SamFeuerstein

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  1. Hi, danke noch mal für eure Antworten. Klar klingt das ziemlich verrückt. Aber man muss dazu wirklich sagen, dass es mit der Dame und mir super lief, als ich dort gewohnt habe. Sie hat meine Bude geputzt, wir hatten ein super inniges Verhältnis und selbst nachdem ich schon wieder in Deutschland gewohnt hatte, ist sie mal ganz spontan 12 Stunden mit der Fahrgemeinschaft hergefahren. Bis es zu diesem "Bruch" kam. Deshalb ist sie für mich mental auch was anderes als ne normale Internetbekanntschaft. Das größte Problem ist einfach mein Kopffick. Mir fehlt das Vertrauen in mich selbst, das merke ich - besonders nachdem ich diesen Beitrag geschrieben habe. Wie heißt es so schön? Attraction is not a choice. Sie ist entweder da oder eben nicht. Und alle Versuche Attraction zwanghaft zu erzeugen, gehen nach hinten los. Ich habe aber die ganze Zeit nichts anderes gemacht, als genau das. Ich habe - immer wenn ich mit ihr kommuniziert hatte, sei es jetzt über Facebook, Telefon whatever - versucht sie davon zu überzeugen (nein, daran zu erinnern), dass ich voll der geile Typ bin. Und das kommt natürlich ziemlich needy. Ich habs die ganze Zeit nicht gesehen, aber die letzten Tage ist mir da auch noch mal das Licht aufgegangen, dass sie mich ja kennt und dass sie genau weiß was meine "Vorteile" sind, deshalb muss ich ihr die auch nicht ständig vollkommen verkrampft durch irgendwelche DHV Storys noch mal vor Augen führen. Ihr habts ja jetzt schon mehrfach erwähnt, dass ich sie einfach an Ort und Stelle verführen soll. Und wie ich ja auch schon gesagt habe, ist das gar nicht mein Problem. Mein Problem ist wirklich der Kopffick, den ich mir jetzt mache. Das mangelnde "Vertrauen in mich selbst", dieser Zwang mich als smarter Typ darzustellen. Und klar, ich bin da sicherlich auch der kleine Perfektionist, der sich darüber abfuckt, dass es mal so gut gelaufen ist und dass er gerade alles mit seiner neediness zerstört. Jetzt hab ich für mich ne Notlösung gefunden. Man muss vorher zum Verständnis sagen, dass ich in den letzten 2 Jahren 4 mal umgezogen bin in Deutschland und im europäischen Ausland und deshalb zu nem großen Teil meiner Freunde (vor allem auch gute platonische Freunde) nur online Kontakt habe. 500 Km ist so der normale Schnitt, den ich von guten Freunden entfernt bin. Ich habe deshalb die Angewohnheit, oft wenn mir was lustiges passiert, das einfach per Whatsapp/Facebook an ein paar Leute zu schicken. So ein 3zeiler mit "Du glaubst nicht was gerade passiert ist..." Jetzt hab ich einfach einen solchen Dreizeiler, den ich davor an nen Kollegen geschickt hatte, 1:1 kopiert und auch an sie geschickt. Und auf einmal investiert sie wieder, schreibt mir mehrere Nachrichten, jeweils mit Abstand von ein paar Stunden, ohne dass ich darauf antworten würde. Schickt Fragezeichen hinterher, weil keine Antwort kommt, ruft mich mitten in der Nacht 2 Mal an, schreibt sogar zwischen ihren Anrufen ne SMS mit der Bitte, dass ich an mein Handy gehen sollte. Bei näherer Betrachtung gar nicht verwunderlich. Ich stelle deswegen jetzt auch erstmal den ganzen tiefsinnigen, pseudo dhv Kontakt zu ihr ein, schick ihr einfach zwischendurch mal was , was ich auch an andere Kollegen schicke und komme auf mich selbst klar, damit ich begreife, dass es vollkommen dämlich ist mich bei ihr profilieren zu wollen. Nochmals Danke & lg PS: achso, falls das nicht ganz durchgekommen ist: das was mich abfuckt ist, dass ich diesen flow immer früher bei ihr hatte. es lief richtig flüssig usw. bei anderen frauen kommts halt normal auch vor, dass ich nicht in den flow komme, aber da merke ich einfach von anfang an dass wir nicht auf einer wellenlänge sind und cutte es direkt. nur hier bestand das problem ja darin, dass es einfach mega gut lief, dann dieser bruch kam und damit einhergehend das machtverhältnis total verschoben wurde.
  2. Du hast nicht sorgfältig gelesen. Sie besuchen, verführen, eskalieren kann ich selbst. Ich frage nach einem gedankenanstoss um nicht immer wieder den Frame anzunehmen, den ich das letzte mal hatte, als wir in der selben Stadt gewohnt haben. Ih Texte nicht mit it um sie warm zu halten, ich finds asozial ihr gar nicht mehr zu Antworten denn sie kann ja nichts dafür dass ich mich von ihr "einschüchtern" lasse und in alte Verhaltensweisen zurück falle. Achso. An einem sonnigen Tag spricht man locker 30 Frauen an. 10 Tage sind 300, 500 in einem Monat. Wer ein vernünftiges Leben hat, der fickt auch locker 10 Frauen in nem halben Jahr selbst ohne ein überragender PUA zu sein. Sicher sind da viele bei, die mich nicht komplett umhauen, aber ich behaupte auch nicht von mir nur 10er wegzucocken. Ich habe verstanden, dass ich mehr Optionen brauche, die mir mindestens so gut gefallen wie sie. Danke für eure Einschätzungen.
  3. Jo fastlane ich hatte insgeheim auf ne Antwort von dir gehofft! Ich hab keine Ahnung. Aber definitiv mehr. FTOW hatte ich auch schon seit ich das letzte mal bei ihr drin war.
  4. Hi Jungs, ich brauche mal eure Unterstützung. Ihr kennt das, wenn man mit Frauen kommuniziert und in diesem Flow ist. Bei mir ist es so, dass ich DHV Storys nicht erzähle, um der Frau zu gefallen, sondern einfach weil ich mich in dem Moment so sehr selber feiere, dass ich diese geile Story noch mal zum besten geben kann. Und dann reiße ich die Frau auf so ner positiven Welle mit und alles ist gut. Bei einer Frau ist es tricky, bei ihr ist es immer so als, würde etwas zwischen uns stehen. Die Situation ist ziemlich verkrampft. Ich habe das jetzt mit anderen "Situationen" mit anderen Frauen verglichen und mir ist aufgefallen, dass es bei dieser Frau eben nicht so ist, bei ihr erzähle ich Storys um mich zu qualifizieren. Und das ist natürlich Tod für die Attraction, weil die Frau das merkt. Kurz zur Frau: Ich kenn sie länger, hatten früher auch was am Laufen, dann wars so ne On/Off Geschichte, ab und zu ist was gelaufen usw. Aber ich habs echt verschossen, weil ich bei ihr oft meine Eier verloren habe und ja. Jetzt hab ich sie seit nem Jahr nicht gesehen, liegt auch daran, dass sie 800 km entfernt lebt in ner Stadt, in der ich früher gewohnt habe. Wir haben aber regen Kontakt. Sie meldet sich ständig, schreibt, ruft an usw. Das Ding ist, dass ich bisher immer die Lust daran verliere, wenn ich merke dass ich mich wieder wie ein Horst benehme, dann cutte ich es. Wir haben ein paar Wochen keinen Kontakt und irgendwie kommen wir dann "zufällig" oft wieder ins Gespräch (meistens geht der Zufall von ihr aus). Zum Beispiel hatten wir letztens längere Zeit keinen Kontakt, dann saß sie beim Arzt und hatte ne Broschüre über die Spirale in der Hand :D und schreibt mir direkt sinngemäß "bla bla bla hab hier grad so ne Broschüre bla... wenn ich Sex hätte, würde ich mir die sofort einsetzen lassen". Also sage ich "ja mach, vielleicht komm ich ja mal wieder vorbei" sie: "mit dir hab ich aber keinen Sex" ich: "Das sagste jetzt" sie: "aber für dich ist das ja nicht schlimm, du hast ja noch ........ (zählt mehrere Frauen auf mit denen ich was hatte) " Ich verfolge jetzt einfach die Strategie, dass ich sie "freeze" (nicht um sie zu bestrafen, sondern einfach für mich). Ich bin sicher irgendwann werd ich wieder klar kommen und wenn ich dann zufällig mit ihr Kontakt habe, ganz normal wieder attraktiv sein. Selbst wenn es nicht zu nem Lay kommt. Mich fuckt an der Situation am meisten ab, dass ich mich davon so aus der Bahn werfen lasse und mein Verhalten bei ihr anders ist als bei anderen Frauen. Wenn ich mich länger nicht bei ihr melde, fängt sie an zu investieren. Ruft an oder schreibt mir SMS mit "gehts dir gut?" beim letzten Mal hab ich ihr darauf nen smiley geschickt und sie "ist das ein ja?" und ich: "nein, das ist ein smiley. aber ja und wie gehts dir?" dann schreibt sie nen extremen roman darüber was ihr in letzter zeit alles passiert ist. und ich antworte nicht, dann irgendwann sehe ich das und schreibe "schreib dir gleich". zwei stunden später kommt von ihr "gleich ist aber schon vorbei" ich: "ja, ich bin grad bei nem freund, melde mich". dann am nächsten tag hab ich nen satz auf ihren Text zurück geschickt und seit dem ist funkstille. vielleicht will sie mir auch zeigen, dass sie auch sehr beschäfitgt ist ;) Sie kennt mich eben inzwischen recht gut und sie weiß, dass es bei mir "normal" ist, dass ich mich länger nicht melde und deswegen investiert sie nicht mehr so krass wie früher. So nun die Frage an euch: Habt ihr nen Tipp, wie ich mein Mindset verbessern kann? Ich bin ja gerade auf dem Tripp, dass ich sie einfach ignoriere, bisschen mit ihr schreibe usw. ich weiß Textkommunikation ist in dieser Situation eh scheiße, aber wenn ich jetzt "zufällig" bei ihr in der Gegend wäre, dann würde sie da direkt was reininterpretieren ;) deswegen hab ich letztens irgendwann nur vorgeschlagen, dass wir statt diesem rumgeschreibe doch einfach mal skypen sollen, wenn wir beide zeit haben und sie meinte "gerne". ich hab aber jetzt auch noch keinen Termin vorgeschlagen, ich will erst weiter an meinem Mindset arbeiten, weil ich keinen Bock habe, dass das wieder so ne "befremdliche Situation" wird wo irgendwas zwischen uns steht. Also wenn ihr nen konrekten Verführtipp habt, dann dürft ihr mir den natürlich auch gern geben (vielleicht brauche ich ihn irgendwann) aber primär brauche ich jetzt nen Tipp, damit ich mich einfach wieder wohler mit mir selbst fühle und mich durch diese Situationen nicht unterkriegen lasse. Klar, wenn wieder ein Lay bei rauskommt wäre super, aber vor allem will ich mich in meiner eigenen Haut wohler fühlen. Also bitte haut mal was raus. Danke und liebe grüße sam
  5. Ja, ich kenn Postels Story und auch das Buch ist wirklich spannend. Allerdings kann ich an dieser Stelle die Sendung von Maischberger empfehlen, bei der Postel und Mike Wappler anwesend waren (sein Buch ist übrigens sehr zu empfehlen: klick) aber ich muss sagen, dass man bei dem interview sehr gut sieht, dass postels verhalten wirklich krankhaft ist. Ich habs schon in nem anderen Thread gesagt: Postel ist nicht in der Lage von dem einmal eingeschlagenen Argumentationsweg abzuweichen und einen neuen Frame zu wählen um seine Taten in ein anderes Licht zu rücken. Weil sein Verhalten zwanghaft ist! Postel ist mit Sicherheit sehr intelligent und auch charismatisch, aber der Zwang ist so groß, dass er nicht in Hinblick auf das "Endziel" (die Leute sagen am Ende der Sendung *Ach so schlimm war das doch gar nicht was der Postel gemacht hat*) von der kurzfristigen Befriedigung absehen kann.
  6. Auf jeden Fall ein sehr interessantes Thema. Ich kann von mir sagen, dass ich meiner LTR früher immer erzählt habe, dass es ganz normal ist, dass ich mit anderen Frauen flirte und das das für sie keine Bedrohung darstellen sollte, denn es bedeutet ja, dass ich nicht bei ihr bleibe, weil ich keine anderen Alternativen hätte, sondern, dass ich bei ihr bleibe, weil sie zu allen anderen Frauen, die mir offen stehen, immer noch die beste Option ist. Damit kann man sich allerdings sehr leicht selbst ein Bein stellen, nämlich dann, wenn die Frau merkt, dass sie die Königin ist und man sich bei den anderen Frauen zwar vielleicht mal Sex holt, aber das man emotional eigentlich nur ihr verfallen ist und es keine echte Bedrohung für sie gibt. Aber das nur so als Zusatzinfo, wenn also jemand versucht seine LTR stärker an sich zu binden, indem er sich Alternativen sucht, dann sollte er auch nach Alternativen suchen, die es mit der LTR aufnehmen können oder es zumindest so kommunizieren und nicht - so wie ich es als Fehler gemacht habe - andere Frauen flachlegen aber offen kommunizieren, dass man nur oberflächliches Interesse an diesen Frauen hat. Ich finde das ist ein sehr wichtiger Punkt. Vieles, das mit Liebe kommt (Fürsorge, auf den anderen Rücksicht nehmen, emotionale Abhängigkeit, bla) führt zum Abfall von der Attraction. In einer funktionierenden LTR muss man das Gleichgewicht von Liebe und Begehren aufrecht erhalten. Esther Perel hat dazu einen sehr interessanten Vortrag auf ner TEDx Konferenz gehalten, den man sich unbedingt anschauen sollte. Er heißt "The secret of desire in a long term relationship". Wer nicht so schnell auf englisch mitkommt kann auf der Page Untertitel aktivieren (allerdings solltet ihr das Video dann in einem Stück gucken, zumindest bei mir verschieben sich die Untertitel nämlich immer wenn ich zwischendurch auf Pause mache und sind nicht mehr mit ihrem Vortrag synchron): http://www.ted.com/talks/esther_perel_the_secret_to_desire_in_a_long_term_relationship
  7. Ich hatte mal ne Freundin, die nach zwei Jahren Beziehung (und dann ein paar Jahren Funkstille) ankam und mir erzählte, dass sie jetzt lesbisch sei. :D Also falls noch jemand meinem Prängel unterstellen möchte, dass er Frauen ans andere Ufer treibt, nur zu! Aber viel wichtiger: Ich weiß weder wie alt du, noch wie alt sie ist. Aber ich würde einfach mal vermuten, dass ihr beide eher jung seid (liest sich so). Sexuelle Identität und Präferenz ist - insbesondere in der Pubertät und in den Jahren danach - ziemlich fließend. Ich glaube sogar, dass viel mehr Menschen insgeheim bisexuell sind, als sie zugeben möchten. Insbesondere bei Frauen findet man sehr oft welche, die ganz offen zugeben, dass sie eigentlich auf Männer stehen aber schon Sex mit anderen Frauen hatten und es ihnen auch gefallen hat. Obwohl sie sich nie ne Beziehung mit der Frau vorstellen könnten, ist Sex für sie okay. Klar, wenn sie kein Interesse an Männern hat, dann hat sie kein Interesse an Männern. Aber ich glaube, dass viele Frauen, die sich sexuell (und beziehungstechnisch) zu anderen Frauen hingezogen fühlen, Sex mit einem Mann nicht immer ausschlagen würden. Einfach weil sie neugierig sind, weil sie vielleicht auch ne Spur bi sind oder whatever. Spätestens bei nem Dreier mit ner anderen Frau, wäre sie sicher am Start. Vielleicht kannste da in einer späteren Phase der Verführung nen weiblichen Wing einbauen und ne Dreiersache draus machen. Das ist jetzt sicher nicht moralisch korrekt und es gibt bestimmt den ein oder anderen, der mich gleich auseinanderflücken wird: aber spätestens wenn ihr zu dritt im Bett liegt und sie geil ist und eigentlich nur vor hatte von der anderen Frau mit dem Doppeldildo gefickt zu werden, ist die Chance sehr hoch, dass sie auch deinen Schwanz reinlässt. Sage ich dir, weil ich es tatsächlich so erlebt habe. Allerdings (!) handelte es sich bei dieser "Lesbe" um eine Frau, die in der Vergangenheit schon Sex mit Männern hatte (und auch ein Kind von einem hatte) und erst später für sich herausgefunden hat, dass sie sich von Frauen um ein vielfaches stärker angezogen fühlt. Ich denke aber mal, wie stark sie sich zu Männren angezogen fühlt oder auch nicht, wirst du im Verlauf deiner Verführung sowieso herausfinden. Wie die anderen schon gesagt haben, bau deine Verführung ganz normal auf, als wüsstest du nichts davon. Wenn du merkst, dass sie sich tatsächlich nicht von dir angezogen fühlt, sattelst du um und bringst sie mit ner anderen Frau in Kontakt, die offen für nen dreier ist. (Falls du eine in deinem Umfeld hast, du wirst dich wundern wie viele Frauen gerne solche Erfahrungen machen würden!) und dann eskaliert ihr einfach zusammen durch.
  8. Aus meiner Sicht werden hier sehr viele Dinge miteinander vermischt, die man differenzierter Betrachten müsste. Zum ersten wäre da diese vollkommen schwachsinnige Einteilung von "HSE" und "LSE", (keine Kritik am Thread, sondern an der Szene) so als würde man von nem Schwangerschaftstest sprechen. "Schwanger" und "Nicht schwanger" sind eindeutig, es gibt nicht ein bisschen Schwanger oder ein bisschen AIDS. Aber es gibt unzählige Varianten davon ein höheres oder niedrigeres Selbstbewusstsein zu haben. Und je nachdem welche "Definition" von niedrigem Selbstbewusstsein ich ansetze, so finde ich überhaupt keine Frau auf der Welt, die nicht LSE ist. Ganz ehrlich Jungs, Baustellen haben wir erst mal alle. Und ich glaube auch nicht, dass wir in der Zeit unseres Lebens jemals einen Punkt erreichen werden, an dem es nicht noch das ein oder andere gibt, was uns abfuckt, das uns demotiviert oder verletzt. Jeder hat seine Limited Beliefs, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Aber wer daran glaubt, dass er selbst ein "HSE Mann" wäre, der hat wahrscheinlich das marodeste Selbstbewusstsein von allen. Vielleicht ist dem ein oder anderen der Dunning-Kruger-Effekt geläufig. Er besagt, dass wir umso eher dazu neigen unsere eigene Kompetenz zu überschätzen und die Anforderungen an uns zu unterschätzen, je weniger Kompetenz wir haben. Ist bei Selbstbewusstsein und Persönlichkeitsentiwicklung m.E. genau das selbe, derjenige der denkt, er hätte ja so ne wahnsinnige Entwicklung durchgemacht und dass er jetzt ganz oben mitspielt, der sollte sich am besten noch mal einlesen. Aber nichtsdestotrotz gibt es natürlich Frauen, die ein niedrigeres Selbstbewusstsein haben als andere. Meine persönliche Erfahrung ist aber nicht, dass Frauen mit einem niedrigen Selbstbewusstsein, nicht damit umgehen könnten, dass man sie gut behandelt. Sondern, dass das was du als "gut behandeln" bezeichnest, aus einer anderen Wurzel stammt, als die "selbstlose Nettigkeit". In jeder Beziehung (ich spreche hier nicht von LTR, sondern von zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein, ein ONS oder eine FB sind genau so gemeint) gibt es einen überlegenen und einen unterlegenen Part. Je niedriger das Selbstbewusstsein einer Person ist, desto eher ist sie es (ist nur meine persönliche Meinung, nicht wissenschaftlich fundiert!) gewohnt, dass sie den unterlegenen Part einnimmt. Der unterlegene Part ist definiert durch den Partner, der die Beziehung mehr braucht als der andere. Der unterlegene Partner braucht die "Bestätigung", die Versicherung, wie der andere zu ihm steht er bzw. sie können nicht auf sich selbst vertrauen (die Definition von Selbstvertrauen), nicht darauf vertrauen dass von alleine alles gut wird und sie bekommen, was sie wünschen, stattdessen müssen sie immer danach streben Etappenziele zu erreichen und festzuhalten. Das kann man bei Jungs mit niedrigem Selbstwertgefühl übrigens immer sehr gut beobachten, wenn sie sich einbilden, dass sie unbedingt die Telefonnummer einer Frau (mit der sie auch so Kontakt haben und die nichts an der Situation ändern würde) haben müssten, weil diese Telefonnummer symbolisch wie ein Stück Papier ist auf dem steht: "Du hast ein Etappenziel erreicht". Die vermeintliche LSE Frau ist also jene, die die Beziehung mehr benötigt als der Mann. Nach meiner Einschätzung liegt der Attractionverlust dann nicht darin, dass der Mann die Frau gut behandelt (ganz im Gegenteil, schlecht behandeln "nur weil man es kann" ist aus meiner Sicht sogar ein deutliches Zeichen von Schwäche und ein emotionales Druckmittel weil man die Beziehung in Wirklichkeit viel stärker braucht als man zugeben möchte, aber das nur am Rande), sondern darin, dass sie das Gefühl vermittelt bekommt, dass er die Beziehung stärker bräuchte als sie, dass er von ihr abhängig ist, dass er sich kleiner macht als er ist. Das ist eine Form von Kontrollabgabe des Mannes an die Frau, mit der die meisten Frauen mit niedrigerem Selbstwertgefühl nicht umgehen können. Viele "LSE"-Frauen sind es gewohnt, dass sie ihre Macht und Kontrolle über die Situation an einen stärkeren Mann abgeben. Deswegen landen sich auch bei den "typischen Arschlöchern", diese erwecken den Schein, dass sie alles im Griff hätten. Durch das "schlecht behandeln der Frau" machen sie den Eindruck, dass sie die Beziehung und die Frau nicht brauchen. Unneedyness ist die Wurzel der Anziehung! Das ist super attraktiv. Doch sobald dieses Gleichgewicht ins Wanken gerät, verlieren sie ihre Anziehung. Auf einmal bemerkt die Frau - nicht, dass er sie mag sondern - dass er von ihr abhängig ist, auf einer emotionalen Ebene und damit ist sie überfordert. Der Attractionverlust ist quasi Selbstschutz. Hinzu kommt, dass Menschen nach meiner Erfahrung - wenn man sie schlecht behandelt und enttäuscht, sie aber bereits viel in jemanden investiert haben - anfangen nach Erklärungen zu suchen um zu rechtfertigen, dass sie den anderen mögen. Wenn man sie aber - anders herum - immer wieder gut behandelt und ihnen viel durchgehen lässt dann haben sie den Eindruck auf der sozialen Leiter aufgestiegen zu sein, sie denken sich "ich muss besser sein als du, wenn es für dich so selbstverständlich ist, dass alles für mich zu tun" und dieser soziale Aufstieg ist wie schon erwähnt für Menschen mit niedrigem Selbstbewusstsein mit Angst verbunden. Aus meiner Sicht ist es also nicht das K.O.-Kriterium die "LSE" Frau gut zu behandeln, man muss nur darauf achten, dass der eigene Wert dadurch nicht sinkt und man nicht von ihrer Bestätigung abhängig wird. So lange die Frau weiß, dass man sie jederzeit verlassen könnte (also sie nicht braucht), kann man sie behandeln wie eine Prinzessin. Das Mindset muss dabei sein: "Ich bin großzügig, weil ich es mir erlauben kann und es sein will" und nicht "ich will dich an mich binden und gut zu dir sein, damit du mir etwas zurückgibst und mich nicht allein lässt".
  9. Danke für deine Einschätzung. Ich bin allgemein sehr "planend" und berechnend. Aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich seit Jahren in einem Job arbeite wo genau das gefordert wird und man immer zehn Schritte vorausplant. Man nimmt dann wohl irgendwie mit, das ganze mit mehr Abstand zu betrachten und anschaulicher reflektieren zu können. Aber viel wichtiger ist: Ich denke alle Menschen manipulieren. Manche Frauen spielen ihrem Freund beim Sex einen Orgasmus vor, andere rufen ihren Chef an und behaupten sie wären, krank obwohl sie nur nen Kater von letzter Nacht haben. Und vor allem kleine Kinder haben es super gut drauf, total fröhlich zu sein und ihren Eltern zu sagen, dass sie sie ja sooo lieb haben, damit den Eltern es umso schwerer fällt sauer zu sein auf das, was das Kind eigentlich gerade gemacht hat. Das ist ein indirektes Learning. Unsere Gesellschaft ist nur leider sehr gut darin, diejenigen zu verurteilen, die ganz bewusst Manipulation einsetzen weil sie denken, die Manipulation würde dadurch schlechter werden. Wie du schon festgestellt hast, bin ich allgemein ein sehr ehrlicher Mensch. Und das ist - wie man meinen Fieldreporten entnehmen kann - auch eine Form von Manipulation, denn dadurch wirke ich auf Frauen selbstbewusster und mache mir das Leben leichter (das ist also auch wieder planend und berechnend). Ich lüge und bescheiße den ganzen Tag, aber ich kann nachts ruhig schlafen und am nächsten Tag in den Spiegel sehen. Wenn ich mich in der Welt umsehe, dann sehe ich überall Menschen, die schreckliches anrichten und das wird einfach so von unserer Gesellschaft toleriert. Wenn ich mir die Verpackungen von Schokolade ansehe, auf denen Menschen einsuggeriert wird, dass es glückliche Kühe sind, die die Milch dafür gegeben haben. Dann fühle ich mich angewidert von bösartiger Manipulation. Oder wenn ich mir die Leute ansehe, die alte Menschen um ihr Erspartes betrügen. Aber ich bin nicht in der Position darüber urteilen zu dürfen. In den Augen der meisten Menschen, wir Manipulation erst zu etwas schlechtem, wenn jemand sagt, dass er manipuliert. So lange er das unter "Marketing" oder "Persönlichkeitsentwicklung" verbucht ist alles ganz okay. Aber ganz ehrlich: jeder, der seine Persönlichkeit entwickelt, der manipuliert damit auch die Menschen um ihn herum. Wer sich weiterentwickelt, wird attraktiver, zieht andere an, Manipulation ganz klar. Doch Manipulation ist aus meiner Sicht nicht immer etwas schlechtes. (Insbesondere im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung sprechen wir von Manipulation die keinerlei böse Absichten verfolgt!) Es gibt diese sehr interessante Studien, die belegt (ich finde die Quelle leider gerade nicht), dass die selben Pommes, die aus einer roten Tüte mit einem goldenen M drauf gegessen werden, besser schmecken als exakt die selben Pommes, die aus einer normalen Tüte gegessen werden. Das ist natürlich Manipulation. Doch ich finde es vollkommen in Ordnung, ich zahle sogar gerne bei McDonalds mehr dafür, weil ich gerne die Werbung mitfinanziere, die in mir überhaupt erst auslöst, dass mir etwas so gut schmecken kann. Ich zahle nicht für das Produkt, sondern für das Gefühl. Für das Brainwashing! Bei PickUp ist es in ganz vielen Fällen genau das gleiche. Du kannst eine Frau, die bis vor kurzem noch auf die Nonnenschule gegangen ist, mit Manipulation dazu bringen, 6 Typen abwechselnd einen blasen zu lassen. Etwas, was sie ohne diese Manipulation niemals getan hätte. Doch das muss nicht heißen, dass sie sich deswegen danach schlecht fühlt. Wenn du deinen Job gut machst, ihr also das passende Weltbild dazu vermittelst, dann wird sie das vielleicht nie wieder machen, aber sie wird noch in 50 Jahren an diesen Tag zurückdenken und sich denken "Wow, damals hab ich echt mal was richtig verrücktes gemacht!", sie wird ihren Freundinnen davon erzählen und das Gefühl haben, dass sie ein bisschen mehr Leben in ihren Alltag gebracht hat. Und ich habe vor allem die meisten anderen hier genau so "manipuliert", wenn auch unabsichtlich. Dadurch, dass ich meine Fehler so offen zur Schau gestellt habe (=> Eine Sache ist so groß, wie du sie machst!) habe ich ner Menge Leute ein Treppchen gebaut, auf das sie einfach draufsteigen konnten um auf mich runterzuspucken. Aber ganz ehrlich, wer ernsthaft die Chance ergreift anderen zu sagen, wie scheiße sie sind, nur weil er es kann, der sollte an seiner eigenen Persönlichkeit arbeiten. Denn diese ganzen Kommentare wie "werd erwachsen" etc. verfolgen nur den Zweck, sich selbst besser zu fühlen, in dem man mich herabsetzt und das zeugt sicherlich davon, dass man es dringend nötig hat sich selbst zu erhöhen, weil man sonst nichts hat. Achso, was ich vorhin noch vergessen hatte, aber vielleicht speziell für dich zum Thema Narzissmus interessant ist: Es gibt auf Youtube eine Sendung von Sandra Maischberger (ich hasse sie, btw. ich finde sie - insbesondere in dieser Ausgabe - unsympathischer als Bettina Wulf und das will schon was heißen :D :D :D ) in der Gert Postel anwesend ist. Schau dir die Sendung mal an, dann siehst du, dass Postel wirklich eine tiefgreifende Persönlichkeitsstörung hat, denn er kann nicht aus seiner Haut. Ähnlich wie bei Bundy ist es ihm nicht möglich den einmal eingeschlagenen Argumentationsweg zu verlassen und seine Taten zu reframen, um in der Sendung in einem besseren Licht da zu stehen. Postel ist mit Sicherheit sehr intelligent und auch charismatisch, aber der Zwang ist so groß, dass er nicht in Hinblick auf das "Endziel" (die Leute sagen am Ende der Sendung *Ach so schlimm war das doch gar nicht was der Postel gemacht hat*) von der kurzfristigen Befriedigung absehen kann. Genau so, wie für Bundy das zweite Erleben seiner Taten "wertvoller" war als sein Leben!
  10. Sorry zunächst, dass ich das hier poste. Ich bin nicht sicher, in welcher Sektion es am besten aufgehoben ist. Bitte einfach verschieben, wenn ihr ne bessere Idee habt. Das ist ein Text, den ich eigentlich geschrieben hatte um ihn in einem anderen Kontext zu veröffentlichen (wer den Rest lesen möchte, kann mir gern eine PN schicken). Er stellt meine persönliche Sichtweise auf Shittests dar und ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr etwas dazu beitragen könnt und ggf. Ergänzungen oder Kritik habt. Viel Spaß– Sam P.S.: Da das ein „Ausschnitt“ aus einem längeren Text ist, steht an einigen Stellen „wie schon erwähnt… bla bla bla“, das bitte einfach ignorieren. Ja, Frauen (Menschen allgemein) testen - Die Wahrheit über „Shittests“ Frauen werden ganz oft versuchen dich zu „testen“. Damit meine ich, dass sie irgendwelche Sprüche raushauen werden, um herauszufinden, ob du wirklich so locker damit umgehst oder ob du nur bluffst. Wenn du bereits Bücher über PickUp gelesen hast, dann weißt du, dass diese „Tests“ fast überall anders dargestellt werden. Die häufigste Definition eines solchen Tests ist, dass eine Frau einen Mann testet, den sie attraktiv findet - ein Test also etwas gutes ist - und das sie, mit diesem Test herausfinden will wie stark sein Selbstbewusstsein bzw. sein Frame (dazu gleich mehr) ist. Für alle, die sich noch nicht mit der Seduction (oder PickUp) Community befasst haben, müssen wir nun erklären, was ein „Frame“ ist. Frame heißt übersetzt „Rahmen“, er ist also der Rahmen, in dem du die Welt siehst. Man kann sich das vorstellen, als hättest du Brillen mit verschieden farbigen Gläsern. Du hast eine Brille mit gelbgetönten Gläsern, eine mit rosagetönten und so weiter. Stell dir jetzt vor, dass du immer, wenn du die Brille mit den gelben Gläsern aufsetzt, die Welt aus den Augen eines Pornostars siehst. Dein Frame ist also der „Ich bin Pornostar“, du benimmst dich wie ein Mann, der aus Berufsgründen schon jeden Tag Sex mit vielen verschiedenen Frauen hat. Für dich ist es Realität, dass du mit deinem Körper zufrieden bist, denn er ist gut genug, dass andere Frauen vor laufender Kamera mit dir rummachen und wahrscheinlich bist du sexuell auch sehr offen. Diese „Weltsicht“ nimmst du dann mit in dein Leben. Ein Mann, der als Pornostar arbeitet, wird vermutlich ein ganz anderes (ich sage nicht „besseres“!) sexuelles Selbstbewusstsein haben, als ein Banker oder Immobilienmakler oder Verkäufer oder Bauarbeiter. Er wird anders auf Frauen zugehen, anders flirten etc. Jetzt stell dir vor, du setzt die Brille mit den rosafarbigen Gläsern auf. Nun bist du „erfolgreicher Unternehmer“, du bist gebildet, ein echter Macher, bist es gewohnt deine Ziele zu erreichen usw. Dann gehst du auch ganz anders auf Frauen zu, als es ein Auszubildender, ein Student, ein Soldat oder ein Lehrer tun würde. Siehst du, was ich meine? Du nimmst diese Realität mit. Die Art, wie du dich selbst siehst, ist verantwortlich dafür, wie du dich in der Welt verhältst und wie du von anderen behandelt wirst. Das ist der „Frame“, dein temporäres „Selbstbild“. In der Realität kann man zum Beispiel einen besonders dominanten Frame annehmen oder einen zurückhaltenden. Das muss nicht (aber es kann!) bedeuten, dass du dich „verstellst“, es bedeutet nur, dass du dein Verhalten, der Umgebung anpasst. Auf einer Beerdigung benimmst du dich anders, als auf einem Geburtstag und wenn du mit deiner Mutter zusammensitzt und ihr Kaffee trinkt, dann wirst du dich anders verhalten, als im Beisein deiner besten Freunde bei einem Bier. Aber dennoch verstellst du dich nicht und bist auch kein Schauspieler, du zeigst nur eine andere Seite deiner Persönlichkeit. Beim Annehmen eines anderen Frames, ist es das selbe. Mal gehst du auf Frauen dominanter zu, mal gehst du anders auf sie zu. etc. Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen „Ich zeige eine andere Seite meiner Persönlichkeit“ und „Ich benehme mich wie jemand, der ich nicht bin“. Ich verzichte wieder auf die Moralpredigt. Es ist vollkommen okay sich zu verstellen und es führt teilweise auch zum Ziel, doch manchmal eben auch nicht. Ich will dir eine Geschichte erzählen. Die Geschichte von einer Person, vor der ich wahnsinnigen Respekt habe. Sein Name ist Frank W. Abagnale. Vielleicht kennst du ihn sogar, seine Biografie wurde mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle verfilmt. Der Film heißt „Catch me if you can“ und du solltest ihn dir unbedingt ansehen, wenn du ihn noch nicht kennst, denn wie schon gesagt basiert der Film auf einer wahren Geschichte. Frank Abagnale fand bereits vor seinem 18 Geburtstag heraus, dass niemand die Echtheit seiner gefälschten Schecks anzweifelt, wenn er sich z.B. als Pilot oder Arzt „verkleidet“, wenn er sie einlöst. Er besorgte sich eine Pilotenuniform, ging in die Bank, löste einen Scheck ein und die „soziale Hürde“, ihn auf die Ungültigkeit des Schecks hinzuweisen war einfach viel zu hoch. Die Leute „trauten“ sich nicht, einem Piloten zu unterstellen, er hätte einen Scheck gefälscht. Und das ist eine großartige Erkenntnis. Ich will dich nicht dazu ermutigen nun Schecks zu fälschen oder zum Betrüger zu werden. Aber denk mal einen Moment darüber nach, was du aus dieser Geschichte lernen kannst. Abagnale hat sich nicht einfach nur eine Uniform angezogen und alles war gut. Er ist mit dieser Rolle verschmolzen. Das war sein „Frame“. Der Frame: „Ich bin ein Pilot, ich stehe in der Hierarchie über dir!“ In diesem Fall war es eine Rolle und kein Aspekt seiner Persönlichkeit, denn er hatte niemals eine Ausbildung zum Piloten gemacht oder die Uniform rechtmässig erworben. Ein Frame kann also auch eine Rolle sein und es funktioniert. Er kann aber auch ein Teil deiner Persönlichkeit sein. Nun kommen wir wieder darauf zurück, warum Menschen (nicht nur Frauen!) dich testen. Sie wollen herausfinden ob das jetzt eine „Rolle“ ist (die du nicht gut spielst!) oder ob es Teil deiner Persönlichkeit ist. Man spricht hierbei von Kongruenz. Damit ist gemeint wie Deckungsgleich (deine!) Realität und die Rolle miteinander sind. Wenn du selbst nicht an das glaubst, was du gerade von dir gibst, dann werden andere Menschen das bemerken. Das bedeutet nicht, dass das was du erzählst der Wahrheit entsprechen muss. Abagnale war auch kein Pilot, aber er hat daran geglaubt, einer zu sein. Er hat es gelebt. Erfolgreich lügen kannst du nur, wenn du die Dinge, die du erzählst für wahr hältst. Hier verweise ich auch noch einmal auf das, was ich dir eben über das Lügen erzählt habe: Es ist besser die „Wahrheit“ zu sagen, weil du dann zeigst, dass du dich nicht für die Realität „schämst“. Du erinnerst dich? Wahrheit ist attraktiv, weil du dich nicht für andere verbiegst. Jetzt wirst du dich fragen, wie es mit dem zusammenpasst, was ich dir gerade erzähle. Und ja: es passt. In dem Moment, wo du selbst mit deinem Frame soweit zusammengeschmolzen bist, dass er für dich Teil deiner Persönlichkeit wird, ist es „die Wahrheit“. Deine subjektive Wahrheit. Abagnale war kein Pilot und er wusste das auch. Doch für ihn wurde es zu seiner subjektiven Realität, weil er das Leben eines Piloten gelebt hat. Somit konnte er auch auf alle „Fragen“ oder „Tests“ von anderen Menschen so reagieren, dass sein Frame kongruent ist. Das ist das Geheimrezept, wie du einen Test bestehst. Lass uns ein paar Beispiele durchgehen, damit es für dich deutlicher wird. Ein sehr beliebtes Thema in der Seduction Community sind Tests von Frauen bezüglich der Größe der Männer. Wenn du dich ein bisschen mit PickUp auskennst, dann weißt du, dass es ein paar Foren gibt. Auch in Deutschland. Dort tauschen sich Kerle seitenweise darüber aus, wie sie am besten auf Tests von Frauen reagieren. Das alleine ist in meinen Augen schon totaler Schwachsinn! Versteh mich nicht falsch: Ich finde jegliche Form von Austausch sinnvoll. Ich habe auch nichts gegen den Einsatz von vorher gescripteten Routinen oder strukturiertes Game (also Verführung, bei der man vorher ganz genau geplant hat, wie man vorgeht) im Allgemeinen. Ich weiß, der „Trend“ der meisten Flirtcoaches und PickUp Coaches in den letzten Jahren geht komplett gegen strukturiertes Game. Man arbeitet an seiner „Persönlichkeit“ bla, bla bla. Das ist auch alles super so. Du sollst nicht einfach nur Auswendiglernen, was ich dir sage, du sollst begreifen, worauf ich hinaus will. Aus diesem Grund ist Austausch super wichtig, denn nur im Gespräch mit anderen können wir uns wirklich weiterentwickeln. Du kannst ein Buch 100 mal Lesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass du beim 100. Lesen eine andere Einsicht gewinnst, als beim 1. Mal ist extrem gering, WENN du in der Zwischenzeit nichts anderes gemacht hast. Das was wir aufnehmen und was wir daraus für uns gewinnen, ist davon abhängig, was wir bereits an anderen Informationen und Einsichten in der Vergangenheit gewonnen haben. Deshalb ist der Austausch mit anderen auch so wichtig. Aber das kann nicht funktionieren, wenn wir nur darüber sprechen „Sie hat gesagt, dass …. - was soll ich darauf antworten?“. Wir müssen die Dynamik dahinter verstehen, um unsere Antwort entsprechend vorbereiten zu können. Der Status Quo in der Community ist also, dass endlos darüber diskutiert wird, was man antworten soll, wenn die Frau sich über die Größe eines Mannes lustig macht. Die häufigste Antwort ist, dass man „schlagfertig“ und mit Humor darauf antworten soll. Das Traurige ist, dass das sogar die beste Antwort ist, sie aber den meisten nicht weiterhilft. Wir haben hier wieder den Unterschied zwischen „verstehen“ und „begreifen“. Angenommen du triffst eine Frau und sie nennt dich „Kleiner“ oder „Zwerg“ oder sie sagt so etwas wie „du bist zu klein für mich“. Dann würde man dir in den meisten PickUp Büchern an dieser Stelle den Rat geben: mach dich darüber lustig, was die Frau gesagt hat. Das ist auch sehr richtig, denn durch Humor beweisen wir immer Überlegenheit. Oft wird außerdem ein selbstironischer Umgang mit den eigenen Schwächen empfohlen, denn wenn wir von vornherein diese Sachen vorweg nehmen, hat die Frau gar keinen Grund mehr darauf rumzureiten. Das nächste ist, dass wir uns interessanter machen, wenn wir von Beginn an, darüber sprechen, was an uns schlecht ist. Das hatte ich bereits in diesem Buch angesprochen. Ich meine damit aber nicht, dass wir in Selbstmitleid versinken sollen und sagen sollen „Oh, keine Frau will mich weil ich so klein bin“, damit verleihen wir der Sache nur wieder mehr Gewicht, als sie bekommen sollte. Viel besser ist es, wenn wir die Frau „von uns Weg stoßen“. Denn dann wird sie uns in vielen Fällen noch mehr wollen. Warum ist es aber jetzt schlecht, wenn andere uns - zum Beispiel im Forum - Tipps geben wie wir auf bestimmte Sprüche antworten sollen? Im Forum läuft es so ab. Jemand schreibt „sie hat zu mir gesagt, dass sie nicht mit mir tanzen will, weil ich kleiner bin als sie“. Dann schreibt jemand anders „dann sag ihr, sie soll allein tanzen, du hast keinen Bock wieder den ganzen Abend in High Heels rumzulaufen, davon kriegst du Blasen an den Füßen“. Dann sagt der andere „okay, danke, merk ich mir“. Er lernt den Spruch auswendig und haut ihn beim nächsten Mal raus. Vielleicht funktioniert der Spruch sogar. Denn er ist lustig, selbstironisch und zeigt, dass man über seinen Schwächen steht und das ist natürlich attraktiv. Aber die Sache ist, wenn der Fragesteller die Dynamik hinter dem „Angriff“ der Frau tatsächlich verstanden hätte und ihr gewachsen wäre, hätte er diesen Spruch nicht gebraucht. Der Spruch ist nur eine kurze Krücke, die vielleicht dazu verhilft, dass er eine Runde weiterkommt, aber dann beim nächsten Mal rausfliegt. Das ist als würdest du bei Wer wird Millionär den Telefonjoker benutzen. Er hilft dir bei dieser Frage, aber danach ist er weg. Klar, wenn das die einzige Frage war, die du nicht wusstest, dann schaffst du vielleicht die eine Millionen. Aber wenn du den Telefonjoker schon bei der 500 Euro Frage verbraten musst, dann bist du der Sendung vielleicht einfach nicht gewachsen. Es geht um folgendes: Die Frau drückt dir keinen Spruch wegen deiner Größe rein, weil es für sie ein Problem ist. Wenn es für sie ein Problem wäre, wäre sie höflich und würde schweigen und sich unter einem Vorwand aus der Affäre stehlen. Stattdessen möchte sie herausfinden ob es ein Problem für dich ist. Und in dem Moment, wo es für dich ein Problem ist, wirst du von alleine keine gute Antwort darauf finden. Du wirst auf auswendig gelernte Sprüche und Taktiken zurückgreifen, die möglicherweise auch funktionieren und in die nächste Runde kommen können, weil du sie getäuscht hast. Aber du wirst möglicherweise beim nächsten Mal rausfliegen. Die meisten Flirtcoaches möchten, dass du an deiner Persönlichkeit arbeitest. Das ist natürlich ein guter Weg. Doch ich will ganz ehrlich zu dir sein: an deiner Persönlichkeit zu arbeiten ist super, es bringt dir eine ganze Menge, aber es dauert auch! Ich müsste lügen, wenn ich dir jetzt versprechen würde, dass du dieses Buch liest und danach deine Persönlichkeit weiterentwickelt hast. Dieses Buch kann wenn überhaupt ein Anstoß sein, an dir zu arbeiten. Aber es dauert Wochen, Monate vielleicht sogar Jahre, bis du deine Persönlichkeit weiterentwickelt hast und du wirst auch niemals am Ende sein. Du kannst noch so viel Selbstbewusstsein aufbauen, es wird immer Momente geben, in denen dich etwas verletzt und das ist auch gut so. Du bist eben nicht Buddha und du solltest auch nicht versuchen es zu werden, denn wenn du komplett über den Dingen stehst, ist das auch wirklich nicht erotisch. Stattdessen möchte ich dir den Tipp geben mit der Persönlichkeit die du sein willst und mit deinem Frame zu verschmelzen. Analysiere genau wie du sein möchtest, was attraktiv ist und nähere dich dem - Stück für Stück - an. Das geht nicht über Nacht. Gucke welche „Tests“ dich besonders treffen, was dich verletzt und finde für dich selbst ein Weltbild, das zu dir passt, das attraktiv ist, dass zur Situation passt und das ehrlich ist, weil es deinem Selbstbild entspricht. Deswegen muss es noch lange nicht die Wahrheit sein. Ich bin selbst ziemlich klein, das ist die Wahrheit. Ich bin 1,53 m groß (in meinem Personalausweis steht übrigens 1,54 m aber ich habe damals auf der Passstelle gelogen! Und warum? Warum lügen Menschen? Richtig, weil es für mich ein Problem war, weil ich zumindest noch diesen einen cm mitnehmen wollte. Da ist er, der Limited Belief!). Früher hat mich das extrem gestört, später habe ich angefangen es positiv zu sehen. Wenn ich auf einer Party mit einer Frau tanze, die mit Schuhen 1,80 m oder 1,90 m ist, so zieht das die ganze Aufmerksamkeit auf mich. Die Leute denken „Wer ist das? Dieser Typ muss es wirklich drauf haben, sonst würde sie nicht mit ihm abhängen!“. An der Realität hat sich nichts geändert, klein bin ich immer noch. Aber auf einmal ist das ein Vorteil und kein Nachteil mehr. Wann immer wir uns von dem, was andere uns sagen, verletzt fühlen, liegt das Problem in uns drin. Wir selbst sind mit der Situation unzufrieden. Wenn ich traurig oder wütend darüber bin, dass andere mich als „Gnom“, „Hobbit“ oder was auch immer bezeichnen, dann ist das so, weil ich selbst der Meinung bin, dass ich aufgrund meiner Größe weniger „wert“ bin als andere. In dem Moment, in dem ich das anders sehe, kann ich auch auf die Sprüche anderer Menschen ganz anders reagieren und ihnen das Gewicht nehmen und in vielen Fällen werden die Sprüche dann auch schon aufhören. Menschen haben allgemein ein sehr feines Gespür dafür, was uns verletzt, weil wir selbst damit unzufrieden sind. Oftmals werden sie dann darauf „rumhaken“, weil sie diese Inkongruenz zwischen „was zeige ich nach außen“ und „was lebe ich“ (nicht „wie ist es wirklich“!) nicht ertragen können. Aber manchmal werden Menschen auch einfach auf dir rumhaken, weil sie selbst mit ihrem Leben total unzufrieden sind. Es zeugt von einem sehr niedrigen Selbstwertgefühl, wenn man anderen Menschen grundlos weh tun muss. Ohne, dass man damit ein spezielles Ziel oder ähnliches verfolgt, einfach nur aus „Selbstzweck“, um sich selbst stärker zu fühlen, andere erniedrigt. Das sind dann oftmals die Menschen, die selbst am unzufriedensten sind. Nun kommen wir aber darauf, wie man mit Tests im einzelnen Umgeht. Gestern ist mir etwas passiert, was hier als gutes Beispiel dienen kann: Ich schrieb eine Textnachricht an eine Frau, mit der ich heftig flirte, aber bisher noch keinen Sex hatte. In der Nachricht stand, was ich gerade am liebsten mit ihr machen würde. Ihre Antwort darauf kam sofort: „und ist keine andere in deiner Nähe mit der du das machen kannst?“ Das ist ein typischer Test. Du hast eine „Realität“, die du vorgibst. Nämlich, dass du jetzt mit ihr jetzt Sex haben willst. Sie unterstellt, dass du ein „Player“ bist, der das mit allen möglichen Frauen will. Das allein ist erst einmal wertneutral, es ist nicht schlecht ein Player zu sein. Aber jetzt ist die Frage, ob du tatsächlich ein Player bist oder ob du nur eine große Fresse hast und ein machohaftes Auftreten vorgibst oder ob du das wirklich lebst. Theoretisch kann die Frau dich mit beiden Antworten, die du darauf gibst in die Pfanne hauen. Wenn du „ja“ sagst, wird sie sagen „bla bla bla bla bla und deshalb kommst du zu mir bla bla bla ich bin nur diese eine mit der du es treiben willst weil keine andere da ist bla bla bla“ (lustig, wie ich gerade wirklich die nervigste aller möglichen Stimmen im Kopf habe!). Wenn du „ doch" sagst, wird sie sagen „dann geh doch zu der“ (und die Stimme ist immer noch nervig). Du kannst also jetzt ja oder nein sagen oder was ganz anderes. Im Falle, dass du ja oder nein sagst, würde die „richtige“ Antwort in der nächsten Antwort kommen. Die Antwort auf die ich hinaus will ist jene, die die Realität in ein anderes Licht stellt. Sie zeigt deine Realität. Frage dich selbst: Warum will ich mit dieser Frau Sex haben, obwohl ich Sex mit anderen Frauen haben könnte? Dann überleg welche Realität du lebst (nicht wie die Realität wirklich ist). Der Unterschied ist, dass die tatsächliche Realität vielleicht ist, dass du bereits von 3,5 Milliarden Frauen auf der Welt eine Abfuhr kassiert hast und die einzigen beiden Frauen auf der Welt, die dich noch nicht abgewiesen haben, sind deine Mutter und sie. Dann ist das eine durchaus schlechte Realität. Aber deshalb muss die Realität, die du „lebst“ trotzdem nicht sein „du bist meine einzige Option“. Die Realität, die du lebst sollte sein: „Du bist die Option, für die ich mich entschieden habe“. Und deshalb ist das auch die richtige Antwort, die ihre Anschuldigungen komplett entkräften und dich als attraktiven Mann darstellen. Ich schreibe also: „Ich möchte aber Sex mit dir und nicht mit den eine Millionen anderen Frauen, die sich mir täglich vor die Füße werfen“. Den zweiten Teil des Satzes kann man weg lassen, der dient nur ein bisschen der Auflockerung. Wirklich wichtig ist der erste Teil, denn er stellt die Realität auf den Kopf: "Ich möchte Sex mit dir". Das kann ich dir allerdings nicht für alle möglichen Versionen von Shittests vorsagen. Stattdessen musst du selbst analysieren, selbst überlegen welche Abweichungen es zwischen deinem angestrebten Selbstbild und dem gelebten Selbstbild gibt und dann eine Antwort formulieren, die diese Abweichungen korrigieren.
  11. Hey, ich hab jetzt erst eure Antworten gelesen. Ich beantworte das jetzt mal im Schnelldurchlauf, weil ich glaube wir verstricken uns in tausenden Diskussionen, wenn ich ausführlich auf jeden einzelnen eingehe und im großen und ganzen zeichnet sich ja ein einheitlicher Tenor ab. Ich weiß selbst, dass ich genügend Baustellen in meinem Leben habe. Und das ist auch vollkommen okay, für mich zumindest, ich erhebe nicht den Anspruch mit 24 in meiner persönlichen Entwicklung abgeschlossen zu sein. Ich war bei diesem FR sehr ehrlich, sonst hätte ich alle Stellen, die ein negatives Licht auf mich werfen einfach rausgelassen, aber was hätte es mir gebracht? Für mich persönlich ist diese Geschichte wertvoll, weil ich offen zugebe Fehler gemacht zu haben, sicherlich durch meine narzisstische und berechennde Art, die ich - wie man vielleicht herauslesen kann - auch kritisiere. Weil ich heute weiß, dass es scheiße von mir war sie nur zu ficken um sie warm zu halten. Nicht mal scheiße aus nem moralischen Standpunkt (denn eine Frau zu ficken, nur weil sie gut aussieht finde ich genau so verwerflich oder auch nicht, wie sie flachzulegen, weil man die 'Freundschaft' aufrecht erhalten will), sondern scheiße, für mich selbst. Ich hab mich da auf etwas herabbegeben, weil ich nicht "aufgeben" wollte. Weil ich krampfhaft an bereits investierter Arbeit festgehalten habe, obwohl ich es einfach hätte abhaken können. Es ist euer gutes Recht mir zu erzählen was für ein schlechter Mensch ich bin. Wenn es dazu führt, dass irgendjemand sich danach ein bisschen besser fühlt, dann freue ich mich für ihn. Aber ich persönlich, finde mich eigentlich voll okay. Ich muss sogar sagen, dass mein Respekt vor mir Selbst sogar noch gestiegen ist, weil ich die Eier habe meine Fehler hier in einem FR darzulegen und mir eure Kritik (obwohl ich sei mir schon vorher hätte denken können) anzuhören, anstatt einfach zu lügen und es zu beschönigen damit jeder mir sagt wie geil ich bin. Ich denke, niemand möchte anzweifeln, dass ich die "literarischen Fähigkeiten" (wenn auch nicht die orthografischen :D :D :D) besitzen würde um einen FR zu schreiben, der nicht der Wahrheit entspricht, aber mich in ein viel besseres Licht rücken würde. Ich könnte schreiben, dass sie ne 10 war (Grüße an der Stelle an HolgerSpeck, ich habe auch 2 Jahre in Wien gelebt :) in welchem Bezirk bist du?), dass ich sie super verführt habe, dass ich menschlich überhaupt keine Fehler gemacht habe... bla ... bla ... bla. Aber das würde mir nichts bringen, außer dass ich mich als großer Narzisst in euren Antworten baden könnte. Das hier bringt vielleicht irgendjemandem im Forum etwas! Weil dieser FR - aus meiner Sicht - (und das ist der Grund wieso ich diese Geschichte geschrieben habe!) zwei Dinge darlegt: Erstens: Wenn du ne gute Verführung machst und ein geiler Typ bist (und ich maße mir an, dass ich das zumindest in ihren Augen war), dann ist es egal wenn du richtig große Fehler machst, du kannst sie einfach noch ein zweites Mal haben. Die Tür ist nicht zu! Das ist für mich eine wahnsinnige Erkenntnis gewesen, die ich nicht nur bei dieser Frau hatte, sondern die ich bei sehr, sehr vielen Frauen hatte. Bei Exfreundinnen, von denen ich 2 Jahre oder länger nichts gehört hatte, bei denen ich viele Fehler gemacht habe usw. usf. Wenn du 1. aus deinen Fehlern kein großes Ding machst (Das Ding ist immer so groß, wie du es machst! Wenn es für dich kein Problem ist, ist es für sie auch keins!) dann akzeptiert sie es einfach als Teil ihres Weltbildes dann sucht die Frau RECHTFERTIGUNGEN für dich, wieso du dich so benommen hast ("Er hatte doch nur so viel Stress...", "ich hab ihn ja auch provoziert..." bla bla bla, guckt euch mal eure eigenen Gedanken an, wenn ihr ne Frau toll findet und die Scheiße gebaut hat, ist genau das selbe!) und weil 2. der Rest einfach stimmt Du kannst eine Millionen Fehler machen, irgendwann kommst du einfach und "stehst deinen Mann" und sagst "Es tut mir Leid". Kein Rumgeheule, kein Schuld auf andere schieben usw. Einfach nur für seine Fehler gerade stehen und sie wird dir - wenn du sonst ein geiler Typ warst - alles verzeihen. Und ich sage "alles", weil es wirklich so ist. Weil ich schon viel, viel größere Scheiße mit Frauen gebaut habe und sie mir trotzdem verziehen haben. Ich hab zwar bis dato noch niemanden umgebracht (möglicherweise verzeiht eine Frau auch das) aber ich habe in meinem Leben viele Fehler gemacht. So, das zweite ist: Das ist die allerwichtigste Sache für mich: In ganz vielen Fällen, lassen sich Frauen kampflos verführen. Weil die Zeit die richtige ist. Das ist etwas, was immer zum Thema "Exfreundin zurückgewinnen" auftaucht und was ich immer allen Typen sage. Als Beispiel jetzt: Die Freundin macht Schluss und die Kerle investieren auf einmal ALLES. Sie schicken ihr Blumen, sie buchen für sich und die Frau nen Urlaub usw usf. Und die Frau entfernt sich immer weiter, sie hat einfach die Schnauze voll. Der Kerl hat auf einmal mega viel Energie, die er zu investieren beginnt um die Frau zurückzugewinnen und genau DAS IST DER FALSCHE WEG. Kathi war nicht meine Exfreundin und sofern man das überhaupt als "Beziehung" bezeichnen würde, so hätte ich schluss gemacht. Aber die treibende Kraft ist die selbe. Beim Thema "Exfreundin zurück" fährt man ebenfalls besser, indem man sich erstmal zurückzieht, die Frau ihr eigenes Leben leben lässt, selbst sein eigenes Leben lebt und dann irgendwann wenn viel Zeit vergangen ist, wenn die Zeit "reif" ist, ohne viel hin und her, einfach durchzieht sie wiederzuverführen. Anstatt dass man sich abstrampelt, tausend mal seinen Plan ändert, sich den ganzen Tag den Kopf darüber zerbricht, wie man ihr zeigen könnte, dass man sich geändert hat. Und genau so ist es hier. Ich habe einfach gewartet. Klar, dann hatte ich Glück, dass sie wieder offen dafür war. Nach ner Woche hätte ich nicht ankommen brauchen. Ich habe gewartet, darauf vertraut, dass das was ich bei ihr ausgelöst habe noch lange genug nachwirkte und es dann einfach getan. Wer meine Einleitung gelesen hat, der hat erfahren, dass ich diese Story lange nicht aufschreiben wollte, weil es nur reine Selbstbewweihräucherung gewesen wäre. Aber eben diese Erkenntnisse, die sich erst jetzt gezeigt haben, haben ihn für mich wertvoll gemacht. Es steht natürlich jedem frei etwas anderes zu denken, vielleicht ist es für euch selbstverständlich aber für mich war es das lange Zeit nicht. Es gibt leider in der Community die "Einstellung", dass es sich nicht lohnt, wenn die Frau leicht zu haben ist. Aber das ist schwachsinn. Ob sie leicht zu haben ist oder ob es sich lohnt, sind zwei komplett voneinander unabhängig agierende Systeme. Das könnt ihr am Umkehrschluss schon sehr gut sehen. Wie viele Frauen laufen da draussen rum, die für euch gänzlich uninteressant sind, die nicht gut aussehen, langweilig sind, nichts mit euch gemein haben und die ihr im Traum nicht layen würdet und trotzdem tun diese Frauen mega hard2get und machen jedem Kerl das Leben schwer? Und genau so gibt es da draussen auch Frauen, die man gerne hätte. Die toll sind, umwerfend, unwiderstehlich, intelligent, super aussehen usw... und sie wären ganz leicht zu verführen, weil sie gerade in einer Phase ihres Lebens sind, in der sie verführt werden möchten. Anstatt uns damit aufzuhalten, unsere ganze Energie an Frauen zu verschwenden, die einfach nicht verführt werden möchten, die es sich nicht "verdient" haben, dass wir uns so viele Gedanken um sie machen, sollten wir nach solchen Ausschau halten, die darauf warten, dass es jemand in die Hand nimmt, für die ein Traum in Erfüllung geht, wenn sie auf der Straße angesprochen werden und kurz darauf einem Kerl in einem Hinterhof einen blasen dürfen, weil sie endlich etwas richtig cooles erlebt haben, dass sie all ihren Freundinnen erzählen können. Achso, @lynx87, keine Ahnung ob ich dafür der Richtige bin. Aber schreib mir doch gerne mal ne PN. Edit: auf Surreal. wollte ich noch eingehen: ich hab ja schon gesagt, dass ich meien Baustellen habe. Ob ich ne NPS habe, vermag ich nicht einschätzen, weil ich glaube, dass man sich selbst nicht neutral einschätzen kann. Aber ich kann es sicherlich nicht ohne weiteres ausschließen. Nachgedacht, natürlich ganz oft, sonst würde ich mir nicht die Mühe machen das hier aufzuschreiben. Ich hab ja oben bereits geschrieben, wenn es mir nur darum ginge hier mehr positives Feedback zu bekommen, so könnte ich das auch mit viel Lügerei haben. "Schon mal darüber nachgedacht warum Gespräche mit anderen "Arbeit" sind, du aber dennoch mit ihnen sprichst?" < weil es mir Geld bringt. Die Gespräche mit meinen Freunden hingegen, sind für mich keine "Arbeit" (auch wenn zB die Bachelorarbeit meiner besten Freundin lesen und mir ihr durchsprechen durchaus nen *Arbeitscharakter* hat und ich sowas natürlich auch mache, weil ich innerhalb der Freundschaft erwarte, dass sie für mich was ähnliches tun würde, tue ich es in erster Linie um ihr einen Gedallen zu tun). Ich trenne sehr streng zwischen Menschen, die mir etwas bedeuten und denen ich auch meine Probleme anvertraue und solchen, die mir irgendwann noch mal Geld bringen oder ähnliches. Ich bin sicherlich berechnend. Ich habe zB gelernt, dass es nicht gut ist, Frauen zu denen man tatsächlich romantische Gefühle hegt, zu bitten Sachen für einen zu machen, die einen in ner "Arbeitsdimension" weiterbringen, selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind wie E-Mails zu beantworten oder nen Tisch irgendwo zu reservieren (wenn es um nen geschäftlichen Tisch geht, nicht um ein gemeinsames Abendessen mit der Freundin) es führt nur zu Stress. Ich würde niemals eine persönliche Freundin bitten zB ne Karikatur für ein Buch von mir oä zu entwerfen, dafür suche ich mir lieber jemanden, den ich dafür bezahle oder durch etwas anderes entlohne. "Oder warum du dir Kathis Gequatsche antust, es dir aber dank der Unmaßen an Bestätigung die sie dir gibt dennoch gefällt?" < kann ich ebenfalls nicht ausschließen. Vor allem am Anfang fand ich es total toll, dass sie mich einfach anhimmelt. Aber irgendwann überwog dann die andere Seite. Ich kann es nicht beweisen und du hast jedes Recht mir nicht zu glauben. Aber ich persönlich denke, dass ich mehr Impulskontrolle bewiesen hätte, wenn mir ihre Bestätigung das wichtigste gewesen wäre. Zumindest kenne ich es von mir selbst, dass ich bei Menschen - bei denen es mir wirklich wichtig ist, wie sie über mich denken - mich viel mehr zusammenreissen kann und auch viel mehr Frust herunterschlucke oder ihre Launen entschuldige. Denn auch meine Freunde, so cool ich sie auch finde, haben mal nen schlechten Tag und kotzen mich auch mal an. Ich bewundere übrigens keine Serienkiller, ich bemittleide die meisten von ihnen. Weil Persönlichkeiten wie z.B. Ted Bundy, sich ihr eigenes Grab dadurch gegraben haben, dass sie in dem Moment, wo es drauf ankam, nicht aus ihrer narzisstischen Haut herauskamen. Ich bin jetzt nicht so 100% in der Materie drin, aber wenn ich mich recht erinnere, so standen die Chancen für Bundy sehr gut, dass er den letzten Prozess gewonnen hätte (!) wenn, er sich nicht dadurch verraten hätte, dass er den Polizisten, der als Zeugen vernommen wurde, gebeten hatte alles noch mal bis ins kleinste Detail zu schildern. In diesem Moment war für alle Beteiligten klar, dass diese Ausführungen überhaupt nichts mit der Aufklärung des Falls zu tun haben, sondern es ihm einzig und allein darum ging, das Geschehene noch einmal zu durchleben. Hier ist die NPS - die Bundy ganz klar hatte - nicht "Mittel zum Zweck", um ein besserer Killer zu sein, sondern er war Sklave seiner Krankheit, die ihn letztendlich zu Fall gebracht hat. Und bei all meinem selbstverherrlichenden Gerede: So möchte ich nicht sein. Ich finde es nicht schlimm, dass ich narzisstische Züge habe, doch für mich ist es wichtig, dass ich (vielleicht kann ich das heute, vielleicht werde ich es eines Tages können, vielleicht werde ich es nie können - man kann sich selbst nicht objektiv beurteilen) die Kontrolle darüber behalte. Dass ich nicht davon abhängig bin, mich immer wieder in den Vordergrund zu drängen, nur um Bestätigung zu erlangen, denn für mich zählt das "Endziel" und nicht sich auf dem Weg dahin ein bisschen zu sonnen. "Auch scheinst du bereits viel Übung damit zu haben sozialen Kontakt "vorauszuplanen" und bevorzugst Textkommunikation, weil man dort nicht so sehr auf Gestik, Mimik und authentische Spontanität achten muss -typisch für jemanden mit verdrängter Persönlichkeit." - Das mit der verdrängten Persönlichkeit lasse ich gern so stehen, Textkommunikation bevorzuge ich auch bedingt. Liegt aber daran, dass das für mich zeitsparender ist. Ich finde sogar, dass ich in verbaler Kommunikation besser bin als in Textkommunikation, aber das ist nur meine persönliche Einschätzung. Nun noch abschließend zu deinen Fragen: Ist es dir Befriedigung genug das Wissen zu haben sie jederzeit theoretisch ficken zu "können" um den Aufwand zu entschädigen, bzw. hasst du das Gefühl über normalem Ausmaß wenn soeine Person irgendwann aus deiner Reichweite kommt und jemand anders findet, selbst wenn kein ehrliches sexuelles Interesse mehr besteht? Weder noch. Es ist natürlich schmeichelhaft Frauen auf Abruf zu haben (ich möchte einen Kerl sehen, der das nicht irgendwie schmeichelhaft fände). Aber ich verliere meistens sehr schnell das Interesse, wenn ich eine Frau nicht mehr in meinem Umkreis ist. Ich weiß leider nicht was "normales Maß" ist. Ich sags mal so: Wenn ich Sex mit ner Frau habe und sie später nen Freund hat, dann ist es mir in der Regel egal. Natürlich hat man manchmal den "Kitzel" und fragt sich, ob man sie noch mal verführen könnte. Aber das habe ich noch nie umgesetzt, weil es einfach scheiße ist Beziehungen zu zerstören, nur weil man es (vielleicht) kann. Es ist auch so, dass ich mit jemandem sehr eng befreundet bin, der kurz nach der Trennung von meiner Exfreundin (mit der ich 1,5 Jahre zusammen war und ehrliches romantisches Interesse an dieser Beziehung hatte, sie hat mir überhaupt nichts "gebracht" außer gute Gefühle) eine Sexbeziehung mit ihr hatte. Allerdings hatte ich mich von dieser Freundin getrennt und folglich stört es mich überhaupt nicht, dass sie jetzt Sex mit anderen Kerlen hat statt mit mir. "Behälst du oft Frauen die dir verfallen sind in solchen "Orbit-Gruppen" oder baust ähnliche Arten auf sie an der Leine zu halten, ohne begründete Funktion?" < Es hat keinen Sinn so etwas zu machen, wenn es keine begründete Funktion gibt. Ich behalte Frauen zwar in solchen Gruppen (Stichwort WA), weil ich so den Kontakt leicht aufrecht erhalten kann. Ob da noch mal Sex bei rausspringt oder ob es nur Zeitvertreib ist (Feiern gehen, reden whatever) ist dabei ganz egal. Wie ich es oben schon erwähnt hatte ist Selbstverherrlichung nichts, was einen im Leben weiterbringt. Für mich ist es wichtig Ziele zu erreichen. Wenn ich den ganzen Tag hören möchte, wie geil ich bin, nehme ich es als Mp3 auf, stelle es als Klingelton ein und schreibe meine Telefonnummer unter die Rutsche auf dem Spielplatz. Klar es bringt kurzfristig gute Gefühle, wenn mir Leute erzählen dass ich nen großen Schwanz habe oder dass ich nen geilen Körper habe (den ich nicht habe, aber Frauen sagen sowas zu Männern, von denen sie angezogen werden). Aber davon kommt kein Essen auf meinen Teller und kein Benzin in mein Auto. "Hast du das Bedürfnis stets die erste Wahl dieser Mädels zu sein, selbst wenn kein wirkliches Persönliches Interesse mehr besteht? " Nein, ich bin da eher selbstkritisch. Ich glaube viele Frauen vergessen mich sehr schnell, wenn ich den Kontakt zu ihnen nicht mehr aufrecht erhalte. Deswegen bin ich umso überraschter wenn es (wie in diesem FR) nicht so ist. "Kennst du dieses Gefühl von persönlicher Nähe auch ohne den Oxytocinrausch nach dem Sex? " Ich bin nicht sicher, wie ich deine Frage zu deuten ahbe. Meinst du das Gefühl von persönlicher Nähe allgemein oder dieses besondere Gefühl von persönlicher Nähe nach dem Sex? (Versteh mich nicht falsch, ich bin katastrophal schlecht in Kommasetzung und es fällt mir daher auch sehr schwer bei anderen Menschen zu erkennen was Haupt- und was Nebensatz ist :D) Ich werde deshalb auf beides eingehen: Zum Thema nach dem Sex, kann ich dir leider nicht sagen, was an meinen Gefühlen auf Oxytocin zurückzuführen ist und was nicht. Ich muss aber sagen, dass ich bei ganz, ganz vielen Frauen mit denen ich zB ONS/FB o.ä. hatte nach dem Sex keine wirkliche (gesteigerte, gegenüber dem sonstigen Umgang) Verbundenheit gefühlt habe. Und das trifft auch auf FBs zu, vor denen ich menschlich großen Respekt habe und die ich wirklich cool finde. Aber es ist dennoch etwas ganz anderes, Sex mit einer Person zu haben und der Sex ist einfach geil oder Sex mit jemandem zu haben, wenn man tatsächlich ein Gefühl von Verliebtheit oder Liebe dabei empfindet. Es ist ein riesiger Unterschied. So wie ich im FR geschrieben hatte, ist der Sex nicht das Intime. Sex ist einfach nur eine Tätigkeit. Das Intime kommt danach. Miteinander reden, lachen, sich gut fühlen. Das mag auf den Oxytocinrausch zurückzuführen sein, keine Ahnung. Ich habe aber in jedem Fall das Gefühl, dass es ne andere Intimität ist, ob man Sex mit ner FB hat, die man nur freundschaftlich mag und sexuell anziehend findet oder ob man Sex mit ner Frau hat, für die ich echte Gefühle hatte. Das zweite ist, das Gefühl von persönlicher Nähe ohne vorherigen Sex. Und die Frage ist irgendwie schwachsinnig. (Sorry :D, sie klingt vermutlich nur für mich so) aber ich fühle mich auch ganz tief mit Menschen verbunden, mit denen ich niemals in meinem Leben Sex hatte. Zum Beispiel meine Mutter, gute Freundinnen (mit denen ich nie etwas hatte) oder männliche Freunde. Und das sind (bis auf einige Ausnahmen) Menschen, mit denen ich niemals eine "Beziehung" hatte von der ich abseits von guten Gefühlen (im Sinne von Freundschaft) profitiert hätte. d.h. mit denen ich nie zusammen gearbeitet habe oder sie benutzt hätte um meine Ziele zu erreichen.
  12. Hey, ich kann dich beruhigen. Ich komme nicht nur so rüber, ich bin so. Aber leider ist vermutlich nicht gut genug durchgekommen, dass die Hauptintention dieses Textes Selbstkritik an eben dieser Einstellung ("Kosten-Nutzen-Bla") ist. Ich fucke mich die ganze Zeit darüber ab, dass ich Sex mit ner Frau hatte, weil ich mein anfängliches Invest nicht verwerfen wollte. Anstatt es rechtzeitig zu cutten, buddel ich immer tiefer mein eigenes Grab. Klar, sie wäre auf der Skala vielleicht ne 6-7 gewesen, wer weiß das schon. Für 90% der Jungs hier im Forum hätte es gereicht, dass sie durchschnittlich gut aussieht um Sex mit ihr zu haben und zu ignorieren, dass wir menschlich nicht miteinander harmonieren. Aber dafür bin ich wahrscheinlich inzwischen nicht mehr oberflächlich genug. Ich habe die Story aufgeschrieben, weil es das ist, was ich daraus gelernt habe.
  13. Disclaimer: Lang und moralisch verwerflich. Trotzdem viel Spaß. – Sam Vorwort Eigentlich wollte ich diese Geschichte gar nicht aufschreiben. Ein solch „autobiografischer Rückblick“ sollte etwas sein, aus dem andere etwas mitnehmen können, statt nur der Selbstverherrlichung zu dienen, einfach weil man Sex hatte. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich in dieser Geschichte etwas wirklich richtig gemacht hätte, ich war viel mehr zur richtigen Zeit am richtigen Ort, so als würde man an einem Baum vorbeigehen, an dem einige reife Äpfel hängen und sich einen einstecken um ihn auf der Stelle zu essen. Mhh… der Geschmack von glücklichen Zufällen. Es spricht nichts dagegen, Sex mit einer Frau zu haben, die einfach zufällig gerade da ist. Wenn fünf Euro auf dem Boden liegen, würdet ihr sie doch auch aufheben und ich bücke mich sogar für 50 Cent, doch vermutlich würde niemand danach eine Geschichte zur Inspiration für andere erfolgreiche Unternehmer darüber schreiben, wie er an einem glücklichen Tag einfach so 5 Euro vom Fußboden aufgehoben hatte, auch wenn „Das Geld liegt auf der Straße“ ein hilfreiches Mindset ist. Ich schreibe diese Geschichte heute auf, weil sich in jüngster Vergangenheit zwei Veränderungen vollzogen haben. Zum einen wurde diese Story - die ihren Lauf bereits im Oktober 2013 nahm und ursprünglich nur ein paar Wochen anhielt - überraschend durch eine Fortsetzung bereichert, zum anderen habe ich selbst einen neuen Blick auf die Dinge gewonnen. Mein Glück zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, mag in dem Fall nur Glück gewesen sein. Vielleicht war auch eine Spur von unbewusster Kompetenz am Start, aber selbst wenn es nur pures Glück war, so bedeutet das nicht, dass man diese Zufälle nicht in Zukunft zu kalkulierbaren Optionen machen kann. Sun Tsu sagt: Im Krieg, ist es der Weg, das Starke zu meiden, und das Schwache anzugreifen. Insgesamt ist dieser Rückblick aber auch ein Zeugnis von vielen, vielen Fehlern, die ich selbst gemacht habe und die man hätte vermeiden können. Vorgeschichte Im Oktober 2013 begann ich mit der Arbeit an einem größeren Projekt, in dessen Rahmen in Zusammenarbeit mit ein paar sozial organisierten Personen und interessierten Privatleuten auch ein Buch veröffentlicht werden sollte. Wenn man größere Sachen plant, ist die Vorbereitung das wichtigste. Ich fing also jetzt schon an Kontakte zu sammeln, ich meldete mich mit meinem Facebookaccount in ein Gruppen auf Facebook zu Buchrezensionen, Publikationen, Verlagen usw. an und stieß auf eine Gruppe in der sich Amateur Rezensentinnen und Rezensenten (überwiegend Blogger) austauschten. Über Bücher, die sie gelesen hatten, über Erfahrungen mit Verlagen in Hinblick auf Rezensionsexemplare, irgendwelche StartUp Autoren bewarben ihre Lesenächte, verlosten Exemplare ihrer Selfpublished Books etc. In der Gruppe gab es auch eine Liste, in der alle Mitglieder ihre Kontaktdaten eintragen konnten. Blog, Twitter, Skype usw. Ich begann die Liste zu kopieren, suchte mir alle Mitglieder raus, die noch mal von Nutzen sein konnten, checkte ihre Blogs, machte mir Notizen dazu wieso sie im Laufe des Projekts interessant sein konnten usw. Fleißarbeit eben. Die Liste schrumpfte immer weiter und am Ende ging ich dazu über die Kontakte bei Skype zu adden, mit dem Vermerk „Hey, ich habe gesehen wir sind bei Facebook beide in der Gruppe XY und ich wollte mich mit dir austauschen“. Das ist meine Standardmasche um mit Leuten in Kontakt zu kommen, die irgendwie nützlich sein könnten. Ich werde vermutlich wieder als schlechter Mensch abgestempelt, wenn ich jetzt erzähle, dass ich mich in folgenden Gesprächen dumm stelle, einige blöde Fragen raushaue und meinem Gegenüber das Gefühl gebe, dass er mir Haus hoch überlegen ist. Doch es funktioniert. In der Psychologie spricht man vom Dunning-Kruger-Effekt. Er besagt, dass wir umso mehr dazu neigen unsere eigene Kompetenz zu überschätzen und die der anderen zu unterschätzen, desto weniger Kompetenz wir haben. In der Praxis bedeutet das, dass Menschen, die etwas (z.B. Buchrezensionen) nur sehr amateurhaft betreiben, sich oftmals richtig was auf ihre Veröffentlichungen einbilden und jedem auf die Nase binden müssen, was für ein erfolgreicher Blogger sie sind. Sie genießen es, wenn sie anderen die Welt erklären dürfen und dafür Beifall bekommen. Naturgemäß fangen wir an Menschen zu mögen, die bei uns gute Gefühle auslösen, was dazu führt, dass wir auch bereit sind ihnen einen Gefallen zu tun, wenn wir sie darum bitten. Das ist prinzipiell keine gute Grundlage für eine Verführung, da wir uns bei der Verführung anziehend darstellen worden. Doch zum einen hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar kein Interesse daran, aus einem der Kontakte auch private Vorteile zu ziehen und zum anderen kann auch das Eingestehen von Schwäche ein Vorteil sein, weil wir dadurch besonders selbstbewusst, lernwillig, autark wirken. In dieser Liste war auch ein Kontakt, den ich in dieser Geschichte Kathi nennen werde. In Wirklichkeit hieß sie anders, aber sie erinnert mich im Nachhinein an eine Kathi, mit der ich mal zusammengearbeitet habe und die mindestens genau so nerdy war, wenn nicht sogar noch ein bisschen nerdiger, denn die echte Kathi, war im Jahre 2010 im Besitz eines selbstgebastelten „Apfelkerngehäuseentferners“, mit dem sie fachmännisch vor dem Essen eines Apfels sein Gehäuse entfernen konnte um bei ihrem Apfelessprozess das Verhältnis aus Genuss und Zeiteinsatz zu optimieren. Die Kathi in dieser Geschichte ist nicht ganz so cool, aber immerhin besaß sie alle Spiele von Pokémon. Die meisten Kontakte, die diese Anfrage mit dem entsprechenden Vermerk erhalten hatten, bestätigten mich als neuen Kontakt. Ein Teil davon antwortete auch auf den Vermerk mit einem Smiley o.ä. und wurden dann von mir in ein Gespräch verwickelt, um ein bisschen Sympathie aufzubauen und in den folgenden Wochen schrieb ich ab und zu einen Kommentar unter ihren Buchrezensionen in ihrem Blog um sie mir für später warm zu halten. Eine von ihnen war Kathi. Wir kamen über Skype ins Gespräch, ich stellte ein paar grundlegende Fragen um das Profil, das ich von ihr hatte zu ergänzen. Dabei achte ich darauf, dass ich schon von vornherein Fragen stelle und über Dinge rede, auf die ich später zurückkommen werde um sie zu überzeugen, damit es dann nicht so aussieht als hätte ich sie gestalkt. Deshalb frage ich zum Beispiel nach ihrem Blog, obwohl ich den längst kenne, danach wo sie herkommt (obwohl es im Impressum steht), was sie arbeitet etc. Ich bleibe ganz bewusst unter dem Radar, damit ich nicht zu berechnend oder schlau erscheine und vor allem, damit es nicht so wirkt, als hätte ich großes Interesse an ihr. Das ist eine rein geschäftliche Verführung, aber dennoch eine Verführung und wenn ich ihr zu viel Macht gebe, dann tritt das ein, was nun mal eintritt: sie hat zu viel Macht. Auch hier gilt der Grundsatz: mit steigender Kontrolle sinkt die Leidenschaft. Wir fangen an uns zu unterhalten, ihr Leben ist langweilig. Sie arbeitete bis vor kurzem in einer Buchhandlung, hat aber ihren Job verloren, weil sie ohne Auto nicht flexibel genug sei, sie ist 18 Jahre alt und hatte eigentlich Ambitionen darauf in der Buchhandlung eine Ausbildung zu machen, sie schreibt einen Blog über Buchrezensionen (darauf wollte ich hinaus) kennt eine Millionen andere Buchblogger (umso besser) und ist extrem aktiv in allen Buchgruppen die es auf Facebook gibt. Später im Gespräch stellte sich heraus, dass sie menschlich für mich wirklich nicht interessant ist, aber geschäftlich dafür umso mehr. Immer wenn es richtig gut läuft, cutte ich das Gespräch. Erkenntnisse aus der Glücksforschung belegen, dass wir zurückliegende Erlebnisse danach bewerten, wie viel Zeit zwischen dem emotionalen Höhepunkt und dem Schluss liegen. Sehr anschaulich stellt das Manfred Spitzer in seinem Buch „Glück ist…“ dar, er beschreibt dort ein Experiment, bei dem Patienten bewerten sollten, wie unangenehm ihnen eine Darmspiegelung war. Bei der Hälfte der Patienten wurde die Darmspiegelung nach dem negativen Höhepunkt abgebrochen, bei der anderen Hälfte wurde sie extra in die Länge gezogen und erst lange nach dem Höhepunkt abgebrochen. Später sollten die Patienten im Nachhinein bewerten welche sie als schlimmer empfunden hatten und interessanterweise ist nicht die „kurz und schmerzlos“ Methode, bei der die Gesamtprozedur möglichst kurz gehalten wird die schonendere, die Methode. Die im Nachhinein als angenehmer empfundene Methode ist die, bei der die Prozedur künstlich in die Länge gezogen wurde. Und das funktioniert auch für positive Erlebnisse. Daraus lernen wir, das wir - egal ob wir positive oder negative Emotionen erzeugen wollen - am ehesten im Gedächtnis bleiben, wenn wir nach dem großen Knall die Situation beenden. Wenn es am schönsten ist, gehe ich also aus dem Gespräch, um besser im Gedächtnis zu bleiben bietet es sich an dieser Stelle schon an die Kommunikation auf einen anderen Kanal zu verlegen zum Beispiel Facebook. Dazu muss ich aber nen logischen Grund liefern. Also sage ich, dass ich off gehe aber wir gerne noch ein bisschen schreiben können über Facebook (Whatsapp wäre auch eine Möglichkeit aber Facebook ist gerade wertvoller), da ich das auch auf dem Handy habe. Sie beißt sofort an. Hier ist immer ein bisschen Kalibrierung von nöten. Normalerweise hätte ich gesagt, dass ich bei Skype nicht sooft online bin und deswegen gerne - wenn wir zukünftig noch mal schreiben - bei Facebook schreiben würde. Das ist eigentlich die bessere Variante, da es nicht so needy klingt wie „ich gehe jetzt ins Bett aber ich will unbedingt noch per Handy mit dir weiterschreiten weil ich schon jetzt so abhängig von dir bin“. Aber irgendwie sagte mir mein Gefühl, dass es diesmal so besser funktionieren würde, wenn ich ihr die Aussicht darauf gebe sofort weiter mit mir schreiben zu können und es hat funktioniert. An dieser Stelle müsst ihr wissen was ihr wollt. Für manch einen ist die Handynummer wertvoller, für andere eben nicht. Mir sind Handynummern egal. Wenn das Chick mich geil findet, gibt sie mir ihre Nummer so oder so. Wenn sie mich nicht geil findet, dann kann ich auch nichts mit der Nummer anfangen. Facebook ist für mich der wertvollere Kanal, weil ich hier mit viel DHV Kram aufwarten kann. Ich habe viele (gute) Fotos von mir drin, man sieht dass ich die letzten Jahre im Ausland gelebt habe, welche Sprachen ich spreche usw. das ist prinzipiell ein bisschen Brandbuilding, aber diese Geschichte führte mir vor Augen, dass das nicht immer gut sein muss. Doch dazu später mehr. Sie added mich also bei Facebook. Schreibt mich direkt an und lenkt das Gespräch - wie durch ein Wunder - auf Informationen, die sie gerade meinem Profil entnommen hatte. Sie machte mir ein paar Komplimente zu meinem Aussehen, das ist - in meinem speziellen Fall - immer ein totsicherer Indikator dafür, dass sie scharf auf mich ist. Ich empfinde mich nicht als besonders gut aussehend, ich sehe mit Sicherheit objektiv betrachtet auch nur durchschnittlich aus, aber die Erfahrung lehrt, dass Frauen einen Mann immer dann gutaussehend finden, wenn sie von ihm angezogen werden. Insbesondere fällt mir das auf, weil sie nicht mein Aussehen als solches lobt, sondern meine Ausstrahlung. Sie sagte ich hätte diese „Ich bekomme alles was ich will“-Ausstrahlung. Ich hab schon viel cooles erlebt, aber das hat mir doch irgendwie ein wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert. Ich beende dann aber das Gespräch um wirklich schlafen zu gehen. Trotz ihrer Arbeitslosigkeit stand Kathi jeden Morgen um 06:30 Uhr auf. Das ist etwas was ich ihr, als jemand der immer um 12 aufsteht, wirklich hoch anrechne. Ganz allgemein konnte sie mit einer Menge Selbstdisziplin und einem wahnsinnig organisierten Tagesablauf aufwarten, der sie irgendwie schon wieder cool machte. Nebenbei hatte sie außerdem noch alle Pokémonspiele durchgespielt und hatte auf ihrem „noch zu lesen Stapel“ sage und schreibe 160 Bücher. Damit waren ihre guten Eigenschaften aber auch schon erschöpft. Ich bin nicht sicher, ob es an ihrer Arbeitslosigkeit lag oder ob es eine ihrer Charaktereigenschaften ist aber Kathi pendelte ständig zwischen „extrem hard2get, weil sie ihren Tag schon mit tausend anderen Sachen vollgepackt hatte“ und „einfach nur endlos nervig“. Gleichzeitig war sie auch zu „stolz“ (ich bin nicht sicher, ob das überhaupt das richtige Wort dafür ist? Vielleicht eher stur), um von ihrem Tagesablauf abzurücken um etwas zu tun, was ihr gefallen würde. So jammerte sie lieber den ganzen Tag darüber, dass sie mich vermisst und das wir unbedingt mehr schreiben, skypen, telefonieren sollten (dieser Zustand trat lustigerweise schon nach wenigen Tagen ein) anstatt einfach mal Platz in ihrem Tagesablauf zu schaffen, damit für diese Aktivitäten Zeit blieb. Das Ding war, dass ich Kathi warm halten wollte, damit ich später auf sie zurückgriff. Gleichzeitig fing sie aber damit an, mir jedes Mal, wenn ich versuchte mit ihr ein ernsthaftes Gespräch zu führen, so sehr auf die Nerven zu gehen, dass ich sie am liebsten gegen die Wand geklatscht hätte. Mir ist bis heute schleierhaft, wie es jemand schafft in einer Buchhandlung gearbeitet zu haben und dann zu einem Gespräch über Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“ mit der Frage „Was ist denn das? Klingt wie ein Psycho-Ratgeber“ beizutragen. „Dafür gab’s ja nur nen Pulitzerpreis und keinen Bambi“, dachte ich und zugleich schloss sich die Frage an, welche Abteilung der Buchhandlung wohl ihr Steckenpferd war. Die für anspruchsvolle Literatur sicherlich nicht, aber vielleicht kannte sie sich ja mit Feuchtgebiete und Shades of Grey aus. Wir sollten es bald herausfinden. Ich schluckte, wechselte das Thema, blieb aber bei Literatur. Folgende Unterhaltung hat sich tatsächlich so zugetragen: Wenn mein Kardiologe diese Geschichte liest, haben wir auch endlich die Erklärung für die Ergebnisse meines Langzeit-EKGs gefunden. Ich hatte also ein echtes Problem. Ich konnte das Chick nicht einfach abschießen, weil sie inzwischen so geil auf mich war, dass sie mir wirklich geholfen hätte. Aber ich konnte auch unmöglich weiter mein Kardiovaskuläres-System ruinieren, wenn ich Zeit mit ihr verbringe. Ich kam auf die dümmste Idee seit langem: Ich musste eine Sprache sprechen, die selbst sie verstand. Ein neuer Stern am Stricher-Himmel ging auf als ich zu mir selbst sagte: Wenn schon nichts vernünftiges aus ihr raus kommt, sollte wenigstens was vernünftiges reinkommen! In den nächsten Tagen ging ich dazu über, auf alles was sie mir sagte nur noch zweideutig zu antworten. Das war nicht besonders schwer, denn Kathis Gesprächsthemen bestanden überwiegend daraus mir zu erzählen wie geil sie mich fand oder einfach nur ihren Tagesablauf zu repetieren. Und wenig später kam es, wie es kommen musste und ich lud sie ein, mit dem Zug eine Strecke von ca. 60 Kilometern zurückzulegen um für ein Wochenende zu mir zu kommen. Am Abend bevor sie sich auf den Weg zu mir machte, erzählte ich ihr noch, wie sehr ich mich vor Fleisch ekelte (nicht ohne anzumerken, dass es durchaus das eine oder andere Stück Fleisch geben würde, das ich in ihrem Mund begrüßen würde) und forderte sie daraufhin auf, sich vor der Abfahrt die Zähne gründlich zu putzen und auf dem Weg nichts zu essen. (Wenn ich das so aufschreibe, klingt das schon ein bisschen krank. Aber mit etwas Abstand betrachtet, ist das sicherlich noch das normalste, was ich gemacht habe!). Sie stimmte zu, fragte aber dennoch nach, wieso ich das von ihr verlange und ich antwortete nur ganz trocken „weil ich dich küssen möchte“. Damit war das Thema durch. Ein hungriges Mädchen saß im Zug und ich überlegte noch kurz ob ich mir die Mühe machten sollte aufzuräumen. Wenig später holte ich sie vom Bahnhof ab, es war scheiße kalt und wir gingen kurz zu Starbucks. Den ganzen Weg über erzählte mir Kathi in Form einer sich immer wieder wiederholenden tibetanischen Gebetsmühle, dass sie mal in London bei Starbucks war und dass es in ihrem Dorf keinen Starbucks gibt. In meinem Kopf schlug ein Schimpanse mit einer roten Weste immer wieder zwei Bronzezimbeln aufeinander. Wir gingen nach Hause, als sie gerade dabei war ihre Jacke abzulegen, fragte ich sie beiläufig „hast du dir die Zähne geputzt?“ sie schaute mich einen Moment an. Dann sagte sie „ja“, ich nahm ihren Kopf und küsste sie. Das Eis war gebrochen. Wir gingen ins Wohnzimmer. Kathi fing wieder an über irgendwelche tiefphilosophischen Abgründe zu sprechen. Ich nahm erneut ihren Kopf und fing an mit ihr rumzumachen. Kein Widerstand. ich nahm ihre Hand, legte sie über die Jeans auf meinen Schwanz und sie fing tatsächlich an ihn zu streicheln. Dann brach ich das Rummachen ab und wir redeten etwas. Ich hatte gedacht ich würde stark sein und für einen kurzen Moment das Gespräch mit ihr ertragen. Doch wenig später ging sie mir schon wieder so auf die Nerven. Ich stand auf. Sie saß noch immer auf der Couch. Ich stellte mich vor sie hin, legte meinen Zeigefinger auf ihren Mund und sagte leise „Pssscht“. Sie blickte mich erwartungsvoll an und biss sich auf die Unterlippe (ich bin sicher, sie hatte in dem Moment etwas anderes erwartet, aber so ist das Leben. Es kommt immer anders als man denkt). Mit der rechten Hand machte ich meine Hose auf, mit der linken Hand führte ich ihren Kopf näher zu meinem Schritt. Ich schloss die Augen. Atmete tief durch. Ich war eine Hure. Okay, wenn wir mal ehrlich sind, war Jeanne d’Arc auch nichts besseres als eine Hure und sie hatte es zumindest geschafft, knapp 500 Jahre nach ihrem Tod zu einer Heiligen der römisch-katholischen Kirche ernannt zu werden und ist heute Nationalheldin Frankreichs. Aber srsly - wer will schon Nationalheld Frankreichs werden? Aber immerhin verhalf ihr Tod Bart Simpson in einer im Jahre 2005 erschienen Folge zu einer guten Note für das grausamste Bild von Jeanne d’Arc auf dem Scheiterhaufen. Kann man die Ehre, in einer Simpsons Folge namentlich erwähnt zu werden, mit der Schande Nationalheld Frankreichs zu sein aufrechnen? Fragen über Fragen, aber Blowjob ist Blowjob. Als sie merkte, dass ich bald fertig sein würde, schaute sie mich mit riesigen Augen an und ich konnte erkennen, dass sie jetzt am liebsten abbrechen würde. Deshalb drückte ich ihren Kopf näher zu mir, schob ihn ihr tiefer in den Mund und strich mit meiner anderen Hand sanft über ihren Kopf. Mit dem ruhigen Tonfall eines Serienkillers fügte ich leise und emotionslos hinzu: „Ist schon okay“. Sie schluckte tatsächlich kommentarlos. Das hatte ich nicht erwartet. Danach holte ich uns etwas zu trinken und wir redeten noch ein bisschen. In diesem neuen Chillzustand fiel es mir auf einmal viel leichter sie zu ertragen. Aber vielleicht lag es auch an dieser Intelligenzfördernden Medizin, die Dr. med. Cock ihr gerade verabreicht hatte. Nach einigen tierschürfenden Gesprächen, die mir eine vollkommene neue Welt eröffnet hatten, nahm ich ihre Hand, stand auf und führte sie ins Schlafzimmer. Ich drückte sie aufs Bett und fing an mit ihr rumzumachen. Keine LMR, nichts. Es kam wie es kommen musste. Ich dachte früher immer, Sex wäre etwas intimes. Doch das ist es nicht. Wirklich intim, ist die Zeit nach dem Sex. Ob man eine Frau nach dem Sex in den Arm nimmt und mit ihr kuschelt, das ist intim. Die Gesprächsthemen, die man danach hat. Ob man sofort einschläft (okay, es war nachmittag aber das hindert mich nicht daran nach dem Sex zu schlafen), ob man noch stundenlang Arm in Arm wachliegt und über alles mögliche redet und lacht. Das ist der Zauber, der einem im Gedächtnis bleibt, wenn es mehr ist als nur Sex. Aber das war es nicht. Also legte ich mich auf den Bauch und forderte sie auf meinen Rücken zu massieren. Nach dem Wochenende blieben wir in Kontakt. Kathi wusste, dass ich neben ihr auch noch Sex mit anderen Frauen hatte. Es ist wichtig, dass man immer ehrlich ist. Zum einen beweist man mit Ehrlichkeit Selbstbewusstsein. Insbesondere dann, wenn man nicht davor zurückschreckt Frauen Informationen über sich zu erzählen, die andere Typen ihnen - mit der Absicht sie ins Bett zu bekommen - nicht erzählt hätten. Zum anderen, macht man sich das Leben so viel einfacher, wenn man von vornherein zugibt, auch regelmässig bei anderen Damen die Einfahrt zu pflastern. Keine Lügen stattdessen kann ich ganz offen darüber reden, was ich in meiner Freizeit getan habe. Wichtig ist auch, dass man einer Frau niemals Hoffnungen auf eine Beziehung macht. Diese Story wirft allgemein kein so gutes Licht auf mich, wahrscheinlich wird jeder mich für einen absoluten Vollassi halten und das ist euer gutes Recht. Doch ganz egal was für ein Arschloch ich bin, ich würde niemals einer Frau erzählen, dass ich Gefühle für sie habe, wenn es nicht stimmt und ihr auch keine Hoffnungen auf eine Beziehung machen. Denn das ist unter meiner Würde. Stattdessen habe ich ihr erklärt, dass ich nicht weiß was die Zukunft bringt. Ich kann nicht ausschließen, dass sie und ich eine Zukunft haben, denn ich kann genau so wenig wissenschaftliche Beweise dafür vorbringen, dass der Mond nicht eines Tages auf die Erde fallen wird. Aber das ändert nichts daran, dass ich nicht gerne mit ihr Schlafen würde. Damit war das Thema für mich erledigt. Da mir die Zeitressourcen fehlten um mit Kathi jeden Tag 1:1 Zeit zu verbringen entschloss ich mich zu einem Move, mit dem ich schon öfters gute Erfahrungen gemacht habe. Ich packte sie in eine Whatsapp Gruppe. In dieser Gruppe war noch ein Freund von mir, der ein echter Natural ist und ansonsten ein paar Frauen, mit denen ich ebenfalls Sex hatte. Das lustige an dieser Gruppe ist, dass sich alle irgendwie gegenseitig pushen. Ich vermeide es offen darauf hinzuweisen, dass ich mit jeder Frau in der Gruppe geschlafen habe, aber ich glaube, eigentlich weiß es jeder. Zumindest vermuten sie es. Weil aber keine der Mädels als Schlampe da stehen will, hängen sie es auch nicht an die große Glocke. Stattdessen haue ich einfach ein paar mal am Tag irgendwelche lustigen Sachen in die Gruppe und lasse mich dafür feiern. Kathi hat das Gefühl, dass sie noch von mir beachtet wird und ganz nebenbei ist diese Gruppe ein extrem gutes Preselection und DHV Werkzeug. Wie angesprochen war in dieser Gruppe auch mein Wing, der in dieser Nacherzählung Nick genannt werden möchte. Nick war zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt, machte ein FSJ und wohnte sogar noch näher an Kathi als ich. Ich ignorierte die Gruppe und Kathi. Aber Nick fand irgendwie Gefallen an ihr. Nach ein paar Tagen (zum allgemeinen Verständnis muss gesagt werden, dass ich Kathi ca. 2 Wochen kannte und dass es nicht ganz eine Woche gewesen sein musste, nachdem sie bei mir war) erzählte ich Nick in aller Ruhe, dass ich Kathi super anstrengend fang, dass ich sie aber auch nicht endgültig nexten möchte, weil es einfach eine extrem dumme Idee war privates und geschäftiges zu vermischen. Hätten wir immer noch eine rein geschäftliche (bzw. platonisch private Beziehung mit geschäftlichen Interessen meinerseits) Beziehung, hätte ich sie einfach ignorieren und wieder kontaktieren können, wenn ich sie brauchte. Jetzt musste ich damit rechnen, dass sie nach Abbruch der Affäre keinen Bock mehr hatte mir eine Rezension zu schreiben und mich auch nicht an ihre Kontakte verweisen wurde. Da saß ich nun, auf meinem selbstgebastelten apokalyptischen Pferd. Ich kann heute nur mutmaßen, dass Nick in Wirklichkeit die Reinkarnation von Leonardo da Vinci ist, denn er hatte wirklich die abenteuerlichsten Lösungen parat. Und so begab es sich, dass Nick vorschlug, sich dieser Sache anzunehmen. Wenige Tage später erfuhr ich, dass Kathi gerade auf dem Weg zu ihm sei um sich die Furche neuziehen zu lassen. Ich freute mich, das war echt die ideale Lösung. Sie konnte ihre ganze destruktive Energie auf ihn verwenden und zwischendurch wechselten wir uns ab um den Nerven und dem Schwanz des jeweils anderen eine Pause zu gönnen: La vita è bella. Wenig später, Kathi und ich kannten uns nun ca. 4 Wochen, war sie wieder bei mir. Ich war tatsächlich gestresst und dass ich sie überhaupt zu mir bestellt hatte, war primär eine schlechte Angewohnheit von mir. Immer wenn ich richtig gestresst bin, kompensiere ich das mit Sex. Als sie vor meiner Tür auftauchte, saß ich gerade am Laptop und arbeitete. Ich unterbrach meine Arbeit um ein wenig Zeit mit ihr zu verbringen, irgendwie endete das in Sex. Danach lagen wir nebeneinander auf dem Bett und führten das, was erwachsene Menschen wohl als eine Unterhaltung bezeichnen würden. Irgendwann sagte sie dann etwas, das mich extrem aufregte und einen spontanen Anflug von Tourettesyndrom bei mir auslöste. Was ich dann tat, ist nichts, worauf ich im Nachhinein stolz sein sollte, aber die Info gehört trotzdem hier rein, damit man (in erster Linie ich) aus meinen Fehlern lernen kann: Ich habe sie einfach rausgeschmissen. In diesem Moment begriff ich, was für ein Idiot ich war. Ich hab mich die ganze Zeit „verbogen“ und mit einer Frau eine Sexbeziehung angefangen, die mir zwar optisch zusagte aber mich auf allen anderen Ebenen einfach nur extrem abfuckte. Und das alles nur, weil ich mich immer weiter daran festkrallte etwas nicht verlieren zu wollen, dass ich mit ein bisschen Invest aufgebaut hatte. Aber jetzt war das Ding ja eh durch - dachte ich - also legte ich mich ins Bett und schlief mich richtig aus. Die Monate gingen ins Land. Ich hatte von Kathi nichts mehr gehört. Insgeheim bewunderte ich wieder ihre Selbstdisziplin, ihren Stolz oder einfach nur ihre Sturheit. Nachdem sie so viel investiert hatte, wunderte es mich ein wenig, dass sie gar nicht versucht hatte noch einmal Kontakt mit mir aufzunehmen und wie ich von Nick erfuhr, traf sie sich auch nicht mehr mit ihm. Sie schien wie vom Erdboden verschluckt, hatte mich bei Facebook gelöscht und bei Whatsapp blockiert. Im März kam dann aber doch alles ganz anders. Ich war in der Endphase meines Buchprojekts. Unter einem Pseudonym hatte ich mir bereits eine ganz eigene „Welt“ aufgebaut. Es gab eine Website, genügend Treffer in Google, ja die Bildersuche zeigte bei Suchen nach meinem neuen Namen sogar Fotos von mir und auch einen Facebook Account mit einigen Verlegern etc. als Kontakten hatte ich. Das war die perfekte Grundlage um nun das Buch zu unserer Kampagne unter dem Pseudonym zu veröffentlichen und ein paar Blogger davon zu überzeugen, in ihren Blogs auf mein Projekt und das Buch aufmerksam zu machen. Ich checkte also ein paar Buchgruppen und machte mal wieder eine Bestandsaufnahme. Die Liste, die ich unter meinem alten Account gemacht hatte, hatte ich inzwischen ad acta gelegt. Und da war sie: Kathi. Kathi war immer noch arbeitslos und hatte nun ganz viel Zeit um in allen Buchgruppen aktiv zu sein, mit Verlegern zu flirten, Kommentare unter Buchblogs zu schreiben, an Lesungen teilzunehmen und darüber in ihrem Blog zu berichten usw. Und sie kannte mein Pseudonym, schließlich stand sie mir viel zu nah, als ich die Arbeit daran aufnahm. Man musste nun wirklich kein Doktor sein um die Gefahr zu erkennen, ich bin sicher diesen logischen Schluss könnte auch ein Guttenberg ziehen: Ich konnte unmöglich nun über die Gruppen anfangen neue Kontakte zu knüpfen (bei denen ich Kathi als gemeinsamen Kontakt hatte) ohne das Risiko einzugehen, dass sie mich irgendwo verpetzt. Und sobald jemand sich die Mühe macht meinen echten Namen in Google zu schmeißen, war es nur noch eine Frage von Sekunden, bis ihm genügend gute Gründe geliefert werden würden, mir nicht zu vertrauen, wenn es um ein gemeinnütziges Buchprojekt geht. Ich überlegte verschiedene Möglichkeiten. Ich könnte sie blocken. Aber das wäre zu einfach. Spätestens wenn die Kommunikation Facebook verlässt und auf die Blogs übertragen wird, ist die Gefahr wieder omnipräsent. Ich entschied mich daher für die Flucht nach vorn. Ich habe sie angeschrieben. Es ist nicht authentisch ihr jetzt in den Arsch zu kriechen oder sie mit Entschuldigungen vollzuschleimen, ich glaube sogar, dass sie dann bemerken würde, dass ich wieder irgendwas von ihr will. Deshalb schrieb ich einfach nur, dass ich mich dafür entschuldigen wollte, dass ich überreagiert (welch Euphemismus) habe, weil ich nun weiß, dass das nicht richtig von mir war. Mehr nicht. Keine Fragen stellen, oder sonstige Aufforderungen mir zu antworten. Druck erzeugt immer Gegendruck. Die Antwort kam. Ein paar Stunden später. Mitten in der Nacht. Zusammen mit einer Freundschaftsanfrage. „Tut mir auch leid. Hatte zu der zeit viel um die ohren und war unzufrieden mit meinem leben und naja. Ich wollte nie das das so kommt und ja ka [Anmerkung des Autoren: „keine Ahnung“] es ist halb fünf morgens und ich sollte spätestens um 5:50 aufstehen aber ich kann mal wieder net schlafen deshalb ja. Wenn hier was komisch klingt tuts mir leid schreib mir einfach zurück [Hervorhebung durch den Autoren]. Ja das mit dem hineinversetzen is allg schwierig und bei dir glaub ich das schwierigste da du einfach so ganz anders bist. Wie kommts das du mir geschrieben hast?“ Ich war tatsächlich ein bisschen überrascht, dass das so einfach ging. Ich muss einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Wir tauschten am nächsten Tag noch ein paar Nachrichten aus, sie erzählte mir ohne jede Nachfrage, dass sie seit Oktober keinen Sex mehr hatte und bot mir kurz darauf Sex an. Ich glaube nicht, dass ich mich noch mal mit ihr einlassen werde. Stattdessen bin ich froh, dass sie - jetzt wo wir wieder sporadisch Kontakt haben - vermutlich keinen Wert mehr darauf legt um jeden Preis meine Reputation zu zerstören. Alles ist ständig im Fluss. Fenster öffnen sich, sie schließen sich und sie öffnen sich auch wieder. Die Kunst besteht darin, durch das Fenster ins Haus zu klettern, wenn es offen steht anstatt die Scheibe zu zerbrechen um mit Gewalt ins Haus zu gelangen. Jeder Mensch verändert sich ständig. Ganz von alleine, ohne das Zutun von anderen erleben wir gute und schlechte Tage. Mal fühlen wir uns allein, mal sehnen wir uns nach Bestätigung und Aufmerksamkeit, mal sind wir Immun für die beste Verführungsstrategie. Du verschwendest deine Kraft, wenn du alles darauf setzt eine Frau zur falschen Zeit und am falschen Ort verführen zu wollen. Daher besiegt der, der die Kunst des Krieges beherrscht, die Kräfte der anderen ohne Kampf, er bezwingt die Städte der anderen ohne Belagerung und zerstört den Staat der anderen, ohne viel Zeit darauf zu verschwenden. – Sun Tsu Abschluss Diese Story ist voller Fehler auf meiner Seite. Ich muss lernen disziplinierter zu sein, ich muss lernen, privates und berufliches besser zu trennen und ich sollte meine Aggressionen besser unter Kontrolle haben, wenn mich ein Chick zu sehr aufregt. Doch alles in allem, führt uns dieser Fieldreport zwei sehr wichtige Dinge vor Augen (die - streng genommen - eins sind). Zum einen ist es nie zu spät. Wer einmal erfolgreich verführt hat, der hinterlässt einen bleibenden Eindruck. November, Dezember, Januar, Februar. März. Sind immerhin fast fünf Monate in denen wir keinen Kontakt hatten. Kathi war sicherlich ein „leichtes“ Ziel. Sie war leicht zu haben, weil sie in diesem Abschnitt ihres Lebens gerne mal wieder Sex gehabt hätte. Sie hat auf eine Veränderung gehofft, auf jemanden, der ihr Leben ein bisschen spannender gestaltet. Aus diesem Grund hat sie sich auch direkt auf Nick eingelassen, ich war also zumindest für eine Zeit austauschbar. (Habe aber dennoch nen ziemlich bleibenden Eindruck hinterlassen). Wir können uns das Leben viel leichter machen, wenn wir auf solche „Fenster“ warten. Wenn wir dann zuschlagen, wenn eine Frau bereit für eine Verführung ist, statt uns - nur um uns selbst zu beweisen wie geil wir sind - uns die Zähne an Frauen ausbeißen, die gerade nicht für eine Verführung offen sind. Und oftmals ist Warten sogar eine extrem gute Option, wenn es einmal schlecht läuft. Wenn sie gerade nicht so leicht wieder rumzukriegen ist, dann warten wir darauf, dass sich das Fenster wieder öffnet und chillen, freezen die Frau, kümmern uns um unser Leben oder verbringen mit ihr eine platonische Zeit. Bis klar ist, dass sie für unsere Bedürfnisse wieder empfänglich geworden ist.
  14. Ja, das ist son Kindleding. Ich hatte in der Vergangenheit immer wieder Kindlebooks bei Amazon reingestellt und es ist ganz spannend zu sehen für was sich die Leute allgemein interessieren und welche Themen besser ankommen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Fieldreports (in nicht PU lastiger Sprache, also als "inspirierende Flirtgeschichten für Männer ohne PU Erfahrung") ebenfalls auf ne gewisse Nachfrage stoßen. Deswegen wollte ich es mal ausprobieren und ein paar Reports als Kindlebook reinstellen und gucken wie oft sie runtergeladen werden.