selfrevolution

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Blogkommentare erstellt von selfrevolution


  1. vor 12 Stunden, bluescorpio schrieb:

    Wie ging es dann mit euch weiter?

    ...das Mädchen war sehr unerfahren (aber keine Jungfrau). Wir hatten dann eine Freunschaft Plus, wobei sie schon hin und wieder angemerkt/angedeutet hat, dass es ihr lieber wäre, wenn das etwas festeres wäre. Schätze wir haben uns im Schnitt einmal die Woche gesehen, hatten aber auch nicht immer Sex. Ich war immer wiedr mal weg, sie war auch immer wieder mal weg. Lief also an sich gemütlich dahin. Das lief etwa neun Monate, dann is' sie in die Pampa gezogen (hat dort ihren Turnusdienst begonnen). Seit dem sehen wir uns halt vielleicht alle drei, Monate mal auf ein Eis oder so. Im August hatten wir wieder was und sie meinte, wir sollten uns wieder öfter sehen. Vor ein paar Tagen war sie da, aber ... es gibt da seit kurzem ein Mädel, das sich wohl betrogen gefühlt hätte (On-Off-Drama 🤣). Darum wurde es halt wieder nur ein Tee.

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  2. vor 12 Stunden, bluescorpio schrieb:

    Wie wär's denn mit Visitenkarte oder Zettelchen mit Kontaktdaten zustecken? Oder auf dem Handy etwas tippen und dem Gegenüber zum Lesen hinhalten, mit den Worten "entschuldige, da ist eine Nachricht für dich oben" - und vielleicht antwortet dir dann die Person mit ihrem Handy und ihr chattet, anstatt euch vor allen zu unterhalten - is mal was anderes. ;-) Kreativität ist gefragt.

    Ich hab' letztes Jahr in der Karaokebar, wo's sau laut war, meinen Blockraus geholt und mal "Hallo" drauf gekritzelt und den einem Mädel gegeben. Es war viel angenehmer für den Hals. War allerdings auf 'nem Karaokeabend, also war sie 'ne Freundin einer Freundin einer Freundin und wir sind eh schon so zusammen gesessen. Fanden die Leute etwas komisch, aber geklappt hat's. 😉

     

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  3. Hm,... einem Mädel zu vermitteln, dass ich mehr will als nur vögeln, das is' kein Problem bei mir. Im Gegenteil,... selbst wenn ich nur Sex will, schaut's eigentlich immer aus, als wär' ich verliebt und wollte eine Beziehung. Ich war seit Mitte 2005 bisher insgesamt etwas mehr als eineinhalb Jahre Single und die Beziehugnen haben doch 'ne Weile gehalten (7 Jahre,1 Jahr, 4 1/2 Jahre). Viel eher is' es das hier, was mich nervt:

    vor 49 Minuten, botte schrieb:

    Du steckst mit nem Mädel im Arm unter einer Decke, ihr schaut in den Regen hinaus und da passiert dann - nichts? Hast Du denn was versucht? A little less conversation, a little more action baby.

    Oh ja,... das hast du so völlig Recht. Ich hab' nichts versucht. Wir waren unterweg zu ihrem Auto (kein Regen schauen) und ob's in dem Fall wirklich richtig gewesen wär' ... wahrscheinlich eh nicht. Aber trotzdem. Einfach um's mir nochmal auf der Zunge zerehen zu lassen:

    vor 52 Minuten, botte schrieb:

    Du steckst mit nem Mädel im Arm unter einer Decke, ihr schaut in den Regen hinaus und da passiert dann - nichts?

     


  4. Mit "dem anderen" war in meinem Zitat ich selbst gemeint. 😉 Also "der Andere", dessen Meinung erst genmmen werden soll, den man nicht kleinredet, zu dem man höflich aber ehrlich ist, den man nicht verletzt und dem man seine Würde zugesagt: damit hab' ich mich selbst gemeint.

    Ich bin mir übrigens echt nicht so sicher, ob man Respekt vor sich selbst haben muss, um vor anderen Respekt haben zu können. Das is' so ein Spruch, so ein Zeug, das ma halt stänig sagt, aber mir fehlt ehrlich gesagt die Basis, auf der man das sagt. Der Begriff "Respekt" muss irgendeinen Inhalt haben, um nicht als Leerformel dazustehen. Ihn mit Inhalt zu füllen, das hab' ich versucht. Und ich dek', theoretisch könnte ich all das auch anderen gegenüber aufbrignen, ohne es mir selbst gegenüber aufzubringen.

    Wär' natürlich nicht wünschenswert, sich sebst gegenüber respektlos zu verhalten. Aber es wäre möglich, ohne dem Verhaten anderen gegenüber zu Widersprechen.


  5. Schönes Zitat. Aber verwirrend:

    1) Stolz ist die von innen ausgehende Hochschätzung seiner selbst.

    2) Hochschätzung der eigenen Person ist Respekt vor sich selbst.

    Ergo: Stolz ist der von Innen ausgehende Respekt vor sich selbst. So, jetzt hab' ich's, merci. Jetzt muss ich noch überlegen, was ich (inhaltlich) als Respekt bezeichnen würde. Die Meinung des anderen ernst nehmen. Ihn nicht kleinzureden. Höflich zu ihm zu sein. Ihn nicht zu verletzen. Ihm seine Würde zuzugrestehen. Hm... check. Ehrlichkeit is' dennoch wichtig.

    Danke dir für das Zitat; find' ich gut.


  6. Warnung: Ich komm' da komplett vom Thema ab und so weiter, aber hey: ich darf das. Einfach weil's auch mein blog is'; da muss ich nciht "beim Thema bleiben". aber irgendwie is' doch imemr so eine gewisse Relation da; also .. .vielleicht bin ich mehr beim Thema als man denkt.

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    Hey… also deterministisch seh' ich die Welt nicht. Im Gegenteil: ich lande immer wieder in Diskussionen mit Vertretern eines streng deterministischen Welbildes, die außerdem (ihrer) Außenperspektive auf das Subjekt einen erkenntnistheoretischen Sonderstatus zuschrieben, also quasi so tun, als wären sie selbst "ortlose" Beobachter oder als gäbe es überhaupt einen Ort der Beobachtung, der außerhalb aller Orte ist (Gott-Perspektive). Das setzt aber die Außenpespektive vor die Innenperspektive; und mir fällt letztlich kein erkenntnistheoretisch überzeugender Grund dafür ein, dass die Gott-Perspektive die ja unmöglich ist, aber von der diese Vertreter ausgehen) … besser, legitimer ist, als die Perspektive des Subjekts selbst:
    Einwenig anders beschrieben: Wenn Person A "allwissend" über die Gegenwart ist (d.h. alle Nuturgesetze kennt und die das Universum empirisch vollständig erfasst hat), dann könnte sie, so die Annahme der Vertreter eines deterministischen Weltbildes, vorhersehen, was Person B tut. Damit würde Person B für sie zum "Objekt" werden, oder (wohl eher noch zum Film, wenn Person A davon ausgeht, dass sie selbst Objekt ist, was Vertreter dieser Form des Determinsmus ja tun). Person A kann also sagen: "Person B hat keinen freien Willen, weil alles, was sie tut und entscheidet, vorherbestimmt und vorhersehbar ist". Angenommen, es wäre eben tatsächlich alles vorhersehbar; würde das dennoch nciht den "(Freien (?)) Willen" negieren. Was ist der Unterschied zwischen "Willen" und "Freiem Willen"? Aus der Perspektive von Person B, der Innenperspektive (selbst wenn diese Selbst Vertreterin des Determinismus ist), kann sie ihr Ich und die Tatsäche, dass die Entscheidungen trifft, nicht negieren. Dass die Entscheidungen vorhersehbar sind und meinetwegen physikalische, psychologisch etc. determiniert sind, ändert nicht an der Tatsache, dass es sich um Entscheidungen handelt.

    …lange Rede, kurzer Sinn, oder gar kein Sinn und langweiliges (und angeberisches) Gebrabbel: ich glaube nicht einmal, dass alles vorherbestimmt ist, und es ist letztlich auch irrelevant für mich. Ich argumentiere (bzw. postuliere, behaupte) auf einer viel pragmatischeren Ebene, dass wir den Einfluss unserer Entscheidungen auf unser Leben überschätzen.

    …man gerät zufällig an die falschen Leute. Meine Freundin spielt 'ne große Rolle in meinem Leben. Ich hab' sie in 'ner Bar kennengelernt. Was hab' ich getan, um sie kennenzulernen? Ich hatte lange Haare, das war's. Sie hat mich angesprochen und ich hab's nicht verkackt. Ende.

    …was hab' ich getan, dass mir meine Schwester Geld borgt, wenn ich welches brauche? Naja, ich bin ihr Bruder. und kein totaler Vollidiot. Wenn ich genau dergleiche wäre, der ich jetzt bin, wir aber keine Geschwister wären, würde sie mir nichts borgen, da bi nich mir sicher.

    …wie bin ich in der Arbeit mit Behinderten Menschen gelandet? Ich war zu faul, mir einen Job zu suchen und hab' einfach bei der Numer angerufen, die mir 'ne Studienkollegin gegeben hat. Das war übrigens auch bei meinem Job im Hort so; 'ne Freundin gibt mir 'ne Nummer und sagt: Da meld' dich.

    …klar bin ich "selbst Schuld", dass mein Leben so passiv läuft; aber es läuft ja nicht schlecht. Ich find# meinen Job schon okay und hab' mich über den Job im Hort gefreut. Aber das is' alles nicht wirklich durch meine "Entscheidungen" zustandegekommen. Hät' sie mir die Nummer von einer Hotelrezeption gegeben, weil ich ja eh so ein Nachtmensch bin, dann hät' ich dort auch angerufen. Mein Leben wäre drastisch anders verlaufen, ich wär' wahrscheinlich nicht in der Arbeit mit Behinderten gelandet, hätte gewisser Erfahrungen nicht gemacht, andere hingegen schon, etc. und das alles nur, weil meine studienkollegin halt nicht im Hotel, sondern im Hort gearbeitet hat.

    …und warum hatte ich lange Haare (der Grund, aus dem meine Freundin mich damals angegraben hat)? Weil ich irgendwann am Teenager zu faul und zu geizig zum Haareschneiden lassen war, ein Kumpel, den ich letztlich im Diablo 2 Battlenet kennengelernt hab', meine Haare toll fand, weil er ein Metalhead war, und … dann war ich halt der Typ mit den tollen Haaren; und meine erste Freundin hat halt auch lange Haare gemocht. Irgendwie hab' ich mich dran gewöhnt. Keine Entscheidung im eigentlichen Sinne, und doch relevant für mein Leben.

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    Wenn Jung und Mädels mit 13 in Cliquen kommen, dann is' es oft so, dass ähnliche Leute in ähnlichen Gruppen zusammenkommen; u.a. schon, weil sie in unterschiedlichen Schulen sind. Das Kind eines Top-Managers und einer Chefärztin geht nicht auf die gleiche Schule wie das Kind einer arbeitslosen Deutschen, die mal mit einem syrischen Asylanten zusammen war, jetzt aber Alleinerzieherin is'. Meine These geht in die andere Richtung: dass Menschen, die Reiche Menschen im Umfeld und im Freundeskreis haben, öfter selbst reich werden, liegt daran, dass sie eigentlich schon im Vorhinein eher reich waren, und deswegen erst in den Bekanntenkreis gekommen sind. Und wenn die nicht vorher schon reich waren, dann waren's die Kontakte zu den Reichen, deren Unterstützung etc., die relevanter fürihren Erfolg waren, als irgendwie Verhaltensweisen, die sie sich abgeschaut haben. Nicht, dass letzteres nicht grundsätzlich vorkommen kann … aber es spielt eine eher geringe Rolle. Vor allem, wenn's um Geld geht.

    Anders is' es wohl bei Bildungsinstitutionen, Gruppe usw. (also "Reichtum" is' für mich da eher die Ausnahme). Ich glaub', wenn jemand Methematik studiert, wird er anders, als wenn er Soziologie studiert. Ich hab' mit Pädagogik begonnen, war begeistert, und deke jetzt "wie ein Pädagoge". Hät' ich Mathematik studiert, dann würd' ich anders denken.
    Das sind jetzt alles nur Annahmen, dafür hab' ich keine (wissenschaftlichen) empirischen Hinweise.
    …gleiches Gilt wohl für "Konzertgeher", "erfahrene Clubber", "Fitnessjunkies" etc.

    Dieses Credo "Schau dir die 5 Menschen in deinem Umfeld an, mit denen du am meisten Zeit verbringst. Du bist der Durchschnitt davon." … das funktioniert wahrscheinlich ganz gut. Aber ich glaub' nicht, dass du das so leicht ändern kannst, indem du halt andere Leute kennenlernst. Es hat schon einen Grund, dass man gerade diese Leute kennengelernt hat.

    …ich lern' einfach keine wirklich dummen Menschen kennen. Sorry, kommt einfach nicht vor; is' keine Abneigung von mir, glaub' ich, das … passiert einfach so.
    Ich könnte jetzt krampfhaft versuchen, "Manager" kennenzulernen, in einer Versicheurng anfangen und mich dort an die großen Ranmachen; der Erfolg davon wäre wahrscheinlich sehr gering. Die würden erkennen, dass ich "nicht dazu gehör'", dass das wohl Arschkriecherei is', dass ich mich da in einen Kreis hineinschwindeln will, weil ich nahe der (unterstellten) Sonne sein will, und am Ende des Tagen würd' ich ach der Arbeit heim gehen, mich bei irgendeiner Bekannten auskotzen und danach mit 'nem Kumpel auf ein Konzert gehen.

    …ich sag' nicht, dass das gar nicht funktioniert, aber das bruacht extrem viel Zeit. Und ich würde v.a. dieses Management-Geschwafel, das Erfolgsgerede und das, was Reiche Leute von sich geben, nicht sonderlich ernst nehmen. Is' ein etwas konstruiertes Beispiel, aber wenn eine Person durch russisches Roulette 'ne Million Euro gewinnt, und eine andere Person 20 Jahre lang dafür arbeitet, dann haben am Schluss beide 'ne Million, beide sind reich und beide können irgendwelchen Mist erzählen; nur weil einer von beiden Erfolg beim russischen Roulett hatte, würd' ich nicht sagen, dass er Ahnung hat.

    …und wenn wir mal die Konstruktion des Beispiels wegnehmen, kannst du das Russische Roulett durch einen extrem riskanten Hedgefond ersetzen, der halt zufällig Erfolg hatte; durch die Investition in DIE EINE Aktie, von der die Person "von Anfang an gewusst hat, dass sie Erfolg haben wird" (das is' etwa so ernst zu nehemn, wie den Lottogewinner, der "diesmal ein total gutes Gefühl" hatte und "irgendwie wusste, dass er diesmal gewinnt"). Du kannst auch durchaus vernünftigere Sachen dazuschmeißen: es gibtin diesen Multi Level Marketing Vermögensberatungen durchaus Leute, die zu Kohle gekommen sind. Die sind halt rechtzeitig auf den Zug aufgesprungen; ja das war 'ne Entscheidung. Der Zug hätte genausogut einfahren können. Dass gerade dieser Zug angekommen is', is' vielleicht kein "Zufall", vielleicht war's schon irgendwie naheliegend; aber nur weil jemand einmal (oder auch zweimal) den richtigen Zug erwischt hat, heißt das nicht, dass er Ahnung von irgendwas hat.

    …bin mir gerade nimmer sicher, wie das Beispiel ging, hab's in einem Buch gelesen. Ah… ich versuch's mal zu rekonstruieren:

    Stell dir vor, es gibt einen Haufen Aktien von Firmen, deren Entwicklung unvorhersehbar ist. Und dann reduzieren wir das auf einen Kopf- oder Zahl- Wurf.
    Puh… sorry, is' schwer zu rekonstruieren,…

    Ich hab' eine Grundmenge von 1 000 000 Menschen, ja? Jetzt schick' ich an 500 000 Menschen davon eine Mail aus, dass ich das vorhersehen kann: und es wird Kopf rauskommen. An 500 000 Menschen schick' ich eine Mail, dass Zahl rauskommt.
    Nachdem es Kopf wird, schick' schreib' ich die 500 000 Leute, denen ich "Kopf" Geschrieben hab', nochmal an: der Hälfte schreib' ich "Kopf", der anderen schreib' ich "Zahl". Ich bin spezialist, und sie mögen mir doch Vertrauen, mir für meine Tipps Geld schicken, bla, bla, bla.

    …das ganze mach' ich mehrmals. Für 250 000 Menschen bin ich dann dreimal richtig gelegen, für 125 000 viermal, für 62 500 fünfmal, für 31 250 Menschen sechsmal, für 15000 (vereinfacht) Menschen sieben mal, für 7500 Menschen acht mal, für 3750 Menschen neunmal, für  grob 1600 zehn mal; und wenn mir dann irgendwan mal die Leute glauben (hey, ich bin zehn mal richtig gelegen), dann schicken sie mir ja vielleicht doch mal Geld. Ich glaub', es gibt eine Betrügermasche, die so in etwas abläuft.
    …nur weil einer 10 mal hintereinander beim Kopf oder Zahl gewonnen hat, würd' ich dem keinen Cent für seinen Ratschlag geben. (Oder … realistischerweise würd' ich's vielleicht doch, weil ich auf die Masche reinfall'. Nicht bei Kopf oder Zahl, aber bei irgendwelchen anderen, komplexeren Sachen vielleicht schon; Wetttipps beim Fußball oder sowas).

    Ehm,… think about it. Und geh' mal über den Friedhof der guten Ideen (jetzt fällt mir auch das Buch wieder ein bzw. jetzt hab' ich's gefudnen: Rolf Dobelli (2014): "die Kunst des Klaren Denkens". Is' auch ziemlich banal und eifnach zu lesen; man kann theoretisch über mehrere Sachen gern diskutieren, aber so als "Sammlung" is' es schon nett). …am Friedhof der guten Ideen, am Friedhof der talentierten Musiker etc. sind haufenweise Leute, die's nicht geschafft haben, obwohl die Ideen super waren, die Leute Engagiert etc.; einfach weil … Schinken. Im Nachhinein kann man leicht mal sagen: "War doch klar, dass…", aber wenn man sich mal in so einen Blödsinn wie Schädelvermessung einließt und versucht, die Logik nachzuvollziehen, wer weiß, wie blöd die Idee dann wirklich is'.
    Don't get me wrong: ich bin kein Vertreter der Schädelvermessung und just 4 Info: soweit ich weiß, war die Schädelvermessung auch von Anfang an schon stark umstritten; aber mir fällt bis heute nicht wirklich ein Argument ein, warum die nicht funktionieren sollte; also: warum sollte Schädelvermessung unwissenschaftlicher sein, als bunte Bilder von der Gehirnaktivität verschiedener Areale? Weil die Persönlichkeit bzw. das Denken im Hirn und nicht im Kopf passiert? Ist es so unrealistisch, dass Menschen mit - was weiß ich - einer flachen Stirn eher zu Kriminalität neigen; während es realistis ist, zu sagen, dass Menschen mit einer überaktiven Hypophysendrüse leicher jemandem vertrauen? Joa, vielleicht is' die empirische Basis der Neurologie vorhanden und die Schädelvermessung war "frei erfunden". Aber so von der Idee her würd' ich persönlich auch im Nachhinein nicht sagen können: "War doch völlig klar, dass das scheitern muss. Wer kommt schon auf die blöde Idee von Schläfenfalten auf den Charakter zu schließen?"


  7. Der fade Beigeschmack des zufälligen Erfolgs und das Gefühl, diesen nicht verdient zu haben; eine wirklich treffende Beschreibung dessen, was ohne den Glauben an die Selbstwirksamkeit wahrscheinlich überbleibt. Ich erinner' mich an ein paar interessant Momente meines Lebens, auf die ich richtig stolz war, obwohl sie keine so große Sache waren:

    In meinem vierten Semester hatte ich eine schwere Prüfung vor mir, bei der es mir wichtig war, sie mit "Sehr gut" abzuschließen, weil ich gleichzeitig als tutor für die Professorin gearbeitet habe (und es auch weiterhin tun wollte). Ich hab' mich damals an eine Lektion erinnert, den ich unten beschrieben werde. Jedenfalls habe ich auf ein Sehr Gut hingearbeitet und es erreicht.

    In meinem ersten Semester im Master hatte ich fünf Lehrveranstaltungen, von denen vier quasi mein Spezialgebiet waren und bei der fünften habe ich eine Einladung für eine Publikation bekommen (klingt viel toller als es war; daraus wurde eine Rezension, für die ich ewig gebraucht habe, und die ich irgendwie schlecht fand). Darum hatte ich vor, das Semester mit fünf Sehr gut abzuschließen, und hab's auch getan. Auch hier habe ich mich an diese Lektion erinnert.

    Beide Erfolge waren weitaus befriedigender als alle "Sehr Gut", die ich sonst so bekommen habe. Es waren Bestätigungen der Selbstwirksamkeit; es waren keine zufälligen Erfolge.
    Die Lektion, die damit in Verbindung steht, is' nochmal ein ordentliches Stück älter. Ich hab' damals (neben der Schule) in einer Multi-Level-Marketing (="Schnellballsystem") Vermögensberatung gearbeitet. Grundsätzlich 'ne ziemliche Abzocke und so weiter, aber ich war trotz komplett ausbleibendem Erfolg länger dabei als andere; und ich habe damals viel gelernt, das ich für die nächsten Jahr gut gebraucht habe. Sachen, die ich heute "verloren" (nicht vergessen) habe. Inbesondere eine Lektion:
    Der Büroleiter wollte jeden Monat einen Monatsplan, in den wir reinschrieben sollten, wie viel wir vorhaben, diesen Monat zu verkaufen, sodass man am Ende das Ziel mit dem Erfolg vergleichen konnte, das selbst gesetzte Sol mit dem Ist. Das is' mir ziemlich am Geist gegangen und war viel von diesem blödsinnigen, hochtrabenden Erfolgsgerede. Im Zuge dessen hat sich ein Gespräch mit … sagen wir mal hochtrabend "meinem Mentor" ein Gespräch ergeben, in dem es um Lebensziele und Träume ging. Die Frage war, wie viel ich eigentlich gerne verdienen würde; so irgendwann mal. Ich meinte scherzhaft: "Naja wollen; ich würd' gern 'ne Million im Monat verdienen."
    Die interessante Frage, die dieser Mentor dann gestellt hat (relativ alter Kerl, schon über 50, was für die Firma und die Branche unüblich war; und er war selbst erst wenige Jahre drin), war: "Willst du das wirklich?". Im Grunde ging es letztlich darum: wenn man eine Million verdienen will, muss man auch für eine Million arbeiten. Damals hab' ich noch nicht über den Begriff der Selbstwirksamkeit nachgedacht. Aber die Frage hat mir zu denken gegeben: will ich das wirklich? Wenn ich es geschenkt bekomme, nehme ich es mit Handkuss, aber ist das mein Ziel (klar war es das nciht, weil das nur ein Scherz war)? Mir ist dann die Differenz zwischen "Wollen" und … "Wünschen" klargeworden bzw. hab' ich sie für mich eingeführt.

    Das Sehr Gut auf die Prüfung und auf die fünf Seminare, die ich vorher angesprochen habe, das war etwas, das ich wollte, und für das zu arbeiten ich bereit war. Ich wollte eine Zeit lang auch den Notenschnitt von 1,0 halten, aber ich habe dann doch irgendwo einen Zweier hingenommen, um mir einfach nur eine Seminararbeit zu ersparen, hab' Zeug schleifen lassen, weil meine Aufmerksamkeit dann doch wo anders lag; mein ganzes Leben hat sich dann einfach verändert. Ich war nicht mehr bereit, für 1,0 zu arbeiten. Und das war okay, und das ist okay.
    Es ist sogar gut, dass ich nicht mehr bereit dafür war, weil ich etwas anderes wollte: das Leben geniesen und mir ein Privatleben aufbauen. Hm,… ich glaub', für mein verkacktes Privatleben hab' ich in der Tat wem anderen die Schuld gegeben (Ex-Freundin, 7 Jahre Beziehung); und von dieser Bindung wollte ich mich lösen (und hab's gemacht).

    Hm,… und vorlauter Spaß haben, Spaß suchen, kompromisse Schließen und so weiter hab' ich mich dann wohl verloren und den Glauben an (meine) Selbstwirksamkeit ein Stück weit verloren. Und auch die Selbstwirksamkeit von anderen. Ich glaube, dass ich damit ein Stück weit Recht habe. Nicht immer kommt man dort an, wo man hin will, selbst wenn man bereit ist, dafür zu arbeiten. Manchmal ändert sich auch das Ziel. Und manchmal, gerade wenn andere Subjekte beteiligt sind, ist man mit dem Willen und dem Wollen von anderen konfrontiert; gerade im Zwischen menschlichen kann man "zu viel" oder "zu sehr" wollen. Das weiß wohl jeder, der sich mal zum Affen gemacht hat, weil er verknallt war. Vielleicht war's auch diese Erkenntnis, die den Glauben an die Selbstwirksamkeit relativiert. Sicher ist, dass mit jedem Scheitern das Glauben schwieriger wird.

    Das klingt jetzt so traurig, is' es aber irgendwie gar nicht. Ich bin weder 'n depressiver Mensch noch bin ich gerade "schelcht drauf". Im Gegenteil: ich bin gerade sogar irgendwie gut drauf, weil ich mich an diese zwei Momente erinnere, in denen mein Handeln und mein Wollen so sehr ineinander aufgegangen ist, dass es Eins wurde, dass das Scheitern fast schon zur Unmöglichkeit wurde: so als würde ich sagen "ich will auf's Klo gehen". Klar kann ich auf dem Weg hinfallen, einen Schlaganfall bekommen und was weiß ich, aber ehrlich gesagt: wenn ich sage, dass ich jetzt auf's Klo gehe, dann werde ich damit Erfolg haben.
    Fühlt sich gut an, sich daran zu erinnern. Ob ich aus dieser sehr schönen Erinnerung Konsequenzen für mich ziehe, weiß ich nicht. Ich denke immer, dass ich meinen Master abschließen will - und zwar sehr gut. Das heißt: ich dneke immer, dass ich bereit bin, dafür zu arbeiten. Aber jetzt, in diesem Moment weiß ich das nicht genau, und zwar weiß ich es deshalb nicht, weil ich anhand meines Handelns sehe, dass ich lieber Posting im Forum hier schreibe, dass ich lieber eine Runde Schach spiele etc., als an meiner Abreit zu schreiben.

    …das Leben ist kompliziert. Hm. Ich danke dir für deinen Kommentar, den fand ich echt inspirierend.

     

    btw.: Was ich von Vera Birkenbiehl bisher gehört hab', sind v.a. so kleine Tipps. Coole Sache, weil es einfach zu verstehen und einfach umzusetzen is'. Macht sich sicher in so Softskill-Seminaren ganz gut, und auch im Alltag is' das sicher nett. Unabhängig von der wissenschaftlichen Richtigkeit (die kann ich nicht beurteilen, komm' aus der Pädagogik, sie macht mehr Psychologie) würd' ich daraus halt leider nicht so viel hinsichtlich der Frage, wie Lernen funktioniert oder was Lernen ist ableiten können.


  8. …warum sollte mein Umfeld an mich glauben? Naja, völlig richtig: warum sollte es? Ich meine: natürlich ist es für das eigene Leben wichtig, dass andere an einen glauben, und wohl noch wichtiger, dass man selbst an sich und seine Selbstwirksamkeit glaubt. Aber so wirklich berechtigt, in sachlicher Hinsicht, finde ich diesen Glauben nicht. Also zumindest nur begrenzt: wenn jemand ein Schach-Elo von 2700 hat, dann wird' er wohl ein guter Schachspieler sein, und ich werd' wohl auf ihn setzen, wenn er gegen jemanden spielt, der 700 Punkte niedriger gewertet ist. Aber die Frage ist ja: warum hat es Spieler 1 soweit gebracht? Das is' sicher nicht sein alleiniger Verdienst. Die Eltern müssen sein Talent früh gefördert haben, Geld in vernünftige Schachlehrer investiert haben; irgendein Großmeister nimt sich in der Regel des Spielers an und arbeitet konkreter mit ihm, das Umfeld sollte ihn nicht hänseln, weil er Schach spielt, die Gesundheit und die Fitness müssen passen (Mikail Tal war auch nur ein Jahr lang Weltmeister; kein Wunder, wenn er ständig im Krankenhaus war), er muss überhaupt in einem Land geboren worden sein, in dem Schach gespielt wird, und so weiter.

    Aber ja, es is' schon richtig: Fabiano Caruana trainiert täglich viele, viele Stunden; ich spiel' vielleicht 'ne gedankenlose Blitz-Partie nebenbei. Also, dass er so viel besser is', kommt nicht von ungefähr. Und so wird's wohl auch bei deinem Junior-Projektleiter sein (darf ich auch dich mal nach deinem Bildungs- und Karriereweg fragen?).


    "Ich persönlich meide Menschen, die Schuld und Verantwortung tendenziell bei anderen suchen oder andere schlechtreden mit dem Ziel sich selbst besser zu fühlen. So einfach es klingst - es ist nicht immer einfach solche Energievampire direkt zu erkennen. Suche Menschen die Dinge besser können als du und positiv auf die Welt blicken - nur so entwickelst du dich weiter und nimmst deinen Erfolg selbst in die Hand."

    Ich meinde Menschen, die die Schuld bei anderen suchen genauso. Oder sagen wir: ich kenn' außerhalb meines beruflichen Kontextes keine (ich arbeite mit Menschen mit Behinderungen, Problemen etc.; hab' da 'nen Klienten, der überhaupt nie für irgendwas Verantwortung übernimmt. Er schafft's nichtmal, sienem Vermieter Berscheid zu geben, dass ein Schaden in der Wohnung besteht. Das soll der Vermieter schon … k.A. erreaten? Regelmäßig vorbeikommen und Sachen in de rWohnung reparieren?).

    Zu mir selbst hab' ich da 'n komisches Verhältnis. Früher hab' ich stark an meine Selbstwirksamkeit geglaubt - wie du sagst: es is' keine Realität sondern eine Frage der Wahrnehmung. Und v.a. haben andere stark an mich geglaubt. Mittlerweile hab' ich genügend Zeug - aus eigener Kraft bzw. aus eigener Faulheit und Feigheit - in den Sand gesetzt.
    Hm,… eigentlich schon 'ne interessante Sache: bei mir selbst geh' ich doch irgendwie davon aus, dass ich es selbst bin, der Mist baut, bei anderen seh' ich stärker die Faktoren, die von außen kommen. Für meine "Erfolge" wiederum seh' ich vor allem die Außenfaktoren, die notwendig waren. Nach dem Schema: "Oh, ich habe einen Job bekommen. aber das wäre nicht passiert, wenn ich mir nicht Staffi die Visitenkarte in die Hand gedrückt hätte, und mir gesagt hätte, dass ich mich bewerben soll", "oh ich hab' eine gute Seminararbeit geschrieben. Aber das wäre nicht passiert, wenn ich nicht den Luxus des Erasmussemester gehabt hätte, wo ich keinen Stress hab', und dass meine Freundin un die Dozentin einander gut kennen spielt auch eine Rolle" und so weiter.
    Bei anderen wäre es dann: "Ihr wurde das Kind vom Jugendamt weggenommen. Stimmt: sie ist eine schreckliche Mutter. Aber es wundert nicht, weil ihre Mutter früh gestorben is' und die Familie in der sie aufgewachsen ist, richtig asozial war. Sie is' ja auch nicht die einzige in der Familie, der die Kinder weggenommen werden"; "Oh, sie hat das Studium schmeißen müssen. Aber gut, sie hat von ihrer Familie einen derartigen Erfolgsdruck bekommen, dass es nicht wundert, dass sie ein Burnout bekommt und zusammenbricht"; aber tatsächlich auch in die andere Richtung: "Ja, er verdient jetzt ganz gut; aber hätte ihn seine Familie nicht unterstützt, dann hätte er nicht so schnell bei der Firma anfangen können".

    Hm,… geht stark vom "Fake it til you make it" weg, aber die Frage der Verantwortung is' dann ja doch irgendwie aufgetaucht. Wenn mein Kumpel (Schwester, Cousin, Freundin) mir kein Geld mehr borgt und ich aus meiner Wohnung flieg', dann sind die definitiv nicht Schuld. Im Gegenteil: ich wär' ohne die gar nicht so lange in meiner Wohnung geblieben…
    Ah, okay, das is' im konkreten Fall nicht richtig: auch ohne die familiere Unterstützung hätte ich meine Wohnung defintiiv behalten; ich komm' grundsätzlich auch ohne die aus; aber es macht das Leben so unglaublich viel einfacher, Leute zu haben, die einen finanziell unterstützen, wenn es mal "notwendig" (oder sagen wir: hilfreich) ist.
    Aber dem Prinzip nach jedenfalls; dieses "ich hab' aus eigener Kraft"-Erfolgsgerede geht mir einfach 'n bisschen auf den Geist. Ohne viele andere Faktoren, hätten die meisten gewisse Erfolge eben nicht gehabt. Und das gleiche gilt für Misserfolge: "Die Anja is' selbst Schuld, dass sie ständig pleite is'. Was sucht sie sich auch keinen g'scheiten Job?" … na vielleicht weil sie von all den Absagen dermaßen auf den Boden getreten is', dass sie ein "Tut leid, aber wir halten Sie in Evidenz" nimmer hören kann? Vielleicht, weil sie mit ihren Kinder so viel Stress hat? Vielleicht weil … und so weiter.

    Ah,… nochmal zum Kopieren: "Kinder lernen nicht anders" würd' ich so mal nicht ganz teilen. Die Frage wie Kinder und wie Menschen überhaupt lernen (und was "Lernen" überhaupt ist), is' recht komplex; dazu gibt's verschiedene pädagogische, psychologische und neurowissenschaftliche Theorien (vielleicht nicht ganz so oft gefragt, aber mindestens genauso wichtig is' die Frage, was Lernen überhaupt ist).
    Gerade in der Nachahmung beispielsweise steckt durch einen Bruch, durch den "Fehler in der Nachahmung" ein kreatives Moment. Der Wert dieses Moments is# natürlich ein besonderer; damit mein' ich: über den kann nichts pauschal gesagt werden. Kann sein, dass sich durch den Fehler eine "absolute" Verbesserung des Prozesses ergibt, kann sein, dass der Bruch für die individuelle Leistung besser is' (nach dem Schema: für Person A is' es besser, so zu moderieren, für Person B is' es besser, wenn sie so moderiert), kann aber natürlich auch sein, dass das konkraproduktive Brüche bestehen, die man vielleicht schnell als "kann's noch nicht richtig" abtun kann; aber z.B. beim Sport oder in der Musik muss man da schon ziemlich aufpassen: ich hab' viele, viele Jahre Baseball gespielt. Mein Wurf is' echt toll, aber mein Ellenbogen is' etwas zu weit unten (d.h. ich werf' zu stark von der Seite, statt von oben). Diesen Fehler hab' ich aber in 17 Jahren Baseball dermaßen eingeübt, dass der nimmer wirklich verschwinden wird; zumindest nicht, ohne dass ich meinen sehr guten Wurf komplett verwerfe und versuch' "von ohne" anzufangen.
    Und Menschen denken beim Nachhamen ja hin und wieder auch nach; sie meinen, dass etwas womöglich besser ist, als das Original. Genauso wie Menschen überhaupt erst einmal beurteilen und auswählen müssen, was sie nachahmen wollen bzw. was das Relevante ist. Wenn du dir denkst: "oh, der gelbe Frosch sagt, dass er erinen guten Wurf hat; den kopiere ich", dann wirst du wohl nicht alles kopieren, was ich so tu'. Wenn ich mich vor dem Wurf am Hintern Kratze, dann wirst du wahrscheinlich denken: "das is' wohl nicht relevant", wenn ich nach dem Wurf bzw. am Ende des Wurfes, meinen rechten Fuß erst einen halben Mter in die Höhe schmeiß und dann vor dem linken Fuß lande,… k.A. denkst du, dass das was mit der Qualität meines Wurfes zu tun hat? Wäre das etwas, worauf zu schauen würdest? Würdest du auf mein Handgelenkt schauen, oder darauf, was mein Nacken macht? Ist es relevant, was mein linker Arm bei der Sache macht?

    Imitation is' kompliziert. *kopfkratz* Das fällt mir "jetzt erst" (also lerntheoretisch gestützt z.B. auf Lutz Koch oder auch auf Gadamer; selbst wenn er mit "Lernen" eigentlich so gar nichts zu tun hat, sodnern nur mit "verstehen", aber man vergiss solche Sachen oft) auf. "Fake it til you make it" macht aus einem Menschen eben doch keinen Bären; und aus Klaus wird auch nicht Norbert, egal wie sehr Klaus versucht, Norbert zu werden.

     

    Nochmal nebenbei: mich würd's interessieren, was du so für einen Karriere- und Bildungsweg hinter dir hast. :)


  9. "If you spend time with quitters and losers, you will become a quitter and a loser." Diese Annahme begründeste du mit Spiegelneuronen, d.h. neurologisch, d.h. biologisch, materialistisch. Ich hab' von Neurologie keine Ahnung. Find' das schon interessant und würde ganz allgemein (gerne auch von dir, wenn du willst) mehr darüber erfahren; nimm's mir aber halt auch nicht übel, wenn ich - auf Grund von Unkenntnis - mal die vorsichtige "Kann sein"-Haltung einnehme.
    Wir denken ja alle imemr wieder mal, dass wir etwas wissen; ich weiß weder wie "umstritten" oder "unumstritten" diese Theorie der Spiegelneuronen ist, noch kann ich halt beurteilen, wie "richtig" du sie interpretierst. Ich kenn's u.a. aus der Pädagogik sehr gut, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien, sobald sie die Disziplin auch nur zehn Zentimeter weit verlassen, plötzlich etwas anderes sagen. Klingt jetzt wie ein Angriff, is' aber wirklich nicht so gemeint: wie viel und in welchem Kontext hast du mit Neurologie und Spiegelneuronen dergleichen zu tun?

    "Ähnliche Aktivitätsmuster" sind rein intuitiv "plausibel", aber "ähnliche Gefühlsmuster" find' ich extra spannend. Kann mir das gut vorstellen; ich denke, davon lebt das "Mitreißen können". Es gibt ja dieses Phänomen, dass eine Person etwas erzählt, das "eigentlich" sehr langweilig wäre, das aber deshalb so interessant ist, weil es die Person selbst mit so viel Freude erzählt. Hm. Die Frage ist auf der anderen Seite: wäre das "Glück", das man dabei empfindet … "bloß" gespiegelt, oder hat das irgendwie eine Art "Begründung" (z.B. dass man denkt: "Wenn die Person so begeistert ist, dann muss die Sache doch toll sein, und dann ist es gut, mehr darüber zu erfahren").
    Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, dass es primär oder zumidnest zu einen großen Teil (wir wollen ja nicht monokausal denken) "gespiegelt" ist. Womöglich resultiert gespiegelte Glück auch aus den gespiegelten Aktivitätsmustern. Leiblichkeit is' ja ein Thema, das ich in meiner pädagogischen Ausbildung stark vernachlässigt hab', aber es gibt ja durchaus die Innenwirkung von Körperhaltung und Bewegungsmuster.


    Wie dem Auch sei: klar wird man durch das Spiegeln kein Bär. Eiche haben sicher andere Glaubenssätze verinnerlicht als Arme, aber die Frage ist halt: sind es diese Glaubenssätze, die zum Reichtum geführt haben? Sind diese Glaubenssätze notwendig? Oder sind sie gar hinreichend? Beides würde ich zumindest einmal ablehnen und hierbei auf eine Art Outcome-Bias verweisen. Es gibt Menschen, die zu Reichtum gekommen sind, ohne dass sie den Habitus der Reichen übernommen haben; und es gibt Menschen, die den Habitus von Reichen übernommen haben (bzw. teilweise übernommen haben: siehe nächster Teil), die aber nicht zu Reichtum gekommen sind.
    Zur Vollständigen Übernahme des "Reichen"-Habitus: ich weiß nicht, was empirisch genau alles dazu gehört, aber ich nehme an, dass eine gewisse Einstellung gegenüber Geld und damit v.a. ein bestimmter Umgang mit Geld einhergeht, der für Arme gar nicht möglich ist. Wenn beispielsweise Reiche Menschen investieren - sagen wir 80% in sichere Kapitalanlagen, 20% in Risiko-Kapitalanlagen - dann ist das für jemanden, der kein Kapital hat, das er investieren kann, nicht möglich; ergo ist es gar nicht möglich, die Verhaltensweise zu nachzuahmen, die Reiche zeigen.

    D.h. dass die Bekanntschaft mit Reichen nicht zwangsläufig zu Erfolg führt. Mag sein, dass es förderlich ist; aber auch hier stellt sich die Frage, ob der Erfolg durch die Mimesis entsteht, oder durch die Unterstützung. Meine Freundin hat deutlich mehr Geld als ich, und ich komme zwar aus einer entschieden armen Familie (d.h. nicht Mittelschicht, sondern tatsächlich Unterschicht), habe seit ca. 10 Jahren aber das Glück, immer jemanden zu haben, der mir im Notfall Geld borgen kann; und zwar relativ einfach, so viel, wie ich brauche und ohne Druck. Wenn ich kein Geld für die Studiengebühren habe, muss ich mein Studium nicht schmeißen, weil ich mir 400 Euro ausborgen kann; und mit der Miete komm' ich schlichtweg nicht in Verzug, weil ich mir auch drei Monatsmieten ausborgen könnte, wenn es notwendig wäre.
    D.h., selbst wenn ich irgendwie … zu soetwas ähnlichem wie Erfolg kommen würde, wäre das wohl weniger durch die Mimesis sondern mehr durch die Unterstützung passiert; das hat wenig mit Spiegelneuronen zu tun.

    Hm. Ich oute mich dann mal als Armer: ich glaube zwar definitiv nicht an das Schicksal, ich glaube aber auch nicht daran, dass ich mehr als 40% von dem, was in meinem Leben so passiert, "bestimme". Mit "bestimmen" meine ich: ich glaube nicht, dass mehr als 40% von dem, was in meinem Leben passiert, auf mein eigenes Verhalten zurückzuführen ist. Es ist einfach Zufall, Glück, Pech, "Umwelt" (ganz ohne Mimesis).

    …don't get me wrong: ich find' die Sache mit den Spiegelneuronen als Erklärungsfaktor für Verhalten interessant, und auch die Mimesis als "Lebensstategie" bzw. "Lernstrategie". Man kann sicher auch mit beiden zusammen "arbeiten"; also daran arbeiten, sich selbst sozusagen "von außen" zu manipulieren.


  10. Naja, worum es in der Wissenshaft geht d.h. was (gute, legitime, wirkmächtige etc.) Wissenschaft ist, darüber gibt's doch recht breite Diskurse; und die werden viel weniger in der Wissenschaftsphilsophie als vielmehr innerhalb der Einzeldisziplinen und im wissenschaftspolitischen Kontext bzw. bei der Verteilung von Geldern geführt; dabei hat die Wissenschaft selbst auch nicht das letzte Wort. Das is' 'ne komplexe Frage, und es is' sicher eine der Top 3 Fragen, mit denen ich mich im Laufe meines Lebens und meines Studiums auseinandergesetzt hab'; wahrscheinlich is' es sogar die Frage Nummer 1. Wie gut, dass ich meine Thesis über ein komplett anderes Thema schreib'.

    Und die soziale Arbeit is' schon okay für mich. Es gibt nuneinmal nicht für alles einfache Lösungen, und nicht immer sind einfachsten Lösungen die besten. Oft sind es noch nicht einmal Lösungen. Aber es is' tatsächlich nicht mein Traumberuf und mein Wunschberuf. Was ich dagegen tu'? Gar nichts. Man muss nicht alles optmieren. Schritt für Schritt; jetzt bin ich mal mit meinem Studium beschäftigt. Und mit meiner Freundin. Mit meinen Hobbys. Und Däumchendrehen will ich auch noch einwenig.

    Es is' auch nicht alles "zerdacht", "komplex" oder "Hirnwixerei", was viele Worte hat. Manchmal sind es einfah nur viele Worte, weil man einfach gerne viele Worte schreibt, weil man gerne viele Beispiele bringt, den einen oder anderen Wortwitz enbauen will oder was weiß ich; weil man auf einr Taste hängen geblieben is'.

    Es is' auch nicht alles traurig und problematisch, was auf den ersten Blick traurig und problematisch erscheint. Manchmal muss an etwas genauer hinschauen (is' v.a. im sozialen Bereich wichtg, aber auch in der Wissenschaft). Eine Beziehung geht in die Brüche? Wie traurig,... h, sie geht in die Brüche, weil du deine große Liebe gefunden hast! Achso, na dann is' es doch nicht traurig. Was aber schon problematisch is', is' dass ihr noch immer gemeinsam eine Firma leitet. Ah... ahso, ihr versteht euch immernoch gut und es klaptß Na dann is' es wohl doch kein Probem.

    Wenn ein Kind mit einer Schramme am Knie ankommt, is' das womöglich lehrreich; wenn einer meiner Klienten ... oh, nichteinmal Traurigkeit is' notwendigerweise ein Problem. Sie kann heilsam sein, sie kann ein Indikator für eine positive Entwicklung sein; ich hab' eine Klientin, die ständig alles vergisst, die nichts um sich herum mitbekommt; wenn die man ausdauernd über eine Sache traurert, dann is' sie wenigstens mal länger als zehn Minuten bei ein und derselben Sache; erst Recht cool is' es, wenn diese Sache eine Sache der Gegenwart ist. Wenn sie wütend darüber wäre, dass ihr Bruder in der Wohnung ist, und wenn sie sich lange darüber beschwert, dann is' das toll! Endlich mal!

     

    ...das Leben is' komplex. Es gibt Menschen, die viel nachdenken, und es gibt Menschen, die wenig nachdenken. Und es gibt Schattierungen dazwischen. Und so weiter. Honestly, ich hab' keine Ahnung, wie man "richtig" lebt. Aber ich liebe das Leben. Auch wenn mein Stolz so dermaßen ... nciht verletzt sondern krankenhausreif geprügelt ist, aber statt ihn ins Krankenhaus zu bringen, hat man ihn in die nächste Seitengasse geschmissen und drauf gepisst. Gosh! Ich iebe das Leben gerade wirklich. ^^


  11. Uh, die Anwort magich. Also nicht, wegen der Aufforderung, sondern die Streichungen sind toll.

    "Finanzier' mich über einen Job". So is' das.  "Wenn ich jetzt fertig werde" (also das "jetzt" würdeich auch streichen); "was wäre wenn" sind doch irgendwie doofe Fragen, oder sagen wir: es ist kein guter Maßstab zur Beurteilug des Seins. Genauso doof, wie eben die Frage, ob ich "das Beste" aus mir gemacht hab'.

    Am Bau hackeln wird's halt nicht. 😉 Ich arbeite seit vier Jahren mit Menschen mit Behinderung (und hab' schon 'n paar andere Jobs gemacht). In der Realität bin ich angekommen; d.h. dort wo sich Leute zu Tode schämen, weil sie sich (im wörtlichen Sinne) in einem Restaurant anscheißen und ihnen beim Gehen einwenig davon aus der Hose fällt; in einer Realität in der man zu einer Klientin kommt, deren Wohnung voller Müll ist, und die einen Anschreit, wenn man ein Zuckerl-Papier in den Mistkübel schmeißt und die (einm anderen) Assistenen eine reinhau'n, weil sie kein zweites Eis bekommt; in einer Realität in der man zwei Stunden neben einer Frau sitzt die heult, weil ihre Nichte sie seit zwei Wochen nimmer besucht hat, oder einer Realität, in der man Klienten wochenlang nicht antrifft (was heißt, dassman bezalt wird, aber nicht arbeiten muss), um dann zu erfahren, dass sie im Krankenhaus waren, weil sie sich mal wieder die Pulsschlaader aufgeschnitten haben oder im Gefängnis waren.

    Ich bin zu tief in der Realität drinnen. 😉 Die Wissenschaft war schon schön. Oder in deiner Terminologie ausgedrückt:

    Ich bin zu tief in der Realität drinnen.

    Die Wissenschaft war schon schön.


  12. "ich bin gut genug"; ich weiß nicht, ob ich überhaupt einen Maßstab an die Beurteilung meiner selbst anlegen will. Is' es nicht besser, sich seiner moderaten Zufriedenheit hinzugeben? Einen Tee in der Früh, ein Film am Abend, dazwischen ein paar Stunden Arbeit, und wenn man Lust hat, gibt man sich ein schönes Konzert.
    Weil du danach fragst: das sind die Dinge, für die ich aufsteh'.Ich weiß nicht, ob ich einen antrieb nach vorne brauch'. Solang' ich Morgens … oder Mittags aufsteh' is' es doch gut, nicht wahr? Wie gesagt, ich liebe das Leben. Stolz bin ich nicht drauf, aber ich liebe es. Man muss nicht "awesome" sein, man muss nicht so tun, als wäre man der Gerößte, als wäre alles leiwand und so; wie gesagt; ich glaub', der Stolz über den Uni-Abschluss würde sich in Grenzen halten. Stolz hat für mich so etwas … relationales. Ich weiß, dass das nicht der Fall sein muss, aber ich war wirklich gut im Studium und in dem Intellektuellen Zeug; aber selbst wenn ich morgen fertig wär', wär's mehr eine Schade als eine Leistung.
    Darum will ich mich eigentlich gar nicht … beurteilen. Wie du sagst, due bist es gewohnt, erfolgreich zu sein, sodass du vergisst, einfach stolz zu sein. Welchen Wert hat ein positives Gefühl, wenn man irgendwann darauf vergisst, es zu empfinden? Vielleicht ist es wirklich ein Hormon im Blut, das bei mir einfach den Körper verlässt, und das bei dir in die Arme und Beine gepumpt wird, wo du's brauchst, aber nimmer spürst.

    Wenn man stolz is', dann muss man sich nicht wachrütteln und seinen Arsch hoch bekommen; warum auch? Seinen Arsch hoch bekommen muss man, wenn man ein Ziel hat, das das erfordert. Realistischerweise hab' ich sogar 'n Ziel, und das is' in der Tat der Studienabschluss. Weißt du, Texte sind Momentaufnahmen, die gefiltert und interpretiert werden. Was den einen traurig macht, lässt den anderen schmunzeln. Was den einen stolz macht, lässt den anderen unbeindruckt mit den Achseln zucken (und das gilt interessanterweise für mich. Klaris' es beeindruckend, dass es Fabiano Caruana schafft, charismatisch und leiwand zu sein, ein Leben zu haben, und dennoch Platz 2 Der Slowchess-Weltrangliste zu sein; wahrscheinlich wär' er auch in meinem Spiel gut; aber auch er wird mal alt, geht irgendwann drauf, und was übrig bleibt, is' ein 90jähriger alter Mann der in die Windeln scheißt; die paar Jahre davor wird er womöglich Moderator bei Chess24 oder bekommt Anrufe von Saint Louis, dass er seine Meinung zur aktuellen Schach-WM sagt. Mit der Zeit verfällt alles. Sogar meine Matratze is' irgendwann durchgelegen.

    Stolz hat was mit Selbstwert zu tun; und ich bin bei weitem nicht so gut, wie ich denke, dass ich sein könnte. Ich habe defintiv nicht das Beste aus mir gemacht. Aber ich bin dennoch mehr oder weniger beliebt unter meinen Leuten, ich werd' als klug und witzig empfunden (auch wenn deshalb ständig alle erwarten, dass ich irgendwie auch erfolgreich wäre und ich eigentlich mehr könnte als Menschen mit Behinderung ihr Taschengeld zu bringen und ihnen zu sagen, dass sie das nächste mal keine Fremden von der Straße in ihre Wohnung lassen sollen; dann nimmt ihnen auch keiner die Playstation 4 weg); ich bin wahrscheinlich eine der Top 3 Anlaufstellen meiner Bekannten, wenn's daruf geht, ihnen eine geeignete Supportband zu suchen; und auf eine absurde Art und Weise soll ich angeblich gut im Bett sein (obwohl ich echt unerfahren bin, hab' ich bisher immer gutes Feedback bekommen; selbst von meiner Kryptonit-Ex, als sie mich gehasst hat).
    Nö, ich hab' definitiv nicht das Beste aus mir gemacht, aber … who cares? Wir könnten doch alle irgendwie besser sein; wenn wir nur dieses bisschen mehr tun würden, auf dieses eine Hobby verzichten würden, uns mal keinen Film reinziehen würden sondern stattdessen büffeln oder so; selbst der Weltmeister im Schach hat Schwächen in der Eröffnung gezeigt, die er durch bessere Vorbereitung hätte lösen können. Seine Performance war nicht gerade dominant. Besser geht's doch immer.
    Aber warum "das Beste" aus sich zu machen? Macht einen das wirklich stolz? Und ist Stolz tatsächlich dieser Schlüssel zum Glück, wie es manchmal behauptet wird? Oder es ist nicht die Massage von der Freundin, die einen das wahre Glück beschert? Ein gutes Buch, ein schönes Lied und eine geile, frische, heiße Hühnersuppe (oh, was würd' ich jetzt für so eine  Suppe geben…! 5 Euro für eine Schüssel. Das is' teuer, aber wenn man mir die bringt, jap, dann würd' ich fünf Euro dafür geben).

    Ja, ich glaube, dass es die Hühnersuppe ist, die einen glücklich macht. Nicht der "Sinn", nicht das Streben nach Glück und Erfolg. Ich glaub', es st die Hühnersuppe, die einen glücklich macht. Ach, natürlich ist die Hühnesuppe ein Symbol. Sie steht auch für Backhendl, für Grillhendl, Chickenwings (wobei… die sind irgendwie fad), sie steht für mittelmäßigen Sex mit einem Mädchen, das man gern hat, und sie steht für den Moment, an dem dem das Gehalt da ist. Ich glaub' nicht, dass jemand auf dessen Gehaltscheck 2600 Euro Netto steht, wirklich glücklicher ist als jemand, auf dessen Check 900 steht.
    Dummerweise hab' ich gerade keine Hühnersuppe; und das is' ziemlich kein Symbol, sondern wörtlich gemeint. Wie glücklich würde mich jetzt eine Hühnersuppe machen! Bei mir in der Nähe gibt's natürlich ein par Lokale; vielleicht haben die ja was, was mir hilft. Oder ich hau' mir einfach nur das letzte Ei aus meinem Kühlschrank rein, drink' einen Energydrink, mach' was für die Uni und warte bis am Abend; heut' geh' ich nämlich weg. Und dann gönn' ich mir 'ne Leberknödelsuppe und ein Cordon-Bleu. Yeah, Baby! Leberknödelsuppe!

    Jap, ich ... um auf deine Frage zurückzukommen; da möchte ich korrigieren. Ich hätte zwar liebend gern eine Hühnesuppe, aber ich steh' heute für Leberknödelsuppe auf. Darauf freu' ich mich. Denn Leberknödelsuppe is' geil, wenn man kränkelt.


  13. Am 19.3.2017 um 23:09 schrieb Sub_Zero:

    Danke @smallPUA! Zero steht weniger für 0. Das musst Du eher im übertragenen Sinne lesen. Das ist das Zentrum des Koordinatensystems. Für den Anfang und das Ende. Für die Singularität und der Punkt indem sich alle Dimensionen vereinen... manchmal wundere ich mich selbst über den Müll der mir so spontan in den Kopf schießt. 1f602.png

    Liu Kang wins!

     

     

    Hach, das waren noch filme. Love the 80ies!

    Jetzt check' ich's erst: "Sub zero"! "Unter Null", also "so cool, dass Wasser gefriert". ;)

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  14. "Die goldenen Zeiten sind lange vorbei", das hast du nicht so übel gesagt. Früher war's irgendwie cool. So ein, zwei mal im Jahr mah' ich mir einen Account, schreib' ein paar Mädels an, aber wird von Mal zu Mal langweiliger, mieser und so weiter. Ich hab' über Online-Dating zwei Mädls kennengelernt, die ich insgesamt wirklich toll fand - mit einer davon is' was gelaufen. Sonst hab' ich nur 'n Haufen Mädels kennengelernt, die mich eigentlich nicht wirklich interessiert haben. Wie Mysikk sagt: online suchen, bedeutet 2 Klassen absteigen. Mädels, die ich zumindest vom Profil her besttensfalls "ganz okay" find', schreiben nicht zuück, weil ihnen irgendwasn nicht passt (oder was weiß ich warum), und nichtsagende, langweilige Profile wllen, dass man "ktreativ" is' oder sowas. In jedem dritten Profil steht: "Über 1,80" als Anspruch, was den Mädels, wenn man sie live ansprechen würde dermaßen egal wäre, aber live würde man sie eigentlich nicht ansprechen, weil sie völlig uninteressant sind.
    Wie gesagt, früher irgendwann war's mal lustig, aber zunehmend nervt's einfach. Ich hatte die Tage ein Blind Date, das mich einwenig zum Denken gebracht hat. Also … das Mädel war vom schreiben her sogar ziemlich süß und begeistert (endlich mal eine), als wir uns aber getroffen haben, hatte sie null Charm und gefallen hat sie mir auch nicht so wirklich (ich mein', ich war ein Stück weit vorgewarnt, weil ich ja ein Foto gesehen hab', aber naja… sie hat halt auch nett geschrieben und so). Ich denk', sie war recht enttäuscht, dass nichts gelaufen is', mag sich nochmal treffen und irgendwie komm'ich mir fast unhöflich vor, wenn ich NICHT mit ihr schlafen. O.o Früher war das alles viel toller, man halt viel leichter Mädels getroffen, die waren durchaus hübsch und so, aber naja. vielleicht is' es auch mein Alter. *kopfkratz*

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  15. Ehm,... naja. Danke für den Ratschlag. Das mit Kryptonit is' halt über zwei Jahre her, und ich hab' sie in der Zeit nur viermal gesehen (die Begegnungen zwei und drei sind im Drama geendet). Wir haben erst Anfang/Mitte Mai wieder begonnen, uns auf Facebook Nachrichten zu schicken. Im Prinzip umgeb' ich mich nur mit anderen Menschen. Ständig. Hab' ja auch seit eineinhalb Jahren 'ne neue Freundin (zumindest im Prinzip) und hab' mich seit dem auch schon mehrals verliebt. Ich geb' so ziemlich jedem Menschen eine Chance. ;-)

    Es is' halt jetzt irgendwie so, dass sie plötzlich aus dem Nichts heraus wieder auftaucht (worin sie, seit wir getrennt waren recht gut war) und alles auf den Kopf stellt. Zum Beispiel, indem sie von Sex mit mir träumt und mir davon erzählt. :huh:  Also mich lässt das nicht kalt. Ich hab' die Tage auch von ihr geträumt (allerdings hatte sie da Sex mit haufenweise anderer Typen, was eher nicht so der tolle Traum war). Ich sitz' auch nicht nur rum... ende der Woche fahr' ich zu miener Freundin nach Deutschland, pack' sie ein und hol sie nach Wien. Aber irgnedwie geht mir Kryptonit halt nicht aus dem Kopf. Und irgendwie will ich sie in meinem Kopf behalten. Und am liebsten hätte ich einfach beide Mädels (voll, also nur nur für Sex. Wenn's nur um Sex ginge, hätte meine Freundin definitiv kein Problem damit. Um sie zu zitieren, nachdem ich ihr von meinem neuerlichen Kontakt mit Kryptonit erzählt hab': "Da geht was. Halt' dich ran."; eine tolle Freundin. :wub: Nur schimpft sie immer mit mir, wenn ich zu langsam bin und es verbock', weil ich beim Reden bleib' und nciht rangeh'). Aber ich denk' nicht, dass das hinhauen würde. Und vor allem ... hm,... Kryptonit würde, das denk' ich, wenn, dann doch eher nur Sex wollen. *kopfkratz* Aber ich weiß es nicht (auch wenn ich in dem Blogeintrag was anderes geschrieben hab'. Sie verwirrt mich halt so sehr...). Und ich weiß auch nicht, ob sie überhaupt mit mir vögeln wollen würde, und wir sehen uns ja auch gar nicht, weil sie in 'nem anderen Bundesland wohnt und nie nach Wien kommt (bzw. das letzte mal, als sie Anfang Juni hier war, war ich in Deutschland) und so weiter...


  16. …huch. “Funktion”? Ich fürchte nicht alles, was existiert, hat eine Funktion oder einen Sinn. Manches is’ einfach, wie es ist.

    Ich glaub’ auch nicht, dass Kryptonit-Menschen einen Nemesis für den Rest des Lebens darstellen, aber ja, ich denk’, dass manches sehr lange bleibt oder auf eine ganz bestimmte Art und Weise recht lange so bleibt. Ich glaub’ so ziemlich jedes Mädel, in das ich mal verknallt war “tut” noch etwas mit mir. Selbst, wenn ich relativ locker mit ihnen umgehen kann, irgendwie is’ es anders als mit anderen Leuten.

     

    Aber wie auch immer … mein Kryptonit und ich schreiben seit über ‘ner Woche auf Facebook rum. Sie hat mir Komplimente über meine Zähne gemacht. O.o Allerdings nicht zum 30! Geburtstag gratuliert (shame on her!). Ich glaub’, ich würd’ gern wieder was mit ihr anfangen.

     

    Hm,… das find’ ich eigentlich auch interessant. Kann’s nicht ach sein, dass Kryptonitmenschen gleichzeitig Pusher sind? Also,… sie können einen kaputt machen, aber sie können einen auch pushen, wie kaum jemand. Schrecklich!

     


  17. Zitat

    Abgedroschene Komplimente wie "Du hast schöne Augen" sind out! Nimm etwas Außergewöhnliches. Eben genau das, was Dir aufgefallen bei ihr, als Dir klargeworden ist, dass Du sie ansprechen musst. Waren es ihre langen Beine? Ihre feminine Art oder ihr extravaganter Kleidungsstil? Bringe es zum Ausdruck und sei authentisch!

    Zitat

    Beende das Ansprechen nicht, indem Du sie anschließend anstarrst und auf eine Reaktion wartest. Überlege Dir grundsätzlich schon vorher wie Dein Followup aussieht, z.B. die Frage wie ihr name ist, mit wem sie hier ist oder wie ihr die Musik hier gefällt.

     

    Naja, bis ich mir das alles überlegt hab’ sind doch längst mehr als drei Sekunden vergangen. Da hab’ ich doch schon längst einen Grund gefunden, weshalb mein Plan an sich nicht funktioniert, weshalb ich meinem Kumpel heute den vortritt lassen sollte oder räsoniere mit mir selbst, ob es geschickter wäre, sie jetzt anzusprechen, oder wenn sie vom Klo zurück ist, wenn sie herschaut oder erst, wenn sie lächelt und so weiter.

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  18. In meinem Leben hab' ich davor schon öfter behinderte Menschen gesehen und find' Mitleid "langweilig". Also ja, ich hatte sicher Mitleid, als ich damals gezögert hab', ihr einen Korb zu geben. Aber ich weiß nicht, ob's nur Mitleid war. Ich war glaub' ich nie der Typ, der behinderten jegliche Eigenverantwortlichkeit aberkennt und sie nur noch als Opfer sieht.

    Ich arbeite seit einem Jahr übrigens als persönlicher Assistent für Behinderte, und damit is' nicht gemeint, dass ich sie füttere (auch wen ich das schon gemacht hab') und ihnen den Arsch auswisch' (was ich niemals tun werd'), sondern dass ich ihnen dabei helf', ihren Alltag zu meistern und sie - nicht nur ais pädagogischen sondern auch aus egoistischen Gründen - möglichst zur Selbstständigkeit anrege.

    Ich tu' mir einerseits sehr schwer, den Begriff "behindert" theoretisch zu fassen, v.a. weil ich von der Uni (ich studier' wissenschaftliche Pädagogik und kenn' schon diverse Begriffsproblematiken, v.a. nicht nur hinsichtlich der Stigmatisierungsthematik sondern auch hinsichtlich der Begriffsbildungsproblemeatik) eine gewisse Sensibilität und Fülle an Argumentationsstränge mitbekommen hab', die ich wohl nicht ganz in der Lage zu sortieren bin (vielleicht auch einfach zu faul).

    Rein intuitiv aber bin ich gar nicht so vorsichtig damit, das Attribut jemandem zuzuschreiben. Wenn jemand Trisomie 21 hat oder Authist is' oder so, dann is' er behindert; mit einem extrem niedrigen IQ is' man behindert und so weiter. Also das, was im Alltag so als "behindert" gilt reich mir für einen intuitiven Gebrauch aus. Das klingt wahnsinnig unreflektiert, und das is' es auch. Aber cih denke, um damit zu arbeiten bzw. einen persönlichen Umgang zu finden, braucht man weder eine konkrete Diagnose noch das allgemeine Attribut "behindert"; außer vielleicht, wenn man darüber plaudert.

    Wenn ein Mädel beispielsweise ein extremes (und ich meine ein echt extremes) Bindungsbedürfnis hätte, würde ich einen Weg wählen, damit umzugehen, völlig unabhängig davon, ob ich es jetzt als "behindert" oder "gesund" klassifizieren würde.

    Im Konkreten Fall dieses Mädchens weiß ich es nicht mehr genau, aber ein paar Faktoren, an die ich mich erinnere:

    - Sie hat rein optisch "leicht behindert" ausgesehen.

    - Sie war definitiv nicht die Hellste.

    - Sie dürfte, wenn ich das damals richtig mitbekommen hab', nicht nur keinen Job gehabt haben, sodnern das fürte kein Thema gewesen sein (ein Aspekt, der bei vielen Behinderten der Fall is' und v.a. auch zur sozialen Exklusion beiträgt).

    - Sie dürfte auch körperlich Probleme gehabt haben, weil sie beim zweiten Treffen auch irgendein Gerät am Körper trug, das irgendwas gemessen/überprüft und so hat.

    - Sie war sehr viel (als Patientin) in Krankenhäusern.

    Ich hab' das damals dann doch rasch beendet, weil sie auch wahnsinnig euphorisch gewirkt hat, sich so sehr gefreut hat, dass ich irgendwas Positives geschrieben hat, als sie gefragt hat, wie ich sie finden würde, und ich schließlich dachte, sie würde sich doch sehr große Hoffnungen machen, dass ich ihr neuer Freund werden würde, was ich nicht vorhatte. Normalerweise is' das für mich nicht so eine Sache, weil ich den meisten Mädels zutrau', dass sie reif genug sind, mehr oder weniger realistisch abschätzen zu können, wie die Situation is', und auch mit Enttäuschungen mehr oder weniger vernünftig und reif umgehen können (und auch weil sie sicher auch mehr oder weniger genug "Interessenten" haben, um nicht in mir "die eine gute Chance" zu sehen). Ich hab' ihr diese Reife sicher weniger zugetraut als anderen, und denk' es war auch gut, sauber die Notbremse zu ziehen, bevor ich ihr irgendein Herz brech' oder "schon wieder so ein Arschloch" bin, das ihr ewig Hoffnugnen macht und so. Grundsätzlich wird sie schon wen finden. Irgendwie war sie ja eh süß und interessant. Und ihre Eltern haben's auch ganz richtig gemacht, dass sie sich da komplett rausgehalten haben.


  19. Ich bin mir grad nicht sicher, ob ich dich richtig versteh' bzw. deine Fragen versteh'. Meinst du mit "was schreibst du beim og?" tatsächlich als Frage, was ich dort so für Nachrichten schreib' und so, oder meinst du, warum ich dort überhaupt schreib'?

    Anfangen Game aufzubauen… ach, ich weiß nicht so recht. Will das nicht komplett ablehnen, aber wahrscheinlich werd' ich jetzt nicht groß die Strategien durchackern und anwenden, und erst Recht nicht rumrennen und Mädels anquatschen und so. Hm.