Driftwood

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  1. Da sich meine Prioritäten nach und nach geändert haben, bin ich auf diesen alten und meiner Meinung nach sehr guten (aber für viele Mitglieder wenig sensationellen) Thread gestoßen: Generell kommt es mir so vor, als würde das Thema Social Circle im Pick Up immer nur am Rande, wenn dann auch hauptsächlich nur als Social Circle Game und nicht ausführlich behandelt werden, weil viele das Ideal haben, einfach alleine überall und in jeder Situation attraktive Frauen auf der Straße anzusprechen und zu verführen und sich somit dem langwierigen, komplexen und anstrengenden Thema mit dem sozialen Kreis entziehen zu können. Das Modell von @DerKnorr zusammengefasst: Im Thread wird der Ansatz bzw. das Mindset verfolgt, sich nicht in mehrere soziale Kreise zu integrieren, sondern seinen eigenen sozialen Kreis, nach eigenen Wünschen, Vorlieben, Interessen aufzubauen und dadurch automatisch als Mittelpunkt und soziales Bindeglied zu funktionieren. Grundvoraussetzung dafür ist es, die Menschen im eigenen Sozialen Kreis immer wieder zusammenzuführen. Das ist natürlich nur die Theorie. In der Praxis wird man sich, je nach dem wie klein der eigene soziale Kreis ist, immer auch in andere soziale Kreise integrieren oder mal reinschnuppern, um den eigenen sozialen Kreis zu erweitern. Die Frage ist eben nur: Wo stecke ich den größten Teil meiner Energie rein und mache ich dies überhaupt bewusst? Zu meiner eigenen aktuellen Situation: Ich habe die 30 geknackt, arbeite seit meiner Ausbildung in der selben Firma und bin damit auch zufrieden, wohne in einer Stadt mit ca. 160.000 Einwohnern, in der ich nicht aufgewachsen bin und in der ich auch nicht studiert habe. Ich mag Gesellschaft, wenn es in einem entspannten, vertrauten, ruhigen Vibe stattfindet. Kommerzielles 0815 Feiern und enthusiastischer Smalltalk entsprechen nicht gerade meiner Natur. Hobbies, welche wodurch ich automatisch andere Menschen kennen lerne, habe ich im Moment aus fehlendem Interesse oder körperlichen Einschränkungen nicht. Ich bin auch immer dem Ideal hinterher gelaufen, erfüllende Beziehungen mit Frauen führen zu können, ohne zu viel meiner Energie in einen lebendigen Sozialen Kreis investieren zu müssen. Ich habe ein paar mehr oder weniger tiefe Freundschaften. Manche Freunde kennen sich untereinander, zu einem großen Teil kennen sie sich aber nicht. Da ich in den letzten Jahren auch sehr viel gereist bin, hat sich dieses Mindset, überall neue Freunde finden zu können und mir nirgendwo irgendetwas aufbauen zu müssen nur noch verstärkt. Einfach gesagt: Ich habe nicht die besten Voraussetzungen, um mir einen vitalen Freundeskreis nach meinen Vorstellungen aufzubauen und diesen dann mehr als Bereicherung und weniger als unangenehme Arbeit wahrzunehmen. Trotzdem ist es möglich. Gibt es Mitglieder hier, die genau so etwas in der Praxis aufgebaut haben? Eventuell sogar aus dem Nichts und mit nicht optimalen Voraussetzungen? Ich bin echt daran interessiert, das Modell von @DerKnorr konkreter praktisch auszubauen und bestimmten Lebenssituationen anzupassen. Wenn jemand Literatur kennt, die in die Richtung geht würde mich das auch sehr interessieren. Bücher über Freunde finden gibt es wie Sand am Meer, Bücher die in die Richtung dieses Modells gehen und dann auch noch konkret werden sind vermutlich schwieriger zu finden. Natürlich sind auch Meinungen, die etwas von dem Modell abweichen, willkommen, so lange sie dem Ziel des Aufbauens eines bereichernden Social Circle beitragen.
  2. Die Sache ist halt, nicht jeder ist ein James Bond. Ich bin nicht gereist wegen der Arbeit, ich bin jeden Winter bis zu 5 Monate ins Warme gereist trotz der Arbeit und ohne kündigen zu müssen. Ich war quasi ein Backpacker, der auch einfach mal 4 Wochen in einer Großstadt in einem AirBnB Apartment wohnen und 24/7 daten konnte, wenn er mal eine Auszeit von Hostel, Strandbude und Abenteuer gebraucht hat. Lange habe ich mir die ganzen Persönlichkeitsentwicklungs- und Pickup-Mindsets eingetrichtert wie beispielsweise das James Bond Mindset von oben. Gab es Gefühle, die nicht dazu gepasst haben, hatten die keine Daseinsberechtigung (Angst, Zuneigung, Melancholie, whatever), wurden weggedrückt und durch einen vermeintlich sinnvolleren State ersetzt, der mich im Leben weiterbringt, motiviert und produktiv ist. Von Natur aus war ich so nie wirklich, aber das habe ich schon gar nicht mehr wahrgenommen. So gut war ich darin. Die ganzen Dopaminkicks, durch Abenteuer, Frauen, ständig wechselnde und fremde Umgebung, haben ihr Übriges zum nicht Wahrnehmen beigetragen. Das ging so lange, bis der Körper auf einmal schwach wurde, nicht mehr mitgemacht hat. Da konnte ich noch so hart an meinem Mindset arbeiten, die Realität, meine Realität, hat mich wieder auf den Boden zurückgeholt. Den Lifestyle konnte ich so lange aufrecht erhalten, wie ich stark und gesund war... keine Abhängigkeit von niemandem. Neue Leute kann ich jeden Tag kennenlernen und Frauen sowieso. Nach harten 1,5 Jahren muss ich mich gerade komplett neu orientieren und musste einfach einsehen, dass es in meinem Leben mehr geben muss als nur coole, unabhängige, Alphamindsets. Natürlich ist es für mich wichtig meinen eigenen Werten treu zu bleiben, mein eigenes Ding zu machen, mich nicht zu verbiegen. Ich habe allerdings auch eingesehen, dass es sich nicht jeder leisten kann komplett auf die Gesellschaft und ihre Werte zu scheißen und dass es um so schwerer ist mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, um so weiter weg man vom Mainstream oder eben irgendeinem Stream ist. Abgesehen können genau diese eingetrichterten "positiven" Mindsets, dazu führen, dass man sich verbiegt, auch wenn es nach außen hin gegenteilig wirkt. Das hat jetzt alles nichts mit der Wohnungsgeschichte zu tun, aber es war mir wegen mancher Posts wichtig meine Sichtweise und Situation mal verständlich zu machen. Das soll außerdem nicht heißen, dass diese Mindsets nicht für andere funktionieren. Ich habe Freunde, die meine Werte akzeptieren und teilweise teilen. Die sind aber verstreut und wohnen nicht alle in meiner Stadt, so dass ich jeden Tag mit denen abhängen kann. Außerdem schlafe ich nicht mit denen 😄 Wie schon geschrieben fühle ich mich selbst nicht so 100% wohl in meiner Wohnung, gerade weil ich es momentan schwer einschätzen kann, ob alleine die Größe meiner Wohnung Frauen, die sonst gut passen würden, verscheuchen kann. Mein Ziel ist es nicht mehr so viele junge Frauen wie möglich kurzzeitig zu bangen. Ändern werde ich sowieso was an der Wohnung, jetzt wo ich mich "niederlasse". Die Frage ist nur, muss es wirklich eine größere Wohnung sein, weil es für viele gute Frauen in meinem Alter einfach ein No Go ist (wegen dem, was eben mit einem Mann der mit 30 in einer kleinen 1 Zimmer Wohnung wohnt, verbunden wird) oder ist das den meisten eher egal und die, für die es wirklich ein No Go wäre, würden sowieso nicht zu mir passen? Eine paar reflektierte weibliche Meinungen wäre auch mal interessant, aber die gibt's wohl nur im Cats Forum.
  3. Danke für die Antworten. Ich muss mich erstmal entscheiden, ob eine kleine 1 Zimmer Wohnung generell weiterhin in Frage kommt oder ob ich es grundsätzlich ausschließe. Wenn ich mich für die Wohnung entscheide, dann werde ich sie nach und nach besser einrichten und eventuell auch einen Thread dazu eröffnen. Momentan spiegelt sich eben nichts darin wieder außer praktische Funktion, Sauberkeit und eventuell meine Vorliebe für die Farbe grün und wenn ich in eine größere Wohnung ziehen würde, dann lohnt es sich nicht die kleine Wohnung noch besser herzurichten. Zu mir würden weder Soziale Arbeit Petra noch Banker Sandy langfristig passen. Wenn ich mit einer Freundin zusammenziehen, dann natürlich in eine größere Wohnung mit ordentlicher Küche 2 Zimmer + Wohnzimmer usw., solange die Freundin ihren Anteil an der Wohnung zahlt. Alleine für mich brauche ich das nicht, aber ich habe halt gemerkt, wie man manchmal auf Grund von Schmuck, Auto, Wohnung etc. in eine Verdienstschublade gesteckt wird. Ich glaube das vermeintliche Gehalt spielt auch eine Rolle in Bezug auf Attraktivität und ich habe das Gefühl , dass es oft anhand von den genannten Äußerlichkeiten eingeschätzt wird. Ich denke die Wohnung ist knapp 30m² klein. Ein Zimmer mit Küchennische, ein kleines Bad und ein kleiner Abstellraum.
  4. Ich bin momentan nicht so ganz zufrieden mit meiner Wohnung. Ich für mich bin schon zufrieden so lange ich alleine darin wohne, aber ich habe immer negative Gedanken, wenn es darum geht, dass Leute die ich noch nicht so gut kenne in die Wohnung kommen. Vor allem wenn eine neue Frau zum ersten mal in die Wohnung kommt. Ich bin die letzten Jahre sehr viel gereist und habe gelernt über Monate aus einem Rucksack zu leben. Wenn ich mal in Airbnb Apartments war, habe ich gemerkt, dass ich gar keine große Wohnung für mich selbst brauche und habe neue Prioritäten gesetzt. Ich hatte damals nach einer Reise genau einen Monat Zeit um eine neue Wohnung zu finden. Jetzt habe ich eine 1 Zimmer Wohnung mitten im Zentrum einer schönen Universtitätsstadt, welche auch viele Touristen anlockt, umgeben von Natur. Mit Zentrum meine ich wirklich, dass es keine zentralere Wohnung in der Stadt gibt und ich trotzdem innerhalb von 5 Minuten im schönen, ruhigen Wald bin und Wandern kann. Egal ob Kleidung, Haushaltswaren, Lebensmittel, durch die Alstadt oder am Fluss entlang laufen, ich kann überall innerhalb von 5 Minuten zu Fuß sein. Die Wohnung ist hell und relativ ruhig. Die Wohnung ist allerdings auch klein, sehr klein. Als ich mal etwas über eBay Kleinanzeigen verkauft habe und der Käufer zwei Kinder mitgebracht hat, meinte der kleine Junge ob ich ein Student sei. Kinder können so schön ehrlich sein :) Als ich in der großen und extrem schön eingerichteten Wohnung von einer Freundin und ihrem Partner war, kamen in mir schon Zweifel im Bezug auf meine eigene Wohnung und meinen Lebensstil auf. Auch wenn ich diesen Lebensstil bewusst gewählt habe, ist es einfach schwer wenn der Großteil der Gesellschaft diesen Lebensstil gefühlt als minderwertig ansieht. Ohne einen Freundeskreis, der die Werte teilt, macht es manchmal einsam. Was mich davon abhält eine größere Wohnung zu suchen: Ist mir zu viel Arbeit schon wieder umzuziehen :D Mit meinen Werten und Zielen geht es einfach nicht klar, mehr als 1/4 vom Gehalt für die Warmmiete zu zahlen. Die Lage wird definitiv schlechter werden. Ich würde es in erster Linie nur machen, um mich wieder mehr an die Werte der Gesellschaft anzupassen. Um einen besseren Eindruck bei anderen zu hinterlassen. Auch um eine Chance bei den Frauen zu haben, bei denen mich Wohnen in einer "Studentenbude" mit 30 Jahren disqualifiziert. Vor allem zu den letzten beiden Punkten würden mich reflektierte Meinungen und nicht nur nachgesprochene Mindsets aus irgendwelchen Büchern und Foren ala "Scheiß drauf was andere denken", "Arbeite an deinem "Inner Game" usw. interessieren. Ich stehe jetzt vor der Entscheidung, meine aktuelle kleine Wohnung besser einzurichten und zu gestalten, so dass ich mich wohler fühle, wenn ich Menschen einlade, die ich noch nicht so gut kenne oder in eine größere Wohnung zu ziehen. Momentan ist es nicht nur die Größe, die mich im Bezug auf die "Vorzeigbarkeit" stört, sondern auch, dass ich kaum was aus der Wohnung gemacht habe. Ist zwar sauber und ordentlich, aber einfach nur auf Funktion eingerichtet. In der kleinen Wohnung bleiben und aus ihr das beste herausholen oder gleich in eine größere Wohnung umziehen? WG hatte ich schon zwei mal und ich habe mich momentan bewusst dagegen entschieden.