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18 - ...Stolz? Ist das nicht Luxus?

Eintrag erstellt von selfrevolution · - 1.109 Ansichten

"Auf was seid ihr stolz", das wird in einem Thread gefragt; und auch auf 'ner alten Singleplattform gibt's die Frage. Und wenn ich drüber nachdenk' …

Ich hab' 21 geniale Siege einem Spiel, das ich mit Freunden spiel'. Und ehrlich, mehr fällt mir nicht ein. Das is' doch irgendwie traurig, nicht wahr?
Ich hab' früher Sachen gehabt, auf die ich stolz war, aber mittlerweile hat mich die Realität eingeholt. Ich war gut auf der Uni, und heute … hab' ich mein Studium noch immer nicht beendet. Kein Hahn kräht mehr nach mir, meine alten Kollegen sind viel weiter gekommen als ich, meine alten Unterstützer kennen mich zwar noch irgendwie, aber krähen nicht danach.

Ich denke, in meinem Fach hab' ich Ahnung. Oder zumindest dachte ich das. Für meine intellektuellen Tätigkeiten wurde ich noch nie bezahlt. Ah… ah… stimmt eigentlich nicht. Ich hab' schon an Projekten und so mitgearbeitet. Hm,… guter Einwand.
Aber letztlich ist meine Zeit einfach vorbei. Ich bin 32, hab' praktisch keine Berufserfahrung, finanzier' mich über einen Job, den ich zwar ganz okay find', den ich aber eigentlich nie wollte, und mein Studium is' so ziemlich im Arsch. Selbst wenn ich jetzt fertig werden würde; ganz ehrlich? Wen juckt's? Die Unis werden mir nicht die Tür einrennen, meine Profesorren werden mich nach 12 Jahren Studium nicht fragen, ob ich eine Assistentenstelle bei ihnen haben will, und auf meine Bewerbung an einer anderen Uni hab' ich nichtmal eine Antwort bekommen.
Ich dachte, ich hätte eine Ahnung von meinem Fach, aber wenn ich mir heute die Fachzeitschriften durchblättere, dann merk' ich, wie weit entfernt ich von der Gegenwart bin. Als wäre es 50 Jahre her, dass ich ein Fach studiert hab', das es nimmer gibt. Ich steh' vor den Aufsätzen, wie ein 70jähriger der meint, er hätte Ahnung von Technik, weil er damals in den 70ern einer der ersten war, die ein schnurloses Telefon hatten (k.A. ob's das schon so lange gibt).

Stolz, hm. Ich lebe gut. Ich liebe das Leben. Vielleicht nicht unbedingt mein's, oder … nicht alles darin, aber ich liebe es, meine Freundin zu besuchen und mit ihr Zeit zu verbringen, nicht nur im Bett sondern auch außerhalb. Ich liebe es, zweimal die Woche im Spieleverein zu sein, ich liebe es, wenn meine Leute zum Rollenspielen vorbeikommen, und ich liebe es auf Konzerte zu gehen, dort mit ein paar Leuten zu plaudern, mir gute Bands anzuschauen; und ganz bestimmt gibt's noch andere Sachen, die ich einfach liebe. Ich mag meinen Job soweit schon. Er hat viele, viele Schattenseiten, aber die Tätigkeit an sich is' schon okay. Meine Wohnung is' dunkel, aber soweit kann ich gut damit leben. Es is' zwar alles kaputt und für's Reparieren oder Neukaufen fehlt mir das Geld, aber wenn man den Wasserkocher in die Abwasch stellt, dann stört's nicht, wenn das Wasser raus rinnt, wenn man unter das kaputte Waschbecken einen Kübel stellt, den man alle paar Tage ausleer, is' die Lebensqualität nicht wirklich eingeschränkt. Der Schimmel an der Bad-Decke is' halt kacke, weil er die Gesundheit gefährdet. Dagegen kann man angeblich was tun, aber der Schimmelreiniger zumindest hilft nicht, und lieblos drüberstreichen war auch keine Lösung.

Stolz … irgendwie braucht man das doch gar nicht, um ein schönes, zufriedenes Leben zu haben; oder? Und wenn man den Job, auf den man stolz is' verliert oder der Körper, auf den man stolz is', langsam aber doch dem Zahn der Zeit zum Opfer fällt, wenn der Schachweltmeistert 1990 geboren wurde und 1994er in den Top 10 der Weltranglieste sind, was dann? Ich hab' meine 21 genialen Siege und haufenweise offene Wunden, aus denen das Blut nur so strömt.
Es is' nicht so leiwand, daran zu denken, welch tolles Mädel man nicht bekommen hat, weil man es einfach verkackt hat.
Es is' nicht so leiwand daran zu denken, dass der eigene Lebenslauf ein irreversibler Unfall is' und man beim Lotto wahrscheinlich bessere Chancen hat, reich zu werden, als durch die eigenen Bemühungen und die eigene Initiative.

Meine Wunden bleiben, und ich hätte gerne was anderes, auf das ich stolz bin, als meine genialen Siege, auch wenn … die wirklich genial sind. Und wenn ich das nie bekomm', dann fehlt mir was. Aber irgendwas wird mir so oder so immer fehlen. Wenn ich mein Studium fertig hätte, hätte ich noch immer keine Kohle und fitter wär' ich auch nicht. Und mein Geschirrspüler wär' noch immer kaputt.
Es kommt keiner und sagt: boa, so toll, dass du dein Studium fertig hast. Hier, ich reparier' dir deinen Geschirrspüler; und auch die Mädels werden jetzt nicht Schlange stehen. Freunde werden trotzdem kommen und gehen, die Uhr wird sich weiter drehen, und womöglich werd' ich verbittert und einsam sterben. Aber irgendwie klingt die Vorstellung … nicht so schlimm. Einwenig Melancholie, einwenig Galgenhumor, Leute mein Hals bringt mich um (Husten), und ich glaub', meine Lungenkapazität hat in den letzten Jahren fett abgenommen. Ich sollte echt mal was gegen den Schimmel tun!

Stolz. Was für eine komische Frage. Ich war mal stolz, aber ich glaub', das kann ich nimmer werden, weil ich weiß, dass alles vorübergeht. Wenn's nach den Transhumanisten und Upload-Fantasten geht, dann geht sogar das Gesetz des Vorübergehens vorüber und wir leben ewig. Komische Vorstellung. Schön, weil ich dann noch mehr geniale Siege um Prahlen ansammeln kann, weil ich dann noch mehr Konzerte sehen kann, öfter Sushi essen gehen kann, und vielleicht lern' ich ja wirklich irgendwann mal, flüssig mit der linken Hand zu schreiben.

Stolz,… hm. Wahrscheinlich is' das so ein Hormon im Blut; in genau dem Blut, das mir durch meine offenen Wunden aus dem Körper rinnt. Ein tieftrauriger Text ist das geworden, nicht wahr? Manchmal ist das Leben nuneinmal traurig, manchmal sind Menschen nuneinmal traurig, und manchmal will man sich einfach im Selbstmitleid Suhlen; sich damit einreiben und es anderen unter die Nase reiben, so wie manch andere gerne mit ihrem Kot herum schmeißen. Nein, ich bin irgendwie echt gerade auch nichts stolz. Auf meine genialen Siege vielleicht. Aber darauf, dass diese das einzige sind, von dem ich derzeit sagen kann, dass ich stolz darauf bin, darauf bin ich nicht stolz.



11 Kommentare


Empfohlene Kommentare

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"Auf was seid ihr stolz", das wird in einem Thread gefragt; und auch auf 'ner alten Singleplattform gibt's die Frage. Und wenn ich drüber nachdenk' …

Ich hab's (leider) nur bis hier gelesen ... weil ... definiere doch mal "Stolz" ... z.B. ungesundes Selbswertgefühl. Nur mal so zum reflektieren. 🙂

LG

bearbeitet von smallPUA

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Ziemlich traurig dein Text. Wo ist deine Motivation, für was stehst du jeden Morgen auf, was treibt dich an, wo sind deine Träume? Ich lese nichts davon. Such dir ein Ziel das du erreichen möchtest z.B. Abschluss deines Studiums. Darauf kannste dann stolz sein und dir dann das nächste Ziel suchen.

Stolz hat auch etwas mit Selbstwert zu tun. Ich bin genug so wie ich bin. Dann hast du einen anderen Blickwinkel und bist stolz auf Dinge die du bisher erreicht hast.

Ich bin z.B. ziemlich erfolgreich in meinem Job, ganz besonders weil Ich in der Schule ein ziemlich faules Schwein war. Seit meiner Berufsausbildung gehts bei mir nur stetig nach oben. Diese Gefühl ständig erfolgreich zu sein ist so normal mittlerweile das Ich sogar vergesse auf das erreicht stolz zu sein, da ich es als normal empfinde. Ist es aber nicht. Man muss sich immer wieder selbst wach rütteln und sagen:"Hey bekomm dein Arsch hoch!" oder "Hey ich bin echt erfolgreich, ich bin genug!" Du siehst es gibt immer zwei Seiten einer Medaille und du bekomm jetzt deinen Hintern hoch und setze dir Ziele.

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"ich bin gut genug"; ich weiß nicht, ob ich überhaupt einen Maßstab an die Beurteilung meiner selbst anlegen will. Is' es nicht besser, sich seiner moderaten Zufriedenheit hinzugeben? Einen Tee in der Früh, ein Film am Abend, dazwischen ein paar Stunden Arbeit, und wenn man Lust hat, gibt man sich ein schönes Konzert.
Weil du danach fragst: das sind die Dinge, für die ich aufsteh'.Ich weiß nicht, ob ich einen antrieb nach vorne brauch'. Solang' ich Morgens … oder Mittags aufsteh' is' es doch gut, nicht wahr? Wie gesagt, ich liebe das Leben. Stolz bin ich nicht drauf, aber ich liebe es. Man muss nicht "awesome" sein, man muss nicht so tun, als wäre man der Gerößte, als wäre alles leiwand und so; wie gesagt; ich glaub', der Stolz über den Uni-Abschluss würde sich in Grenzen halten. Stolz hat für mich so etwas … relationales. Ich weiß, dass das nicht der Fall sein muss, aber ich war wirklich gut im Studium und in dem Intellektuellen Zeug; aber selbst wenn ich morgen fertig wär', wär's mehr eine Schade als eine Leistung.
Darum will ich mich eigentlich gar nicht … beurteilen. Wie du sagst, due bist es gewohnt, erfolgreich zu sein, sodass du vergisst, einfach stolz zu sein. Welchen Wert hat ein positives Gefühl, wenn man irgendwann darauf vergisst, es zu empfinden? Vielleicht ist es wirklich ein Hormon im Blut, das bei mir einfach den Körper verlässt, und das bei dir in die Arme und Beine gepumpt wird, wo du's brauchst, aber nimmer spürst.

Wenn man stolz is', dann muss man sich nicht wachrütteln und seinen Arsch hoch bekommen; warum auch? Seinen Arsch hoch bekommen muss man, wenn man ein Ziel hat, das das erfordert. Realistischerweise hab' ich sogar 'n Ziel, und das is' in der Tat der Studienabschluss. Weißt du, Texte sind Momentaufnahmen, die gefiltert und interpretiert werden. Was den einen traurig macht, lässt den anderen schmunzeln. Was den einen stolz macht, lässt den anderen unbeindruckt mit den Achseln zucken (und das gilt interessanterweise für mich. Klaris' es beeindruckend, dass es Fabiano Caruana schafft, charismatisch und leiwand zu sein, ein Leben zu haben, und dennoch Platz 2 Der Slowchess-Weltrangliste zu sein; wahrscheinlich wär' er auch in meinem Spiel gut; aber auch er wird mal alt, geht irgendwann drauf, und was übrig bleibt, is' ein 90jähriger alter Mann der in die Windeln scheißt; die paar Jahre davor wird er womöglich Moderator bei Chess24 oder bekommt Anrufe von Saint Louis, dass er seine Meinung zur aktuellen Schach-WM sagt. Mit der Zeit verfällt alles. Sogar meine Matratze is' irgendwann durchgelegen.

Stolz hat was mit Selbstwert zu tun; und ich bin bei weitem nicht so gut, wie ich denke, dass ich sein könnte. Ich habe defintiv nicht das Beste aus mir gemacht. Aber ich bin dennoch mehr oder weniger beliebt unter meinen Leuten, ich werd' als klug und witzig empfunden (auch wenn deshalb ständig alle erwarten, dass ich irgendwie auch erfolgreich wäre und ich eigentlich mehr könnte als Menschen mit Behinderung ihr Taschengeld zu bringen und ihnen zu sagen, dass sie das nächste mal keine Fremden von der Straße in ihre Wohnung lassen sollen; dann nimmt ihnen auch keiner die Playstation 4 weg); ich bin wahrscheinlich eine der Top 3 Anlaufstellen meiner Bekannten, wenn's daruf geht, ihnen eine geeignete Supportband zu suchen; und auf eine absurde Art und Weise soll ich angeblich gut im Bett sein (obwohl ich echt unerfahren bin, hab' ich bisher immer gutes Feedback bekommen; selbst von meiner Kryptonit-Ex, als sie mich gehasst hat).
Nö, ich hab' definitiv nicht das Beste aus mir gemacht, aber … who cares? Wir könnten doch alle irgendwie besser sein; wenn wir nur dieses bisschen mehr tun würden, auf dieses eine Hobby verzichten würden, uns mal keinen Film reinziehen würden sondern stattdessen büffeln oder so; selbst der Weltmeister im Schach hat Schwächen in der Eröffnung gezeigt, die er durch bessere Vorbereitung hätte lösen können. Seine Performance war nicht gerade dominant. Besser geht's doch immer.
Aber warum "das Beste" aus sich zu machen? Macht einen das wirklich stolz? Und ist Stolz tatsächlich dieser Schlüssel zum Glück, wie es manchmal behauptet wird? Oder es ist nicht die Massage von der Freundin, die einen das wahre Glück beschert? Ein gutes Buch, ein schönes Lied und eine geile, frische, heiße Hühnersuppe (oh, was würd' ich jetzt für so eine  Suppe geben…! 5 Euro für eine Schüssel. Das is' teuer, aber wenn man mir die bringt, jap, dann würd' ich fünf Euro dafür geben).

Ja, ich glaube, dass es die Hühnersuppe ist, die einen glücklich macht. Nicht der "Sinn", nicht das Streben nach Glück und Erfolg. Ich glaub', es st die Hühnersuppe, die einen glücklich macht. Ach, natürlich ist die Hühnesuppe ein Symbol. Sie steht auch für Backhendl, für Grillhendl, Chickenwings (wobei… die sind irgendwie fad), sie steht für mittelmäßigen Sex mit einem Mädchen, das man gern hat, und sie steht für den Moment, an dem dem das Gehalt da ist. Ich glaub' nicht, dass jemand auf dessen Gehaltscheck 2600 Euro Netto steht, wirklich glücklicher ist als jemand, auf dessen Check 900 steht.
Dummerweise hab' ich gerade keine Hühnersuppe; und das is' ziemlich kein Symbol, sondern wörtlich gemeint. Wie glücklich würde mich jetzt eine Hühnersuppe machen! Bei mir in der Nähe gibt's natürlich ein par Lokale; vielleicht haben die ja was, was mir hilft. Oder ich hau' mir einfach nur das letzte Ei aus meinem Kühlschrank rein, drink' einen Energydrink, mach' was für die Uni und warte bis am Abend; heut' geh' ich nämlich weg. Und dann gönn' ich mir 'ne Leberknödelsuppe und ein Cordon-Bleu. Yeah, Baby! Leberknödelsuppe!

Jap, ich ... um auf deine Frage zurückzukommen; da möchte ich korrigieren. Ich hätte zwar liebend gern eine Hühnesuppe, aber ich steh' heute für Leberknödelsuppe auf. Darauf freu' ich mich. Denn Leberknödelsuppe is' geil, wenn man kränkelt.

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finanzier' mich über einen Job, den ich zwar ganz okay find', den ich aber eigentlich nie wollte,

Streiche 95% Deiner Posts. Den Rest habe ich nicht kopiert. Gestrichen. Oder besser 99%. Bring Gedanken und Dinge auf Punkt. Ist ernst gemeint. Kein Bullshitting.

Was ist Ziel. Was ist Plan. Machen. Fertig.

Zitat

Selbst wenn ich jetzt fertig werden würde; ganz ehrlich?

Auch hier. Mach einfach fertig. Rest ist Vernebelung.

Arbeit nach Abschluss 3 Monate auf Bau. Um über das Leben zu lernen. Studium macht manche wirr.

Yul

 

bearbeitet von pu.challenge
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Uh, die Anwort magich. Also nicht, wegen der Aufforderung, sondern die Streichungen sind toll.

"Finanzier' mich über einen Job". So is' das.  "Wenn ich jetzt fertig werde" (also das "jetzt" würdeich auch streichen); "was wäre wenn" sind doch irgendwie doofe Fragen, oder sagen wir: es ist kein guter Maßstab zur Beurteilug des Seins. Genauso doof, wie eben die Frage, ob ich "das Beste" aus mir gemacht hab'.

Am Bau hackeln wird's halt nicht. 😉 Ich arbeite seit vier Jahren mit Menschen mit Behinderung (und hab' schon 'n paar andere Jobs gemacht). In der Realität bin ich angekommen; d.h. dort wo sich Leute zu Tode schämen, weil sie sich (im wörtlichen Sinne) in einem Restaurant anscheißen und ihnen beim Gehen einwenig davon aus der Hose fällt; in einer Realität in der man zu einer Klientin kommt, deren Wohnung voller Müll ist, und die einen Anschreit, wenn man ein Zuckerl-Papier in den Mistkübel schmeißt und die (einm anderen) Assistenen eine reinhau'n, weil sie kein zweites Eis bekommt; in einer Realität in der man zwei Stunden neben einer Frau sitzt die heult, weil ihre Nichte sie seit zwei Wochen nimmer besucht hat, oder einer Realität, in der man Klienten wochenlang nicht antrifft (was heißt, dassman bezalt wird, aber nicht arbeiten muss), um dann zu erfahren, dass sie im Krankenhaus waren, weil sie sich mal wieder die Pulsschlaader aufgeschnitten haben oder im Gefängnis waren.

Ich bin zu tief in der Realität drinnen. 😉 Die Wissenschaft war schon schön. Oder in deiner Terminologie ausgedrückt:

Ich bin zu tief in der Realität drinnen.

Die Wissenschaft war schon schön.

bearbeitet von selfrevolution

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Hey,

ich glaube, wenn Du zu viel nachdenkst (ich weiss das nicht, hab Eindruck, hey aber zerdenk das nicht oder gibt ...), ist vielleicht soziale Arbeit nichts für Dich. Gute Balacne ist dann vielleicht eher mit anderem Beruf. 

Mir fehlt kurzer einfacher Plan. Du weisst aus Wissenschaft alles ist komplex, differenziert. Eine gute Idee in der Wissenschaft macht das Komplexe einfach. Wo ist Deine gute Idee? Für Dein Leben.

Ziel, Plan, Machen.

Studium fertig machen. Ist wichtig. Da egal was Du machen willst, mit Abschluss sind die Chancen höher.

Es gibt viele Länder, wo Studium sehr teuer ist. Hier nicht. Sei hierfür dankbar.

In soziale Bereich arbeiten viele Frauen. Mitnehmen, was geht.

Viel Glück!

Yul

 

 

bearbeitet von pu.challenge
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Naja, worum es in der Wissenshaft geht d.h. was (gute, legitime, wirkmächtige etc.) Wissenschaft ist, darüber gibt's doch recht breite Diskurse; und die werden viel weniger in der Wissenschaftsphilsophie als vielmehr innerhalb der Einzeldisziplinen und im wissenschaftspolitischen Kontext bzw. bei der Verteilung von Geldern geführt; dabei hat die Wissenschaft selbst auch nicht das letzte Wort. Das is' 'ne komplexe Frage, und es is' sicher eine der Top 3 Fragen, mit denen ich mich im Laufe meines Lebens und meines Studiums auseinandergesetzt hab'; wahrscheinlich is' es sogar die Frage Nummer 1. Wie gut, dass ich meine Thesis über ein komplett anderes Thema schreib'.

Und die soziale Arbeit is' schon okay für mich. Es gibt nuneinmal nicht für alles einfache Lösungen, und nicht immer sind einfachsten Lösungen die besten. Oft sind es noch nicht einmal Lösungen. Aber es is' tatsächlich nicht mein Traumberuf und mein Wunschberuf. Was ich dagegen tu'? Gar nichts. Man muss nicht alles optmieren. Schritt für Schritt; jetzt bin ich mal mit meinem Studium beschäftigt. Und mit meiner Freundin. Mit meinen Hobbys. Und Däumchendrehen will ich auch noch einwenig.

Es is' auch nicht alles "zerdacht", "komplex" oder "Hirnwixerei", was viele Worte hat. Manchmal sind es einfah nur viele Worte, weil man einfach gerne viele Worte schreibt, weil man gerne viele Beispiele bringt, den einen oder anderen Wortwitz enbauen will oder was weiß ich; weil man auf einr Taste hängen geblieben is'.

Es is' auch nicht alles traurig und problematisch, was auf den ersten Blick traurig und problematisch erscheint. Manchmal muss an etwas genauer hinschauen (is' v.a. im sozialen Bereich wichtg, aber auch in der Wissenschaft). Eine Beziehung geht in die Brüche? Wie traurig,... h, sie geht in die Brüche, weil du deine große Liebe gefunden hast! Achso, na dann is' es doch nicht traurig. Was aber schon problematisch is', is' dass ihr noch immer gemeinsam eine Firma leitet. Ah... ahso, ihr versteht euch immernoch gut und es klaptß Na dann is' es wohl doch kein Probem.

Wenn ein Kind mit einer Schramme am Knie ankommt, is' das womöglich lehrreich; wenn einer meiner Klienten ... oh, nichteinmal Traurigkeit is' notwendigerweise ein Problem. Sie kann heilsam sein, sie kann ein Indikator für eine positive Entwicklung sein; ich hab' eine Klientin, die ständig alles vergisst, die nichts um sich herum mitbekommt; wenn die man ausdauernd über eine Sache traurert, dann is' sie wenigstens mal länger als zehn Minuten bei ein und derselben Sache; erst Recht cool is' es, wenn diese Sache eine Sache der Gegenwart ist. Wenn sie wütend darüber wäre, dass ihr Bruder in der Wohnung ist, und wenn sie sich lange darüber beschwert, dann is' das toll! Endlich mal!

 

...das Leben is' komplex. Es gibt Menschen, die viel nachdenken, und es gibt Menschen, die wenig nachdenken. Und es gibt Schattierungen dazwischen. Und so weiter. Honestly, ich hab' keine Ahnung, wie man "richtig" lebt. Aber ich liebe das Leben. Auch wenn mein Stolz so dermaßen ... nciht verletzt sondern krankenhausreif geprügelt ist, aber statt ihn ins Krankenhaus zu bringen, hat man ihn in die nächste Seitengasse geschmissen und drauf gepisst. Gosh! Ich iebe das Leben gerade wirklich. ^^

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Demnach ist Stolz die von innen ausgehende, folglich direkte Hochschätzung seiner selbst, hingegen Eitelkeit das Streben, solche von außen her, also indirekt zu erlangen.
Arthur Schopenhauer

darum merke:

Hochschätzung der eigenen Person ist lediglich Respekt vor sich selber. Niemand mit wahrem Sinn für sein Selbst wird sich das nehmen lassen.

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Schönes Zitat. Aber verwirrend:

1) Stolz ist die von innen ausgehende Hochschätzung seiner selbst.

2) Hochschätzung der eigenen Person ist Respekt vor sich selbst.

Ergo: Stolz ist der von Innen ausgehende Respekt vor sich selbst. So, jetzt hab' ich's, merci. Jetzt muss ich noch überlegen, was ich (inhaltlich) als Respekt bezeichnen würde. Die Meinung des anderen ernst nehmen. Ihn nicht kleinzureden. Höflich zu ihm zu sein. Ihn nicht zu verletzen. Ihm seine Würde zuzugrestehen. Hm... check. Ehrlichkeit is' dennoch wichtig.

Danke dir für das Zitat; find' ich gut.

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Bro, in diesem Zitat geht es um den Respekt vor dir selber!  Wenn du keinen Respekt vor dir selber hast, kannst du nimmer Respekt für eine andere Personen aufbringen. Allerhöchstens könnte man es denn Angst oder Ehrfurcht nennen, wenn den eine Respektperson vor dir steht. Im Leben geht es einzig und alleine in erster Linie um dich selber. Nur was du selber für dich aufbringen kannst, kannst du auch anderen entgegenbringen. 

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Mit "dem anderen" war in meinem Zitat ich selbst gemeint. 😉 Also "der Andere", dessen Meinung erst genmmen werden soll, den man nicht kleinredet, zu dem man höflich aber ehrlich ist, den man nicht verletzt und dem man seine Würde zugesagt: damit hab' ich mich selbst gemeint.

Ich bin mir übrigens echt nicht so sicher, ob man Respekt vor sich selbst haben muss, um vor anderen Respekt haben zu können. Das is' so ein Spruch, so ein Zeug, das ma halt stänig sagt, aber mir fehlt ehrlich gesagt die Basis, auf der man das sagt. Der Begriff "Respekt" muss irgendeinen Inhalt haben, um nicht als Leerformel dazustehen. Ihn mit Inhalt zu füllen, das hab' ich versucht. Und ich dek', theoretisch könnte ich all das auch anderen gegenüber aufbrignen, ohne es mir selbst gegenüber aufzubringen.

Wär' natürlich nicht wünschenswert, sich sebst gegenüber respektlos zu verhalten. Aber es wäre möglich, ohne dem Verhaten anderen gegenüber zu Widersprechen.

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