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Revue der Woche.

Mir is' einfach danach, die letzten Tage Review passieren zu lassen; nicht nur den heutigen Abend.   Samstag - Neulingsparty bei der Schanze. Meine Freundin hab' ich daheim lassen und bin mal dort hin. In der S-Bahn seh' ich ein Mädel, das ich rein intuitiv dazu eingeordnet hätte, dass sie zu der Party geht. Amüsanter Zufall, dass ich da richtig geschätzt hab'. Durchaus hübsch, und nachdem ich von Grüppchen zu Grüppchen spaziert bin und mit den Leuten geplaudert hab', bin ich halt ... naja, beim hübschesten Mädel hängen geblieben; also dem Mädel aus der S-Bahn. Durchaus nett, und dann hat mir ein Mädel zugewunken, das ich schon von einer anderen Party kannte. Ich meinte, dass ich jetzt mal dort rüberschau', aber das wir doch mal Nummern tauschen könnten. "Was? Wieso?" Das hat mich ein bisschen überrascht. Normal frag' ich nur dann nach Numemrn, wenn ich mir irgendwie schon total sicher bin, dass ich die bekomm'. "Naja, einfach weil's praktisch und nett ist." - "Was hast du denn vor damit?" - "Ich ... habe vor sie zu benutzen." - "Aber zuwelchem Zeck? Worauf soll das hinauslaufen?" - "Nah, musst du jetzt auch nicht machen. Passt schon. Aber ich schau' jetzt trotzdem mal zu der Freundin rüber. Bis dann derweil mal!" Wahrscheinlich war das etwas plump, ich hab' das offenbar falsch eingeschätzt, keine Ahnung. Im Laufe des Abends bin ich dann wieder bei der Gruppe gelandet, bei der sie war. 3 Kerle, 2 Mädels - das andere Mädel is' später abgehau'n. Irgendwann meinte auch einer der beiden Typen, er würde gehen und sie ebenfalls. Dann hat sie sich, als er los ist, nochmal an mich gewandt und deutlich gemeint: "Also, wir gehen getrennt. Nicht gemeinsam ... dass du das nicht falsch verstehst." Wieso auch immer das netonenswert war. Sie meinte dann noch: "Du bist doch sicher auch dabei, wenn wir was trinken gehen, ja? Wir sehen uns dann dort!" Kann mich nimmer ganz erinnern, wie das Gespräch verlaufen is', nachdem ich meinte, dass ich nichts davon weiß, dass wir was trinken gehen, aber der andere Typ, der gerade gegangen is', der hat mich eh auf Facebook. Glaub' aber nicht, dass da je was zustande kommt. Hab' sie auf Facebook als Freundin vorgeschlagen bekommen und kurz überlegt, sie zu adden, aber nachdem sie schon bei der Nummer 'rumgedruckst hat, is' es wohl besser, das zu lassen. Obwohl ich halt schon den eindruck hatte, dass ich die Nummer bekommen hätte, wenn ich was gescheites gesagt hätte, und dass sie zumindest Interesse daran hat, irgendwie "Kontakt" zu mir zu haben. Aber ne,... Ich bin dann noch mit einem anderen Mädel und ein paar Leuten von der Party weiter gezogen, runter zur Reeperbahn. An sich super nette Leute. Das Mädel war halt optisch leider nicht mein Typ, weil ich schon denk', dass da was gegangen wär'. Hab' dann halt recht rasch - um an sich mal die Front zu klären - meine Freundin erwähnt. Ob ich erwähnt hab', dass die Beziehung offen is', das weiß ich nicht, aber für gewöhnlich spielt das keine Rolle. Freundin is' Freundin, ergo tabu.   Heute I - Leider nur ein Kumpel-Treff. Hab' mich heute mit einem Mädel getroffen, das ich vor 'nem Monat kennengelernt hab'. Sie weiß, dass meine Beziehung offen is', und ich bin davon ausgegangen, dass ihre das auch ist; gefragt hab' ich dann aber nicht. Vielleicht hätte ich das sollen. Der Abend war halt irgendwie "nett". Wir woltlen auf ein Konzert gehen, aber das konzert hat irgendwie nicht existiert. Wir sind dann bloß 'rumgesessen und haben uns durchaus rege unterhalten, aber sie hat dann relativ früh gemeint, dass sie noch was arbeiten muss. Dürfte also eher nicht so doll gelaufen sein. Hm,...   Heute II - Verloren in Barnbek Nach meinem offenbar nicht so gut gelaufenen Treffen, hab' ich noch in einer Bar in Barnbek vorbeigeschaut, die ich vor einer Weile mal entdeckt hab'. Die Bar lag zwar "am Heimweg", war aber an sich schon weit, weit weg von daheim. Der Barkeeper konnte sich an mich erinnern. Bin dann mit meinem Apfelsaft in der Bar herumgegeistert, verloren und verträumt. Ich dachte mir, dass ich den wohl flott austrink' und dann heim fahr'. Aber dann haben mich zwei Mädel eingeladen, dass ich mich zu ihnen setz'. Durchaus ansehnliche Mädel. Und BÄM waren die touchy, kuschelbedürftig und offen. Super cool. Ich war mir schon recht sicher, dass das nichts laufen wird ... vielleicht auch weil ich den eindruck hatte, dass das nicht so viel mit mir zu tun hat, sodnern damit, dass sie beiden halt so sind. Und damit, dass sie betrunken waren. Aber es war ein schöner Abend. Die eine scheint sich einen Narren an mir gefressen zu haben, wollte unbedingt mit mir Billard spielen gehen und die Leute wegfegen - "aber ohne sexuelle Spannung". Davor, als wir darüber geplauder thaben, wo man bei Leuten hinschaut (Augen, Brüste) meinte sie noch scherzhalber, dass sie mir schon auf den Schwanz geschaut hätte und wollte auch wissen, ob ich rassiert bin. Evtl. is' sie dann auch einfach wieder nüchtern geworden. Oder müde. Oder sonstwas. Aber die beiden wollen mich jedenfalls heute auf ihrem Mädelsabend dabei haben - gemeinsam mit einer Handvoll Freundinnen von ihnen. Eines von den beiden Mädels is' nämlich nur mehr heute hier in Hamburg, und fände es so schade, wenn es das war. Keine Ahnung, ob ich da zu einem Mädelsabend gehen soll. Irgendwie kommt mir das schon fehlt am Platz vor. *kopfkratz*

selfrevolution

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Entwurzelt

...noch nicht ganz zwei Monate wohn' ich jetzt hier, und muss sagen: es is' zach. Meine Freundin hat das, was ich erlebe, als "entwurzelt" bezeichnet, und es passt einwenig. Es is' hier nicht so, dass ich mal "ein paar Wochen ohne meine Leute" bin oder "eine kleine Pause mache". Wenn ich in Wien bin, und ich habe heute Lust drauf, rauszugehen, dann is' das vielelicht etwas gar spontan, aber es wird sich schon wer finden, der noch in meinen Lieblings-Billardschuppen mitkommt und einen Cocktail schlüft. Und wenn sich heute partout nichtmal findet, dann halt in den nächsten Tagen. Aber hier ... hier kenn' ich niemanden. Und zwar wirklich niemanden. ...ich dachte mir, dass ich wieder mit dem Sport beginne und bin einem Verein beigetreten. In Wien habe ich ja letztes Jahr schon wieder angefangen, war dann aber zu Beginn der Saison verletzt. Es ist natürlich absurd, hochmütig und realitätsfremd, zu erwarten, dass man in einer fremden Stadt einem Verein beitritt und sofort seine Stammposition bekommt und imemr durchspielt. Die haben natürlich wen auf der Position, der gut spielt. Und die haben einen Ersatzspieler für den. Und dass ich jetzt auf einer anderen Position spiele und dafür offenbar trotz grauenhafter Leistungen die erste Wahl zu sein scheine und zumindest die Hälfte der Zeit spiele, is' nachvolltziehbar. Aber irgendwie is' es nicht wie daheim, wo ich zu meinem Verein gehe und weiß, dass ich ein Leiberl auf meiner Position hab', und auch wenn mein Verein mittlerweile einen Ersatz für mich gefudnen hat (ich war ja lange nicht da), teile ich meine Stammposition 50/50 und spiel' die andere Zeit auf einer anderen coolen Position. Bank'lwärmer (also derjenige, der mit seinem Hintern die Ersatzbank warm hält) is' so gar nicht meine Position. ...ich hab' hier mal "ein bisschen" geschaut, ob's Leute gibt, die Musik machen wollen. Halt im Netz. In Wien is' das natürlich anders, da kennt man schon seine Leute, und auch wenn man nicht aktiv sucht, findet man zumidnest zum Jammen wen, der einen dann zu Gigs überredet und schwupps hat man zwei Bands ohne je gesucht zu haben. Hier suchen die Leute im Internet offenbar keine Bassisten, sondern gitarristen. Hab' mit ein paar Typen verabredet, und dann hab' ich festgestellt, dass das nichtmal in Hamburg sodnern in einer komplett anderen Stadt is'; und diese drei Mädels, mit denen ich geschrieben hab', die suchen einen Metal-Gitarristen. Ich hab' daheim ein bisschen geschaut, was geht, aber weder Metal noch Gitarre sind so wirklich mein's. Es geht schon, aber irgendwie is' es einfach leiwander mit den Fingern einzelne fette Saiten zu zupfen, sich an den Tonleitern entlangzuhandeln, und die tiefen Töne zu spüren. Die Gitarre verzerrt zu spielen, das klingt bei mir wie Krach und trotzdem irgendwie einfach lahm. Ich hab' kein Gefühl für das Instrument. Für's Lagerfeuer reicht's, aber naja. Und Metal is' sowieso nicht mein's. ...das Nachtleben is' sein corona ja schon in Wien eher traurig gewesen, aber hier is' es erbärmlich. Nicht nur wegen der strengeren Maßnahmen, sondern vor allem wegen mir. Wenn ich heuteabend in Wien auf ein Konzert gehen will ... ich schau' mal, ob ich jetzt "auf die Schnelle" auf Facebook was seh' ... hm', naja "scheiß" und wirgendwie auch nicht: Offenbar is' Facebook auf meinen neuen Standtort eingestellt und zeigt mir nichts in Wien, sodnern nur Veranstaltugnen in Hamburg an. Heute gibt's hier sogar was. Und Freitag gibt's auch was, was mich interessiert. Gut, is' doof für meine Selbstbemittleidung, aber in Wien bin ich auf Konzerten nicht allein, sondern kenn' die Bands, die Veranstalter, die Fans oder sonst irgendwen. Das erste Konzert, das ich hier gesehen hab' war im Molotow, und es war irgendwie scheiße. Die Plätze wurden zugewiesen, es waren nur alte und schirche Leute da; auch die Bands waren irendwie schirch und die Musik war zach. ...also einfach mal (es is' ja ein Blogeintrag) alles aufgezählt: Erstes mal Weggehen: EM Public Viewing (Italien-England). Bin in eine Random Bar in der Schanze gegangen und wurde sehr freundlich begrüßt. Ein so ein älteres Pärchen hat mich eingeladen, bei ihnen zu sitzen und wir haben uns echt suepr verstanden. ein hübsches Mädel hatte am selben Tisch ein Tinder-Date. Nach spielende is' ihr Typ irgendwann mal kurz weg und ich haB' sie angequatscht. wir haben und gut unterhalten; ich war aber dann auch recht offen damit, dass ich 'ne Freundin hab', und außerdem hatte ich auf den eindruck, dass das Date gut lief. An sich hät' ich mit den beiden gern Nummer getauscht oder irgendwas ausgemacht, einfach um hier Leute zu kennen. Aber ich hab' halt nicht gefragt, sondern nur tausend Andeutungen gemacht. Also entweder haben die's nicht verstanden oder sie fanden mich halt doch so scheiße, dass sie's nicht vestehen wollten. Zweites Mal weggehen war eienn Tag später in der selben Bar. Bin alleine dort gesessen, hab' das spiel angechaut, und dann bin ich heim. End of Story. Drittes Mal Weggehen: Molotow - gosh, war das scheiße. Aber ich hab' dann eine süße kleine Bar entdeckt, in der ich mich echt wohl gefühlt hab'. Wurde sehr, sehr direkt von einem Mädel angesprochen, aber irgendwie hab' ich's verkackt (wie auch immer das geht). Hab' dort auch andere Leute getroffen, aber es war halt bloß das: belanglose Bargespräche. Ich war ein paar Tage später nochmal dort, hab' mich mit einer Gruppe Mädels unterhalten, die Anfang 20 waren, und bin dann halt wieder heim.   Dieses Wochenende der erste hm... "Teilerfolg": Freitagnacht war ich auf einem Konzert, und die Musik war toll, und es war schln. Ich hab' zwar genauso nur mit der Betrunkenen alten und den beiden lauten, betrunkenen und nicht ganz so hübschen Mädels am Tisch geplaudert, aber die Musik und die Stimmung waren echt toll. Und Samstag war ich wieder dort und bin mir erst super alt vorgekommen, weil einfach das komplette Publikum alt war. Alle so zwischen 35 und 65, hauptsächlich Männer und ein paar Pärchen. Aber dann hab' ich sie gesehen: die eine Frau, die grob in meinem Alter war (sogar ein paar Jahre jünger), die da alleine saß. Ich hab' gewartet, bis die zweite Band aufgehört hat, meinen Mut zusammengenommen und sie angesprochen. spätestens nach "ich wohn' mit meienr Freundin zusammen", also nach 3 Minuten, waren alle Chancen auf einen Aufriss vorbei (wahrscheinlich gab's die auch davor schon nicht, also ich hab' jetzt wenig "Flirt" gespürt), aber wir haben uns gut unterhalten. Irgendwann kam ein Kumpel von ihr, und ich hab' mit den beiden Nummern getauscht und ... wahrscheinlich war's das auch. Denk' nicht, dass ich die wieder sehen werd', man soll da jetzt nicht zu viel reininterpretieren (versuchen werd' ich's trotzdem mal).   Aber nach fast zwei Monaten mal zwei Telefonnummern, die ins Leere laufen werden, brrrrrr. Das is' traurig, und ich komm' mir vor, wie ein Schatten meiner selbst: einsam auf Konzerten sitzen, ohne irgendwen zu kennen, mit dem Arsch die Ersatzbank wärmen und nicht alles vom Verein zu bekommen, was man sich wünscht, keine Spieleabende mit Freunden haben, ich hab' das Gefühl, dass meine einzige Freizeitaktivität (neben dem Wärmen der Ersatzbank) das Essengehen und LoL-Zocken mit meienr Freundin is'. Ich hab' auf Tinder genau drei Matches, die von irgendwo weit weg sind, eine die mich nach ein paar Nachrichten wohl unmatched hat und eine, die vielelicht ganz okay is', aber ich find' Tinder Scheiße und hab' irgendwie gar keine Lust, die anzuschreiben. In den "Neu in Hamburg"-Facebook-Gruppen reagiert keine Sau auf mich, und jo. Ich vermiss' meine Leute, und noch vermissen die mich wohl auch; immerhin schreiben die mir regelmäßig SMS, wenn sie sich treffen oder "einfach so". Gibt's ein versöhnliches Ende dieses Beitrag's? Naaaah!!! Ois Oasch! Und jetzt losz mi suddan!