reas0n

User
  • Inhalte

    43
  • Mitglied seit

  • Letzter Besuch

  • Coins

     175

Ansehen in der Community

0 Neutral

Über reas0n

  • Rang
    Neuling

Letzte Besucher des Profils

553 Profilansichten
  1. Das ist ein ziemlich guter Input - auf die Art hab ich noch nicht drauf geschaut. Bei mir ist das in der Regel so, dass ich genau so gerne etwas im Voraus festlege, wie ich spontan entscheide. Vermutlich ist es deshalb manchmal schwer für mich nachzuvollziehen, wenn jemand entweder nicht spontan entscheiden will/kann, oder nicht geplant. In meinem Freundeskreis sind vor Allem Leute, von denen ich den Eindruck habe, dass sie sich ungern festlegen wollen. Der Lieblingszeitpunkt für die Entscheidung scheint da oft eine halbe Stunde nach Beginn des Events zu liegen - ungefähr dann, wenn man spürt, dass man etwas verpassen könnte. Allerdings bin ich dann doch wieder erstaunt, wie viel die Leute mit anderen Freunden vereinbaren und das macht mich etwas stutzig. Mein lange Zeit bester Freund hat beispielsweise meine letzten 10-15 Vorschläge in Folge abgelehnt. Das waren an und für sich Dinge, von denen ich weiß, dass sie ihm Spaß machen. Und ich habe in größeren Abständen gefragt, also demanding, needy oder aufdringlich war ich glaube ich nicht. Da wir gemeinsam wohnen, sehe ich aber, dass er wöchentlich 4-8 Leute trifft. Das sind nicht selten auch Leute, über die er schlecht redet. Vor einem halben Jahr hab ich deshalb auch aufgehört Vorschläge zu machen, weil es sich eigentlich demütigend anfühlt. Insgesamt könnte ich aber glaube ich genauer darauf achten, ob ich vielleicht falsch einschätze, zu welchen Aktivitäten die Leute so richtig motiviert sind. Das macht ziemlich viel Sinn und ist sehr hilfreich, danke! In meinem Fall sind es keine Angestellten, sondern eher ewige Studenten. Nicht im Sinne von Leuten, die ihr Studium nicht auf die Reihe bekommen, sondern eher Leute, die extrem heftiges Zeug studieren, das seine Zeit braucht. Die arbeiten schon fleißig, aber einen richtig durchgetakteten Ablauf haben sie auch nicht. Wie du so über die Selbstständigkeit schreibst und davon, an die richtigen Leute bestimmte Erwartungshaltungen zu richten, muss ich ein bisschen an Peterson denken. In ein paar Interviews hab ich ihn über Temperament-Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen sprechen hören und davon, dass manche Leute recht schlecht darin sind, auf Worte Taten folgen zu lassen. Ich hab tatsächlich schon darüber nachgedacht, ob das kein Zufall ist, dass die meisten Leute in meinem Umfeld ohne konkretere Aussichten und Output so vor sich hin studieren und ich gerade dabei bin, mehrere Businesses aufzubauen und innerhalb kurzer Zeit zu liefern, wenn Aufträge anstehen. Ich hab schon ein bisschen spekuliert, ob es in der Gestaltung des Privatlebens ähnliche Temperamentsunterschiede gibt. Was aber zuweilen ein bisschen schmerzhaft ist, ist zu beobachten, wie diese Leute doch ständig Zeit mit anderen Freunden verbringen und ich beginne mich zu fragen, ob vielleicht dahinter steckt, dass sie einfach eine Menge Menschen um sich haben, die sie kontaktieren. Und manchmal ist schwer dann nicht die Frage zu stellen: Was macht diese Freunde so viel gefragter? Kann es so etwas triviales sein wie das Prinzip der Knappheit? Dass einfach der Social Value steigt, wenn man so viele Anfragen bekommt, dass man aussortieren muss? Wenn ich so zurück schaue, war ich eigentlich häufig in meinem Umfeld einer von den wenigen, die etwas auf die Beine stellen wollten. Allerdings hat das so oft so wenig Resonanz gefunden, dass ich glaube ich zunehmend resigniere. Ich war häufig nicht sicher, warum ich die Leute mit meinem Enthusiasmus nicht anstecken kann und, ob das an meinen Angeboten, oder doch in irgendeiner Form an mir oder meiner Popularität liegt. Danke für die Perspektive! Es könnte natürlich selektive Wahrnehmung sein, aber ich kann mich nicht so richtig an eine Phase bei mir erinnern, bei der die Anfragen nur so herein kamen. Klar gab es bessere und schlechtere Phasen, aber so richtig nah an meine Wunschvorstellung bin ich glaube ich nie gekommen. Mit deinem letzten Punkt hab ich schon etwas experimentiert und auch nicht wirklich viel Veränderung festgestellt, aber ich glaub es ist an der Zeit das wieder einmal zu probieren!
  2. Einigen sehr engen Freunden hab ich meine Wünsche auf jeden Fall kommuniziert. In diesen Fällen hat sich aber an der Dynamik nichts verändert. Ich hab ein bisschen damit experimentiert, was passiert, wenn ich mich nicht mehr melde, aber das hat selten dazu geführt, dass sich dann die Kontaktaufnahme deutlich steigert. In manchen Fällen hatte ich den Eindruck, dass nach Monaten der Funkstille dann mal wieder ein Ping kam - wobei sich das mehr nach Angst vor Verlust angefühlt hat als nach einem echten Bedürfnis, sich zu melden. Ist aber natürlich eher eine Spekulation. Insgesamt fällt es mir nicht schwer, Kontakte zu beenden - wobei ich das in der Vergangenheit eigentlich nur gemacht habe, wenn sich Leute meiner Ansicht nach wirklich menschlich daneben benommen haben. Ein bisschen Sorge, sich all zu sehr ins Out zu befördern, wenn man zu viele Stränge kappt, ist da aber schon. Es ist interessant, wenn ich so darüber nachdenke, würde ich sagen, ich habe eigentlich nicht wenig Freunde, auf die ich zählen kann, wenn ich sie brauche. Allerdings würde ich gleichzeitig sagen, ich habe kaum Freunde, auf die ich zählen kann, wenn ich sie will. Ich hab sofort 5 Leute bei der Hand, die sich Zeit für mich nehmen würden, wenn es mir schlecht geht. Aber wenn man mit denen mal einen Film schauen wollen würde, ist es ein ewiger Kampf. Umgekehrt bin ich auch recht gefragt, wenn meine Freunde Rat suchen. Das erste, was mir dazu einfallen würde, wäre, dass man mit mir nicht so gut Spaß haben kann. Und ich wäre bereit das zu akzeptieren und daran zu arbeiten - es würde mich nur extrem wundern, weil ich die Aufeinandertreffen mit den Leuten überhaupt nicht so wahrnehme. Aber es ist wie ein Pattern, das sich seit frühester Kindheit durchzieht - immer geduldet, selten gefragt, außer, wenn es ans Eingemachte geht. Auf die übrigen Kommentare reagier ich morgen! Da ist Einiges dabei, was mir weiterhelfen wird.
  3. I’ll give you this one 🙂 Ich hab beim Schreiben versucht keinen endlosen Post zu verfassen (und war mäßig erfolgreich) und hab’s deswegen wohl recht allgemein und abstrakt gehalten. In zwei Sätzen, das ist eine Aufgabe. Ich würde sagen, dass ich mich in den Begegnungen mit meinen Freunden und Bekannten zwar so fühle als könnten sie mit mir etwas anfangen (und zwar gar nicht so wenig), aber, dass sich die Art, in der sie mit mir Kontakt aufnehmen eher so anfühlt als würde ich auf der Reservebank sitzen. 2-3 wirklich enge und ein paar gute Freunde zu haben, die sich so verhalten, dass mich einmal die Woche jemand von sich aus kontaktiert, und insgesamt ein bisschen Balance in meinen Kontakten, würde mich wunschlos glücklich machen. Übrigens ist mir in diesem Fall auch egal, ob das der Norm entspricht. Ich hab das nur so geframed, falls die Lösung meines Problems eigentlich damit zu tun hat, dass ich völlig überzogene Wünsche und Vorstellungen habe. Das tut mal gut zu hören anstelle des obligatorischen "Ach was, das wirkt doch bestimmt nur so für dich." oder "So fühlt sich doch jeder". Also es gibt ein paar Hinweise darauf, dass ich bis zu einem gewissen Grad nicht ganz unkomplizierte Leute in meinem Umfeld habe. Aber ich bin kein Fan von Ausreden und frage mich im Prinzip seit Jahren, was an mir oder meinem Verhalten diese Dynamiken verursacht. Und besonders nachdem ich ziemlich viel und hart an mir gearbeitet habe, bin ich ein bisschen ratlos, warum sich das gleiche Pattern immer und immer wiederholt. Macht es Sinn, ein paar konkrete Beispiele anzuführen? Vielleicht lässt sich da irgendwas ablesen oder spekulieren, das ich einfach nicht sehen kann?
  4. Hallo miteinander, ich möchte mich gerne einem Thema widmen, das mich schon sehr lange - eigentlich soweit ich mich zurück erinnern kann - begleitet: Popularität und der Umgang mit Freunden, die in die Freundschaft wenig/nichts investieren. Mein Eindruck ist, dass Freunde und Bekannte deutlich weniger auf mich zukommen und sich mir gegenüber, was Vereinbarungen betrifft, komplizierter verhalten als das den Anschein hat, wenn ich die Interaktionen dieser Leute mit anderen Menschen beobachte. Erst einmal stellt sich natürlich die Frage, ob dieser Eindruck gerechtfertigt ist, oder, ob das Gras beim Nachbarn eben immer grüner wächst. Ich bin deshalb einmal durch die Nachrichten der Personen gegangen, mit denen ich mich gelegentlich oder regelmäßig treffe, um zu schauen, wie oft diese mich (und nicht umgekehrt) kontaktiert haben. Ich habe dabei seit Januar 2019 unter allen meinen Freunden und Bekannten 8 Anfragen entdeckt, bei denen mich jemand aus eigener Initiative kontaktiert hatte, um mit mir ein Treffen zu vereinbaren, oder mich zu etwas einzuladen. Meine erste Frage ist: Kommt euch das so wie mir wenig vor, oder habe ich unrealistische Vorstellungen? Ich würde mich insgesamt als proaktiv beschreiben. In 1 on 1 Begegnungen bin ich großteils der Initiator und war häufiger auch jemand, der Gruppen zusammenbringt und Aktivitäten anstößt. Insgesamt waren das aber oft so mühselige Angelegenheiten, dass ich feststelle, wie ich das zunehmend vermeide und mich zurückziehe. Die Leute in meinem Umfeld scheinen mich gern zu haben. Sie scheinen meinen Humor zu mögen und lachen viel mit mir. Ich halte mich für spontan und unkompliziert. Ich bekomme Gelegentlich das Kompliment, dass ich verlässlich bin und zu den wenigen Leuten gehöre, die in der Lage sind definitive Zu- oder Absagen zu geben. Bei meinen besten Freunden melde ich mich 1-2x pro Woche, bei anderen vermutlich so alle 2-4 Monate. Mir kommt das nicht übereifrig oder anhänglich vor (ich versuche auch nie jemanden zu überreden oder übe sonstigen Druck aus), aber, falls ich das falsch einschätze, wäre ich um ein Feedback dankbar. Ich bin Selbstständiger und arbeite als Musiker, gebe Privatunterricht (E-Gitarre - Jazz, Hip Hop, Rock..), bin Webdesigner und beginne gerade damit, Computerspiele zu entwickeln. Es gibt Leute, die mehr adventurous sind als ich, aber als langweilig würde ich mich auch nicht beschreiben. Bei diesen vielen Tätigkeiten würde ich auch nicht behaupten, dass ich chronisch unterbeschäftigt bin - ich bin aber nicht schlecht darin, eine gute Work-Live Balance zu für mich zu schaffen. Manchmal frage ich mich aber, ob meine Popularität steigen würde, wenn ich im Sozialen auch ausgelasteter wäre (was natürlich umgekehrt einen Teufelskreis bedeutet). Besonders über die letzten Jahre habe ich mich recht stark entwickelt. Früher habe ich manche Verhaltensweisen bspw. viel persönlicher genommen und war gegenüber Leuten, die unzuverlässig sind viel mehr „judgemental“. Darin habe ich mich stark verbessert und gelernt, so etwas hinter mir zu lassen. Ich habe auch eine kognitive Verhaltenstherapie gemacht, allerdings ist mein Eindruck, dass ich dabei eher gelernt habe, wie ich meine Situation besser akzeptieren, statt, wie ich sie ändern kann. Initiieren eure Freunde und Bekannten auch so wenig Kontakt? Ist es normal, dass man (mehrmals) in eine Whatsapp-Gruppe enger Freunde postet und niemand antwortet? Sagen enge Freunde von euch auch ständig, dass sie sich noch nicht festlegen wollen, es „spontan halten wollen“, sich „grad nicht entscheiden können“ oder „grad total fertig sind“? Ich würde einfach gern besser verstehen, ob das ein bisschen ein Phänomen unserer Zeit ist, das viele von uns erleben, ob ich komplizierte Leute um mich hab, oder ob es an mir liegt. Würde es helfen, wenn ich ein bisschen Beschreibe, wie manche Encounters mit Menschen rund um mich für mich ablaufen? Many thanks und cheers, res0n
  5. Absolut, aber gilt das auch, wenn man bereits einen Korb bekommen hat? Also ich übernehm die Verantwortung für die Entscheidung (oder aus Game-Sicht den Fehler), nicht gleich auf sie zuzugehen, als sie mir die ersten Zeichen gegeben hat. Damit muss ich mich abfinden, das war ein bewusster Entschluss. Aber die zweite Serie Signale (Herz-Kaffee, erneut tief in die Augen schauen, etc.) kam innerhalb der 3 Tage nachdem ich sie nach dem Date gefragt hatte und ich abgelehnt wurde (sinngemäßes Zitat "Ich habe schlechte Erfahrungen damit gemacht, Stammgäste zu daten"). Ich dachte es würde abhängig und weak wirken, wenn ich wenige Tage nach der Rejection sofort wieder auf sie anspringe. Ich war freundlich, aber hab nicht angebissen. Wäre es nicht ein Fehler gewesen, gleich weitere Versuche zu starten? Bzw. was hättest du konkret gemacht? Dass sie denkt, ich will nichts von ihr, kann eig nicht wirklich sein, nachdem ich sie um ein Date und ihre Nummer gefragt habe. Aber, möglicherweise denkt sie, ich bin nicht genug interessiert. Also ich hab die Rejection schon ziemlich auf die leichte Schulter genommen und auch über die Zeit mit einigen anderen Mädels geflirtet (wobei ich das nicht demonstrativ gemacht habe und die eher auf mich zugekommen sind). Ich weiß nicht, ob sie vlt Schiss hat geplayed und verarscht zu werden. Spielt es eine Rolle, dass sie unheimlich introvertiert ist? Unheimlich bedeutet: Sie redet fast nie mit Gästen, sie redet selten mit ihren Mitarbeitern, sie braucht meiner Beobachtung nach mehrere Wochen, um mit Menschen wie ihren Kollegen etwas aufzutauen, ich sehe sie NIEMALS mit Männern flirten - genau gesagt kaum einmal sprechen. Keiner meiner Freunde hat von ihr so Blicke bekommen wie ich und wir sehen sie ständig an unterschiedlichen Orten in der Stadt und sie ist immer allein. Ich weiß, dass sie Sorgen davor hat, falsch interpretiert zu werden aufgrund ihrer Verschlossenheit und ich weiß, dass sie Berührungsängste vor sozialer Interaktion in Gruppen-Settings hat.
  6. Das klingt legit, danke. Einer Frau, die man auf eine Weise gekränkt hat, auf irgendeine Art vermitteln, dass es keine Absicht war, ist in der Attraction-Phase immer und unter allen Bedingungen ein Fehler oder? Angenommen sie hat schlechte Erfahrungen mit Leuten gemacht, die hot cold spielen (etc.), versucht sich seither zu schützen und hat ein paar aufeinanderfolgende Situationen als Anhaltspunkt dafür genommen, mir zu misstrauen. Dann wäre es trotz allem ein Fehler, ihr ein Gefühl von Sicherheit zu geben, weil man damit das chasen und wondern unterbricht, entschuldigend und beta rüber kommt und die Attraction killt - richtig?
  7. I see your point, aber ich erklär mal meine Entscheidungen. Ihre Objection hat sich in dem Moment ein bisschen wie eine Ausrede für mich angehört - also mein Eindruck war, dass sie mich nicht so direkt und knallhart abservieren will und deswegen einen Grund vorschiebt. Ich hab darauf gesagt: "Naja, dann komm ich einfach nie mehr wieder..", worauf sie herzhaft gelacht hat und ich angeknüpft hab mit "Hmm nein, das könnt ich nicht mal für DICH tun..." Ich weiß nicht, wie ich, falls das eine echte Sorge von ihr ist, das hätte lösen können. Ich bin mit 80% der Belegschaft gut befreundet und mehrere der Mitarbeiter kennen den Laden durch mich und sind 10 Jahre+ mit mir befreundet - und ich bin 5 Tage die Woche dort und erledige einen Teil meiner Arbeit da. Zum Thema Signale: Die waren am Anfang konstant und sehr stark (ich weiß, das wäre der beste Zeitpunkt für einen Approach gewesen, aber ich war einfach zu sehr mit meinem Leben beschäftigt und nicht wirklich an einer Bekanntschaft interessiert - leider kann ich meine damalige Entscheidung nicht nachträglich ändern), dann etwas mixed und zeitweise verschlossen. Nach meinem Approach waren da wieder welche, aber sie waren weniger Eindeutig als zu Beginn. Ich hatte ein bisschen Sorgen, dass sie nur an meiner Aufmerksamkeit interessiert ist, daher kein weiterer move von mir. Außerdem wollte ich nicht needy und anhänglich sein. Ich dachte, das beste was ich tun könnte wäre mich wieder auf mich selbst zu konzentrieren, ggf. andere Frauen zu treffen und nicht sofort nach dem ersten Knochen zu schnappen, den sie mir hinwirft. Aber möglicherweise ist alles, was ich dabei erreicht hab, dass ich sie gekränkt habe. Ich denk nicht, dass ich mehr aufs Ignorieren anspringe. Sie gefällt mir unheimlich gut und ist genau mein Typ, aber ich glaube nicht, dass ich ein Interesse an ihr entwickelt hätte, wenn sie mir die kalte Schulter gezeigt hätte. Das war mehr ihre warmherzige Einladung zu Beginn. Aber nach Rat sucht man naturgemäß, wenn man mit einer Situation nicht gut umzugehen weiß - daher der Post. Sie ist leider auch so häufig verschlossen und bietet einem wenig Gelegenheiten zur Kontaktaufnahme. Einer guten Freundin von mir hat sie anvertraut, sie hätte oft Sorgen, dass Leute ihre introvertierte Art falsch deuten und glauben, sie würde sie nicht mögen. Ich tu mir leider schon fast schwer Normalität mit ihr herzustellen.
  8. Hey Leute, vor ein paar Wochen bin ich einem Mädchen in meinem Lieblingscafé begegnet, von dem ich starke IOIs bekommen habe. 5 Sekunden+ Augenkontakt mit breitem Lächeln, mehrmals in Serie. Wenige Tage später begann sie dort als Barista zu arbeiten und die IOIs setzten sich fort. Ich war eigentlich gerade in einer Phase, in der ich nicht daran interessiert war, jemanden kennen zu lernen, wurde dann aber doch etwas schwach und entschied letztendlich, sie anzusprechen. Mein Approach war alles andere als smooth (hab meine Nerven ordentlich gespürt 😄). Sie meinte so etwas wie "wir können schon mal abhängen", aber düste dann ab, ohne mir ihre Nummer zu geben. Eine Stunde später liefen wir noch mal ineinander und ich wagte einen zweiten Approach, sagte ihr, dass das gerade der lausigste Versuch war, den ich jemals unternommen hatte und ich mir vorkäme wie ein blöder Schuljunge. Das Gespräch war dann entspannt und wir lachten viel, aber sie meinte, sie hätte schlechte Erfahrungen damit gemacht, Stammgäste von ihren Arbeitsplätzen zu treffen, weil das häufig unangenehm ausging. Als ich dann bei einem möglichen Treffen Friend-Zone witterte, sagte ich ihr, dass ich sie nicht freundschaftlich kennenlernen wollte, weil ich sie attraktiv fände - und wenn sie "nein" sagen wolle, wäre das in Ordnung und ich könnte schon damit umgehen. Dann kam ein quasi-nein und ich verabschiedete mich mit einem Joke und in guter mood von ihr. In den Tagen und Wochen danach kamen dann aber weitere Signale von ihr. Sie hörte nicht auf mich breitestens anzulächeln (ein bisschen so als wäre sie von meinem direkter Approach doch angetan), richtete Kaffee mit Herz-Latte-Art für mich und schaute mir beim Überreichen tief in die Augen oder beim verlassen des Shops hinterher, hörte ständig mit einem Ohr zu, wenn ich mit den Kollegen quatschte und lachte über meine Jokes, die gar nicht an sie gerichtet waren etc. Ein paar Tage in Serie gab es jetzt Situationen, die sich aber ein bisschen danach anfühlten, als würde ich sie ausgrenzen oder ignorieren, obwohl das gar nicht meine Absicht ist. Ich bin mit allen ihren Kollegen sehr gut befreundet und flirte auch ein bisschen mit manchen Mädels (und 2 davon chasen mich schon seit einer weile). Gerade davon hat sie in den vergangenen Tagen einiges mitbekommen. Seither ignoriert sie mich jetzt so richtig und schaut mich kaum mehr an. Ich weiß, häufig werden Leute getriggert, wenn man ihnen die Aufmerksamkeit entzieht und/oder beginnt jemand anderes zu treffen. Aber hat man es manchmal nicht auch mit jemandem zu tun, der vielleicht genau auf so eine Art mehrmals verletzt wurde und sich unter diesen Umständen komplett zurück zieht? Gibt es nicht Leute, die das Gefühl brauchen, nicht "geplayed" zu werden und vorsichtig sind und etwas Sicherheit benötigen, um sich auf einen Versuch einzulassen? Sie ist recht introvertiert, häufig still und für sich, wirkt eher ängstlich und ich weiß, dass sie oft Sorgen hat, falsch wahrgenommen zu werden. Aber vielleicht sind das alles absolute Beta-Gedanken? Wie verhaltet ihr euch in solchen Situationen? Cheers, reas0n
  9. Du hast mich gerade angeregt zu suchen - von der hier wusste ich nicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Histrionische_Persönlichkeitsstörung Passt wie die Faust aufs Auge.
  10. Ich weiß, war 2 Jahre mit einer später diagnostizierten Borderlinerin zusammen. Der Witz ist nur, dass man manchmal so schwer erkennt, ob jemand einfach extrem dein Typ ist und enorm auf dich steht, oder, ob jemand gut lesen kann, was du magst und brauchst und dich idealisiert - so lange, bis jemand anderes interessanter ist.
  11. Naja ganz so ist es auch wieder nicht - sie gefällt mir unheimlich gut und eine Menge ihrer Charaktereigenschaften finde ich unheimlich anziehend. Der Körper sagt ja, aber der Kopf sagt, das ist anstrengend bis gefährlich (wahrsch zu bedürftig hinsichtlich Aufmerksamkeit, narzistisch, meinem Eindruck nach sehr leicht gekränkt, wenn sie nicht bekommt, was sie will etc.). Aber wie gesagt, einerseits war es eine generelle Frage, andererseits wollte ich mich in dem speziellen Fall auch ordentlich verhalten.
  12. Weil ich 1.) wie gesagt noch weiter mit ihr zu tun haben werde aufgrund unseres Freundeskreises und es 2.) für mich einen Unterschied macht, ob ich jemanden gerade erst im Club kennengelernt habe und einfach nexte, oder der Kontakt auf anderen Wegen zustande kam und man schon um einiges mehr Zeit gemeinsam verbracht hat und aufgrund dessen anders zueinander steht. Im ersten Fall sehe ich kein Problem damit nicht zu reagieren, wenn ich keine Lust mehr habe, im zweiten hab ich das Gefühl man kann das auch erwachsen handlen kann, anstatt kindisch die anfragen der anderen Person zu ignorieren. Ich hab übrigens auch nicht behauptet, dass es sich dabei um einen Freeze handelt - das betrifft nur den generellen Teil meiner Frage, der nicht im Speziellen mit dieser Situation zu tun hat. Und ich glaube auch nicht, dass ich "nicht damit umgehen kann, dass sie andere Männer trifft". Darin habe ich mich jedenfalls stark verbessert. Aber ich finde es eher abturnend, wenn sie mir das bei einem Date ständig unter die Nase reibt. Ich treffe ja auch andere Frauen und mache das umgekehrt nicht.
  13. Many thanks für den vielseitigen Input. Was die Sache mit dem "ich hab null Interesse daran einen Mann zu haben" betrifft, sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ihre Mutter konservative Muslima ist und von ihr erwartet früher oder später zu heiraten. Sie denkt von ihr, dass sie immer noch Jungfrau ist und weiß nicht, dass sie eine Menge Tattoos hat, was verboten ist, usw., dh da rebelliert sie im Geheimen recht. Danke Womanizer und Magnetism für die mitunter Antwort auf meine eigentliche Frage. Verstehe ich das richtig, dass ihr nur ansprechen würdet, was euch stört, wenn ihr danach gefragt werdet? Findet ihr das generell schlecht, etwas von sich aus anzusprechen? Wie würdet ihr es halten, wenn ihr ein Problem erst ansprecht, und ihr danach gefragt werdet "Warum bist du nicht zu mir gekommen, um mit mir zu reden?" Ich glaube meine größtes Problem ist, dass ich nicht erkenne, wann und wie die Möglichkeit zu eskalieren besteht in bestimmten Situationen. Dass ich da Schwierigkeiten habe, ist mir schon länger bewusst, aber jedes mal wieder, wenn ich versuche mich da weiter zu pushen und etwas zu versuchen, weist mich jemand darauf hin, dass es gerade schon eine gute Situation gegeben hätte, die ich verschlafen habe. Ich glaube, ich bin da einerseits nicht kreativ genug und andererseits zu zögerlich. Ich erklär vielleicht, warum ich mich überhaupt distanzieren wollte. Aus 3 Gründen: 1.) Weil mich ein paar Dinge an ihr recht ins Zweifeln gebracht haben: ihre nahezu Handy- und Instagram-Sucht, dass ihre Impulsivität hart an der Grenze ist und, dass ich so eine Vorahnung habe, dass sie vielleicht emotional nicht so stabil ist... 2.) Weil es mir vielleicht ein bisschen zu arg ist, wie sie ab der Kontaktaufnahme nach dem ersten Treffen dann reagiert hat. Ja, wahrscheinlich hätte ich wissen sollen, wie ich sie in dieser dreiviertel Stunde zumindest küsse und habs verkackt. Aber dass sie mir dann gleich ein Foto schickt, auf dem sie gerade mit einem anderen Typen chillt und bei unserem Date die ganze Zeit Stories mit anderen Typen dropt (nicht, dass sie mit denen was hatte, aber "den einen hab ich auf der Reise kennengelernt und eine Wette abgeschlossen, wir lassen uns beide tattoowieren, mit dem anderen hab ich eine Challenge am laufen, gestern hab ich den Typen kurz getroffen, mit dem du mich vor der Abreise hast turteln sehen..) war schon ein bisschen viel auf einmal. Ich bin super cool geblieben und hab mich auch nicht eifersüchtig gefühlt, aber die Intention war für mich ein bisschen too much. Das war irgendwie fast ein reines Shittest oder Diss-Treffen. Da hatte ich sicher nicht die Skills dann auch noch ordentlich zu eskalieren. 3.) Weil ich glaube, die Sache ist irgendwie gelaufen. Das ging schon vor ihrer Abreise eine Weile lang und ich glaube es ist jetzt einfach zu spät. Vor der Abreise hatten wir uns gegenseitig Interesse ausgesprochen, nachdem sie mich gefragt hatte, ob ich auf sie stehe. Sie meinte, sie wolle vor der Reise niemanden mehr kennen lernen und mit niemandem etwas anfangen. Obendrein stand und steht immer noch ihre beste Freundin unheimlich auf mich und sie meinte, das führt zu Komplikationen. Ich weiß schon, diese Dinge sollten mich von nichts abhalten, aber ich habs verbockt und ich glaub ich muss das akzeptieren. Im Speziellen möchte ich das mit ihr jetzt anständig machen und mich nicht einfach ohne Worte aus der Affaire ziehen. Gleichzeitig mit ihrem Kennenlernen hat sich ein gemeinsamer Freundeskreis etabliert und wir werden uns weiter begegnen und ich will das ordentlich machen und sowieso für mich klären, wie ich mich in solchen Situationen in Einklang mit meinen Prinzipien verhalten will.
  14. Also was den Montag Abend betrifft hab ich nicht gesehen, wie ich in der Gesellschaft der ganzen anderen Leute plötzlich anfangen soll, mit ihr rumzumachen. Ich denk, da bring ich auch nicht den Mut auf das vor allen anderen zu riskieren. Wir hatten ein Glas Wein und dann wurde sie immer müder und hat sich für ihre Verhältnisse nicht mehr so viel unterhalten. Dann meinte sie relativ plötzlich, dass sies einfach nicht mehr packt und jetzt einfach nach Hause muss. Ich hab sie noch gefragt, ob ich mit ihr nach draußen schaun soll, damit wir uns eine Zuckerwatte holen (da war so ein Fest und sie hatte die auf dem Weg hin gesehen und geschwärmt, dass sie eine haben will) aber sie meinte, die heben wir uns für nächstes mal auf. Um sie nach Hause zu begleiten hätte ich meine komplette Crowd inklusive meines besten Freundes aus NYC, den ich gerade erst wieder getroffen und 2 Jahre nicht gesehen hatte, verlassen müssen. Ich wär ehrlich gesagt niemals auf die Idee gekommen, weil für mich klar war, dass das unser Abend ist, zu dem sie uns begleitet und ich wollte meine Zeit dort verbringen und nicht nach 45min wieder abhauen. Wär das d nicht enorm needy gewesen? "Ich bin so fertig, kann kaum mehr die Augen offen halten, muss heim" "Soll ich mitkommen und meine Leute einfach so lassen, von denen ich dir vorher schon erzählt habe, wie lang ich sie nicht gesehen habe?"
  15. Hallo miteinander, ich frage mich schon länger (und bin jetzt auch schon ein paar mal in solche Situationen geraten), wie man sich am besten verhält, wenn sich eine HB wieder meldet, nachdem man sich von ihr distanziert hat. Im Speziellen möchte ich gerne wissen, wie ihr damit umgeht, wenn sie ganz direkt heraus fragt, warum man sich distanziert/abweisend ist. Mit distanzieren meine ich: Sich entgegen der Gewohnheit nicht mehr melden, auf ihre Kontaktversuche ggf. eher knapp zu reagieren. Ich glaube die gängige Antwort wäre, sei es bei einem Freeze, oder weil man wirklich den Kontakt ausschliefen lassen will, dass man sagen soll, man wäre sehr beschäftigt. Wenn sie nachhakt und genau wissen will, ob davon abgesehen alles o.k. ist, wird es für mein Empfinden schon etwas schwieriger, weil man dann nahezu gezwungen ist zu lügen. Irgendetwas fühlt sich an dieser Dynamik für mich sehr schwach an - wie ist da eure Meinung? Was aber viel schwierigere Umstände sind, wäre etwa, wenn etwas vorgefallen ist, das sie ahnen lässt (oder ihr womöglich sogar klar ist), dass einem etwas nicht gepasst hat und man sich deshalb aus der Affaire zieht. Mein Eindruck ist, dass man sich in so einem Fall in eine ganze blöde Situation hineinmanövriert in der man sich entweder von der einen Notlüge zur nächsten hantelt, oder dann notgedrungen mit der Sprache rausrückt. Eine weitere Alternative ist natürlich gar nicht mehr zu antworten, die mit Sicherheit nur in Frage kommt, wenn man sich wirklich endgültig entfernen will. Alle Varianten erscheinen mir irgendwie schwach und riechen für mich nach coward.. Im konkreten Fall habe ich eine HB vergangenen Montag wieder gesehen, nachdem sie von einem 3-monatigen Trip zurück kam. Sie hatte mich fast eine Woche damit genervt, ich solle für sie bitteschön eine Willkommensparty schmeißen, was ich natürlich nicht ernst genommen habe. Sie schrieb mir noch aus dem Flieger, dass sie in 4 Stunden ankommt und wo und wann denn nun die Party stattfinde. Da ich gerade mehrere Tage Besuch von Freunden aus NYC hatte, sagt ich ihr, sie könne sich am Abend zu uns gesellen. Obwohl sie meinte, sie wäre komplett fertig von 20h fliegen und würde wahrsch nicht mehr viel machen und trotz der 3/4h Anfahrt zu unserem Treffpunkt außerhalb der Stadt, tauchte sie auf. Ich war on top of my game, wir flirteten unglaublich gut, sie klebte an meinen Lippen, berührte mich ständig. Nach einer knappen Stunde machte sie dann aber schlapp - sie hatte bereits zu Anfang angekündigt, sie würde nicht mehr als ein Getränk schaffen, bevor sie wegpennt - und verabschiedete sich. Am übernächsten Tag kontaktierte ich sie und wollte ein Date aufsetzen, am späten Nachmittag ein Eis essen und dann schauen, was sich ergibt. Sie sprang zwar sofort an und richtete es ein, obwohl sie viele Termine hatte, aber ich hatte den Eindruck, dass sie eine deutlichere Distanz zu mir einnahm, erwähnte andere Typen, meinte ihre Mutter nerve sie ständig damit, wann es denn nun einen Mann gebe und sie sei daran momentan überhaupt nicht interessiert (keine Ahnung, ob sie heiraten, oder Beziehungen meinte) und verabschiedete sich mit den Worten "Naja wir sehn uns dann.. irgendwann. Wenn ich wieder Kohle hab meld ich mich wegen Gitarrenunterricht." Ich war wieder komplett in the zone, brachte sie ständig zum Lachen, geschmeidiges negging, Körperkontakt etc. Aber mein Gefühl war, dass die Mood innerhalb von 2 Tagen von "Ich will dich unter allen Umständen sofort sehen und fühle mich so gut bei dir" hin zu "Ja is ganz nett mit dir, aber ich will das nicht weiter vertiefen" schwankte. Das letzte und einzige mal als wir einen Konflikt hatten, distanzierte ich mich und war bei ihrer Kontaktaufnahme knapp angebunden. Sie wollt damals sofort wissen, was los ist und fragte mich so penetrant aus, dass ich irgendwann sagte, was mich gestört hat. Ihre Reaktion darauf war "Warum kommst du dann nicht zu mir und redest mit mir? Ich finde das ziemlich kindisch von dir". And she's got a point. Ich habe mich eher so aus Game/Pickup Perspektive verhalten und weil ich dachte "heul nicht rum und beschäftig dich mit anderen Dingen". Aber eine andere Sichtweise darauf wäre, dass ich mich dem Problem nicht gestellt habe. Mein Gefühl jetzt sagt, dass sie hot cold spielt, oder sie plötzlich wieder einen anderen Typen attraktiver findet und ich mich besser nicht weiter drum kümmern sollte. Allerdings hatten wir viel Kontakt und es kommt mir unerwachsen vor, mich wortlos wieder zu distanzieren. Aber vielleicht ist die Sache mit "Warum redest du dann nicht mit mir?" eher eine Falle? Cheers, reas0n