Blackfree

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  1. In diesem Jahr beginnt das Wintersemester erst im November. D.h. ich habe drei fucking Monate frei - mal abgesehen von 10/h Woche im Werkstudentenjob.

    Was kann man denn sinnvolles mit dieser vermutlich once-in-a-lifetime-Möglichkeit machen? 

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    2. Bud_Fox

      Bud_Fox

      Cope n gutes Praktikum wenn du Jurist oder BWLer bist 

    3. spirou

      spirou

      Ehrenamtlich Kindern Nachhilfe geben, die durch Corona in der Schule nicht mehr so gut mitkommen

    4. Korrick

      Korrick

      Kraftsport bis zum umfallen - und die Zeit nutzen um neue gesunde Rezepte auszutesten.

  2. Quarterlife-Krise haut gerade voll rein. Ich werde in diesem Jahr 24 und vermisse die wilden Partynächte und Abenteuer mit den Mädels. Alles ist so ernst geworden 😨 Fühle mich irgendwie so, als dürfte ich nicht mehr Flunky Ball spielen, nicht mehr mit Mädels rummachen oder irgendeinen Blödsinn, weil ich jetzt zu alt dafür bin. 

    1. Vorherige Kommentare anzeigen  10 weitere
    2. Doc Dingo

      Doc Dingo

      Zitat

      Mh wenn ich hier einige so schreiben sehe wie krass sie doch sind und was für geile Weiber sie ficken frag ich mich was die in solch einen Forum machen. Ich meine wenns bei mir soooo laufen würde, wie einige hier schreiben. Da kommt man doch nicht im enferntesten auf die Idee sich hier anzumelden

      Ich gehe mal davon aus dass sich das auf mich bezieht da die anderen Beiträge hier thematisch nicht in die Richtung gehen.

      Auf die überspitze Darstellung meines Beitrages deinerseits gehe ich mal nicht näher drauf ein. Hab ich so nicht geschrieben und wie du das interpretierst is deine Sache.

      Um auf deine Frage zu kommen

      Zitat

      frag ich mich was die in solch einen Forum machen.

      Ich bin seit 10 Jahren hier angemeldet. Vor 10 Jahren hatte ich dieses Leben nicht. Deswegen habe ich mich vor 10 Jahren hier angemeldet. Wenns bei mir vor 10 Jahren so gelaufen wäre, hätte ich mich vermutlich hier nicht angemeldet bzw. von der Existenz dieses Forums überhaupt gewusst.

      Und falls die nächste frage lautet warum ich noch hier bin: Wegen einer Mischung aus Unterhaltung, Katastrophentourismus, Altruismus und woanders will man mich nicht haben.

    3. Bossmodus
    4. Doc Dingo

      Doc Dingo

      Zitat

      Und wenn der Schreiber sich auch noch dem Stilmittel "Überspitzung" bedient brauch er sich nicht wundern wenn er falsch verstanden wird.

      Wo habe ich mich denn dessen bedient?

  3. Hier ist der Fehler. Mit Content konsumieren passiert genau null. Das bringt dir zwar Dopamin und fühlt sich gut an, weil du glaubst, etwas zu lernen, aber ohne in die Umsetzung zu gehen passiert halt effektiv nichts. Ich hab das selber zwei, drei Jahre gemacht und ärgere mich, dass ich nicht gemerkt habe, dass ich nicht voran komme. Man hat da auf Youtube seine Idole und verliert sich in Tagträumen (man könnte auch Gehirnwichserei sagen), wie toll das alles werden wird wenn man erfolgreich ist. Und doch ändert sich nichts. Du hängst in einer Schleife fest.
  4. Da bin ich jetzt tatsächlich weiter dran, werde mich u.a. dafür bewerben. Aber auch mal ne gute Nachricht: Ich hatte irgendwann mal ne Bewerbung rausgeschickt, war dann völlig unvorbereitet im Vorstellungsgespräch, aber habe tatsächlich ein Angebot als Werkstudent im Controlling bekommen. Bin gerade noch das Gehalt am verhandeln, aber ich werde den Job annehmen. 10/h Woche, überwiegend von remote, außerdem ein neuer Bereich, in welchen ich einblicken kann. Ein gewisser Plan steht also: Job annehmen, dort Erfahrung sammeln, mich gleichzeitig für mehrere Fächer bewerben, unter Umständen für das neue Studium auch die Stadt wechseln. Bei dem neuen Fach soll es dann gerne auch etwas anspruchsvoller werden, weil ich was aus mir machen will. Und vor allem: Durchatmen. Ich habe durch mein Netzwerk mit nur einem Anruf die Möglichkeit, jederzeit als Aushilfe zu arbeiten, um über die Runden zu kommen. Und das Leben ist mit 23 nicht vorbei, auch wenn ich mir das gerne einrede. Gerade jetzt, so scheint es, steht es doch an, mein Leben nochmal an meine Bedürfnisse anzupassen und zu verändern.
  5. Wow - das erste Ergebnis in Google war direkt eine wissenschaftliche Arbeit von einer Autorin, die ich schon in meiner Bachelorarbeit zitiert habe. Und das Thema passt überhaupt ziemlich gut - das war im Rahmen des Studiums schon fast täglich Brot, weil wir für den Hochrisikobereich ausgebildet werden. Fand die menschlichen Faktoren immer spannend. Ich gucke mir das mal näher an, vielen Dank! Legitimer Punkt. Und ich glaube auch, dass speziell Medizin zu viel des guten wäre. Aber ich möchte mich allgemein in dieser Lebensphase jetzt ganz bewusst fordern. Ich war jetzt ein Jahr im Einsatzdienst der Feuerwehr einer Großstadt auf einer unteren Führungsebene und hatte viele Situationen, in denen es um Menschenleben ging. Das sind teilweise surreale Situationen, in denen ein Menschenleben von deinem Handeln und dem der Kollegen abhängt und Leute vor den eigenen Augen sterben. Und hier habe ich gemerkt, was für mich eigentlich möglich ist: Manche Situationen haben mich echt aus der Bahn geworfen. In anderen habe ich trotz der Dramatik einen klaren Kopf bewahren können und konnte dadurch wirklich viel bewegen/ retten. Beides steckt in mir. Ich möchte, ob das jetzt in hochstressigen Situation ist oder allgemein in meinem Werdegang, meine Fähigkeiten ausbauen. So kann ich wirklich viel bewegen - ob jetzt beruflich oder im Einsatz. Meine Psyche habe ich schon deutlich stabilisieren können, ich bin aus dem Tief raus. Jetzt geht es drum, von der alten Nulllinie wegzukommen, in der ich nicht genug aus mir gemacht habe und mental nicht besonders stark war. Das vielleicht als background - es geht nicht nur um die Wahl des weiteren Bildungs-/ Berufsweges, sondern auch um die Frage, unter welchen Aspekten ich meine aktuelle Lebensphase gestalte.
  6. Das war schon der Plan fürs aktuell laufende Semester. Es war echt schwierig, überhaupt etwas zu finden. Ich hatte dann trotzdem zwei Praktika safe, hab dann letztlich das eine wegen Corona nicht wahrgenommen (wäre im Krankenhaus gewesen) und das andere nicht, weil es wieder das selbe in Grün wäre, was ich bisher eh schon gemacht habe. Man muss auch dazu sagen, dass ich Angst vor einem neuen Arbeitsumfeld/ Branche habe, seitdem ich im letzten Job einen psychischen Zusammenbruch hatte und der Druck so enorm war. Mir einen neuen Bereich anzugucken hätte ich psychisch nicht geschafft, so komisch das auch klingen mag. Nächste Woche habe ich ein Vorstellungsgespräch als studentische Aushilfe bei einem Energieversorger und selbst dafür musste ich mich sehr überwinden und es zog nur das Argument, dass ich ja irgend wovon leben muss. Und ich sage mir auch immer, dass ich ja schon ein paar Dinge gesehen habe. Bisher waren Stationen im Journalismus, Feuerwehr, Ingenieurbüro, Krankenhaus und IoT-Unternehmen dabei.
  7. Da das Forum öffentlich einsehbar ist, will ich bewusst nicht zu viel preisgeben - ich hoffe das ist nachvollziehbar. Und ja, so richtig weiß ich nicht wohin mit mir. Ich habe mir in den letzten Monaten häufig systematisch überlegt, was ich gut kann, was ich gerne mache etc. Aber da springt jetzt nicht der eine Berufswunsch oder das eine Studium bei raus. Sicher weiß ich nur, dass ich raus aus meinem alten Bereich will und mich weiterentwickeln will. Ich bin einfach unzufrieden mit der bisherigen Situation und möchte einen Neuanfang wagen. Wie kann man denn Informatik oder Psychologie aufbauend studieren? Ist mir nicht bekannt.
  8. Hey ihr Lieben! Ich bräuchte ein bisschen Beratung. Zur Vorgeschichte: Habe mein Abi mit 2,0 gemacht und danach direkt mit einem Studium im Ingenieurswesen gestartet und dieses vor knapp einem Jahr mit 2,0 abgeschlossen. Dabei haben mich die Naturwissenschaften eigentlich nie sonderlich interessiert, das Studium war eigentlich mal als Mittel zum Zweck gedacht, um einen speziellen Beruf zu ergreifen (bei dem sich dann aber herausgestellt hat, dass ich dafür gesundheitlich nicht geeignet bin). Schon im Studium habe ich daher alles andere gemacht, als mich für das Fach zu interessieren. Wollte z.B. eigentlich mit Geographie parallel anfangen (Bewerbungsfrist um einen Tag verpasst), hab einen Verein aufgebaut, Pressefotografie gemacht und solche Dinge. Bin eher geschwommen, als dass ich irgendwelche beruflichen Ambitionen hatte. Habe dann parallel zur Bachelorarbeit und in der Zeit danach jetzt insgesamt ein Jahr in einem Ingenierbüro gearbeitet und gemerkt: Nein, du fühlst dich nicht wie ein Ingenieur, willst auch eig. keiner sein etc und der Arbeitsalltag ist ziemlich langweilig. Das ist es nicht. Die Situation ist jetzt also folgende: Bin 23, habe einen B. Eng. und etwas Arbeitserfahrung im Gepäck. Bin jetzt im konsekutiven Master eingeschrieben, nehme auch zwei wichtige Module mit, will aber zum Wintersemester wieder aufhören. Denke mir einfach: Du kannst jetzt nicht ernsthaft in diesem Fachgebiet bleiben, wenn du merkst, dass es gar nicht so das richtige für dich ist. Deswegen ziele ich auf einen kompletten Neustart. Ich meine, ich bin nicht dumm, habe Potential. Und bin noch relativ jung. Auch finanziell bekomme ich das durch Erbe etc. irgendwie gebacken. Die Voraussetzungen sind also eigentlich ziemlich gut. In zwei Monaten ist die Bewerbungsfrist für das Wintersemester und bis dahin muss ich mich entscheiden: - Einen zweiten Bachelor machen? Ich finde mehrere Fächer interessant: Medizin, Psychologie, Wirtschaftsinformatik. Bei letzterem würde ich auch ziemlich sicher trotz Zweitstudium reinkommen. - Einen oder zwei Master machen? Hier bieten sich insb. Ingenieursmaster an. Cool fände ich z.B. irgendwie Green Building Engineering - lege mich damit aber wirklich aufs Ingenieurwesen fest. Dann gibt es noch ein paar Master of Science, mit denen ich nicht unbedingt als Ingenieur arbeiten müsste. Insgesamt halte ich aber einen Neustart mit zweitem Bachelor aber für sinnvoller. Es sind zwar nochmal drei Jahre, aber bevor ich den Rest des Arbeitslebens immer denke "ach hättest du doch mal...", will ich lieber den Schritt in ein neues Fachgebiet wagen. Dafür bin ich noch jung genug. Und ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass ich bisher ziemlich unter meinem Potential geblieben bin. Ich will einfach nochmal richtig Gas geben, bevor es zu spät ist. Was würdet ihr mir raten?
  9. Oh, stimmt, ich sehe gerade auch, dass der Beitrag schon über ein Jahr her ist. Also es hat sich ein bisschen was getan. Ich habe über die Arbeit neue Leute kennengelernt und bin auch über einen bestimmten Freund in seinen Freundeskreis etwas hereingerutscht. Da hat man dann zusammen Karneval gefeiert, sich auf Partys gesehen o.ä. Aber es hat noch nicht ganz so viel Substanz. Trotzdem schon mal sehr gut, dass ich dadurch wieder neue Leute kennengelernt habe und ungewollt auch irgendwie an viele Mädels gekommen bin. Ansonsten merkt man jetzt mit Corona, wer wirklich zu den Freunden zählt. Mit wem man telefoniert, sich mal über einen Video-Call trifft etc. Aber insgesamt merke ich, dass ich noch lange nicht da bin, wo ich hinwill. Der Plan ist daher, nach Corona zum einen mit besagtem Freund ein neues Hobby anzufangen (das haben wir uns fest vorgenommen), und/oder mit jemand anderem mit Hip-Hop-Tanz anfangen. Und ich überlege wirklich, ob ich nochmal einen zweiten Bachelor mache. Der hauptsächliche Grund ist, dass ich mit meinem Abschluss nicht viel anzufangen weiß und zum anderen, weil ich so auch nochmal die Möglichkeit habe, mein Sozialleben neu/ weiter aufzubauen. Seit dem ersten Beitrag ist halt einfach mein ganzes altes Leben auseinandergebrochen. Freundin weg, bester Freund weg, Abschluss geschafft und gemerkt, dass ich mir in dem Bereich keine Arbeit vorstellen kann, ... Es wird Zeit für einen Neuanfang. Ohne Sozialleben ist halt alles nichts.
  10. Hey Smerald0, mir geht's grundsätzlich ziemlich ähnlich. Ich kenne diese Gedanken wie: Fuck, ich bin schon 23 (gefühlt ist schon alles gelaufen, was natürlich nicht stimmt) und komme nicht aus dem Quark. Der Lockdown wirft uns jetzt alle auf uns selber zurück und konfrontiert uns mit so manch unangenehmer Wahrheit. Das kann man verdrängen, oder sich bewusst seinen Problemen stellen, um eine bessere Zukunft zu haben. Letzteres ist wohl gesünder (auch wenn ein bisschen Verdrängung auch seine Berechtigung hat). Du sagst, dass du dir in Videocalls fake vorkommst. Das kann ich nachvollziehen - das besondere Format verändert einen ja auch in seiner Art. Ist vielleicht so, als wenn man anfangen würde Youtube-Videos aufzunehmen. Da kommt man sich wahrscheinlich irgendwie auch fake vor, weil man es nicht gewohnt ist, sich darüber zu zeigen. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass es auch allen anderen Leuten gerade nicht unbedingt gut geht. Ich kenne keinen, welcher den Lockdown einfach so wegsteckt. Das macht mit jedem von uns etwas. Wenn du dich jetzt mal unsicher oder peinlich oder sonst wie in einem Videocall verhälst, dann wird das vermutlich nicht mal jemand bemerken geschweige denn sich daran erinnern. Alles sind irgendwo ein bisschen aufgeregt und vermeintlich auffälliges Verhalten von dir fällt höchstwahrscheinlich gar nicht auf. Also nimm dir den Druck und versuche, du selbst zu sein, wie früher. Das kannst du ja grundsätzlich. Vielleicht noch zum Thema Sozialleben: Ich hab mich schon vor dem Lockdown häufig sehr einsam gefühlt und sehr darunter gelitten. Lustigerweise ist das Gefühl jetzt fast weg. Einerseits melden sich relativ viele Leute, andererseits melde ich mich auch viel bei Leuten. Was dabei glaube ich wichtig ist: Ich versuche alles niederschwellig zu machen. Keine ellenlangen WhatsApp Nachrichten, sondern nur kurz: "Bock auf ein Videocall-Bierchen heute Abend?" oder wenn man in ner Vorlesung mit einem Bekannten sitzt: "ich kotze ist das langweilig :'D" und solche Dinge. Hier gelten halt wieder die üblichen Prinzipien: Hauptsache nicht bedüftig wirken. Als Ideengeber hier kurz aufgelistet, wie mein Sozialleben gerade aussieht. Vielleicht kannst du was auf dein Leben übertragen: - Regelmäßig Vorlesungen mit Bekannten von früher - Organisatorische Telefonate wegen ehrenamtlicher Hilfe & Nebenjob mit Bekannten - Wöchentlicher Call mit Leuten ausm Verein für unsere Social Media - Telefonate für den Nebenjob mit einem Bekannten - Ab und zu Spaziergänge mit einer Freundin - Virtueller Kaffee/ Bier mit einem oder mehreren Freunden - Alle paar Tage Treffen mit einer FWB (keine Ahnung ob das so legal ist) - Telefonat mit einem Bekannten, weil er mir als Anwalt Rechtshilfe in einem Fall geben kann - Teleonate mit den Eltern ... Die Leute freuen sich, wenn sie in der dieser scheiß langweiligen Zeit von dir als cooler, sympathischer Typ was hören. Glaub es mir. Alles Gute dir!
  11. Ja, das ist es eigentlich. Ich hab wahnsinnig Schiss davor, wieder vor die Wand zu fahren. Unabhängig von Corona bin ich einfach schon seit Wochen bzw. Monaten in dem Modus, dass ich hin und her überlege (und effektiv fast nichts mache): - Diesen oder jenen Master machen? Ich könnte ja wieder ne falsche Wahl treffen - Überhaupt einen Master machen? Oder nicht doch selbstständig machen, weil ich keine Lust auf das Angestellten-Hamsterrad habe? - In der Stadt bleiben oder für einen Master umziehen? Ich müsste mir alles neu aufbauen und es ist nicht sicher, ob das klappt. Andererseits mache ich es mir ohne Umzug vielleicht auch etwas einfach und verpasse wichtige Erfahrungen. Ich wüsste gerne, wie andere Menschen mit solchen Fragen umgehen. Vermutlich entscheiden die nach einer gewissen Zeit einfach. Aber ich habe Angst, dass ich mit diesen Entscheidungen mein Leben verkacke. Ich habe nur dieses eine Leben und will nicht die nächsten 40 Jahre jeden Tag im Büro denken, dass dieser Scheiß gerade mein Leben sein soll. Das kann es doch nicht sein, dass man sich für 30 Urlaubstage so dermaßen versklavt. Vielleicht ist das auch nur eine selektive Wahrnehmung, aber ich habe zu viele Menschen gesehen, darunter auch meine Eltern, die halt ein "so da"-Leben führen. Die strahlen nicht, sondern leben halt jeden Tag und haben ihre Probleme und sitzen ihre Zeit ab, bis sie dann irgendwann sterben. Habe manchmal das Gefühl, dass "die fetten Jahre" in meinem Leben schon vorbei sind. 4 Jahre ganz cooles Studentenleben mit tollen Erfahrungen, und ab jetzt kommt für den Rest des Lebens nur noch scheiße. Das kann es doch nicht gewesen sein. Das waren dann auch wesentliche Auslöser für meine Suizidgedanken/ Depression. Danke für eure Beiträge bisher, da ist einiges hilfreiches dabei.
  12. Ich bin immer noch in Therapie und im Prinzip machen wir das gerade, wir sammeln also gerade alle Rollen/ Modi von mir. Bin gespannt, was dabei noch so herauskommt. Ich bin einfach völlig verkrampft und fast pausenlos darüber am nachdenken, wie ich mein Leben gestalten will. Bisher war das nicht so, in meinem Leben hab ich einfach meinem Bauch vertraut und gemacht. Das Problem ist, und das verunsichert mich jetzt auf einer fundamentalen Ebene: Mit dieser Art zu leben bin ich halt völlig vor die Wand gefahren. - Ich habe den falschen Bachelor gewählt. In einem der möglichen Arbeitsbereiche hab ich jetzt ein Jahr gearbeitet und gemerkt, dass das einfach echt nicht meins ist. Die anderen Arbeitsbereiche kommen sogar noch weniger in Frage. Lediglich einen Beruf kann ich mir vorstellen, als Notnagel. - Ich habe kein vernünftiges Sozialleben aufgebaut. Habe daher keinen festen Freundeskreis und nicht die sozialen Aktivitäten, wie ich sie mir wünschen würde. - Ich habe mich nicht gut um mich gekümmert. Habe Drogen genommen, die ich nicht hätte nehmen dürfen. Habe von anderen persönliche Grenzen überschreiten lassen. War freiwillig im Einsatzdienst bei der Feuerwehr, bin zu oft nachts raus und habe Einsätze mit Toten zu nah an mich herangelassen. Der psychische Stress durch all das ging so weit, dass ich über Wochen hinweg am dissoziieren war und mich nicht mehr im Spiegel erkannt habe. Ich war auf einem anderen Stern. Ich mache mir da überall keinen Vorwurf. Ich wusste es bisher einfach alles nicht besser und habe immer so entschieden, wie ich es für richtig gehalten habe. Aber jetzt stehe ich hier und bin, mit mehreren Monaten Abstand, völlig verschreckt und ängstlich mein Leben wieder aufzubauen, weil ich nie wieder diese Todesängste, Suizidgedanken, Panikattacken, Horror-Trips usw. erleben will. Ich glaube man kann von Glück reden, dass ich nicht in einer geschlossenen Klinik gelandet bin. Im Alltag komme ich jetzt wieder ganz gut zurecht. Ich bin wie gesagt nicht mehr depressiv, habe durchaus soziale Kontakte (wenn auch lange nicht wie gewünscht) und kann mich selber ernähren. Aber die Konsequenz nach all diesen Sachen ist, dass ich keine Entscheidungen mehr treffen kann. Ich traue mich nicht, einen Master zu wählen. Traue mich teilweise nicht, mit Frauen Sex zu haben oder eine näher kennen zu lernen - es könnte ja die Falsche sein. Und so zieht sich das durch alle Lebensbereiche. Stattdessen muss das, was ich tue, alles perfekt sein. Das auch einfach mal so niedergeschrieben, vielleicht kann man dazu ja was sagen. Für mich ist das gerade schon ein großer Akt, meine Gedanken so niederzuschreiben. Aber ich glaube das beschreibt meine Situation/ das Problem ganz gut.
  13. Ich hatte Orientierungsprobleme & Schwindel. Wenn ich mich bewegt habe hat alles geschwankt, und ich kam mehrere Tage kaum aus dem Haus, weil ich mich in der Stadt nicht richtig verorten konnte. Nach Hause zu finden war schwierig, weil ich es kognitiv irgendwie nicht hinbekommen habe, mir den Weg auszumalen usw. Und ich war enorm gestresst einfach (Angst), glaube ich im Nachhinein. In der Neurologie konnte aber nichts festgestellt werden, man ging eher von psychosomatischen Beschwerden aus. Das hat sich dann auch nach ein paar Tagen wieder gelegt.
  14. Hallo zusammen, die Situation ist folgendermaßen: Ich bin jetzt 23 und habe letztes Jahr meinen Bachelor (B. Eng.) fertig gemacht, habe gleichzeitig gegen eine mittelschwere Depression gekämpft und dabei und danach gearbeitet. Parallel dazu ist mein altes Lebensmodell kaputt gegangen - mein ehemaliger, langjähriger bester Freund ist mir nichts dir nichts mit meiner Ex zusammengekommen. Auch ist mittlerweile klar geworden, dass er ein Narzist ist. Ich bin aufgrund dieser Ereignisse dann Ende letzten Jahres aus der WG, die ich mit ihm gegründet hatte, regelrecht „geflohen“ und wohne jetzt alleine. Er und sie sind also weg (und damit zwei wichtige Stützen) und ich fühle mich jetzt verdammt einsam und damit ist irgendwie alles zusammengebrochen. Der gemeinsame Traum von ihm und mir, sich in der Großstadt ein "geiles Leben aufzubauen", ist spätestens an diesem Punkt zerplatzt und retrospektiv alles in Frage gestellt. So als ob ich in den letzten vier Jahren eine Illusion gelebt hätte. Wer mal mit einem Narzisten gelebt hat, weiß vielleicht was ich meine. Ich könnte jetzt darüber rumheulen, wie scheiße das alles ist, dass ich mich letztes Jahr lange Zeit einfach nur umbringen wollte und das schlimmste Jahr meines Leben hatte, aber ich habe diese Depression GOTT SEI DANK überwunden und kann zumindest wieder klar denken. Ich will positiv in die Zukunft blicken und mir etwas schönes aufbauen. Das Problem ist, dass ich einfach nicht aus dem Quark komme. Ein wesentliches Problem ist z.B. Einsamkeit. Quasi seit meiner Pubertät habe ich es nicht geschafft, einen richtigen Charakter zu entwickeln. Stattdessen war ich ein Mitläufer-Typ, habe Rollen gespielt, war angepasst und habe dadurch keine echten, tiefen Beziehungen aufgebaut. Mal abgesehen von den Beziehungen zum Narzisten-Freund, der jetzt weg ist, und einem alten Schulfreund, den ich alle paar Wochen mal sehe. Stattdessen habe ich ein paar weibliche Freundinnen, die aber oft nur was von mir wollen, und eher oberflächliche Bekanntschaften zu Kerlen. Leider weiß ich nicht, was "normal" und gesund ist. Ich fühle mich schlecht damit, dass ich jetzt ein Jahr ohne Freundin merke, dass ich ohne nicht richtig klar komme. Dieser Umstand fühlt sich schwach und falsch an. Ich merke ganz eindeutig, dass da etwas fehlt. Das Körperliche, das Vertrauen, und jemanden zu haben, mit dem man Dinge unternimmt und einfach zusammen durchs Leben geht. Ich habe Frauen, die sich für mich interessieren, aber sie hauen mich nicht um. Keine passt wirklich zu mir. Und eigentlich will ich auch ohne eine klar kommen. Vor Corona habe ich wirklich viel getan, um dem Problem der Einsamkeit zu begegnen. Ich habe z.B. wie ein Bekloppter Karneval gefeiert und bin richtig rumgekommen, war total sozial unterwegs, obwohl ich eigentlich introvertiert und schüchtern bin. So doll, dass ich am Ende im Krankenhaus gelandet bin - nicht wegen Alkohol, sondern weil meine Psyche nicht damit klar kam. Ich bin auch öfter mal zum Sport mit verschieden Leuten. Habe mich deutlich öfter als früher mit Freunden getroffen, das wirklich gepflegt. Aber es hat alles irgendwie nicht so richtig was genützt. Ich hänge hier in meiner Bude und bin einfach echt verbittert. Ich glaube das reicht erstmal an Text - sorry, ich habe schon versucht mich kurz zu fassen. Habt ihr Ratschläge für mich? Alles Liebe Blackfree
  15. Lieber Ben08, die Antwort kommt zwar etwas spät, aber das Problem dürfte ja immer noch aktuell sein. Zunächst: Ich verstehe deine Situation. Und das ist nicht so daher gesagt: Ich bin 23, auch ein Mitläufer-Typ, in der FW und habe manchmal sehr große Schwierigkeiten mit anderen Leuten umzugehen. Da bei mir über die Jahre alles in eine depressive Richtung gekippt ist, habe ich mir vor einem Jahr professionelle Hilfe geholt. Und wenn ich so deinen Text lese, sehe ich da auch eine leichte Indikation für eine psychotherapeutische Therapie. Und hier gilt: Lieber früher als später Hilfe holen. Das kennst du selber aus dem Einsatz: Entstehungsbrände bekommt man easy in den Griff, in anderen Fällen ist man leider zu spät und bekommt die Situation nicht mehr wirklich unter Kontrolle. Ich habe großen Respekt davor, dass du so stark abgenommen hast. Überhaupt scheinst du ein sympathischer, vertrauenswürdiger und reflektierter Kerl zu sein (auch wenn du das möglicherweise anders siehst). Solche Eigenschaften schätzen andere Leute! Nur: Wenn man sich immer zurückzieht, kann keiner wissen, was für ein cooler Typ du tatsächlich bist. Und es ist doch wahnsinnig schade: Du könntest so viele Leute zum lachen bringen, deren Leben bereichern ... Aber das passiert nicht, wenn man schüchtern und Mitläufer ist. Was ich dir also empfehlen würde: 1) Erkennen, in welcher Situation du gerade bist und prüfen, ob du damit zufrieden bist - das hast du soweit schon getan, kannst du aber auch nochmal genauer tun, um zu wissen, wo du wirklich stehst. 2) Professionelle Hilfe suchen, Gespräche mit Familie/ Freunden, sich anderen öffnen. Alleine kommt man einfach nicht weit. 3) Den langen Weg gehen und zwischendrin bewusst feststellen, was schon alles besser läuft. Du hast einen langen Weg vor dir, aber unterwegs wirst du ganz viele Fortschritte machen. Mach dir diese bewusst, denn das macht zufrieden und motiviert, weiterzumachen. Alles Gute dir!