Chris1x

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  1. Ich habe inzwischen auch akzeptiert, dass sich Dinge ab den 30ern verändern. Nicht jeder ist mehr so verfügbar wie früher. Bei mir selbst merke ich das auch: In meinen 20ern war ich die übelste Partysau, aber heute habe ich ehrlich gesagt kaum noch Spaß am Feiern. Auch Zocken oder ähnliche Sachen reizen mich nicht mehr wirklich. Ein- bis zweimal im Jahr zwinge ich mich noch auf ein Festival (war früher das Oberhighlight des Jahres) - was mit Familie zu Hause jedes Mal ein riesiger organisatorischer Aufwand ist. Arbeite gerade viel mit Affirmation, um mein Mindset wieder zu stärken. Egal - ich versuche gerade über Apps wie BFF und auch über die KiTa neue, passende soziale Kontakte aufzubauen. Aus meinem alten Freundeskreis werden sicher ein paar bleiben - nämlich die, die sich auch von sich aus melden und mit denen ich mehr Gemeinsamkeiten habe als nur zusammen zu trinken. Wie macht ihr das eigentlich? Wie findet oder baut ihr neue Freundschaften auf, wenn ihr in euren 30ern seid? Und noch eine Frage: Kennt ihr diese Leute, die nie fragen, wie es einem selbst geht? Man fragt sie, wie es ihnen geht, aber sie kommen nie auf die Idee, die Frage zurückzustellen. Davon kenne ich einige. Ich finde das eine ziemlich eigenartige Eigenschaft.
  2. Generell habe ich das Gefühl, dass viele Menschen so sehr von ihrem Alltag gestresst sind, dass sie das Wesentliche aus den Augen verlieren. So traurig es auch ist, werde ich deshalb einige Leute einfach ziehen lassen und versuchen, über Vereine, die Kita oder andere Wege neue Kontakte zu knüpfen. Wirkliche Freundschaften zu schließen finde ich allerdings ziemlich schwierig. Sie brauchen viel Zeit, um zu wachsen, und es muss auch vieles zusammenpassen. Zu meinen Geburtstag kommen seit Jahren die gleichen 10 Leute aber die Hälfte davon sehe ich entweder nur 1x im jahr auf diesen Geburtstag oder ggf. noch einmal mehr im Jahr.
  3. Ich leide tatsächlich ein bisschen unter einem schlechten Gedächtnis und ich hatte den Beitrag nicht wiedergefunden. Paar Sachen hatte ich auch schon umgesetzt (Social Cirlce über KiTa und BFF aufbauen) aber mir fehlt wieter das Verständnis selbst für enge Freundschaften, wo das dann nur von mir kommt. Mit den anderen Beitrag (Seth11) habe ich zwar kommentiert, weil das gut passt, aber den Thread selbst hatte ich nicht erstellt.
  4. Moin zusammen, ich bin Mitte 30, seit 14 Jahren mit meiner Frau zusammen, wir haben eine dreijährige Tochter und haben ein schönes Haus in Hamburg. Insgesamt bin ich relativ zufrieden mit meinem Leben. Was mich aber beschäftigt: Mein soziales Umfeld ist in den letzten Jahren deutlich kleiner geworden. Ich habe noch ein paar gute Freunde, wir fahren z. B. ein- bis zweimal im Jahr gemeinsam auf Festivals oder machen mal einen Wochenendtrip. Im Alltag fällt mir aber auf, dass die Initiative für Kontakt fast immer von mir kommt. Wenn ich mich melde, antworten die Leute auch - aber von sich aus meldet sich kaum jemand. Selbst bei engen Freunden. Ich habe das auch schon angesprochen und sogar mal getestet, was passiert, wenn ich mich nicht melde. Dann passiert oft einfach gar nichts. Deshalb meine Fragen an euch: Wie oft habt ihr Kontakt zu euren Freunden? Wer ergreift bei euch meist die Initiative? Wie oft seht ihr euch real? Wie geht ihr mit Freunden um, die sich nie von selbst melden? Habt ihr mit Mitte 30 noch neue Freundschaften geschlossen – und wenn ja, wie? Mir ist ein aktives soziales Umfeld wichtig, aber ich habe auch keine Lust, ständig allen hinterherzulaufen. Ist das normal in unserem Alter oder läuft das bei euch anders? Bin gespannt auf eure Erfahrungen.
  5. Ich habe das Gefühl, dass 95 % der Kontakte nur noch von mir ausgehen. Selbst Menschen, die unsere Freundschaft früher „eng“ genannt haben, reagieren oft nicht mehr – oder erst nach mehrfachen Nachrichten. Von eigenständigen Vorschlägen, mal was zu machen, ganz zu schweigen. Das ist für mich mega enttäuschend, zumal wir früher echt viel zusammen unternommen haben – von Festivals über Ausflüge bis hin zu Urlauben. Heute: fast nix mehr. Unterm Strich fühle ich mich oft so, als hätte ich nur noch ein bis drei wirklich enge Freunde. Wichtig dazu: Ich arbeite Vollzeit und bin Vater – meine freie Zeit ist also begrenzt, und ich muss gut schauen, wo und wie ich Freizeitaktivitäten unterbringe. Ich habe schon einiges ausprobiert (z. B. Tischtennis, Badminton), was am Ende doch nicht meins war. Ich werde jetzt weiter testen, mich bei Meetup/ähnlichen Plattformen anmelden und mich zusätzlich mit „Das Kind in dir muss Heimat finden“ inkl. Arbeitsbuch beschäftigen. Trotzdem fühlt es sich hart an, dass das, was man sich über Jahre aufgebaut hat, plötzlich so wenig trägt. Das macht mich frustriert und – ganz ehrlich – manchmal auch einsam, obwohl ich Familie habe. Was ich mir vorgenommen habe: Energie dorthin geben, wo Resonanz ist. Nicht mehr dauernd hinterhertexten. Nach 1–2 Versuchen loslassen. Klare Einladungen mit Termin statt „man könnte mal“. Also: Datum, Uhrzeit, Ort – und wer mag, sagt zu. Neue Räume suchen: Meetup, Sport-/Lauftreffs, Brettspielabende, Kurse/Workshops, ehrenamtliche Projekte, Eltern-/Vätertreffs. Realistische Zeitslots planen: kurze, planbare Formate (z. B. 60–90 Min nach Feierabend, Lunch-Treffen, früher Lauf am Wochenende), kinderfreundliche Aktivitäten (Spielplatz-Kaffee, gemeinsame Ausflüge), und nur so viel vornehmen, wie wirklich in Job & Familie passt. Selbstwert pflegen und Mobbing in der Kindheit und Jugend aufarbeiten Kleiner, stabiler Kern > großer Chat-Verteiler. Lieber 2–3 verlässliche Kontakte als 20 „Geister“. Mir ist klar: Lebensphasen ändern sich, Prioritäten auch. Ich will niemandem böse sein – ich möchte nur aufhören, mich selbst zu verbrennen und stattdessen tragfähige Verbindungen aufbauen.
  6. Hallo zusammen, ich bin neu hier im Forum und wollte einfach mal meine aktuelle Situation teilen – vielleicht gibt es ja jemanden, dem es ähnlich geht oder der ein paar gute Tipps hat. Ich bin Mitte 30, verheiratet, habe ein kleines Kind und lebe ein grundsätzlich stabiles Leben – Haus, Job, Familie, alles da. Trotzdem fühle ich mich seit einiger Zeit innerlich ziemlich leer und einsam. Mein Freundeskreis ist im Laufe der Jahre immer kleiner geworden. Früher hatte ich vielleicht fünf bis sieben richtig gute Freunde, heute sind es nur noch zwei, mit denen ich wirklich regelmäßig Kontakt habe. Viele alte Freundschaften sind einfach im Sande verlaufen, obwohl ich immer viel investiert habe. Ich hatte eine ziemlich harte Kindheit und Jugend mit viel Mobbing, wodurch ich sehr lange Probleme hatte, soziale Kontakte aufzubauen. Ich habe mich dann intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt – Bücher wie „Wie man Freunde gewinnt“ oder „Models“ von Mark Manson haben mir echt geholfen, mein Mindset zu verändern. Ich bin gereist, habe studiert und in der Zeit viele tolle Menschen kennengelernt. Trotzdem haben sich fast alle Kontakte über die Jahre verloren. Was es auch nicht einfacher macht: Mein Verhältnis zu meinen Eltern und Schwestern ist leider sehr angespannt und oberflächlich. Wir haben zwar Kontakt, aber es fehlt die Nähe, das Vertrauen, das familiäre Miteinander, das ich mir immer gewünscht hätte. Dadurch fehlt mir auch dieses stabile familiäre Netz im Hintergrund. Über meine Einsamkeit rede ich eigentlich nur mit ganz wenigen Menschen – meiner Frau und meinem engsten Freund. Den meisten anderen gegenüber behalte ich das für mich, weil ich einfach nicht ständig jammern oder „bedürftig“ wirken will. Außerdem ist es unglaublich frustrierend, dass die meisten sich nie von selbst melden. Ich bin fast immer derjenige, der schreibt: „Lass mal wieder was machen“ – und dann kommt entweder gar nichts oder nur eine halbherzige Ausrede. Irgendwann will man auch nicht mehr hinterherlaufen. Wenn ich an meine 20er zurückdenke, dann war das mit Abstand die beste Zeit meines Lebens. Ich war viel unterwegs, habe viel gefeiert, neue Leute kennengelernt und das Leben einfach intensiv gespürt. Ich hatte damals ein starkes Selbstbewusstsein, war offen, frei, neugierig – und habe in dieser Zeit auch viele Frauen kennengelernt und verführt. Mit etwa 24 habe ich dann meine heutige Frau kennengelernt, und seitdem sind wir zusammen. Diese wilden, intensiven Jahre waren aber prägend – und manchmal sehne ich mich genau nach diesem Gefühl von Lebendigkeit und Abenteuer zurück. Ich bin beruflich Systemingenieur – hat super gute Konditionen, aber ehrlich gesagt irgendwie nicht das wahre. Glaube ich bin über die vielen Jahre beruflich in die falsche Richtung gegangen. Bin relativ arm aufgewachsen und habe mich dann immer nur danach entwickelt, wo ich am meisten verdienen kann... Früher habe ich Rugby gespielt, aber der Verein hat sich aufgelöst. Seitdem fehlt mir dieser regelmäßige soziale Kontakt total. In meiner Freizeit fahre ich gerne Fahrrad, gehe laufen und interessiere mich außerdem sehr für „nerdige“ Themen wie Fantasy, Geschichte, das Universum, alte Kulturen und solche Dinge. Ich merke aber, dass es schwierig ist, Menschen zu finden, die ähnliche Interessen haben und mit denen man wirklich auf einer Wellenlänge ist. Ich hatte auch schon depressive Phasen, weil ich einfach merke, dass mir etwas fehlt. Ich will wieder mehr Freude und Leidenschaft im Leben spüren, eine Vision haben, etwas, das mich wirklich begeistert – und Menschen um mich, mit denen man was unternimmt, lacht, redet, einfach lebt. Mich würde interessieren: In welchen Vereinen oder Gruppen habt ihr gute Erfahrungen gemacht, um Freunde oder Gleichgesinnte kennenzulernen (vielleicht etwas mit Sport, Natur oder Persönlichkeitsentwicklung)? Gibt es Jobs oder Tätigkeiten, wo man automatisch viel mit Menschen in Kontakt kommt, die offen und inspirierend sind? Und generell: Wie habt ihr es geschafft, euer Leben wieder „auf die Bahn“ zu bringen, wenn ihr mal das Gefühl hattet, festzustecken? Würde mich echt über ehrliche Antworten und Erfahrungen freuen. Danke fürs Lesen! 🙏