selfrevolution

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  1. Wahrscheinlich. Könnte umgekehrt genauso sein. Wer sagt was von "kommentarlos"? Evtl. war mein Kommentar auch tatsächlich nicht der Hammer, weil ich gleichzeitig erwähnt hab', dass ich mich beworben habe. 1) Die Füße stillhalten is' das, was ich tatsächlich tue. Oder sagen wir: ich ärger' mich in einem Internetforum darüber und bekomm' den Ratschlag, Stress und Terror bei ihm zu machen, weil "ich nicht herumeiern soll, sondern etwas tun soll, um meine Lage zu verbessern". 2) Ein "Hallo gelber Frosch, ich hab' deine mail bekommen und brauch' etwa 6 Monate, um das zu lesen" sollte wenigstens drinnen sein ... also, falls er die mail überhaupt gelesen hat. Ich hab' ihm die ganze geschickt und gesagt, dass ich nur auf die Hälfte Feedback brauch'. Das is' viel, ja. Überhaupt antworten kann man trotzdem. Der Grund für dieses "alles auf einmal" ist der, dass ich erstmal lange gar nichts hatte und ihn nicht mit "hier hast du Kapitel 3. Das is' noch nicht fertig, aber schau doch mal drüber" und "hier ist Kapitel 2, passt das?" und "hier hab' ich einen Knoten, passt das" nerven wollte. Hab' meine Knoten selbst gelöst. Weil ich ja ... selbstständig arbeiten will. Kapitel 4 hab' ich vor Ewigkeiten mit ihm durchbesprochen. Is' das einzige, was er kennt. Vor dem 5.Juli hatte ich Kapitel 1 (unfertig), Kapitel 2 (viel zu lang, falsch und schlecht), Kapitel 3 (unvollständig) und Kapitel 4 (unvollständig aber durchbesprochen). Ja, ich hab' dann in den zweieinhalb Wochen schnell alles soweit fertig gemacht, dass ich sag': "Jetzt würde es für mich passen. Wenn er sagt, dass es grundsätzlich passt, dann korrigier' ich alles, ergänze die Lücken und geb' die offizielle Version ab". Jetzt würde ich gerne wissen, ob das der Fall ist. Mag sein, dass es nicht so doll is', dann so viel auf einmal zu bekommen. Aber ehm.... ...is' der Vorwurf jetzt eigentlich er der, dass ich die Arbeit fertig geschrieben hab'? ...und bei meiner Bewerbung (in andern Worten) gesagt hab': "Schau mal, ich will mich bewerben. Ich weiß, dass ich herumgeeiert hab', aber hier hast du meine Rohfassung. Quasi als Zeichen (als Beweis), dass ich nicht vor hab', jetzt noch weiter herumzueiern, und als Zeichen/Beweis, dass ich meine Thesis auch alleine hinbekomm', ohne dass ich dir jedes einzelne Kapitel schick'. Wenn du das okay gibst, kann ich die Arbeit in Kürze offiziell abgeben. D.h. ich hab', falls du mitspielst, rechtzeitig meinen Abschluss, aber auch wenn's nichts wird mit der Stelle ... hab' ich hier die Arbeit fertig"? Ich bin mir jetzt nicht sicher, wie die Betreuung bei euch allen ausgesehen hat. Bei meiner Ex war's so, dass ihre Professorin gesagt hat: "Eine Version kannst du mir schicken, die korrigier' ich, und die zweite ist dann die offizielle Abgabe" (sie musste btw. kein Exposé schreiben); bei uns in Wien hat mal wer ohne Exposé seine Arbeit aus dem Hut gezaubert und rießen Probleme dafür bekommen, manch eine Professorin schmeißt einem ein halbes Jahr ang das Exposé nach und will quasi die Arbeit fast schon fertig haben, bevor man sie offiziel beginnt und dazu regelmäßig Updates, andere segnen jedes Exposé ab und wollen nur die Arbeit (d.h. im Grunde: keine Betreuung. Also ... Selbstständigkeit hin oder her, keine Betreuung is' halt keine Betreuung), und wieder andere sagen: "Wenn du was hast, wo du gern hättest, dass ich's mir anschau', dann schick's mir." ...also ich mein', ich hab' viel Mist gebaut. Wirklich. ...aber vielleicht sollte man mir nicht vorwerfen, dass ich die Arbeit nicht fertig geschrieben habe, dann vorwerfen, dass ich sie fertig geschrieben habe, dann dass ich meinen Professor nicht die Pistole an die Brust setz', um ihn zu einer Antwort zu zwingen und dann sagen, dass es doch kein Wunder is', dass er nicht anwortet und ich die Füße stillhalten soll. Also ... ich weiß schon, dass die einwände von verschiedenn Usern kommen. 😉 Ich bin voll bei dir, dass nichts anderes als "warten" angebracht wäre - nicht nur, weil's so viel is', sondern weil ich halt in der Vergangenheit auch nicht sonderlich zuverlässig, flott und fleißig war, und es (unsympathisch) heuchlerisch wäre, jetzt Stress zu machen. Aber genauso is' es in der Tat auch von ihm nicht angebracht, sechs Wochen kein Muh und Mäh von sich zu geben und keine automatische "Bin nicht da"-Mail einzustellen. Und selbst wenn' "total angebracht wäre", mich warten zu lassen, is' es trotzdem ärgerlich für mich. ...aber ich denk' mal, nur weil ich in einem Fall Mist gebaut hab' oder Schwächen hab', heißt das doch nicht, dass meine komplette Persönlichkeit scheiße is' und alles, was ich mach' falsch ist. Zum Glück bin ich einer, der nicht zu allem, was andere mir vorwerfen sagt: "Ihr habt ja so Recht, ich schwöre, ich werde mich ändern."
  2. In der Standard-Formatierung (Schriftgröße 12, Arial 1,5facher Zeilenabstand) bin ich (ohne Literaturverzeichnis) auf ca. 114 Seiten. Mein Betreuerhat die Einstellung, dass eine Thesis so lange ist, wie sie ist. Dementsprechend gibt er kein Umfang vor, aber ich hab' damit eher ein kleinwenig zu viel als zu wenig (viele, viele Fußnoten mit "interessanten" Gedanken zum Thema, die teils aber nicht ntwendig zur Beantwtug der Fragestellung sind). Kürzungen sind machbar, ein paar Lücken zu füllen gibt es (Lücke heißt z.B., dass ich mir dazu notiert hab': "Was war Petzelt, oder wer nochmal?" oder "hier solte ich nochmal nachrecherchieren, ob das stimmt" oder "Einschub -> Differenz zwischen Krankheit und Gesundheit? Oder is' da unnötig?"). Die entsprechenden Lücken soll nicht er füllen, sondern das sind Notizen für mich. Ich hab' ihm Mitte Juli geschrieben. Das is' sechs Wochen her. Ich brauch' nicht die Arbeit korrektur gelesen, sondern eine Antwort auf die Frage, ob die Kaitel 2, 5 und 6 soweit passen, dass ich sie abgeben könnte, wenn ich sie korrekturlesen würde bzw. ein paar Lücken füllen würde. Das sind ca. die Hälfte der Arbeit. Ja, das is' schon ein bisschen was, aber es war schlichtweg mit ihm so ausgemacht und es war sein Vorschlag, das so zu machen: wenn ich Feedback auf etwas brauche, soll ich es ihm schicken. Was ich also erwarte ist eine Antwort, ein Muh, ein Mäh. Eine e-mail mit dem Inhalt: "Hey gelber Frosch, ich bin noch bis 12.September auf Urlaub und schau' mir das dann an", eine dämliche automatische e-mail mit dem Inhalt "Ich bin bis 20.September nicht erreichbar. Im Notfall wenden Sie sich an Frau Maier unter der Telefonnummer ...." Das sind Psychologen. Ich mach' Pädagogik. Allgemeine Pädagogik. Da reden wir eher über Wimmer, Ruhloff, Schäfer und so. Genau deshalb will ich wissen, aus welchem Horizont heraus eine Alternative Interpretation kommt und wie diese Interpretation überhaupt zustande kommt. "Ich hab's so das Gefühl", gefolgt von tiefsinnigem Zeug is' halt auch so viel wert wie "ich haB' so das Gefühl". Jo, Helmut hat zumindest geschrieben, was er überhaupt genau inerpretiert (die Ausschweifungen). Ich hab' gehört und teil's nicht. Sorry, wenn ich nicht jegliche Ferndiagnosen von Leuten aus dem Interet annehme und sage: "Ja voll, du hast Recht!". Ich denke, man kann von einem selbstständig denkenden Menschen durchaus erwarten, dass er Interpretationen, Bewertungen, Vorschläge, Ratschläge selbstständig durchdenkt und gegebenenfalls seinen Widerspruch und seine Einwände artikuliert. Mag sein, dass das eine Person, die sich Mühe gibt, einem zu helfen, enttäuscht, verletzt, vorkommt wie Zeitverschwendung, aber man schießt halt nicht immer ins Schwarze. Genauso wie ich mit der Kritik leben muss, muss man damit umgehen können, dass die eigene Interretation des Wesens einer anderen Person von dieser nicht geteilt wird. Umso mehr bedeutet es wohl, wenn der andere sagt: "Oh, ja. So hab' ich das noch nie gesehen! Danke!". Das is' ein Plädoyer für Anpassungsleistung. Reine Anpassung, ohne den Versuch an anderen zu arbeiten würde einen Verzicht auf Politik mit sich brignen müssen. Ich unterstelle nicht, dass du meinst, man sollte darauf verzichen, zu versuchen die Umstände in der Welt zu verändern, aber diese Aussage ernst genommen legt genau das nahe. Es hat einen Grund, warum manche Bevölkerungsgruppen arm sind und mache reich, warum Menschen, deren Eltern ein geringes Einkommen und einen niedrigen Schulabschluss haben, seltener einen Abschluss machen als andere usw.; und der Grund dafür is' nicht (alleine) der, dass sie "zu wenig an sich arbeiten" bzw. "sich zu wenig Mühe geben". Kommt doch auf die Gründe und Umstände der Niederlage an. Im Fall meiner Thesis - und das betone ich in jedem einer Postings - ist der Grun dafür, dass ich so lange gebraucht habe der, dass ich nicht daran gearbeitet habe. Also ehm ... nochmal. Die Schuld dafür, dass ich so lange gebraucht habe liegt bei mir. Oder ehm,.... die Verantwortung dafür, dass meine Thesis icht schon im Juli 2015 fertig geworden ist, liegt bei mir. Oder ehm,... ich ärgere mich darüber, dass ich selsbt eine Thesis nicht schon längst geschrieben habe. Und die Stelle, an der ich behaupte, dass die Tatsache, dass ich so lange für meine Thesis gebraucht habe, die Schuld von jemand anderem ist, kann man in allen meinen Postings, Status-Updates, Blogeinträgen oder sonstwo suchen und wird sie nicht finden. Also ... wirklicht nicht. Selbst, dass ich eine Teilschuld daran habe, dass mein Prof. so lange zum Antworten brauch', weil ich ihm von vornherein (vor zwei Jahren) signalisiert habe, dass ich die Sache nicht sonderlich ernst nehme und er das evtl. auch nicht tun muss, habe ich gestanden. Ändert nicht daran, dass er es ist, der derzeit nicht anwortet und nicht reagiert. Also ja, dafür, dass ich seit 6 Wochen keine Antwort habe, ist er verantwortlich. Sechs Wochen sind eine wirklich lange Zeit. Um Kaitel 5 und 6 von Grund auf zu schreiben, Kapitel 2 komplett neu zu schreiben und Kapitel 1 und 3 zu ergänzen hab' ich insgesamt 18 Tage gebraucht (in denen ich meine Arbeit stark eingeschränkt hab', d.h. Teamstizungen und die meisten Dienst ausfallen lassen. Als freier Dienstnehmer mit einem scheiß Vertrag nehm' ich mir das Recht, von dem einzigen Vorteil gebrauch zu machen, den dieser Vertrag mit sich bringt: auf Arbeit und Bezahlug zu verzichten). Und ehm ... weder er noch sonst jemand ist dafür verantwortlich, dass ich so lange für meine Thesis gebraucht habe. Oder anders ausgedrückt: ich bin selbst Schuld daran, dass ich nicht schon längst fertig bin. der anders ausgedrückt: kein anderer hat Schuld daran, dass ich noch nicht fertig bin. Honestly, ich frag' mich wirklich wie alle darauf kommen, dass ich das behaupten würde. ...aber ja, ich bin der Ansicht, dass vieles - gar der Großteil - von dem, was einem im Leben passiert, Zufall ist. So ganz allgemein. Nich in diesem Fall. Aber ... ganz allgemein.
  3. Hey... sorry. Also tut mir echt Leid, dass ich gerae etwas agro bin. Absurderweise denk' ich, dass es mir sogar gut tut, mal Dampf abzulassen. s' nicht so, als würde ich jetzt 'ne Position vertreten, die ich nicht teile, aber die Art und Weise wie ich's tu is' nicht fair. Aber wie gesagt, meistens war's sogar gut, wenn ich mal von meiner Glücklichkeit-Valium-Schiene runter bin und auf irgendwen oder irgendwas sauer war. Is' natürich 'n guter Grund. Macht's halt schwer, die Sache einzuschätzen, weil ja auch nicht jede stimmige Antwort gut und richtig is' und nicht jede richtige Antwort intuitiv stimmig is'. Dass die Welt rund is', is' richtig, entspricht aber an sich schon fundamental der Intuition. Und dass sich die Sonne um die Erde dreht, sieht man täglich, also is' das scho neine stimmige Erläuterung wie die Welt so funktioniert. Darum is' es für mich schon auch interessant, 'ne grobe Ahnungzu haben. Erst Recht, wenn Interpretationen usw. kommen, die ich eben gar nciht stimmig find'. Aber ja, sorry nochmal. Ich weiß, dass es gut gemeint is' (insbesondere deine Beiträge sind darauf fokussiert, zu helfen und verstehen zu wollen, und "performanzfrei", wenn du verstehst, wasich mein').
  4. Edit: Falls ihr jetzt den Eindruck gewinnt, dass ich alles, was nicht an der Uni gemacht wurde total herabwürdige und volle Neid bin, dann stimmt das wahrscheinlich. Ja, ich unterschätze wahrscheinlich den einwöchigen Kurs, und ja, ich bin voller Neid, dass andere Zetteln haben, auf denen drauf steht, dass sie Expertise haben und anerkannt werden. Ich mach' vielleicht den Fehler, mich und meine Expertise zu stark zu relativiere. ...sorry, bi in der Hinsicht etwas alergisch. Danke dirfür die Interpretation. Die Beiträgevon Botte fand ich gut. Haben mir geholfen.
  5. Doch. Field tested. Wenn man tief genug grabt, dann findet man bei jedem Menschen einen Haufen Ängste, Komplexe und andere Persönlichkeitsaspekte, die als negativ angesehen werden und die stigmatisiert werden, ohne über den Wert oder die Normalität solcher Persönlichkeitsaspekte nachzudenken. 1) Ich steh' auf Psychoanalyse und auf das "tiefer gehen", aber ich denke, dass man dabei Gefahr läuft, die Persönlichkeit eines Menschen Schale für Schale abzutragen und die dahinterliegenden Schichten zu betrachte, bis wie bei einer Zwiebel am Ende überraschenderweise nicht mehr über bleibt. 2) Soweit ich weiß, hat die klassische Psychoanalyse trotz meiner Sympathie für diese, eher bescheidenen Erfolg, wenn es darum geht, Erfolge zu erzielen. Im Gegenteil: würde ich mich selbst von allen Ängsten, Sorgen und Komplexen befreien, den absolut reinen inneren Frieden finden, dann wr' ich womöglich ein Stück gemüse ohne Wünsche, Hoffnugnen und Träumen. Ja, ich weiß schon, das ich jetzt etwas übertreib'. Aber ich hab' mich im Zuge meines Studiums ja nicht so wenig mit Persönlichkeit, Charakter, Subjektivität und dessen werden beschäftigt und denk' nicht, dasses mir so wahnsinnig viel hilft. 3) "Sich öffnen" wird hier eben nicht besonders positiv. Ich bin jemand, der sich super leicht öffnet. Und darum bin ich jetzt so offen, keine "Geschichteln" zu erzählen, sondern zu sagen, dass ich nicht weiter in die Tiefe gehen will (und btw. alles hier ohne Zweitaccount). Nicht nur, weil ich die Stigmatisierung und das "Drauhauen" nervig find' (die Grundaussage von Apus Pots waren, dass ich scheiße bin und Krafttraining machen soll, also k.A. was du meinst, dass er für ein tolles Muster angesprochen hat; Patricks Postings teile ich Inhaltlich eigetlich komplett, aber so wahnsinnig tief sind die jetzt nicht), sondern auch weil ich laienhafte Diagnosen, die nicht als becheidene Ideen auftreten, sondern Diagnosen, die in der Regel höchst spekulativ sind, nur eine von 200 anderen möglcihen Interpretationen darstellt, die "irgendwie" argumentiert werden, aber doch als "so ist das", verkauft werden. Wenn die Diagnose dan nnur negativ genug ist und brutal genug formuliert ist, schießen sich alle drauf ein, und aus einem: "Ich find's kacke, dass es heute regnet, weil ich heute ein Match hätte" werden Verlustängste, die durch Selbstwertprobleme verursacht werden, die sich nur mit Alternativen und Krafttraining beseitigen lassen. Sorry, wenn ich jetzt undankbar bin und eure Antworten diskreditiere, aber bei aller Liebe muss ich gestehen ,dass ich dem Forum nicht zutraue, vernünftig und tatsächlich tiefgängig über die Untiefen meiner Persönlichkeit zu reden. Kind of diagree. Ich denke, dass mein Studium und meine berufliche Zukunft in der Tat meine größten Baustellen sind. Dass ich offensichtlich nicht viel zu Ende bring' und dementsprechend den Wunsch hab', auch mal was fertig zu machen, is' nichts, was ich versteckt hab'. Komplexe, sekundäre/teriäre Gedankenschleifen, um gründlich zu sein, alle Faktoren und Implikationen zu bedenken, deren W Geltungsanspruch zu beurteilen, die Voraussetzungen des eigenen Denkens und die Begriffe zu klären und "überreflektiert" zu versuchen, sich selbst zu verstehen ... das wär 'ne alternative Interpretation. Aber is' nciht negativ und problematisch genug, darum kann die kollektive Vernunft des Frums nicht zustimmen. Ich weiß, dass mein Schreibstil nicht leicht is'. Dasliegt aber nicht daran, dassich Nebelwände schaffen will, sondern dass ich in dem banalen Satz "Heute hat es geregnet" unsinnigerweise meine, einbauen zu müssen, wann "heute" ist, was für eine Form von Regen es war, wie stark es gergnet hat, welche Bedeutung das hat und warum die Vergangenheitsform angebacht ist, und nicht die Mitvergangenheit ... und dan kommen Übelegungen, ob nicht doch die Vorvergangenheit angebracht wäre. Ich hasse Nebelwände und ich kann es absolut nicht leiden, wenn man so tut, als wären die Dinge "eh total klar". Ich übertreibe es ziemlich sicher und ich verzettel' mich dann, weil ich so sehr versuch', alles genau zu erklären, dass ich den Anfang des Satzes bzw. des Gedankens vergesse. Also ... wenn ich locker dahinschreibe; in wissenschaftlichen Texten is' ds hoffentlich nicht der Fall. 🤔 Sorry, ich hab' schon irgendwie mitbekommen, dass du scheinbar beruflich etwas in Richtung Persönlichkeitsentwicklung oder so machst. Wär' neugierig, was genau du machst. Ich bin schlichtweg ein wirklich skeptischer Mensch und bekomm' wirklich oft mit, dass Leute z.B. von ihren "Patienten" sprechen und damit die Leute meinen, die zu ihnen kommen und ihnen die homöopathischen Mittel abkaufen und sich einer Behandlung unterziehen, bei der durch Handauflegen Kindheitstraumata geheilt werden. Und gerade im Bereich der Pychologie gibt's wirklich viele Formen, die zum Teil auch ihre Berechtigung haben. Aber ein Coach, der einen einwöchtigen Kurs gemacht hat, is' was anderes als jemand, der seinen Bachelor in Psychologie gemacht hat, wo er hauptsächlich Statistik hatte, und das is' was anderes als ein Psychotherapeut, der jahrelang Psychotherapie betrieben hat, und das is' das anderes als ein Pick Up Coach, der ein paar Büchr gelesen hat oder 'n Mädel, das viel vögelt und sich denkt, sie hängt sich ein Schild "Sexualberaterin" an die Tür. Kann wirklich sein, dass du was seriöses machst, irgendwie verschleiern recht viele hier, was sie genau machen und insbesondere, welche Ausbildug sie haben (wie lange und intensiv die war), wenn sie hier davon sprechen, dass Leute in ihre Praxis kommen; und darum frag' ich eben nach. Ich hab' 'n aar Vorurteile und unterstell da immer gleich, dass die Leute vielleicht irgendwo mal einen einjährigen Kurs mit jeweils zwei Wochenstunden gemacht haben, sich jetzt Persönlichkeitscoach nennen und versuchen Psychotherapie zu machen. 'ne Freundin von mir hat ein Zertifikat, dass sie Englisch untereichten darf, obwohl sie kein Englisch kann, und 'ne Ausbildung zur "Begabungsförderung" hat sie auch. Aber wir machen uns gemeinsam drüber lustig, weil man diese Zetteln für 900 Euro am Wifi kaufen kann und alibihalber ein Wochenende lange in einem Kurs sitzt oder gratis bekommt, wenn man 'n Semester lang jeden Samstag zwei Stunden in der Pädagogischen Hochschule sitzt und mit dem Handy spielt. Klar kan nman schon ein bisschen was lernen, aber es stzt die eigene Expertise in eine Perspektive, offen zu legen, wie man ausgebildet wurde. Sorry nochmal, falls ich dir Unrecht tu', ich find' deine Interpretation viel zu schnell und spekulativ, um jetzt nicht gleich anzunehmen, dass da allzuviel dahinter steckt. Kein Wunder: ich hab' ja gesagt, dass ich mich nicht ganz so sehr öffnen will. Um mich hier zu öffnen? Denk' nicht, dass ich das will. Können tu' ich's schon. Und dass ich in Bezug auf mich selbst tiefer nachdenke als bis zu "Ach ich hätte gerne meinen Abschluss"? ...ich glaub' dafür reicht mir ein Krapfen. Btw., danke dir eht für die Frage. 🙂 Hat mich insofern in meiner Entscheidung bestärkt, als ich gar nicht nachdenken musste, sondern auf Anhieb wusste, wieso. Also ich musst keine Gründe suchen, aus denen man das wollen könnte. Die waren einfach schon da. Edit: Falls ihr jetzt den Eindruck gewinnt, dass ich alles, was nicht an der Uni gemacht wurde total herabwürdige und volle Neid bin, dann stimmt das wahrscheinlich. Ja, ich unterschätze wahrscheinlich den einwöchigen Kurs, und ja, ich bin voller Neid, dass andere Zetteln haben, auf denen drauf steht, dass sie Expertise haben und anerkannt werden. Ich mach' vielleicht den Fehler, mich und meine Expertise zu stark zu relativiere.
  6. Angefangen hab' ich, weil ich die Art und Weise, wie Schulen so laufen interesant fand und gewissermaßen ganz grob gern Bildungspolitik gemacht hatte. Hab' aber etwa zu Beginn meines zweiten Semesters festgestellt, dass ich Bildungstheorie voll geil find' und mit meinem dritten Semester dann, dass Wissenschaft allgemein faszinierend is'; insbesondere Methodologie und Wissenschaftstheorie. Irgendwann in der Zeit ging's stark darum, warum wir eigentlich Wissenschaftliches Wissen als wissenschaftliches Wissen betrachten (also warum glauben wir Wissenschaftlern und nicht random Bob?), was spezifisch pädagogisches Wissen ist, warum es überhaupt relevant ist, dass es pädagogisches und nichtz.B. psychologisches odr soziologisches Wissen is etc.; hab' nach dem Bachelor gleichzeitig einen Master in Wissenschatssoziologie (Science-Technology-Society) begonnen ... aber guess what: ich hab' den 2012 bei der Masterarbeit abgebrochen. Hab' in de Hinsicht jedenfalls ein interessantes Profil. Die Kombination, die ich da hab' gibt's sonst nicht. Das STS-Studium gibt's erst seit 2010 (d.h. ich war einer der ersten 30 Studierenden), und ich war der einzige Pädagoge dort; und studieren kann ma STS im deutschsprachigen Raum meines Wissens nach nur in Wien und Bielefeld. Mein Themenspektrum hat sich etwas erweitert, aber man kann sagen: pädagogik hab' ich studiert, weil ich Wisseschaftstheorie und Disziplintheorie allgemein suer geil find'. Bildung und Pädagogik sind ein interessanter Inhalt, ich könnt' aber auch genauso Soziologie oder Anthropologie machen, das würd' mich wahrscheinlich nicht weniger interessieren. Von Pädagogik hab' ich halt auch inhaltlich 'ne Ahnung; Psychologie wär' wengier mein's. Die sind in Wien etwas auf Wannabe-Naturwissenschaft, und das kommt mir zu einseitig vor - ABER ich kenn' die Wiener Psychologie jetzt auch nicht so wahnsinnig gut. Irgendwelche Fachwechsel (Soziologie, Kulturanthropologie oder was, aber nciht unbedingt Psychologie ... davon gibt's eh schon genug) im Doktorat kann ich mir schon vorstellen, aber ich seh' die Pädagogik jetzt nicht als "verlorene Wissenschaft" an. Und ich denk', dass ich da auch mit Abstand die besten Chancen und die beste Expertise hab' (hab' mich durch mein Herumgescheiße mit der Mastrarbeit ja doch quer durch den Gemüsegarten an pädagogischen Themen gewühlt:Lerntherien, Autorität und jetzt is' es die (Technik-)Anthropologie geworden). Das Faszinierende is' aber weiterhin die Frage nach der Geltung von wissenschaftlichem/disziplinärem Wissen.
  7. Ich neie (offensichtlich) dazu, viel zu reflektieren. Womöglich gar zu viel. Hab' nachgedacht, einiges niedergeschrieben und dann wieder gelscht. Ob ich was vom Nachdenken hatte, weiß ich nicht. Aber sagen wir mal: das Forum hat nicht unbedingt das produktivste Verhalten, wenn's um Schwächengeht.
  8. Klingt cool. 🙂 Naja, ich denk' in der heutigen Zeit sind häufige Berufswechsel durchaus üblich. Die Vorstellung, dass ich ein und denselben Beruf bis zur Pension mach' hab' ich zwar für eine wissenschaftliche Karriere, aber selbst unabhängig vom wahrsscheinlichen Scheitern (im engeren Sinne: d.h. einfach keine Anstellung bekommen) hat die Wissenschaft, wie jeder andere Beruf, seine Tücken, die einen langfristig dazu bewegen können, den Beruf zu wechseln. Das wären wohl vor allem die Unsicherheit, ob das nächste Projekt finanziert wird oder ob man sich Alternativen suchen muss, wie man doch noch durchkommt. Hinzu kommt, dass man z.B. an der Wiener Hauptuni maximal 6 Jahre am Stück arbeiten darf und dnn mindestens ein Jahr wo anders arbeiten muss; völlig unabhängig, wie gut man ist. Gibt nur ganz wenige vertragliche Ausnahmen (meines Wissens nach nur die Professur und "Senior Lecture"). Das sag' ich deshalb, um klarzumachen, dass ich - zumindest auf einer cognitiven Ebene - weiß, dass die Wisseschaft kein Paradies ist, man forschen kann, woran man forschen will, Unterstützung von oben und von unten bekommt, man gemütlich seine Lehrveranstaltugnen hält und nach 10 Jahren eine Professur bekommt und Fehlschläge nicht existieren. Aber auch bei jedem anderen Beruf gibt es gute Gründe, aus denen man ihn nicht bis ans Lebensende machen möchte. Diverse andere Berufe außerhalb der Pädagogik im engeren Sinne gibt's sicher. Personalberatung, Bildungsberatung, Soziale Arbeit, Integrationskonzepte erarbeiten oder so, da gibt's schon Sachen, und davon gibt's sicher einige, die mich auch glücklich oder unglücklich machen könnten. Ich hab' vor ein paar Jahren mal ein paar Bewerbungen im HR/Recruiter-Bereich verschickt (Assistenzstellen, Praktika), aber wurde da halt nicht genommen (Voraussetzung: Matura (=Abitur)). Könnt' mich da durchaus weiter informieren, schauen, ob ich da "irgendwie" reinkomm, aber selbst wenn ich sagen würde, dass das eine Option ist, die ich auch wählen würde, ist es halt angesichts meines Lebenslaufs, wohl deutlich einfacher, direkt nach dem Studium in einer Doktoratsstelle unterzukommen, als im HR/Recruiter-Bereich. Ich hab' viele Leute kennengelernt, die Philosophie, Soziologie oder ähnliches studiert haben, dann in der Wirtschaft gelandet sind, und daran leiden, wie oberflächlich das alles ist. Ich weiß natürlich nicht, ob ich's schaff', und ich bin nuneinmal voller Selbstzweifel, weil ich eben in den letzten Jahren in dem Bereich keine Leistung gezeigt hab' und auch allgemein (d.h. privat, musikalisch usw.) ein paar Tritte in die Eier bekommen hab'. Passiert allen, zerstört einen aber nicht. Aber es verunsichert halt ... und meiner Biographie nach is' es vielleicht auch nicht unbedingt etwas Schlechtes, nicht ganz so selbstsicher in einem Beruf einzusteigen. Ich hab' von der Volksschule bis zur Bachelorarbeit die Erfahrung gemacht, dass ich mir nicht unbedingt ein Bein ausreißen muss, um Erfolg zu haben. Bei der Bachelorarbeit bin ich zum ersten mal eingerissen: Befriedigend. Hab' die Thesis mit jemand anderem gemeinsam geschrieben, weshalb meine Professorin, die ja eine sehr positive Meinung von mir hatte, die Schuld auf meine Kollegin geschoben hat. Ich selbst hab' natürlich gewusst, dass es an mir lag. Vielleicht braucht man "eine gesunde Menge" (was auch immer das heißt) an Enttäschungen eher früher im Leben, sodass man merkt, dass Handlung und Erfolg in einer Relation zueinander stehen, und dass man auch wenn man "klug" oder "begabt" ist, scheitern kann, wenn man nichts tut. Zu Beginn des Masters hab' ich dann jedenfalls recht lange einen Einser-Schitt halten können, v.a. weil ich's wollte und daran gearbeitet hab'. Aber joa, 2012 hab' ich dann damit aufgehört. 🤨 Jedenfalls würd' ich's mir definitiv mein Lebens lang vorwerfen, wenn ich es nicht probiere. Das is' noch nichtmal so schlimm: das Leben schlägt einem halt Wunden, so wie ich mir immernoch vorwerf', dass ich dieses oder jenes Mädel hätte küssen sollen, mich in meinen "Kellerkind"-Jahren, mit all den Mädels treffen hätte sllen, die sich beim Chatte mit mir treffen wollten (gosh! Ich war 14, und so eine 15jährige hat mich damals zum Chillen mit ihr und Freunden eingeladen, die war super sympathisch, lustig, flirty... ich bin so blöd!), oder dass ich eben meinen Selbstfindungstripp 2012 nicht unbedingt mit einer Studiumsunterbrechung hätte kombinieren sollen. Honestly: das hat mir überhaupt nichts gebracht und mir nur meinen Lebenslauf zerrissen. Aber wenn man solche "Hätte, könnte, wollte"-Wunden vermeiden kann, dann will ich das. ...merci, dass das wenigstens irgendwer mal bedenkt. Jo eh. Das is' der Plan. Aber wie gesagt, in der aktuelen Situation, in diesem aktuellen Fall, seh' ich nicht ganz, was ih sonst noch tun kann außer mit dem Fuß aufstampfen und mich darüber zu ärgern, dass er noch immer nicht geantwortet hat ... was er btw. tatsächlich noch immer nicht getan hat, auch nicht auf meine dritte mail. Too deep. 😉 Ich denk' ganz so offen mag ich hier doch nicht sein.
  9. Genau das denk' ich mir auch, genau das is' es, was an mir nagt und was mich zweifeln lässt. Das is' der Grund, aus dem ich doch häufig denke: "Vielleicht bin ich ja doch nicht geeignet" und der Grund, aus dem ich z.B. meinem Btreuer damals gesagt hab', dass ich nicht versprechen kann, dass ich's durchzieh'. Also, ich verstehe deinen Einwand und deine Zweifel, weil das genau das ist, was ich mir auch ständig denke. Und es nagt. Es nagt wirklich. Ich seh' aber auch, wie Doktoranten an ihrer Diss verzweifeln bzw. an ihrer Diss genauso arbeiten, wie ich an meiner Masterarbeit: nämlich gar nicht, und ich seh' Menschen, die Top in ihrem Fach sind, deren Diplomarbeit bereits von namhaften Wissenschaftlern zitiert wird, und die auch ihre Diss flott geschrieben haben, zwischen drei (!) verschiedenen Universitäten herumpendeln, um irgendwie "drinnen" zu bleiben, und letztlich trotzdem aus dem wissenschaftlichen Betrieb ausscheiden, weil sie ihr Spezialgebiet einfach nicht gefragt ist. Klar frag' ich mich da ständig: wenn ich schon an der Masterarbeit scheitere, wie soll ich in so einem System zu Recht kommen? ...ich weiß. Und es nagt. Wie soll ich da zu Recht kommen, wenn ich schon daran scheitere, meine Masterthesis "on time" aufdie Reihe zu bekommen? Jep... wie soll ich da bitteschön zu Recht kommen? Wirklich verdammt gute Leute sind aus dem wissenschaftlichen Betrieb ausgeschieden. Manche freiwillig, manche nicht so wirklich. Festanstellungen in der Pädagogik sind nichts, womit ich überhaupt spekulieren kann, auch gar nichts, worauf ich mich "gefasst" mach', sondern ich rechne schon damit, dass das Leben, falls ich so weit komme, wie ich gerne kommen würde, daras besteht, sich von Projekt zu Projekt zu hangeln, Anträge zu schreiben, die abgelehnt werden, noch mehr Anträge zu schreiben, die abgelehnt werden, für irgendein Projekt zum xten Mal umzuziehen, während ich vor lauter Frust und Überarbeitung daran scheitere, überhaupt noch einen Projektantrag zu schreiben bzw. überhapt ein Projekt zu planen, und dann aus dem wissenschaftlichen Betrieb auszuscheiden. ...und szialwissenschaftliche Journals eine noch höhere Ablehnungsquote als Naturwissenschaftliche. Nicht nur ihr seid euch relativ sicher, dass ich nichtmal die Promotion hinbekommen werd'. Aber was passiert denn ,wenn ich scheitere? Ich werd' mir nicht denken: "Jetzt hab' ich die Masterarbeit um sonst geschrieben!" Der realistische Lebenslaut is' der, dass ich ... auf Grund der Verzögerung nochmal Studiengebühren zahlen muss und lächerlicherweise erst im Sommersemester meine Abschlussprüfug mach'. Die wird, wenn alles gut geht vielleicht kein Sehr gut, sodnern ein Gut, und darüber werd' ich mich ärgern. Dann werd' ich mich an zwei drei Unis bewerben (wahrscheinlich nciht viel mehr, aber wer weiß), in irgendeine Projektstelle kommen, die auf ein Jahr befristet is', dann aber zum nächsten Projekt geschleus werden, währenddessen werd' ich die ganze Zeit denken: "Ich sollte mich unbedingt um meine Diss kümmern. Aber in diesem Projekt muss ich jetzt dieses und jenes machen, und wenn das mal fertig is', dann kümmer' ich mich schnell darum, einen Plan für die Diss zu machen und mir einen Betreuer zu suchen." Das werd' ich nicht tun, dann is' die zweite Befristung zu Ende, ich hoff', dass noch was kommt und muss ein semester aussetzen, in dem ich mir vornehm' das mit meiner Diss zu klären, das werd' ich aber nicht tun, mit der Projektstelle wird's dann doch nichts, aber ich bekomm' einen externen Lehrauftrag für ein Semester, und dann is' es wirklich aus, tot und ich bin so frustriert, dass ich's aufgeb' und mir irgendeine Alternative such'. Den Rest meines Lebens werd' ich mich immer drüber ärgern, meine Diss nciht geschrieben zu haben. Is' eine dieser Wunden, die das Leben schlägt. Aber ... dieser Lebenslauf is' doch nicht so übel, oder? Ich mein', wie soll ich sonst leben? Gleich aufgeben, dann z.B. als Pädagoge im Gefängnis oder als Behindertenbetreuer arbeiten, nach fünf Jahren die Nase voll haben, aber trotzdem nochmal fünf Jahre dranzuhängen, dann endlich den Job wechseln und auch dort halt meine Sachen zu machen, die angenehm sind, weil sie mal was anderes sind, während ich mir ständig denke: "Hät' ich's doch mit der Wissenschaft probiert! Das hat mich voll interessiert!"? Ich mein' mal ehrlich, denkt ihr, dass ich "glücklicher" werden würde, wenn ich als Hortpädagoge arbeiten würde? Been there, done that, didn't like it. Mein jetziger Job taugt mir dem Prinzip nach mehr. Gibt aber noch einen anderen Job, von dem ich denke, dass er ir noch mehr taugen würde: Wissenschaftler. 😉 Wenn ich mich irre, wenn die Wissenschaft mir in die Eier tritt und sagt: "Alter, du scheiterst an deiner Masterarbeit, wie kommst du auf die Idee, es wirklich zu probieren?", dann werd' ich mir wohl was anderes überlegen müssen. Oder ich versuch' die nächsten 10 Jahre doch verzweifelt noch reinzukommen, während ich mit meinen "Nebenjob", der doch längst mein Hauptjob ist, über Wasser halte. Aber so is' das Leben. Ich mein' ... ich werd' jetzt kein Start-Up gründen, mit dem ich reich werde, und ich werd' auch nicht beschließen "schnell mal" Medizin zu studieren und Arzt zu werden und auch mit meinem Kindheitstraum "Architekt" wird's wohl eher nichts, weil ich nicht mit 33 anfangen werd' Architektur zu studieren, und "Bestseller" werd' ich auch keine schreiben. Also die "Star-Karriere" wird's wohl nicht, und die 80K im Jahr werden's auch nicht. Vielleicht lande ich ja bei der Berufsberatung oder sowas. Naja, HiWi darf ich schon lange nimmer sein und in meinem Erasmusjahr war auch klar, dass ich danach wiedr heim fahr'. Aber es der Hauptgrund wird wohl auch eine gewisse Höflichkeit und Ermutigungshaltung sein. Wenn einer nicht komplett deppat is', dann wird man dem nicht sagen "Vergiss es", wenn er sagt, dass er gern auf der Uni arbeiten würde. Erst Recht nicht, wenn's der Freund einer Kollegin is'. Und wahrscheinlich haben sich schon mehrere Prädocs gedacht, dass ich untergehen werd'. Ich denk's mir ja auch. Ich bleibe dabei, dass ich eine gute Ahnung davon habe, worauf ich mich einlasse. Andere Jobs sind auch nicht Friede, Freude und das pure Paradies. Eine Kleintin, mit der ich arbeite hat vor kurzem zum dritten Mal, seit ich dabei bin, einen anderen Assistenten geschlagen/gestoßen und (was ich fast noch schlimmer find') verscht, ihn mit einer angeschissenen Windel abzuschießen. Lehrer haben neben Pflegern soweit ich weiß die höchste Burn Out Quote. Den Job, in dem alles rund läuft, man nie Stress hat, immer Geld hat und kaum arbeiten muss und trotzdem eine tiefe, innere Befriedigung erhält, gibt's nicht. Außer Ninja, aber dafür bin ich zu alt. Achja, und dafür muss man arbeiten, also fällt da auch raus. Und ja, ich weiß, dass in der Wissenschaft noch die extreme Unsicherheit dazu kommt - also mehr Unsicherheit als in anderen Jobs. That's Live. ...mit meinen "Sponsoren" hab' ich's mir leider verschissen. Ich war früher super dick, ein Herz und eine Seele mit dem Institutsschefin (die auch der Institutsdrache war, Dekanin) und ar auch mit einigen anderen Professoren gut unterwegs. Das Instut kennt ich, was früher mal ein Vorteil war, jetzt aber eher ein Nachteil. Weil guess what ... die hatten Erwartungen, die ich enttäuscht hab', und die wissen, dass sie mich schon vor zehn Jahren in den Vorlesungen gesehen haben. Btw., einfach weil ich gerade dabei bin, über Frust zu reden, mich selbst zu dissen und so weiter, das Feedback, das mir meine alte Professorin gegeben hat, nachdem ich ihr damals geschrieben hab', dass ich meine Masterarbeit eben doch nciht bei ihr schreib', sondern, dass ich stattdessen mein Studium aufgeb'. Nach ein paar mails, die wir ausgetauscht haben, meinte sie: ...is' schon wirklich lage her, aber genau das versuch' ich mal: den Frust durchstehen. Ob sie damit Recht hat, weiß ich nicht. Aber ich werd's mal probieren.
  10. Uni. Will als Wissenschaftler arbeiten. In 5 Jahren hät' ich gerne meine Diss fertig und ein Projekt, das nicht von der Uni sondern vom FWF finanziert is'. Muss nicht Wien sein. Einer der Gründe, aus denen ich im letzten Jahr in keine Band fix eingestiegen bin oder meine Wohnung nicht herrichte ist der, dass ich nicht wusste, wie lange ich noch in Wien sein würde. War ja bis vor ein paar Monaten noch mit einer Doktorantin aus Deutschland zusammen, auf deren Institut ich 'n Jahr gearbeitet hab' und mit deren Kollegen und mit deren Chefin ich gut zu Rande komm'. "Alternativlosigkeit" is' so eine Sache. Mir hat (außer hier im Forum) nie jemand gesagt, dass ich auf der Uni falsch wäre. Einer der Kollegen meiner Ex meinte immer, dass ich unbedingt auf der Uni arbeiten sollte, die Professorin, für die ich dort gearbeitet hab', meinte, ich würde nicht wie jemand wirken, der nach dem Studium mit der Forschung aufhört. Ich könnte auch in der Behindertenpädagogik arbeiten, ich hab' die breite der pädagogischen Berufe. 'ne neue Bekanntschaft meinte, dass im nächsten Jahr eine Stelle im Gefängnis frei wird und sie mich noch vor der Offiziellen Ausschreibung informieren wird. Ich denk' nicht, dass sie das macht, wenn ich nicht nachfrage und werd' sie - völlig unabhängig von der Stelle - demnächst mal wieder kontaktieren. Also, ein Job in der Forschung ist meine erste Wahl. Absolut. Und ich werd' mich für genau solche Stellen bewerben. Wenn ich z.B. im Knast arbeite, dann is' das schön ud gut. Aber ich bin auf der Stelle weg, sobald ich eine Stelle auf der Uni hab'. Und 'ne Prädoc-Stelle is' nichts, was sonderlich viel schwerer zu bekommen ist, als andere Stellen. Dass ich ewig für mein Studium gebraucht hab', ist auf der Uni sogar noch eher akzeptiert als in den meisten anderen Jobs. Nenn es "Oneitis", ich nenn's: "Wissen, was man will." Dementsprechend werd' ich das nicht hinte mir lassen. Bewerbungen für andere Jobs schreiben is' möglich, aber ich hab' ja eien Job. Keinen guten, aber einer, der mich über Wasser hält, bis ich mein Studium fertig hab'. Und erneut: das Studium abbrechen is' aktuell keine Option für mich. Ob ich danach was auf der Uni find' oder nicht wird sich danach zeigen. Aber da ich mich hal für so ziemlich jede freie Stelle bewerben werd' die ich dort so find', denk' ich, dass ich schon was auf der Uni find'. Ob's in Wien, Worms oder Wuppertal is', und ob's eine einjährige Projektstelle is' oder eine dreijährige Assistenzstelle is' nebensächlich. V.a. weil man bei 'ner einjährigen Projektstelle schonmal den Fuß in der Tür hat. Vor dem Dokotor tut sich viel. "Berufswahl" ist etwas andere als Pick Up. Aber wie sagt man so schön ... Step by Step. Jetzt muss ich das mit der Thesis klären. Wie das Leben sein wird, kann man vielleicht planen, aber v.a. wenn's um langfristige Sachen geht, kann sich immer was tun. Ich hab' von den letzten 13 Jahren 12 in Beziehungen oder Konstellationen, die zu Beziehungen geworden sind verbracht. Jede Beziehung hat ihre Flaws. Aber ich denk', ich hab' meine Sache gut gemacht; sowohl beim Führen der Beziehung als auch bei der Trennung. Waren alle drei tolle Mädchen, aber dass ich bei allen dreien nicht von Anfang an verliebt war und dass ich mich häufig in Mädels verknalle, die nichts von mir wollen, beschäftigt mich schon. Ich weiß aber auch, dass es bei mir oft so ist, dass ich mich v.a. dann in ein Mädel verliebe, wenn - vorausgesetzt das Mädel is' grundsätzlich mal toll - ich erstmal den Eindruck habe, dass da was gehen könnte, ich es aber verkackt hab'. Der Gedake "ich hätte sie einfach küssen sollen", "DAS war der perspekte Moment", "ich war damit vielleicht zu forsch", "verdammt, ich wollte zu viel provozieren und jetzt hab' ich sie beleidigt" ... das sind die Geanken, die mich ziemlich fertig machen. Dass ich darauf so anspringe is' deshalb relevant, weil man daraus schließen kann, dass ich eigentlich nur dann das Verknalltheitsgefühl hab', wenn ich es bereits verkackt hab'. Wenn alles sauber läuft, dann is' das auch schön und entweder man kommt zusammen oder halt nicht. Aber da bin ich nicht unsicher, hibbelig und schau' ständig auf mein Handy, ob sie geschrieben hat. Is' natürlich nicht die beste Situation, und ja, ich hab' keine Alternativen und so. Aber hey, meine letzte Freundin hat mich kennengelernt als ich komplett orientierungslos war, hat einen Job auf der Uni (plus regelmäßige Einladung zu anderen Jobs), kommt aus einem Akademiker-Haushalt, is' durchschnittlich attraktiv, sexuell recht erfahren und hat's viereinhalb Jahren mit mir ausgehalten - und zerbrochen is' die Beziehung daran, dass ich halt nimmer wollte. Also das ganze "es kann mit keiner Frau klappen bevor du dein Leben nicht in Ordnung gebracht hast" is' vor allem ein eingebildeter "Roadblock" (ich mag das Wort, @saian. Danke dir) für Typen, bei denen's insgesamt halt nicht rennt (also wie's bei mir gerade der Fall is'). Ganz nach dem Schema: "erstmal muss ich einen guten Job haben und eine gute Figur ... erst dann hab' ich Chancen, eine tolle Frau zu bekommen, und bis dahin versuch' ich's gar nicht". Klar is' es leichter 'ne gute Beziehung zu führen, wenn's auch beruflich gut läuft, aber es is' nicht notwendig. 7 Jahre, 1 Jahr on-off, 4 1/2 Jahre. Is' im Gegensatz zu den Beziehugsdauern von anderen recht normal - wenn nicht sogar etwas über dem Schnitt. Im Aufreißen bin ich halt super schlecht. Woran's liegt, darüber kann man ewig diskutieren ... ofer man tut's nicht. Dass die Kombination aus "33, Student und wenig Kohle" nicht so attraktiv ist, weiß ich spätestens seit meiner zweiten Freundin und aus dem Bindungs-Threa vom Keeblatt. Aber wenn man das ganze schon af der "an sich arbeiten"-Ebene sieht, dann muss ich beschämend gestehen, dass ich versuche allgemein sicherer mit Berührungen und dem Küssen werd'. Das is' es, was mir ziemlich sicher einiges zerschossen hat, was 'ne schöne Nacht hätte werden können. V.a. was küssen ... hab' mich bisher immer nur getraut, wenn ich mir sicher war. However ... ich hab' sicher andere Baustellen: Thesis. Aber nicht wegen der Mädels, sondern weil ich halt meinen Abschluss haben will.
  11. Kommt drauf was mit "meine Lage verbessern" genau gemeint ist. Ich hab' mir ja ursprünglich (schon im Juli) diese Woche ziemlich frei gehalten, weil ich mir dachte, dass ich bis dahin Feedback hab' und an der Thesis arbeiten kann. Darum hatte ich die Woche nicht wirlich was zu tun. - Ich hab' neben den paar Diensten, (ziemlich wenige) die ich hatte, einwenig mit meiner Ex-Freudin geskypt. Dienstag Sport mit einem Kumpel und anschließend Essen, Donnerstag Konzertvorbereitung (Probe), Schach und Vereinsabend, Samstag den ganzen Tag meine Rollenspielgruppe da gehabt und bin danach auf 'ne Home Party (von der Musikerin, der ich zumhäng' und zwischen drinnen haben haben wir uns ei paar Songs ageschaut). Das hat zumindest meine Laune gebessert. Also insofern durchaus etwas an meiner aktuellen Situation geändert. 😉 Ich hab' viel, viel weniger über meinen Schwarm nachgedacht. - Ich hab' beim Einkaufen gespart, weil ich pleite bin und hab' gestern beim Rollenspielen drauf verzichtet, Pizza zu bestellen/Donnerstag bei mWeggehen nichts gegessen. Hilft zumidnest meiner Geldbörse. - Aber joa, du meinst wohl in Bezug auf die Thesis. Nö, hab' ich nicht. Die Sekretärin, die für die Arbeitsabteilung zuständig ist, is' im August in Pension gegangen, weshalb auf die anderen Sektretariate verwiesen wird; dort hab' ich die nicht erreicht,... hab's aber nur zweimal probiert.Das Ding is': wenn er auf Urlaub is', dann is' die Info ja nett zu wissen, dann kenn' ich mich einwenig aus, aber arbeiten kann ich deswegen trotzdem nicht.Und dass er grundsätzlich auf Urlaub is' undgar nciht in Wien is', das hat er mir Anfang Juli ja geschrieben. Hab' ich heutemittag 'ne mail geschrieben und gemeint, dass es reicht, wenn er's nur überfliegt, weil ich einfach nur wisse mag, ob das Prinzip der Arbeit (Struktur, Idee) passt. Aber wenn er weg is', is' er halt weg. Man kann gewisse Sachen nicht erzwingen, und ja, das frustriert. Die konkreten Vorschläge, die in Bezug auf dieses Problem kamen, waren im Grunde: dem Prof. nachzulaufen und seinen mailordner zuzuspammen, zu schauen, ob ich ihm am Institut selbst erreich' (joa, das hab' ich nicht gemacht; wenn er nciht auf mails antwortet, liegt's daran, dass er gerade offenbar nicht arbeitet; aber ich werd' nächste Woche mal hinschauen und evtl. einen seiner Mitarbeiter fragen, obsie wissen, wann er wieder da is') , d.h. ihm Hardcore Stress zu machen, den er erst bemerkt, wenn er wieder da is', und andere Tips waren: einsehen, dass ich nciht für's Stutium geeignet bin und abbrechen (was ich in diesem Fall, wo ich meine Rohfassung ja fertig hab', ablehne). Und ja, mehr als "Stress, den er erst bei seiner Rückkehr bemerkt" oder "aufgeben" fällt mir auch nicht ein, und beides halt' ich für die falsche Lösung. D.h.: Frust ertragen und warten. Daseinzige, was ich sonst noch machen kann is' halt, die Lücken auszufüllen ... kein Vorschlag, der hier sonst so kam, der is' aber auch nicht nötig, weil ich das sowieso schon die ganze Zeit "hin und wieder" so "ein bisschen" mach', wenn ich's gar ncimmer aushalte, zu warten. Das is' halt blöd, weil mit seinem Feedback wieder kommen kann, dass ich all das, was ich jetzt mach' gar nicht nötig is', und es bringt halt eben nicht viel, weil das halt nicht der Teil is', an dem's hakt. ...der Rest der Postings war halt eine Diskussion darüber, wie schlecht meine Einstellung is' oder Ratschläge wie: "Komm mal in die Hufen und mach was aus deinem Leben!" Is' als würde man am Schießstand stehen, daneben schießen und das Feedbak is': "Mah, du schießt total schlecht. Schieß besser!"
  12. Das trifft's wohl wirklich. Naja, it's not the real deal, das stimmt. Aber irgendwer "muss" in Vereinen welcher Art auch immer schlichtweg vorgeben, wo es hingehen soll (bzw. ob es überhaupt irgendwo hingehen soll). Wen man sagt, "Führung" is' es nur dann, wenn's bezahlt is', dann gibt's weder in Beziehugen noch im Freundeskreis nocht sonstwo außerhalb des Sphäre der Erwerbstätigkeiten soetwas wie "Führung". Ich versteh' schon ganz gut, was du meinst - man bracht jetzt nicht gerade der Oberchecker sein um im Vorstand des Schachclubs zu sein und darüber zu diskutieren, ob man im nächsten Jahr die zweite Mannschaft auflöst oder ob man sich darauf verlässt, dass von den 10 Spielern, die im Team sind immer wenigstens acht da sein können. Aber dann is' es halt auch keine "Führung" derjenige zu sein, der Aussucht, in welche Bar man beim Date geht oder derjenige is', der einen Kuss einleitet. Hm,... aber joa. Ich sag' mal, es war schon befriedigender, der Tutor zu sein, der die Aufgaben, die von der Dozentin an das Tutorenteam kommen, unter Absprache im Team verteilt, der Probleme, die bei den Studierenden auftauchen erkennt und erstmal ins Team bringt (oder gleich selbst was macht, wenn's schnell behoben werden kann), der Dozentin Feedback darüber gibt, wie sich die Studierenden allgemein bei den Überungen getan haben und so weiter. Und ja auch das is' nicht die Führung einer Firma mit 120 Miarbeitern, sondern nicht mehr als ein Student, der halt sein Zeug macht. Aber man kann das immer weiter führung und sagen, 120 Leute zu führen is' keine Führung, weil Hitler 'ne Nation in den Totalen Krieg geführt hat. Es geht halt mehr darum, dass scheinbar auch ohne Selbstdisziplin soetwas wie Führung möglich zu sein sein. Halt schwer in einer Position, in die man ohne Selbstdisziplin gar nicht kommt. Aber es liegt ja nicht an einem Mangel an Führungsqualitäten, dass man ohne Selbstdisziplin nicht zum Personalchef wird, sondern daran, dass man's nicht schafft, seine Arbeitzu erledigen. Ich bin nicht in der Start-Up-Szene daheim, aber was mir 'ne Bekannte erzählt hat, klingt das für mich, als wären dort viele Leute unterwegs, die sehr gut darin sind, Menschen um sich zu sammeln und für eine Idee zu begeistern, den Weg vorzugeben und dann nach kurzer Zeit nimmer ins Büro zu kommen und beginnen, die Mitarbeiter statt mit Geld mit Anteilen zu bezahlen, ihre eigene Arbeit nicht zu machen, aber trotzdem irgendwie alle anderen zumindest so weit bei der Stange zu halten, bis das Projekt scheitert. Sorry, ich hab' gewisser Vorurteile gegenüber der Start-Up-Szene. Erst Recht, wenn da jemand "innovativ" sein will. Und überhaupt all diese "ich hab' meine eigene Firma"-Typen. Nicht, dass ich grudsätzlich was dagegen hab'. Sind aber meistens arrognte Angeber, die meinen, einem erzählen zu müssen, wie die Welt funktioniert, wie ihnen ihre Firma in den nächsten 5 Jahren ihre erste Million einbringt und wie blöd man nicht is', wenn man sich auf ein 0815 Angestelltenverhältnis beschränkt. ...jedenfalls (weil's so schön is'): ---------------------------------------- Naja, ich hab' ja die letzten Jahre mit dem Denken aufgehört ... und dann nur mein Leben genossen, nicht an morgen gedacht und mit dem Arbeiten aufgehört. Für ein Projekt, wie du's vorschlägst, muss man ja nachdenken. Du hast absolut Recht. Ich bin super kritisch und irgendwie undankbar, wenn's um Ratschläge geht. Aber ich halte es halt auch für recht naiv, hne skeptische Fragen, ohne Vorschläge auf ihre Grundlagen zu prüfen, einfach mal was zu machen. Ich find' deine Vorschlag toll. Echt. Danke. 🙂 ...aaaaber: ich werd's wahrscheinlich trotzdem nicht 1:1 so tun. Aus zwei Gründen: 1) das Reflektieren und Nachdenken will ich nicht abschalten. Is' aber gar nciht so störend, denn relevant ist ...2) ich hab' keine Selbstdisziplin. So grundsätzliche Ziele und Arbeitspläne hab' ich schon probiert. Also ... klappt eh "ein bisschen". Dann, wenn ich motiviert bin. Ich würd' et gerne so machen, dass ich mir eine Handvoll Ziele setze und jeden Tag darauf hinarbeite. Das ganze evtl. in kleine Schritte zerlegen, dass man schneller Erfolge sieht und so weiter. Auch wenn ich das Ziel "Masterthesis" vielleicht mal hinterfrage, komm' ich immer zu demselben Schluss: JA! Aber joa... wenn dann Steffi anruft und fragt: "Hey, machst du beim Konzert mit" sind das schonmal zwei Nachmittage die man mit Proben verbringt plus die zwei Abende, die danach gerillt wird, der Konzertabend selbst plus zugehöriger Nacht, weil man nach dem Konzert länger unerwegs ist. Und schon is' der Plan tot. Für und mit jemand anderen zu arbeiten, mit einer Deadline zu arbeiten (also einer echten) is' so viel einfacher. Sich selbst zu sagen: "bis Freitag mach' ich das..." is' für mich selbst ca. so glaubwürdig, wie wenn ich euch jetzt sagen würde: "Ja, ich werd' mir Ziele setzen und täglich daran arbeiten, einen Schritt näher ranzukommen." ...das is' wohl auch das, was passiert, wenn man aufhört, sich selbst und seinen eigenen Versprechungenzu glauben, weil man sie zu oft gebrochen hat. Aber um nach genau diesem Absatz mal was Positives zu sagen: Ich werd' mir mal ein paar Ziele setzen und daran arbeiten, die zu erreichen. 🤔 Also wirklich jetzt (bin diesbezüglich gerade eh motiviert, weil's mit der Rohfassug der Thesis geklappt hat, und dass es möglich is' weiß ich noch "von früher" ... ihr wisst schon; von den "guten alten Zeiten, als ich noch viel toller war").
  13. Manchmal gibt's keine Lösung. 😉 Und es is' mit der Artikulation und Anerkennung, der Stuation als Situation getan. Oder auch nicht. Wie gesagt, ich war schlecht dauf und steh' zwar dazu, dass ich enttäuscht bin, aber es soll ja vorkommen, dass Menschen von zwei Sachen (explizit: noch keine Antwort vom Prof. und die Tatsache, dass dieses eine Mädchen nicht auf mich steht) einwenig verallgemeinern und schwarzmalen. Wir haben alle unere Baustellen und wenn sich die Arbeiten auf der Baustelle verzögern, weil der Prof. nicht anwortet, dann is' das halt nervig und wenn schon vorher einiges schief gelaufen ist - völlig unabhängig davon, wer die verantwortung trägt (in diesem Fall ja ich selbst), sieht ist die Befürchtung, dass das ganze Projekt scheitert subjektiv groß (und berechtigt). Ich denke aber, dass ich tatsächlich in dieser Situation nicht viel mehr machen kann, als abzuwarten und ihm am Wochenende nochmal zu schreiben. Seinen mailordner vollzuspammen wäre kurzfristig vielleicht sogar hilfreich, würde aber womöglich die Beziehung, die ja durchaus sehr gut ist, stören und wäre angesicht meines bisherigen Verhaltens auch nicht angebracht. Denn wie gesagt: wenn ich mir Monate und Jahre Zeit lasse, meine Arbeit zu erledigen, wäre es heuchlerisch, kmplett durchzudrehen, wenn er zu langsam dabei ist, seine Arbeit zu erledigen. Und ja, er ist zu langsam und er ist unangebracht langsam, und bei jedem anderen Studierenden wäre es eine absolute Frechheit und Zumutung. Bei mir is' es ... das auch. Aber wie man in den Wald hinein schreit, so schallt es heraus (auch wenn er keinen Schaden davon hat, wenn ich meine Thesis nicht rasch genug schreibe, umgekehrt aber schon). Angesichts dessen ... ist das, was ich tunkann höchsten "Vorbereitungsarbeit", die Lücken in der Thesis zu füllen und die Stellen zu verbessern, für die ich kein Feedback brauche. Hab' vor ein paar Wochen damit begonnen, aber das is' hinsichtlich des Fortschritts halt wahnsinnig unproduktiv. Als würde man ein Haus bauen, auf die Ziegelsteine für das erste Stockwerk warten und alles, was man derweil tun kann, ist die Geräte zu warten, sodass die Arbeit nacher besser geht der die Baustelle zu putzen, sodass die Arbeiter nachher gescheit herumgehen können. Naja, ich würd' ja gern machen. Also ... an der Thesis schreiben. Ich hab' die Sportschuhe an und warte Ungeduldig auf den Anpfiff. Manchmal ist es eben genau so, dass es einfach nur um das Reden über die Sache geht und darum mal zu fluchen. Wie gesagt, seinen Frust abzuladen ist für die Psychohygiene wichtig. Das beugt Burn Out vor. Die Fokussierung war jetzt halt auf der Thesis und das is' auch gut so. Das is' das, was mich am meistenärgert. Die anderen Sachen, dass das Mädel nicht auf mich steht: gosh! Das ärgert mich. Da gibt's aber keine Lösung. Muss man halt akzeptieren. Ärgern kann es eien trotzdem. Und wenn an eh schon dabei is', mal rauszuhauen, was einen anpisst, schmeißt man halt gerne mal den anderen Scheiß dazu. Dass ich z.B. keine Band hab' is' ein Problem, das ich in wenigen Minuten lösen kann. Ich ruf' den Typen an, mit dem ich die letzten Jahre immer wieder Musik mach' oder das Mädel, mit bei dem ich die letzten Konzerte mitgespielt hab' und sag': "Hey, ich wär' jetzt für 'ne fixe Band dabei. Gut?" Is' halt nicht ganz das, was ich gerne hätte, aber grundsätzlich eine Möglichkeit. Dass ich gerade keine Mädels am Start hab' kann ich nicht ganz so "ergebnissicher" ändern, aber ich wüsste zumindest, dass ... naja "suchen" mal ein Ansatzpunkt wäre. Hab' aber halt auch andere Sachen im Kopf und denke, dass es wichtigeres für mich und mein Leben gibt, als hier z.B. "Selbstdisziplin zu zeigen" und auch dann, wenn ich gerade keinen großen Bck auf Dating hab', meine "Skills" zu verbessern. Und worüber auch immer ich sonst noch geklagt hab' is' scheinbar so bedeutungslos, dass ich mich nicht erinnern kann und nachschauen müsste: mach' ich deshalb nicht, weil das ja auch heißt, dass es wohl wirklich nicht sonderlich wichtig ist. Achja, das Geld, joa, schon scheiße. Könnte mir in nächster Zeit mehr Dienste einteilen, aber das spießt sich halt mit der Intention, die Thesis zu schreiben ... wenn man eine Antwort kommen würde. "Nicht zu Rande kommen" und "mangelnde Ergebnisse" heißt doch dasselbe, oder nicht? Naja, wenn ich's nicht muss, dann hätten wir das geklärt. Das mit der "emotionalen Unterstützung" war 'n komisches Beispiel. Drücken wird's anders bzw. direkter aus: statt mich darum zu kümmern Muskeln aufzubauen, um im Notfall Bretter heben zu können, könnte ich auch Party machen. Macht mehr Spaß und ich denk' nicht, dass ich sonderlich viel dabei verlier' keine Menschen vor Terrorattentaten retten zu können oder beim Stranden auf einer Insel Baumstämme schleppen und Tiere jagen zu können. Und das is' ja keine Metapher von dir, sondern eigentlich ein konkreter Kritikpunkt an mir: ich soll Kraftsport machen, dass ich die "physische Verantwotung" übernehmen kann. Aber ... wir haben geklärt, dass ich das nicht tu'. Und ... ich bin schneller als du. 😛 Well, kind of disagree. Von den 7,5 Milliarden Menschen gibt es doch etwa 100, die die dafür interessieren, was ich so tu'. Wenn ich mir von allen Geld ausborg' und es nicht zurück geb', interessiert sie das, wenn ich sie zu eienr Party einlade, die ihnen gefällt, interessiert sie das, und so weiter. Jeder Mensch in meinem Leben interessiert sich "irgendwie ein bisschen" für das, was ich leiste, und das nicht nur auf einer persönlichen Ebene sondern auch auf einer unpersönlichen: wenn ich mich um einen Job bewerbe, interessieren sie die eben schon dafür, ob ich einen Abschluss habe, was für Gehaltsvorstellungen ich habe usw. Die Quantität aufzuwiegen und zu sagen: "100 Leute sind im Vergleich zu 74.999.900, die sich nicht für mich interessieren irrelevant". Für den Subjektiven Standunkt interessier' ich mich aber auch nicht für die 74.999.900 Menschen. Ich mein', ein bisschen schon. Vielleicht nicht für John Brewer aus Cleveland speziell, aber wenn das Kollektiv der USA beginnen würde, Treibhausgase in die Luft zu schleudern und so auch meine biologische wie kulturelle Umwelt zu verändern, dann interessiert mich da sehr wohl. Und bedeutungslos ist Wertschätzung eben nicht. Von einem psychischen Standpunkt aus abgesehen ist sie auch von einem zweckrationalen Standpunkt aus gesehen nicht egal. Wer wertgeschätzt wird, dem begegnet man wohlwollen. Dem borgt man Geld, wenn er es braucht, den stellt man seinen Freunden vor, mit dem geht man ins Bett, dem gibt man einen Job, eine Gehaltserhöhung oder eine Pension. Wer null Wertschätzung bekommt, bekommt all dies nicht. Vielleicht noch schlimmer: wenn ma die Person nicht als Person (oder als Mensch) wertschätzt, ihm keinen Eigenwert zuschreibt, kann man damit Gewalt legitimieren. Ich mein' ... ich bin kein Veganer oder Vegetarier. Ich liebe Fleisch und essen viel davon. Aber ich weiß schon, dass das nur funktiniert, solange wir Tieren keinen Eigenwert zuschreiben. Is' ja da gleiche mit Sklaven gewesen. Klingt ja romantisch, aber ich kann dem einfach so nicht zustimmen. Wertschätzung, die ich mir nur selbst gebe, ohne jegliche Wertschätzung von anderen ist, wäre, wenn sie denn psychisch überhaupt möglich wäre, Realitätsverleugnung. Ich sympathisiere sehr damit. Wirklich. Aber dann würde eine die Welt ja erst Recht ungerecht vorkommen. Wenn ich mich selbst für einen geilen Stecher halte, aber andere das ehm,... nicht so sehen, den Sex abbrechen und überall herumerzählen, wie scheiße ich bin, woraufhin keiner mehr in mein Bett steigt, dann hab' ich ein Problem, das meinem eigenen Selsbtbild nach so überhaupt nicht meine Schuld ist. Dieses ganze "Wertshätzung und Liebe bekommt man nur von sich selbst" is' für mich vielleicht auch einfach nur unverstädlich. Ich mein', wenn mansagt, dass eine gewisse Selbstanerkennung die notwendige Voraussetzung für die Anerkennung und Wertschätzung von außen is', würd' ich's noch verstehen (wenn auch nicht teilen), aber wie das mit dem "Wertschätzung gibt man sich selbst, dann braucht man keinen anderen" funktionieren soll, das weiß ich nicht. Also ... ich weiß auch nicht wirklich, was das überhaupt heißen soll. Naja, um zum Training zu kommen braucht man keine Selbstdisziplin. Die braucht man ja nur, wenn man "alleine" ist, und ich denk' auch nicht, dass man als Kapitän ein guter Spieler sein muss. Vom Fußball hab' ich aber auch keine Ahnung. Beim Baseball is' es der Catcher, der schonmal "von Amtswegen her" das Komando am Platz hat. Das ist so, weil er die Übersicht über das Feld hat und eben nicht mitten drinnen steht, irgendweche Bases abdecken muss oder zu irgendwelchen Bases laufen muss. Er muss halt Ahnung vom Game Calling haben, also Ahnung davon, das Kommando zu übernehmen. Ob er sonst noch ein guter Spieler is', is' halt für seine Führungsrolle sicher stützend, aber hat nichts damit zu tun, ob er das Kommando übernimmt oder nicht. Ich hab'schon öfter Catcher gesehen, die zwar einen guten Wurf haben und gut blocken, aber zu schüchtern und unsicher sind, am Platz die Plays anzusagen. Das Ding is' aber: ja, Selbstdisziplin is' sicher hilfreich für das Führen. Aber dafür, dass ich wirklich null Selbstdisziplin hab', lande ich doch hin und wieder in entsprechenden Positionen: Vereinsvorstände, bei den Spieleabenden bin ich derjenige, der die Leute an den anderen Tischen anquatscht, nicht so selten "bestimme" ich (auf scherzhaft charismatische Art: "die Julia wollte doch UNBEDINGT leiten, nicht wahr? Den ganzen Abend fragt sie schon danach!") wer Spielleiter ist (der kann dann halt nicht mitspielen), es is', wie gesagt, nicht so, als wär' ich 'ne große Führugspersönlichkeit, aber dass das überhaupt möglich ist, zeigt doch auch, dass Sebstdisziplin keine notwendigeVoraussetzung ist. Das find' ich wirklich interessant. Check ich nciht ganz. 😉 Was is' ein no-brainer?
  14. ...Entschuldigung angenommen. Dann reden wir wie normale Erwachsene (auf respektvoller Augenhöhe). Ich denk' übrigens auch nicht, dass der Ton bei so vielen anderen hilft. Nur weil jemand sagt: "Ja du hast ja Recht,ich sollte härter, konsequenter usw. sein" heißt das nicht, dass sich bei der Person etwas ändert. ...und ich denke, genau diese Einstellung ist das Problem. Denn ohne Wertschätzung fehlen Selbstwert- und Selbstwirksamkeitsgefühl. Dass ich 12 Jahre studiere und keine Resultate erzielt habe, ist mir doch selbst klar. Genauso wie die Tatsache, dass es daran liegt, dass ich in den letzten 7 Jahren wenig Mühe hineingesteckt habe und wenig konzentriert bei der Sache geblieben bin. Zu sagen: "Boa, bist du scheiße" is' nichts, was ich mir nicht selbst sagen (also ganz so schlimm is' es jetzt auch nicht, aber wie gesagt: enttäuscht bin ich schon von mir und meinem Leben). ...der Mangel an Wertschätzung st es, der junge Männer, nachdem sie fünf respektlose Körbe bekommen haben, frustrieren lässt, sodass sie keine Lust mehr darauf haben, Frauen anzusprechen. Der Mangel an Wertschätzung ist es, der das Pflegepersonal in manchen Institutionen ins Burn Out treibt, und ja ... warum nicht einmal ganz hart: der Mangel an Wertschätzung angesichts starker, strenger äußerer Kriterien ist es, der Menschen in den Selbstmord treibt. Wer nichts mehr wert ist, der ... hat natürlich auch andere Möglichkeiten, damit umzugehen. Wie gesagt, es ist nicht so, als würde ich gar nichts bekommen und wär' mein Leben lang nur getreten worden. Im Gegenteil ... in der Schule wie auch der Uni und in der Freizeit habe ich immer wirklich viel Wertschätzung bekommen. Erst als ich mich zurückgezogen habe, meine Mühen eingestellt habe, weil ich einwenig an meinem Lebensentwurf basteln wollte, meine Anwesenheit und Aktivität in diesen Räumen weniger wurde und ich weniger gute Arbeit und Erfolge gebracht habe, hat (verständlicherweise) das entsprechende Umfeld begonnen, mich weniger einzubinden, mich weniger zu beachten und mir weniger Wert zuzuschreiben. Ist verständlich, ist legitim, aber scheiße fühlt es sich halt trotzdem an, und demotivierend is' es ebenso. Vielleicht reagieren andere so, dass sie auf ein "Du bist Kacke" beweisen wollen, dass sie's nicht sind und sich dann reinhängen. Kommt mir aber auch nicht sonderlich reif vor. Ich hab' zu Beginn gar keine Anerkennung gebraucht (war ja noch voller Selbstvertrauen), dann hat mir meine zweite Freundin mal in die Eier getreten mit ihrem Hinweis, dass sie nicht mit mir zusammen sein will, weil ich faul bin und es lächerlich is', mit 27 in einem 1000 Euro Job zu stecken, der nicht zu mir passt (damals hab' ich im Hort gearbeitet), und dann hab' ich halt die Anerkennung von meinen Freunden in der Freizeit für das bekommen, was ich eben in der Freizeit leiste, und irgendwie hab' ich halt die Beziehung zur Uni und zu meinem Berufsleben verloren (einfach nimmer drum gekümmert), bis es halt wirklich auch zu einem Problem im doppelten Sinne wurde und ich begonnen habe, an meinem intellektuellen Fähigkeiten zu zweifeln. Jep, denk' ich. Eine vernünftige Gruppe nutzt die Stärken ihrer Mitglieder. Auch wenn's nicht ganz glaubhaft erscheint, ich bin nicht ganz so selten in führenden Rollen. Unter Teams von studentischen Mitarbeitern war ich in der Regel der Impulssetzer (mit wenigen Ausnahmen), ich hab' 18 Jahre lang Baseball gespielt und "Game Calling" (Catcher) war meine Stärke, ich organisier' hin und wieder Konzerte (ohne Anfrage, weil's in Fest is', das ich mir selbst zum Geburtstag schenk') und so weiter. Nicht, dass ich jetzt "der geborene Führer bin", aber ich bin im Leben kein Anhängerl (witzigerweise waren dafür meine Partnerinnen meistens eher welche, die sich an mich drangehängt haben und "mit mir mitgelebet" haben. Find' ich schade ... hätte gerne mal etwas mit einem Mädel, das gerne im Mittelpunkt ist). ...hm. Eine Frage, die sich mir angesichts dessen gerade stellt: ist Selbstdisziplin für das Führen denn wirklich so wichtig, wie oft behauptet wird? Selbstdisziplin hab' ich nämlich (offensichtlich) absolut gar keine. Also ... null. Dafür schein' ich aber doch verblüffend oft die Führung zu übernehmen, und selbst wenn es nicht "oft" ist dürfte es angesichts meiner fehlenden Selbstdisziplin eigentlich überhaupt niemals der Fall sein. Eigenartig. Also, wirklich. Ehm,... du scheinst ein echtes Trauma von diesem Attentat zu haben, hm? Die Chance, dass man darin verwickelt wird, is' extrem gering (also echt,... dass du so von Angst geleitet bist überrascht mich gerade). Aber wenn wir das Beispiel hernehmen, wär' mein Deal wohl der, dass ich schau' ob jemand helfen kann, diese Bretter hochzuheben. Wenn keiner da is' ... blöd gelaufen. Aber ich bereite mich doch lieber darauf vor (sofern man sich darauf vorbereiten kann) meiner Freundin beizustehen, wenn sie ihren Job verliert und ihr trotzdem ein Gefühl der Wertschätzung zu geben. Halt' ich für weitaus realistischer als das Szenario mit den Brettern. Die meisten Leute sterben sowieso an Krebs, am Alter oder an Krankheiten. Physische Gewalt kommt zumindest in meiner Welt ... eigentlich gar nicht vor. Wobei ... einmal in den letzten Jahren hab' ich mich schon komisch und unsicher in Bezug auf meine Körperlichkeit gefühlt. Ich war mit einem Mädel bei einem Konzert. Da kam so ein betrunkener Riese daher und hat seinen Arm um sie gelegt. Ich weiß nimmer, ob sie die Hand erst weg gegeben hat und er sie nochmal um sie gelegt hat, oder ob die gleich keine Reaktion gezeigt hat. Ich hab' jedenfalls nicht ganz gewusst, was sie davon hält, hab' seine Hand (von hinten, da hat sie nicht gesehen) wegtun wollen, aber joa, der Typ hatte halt geschätzte 100 Kilo, war 'nen Kopf größer, fett. Hat aber ansonsten irgendwie "harmlos" gewirkt. Hab' mch dann vor die beiden gestellt un sie mal gefragt, ob ich ihr helfen soll. Keine Ahnung mehr, wie's genau war, aber der Typ is' dann betrunken auf mich zugetorkelt und meinte sowas wie: "You have to do it! I can't do it! I try, but I can't do it. You have to do it! Do it!". However ... ich hab' so absolut keinen Beschützerinstinkt). Hab' ihn auch nie gebraucht ... nichtmal in diesem Fall. Ich seh's auch nicht als meine "Aufgabe". Also in keinerlei Hinsicht. Ich nehm' auch keinem Menschen das Glas weg und sag' "du hast genug getrunken". Also, so genau kann ich's eigentlich gar nicht sagen. Ich war noch nie wirklich in Gefahr oder mit Begleitung in einer gefährlichen Situation. Von daher,... joa. Die Mädels, die einen Beschützer wollen, werden wohl so oder nicht bei mir landen. Damit kann ich leben. Dafür bevormunde ich halt auch niemanden. Wär' wohl 'ne gewagte Wette für mich, nicht wahr? Ich würd' sie trotzdem annehmen. Ich hatte übrigens noch keinen Bänderriss. -------------------------------------------------------------- However. Hm,... werd' am demnächst wohl nochmal 'ne mail schrieben müssen. Die Sektretärin is' passenderweise gerade eben in Pension gegangen, die kann mir also auch nicht sagen, was mit ihm los is'.
  15. Menschen, die Perspektiven finden, ihre Probleme zu bewältigen, ohne dass sie in den Modus des Selbsthass verfallen. Es hat einen Grund, weshalb Helfende Beziehungen (Pädagogische Beziehugnen, Therapie, Coaching...) nicht darach charakterisiert sind, dass Ratsuchende vorgehalten bekommt, was er falsch macht. 😉 Ich bin übrigens kein Reformpädagoge (kein Anhänger von Waldorf, Montesori, Peter Petersen, Hartmuth von Hentig). Mal als These in den Raum gestellt: ich weiß besser, was da rauskommt, als du. Immerhin hab' ich Pädagogik studiert. Und das lange. 😉 Btw. halte ich mich für einen der kritischsten User hier. Gerade deshalb, weil ich den harten Ton und die Vorstellungen und Annahmen, die hier vertreten werden, hinterfrage: sowohl intellektuell als auch performativ. Ich halte Kritik sowohl subversive Kritik (gegen das System gerichtete Kritik) für wichtig, ebenso wie intergrative Kritik (Imperative n einer Gesellschaft, die an das Individuum gerichtet sind. In deiner Metapher von der gestrandeten Insel die Aufforderung zu arbeiten). Berwertungen sind aber erstmal keine Kritik und zweitens halte ich Kritik in Helfenden Beziehungen nicht für das erste, was man jemadem an den Kopf schmeißen sollte. Kann man anders sehen, tu' ich aber nicht. Und naja, ich sag' das nicht nur nach Gefühl oder auf der Basis von fiktionalen Filmen wie "Fack ju Göte", sonder auf Basis von ... Expertise? Auf Basis von (richtig gerechnet) 12 Jahren Pädagogikstudium und unter Verweis auf wissenschaftliche Literatur. Ich weiß schon, dass hier viele von Jordan Peterson begeistert sind. Mit Psychologie hab ich nicht viel zu tun, aber ich denke nicht, dass der unter echten Psychologen so ein hohes Ansehen genießt. Aber selbst wenn er als seriös angesehen wird, is' er nicht der Weisheit letzter Schluss und der Heilsbringer, als der er in einem Forum, in dem ohnehin schon das Ideal vom Alphamännchen propagiert wird, gerne dargeselt wird. Er passt einfach gut in das Bild rein, das Pick Up von der Gesellschaft zeichnet. Von diesem Bias bei der Suche nach Expertise sind wir natürlich alle etws betroffen. 😉 ...weiß nicht. Warst du auf der Uni? Naja, wir sind keine Menschen, die in auf einer Insel gestrandet sind und unsere Gesellschaft etwas komplexer geworden ist. Baumstämme tragen zu können ist die meisten Berufen nicht mehr wirklich der Relevante Faktor ist. Aber um in der Metapher zu bleiben, wär' ich wohl der, der sich überlegt, wie man eine gute Falle baut, anstatt blindlingst voller Alphaness mt einem Speer in den Wald rennt und versuch, da nächstbeste Tier zu killen. Ich wär' der, der sich überegt, wie man ein Haus geschickt baut (wollte als Kind Architekt werden und war mit 15 in der HTL (höhere Technische Lehranstalt) für Hochbau, Tiefbau und Bauwirtschaft; aber ja ... nach zwei Jahren hab' ich abgebrochen). Manchmal ist es wichtig, Inne zu halten und nachzudenken. Die Mathematik und der Ackerbau wurde nicht von Männern erfunden, die nur innerhalb des Herkömmlichen denken und Leben (und darin produktiv sind). Naja, korrektist, dass ich genau deshalb verärgert bin. Du bringst hier einen Imperativ, der von einem Ideal kommt, das ich kritisere und das - wenn ich jetzt mal so direkt sein darf - ziemlich flach und hirnlos ist. Und wie gesagt: im Sprint, egal auf welche Distanz (60 Meter, 100 Meter, 200 Meter), schlag' ich dich. Bin zwar eingerostet, weil ich vor drei Jahren aufgehört hab' überhaupt sport zu machen und mittweile 33 bin, aber ohne dich zu kennen würd' ich 'nen Fünfer wetten, dass du nicht so flott bist, wie du denkst. 😛 Junge (oder viel besser: junger Mann) weißt du, du denkst nicht besonders differenziert und nicht besonders tief. Mal ehrlich, in jeder Geisteswissenschaft würdest du untergehen. Während der klassische Student hermeneutisch versucht, alle Faktoren zu bedenken, die zur Sinnerschließung beitragen könnten und daran arbeitet, Begriffe zu schärfen, würdest du banal das erste rausschreien, was dir einfällt, bei der oberflächlichsten Interpretation bleiben und am Ende des Seminars einen Dreier bekommen (was so viel heißt wie "Nicht genügend, aber ich bin zu feig, dir das zu sagen" 🤣). Außerdem mein Lieber, kann ich mir nicht vorstellen, dass du gut tanzen oder gar Musik machen kannst, obwohl das doch zum kulturellen Dasein gehört. Dir fehlt die Lockerheit und die Fähigkeit, einmal Umwege zu gehen, d.h. die Fähigkeit zur Improvisation. Vielleicht könntest du zwar lernen, das Grundthema eines Songs zu spielen oder den Grundschritt eines Tanzes zu führen, aber das ist einfach nicht genug. Es fehlt die Kreativität. Und das zieht sich durch deine Posting durch. Du bist nicht schlecht darin, die Pick Up Ideologie, ihre Werte, repetitiv zu wiederholen. Auch den Duktus kannst du gut reproduzieren (wohl weil du Selbstdiszipliniert bist und einen harten, direkten Ton gewöhnt zu seinscheinst). Aber einfach nachzuplappern, was in LdS und im "Ihr seid alle Pussys"-Artikel der Schatztruhe steht ist ganz offensichtlich - wie man an mir siehst - nicht genug, um produktive Persönlichkeitsenwicklung anzustoßen. Und wenn du das gar nicht willst, was ist dann der Sinn deiner Posts bzw. deines allgemeinen Postingverhaltens? Ich meine, du trägst in den Diskussionen nicht wirklich etwas bei. Dass du Likes bekommst, zeigt bloß, dass du Massenkonform postest. Das bringt weder dich noch das Forum weiter. ...ich werte dich natürlich nicht ab, Junge. Ich sage dir nur dass es eben nicht genug ist. Aber guti, du hast hier ja nicht um Rat gefragt, sondern ich bin's der hier gejammert hat. Du könntest aber trotzdem daran arbeiten, mal nicht die ersten fünf Sätze hinzuschreiben, die dir einfallen. Und btw. Kleiner: komm mir nicht mir "Junge". Du bist derjenige, der mal erwachsen werden sollte, d.h. aufhören sollte diesen "starken Führern" nachzulaufen anfangen, selbst zu denken, selbst zu sein und sich von seinem Vater zu lösen. Die meisten erkennen spätstens mit 10 herum, dass ihre Eltern nicht perfekt sind und lösen sich in der Pubertät von den Eltern ab. "Mein Papa hat gesagt" und "Mein Papa findet" und "mein Papa is' viel besser als du und dein Papa" is' nicht das, was man von einem erwachsenen Mann erwartet.