lepetitprince

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  1. Vielen Dank für den Zuspruch. Die Hilfe, die ich hier erhalten habe, gerade auch die Ehrlichkeit, haben mir sehr weitergeholfen. Ich möchte mich nicht als Dalai Lama darstellen, während der Beziehung hat sie vermutlich mehr für mich getan denn ich für sie, sie war loyal, stets an meiner Seite und hat mich über ein Jahr als ich sehr krank war stets begleitet, mit mir geweint etc. Sie war in dieser Hinsicht eine Freundin wie sie im Bilderbuch steht. Ich habe hingegen öfters, gerade in meiner Krankheitsphase meine schlechte Laune an ihr ausgelassen. Es gab also viele Punkte, an denen ich versagt habe und die eine Trennung ihrerseits rechtfertigen. Nur...es kam so abrupt, so urplötzlich, von jetzt auf gleich, ohne Ankündigung. Sie ist mit mir umgegangen, als hätte ich sie betrogen oder Vergleichbares getan. Da war jede Empathie, jeder Funken Mitgefühl wie davongefegt und das lässt einen ständig alles hinterfragen. Ich habe immer gedacht, dass Liebe nicht einfach so erlischen kann. Und so oft ich in den Beziehung nicht einfach war, so sehr kommt nun alles zurück. Sie hat mir heute noch einmal geschrieben, sie hat gefragt, ob ich bei unserer Wohnungsgenossenschaft angerufen und mich umgemeldet habe. Das habe ich nicht getan, weil ich dachte, sie hätte es längst erledigt. Es geht dabei auch nur um 5 Euro, die ich als Untermieter zusätzlich zahlen müsste. Also Peanuts. Die Miete wird auch erst zu Beginn des Monats fällig, was bedeutet, dass sie die letzte Miete vor zweieinhalb Wochen gezahlt hat. Warum das Thema angesichts der unbedeutenden Tragweite und der Tatsache, dass sie ja auch einfach die Genossenschaft anrufen kann und es mit denen regelt, nun von Relevanz ist, verstehe ich nicht. Auch angesichts ihrer Nachricht davor, dass sie sich nie wieder melden werde, woraufhin sie mich auch blockierte, was sie nun wieder aufgehoben hat. Ihre beste Freundin war am Freitag im selben Club feiern wie ich und wir sahen uns kurz. Deswegen wird sie davon Wind bekommen haben. Ich mag nur nicht, dass sie irgendetwas plant, womit ich nicht rechne. Sie und ihre Freundin haben das wohl schonmal gemacht und haben mit nem Typen knallhart abgerechnet. Diesen Stress würde ich mir gerne ersparen. Haltet ihr es für sinnvoll, sie nun auch bei WhatsApp zu blockieren? Es sollte eigentlich nichts mehr anfallen, was von Belang wäre und es würde mir helfen, es weiter zu verarbeiten, wenn ich mich nicht alle paar Tage mit ihr auseinander setzen muss. Die Sichtweise, die du beschreibst, klingt nachvollziehbar - man muss sich halt nur selbst arg belügen können. Wünsche euch eine angenehme Restnacht.
  2. Danke für deinen Post, deine Worte treffen den Nagel wahrscheinlich auf den Kopf. Sie war früher sehr anhänglich und hätte sie tatsächlich das Bedürfnis, irgendetwas zu klären, wäre sie auf mich zugegangen - so wie sie das damals auch im Streit öfters gemacht hat. Tatsächlich habe ich, wie beinahe jeder in der Position des Verlassenen, ziemlich gelitten, es tat verdammt weh, zumal sie nachgetreten hat, aber ich verwehre mich des Ansatzes, gewisse Dinge schön zu reden. Sie will mich nicht mehr, zumindest aktuell, und ich will sie möglicherweise - wenn es dazu käme, dann vielleicht auch nicht mehr so sehr; dafür ist vielleicht zu viel zerbrochen. Allgemein war sie immer sehr emphatisch, zumindest ihren Leuten gegenüber, andere haben sie oft als sehr kalt und distanziert wahrgenommen. So war sie zum Schluss auch zu mir, was zeigt, dass sie mich ausgesourct hat. Dass ihr ihr Ego aber wichtiger ist als ihr Gewissen finde ich merkwürdig und beobachte ich häufig. Während der Beziehung habe ich sie oft vernachlässigt und mich gehen lassen, also bin ich wohl mit Schuld am Scheitern dieser Beziehung. Was ich aber nicht verstehe, ist das Nachtreten. Sie hätte ja auch irgendwie mit Gesicht aus der Sache herausgehen können. Ich liebe dich nicht mehr. Punkt. Dann alles abwickeln. Das täte weh, aber würde ja irgendwie unnötigen Kummer ersparen. Im Hintergrund Intrigen zu spinnen und Versuche, mich irgendwie zu manipulieren, empfinde ich als charakterschwach. Vor einigen Wochen war das ne regelrechte Leichenschändung. Frauen können bei Trennungen knallhart sein und manchmal - so habe ich das Gefühl - erleichtern sie ihr Gewissen, indem sie sich vielleicht selbst einreden, dass der Partner ein Arschloch war und gehen dementsprechend mit ihm um. Es wäre vermeintlich besser, sich einfach einzugestehen, dass man ihn nicht mehr liebt und es dabei zu belassen. Diese Trennungen mit Rattenschwanz sind ja gerade hier häufig ein Thema und ziehen das Leid ja nur unnötig in die Länge.
  3. Das ist arg paradox und wie ich finde nicht sonderlich fair. Bisher habe ich mich bemüht, sie nicht zu verletzen, habe mein Handeln dementsprechend abgewägt. Aber ich denke, eine Scheiß-egal-Attitüde kann an der Stelle hilfreich sein. Kein bewusst verletzendes Verhalten, aber ich habe ihre alles aus der Wohnung überlassen, habe mich bemüht, Leute zu meiden, mit denen sie auch zu tun hat und wenn ich mit Frauen zu tun hatte, habe ich es auch geheim gehalten. Damit habe ich mein Verhalten wahrscheinlich zu sehr von ihr abhängig gemacht. Sie kann ja nur die Kontrolle über mich haben, die ich ihr einräume.
  4. Tatsächlich habe ich bisher jedes Mal, wenn ich eine Frau gedatet habe, es auch ausgesprochen - allein schon, um die Friendzone zu umgehen. Das ganze habe ich dann etwas ironisch verpackt und es eher beiläufig so genannt, nur um meine Absicht etwas zu unterstreichen. Es kann natürlich passieren dass eine Frau darauf weniger gut reagiert, aber dann wäre man vermutlich sowieso auf der Kumpelschiene gelandet, sei's drum.
  5. Hallo allerseits, meine Ex-Freundin hat vor fünf Wochen relativ unerwartet und plötzlich Schluss gemacht, eine Tag vor unserem Zweijährigen. Wir sind beide 22 Jahre alt. Ich habe die ersten Tag mich echt falsch verhalten, habe versucht zu reden, ohne dass sie wirklich darauf eingegangen ist. Dann habe ich mich für eine konsequente KS entschieden und arg an mir gearbeitet, mehr Sport getrieben, neue Klamotten, Frisur etc. Aktuell bin ich viel unterwegs und habe auch wieder mit anderen Frauen zu tun. Sie schrieb seit der Trennung einige Male wegen Belanglosigkeiten, wir teilten uns eine Wohnung und das machte es schwierig, aber mittlerweile bin ich da komplett raus und auch umgemedelt. Vor einer Woche schrieb sie mir und behauptete (zurecht, nur dass ich keine Ahnung habe, wie sie das in Erfahrung gebracht haben will, war diskret und habe nur mit Frauen aus Nachbarstädten zu tun gehabt, habe nichts gepostet oder weitererzählt), ich habe ja wieder mit anderen Frauen zu tun und sie gönne mir das, ich solle jene Frauen nur nicht verletzen blablabla. Ich antwortete, dass das meine Sache sei (Ich habe sie im übrigen nicht betrogen oder während der Beziehung ein Verhalten an den Tag gelegt, das darauf schließen ließe, dass ich ein Herzensbrecher sei, eher im Gegenteil). Sie fragte dann noch, ob sie mir eine Frage stellen dürfte und ich antwortete, dass sie mich in Ruhe lassen solle. Einige Tage darauf hat sie mir dann nochmal geschrieben, dass das jetzt ihre letzte Nachricht sei und ich es gut machen solle - für immer. Ich habe den Anlass erneut nicht verstanden, ich habe sie überall außer bei WhatsApp blockiert und dort poste ich auch nichts. Auch auf Instagram postete ich nichts gemeines außer Selfies mit einer langjährigen Freundin in Venlo. Jene Freundin hat aber auch selbst einen Freund. Nach dieser Nachricht, die ich nicht beantwortete, blockierte sie mich. Irgendwie verstehe ich nur Bahnhof. Ich könnte mir vorstellen, dass es mit ihr irgendwann nochmal was werden könnte. Sie war arg für mich da und wir haben viel erlebt. Ihr Trennungsgrund ist etwas fadenscheinig, aber betrogen hat sie mich auch nicht. Es gibt für mich also keinen Grund, sie zu hassen. Es ist nur so, dass ich mittlerweile mich mit der Situation abgefunden habe und auch damit leben könnte, wenn es nichts mehr wird. Nur warum behandelt sie mich so, als sei ich ein Arschloch? Ich lebe mein Leben, aber das ist ja mein Recht, ich bin nun eben - unfreiwillig - ungebunden und dementsprechend ist es vollkommen legitim, Kontakt mit dem schöneren Geschlecht zu pflegen. Es ist anmaßend, mich darauf hinzuweisen dass ich andere Frauen nicht verletzen solle, wenn sie mich regelrecht aus unserer Wohnung geprügelt hat, mich nach der Trennung noch als Kind bezeichnet hat, weil ich kein Kontakt mehr mit ihr wollte (was sie nun aber auch nicht will) und mich dann zu blockieren. Wieso? Das ist absurd unlogisch. Es ist ihre Entscheidung, aber dann steckte mir jene Venlo-Freundin, die in den sozialen Netzwerken sehr aktiv ist und scheinbar meiner Freundin noch folgt, dass eben jene vor einem Tag ein Bild gepostet hat, dass ziemlich stark danach aussah, als würde sie mein letztes Instagram-Bild imitieren (Es geht um mehrere Passfotos, die ich mit einer Freundin in einer Foto-Kabine geschossen habe, einfach zum Spaß). Just ein paar Tage später hat sie nun scheinbar ein Foto im gleichen Stil mit ihrer besten Freundin gepostet. Das ist zumindest einmal auffällig, zumal sie nur alle paar Monate ein Bild auf Instagram hochlädt. Insgesamt ist die Situation sehr konfus und leider Gottes schafft sie es, dass ich mir wieder mehr Gedanken mache, nachdem ich gerade die letzten zwei Wochen eigentlich wieder halbwegs zufrieden war mit meinem Leben. Hat jemand vergleichbare Erfahrungen gemacht?
  6. Hallo allerseits, hoffentlich bin ich mit meinem Anliegen in diesem Thread an der richtigen Anlaufstelle, ansonsten erwäge ich, diesen Beitrag irgendwo anders zu posten. Zunächst eine kurze Zusammenfassung: Sie (22) hat vor einem Monat aus heiterem Himmel Schluss gemacht. Die Beziehung war schon länger krank, sie beteuerte aber bis zuletzt, dass sie niemals ohne mich leben könne und dass ich der letzte Mann in ihrem Leben sei. Natürlich war das Gerede. Das Ende vom Lied war dann, dass sie nach einer beruflichen Reise meinerseits wie aus dem Nichts unglaublich kalt war und mich regelrecht aus unserer gemeinsamen Wohnung geprügelt hat. Seit dem gab es nur noch ein paar sachliche Dinge wegen derer sie sich meldete und auch da war sie sehr distanziert, abgeklärt und wirkte das erste Mal seit wir uns kennen nicht labil. Am Freitag meldete sie sich dann aus einem anderen Anlass. Dazu gleich mehr. Nachdem ich ihr die erste Woche arg hinterhergedackelt bin und keinen Fehler ausgelassen habe, war ich die drei darauf folgenden Woche äußerst konsequent. Ich bin ausgegangen, habe viel Sport gemacht, mich nicht gemeldet, sie überall gelöscht und habe nicht einen Blick auf ihre social media-Accounts geworfen. Ich habe andere Frauen angesprochen, mit ihnen getanzt und geschrieben. Ich habe echt ziemlich an mir gearbeitet, habe aber nach wie vor alleine geweint und sie vermisst. Aber ich bin nicht einmal schwach geworden. Nun zu dem, was sie mir am Freitag schrieb: Nicht, im Wortlaut, aber sinngemäß schrieb sie, dass ich keine Lügen über sie erzählen solle (was ich nicht tat, ich habe den Kontakt zu allen Personen, die mit ihr zu tun haben, gemieden) und dass sie mir meinen Anteil an unseren Möbeln in Raten zurückzahlen werde und mir noch ein paar Sachen schicken würde samt Ratenplan. Des Weiteren schrieb sie, dass ich ja scheinbar Kontakt mit mehreren Frauen habe (Keine Ahnung, wie sie das herausgefunden haben will. Ich habe bewusst versucht, diskret zu sein und habe diesbezüglich auch nichts gepostet.) und dass die Sache damit dann auch durch wäre und dass sie mir das gönne. Außerdem werde sie die zwei Jahren positiv in Erinnerung behalten und bereue auch nichts. Ich habe die letzten Wochen nicht den Eindruck erweckt, als seie etwas nicht durch, als handle es sich bloß um einen Status quo, dafür war ich mir zu schade. Ich antwortete sachlich, aber freundlich, dass ich keine Lügen erzählt habe und dies auch nicht in Zukunft tun werde, dass ich sie nicht hasse (Sie war ziemlich fies bei der Trennung) und die zwei Jahre positiv in Erinnerung behalten werde und dass ich zur Kenntnis nehme, dass sie mir die Sachen schickt. Dann antwortete sie noch, dass mein Vater (was er mir nicht erzählte) ihr schrieb, sie solle mich in Ruhe lassen, keine versteckten Botschaften in Statusmeldungen schicken und es gut sein lassen solle. Sie hatte ihn wohl zuerst geschrieben und meinte, dass es ihr leidtäte, dass sie nicht wüsste, was mit ihr los sei und ich nicht Schuld an der Trennung sei und sie mir und meiner Familie alles Gute wünsche. Sie schrieb, ich solle nur die anderen Frauen nicht verletzen und ihnen wehtun (ziemlich anmaßend, angesichts der Tatsache, dass sie viel eher als ich aktuell die Herzensbrecher-Schiene fährt) solle und ob sie mich etwas fragen solle. Ich antwortete dann, dass ich alles nun mit mir selbst ausmache und dass sie mich nicht mehr kontaktieren möge. Ihre Frage könne sie sich aufheben und wenn ich beruflich weniger eingespannt bin, könne man noch anstehende Fragen bei einem Treffen aus der Welt schaffen. Dann antwortete sie nicht mehr und seit dem ist wieder Funkstille. Die zwei Jahre über war sie viel für mich da und tat eine Menge. Ich liebte sie aus tiefstem Herzen und die Gefühle sind noch lange nicht ganz weg. Bei brutalem Invest ihrerseits (falls sie überhaupt jemals ihre Entscheidung bereut, vielleicht ist sie ja mit sich im Reinen) und viel Zeit würde ich es mir vielleicht nochmal überlegen. Ihre beste Freundin (mit der sie, das erzählte sie mir bei vor dreieinhalb Wochen als wir uns das letzte Mal sahen, nun viel schreibt und wohl unternimmt) folgte kurz zuvor meinem Bruder, mit dem ich nun viel unternehme, der sie aber noch nie getroffen hat, bei Instagram. Und ihr Bruder ist mir kurz nach der kurzen Unterhaltung ebenfalls bei Instagram gefolgt. Nun zu meiner Frage: Wie schätzt ihr die ganze Sache ein? Sie ist echt manipulativen und vermutlich ging ihre Intention bei diesen zwei Nachrichten über bloßes Bescheid geben, dass sie mir einen Ratenplan erstellt habe, hinaus. Vielleicht wollte sie auch nochmal nachtreten oder ihr Ego pushen, weil sie die Hoffnung hatte, ich würde irgendwie wehmütig oder emotional reagieren. Glaubt ihr, da steckt etwas hinter? Ich danke schonmal im Voraus.
  7. Die Intention dahinter ist auch relativ verständlich, nur dachte ich immer, dass es eben ein Klischee sei, dass es solche Verhaltensmuster nicht wirklich gibt, aber scheinbar gibt es unter Männern und Frauen ziemliche Analogien. Habe mich gestern mit einem Kollegen von früher unterhalten und dieser erzählte mir auch andere Geschichten, wo es vergleichbar ablief. Tatsächlich kommt das auf diese oder eine vergleichbare Weise ziemlich häufig vor.und ich würde tendenziell behaupten, dass Frauen auch eher Schluss machen als Männer und dabei weitaus rigoroser sind. Ich habe ihr gestern übrigens noch geschrieben, weil ich noch meine PlayStation bei ihr habe. Sie will die behalten und mir dann eben abkaufen. Es fühlte sich komisch an, mit ihr so sachlich zu schreiben und sie war nach wie vor betont kalt, aber ich bin eben sachlich und freundlich geblieben und darauf war ich im Nachhinein stolz. Jetzt bin ich eh erstmal für 5 Wochen im Baden-Würtemberg,das ist eigentlich das beste, was mir passieren konnte und hilft beim Verarbeiten wahrscheinlich enorm. Danke für die lieben Worte, ich hasse sie auch nicht. Ich bin nach wie vor traurig, dass es so kommen musste. Sie hatte in diesen zwei Jahren nämlich auch sehr viele gute Momente, war oft sehr gefestigt, was sie früher nicht war. Die Beziehung hat nicht nur mich, sondern auch sie verändert. Es tut weh, zu wissen, dass sie irgendwann mal mit einem anderen Mann zusammen sein wird, aber ich gedenke ja auch, früher oder später wieder intensivere Frauenkontakte zu führen. wünsche euch einen schönen Sonntag.
  8. Ich glaube, dass jede Trennung auf die eigene Art und Weise unique ist, in diesem Falle gibt es aber einige Dinge, die arg ungewöhnlich waren. Ich würde jetzt im Nachhinein (da kann man das immer ganz gut, wäre ich noch in dieser Beziehung, hätte ich wahrscheinlich diese Erkenntnis nicht) einfach mal so behaupten, dass diese Bindung unglaublich intensiv, aber dadurch auch nicht wirklich gesund war. Wir beide haben versucht, ein Ideal abzubilden, waren der Chimäre einer perfekten Liebe aufersessen. Ein Beispiel: Es mag arg kitschig klingen, aber Paris hatte für mich immer eine große Bedeutung, den ganzen Kram mit Stadt der Liebe war wirklich etwas, was mich fesselte, woran ich glauben wollte. Und deswegen versprach ich ihr in einer Nacht, in der wir getrunken hatten und eine ziemliche Odyssee (samt Streit und Versöhnung) hinter uns hatten, sie dorthin einzuladen und es war, in diesem Moment, himmlisch. Ich habe noch nie so intensiv gefühlt wie in einigen Momenten in Paris. Als wir Abends mit Whiskey-Cola in der Hand auf den Stufen vor unserem Appartement (das tatsächlich außergewöhnlich stilvoll war und in einem bewachsenen Hinterhof, wie in vielen klassischen französischen Filmen, gelegen war) saßen, leicht angetrunken und erschöpft von der Anreise, intensive Gespräche führten und den anderen Menschen ebenfalls beim fröhlich Plaudern (in Frankreich scheint es gang und gäbe zu sein, sich mit seinen Freunden bei gutem Wetter abends in den Hof zu setzen und - ziemlich klischeehaft - Rotwein zu trinken) zu sahen, war das der Moment, als ich begriff, dass ich mich wirklich auf eine Art und Weise verliebt habe, die mich ändern würde. Wir waren danach viel unterwegs und wollten es immer steigern, die Normalität war uns ein Graus, nur, dass man nicht immer etwas Größerem nachjagen kann und irgendwie wurde dann in der zweiten gemeinsamen Wohnung vieles unendlich banal. Mir reichte das aber, bzw. tat es das nicht, aber mir war die Liebe zu ihr wichtiger als jeder Freiheitsdrang. Ich habe irgendwie daran geglaubt, dass die Liebe dafür sorgt, dass es sich irgendwie fügt - von selbst. Und das ist dann tatsächlich naiv. Ich war nie ein Macho oder ein Hai, ich war stellenweise ein Arschloch, meistens aber eigentlich jemand, der sich jetzt nicht so sehr mit James Bond und co identifizierte. Ich dachte, es ginge auch anders. Sie kommt schon klar, sie hat eine Menge schwieriger Situationen ohne mich gemeistert, stark ist sie, wenn es drauf ankommt. Und trotzdem, auch wenn es offenkundig ist, dass alles, was eine Beziehung noch ermöglichen könnte, zerbrochen ist, liebe ich sie. Das klingt natürlich verdammt danach, als würde ich jederzeit einen Rückzieher machen und sei labil. Aber so ist es auch bei meiner Ex-Ex-Freundin. Ein Teil von mir liebt diese Person, weil sie mit mir ihr Leben geteilt hat und mir somit etwas geschenkt hat, was nicht bezahlbar wäre. Ich kann also schon eine Sympathie für einen Menschen empfinden und es trotzdem kategorisch ausschließen, mit derjenigen Person nochmal zusammenzukommen. Das macht es mir allerdings auch nicht gleichgültig, wenn ich mitbekomme, dass entsprechende Person scheiße dran ist. Ich glaube - und das klingt auch wieder nach ziemlichem Wunschdenken, aber das vertrete ich so -, dass sie aktuell nicht her ihrer Sinne ist, dass sie sich einsam fühlt. Es wird irgendwann einen Mann geben, den sie liebt und der ihr Nähe schenkt, aber jetzt gerade, ist sie unendlich allein, nur, dass sie es nicht versteht. Ja, es war seit jeher mein Lieblingsbuch. Es ist unendlich poetisch, obwohl es fälschlicherweise oft als Kinderbuch abgetan wird. Viele Klassiker der Literatur sind wesentlich seichter als dieses Buch und die Geschichte dahinter. Und es hat mich geprägt, das stimmt schon. Ich habe ihr einmal geschrieben, weil ich verletzt war, wie kalt sie urplötzlich war, dass sie der größte Fehler in meinem Leben war. Aber das habe ich wieder zurückgenommen, weil sie eben kein Fehler war. Sie war mindestens eine Person, die mich sehr geprägt hat und gelernt habe ich auch. Ich glaube, dass nachschießen oder der Versuch, den anderen zu verletzen, einen selbst verändert und es nicht besser macht. Man macht es den Partner auch einfacher, über einen hinwegzukommen, auch wenn er/sie diejenigen ist, die verlassen hat. Also ist, fair aus einer Beziehung auszuscheiden, nicht mal selbstlos, sondern dient dem Selbstschutz.
  9. Hallo allerseits, vielen Dank für die doch recht rege Resonanz. Im Nachhinein die richtige Herangehensweise und hätte ich so gehandelt, hätte sie nicht ihren Schabernack mit mir treiben können und ich wäre mit ihr vermutlich noch glücklich zusammen. Aber irgendwie hatte ich tatsächlich nicht die Eier dazu. Ich habe mir gedacht, ich müsse sie so nehmen, wie sie eben ist. Ich war eine Zeit in der Beziehung schwer krank und nicht mehr derselbe, habe stark abgenommen und war sehr schwach, da blieb sie eben auch an meiner Seite, das hat mich ein Stück weit verpflichtet. In dem Falle ist es mit dieser Metapher einfacher zu verstehen, wenn ich es mir so auch nicht hätte ausmalen können. Es ist ja ehrlich, aber mir hat sie, wenn ich ihr andeutete, dass mir das nicht genug sei, deutlich gemacht, dass das einer Anpreisung gleichkäme. Das hat eben gezogen. Ich habe sie auch tatsächlich kein einziges Mal wie auch immer betrogen. Sie hatte mich unter Kontrolle. Gut, wie gesagt, sie ist jaa auch ein tolles Persönchen, zumindest gewesen. Jetzt hat sie eine ziemliche Wandlung durchgemacht, war ihrem Vater gegenüber arg unfair, was zuvor nicht der Fall war. Ich habe ja auch die gesagt, dass sei bösartig, ich empfand es nur stellenweise so, weil ich es rational eben nicht erklären konnte. Wenn das stimmt und sie wirklich so gedacht hat, dass sie eben mehr Zeit mit mir verbringt und ich unattraktiv werde, hat das meiner Auffassung doch auch mit wenig Vertrauen zu tun, oder? Normalerweise sollte man sich doch glücklich schätzen, wenn der Partner maximal gut aussieht. Ich habe mich auch darüber gefreut, eine so schöne Freundin zu haben. Ihre Minderwertigkeitskomplexe hatten arg wenig mit der Realität zu tun. Gut, das auch mal aus weiblicher Perspektive durchleuchtet zu sehen. Es war in jedem Falle ein schleichender Prozess, die Aufregung war weg, der Sex schlechter und quantitativ nahm er auch sehr ab. Das habe ich latent bemerkt, aber scheinbar bedrängt. Ich hatte trotz dieser Entwicklung nie das Gefühl, dass die Liebe abnahm. Wir hatten nach wie vor sehr intensive Momente und haben uns in die Augen geschaut und mit Inbrunst gesagt, wie sehr wir uns liebten. Da dachte ich mir, dieses Band hält. Ich wäre im Leben nicht drauf gekommen, dass das nicht reichen würde. Dass Abwechslung oder mal was anderes wichtiger sein könnte als diese intensive Form der Liebe. Es ist einfach nur erschreckend wie schnell das alles ging. Sie ist anhänglich, anhänglich, anhänglich und auf einmal das völlige Gegenteil und stößt einen Weg. Warum verläuft das nicht schrittweise? Das ist bitter ehrlich, aber vermutlich die Wahrheit. Ich hatte großen Einfluss durch Frauen und habe sie auch gern gemocht, mich davon dann aber gegen ende der Pubertät komplett befreit. Ich war die meiste Zeit ein Softie, der aber trotzdem, irgendwie Erfolg hatte bei Frauen, warum auch immer. Sie hat sehr geklammert, aber war im Nachhinein betrachtet fast sowas ich eine Mutter. In dem Sinne, dass sie alles organisiert hat und viele Entscheidungen traf. Vielleicht steckte dieses Bedürfnis in mir. Lepetitprince hab ich als Nick gewählt, weil das gleichnamige Buch von Antoine de-Saint-Exupery mein liebstes ist. Aber das lässt vielleicht auch Aufschluss darüber, dass ich scheinbar etwas naiv bin/war. Ich dachte, dass man in einer Beziehung sich eben wandelt, sie hat selbiges ja auch getan. Man beschreitet seinen Weg ja dann gemeinsam und das birgt Kompromisse, aber das habe ich scheinbar komplett fehlverstanden. Das war eher eine Art Kotau. Ich glaube, du hast mit Abstand am deutlichsten den Nagel auf den Kopf getroffen. Für mein Elternhaus und all die Umstände kann ja weder sie noch ich etwas, aber das hat an ihr genagt, sie hat oft gesagt, dass ich eben behütet aufwuchs und sie mit 18 ihr eigenes Ding drehen musste. Das nagte immer an ihr. Sie mochte auch viele meiner Freunde nicht, weil sie Abitur haben und fühlte sich dadurch, dass ich auch eins habe, minderwertig, wobei ich ihr oft versuchte, zu erklären, dass das nicht wichtig ist. Ich habe ihr angeboten, dass, wenn sie sich besser fühle, ich ein paar Jahre mit dem Studium warte und sie ihr Abi nachholen könne, wenn sie wollte. Aber da unterstellte sie mir, dass ich ihr das nur anbot, weil ich mich schämte, dass sie nicht so gebildet war - das stimmte aber einfach nicht. Es war mir schlichtweg egal, auch der familiäre Background war mir egal. Schade, dass das dann mitunter eine Ursache dafür sein könnte, dass es zerbrach. Ich finde es krass, wie dezidiert du genau das beschreibst, was sie selbst gesagt hat. Sie hat es zwischendurch mal geäußert, sie war stark geprägt von Ängsten, Ich sollte mit keinen Arbeitskolleginnen mehr reden, keinen Frauen bei Instagram folgen, sie wurde misstrauisch, wenn ich in BW war und mal ein paar Stunden nicht antwortete, das war beinahe paranoid. Ja, das ist es. Sie war gegen Ende gemein, aber ich verstehe den Hass auf die Ex nicht, wenn man zuvor doch sein Leben miteinander teilte und sie scheinbar liebte. Man kann einen Menschen doch nicht auf die letzten gemeinsamen Tage herunterbrennen, sondern muss das Gesamtbild sehen. Da war sie trotz einiger krasser Macken, die ich vermutlich aber auch hatte und nur noch nicht so reflektiere, sehr loyal und liebenswert. Würde ich sie jetzt hassen, hätte ich in der Beziehung vermutlich die Tatsache, geliebt zu werden, mehr geliebt, als zu lieben. Meint ihr, dass ich trotz allem rigoros den Kontakt meiden sollte, ihr nicht aus einer Misere helfen sollte? Das reduziert meine Attraction, aber es ist nicht mehr mein Ansinnen, mit ihr zusammen zu kommen. Sie ist mir wichtig, aber ich erkenne schon, dass der Wald gerodet ist und dass es keine Perspektive hat und fühle mich nach und nach auch befreiter, was meint ihr? Ja, der ist mir bekannt, hast den sogar mal im Deutschunterricht, nur der genaue Wortlaut ist mir entfallen, aber genau auf diesen Satz, dieses Zitat, spielt der Thread ja an. Wünsche euch ein schönes Wochenende.
  10. Ich war zu Beginn sehr gekränkt. Wir haben uns anderthalb Monate vorher zusammen eine Wohnung genommen und sie hat mich die Woche vorher noch in Baden-Würtemberg von ihrem Geld besucht und wir haben was unternommen; da traf es einen wie ein Schlag. Des Weiteren hat ein Schulkollege in der Woche zuvor Suizid begangen, was mich mitgenommen hat und als ich gerade zur Tür hereinkam, sie mich umarmte und ich mir das von der Seele reden wollte, unterbrach sie mich und sagte sowas von, es fühle sich an wie eine Midlife-Crisis, sie stelle sich vor mit anderen Männern zu schlafen, habe Angst, mich zu betrügen, sie habe mich nicht vermisst und sei viel unterwegs gewesen. Das alles hat mich enorm gekränkt. Dass sie nen anderen Typen hat, hielt ich für möglich, mittlerweile ist es aber eher unwahrscheinlich.. Inwiefern Leuten die Alarmglocken? Mein Denke ist wahrscheinlich kontraproduktiv, oder? P.S.: Sie hat sich ja nicht komplett getrennt, sie hatte den Schneid nicht, es auszusprechen und wollte bei unserem letzten Aufeinandertreffen nicht, dass ich mich schon ummelde, was ich morgen aber dann doch tun muss. Als ich das letzte Mal Dinge aus der Wohnung geholt habe, als sie arbeiten war, war mein Name auch schon überklebt, obwohl noch Post von mir dort ankommt. Das verbuche ich aber eher als Provokation..
  11. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Meine Maxime war bis dato immer, auch vor der Beziehung, dass ich Frauen mag, gerne mit ihnen schlafe und nicht meine Eier verkaufe (die ich am Ende sogar verschenkt habe) und trotzdem kein Vollblut-Arsch bin. Ich bin in meiner Persönlichkeit vermutlich nicht konsistent genug, wodurch ich schnell ins Wanken gerate, wenn man meine Moral in Frage stellt. Wir hatten gegen Ende kaum noch Sex und ich durfte in den zwei Jahren kein einziges Mal ihre Brüste sehen, anfassen vielleicht 10 Mal. Sie hatte unglaubliche Minderwertigkeitskomplexe, weil sie sie zu klein fand und wenn es zur Sprache kam, gab es Riesenkrach, aber so richtig. Irgendwann habe ich es nur noch in einer Zwei-Monats-Frequenz angesprochen, dann gelassen. Meint ihr, dass das vielleicht der erste Moment des Eier-Ausverkaufs war? Sie gab mir bei der Diskussion immer das Gefühl, ich wäre ein gemeiner Sexist und jemand, der Frauen unter Druck setzt und das hat gezogen. Im Nachhinein finde ich es schon ungewöhnlich, zumal sie von mir alles sehn wollte und auch gesehen hat (und damit meine ich wirklich tiefe Einblicke, die über das physische hinausgehen). Ja, trotz allem tut sie mir leid. Sie hatte es oft wirklich nicht leid und sie ist alleine, sie hat keine wirkliche Familie, die Freunde sind oft keine wirklichen gewesen und sie hat viel geopfert. Ich glaube, dass ich kurzfristig das Opfer bin, aber eben einen sensationellen Halt genieße durch Familie und Freunde, sie hingegen wird wahrscheinlich nicht so glimpflich aus der Sache herausgehen. Sie hat keine Ausbildung, verdient in einem ekelhaften Betrieb 1200 netto, hat wahrscheinlich nicht nochmal das Glück jemanden zu finden, der sich damit abfindet, ihre Brüste niemals zu Gesicht zubekommen und der Stiefvater, der als einziger noch wichtig für sie da war, an dem sie hing, den hat sie in die Wüste geschickt und ihm den Tod gewünscht. Warum auch immer. Ich beende in anderthalb Monaten meine Ausbildung und beginne im Wintersemester mein Studium, meine Familie nimmt mich auf als sei ich nie weggewesen und der Sport zieht. Es tut noch weh, aber es wird besser und es gibt so viele Perspektiven, die sie nicht hat, zum Teil, weil es ihr verwehrt bleibt, ohne dass sie Einfluss darauf hätte. Normalerweise müsste sich doch Genugtuung einstellen, oder? Ich glaube zumindest nicht, dass mich Mitleid in der Nummer weiterbringt.
  12. Eine Sache, die dieses relative zynische Weltbild (Frauen handeln halt meistens so, evolutionsbedingt...) stützt, ist die Tatsache, dass es nach einer konsequenten KS an drei aufeinanderfolgenden Tagen drei recht belanglose Nachrichten kamen. Wahrscheinlich nicht, um das Pony wieder reiten zu können, aber wohlmöglich, weil es am Ego kratzt, dass ich es recht schnell hingenommen habe ..
  13. Danke für die Antworten. Bedingt. Es ist ausführlich, aber manchmal brauchte eine - zumindest meiner Auffassung nach - komplexe Frage auch einen komplexen Background. Dem muss ich dir ohne Widerspruch beipflichten. Danke für die Metapher, vielleicht hilft es tatsächlich, die Dinge mehr mit Humor zu nehmen. Tatsächlich habe ich das nicht. Ich habe kein Schema F angewandt, sondern es lief mal besser mal schlechter. Natürlich habe ich damit Potential verschenkt und durch taktisches Ungeschick oder zu wenig Wissen ne halbwegs sichere Nummer nicht geclosed. Ich hatte bis zu eben jener Trennung noch ein relativ idealistisches Bild von der Liebe. Evolution war mir zu profan. Aber es wurde mir gesagt, nicht nur einmal. Ich wollte es nicht wahr haben. Ja, viele Frauen ticken so, aber meine Freundin nicht, das spüre ich, sie ist die Ausgewählte blablabla, sie scheint anders zu sein blablabla. Im Endeffekt hat sie tatsächlich irgendwie so gehandelt, wie die meisten Frauen gehandelt hätten. Es ist etwas traurig und stellt mein Verständnis von Liebe arg in Frage, aber so ist nun eben und irgendwie wirkt es so, als hätte ich keine bessere Lehre erteilt bekommen können. Was ich nicht begreife, auch aus evolutionsbiologischer Sich, ist, warum man mit einem enormen Investieren aufwartet und quasi Ressourcen (Zeit und Nerven) verschwendet, um dann alles über den Jordan zu schicken. Das ist ineffizient.
  14. Hallo allerseits, nachdem mein erster Post nicht wirklich auf Resonanz stoß (war auch unangemessen lang, kann es niemandem ankreiden, wenn man in seiner Freizeit anderes zu tun hat als irgendwelche Klagelieder fremder Menschen zu lesen), mache ich hier an neuer Stelle ein Faß auf. Ich habe die Suchfunktion genutzt und auch etwas in die Richtung gefunden, aber den Nagel auf den Kopf traf es bisher nicht. Wie man dem Titel entnehmen kann, geht es um die Betaisierung. Ich mag das Thema etwas näher durchleuchten und würde mich über andere Erfahrungen freuen. Mir erscheint vieles an der Sache sehr paradox, aber so, wie es mir ergangen ist, scheint es andere Männer auch recht häufig zu treffen. Deswegen ist vielleicht jetzt erstmal Prävention gefragt und es gilt, das ganze aufzuarbeiten, weil - wie schon erwähnt - der ganze Prozess arg unlogisch erscheint. Zu Beginn meiner Beziehung beziehungsweise in der Kennlernphase hätte ich mich durchaus als attraktiv und erfolgreich bei Frauen bezeichnet. Ich machte viel Sport, zog mich gut an und achtete auf das Äußere. Des Weiteren war ich schon sehr jung recht stark tätowiert, was oft bei Frauen (warum auch immer, es ist heute ja keine Seltenheit mehr, tätowiert zu sein) gut ankam. Auch pflegte ich einen eher ungezwungenen, rebellischen Lebensstil, ohne dabei den Anspruch an meinen Intellekt zu verlieren. Die Mischung machte es - so wurde es mir zumindest immer mal wieder gesagt. Dann traf ich meine Ex-Freundin und war sofort von der Rolle, weil ich sie als anders empfand. Ich verführte sie nach altgewohnter Manier, trug dabei aber ziemlich stark auf (wir waren im ersten Beziehungsmonat in Paris und haben nachts auf einer Baustelle gevögelt). Wir fühlten uns zusammen irgendwie noch freier als wir uns davor fühlten. Sie war zu Beginn und bis kurz vor Ende der Beziehung (das sie eingeleitet hat) arg anhänglich. Ich veränderte mich auch eher dahingehend, habe aber - nun, da ich etwas reflektieren konnte - festgestellt, dass vieles durch ihr Verhalten sukzessive in die Richtung getrieben wurde. Sie gab mir das Gefühl, meine Hörner ablegen zu können und das tat ich aber sowas von volle Kanone, dass ich mich am Ende der Beziehung nicht mehr wieder erkannte. Ich bin wieder auf einen guten Weg, aber bin immer noch ein Stück weit entsetzt. Sie wollte nicht, dass ich trainieren gehe, was ich mir zunächst nicht nehmen ließ. Später aber schaffte sie es recht geschickt (,,Lass uns doch zusammen trainieren", nur, um dann es jedes Mal zu verschieben und dieses Fitness-Ding dann als etwas Gemeinsames zu reklamieren, was ich nicht mit meinen Kollegen, sondern nur mit ihr ausüben dürfte), mich von allem, was mir heilig war, abzudrängen. Freunde, Sport etc. Ich sollte keine Hemden mehr tragen, wenn ich rausging, es kam häufig Fragen, warum ich mich denn schick mache etc. Das mündete darin, dass sie mal einen Tisch umstieß, als ich 5!!! Minuten zu spät von einer Verabredung kam. Letztendlich wurde ich ein Schoßhund und wiegte mich in Sicherheit, sie war ja so anhänglich, sie beteuerte ihre Liebe und schien sowieso nichts Attraktives mehr an durchtrainierten Körpern zu finden, mochte keinen Alkohol mehr etc. Und ach ja, sie war ja schließlich *hust* meine Traumfrau und dann ist es ja sowieso egal, die Oberflächlichkeiten zählen ja nicht mehr. Abstrus und was mir nicht in den Schädel will ist, wie es dann in diese Trennung mündete. Sie schoss mich - im Nachhinein ist es so typisch - auf den Mond, um wieder Spaß am Leben haben zu können, feiert nun, was das Zeug hält, trinkt Alkohol en masse und scheint ihr neues Leben zu genießen. Dass es so kommen musste, ist mir klar. Ich habe meine Eier nicht nur verloren, ich habe sie regelrecht aus dem Fenster geschmissen und vorher drauf herumgetrampelt. Nur wie zum Teufel lässt sich so ein Müll erklären? Das ist doch absurd. Wieso ändert man jemanden geschickt und manipulativen, sorgt dafür, dass er unattraktiv wird, dass er ein Schoßhündchen wird, um ihn dann abzuschießen? Das ergibt keinen Sinn, all die Mühe für etwas, was sie nicht wollte? Und falls sie es doch wollte, warum schießt sie mich dann genau deswegen ab. Und warum, wenn man jemanden so sehr verändert hat, derjenige am Boden liegt, tritt man dann noch nach? Ich habe sicherlich Fehler gemacht, aber ich habe, so heftig das Ende auch war ( ein Tag vorm Zweijährigen, zehn Minuten nach dem ich nach einer Woche Berufsschule in Baden-Würtemberg wiederkam, eine Stunde nach der letzten ,,Ich liebe Dich"-Nachricht) nichts gemacht, was sie verletzen könnte; ich habe es nach drei Tagen und drei Kontaktversuchen akzeptiert, habe meine Sachen gepackt, ihr unsere Möbel überlassen und lebe nun mein Leben und werde nach und nach wieder so, wie ich vor der Beziehung war. Ich schicke keine versteckten Botschaften, blockiere selbst Freundinnen von ihr, versuche nicht, dass sie sieht, dass ich wieder sportlich aktiv und frei bin, sondern lass sie ihr leben Leben. Niemand muss irgendetwas, jedermann kann sich nach Belieben trennen, aber warum investieren Frauen so viel Zeit und Muße, nur, um das Resultat wegzuwerfen und dann draufrumzutrampeln. Wenn es keine kohärente, rationale Erklärung dafür gibt, ist das ja schon bösartig. Aber das war sie eben nicht. Trotz allem war sie die zwei Jahre eine treue Begleiterin; ich glaubte wirklich, sie sei die eine. Ich habe so viel mit ihr geteilt, dass ich weiß, dass sie kein schlechter Mensch ist. Und trotzdem verhält sie sich wie einer. Nicht wegen der Trennung allgemein, sondern wegen gewissen weiteren Dingen, die vorgefallen sind und die man getrost als Arschloch-Verhalten bezeichnen kann. Hat da jemand eine Idee, ist jemandem schonmal vergleichbares passiert? Ich danke schonmal für mögliche Antworten..
  15. Hallo allerseits, ich wurde darauf hingewiesen, dass ich mein Anliegen doch bitte hier posten möge. Dem komme ich nun nach. Ich habe tatsächlich den Thread schon zuvor ein wenig verfolgt, aber das, was ich bisher gelesen habe, passte nicht in dem Maße zu meiner Situation, dass ich daraus irgendeine Lehre ziehen konnte. Ich wünsche allen anderen Verzweifelten viel Erfolg und Kraft. Wir sitzen alle in einem Boot. Los geht's: Dies ist mein erster Beitrag in einem Pick-up-Forum und dieser wird vermutlich direkt den Rahmen sprengen. Ich bedanke mich im Voraus schonmal bei denjenigen, die sich die Zeit zum Lesen nehmen, ohne dass ich vorab selbst in irgendeiner Art und Weise aushelfen konnte. Ich bin arg verzweifelt, was beim Ende einer Beziehung ja eigentlich obligatorisch ist; in meinem Falle, so behaupte ich einfach mal recht kühn, ging es allerdings ein wenig anders ab - so zumindest meine Einschätzung. Ich wähle ganz bewusst dieses zugegebenermaßen härtere Pflaster, um einen ehrlichen Rat zu erhalten, ohne leibgemeinte Floskeln, die mir möglicherweise etwas einreden, was mir Hoffnung schenkt, die aber nicht wirklich rational begründbar ist. Gerade die Pick-up-Szene hat, wenn auch nicht immer in Sachen LTR (es geht schließlich häufig auch darum, möglichst viele Frauen zu verführen), zumindest wenn es um Muster im Verhalten vieler Frauen geht hinreichende Erfahrungen gemacht und vielleicht kann mir jemand ja auch genau aufgrund dessen etwas helfen. Mir würde ein Stein vom Herzen fallen 🙂 Zunächst eine kurze Vorgeschichte, damit ich meine Geschichte anschließend in einen gewissen Kontext einfügen kann. Ich bin 22 Jahre alt und war lange Zeit kein wirklicher Beziehungsmennsch, gegen Mitte bis Ende der Pubertät pflegte ich viele Frauenkontakte und kam durchaus gut an. Dies war vermutlich dem geschuldet, was ich aus mir machte. Zu Beginn meiner Adoleszenz war ich sehr krank, mager, blass, da ich mich in einem besonders langwierigen Schub meiner Crohn - Erkrankung befand; Medikamente wie Kortison minderten dann nochmal zusätzlich die für einem Jungen in diesem Alter, in dem Frauen gerade interessant werden, recht wichtige Attraktivität. Ich bin aber schließlich wieder fit geworden und habe den Auftrieb genutzt, um wirklich etwas rauszuholen. Durch gesunde Ernährung Sport und ein Stück weit Eitelkeit ging dann immer mehr. Das habe ich genossen und unverhältnismäßig ausgenutzt. Ich habe mit meiner Art viele Menschen verletzt und lebte recht hedonistisch, ging sehr oft aus und feierte exzessiv, rauchte viel Grad und suchte nach schnellem Sex. Diese unreflektierte Lebensweise hat meinem Charakter geschadet, irgendwann erkannte ich mich nicht mehr wieder. Später wurden mir andere Dinge wieder wichtiger, ich wollte kein Arschloch sein, mit dem es langfristig niemand aushielt, mir taten viele Dinge auf einmal leid und ich mäßigte mich, machte mein Abi, fing meine Ausbildung an. An den Folgen meiner Krankheit und des Exzesses, dem unangemessenen Verarbeiten eben jener litt ich immer noch sehr und fühlte mich oft traurig. Just in dem Moment - und nun kommen wir zur eigentlichen Geschichte - erspähte ich eine in meinen Augen unglaublich schön erscheinende junge Frau im Bus - meine zukünftige Freundin (22 Jahre alt) und jetzige Ex. Zunächst sahen wir uns nur an, irgendwann dann fand sie wohl meinen Namen heraus (wir fuhren jeden Tag mit demselben Bus, sie arbeitete ganz in der Nähe meines Arbeitsplatzes) und fügte mich bei Facebook hinzu. So schrieb ich ihr zunächst und dann sprachen wir im Bus miteinander. Um den Text nicht allzu sehr ausarten zu lassen, ziehe ich nur ein kurzes Resümee über die Kennlernphase: Ich schrieb ihr kleine Briefe, wir trafen uns zweimal an einem wunderschönen Turm in unserer Stadt, saßen eines nachts gemeinsam und leicht angetrunken vor ihrer Haustür und ich versprach ihr, innerhalb eines Monats mit ihr nach Paris zu fahren. Gesagt, getan. Es folgten weitere Urlaube in Amsterdam, Kopenhagen an der Nordsee und so weiter. Alles war so unglaublich intensiv, fast schon zu kitschig, die Liebe sprühte wie noch nie. Wir hatten zig Male Sex am Tag, haben unglaublich viel erlebt, haben über die Zukunft geredet und ich bin schließlich zu ihr gezogen. Wir waren zwei Jahre zusammen und zogen anderthalb Monate vor der Trennung noch zusammen in eine neue Wohnung. Nun kommen aber die negativen Aspekte: Ich musste in der Zeit unserer Beziehung extrem oft nach Baden-Würtemberg zur Berufsschule, verbrachte dort die Woche und kam am Wochenende wieder, ich unternahm eine Europareise mit einem Freund und eine zweiwöchige Türkeireise ohne sie. Ich lag ca 5 mal im Krankenhaus, weil ich einen schweren Schub bekam. Unsere Beziehung war voller Emotionen, beim Streit flogen zum Teil volle Mülleimer durch die Wohnung, Glastisch wurden umgetreten etc. So intensiv die schönen Momente auch waren, so heftig waren die Streitereien. Wir waren allerdings immer der Meinung, dass wir irgendwie zusammengehörten. Wir hatten viele Pläne für die Zukunft und waren uns sicher, dass es das gewesen ist. Sie war eifersüchtiger und anhänglicher als ich; ich bin im Streit oft gegangen. In der Zeit meiner kranken Phase stand sie bedingungslos und aufopfernd an meiner Seite, sie hat sich um alles gekümmert, mit mir geweint und mir Kraft gegeben. Sie hat alles auf diese Beziehung gesetzt und ich fing auch damit an. Nach der schlimmen Phase geriet ich in eine Art Lethargie und Depression, ließ mich gehen, konzentrierte mich fast ausschließlich auf meine öfters wechselnden Hobbys, vernachlässigte sie dabei sehr oft. Ich hatte Auftrieb und wollte ständig neue Dinge lernen - Französisch, Programmieren, Mathematik. Ich wollte etwas aus mir machen, sportlich machte ich nichts mehr, aber in anderen Bereichen. Ich war wie in Trance und eingenommen von diesen Dingen, hörte kaum noch zu und hatte nur noch das im Kopf. Das hat ihr unglaublich wehgetan. Sie konnte mich oft nicht erreichen. Auf der anderen Seite machte sie ihr Glück völlig von mir abhängig, unternahm selbst nichts und hatte nie ein eigenes Hobby. Es schien oft so, als bräuchte sie mich, um Spaß zu haben. Auch wenn ich in BW war, lag sie beinahe nur auf der Couch und schaute fern. Wenn ich immer mal wieder aus meinen Phasen erwachte, machten wir wieder schöne Dinge, fuhren gemeinsam Fahrrad, gingen shoppen etc. Aber sie war diesbezüglich gegen Ende eine ziemliche Bremse, sie wollte immer früh schlafen gehen, wollte mit mir nicht aus gehen und meinte, sie habe keinerlei Interesse mehr an Alkohol und Feiern. Wir lebten eigentlich wie ein Rentnerpaar, das sich so unglaublich gut kennt und einander Halt gibt. Aber eben sehr viel auf ihr Bestreben hin. Trotz allem beteuerten wir uns nach wie vor unter Tränen unsere Liebe. Der Sex nahm auch rapide ab, sie war gegen Anfang der Beziehung regelrecht nymphomanisch und ich empfand es als zu viel. Gegen Ende wollte sie kaum noch, wies mich oft zurück und das führte zu Konflikten. Um ihren Background noch ein wenig zu durchleuchten: Sie hatte zwei Beziehungen, in denen sie Sex hatte und einen ONS. Sie war früher häufig feiern und rauchte auch Gras und kam von der Spur ab, aber dies schweifte nicht, wie bei mir, in sexuellen Exzessen aus. Das liegt vermutlich auch an extremen Minderwertigkeitskomplexen; ich durfte sie nie fotografieren, ihre Brüste sehen, sie war stellenweise trotzdem sehr aufreizend angezogen. Sie hatte zweifelsohne ein Problem mit sich selbst. Die Familie war total zerrüttet, die Mutter in der Vergangenheit gewalttätig (Sie meinte häufig, dass sie ihre Mutter hasst, und trotzdem suchte sie aktiv Kontakt mit ihr und wenn ich mit ihr bei der Mutter war, inszenierten sich beide als das absolute Mutter-Tochter-Paar; die Vergangenheit wurde unter den Tisch gekehrt, jeder wusste, was Sache ist und trotzdem spielte jeder das Schauspiel mit), ihr Ex hat sie mehrmals betrogen, sie hatte enorme Probleme mit anderen Frauen und wirkte auf andere Menschen oft extrem distanziert, zu Beginn auch auf mich. Ich bin ein eher emotionaler Mensch und trotz der anfänglichen Kühle überbot sie mich mit ihrer Emotionalität. Das hatte positive Seiten, aber auch negative. Sie war oft ein absoluter Engel, aber in Rage und Tobsucht, warf sie Dinge durch die Wohnung und beleidigte mich aufs aller gröbste. Bei allen Dingen, die ich falsch gemacht habe (ich habe mein Instagram nach anderen Frauen gesucht, ohne aber diese aber je angeschrieben oder mit ihnen Kontakt aufgenommen zu haben, wollte öfters als sie Sex haben und respektierte ihre Komplexe nicht wirklich, vernachlässigte sie und schätzte ihren Wert oft nicht), waren mir drei Dinge heilig - drei Grenzen, die ich nie überschritten habe: Betrügen (in welcher Form auch immer), körperliche Gewalt und Beleidigungen. Das ist nun der enorme Background, nun kommen wir zum kläglichen Ende dieser Beziehung. Vor zweieinhalb Wochen an einem Freitag läutete sie dann ziemlich spontan das Ende der Beziehung ein. Mein vorletzter Berufsschul-Block war zu Ende, sie hatte mich das Wochenende zuvor, als ich aufgrund von Zusatzunterricht dort bleiben musste, auf eigene Initiative hin besucht, wie haben uns wie Teenager in mein Internat geschlichen und waren tagsüber in Baden-Baden und abends in einer Kneipe, die sie aber schnell wieder verlassen wollte. Und wir hatten Sex. Ich war wieder viel zwischenzeitlich mit meinem iPad best heftig, dass ich mir kurz zuvor geholt habe und habe viel damit romfotografiert. Das ging ihr enorm gegen den Strich und wir hatten eine Auseinandersetzung. Sie bat mich darum, meine Depressionen bei meinen Eltern anzusprechen, aber ich sagte ihr, dass ich das nicht könne. Dass ich lieber in meiner eigenen kleinen Welt verharre, dass sie mir wichtiger ist, aber dass ich, wenn ich programmiere, alles drumherum vergesse. Sie schlief relativ früh am Abend ein und ich spielte eben an meinem iPad und MacBook, am nächsten Tag ging ich zu meinem Unterricht, wir verabschiedeten uns normal durch mehrere Küsse (Abschiede fielen immer sehr schwer, sie ist oft mit in meinen Zug eingestiegen und erst in letzter Sekunde ausgestiegen, damit wir uns maximal lange sehen; sie hat also echt geklammert) und dann verbrachte ich meine Woche in BW und sie eben in unserer Heimatstadt. Wir schrieben nicht allzu viel, aber ich war auch durch diverse Arbeiten eingespannt. Als ich dann am Freitag unsere Wohnung betrat, rannte sie mir entgegen und drückte mich lange und fest. Ic h erzählte ihr von einem Schulkollegen, der in der Woche Suizid begannen hat (was mich arg mitnahm) und sie unterbracht mich und sagte, nicht im exakten Wortlaut, aber sinngemäß: ,,Ich kann dir gerade nicht zuhören. Ich glaube ich habe eine Panikattacke." Ich beruhigte sie ein wenig, sie sprach weiter: ,,Kann man in meinem Alter in einer Midlife-Crisis sein? Ich war die Woche ständig unterwegs, habe neue Leute kennengelernt und viel getrunken. Ich habe Angst, dich zu betrügen. Ich habe dich auch nicht mehr vermisst und habe das Gefühl, dich weniger zu lieben. Ich stelle mir vor, mit anderen Männern zu schlafen." Sie weinte bloß noch, schwor mir hoch und heilig, dass es keinen anderen Typen gebe und dass irgendetwas in der Woche mit ihr passiert sei. Dass es nicht an mir läge, dass sie es selbst nicht weiß. Und dann wurde sie kalt. Ich betrank mich das erste Mal seit über einem Jahr, kam nach Hause und wollte reden. Sie rief aber meinen Bruder an und bat diesen, auf mich aufzupassen und mich abzuholen. Ich schlief eine Nacht noch in der Wohnung, ab dann nur noch bei meinen Eltern. Wir sahen uns noch zweimal, einmal war es emotional und sie sagte, dass ich immer der einzige Mann in ihrem Leben sein werde und sie fortan alleine bleibt, wir umarmten, aber küssten uns nicht. Einmal war sie absolut kalt, nur einmal, als ich sagte, dass ich mich dann jetzt ummelden müsse, sagte sie, dass das hier doch noch mein zuhause sei. Wir schrieben noch sporadisch miteinander, da wurde sie aber immer kühler, schrieb unter anderem: ,,Das mit unserer Beziehung wird nichts mehr. Ich bin mir fast zu 100 Prozent sicher, dass es darauf hinausläuft, dass es nichts mehr wird." Ich ließ sie in Ruhe, holte während sie arbeitete das meiste meiner Sachen aus der Wohnung und schrieb ihr dann, dass es besser ist, wenn wir erstmal keinen Kontakt haben und dass sie, wenn es noch Dinge gibt, die sie aus der Wohnung haben mag, meinem Vater schreiben möge, damit dieser die Dinge dann abholt. In einer SMS schrieb sie dann, dass das Kindergarten und albern sei und in einer weiteren, nachdem mein Vater die letzten Dinge abholte und sie nicht da war, warum ich denn so ein bestimmtes Buch (eine Biographie, die sie vor Wochen anfing zu lesen, aber nie beendete) mitgenommen habe. Das war ein Versehen meines Vaters, der dachte, es sei meins. Ich antwortete nicht mehr. Zuletzt schrieb sie mich noch einmal an und fragte, ob ich ihrem Das gesagt habe, dass sie, also meine Ex, wie ihre Mutter sei. Da konnte ich mich nicht zurückhalten und verneinte. Sie schrieb dann, dass sie ihren Vater hasse, er ein Arschloch sei und verrecken möge. Ich blockierte sie und beließ es dabei. Mit ihrem Vater telefonierte ich nochmal, um mich zu verabschieden und dieser sagte, dass er den Kontakt zu ihr abgebrochen habe, weil sie ihn so beleidigt habe. Die letzte auffälligen Dinge waren nur WhatsApp-Statusmeldungen, die zum Teil sehr provokant waren und scheinbar an mich gingen, weil andere Bekannte sie nicht sehen konnten und eine ihrer ehemaligen Freundinnen, mit der ich mich noch nie unterhalten habe, die mich dann bei Snapchat hinzufügte, woraufhin ich sie aber auch blockiert habe, um keinen Schabernack mit mir treiben zu lassen. Vorgestern schrieb sie meinem Vater noch, dass es ihr leidtue, ich nichts dafür könne, sie nicht wisse, was in sie gefahren sei und dass sie unserer Familie alles Gute wünsche und dankbar für alles sei, was meine Eltern für uns getan haben. Seit dem nichts mehr. Funkstille. Und nun meine eigentliche Frage: Was zum Teufel? Ich habe Fehler gemacht in der Beziehung, zweifelsohne. Aber was war Bitteschön das? Wir ziehen wenige Wochen vorher in eine neue Wohnung (ich bin mir ziemlich sicher, dass das kein Kalkül war, dafür ist sie nicht gerissen genug und hat ihrerseits seit dem auch noch zu viel in mich investiert), planen die Zukunft, verbringen ein Wochenende gemeinsam in BW, haben Sex und dann prügelt sie mich nach einer Woche regelrecht aus der Wohnung, ist ein völlig anderer Mensch, kalt, konsequent (was sie sonst nie war) und tritt auch noch nach. Ich lag am Boden, habe jetzt die Zeit genutzt, um Sport zu treiben, mehr in mich zu investieren, habe eine neue Frisur und bin viel mit Freunden unterwegs. Ich bin - und wahrscheinlich brauchte ich diesen Arschtritt - komplett aus meiner Lethargie ausgebrochen, ich habe meinen Eltern von en Depressionen erzählt und mein Computerzeug seit dem erst jetzt, da ich diesen Text schreibe, wieder das erste Mal länger in Nutzung. Ich bin im Grunde genommen viel aktiver als ich das zuletzt während der Beziehung war. Und trotzdem liebe ich sie aus tiefstem Herzen. Ich hasse sie nicht. Ich bin manchmal wütend, weil sie keinen Versuch unternommen hat, es mir ein Stück weit zu erklären. Ich bin zum Teil voller Elan und erreiche sportlich wieder etwas, auf der anderen Seite war ich mir so sicher, dass das etwas besonderes ist. Bei jedem Streit hat eher sie geklammert, wollte eher sie, dass wir das klären. Sie vergewisserte sich ständig bei mir, dass wir immer zusammen bleiben werden und egal, was ist, gemeinsam kämpfen, dass nichts uns auseinander bringen könnte. Wie kann man, in nur einer Woche, sich um 180 Grad komplett wandeln? Auf einmal feiern und Alkohol wieder toll finden, auf einmal nicht mehr labil, sondern sehr konsequent eine Entscheidung treffen, eine Beziehung beenden, die einem zuvor noch am Herzen lag? Es will mir nicht in den Kopf und das macht es schwer, das alles zu verarbeiten. Die Trennung erfolgte übrigens einen Tag vor unserem Zweijährigen, was nochmal zusätzlich bitter ist. Ist irgendjemandem schonmal Vergleichbares geschehen? Habt ihr zumindest eine Hypothese? Wenn es eine hinreichende Erklärung gäbe, könnte ich mir sogar vorstellen, mit ihr nochmal zusammenzukommen, wir haben so viele Gräben überwunden. Aber das soll es jetzt gewesen sein? Von jetzt auf gleich? Ich belästige sie nicht, ich habe sie überall blockiert, um mich nicht ständig zu fragen, was sie nun macht, wie es ihr geht, etc. Ich halte konsequent eine Kontaktsperre ein, aber immer noch mit dem Hintergrundgedanken, dass sie es wohlmöglich bereut (sie sagte an besagtem Freitag, dass sie Angst habe, ihre Entscheidung in zwei Monaten zu bereuen), so abrupt alles beendet zu haben. Ist das Wunschdenken, sollte ich vielleicht einfach komplett damit abschließen, die zwei Jahre irgendwie lebendig begraben und damit klarkommen, dass es nie eine Erklärung geben wird. Habt ihr einen Ansatz? Das, was ich aktuell tue, ist, mich auf die Arbeit und den Sport zu konzentrieren, mich in meiner Freizeit mit Freunden zu treffen, am Wochenende auszugehen und neues Selbstbewusstsein zu tanken (sie sagte mir oft, dass ich dicker geworden sei und sprach recht oft meine körperlichen Mängel an, die sich zum Teil durchs Gehen lassen und zum Teil durch meinen Schub entwickelt haben) und mich abzulenken. Das ist das Einzige, was ich machen kann. Sie zu kontaktieren, würde zeigen, dass ich ihre Entscheidung nicht hin- und sie nicht für voll nehme. Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand, der vielleicht ähnliche Erfahrungen hat, schildern könnte, wie es bei ihm verlaufen ist, wie er damit umgegangen ist und es verarbeitet hat. P.S: Die Bude war zum Teil, als ich da war, unaufgeräumt, es lagen Pizzakartons herum etc. Dann am nächsten Tag, als sie auch arbeiten war und ich noch ein paar Sachen abholen wollte, war alles blitzeblank. Ein Strauß Blumen, den ich ihr trotz allem zum Zweijährigen schenkte, stand in einer Vase und einen kleinen Zettel, den ich dazu gelegt hatte, lag auch noch dort. Außerdem schlief sie in einem Shirt, dass ich ihr zu Beginn der Beziehung schenkte und andere Erinnerungen waren auch noch nicht beseitigt. Ich war da rigoroser, weil ich sonst nicht ertragen hätte. Abgesehen davon, wirkte sie aber in den Statusmeldungen sehr gefasst und überhaupt nicht so, als habe sie irgendwie Probleme, etwas zu verarbeiten. Mit freundlichen Grüßen lepetitprince