hanju

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  1. Ich denke, die Voraussetzung für einen möglichen Kontaktversuch ist, dass du dir über deine Beweggründe bewusst wirst. Das kann von "ich war einfach geil" (auch wenn das weniger sozialverträglich ist, aber wohl am wahrscheinlichsten) bis hin zu "mir fehlt etwas in der Beziehung" gehen, vieles auch dazwischen oder in Kombination usw. Wenn man sich innerhalb einer monogamen Beziehung befindet und von einem anderen Menschen angezogen ist, ist das noch lange kein Beinbruch oder ein Tabu; die Entscheidung aber, dem nachzugehen, ist eben jene, die Konsequenzen nach sich zieht. Warum hast du also diese Entscheidung getroffen, obwohl du wusstest, dass es nicht eurem Beziehungsmodell entspricht? Und was macht dich sicher, dass dir das nicht wieder passiert? Deine Handlung könnte für deine Freundin, neben dem Schock an sich, darüberhinaus wahrscheinlich sehr schwer bis gar nicht nachzuvollziehen sein, da ihr ja offenbar keinerlei Beziehungsprobleme bisher habt, und insbesondere auch, weil ihr erst 8 Monate zusammen seid. Das sind eben Dinge, die du mal für dich prüfen musst. Ich würde zumindest mal ein paar Gedanken daran verschwenden. Jedoch, egal wie deine Überlegung dazu aussieht, wie annähernd "plausibel" deine Beweggründe auch sein könnten, oder wie banal sie vielleicht sein mögen, kannst du keine Garantien schaffen, dass sie dir verzeiht, zu dir zurückkommt, und vor allem erneut Vertrauen zu dir aufbauen kann. Deswegen, würde eine weitere Voraussetzung für einen möglichen Kontaktversuch sein, dass du auch bereit bist zu akzeptieren was sie dir dann mitteilt und ebenso auch bereit bist, und vielleicht auch mit dieser Agenda da herantrittst, dich ehrlich zu entschuldigen, und dich auch zu verabschieden. Du machst gerade, verständlicherweise, in deiner Fantasie viel zu viele Schritte: Lass diese Videos, Videos sein. Es geht hier auch nicht um Machtdemonstrationen oder irgendwelche Unterwürfigkeiten. Auch nicht, ob man sich nach 1,5 Wochem oder besser nach 3,3 Wochen meldet. Für sie und ebenso für dich: Mache erst einmal gar nichts. Akzeptiere, dass sie Ruhe möchte, und schmeiß deinen Kopf für deine eigenen Gedanken und Beweggründe an. Mit jeder Nacht drüber schlafen, werden dir auch höchstwahrscheinlich die einen oder anderen Erkenntnisse kommen. Lass einfach mal jetzt Zeit verstreichen, du wirst schon selbst merken, wann ein Zeitpunkt da sein könnte oder ggf. auch nicht (den Impuls, dass du am liebsten sofort mit ihr reden möchtest, muss du natürlich ausklammern und im Zaum halten).
  2. Darüber hin und her zu philosophieren, warum du es ihr denn sagen musstest, ist sinnlos, weil keiner hier eine Zeitmaschine hat. Ich kann deine Gefühle und Verzweiflung schon verstehen. Du hast ein sehr schlechtes Gewissen und ebenso hast du gleichzeitig Panik, dass eure Beziehung komplett beendet ist (so, wie das derzeit aussieht, kann das auch sehr wahrscheinlich sein). Der Punkt ist, dass du bisher das gemacht hast, was du tun konntest: Du hast *Kontaktversuche (*siehe unten wegen den "Art") unternommen und du hast dich entschuldigt. Natürlich hast du jetzt die Motivation "es wieder gut zu machen" und "dich zu erklären", ebenso, der Geschichte "etwas Bedeutung zu nehmen", sodass deine Freundin das alles weniger persönlich nimmt - der Versuch der Schadensbegrenzung eben. Ebenso befindest du dich in dem Dilemma, dass du einerseits ihr Zeit geben willst, und andererseits glaubst, wenn du nicht "am Ball bleibst", dass sie schlecht von dir denken wird, weil du nicht weiter hinterher bist, oder (meine Annahme), dass du, wenn du nicht mehr präsent bist, schneller in "Vergessenheit" gerätst. Diese Gefühlslagen, diese Ungewissheiten, die du gerade erlebst, sind ziemlich menschlich, und gleichzeitig sind sie aber auch genau das, was du jetzt einfach aushalten musst. Das ist eben die Konsequenz deines Fremdgehens. Ich kann schon verstehen, was dich gerade bewegt (vermutlich weiß jeder ziemlich universal, wie schlimm sich ein schlechtes Gewissen anfühlen kann - und dafür muss man nicht fremdgegangen sein), doch du solltest dich wirklich darin üben, dass erst einmal bei dir zu lassen und nicht, ich will mal sagen: Heilung deiner negativen Gefühle von deiner Freundin zu verlangen. Akzeptieren, dass man Scheiße gebaut hat und auch anerkennen, dass sich das scheiße anfühlt. Solltest du also einen weiteren *Kontaktversuch unternehmen, solltest du aus eben diesen unbedingt den Druck nehmen. D.h. dass du dich eben nicht hinstellen kannst und (sinngemäß) sagst: "sag mir ob es weiter geht, liefer mir jetzt eine Entscheidung, weil ich will mein Leben planen." Ich verstehe, dass da die reine Panik aus dir spricht, aber solche Ansagen werden weder dir noch ihr helfen, noch irgendetwas positives bewirken. Im Gegenteil. Die Panik musst du aushalten und runterschlucken. Zumal alles ja auch nicht so lange her ist. Deiner Freundin geht es beschissen, sie wird nicht nur traurig und tief verletzt sein, sondern verständlicherweise sehr wahrscheinlich auch eine riesen Wut auf dich haben. Du wirst keine Bereitschaft zu einem weiteren Gespräch erreichen, wenn du sie nur unter Druck setzt. Ich denke schon, dass ich, wenn ich an deiner Stelle wäre, einen weiteren Kontaktversuch unternehmen würde, wohl aber ebenso akzeptiere, dass der andere Mensch das gerade nicht will. Das bedeutet, dass man erst einmal Zeit verstreichen lässt und dann erneut sich meldet, und beispielsweise fragt, ob man sich zum Reden treffen kann. Wann dafür ein guter Zeitpunkt ist, kann ich nicht sagen. Ich rede da sicher nicht von Monaten Funkstille aber sicher auch nicht von nur 3 Tagen. Du solltest sowohl dir selbst, als auch ihr den Raum geben, über diese ganze Geschichte mal richtig nachzudenken.
  3. Sicher. Aber selbst dabei gibt es Abstufungen, als das man das so pauschalisieren könnte. Dir hat es ebenso offensichtlich nicht gefallen. Fresse polieren sicher nicht, wahrscheinlich rauswerfen / nicht mehr einladen, ggf. demonstrativ links liegen lassen. Man muss sich schließlich nicht jeden Stuss anhören. Und sehr wahrscheinlich mitteilen, dass er halt keine lustigen Sprüche bringt, und da kann man drauf pfeifen, wie derjenige nun reagiert oder sich noch mehr herausgefordert fühlt. Kontra geben und die Sache beim Namen nennen, so wie du das auch authentisch erlebt hast, kann Wunder bewirken. Und es ist Statement genug. Du gehst aber auch sehr taktisch an diese Sache heran. Ich kann mich zugegebenermaßen in deine Gedanken aus deinem letzten Post nicht wirklich reindenken, weil es mir bei sowas nicht ums „gewinnen“ gehen würde und ich das nicht als Competition oder Machtkampf sehen könnte. Eher als Zeitverschwendung mir so viel Müll anzuhören. Rapidchair hat doch eine gute Konfrontationsmöglichkeit geliefert.
  4. Ich würde das nicht mehr da einordnen. Das entzieht sich meinem Humor-Verständnis bzw. für mich ist da die Grenze des guten Geschmacks 100 mal überschritten und ich finde es nicht nur „kontrovers“, sondern ekelhaft. Sicher, jeder hat andere Schmerzgrenzen. Wie gesagt, ich könnte damit bzw. mit Menschen, die so drauf sind, nicht umgehen. Will es auch nicht. Wie du mit ihm umgehen willst, sollte eigentlich dein Eindruck und Gefühl bestimmen. Geht es dir darum super schlagfertig zu sein und wenig geschockt zu sein, damit du souverän wirkst? Keine Ahnung, spiele das halt vor, wenn Dir das irgendwas bringt. Andererseits sagst du selbst, dass du nicht mitgemacht hast und es dir unangenehm war. Authentisch wäre es, demjenigen auch einfach in dem Moment zu sagen, dass seine „Witze“ scheiße sind.
  5. Solche Sprüche sind für dich schwarzer Humor? Ich finde die einfach nur ekelhaft, und um mal bei „Humor“ zu bleiben, selbstverständlich auch keine Spur amüsant. So wie du ihn zusätzlich beschreibst, wirkt er zudem auch sehr vorpreschend und konfrontierend. Damit würde ich gar nicht „umgehen“ wollen. So ein Blödsinn.
  6. Ausgehend von deinem Text: Er belügt dich mehrmals bzw. verheimlicht Dir deren Treffen und weiteres, er belügt ebenso diese Frau in deinem Beisein und verleugnet dich gleichzeitig (soviel zu Fronten klarstellen), sie schicken sich gegenseitig romantische Nachrichten (offensichtlich auch in deinem Beisein), er reizt Situationen also vollkommen aus, und das alles nur, weil er sich auch mal mit einer anderen Frau „unterhalten“ (warum soll das ohne Lügenkonstrukt nicht möglich sein?) will? Wer’s glaubt. Insgesamt verhält er sich Null Komma Null vertrauenswürdig. Ich habe keine Ahnung, ob er ein massives Bedürfnis nach Bauchpinselei hat - soll’s ja geben, nicht wahr? - oder was da alles passiert ist, aber so ein Verhalten ist für‘n Arsch. Und eure Dynamik begreife ich ebenso nicht, vor allem, dass du das duldest und einfach nichts sagst. Zu deiner Frage also: selbst wenn von seiner Seite aus alles harmlos wäre (was ich allerdings nicht glaube), so ist sein Verhalten es aber definitiv nicht. Im Gegenteil. Ich empfinde sein Verhalten auf mehreren Ebenen als sehr respektlos.
  7. Das ist in diesem Kontext nicht "mitfinanzieren", sondern seinen eigenen Beitrag zum vereinbarten Miteinander leisten. Für sie wären ja die Kosten gleich groß der vollen Miete, gar vielleicht höher, wenn sie eine eigene Wohnung hätte. Sie profitiert also von der Konstellation, und eben auch aufgrund dieser Konstellation verfügst du über weniger Geld. Das Amt geht einfach davon aus, dass zwei Menschen, die sich zusammen in einer Bedarfsgemeinschaft befinden bzw. diese angemeldet haben, auch entsprechend gemeinsam ihre Finanzen regeln. Dass ihr, wenn ihr die Kosten richtig teilen würdet, immer noch nicht viel zur Verfügung habt, ist offenkundig, aber daran könnt ihr ja etwas ändern, bzw. du, wenn du einen Job hast. Deswegen: geht diese Rechnung nicht auf. Das, was ihr beide jeweils kriegt, wird zusammengeworfen und davon wird die Miete abgezogen, dann weitere Fixkosten, Lebensmittel und Co. Für Freizeit und Gedöns bleibt da halt wenig bis gar nichts mehr übrig. Wir ihr das finanziert, bzw. sie mit ihrem Kiffen und ihren Pferden, ist mir sowieso schleierhaft. Aber so ist dieses Konzept gedacht. Das Amt kann ja nichts dafür, wenn die Freundin nur die Hälfte der Miete beisteuert und "nach mir die Sintflut" schreit. Und mal eine Anmerkung: So ganz kann das ja auch nicht stimmen, oder? Ich frage mich schon, wie du mit 25 € monatlich lebst. Du skizzierst hier aber eben auch immer wieder irgendwie ein unvollständiges Bild: Also lebt ihr dann beide zusammen von 25 € monatlich? Oder kompensierst du das mit deiner Schwarzarbeit und finanzierst du dann euch beide? So viel zu deiner Aussage: "oder sie muss mich mitfinanzieren." Ja wie denn, wenn sie doch angeblich alles bis auf ihren Mietanteil nach drei Tagen auf den Kopf haut? Das meine ich, deine Schilderungen wirken einfach alle ziemlich konfus, unvollständig und wenig plausibel. Wie dem auch sei, ich bleibe dabei: Deine Auslandspläne würde ich erst einmal nicht forcieren: Auswandern ist kein Zuckerschlecken. Das ist eine ganz andere Hausnummer, und das selbst für Paare, die eine harmonische und beständige Beziehung miteinander pflegen, und gewillt und bereit sind, sich auch im Verzicht zu üben. Wenn du das überhaupt forcieren möchtest, dann nur für dich. Empfehlen kann ich es dir aber nicht, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie du im Ausland bestehen sollst, wenn du so passiv bist. Ich kann mich sicherlich irren. Es kann sein, dass sich eure Beziehung endgültig auflöst, wenn ihr euch räumlich trennt, aber es ist m.E. die einzige Methode, sodass ihr beide lernt unabhängig voneinander zu leben, und mehr auch den Fokus darauf zu legen, dass man sich selbst finanzieren kann (Job) bzw. den ernsthaften Versuch unternimmt. Gefühle und Begehren sind große Motivationen bei jemanden zu bleiben oder den Wunsch zu haben, jemanden bei sich zu haben, jedoch ist das, so intensiv es sich auch anfühlen kann, schnell vergänglich, wenn das Gegenüber einem nicht den Rücken stärkt, nicht mit einem zusammen am gleichen Strang zieht, ewig bequem und faul ist, und nur an sich denkt. Ebenso, wenn man für sich bemerkt, dass man nur noch in einer Abhängigkeit lebt und eben genau dadurch sehr viel verlieren wird. Du lässt das mit dir machen (wenn deine Schilderungen so stimmen - ich finde ja einiges schlicht weg nicht plausibel was du erzählst) und wirst sicherlich, wenn du dich so weiter gehen lässt, einfach nur noch Wut und Zorn entwickeln, vor allem dann aber auf dich selbst. Ihr beide fahrt gerade den Karren an die Wand. Ihr tut euch nichts gutes mit solchem Verhalten. Und du könntest dich eben langsam mal fragen, was du für dich selbst tun willst.
  8. Sie wohnt doch noch bei ihm ganz offiziell - dachte ich jedenfalls. Und bisher war ja von Betrug nur dann die Rede, wenn sie sich woanders angemeldet hätte, sodass die beiden nicht mehr zusammen vom Amt veranlagt würden, und sie trotzdem gleichzeitig bei ihm wohnen geblieben wäre. Diese Situation ist ja aber nicht eingetreten. Und eigentlich ist ihm (einziger Mieter) die Wohnung gekündigt und er müsste ja eigentlich raus. Lieber TE, deine Schilderungen sind auch irgendwie mager, schwierig nachzuvollziehen. Bisher dachte ich, dass ihr im Grunde immer noch am Reden /Streiten seid. Jetzt scheinst du ja auf einmal in der Wohnung bleiben zu können, sonst würdest du dich wohl nicht mit der Frage, wo sie gemeldet ist beschäftigen, richtig? Falls du doch nicht dort bleiben kannst, wirst du ja so oder so ausziehen und dir etwas neues suchen (und das sicherlich alleine). In diesem Fall, und bis dahin kann es ja nicht so lange dauern, würdest du dich vollkommen umsonst mit ihrem Kram beschäftigen. Wolltest du nicht eigentlich sogar ins Ausland? Könntest du die Ist-Situation nicht einfach mal zusammenhängend erzählen?
  9. Das bedeutet, dass du weiterhin dort wohnen bleiben kannst ?
  10. Also, bei der Wahrheit solltest du schon bleiben, denn es liegt nicht (nur) daran, dass du deine Ehe noch zu verdauen hast, sondern auch, dass du einfach nicht willst/ einen eigenen Bereich willst/ selbstbestimmt lebst, (das ist der Part, der aus Dir kommt) und, dass du es dir aus der Vielzahl an genannten negativ Gründen, nicht vorstellen kannst, ist der Part, der sehr wohl mit ihr zu tun hat. Selbst wenn sie damit einverstanden wäre, dass ihr getrennt lebt, löst das nicht euer Problem. Euer Zusammenwohnen / euer nicht Zusammenwohnen ist weder Ursache, noch Lösung eurer vergifteten Beziehung zueinander. Oder glaubst du tatsächlich, wenn das Thema Zusammenwohnen, auf die eine oder andere Weise vom Tisch wäre, wäre alles schön, bei der Vorgeschichte und ihrem Verhalten, dass sich ja quasi von Anfang an abgezeichnet hat? Das ist nur ein Symptom, gerade gut genug um als Aufhänger zu dienen, diese „Schlacht“ zwischen euch weiterzuführen, und den „Krieg“, den ihr regelrecht miteinander lebt, zu kaschieren. Trennung ist m.E. die einzige richtige Option. Was für Anfeindungen und Respektlosigkeiten willst du dir noch gefallen lassen? Fange an Dir selbst andere Fragen zu stellen, etwa, ob diese Frau dein Leben bereichert? Du siehst doch ganz klar, das ist nicht das was du willst.
  11. Seine Wohnung wurde ihm bereits fristlos und ordentlich gekündigt. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass er seinen Vermieter noch mal umstimmen kann. Sie muss also auch ausziehen. Den Versuch den Vermieter umzustimmen kann er sicherlich unternehmen. Falls er dann Glück hätte, dann muss er sich überlegen, wie er die Dame zum ausziehen bewegt, wenn er das denn will. Oder aber wie sie sich zusammen auf die Reihe kriegen. Ich kann ihm eher einen Schritt nach dem anderen empfehlen, als sich jetzt insbesondere auf solche Gedanken zu konzentrieren oder darüber auszulassen. Ich kann nur empfehlen, da er höchstwahrscheinlich eine neue Wohnung suchen muss, diese auch alleine bezieht. Deren Beziehung muss ja nicht daran scheitern, jedenfalls, wenn sie daran noch Interesse haben. Ist aber gerade nicht Baustelle Nr. 1.
  12. Mal unabhängig davon, wie nun eure Beziehung läuft, ob ihr euch langfristig trennen solltet / wollt / könntet, ist der erste Schritt, dass du dich selbst auf die Reihe kriegst. Das bedeutet, dass du dir einen Job suchst (ich meine in deinem anderen Thread hast du geschrieben, dass du bald eine Ausbildung anfängst? Stimmt das?) und für dich alleine eine Wohnung suchst. Dass mit dieser Bedarfsgemeinschaft verstehe ich nur wenig. Mir ist klar, was Sinn und Zweck des Ganzen ist, vor allem aus der Perspektive des Staates, jedoch sehe ich keine Verhältnismäßigkeit, dass jede Person am Anfang des Monats nur noch unter 100 EUR zum Leben hat. Das Kindergeld wird ja kein riesen Batzen an Geld sein, oder? Ne Zahl wäre hier mal ganz gut. Mir ist schon klar, dass bei sozialer Unterstützung es nicht Ziel sein kann, dass man in Saus und Braus lebt, und sollte es auch nicht, aber diese Veranlagung scheint sehr niedrig. Zugegeben, ich kenne mich aber auch damit nicht aus. Ich stelle mir die Frage also, ob man das so hätte beantragen müssen oder ob das anders veranlagt werden kann, vor dem Hintergrund, dass einer gar nichts verdient und der andere ziemlich wenig, weil Ausbildung. Nichtsdestotrotz ändert das nichts daran, dass du am besten für dich alleine sorgst, also dir 1) einen Job suchst bzw. diese Ausbildung beginnst. Und ebenso erst einmal in einer eigenen Wohnung alleine bleibst, meine Empfehlung. Das ist so ja nich wahr, dass du vor ein paar Tagen erfahren hast, dass da nichts funktioniert hat. Dein Vermieter hat dich gemahnt und du hast es ignoriert, weil ..."das Amt macht das schon". Du hast nicht mal nachgefragt, ob da etwas nicht läuft. Das ist Punkt 2. Deine Passivität. Du musst dafür Sorge tragen, dass es funktioniert, weil deine Wohnung und dein Vermieter. Und ja, weil du das im anderen Thread auch erwähnt hattest, auf Ämtern und Co. können auch Fehler passieren (in diesem Fall war es aber kein Fehler), aber man fragt immer nach, wenn Zweifel aufkomen, spätestens, wenn der Vermieter aktiv wird und mahnt. Dein Vermieter hat dich im März und im April gemahnt und dir mitgeteilt, dass keine Mieten eingehen. Deine Passivität kannst du jetzt unmöglich einfach auf die Mutter schieben. Punkt 3. räumliche Trennung: Sie kann schlecht mit Geld haushalten, und ähnliches musst dir ebenso ankreiden. Dennoch, wenn sie regelmäßig kiffen will, und das kostet in der Regel Geld, dann soll sie das tun, aber zu ihren Lasten. Wenn sie so ein kostenintensives Hobby wie Pferde weiterhin betreiben will, und alles Geld was sie eurer Gemeinschaft, der sie immerhin zugestimmt hat, beisteuern könnte, auf den Kopf haut, soll das ebenso zu ihren Lasten gehen. Ich gehe jetzt nicht davon aus, dass sie die Pferde besitzt, aber es gibt ja auch so Formen, wo man Pferde irgendwie betreut / pflegt, sich um sie kümmert, etwaige Beiträge an einen Reitverein leisten muss usw. zudem Materialkosten ö.ä. (kenne mich damit nicht so aus), aber irgendwas wird es wohl kosten. Und falls sie sie besitzt, kostet es sicher mehr, weil die müssen ja auch irgendwo stehen (Miete). Zu ihren Lasten bedeutet, dass sie das trägt, und auf deine Kosten geht das leider gleichzeitig, wenn ihr in dieser Bedarfgemeinschaft (wenn das alles wirklich so veranlagt wird) lebt. Und das passt nicht zusammen. Entweder sie gibt das auf, oder aber sie kommt dafür alleine auf. Das bedeutet, dass sie wieder zurück zu ihrer Oma geht, oder eben sie selbst beim Amt informiert, Wohngeld usw. beantragt, eben was möglich ist, und alleine wohnt. Ihr Ding, ihre Kosten. Ich bin die letzte, die sagen würde, dass man nicht zusammenleben kann und sich gegenseitig unterstützen könnte. Aber das ist etwas, was nur ganz klar funktioniert, wenn man haushaltet und entsprechend etwas dafür tut, dass es funktioniert. Das bedeutet in finanziellen Notlagen eben auch Verzicht. Und das macht sie ja offenkundig nicht mit bzw. interessiert es sie nicht. Und die Lösung des ganzen kann ja schlecht dann ein Betrug sein. Lasse dich bloß nicht darauf ein, dass die Mutter irgendwie behauptet, dass ihre Tochter zur Untermiete lebt usw., vor allem, da die Mutter selbst soziale Leistungen bezieht. Da werden Abhängigkeiten konstruiert, die so nicht nötig sind. Wer weiß, wie das ausgeht. Und es hilft dir nicht bei deinem Vorankommen (und ihr übrigens auch nicht). Abhängigkeiten: deswegen empfehle ich dringend die räumliche Trennung, da es dir helfen wird, deine Dinge zu regeln, und erst einmal die Verantwortung für dich selbst zu übernehmen. Und deiner Freundin täte das auch ganz gut, weil sie offenkundig nicht die existenzielle Not erfasst, alles bagatellisiert und ebenso keinen Verzicht übt (Kiffen/Pferde). So kann Zusammenleben nicht funktionieren. Du könntest den Versuch wagen mit deinem Vermieter zu reden, nachdem nun die Schulden bezahlt sind. Ich glaube nicht, dass das zu Erfolg führen wird, da du ja, soweit ich weiß, dich die ganze Zeit nie bei ihm gemeldet hast und er müsste schon sehr gnädig sein. Versuchen würde ich es aber wohl, weil zu verlieren hast du nichts. In jedem Fall würde ich mich entschuldigen. Falls das klappen sollte, muss deine Freundin schnellstmöglich ausziehen. Und du musst wie bisher veranlagt werden, also musst du dich schnellstmöglich um das Amt kümmern. Falls das nicht klappen sollte, musst du dir schnellstmöglich eine eigene Wohnung suchen und, ich kann es nur empfehlen, dort alleine einziehen. Du dürftest dann erneut die "gewohnte" Unterstützung vom Amt erhalten, jedoch solltest du dich da nicht darauf ausruhen, und dir einen richtigen Job suchen, oder aber diese Ausbildung anfangen. Weißt du, du fühlst dich jetzt verzweifelt, vieles bricht gerade auf dich ein, Geldsorgen sind immer extrem einschüchternd, ich kann das nachvollziehen, zudem merkst du, dass du Fehler gemacht hast, und jetzt erlebst du die vollen Konsequenzen (Kündigung), erneute Wohnungssuche etc. Und wie sehr du dich auch verzweifelt fühlst: du kannst das gut schaffen. Du bist noch sehr sehr sehr weit entfernt vom "gefühlten" Weltuntergang. Dein Vater bezahlt dir nun deine Mietschulden. Nun bist du deinem Vater zwar etwas schuldig, das geschieht aber mit weit weniger Druck, obschon du das nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest und ebenso daran Interesse zeigen solltest, es zurückzuzahlen. Du kannst jetzt alle Weichen stellen, sodass keine größeren Probleme entstehen. Es ist nichts hoffnungslos, auch wenn es sich vielleicht gerade so anfühlt. Du musst nur deine Situation klar sehen, dich selbst nicht mehr aus der Verantwortung nehmen, und nicht mehr so tun, als wäre jeder gemein zu dir. Du musst aufhören passiv zu sein. Sorge für dich, kümmere dich um dich selbst.
  13. Die Geschichte fängt schon merkwürdig an, also im Grunde kommt das einem Vertrauensbruch nahe, es sorgt jedenfalls für Konfliktpotential und Unsicherheiten. Sich dann anschließend auch noch mysteriös und kryptisch zu verhalten, empfinde ich nicht als vertrauenswürdiges Verhalten. Und Vertrauen wird demjenigen entgegengebracht, der sich vertrauenswürdig verhält. Immer. Da gibt es keine Ausnahme. Und Vertrauensvorschuss hat damit auch nichts zutun. Ich denke also nicht, dass es um die perfekte Antwort geht. Es geht um eine grundsätzliche Offenheit, welche deutlich Bereitschaft signalisiert, dass Misstände, Unklarheiten, provozierte Unsicherheiten aus dem Weg geräumt werden könnten, und das man ebenso seinen Gegenüber ernst nimmt und respektiert. Ob das dann nun schlussendlich heilend wirkt und es sich damit erledigt hat, steht selbstverständlich auf einem anderen Blatt. Es scheint eben so, als würde gar kein Versuch (der Heilung) unternommen, sondern eher eine Friss oder Stirb Mentalität an den Tag gelegt werden. Wer kommt schon mit sowas klar? Leider habt ihr euch beide, vor dem Hintergrund, dass das Vertrauen erschüttert ist, und ihr ja auch daneben Probleme haben werdet, in eine sehr ungünstige Situation manövriert. Zwingen kannst du sie natürlich nicht. Genauso wenig musst du mit dieser Situation leben. Alles andere als leicht. *Ich beziehe das nur darauf, was du hier beschreibst. Wie eure Beziehung tatsächlich so läuft, weißt du am besten.
  14. hanju

    Was kann ich tun?

    Falls du geblitzt wurdest, wird es höchstwahrscheinlich kein Foto geben, aus dem hervorgeht, dass du beispielsweise gerade bissl rechts, aber klar über rot fährst und daneben der Krankenwagen vorbeirauscht. Darum geht es aber auch nicht wirklich. Allerdings könnte der Krankenwagen ja auch geblitzt worden sein. Oder die Einsätze, Uhrzeiten + Strecken werden irgendwie notiert, und man kann das so irgendwie nachvollziehen. Du musst erst einmal abwarten und schauen, ob du überhaupt geblitzt wurdest. Dann kannst du weitersehen.