MCMLXXXIX

User
  • Inhalte

    10
  • Mitglied seit

  • Letzter Besuch

  • Coins

     42

Ansehen in der Community

2 Neutral

Letzte Besucher des Profils

62 Profilansichten
  1. Da das Aufschreiben meiner Trennungsgeschichte eine Art therapeutischen Effekt auf mich hatte, möchte ich nun auch das letzte Kapitel kurz notieren. Wir ihr wisst, habe ich lange überlegt, ob ich meine Ex auf FB löschen sollte. An und für sich dachte ich, dass eine solche Aktion mit 30 nicht mehr notwendig sei. Aber ich habe mich schlussendlich doch dafür entschieden. Warum? Nun ich habe seit der Trennung (ca. 14 tage her) nie mehr auf ihre Social-Media-Profile geschaut. Bis heute. Ich habe ihr FB bewusst ein letztes Mal aufgerufen. Danach ihr Instagram-Profil. Auf Instagram konnte ich nichts sehen, da ich dort über kein Profil verfüge und ihr Account privat ist. Es ging mir bei der Aktion aber gar nicht um die Bilder, sondern grundsätzlich nur um den finalen symbolischen Akt. Gewissermaßen war es für mich, wie am Sarg eines Verstorbenen zu stehen und "Adieu" zu sagen. Obwohl ich mich von ihr bereits vor 14 Tagen persönlich verabschiedet habe, hatte ich heute die Kraft dazu, sie auch online aus meinem Leben zu löschen. Ihr neues Profilbild auf Instagram, ein Selfie in irgendeinem unbekannten Schlafzimmer mit Biss auf die Unterlippe und halben Duckface hat mir final aufgezeigt, was mir hier schon einige gesagt und was ich auch immer wieder in diverser Fachliteratur gelesen habe. Ich vermisse nicht diese Frau, sondern lediglich meine Projektionen, meine Vorstellungen von ihr. Doch, die Art und Weise, wie sie sich jetzt verhält, ist genauso ein Teil von ihr. Das ist sie. Und um ganz ehrlich zu sein, ich kann keine 25-Jährige vermissen/beweinen oder betrauern, die sich plötzlich aufführt, wie eine 20-Jährige, die erstmals die Vorteile des Internets für sich entdeckt hat. Die Tinder und Instagram als die tägliche Dosis "Selbstbestätigung" missbrauchen muss, auch wenn sie in der Beziehung von mir sicher nicht immer das Gefühl, "meine Prinzessin" zu sein, bekommen hat. Für mich ist klar: Ich stehe mehr auf das reale Leben und auf Frauen, die ihren Wert auch ohne ständiger "online-Attention" kennen. Somit hatte sie mit einigen ihrer letzten Worte wohl recht: "Wir passen nicht zusammen". Das letzte Kapitel meiner Geschichte, in der ich zweifelsohne auch geliebt habe, möchte ich nun mit den Worten Bushidos schließen: "Du warst nicht dieser Engel unter tausend Huren". (Gleichsam: Herzlichen Dank an alle, die mich hier in den letzten 14 Tagen unterstützt haben.)
  2. @BadRobot Tut mir Leid, dass auch du deine "große" Liebe verloren hast. Wie du dich fühlst, kann ich derzeit mehr als nachempfinden. Wie du schreibst und die Dinge siehst, verrät mir, dass du gebildet und erfahren bist. Das gefällt mir. Ich wünsche dir auch gleich auf diesem Weg alles Gute für die Zukunft. Mögest du Trennung bald verarbeiten. Wie du richtig erkannt hast, ist es nicht meine erste Trennung. Somit weiß ich durchaus damit umzugehen. Ich weiß auch, dass Hass oder Groll gegenüber einer Ex-Partnerin zu nichts führt. Solche Gefühle hegte ich prinzipiell gegenüber keiner meiner Ex-Freundinnen. Dafür bin ich wohl schlichtweg nicht der Typ. Auch gegen meiner derzeitige Ex verspüre ich keinen Hass. Menschlich enttäuscht Was ich allerdings fühle ist Enttäuschung. Ich bin menschlich von meiner Ex enttäuscht. Dass jetzt halbherzige Freundinnen und Freunde, von denen sie sich in der Beziehung aus freien Stücken distanziert hat, von unglaublicher Wichtigkeit für sie sind, während ich für sie ausgedient habe, schmerzt einfach. Es tut weh, rückblickend zu erkennen, dass man in den letzten Momenten der gemeinsamen Intimität belogen wurde. Dass ihr Invest nichts weiter war als ein plumper Versuch, ihre Verfehlung (geplanter Sexurlaub mit anderem Mann) zu kaschieren, um bei der für sie unvermeidlichen Trennung ein paar Tage später nicht als das böse Mädchen dazustehen. Die letzten Monate war ich für sie nichts anderes als ein lebloser, unattraktiver Spielball, den sie Tag für Tag immer näher an den Elferpunkt heranrückte. Und warum mir das so weh tut, ist für mich auch klar: Ich hatte unterm Strich nie freiwillig Kontakt mit Frauen, die mich nicht attraktiv fanden (und natürlich umgekehrt). Dass ich bei ihrem Entschluss, unsere Beziehung aufzugeben, die Tränen nicht zurückhalten konnte, wurmt mich daher heute noch. Vor allem, da ich im tiefsten Inneren ja wusste, dass eine Frau, die sich bereits einmal getrennt hat (wenn auch nur für 3 Tage), das wieder machen wird. Ich hätte daher vorbereitet und souveräner agieren müssen. So war das Ganze nochmals Balsam für ihre Seele. Nackt-/Sexbilder an die Orbiter Schlussendlich war das letzte Beziehungsmonat, wie bereits beschrieben, eine Prophezeiung. Die geplante sexuelle Öffnung, ihre geplante Sexreise und ihren Tinderaufenthalt habe ich bereits thematisiert. Meine Ex-Freundin fand aber im letzten Monat auch zunehmend Gefallen daran, ihren Orbitern Nackt- und Sexbilder von sich zu schicken. Irgendwann hat sie mir dann Screenshots davon und den Konversationen dazu zukommen lassen. Sie wollte damit zeigen, wie begehrt sie ist. Da ich sexuell offenen Frauen gut finde, hatte ich schlichtweg nichts dagegen. Im Gegenteil: ich habe sie immer öfter beim Sex fotografiert, damit sie ihren Orbitern auch mal richtig gute Bilder senden konnte. Unser Sex wurde folglich immer geiler und intensiver. Es war von ihrer Seite offensichtlich wieder kurzzeitig Attraction da. Ihre Tindermatches stiegen ihr aber zunehmend zu Kopf. Es kreiste alles nur noch darum und darum, wer sie nicht alles auf der Straße anspricht. Abermals agierte ich blauäugig. Während ich froh über ihre sexuellen Offenheit war, teste sie nur ihren Marktwert, um gestärkt in die baldige Trennung zu gehen. @all Sie will die Trennung - gib sie ihr. Also Jungs, nehmt meine Geschichte als Paradebeispiel dafür, dass Endless Enigmas Ansatz ("Sie will die Trennung- gib sie ihr.") weiterhin seine Berechtigung hat. Ich sage gleichsam nicht, dass das "Spiel" nach ihrer 1. Trennung nicht auch erfolgreicher enden hätte können. Aber dafür hätte ich das Ganze anders angehen müssen. Heute versuche ich mich an Mark Mansons Worte aufzubauen: "That instead of getting upset about why she doesn't want to be with you, you could decide that it means you probably wouldn't want to be with her."
  3. Hey Jungs, mal wieder ne Frage von mir. Der ein oder andere hat ja vlt. meine Geschichte gelesen. Nach relativ guten Tage geht es mir die letzten beiden Tage wieder etwas schlechter. Ich konzentriere mich derzeit auf meine Arbeit, gehe regelmäßig zum Sport, versuche aus der ehemals gemeinsamen Wohnung meine Wohnung zu machen (nicht ganz leicht, ihr Krempel ist ja noch da), gönne mir neue Kleidung etc. Kurzum: ich lasse es mir gutgehen, soweit es derzeit eben möglich ist. ABER: ich vermisse unsere Gespräche, unser gemeinsames Lachen. Es ist an dieser Stelle wohl kaum zu verheimlichen: ich leide. Und genau das nervt mich. Es nervt mich, dass sie die Zeit ohne mich wohl genießt, dass sie voller Tatendrang auf Wohnungssuche ist und ihr Leben toll findet, so wie es eben derzeit ist. Schlussendlich hat sie sich ja aktiv dafür entschieden. Versteht mich nicht falsch, ich wünsche nicht, dass sie leidet. Darum geht es mir nicht. Ich bin wütend auf mich, dass ich um eine Frau trauere, die mich wie einen alten Fetzen in den Mülleimer geworfen hat. Ich bin wütend auf mich, dass ich ich immer noch eine Frau wertschätze, die unsere gemeinsamen 4 Jahre mit einem Schnipps ausradiert hat. Ich bin wütend auf mich, dass ich eine Frau vermisse, die erleichtert darüber ist, dass ich kein Teil ihres Lebens mehr bin. Zusammenfassend: ich bin wütend, dass ich derzeit nicht männlich agiere. Wo ist meine Selbstachtung? Es müsste doch das Leichteste der Welt sein, mit einem Menschen abzuschließen, der nichts für einen übrig hat. Der nach langem Nachdenken zu dem Schluss gekommen ist, dass sein Leben ohne meine Teilhabe besser ist. Also Jungs, wie kann man seine Männlichkeit wieder finden? "Den Weg des wahren Mannes" habe ich bereits abermals überflogen. Aber wie beim ersten Mal wurde ich auch beim zweiten Mal nicht wirklich warm mit dem Buch. Achja und bitte kein FTOW: Das funktioniert für mich derzeit nicht. Selbst belanglosen Gespräche mit irgendwelchen Frauen im Starbucks ziehe mich derzeit mehr runter, als sie mir nützen. Ich bin emotional noch nicht bereit für neue Frauen. Ich suche derzeit nur meine Männlichkeit.
  4. Weltbild: Das abgeklärte Weltbild liegt wohl an meinem Alter. Mit 30 hat man bereits einiges erlebt, was die Damenwelt anbelangt. Nichtsdestotrotz bewahrt auch Alter und Erfahrung nicht vor Fehlern. Was die Optik anbelangt, bringe ich zweifelsohne einiges mit. Ich kenne meinen Wert und lasse mich daher auch nur noch auf Frauen ein, von denen ich auch optisch und intellektuell vollends überzeugt bin. Macht aber hoffentlich ohnehin jeder hier. Look: Ich muss gleichzeitig aber auch zugestehen, dass die Entscheidung meiner Ex, sich von mir zu trennen und somit folglich keinen Sex mehr mit mir zu haben, mich doch etwas in meiner Ehre/meinem Selbstbild verletzt hat. Wenn man eine Beziehung aufs Einfachste runterbricht, dann passiert sie wissentlich auf "Attraction", also ein Zusammenspiel aus Optik und Charakter. Diese dürfte ich für sie vollends verloren haben. Ihrem beiläufigen Wunsch, befreundet zu bleiben, messe ich daher einen negativen Status bei. Zudem sie ja als Trennungsgrund ausgerechnet meinen Umgang mit ihr, also meinen Charakter, angeführt hat. Hier passt für mich nichts zusammen. Unterm Strich bleibt wohl trotz aller Worte ein Fakt: Sie fühlte sich von mir sexuell nicht mehr angezogen. Projektionen: Sehr schon formuliert. Ich habe vieles in ihr sehen wollen, was eigentlich schlichtweg nicht mehr oder gar nie da war. Ich schätzte sie sehr für unsere gemeinsame Basis (selber Beruf, gemeinsame Hobbies, ähnliche gesellschaftspolitische Einstellung etc.). Eine Wertschätzung, die offensichtlich aber nur auf Einseitigkeit beruhte. Sie merkte selbst bei unserem Trennungsgespräch an, dass ich gemeinhin zu gut von ihr denke. Ex-Back: Ein Ex-Back wird es schon aufgrund diverser Rahmenbedingungen nicht geben. Jemand, der eine 4-jährige Beziehung mit gemeinsamer Wohnung aufgibt, der trennt sich endgültig und empfindet nichts mehr. Ich möchte aber nicht nur Liebe geben (zugegeben, habe ich in der LTR nur bedingt gegeben), sondern auch Liebe erfahren. Dazu zwei Anekdoten, die die völlige Asymmetrie sowie den geschädigten Rahmen unseres Verhältnisses aufzeigen und somit den Gedanken an ein Ex-Back im Keim ersticken: Es gab es in all den 4-Jahren nur ein gemeinsames Bild von uns. In den Urlauben fotografierte sie die Umgebung, die Hotelanlage, aber eben nicht uns oder mich. Pärchenfotos, die uns vom Hotelfotografen schlichtweg aufgezwungen wurden, verschwanden schlussendlich im nirgendwo. Jeder, der in unserer Wohnung zu Gast war, hat mich auf dieses Kuriosum angesprochen. Doch ich lernte damit umzugehen, beurteilte sie eben nicht nach dem Fehlen der gemeinsamen Bilder, sondern nach der primären Handlung: Sie lebten mit mir gemeinsam zusammen und war aus freien Stücken meine Freundin. Das reichte mir. Heute sehe ich die Dinge anders. Ihre Familie war von mir nur mäßig angetan. Warum? Ich war schlichtweg nicht daran interessiert, in ihre Heimatstadt zu ziehen, sondern sprach mich für den gemeinsamen Verbleib in unserer Universitätsstadt aus. Ich nahm ihnen sozusagen ihre Tochter, ihre Hoffnung auf ein Leben mit Enkelkindern in ihrer unmittelbaren Umgebung. Nie vergessen werde ich, wie mich ihr Vater an seinem Geburtstag seinen Freunden und Bekannten vorstellte: "Das ist der derzeitige Freund meiner Tochter". Auf den ersten Blick nicht schlimm. Doch besagter Herr arbeitete ein Leben lang im Top-Management, war ein guter Rhetoriker, somit auch ein Wortklauber, der folglich auch von seinem Gegenüber eine bedachte und wohlüberlegte Sprache verlangte. Erst als ein Raunen durch die "Menge" ging, wurde ihm seine Wortwahl bewusst und er entschuldigte sich für diesen "freud'schen" Versprecher. Auch wenn man die Situation nicht überinterpretieren darf, bildet sie doch das gegenseitige Verhältnis gut ab. Zur Trennung selbst äußersten sich ihre Eltern zudem auch positiv. Auch hier gebe ich dir Recht. Rückblickend wäre es die bessere Entscheidung gewesen. Schlussendlich hat sie ca. zwei Woche nach der Diskussion um ihre Sexreise die Beziehung ihrerseits beendet. Warum sie es nicht gleich gemacht hat und mich stattdessen damit beruhigt hat, dass sie nichts machen wolle, das unsere Beziehung gefährde, ist mir nun auch klar. Es hätte ihre Position wesentlich verschlechtert; sie hatte wohl Angst davor, dass man sie für ihre Aktion und die dadurch herbeigeführte Trennung verurteilt. Es kommt zweifelsohne besser, wenn man behaupten kann, dass man die Beziehung selbst beendet hat, weil es nicht gepasst hat, als wenn man zugeben muss, dass einem der Freund abgeschossen hat, weil man während der Beziehung gerne mit einem anderen Mann in den Urlaub gefahren wäre. Auch dir danke ich für deinen Beitrag. Allem, was du mir derzeit vorschlägst, gehe ich nach. Es ist ja nicht so, dass ich all diese Dinge während der Beziehung vergessen hätte, aber man wird mit der Zeit nachlässig. Das ist ärgerlich. Abschließend hoffe ich, dass du mit deiner Zukunftsprognose Recht behältst. Auch wenn ich hier natürlich primär die negativen Punkte aufgezählt habe, bleibt sie für mich dennoch auch auf einer Seite eine liebenswürdige Frau. Ich habe mich vor 5 Jahren in sie verliebt und vor 4 Jahren bewusst für die Beziehung und das Führen eines gemeinsamen Haushalts entschieden. Ich möchte hier bewusst nicht wie sie denken, ich möchte mich bewusst nicht nur an die schlechten Seiten erinnern und mir etwas "zurechtrationalisieren", damit ich den Absprung besser schaffe. Das wäre meiner Ansicht nach unfair. Ich will nicht verdrängen, ich muss akzeptieren. Wenngleich sie mir trotz aller Widrigkeiten dennoch sehr fehlt.
  5. Super Beitrag. Ich unterschreibe alles, was du angeführt hast. Ich bin derzeit in der Phase des Reflektierens. Ich denke bei so einer langen Beziehung ist das auch legitim. Von heute auf morgen werde ich damit wohl leider nicht abschließen können. Im Grunde bin ich von mir selbst enttäuscht. Es ist natürlich wie du angemerkt hast, dass Frauen nicht urplötzlich die Beziehung beenden. Das wusste ich auch. Ich wusste, dass sich Frauen bereits während der Beziehung zunehmend von ihrem Partner entfernen, bevor sie den Stecker ziehen. Und genau das bereitet mir Kopfzerbrechen. All die letzten Wochen, der gemeinsame Urlaub, der gute Sex und die Nacktbilder knapp vor dem Ende, zu wissen, dass sie in all diesen Situationen bereits an mir gezweifelt, wenn nicht sogar schon mit mir abgeschlossen hat, das schmerzt sehr. Mir wurde eine Scheinwelt vorgespielt, die ich ihr leider blindlings (sehr lange) abgekauft habe. Klar gab es dann ein paar Tage vor der Trennung markante Hinweise, die mir signalisierten, dass etwas nicht passt. Sexuelle Öffnung der Beziehung: Um unserer Beziehung etwas Würze zu verleihen, hatten wir ca. ein Monat vor der Trennung darüber gesprochen, unsere Beziehung sexuell zu öffnen. Sie wollte das lange Zeit nicht, da sie einen ständigen Vergleich/Wettkamp mit anderen befürchtete. Schlussendlich wollte sie es dann aber doch probieren, wohl wegen mir, da sie wusste, dass ich sexuell offene prinzipiell Frauen gut finde (habe einige weibliche Bekannte, die ihr Leben in diese Richtung gestalten). Jedenfalls kam sie dann damit an, dass sie im Kurzurlaub mit ihren Eltern im Ausland jemanden kennengelernt hätte, zu dem sie nun ein paar Tage fahren wolle, freilich um dort Sex zu haben und um "mir zu gefallen". In meinen Augen widersprach dieser Plan aber dem Konzept einer sexuellen Öffnung der Beziehung. Sex ist das Eine, aber mit jemand Fremden mehrere Tage von morgens bis abends zu verbringen, das hat für mich eine seltsame, beziehungsartige Dynamik. Im Grunde schrillten bei mir nun alle Alarmglocken. Ich teilte ihr mit, dass ich nicht hinter ihrem Plan stehe, da ihre Reise bei mir eher den Eindruck hinterlässt, sie wolle mit dem Freibrief "Fremdfick" gleichzeitg austesten, wie sich das Alltagsleben mit einem anderen Mann anfühlt. Ich habe ihr auch mitgeteilt, dass ich ihr nichts verbiete, dass sie selbst entscheiden muss, was sie im Leben will. Und wenn sie das Gefühl habe, sie müsse das Beziehungsleben mit einem anderen ausprobieren, dann soll sie das machen. Sie müsse dann aber auch mit dem Konsequenzen und zwar dem Ende unserer Beziehung klarkommen. Sie weinte und beteuerte, nichts machen zu wollen, was unsere Exklusivität gefährdet und dass es ihr nur um Sex ginge. Kurioses Detail am Rande: Im Sommer beschwerte sie sich noch, dass sie mit mir nicht so lange in den Urlaub fahren könne, da sie momentan eben noch nicht arbeite (Uni-Abschluss). Ein paar Wochen später war ihr geplanter Sexurlaub aber plötzlich problemlos finanzierbar. Ich sah immer klarer. Ich erkannte, welchen Stellenwert ich noch hatte. Nachdem sie ihren Urlaub abgeblasen hatte, schlug sie die Nutzung von Tinder zur Akquirierung von Sextreffen vor. Das fand ich gut. Wie gesagt, ich bin nicht eifersüchtig. Etwas offene Frauen, die sich aber weiterhin klar zur Beziehung bekennen, gefallen mir. Nur mit ihr hat das nicht so funktioniert, wie vorgesehen. Sie bezog plötzlich eine ungewohnte Bestätigung aus ihren Matches, fühlte sich wohl im Selbstwert gepusht, was ihr zweifelsohne den vollständigen Absprung erleichterte. Zu einem Sextreffen kam es aber nicht. Bei der Trennung ein paar Tage später gab sie auch an, dass sie Tinder nach wenigen Tage wieder gelöscht und für sich gemerkt habe, dass eine offene Beziehung nichts für sie sei. Ich möchte ihre Aussage diesbezüglich gar nicht falsi- oder verifizieren. Für mich erschreckend war alleine die Tatsache, welchen Ego-Push ihr ein paar Swipes in die richtige Richtung gaben. Von einer Frau in den Mittzwanzigern hätte ich mir erwartet, dass sie ihre Bestätigung aus dem realen Leben zieht und nicht derart von einer App abhängig macht. So long. Danke Jungs für euer Feedback, eure Anmerkungen und Kommentare. All eure Beitrage haben mir bisher zweifelsohne weitergeholfen. Man(n) reflektiert und verarbeitet.
  6. Keine Sorge, ich habe keinen Problem mit dem Ton und habe den auch gar nicht "negativ" oder wütend wahrgenommen. Im On-Off-Modus fühlte ich mich nach ihrer ersten "Trennung" vor 2 Jahren eigentlich nicht. Vlt. lag es auch daran, da sie ja alles heimlich und abseits von mir organisiert hatte. Als sie von den Eltern zurückkam und mich vor vollendeten Tatsachen stellte, war das natürlich ein Schock. Wir konnten unsere Probleme aber klären, sie gab mir noch eine Chance und blieb wie gehabt in der gemeinsamen Wohnung. Nach drei Tagen war das "Drama" vorbei. Ich kam fortan freilich ihrem Wunsch nach und zeigte ihr, dass sie eben nicht, wie von ihr angenommen, austauschbar ist. Anfangs verdrängte ich ihre Kurzzeittrennung, doch in so mancher Nacht kam sie mir eben wieder in den Sinn, was leider dazu führte, dass ich mich in der Beziehung unterbewusst wohl nicht mehr völlig fallen lassen konnte. Aus dieser Unsicherheit folgte, dass ich sie nicht immer gut behandelte (leider), wohl in der Hoffnung, damit das durch die Trennung hervorgerufene asymmetrische Verhältnis zwischen uns etwas auszugleichen. Sie sollte schlichtweg nicht das Gefühl haben, dass sie so derart wichtig für mich ist. Als sie sich nun vor etwas mehr als einer Woche unsere nun 4-jährige Beziehung endgültig beendete, konnte ich es aufgrund des bereits beschriebenen Sexlebens in den letzten Wochen kaum glauben. Auch wenn ich mir bewusst war, dass manches nicht gut läuft, hatte ich doch das Gefühl, dass sie emotional noch bei mir ist. Es fühlte sich beim Sex zumindest so an. Ihre Entscheidung traf mich also wie ein Blitz aus dem Nichts, ihre Kälte und ihr Blick auf mich und unsere Beziehung schmerzte. Für sie hatte nichts mehr einen Wert, weder unsere Basis noch so manche meiner Taten, die ihr eigentlich zeigen mussten, wie wichtig sie für mich war. Es fehlte ihr an Zuneigung und der Verbalisierung meiner Gefühle. Sie war regelrecht überrascht, wie Nahe mir die Trennung ging und hatte sich eher ein Abnicken meinerseits erwartet. Nun sitze ich da in der gemeinsamen Wohnung, vor meinen Augen ihre Möbel und ihr ganzer Krempel und fürchte den Tag, an dem sie mir kühl und sachlich schreiben wird, wann die Umzugswägen vorfahren werden. Das ich an den Tagen nicht anwesend sein werde, habe ich bereits am Tag der Trennung versichert. Doch mir schaudert vor der Rückkehr in die halbleergeräumte Wohnung. Beim wiederholten Blick in LdS ärgere ich mich natürlich unendlich über meine Dummheit. Hätte ich nur ein halbes früher mal wieder reingelesen. Schlussendlich steht am Ende dann wohl dein Satz: "Sie ist weg - also ist sie mir egal. Wer ist noch da? Euch liebe ich".
  7. Auch in deinem Posting steck viel Wahrheit. Danke dafür. Den Wunsch bedenkenlos, Frauen zu vögeln, hege ich allerdings nicht. In Summe denke ich, dass mich dieses Verhalten im schlimmsten Fall noch mehr zurückwerfen würde. Denn es ist nun mal wie du sagst, es braucht ne Weile, um ne 4-jährige Beziehung zu verarbeiten. Zudem ist anzumerken, dass ich mich vor 4 Jahren ja bewusst für meine heutige Ex-Freundin entschieden haben, sie hatte vieles, das mir gefiel und auf dem ich aufgebaut habe. Sie momentan durch x-beliebige Frauen zu "ersetzen", ist mir derzeit nicht möglich. Es mag für manche vlt. ein probates Heilmittel sein, für mich ist es das derzeit allerdings sicher nicht. Im Unterschied zu vielen anderen Geschichten hier, gab es in meinem Fall am Ende noch guten und intensiven Sex, Nacktbilder und weiteren Invest dieser Art. Ich vermisse daher nicht den Sex, sondern im Grunde die aufrichtige Liebe der Frau meiner Begierde. Und genau das, findet man leider eben nicht mal kurz um die Ecke. Auch wenn mich manche hier schon als reflektiert loben, sei euch doch versichert, dass ich das womöglich sein mag, dass mich diese Eigenschaft aber gleichsam nicht davor bewahrte, rückblickend einen großen Fehler gemacht zu haben. Meine heutige Ex trennte sich bereits erstmals nach 2 Jahren - still und heimlich während eines Kurzaufenthalts bei ihren Eltern. Sogar auf Wohnungssuche hatte sie mit dem Zutun ihrer Familie begeben. Hätte sie die Wohnung damals zufällig bekommen, wäre wir wohl nie zusammengeblieben. Mag sein, dass ich hier altmodisch denke, allerdings teilt man dem Partner in meiner Welt die Trennung mit, bevor man im Hintergrund seinen Auszug organisiert. Vor allem, wenn man gemeinsam einen Haushalt führt, in welchem gewisse finanzielle Komponenten zum Tragen kommen. Wie dem auch sei, mein Herz hing nach dieser Aktion dennoch weiterhin an ihr, während mein Geist wusste, dass ich mir von einer Frau, mit der ich damals bereits 2 Jahre ein Dach geteilt habe, mehr Charakter und Aufrichtigkeit gegenüber mir als Partner erwartet hätte. Ich habe es schlussendlich nicht mehr geschafft, mich vollends auf sie einzulassen, da ich im Grunde wusste, dass ich sie lediglich zur Fortführung der Beziehung überredete. Doch wie wir hier alle wissen, können wir niemanden dazu überreden, einen zu lieben. Was bleibt ist für mich der Umstand, dass auch der hier oft thematisierte sexuelle Invest einer Frau nur bedingt etwas über ihre wahres Empfinden verrät. Während ich mich in der Woche vor der Trennung der Nacktbilder und der Schäferstündchen kaum erwehren konnte, wurde von ihr eine Woche später eine 4-jährigen Beziehung eiskalt und ohne mit der Wimper zu zucken "weggeworfen". Abschließend möchte ich festhalten, dass ich meiner Ex nicht den schwarzen Peter zuschieben möchte. Zu einer Beziehung gehören immer zwei. Ich habe genauso viel falsch gemacht. Ich habe ihr eben nie wirklich das Gefühl gegeben, die "Eine" für mich zu sein. Vieles, was ich mir mit ihr vorstellen konnte, habe ich für mich behalten und eben nicht verbalisiert. Auch meine Taten haben ihr wohl immer wieder das Gefühl gegeben, dass sie wenig Stellenwert in meinem Leben hätte. Rückblickend frage ich mich aber dennoch, warum ich bis zum Schluss auf eine Frau gebaut habe, die mich doch eigentlich schon einmal in den Wind geschossen hatte. Hier tun sich derzeit die wahren Baustellen auf. Ernüchternd. (Gedankenstrom Ende)
  8. Da stimme ich dir zweifelsohne zu. Theoretisch stimmt der Ansatz, ohne Frage. Praktisch ist es allerdings für mich derzeit noch recht schwierig, so zu denken. Aber wie heißt es so schön, wer sich trennt, der vermisst nicht. Wer sich trennt, der streicht den anderen bewusst aus seinem Leben. Das sind Ansätze, die ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufe, auch wenn sie verdammt weh tun, aber sie entsprechen nun mal leider der Wahrheit. Dennoch surreal. Vor ein zwei Wochen legte man sich noch gemeinsam ins Bett, ich sollte sogar noch ihre Eltern besuchen, es gab bei Abwesenheit reihenweise Nacktbilder und intensiven Sex und von jetzt auf gleich heißt es, sie wolle die Beziehung nicht mehr. Sie habe schon lange gezweifelt und innerlich abgeschlossen. Der gesamte Sommer incl. Urlaub wohl nur ein Spiel, all die Jahre nichts mehr wert, die gemeinsame Wohnung muss weg und man selbst ist in ihrem Leben übrig. Klar, Mann akzeptiert, aber es ist hart, es tut weh. Dennoch Danke für eure "aufmunternden" Beiträge - sie helfen, wenn auch nur schrittweise.
  9. Danke Jungs für eure Antworten. Zu einer endgültigen Entscheidung, wie ich nun final damit umgehen soll, habe ich mich immer noch nicht durchringen können. Liegt vlt. auch daran, dass ich kein eifersüchtiger Typ mit Stalkerambitionen bin und schon während der Beziehung so gut wie nie auf irgendwelchen Social-Media-Profilen meiner Partnerin war. Einen Grund damit jetzt anzufangen, sehe ich nicht. Eine "skurrile" Art von Freundschaft ist wohl in ihrem Sinn, allerdings nicht in meinem. Ich habe Sie geliebt, wenngleich sie das nie so wahrnahm (hatte eher das Gefühl ersetzbar, austauschbar zu sein, eben nicht die "eine"); mir mit ihr 4 Jahre ein Dach und ein Bett geteilt. Umstände, die es mir nicht ermöglichen, nur ein Freund zu sein. Natürlich könnte man dann schlussfolgern, ich solle sie einfach auf FB löschen/blockieren und gut ist. Dazu ist zu sagen, dass ich die Trennung als persönliche Niederlage empfinde. Ich fühle mich in meiner Männlichkeit verletzt, denn was nun folgen wird, ist in meinen Augen ein Entwicklungsrückschritt: So wird etwa unsere gemeinsame Wohnung ausgeräumt. Was bleibt, ist ein Singlehaushalt wie in meiner Studentenzeit. Ich war stolz auf meine Entwicklung: Universitätsabschluss, guter Job und eben eine schöne Frau an meiner Seite, mit der ich mir etwas aufgebaut habe. Ich kenne Bücher a la LdS und ich weiß, dass man primär mit sich alleine zufrieden sein muss, und dass Frauen hier nur einen Bonus darstellen. Aber ich war eben stolz auf meinen Bonus, ich war stolz auf mich als Mann, wenngleich ich weiß, dass ich bei Weitem auch viele Fehler in der Beziehung gemacht habe. Die Trennung schmerzt in doppelter Hinsicht, da wir in meinen Augen eine überdurchschnittliche Grundbasis (selber Beruf, Hobbies, Lebens- und Wertvorstellungen etc.) hatten, der ich viel Bedeutung beigemessen habe. Sie offensichtlich nicht. Doch woran soll man sich selbst wieder aufbauen, wenn man realisiert, dass es einem als Mann nicht gelang, trotz dieser optimalen Vorraussetzungen, die Liebe/die Anziehung in einer Frau zu erhalten? Unterm Strich empfinde ich die Trennung als gewaltigen entwicklungstechnischen Rückschritt und schweren persönlichen Verlust. (ich weiß, sollte ich nicht.) Sie daher wie die andere Exen aus Jugendtagen überall zu blockieren, interpretiere ich derzeit als weiteren Rückschritt in diese Tage. Und etwaige weitere Rückschritte möchte ich mir derzeit einfach ersparen. Zumal ich weiß, dass keine Gefahr besteht, dass sie mir oder ich ihr schreibe. Es ist hart, das Game wieder zu beginnen, während die besten Freunde reihenweise ihre Hochzeit feiern oder ihren Sohn auf den Arm nehmen. Ich fühlte mich bei ihr angekommen. Nun muss ich mich als Mann abermals neu "(er)finden".
  10. Werte Herren, ist das Entfreunde und Blockieren der Ex bei FB für einen 30 Jähren noch "state of the art"? In meinen frühen 20ern habe ich das selbst so praktiziert, doch mittlerweile frage ich mich, ob diese Vorgangsweise noch der Teil/Weg eines "wahren" Mannes sein kann. Ich hege derzeit ein paar Zweifel und möchte ich im persönlichen Umgang mit Trennungen auch weiterentwickeln. Wie handhabt ihr das? Vor allem würde mich die Meinung jener Herrschaften interessieren, die etwa in meinem Alter sind und mit einem Mädel schon auch mal eine mehrjährige Beziehung, vlt. sogar mit gemeinsamer Wohnung am Laufen hatten. Mittlerweile kommt mir das oft angepriesene Entfreunden und Blockieren bei FB etwas gar kindisch und beleidigt vor, zumal es ja Möglichkeiten gibt, ihre Social Media Aktivitäten durch diverse Häkchen für einen selbst beinahe unsichtbar zu machen. Ganz ausblenden lässt sie sich dadurch aber leider trotzdem nicht. (Der Grund, warum ich den Beitrag hier schreibe, ist einfach der, dass hier am ehesten über dieses "Problem" diskutiert wurde. Ein eigener Thread erschien mir dafür dann doch zu weit hergeholt.)