Aroso

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  1. Danke für eure Antworten soweit, ich wollte ungern von mir erzählen, um hier nicht die Stimmung runterzuziehen. Einige Erfahrungen der letzten Jahre: Vereine: Die Vereinskultur ist ja leider im Niedergang zu sein, aber ich hatte mal einen gefunden, der noch existierte und die Sache interessierte mich auch. Die Leute dort waren allerdings allein an der Vereinsarbeit interessiert und nicht an einem weitergehenden persönlichen Austausch. Aber kann sicherlich schon funktionieren, wenn unter den Mitgliedern jemand passendes - am besten noch im ähnlichen Alter - dabei ist oder es obendrein noch ein schönes Gruppengefühl gibt. Facebook: War früher besser, mittlerweile finde ich die Seitenstruktur sehr unübersichtlich, allein schon um Gruppen in meiner Nähe zu finden. Am besten wohl einfach zu den Events hingehen und die Erwartungen niedrig halten. (Eine Veranstaltung zu vegetarischem Essen entpuppte sich da schnell als Psychotreff für Essgestörte.) Und ja, internetbasierte Gruppentreffen ziehen leider bevorzugt introvertierte Nerds an, mit denen ich gar nichts anfangen kann. Meetup: Viele als soziales Event getarnte Webe- (, Verarsche-) und Verkaufsveranstaltungen. Aber wede ich im Auge behalten, muss man schauen, ob man da eine Art Benachrichtigungsfilter einstellen kann um rechtzeitig Bescheid zu wissen. VHS-Kurse: Seltsamerweise wurde da nach Veranstaltungsende immer schlagartig die Flucht ergriffen. Hatte da mal mit einem die Nummer ausgetauscht, er hat aber danach nie geantwortet. Einen Kontaktausbau via Schneeballsystem fände ich toll, habe ich aber noch nie gehabt. Interessant, dass niemand das Nachtleben genannt hat. Habe darüber ein paar oberflächliche Kontakte gehabt, waren leider von der Sorte unzuverlässig und/oder drogenabhängig. Das wären so einige meiner Erfahrungen, ist wie gesagt weitgehend ernüchternd verlaufen. Man muss sich wohl immer wieder aufraffen, neuen Mut schöpfen und am besten die Erwartungen sehr niedrig halten. Wenn ihr weitere persönliche Erfahrungen empfehlen könnt, gerne her damit.
  2. Manche Leute meiden ja den Kontakt zu anderen und fühlen sich als "Eigenbrödler" zufrieden. Ich gehöre allerdings zu der Gruppe Menschen, denen der Austausch mit anderen gut tut, was ich aber (leider) erst jenseits der 30 entdeckt habe. Daher versuche ich seit einigen Jahren Bekannte und Freunde zu gewinnen, was mir aber nicht recht gelingt. Insofern stehe ich bis auf eine Handvoll lose Bekanntschaften bei Null. Ich bin in der Sache ziemlich ratlos und deshalb neugierig, wie bei euch Bekanntschaften und Freundschaften im mittleren Alter zustande gekommen sind - jenseits von Beruf und Freunde-über-Freunde. --- Noch ein paar weitere Gedanken dazu, wer weiterlesen möchte --- Als Gemeinsamkeit zwischen dem Thema und Pickup sehe ich, dass man im Laufe eines Aufeinandertreffens vom Small-Talk den Bogen schlagen muss zu einem dauerhaften Kontakt. Das wiederum bedingt insbesondere bei Männerkontakten zumeinst einen gemeinsamen Zweck: Wenn man beim Minigolfspielen ins Gespräch kommt, liegt es nahe, dass man sich eben zum gemeinsamen Minigoldspielen verabredet (und nicht zum Spazierengehen) und damit eine Bekanntschaft aufbaut, aus der eine Freundschaft entstehen kann. Bei Gruppentreffen, die per se wiederkehrend sind (Sportkurse, Vereinsabende), sehe ich die Schwierigkeit darin, aus einem Gruppenkontakt den Schritt zu einem persönlichen Kontakt herzustellen. Insgesamt ist der Aufbau eines "Social Circles" nach Schule und Ausbildung deutlich schwieriger als davor, weil die Leute schon ihre Bekanntschaften haben oder schlichtweg mit Beruf und Familie be- oder gar ausgelastet sind. Der Themenkomplex fehlende Freundschaften und Einsamkeit unter Männern mittleren Alters scheint auch gesellschaftlich weitgehend tabuisiert zu sein - es ist sozusagen nochmal die Steigerung des Tabus Einsamkeit. Die wenigen Artikel und Ratgeber, die es dazu gibt, bauen bei näherer Betrachtung zumeist auf falschen Gegebenheiten auf, etwa dass man bereits mit Ehefrau und Kindern lebt, oder entpuppen sich als verkapptes Stricken von Geschäftsbeziehungen (siehe Dale Carnegies vermeintlichen Klassiker "Wie man Freunde gewinnt"), was doch oftmals auf ein Quid-pro-Quo hinausläuft und somit eine gesunde Freundschaft ja gerade nicht ausmacht. Soweit meine Ausführungen an dieser Stelle. Am liebsten wären mir wie gesagt eure konkreten praktischen, hilfreichen Erfahrungen in dieser Sache.