Regelstudienzeit - wie wichtig?
4 4

14 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

Ich werde demnächst 23 und studiere seit September 2015 an einer FH Maschinenbau im Bachelor. Vorher habe ich ein Semester BWL studiert, was mir aber überhaupt nicht gefallen hat.
Aktuell bin ich frisch ins 5. Semester gekommen und mein Notenschnitt liegt bislang bei 2,3. Nun habe ich noch zwei Regelstudiensemester inkl. Bachelorarbeit zu absolvieren. Die Sache ist, dass mein aktueller Stundenplan total überlaufen ist, da ich noch zwei Module aus dem 3. Semester wiederhole, welche ich aus Krankheitsgründen damals nicht angefangen habe. Nun würde ich ein Modul, welches sehr zeitintensiv ist, ins 7. Semester verschieben wollen und im 8. die Bachelorarbeit schreiben. Dadurch werde ich zwei Semester über der Regelstudienzeit sein.
Für das 6. Semester, das bei mir wohl veranstaltungsfrei sein wird, sowie für das 7. in dem ich wohl nur das Modul machen muss, würde ich mir eine Werkstudententätigkeit in dem Bereich suchen - entsprechende Kontakte habe ich vor einem Jahr bereits aufgebaut - sprich Firmen, die in diesem Bereich suchen und mir damals schon eine WS-Stelle angeboten haben. Neben dem Studium arbeite ich noch als Nachhilfelehrer in Mathe, Physik und Informatik. Das Studium macht mir großen Spaß und habe dort super Leute kennen gelernt - der Lernstoff liegt mir größtenteils auch.

Nun habe ich natürlich ein schlechtes Gefühl und konnte mir innerhalb der Familie bereits anhören, dass ich es schwer haben werde, später etwas zu finden, weil ich eben überziehe bzw den Studiengang gewechselt habe - u .a. auch von einem Verwandten, der Leute einstellt.. Dazu kommt dann auch, dass einige mit denen ich damals Abitur gemacht habe (größtenteils Mädels), schon ihren Bachelor haben bzw im Master sind (größtenteils Soziale Arbeit) und gerne versuchen, jemanden aufzuziehen, der noch die Hörsaalbank drückt. Das kratzt schon etwas am Ego.. Andererseits sind bei mir genügend ewige Studenten im Studiengang, die teilweise schon im 11+. Semester und Ende 20 sind. Auch verschiedene Dozenten waren der Meinung, ich müsse mir keine Sorgen machen, da ich ja noch relativ jung bin.

Wie seht ihr das? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Danke!

Viele Grüße,
Ich1994.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sehe bei Maschinenbau kein Thema. Wärst dann wenn du mit dem Bachelor fertig bist 25/26 oder?

Bei mir war das damals im Studiengang 26 ein normales Alter, wobei man dazusagen muss, dass es damals noch Zivi gab. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Würde ich, speziell in einem Ingenieursfach, ebenfalls nicht so eng sehen. 

Auf Nachfrage in einem evtl. Vorstellungsgespräch solltest du es aber schon sinnvoll begründen können.

Viel wichtiger als die Studiendauer sehe ich Praxiserfahrungen; also eine WS-Tätigkeit sowie eine gute, sinnvolle Bachelor-Arbeit sollten es auch sein.

Gute Tool-Kenntnisse (also diverse CAD-Programme, FEM-Berechnungstools etc.) sind übrigens auch immer sehr gerne gesehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Mach dir darüber keinen Kopf. Ich habe einen Bachlor mit Wirtschaftsbezug und von den ca. 80 Leuten in meinem Studiengang gab es zwei Stück die es geschafft haben, den Bachlor in der Regelstudienzeit von 7. Semestern zu absolvieren. Die meisten brauchten 8-9 Semester, manche sogar 10-11.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

"Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf?"

"Ja, war geil."

Sorge dafür, daß Deine Bewerbung nicht so aussieht, als ob die Firma Dich noch ausbilden und Dir einen Aufpasser mitgeben muß, damit Du unfallfrei und ohne fremde Hilfe durch den Büroalltag kommst. Also entsprechend bescheinigte Praxis-Erfahrung für die Akten und ne Persönlichkeit fürs Gespräch. Wenn ein Mann vor dem Personaler sitzt und nicht ein Schulbub, ist ein Jahr Studiendauer hin oder her vermutlich scheißegal. Bin kein Personaler (ein Mann war ich damals aber auch nicht...), aber bei mir warens mehrere Jahre "her", statt "hin", und nach dem Vorstellungsgespräch sollte ich noch kurz warten, weil man mir meinen Arbeitsvertrag gleich nachhause mitgeben wollte (jaja, lang ists her, heute schicken einem ohne Rückporto nichtmal Dax-Unternehmen die Bewerbungsmappe zurück, geschweige denn eine Einladung. Äh, Bewerbungsmappe?)

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

Ich habe Verfahrenstechnik Studiert und dafür die doppelte Mindeststudienzeit gebraucht (10 Jahre und ich war da dann schon 30) und ja es war geil.

Bin dann nach dem Studium sofort in die Firma übernommen worden in der ich auch schon als Student gearbeitet habe.

Bei tech. Studien laufen dir die Arbeitgeber eigentlich hinterher. Keine Ahnung was du da für Leute hast die dir vorhersagen das du es mal schwer haben wirst aber das ist totaler Blödsinn hätte auch wo anders ohne Probleme sofort einen Job bekommen.

 

PS.: Einstiegsgehalt natürlich deutlich höher als bei allen meinen Bekannten die kein tech. Studium absolviert haben ;)

 

LG

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Kann mich den Postern nur anschließen. Je methodisch anspruchsvoller das Fach, desto eher wird einem eine längere Studienzeit verziehen. Du scheinst auch keine nennenswerten Lücken zu haben, also einfach begründen wieso du länger brauchtest und gut ist. Nichtsdestotrotz solltest du zusehen, dass du den Werkstudentenjob bekommst und auch deine BA in Kooperation mit einem Unternehmen schreibst - Praxiserfahrung ist extrem wichtig und sollte insbesondere bei FH-Studenten gegeben sein. Würde an deiner Stelle schon zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Teilzeitstelle annehmen, dort ein Jahr arbeiten und dann deine BA in einem anderen Betrieb anfertigen. Mit 23 hast du dann nicht nur ausreichend Erfahrung, sondern bist immer noch jung genug (und somit in den Augen potenzieller Arbeitgeber formbar). Auch einen Uni-Master solltest du in Betracht ziehen, dort noch 1-2 Praktika, Auslandssemester sowie MA im Unternehmen ballern und zack hast du mit 25 ein sehr gutes Profil. 

bearbeitet von suchti.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Würd mir eher Gedanken machen, dass du mit dem Studiengang an sich überhaupt nen Job bekommst, anstelle es an einer längeren Studienzeit festzumachen oder einem abgebrochenen BWL Studium, dass es eventuell nichts werden könnte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Unwichtig.

Jedenfalls wenn es im Rahmen bleibt.  20 Semester ist wohl was anderes...

bearbeitet von FranzMamba

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wenn du keinen Master machst, dann studier ruhig länger und mach eventuell noch Praktika. Sonst würde ich mich beim Bachelor eher beeilen und mir dann beim Master mehr Zeit lassen. So habe ich es gemacht. Was spricht dagegen die BA und das Modul im 7. Semester zu machen?

Und chill mal. Lass die anderen reden.  Es wird sicher nicht an einem Jahr liegen, dass man dich nicht einstellt. Ich empfehle dir, an deinem Innergame zu arbeiten, wenn es dich so ankratzt. 

bearbeitet von Kubrick

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erst einmal Dankeschön für die zahlreichen Antworten!

Naja, mein Ziel war es, nach dem Abi mit 18, mit spätestens 24 den Master zu haben. Egal, kann man nun nicht mehr ändern.

Unsere Fh bietet in manchen Modulen noch gefragte Zertifikate nebenbei an, für die man sich anmelden konnte, im Januar/Februar wären da die Tests. Habe mich da heute mal bei 2/2 angemeldet.

@Kubrick: Die BPO verbietet das leider. Diese besagt, dass man erst alle Module bestanden haben muss, bevor man zur Bachelorarbeit zugelassen wird.
Mein aktueller Plan ist es, den Bachelor abzuschließen und dann später berufsbegleitend, entweder mittels Fernstudium oder Abendschule den Master zu machen.

@younggun: Naja, ist halt so eine Sache. Ich habe damals mit knapp 400 Leuten angefangen. Ungefähr die Hälfte hat sich nach den ersten beiden Wochen/Semestern verabschiedet und einige danach, weil sie drei Mal durch Prüfungen gefallen sind. Im Jahrgang unter mir schaut es ähnlich aus und wie einige Profs heute meinten, hätten sich von den neuen Erstsemstern viele schon nach den ersten beiden Mathe- und Physikvorlesungen exmatrikuliert.
Kenne auch ein paar andere Studenten an anderen Unis/Hochschulen in diesem Fachbereich, die berichten mir ähnliches.
Ingenieure sind gesucht, das hört man auch immer wieder, meine Angst ist es nur, aufgrund einer 2semestrigen Überschreitung keinen Job zu finden. Auch wenn sich einige, die schon 6 Semester drüber und einige Jahre als ich sind, da keine Sorgen machen.

bearbeitet von Ich1994

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
On 12.10.2017 at 6:38 PM, Ich1994 said:

Ingenieure sind gesucht, das hört man auch immer wieder, meine Angst ist es nur, aufgrund einer 2semestrigen Überschreitung keinen Job zu finden. Auch wenn sich einige, die schon 6 Semester drüber und einige Jahre als ich sind, da keine Sorgen machen.

Die Regelstudienzeit ist vollkommen egal.

Musst dich ggf. nur auf typische Personaler/BWLer Laberfragen beim Bewerbungsgespräch einstellen (Bspw. Warum haben Sie so lange gebraucht?)

Wenn eine Firma eine Stelle ausschreibt suchen die in der Regel einen, der in einer anderen Firma exakt das Gleiche gemacht hat. Sowas wird als Student natürlich schwierig.

Sehr wichtig ist, dass du mit Fachpraktikum und vorallem mit deiner BA/MA einen Fuß in eine gute Firma bekommst, dort arbeitest und zeigst was du kannst.

Viel Erfolg

Jim K

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Aus persönlicher Erfahrung: Bachelor in Regelstudienzeit, Master um ein Jahr überzogen. Berufseinstieg ging nahtlos vom Master in den Beruf ohne Pause.

Wenn du schon Kontakte hast, die dir eine Werkstudententätigkeit ermöglichen, dann würde ich eher in diese Richtung ausbauen, statt mich mit dem Studium zu beeilen. Grundsätzlich spricht nichts gegen die Einhaltung der Regelstudienzeit, aber ebenso spricht auch nichts gegen ein Überschreiten dieser. Das Entscheidende ist immer die Begründung, WARUM etwas gemacht wurde, wie es gemacht wurde. Spätere Arbeitgeber wollen nicht jemanden, der sich von den Wogen des Lebens treiben lässt, sondern zielgerichtet etwas verfolgt. Wenn das nun mal länger dauert, ist das auch okay. Kontakte und persönliche Beziehungen sind im späteren Berufsleben und vor allem beim Einstieg sehr wichtig.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.

Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden

4 4