Roué

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  1. 1. Es kann sein, dass du ihr Aussehen überschätzt und seines unterschätzt, wodurch der physische Attraktivitätsabstand dann weniger groß ausfällt als von dir behauptet. 2. Ist der von dir wahrgenommene physische Attraktivitätsunterschied wirklich wie beschrieben ausgefallen, dann erfüllt sein Aussehen ihre (unbewussten) Minimalkriterien und er hat eine für sie sexuell anziehende Körpersprache oder es kann das zutreffen, was ich in meinem vorherigen Beitrag über "ihr Typ" formulierte. 3. Wie ebenfalls dargelegt: Für Kurzzeit-Beziehungen (SNL/SDL, Affären) geht es weitgehend nur um die sexuelle Anziehung. Interpersonale Anziehung ist bei durchschnittlichem Betragen weniger wichtig und Status kann mitunter vollkommen unwichtig sein. Hinzu kommt die relative sexuelle Attraktivität der Anwesenden innerhalb einer Location. Das heißt, wenn sie DTF war und die übrige Auswahl ist noch unattraktiver als der von dir genannte "Südländer-Typ", dann steigen seine Chancen mit ihr ein sexuelles Verhältnis eingehen zu können, solange er nicht völlig durch ihr Raster fällt.
  2. Mein Senf zu dem Thema, den ich hier schon ein paar Mal abgegeben habe lautet, auf Grundlage des momentanen Standes der wissenschaftlichen Forschung zu Attraktivität und Partnerwahl, wie folgt: - Sexuelle Anziehung ist weitgehend durch Aussehen (Gesicht, Körperbau, Styling) und Körpersprache (Mimik, Gestik, Stimme) gegeben. Wir können von "Gesamterscheinung" sprechen. Umso besser es um die sexuelle Anziehung aufgrund der genannten Kriterien bestellt ist, desto höher wird im statistischen Durchschnitt für einen Mann die Chance sein mit Frauen die im Vergleich zu ihm weniger oder ähnlich sexuell anziehend sind ein sexuelles Verhältnis einzugehen. Ausnahmen, das heißt Frauen die sexuell attrakiver sind als der jeweilige Mann, bestätigen die Regel. In diesen Fällen ist der konkrete Mann aufgrund phänotypischer oder sonstiger (unbewusster) Gesamterscheinungs-Kriterien einfach "ihr Typ". - Interpersonale Anziehung hängt von deinen Handlungen in Form von Sozialkompetenz ab, also ob ein Mensch einen anderen Menschen sympathisch findet. - Romantische Anziehung ist eine Mischung aus sexueller und interpersonaler Anziehung. - Für Kurzzeit-Beziehungen (SNL/SDL, Affären) ist größtenteils sexuelle Anziehung wichtig. - Für Langzeit-Beziehungen ist sexuelle Anziehung nicht unwichtig, aber der Mann muss diesbezüglich lediglich den (unbewussten) Minimalstandard der jeweiligen Frau erfüllen, und die Eigenschaften welche interpersonale Anziehung ausmachen sind je nach Frau wichtiger oder unwichtiger. Es kommt darauf an worauf sie je nach individueller Präferenz ihre (unbewusste) Gewichtung legt. - Frauen orientieren sich für Kurzzeit-Beziehungen tendenziell an Männer die ähnlich sexuell attraktiv oder attraktiver sind als sie selbst. Weitgehend ist es in diesen Fällen ausreichend den ungefähren statistischen Durchschnitt an Eigenschaften für interpersonale Anziehung mitzubringen. Für Langzeitbeziehungen ist die sexuelle Anziehung im statistischen Durchschnitt weniger wichtig, solange der (unbewusste) Mindesstandard erfüllt ist, dann ist die interpersonale Anziehung ist wichtiger. - Der Anziehungsbegriff ist seitens der Pickup-Community oftmals ungenau definiert und sexuelle Anziehung, interpersonale Anziehung, romantische Anziehung als auch Status und die Unterscheidung zwischen Kurrzeit- wie Langzeitkriterien werden oftmals durcheinandergeworfen und nicht differenziert. - Der Statusbegriff ist vielfach schwammig verwendet, aber weitgehend geht es dabei um Beliebtheit in einer Gruppe bzw. innerhalb eines sozial-kulturellen Milieus und Geld bzw. Kontakte die dir Aktivitäten sowie gemeinsam verbrachte Zeit in Lokalitäten erlauben, die von dem jeweiligen sozial-kulturellen Milieu als hoher Status definiert werden und Kontakte zu anderen Menschen die in diesem sozial-kulturellen Milieu als hoher Status gelten ermöglichen. Sexuelle Anziehung kann innerhalb einer Gruppe bzw. eines sozial-kulturellen Milieus als "Status" definiert werden, aber wenn wir über "harten Status" in Form von Beliebtheit und Geld reden, dann ist dieser eher für potenzielle Langzeitbeziehungen wichtig. "Indirekte Quasi-Prostition" (siehe Gold-Digger) durch "harten Status" ist ein anderes Thema.
  3. Sehe nicht, wo die Definitionen stark abweichen würden. Es war einzig die Frage, ob zu einer Manipulation auch der Wille, ein Abhängigkeitsverhältnis herbeizuführen dazugehört. Das ist umstritten, und insoweit gehe ich inzwischen mit, dass es oftmals Bestandteil einer Manipulation ist, es aber nicht sein muss. @Karkan hat schließlich die Definition geliefert, die es trifft. Wir schreiben an dieser Stelle aneinander vorbei. Zumindest erscheint es mir so. Ich erwähnte lediglich den Umstand, wie viele Pickup'ler meinen, "Attraction aufbauen" zu müssen. Es wäre zu klären, ob wir von sexueller oder interpersonaler bzw. romantischer Anziehung reden. In der Forschung zu Attraktivität und Partnerwahl sind das nämlich unterschiedliche Formen. Der Konsens lautet dort bisher: Sexuelle Anziehung lässt sich per Handlungen nur wenig bis gar nicht erzeugen, interpersonale bzw. romantische Anziehung umschreibt das, was wir in der Alltagssprache weitgehend mit dem Begriff der Sympathie benennen, und diese ist weitgehend von Handlungen abhängig. Kurzum: Die meisten Pickup-Systeme arbeiten mit undurchschaubarem Vorgehen, um mit einer Frau Sex haben zu können. Aus diesem Grund sind sie zielorientiert. Die Denkweise lautet: "Wie kann ich A optimal ausführen, damit sie B macht?". Das ist das genannte Performance-Mindset. Eine ähnliche Kritik lässt sich auch bei Dr. Robert Glover und Mark Manson nachlesen. Das ist löblich. Bekanntermaßen gibt es ja innerhalb der PU-Szene unterschiedliche Perspektiven auf das Thema. Meine Kritik wendet sich weitgehend an Verfechter des "Structured Game". Die "Natural Game"-Fraktion ist von den genannten Kritikpunkten etwas weniger betroffen.
  4. @platin., deine Geschichten klingen wie der Alltag von Hank Moody und Giga-Chad in einer Person. Wie gesagt, wenn das alles stimmt was du beschreibst, dann gehörst du zu der Minderheit derjenigen Männer, die einfach nur im Raum stehen müssen und sich aussuchen können mit welcher Frau etwas laufen wird. Wenn du anprechen und eskalieren kannst, dann hast du alles was du brauchst.
  5. Darüber kann man diskutieren, aber vermutlich hast du recht. Ich denke jedoch, dass die Absicht der Handlung nicht völlig egal ist. Was aber vielleicht nur daran liegt, dass viele Menschen eine bewusste Beeinflussung mit versteckten Absichten erst dann als manipulativ empfinden, wenn ein für sie als negativ empfundenes Ergebnis herauskommt. Ist das Ergebnis für sie positiv, dann würden viele gar keinen Manipulationsvorwurf vorbringen. Das mag aber nur daran liegen, dass wir alle der Wahrnehmungsverzerrung unterliegen, positiv bewertete Ergebnisse unserem "freien Handeln" zuzuschreiben und negativ bewertete "schlechten Einflüssen". Es ändert dennoch nichts daran, dass eine bewusste Beeinflussung mit verschleierten Absichten eine Manipulation darstellt. Fraglich, ob Make-up und High Heels als Manipulation eingestuft werden können. Vielleicht eine Frage der Graduierung, wie sehr ihre Styling-Persona von ihrem natürlichen Aussehen abweicht. 😋 Ansonsten bezieht sich Manipulation ja auf Handlungen. Wer sich und anderen gegenüber ehrlich ist, wird jedoch wissen, dass die Verbesserung von Aussehen und Körpersprache als auch die Orientierung an Charakterstärken der nachvollziehbaren Absicht folgt, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, mehr oder tiefere Beziehungen aufbauen und pflegen zu können. Es gibt zwar genug Menschen, die behaupten, sie würden das alles "nur für sich selbst tun" aber das ist dann eine Frage der mangelnden Reflexion und Ehrlichkeit. Auch ein Flirt stellt eine bewusste Beeinflussung dar, jedoch ist die Absicht in diesem Fall durchsichtig, weshalb es sich nicht um eine Manipulation handelt. Es ist ja völlig in Ordnung, mit Menschen zu spielen, solange sie um das Spiel wissen. Erst dann können sie ja auch kooperativ mitspielen.
  6. @platin., für deine Erfahrungen, sofern sie nicht auf Einbildung basieren, gibt es aus einer naturalistischen Weltsicht nur diese Erklärungen: Du bist sehr überdurchschnittlich aussehend und/oder hast eine magnetische Tiefenentspanntheit, die im Bevölkerungsdurchschnitt äußerst selten vorkommt.
  7. Bezüglich dieser Punkte stimme ich dir zu. Das ist zu pauschalisierend. Dennoch sind die Punkte nicht zu 100% falsch. Dem stimme ich ebenfalls zu. Die Debatte, ob Attraction erzeugt werden kann, hängt von der Definition ab, was wir unter Attraction verstehen bzw. was diese ausmacht und inwiefern diese per Handlungen erzeugt werden kann. Ich denke, die Pickup-Community verwendet die Begriffe unsauber und schmeißt sie durcheinander, so dass ein falsches Bild dessen entsteht, was möglich ist. Du schreibst, es ginge nicht darum zu unterhalten, aber "eher Interesse zu wecken". Das ist genau der Punkt, den ich mit "für Unterhaltungswert sorgen" meinte. Dahinter steht eben die Denkweise, es müssten erst einmal Sprüche und Handlungen präsentiert werden, die für die Frau interessant genug sind, damit sie "einen nicht völlig wegignoriert". Das ist jedoch eine Perspektive, die niemand einnehmen würde, der einfach nur abchecken will, ob die fremden Leuten, mit denen er Kontakt aufnehmen will, mit einem kompatibel sind. Der Begriff Manipulation wird oft schwammig verwendet und irgendwie mit bewusster Beeinflussung gleichgesetzt. Das ist m.E. aber nicht ausreichend. Denn bewusste Beeinflussung gibt es vielfach, dennoch würde mehrheitlich nicht behauptet werden, jede Interaktion sei per se manipulativ. Unter Manipulation verstehe ich eine bewusste Beeinflussung mit verdeckten Absichten und dem Ziel, ein Abhängigkeitsverhältnis herbeizuführen. Performance-Denkweise meint, dass das Verhalten ein geplanter Ablauf ist, (eben eine Aufführung/Darbietung) um ein gesetztes Ziel zu erreichen. In einem Performance-Mindset ist die Interaktion nicht prozessorientiert, sondern zielorientiert, wobei die Zielorientiertheit und das Ziel für den Menschen, der bewusst beeinflusst wird, oftmals nicht erkennbar ist. Aus diesem Grund ist eine Performance-Sichtweise auch tendenziell manipulativ. Die gibt es immer noch genügend. Vielleicht hast du einfach Glück und triffst diese Typen nie. Aber im Grunde ist die von mir beschriebene Sichtweise die ursprüngliche Mentalität der Pickup-Szene, die diese von anderen Social Skills- und Datingratgebern unterscheidet (siehe jede Form von "Structured Game" wie z.B. die Mystery Method, das London Daygame Model, Todd Valentines O.P.E.N.-System etc.).
  8. Viele Frauen finden "all diese Fragen" unromantisch, andere wiederum sehen darin kein Problem, weil sie erkennen, als erwachsene Menschen ja durchaus die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Amüsant, wenn du schreibst, eine Frage sei "je nach Formulierung manchmal sogar grenzüberschreitend" während eine ungefragte körperliche Annäherung es nicht sei. Aus meiner Sicht etwas unnachvollziehbares und verqueres Denken, aber vielleicht kannst du das ja genauer erklären. Ansonsten stimme ich insoweit zu: Zu viele Fragen kommen nicht cool. Wenn die Atmosphäre kein grünes Licht zur physischen Eskalation suggeriert, dann ist es immer noch besser, ihr zu sagen, was sie tun "soll" oder zu formulieren, was man gern hätte (Beispiel: "Wäre cool, wenn du etwas näherkommst."). Selbstverständlich alles mit einem Flirt-Vibe. Stimme ich vollkommen zu. Verabredungen mit sexuell-romantischer Absicht sollten eher gegen Abend, 1 bis 2 Stunden vor dem Sonnenuntergang angesetzt werden, nicht aufwendig sein und in der Nähe der Unterkunft, in welcher eventuell sexuell was gehen könnte, stattfinden.
  9. Wie ich in meinem vorherigen Beitrag schrieb: Es gibt keine genaue Definition von "Game". Jedoch halte ich es für Unsinn zu behaupten, jede Handlung sei irgendwie Game, da der Game-Begriff, wie er meistens benutzt wird, als Synonym für Verführung verwendet wird, und diese wiederum zielt auf eine bewusste Beeinflussung, um mit einem Menschen Sex haben zu können ab. Erst wenn diese bewusste Absichten gegeben ist, würde ich davon sprechen, dass jemand "Game anwendet". Körpersprache, Stimme und Status sind Aspekte, die zur wahrgenommenen Attraktivität beitragen und auch unabhängig davon gegeben sind, ob jemand "gamed". Es könnte höchstens behauptet werden, die Eigenschaften werden Teil des "Gamens" wenn sie jemand bewusst hervorhebt oder modelliert, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, mit einem konkreten Menschen schlafen zu können. Eine Frage der Sichtweise. Mir ging es darum darauf hinzuweisen, dass es eher die "passiven" Eigenschaften sind, über die man eben im Normalfall nicht andauernd bewusst steuert, welche den Großteil der Attraktivität eines Menschen ausmachen. Ehrlich gesagt, finde ich es ziemlich verwunderlich, dass du als Coach noch nie von diesen Wahrnehmungen gehört hast und dir das von mir beschriebene Denken und Verhalten vieler Pickup'ler nach wie vor schleierhaft zu sein scheint. Wenn du schreibst: "Attraction ist dafür da, um sich ins Spiel zu bringen", dann empfehlen die meisten PUAs erst einmal per Handlungen "Attraction zu erzeugen" indem der Mann Eigenschaften, die im Durchschnitt als attraktiv gelten, demonstrieren soll, damit die Frau überhaupt genug Interesse habe und der "Hook Point" erreicht werde. Die Denkweise dahinter lautet: "Ich muss mich von der Masse der Nebenbewerber abheben und deshalb für Unterhaltungswert sorgen, damit sie mich nicht langweilig findet." Umso besser aussehender die Frau ist, desto eher wird angenommen, man müsse eine solide "Attractionphase" durchlaufen, damit man "im Set" bleibe. Das ist gemeinhin die Denkweise, die viele Pickup-Systeme vermitteln, die zahlreiche PU'ler, die ich traf im Kopf haben, ein Grund, weshalb viele Männer auf die Pickup-Szene keine Lust haben und viele Frauen das Pickup-Mindset kritisieren: Performance-Denken und Objektifizierung des eigenen Soziallebens. Wenn du eine manipulative Performance-Denkweise ablehnst, dann scheinen unsere Positionen nicht völlig entgegengesetzt zu sein. Ich nehme an, du bezeichnest dein Vorgehen als "Natural Game"? Viele PUAs sehen das aber anders und definieren einen soliden Pickup und die Qualität des Game eben danach, wie effektiv, effizient und konsistent jemand mit überdurchschnittlich aussehenden Frauen Sex haben kann. Genau dieser systematische Fokus - und die damit verbundene Objektifizierung - mache die Definition von Pickup und Game ja erst aus.
  10. Viele denken fälschlicherweise "Game" wäre die große Stellschraube um mit Frauen sexuelle Verhältnisse eingehen zu können. Wenn wir unter "Game" spezifische Techniken zur bewussten Beeinflussung mit dem Zwecke der Wahrscheinlichkeitserhöhung mit einer Frau zu schlafen verstehen, dann macht dieses ungefähr 10% aus (wobei es keine einheitliche Game-Definition gibt. Einige behaupten ja z.B. jede menschliche Handlung wäre irgendwie "Game", also selbst cool auf der Couch zu sitzen, mit Arbeitskollegen zu sprechen oder die gemeinsame Urlaubsplanung mit der Partnerin, was ich für Unsinn halte). Die restlichen 90% sind Aussehen (Gesicht, Körperbau, Styling), Körpersprache, Stimme, Milieu-Status und grundlegende Sozialkompetenz. Robert Glover weist korrekterweise darauf hin, dass ein Großteil der Pickup Community ein Nice Guy-Mindset vertritt, nur eben mit (teilweise vermeintlich) besseren Strategien. Dieses Performance-Mindset lautet: "Wie schaffe ich, dass sie mich mag?" Dadurch wird jede Interaktion z.B. aus der Sichtweise wahrgenommen, per Worte und Handlungen "Attraction zu erzeugen" oder "sich mehr Zeit zu erspielen", als auch "sie von den eigenen Qualitäten überzeugen zu wollen". Anstatt den Fokus darauf zu legen, das Interesse einer Frau zu testen und ob sie einem von der Persönlichkeit her gefällt, nimmt die Interaktion vielfach die Dynamik an, als würde man bei einem Bewerbungsgespräch überzeugen wollen, für sie gut genug zu sein. Das widerspricht übrigens dem in der Pickup-Szene verbreiteten "Ich bin der Preis"-Mantra. All das soll nicht heißen, dass ich der Meinung bin, es wäre ethisch falsch oder nicht empfehlenswert, die eigenen Sozial- und Flirtfähigkeiten zu verbessern. Aber die Perspektive und Herangehensweise unterscheidet sich in diesem Fall. Die positiven Auswirkungen von sexuellen und romantischen Beziehungen auf das eigene Wohlbefinden werden überschätzt, ja. Viele in der Szene führen toxische Beziehungen oder sind völlig unfähig, überhaupt längere Beziehungen einzugehen. Es gibt jedoch auch positive Beispiele. Was du weiter oben über Wingmen als angebliche "Freunde" schreibst, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Aber auch diesbezüglich gibt es positive Gegenbeispiele.
  11. Finde es immer problematisch die eigenen Absichten zu verschleiern. Einerseits weil es unehrlich ist und andererseits weil es zu absurden Situationen führen kann. Es kommt bei den meisten Leuten nicht gut an, wenn du A sagst und dann doch B machst. Deshalb schließe ich mich @Patrick Bs Empfehlung an. Außer deine "Harmlosigkeits-Erklärung" ist für sie als nicht ernst gemeinter Flirtspruch erkennbar.
  12. Roué

    Clubgame

    @Lafar hat es auf den Punkt gebracht. Dein Problem ist kein methodisches, sondern einzig Angst vor Zurückweisung, weshalb du perfektionistische Überanalyse betreibst.
  13. Bekanntermaßen passen Menschen aufgrund sozialer Eikette und Statusunterschiede ihr Verhalten an, ja. Abgesehen davon, dass ein solches Anpassungsverhalten (z.B. "statushöheren" Menschen gegenüber) in zahlreichen Situationen kritisch betrachtet und in Frage gestellt werden kann, sprechen wir hier von einem Datingkontext. Es erschließt sich mir nicht, inwiefern ein durchschnittlich aussehender Mann sein Verhalten einer konkreten "HB9" anpassen sollte, um seine Chancen zu erhöhen, bei ihr zu landen. Wer aus dieser Perspektive mit überdurchschnittlich aussehenden Frauen Kontakt aufnimmt, der betreibt nach meinem Dafürhalten eben indirektes Podestdenken und widerspricht der "Ich bin der Preis"-Mentalität, die ja andererseits gern gepredigt wird. Hier stimme ich zu. Aber wenn jemand der Auffassung ist, er müsse erst einmal "Attraction aufbauen" wenn er mit einer Frau spricht, dann pflegt er die Einstellung: "Sie wählt aus und steht in der Attraktivitäts-Rangordnung über mir, also muss ich mich beweisen, damit sie mich will."  Machen wir uns nichts vor: Frauen im 8+ Bereich sind nicht "im Überfluss vorhanden". Das ist aufgrund der Normalverteilung gar nicht möglich. Aber gut, es mag hilfreich sein, sich das als Mindset zu setzen, um eventuelle Zurückweisungen von diesen Frauen locker zu nehmen. Mir ist nicht ganz klar, wie "mit Attraction richtig zu Kalibrieren" genau gemeint sein soll. Du gehst davon aus, im konkreten Handeln ließe sich problemlos zwischen Markt- und "Menschenwert" unterscheiden. Meine aus eigener Erfahrung und Beobachtungen hervorgehende These ist jedoch, dass dieser Unterschied in der Praxis zugunsten der einen oder anderen Wert-Perspektive entschieden wird. Wenn ich Menschen primär nach ihrem Datingmarktwert behandle, dann rückt der "Menschenwert" und das Behandeln auf Augenhöhe in den Hintergrund. Die Denkweise lautet dann: "Sie ist eine heiße HB9, also muss ich mein Verhalten besonders anpassen, damit ich meine Chance, mit ihr zu schlafen, nicht verbaue. Also erst einmal Anziehung aufbauen, indem ich meinen Wert beweise und dadurch zeige, dass ich mit ihr mithalten kann oder sogar cooler als sie bin. Dadurch wird sie dann hoffentlich annehmen, ich sei der Preis, und sie beginnt sich zu qualifizieren usw." Dieses Mindset geht ja dann teilweise so weit, wie öfters hier im Forum zu lesen, dass Beleidigungen als Shittest gedeutet werden, intensiv gegrübelt wird, wie auf ihre Textnachricht, die nur aus drei Smileys besteht, geantwortet werden kann etc. Ich behaupte also: Die Implikation, eine "HB8+" anders zu behandeln als eine "HB5" reicht weiter als viele checken und bringt zahlreiche Widersprüche mit sich, die zugunsten eines indirekten Podestdenkens und einer "Ich muss mich heißen Frauen gegenüber beweisen"-Mentalität aufgelöst werden. Darin findet sich auch das Problem, weshalb viele Pickup-Systeme nur eine Simulation/Schauspielerei attraktiven Verhaltens darstellen, weil die echten Handlungsabsichten nicht dem entsprechen, was anderen Menschen gegenüber kommuniziert werden soll. Im Endeffekt ist es Nice Guy-Mentalität, nur mit einer teilweise effektiveren Strategie.
  14. In der Praxis widerspricht sich das aber mit folgender Aussage: Einerseits soll jemand allen Menschen gegenüber respektvoll und authentisch sein, andererseits soll er sein Verhalten anpassen, wenn eine Frau überdurchschnittlich aussieht. Beide Mindsets können im konkreten Handeln jedoch nicht nebeneinander bestehen, und letztlich setzt sich das Mindset durch, welches als handlungsweisend gilt. Im Vordergrund steht also die Einstellung: "Sie ist sehr gut aussehend und begehrt, deshalb muss ich ihr zeigen, dass ich gut genug für sie bin." - was m.M.n. ein Podestdenken durch die Hintertür ist. Es ist richtig, dass sich - im Durchschnitt - ein "HG6" bei einer "HB9" weniger Kalibrierungsfehler erlauben kann, als wenn er ein "HG9" wäre. Wer diesen Gedanken aber wiederholt präsent im Sinn hat, der wird sich im Set unter perfektionistischen Druck setzen und das Mindset "Ich muss mich beweisen." verinnerlichen, was das Gegenteil von Authentizität ist und den Kern von Bedürftigkeit ausmacht.
  15. Es gibt ja auch zahlreiche Studien, in denen Menschen gefragt werden, wie sie andere auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten, und aus allen Bewertungen wird dann ein statistischer Durchschnitt ermittelt, welcher angibt, wo man in den Augen anderer Menschen im Durchschnitt ungefähr steht. Das kann um eine Ziffer nach oben oder unten je nach individueller Bewertung abweichen, aber physische Attraktivität ist eben nicht rein subjektiv. Die HB-Skala (so problematisch sie wegen Objektifizierung von Frauen auch ist) habe ich deshalb auch nie als eine rein subjektive Bewertung verstanden (wobei es einige ja scheinbar so handhaben, sodass hier im Forum dauernd nur von 8er- und 9er-Frauen geschrieben wird), sondern als bloße Bewertung des intersubjektiv wahrgenommenen Aussehens - unabhängig von ihrer Persönlichkeit. Halte ich für einen sehr problematischen Ratschlag, da sowas selten authentisch rüberkommt und die Denkweise fördert, man müsse bei überdurchschnittlich aussehenden Frauen eher den krassen Motherfucker spielen, als wenn man mit einer durchschnittlich aussehenden Frau spricht. Das Ziel sollte m.E. sein in Verbindung mit eigenen Standards, allen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.