selfrevolution

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  1. Sagt mal,... is' das eigentlich so ungewöhnlich? Ich mein', die Diskussion schaukelt sich ein bisschen auf, alles wird etwas extremer dargestellt, als es womöglich ist. Is' es nicht mehr oder weniger normal, dass nach dem ersten "New and shiny" die Faszination irgendwann verfliegt? Man lernt wen kennen, es is' aufregend, nach einer Weile kennt man die Person schon und es is' halt nimmer aufregend. Eine Art Desillusionierung. Man erkennt die Sachen, die einen vielleicht doch einwenig nerven, Rätsel verschwinden, und was einal "tol" war, is' danach "normal". Der erste Sex is' "soweit okay" und v.a. deshalb toll, weil's aufregend is', den anderen zu erkunden, beimzweiten Mal wird's besser, weil's noch immer aufregend is', aber man schon schon sicherer damit is', was passt und was nicht, beim dritten mal beginnt's richtig gut zu werden, dann spielt man sich einwenig ein, Nummer 6, 7, 8 is' dann ziemlich Top, und dann irgendwann geht halt die Spannung verloren. Der Sex wird nicht schlechter, weil er schlechter wird, sondern weil man's halt gewöhnt is'. Und außerhalb des Bettes war man halt schon gemeinsam in den tollen Bars, hat sich schon ein paar Bands angeschaut und es is' nimmer "neu", man hat ein paar Leute kennengelernt und evtl. is' einem da jemand anders positiv aufgefallen (was nicht vel heißt) und man beginnt generell weder andere Menschen wahrzunehmen, von der Serie, die man begonnen hat, sich anzuschauen hat man die ersten zwei Staffeln durch, die Schwester von dem Mädel/dem Typ hat man mittlerweie auch kennengelernt, und die geht einen am Geist. Es war halt nur ein Fling. Es kratzt vielleicht einwenig am Ego, wenn sich nicht jedes Mädel unsterblich auf alle Ewigkeit in einen verliebt und man selbst die Person is' die Schluss macht bzw.früher die Lust verliert. Aber so wie man selbst nach ... k.A. einem Jahr das Interese verlieren würde, verliert sie halt nach einem halben Jahr das Interesse; oder so wie man selbst das Interese nach drei Monaten verlieren würde, verliert sie es halt nach einem. Es muss doch eben nicht alles "für immer" gehen. Insofern find' ich Spielchen spielen (wie "nicht rangehen, wenn sie anruft") ... wobei jeder hat doch seine eigenen Spielchen, isofern passt's schon. Was ich aber mein is': warum sollte man sich extra "spannend" machen, wenn an doch Lust auf hemmungsloses Händchenhalten hat? Nur um die Anziehung länger Aufrecht zu erhalten und aus einem dreiwöchtigen Fling noch fünf Wochen rauszuholen? Wenn etwas wirklich lange anhalten soll, dann is' eine leichte Spannung sicher hilfreich, aber ich glaub' nicht, dass man sich über Sachen wie "nicht ans Telefon gehen" oder so wirklich dauerhaft spannend macht. 'n Typ aus meinem Freudeskreis is' seit ein paar Jahren extrem unzuverlässig geworden und geht kaum mehr ans Telefon. Also haben wir aufgehört, ihn anzurufen oder zu unseren Abenden einzuladen, weil's halt immer "spannend" is', ob er wirklich auftaucht, oder ob wir dann zu dritt beim Billards sind. 'n Mädel das mir dreimal absagt - d.h. das ein "aufregendes" Leben mit vielen Aktivitäten hat - frag' ich frühestens i 'nem halben Jahr wieder, wenn überhaupt. Und stressig is' es für einen selbst auch, ständig "spannend" sein zu müssen. 'ne Beziehung (also was längerfristiges) soll entspannend sein; zumindest dann, wen namn ein spannungsreiches Leben hat. 😉 Diese Hafen-Metapher mag kitschig sein, aber irgendwie passt sie. Klar, Sex is' dann halt nur 1 bis 31 mal pro Monat; je nachdem wie aktiv beide sind. Aber in einer fsten Beziehung zählt dann schlichtweg auch mehr als der Sex (und ja: Sex is' mir schon wichtig; sehr wichtig, weil ich d auch einwenig traumatisiert bin 😕 . Aber das, was eine Beziehung zu einer Beziehung macht, is' nicht der Sex. Bis man aber jemanden findet, mit dem's passt, muss man halt .... um mal euren Geschmack zu treffen, viele Menschen vögeln. Oder zumindest daten. Und durch viele kurze Flings durch, durc kurze Beziehungen, durch lange Beziehungen,und dann irendwann stellt man fest, dass man seit vier Jahren zusmamen is', und dass es noch immer passt, und dann stellt amn fest, dass man seit sieben Jahren zusammen is', und es nimmer passt. Geht doch alles irgendwann vorbei. Weiß nciht, ob mein Argument rüber kommt, aber wenn sich nach drei Monaten und 30 Mal Sex herausstellt, dass man doch nicht ihr Traummann is', dann - gosh. Man selbst hätte es nach dem 80. Mal auch nicht anders gemacht. Man muss nicht ihr Traummann sein, der die Sannung aufrecht erhält.
  2. Musste gerade an diese Theorie denken, dass wir ja in verschiedenen Situationen verschiedene Menschen sind. "Fake it til you make it", meinte meine Freundin. Hab' die Phrase eifnach mal im Google eingegeben, da steht: "English aphorism which suggests that by imitating confidence, competence, and an optimistic mindset, a person can realize those qualities in their real life". Klingt so viel besser als die deutsche Übersetzung des Vortäuschens. Man imitiert ein Verhalten, ein Gehabe, man imitiert eine Person, bis man diese Person wird. Der Gedanke ist eben der, dass man am Ende kein "Fake" mehr ist, der so tut als ob, sondern dass man tatsächlich der ist, der man vorzugeben meint. Es fühlt sich auch nicht mehr unnatürlich an. Is' eine interessante Theorie, aber ich denke, lebenspraktisch hat sie ihre Grenzen. Lächle. Lächle einfach nur, und du wirst glücklich werden; das ist das Versprechen. So zu tun, als wäre man Arzt, so zu tun, als wäre man Erfolgreich, als wäre man Anwalt, das kann schon sehr ins Auge gehen. Da spricht er wieder, der Skeptiker in mir. Die Instanz, die die Grenzen einer jeden Theorie sucht, die Gültigkeit einerjeden Aussage infrage stellt. Ein Mensch, der einen Bär imitiert, dem wird trotz aller Imitation kein Fell wachsen, er wir keinen Fisch mit der bloßen Hand fangen, und er wird sich auch nicht so viel Fett anfressen können, dass er den Winter in einer Höhle schlafen kann. Wo sind die Grenzen der Theorie im Menschlichen Bereich? Notwendigerweise einmal dort, wo die notwendigen Voraussetzungen schlichtweg nicht erfüllt sind, und diese können mannigfaltig sein. "Fake it til you make it" ist wohl das, was Menschen dazu bringt, anzunehmen, dass sie reich werden, indem sie Reiche imitieren, die gleiche Bekleidung kaufen, dieselben Parteien wählen, die Sprache und den Duktus übernehmen; doch Reichtum - auch wenn uns der Kapitalismus das weiß machen will - ist nicht alleine davon abhängig, was man selbst tut. Erfolg ist nur begrenzt auf die eigene Aktivität zurückzuführen. Manchmal ist die eigenaktivität noch nichteinmal notwendig. Manche sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, oder viel eher: in die richtige Familie, im richtigen Land geboren worden. Fake it, til you make it. Trotzdem alle interessant. Wenn man alles genauso macht wie jemand, der Erfolg mit dem hat, was er tut, kommt dann das gleiche raus? Es sollte, so wir überhaupt an den Einfluss des eigenen Verhaltens glauben, wohl schon der Fall sein. Und an an Einfluss Selbst zu glauben, ist interessanterweise einer der Hauptfaktoren für Schulerfolg; …wobei ich gerade nichteinmal weiß, ob hier eine Kausalität besteht oder nicht bloß eine Koinzidenz, und falls eine Kausalität besteht, in welche Richtung diese geht. Eigentlich interessant, sich das mal für's Privatleben zu überlegen. Habe ich deshalb Erfolg, weil ich an mich glaube oder glaube ich an mich selbst, weil ich Erfolg habe? Oder gibt es die Variable(n) x (die soziale Anerkennung, genetische Dispositionen, das Unterstützende Umfeld, etc.), die sowohl für den Erfolg als auch für den Glauben an die Selbstwirksamkeit verantwortlich ist? Wie sagt der gelbe Frosch in mir? Nobody knows. [Man möge sich an dieser Stelle ein Stück Papier vorstellen, das sich in Rauch auflöst.] Ist es also wirklich so wichtig, an sich selbst zu glauben?
  3. Warnung: Ich komm' da komplett vom Thema ab und so weiter, aber hey: ich darf das. Einfach weil's auch mein blog is'; da muss ich nciht "beim Thema bleiben". aber irgendwie is' doch imemr so eine gewisse Relation da; also .. .vielleicht bin ich mehr beim Thema als man denkt. --------------------------------- Hey… also deterministisch seh' ich die Welt nicht. Im Gegenteil: ich lande immer wieder in Diskussionen mit Vertretern eines streng deterministischen Welbildes, die außerdem (ihrer) Außenperspektive auf das Subjekt einen erkenntnistheoretischen Sonderstatus zuschrieben, also quasi so tun, als wären sie selbst "ortlose" Beobachter oder als gäbe es überhaupt einen Ort der Beobachtung, der außerhalb aller Orte ist (Gott-Perspektive). Das setzt aber die Außenpespektive vor die Innenperspektive; und mir fällt letztlich kein erkenntnistheoretisch überzeugender Grund dafür ein, dass die Gott-Perspektive die ja unmöglich ist, aber von der diese Vertreter ausgehen) … besser, legitimer ist, als die Perspektive des Subjekts selbst: Einwenig anders beschrieben: Wenn Person A "allwissend" über die Gegenwart ist (d.h. alle Nuturgesetze kennt und die das Universum empirisch vollständig erfasst hat), dann könnte sie, so die Annahme der Vertreter eines deterministischen Weltbildes, vorhersehen, was Person B tut. Damit würde Person B für sie zum "Objekt" werden, oder (wohl eher noch zum Film, wenn Person A davon ausgeht, dass sie selbst Objekt ist, was Vertreter dieser Form des Determinsmus ja tun). Person A kann also sagen: "Person B hat keinen freien Willen, weil alles, was sie tut und entscheidet, vorherbestimmt und vorhersehbar ist". Angenommen, es wäre eben tatsächlich alles vorhersehbar; würde das dennoch nciht den "(Freien (?)) Willen" negieren. Was ist der Unterschied zwischen "Willen" und "Freiem Willen"? Aus der Perspektive von Person B, der Innenperspektive (selbst wenn diese Selbst Vertreterin des Determinismus ist), kann sie ihr Ich und die Tatsäche, dass die Entscheidungen trifft, nicht negieren. Dass die Entscheidungen vorhersehbar sind und meinetwegen physikalische, psychologisch etc. determiniert sind, ändert nicht an der Tatsache, dass es sich um Entscheidungen handelt. …lange Rede, kurzer Sinn, oder gar kein Sinn und langweiliges (und angeberisches) Gebrabbel: ich glaube nicht einmal, dass alles vorherbestimmt ist, und es ist letztlich auch irrelevant für mich. Ich argumentiere (bzw. postuliere, behaupte) auf einer viel pragmatischeren Ebene, dass wir den Einfluss unserer Entscheidungen auf unser Leben überschätzen. …man gerät zufällig an die falschen Leute. Meine Freundin spielt 'ne große Rolle in meinem Leben. Ich hab' sie in 'ner Bar kennengelernt. Was hab' ich getan, um sie kennenzulernen? Ich hatte lange Haare, das war's. Sie hat mich angesprochen und ich hab's nicht verkackt. Ende. …was hab' ich getan, dass mir meine Schwester Geld borgt, wenn ich welches brauche? Naja, ich bin ihr Bruder. und kein totaler Vollidiot. Wenn ich genau dergleiche wäre, der ich jetzt bin, wir aber keine Geschwister wären, würde sie mir nichts borgen, da bi nich mir sicher. …wie bin ich in der Arbeit mit Behinderten Menschen gelandet? Ich war zu faul, mir einen Job zu suchen und hab' einfach bei der Numer angerufen, die mir 'ne Studienkollegin gegeben hat. Das war übrigens auch bei meinem Job im Hort so; 'ne Freundin gibt mir 'ne Nummer und sagt: Da meld' dich. …klar bin ich "selbst Schuld", dass mein Leben so passiv läuft; aber es läuft ja nicht schlecht. Ich find# meinen Job schon okay und hab' mich über den Job im Hort gefreut. Aber das is' alles nicht wirklich durch meine "Entscheidungen" zustandegekommen. Hät' sie mir die Nummer von einer Hotelrezeption gegeben, weil ich ja eh so ein Nachtmensch bin, dann hät' ich dort auch angerufen. Mein Leben wäre drastisch anders verlaufen, ich wär' wahrscheinlich nicht in der Arbeit mit Behinderten gelandet, hätte gewisser Erfahrungen nicht gemacht, andere hingegen schon, etc. und das alles nur, weil meine studienkollegin halt nicht im Hotel, sondern im Hort gearbeitet hat. …und warum hatte ich lange Haare (der Grund, aus dem meine Freundin mich damals angegraben hat)? Weil ich irgendwann am Teenager zu faul und zu geizig zum Haareschneiden lassen war, ein Kumpel, den ich letztlich im Diablo 2 Battlenet kennengelernt hab', meine Haare toll fand, weil er ein Metalhead war, und … dann war ich halt der Typ mit den tollen Haaren; und meine erste Freundin hat halt auch lange Haare gemocht. Irgendwie hab' ich mich dran gewöhnt. Keine Entscheidung im eigentlichen Sinne, und doch relevant für mein Leben. --------- Wenn Jung und Mädels mit 13 in Cliquen kommen, dann is' es oft so, dass ähnliche Leute in ähnlichen Gruppen zusammenkommen; u.a. schon, weil sie in unterschiedlichen Schulen sind. Das Kind eines Top-Managers und einer Chefärztin geht nicht auf die gleiche Schule wie das Kind einer arbeitslosen Deutschen, die mal mit einem syrischen Asylanten zusammen war, jetzt aber Alleinerzieherin is'. Meine These geht in die andere Richtung: dass Menschen, die Reiche Menschen im Umfeld und im Freundeskreis haben, öfter selbst reich werden, liegt daran, dass sie eigentlich schon im Vorhinein eher reich waren, und deswegen erst in den Bekanntenkreis gekommen sind. Und wenn die nicht vorher schon reich waren, dann waren's die Kontakte zu den Reichen, deren Unterstützung etc., die relevanter fürihren Erfolg waren, als irgendwie Verhaltensweisen, die sie sich abgeschaut haben. Nicht, dass letzteres nicht grundsätzlich vorkommen kann … aber es spielt eine eher geringe Rolle. Vor allem, wenn's um Geld geht. Anders is' es wohl bei Bildungsinstitutionen, Gruppe usw. (also "Reichtum" is' für mich da eher die Ausnahme). Ich glaub', wenn jemand Methematik studiert, wird er anders, als wenn er Soziologie studiert. Ich hab' mit Pädagogik begonnen, war begeistert, und deke jetzt "wie ein Pädagoge". Hät' ich Mathematik studiert, dann würd' ich anders denken. Das sind jetzt alles nur Annahmen, dafür hab' ich keine (wissenschaftlichen) empirischen Hinweise. …gleiches Gilt wohl für "Konzertgeher", "erfahrene Clubber", "Fitnessjunkies" etc. Dieses Credo "Schau dir die 5 Menschen in deinem Umfeld an, mit denen du am meisten Zeit verbringst. Du bist der Durchschnitt davon." … das funktioniert wahrscheinlich ganz gut. Aber ich glaub' nicht, dass du das so leicht ändern kannst, indem du halt andere Leute kennenlernst. Es hat schon einen Grund, dass man gerade diese Leute kennengelernt hat. …ich lern' einfach keine wirklich dummen Menschen kennen. Sorry, kommt einfach nicht vor; is' keine Abneigung von mir, glaub' ich, das … passiert einfach so. Ich könnte jetzt krampfhaft versuchen, "Manager" kennenzulernen, in einer Versicheurng anfangen und mich dort an die großen Ranmachen; der Erfolg davon wäre wahrscheinlich sehr gering. Die würden erkennen, dass ich "nicht dazu gehör'", dass das wohl Arschkriecherei is', dass ich mich da in einen Kreis hineinschwindeln will, weil ich nahe der (unterstellten) Sonne sein will, und am Ende des Tagen würd' ich ach der Arbeit heim gehen, mich bei irgendeiner Bekannten auskotzen und danach mit 'nem Kumpel auf ein Konzert gehen. …ich sag' nicht, dass das gar nicht funktioniert, aber das bruacht extrem viel Zeit. Und ich würde v.a. dieses Management-Geschwafel, das Erfolgsgerede und das, was Reiche Leute von sich geben, nicht sonderlich ernst nehmen. Is' ein etwas konstruiertes Beispiel, aber wenn eine Person durch russisches Roulette 'ne Million Euro gewinnt, und eine andere Person 20 Jahre lang dafür arbeitet, dann haben am Schluss beide 'ne Million, beide sind reich und beide können irgendwelchen Mist erzählen; nur weil einer von beiden Erfolg beim russischen Roulett hatte, würd' ich nicht sagen, dass er Ahnung hat. …und wenn wir mal die Konstruktion des Beispiels wegnehmen, kannst du das Russische Roulett durch einen extrem riskanten Hedgefond ersetzen, der halt zufällig Erfolg hatte; durch die Investition in DIE EINE Aktie, von der die Person "von Anfang an gewusst hat, dass sie Erfolg haben wird" (das is' etwa so ernst zu nehemn, wie den Lottogewinner, der "diesmal ein total gutes Gefühl" hatte und "irgendwie wusste, dass er diesmal gewinnt"). Du kannst auch durchaus vernünftigere Sachen dazuschmeißen: es gibtin diesen Multi Level Marketing Vermögensberatungen durchaus Leute, die zu Kohle gekommen sind. Die sind halt rechtzeitig auf den Zug aufgesprungen; ja das war 'ne Entscheidung. Der Zug hätte genausogut einfahren können. Dass gerade dieser Zug angekommen is', is' vielleicht kein "Zufall", vielleicht war's schon irgendwie naheliegend; aber nur weil jemand einmal (oder auch zweimal) den richtigen Zug erwischt hat, heißt das nicht, dass er Ahnung von irgendwas hat. …bin mir gerade nimmer sicher, wie das Beispiel ging, hab's in einem Buch gelesen. Ah… ich versuch's mal zu rekonstruieren: Stell dir vor, es gibt einen Haufen Aktien von Firmen, deren Entwicklung unvorhersehbar ist. Und dann reduzieren wir das auf einen Kopf- oder Zahl- Wurf. Puh… sorry, is' schwer zu rekonstruieren,… Ich hab' eine Grundmenge von 1 000 000 Menschen, ja? Jetzt schick' ich an 500 000 Menschen davon eine Mail aus, dass ich das vorhersehen kann: und es wird Kopf rauskommen. An 500 000 Menschen schick' ich eine Mail, dass Zahl rauskommt. Nachdem es Kopf wird, schick' schreib' ich die 500 000 Leute, denen ich "Kopf" Geschrieben hab', nochmal an: der Hälfte schreib' ich "Kopf", der anderen schreib' ich "Zahl". Ich bin spezialist, und sie mögen mir doch Vertrauen, mir für meine Tipps Geld schicken, bla, bla, bla. …das ganze mach' ich mehrmals. Für 250 000 Menschen bin ich dann dreimal richtig gelegen, für 125 000 viermal, für 62 500 fünfmal, für 31 250 Menschen sechsmal, für 15000 (vereinfacht) Menschen sieben mal, für 7500 Menschen acht mal, für 3750 Menschen neunmal, für grob 1600 zehn mal; und wenn mir dann irgendwan mal die Leute glauben (hey, ich bin zehn mal richtig gelegen), dann schicken sie mir ja vielleicht doch mal Geld. Ich glaub', es gibt eine Betrügermasche, die so in etwas abläuft. …nur weil einer 10 mal hintereinander beim Kopf oder Zahl gewonnen hat, würd' ich dem keinen Cent für seinen Ratschlag geben. (Oder … realistischerweise würd' ich's vielleicht doch, weil ich auf die Masche reinfall'. Nicht bei Kopf oder Zahl, aber bei irgendwelchen anderen, komplexeren Sachen vielleicht schon; Wetttipps beim Fußball oder sowas). Ehm,… think about it. Und geh' mal über den Friedhof der guten Ideen (jetzt fällt mir auch das Buch wieder ein bzw. jetzt hab' ich's gefudnen: Rolf Dobelli (2014): "die Kunst des Klaren Denkens". Is' auch ziemlich banal und eifnach zu lesen; man kann theoretisch über mehrere Sachen gern diskutieren, aber so als "Sammlung" is' es schon nett). …am Friedhof der guten Ideen, am Friedhof der talentierten Musiker etc. sind haufenweise Leute, die's nicht geschafft haben, obwohl die Ideen super waren, die Leute Engagiert etc.; einfach weil … Schinken. Im Nachhinein kann man leicht mal sagen: "War doch klar, dass…", aber wenn man sich mal in so einen Blödsinn wie Schädelvermessung einließt und versucht, die Logik nachzuvollziehen, wer weiß, wie blöd die Idee dann wirklich is'. Don't get me wrong: ich bin kein Vertreter der Schädelvermessung und just 4 Info: soweit ich weiß, war die Schädelvermessung auch von Anfang an schon stark umstritten; aber mir fällt bis heute nicht wirklich ein Argument ein, warum die nicht funktionieren sollte; also: warum sollte Schädelvermessung unwissenschaftlicher sein, als bunte Bilder von der Gehirnaktivität verschiedener Areale? Weil die Persönlichkeit bzw. das Denken im Hirn und nicht im Kopf passiert? Ist es so unrealistisch, dass Menschen mit - was weiß ich - einer flachen Stirn eher zu Kriminalität neigen; während es realistis ist, zu sagen, dass Menschen mit einer überaktiven Hypophysendrüse leicher jemandem vertrauen? Joa, vielleicht is' die empirische Basis der Neurologie vorhanden und die Schädelvermessung war "frei erfunden". Aber so von der Idee her würd' ich persönlich auch im Nachhinein nicht sagen können: "War doch völlig klar, dass das scheitern muss. Wer kommt schon auf die blöde Idee von Schläfenfalten auf den Charakter zu schließen?"
  4. Der fade Beigeschmack des zufälligen Erfolgs und das Gefühl, diesen nicht verdient zu haben; eine wirklich treffende Beschreibung dessen, was ohne den Glauben an die Selbstwirksamkeit wahrscheinlich überbleibt. Ich erinner' mich an ein paar interessant Momente meines Lebens, auf die ich richtig stolz war, obwohl sie keine so große Sache waren: In meinem vierten Semester hatte ich eine schwere Prüfung vor mir, bei der es mir wichtig war, sie mit "Sehr gut" abzuschließen, weil ich gleichzeitig als tutor für die Professorin gearbeitet habe (und es auch weiterhin tun wollte). Ich hab' mich damals an eine Lektion erinnert, den ich unten beschrieben werde. Jedenfalls habe ich auf ein Sehr Gut hingearbeitet und es erreicht. In meinem ersten Semester im Master hatte ich fünf Lehrveranstaltungen, von denen vier quasi mein Spezialgebiet waren und bei der fünften habe ich eine Einladung für eine Publikation bekommen (klingt viel toller als es war; daraus wurde eine Rezension, für die ich ewig gebraucht habe, und die ich irgendwie schlecht fand). Darum hatte ich vor, das Semester mit fünf Sehr gut abzuschließen, und hab's auch getan. Auch hier habe ich mich an diese Lektion erinnert. Beide Erfolge waren weitaus befriedigender als alle "Sehr Gut", die ich sonst so bekommen habe. Es waren Bestätigungen der Selbstwirksamkeit; es waren keine zufälligen Erfolge. Die Lektion, die damit in Verbindung steht, is' nochmal ein ordentliches Stück älter. Ich hab' damals (neben der Schule) in einer Multi-Level-Marketing (="Schnellballsystem") Vermögensberatung gearbeitet. Grundsätzlich 'ne ziemliche Abzocke und so weiter, aber ich war trotz komplett ausbleibendem Erfolg länger dabei als andere; und ich habe damals viel gelernt, das ich für die nächsten Jahr gut gebraucht habe. Sachen, die ich heute "verloren" (nicht vergessen) habe. Inbesondere eine Lektion: Der Büroleiter wollte jeden Monat einen Monatsplan, in den wir reinschrieben sollten, wie viel wir vorhaben, diesen Monat zu verkaufen, sodass man am Ende das Ziel mit dem Erfolg vergleichen konnte, das selbst gesetzte Sol mit dem Ist. Das is' mir ziemlich am Geist gegangen und war viel von diesem blödsinnigen, hochtrabenden Erfolgsgerede. Im Zuge dessen hat sich ein Gespräch mit … sagen wir mal hochtrabend "meinem Mentor" ein Gespräch ergeben, in dem es um Lebensziele und Träume ging. Die Frage war, wie viel ich eigentlich gerne verdienen würde; so irgendwann mal. Ich meinte scherzhaft: "Naja wollen; ich würd' gern 'ne Million im Monat verdienen." Die interessante Frage, die dieser Mentor dann gestellt hat (relativ alter Kerl, schon über 50, was für die Firma und die Branche unüblich war; und er war selbst erst wenige Jahre drin), war: "Willst du das wirklich?". Im Grunde ging es letztlich darum: wenn man eine Million verdienen will, muss man auch für eine Million arbeiten. Damals hab' ich noch nicht über den Begriff der Selbstwirksamkeit nachgedacht. Aber die Frage hat mir zu denken gegeben: will ich das wirklich? Wenn ich es geschenkt bekomme, nehme ich es mit Handkuss, aber ist das mein Ziel (klar war es das nciht, weil das nur ein Scherz war)? Mir ist dann die Differenz zwischen "Wollen" und … "Wünschen" klargeworden bzw. hab' ich sie für mich eingeführt. Das Sehr Gut auf die Prüfung und auf die fünf Seminare, die ich vorher angesprochen habe, das war etwas, das ich wollte, und für das zu arbeiten ich bereit war. Ich wollte eine Zeit lang auch den Notenschnitt von 1,0 halten, aber ich habe dann doch irgendwo einen Zweier hingenommen, um mir einfach nur eine Seminararbeit zu ersparen, hab' Zeug schleifen lassen, weil meine Aufmerksamkeit dann doch wo anders lag; mein ganzes Leben hat sich dann einfach verändert. Ich war nicht mehr bereit, für 1,0 zu arbeiten. Und das war okay, und das ist okay. Es ist sogar gut, dass ich nicht mehr bereit dafür war, weil ich etwas anderes wollte: das Leben geniesen und mir ein Privatleben aufbauen. Hm,… ich glaub', für mein verkacktes Privatleben hab' ich in der Tat wem anderen die Schuld gegeben (Ex-Freundin, 7 Jahre Beziehung); und von dieser Bindung wollte ich mich lösen (und hab's gemacht). Hm,… und vorlauter Spaß haben, Spaß suchen, kompromisse Schließen und so weiter hab' ich mich dann wohl verloren und den Glauben an (meine) Selbstwirksamkeit ein Stück weit verloren. Und auch die Selbstwirksamkeit von anderen. Ich glaube, dass ich damit ein Stück weit Recht habe. Nicht immer kommt man dort an, wo man hin will, selbst wenn man bereit ist, dafür zu arbeiten. Manchmal ändert sich auch das Ziel. Und manchmal, gerade wenn andere Subjekte beteiligt sind, ist man mit dem Willen und dem Wollen von anderen konfrontiert; gerade im Zwischen menschlichen kann man "zu viel" oder "zu sehr" wollen. Das weiß wohl jeder, der sich mal zum Affen gemacht hat, weil er verknallt war. Vielleicht war's auch diese Erkenntnis, die den Glauben an die Selbstwirksamkeit relativiert. Sicher ist, dass mit jedem Scheitern das Glauben schwieriger wird. Das klingt jetzt so traurig, is' es aber irgendwie gar nicht. Ich bin weder 'n depressiver Mensch noch bin ich gerade "schelcht drauf". Im Gegenteil: ich bin gerade sogar irgendwie gut drauf, weil ich mich an diese zwei Momente erinnere, in denen mein Handeln und mein Wollen so sehr ineinander aufgegangen ist, dass es Eins wurde, dass das Scheitern fast schon zur Unmöglichkeit wurde: so als würde ich sagen "ich will auf's Klo gehen". Klar kann ich auf dem Weg hinfallen, einen Schlaganfall bekommen und was weiß ich, aber ehrlich gesagt: wenn ich sage, dass ich jetzt auf's Klo gehe, dann werde ich damit Erfolg haben. Fühlt sich gut an, sich daran zu erinnern. Ob ich aus dieser sehr schönen Erinnerung Konsequenzen für mich ziehe, weiß ich nicht. Ich denke immer, dass ich meinen Master abschließen will - und zwar sehr gut. Das heißt: ich dneke immer, dass ich bereit bin, dafür zu arbeiten. Aber jetzt, in diesem Moment weiß ich das nicht genau, und zwar weiß ich es deshalb nicht, weil ich anhand meines Handelns sehe, dass ich lieber Posting im Forum hier schreibe, dass ich lieber eine Runde Schach spiele etc., als an meiner Abreit zu schreiben. …das Leben ist kompliziert. Hm. Ich danke dir für deinen Kommentar, den fand ich echt inspirierend. btw.: Was ich von Vera Birkenbiehl bisher gehört hab', sind v.a. so kleine Tipps. Coole Sache, weil es einfach zu verstehen und einfach umzusetzen is'. Macht sich sicher in so Softskill-Seminaren ganz gut, und auch im Alltag is' das sicher nett. Unabhängig von der wissenschaftlichen Richtigkeit (die kann ich nicht beurteilen, komm' aus der Pädagogik, sie macht mehr Psychologie) würd' ich daraus halt leider nicht so viel hinsichtlich der Frage, wie Lernen funktioniert oder was Lernen ist ableiten können.
  5. Kurze Zwischenfrage: wie oft is ' "mehrfach" in etwa (also nur so ein ganz grobe Schätzung)? Und weil hier Metronom was von wegen "junge Männer" sagt: wie alst bist du denn ungefähr? ...kann sicher an 1024 verschiedenen Dingen liegen; sowohl "an dir" als auch "an den Mädels". Vielleicht bist du bisher schlichtweg (aus Zufall) bei den falschen Mädels gelandet. Vielleicht stellst du dich selbst zu interessant dar, versprichst (nicht verbal sondern durch dein Verhalten) mehr bzw. etwas anderes als du halten kannst. Je beeindruckender du am Anfang bist, desto höher sind wohl die Ansprüche, die an dich gestellt werden.
  6. Ach geh, hier tun immer alle so, als würden die meisten Mädels mindestens jeden Monat einen anderen haben. Ich kenn' nur ein Mädel, das jetzt mit ihrem 30.Geburtstag irgendwo auf 60+ kommt. Sonst dürfte der Spielraum von dem - was mir erzählt wird - zwischen 2 und 20 liegen (wobei mir kein Mädel von 20 erzhält hat, außer halt die 60+). Und das ganze "multipliziere das mit 3" is' Blödsinn. Mich nervt dieses Gerede, weil das doch noch mehr Druck macht, und das auf der Basis irgendeines Irrglaubens. Jo, es gibt Mädels, die mit 25 die 100 knacken, und es gibt welche, die mit 25 Jungfrau sind. Der Durchshnittswert is' statistisch nicht relevant, Streuung und Standardabweichung sind in dem Fall wahrscheinlich nichtssagend. Wenn man die Anzahl der Sexualartner schon quantifizieren will, würd' ich grobe Bereiche einteilen (z.B. 0 bis 5, 5 bis 10,10 bis 15, 15 bis 20, usw.) und dann den Modalwert nehmen. Ich schätz' sogar, dass der bei Mädels mit 25 in den ersten beiden Kategorien liegt; entweder 0 bis 5 oder 5 bis 10. Auch Mädels reden mittlerweile groß daher, weil Promiskuitiität bei weitem nimmer so verpönt is' und so manche gerne einen auf Famme Fatal macht. Die Konsequenz is'ähnlich wie beim Gerede über stundenlangen Sex (in der Realität wahrscheinlich eher lahm anstrengend und mit der Zeit schmerzhaft), riesen Schwänze und die Anzahl der angeblichen Sexualpartnerinnen von Männern. Dazu Schwarz-Weiß-Gerede und Übertreibungen (sowohl in Richtung guten als auch in Richtung schlechten Sex), und am Ende muss man als Kerl Supermann sein und als Frau Pornostar (is' doch mittlerweile genausoein Ideal wie die Heilige, das Gegenideal, das Bild der "starken Frau", der Frau, die sich über gesellschaftliche Konvestionen hinwegsetzt, die sich nimmt, was sie will, bla, bla). 'n Kerl, der dann mit 25 Jungfrau is' bekommt damit mitgeteilt, dass der Zug faktisch abgefahren is' und er wahrscheinlich nie 'n guter Liebhaben werden kann und einem Mädel wird im Grunde mitgeteilt, dass es prüde, langweilig, altmodisch, von gestern und letztlich unnattraktiv is', wenn es kein Interesse an FFM, MMF und Analsex hat, oder es ganz allgemein mit einmal pro Woche glücklich zufrieden is' (is' ja "unnatürlich", wenn's anders is'. Denn wie wir wissen, is' der Sexualtrieb von Frauen unersättlich, noch viel stärker als der von Männern, ja überhaupt würden Frauen am liebsten den ganzen Tag gevögelt werden, da reicht ein einzelner Mann ja sowieso icht). Okay, sorry - ich übertreib' jetzt in die andere Richtung (einwenig in Richtung Dammbruch-Argument), aber auch wenn meine Vorstellungen und Einschätzungen etwas konservativ sind, glaub' ich nicht, dass ich da so dermaßen daneben lieg' (es woll auch eine Welt außerhalb von Swingerclubs und Pick Up Forum geben).
  7. Ich glaub' nichtmal, dass deine Unsicherheit so ein großes Problem is'. Es gibt Paare, die sind 5 Jahre zusammen, obwohl er beim Sex nach 2 Minuten fertig is'; es gibt Paare, die 5 Jahre ohne Sex zusammen sind, es gibt Paare, die sich regelmäßig gegenseitig betrügen und trotzdem immer wieder zusammenfinden; ich glaub', die "perfekte Beziehung" gibt's einfah nicht. Wenn's dich verunsichert, dass sie so viel erfahrender is', dann is' das halt so. Jeder … jeder hat seine Fehler, Unsicherheit, Schwachpunkte. Genauso wie's in jeder Beziehung so ein, zwei Themen gibt, die sie "unperfekt" machen. Und honestly; die wenigsten Beziehungen halten bis zum Tod. Also selbst, wenn du diese Unsicherheit in den Griff bekommst, wird die Beziehung aller Wahrscheinlichkeit nach "irgendwann" zerbrechen. Sagen wir… in zwei jahren, weil ihr zusammenzieht und euch irgendwie nur mehr am Geist geht, oder in drei Jahren, weil du Kinder willst, sie aber nicht, oder in fünf Jahren, weil sie ein gutes Jobangebot in Prag hat und keine Fernbeziehung führen will; oder in 15 Jahren, weil die gemeinsame Tochter mit 13 schwanger geworden is' und ihr euch gegenseitig die Schuld dafür gebt. Also zu deiner Unsicherheit (meine Freundin is' auch deutlich erfahrener; wir stehen bei 5:20, wenn du so willst): Nur weil etwas auf rationaler Ebene nicht gerechtfertigt ist, heißt das nicht, dass es nicht existiert; z.b. dieses Gefühl der Unsicherheit. Ein Beispiel: ich hatte jetzt ca. 9 Monate eine Freundschaft Plus, und meine Freundin hat jetzt zum ersten Mal einen anderen Kerl; macht mich unsicher. Das weiß sie auch, und wir reden hin und wieder darüber. Nur, weil ich unsicher bin, heißt das nicht, dass ich es ihr "verbiete" (könnte ich auch gar nicht, würde ich nicht wollen usw.). In diesem Sinne würde ich einmal in den Raum stellen, einfach nur anzumerken, dass dich das verunsichert, dass es aber kein Grund ist, aus dem du jetzt an der Beziehung zweifelst (der doch?), keine Sache ist, die du ihr vorwirfst oder so; sondern schlicht etwas, warüber du öfter nachdenkst, und was dich halt unsicher macht. Wie sie drauf reagiert, kannst du natürlich besser einschätzen; auch wie du selbst die Beziehung gerne hättest (spannend oder vertrauensvoll?). Ich persönlich find's - zumindest in meiner Beziehung - entspannend, einfach mal zu sagen, was mich verunsichert. Das Aussprechen selbst hilft (völlig ohne "Problemlösungsstrategie"), weil man dann nicht irgendwas in sich hinein frisst und hofft, dass sie's nicht merkt. Man braucht keine Energie dafür aufzubringen, so zu tun, als würde man voll drüber stehen. Man muss sich keinen lockeren Spruch ausdenken, mit dem man "sexuelles Selbstvertrauen" vermittelt, wenn sie eine Geschichte von tollem Sex, den sie mal mit jemandem hatte, erzählt. Gosh, ich kann gut verstehen, dass du dich fragst, ob's ihr ihr zweiter Freund nicht vielleicht doch besser besorgt hat als du, oder der vierte; oder vielleicht einer der drei Potenziellen. Oder was weiß ich, was du dich sonst noch so fragst. Was glaubst du, wird sich ihr nächster Freund denken (und den wird's wahrscheinlich auch wirklich geben; is' doch wie bei jeder Beziehung nur eine Frage der Zeit)? Hm,… ihr seid noch nicht lange zusammen; da kennen sich die anderen hier wahrscheinlich besser aus. Aber wie gesagt, ich denk', Offenheit entspannt die Situation; solange du kein Drama und keinen Vorwurf darauf machst. Das erfordert kein "wir müssen reden" oder so. Es is' nämlich meiner Ansicht nach auch keine große Sache. Wenn andere hier schreiben, du hättest ein massives Problem und müsstest an dir arbeiten, dann kann ich dem nur widersprechen. Dein "Problem" is' nicht (essenziell) größer als die Probleme, die andere Leute in ihrem Leben und in ihren Beziehungen haben. Du bist verunsichert, wenn das Mädel erfahrender is', ein anderer hat riesig Schiss, seine Zeit mit der falschen zu verschwenden und wieder ein anderer is' halt scheiße im Bett. Musst du an dir arbeiten? Keine Ahnung. Kannst dir selbst überlegen. Ich weiß nichtmal, ob man an soetwas überhaupt arbeiten kann. "ich arbeite hart daran, locker zu sein" kommt mir irgendwie komisch vor. Du könntest auch stattdessen an anderen Dingen arbeiten, die Wohnung putzen, Schach lernen oder einen Zeitungsartikel schreiben. Hilft vielleicht nicht dabei, deine Unsicherheit in den Griff zu bekommen, aber immerhin is' die Wohnung dann sauber, du kannst Schach spielen und hast einen Artikel publiziert. Is' doch auch schön, oder?
  8. …warum sollte mein Umfeld an mich glauben? Naja, völlig richtig: warum sollte es? Ich meine: natürlich ist es für das eigene Leben wichtig, dass andere an einen glauben, und wohl noch wichtiger, dass man selbst an sich und seine Selbstwirksamkeit glaubt. Aber so wirklich berechtigt, in sachlicher Hinsicht, finde ich diesen Glauben nicht. Also zumindest nur begrenzt: wenn jemand ein Schach-Elo von 2700 hat, dann wird' er wohl ein guter Schachspieler sein, und ich werd' wohl auf ihn setzen, wenn er gegen jemanden spielt, der 700 Punkte niedriger gewertet ist. Aber die Frage ist ja: warum hat es Spieler 1 soweit gebracht? Das is' sicher nicht sein alleiniger Verdienst. Die Eltern müssen sein Talent früh gefördert haben, Geld in vernünftige Schachlehrer investiert haben; irgendein Großmeister nimt sich in der Regel des Spielers an und arbeitet konkreter mit ihm, das Umfeld sollte ihn nicht hänseln, weil er Schach spielt, die Gesundheit und die Fitness müssen passen (Mikail Tal war auch nur ein Jahr lang Weltmeister; kein Wunder, wenn er ständig im Krankenhaus war), er muss überhaupt in einem Land geboren worden sein, in dem Schach gespielt wird, und so weiter. Aber ja, es is' schon richtig: Fabiano Caruana trainiert täglich viele, viele Stunden; ich spiel' vielleicht 'ne gedankenlose Blitz-Partie nebenbei. Also, dass er so viel besser is', kommt nicht von ungefähr. Und so wird's wohl auch bei deinem Junior-Projektleiter sein (darf ich auch dich mal nach deinem Bildungs- und Karriereweg fragen?). "Ich persönlich meide Menschen, die Schuld und Verantwortung tendenziell bei anderen suchen oder andere schlechtreden mit dem Ziel sich selbst besser zu fühlen. So einfach es klingst - es ist nicht immer einfach solche Energievampire direkt zu erkennen. Suche Menschen die Dinge besser können als du und positiv auf die Welt blicken - nur so entwickelst du dich weiter und nimmst deinen Erfolg selbst in die Hand." Ich meinde Menschen, die die Schuld bei anderen suchen genauso. Oder sagen wir: ich kenn' außerhalb meines beruflichen Kontextes keine (ich arbeite mit Menschen mit Behinderungen, Problemen etc.; hab' da 'nen Klienten, der überhaupt nie für irgendwas Verantwortung übernimmt. Er schafft's nichtmal, sienem Vermieter Berscheid zu geben, dass ein Schaden in der Wohnung besteht. Das soll der Vermieter schon … k.A. erreaten? Regelmäßig vorbeikommen und Sachen in de rWohnung reparieren?). Zu mir selbst hab' ich da 'n komisches Verhältnis. Früher hab' ich stark an meine Selbstwirksamkeit geglaubt - wie du sagst: es is' keine Realität sondern eine Frage der Wahrnehmung. Und v.a. haben andere stark an mich geglaubt. Mittlerweile hab' ich genügend Zeug - aus eigener Kraft bzw. aus eigener Faulheit und Feigheit - in den Sand gesetzt. Hm,… eigentlich schon 'ne interessante Sache: bei mir selbst geh' ich doch irgendwie davon aus, dass ich es selbst bin, der Mist baut, bei anderen seh' ich stärker die Faktoren, die von außen kommen. Für meine "Erfolge" wiederum seh' ich vor allem die Außenfaktoren, die notwendig waren. Nach dem Schema: "Oh, ich habe einen Job bekommen. aber das wäre nicht passiert, wenn ich mir nicht Staffi die Visitenkarte in die Hand gedrückt hätte, und mir gesagt hätte, dass ich mich bewerben soll", "oh ich hab' eine gute Seminararbeit geschrieben. Aber das wäre nicht passiert, wenn ich nicht den Luxus des Erasmussemester gehabt hätte, wo ich keinen Stress hab', und dass meine Freundin un die Dozentin einander gut kennen spielt auch eine Rolle" und so weiter. Bei anderen wäre es dann: "Ihr wurde das Kind vom Jugendamt weggenommen. Stimmt: sie ist eine schreckliche Mutter. Aber es wundert nicht, weil ihre Mutter früh gestorben is' und die Familie in der sie aufgewachsen ist, richtig asozial war. Sie is' ja auch nicht die einzige in der Familie, der die Kinder weggenommen werden"; "Oh, sie hat das Studium schmeißen müssen. Aber gut, sie hat von ihrer Familie einen derartigen Erfolgsdruck bekommen, dass es nicht wundert, dass sie ein Burnout bekommt und zusammenbricht"; aber tatsächlich auch in die andere Richtung: "Ja, er verdient jetzt ganz gut; aber hätte ihn seine Familie nicht unterstützt, dann hätte er nicht so schnell bei der Firma anfangen können". Hm,… geht stark vom "Fake it til you make it" weg, aber die Frage der Verantwortung is' dann ja doch irgendwie aufgetaucht. Wenn mein Kumpel (Schwester, Cousin, Freundin) mir kein Geld mehr borgt und ich aus meiner Wohnung flieg', dann sind die definitiv nicht Schuld. Im Gegenteil: ich wär' ohne die gar nicht so lange in meiner Wohnung geblieben… Ah, okay, das is' im konkreten Fall nicht richtig: auch ohne die familiere Unterstützung hätte ich meine Wohnung defintiiv behalten; ich komm' grundsätzlich auch ohne die aus; aber es macht das Leben so unglaublich viel einfacher, Leute zu haben, die einen finanziell unterstützen, wenn es mal "notwendig" (oder sagen wir: hilfreich) ist. Aber dem Prinzip nach jedenfalls; dieses "ich hab' aus eigener Kraft"-Erfolgsgerede geht mir einfach 'n bisschen auf den Geist. Ohne viele andere Faktoren, hätten die meisten gewisse Erfolge eben nicht gehabt. Und das gleiche gilt für Misserfolge: "Die Anja is' selbst Schuld, dass sie ständig pleite is'. Was sucht sie sich auch keinen g'scheiten Job?" … na vielleicht weil sie von all den Absagen dermaßen auf den Boden getreten is', dass sie ein "Tut leid, aber wir halten Sie in Evidenz" nimmer hören kann? Vielleicht, weil sie mit ihren Kinder so viel Stress hat? Vielleicht weil … und so weiter. Ah,… nochmal zum Kopieren: "Kinder lernen nicht anders" würd' ich so mal nicht ganz teilen. Die Frage wie Kinder und wie Menschen überhaupt lernen (und was "Lernen" überhaupt ist), is' recht komplex; dazu gibt's verschiedene pädagogische, psychologische und neurowissenschaftliche Theorien (vielleicht nicht ganz so oft gefragt, aber mindestens genauso wichtig is' die Frage, was Lernen überhaupt ist). Gerade in der Nachahmung beispielsweise steckt durch einen Bruch, durch den "Fehler in der Nachahmung" ein kreatives Moment. Der Wert dieses Moments is# natürlich ein besonderer; damit mein' ich: über den kann nichts pauschal gesagt werden. Kann sein, dass sich durch den Fehler eine "absolute" Verbesserung des Prozesses ergibt, kann sein, dass der Bruch für die individuelle Leistung besser is' (nach dem Schema: für Person A is' es besser, so zu moderieren, für Person B is' es besser, wenn sie so moderiert), kann aber natürlich auch sein, dass das konkraproduktive Brüche bestehen, die man vielleicht schnell als "kann's noch nicht richtig" abtun kann; aber z.B. beim Sport oder in der Musik muss man da schon ziemlich aufpassen: ich hab' viele, viele Jahre Baseball gespielt. Mein Wurf is' echt toll, aber mein Ellenbogen is' etwas zu weit unten (d.h. ich werf' zu stark von der Seite, statt von oben). Diesen Fehler hab' ich aber in 17 Jahren Baseball dermaßen eingeübt, dass der nimmer wirklich verschwinden wird; zumindest nicht, ohne dass ich meinen sehr guten Wurf komplett verwerfe und versuch' "von ohne" anzufangen. Und Menschen denken beim Nachhamen ja hin und wieder auch nach; sie meinen, dass etwas womöglich besser ist, als das Original. Genauso wie Menschen überhaupt erst einmal beurteilen und auswählen müssen, was sie nachahmen wollen bzw. was das Relevante ist. Wenn du dir denkst: "oh, der gelbe Frosch sagt, dass er erinen guten Wurf hat; den kopiere ich", dann wirst du wohl nicht alles kopieren, was ich so tu'. Wenn ich mich vor dem Wurf am Hintern Kratze, dann wirst du wahrscheinlich denken: "das is' wohl nicht relevant", wenn ich nach dem Wurf bzw. am Ende des Wurfes, meinen rechten Fuß erst einen halben Mter in die Höhe schmeiß und dann vor dem linken Fuß lande,… k.A. denkst du, dass das was mit der Qualität meines Wurfes zu tun hat? Wäre das etwas, worauf zu schauen würdest? Würdest du auf mein Handgelenkt schauen, oder darauf, was mein Nacken macht? Ist es relevant, was mein linker Arm bei der Sache macht? Imitation is' kompliziert. *kopfkratz* Das fällt mir "jetzt erst" (also lerntheoretisch gestützt z.B. auf Lutz Koch oder auch auf Gadamer; selbst wenn er mit "Lernen" eigentlich so gar nichts zu tun hat, sodnern nur mit "verstehen", aber man vergiss solche Sachen oft) auf. "Fake it til you make it" macht aus einem Menschen eben doch keinen Bären; und aus Klaus wird auch nicht Norbert, egal wie sehr Klaus versucht, Norbert zu werden. Nochmal nebenbei: mich würd's interessieren, was du so für einen Karriere- und Bildungsweg hinter dir hast. :)
  9. Clubbing und ich, wir passen einfach nicht zusammen. Mal ehrlich Leute: was macht ihr eigentlich bei so klassischen "großen" Partys, in der Disko, eben dort, wo's einfach nur laute Musik spielt und eine Bar is'. Ich seh', dass dort wahnsinnig viele wirklich hübsch rausgeputzte Mädels sind. Bin gestern so um drei oder so (mit meiner Freundin und einem Kumpel) in so einen Club gegangen. Ein paar Leute haben getanzt oder geschmust, ein paar haben Tischfußball gespielt (damit kann ich was anfangen) und die meisten anderen sind irgendwie dagesessen und haben miteinander geredet. Ich rede gerne und viel, aber in so Locations hab' ich echt null Plan, weder, wie man mit wem ins Gespräch kommt, noch ... sonst irgendwas.

    Wurde von einem Polen, der seit ein paar Monaten hier wohnt, beim Tischfußball auf zwei Drinks eingeladen; keine Ahnung warum. Mehr als 20 Sätze hab' ich sicher nicht mit ihm gewechselt; und das Mädel, das bei ihm war (nicht seine Freundin offenbar), war zwar sehr offen, aber abgesehen vom üblichen oberflächlichem Gequatsche wusste ich auch nichts. Ah genau: wenn ihr mal mit wem ins Gespräch kommt, worüber redet ihr da dann überhaupt? Ich mein', bei Konzerte gibt's immer wieder was zu sagen, ich hab' oft mal, eine der Bands schon gesehen, man kommt von einer Band zur anderen, plaudert über das Privatleben der Bands, tauscht Gerüchte aus, redet über die Musikszene; auf Uni-Stammtischen is' es  super chillig, sich über Dozenten zu unterhalten, die man kennt, Empfehlungen und Studienerfahrungen auszutauschen, sich über einander lustig zu machen; auf 'nem verdammten Baseballspiel unterhält man sich halt über Baseball; aber worüber redet man im Club? Ich hatte nichtmal mit meiner Freundin oder meinem Kumpel 'n vernünftiges Gespräch. Entweder war einer von beiden tanzen oder sie saßen da und haben sich über die Musik beschwert und überlegt, wie lange sie noch bleiben. Den Satz "ich will nachher noch eine Runde tanzen; wenn dann mal ein gutes Lied kommt" und "wenn das nächste Lied nicht leiwand is', werd' ich mich langsam auf den Heimweg machen" hab' ich gestern sicher 20 mal gehört; und das waren dann sicher ein Viertel der Sätze, die wir gewechselt haben.

    Und btw.: mein Kumpel fühlt sich wohl in Clubs, is' ständig dort und reißt auch hin und wieder mal wen auf (also nicht ständig aber halt; so genau kenn' ich ihn nicht); und meine Freundin ... naja, is' halt ein Mädel und wird, wenn ich nicht an ihr kleb', natürlich hin und wieder angegraben (laut ihr meistens ziemlich direkt und offensiv). Trotzdem haben die eigentlich ... naja "nichts" gemacht, außer abwechselnd 10 Minuten getanzt, eine Runde mit mir gewuzelt und 10 Minuten lang den Satz "Ich werd' dann nachher noch eine Runde tanzen" wiederholt. Achja, eine Drink haben wir uns gekauft. Und ehm,... den haben wir dann auch getrunken. Faszinierend.

    Ich hab' "dem Clubbing" sicher schon 10 Chancen oder so gegeben, aber irgendwie is' nie was "aufregendes" passiert, völlig irrelevant, mit wem ich dort war (super offene Menschen, eher schüchterne Menschen, Männer wie Frauen). Ich glaub', das einzige, was mir groß in Erinnerung geblieben is', is' so 'ne Rothaarige, die mich mal in so eine riesige Disko mit 20 Euro Eintritt (getrennt gezahlt) mitgeschleppt hat und dabei quasi im Schul-Uniform-Porno-Look aufgetaucht ist'. Dort is' die halt herum gegangen, hat Leute angetippt, mit denen sie 10 Sätze gewechselt hat, und dann waren die "bei uns" (haben genauso blöd dabei ausgeschaut wie ich: einfach der Person nachgehen, die so wirkt, als hätte sie einen Plan). Nach ein paar langweiligen Stunden meinte ich: "Ich werd' dann langsam gehen", meinte sie bloß "Naaaainn" und 10 Sekudnen später war sie auf der Bühne, hat dort 'ne halbe stunde mit irgendeinem Mädel rumgemacht (das hat schon sexy ausgehen, glaub', darum bin ich länger geblieben), und dann bin ich halt heim.

    Ansonsten ... echt, ich hab' keine Ahnung, was ihr da eigentlich macht außer Tanzen, Tischfußball spielen, sich über die Musi kbeklagen und anzukündigen, dass man gleich wieder tanzen geht.

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    2. pMaximus

      pMaximus

      Wo warst? Klingt nach Pratersauna oder Voga. Schon mal Horst ausprobiert? 

      Was erwartest denn im Club, die große Philosophen Runde? Worüber beschwerst dich denn? Man geht in einen Club um Spaß mit seinen Leuten zu haben, zu tanzen, ordentlich zu trinken und zu feiern, Mädels aufzureißen usw. 

      Mit meiner Freundin bin ich aber auch nur selten und ungern clubben gegangen. Ansonsten die geile Musik und Stimmung genießen. Tanzen, flirten, Spaß haben. 

    3. Gerry

      Gerry

      Geh mittlerweile auch nicht mehr so gerne in den Club. Finds iwi langweilig und dann fang ich an zu saufen. Dann geht's ziemlich gut. Ich glaube, wer da nüchtern hingeht hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

    4. selfrevolution

      selfrevolution

      Neah, Max. War an sich nur der Viperroom; für Konzerte mag ich den nicht so sehr (der Schlauch is' mist); es war 'n Schwarzer Reigen dort (Silvester halt). Philosophenrunde brauch' ich jetzt echt keine, aber "um Spaß zu haben mit seinen Leuten" is' halt ein bisschen vage und allgemein ausgedrückt. Spaß hab' ich mit mit meinen Billard-Freunden beim Billard, meinen DSA-Freunden beim DSA, meinen Konzertfreunden bei Konzerten, meinen Wuzzelfreuden beim Wuzzeln; und oft gibt's natürlich auch Überschneidungen. Klar kann man sagen: "Dann spiel' halt Billard, Tischfußball und DSA; und lass die Clubs bleiben." Is' auch das was ich im Grunde tu', aber wie nennen die Leute es hier ... "aus seiner Comfrt-Zone rausgehen"; das jedenfalls würd' ich durchaus gern machen. Gerade, dass ich mich beim Clubbing nicht so wohl find', find' ich irgendwie doof.

      "Ordentlich Trinken" ... naja, ich glaub' auf mich trifft zu, was Gerry meint: "Wer da nüchtern hingeht, hat de Kontrolleüber sei Leben verloren". Ich sauf' halt nicht und ich tanze nicht (gerne). Flirten, quatschen, Leute kennenlernen, alles leiwand (ob Aufreißen leiwand is', weiß ich nicht. Damit hab' ich nicht so die Erfahrung; aber ich sag' mal, das wäre drchaus - sehr - in meinem Interesse).

      Und "usw." is' halt, jo. Wie gesagt, Wuzzeln is' schon ganz nett; abr das is' im Morgenstarn, im Weberknecht, im Zipp oder sonstirgendwechen 0815-Bars besser, als ma schwarzen Reigen, wo's so laut is', dass man letztlich NUR spielt, aber kein Trashtalk dazwischen is', die Leute sind von der Spielstärke her nochmal ein paar Klassen weiter auseinander als sie's in 0815-Bars schon sind, und die meisten wollen da halt einfach nicht wuzzeln, weil sie lieber ... k.a. was sie lieber tun. Ich weiß, wie ich weitere, aber das is' halt genau das: Spaß habe ... mit Billard, Wuzzeln, Konzerten und hauptsächlich Zeug, das nichts mit Tanzen und Alkhol zu tun hat.

      ...as I said: ich weiß, wie ich persönlich Spaß hab', aber ich würd' mich durchaus gern auch in Clubs amüsieren können. Is' ja auch schade, wenn ich immer "nö, Clubs sind nicht mein's" sagen muss, wenn mich Freunde mitschleppen wollen; und halt allgemein is' das was, was viel verspricht, was andere Leute (und zwar sehr, sehr vele davon) gerne tun, und wo Leute einander angeblich kennenlernen. Also joa,... und wie gesagt: selbst, wenn ich mit Leuten ins Gespräch komm', gehen mir im Club (anders asls überall anders) nach 10Sätzen die Worte. Erzählungen und Fragen aus.

      ...meine Freundin meinte übrigens, ich würde super creepy tanzen. Wenn ich au der Straße tanz', is' das super, wenn ich daheim tanz' is' das chillig und überhaupt überall. Aber auf der Tanzfläche is' es super creepy. ...naja, und so ca. komm' ich mir da auch vor. ^^ Macht halt auch nicht wirklich Spaß, aber man kann's ja mal probieren.

  10. "If you spend time with quitters and losers, you will become a quitter and a loser." Diese Annahme begründeste du mit Spiegelneuronen, d.h. neurologisch, d.h. biologisch, materialistisch. Ich hab' von Neurologie keine Ahnung. Find' das schon interessant und würde ganz allgemein (gerne auch von dir, wenn du willst) mehr darüber erfahren; nimm's mir aber halt auch nicht übel, wenn ich - auf Grund von Unkenntnis - mal die vorsichtige "Kann sein"-Haltung einnehme. Wir denken ja alle imemr wieder mal, dass wir etwas wissen; ich weiß weder wie "umstritten" oder "unumstritten" diese Theorie der Spiegelneuronen ist, noch kann ich halt beurteilen, wie "richtig" du sie interpretierst. Ich kenn's u.a. aus der Pädagogik sehr gut, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und Theorien, sobald sie die Disziplin auch nur zehn Zentimeter weit verlassen, plötzlich etwas anderes sagen. Klingt jetzt wie ein Angriff, is' aber wirklich nicht so gemeint: wie viel und in welchem Kontext hast du mit Neurologie und Spiegelneuronen dergleichen zu tun? "Ähnliche Aktivitätsmuster" sind rein intuitiv "plausibel", aber "ähnliche Gefühlsmuster" find' ich extra spannend. Kann mir das gut vorstellen; ich denke, davon lebt das "Mitreißen können". Es gibt ja dieses Phänomen, dass eine Person etwas erzählt, das "eigentlich" sehr langweilig wäre, das aber deshalb so interessant ist, weil es die Person selbst mit so viel Freude erzählt. Hm. Die Frage ist auf der anderen Seite: wäre das "Glück", das man dabei empfindet … "bloß" gespiegelt, oder hat das irgendwie eine Art "Begründung" (z.B. dass man denkt: "Wenn die Person so begeistert ist, dann muss die Sache doch toll sein, und dann ist es gut, mehr darüber zu erfahren"). Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, dass es primär oder zumidnest zu einen großen Teil (wir wollen ja nicht monokausal denken) "gespiegelt" ist. Womöglich resultiert gespiegelte Glück auch aus den gespiegelten Aktivitätsmustern. Leiblichkeit is' ja ein Thema, das ich in meiner pädagogischen Ausbildung stark vernachlässigt hab', aber es gibt ja durchaus die Innenwirkung von Körperhaltung und Bewegungsmuster. Wie dem Auch sei: klar wird man durch das Spiegeln kein Bär. Eiche haben sicher andere Glaubenssätze verinnerlicht als Arme, aber die Frage ist halt: sind es diese Glaubenssätze, die zum Reichtum geführt haben? Sind diese Glaubenssätze notwendig? Oder sind sie gar hinreichend? Beides würde ich zumindest einmal ablehnen und hierbei auf eine Art Outcome-Bias verweisen. Es gibt Menschen, die zu Reichtum gekommen sind, ohne dass sie den Habitus der Reichen übernommen haben; und es gibt Menschen, die den Habitus von Reichen übernommen haben (bzw. teilweise übernommen haben: siehe nächster Teil), die aber nicht zu Reichtum gekommen sind. Zur Vollständigen Übernahme des "Reichen"-Habitus: ich weiß nicht, was empirisch genau alles dazu gehört, aber ich nehme an, dass eine gewisse Einstellung gegenüber Geld und damit v.a. ein bestimmter Umgang mit Geld einhergeht, der für Arme gar nicht möglich ist. Wenn beispielsweise Reiche Menschen investieren - sagen wir 80% in sichere Kapitalanlagen, 20% in Risiko-Kapitalanlagen - dann ist das für jemanden, der kein Kapital hat, das er investieren kann, nicht möglich; ergo ist es gar nicht möglich, die Verhaltensweise zu nachzuahmen, die Reiche zeigen. D.h. dass die Bekanntschaft mit Reichen nicht zwangsläufig zu Erfolg führt. Mag sein, dass es förderlich ist; aber auch hier stellt sich die Frage, ob der Erfolg durch die Mimesis entsteht, oder durch die Unterstützung. Meine Freundin hat deutlich mehr Geld als ich, und ich komme zwar aus einer entschieden armen Familie (d.h. nicht Mittelschicht, sondern tatsächlich Unterschicht), habe seit ca. 10 Jahren aber das Glück, immer jemanden zu haben, der mir im Notfall Geld borgen kann; und zwar relativ einfach, so viel, wie ich brauche und ohne Druck. Wenn ich kein Geld für die Studiengebühren habe, muss ich mein Studium nicht schmeißen, weil ich mir 400 Euro ausborgen kann; und mit der Miete komm' ich schlichtweg nicht in Verzug, weil ich mir auch drei Monatsmieten ausborgen könnte, wenn es notwendig wäre. D.h., selbst wenn ich irgendwie … zu soetwas ähnlichem wie Erfolg kommen würde, wäre das wohl weniger durch die Mimesis sondern mehr durch die Unterstützung passiert; das hat wenig mit Spiegelneuronen zu tun. Hm. Ich oute mich dann mal als Armer: ich glaube zwar definitiv nicht an das Schicksal, ich glaube aber auch nicht daran, dass ich mehr als 40% von dem, was in meinem Leben so passiert, "bestimme". Mit "bestimmen" meine ich: ich glaube nicht, dass mehr als 40% von dem, was in meinem Leben passiert, auf mein eigenes Verhalten zurückzuführen ist. Es ist einfach Zufall, Glück, Pech, "Umwelt" (ganz ohne Mimesis). …don't get me wrong: ich find' die Sache mit den Spiegelneuronen als Erklärungsfaktor für Verhalten interessant, und auch die Mimesis als "Lebensstategie" bzw. "Lernstrategie". Man kann sicher auch mit beiden zusammen "arbeiten"; also daran arbeiten, sich selbst sozusagen "von außen" zu manipulieren.
  11. Puh,… ich bin wohl einer der Menschen, denen man am wenigsten Vorwirft, Frauenverachtend zu sein, aber die Fragen sind sprachlich wirklich extrem unpräzise. …wenn eine Frau eine Beziehung mit einem Mann eingeht, muss sie damit rechnen, dass dieser Sex "einfordert" (so in etwa war die Formulierung). Was heißt: "Einfordern"? Sagen: "Hey, wir sind zusammen, ich steh' auch Sex; und honestly, wenn wir keinen Sex haben, werde ich diese Beziehung beenden." Eine Beziehung zu beenden, ist das gute Recht eines jeden Menschen. Oder heißt "einfordern", dass er sich über ihre Ablehnung hinweg setzt und sie vergewaltigt, physisch zwingt oder mit anderen Druckmitteln, psychischer Gewalt etc. dazu zwingt? …und was heißt ständig wieder Formulierung "müssen Frauen damit rechnen" oder "sollen Frauen damit rechnen"? Ist der Begriff "sollen" hier als Imperativ gemeint, im Sinne eines: "Es soll so sein, dass Männer dies und das tun"? Oder im Sinne eines "Es ist so, dass Männer dies und das tun - empirisch - und Frauen tun gut daran, damit zu rechnen"? Das sind komplett unterschiedliche Dinge; und eine Frage (keine Ahnung mehr welche) hab' ich letztlich gar nicht verstanden. …und btw. "Wissenschaftstheorie" und Methodologie gehören zu meinen Schwerpunkten auf der Uni; is' also nicht so, als wär' ich bloß zu dumm, um die Wissenschaftlichkeit dahinter zu verstehen oder zu dumm um die Fragen zu verstehen. …also wenn sogar ich - als mehr oder weniger erklärter Feminist - über die Fragen empört bin, dann will das echt was heißen.
  12. Yey! Weiß nicht, muss gerade mal den Stolz nach draußen lassen, auch wenn's super peinlich is' und absolut keine Souveränität bezeugt: hatte gestern Sex mit meiner Freundin, und nachdem sie gekommen is', hab' ich die Position gewechselt und scheinbar was "Neues" gefunden. Also, eigentlich haben wir's so schon öfter gemacht, aber irgendwas daran hat sich ziemlich anders angefühlt - für beide; und sie meinte nachher, dass sie danach irgendwie vom Orgasmus nicht mehr runter gekommen is'. So als würde sie die ganze Zeit über kommen. K.A. ob's so einen Heavy Metal Smilie gibt, aber das war wohl echt guter Sex. Wenn ich die Nase hoch streck', dann bin ich 1,95!

  13. Salut les gens, …sagt mal, ich war letzten Freitag mal auf einer (Club)Party und hab' dort einen alten Bekannten getroffen; Schlagzeuger einer Band, für die ich einige Konzerte organisiert hab', und zu denen ich eigentlich immer ein oberlächliches, aber immer wirklich gutes Verhältnis hatte (gegenseitige Konzertbesuche, war mal auf einer privaten WG-Einweihung, aber kein im strengen Sinen freundschaftliches Verhältnis; also hab' mich nie mit wem zum Tischfußball oder so getroffen). …an sich war er gerade heftig und mittelprächtig an einem Mädel dran, da haben wir nicht groß geplaudert. Irgendwann kam er dann aber doch zu mir (das "Hallo, cool, das du da bist" und so hatten wir da zwischen Tür und angeln schon hinter uns), und meinte: "Ich hab' da mal eine persönliche Frage." Keine Ahnung, irgendwie hab' ich mir schon gedacht, dass jetzt irgendwas ziemlich dämliches kommt (obwohl ich zu der Band, wie gesagt, ein gutes Verhältnis hatte). Und es kam halt ziemlich klassisch die Frage, ob ich eigentlich schwul sei, weil sie angeblich "alle" davon ausgegangen seien, bis mich einer mal mit einem Mädel gesehen hat, "über das ich hergefallen bin wie es sich für einen Mann gehört". K.A., ich werd' das immer wieder gefragt, aber eigentlich ausschließlich im etwas klassischeren Nachtleben (also nicht die Jazz-Veranstaltungen, sondern eher Metal-Konzerte, Partys in Clubs oder sowas), und v.a. ausschließlich von (hetero) Männern, die so allgemein mehr oder weniger betrunken sind, am Rumgraben sind oder halt irgendwie in "Matcho"-Stimmung. Oder man unterstellt's halt implizit; nach einem Konzert is' mal ein (fremder) Kerl zu mir gekommen und meinte: "Also schwul bist du jedenfalls nicht" (was halt implizit, dass es halt doch irgendwie so wirkt), also das kommt auf die Art immer wieder. Wenn ich mich nicht irre, dann kam's noch nie von einem Mädel. …is' das so'n Matcho-Ding, dass man sich selber irgendwie männlicher fühlt, oder wie? Ich frag' mich jetzt nicht, wie ich damit umgehen soll', mit Menschen kann ich grundsätzlich ganz gut; aber irgendwie find' ich's schon strange. Joa, ich bin halt klein, schlank und hab' lange Haare (gosh! Keine Überraschung, dass gerde ich sowas gefragt werd'), aber dennoch: wurde das nur von besoffenen Kerlen gefragt, die eher gerade auf Prolo oder Matcho unterwegs waren. Btw., die Palette an quasi beleidigenden Fragen is' halt groß. "Sag mal, haben Asiaten wirklich kleine Schwänze?" is' auch so 'n Klassiker. …wenn ich drüber nachdenk', kommen solche Fragen auch hauptsächlich in Kontexten oder Situationen, in denen ich mich jetzt nicht ganz so sicher beweg'; d.h. eben vor allem so klassische Clubs, nicht auf WG-Partys oder Konzerten im "erweiterten Bekanntenkreis" (Konzerte von Bands, die ich kenn' oder wo ich den Organisator kenn' oder wo ich jemanden kenn', der wen kennt usw.). Einwenig beginnt man dann ja doch über sein auftreten nachzudenken. Klar sind's oft nur blödsinnige Matcho-Sprüche, aber wenn sowas von Bekannten kommt, oder wenn sowas v.a. dann kommt, wenn man sich jetzt nicht hoch erhobenen Hauptes mit seinen 1,65 über die Menge schaut, dann beginnt man halt doch einwenig über sein Auftreten und über euh… damit einhergehende soziale Prozesse nachzudenken. …wie geht's auch damit? …was sind eure Gedanken dazu? …wolltet ihr auch schon immer mal wissen, ob Asiaten kleine Schwänze haben? …euh, k.A.; in dem Moment war's mir ziemlich wurst, aber jetzt so im Nachhinein find' ich's schon irgendwie dämlich (passiert öfter, dass ich erst 'nen Tag später oder so check', was daso abgegangen is'). Sorry, wenn der Thread irgendwie "überflüssig" is', "Dampf ablassen" is' vielleicht blöd gesagt, weil ich jetzt nicht wirklich dampfe, aber irgendwie ärgert's mich im Nachhinein schon. Und ich wollte mal wieder irgendwas hier schreiben und diskutieren, und das is' das einzige, was mir eingefallen is'.
  14. In der Situation selbst fühl' ich mich in der Regel gar nicht angegifen. Braucht meistens 'ne Weile, bis ich mir denk' "Oh... das war jetzt aber schon eine depperte Frage." Aber vielleicht is' diese ehm,... Perspektive nicht so übel; eine Art Herausforderung. Mit Worten bin ich in der Regel verdammt gut, selbst wenn ich unsicher bin oder gerade aufgestanden bin und noch von ehm,... also ziemlich komsichen Träumen benebelt bin (dass Julia über ihre geschlechtliche Identität unsicher is' und "uns" deshalb unbedingt ihre Vagina zeigen muss, um sichr zu gehen; was für'n Schwachsinn). So 'n verbaler Schlagabtausch macht mit Mädels schon Spaß. Mit so Matchi-Kerlen ... ehrlich gesagt, wenn ich so drüber nachdenk', hab' ich bei kompett fremden besoffenen Kerlen oder so gar keine Lust auf 'n Schlagabtausch oder ein Gespräch oder deren Atem in meine generelle Richtung und ihre Anwesenheit. Also, wenn ich so drüber nachdenk', auch aus dieser Perspektive der Herausforderung, dann komm' ich auf den eigentlich nacheliegenden Schluss (k.A. wieso ich bisher nicht drauf gekommen bin), dass ich vielleicht als Einladung verstehen kann, aber ... eigentlich nicht jeder so einer Einladung folgen muss. Um dieSache mit der Homosexualität nochmal ehm,.... ins ironische zu drehen: ich glaub', ich sollte mir da 'n gutes Bitch Shield zulegen. So ' richtes Aggro-Verhalten, is' ja jetzt nicht grundsätzlich so, als würde es mir chronisch an Gesellschaft mangeln (wobei in den Kontexten kommt das schn vor aber das is' dann nicht unbedingt die Gesellschaft, auf die ich Bock hab'). Hm,... und ich glaub', wenn mich da jemand komplett aus dem Nichts aquatscht, dann is' das eh nicht so weit weg vom Angraben. "He's approaching me", offenbar sucht er den Kntakt zu mir; also was weiß ich. Aber jedenfals muss ich mir nicht jeden Schlagabtausch antun.
  15. ...hm. Ich bin entweder sehr einfach oder sehr kompliziert gestrickt. Bin mir noch nciht sicher, was davon. Aber es is' wirklich gut, sich 20 Stunden bevor die Freundin für ein paar Wochen zu Besuch kommt, sich nochmal richtig fett das Herz brechen zu lassen. Was mir mittlerweile doch wieder klar is', is' dass ich auf sie steh'. Ich war letzte Woche krank, da war mein Schlafrhythmus im Arsch, und ich hab' viel Zeit wach im Bett liegend verbracht. Nicht ständig, aber doch sehr oft hab' ich an sie gedacht. Letzten Samstag hab' ich sie gefragt, ob sie Lust auf hustende, aber sonst sehr attraktive und charismatische Gesellschaft hat. Da hat sie zwar abgesagt, aber heute hat sie mich spotan in einen Club eingeladen, in dem ich vielleicht so ... fünf mal herum war. Ich mag steh' eigentlich nicht so auf Clubs; hab' öfter schon gesagt, dass ich Clubs hasse, aber eigentlich is' das eher Gewohnheits- und Gesellschaftssache. Und von allem, was so in Richtung "Club" geht, is' das der, mit dem ich noch am ehesen kann, weil dort hin und wieder auch Konzerte sind. So wie heute. Ihre einladug hab' ich ziemlich spät gelesen, aber das ganze lag auch noch perfekt auf meinem Weg; hab' ihr zwar geschrieben ob sie noch länger da is', aber letztlich hab' ich sie so wohl nicht wirklich erreicht. Bin dann einfach so hingefahren (es lag auch wirklich perfekt am Weg!). 10 Euro Eintritt sind grundsätzlich schon okay, und dann runter. Sie hat sich sehr gefreut, mich zu sehen (schätz' ich mal). War mit einer Freundin (wirklich leiwandes Mädel) da, die selbst ein paar Leute mitgebracht hat. Offenbar war ich auch der einzige Mensch, den sie eingeladen hat (hat bei ihrer Freudin "angegeben", dass sie keinen tausen Leuten schreiben braucht, sondern nur eine einzige SMS schreibt, und ich bin da). Hab' mich am Anfang echt wohl gefühlt, auch wenn ich schon stark dieses "Club-Feeling" hatte: echt viele wahnsinnig gestyle Mädels und Kerle, die aneinander rumgraben, das typische Gekreische, wenn ein guter Song läuft, tanzen. Naja, beim Konzert wurde das Rumgegrabe zwiscen Männlein und Weiblein v.a. bei uns in der Nähe deutlicher (sie wurde diesmal nicht angegraben, aber direkt vor und gab's das ganze Spielchen). Sie stand das Konzert lang auch bei mir und is' auch danach nicht weggerannt; so wirklich wohl hab' ich mich in der Location dann doch nicht gefühlt, und nach dem Konzrt bin ichzwar noch eine Weile geblieben, aber es war, da wo wir waren, echt scheiß laut. Sie hat sich nciht wahnsinnig "tanziger" bewegt als ich; beide halt das klassische "am Rand stehen und mitschaukeln". bin dann auf's Klo, und als ich zurück kam, war halt ihre Freundin wieder da, und die hatte irgendwie zwei Kerle (de sie schon kannt, also, die waren vorher schon da) im Schlepptau; hab'mich dann auf die Stufen gesetzt und irgendwie bin ich so ... abseits gesessen; zum quatschen war's eh zu laut, also is' auch sie halt irgendwie so ... da gestanden; und ich hab' dann nach einer Weile gemeint, dass ich großen Hunger hab' und mich mal auf den Heimweg mach'. K.A. Ich hab' gehofft, dass sie mitkommen würde, nch wo was futtern oder was weiß ich. Aber wir haben uns halt mit 'ner Umarmung verabschiedet und ich bin mal Richtung Ausgang. Ich war echt so hin und hergerissen zwischen "Wenn man sich verabschiedet, geht man auch" und "ich mag nciht hier bleiben, aber ich mag irgendwie auch naja... bei ihr sein und so". Hab' sie dann im Club gesucht, aber das is' da halt echt scheiß schwer. Bin sicher 'ne viertel Stude herumgeirrt, hab' mich durch Menschenmassen gedrängt, und dann hab' ich ihr 'ne Nachricht geschrieben, ob sie Inkonsequenz total blöd findet; weil ich doch noch hier bin. Sie meinte aber, sie wäre keine zwei Minuten nach mir auch weg und säße schon in der U--Bahn am Heimweg. Nachdem ich sie gefragt hab', ob sie noch was futtern will, meinte sie, sie wäre zu faul noch wo hinzufahren und bei ihr in der Gegend gäb's um die Uhrzeit nichts. Ich hab' echt keine Ahnung, ob sie gewartet hat, dass ich alleine gehe, weil sie nicht mit mir gemeinsam los wollte oder was weiß ich. Aber irgndwie war nach meiner Frage, ob sie noch was futtern will oder so, eigentlich sehr klar, dasss ich naja... dass ich sie sehen will, und dass mir nicht bloß fad is' oder ich halt nicht alleine auf 'n Konzert gehen will oder ich einfach nur mit 'nem Mädel gesehen werden will. Naja und sie ... wollte mich offenbar nicht sehen. Die nächsten drei Wochen sehen wir uns defintiv nicht, was danach is' weiß ich nicht, aber irgendwie ... dachte ich mir am Heimweg, dass ich letztlich 10 Euro Eintritt und 5 Euro für 'nen Happy Hour Cocktail ausgegeben hab' (alles nicht viel, aber 15 Euro sind immerhin 15 Euro), mich zwei der drei Stunden, die ich dort war immer unwohler gefühl hab', und dann mit ... peinlichem, sehr, sehr peinlichem Herzschmerz alleine heim gefahren bin. Und die Zeit hätte ich durchaus brauchen können; nicht dass eine "ergebnislose" Zeit nicht schön sein kann, ich betrachte Zeit nicht nach ihrem Ergebnis sondern nach ihrer Qualität; aber irgendwie ... okay, sie war jetzt nicht "schlimm", aber es war halt komisch. Und im Nachhinein fühl' ich mich gerade nicht sonderlich wohl dabei. Gosh, ich glaub' mich hat's echt wieder erwischt. Das Verknallt sein, das innere Drama, die Unsicherheit; ich liebe das Gefühl und ich hasse das Gefühl, beides zugleich. Hm,.. vielleicht sind die ja auch alle zusammen abgehau'n. Nicht, dass ich die wiedererkannt hätte, aber diese Freundin hab' ich zumindest auch nimmer gesehen.
  16. Also im folgenden Fall geht es insofern nicht um eine Verführungsfrage, als der Zug abgefahren ist und keine Chance besteht. Ich hab' echt null Plan, in welchen Foren-Bereich das gehört, weil "konkrete Verführungssituation" is' es ja keine und allgemeine Frage is' es auch keine; also jo. Außerdem: es is' doch ein guter Grund, mir eure bösen Kommentare an den Kopf zu schmeißen, und sowas braucht doch jeder mal, hm? Die Fragen, die ich mir stelle sind: 1) …okay, tacheless ausgedrückt: für wie sozial inkompetenz und ehm,… "needy" muss sie mich halten? 2) …und warum gibt sie sich überhaupt mit mir ab? 3) …und was ist mit mir und meiner Gefühlswelt eigentlich los? Mein Alter: 32 Ihr Alter: 33 Anzahl der … Treffen: etwa 5 Mal One on One, ein paar Mal in Begleitung. Das Ganze aber auf mehr als ein Jahr gezogen. Geschichte (deshalb, weil ich gerne Geschichte erzähle, und es ja irgendwie genau darum geht, wenn man zum "relevanteren" Teil der Geschichte will: runterscrollen zu "and now"😞 Kennengelernt haben wir uns letztes Jahr auf einer extrem schwach frequentierten Singlebörse. Ich habe angeklickt, dass ich Single bin, was damals schon sehr ... sehr, sehr dunkelgrau war. Aber ich habe auch angeklickt, dass ich keine feste Beziehung suche. Vor dem Treffen habe ich im Grunde nichts über sie gewusst (also, wir haben kurz gechattet, ich dachte mir, dass sie recht locker wirkt, aber dass da keine Anziehung sein wird). Ich war auch noch ziemlich enttäuscht von den Treffen mit anderen Mädels, die ich kurz davor hatte (keine Anziehung, also weder in die eine noch in die andere Richtung). Jedenfalls haben wir uns getroffen und ich war sehr positiv überrascht. Sie war hübscher als erwartet (Fotos sagen ja nicht so viel aus) und einwenig … ehm ... weniger Hippy als ich dachte. Es hatte geregnet, und ich hatte keinen Schirm, sie aber schon. Ungewöhnlich für mich, aber nachdem ich unter dem Schirm nicht wusste, was ich mit meinem Arm machen sollte, der im Weg war, habe ich den einfach um ihre Taille gelegt und gefragt, ob das eh passt (Ja). Dann sind wir zur Bar und haben uns unterhalten (witzigerweise sind wir dort unerwarteter Weise einer Bekannten von mir über den Weg gelaufen - hübsches Mädel, mit dem ich an sich null zu tun hab', aber ich dachte mir, dass der mir der Zufall da schon zuspielt). Sie ist aus gutem Haus, gebildet, klug (wenn auch - meiner Ansicht nach - nicht ganz so klug, wie sie denkt); und sie hat mich umgehau'n. Danach sind wir noch zu einem Konzert von einer kleinen, lokalen Band gegangen (also: Größenordnung 20-30 Zuschauen), haben aber nur mehr die letzten paar Songs gehört. Erste komische Situation (k.A., ob das was mit der Sache zu tun hat, aber vielleicht): Auf dem Weg zum Lokal haben wir uns wieder den Schirm geteilt. Als wir ankamen, da hat uns ein junger Kerl die Tür aufgehalten und meinte: "Ihr seid ein süßes Pärchen". Ich wusste nicht, was ich drauf sagen soll und hab' einfach so 'n Heavy-Metal-Zeichen gemacht und meine Zunge rausgestreckt - nach dem Schema: "Yeah, Baby! Ich bin cool!" Sie musste zwar am nächsten Tag arbeiten, aber wir sind noch bis zur letzten U-Bahn dagegessen und haben geplaudert; dann hab' ich sie (ein paar U-Bahnstationen) zum Auot begleitet und unsere Wege haben sie getrennt. So, wenige Tage (an einem Freitag) später hatte ich einen kleinen Gig am Arsch der Welt. Das war aber nicht meine Band, auf die ich stolz war oder so, sondern das war musikalisch halt wirklich mehr dahingeschustertes Zeug mit 'ner Bekannten und so, also echt keine große Sache. Ich hab' sie eingeladen und meinte, dass die Musik zwar nicht so der Hammer sei, aber ich halt persönlich einfach toll bin. Korb. Also … sie hat abgesagt und meinte (mit etwas mehr Worten) sowas wie "War letztens nett, gerne wieder. Aber du weißt schon, dass du keine feste Freundin suchst, oder? Aber ich bin eine großartige platonische Freundin." Puh, das war ein Tritt in die Eier. Ich wollte es dann eh auch dabei belassen, aber irgendwie haben wir über Facebook dann ja doch hin und wieder tolle und interessante Videos geschickt und miteinander geplaudert (so etwa einmal die Woche haben wir einander "mittellange" Nachrichten geschickt, also keine Aufsätze, aber schon mehr als "Hi, wie geht's?" - "Gut, und dir?"). Wir wollten nochmal weggehen, aber sie hat dann irgendwie ein paar mal abgesagt und ich wusste halt, dass das so ein Ding is', das nie passieren würde. Aber … weil ich eben tatsächlich sehr angetan von ihr war (und wohl "needy"; ich mag das Wort einfach nicht) hab' ich halt auch weiter mit ihr geschrieben. Meine … doch schon sehr Fernbeziehung (also, zu hm,… 5 % oder so könnte man "Single" noch irgendwie durchgehen lassen) hab' ich ihr verschwiegen. Wollte ihr das einfach ein andermal erzählen, wenn es sich ergibt bzw. wenn wir uns treffen. Bin davon ausgegangen, dass das eh nimmer passiert, also würde es eh egal sein. Das Treffen, das wir zweimal oder so verschoben haben, hab' ich ihr dann mal ganz abgesagt, mit der Begründung, dass ich halt nicht so wahnsinnig Lust drauf hab', dass wir so eine Art "Pflicht - weil ausgemacht"-Treffen haben. Sie soll sich einfach melden, wenn sie wieder Zeit hat. Ansonsten haben wir halt weiter Nachrichten ausgetauscht. Als sie dann plötzlich, als ihr Stress vorbei war (das Kennenlernen war mittlerweile dreieinhalb Monate her), von sich aus ein Treffen angesprochen hat, hab' ich kurz überlegt und aus einem Impuls heraus abgesagt. Also unhöflicherweise auch tatsächlich mit der Begründung, dass ich irgendwie die Lust verloren hab'. Hab' mich auch entschuldigt, meinte aber, wenn ich so drüber nachdenke, dann würd' ich das irgendwie überhaupt so sein lassen. K.a. mehr wie das genau war, aber im Zugedessen hab' ich schon auch erwähnt, dass ich eigentlich sehr angetan von ihr war, aber der sehr deutliche Korb hat bissi enttäsucht und das ewig verschobene Treffen hat auch sonst irgendwie die Luft rausgenommen. Irgendwie sowas in der Art. Sie fand das blöd und k.A. wie sich mich überredet hat, dass wir doch … naja "befreundet" is' das flasche Wort, aber dass wir doch in Kontakt bleiben, aber … sie hat's halt. Das Treffen wollte ich dann aber trotzdem nicht "gleich", weil's sich dann erst Recht so erzwungen angefühlt hat. Ein paar Wochen später, so im arschkalten Februar, hat sie mich gefragt, ob ich auf eine Demo mitkomm' und wir haben uns getroffen. Hab' sie nicht gleich gesehen, aber sie halt mich. Und dann sind wir zur Demo. Haben uns ganz okay unterhalten, dies und das, nichts besonderes. Danach waren wir noch eine Kleinigkeit futtern, und dann musste ich irgendwo anders hin (keine Ahnung mehr wohin). Da gab's keinen euh … Körperkontakt und halt gar nichts. Aber es war halt … okay. Unaufregend, aber … sie hat mir noch immer gut gefallen und ich bin echt jemand, der … wenn er mal verknallt, angetan oder so is' (und das is' v.a. dann der Fall, wenn ich das Gefühl hab', dass es passt und dann plötzlich einen Korb bekommen', darauf bin ich extrem anfällig), dann hält sich das auf eine subtile (oder weniger subtile) Art echt lange. Die nächsten monate haben wir nur so rumgeschrieben. Keiner hat mehr ein Treffen vorgeschlagen, weil ich halt auch den Eindruck hatte, dass sie zwar nett is', aber jetzt nicht so den Wahnsinns Spaß hatte, und halt auch einfach nicht alleine auf die Demo wollte. Wir hatten einen kompatiblen Musikgeschmack, das is' uns schon aufgefallen. Sollte auch das "verbindende" sein, denk' ich mal. ein Paar Moante später, im Mai, war ein Fest, das ich auf die Beinde gestellt hatte. Dass sie da sein würde, war schon lange klar (schon vor dem zweiten Treffen), weil ich eine Band eingeladen hatte, die sie sehen wollte; und das - ganz ehrlich - nicht ihretwegen. Ich war in dem zweitägigen Fest recht eingebunden: am ersten Tag kam sie mit einem Typen (nehme mal an ein Date), und wir haben nach dem Konzert dann eine Weile geplaudert und das war's. Am zweiten Tag sind die beiden wieder gekommen; ihr Date war total begeistert gewesen. Ich behaupte ja noch immer, dass er sich in mich verliebt hat. Bei der Veranstaltung selbst haben wir ein kleinwenig geplaudert, danach war dann kaum mehr Zeit, weil ich halt Zeug zu tun hatte. Nur wenige Wochen später war das Donauinselfest - DAS Musikevent überhaupt. Die Band hat dort auch gespielt und ich hab' ihr am Tag davor eine SMS geschrieben, ob sie hingeht. Jop, machen wir. Ich hab's am nächsten Tag eber ehrlich vergessen und meine Freundschaft+ mitgenommen. War sehr überrascht, als ich dann dort eine SMS bekam: "Bin schon da." War aber keine große Sache, wir haben einfach zu dritt geplaudert. Sie is' dann irgendwann auch weitergezogen, zu einer anderen Band (dort würde sie sich dann auch eh mit dem Typen von meinem Fest treffen). Sie hatte aber vor am näcshten Tag wieder zum Donauinselfest zu gehen und wollte mir da ein paar Bands zeigen. Hab' gemeint, ich würde mich morgen melden und hab' dann am nächsten Tag abgesagt, weil ich irgendwie keine Lust hatte. And now…. So, aber hier wird's vom "Gefühl" her etwas eigenartig. Ich hatte ein paar Wochen später (Juni) ein Konzert mit meiner Band. Ich weiß nicht warum. Echt nicht. Aber ich hab' nur sie eingeladen. Es war ein kleines Konzert, also joa. Sie war da und nachher haben wir uns lange und gut unterhalten. Ich hab' gefragt, ob wir noch weiter ziehen wollen, und sie wäre dabei gewesen, wenn's nicht zu weit gewesen wäre. Ich musste dann aber mit meiner Band Zeug schleppen. Sie hat zwar angeboten zu helfen, aber das fand ich irgendwie blöd. Und dass sie da wartet, war natürlich auf blöd, also haben wir uns verabschiedet. Spannung war keine da, aber irgendwie war's anders. Es hat sich, rein intuitiv, angefühlt, als wär's ein langweiliges Date. Also … so ein Date, das aber halt einfach nicht "aufrgend" is'. Einen Monat später war wieder eine große Veranstaltung in Wien, und sie hat mich gefragt, ob ich hingeh' (dass ich hingehen würde, war ziemlich klar; wer in Wien wohnt und war auf Musik hält, der geht dort einfach hin). Wir haben uns dann dort getroffen, haben uns ein paar Bands angeschaut und haben uns dann wieder getrennt. Wir hatten unirgndwi nichts zu sagen, die Gespräche waren ehrlich gesagt langweilig und so, aber es hat sich wieder … wie ein super langweiliges Date angefühlt. Das war im August. Wir hatten dann Monatelang keinen Kontakt. Ich hatte ihre Nummer eh auch nimmer, aber letzte Woche hab' ich sie dann angeschrieben, weil derzeit viele Konzerte war, und ich dachte mir, dass ich ihr mal Bescheid geb' und vielleicht ergibt sich ja was. Hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, aber sie hat erst ein "super, ich hab' morgen bis 18 Uhr Arbeit, wenn ich danach Lust hab', melde ich mich" nachgeschickt, und dann nach ihrer Arbeit hatte sie offenbar tatsächlich Lust. Wir haben uns getroffen, und das war nochmal deutlich einenartiger: Wir waren beim Konzert und haben uns unterhalten. Nachher sind wir noch an die Bar, wo sie echt hart angegraben wurde und mich so 'n Typ dermaßen ungut rauskicken wollte. Ich mein', es is' nicht so, dass ich nicht grundsätzlich was von ihr wollte, aber es war einfach total bescheuert. Sie hat einwenig geflirtet, aber noch nicht so, dass man sagt, es wäre unhöflich mir gegenüber; also sie hat mich nicht links liegen lassen. Der Kerl hat mich - als sie von einem anderen Kerl angesprochen wurde - gefragt, ob er da stört, also ob er mir da was kaputt macht; klingt jetzt freundlich, aber das war der, der so richtig hart versucht hat, mit rauszudrängen. Ich hab' aus … k.A. warum; ich hab' das verneint und gemeint, ich hätte außerdem eine Freundin; aber dass er dennoch schon unhöflich wäre (war er weiterhin; hat sich demonstrativ zwischen uns gestellt). Jetzt wird's komisch, und darauf bezieht sich meine Frage danach, für wie sozial inkompetent sie mich halten muss: Der Typ meitne zu ihr: "Ach, er hat eh eine Freundin!" Sie schaut mich kurz an und meint - mit einer ehrlich freundlichen und freundschaftlichen Art (wobei sie dabei von dem Typen irgendwie wiedergequatscht wird, der ja richtig zwischen uns steht): "Das hast du mir gar nicht gesagt. [kurze Pause] Aber nicht mich, oder?!" Hab's verneint, und wir konnten nicht wirklich gescheit weiter reden, weil sie mal den Kerl abwimmeln musste oder so (also: sie war nicht besonders abweisend und hat's genossen, dass alle sie für 20 bis 23 gehalten haben; und sie war generell schon recht flirty unterwegs). Und danach war das weg. Was mir durch den Kopf geschossen ist: Für wie "needy" und sozial inkompetent muss sie mich halten, dass sie auf die Idee kommt, ich könnte auch nur irgendwie sie meinen?! Also echt jetzt! Irgendwann sind wir halt gegangen und sie hat mich noch mit dem Auto zus U-Bahn gebracht. Das Ganze hat sich für mich wieder wie ein super langweiliges Date angefühlt. Heute bin ich wieder auf ein Konzert, und als ich auf dem Weg war, da kam eine SMS von ihr. Ich hab' ja letzte Woche an sich einfach alle anstehenden Konzerte genannt, und ich muss gestehen: einwenig hab' ich schon gehofft, dass sie sich plötzlich meldet, so unwahrscheinlich es war, ich mein', wieso sollte sie; ich hab' sie letzte Woche eingeladen, und wir waren letzte Woche weg (gleichzeitig hatte ich aber irgendwie fast mehr Lust, alleine zu gehen)? Und joa… sie hat sich gemeldet. Sie is' auf's Konzert nach, war aber ziemlich kaputt. Im Konzerte aussuchen schein' ich ihren Geschmack echt zu treffen; von einer der Band war sie (zu Recht) richtig hin und weg. Und wir sind halt nebeneinander gesessen und gestanden. Das war's, nichts besonderes; und doch fragt wieder so ein besoffener Kerl, ob wir zusammen sind - und war dann später echt scheiß aufdringlich; ich hab' keine Beschützer-Instinkt, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, ich müsste dazwischen gehen, was bei meinen 1,65 ja echt … naja. Sie hat ihn abgewiesen und weg geschickt, meinte zu mir aber, dass der harmlos sei. Also … so hab' ich ihn ursprünglich eh auch eingeschätzt, aber dann hat's schon ziemlich aufdringlich gewirkt. Aber … es wäre jedenfalls gut von mir gewesen, dass ich halt … k.A. was ich gemacht hab', aber es war zumindest nicht ganz deppat. Sie wirkte müde (was ich ihr auch gesagt hab', auch wenn ich weiß, dass das für manche als Beleidigung gilt) und wir hatten nicht so wirklich was zu reden, also hab' ich vorgeschlagen, dass wir den heutigen abend mal so beenden. Sie hat mich wieder zur U-Bahn gefahren und das wars. Der Punkt war: auch heute war's wieder, als wäre das ein super langweiliges Date. Es wirkt irgendwie nicht, wie zwei Freunde, die gemeinsam auf ein Konzert gehen (vielleicht auch, weil wir jetzt nicht wirklich intensiv "befreundet" sind, uns alle paar Monate mal sehen und sie mir halt super gefällt), sondern als würden zwei Leute auf ein Date gehen, bei dem sie nichts zu sagen haben und dann gelangweilt wieder heim gehen. Also … nochmal als Erinnerung zu den Fragen: 1) Für wie sozial inkompetent und "needy" muss sie mich halten (dass sie denkt, dass ich auch nur irgendwie auf die Idee kommen würde, sie als meine Freundin zu bezeichnen)? 2) Wenn sie letzten Treffen mit ihr ja irgendwie … langweilig waren (also ich nehme mal an, dass sie das nicht so viel anders gesehen hat als ich), warum geht sie dann mit mir weg und bleibt nach hinten hin auch noch länger? Ich meine, es muss doch genug Menschen in ihrem Leben geben, die da interessantere Gesprächsparter und Ausgehgesellschaft sind. Wobei … das wäre eine Option; also sie hat mal erwähnt, dass sie ja genauso wie ich in dem Alter is', in dem alle Leute heiraten und Kinder bekommen (was sie übrigens so grundsätzlich auch mal will - "Tick Tack macht die Uhr, ich bin 33!"); und sie meinte auch, dass sie für Männer in ihrem Alter unsichtbar is', weil sie halt immer auf 20 bis höchstens 25 geschätzt wird. 3) Was ist mit mir los? Warum fühlt sich das für mich immer an, wie ein langweiliges Date? Ich mein', das "sie haut mich um" is' jetzt nimmer so stark da. Ich find' sie noch immer hübsch und charismatisch, und ehrlich gesagt … also ganz ehrlich gesagt … es is' auch nett mit einer hübschen Frau gesehen zu werden, wenn man auf ein Konzert von Leuten geht, die man kennt. Is' nur …3% der Sache, glaub' ich, aber naja. Es is' auch schön, nicht alleine auf ein Konzert zu gehen. Aber … warum fühlt sich das für mich an, wie ein langweiliges Date? Weil "verknallt" fühl' ich mich nicht; das gefühl' kenn' ich sehr gut, und das is' es nicht. Und ja, klar hätte ich gerne was mit ihr, aber das is' theoretisch bei vielen hübschen Mädels so, und trotzdem kann ich gut mit denen befreundet sein. ...ach und 4) ...ganz allgemein: wie is' das eigentlich alles zubewerten? Ich überlege, ob es "gut" ist, auf diese Art mit ihr rumzuhängen; ob ich sie auf Konzerte einladen soll oder eher nicht, ob ich sie zu anderem Zeug einladen soll oder nicht doch wieder ein paar Monate den Funkkontakt einstellen soll (über Weihnachten kommt eh meiner Freundin für ein paar Wochen zu Besuch, und die harte Konzert-Woche is' vorbei). Auf der anderen Seite hät' ich ... so absurd es is', weil's doch irgendwie fad is', Lust, auf mehr Kontakt. Hm,... joooaaaah... wahrscheinlich bi nich einfach trotzdem scharf auf sie, weiß aber nichts mehr mit ihr anzufangen. Hm,....? ...außerdem stirbt mir gerade mein kompletter Freundeskreis weg bzw. ändert sich da viel. Meine Band hat sich aufgelöst, mein heiliger Freitag is' gestorben und damit seh' ich einen anderen Teil meiner Freunde nimmer, eine früher enge Freundin is' seit zwei Jahren verheirate und schiebt die Schuld des geringesn Kontakte zwar aufmich und meine Freundin, aber eigentlich is' sie diejenige, die keine Zeit mehr hat, und da is' irgendwie ... joa, wir sehen uns alle paar Monate, ein anderer Freund hat sich komplett von der Welt verabschiedet, weil seine Sozialphobie und seine Depressionen zu stark geworden sind; also ... is' nicht so, als hätte ich keinen Freundeskreis mehr, aber da ändert sich eben gerade recht viel; is' halt alles in DSA-Gruppen oder Vereinen, also so Freundschaften, die halt nur in einem bestimmten Kontext bestehen. Ich hab' v.a. eh niemadnen, mit dem ich auf Konzerte oder mal so Billard Spielen oder Wuzzeln gehen kann. Also ... k.A., aber ich weiß nicht, ob ich wirklich mit ihr befreundet sein kann. Also ... nicht weil ich so verliebt wäre, DAS wäre kein Hindernis; noch kein Herzschmerz hat mich davon abgehalten, ein "guter Freund" zu sein (...klingt traurig, is' aber trotz der Schmerzhaftigkeit echt witzig). Aber ... k.A.; es fühlt sich halt irgendwie imemr an, wie ein Date, bei dem nichts passiert.
  17. Klar hät' er auch über was anderes herziehen können. Hm,... Danke mal für die Antworten, und sorry für die nicht so wahnsinnig gehaltvolle ... Antwort.
  18. Ehm,... ich bin normal nicht ao schnippisch, aber wenn ich würd' mich hinsetzen, als ersten Punkt auf die Liste schreiben: "Man kann seine falschen Glaubenssätze an einem ganzen Wochenende komplett auf eine Liste brigen". Danach würd' ich wahrscheinlich Däumchendrehen. Ich glaub', was "falsche" und "richtige" Glaubenssätze sind, is' echt ein kompliziertes Thema, weil Wahrheitstheorie selbst schon super kompliziert is'. Wie wär's mit "nützliche" und "hemmende" in den jeweiligen... ah, ne, das geht auch nicht. Hm... sagt dir "radikaler Skeptizismus" was? Ich denk', wenn man eine aussage beurteilt, dann könnte man diese auf die ihr zugrundeliegenden Prämissen zurückführen. Dann hat man schon zwei Aussagen, die zu einer führen, in denen zwei verschiedene ehm,... "Glaubenssätze" (?) liegen. An deinem Beispiel mit der Finanzanalyse, da hast du schon zwei Annahmen: 1) Der Hinweis darauf, dass in "Finanzanalyse" das Wort "Anal" vorkommt is' "cocky & funny". 2) "Cocky & Funny" is' etwas, das "gut", "angebracht" whatever is'. Der Schluss, den du aus den beiden Prämissen gezogen hast war ja logisch: Der Hinweis auf das "Anal" in der Finanzanalyse is' "gut". Aber ein formal richtiger Schluss führt zu keiner "korrespondenztheoretisch" wahren Aussage (sagen wir mal "richtig"). Wenn ich beispielsweise sage: "Alle Hunde sind schwarz" und "Gotteskind ist ein Hund", dann wäre "Gotteskind ist schwarz" ein richtiger Schluss. Aber beide Prämissen sind falsch, also is' der Schluss (die Konsequenz) zwar logisch gesehen "wahr" aber er ist nicht richtig. Es reicht auch ,wen neine der Prämissen falsch ist: "Sonntag ist Sport-Tag" und "heute ist Sonntag" führt zu dem Schluss "Heute ist Sporttag". Wenn aber entweder Sonntag nicht Sporttag oder heute nicht Sonntag ist, dann ist die Aussage "Heute ist Sporttag" zwar formallogisch wahr, aber er ist nicht richtig. Guck' dir einfach die verschiedenen logischen Schlüsse und Fehlschlüsse an. Die Idee jedenfalls, die ich da hätte is': Wenn du einmal die beiden Sätze hast, kannst du sie getrennt befragen. In deinem Beispiel: 1) Der Hinweis darauf, dass in "Finanzanalyse" das Wort "Anal" vorkommt is' "cocky & funny". 2) "Cocky & Funny" is' etwas, das "gut", "angebracht" whatever is'. ...die zweite Frage, ob Cocky & Funny immer "gut" ist, hast du selbst gestellt; nicht aber die Frage, ob Witze über "Anal" in der Finananalyse "Cocky und Funny" sind. Damit ist zumindest ein Glaubenssatz von dir aufgedeckt: nämlich, dass Anal-Wort-Witze lustig und provokativ sind. Ob das der Fall is', darüber kannst du so noch nichts sagen, aber zumindest ist deine Annahme aufgedeckt. ...und um weiter auf dem Besipiel herumzuhacken: "Ich lerne, daß Cocky & Funny provokativ ist" Wie kommt ich zu der Aussage? hab' ich wohl wo gelesen. 1) Ich hab's wo gelesen, 2) wenn ich was gelesen hab', hab' ich was gelernt, 3) also hab' ich das gelernt. Vielleicht hast du's gar nicht wirklich gelernt, sondern plapperst nur nach, was du wo gelesen hast. Oder, um die andere Prämisse zu beleuchten: vielleicht hast du's gar nicht glesen. Is' zwar absurd, aber naja, ich würd' kein Geld drauf setzen, dass ich davon gelesen hab', dass es "provokativ" ist. ...und um weiter drauf rumzuhacken: eigentlich willst du wohl mehr darauf hinaus, dass "Cocky & Funny" provokativ ist, und dass Provokativ "gut" ist. Das sind schon zwei Sachen. Darum ja auch dein Anal-Witz. Sind zwei Prämissen, die du selbst weiter zerlegen kannst: Wie kommst du zu der Aussage, dass C&F provokativ ist? 1) hab's im Forum gelesen, 2) wenn's im forum steht, stimmt das. Und wenn man sprachlich genau ist, und sich selbst genau analysiert wäre es wohl eher eine etwas andere Annahme: 1) Hab' im Forum gelesen, dass das "immer" provokativ ist, und 2) wenn's an genau dieser einen Stelle geschrieben steht, in dem Posting von genau diesem einen User (oder im Posting von 4 verschiedenen Usern), dann muss es stimmen. Okay, das klingt jetzt nach einem Haufen Schrott und Hirnwixerei, und das is' es auch. Ich würd' sowas nur für die Uni oder in der Wissenschaft machen, aber was haben wir bisher (konkret)für Glaubenssätze aufgedeckt): 1) Anal-Witze sind C&F 2) C&F ist provokativ 3) Provokativ ist "gut" 4) Ich hab' tatsächlich gelesen, dass das der Fall is' (und nicht z.B. "falsch" gelesen, schlampig gelesen, etwas falsch verstanden etc.) 5) Wenn es diese 4 User an dieser einen Stelle geschrieben haben, dann stimmt's (vielleicht sind gerade die vier ja auch ahnungslos) 6) C&F ist grundsätzlich gut Einige dieser aufgedeckten Prämissen braucht man natürlich nicht weiter verfolgen, andere vielleicht schon: 1) Vielleicht sind Witze über FinanzANALysen sowas wie "Du heißt Claudia? Hast du einen Schäferhund?". "Gosh, FinanzANALyse, dass mir das noch nie aufgefallen ist! Hey echt, ich bin jetzt schon seit 7 Jahren Finanzanalytikerin, und du bist der erste Kerl, der einen Witz über das Anal darin macht. Wie ... ehm. Lustig." 2) ehm,... das is' mir so oder so ein Rätsel, weil ich nicht ganz weiß, was C&F jetzt so wirklich heißt. Geht's da nur um Sex-Witze? Die sind doch nicht immer provokativ. 3) Provokativ is' "gut" bzw. "immer gut", auf die Frage bist du eh schon selbst gekommen. Also,... ich glaub' nicht, dass das so unglaublich viel bringt, und die Aufgabenstellung en "komplette" Liste (unmöglich) seiner "falschen" (perspektivisch) "Glaubenssätze" (k.A. was das genau ist) zu schreiben, is' schlichtweg unmöglich. Egal, wieviele Wochenenden du Hast. Der radikale Skeptizimus, den ich hier vorgestellt hab', is' nicht um Sonst in der Wissenschaft als bodenloses Loch abgestempelt, und nicht um sonst, interessiert sich keine Sau dafür. Aber zum "Aufdecken" und "Zerstören" is' er eigentlcih ganz gut, und ich find' ihn schon wichtig. Trotzdem ehm... geh' ich nicht jede meiner Aussagen so durch, da würd' ich ja deppat werden. Andere haben sicher bessere Vorschläge (oder auch nicht; weil die Aufgabenstellung eben unmöglich is'). Aber das is' zumidnest das, was mir jetzt spontan mal eingefallen is'.
  19. Hüte können verdammt gut an Mädchen (und Kerlen) aussehen. Wo is'n "in der Nähe". ;)
  20. …mir is' beim Geschirrspühler Ausräumen gerade wieder dieser Moment, oder diese zwei Momente durch die Kopf geschossen, die mir neu sind. Ich war letztens eben zweimal mit 'nem recht hübschen Mädel unterwegs, die ständig angegraben wurde. Ein Kerl hat sich beinhart zwischen uns gedrängt, und beim zweiten Mal hat sich so'n 120 Kilo Berg neben sie gesetzt, Arm um sie gelegt und is' schon ziemlich offensiv dran gewesen. Sie hat nicht glücklich drüber gewirkt, und als ich seine Hand wegtun wollte, war das irgendwie recht lächerlich. Musste dann gewissermaßen vor die beiden und k.A. was ich gemacht hab', aber es hat wohl geklappt. War das erste mal, dass ich beim Weggehen mit 'nem Mädel meine körperliche Schwäche irgendwie gemerkt hab' (also, ich bin ein 1,65-Streichholz). K.A., hat mir irgendwie zu denken gegeben, hat einwenig nachgewirkt, und ich hab' halt über sie auch nachgedacht. Grundsätzlich war sie in beiden Fällen nicht super abweisend, beim zweiten Kerl passiv (nicht die Hang geben, nein sagen), aber nicht "freak out". Beim ersten mal Weggehen war sie generell ziemlich locker und schien sich gefreut zu haben, dass sie auf 20 bis 25 geschätzt wurde (sie is' 34). Sie meinte ursprünglich auch, sie würde gerne Alkohol trinken, aber sie müsste noch mit dem Auto fahren. Hm,… weiß nicht, ich hab' keine große Lehre daraus. Ich glaub', sie hat sich - am ersten Abend - gut dabei gefühlt, dass sie häufig angegraben wurde. Attraktiv. Is' es nicht etwas, das angenehm ist? Sich schön zu fühle, gut zu fühlen, und die Bestätigung zu bekommen? Klar, sie wird das schon oft genug bemerken; sie wird schon wissen, dass sie hübsch is'. ;) Gibt keinen Punkt, auf den ich hinaus will (is' ja 'n Blog). Ich, ehm… also ich steh' glaub' ich wirklich auf das Mädel. Hab' sie ja eigentlich schon fast aus meinem Blickfeld verloren, aber es waren halt viele Konzerte, und sie steht auf sowas; musikalisch kommen wir auch gut zusammen. Da hab' ich sie halt eingeladen. Ich frag' mich echt, warum sie mich damals sofort gekorbt hat; das hat echt reingehau'n. Isch 'abe ja dosch romantische Gefü'le für sie. Isch will sie se'en, und isch will sie küssen, und anfassen. das schlimme is', dass ich mir echt nicht so sicher bin, ob sie wirklich was dagegen hätte. Ich kann mit Körben wohl echt nicht umgehen. Hm. …und ich vermiss' die Zeit mit einem Mädel, das ich mal kannte. Sie hat heute Geburtstag. Is' seit zwei, drei Jahren in 'ner festen Beziehung, aber sie war schon süß, verkuschelt, hübsch. Das Symbol all dessen, was ich wohl nicht bekommen hab', weil … k.A. warum. War glaub' ich das einzige Mädel, von dem ich mich als Ego-Booster ausgenutzt gefühlt hab'; vielleicht auch nur ein Streichel und Kuschel- ehm,… Freund (jetzt ergibt diese komische Bezeichnung "Kuschelfreundschaft" auf Websingles irgendwie Sinn). Wenn ich auf Anhieb verknallt war, dann hat's nie geklappt. Der Schluss, den ich ziehen will is' aber nicht der, dass ich nicht auf Anhieb verknallt sein will. Sondern ich will einfach, dass es klappt. Obwohl … eigentlich is' mir das quasi egal. Ich denk' irgendwie seufzend an das Mädel und frag mich, was ich nur mit ihr anstellen soll.
  21. Gosh! 'n Kumpel is' so dermaßen flott mit der Entscheidung, jemanden anzugraben. 'n hübsches Mädel is' "anwesend", und schon lädt er sie zum DVD-Schau'n ein. Ich gönn's ihm und erzähl dem Mädel dann von seiner (ungelogen) tollen Wohnung; aber es is' schon einwenig "Meins! Ich hab's zuerste gesagt!". Okay, is' jetzt übetrieben; is' ein Spieleverein, also kein Clubbing, wo's irgendwie ja doch um's Aufreißen geht. Darum is' das jetzt nicht gerade die zweite Frage, die man stellt. Aber spätestens wenn ein Mädel zum zweiten Mal da is', hängt er schon dran. Ich glaub', wenn mal 'n Cowgirl ankommt, muss ich flotter sein. Ich steh' gar nicht drauf, mich irgendwo "hinten anzustellen".

    1. endless enigma
    2. UpdatePick

      UpdatePick

      irgendwas mit Kuh und hinten Ranstellen

  22. Wenn Minou meinte, die Community wäre aggressiv gegenüber neuem Input geworden, dann wär' meine Beobachtung, dass das schon immer so war (bzw.: welchem neuen Input eigentlich?). Nur halt gegenüber anderem Imput. Weiß nicht, ob meine Beobachtung zutrifft, weil die nicht systematisch war, aber ich hatte den Eindruck, dass früher ein härterer Ton geherrscht hat (und ich find's eine gute Entwicklung, dass man für - direkt gesagt - blinde Beschimpfungen keine fetten Likes mehr bekommt). Das hat die Ratschlagsuchenden wahrscheinlich vor eine kalte Mauer gestellt. Aber auch meine eigene Perspektive kann ich jetzt nur retrospektiv rekonstruieren, und die Explikation der Perspektive halte ich für wichtig. Wenn's um das Aufreißen von Frauen geht, dann is' es nicht unabhängig davon, wer etwas sagt, weil die Praxiserfahrung wohl wichtig ist. Es is' vielleicht etwas doof von mir persönlich, in jedem Posting zu erwähnen, dass ich kein aufreißer bin, aber es stellt den Wert des Postings in das richtige Licht. Es ist allerdings so, dass eben genau diese Abhängigkeit der Geltung einer Aussage vom Autor zu dem Phänomen führt, dass Vielficker, große Aufreißer, mehr Beachtung und mehr Respekt bekommen. Hinsichtlich des Wertes der Postings mag das durchaus richtig sein (wenn's um andere Sachen geht, dann nicht, aber das Phänomen is' ja bekannt, wenn Kinderbuchautorinnen zur Pisa-Studie befragt werden etc.; ist kein so dramatisch problematischer Nebeneffekt). Was aber ein problematischer Nebeneffekt ist, ist dass es Menschen gibt, die gerne diese Beachtung wollen, die gerne respektiert werden wollen; und wenn dies - in sachlicher Hinsicht (früher hat man ja auch dafür Respekt erhalten, einfach die härsteste Sau am Platz zu sein und niemanden erst zu nehmen; mal einfach ein "Pussy, LSE zieht LSE an" hinzuschmeißen) - über einen hohen Fick-Count erreicht wird, der in einem Forum wie diesem nicht wirklich überprüft werden kann, halte ich einen gewissen Skeptizismus gegenüber dem Wahrheitsgehalt einer Aussage für wichtig. Wenn jemand (wie ich) mal pauschal "alles nur Lügner" schreit, weil's nicht in sein Weltbild passt, dann is' das vielleicht etwas banal (darum immer auch mit einer gewissen Selbstkritik und Selbstironie), aber wenn Geschichten zu unplausibel wirken und dem eigenen Weltbild zu krass widersprechen, dann kann man's einfach nicht glauben. Wenn ich behaupte, dass ich meine Wohnung täglich dadurch verlasse, dass ich aus dem Fenster 10 Meter in die Tiefe springe, dann glaubt ihr mir auch nicht, weil's zu krass eurem Weltbild widerspricht (in diesem Fall zu Recht). Aber hey, Paul Morphy hat als Kind mit verbundenen Augen im Simultanschach reihenweise Erwachsene platt gemacht, obwohl er ihnen einen Turm Vorsprung gegeben hat. Das kann ich mir so wenig vorstellen, wie fünf verschiedene Mädchen pro Woche als Lebensstil, und doch scheint es zu stimmen (oder es is' eine glorifizierende Geschichte). Ebenso halte ich es auch für wichtig, die Grundlage der Bewegung kritisch zu prüfen. Ist der Fickcount tatsächlich ein legitimes Kriterium dafür, dass einer Aussage Geltung zu schenken ist, oder ist der vielleicht unwichtig, wenn man gar nicht "so viel wie möglich" sondern "genau richtig viel für einen selbst" vögeln will? Ich würde auch einmal davon absehen, gleich psychische Probleme zu unterstellen; aber da sind andere anders. Und das is' schon okay, weil es nicht notwendigerweise ein Abwehrmechanismus gegenüber der Fremden Erfahrung ist, sondern weil womöglich ein ehrlicher Ratschlag und ein ehrliches Urteil dahinter stecken kann. Ich arbeite mit Menschen, die "anders" sind (man nutzt den Behinderungsbegriff und ich hab' nichtmal ein Problem damit, aber einige davon sind nicht wirklich behindert bzw. bei einigen ist nicht die Behinderung der Grund für ihre Schwierigkeiten) und andere Bedürfnisse haben, einfach auch andere Lebensvorstellungen. Wenn ein Klient keinerlei Interesse daran hat, soziale Kontakte aufzubauen, sondern stattdessen glücklich damit ist, den ganzen Tag zu zocken, dann ist das sein gutes Recht, wenn ein Klient sein Geld gerne dem mitbewohner schenkt, dann ist das sein gutes Recht; aber dennoch kann ich ihm den Ratschlag geben, das nicht zu tun. Als persönlicher Assistent hab' ich mehr oder weniger sogar die Verantwortung dafür, ihm bei der Bewältigung seines Alltags zu helfen; bei Fremden im Pick up Forum is' das nicht der Fall, aber trotzdem kann ich's doch mal tun. Wenn ein ungefragte Ratschlag nicht gewollt is', dann muss er ja nciht angenommen werden. …und in der Tat können ungefragte Ratschläge ein Problem sein, weil sich hinter dem Ratschlag Normen verstecken, die womöglich dem einzelnen nicht gut tun, ihn aber durch die Artikulation mit einem Imperativ und einer Fremdbeurteilung konfrontieren, die ihm Gewalt antun. So wie der gute gemeinte Ratschlag eines konservativen Umfeldes nach dem Schema: "Was, du hast mit dem Harald und dem Alex gleichzeitig geschlafen? So weißt schon, dass dich der Harald jetzt nimmer für eine feste Beziehung nehmen kann?" Wir wissen ja alle, was damit gesagt werden will, und ich nehme an, dass hier zumindest alle den Ratschlag (bzw. die Beurteilung) für dogmatisch halten. Also, ob ein Ratschlag gut is' oder nicht, is' wohl 'ne einzelsache, die ich mir persönlich selten zutrau', aber es kann durchaus wirklich gut gemeint sein, wenn jemand gefragt wird, was hinter einem Verhalten steckt, das man persönlich für extrem und problematisch empfindet (sei's, dass die Promiskuitivität in einem Ausmaß stattfindet, das man selbst für extrem und für schädlich hält, oder sei's auch, dass man sich womöglich vor lauter "Excuses" selbst zurück hält". Ich kann mich erinnern, dass mir 'n User, der hier gepostet hat, auch mal ungefragt eine Couning-Einheit über Skye gegeben hat, und joa … war interessant (ich bin ein Beratungsresistenter Mensch, der sich wenigstens zu 40% auch sicher ist, dass das, was er macht, richtig is' und der, er er ist, gut ist; also nehm' ich halt nicht jeden Ratschlag an). …jetzt is' es halt so, dass der Ratschlag "steck vielleicht mal etwas zurück" mit der Forenideologie nicht im Einklang steht. Kritik an einem bestimmten Verhalten eines bestimmten Users, der mit seinem Verhalten womöglich das Foren-Idel repräsentiert, ist' halt Kritik an der Bewegung insgesamt. Aber wie gesagt, ich halte diese Kritik für die Reflexion wichtig. Wenn die Scheinheilige meint "Jeder der etwas reflektiert, weiß ob er gerade viel fickt, weil er gerne fickt. Oder weil er etwas Anders sucht. Eine psychische Störung zeigt sich immer darin dass ein Leidensdruck besteht. Besteht nirgendwo ein Leidensdruck ist es auch keine Störung. So mal als Grobrichtung. Gerne ficken ist doch keine Störung", dass is' das vielleicht richtig. aber nicht jeder reflektiert (ehrlich), erst Recht nicht, wenn die Reflexion weh tut. Den gleichen Einwand könnte man ja dort bringen, wo sich jemand mit Ausreden vor der Aktivität streubt. Jeder, der ein bisschen reflektiert sollte doch wissen, ob er die Frauen wirklich deshalb nicht anspricht, weil sie ihm nicht gefallen, weil sie auf den richtig Moment warten, weil das Wetter gerade scheiße is' oder weil sie Schiss haben. Manchmal muss man auf die Selbstreflexion gestoßen werden, und das macht die Frage, ob alles in Ordnung ist. Es ist vielleicht klar, dass die Kritik am stark promiskuitiven Verhalten eines Users X auch die Person berührt, die sich selbst als promiskuitiv identifiziert. Dann reflektiert dieser Person halt auch und kommt zu dem Schluss, dass sie okay is' und promiskuitiv ist, weil sie halt einen hohen Sex Drive hat. andere widerum, die genauso promiskuitiv leben, reflektieren und kommen zu dem Schluss, dass sie so leben, weil sie einen Leidendruck haben, den sie sich nicht eingestehen wollen; die Vielfickerei mag da eine kurzfristige Lösung sein. Und manche müssen halt mehrmals reflektieren, weil sie sich etwas nicht eingestehen wollen, weil sich die Situation verändern oder weil sie's bei ersten Mal eifnach nciht gecheckt haben. Aber ja, manche werden durch die Kritik in ihrem Selbstbild erschüttert, und es tut weh, wenn man ihnen sagt, dass sie nicht okay sind. Tut natürlich Leid. Blöde Situation, aber deshalb auf jeden guten Ratschlag zu verzichten und jede aufforderung zur Reflexion is' doch auch doof. Und jetzt kommt's … ah, worauf ich gewissermaßen hinaus will: als Community, die sich mit einem bestimmten thema auseinandersetzt halt' ich eben diese Reflexion, nicht beim Einzelnen sondern für die Community, für wichtig. Ihren eigenen Grund, ihre Legitimität zu hinterfragen gehört zu einer reflektierten Community dazu. Daurm find' ich's auch schlecht udn problematisch, wenn "Grundsatzdiskussionen" ständig abgebrochen werden. Okay, manchmal is' das okay, wenn z.B. nach einem Ratschlag gefragt wird, aber das ganze in einer reinen Grundsatzdiskussion ausartet; auf der anderen Seite kan nder Thread so oder so schon "tot" sein (und wenn er geschlossen wird, dann is' er's erst Recht). Oft bietet sich in solchen Threads die Möglichkeit, die Grundsatzdiskussion in einen Kontext zu stellen, sodass es keine reine Grundsatzdiskussion is'. Jedenfalls halte ich es durchaus für wichtig; und für wichtig auch zu hinterfragen, welchen Wert Promiskuitivität hat, und ich halte den Skeptizismus gegenüber manchen Behauptungen für wichtig. Btw.: Is' eine Weile her, Antidote, aber ich hab' glaub' ich schon erwähnt, dass ich dich und deine Posts für zu ziemlich das Cleverste halte, was das Forum zu bieten hat. ;) Insofern is' es schon schade, wenn du Zeug zurückhältst, aber ich kann's schon verstehen (ich steig' mittlerweile auch nur mehr auf einen Bruchteil der Diskussionen in der Pädagogik ein; das nervt, die Leute verstehen meine Arumente und meine Fragen nicht und wolle bloß ihr "Kinder müssen individuell gefördert werden" oder ihr "Schule ist veraltet" oder was weiß ich was für Alltagsweisheiten abgeben. Denn: wie Schule und Erziehung richtig geht, das meint doch echt jeder Depp zu wissen). Ah, fänd's trotzdem cool, was zu lesen (als beratungsresistenter Mensch nicht deshalb, weil ich was daraus lernen werde, sondern weil ich's interessant find'; aber andere, klügere Leute, können sicher was daraus lernen).
  23. Ich glaub', ich hätte mich sowohl in sie als auch in dich verliebt. Das klingt super entspannt, und bei Billard und vor allem beim Tischfußball bin ich dermaßen auf Entzug. Ein Mädel, das professionell spielt, das is' auch mal stark, da kann man im Lokal schön abräumen; jetzt wünsch' ich mir echt, mal nach einer Nachhilfestunde gemütlich noch wegzugehen; eigentlich egal ob mt ihr oder mit dir. Tipp oder Einschätzung hab' ich keine, sorry. Du beschreibst hier nur gerade mein Traumdate (also, zumindest is' es so ziemlich das beste Date, das ich mir so vorstellen kann; auch die Art, wie es zustandegekommen is', und überhaupt alles). Da kann ich einfach nicht widerstehen, meine ehm,... meine Sehnsucht nach genau soetwas zu bekunden. Is' sie 'ne Hut-Trägerin?
  24. Hab' gerade in dem "Durchschnittliche Anzahl der Sexualpartner" rumgelegen. Spätestens jetzt kann ich sage: ich glaub' mittlerweile 70% von dem, was Menschne über Sex sagen nimmer. Und hier im Forum sind's 90%. Wenn man mal eine Woche hatte, in der man 7 verschiedene Menschen im Bett hatte, is' das ausnahmsweise was, was ich noch glauben kann. Aber wie dann diese Woche normalisiert wird, hey: ich hatte mal einen Tag, an dem ich Sex hatte. Oder anders ausgedrückt: "Ich hab' an so ziemlich jedem guten Tag ein anderes Mädel (d.h. etwa alle 1000 Tage, weil nur einer von 1000 Tagen in dieser Hinsicht ein guter Tag is')". Okay, ich mag nicht übertreiben, aber wenn's gerade läuft, dann hab' ich zumindest ein Mädel in der Woche ('s läuft halt nur eine von 100 Wochen).

    Mir is' schon klar, dass ich in 'ner anderen Welt leb' und sexuell ziemlich unerfahren bin. Aber ich glaub', 'ne höhere Zahl als 60 hab' ich noch von keinem (echten) Menschen gehört. Und die hatte nicht noch irgendwie drei mal drei Jahre Beziehug. Creal (falls den noch wer kennt) meite auch mal, dass die Leute hier zwei Monate mit jemandem zusammen sind und darüber reden, als wären das zwei Jahre gewesen.

    Yes, I confess: auf die Kerle bin ich neidisch und von den Mädels bin ich eingeschüchtert (ich mein', auch wenn ich jemand bin, der sich selten vergleicht, frag' ich mich ja doch manchmal, wie ich im Vergleich zu den 15-20 anderen Kerlen bin, die meine Freundin bisher hatte; wenn noch höhere Zahlen auftauchen, würd' die Frage meinen Kopf explodieren lassen. Übrigens genauso, wenn ich einen Vorgnger kenn', zumindest find' ich die Vorstellung irgedwie komisch). Aber Leute: sieben Tage, sieben Mädchen? Ich schüttel nichtmal 300 Leuten pro Jahr die Hand, und dabei gelte ich als geselliger Mensch.

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    2. selfrevolution

      selfrevolution

      Mal ' Gedanke: wenn man jede Woche eine andere hat,... kann man sich dann eigentlich sicher sein, dass es wirklich jede Woche eine andere is'? Vielleicht vögelt man jaeinfach nur dieselben 50 Mädels mit jeweile einem Jahre Pause dazwischen. Ich merk' mir nichtmal die Leute in meinen Seminaren, und nich gegen verbring' ich 'n Semeser lang ein, zwei Stunden pro Woche.

    3. Lodan

      Lodan

      Zitat

      Ich merk' mir nichtmal die Leute in meinen Seminaren, und nich gegen verbring' ich 'n Semeser lang ein, zwei Stunden pro Woche.

      Was Unangenehmes, das ich mal erlebt habe: Hatte eine Frau in einem Club mit nach Hause genommen und sie nach einem Monat im selben Club nochmal getroffen. Habe sie aber absolut nicht wiedererkannt. Ich glaube, ich habe sowas gefragt wie: "Kennen wir uns irgendwo her?" Die Frage hat ihr nicht gefallen und sie ätzte: "Du willst mich verarschen, oder?" auf beinahe aggressive Weise. Wenn ich mir die Situation so bildlich vorstelle, würde ich wahrscheinlich auch so reagieren.

      Letztlich glaube ich mich zurückerinnern zu können, dass die Chemie nicht gepasst hat (i.S. von "wir konnten uns nicht riechen") und ich es deshalb verdrängt habe.

    4. selfrevolution

      selfrevolution

      Ich hab' meine Freundin auf einem Uni-Stammtisch kennengelernt und mit heim genommen (bzw. sie is' mir heim nachgelaufen). Am nächsten Tag hab' ich nach ihrer Nummer gefragt und sie hat die in mein Handy eingetippt (fun fact: da hab' ich erst ihren namen erfahren).

      Ich hab' die Nummer ein, zwei Tage später probiert, aber die gab's nicht. Dachte mir, sie hat mir halt einfach 'ne falsche Nummer gegeben. Über einen Kumpel hat sie sich eine Nummer besorgt, aber gehört hab' ich nichts von ihr.

      Beim Nächsten Stammtisch (einen Monat später) war's halt so, dass ich mir gedacht hab', dass die Chance nicht so gering is', dass sie auch da sein wird, aber ich war mir nimmer sicher, wie sie ausgesehen hat. Es war dann irgendwann ein Mädel da, das halt auch ... euh, Haare hatte, die nicht schwarz und nicht rot waren (soviel wusste ich noch). Und eine Brille hatte sie auch. erst die Stimme kam mir bekannt vor, aber naja, sicher war ich mir nicht.

      Hab' mir gedaht: nachfragen kommt irgendwie blöd, also hab' ich mich hingesetzt und in lockerem, scherzhaften Ton gesagt: "Du kommst mir bekannt vor." Sie war zumindest froh, dass ich sie nicht komplet vergessen hab' (weil ich mich nicht gemeldet hab' und nachdem sie sich über Umwege meine Nummer geholt hat und mir geschrieben hat, hab' ich nicht geantwortet; die Nummer hat offenbar eh gestimmt, aber nachdem das Netz zweimal genau dann überastet war, wenn ich sie angerufen hab', und mir die Nummer komisch vorkam, weil's 'ne deutsche Nummer war, hab' ich die halt gelöscht, und die SMS von ihr is' nie bei mir angekommen).

      ...mittlerweile sind wir vier Jahre ... naja "zusammen" (irgendwann is' haben wir's halt nimmer leugnen können). Ich frag' mich, ob das auch passiert wäre, wenn das mit der Nummer von vornherein geklappt hätte.

  25. "Auf was seid ihr stolz", das wird in einem Thread gefragt; und auch auf 'ner alten Singleplattform gibt's die Frage. Und wenn ich drüber nachdenk' … Ich hab' 21 geniale Siege einem Spiel, das ich mit Freunden spiel'. Und ehrlich, mehr fällt mir nicht ein. Das is' doch irgendwie traurig, nicht wahr? Ich hab' früher Sachen gehabt, auf die ich stolz war, aber mittlerweile hat mich die Realität eingeholt. Ich war gut auf der Uni, und heute … hab' ich mein Studium noch immer nicht beendet. Kein Hahn kräht mehr nach mir, meine alten Kollegen sind viel weiter gekommen als ich, meine alten Unterstützer kennen mich zwar noch irgendwie, aber krähen nicht danach. Ich denke, in meinem Fach hab' ich Ahnung. Oder zumindest dachte ich das. Für meine intellektuellen Tätigkeiten wurde ich noch nie bezahlt. Ah… ah… stimmt eigentlich nicht. Ich hab' schon an Projekten und so mitgearbeitet. Hm,… guter Einwand. Aber letztlich ist meine Zeit einfach vorbei. Ich bin 32, hab' praktisch keine Berufserfahrung, finanzier' mich über einen Job, den ich zwar ganz okay find', den ich aber eigentlich nie wollte, und mein Studium is' so ziemlich im Arsch. Selbst wenn ich jetzt fertig werden würde; ganz ehrlich? Wen juckt's? Die Unis werden mir nicht die Tür einrennen, meine Profesorren werden mich nach 12 Jahren Studium nicht fragen, ob ich eine Assistentenstelle bei ihnen haben will, und auf meine Bewerbung an einer anderen Uni hab' ich nichtmal eine Antwort bekommen. Ich dachte, ich hätte eine Ahnung von meinem Fach, aber wenn ich mir heute die Fachzeitschriften durchblättere, dann merk' ich, wie weit entfernt ich von der Gegenwart bin. Als wäre es 50 Jahre her, dass ich ein Fach studiert hab', das es nimmer gibt. Ich steh' vor den Aufsätzen, wie ein 70jähriger der meint, er hätte Ahnung von Technik, weil er damals in den 70ern einer der ersten war, die ein schnurloses Telefon hatten (k.A. ob's das schon so lange gibt). Stolz, hm. Ich lebe gut. Ich liebe das Leben. Vielleicht nicht unbedingt mein's, oder … nicht alles darin, aber ich liebe es, meine Freundin zu besuchen und mit ihr Zeit zu verbringen, nicht nur im Bett sondern auch außerhalb. Ich liebe es, zweimal die Woche im Spieleverein zu sein, ich liebe es, wenn meine Leute zum Rollenspielen vorbeikommen, und ich liebe es auf Konzerte zu gehen, dort mit ein paar Leuten zu plaudern, mir gute Bands anzuschauen; und ganz bestimmt gibt's noch andere Sachen, die ich einfach liebe. Ich mag meinen Job soweit schon. Er hat viele, viele Schattenseiten, aber die Tätigkeit an sich is' schon okay. Meine Wohnung is' dunkel, aber soweit kann ich gut damit leben. Es is' zwar alles kaputt und für's Reparieren oder Neukaufen fehlt mir das Geld, aber wenn man den Wasserkocher in die Abwasch stellt, dann stört's nicht, wenn das Wasser raus rinnt, wenn man unter das kaputte Waschbecken einen Kübel stellt, den man alle paar Tage ausleer, is' die Lebensqualität nicht wirklich eingeschränkt. Der Schimmel an der Bad-Decke is' halt kacke, weil er die Gesundheit gefährdet. Dagegen kann man angeblich was tun, aber der Schimmelreiniger zumindest hilft nicht, und lieblos drüberstreichen war auch keine Lösung. Stolz … irgendwie braucht man das doch gar nicht, um ein schönes, zufriedenes Leben zu haben; oder? Und wenn man den Job, auf den man stolz is' verliert oder der Körper, auf den man stolz is', langsam aber doch dem Zahn der Zeit zum Opfer fällt, wenn der Schachweltmeistert 1990 geboren wurde und 1994er in den Top 10 der Weltranglieste sind, was dann? Ich hab' meine 21 genialen Siege und haufenweise offene Wunden, aus denen das Blut nur so strömt. Es is' nicht so leiwand, daran zu denken, welch tolles Mädel man nicht bekommen hat, weil man es einfach verkackt hat. Es is' nicht so leiwand daran zu denken, dass der eigene Lebenslauf ein irreversibler Unfall is' und man beim Lotto wahrscheinlich bessere Chancen hat, reich zu werden, als durch die eigenen Bemühungen und die eigene Initiative. Meine Wunden bleiben, und ich hätte gerne was anderes, auf das ich stolz bin, als meine genialen Siege, auch wenn … die wirklich genial sind. Und wenn ich das nie bekomm', dann fehlt mir was. Aber irgendwas wird mir so oder so immer fehlen. Wenn ich mein Studium fertig hätte, hätte ich noch immer keine Kohle und fitter wär' ich auch nicht. Und mein Geschirrspüler wär' noch immer kaputt. Es kommt keiner und sagt: boa, so toll, dass du dein Studium fertig hast. Hier, ich reparier' dir deinen Geschirrspüler; und auch die Mädels werden jetzt nicht Schlange stehen. Freunde werden trotzdem kommen und gehen, die Uhr wird sich weiter drehen, und womöglich werd' ich verbittert und einsam sterben. Aber irgendwie klingt die Vorstellung … nicht so schlimm. Einwenig Melancholie, einwenig Galgenhumor, Leute mein Hals bringt mich um (Husten), und ich glaub', meine Lungenkapazität hat in den letzten Jahren fett abgenommen. Ich sollte echt mal was gegen den Schimmel tun! Stolz. Was für eine komische Frage. Ich war mal stolz, aber ich glaub', das kann ich nimmer werden, weil ich weiß, dass alles vorübergeht. Wenn's nach den Transhumanisten und Upload-Fantasten geht, dann geht sogar das Gesetz des Vorübergehens vorüber und wir leben ewig. Komische Vorstellung. Schön, weil ich dann noch mehr geniale Siege um Prahlen ansammeln kann, weil ich dann noch mehr Konzerte sehen kann, öfter Sushi essen gehen kann, und vielleicht lern' ich ja wirklich irgendwann mal, flüssig mit der linken Hand zu schreiben. Stolz,… hm. Wahrscheinlich is' das so ein Hormon im Blut; in genau dem Blut, das mir durch meine offenen Wunden aus dem Körper rinnt. Ein tieftrauriger Text ist das geworden, nicht wahr? Manchmal ist das Leben nuneinmal traurig, manchmal sind Menschen nuneinmal traurig, und manchmal will man sich einfach im Selbstmitleid Suhlen; sich damit einreiben und es anderen unter die Nase reiben, so wie manch andere gerne mit ihrem Kot herum schmeißen. Nein, ich bin irgendwie echt gerade auch nichts stolz. Auf meine genialen Siege vielleicht. Aber darauf, dass diese das einzige sind, von dem ich derzeit sagen kann, dass ich stolz darauf bin, darauf bin ich nicht stolz.