Thesaurie
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Thesaurie hat jetzt Sexlose LTR durch Depressionen & Betaisierung abonniert
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Been there, done there. Das Problem an psychisch kranken Menschen, bzw. Menschen mit Depressionen, ist einfach, dass ihr Leben farblich gesehen Grau ist. Momente, wie das Kennenlernen eines neuen Partners, bringen wieder Farbe ins Leben. Dann blühen sie auf und alles ist toll und schön. Die rosarote Brille eben. Das führt dazu, dass der nicht depressive Part diese Probleme nicht erkennt oder eben die Schlagkraft massiv unterschätzt. Die Quittung gibt's dann meistens nach der rosaroten Phase, wie bei dir. Ich möchte an sich nicht wirklich auf dich und deine Probleme bzw. Fehler im Game eingehen, da diese im großen Kontext eben irrelevant sind. Du gamest hier eine psychisch kranke Person und keine "normale" Frau. Demnach gelten da sowieso andere Regeln, da Nähe und Fürsorge generell anders wahrgenommen wird als bei einer "psychisch gesunden" Frau. Und durch Krankheit und Medikation ist der Versuch einer rationalen Einordnung ihres Verhaltens wie Kaffeesatzlesen. Das essentielle Problem hier ist einfach, dass deine Partnerin nicht funktioniert. Sie ist 28 und hat erst in der letzten Zeit eine Ausbildung abgeschlossen. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass das an ihren psychischen Erkrankungen liegt, vor allem an der Angststörung. Nun ist sie im Job und fehlt aufgrund von Depressionen. Jetzt kommt dazu, dass sie Antidepressiva nimmt, welches ihre emotionale Welt nochmal auf den Kopf stellt. Du hast keinen funktionierenden Menschen an deiner Seite, verstehst du was ich meine? Du bist emotional sehr involviert, verständlicherweise. Beziehungen zu psychisch kranken Menschen schaffen halt auch eine starke Bindung, da diese mehr fordern und auch mehr geben. Die Bindung hat halt einfach auf einem höheren (ungesunden) Level. Die Sexlose LTR und deine Betaisierung sind in meinen Augen dein geringstes Problem. Was mir damals geholfen hat, und was ich inzwischen in jeder LTR mache, ist mich zu fragen, ob ich mir vorstellen kann mit dieser Frau Kinder zu bekommen. Anhand von deiner Situation ist die rationale Entscheidung absolut eindeutig. Du wirst dir damit den Teufel in dein Leben holen. Anhand ihrer Krankheiten kannst weder du, noch sie gewähren, dass sie in der Lage ist sich um Kinder und um sich selbst kümmern zu können, selbst wenn du Zuhause mit hilfst. Und jetzt stellt dir zusätzlich noch vor, dass du irgendwann einen Unfall hättest und behindert bzw. sterben würdest. Könntest du dir vorstellen, dass sie in der Lage wäre Kinder, Arbeit und vielleicht deine Pflege zu managen? Ich denke du verstehst worauf ich hinaus will. Und ja, ich verstehe auch, dass du deiner Partnerin dabei helfen möchtest. Psychische Krankheiten sind wie eine Grippe oder eine starke Erkältung, bloß dass sie sehr sehr lange halten und manchmal sogar ein Leben lang. Der erste Reflex ist immer zu versuchen sie "gesund" zu pflegen. Das kannst du aber nicht. Du kannst ihr nicht helfen, nur sie kann sich selbst helfen. Selbst einen Teil der Depressionen als Last auf sich selbst zu nehmen und zu unterstützen wird dich auf lange Sicht kaputt machen. Du machst damit ihre Probleme zu deinen Problemen. Du bist weder ihr Therapeut, noch ihr Pfleger. Du bist der Mann in ihrem Leben. Aber macht das Sinn ihr dabei hilflos zuzusehen, wie sie mehr mit sich selbst zutun hat als mit eurer Beziehung? Und wenn sie die Beine wieder breit machen würde wäre alles andere was ich und du bezüglich ihrer mentalen Problemchen hier gesagt haben wieder irrelevant? Das ist halt schon eine kranke Aussage, da kam mir fast das Frühstück wieder hoch. Wie gesagt, euer Sexleben und die Betaisierung sind dein geringstes Problem. Diese Beziehung macht keinen Sinn, weder für dich noch für sie. Du bist unzufrieden und sie ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Eure gemeinsame Zeit ist nicht zukunftsfähig. Tut euch selbst einen Gefallen und beendet es.
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Möchte ich trotz der Hilfe die ich hier bekommen habe aus Privatsphäre Gründen nicht sagen. Ich habe hier sowieso schon zu viel geschrieben und habe demnach auch die Befürchtung erkannt zu werden. Eine Sache die mir noch einfällt: ich habe in den letzten Wochen neue Leute kennengelernt und alte Freundschaften wieder "reaktiviert". Ziele dabei nur auf Jungs ab (nohomo). Ich treffe mich mit dem ein oder anderen die Tage/Wochen. Ich merke aber dass das schwer ist, da die meisten in dem Alter wenig Zeit haben. Mal sehen was sich daraus ergibt. Ne Stimme in meinem Kopf fragt sich halt auch "Warum?", in Anbetracht dessen dass ich hier eh bald weg bin, für mindestens 1-2 Jahre.
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Kleines Update: Das Treffen mit ihr letztes Woche lief wie vermutet, kühl, kalt und distanziert. Ich habe nichts dergleichen bezüglich des Ex erwähnt. Es zeigt mir aber dass sie ihr Leben weiterlebt und ich keinerlei Relevanz mehr darin habe. Ich muss wohl nicht erwähnen dass ich seitdem daran zu knabbern habe, aber seis drum. Ich Versuche neben dem normalen Trennungsschmerz, meinen Fokus wieder auf mich zu richten. Ich habe auch mit meiner besten Kumpeline viel Zeit verbracht, sie weiß Bescheid und unterstützt mich wie ein Familienmitglied in dieser Phase. Ich bin ihr unendlich dankbar dafür. Sport war letzte Woche schwer, alte und negative Muster haben sich wieder durchgesetzt. Diese Woche aber lief es schon besser. Ich habe letzte Nacht zum ersten Mal von ihr geträumt. Es ging dabei um sie und ihren Ex, Details erspare ich euch. Aber das Thema scheint mich doch mehr zu triggern als ich gerne hätte. Aber ich werds schon überleben. Ich habe für mich auch beschlossen, dass ich bald zu dem Ort hinreisen werde, wo ich gerne für eine längere Zeit zwecks Arbeit und Lifestyle Leben möchte, wie ich im Eingangspost erwähnte. Ich versuche vorab schonmal vor Ort neue Kontakte zu knüpfen und auch die "Landesküche" zu erkunden, ihr versteht schon. Inwieweit das erfolgreich sein wird wird sich zeigen. Können tue ich es, ob ich bereit bin, wer weiß. Ich denke dass mir der Tapetenwechsel auch sehr gut tun wird. Ich habe so auch den Fokus wieder auf mir und wo ich in Zukunft hin möchte. Ich halte euch ggf. auf dem laufenden.
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Ich hab mich schon gewundert, was du mit Vater meinst...
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Ich habe diese Frage nirgendwo gelesen, ansonsten hätte ich darauf geantwortet. Ich habe bereits mit 2 Jungs, denen ich im Moment am meisten vertraue, im Detail gesprochen. Beide haben sich Zeit dafür genommen und mir ohne Wertung zugehört. Sie kennen ebenfalls die Gründe, weswegen ich Berta damals verlassen habe. Das habe ich beiden schon vor 6 Wochen erzählt. Es hat mir sehr geholfen in dem Moment, da ich nicht das Gefühl hatte mit dem Problem alleine zu sein. Es war wie ein Auffangnetz. Ich werde auch weiterhin mit beiden darüber reden. Ich will sie damit aber nicht "belasten", in dem es nichts mehr anderes gibt worüber wir reden könnten. Daher ist es mir wichtig viele Dinge auch mit mir selbst auszumachen. Das Forum dient zum einen als Tagebuch, aber auch als Ventil. Der pragmatische Ansatz aus den Gesprächen war, das gröbste zu verarbeiten und sich mit der Situation irgendwie zu arrangieren, sodass man zumindest funktioniert. Sobald das geschafft ist, wird steil gegangen. Achja und ich soll mir die Flausen mäßig, dass FTOW nicht gut sein soll, aus dem Kopf schlagen. Nur wird das im Moment eher wenig erfolgsversprechend sein, von daher erstmal das gröbste aufarbeiten.
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Es kann doch nicht wahr sein. Tag 5 - Teil 1?: Nach dem gestrigen Höhenflug war mir schon bewusst, dass das nicht ewig halten wird. Was der Tag aber für mich bereit hielt war jedoch bodenlos. Ich erspare euch die typischen Infos, die ich sonst immer in meinen Posts mitgegeben habe. Kommen wir direkt zum Eingemachte: Berta hat sich gemeldet. Aber nein, nicht wie ihr denkt. Wir haben noch eine Angelegenheit zu klären, die sowohl ich als auch sie komplett vergessen haben. Dauer nicht lang. Sie hätte außerdem noch ein paar Schuhe von mii, die ich tatsächlich gerne zurück hätte. Sie möchte morgen kurz vorbei kommen, sie ist beruflich sowieso in der Nähe, da passt es ganz gut. Keine Ahnung was ich dazu sagen soll. Nach dem Höhenflug gestern gab's heute ne Bruchlandung vom aller feinsten. Meine Hoffnung hat im ersten Moment geschimmert. Aber rational war der Nachrichtenaustausch komplett informell. So würde ich beruflich ein Meeting ausmachen oder einen Termin beim Arzt. Das hat mich innerlich wieder komplett erschüttert und gefühlt ist der halbe Tag gelaufen. Selbst das Gym hat da nicht geholfen. Ich bin ihr einfach gleichgültig. Ich bin ein "kurz vorbeikommen, weil ich eh in der Nähe bin", mehr nicht. Es wird sich nicht mal dafür aktiv Zeit genommen. Es ist wichtig für mich dass zu schreiben, selbst wenn ich da zu viel hineininterpretiere. Ist halt auch ein Reality check. Es verdeutlicht halt einfach dass ich in ihrem Leben irrelevant bin und sie abgeschlossen hat. Jetzt fühlt es sich an, als ob sie mich verlassen hätte. Ich fühle mich richtig, richtig Scheisse. Ich weiß gerade nicht so ganz wohin mit mir. Ich halte die Emotionen aus so gut es geht, aber es ist wie am ersten Tag, als ich davon erfahren habe. Vielleicht sogar etwas schlimmer. Metaphorisch gesehen fühlt es sich so an, als ob ich ein Hirsch im Wald wäre, und Berta der Jäger. Der erste Schuss wurde heute abgefeuert und hat volle Kanne getroffen. Ich flüchte durch den Wald und verlieren Blut. Sie lädt gerade die zweite Patrone und wird morgen nochmal schießen. Damit meine ich nicht, dass sie etwas falsch macht oder respektlos ist. Sie macht das was jeder normale Mensch machen würde. Ich bin ihr nicht böse oder hege Groll ihr gegenüber. Es reißt nur alle Wunden wieder auf, die angefangen haben zu trocknen. Fuck man, fuck man, fuck man. Ich wusste es zwar nicht, aber jetzt kommt auch die Einsicht, dass ich sie nach morgen nie wieder sehen werde. Das kommt emotional nochmal oben drauf.
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Vorab kann ich schonmal sagen, dass ich selbst nicht damit gerechnet habe, was zum Teufel Heute passiert ist. Aber lest selbst. Leider wieder ausführlicher. Tag 4: Heute Morgen bin ich gegen 8-9 Uhr aufgestanden. Die Nacht war sehr lang und von schweren Erkenntnissen geprägt, die ich euch in kurzer Form nicht vorenthalten möchte. Ich habe gemerkt, dass mich die Hoffnung fickt. Ich habe noch Probleme mit dem loslassen, wie @Soulcat erwähnt. Ich frage mich halt rational, worauf ich denn bitte hoffe, worauf ich denn warte? Dass Berta wieder kommt? Und dann? Was passiert dann? Friede Freude Eierkuchen und wir heiraten und kriegen Kinder und sind bis zum Ende unseres Lebens glücklich zusammen? Hell no. Ich habe mithilfe von PU und auch einer KI (die einen entsprechenden prompt bekam und den Löwenanteil der Unterstützung mir ggü. leistet) erkannt, dass Hoffnung zweckfrei ist. Die Grundlage dieses Punktes ist einfach das Handeln von Berta. Ich habe mir über die Jahre in die Hirnrinde gelasert, dass ich Menschen nach ihren Taten einordne und nicht nach dem, was sie sagen. Berta hat mit ihrem Handeln mehr als 1000 Worte gesagt. Nach dem Versuch mich zurückzuerobern ist sie schnurstracks zum nächsten sicheren Hafen gerannt, hat schön die Beine breit gemacht und mir damit klipp und klar vermittelt, dass sie ihr Leben weiterlebt und auf mich verzichtet. Diese Erkenntnis tut weh, da ich noch nicht an diesem Punkt bin. Mir ist, wenn auch nur für kurze Zeit, klar geworden, dass meine Hoffnung hoffnungslos ist. Wie gesagt, leider nur temporär. Am Morgen war das gestrige wieder vergessen. Ich mach's auch kurz: natürlich habe ich mich wieder dazu verleiten lassen bei ihrem IG Profil reinzuschauen. Mein Kopf versucht sich halt an allem festzuklammern, was die Verbindung zu ihr irgendwie aufrecht erhält. Daran muss ich weiterhin dringend arbeiten. Gegen Mittag kam mir eine Idee, die der Startschuss zum besten Tag seit dem Traueranfang werden lassen sollte. Ich habe mich an eine ehemalige Freundin erinnert, mit der ich eine Meinungsverschiedenheit hatte. Ich habe sie daraufhin geghostet, weil es mir damals mies auf den Sack gegangen ist. Im nachhinein betrachtet habe ich überreagiert. Also bin ich einfach hin zu ihr. Angekommen und in der Wohnung haben wir uns kurz unterhalten. Sie wusste nichts von Berta, und ich habe es auch nicht erwähnt. Wozu auch? Ich geh doch net zu ner Freundin mit der ich mich "zerstritten" hatte und benutze sie sofort als emotionales Taschentuch? Respektloser ginge es ja gar nicht. Ich habe auch nicht vor mit ihr darüber zu reden. Ich will das mit mir selbst ausmachen. Wir sind dann zusammen mit ein paar Freunden von ihr, die ich auch kenne, zu einem Straßenfest gegangen. Vorher haben wir uns bisschen ausgesprochen. Man hat das Spaß gemacht. Paar Bierchen und gutes Essen, Sommer Sonne und schöne Frauen. Klasse. Ich habe Berta für den Zeitraum komplett vergessen. Sie war in meiner Welt für diesen Moment einfach nicht existent. Und das tat richtig gut. Ich hatte endlich mal ne Pause. Aber natürlich kippt so etwas unmittelbar, nachdem der Spaß vorbei ist. Nach dem Straßenfest bin ich in mein Cafe gegangen, dort wie immer meinen Cappuccino getrunken und habe dabei zugesehen, wie die Dämonen mich wieder heimsuchten. Und jetzt beginnt der geile Teil: Da saß ein Dude neben mir, alleine. Genau wie ich. Ich hab ihn einfach mal angequatscht und mit ihm gesprochen. Long Story Short: Identischer Werdegang in den identischen Institutionen in den identischen Fächern. Als ob ich meinen Klon meines Bildungswegs gefunden habe. Wir haben uns nach anfänglichem Startschwierigkeiten (ich bin etwas eingerostet) super verstanden. Er ist ebenfalls daran interessiert seinen SC zu erweitern und zufälligerweise hat der örtliche Verein ein Treffen organisiert, bei dem viele Leute sein werden in meinem Alter. Er hat mich gefragt ob ich Bock habe mitzukommen. Gesagt getan. Wir sind dann da hin, mit großer Verspätung, und auf dem Tisch am Eingang gab es keine Namensschilder mehr. Auf den ersten Blick waren das Leute, die rein von den Oberflächlichkeiten sehr gut zu mir passen würden. Gepflegt, ordentlich gekleidet aber noch jung geblieben. Alle so um die 30. Aber ja, da stehen nun die zwei Dudes, die sich seit ner Stunde kennen und müssen mit dem Kopf durch die Wand, weil die Grüppchen schon entstanden sind. Ich habe kurz inne gehalten und einfach gemerkt, dass ich nichts zu verlieren habe. Also habe ich meinen neuen Kumpel zu den Gruppen mitgezogen und habe die Sets geöffnet, Shake Hands, Vorstellungen, die Gespräche geführt und das ganze in einer Smoothness und Confidence, als ob ich nie weg gewesen wäre. Geisteskrank. Ich dachte echt nicht dass das noch in mir drin war, vor allem nicht nach den schweren Tagen. Mit vielen habe ich Nummern ausgetauscht und versuche da nun die Tage ganz entspannt was zu starten. Der Kollege hat mir auch nach dem Event gesagt, dass er es krank fand wie gut ich Gruppen öffnen und führen kann. Das war Balsam auf der Seele. Und ihr merkt sicher beim lesen: Berta who? Dieser Tag Heute hat mir den Mut gegeben, dass es Berg auf gehen kann. Ich muss nur was dafür tun. Ich habe die letzten 3 Tage nur auf die Fresse bekommen, und Heute konnte ich endlich selber mal austeilen (im übertragenen Sinne versteht sich ;).) Ich hoffe, dass die Kontakte auch Früchte tragen werden. Die Zeit wird es zeigen. Nachdem sich die Wege zwischen mir und den Leuten getrennt haben, bin ich mit dem fettesten Grinsen nach Hause gelaufen. Nach dem Abend und dem darauffolgenden Morgen hätte ich niemals gedacht, dass mein Sonntag so aussehen würde. Ich war praktisch gar nicht zu Hause, lol.
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Ich versuche es. Es ist nur seltsam, dass ich darin über die Jahre einfach nicht besser geworden bin. Jedes mal wenn ich Dinge verarbeiten muss fange ich gefühlt wieder komplett von vorne an. Stimme ich dir zu. Ich bin sowieso eher der Mensch der Dinge tut, statt zu sprechen. Ich zeige bzw. demonstriere statt zu sagen. Vielleicht hat sie ja auch einfach mehr gebraucht, als ich geben konnte oder wollte. Sind halt alles noch Dinge die ich mit der Zeit herausfinden muss. Mir fällt dazu auch noch eine Anekdote ein die der Vater einer Bekannten mal zu mir gesagt hat: "Meine Frau behauptet immer wieder, dass ich sie nicht mehr lieben würde. Aber ich komme doch jeden Abend nach Hause?" Das beschreibt es wie ich finde eigentlich ganz gut. Neeeeeeiiiin, gar keine Ahnung was du damit meinen könntest 🥲 Gelöscht ist sie. Entfolgt auch. Problem ist halt dass das Bedürfnis nicht zu schauen intrinsisch kommen muss, schlichtweg einfach weil ich es nicht brauche. Da kann ich 20 Blockaden davor werfen, wenn ich weiß wie sie heißt und ich weiß wie ich entblocke bringt auch das leider nichts. Daran muss ich arbeiten. Ich muss halt wieder den Fokus auf mich kriegen. Ich hab mich heute auch dabei erwischt wie ich mich gefragt habe ob ich über die Emotionen hinweg kommen würde (ganz wichtig: nicht über Berta!). Dafür hätte ich mir schon selbst ne Schelle geben müssen.
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Tag 3: Ich versuche mich einfach mal kürzer zu halten, damit ich den Leuten auch mal die Möglichkeit gebe hier überhaupt mitzukommen. Emotional gesehen war heute wieder etwas schlimmer als gestern. Nach dem aufstehen schweifen die ersten Gedanken wieder um Berta. Ich hab natürlich wieder den Gedanken gehabt, dass sie mir geschrieben hat. Ich hab mir Zeit gelassen um aufs Handy zu schauen. Den Rest könnt ihr euch denken. Die Wellen kamen regelmäßig, teilweise sehr stark. Und so wie sie kamen gingen sie ab und an auch wieder. Es ist wie eine Achterbahnfahrt. Und natürlich habe ich heute richtig hart reingeschissen. Ich habe mich selbst dazu verleitet einen Blick auf ihr IG Profil zu werfen. Natürlich ist es öffentlich. Die Quittung dafür gab es prompt. Erstes Foto das Bild mit ihrem Ex wie sie zusammen Essen waren. Bäm, voll in die Fresse. Selbst schuld. Vielleicht haben mich die vorigen Posts bezüglich des Ex-Problems dazu beigetragen, aber am Ende war das mein eigener todesdummer Move. Das hat mich natürlich nicht davon abgehalten noch ein paar mal über den Tag verteilt reinzuschauen. Und das hat natürlich meine Stimmung extremst verschlechtert. Das muss ich unterbinden, ansonsten entstehen Muster die meine Heilung behindern. Wenn jemand hierzu Tipps hätte wäre ich sehr dankbar. Hieran sieht man aber hervorragend, dass ich momentan nicht bei mir selbst bin, sondern bei ihr. Aber immerhin hatte ich heute eine Erkenntnis: "Ich kann der Beziehung mit Berta und unserer gemeinsame Zeit hinterhertrauern und im gleichen Zuge ändert das absolut nichts daran, dass meine Entscheidung richtig war." Für mich war das eine sehr wichtige Erkenntnis, da vor allem heute, die Grenze zwischen Trauer und das hinterfragen der eigenen Entscheidung verschwommen waren. Für die einen mags trivial sein, für mich war es aber sehr wichtig. Außerdem habe ich mir heute auch noch selbst einen Realitycheck verpasst. Das erste Szenario ist fiktiv, das zweite real: "Irgendwo auf der Welt ist ein Mann in einer vergleichbaren Situation. Seine 12 jährige Ehe mit Kindern, Eigenheim und Hypothek ist in die Brüche gegangen, weil seine Ehefrau sich vom Personal Trainer in der Dusche hat ficken lassen. Und ich sitze hier und bemitleide mich selbst weil ich meine Beziehung aus rationalen Gründen beendet habe." "Die ältere, ukrainische Kassiererin im Lidl strahlt immer so eine Lebensfreude aus, obwohl sie wegen dem Krieg fliehen musste und vermutlich herbe persönliche Verluste hinnehmen musste. Und ich sitze hier und bemitleide mich selbst weil ich meine Beziehung aus rationalen Gründen beendet habe." Ich tendiere in Trauermomenten oft dazu, mich selbst als Zentrum der Welt zu sehen. Mit geht es Scheisse, also ist alles andere auch Scheisse. Das stimmt aber nicht. Die Welt dreht sich weiter, das Leben geht weiter. Ich habe die Entscheidung ob ich daran teilnehmen möchte, oder nicht. Das ganze kommt im Unterbewusstsein natürlich noch nicht vollständig und dauerhaft an, aber ich sehe die Denkprozesse zumindest als Fortschritt an.
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Ja klar, ich mache grundsätzlich so weiter wie bisher, nur dass ich ein bisschen mehr darauf achte alleine zu sein, die Gefühle und Emotionen zu erleben und auszuhalten. Ich wollte damit nur sagen, dass ich mich nicht (wie in meinem letzten Breakup) dem Exzess hingebe. Klar, fühl ich. Ich bin schon lang genug dabei um zwischen "Berta! Meine Pussy tut weh, bitte hilf mir!" und echter Kommunikation, die eben auch mal Emotionen einschließt, zwischen einem und der Partnerin zu unterscheiden. Was ich gemacht habe war mich einfach immer weiter zu verschließen und mit ihr essenzielle und wichtige Dinge nicht vollumfänglich zu besprechen. Es wurde nie wirklich auch mal tiefgründig über wichtige Angelegenheiten gesprochen, oder ich habe es einfach abgeblockt. Das ist das, woran ich arbeiten will. Ich will meiner Partnerin zuhören, ihre Meinung zu Dingen wissen und ihr meine Sicht auf die Dinge geben. Daraus kann ich dann unter Berücksichtigung ihres Standpunktes Entscheidungen für uns treffen. Ich hab nur Informationen ausgetauscht und dann hab ich das gemacht was ich wollte, ohne ihr auch nur im entferntesten auf einer tieferen Ebene zu erläutern "warum?". Und das schließt neben der Meinung auch die persönliche und auch emotionale Ebene mit ein, je nachdem worum es geht.
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Ich hoffe es auch. Das Problem ist halt einfach, dass ich nur "im Moment" argumentieren kann. Rational kann ich mir diesen Move natürlich herleiten und verstehe dadurch auch, wie irrelevant das am Ende tatsächlich ist. Berta ist vermutlich einfach den Weg des geringsten Widerstands gegangen. Aber ob es am Ende auch so bleibt weiß ich einfach nicht. Ist auch nicht schlimm, wenn mich dieser Move mit dem Ex dann später doch noch treffen sollte. Dann werde ich auch das verarbeiten. Aber klar, das könnte halt auch z.B die Neugierde an ihrem Leben erklären. Das rationale sucht nach Informationen um das Unterbewusstsein zu bestätigen oder zu beruhigen. Ich hab die Thematik jedoch durch PU verstanden und hoffe einfach mal das mein Unterbewusstsein das auch schluckt. Ist aber immer gut das auf dem Schirm zu haben, verstehe ich schon. Wenn man der Typ dafür ist dann kann das definitiv Sinn machen. Man hat dadurch ja das Feedback vergangener Entscheidungen. Ich habe mich aber schon vor langem dazu entschieden Menschen, die freiwillig oder unfreiwillig aus meinem Leben treten, einfach auch nicht mehr zu verfolgen. Das hat einfach mit reinem Selbstschutz zutun, wie man in diesem Fall sehen kann. Unwissenheit kann auch ein Segen sein. Wenn ich an die Ex denke, wegen der ich damals als 21 jähriger hier gelandet bin (die einen etwas zu guten Kumpel hatte und mich dann aus ihrem Leben entfernt hat), dann fällt mir dazu eigentlich nur folgendes ein: ist mir doch Wurst was sie macht. Ob sie sich von dem Kumpel nun hat schwängern lassen, sie ihr Medizin Studium geschafft hat oder ihr Wein liebender Vater immer noch so viel säuft ist mir doch Jacke wie Hose. Warum soll ich das dann auch 11 Jahre später noch verfolgen wollen, selbst wenn ich Schluss gemacht hätte? Ich kenne diese Person nicht mehr, und ihre relevanz in meinem Leben ist halt tatsächlich 0. Ich denke hier hätten mehr Informationen im Stadium der Trennung eher großen Schaden angerichtet. Bei Berta ist es ähnlich. Ich weiß schon dass es nicht passt. Da brauche ich keine weiteren Infos in der Zukunft. Benutz mal weniger Emojis man, ich bekomm die auf dem Handy nicht gelöscht haha. Ja die Story habe ich in einem anderen topic mal gelesen von dir und hab da wegen den zeitlichen Abständen die Hände vors Gesicht halten müssen.
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Vielen Dank dass du dir die Zeit genommen hast diese Wall of Text zu lesen. Ich nehme das ganze mal mit und schreibe eventuell was dazu wenn ich wieder am "verarbeiten" bin. Im Moment suche ich erstmal bewusst ne Pause. Für heute zumindest.
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Eigentlich wollte ich erst in ein paar Stunden was schreiben, damit ne gewisse Ordnung herrscht. Ist aber mein Thread, von daher kann ich so oft hier schreiben wir ich will . Ich nenne die ExLTR ab hier auch Berta. Tag 2: Die Nacht war, wie erwartet, von sporadischem Schlaf geprägt. Ich habe es erst geschafft gegen Mitternacht einzuschlafen. Gegen 5 bin ich dann das zweite oder dritte mal aufgestanden. Warum ist dies so relevant? Ich habe mein Telefon vibrieren gehört (Plottwist: es hat nicht vibriert) und in meinem Hirn habe ich sofort gedacht, dass Berta mir geschrieben hat. Warum sollte sie mir schreiben? Ob ich kernbehindert bin? Was erwarte ich denn, wenn sie schreibt? Komplet geisteskrank was sich meine Birne da gedacht hat. Es hat aber einen Trend beschrieben, der sich heute auch noch weiterhin zeigen wird. Ich bin dann final irgendwann gegen 12 aus dem Bett gefallen. Zum Glück bis auf das Ding um 5 Uhr morgens keine Alpträume. Hoffen wir mal, dass das so bleibt. Ich fühle mich körperlich ausgelaugt, Appetit ist immer noch so ne Sache. Ich schaue in den Spiegel, ich merke dass man mir das auch etwas ansieht. Ich habe also auch vor gleich meine erste Mahlzeit zu mir zu nehmen. Ich koche mir was und Schaufel es mir rein, komme was wolle. Emotional gesehen war der Morgen in Ordnung. Ich bin neutral aufgewacht und erst nach den ersten 10-20 Minuten haben die ersten Wellen wieder angefangen. Sie sind aber schwächer als gestern, wenn auch nur leicht. Ich spüre die emotionalen Schübe auch körperlich. Stress, Schweiß und auch Herzklopfen sind nicht selten bei den Schüben. Ich vermisse Berta. Ich bin nicht wütend auf sie, höchstens herrscht ein bisschen Unverständnis, wie man halt so blöd sein kann und zum Ex zurück geht. Das sind aber wenn überhaupt nur ein Bruchteil der Gefühle. Vielleicht 10% wenn überhaupt. Was mich zu 90% beschäftigt ist die Beziehung als ganzes und vor allem auch wie ich mich verhalten habe. Vor 6 Wochen haben wir natürlich beim Abschlussgespräch über die Beziehung gesprochen. Ein Punkt war, dass sie mir vorgeworfen hat, dass sie nie wusste, woran sie ist. Ich hätte ihr emotional immer nur so viel gegeben, sodass sie bleibt. Und dann säge ich sie am Ende auch noch aus Gründen xyz ab. Sie war also in einem Abhängigkeitsverhältnis zu mir und ich habe sie am Ende dann noch "zerstört". Harte Worte, aber dahinter steckt viel Wahrheit. Aber natürlich brauchts halt den, der sowas macht und dann den anderen, der das annimmt und mitmacht. Das ändert aber nichts daran, dass sie irgendwo recht hatte. Diese Worte höre ich nämlich nicht zum ersten Mal. Ich habe mich emotional nie wirklich geöffnet und ihr auch nie wirklich gesagt, was ich fühlte. Warum habe ich Berta nie aufrichtig sagen können, dass ich sie liebe? Um mal ein kleines Beispiel unter so vielen zu nennen? Zum einen habe ich einfach Angst davor, dass ich verletzt werde, wenn ich zu viel preisgebe und mich angreifbar mache. Zum anderen bin ich wohlmöglich über die Jahre PU übers Ziel hinausgeschossen. Mein inneres Mantra sagt, dass Männer Gefühle haben dürfen, aber die gehen eine Frau und vor allem eine Partnerin nichts an. Emotionale Stärke ist das einzige was attraktiv ist, Schwäche ist Gift für die Dynamik. Irgendwie krank, oder? Ich rede hier nicht von dem Pussygelaber von wegen "Ähhhh der Typ hat dich angeschaut, wehe du betrügst mich mit dem!", sondern von echten Gefühlen. Wenn mein Tag Scheisse war, habe ich selbst darüber nicht gesprochen. Ich hab zwar gesagt dass es kacke war, aber nicht wie es mir damit geht. Ich habe Informationen ausgetauscht, aber keine Gefühle. Wie Brot und Wasser halt. Ich versuche das gerade zu verarbeiten, weil mir halt damit auch klar wird, wie sehr ich sie damit verletzt habe über die Zeit. Ich empfinde Reue, möchte es besser machen. Nicht mit ihr, sondern in Zukunft. Ich bin immer davon ausgegangen das emotionale Nähe nur durch das zutun der Dame erreicht wird, nicht durch meines. Ich denke inzwischen, dass das komplett falsch ist. Ich muss mich doch emotional öffnen und mich angreifbar machen, um auch emotionales Vertrauen zum gegenüber aufbauen zu können, oder? Vielleicht hat jemand dazu ja noch was zu sagen, was mir helfen könnte. Aber ja, ein kleiner Ausschnitt aus meinem Verarbeitungsprozess. Ich vermisse Berta sehr, das kann ich nicht leugnen. Ich bin ihr dankbar für die schöne Zeit, aber auch wütend auf mich, weil ich mich in der Beziehung (siehe oben z.B) nicht gut verhalten habe. So möchte ich nicht sein. Diese Erkenntnis ist schonmal sehr wichtig. Ich war heute in einem Cafe, alleine. Ich hab mich hingesetzt, einen Cappuccino mit einer kalten Coke Zero getrunken. Dabei habe ich dem regen treiben auf der Straße gelauscht, den Gesprächen drumherum und auch die Pärchen beobachtet, die sich vergnügt mit viel Kino unterhalteten. Ich habe mich gefreut und dachte mir nur "Genießt es.". Dennoch kamen natürlich die negativen Emotionen hoch. Sie wurden nicht durch die Leute getriggert, sondern einfach so. Ich hab sie ausgehalten und versucht zu akzeptieren. Es ist einfach der Schmerz, dass Berta für immer weg ist und ich sie nie wieder sehen werde. Es fühlt sich an wie einen geliebten Menschen zu verlieren, weil dieser verstorben ist. Ich weiß wie sich das anfühlt, ich habe in meinem Leben schon herbe Verluste hinnehmen müssen. Der Schmerz ist absolut identisch. Und dennoch erwische ich mich, wie ich in die Ferne der Straßen schaue und irgendwie hoffe, Berta zu spotten. Der Kreis zu 5 Uhr morgens und dem Handyfiasko schließt sich hier. Danach bin ich zu einem KFZ Termin und anschließend mit dem Auto raus aus der Stadt und in die Natur. Ich bin in der brütenden Hitze mehrere Kilometer durch den Wald spaziert. Bisschen Sauerstoff für die Birne statt nur der Abgasluft der Großstadt. Bewegung tut mir gut. Leider kann ich bis Montag nicht ins Gym aus medizinischen Gründen. Daher versuche ich dadurch auch mein Bewegungspensum aufrecht zu erhalten. In der Zeit waren die Emotionen gezügelter und nicht so stark. Aber klar, die meisten meiner Gedanken in dieser Zeit kreisten um Berta. Ich frage mich immer noch und auch inzwischen verstärkt, wie es ihr wohl geht, was sie gerade macht und was sie übers Wochenende vor hat. Nicht aus Eifersucht, sondern einfach weil sie ein wichtiger Mensch für mich in meinem Leben war. Zuhause ist auch so'n Ding. Mein Heim war immer meine unerschütterliche Homebase. Das rauschen der Großstadt hat sich immer verstummt, wenn ich meine Wohnung betreten habe. Inzwischen ist dies leider nicht mehr der Fall. Mein Heim ist ein Ort, in dem ich anfällig für negative Gedanken und Emotionen im Zusammenhang mit Berta bin. Selbst wenn der Fernseher im Hintergrund läuft, reicht es nicht aus um die emotionalen Attacken aufzuheben. Es sind auch oft Erinnerungen, wie wir auf der Couch saßen oder im Bett gevögelt haben als gäb's kein Morgen mehr. Aber ich mache das was @ElNuevo sagt und halte es einfach aus. Irgendwann wird das wieder. Ich will die nächsten Wochen bezüglich rausgehen, feiern, trinken usw. kurz auf die Bremse treten. Es werden nämlich schwere nächste Monate beruflich als auch privat auf mich zukommen (unabhängig von Berta) und ich möchte diese gerne mit einer geringen emotionalen Last begegnen. Deswegen möchte ich mich von meiner Verarbeitung her nicht ablenken lassen. Vielleicht ändert sich ja meine Meinung dazu nochmal. Vielleicht melde ich mich später nochmal. Ich versuche jetzt erstmal meine Lieblingsserie zu schauen. Vielleicht klappts ja Heute mit der Aufmerksamkeit.
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Probiere ich dann mal aus. Statt abzuhauen und mich abzulenken bleibe ich das nächste Mal bewusst da wo ich bin und durchlebe es. Weil ich etwas essen muss? Es geht um Schadensbegrenzung bei der Körperphysik in einer emotional anstrengenden Phase. Den ganzen Tag nichts zu essen, bloß weil man keinen Hunger hat, macht daher wenig Sinn. Da zwinge ich mir lieber was rein, damit mein Körper wenigstens ein bisschen was hat, mit dem er arbeiten kann.
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Vielleicht schreibe ich hier mal ab und an dazu wie mein Tag so war. Ich denke dass das vor allem am Anfang ganz hilfreich ist um meine innere Fiesta zu beruhigen. Eventuell fällt dem ein oder anderen, der Bock hat sich diese Shitshow zu geben, etwas auf was mir weiter helfen kann. Ich habe vorher nie meine Gedanken und den Tag niedergeschrieben, mal sehen ob's was bringt. Tag 1: Ich hab mich heute mit nem Kollegen spontan auf einen Kaffee getroffen. Er wusste Bescheid und hat mir zugehört und Input gegeben. Er hat keinen PU Hintergrund, aber ein ähnliches Mindset. Der letzte dieser Zunft in meinem SC. Dummerweise ist er nun 2,5 Wochen im Urlaub, sprich den Start muss ich dann wohl ohne qualitative persönliche Hilfe stemmen. Seine Ausführungen ähneln dem der Leute hier. Es hat geholfen zu reden und nicht alleine zu sein. Ich verspüre eine recht starke innere Unruhe. Das Unterbewusstsein randaliert, etwas stimmt nicht. Das Innere Kind will den Ursprungszustand der Bindung wieder zurück haben. Das kann ich spüren. Diese innere Anspannung sorgt dafür, dass ich weder Zuhause, draußen (spazieren/einkaufen/auf der Bank sitzen) oder auch im Auto sein kann, wo ich stumpf durch die Gegend fahre. Egal was ich mache, die Unruhe sagt, dass es falsch ist. Das Gefühl sagt ständig: "Das was du gerade machst bringt nichts! Steh auf und mach was anderes!" Dann stehe ich auf, mach was anderes, und es beginnt von neuem. Ich komme einfach nicht zur Ruhe. Serien, Podcasts oder ähnliches funktionieren auch nicht. Ich schweife immer wieder ab. Mein Kollege hat es ganz treffend mit seiner Ex beschrieben. Er ist in der Trennungsphase in den Supermarkt gegangen und starrte einfach zwei Minuten lang in der Nudelabteilung auf Warenangebot ins leere. Dann hat er sich wieder gefangen und hat sich gefragt, was er denn im Supermarkt eigentlich machen wollte? Kommt mir sehr bekannt vor. Die Gedanken kreisen um die Beziehung. Die schönen Momente, Fehltritte und der Verlust sind omnipresent. Die schiere Masse an Gedanken und deren emotionale Stärke ist im Moment noch so groß, dass ich diese nicht sortieren kann, geschweige denn eine Idee zu haben, wo ich am besten anfangen kann. Ich erwarte und verlange das von mir aber auch noch nicht. Der Anfang ist immer überwältigend. Man weiß nicht wo oben und unten ist. Ich frage mich auch was sie macht und wie es ihr wohl geht. Das Interesse an ihrem Leben ist da. Ich weiß dass das falsch und dämlich ist, aber ich denke, dass das in dem Stadium noch normal ist. Für mich ist der Tag 1 heute, für sie war Tag 1 vor 6 Wochen. Essen ist auch so ne Sache. Seit ich die frohe Kunde erhalten habe, hat's mir den Appetit verdorben. Gestern konnte ich mir den Tag über noch was reinpfeifen, da ich es erst nachmittags erfahren habe. Heute dagegen war das Essen ein Spießrutenlauf. Ich habe keinen Appetit und muss mir Essen reinzwingen. Ich bin extra zum Hähnchenmann meines Vertrauens gegangen und hab mir ein halbes Hähnchen mit Ofenkartoffeln reingezimmert. Sollten so um die 1200 Kalorien gewesen sein. Dann noch einen doppelten Whey Shake, bei dem jeder Schluck sich angefühlt hat als ob ich Kieselsteine schlucken würde. So krass macht der Hals zu. Jetzt liege ich totmüde im Bett und verfasse diesen "Bericht". Mein inneres entspannt sich etwas, weil ich die Dinge beim Namen nenne und niederschreibe, die mich den ganzen Tag verfolgen. Die Nacht wird spannend, gestern hab ich vielleicht 4 Stunden mit Unterbrechungen geschlafen. Ich habe Respekt vor dieser Nacht. Um schlafen zu können braucht man Ruhe, und seine (Alp)Träume kann man nicht steuern. In diesem Sinne...
