macht die Frau zur total wahnsinnigen. Obwohl noch nichts von ihm verlangt wurde, und das Kind noch nicht einmal auf der Welt ist. Nein, wenn er sich normal nett verhält, wird sie ihn nicht zum Babysitten einspannen und verlangen, dass er mit der Kleinen vier Wochen in den Urlaub fährt. Auch wenn das manche hier für die Regel halten. ;-)

Gar nix muss er tun, weil noch gar nix passiert ist. Wenn die Frau mal zuviel verlangt, sagt er einfach freundlich nein. Bisher wurden die Töchter nicht gegenihn ausgespielt, also warum sollte es plötzlich sein? Nix wird passieren, wenn er nicht den Fehler macht, und hier seltsam reagiert, , und albern "Grenzen zieht", weil "kleiner Finger" und so. er ist 41 und nicht 16.

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vor 2 Stunden, BadaBing schrieb:
 
Jetzt zum Problem: Meine Töchter haben sich natürlich extrem über die Nachricht gefreut, ich will aber nichts mit dem Kind zu tun haben und nach wie vor maximale Distanz zu dem Ganzen behalten. Wie kann ich das meinen Kindern gegenüber kommunizieren? Muss ich das? Darf ich sagen, nein die Kleine darf nicht hier übernachten, weil ich das nicht will, oder habe ich als erwachsener Mann nach so langer Zeit dadrüber zu stehen? 

Ich denke schon, dass Deine Töchter mit Dir darüber reden, weil es Teil ihres Lebens ist und sie bewegt.
Würde ich nicht blocken. 

Aber übernachten? Denkst Du da nicht ein wenig zu weit in die Zukunft? Also den Babysitter willst Du ja nicht spielen, oder? Da vergehen doch jetzt erstmal einige Jahre, wo es vollkommen normal ist, dass der Schwester bei der Mutter bleibt und nicht mit zu Dir kommt. Das ist doch erstmal die Normalität. Bis das ein Thema wird, sind Deine Töchter 13 und 15 oder vllt. noch ein Jahr älter. 

Würde ich mir Gedanken machen, wenn es soweit ist. Vielleicht wollen die lieber bei ihrem Freund übernachten und schleppen ihre Schwester überhaupt nicht an...? ;-)

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Ach,ich bin auch Schwerkriminellen, vergewaligern, wahnsinnigen Müttern, Heroinsüchtigen und sonstigen begegnet. Macht es aber auch nicht wahrscheinlicher, dass die Ex-Frau und ihr neuer Partner das Kind ihm zum babysitten abgeben, obwohl sie bisher im Umgang mit ihren Töchtern einwandfrei war. Bissl mehr Realität und weniger RTL-Dokusoap.

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Manchmal ist es sinnvoll, sich in die Lage des Fragenden zu versetzen und das Ganze aus dessen Perspektive zu betrachten und auch den persönlichen Kontext zu berücksichtigen. Das kommende Kind ist nicht ein Nachbarskind. Es ist auch nicht das Kind der Pizzabäckerin. Es ist auch keine Schulfreundin der eigenen Töchter. Nein, es ist deren Halbschwester. Es ist das Kind von meiner Ex und vor allem, es ist das Kind des Mannes, mit dem mich meine Frau betrogen hat. Und nun soll ich das Kind einfach so easy peasy wie nen nettes Mädel, das meine eigenen Töchter cool finden, behandeln und ab und an nen Eis kaufen. Manche können das und das ist toll. Andere können das nicht und dafür sollte man ebenso Verständnis haben. Bada Bing lässt hier im Thread ganz deutlich erkennen, dass er die ganze Sache mit seiner Ex auch nach Jahren noch nicht vollends aufgearbeitet hat bzw. da vielleicht auch gar kein Interesse daran hat. Nun ist er in einer für sich komplizierten Situation, weil die Gefahr besteht, dass er Emotionen oder auch nur Fürsorge für jemanden zeigen soll, bei dem er das überhaupt nicht möchte. "Unschuldiges" Baby hin oder her. Kompliziert es es vor allem deswegen, weil womöglich die eigenen Töchter eine Erwartungshaltung dahingehend an ihm haben. Und ich sage: Die MUSS man nicht erfüllen. Auch wenn es Konflikte ergeben sollte.

Ich halte mich bei Ratschlägen und vor allem bei solch heiklen Themen wie diesem hier damit zurück, meine eigene Perspektive drastisch auszudrücken, statt einfach Hinweise/Hilfestellungen zu geben, da übertrieben Emotionalität bei anonymer Internetberatung sowieso nicht gut ist. Ich persönlich wäre da nämlich so aufgestellt (etwas überspitzt) :  "Wenn meine Ex nun ankommt und mir die Saat des Mannes, mit dem sie damals fremdgefickt hat, nach hause bringt und möchte, dass ich dem Baby dieses Mannes die Kacke aus der Arschritze schaufel, würde ich ihr nen Vogel zeigen. Ist mir auch völlig egal was die Marc-Aurel-für Arme-Fraktion im Pickup-Forum darüber denkt, wenn sie mal wieder zum Cuck-Sein rät und die eigene Omeganess im grotesken Ausmaße demonstriert. Und meine Töchter müssen dann auch lernen, dass ihr Vater seinen eigenen Willen hat und auch mal NEIN sagt, statt sich emotional erpressen zu lassen." Hilft das dem Threadersteller? Eher nicht. genausowenig, wie ihm dazu zu raten, das Kind zu behandeln als wäre es nicht das Kind der Ex und deren Partners.

 

 

bearbeitet von Paian
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Es hilft aber auch nicht, die schlihlimmsten und vor allem absurdesten Szenarien aufzustellen, wie dass er sich um das Kind kümmern (babyitten) muss, weil man hat schon mal wahnsinnige im Zoo gesehen und so...

So krass und außergewöhnlich ist es nicht. In tausenden familien gibt es so eine Konstellation und tausende Väter/ Mütter können damit umgehen, ohne das Kind irgendwie aauszuschließen. Dafür muss man kein Zenmeister sein, normale Gelassenheit reicht da schon aus.

Und nein, die Töchter müssen nicht aushalten, wenn der Vater sich unreif und emotional verhält.

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vor 23 Minuten, jon29 schrieb:

Bissl mehr Realität und weniger RTL-Dokusoap.

Die Realität ist meist, dass Bindungen auch nach Trennungen weiter bestehen - und das zum Problem wird. Passiert das in so ner Konstellation, wie Badabing drin steckt, dann gibts dafür nicht wirklich ne Lösung.

Also, prinzipiell gibts schon ne Lösung. Und zwar Wertschätzung. Sich selbst und allen anderen gegenüber. In der Realität sind wir aber keine erleuchteten Buddahs. Und auch die sind nur im Moment der Erleuchtung so. Und danach nicht mehr.

Darum kann man nur ganz behutsam und in möglichst kleinen Schritten vorgehen. Ich meine, ich würd ner Ex nen Vogel zeigen, wenn ich so ne SMS bekäme. Und wahrscheinlich gar nicht drauf anworten. Weil ich mein, was soll man dazu schon schreiben? Anstelle dessen würd ich mich freuen, wie meine Töchter ihr neues Geschwister feiern. Die freuen sich, und das freut mich. Komplizierter wirds nicht. Also für mich.

Steckt man allerdings erstmal in so ner Situation, in der die Ex schreibt, man hätte eine emotionale Verbindung und so. Dann muss man gucken, wie man damit umgeht. Um nicht den Erwartungshaltung der Ex vor den Kopf zu stossen - und damit das Verhältnis zur Ex und damit die eigenen Töchter zu belasten.

bearbeitet von Aldous

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vor 15 Minuten, jon29 schrieb:

Es hilft aber auch nicht, die schlihlimmsten und vor allem absurdesten Szenarien aufzustellen, wie dass er sich um das Kind kümmern (babyitten) muss, weil man hat schon

Und nein, die Töchter müssen nicht aushalten, wenn der Vater sich unreif und emotional verhält.

Nunja, und die alternative Meinung lautet eben: "Nein, Bada Bing muss es nicht aushalten, als Babysitter für ein Kind herzuhalten, das nicht nur nicht seines ist, sondern auch noch das Kind des Mannes, der seine Frau gevögelt hat während sie zusammen waren". Ich sehe da nichts Unreifes dran. Falsch wäre es, die eigene Emotionalität dahingehend als falsch und defizitär auszulegen und zu unterdrücken versuchen und dann im schlimmsten Falle ständige Begegnungen mit den eigenen Töchtern zu haben und diese nichtmehr genießen zu können, weil man sich unter Druck gesetzt fühlt, alle drei Kinder gleich lieb zu haben. Sowas kann doch nur schiefgehen.

 

Das ist doch alles auch sehr theoretisch. Vielleicht tritt das eh nie ein. Allerdings hat Bada Bing schon die Befürchtung geäußert, dass seine Ex-Frau genau das möchte. Und er kennt sie wohl besser als wir. Und dann ist es ganz sicher nicht "unreif", die Bitte zum Babysitten aus genannten Gründen abzulehnen. Es gibt genug Babysitter da draußen. Wie man einen möglichen Konflikt dahingehend mit den eigenen Töchtern angeht, steht auf einem anderen Blatt.

bearbeitet von Paian

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Gast

Ich bin in einer ähnlichen Situation, meine Ex ist auch schwanger und das nach 1,5 Jahren Trennung. Sie hat die Trennung bereits voll verarbeitet ich nicht. Denke dem TE gehts ähnlich obwohl 8 Jahre schon eine lange Zeit ist. Für mich ist klar das ich alles für meine Tochter mache, aber alles andere was meine Ex betrifft will ich nichts zu tun haben. Halbgeschwister hin oder her. Darüber braucht man sich doch noch garnicht Gedanken machen, welche Eltern würden ein Kleinkind mir nichts dir nichts einfach mal schnell zum übernachten mitgeben? Über sowas würde ich garnicht nachdenken, solange das Kind nicht min. 10 Jahre alt ist und ein gutes Harmonisches Verhältnis besteht? Denke zu dieser Situation wird es garnicht kommen.

Ich kann dem TE nur empfehlen endlich abzuschließen, das heisst nicht dass man mit der Ex klarkommen muss! Also mach Dir keine Gedanken darum, das ist alles sehr weit weg. Ex am besten ignorieren und sich selbst ein geiles Leben aufbauen, hab das Gefühl, da hast Du die letzten Jahre was versäumt, kann mich aber auch irren. 

Zu Deiner konkreten Frage. Ja Du darfst die maximale Distanz halten. Aus Amen Fertig! Sollte sich Dein Leben aber so geil entwickeln dass es Dir nichts mehr ausmacht, dann spricht ja nichts dagegen, Du hast 10 Jahre zeit! Wie gesagt, vorher glaube ich nicht dass sie Dir ein Kind mitgeben. Gibt Familien die auch gemeinsam was unternehmen obwohl sie ex Partner sind. Das dauert aber und davon bist Du auch noch weit entfernt. Du musst Dich nicht zum emotionalen Sklaven machen. Selbstschutz ist immer ok. Zeit heilt Wunden!

 

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Das Kind wird natürlich niemals deine Wohnung betreten,wenn du es nicht willst. Und das werden deine Kinder schon verstehen, wenn sie nicht vollkommen bescheuert sind. Die dürfen ruhig wissen, was ihren Vater verletzt und was sie zu lassen haben. Das hat auch etwas mit Respekt deinen Gefühlen gegenüber zu tun....dass du dir überhaupt die Frage stellst.

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vor 6 Minuten, SilverStar01 schrieb:

Das Kind wird natürlich niemals deine Wohnung betreten,wenn du es nicht willst. Und das werden deine Kinder schon verstehen, wenn sie nicht vollkommen bescheuert sind. Die dürfen ruhig wissen, was ihren Vater verletzt und was sie zu lassen haben. Das hat auch etwas mit Respekt deinen Gefühlen gegenüber zu tun....dass du dir überhaupt die Frage stellst.

Ne, andersrum. Wenn was vollkommen bescheuert ist, dann von Kinder Respekt vor Erwachsener zu erwarten.

Überleg mal. Die Töchter sind 10 und 12 - und die Eltern 41. Käme es dir nicht ziemlich eigenartig vor, wenn ein 41-jähriger Mann erwarten würde, dass ein 10-jähriges Mädchen Rücksicht auf ihn nimmt?

 

Also, nicht falsch verstehen. Nix gegen Respekt und Rücksicht. Wenn beispielsweise ich dich respektiere. Dann mach ich das, weil ich das so will. Beispielsweise, weil du was gemacht hast, was ich gut finde. Dann kann ich mich entscheiden, dich dafür zu respektieren. Also mich freiwillig entscheiden.

Und jetzt stellt dir mal vor, du wärst mein Kind. Also emotional und auch materiell auf mich angewiesen. Und jetzt erwarte ich von dir, dass du mich respektierst. Haste dann die Möglichkeit, dich zu entscheiden? Oder musste dich so verhalten, wie ich es erwarte?

Wie sollte das dann funktionieren, dass du mich respektierst? Genau. Funktioniert nicht. Kann nicht.

 

Was funktioniert ist, dass du als Erwachsener aus deiner souveränen Position heraus respektierst. Je mehr du das hinbekommst, um so mehr können deine Kinder von dir als Vorbild lernen. Und wenn sie dann mal soweit sind, dass sie ihren eigenen Standpunkt vertreten können. So mit Anfang oder mit Mitte 20. Dann werden sie dich dafür respektieren.

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