Boris K

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  1. klingt super, ich werde auch vorbeischauen
  2. Hallöchen, 2-3 Jahre ist ne gute Zeit, die sollte jeder mitbrigen der substanzielle Veränderung in seinem (Er)Leben erwartet. Meines Wissens ist die Haltung, dass Borderline "schwer therapierbar" ist bzw. einen ein Leben lang begleitet, ich sags mal, veraltet. Vor 10 Jahren war das tatsächlich ein psychologisches/psychiatrisches Todesurteil. Mittlerweile sagen sowohl Studien als auch Therapeuten, dass da viel zu machen ist, dass es eine psychische Störung ist, an deren Ende ein satter Gewinn an Lebensqualität stehen kann, und bei gesundheitsförderlichem Verhalten (bestehend aus Übung und mühsamer aber erfüllender Arbeit) meist auch tut. Sie wird allerdings immer Teil deiner persönlichen Geschichte bleiben, diese Zeit der inneren Unruhe. Auch an die Erfahrungen, die diese so ausgeprägt haben, wirst du dich noch lange erinnern. Als junger Mensch durchlebt man suffering years, mancher mehr, mancher weniger. Aber allen gemeinsam ist, dass diese schmerzvolle Zeit das potenzial hat, große Persönlichkeiten und Leistungen zu erschaffen (Geschichte ist voll davon). Wenn die Last zu schwer ist, hält man sich noch länger daran auf, aber nichts kann dich ewig binden. Wenn du in Therapie bist, hast du sicher schon von der Dialectical Behavior Therapy gehört. Deren Begründerin Marsha Linehan, interessant finde ich das, war selbst schwer beeinträchtigt von dieser Persönlichkeitsstörung vom emotional-instabilen Typus. Hat sich in der Gummizelle mehrfach umbringen wollen, Kopf gegen die Wand geschlagen, das volle Programm. Ist dann Psychologin geworden und hat "einfach mal" das ganze verfickte Borderline-Feld revolutioniert. Dank ihrer Arbeit und Durchhaltevermögen sagen die Forscher und Behandler mittlerweile, dass man gute Erfolge erzielen kann (hat lange gedauert bis das auch in den Köpfen der Beteiligten Akteuere ankam). Laut meiner kurzen Recherche war die Frau nie verheiratet, also vermute ich mal, dass da ein Fünkchen Vorsicht und Schmerz geblieben ist (vllt ist sie auch einfach nur "modern", was das Heiraten angeht). So what. Ich hab mal in ein DBT-workbook reingeschaut, da gibts vier Schritte (ich hab mal 5 draus gemacht), die der Betroffene mit den Anleitungen in diesem Workbook gehen kann: Grob umrissen gehts um Stresstoleranz (good to have!), radikale Selbstakzeptanz (zum einen sich selbst liebevoll und in größerer Perspektive sehen lernen, aber auch die Situation mit dem Schmerz und der Unruhe, dem Verlangen zu akzeptieren - und dann aus dieser Position der Akzeptanz eine Veränderung zu erwirken. Das ist das dialektische dabei, also das "widersprüchliche": Das Ungewollte akzeptieren, und dadurch dann doch verändern), Achtsamkeit (Meditation), Fähigkeiten, die eigenen Gefühlsstürme zu beruhigen (Emotionsregulation, macht jeder, braucht jeder), interpersonelle Fähigkeiten (kann auch jeder gebrauchen, BL-Betroffene besonders). Also, dieser Approach gilt als Vorgehen der Wahl und ist empirisch gut abgesiechert. Die genannten Bereiche sind sehr umfangreich und ich könnte zu jedem nen Roman schreiben. Die gibts ja aber schon, aus allen literarischen und weltanschaulichen Richtungen, also liegt es an dir, dich auf den Weg zu machen und zu wachsen. Es ist möglich, deine wilden Gefühle zu gutem Nutzen für dich zu bringen, auch deine Sensibilität. Aber als jemand, dessen Gefühlsschwankungen eine BL-Diagnose rechtfertigen, greifst du am besten auf die Werkzeuge zurück, die für diese effektiv sind. Das Pickup-Forum wird dir da nur begrenzt weiterhelfen. Wenngleich ich zeitlich begrenzte Abstinenz von Suchtmitteln (Frauen?) empfehle, um Klarheit und Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen, heißt das natürlich nicht, dass das Thema für dich Tabu sein muss. Es ist dein Spielfeld, wo du lernen kannst. Aber eine Persönlichkeitsstörung legt sich eben wie ein Schleier über Beziehungen, das ist ihr Hauptmerkmal. Bleibst du also einige Zeit bei dir, arbeitest an dir und setzt deine Kräfte für neue gute Gewohnheiten ein, anstatt Röcken nachzulaufen, zahlt sich das in deinen späteren Beziehungen aus. Tust du es nicht, bekommst du mehr von dem selben (was sicher auch spannend ist, keine Frage): Wenn du das Gefühl hast, du läufst immer wieder gegen die Wand und kannst es nicht lassen, dann lauf halt gegen, aber bau dir parallel Alternativen auf. Mit diesen neuen Alternativen kannst du Schritt für Schritt das Gegen-die-Wand-Laufen reduzieren. Nur gib dich mit der Wand alleine nicht zufrieden. Solltest du Anregungen für Literatur o.ä. wünschen kannst du mich fragen.
  3. Lieber Aldous, deine Argumentation des Handyproduzenten trifft dich selbst, wenn deine one-size-fits-all-Lösung für jeden redpiller "glaube daran, dass alles ok ist" lautet, wie so oft zur Thematik. Ich stimme dir zu, dass es mehrere subgruppen gibt und diese eigene regeln haben können. Aber ebenso wie ein smartphone von Apple und eins von android eben smartphones sind, gibt es übergreifende Regeln die für alle (smartphones) gelten. Auch in deinem Beispiel wendest du Gruppenmittelwerte an, um Individuen bestmögliche Bedürfnissbefriedigung zu ermöglichen. Ich stelle nochmal zur Debatte: welcher gruppe kann "glaub easy an dich" helfen? Welcher Gruppe " arbeite hart an dir"? Beide Strategien sind je nach stil und gewünschtem Ziel sinnvoll (instrumentelles coping vs. Emotionales coping). Beide können maladaptiv sein, auch das häufig angeratene in sich selbst ruhen.
  4. Ähnlich wie ich eben schrieb: wenn alles "läuft", dann "läuft" es. Wenn das alles ist, was ich mir bei dir mitnehmen kann, dann muss ich mich nach anderem Rat umsehen, wenns bei mir eben "nicht läuft" und mein Glaube nicht stark genug ist, mich anderweitig zu überzeugen. Zufrieden mit dem zu sein, was man vorfindet und dann auch keinen Drang zu verspüren, das analytisch zu durchdringen liegt manchen Menschen, und ist gar nichts schlechtes. Solche Leute kommen auch mit deinen Ratschlägen/Maximen gut zurecht. Ich kann sie hier und da anwenden, aber es reicht mir nicht. An dieser Stelle reiche ich dir die Hand denn unsere Wege trennen sich. Zu deinen Regeln, die man nicht auf einzelfälle übertragen könne: Könnte man das nicht, wäre ein großer Teil der psychologischen Forschung sinnlos und für das Individuum komplett irrelevant. Dass es bei der Übertragung zu gewissen Fehlern kommen kann und dass gewisse Dinge vielleicht nicht übertragen werden sollten, bleibt dem unbenommen. Aber deine Absage an die Wissenschaft teile ich nicht.
  5. Agreed Mag für einige Pappenheimer zutreffen, grundsätzlich steht vor der Praxis die Theorie. Wer Wandern geht, sollte vorher die Route checken oder halt viel Zeit und Snacks mitbringen. Beim Frauen Kennenlernen/Aufreißen (je nach Duktus) ist das ähnlich, nur halt dass manche Leute weder "Zeit" noch "Snacks" über haben - also metaphorisch ausgedrückt, keine Ressourcen in der Hinterhand halten, kein soziales Kapital und über keine safety/fallback mechanisms vefügen. Da überlegt man sich zweimal was man riskiert. Hardcore-Betas und Menschen mit starken Beeinträchtigungen (körperlich entstellt, autistisch, starke soziale Defizite...) können mit "sprich easy 100 Frauen an" nichts anfangen. Das ist als würde ich nem Bettler sagen, investier deine zehn Euro in ein Bewerbungstraining. Das bedeutet eine übergebührliche verausgabung die einfach keinen entsprehcenden Gegenwert bringt. Wenn die betroffene Person dann noch schlau genug ist und reflektiert, und vielleicht erkennt, dass sie wie ein Äffchen für eine Banane tanzen muss - wenn sie ein fünkchen Würde hat, dann ist 100 Frauen approachen keine Lösung. KLAR ist Aufgeben sehr glanzlos. Das lege ich hier keinem ans Herz. Aber es gibt, genausowies ne Eskalationsleiter gibt (die man auch einfach ignorieren kann ,dann holperts im besten Fall, im schlechtesten Fall fliegt man runter) ne Leiter der persönlichen Entwicklung, wo basale soziale/kulturelle Fähigkeiten überhaupt erstmal da sein müssen. DANN kommt dann mal Leute approachen und darauf irgendwann dediziert Frauen mit sexueller Intention. Es ist ne Entwicklung. Die kostet Kraft, und ja, es ist absolut wichtig, zu wissen wohin es gehen soll - und wie. Aber alle "Jammerlappen" mit der billig rausgeschleuderten Standardlösung "Approache 100 Frauen" abzuspeisen, da denke ich echt, hier kennen diese Ratgeber scheinbar nur die Perspektive des goldenen Löffels im Pöter - und merken es nicht mal. Hat sich hier mal ne Nase von denen, die locker flockig alle Zweifel wegwischen, von weit unten aus dem Dreck rausziehen müssen? Niemand soll im Tal der Tränen verharren, aber hört auf den Leuten zu sagen sie müssten nur happy sein und guten Mutes aus der Haustüre schlendern. Das reicht nicht (auch wenn es nicht verkehrt ist). Irgendwann reicht das, und ab da ist eurer Rat wieder Gold wert.
  6. Es funktioniert in einem gewissen Rahmen. Menschen sind sich auf basaler Ebene viel ähnlicher und viel vorhersehbarer, als gemeinhin gedacht wird. Dass menschliche Interaktionen mehr Varianz aufweisen als wenn man nen Rüden und eine Hündin zusammensetzt, ist ja bekannt und richtig. Nun aber ins Gegenteil umzuschlagen und zu sagen "es gibt hier nichts zu sehen, keine Muster, keine Regelhaftigkeit, keine Typologien, move along people" ist halt nur eine bräsige Beschwichtigung. Attraction is not a choice - eine Urweisheit im Pickup zielt genau darauf, den blauäugigen Traumtänzern, die denken dass ihre Schachklubmitgleidschaft irgendwelche Höschen feucht werden lässt, klar zu machen, dass es klar umrissene Eigenschaften und Verhaltensweisen gibt, die bei den meisten Frauen zwangsweise punkten, da hardwired. Und das ist Checkpoint A. Bei Cats hängt die Schallplatte an der Stelle, dass er eben nicht darüber hinwegkommt, dass er die attraction-Gebote, die objektiver Gatekeeper jeder Beziehung sind, nicht für seine Zielgruppe erfüllt. Er schiebt dies nun auf die "Hypergamie der Frauen", die nur hg8+ anhimmeln und sub5 ins Gesicht scheißen. Dass es durchaus anders aussehen könnte, erahnen einige Leser. Ob er was daran ändern könnte oder nicht, intressiert ihn offenkundig nicht - da ist die Rückfrage an ihn durch die Community angebracht. (Redpill, wenn auch durch z.B. cats extremisiert, kann aber an anderer Stelle eine aufschlussreiche Systematik präsentieren. Mann und Frau begegnen sich in verschiedenen Matching-Situationen und verhalten sich dabei auch erfahrbar unterschiedlich. Wie sich das auswirken kann (Rockstar-Leben und casual Sex, sexlose Ehe - deadbedroom, Scheidungskriege, Domestizierung der Betas ab einem bestimmten Alter...), ist für jeden Mann wissenswert, meiner Meinung nach.) Aber "alles ist variabel, jeder Topf hat seinen Deckel" ist halt nur für die interessant, die funktional auf ihre Zielgruppe eingeschossen sind --> gemäß Redpill ihren Platz im sozialen Ranking akzeptieren und nun noch leichte Schwingungen nach oben und unten erleben, aber im mittel status-matched. Diese Schwingungen bilden dann den Raum für die Individualiät der Menschen ab. Das ist Checkpoint B. Sobald das Bild verzerrt ist und man, wie Cats, auf hb8+ steht obwohl man selber sub5 ist, knackts halt im Gebälk und man kracht immer wieder gegen harte Grenzen. Aldous, Jon29, Realgentleman nenne ich jetzt mal als Beispiele, die sich dem Anschein nach korrekt kalibriert haben und ihre Zielgruppe bewusst oder unterbewusst ansteuern. Bei ihnen kann man natürlich enorme Variabilität erkennen, weil sie längst am Gatekeeper A vorbei sind, da alle basalen Voraussetzungen erfüllt sind. Jenseits dieser harten, biologischen Schwelle ist sehr viel Platz für Individualität und Varianz - dann gehts ans bunte, individuelle Ausgestalten und Optimieren einer bereits auf basaler Ebene für fit befundenen Paarfindung. Dann kann man die Liebste auch mit Rosen und Gedichten überraschen und es wird wahrscheinlich von ihr als angenehm empfunden. Für die Schlaumeier: Die Grenzen zwischen den Checkpoints A und B sind fließend, somit gibt es auch ein wenig Individualität bei A und ein wenig Allgemeingültiges bei B. Aber die Wichtung unterscheidet sich wie dargelegt signifikant im Mittelwert. edit: Einschub in Klammern
  7. Ich weiß leider zu wenig über dich, aber deine Ausführungen lassen mich fragen, ob du dich häufig depressiv fühlst? Hohe Erwartungen an sich selbst, gleichzeitige Antriebslosigkeit und gefühlte Sinnlosigkeit, auch Schuldgefühle (sich für "mangelnde Kompetenz" verurteilen) klingen danach. Bist du deswegen in Therapie? Ungeachtet dessen: Was du beschreibst deutet darauf hin, dass Werkzeuge, "Vorankommen" und die praktische Arbeit an einem (nicht bekannten!) Ziel nicht das passende Stadium zu sein scheinen, das für dich anliegt: "Wenn man nicht weiß, welchen Hafen man ansteuert, ist kein Wind günstig." (Seneca) Das gute alte "zu sich selbst finden" ist natürlich ein leicht dahergesagter Ratschlag - das hilft dir jetzt wahrscheinlich nicht. Aber ich meine, weiter gegen irgendwelche Windmühlen ankämpfen solange du nicht weißt welche und wofür, ist nicht hilfreich. Wenn ich mal nicht weiter weiß, bereite ich mich auf den Winterschlaf vor (und mit ihm auf den folgenden Frühling): Bemühungen am Leben halten, die fürs unmittelbare Auskommen nötig sind (Lebensstandard halten --> Job, egal wie nervig; bei Unerträglichkeit Krankschreibung) zusätzlich solche Bemühungen am Leben halten, die das Potenzial haben, gemessen an ihrem Aufwand überproportional viele Türen offen zu halten (Entscheidungsfreiheiten und Möglichkeiten zu haben, egal ob sozial, beruflich oder sonstwie, ist extrem wichtig für Gesundheit, Ausgeglichenheit und Lebensfreude) --> das sind also extrem leichte oder extrem wichtige/lohnende Aspekte Alles andere kappen, was an einem zerrt und negativen Gefühlsload verursacht. Das können kräftezehrende Bekanntschaften sein, berufliche Verpflichtungen die nirgendwohin führen, ein langweilig gewordener Theaterkurs, zeitverschwenderische Angewohnheiten etc. Achtung: Je mehr man "die Dinge leid ist", desto höher setzt man die Schwelle für das an, was in Kategorie 2 rein darf. Irgendwann kann das ein irrationales Ausmaß erreichen, wo man überproportional viel wegwirft für eine kleine Entlastung! Man ist dann aus Kurzsichtigkeit bereit, Dinge aufzugeben, deren große Auswirkungen man nicht berücksichtigt. (Ich habe eine Weile damit gehadert, mein fast fertiges Studium abzubrechen - später habe ich mich wieder re-identifizieren können und war froh, die viele Arbeit durch die "schwere Entscheidung, weiterzumachen" vor der Mülltonne gerettet zu haben) Achtung: Je größer die innere Müdigkeit, desto eher wählt man beim Kappen der Dinge aus Kategorie 3. Kanonen, um auf Spatzen zu schießen. Beispielsweise ist es besser, eine ungewollte Bekanntschaft einfach im Sande verlaufen zu lassen als klagend die Freundschaft zu kündigen. Die Hauptmaximen sind also: Gewähre dir und deinen Gefühlen Freiheiten, soweit es geht. Bleib da am Ball, wo du bei aller Genervtheit noch mögliche Chancen für die Zukunft siehst. Ist das kaum der Fall, dann ist das Loslassen ok. Aber es ist nicht ratsam, in den kompletten Nichts-tu-Modus zu verfallen und "alles hinzuschmeißen". Dadurch verliert man wichtige Bezugspunkte und re-entry-points. Von nichts kommt nichts, das gilt also unbenommen. Es ist wieder eine Abwägungssache. Dadurch kann es passieren, dass du wieder Bewegungsspielraum fürs Nachdenken und Aufspüren dener Bedürfnisse bekommst. Eins noch: Ich denke Leidenschaften zu suchen wird überbewertet. Sie sind das, was gerade wahnsinnig offensichtlich sein sollte. Schau zurück in die Kindheit und Jugend - was hat dich da fasziniert? Was konntest du stundenlang tun ohne auf die Uhr zu schauen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten? Wofür wurdest/wirst du besonders gerne gelobt? Was hingegen schwerer ist, sind zwei Dinge: 1. seine Leidenschaften einzugestehen, wenn sie verschüttet sind von Anforderungen und Glaubenssätzen, z.B. moralischen Regeln oder Perfektionismus. 2. ein praktisches, machbares Anwendungsfeld zum Ausleben der Leidenschaften zu finden, ggf. dafür noch bezahlt zu werden Wie gehts weiter?
  8. Kannst du das noch etwas spezifizieren? Was sind die wiederkehrenden Fragen? Hast du mal einen Beispieldialog?
  9. Agreed, das muss kommen und da muss sich keiner hängen lassen. Das meine ich, die Theorien sind wissenswert. Jo, Frauen haben auch Nachteile, aber eben frauenspezifische. Viele Frauen haben das Problem, einen Mann "binden zu müssen", den sie (hoffentlich) sexuell anziehend finden können und der sich zugleich auch auf sie festlegt. Irgendwelchen Sex zu kriegen ist für die meisten Frauen kein Thema. Männer haben das Problem, Sex zu bekommen der ihren hohen Trieb befriedigt, und das gern auch innerhalb einer stabilen Partnerschaft (wer kann, schnuppert auch mal über den Tellerrand hinaus). Irgendeine exklusive Beziehung zu ergattern ist für die meisten Männer kein Thema (oder doch?). Status macht alles easy. Status ist deswegen so ein Allheilmittel, weil er sich auch aus ganz vielen Bereichen speist (Soziale Skills, Aussehen, Geld, Beruf, Körpersprache, Verhalten...). Jemand von hohem Status hat demanch viel zu bieten auf mehreren Ebenen. jemand, der die Mädels smooth umgarnen kann, schick gekleidet ist, und sich reizvoll verhält (game), erzielt in dem Moment dadurch Status. Du kannst, entgegen deiner Aussage, nicht auf Status scheißen, du hast ihn automatisch - mehr oder weniger. Ähnlich wie beim "Status" habe ich hier den Eindruck, du versuchst den Begriff zu umschiffen. Ebenso wie beim Status sage ich, dass Liebe (soweit ging ich übrigens nicht, wenn du aufmerksam liest, wirst du sehen, dass ich lediglich von Verliebtheit sprach und auch für mich Liebe ein Buch mit sieben Siegeln ist, wovor ich gerne mein Geodreieck und die Formelsammlung liegen lasse) sehr wohl psychologisch, soziologisch, biologisch etc. erforscht wird. Wie in meinem obigen Post beschrieben, schaut man bei Interesse da mal rein oder halt nicht - aber es ist schlicht falsch, so zu tun als gäbe es da nichts zu ergründen (Erst recht nicht, wenn man dann den Ersatzbegriff "Paardynamiken" nachsetzt, den zu verstehen sich plötzlich doch lohnen soll) Nochmal: ich stimme zu, dass Real-Life-Erfahrungen von größter Wichtigkeit sind. Aber wer als Hanswurst sich nen Federhut aufsetzt und ein Leben vorgaukeln will, das er noch nicht hat, weil er glaubt so lägen ihm die Frauen zu Füßen, sollte doch noch mal ne Runde Redpill (Oder: your favorite flavor of PU) lesen. Fake it till you make it kann nur so viel überbrücken, dann wird die Struktur wackelig. Statt dessen: Schritt für Schritt an den Dingen arbeiten, die relevant sind und Status erzeugen. Da gehört Lebensfreude und Approachen ausdrücklich dazu. Und das dürfen die Redpiller auch gerne nachlesen.
  10. Das sind Trivialaussagen. Ich kehr die mal eben um zur Verdeutlichung: Nur weil eine Frau Victoria's Secret-Model ist, heißt es nicht, dass die Beziehung weniger gut/schön ist... Auch kann die Beziehung zu einer Mittlere 5 Frau scheiße sein. Was ist genau dieses sehr viel mehr? Was macht Verliebtheit aus? Wie hält man Liebe am Leben? Und ganz wichtig: Was macht der Sex liebende Mensch, wenn nach 5 Jahren die sexuelle Anziehung nicht mehr so hoch ist (Ob Frau oder Mann, egal - es geht um die Dysbalance, die so viele Beziehungen ereilt und scheinbar als normal angesehen wird)? Redpill ist ein Versuch, Anziehung und Verliebtheit zu entschlüsseln - ja, auch Verliebtheit, denn die hat mit bewusster Liebesentscheidung und bewusster Hingabe wenig zu tun, ist statt dessen ein direkter Effekt deines Gehirns (Hormonausschüttung). Attraction + erste Zuneigungssignale = Verliebtheit Diese Zuneigungssignale interpretieren z.B. unerfahrene junge Menschen gerne falsch oder übertrieben. Sie denken da ist was im Busch und beginnen zu investieren. Leider zu stark und zu einseitig (needy) (was zusätzlich eine Rückkopplung auf die wahrgenommene Attraktivität beim Objekt der Begierde hat,) und bekommen einen Korb --> unglückliche Verliebtheit. Redpill sucht diesbezüglich aktiv nach Lösungen, ebenso wie konventionelles PU dies tut. Redpill hat nur keine heiligen Kühe mehr. PU schon, so scheint es mir. Folglich kann sich Redpill eben auch mit Themen anders beschäftigen, und auch in anderen Themen verfahren, wo sich PU nicht rantraut, eben auf Grund von eigenen Glaubenssätzen. PU schiebt immer wieder die mystische "Liebe" und andere Schutzschilde vor. Was dahinterliegt, glauben PUler entweder nicht entschlüsseln zu können, oder sie weigern sich aus diversen Gründen (unangenehm, Abwehrmechanismus...). Es gibt so viele Leute, die nicht wissen wollen, wie Verliebtheit/Anziehung funktioniert. Weil es zutiefst verunsichert, wenn der Safe Haven der eigenen Liebesbeziehung plötzlich mit Konditionen versehen ist. Der Reiz von Redpill ist, dass es sich anpreist, genau das zu hinterfragen bis aufs letzte Fünkchen. Ob es RP gelingt, kann man freilich bezweifeln. Aber der bloße Versuch und die Behauptung, es zu können, lockt Interessierte an. Wenn bis auf die Knochen runtergestrippt wurde, wer von welchem Standing mit wem von welchem Standing Sex hat (wohlgemerkt, nach dem Handeln bemessen, nicht nach moralischen Regeln oder modern-tradierten Glaubenssätzen), bleibt übrig, dass bei Männlein und Weiblein ein Sozialer-Marktwert-Komposit nach geschlechtsspezifischen Regeln auswirkungen hat. Nun kann man sich die Mühe machen, mal nachzulesen und weiterzuforschen, wenn man Interesse hat. Man kann aber auch immer wieder sagen, dass die Frustration der Redpiller ärgerlich ist (wo ich zustimme) und den Inhalten keine Beachtung schenken. Das erzeugt aber nur noch mehr Widerstand. Und der Kritiker verbleibt so klug wie zuvor. --------------------------------------------------------------------------- Redpilltheorie ist relativ festgebissen auf materielle, externale Marker (allerlei messbare "Werte" wie genetisches Aussehen, Geld, etc.) - denn diese wirken unweigerlich. Der Redpiller hat das erkannt und erinnert sich zugleich an seine Vergangenheit, wo die ideellen, internalen Marker ("steh zu deiner Persönlichkeit", Moralisches Denken und Verhalten... firmiert bei Redpill als Bluepill-Mainstream-Feminismus-Kommunismus) ihn gnadenlos im Stich gelassen haben. Grundsätzlich stimme ich den Forenusern zu, die sagen da ist mehr als Redpill sehen will, bzw. anders ausgedrückt: Wenn man die krasse RP-Sicht annimmt, bleibt ein großes Stückchen Unbeschwertheit, Vertrauen und Sicherheitsgefühl auf der Strecke. Ein solcher Mensch wird notgedrungen pessimistischer, und wenn er das nicht verstecken/verwandeln kan, nimmt seine Lebensqualität und Hoffnungsfähigkeit deutlich ab. Und das wiederum hat natürlich negative Auswirkungen auf des Spiel der Geschlechter, abgesehen davon dass das Leben dann echt finster werden kann. Das sollte man als Rezipeint, der die Nebenwirkungen der RP vermeiden will, bedenken. Die Dekonstruktion ist gefährlich, manchmal auch dumm. Beim Abriss eines Hauses trägt man ja auch nen Schutzhelm. Und es war nicht alles schlecht am alten Leben als Beta ;) Wenn man also die genannten Differenzierungen anerkennt, kann man die Frustration raussubtrahieren und erhält bei RP eine interessante Sichtweise auf intergeschlechtliche Vorgänge, die PU ergänzt. Vor dem Rätsel von erfüllenden Beziehungen, geschweige denn "der Liebe" stehen beide Sichtweisen wie ein Schwein vorm Uhrwerk
  11. Genausowenig wie es "Die Eine" gibt, gibt es DAS Lebensziel. Wenn du merkst es passt mit einer Kirsche nicht so gut, versuchst du herauszufinden wo der Schuh drückt und das zu beheben (instrumentelles Coping--> auf Problemlösung gerichtet). Wenn dies nach X Versuchen / X verstrichener Zeit nicht klappt, beginnst du dich umzuschauen. Wenn du keine Alternativen hast, fängst du an, verzweifelt und übertrieben weiter daran zu basteln, oder schaltest auf Akzeptanz um, beginnst, das Problem in einem anderen Licht zu sehen und irgendwann nichtmehr davon gestört zu werden (emotionales Coping --> einen Stressor durch Umdeutung zu "entwerten"). Das kann nun zu echter, wirksamer ausgeglichenheit führen oder aber dir irgendwann um die Ohren fliegen, wenn doch eine zersetzende, schwelende problematik vorlag. Mit (Lebens-)Zielen verhält es sich ähnlich. Menschen sind zu unterschiedlichen Handlungen und Zielen motiviert, aus individuell unterschiedlichen Gründen. Aber allen gemein ist, dass sie die Ziele, die für sie attraktiv sind, erreichen wollen. Kommt es zu wiederholten Schwierigkeiten, führt dies zu aktivierenden Emotionen wie Ärger oder Wut und es wird noch akribischer nach Wegen gesucht, das ziel zu erreichen. Der Körper stellt durch diese Emotionen mehr Energie zur Verfügung, um Hindernisse zu überwinden. Gelingt dies wiederholt (was das bedeutet, dazu gleich mehr) nicht, beginnt ein Ablöseprozess von diesem Ziel. Bald darauf wird ein neues gefunden - der Mensch ist immer motiviert und Wünsche sind nicht endlich. Wenn dich das mehr interessiert, schau mal nach dem "Rubikonmodell" der Handlungssteurung. Wichtiges wurde ja schon gesagt: Als Perfektionist/Maximiser dauert der Prozess des Ablösens von Zielen länger. Da dies mitunter zwanghafte und zeitverschwenderische Züge annehmen kann und das ja schade um die schöne Zeit ist, empfiehlt es sich für Betroffene, ein bisschen Lässigkeit von den Satisficers zu lernen. Nur gibt es keine Uhr, die einem anzeigt: "Genug genau jetzt!". Hilfreich scheint mir eine Mischung: Des nach innen Hörens (Brenne ich immer noch für Sache X?) Der Klarheit über die Problematik (Habe ich eine mentale Karte vom Problem, der Lösung und dem Weg, der dahin führt?) Des nüchternen, objektiven Blickes auf die bisherigen Ergebnisse (Renne ich immer gegen die gleiche Wand, oder sind die Schwierigkeiten normal und sinnvoll beim Trial&Error- Vorgehen?) 1. Beim Nach-innen-Hören lohnt es sich, seine eigenen Gefühle zu beachten: Ärger und aktive Verbissenheit sind Indikatoren dafür, dass du noch an relativ frischen Problemen nagst --> weitermachen. Enttäuschte Wut und eine gewisse Müdigkeit ("Ich bin es Leid") zeigen, dass der Punkt überschritten ist, bei dem der Körper noch Energie bereit stellen will. Dann ist es Zeit, über Alternativen nachzudenken, mindestens etwas Abstand zu nehmen --> Akzeptanz und ggf. Neuorientierung (Passender Einschub:) 2. Um Klarheit über ein Problemfeld zu erlangen, ist es gut, Informationen und Wissen aufzusaugen. Gerade das beschreibt der TE ja ganz explizit. Hierzu meine ich: Man muss bei weitem nichtalles wissen, sondern das Paretoprinzip greift. Mit 20% des Aufwandes erreicht man 80% des Erfolgs, die restlichen 80% des Aufwandes werden dann nurnoch in die maximale Verfeinerung gesteckt. Dieser Feinheitsgrad ist nicht in vielen Bereichen des Lebens nötig. Auch Persönlichkeitsentwicklung ist keine Raketenwissenschaft. Aber sie braucht ein Ziel: Wer/wie willst du sein? Konkreter Tipp: Von Groß zu Klein --> identifiziere grobe Merkmale zuerst, dann erst schau dir die Unteraspekte dazu an. Beispiel Berrufsfindung: Überleg dir erst, was dich ganz allgemein interessiert (erste Anhaltspunkte: Kindheit!), dann ganz allgemein welche Art zu arbeiten dir gefällt (wieviel Struktur magst du vorgegeben haben, wieviel Kontakt zu anderen/Teamwork, mit Gegenständen oder Menschen arbeiten, wie wichtig ist Freizeit, Gehalt, soziales Ansehen usw.) dann schau nach konkreten Kombinationen aus beidem. 3. Deine Ergebnisse sind messbar. Nachdem du ja durch dein Wissen bezüglich der angestrebten Veränderung weißt, welche Schritte zu unternehmen waren, kannst du nun genau diese Schritte bei dir selbst analysieren: z.B. Ziel: Sozialer werden --> "Wie viele Angebote zu Unternehmungen/Einladungen auf Partys etc. habe ich angenommen? Wie viele habe ich abgelehnt, weil ich mich schlecht fühlte, müde war oder am Pc sitzen wollte?". Das Große Ganze wirst du erst mit zeitlichem Verzug, im Rückblick, merken. Die kleinen Dinge kanst du on-the-go überprüfen, und solltest du auch. Und nochmal deutlich: Nachdenken, Analysieren muss zweckmäßig sein. Wenn es zur Angstbewältigung bzw. Ablehnung von aktiven Handlungsaufgaben genutzt wird, indem man das dritte Buch über "Selbstvertrauen aufbauen" liest, aber seitdem noch nicht eine Sache außer Haus anders gemacht hat, ist es zu viel. Faustregel für Vieldenker: Mehr Handeln als Nachdenken. Immer. Schlaue Leute und Nachdenker haben sehr schnell den nötigen Wissensstand erreicht und lenken sich danach gerne ab, da sie eben (oft unbewusst) konkreten Handlungen und Misserfolgen (da ist er wieder, der Perfektionismus) vermeiden wollen. Ihre sichere Welt ist eben die Gedankenwelt. Bottom Line: Fast alle Ziele der Persönlichkeitsentwicklung speisen sich aus: Selbstbewusstsein entwickeln (kommt durch Erfolge, Übung!) Sozial geschmeidig agieren lernen (Übung!) Unerreichbares akzeptieren können (Lässigkeit praktizieren, wann immer es auffllt und passt, wannimmer nicht, kein Beinbruch!) Wer sich auf diesen Ebenen etwas verbessert, beeinflusst damit extrem viel. Nun sollte man schauen, welche Verhaltensweisen diese Punkte verbessern, und wiederum deren kleinere Teilhandlungen ergründen. (Vom Großen ins Kleine) Dabei im Zweifel mehr machen als Nachdenken! Es gibt kein "ausreichende Maß" an Informationen, wohl aber verschwendete Zeit durch Zaudern. (Der Rat würde andersherum lauten für "impulsive Macher", die oft in Problemen landen, die durch etwas Vorsicht vermieden werden könnten - trifft auf den TE wahrscheinlich nicht zu)
  12. Ganz richtig, Partnerwahl ist evolutionär angelegt. Tendenzen des Sozialismus sind nach evolutionärer Zeitperspektive noch zu jung, als dass Mitleidsficks durchschlagend unterbewusst verankert sein könnten (warum auch). Auch Baumeister hat da in seinem Buch keine tiefgreifenden Lösung angeboten. Er schließt mit einem kurzen Kapitel, das Gemeinsamkeiten der Geschlechter in den Vordergrund rückt und auch die wertvollen Aspekte der Ergänzung und Kooperation der ungleichen Teile nahelegt. Aber der Großteil seines Buches befasst sich tatsächlich deskriptiv und solide fundiert damit, wie Männer als Ganzes historisch den kürzeren Gezogen haben, zu Gunsten der dies mehr oder weniger anerkennenden Menschheit. Anregung, darüber nachzudenken leistet Baumeisters Buch vorzüglich. Wer mehr wissen will, kann dann zum Beispiel auf TRM, PU, Freunde, den Papst oder die Ratschläge seiner Mutter zurückgreifen, oder schauen was es noch so für Forschung gibt (Sozialpsychologie: Partnerwahl, Sexualität, Attraktivität als Stichworte). Du gewinnst so viel, wie du daraus machen kannst. "Schön und gut, aber Janine ist nicht so eine und wir bauen nächstes Jahr ein Haus. Weißt du, das ist so wenn echte Liebe im Spiel ist. Das was da steht bezieht sich ja nur auf Schlampen." "Schön und gut. Ich will wirklich mit Janine mein Leben teilen. Ich weiß, dass es nicht immer nur rosig sein wird. Wir müssen halt daran arbeiten und viel kommunizieren." "Schön und gut. Ich will wirklich mit einer Frau wie Janine gemeinsame Zeit genießen und vielleicht auch zusammenwohnen. Ich weiß, dass die Beziehung neben unseren Gemeinsamkeiten auch davon abhängt, wie gut es um meinen Sozialstatus/Wert als Mann bestellt ist. Nichts mit ausruhen, das ist mir schon klar. Aber dafür bleibt es halt auch aufregend (Sex)." "Soso, alles Schlampen, diese verhurten Bitches. Hab es ja gewusst. Linda hat mich verlassen, weil sie und dieser Chad beide zu dumm sind. Ich werde nun nur noch unverbindlich ficken/ Pornos schauen. Zu mehr taugen die Büchsen ja nicht." "Aha, ich schau mal." ... Anmerkung und Klarifizierung: Frauen sind so unterschiedlich wie es Männer auch sind. Aber ebenso wie die Mehrzahl der Männer, egal ob klein, groß, dick, dünn, dumm oder schlau, schön oder hässlich, primär auf weibliches Aussehen abfährt (ohne dass es das einzige sein muss! Your mileage may vary) und gerne auch polygam leben würde (zumindest anteilig), steht die Mehrzahl der Frauen, egal ob dick, schlank, dumm, schlau, häuslich oder Partymieze etc. auf männlichen Status (wahrgenommener sozialer Wert) und würde auch gerne mit dem besten Ergebnis der Hypergamie leben. Es gibt Hippies, Businessfrauen, Bücherwürmer, Alternativrocker, Technochicks, Kirchgängerinnen, das nette Mädchen von nebenan etc. Sie alle wollen einen Mann, der in ihrem sozialen Bezugsumfeld hochwertig ist und haben, durch den aktiven Part des Mannes und dessen starken Drang auch öfter die Gelegenheit, upzugraden (hypergam zu handeln, was ihnen die Biologie auch eingibt, damit sie ihre Eizellen nicht verschwenden). Ob sie die wahrnehmen, hängt u.a. davon ab, ob der Zugewinn den Stress und die Mühen der Trennung sowie die positiven Anteile der Vergangenheit aufwiegt. Redpill zeichnet das Bild der gefühllosen Frau, was ich übertrieben finde. Ein starkes Gefühl der Zuneigung (Comfort) kann meiner Meinung nach bis zu einem gewissen Grad die Beziehung schützen. Aber die Sexfrequenz ist davon unbeeinflusst, und muss über den Wertdifferenz-Mechanismus entstehen. Und das ist eben die Einfallspforte äußerer Eindringlinge. Was das Wegschnappen angeht, wie eben schon anklang: Ganz so arg ist das nicht, da du natürlich durch eine Beziehung, die gut läuft auch ein "Konto" anhäufst. Aber das kann eben schnell, teilweise auch inflationär schnell, aufgebraucht werden, wenn gerade die falschen Dinge passieren, also Achillesfersen getroffen werden. Z.B versagt der Mann in einem Bereich, der der Frau äußerst wichtig ist, was besonders stark ins Gewicht fällt (bspw. trinkt zu viel). Das kann ein Mann von hohem Status noch ausgleichen, für einen Zocker-Schlurfi lässt aber ihre Zuneigung bald nach. Wieder: das gleiche passiert, wenn der Mann mit seiner älter werdenden Frau hadert, wenn diese sich gehen lässt. Nur müssen Männer dann fürs upgraden mal wieder ordentlich aktiv werden, und das mahnt redpill ja auch an. Viele Männer bleiben aber beim gewohnten, weil es ihnen zu viel abverlangt, aktiv Frauen zu umwerben. Es ist im Konkreten alles höchst individuell, in dem Sinne, dass die Inhalte in jeder Beziehung andere sein können. Es ist im Allgemeinen sehr regelhaft und gesetzmäßig. Die Strukturen der Anziehung sind für so gut wie alle Menschen gleich. Ja, sie kann dich mögen und keine Lust auf Sex mit dir haben. Dein Gewinn aus all diesen Infos ist, zu erkennen, dass das schlecht ist, wenn dir Sex wichtig ist, und dass du da was unternehmen kannst --> Status, Value reell steigern oder Wert simulieren, hauptsache du bist ein Mann mit Eiern und nem Schwanz, der sein leben in den Händen hält und meistert. So einen will sich jede Frau sichern. Du gehörst zu den 80%, weil du fragen musst. "Die 20%" sind eine Art zu leben, die mit ausreichendem sozialen Kapital möglich wird. Erreichst du diese Kapital durch Aussehen, Style, Geld, wirst du es merken. Wird aber wahrscheinlich nicht einfach so passieren, muss auch nicht. Das Leben eines normalen Menschen kann auch sehr erfüllend sein, ohne (oder gerade weil nicht) easy mode. 80/20 lässt es klingen, als sei Die Zugehörigkeit kategorial, als wäre der eine nur König und die anderen nur Sklaven. Real ist es viel fließender, mit Schwankungen und Ausnahmen. Es gibt für alle Bereiche Spezialisten und interessante Charaktere. Ein durchschnittlicher Mann kann für einige Menschen oder Missionen den Nagel absolut auf den Kopf treffen und ein absolutes Maximum erreichen. Leo Dicaprio muss auch mit speziellen Nachteilen leben (einige meinen vielleicht "Luxusprobleme"), und wenn er sich nicht öffentlich zu erkennen gibt mit Sonnenbrille, Hut und Bart, ist er nur Durchschnitt. Klar, er kann mal eben umschalten. Aber dass der Rest der Männer das nicht so einfach können, heißt nicht, dass sie nicht auch krasse Abenteuer erleben könnten. Nur halt weniger leicht. Deswegen: Alles halb so wild, suche deine Nische und sei gut! (Aber sei GUT in etwas, das sollte das grundsätzlichste Kondensat von Redpill sein!)
  13. Meiner Meinung nach trifft die Metapher vom Kapital sehr passend auf zwischengeschlechtliche Interaktionen zu. Wer viel hat, bekommt noch mehr. Dazu kannst du den Link aus meinem OP konsultieren. Kurz nen Punkt aufgegriffen: Baumeister hat DNA-Analysen konsultiert, die besagen dass sich in der Geschichte der Menschheit 80% der Frauen fortpflanzen konnten, aber nur 40% der Männer, obwohl es etwa gleichviele gegeben hat. Viele Männer konnten also ihre DNA nicht weiterreichen und so eben nicht ihren Biologischen Auftrag erfülen. Wer hat sich denn dann um die überzähligen Damen gekümmert? --> Chad! (Der König, der Bauer mit den dicksten Kartoffeln, der vergewaltigende Säufer, der kurz darauf den Schädel eingeschlagen bekam)Wer nicht? --> Beta Bob (Arme und Erfolglose, normale Arbeiter mit hohem Risiko für Unfälle, Knechte, Soldaten etc...)Alles nur Tendenzen, die gern zur griffigen 80/20-Regel stilisiert werden. Mach ich ja auch. Sex ist ein begehrtes Gut, das wie eine Ware gehandelt wird. Die Gesetze des freien Marktes beschreiben die meisten Vorgänge darin: Schau dir Mal an, mit wem sich Leo DiCaprio umgibt. Er hat viel Status und bekommt viel Schönheit. So gehts fast jedem männlichen Star. Für Normalbürger wie auf deinem Foto gelten scheinbar gaaanz andere Gesetze. Gleich und Gleich etc. - ist auch korrekt! Nur eben vielleicht aus der Not geboren? Das bedeutet nicht, dass sie jeden Tag aufwacht und denkt "Oh Gott, was für ein hässlicher Wichser ist das..." - aber es bedeutet, dass er sich weniger erlauben darf als bspw. "Chad". Wer viel zu bieten hat, bestimmt, wo der Hase lang läuft. Das ist auch so eine Marktsache. Üblicherweise haben Frauen weniger Druck, mehr Sozialkompetenz und früher im Leben ihren Hochpunkt, so dass die Zielgruppe der 20-35-Jährigen selten durstig ist. Sie sind laut Baumeister und anderen Forschern auch die marktmächtigeren. Als junger Mann aus der 80%-Gruppe (natürlich mit Abstufungen) stehen dir erstmal eine Wanderschaft durch die Wüste bevor, weswegen es ja u.a. das Forum und diverse Strömungen wie Redpill gibt. (Bei der ganzen Härte noch ein bisschen Feminismus on top, ist für Redpiller wie Knoblauch bei Vampiren) Wenn man krank oder arbeitslos wird, oder sich einfach mal eine längere Weile hängen lässt. Dann ist die Frau schonmal häufiger lustlos, hat Kopfschmerzen. Laut RP ist sie dabei schon auf dem Ausguck. Klar, Männer würden das genauso machen, wenn sie könnten. Können die meisten aber nicht, weil sie eben nur "Durchschnitt" sind. Deswegen ist männliche Hypergamie nur für die Statushöheren relevant, weil alle anderen so krass viel Energie und Federn lassen müssen, um an derartigen Sex zu kommen und statt dessen lieber das Nest pflegen, wo ihnen wöchentlich ein Handjob sicher ist. Frauen müssen das nicht, haben auch keinen vergleichbaren Druck auf der Düse, und wenn, dann lassen sie nicht bei Beta Bob Dampf ab, da Chad bereit steht. Es ist Konsens in der Forschung, dass Frauen bei ONS nach oben schielen (und damit durchkommen, weil der begehrte Mann Sex einfach mal mitnimmt), Männer hingegen nach unten. In der Beziehung werden andere Sachen auf die Waage geworfen. Die Frau ist bereit auf sexy Sozialstatus zu verzichten, wenn er halt ein komfortabler Kuschelbär ist. Redpill sagt nun, dass der Mann da vorsichtig sein muss, da seine rohe sexuelle Anziehungskraft (attraction) ggf. nicht hoch genug ist und die Beziehung am seidenen Faden seiner Performance hängt. Das kann nun paranoid wirken und ist es sicher auch für den Mann, der eben kein Game hat, um da nen Vorsprung zu simulieren. Denn den Vorsprung braucht die Frau, um den Mann anziehend finden zu können. Und das ist der Kern der Hypergamie, den man sich ruhig zu Herzen nehmen kann: Die Frau muss glauben, dass du wertvoll bist (und zwar wertvoll genug, dass sie dich mit Sex binden will). Das kriegen die Chads hinterhergeworfen. Der Beta muss sehen wo er bleibt und verschreibt sich unterschiedlich zielführenden alternativen Wertsystemen. Oder kämpft sich halt nach oben. Und verdrängt einen Anderen - Status ist ureigenst exklusiv. Wettbewerb wie im Kapitalismus.
  14. Ich gebe dir Recht, es sind absolut keine Wohlfühltexte. Man wird zunächst auf den Boden der Realität gezerrt, in dem Sinne, dass man sich mit seinen Mängeln auseinandersetzen MUSS. Eigenes Versagen steht im Fokus. Aber gerade das macht den geneigten Leser irgendwie high, und man holt sich immer mehr Bestätigung. Das positive Gefühl hierbei ist zum einen dass man glaubt man versteht plötzlich ne Menge (es fällt einem wie Schuppen von den Augen). Weiterhin wird die Frau latent zur Zielscheibe. Ihr gefährliches Verhalten und ihre Hypergamie ist dreh-und Angelpunkt für alles. Das ist spannend und entlastet wieder von der eigenen Verantwortung. Sogesehen ein raffiniertes Wechselspiel, worauf "verlorene Seelen" hängen bleiben. Aber es muss ja nicht zu ihrem Nachteil sein. Ich denke den Meisten hilft es, wenn es transitiv ist. Es ist ein komplexes Schmeicheln und hat was masochistisches. So wie sich viele Redpiller darüber aufregen (und zugleich erregen), dass Frauen vom fiktiven Chad tief gefickt werden.
  15. Die "Pille" hat ne starke sogwirkung. Rollo schreibt so, dass es jedem gebeutelten Alphamännchen schmeichelt. Wie bei einer Verschwörungstheorie fügt sich alles magisch ineinander und man meint das Gewebe der Welt zu erkennen und zu verstehen. Vor dieser Überwältigung warne ich, weil sie in die Enge führt wie jede einseitig-entrückte Theorie, die sich irgendwann zwangsrationalisiert, also künstlich selbst bestätigt. Die Balance hinzukriegen ist schwer. Was mir geholfen hat: auf Ausnahmen zu achten. Die waren irgendwann so zahlreich, dass ich mal wieder nen Schritt zurücktreten musste und mich wunderte. Ich nehme gewisse Grundsätze als sehr wissenswert und wichtig an, weswegen ich auch über die pille froh bin. Aber es ist doch nur eine ganz spezielle Sicht und wird meinem Leben nicht in gerecht. Bei TRM wird alles knallhart ent-idealisiert. Aber ganz so geistlos und ohne Zauber ist der Mensch nun auch nicht. Aber das ist Stoff für noch nen Post.