tommybond

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  1. Hm, nicht wenige Therapeuten haben einen an der Klatsche. Liebe, Onitis, Sucht, was macht das schon für einen Unterschied? Ich habe jetzt die Information die ich brauchte um Marks seltsames Verhalten verstehen zu können. Das war notwendig, um für mich damit abschließen zu können. Mag sein, dass ich eine Therapie mache, um mit meiner eignen Verletzlichkeit umgehen zu lernen und nicht ebenfalls in eine Psychose zu schlittern. Vielleicht breche ich aber auch meine Zelte hier in Deutschland für eine Weile ab. Mir gefällt der Gedanke für eine Weile weg zu gehen und im Augenblick habe ich noch die Möglichkeit dazu. Nun, wie dem auch sei. Ich will niemanden langweilen. Aber vielleicht interessiert es den ein oder anderen, dass Mark noch nie von Pick Up gehört hat. Er ist tatsächlich ein Naturtalent. Ein psychisch krankes Naturtalent, aber trotzdem viel besser als ihr alle hier!
  2. Nach einer durchwachten Nacht möchte ich noch etwas zu diesem Tread hinzufügen. Seit gestern sehe ich klar. Endlich weiß ich, wieso sich ein Mensch den ich geliebt habe mir gegenüber so sehr verändern konnte, dass ich schließlich sein Handeln nicht mehr verstand. Vor drei Tagen bat ich Mark via Sms doch endlich ein klärendes Gespräch mit mir zu führen. Es musste sein, denn ich konnte nicht mehr essen, nicht mehr schlafen, war massiv geschwächt. Zwei Stunden nach dieser Sms erlitt ich einen Kreislaufzusammenbruch. Seine Antwort erhielt ich auf der inneren Ambulanz eines Krankenhauses: "Hej, Meine Wohnung habe ich verloren, weiß nicht wie`s weitergehen soll. Wenn ich nicht bei Freunden schlafe, schlafe ich im Auto. Ich kann nicht mit dir sprechen, weil ich selbst kaum klar komme." Ich war mir nicht sicher. Spielte er nur ein Spiel mit mir? Wollte er sich aus der Affäre ziehen indem er einer Erklärung auswich. Und wie passte es zusammen, dass er eine neue Spielbeziehung führt, wenn es ihm so schlecht geht. Auch die darauffolgende Nacht konnte ich nicht schlafen. Noch immer war es für mich nicht geklärt wie dieser Mensch mich so herunter hatte ziehen können. Irgendetwas passte von Anfang an nicht, und ich musste wissen was es ist. Nochmals bat ich ihn um ein Gespräch, um für mich abschließen zu können. Wir wechselten einige Sms. Schließlich willigte er ein und wir unterhielten uns für eine halbe Stunde. " Was ich mit diesem Mann erlebt habe grenzt an Wahnsinn." schrieb ich vor über einem Monat, nicht wissend damit den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Ich denke an das Chaos in seiner Wohnung, seine Unfähigkeit Nähe zuzulassen und meine Gefühle zu verstehen, seine nervöse Körpersprache, den hastenden Blick, seine hohe Empfindsamkeit gegenüber visuellen Reizen, an sein Schreiben dass sich mehr und mehr in eine Gedankenflut verwandelte. Ich denke an seine letzten Sms an mich, in denen er zunächst keine Punkte mehr setzte und schließlich auch keine Kommata mehr. Zwischen seinen Gedanken begannen Lücken zu klaffen, so dass ich beginnen musste den Sinn aus dem Zusammenhang zu erschließen. Hätte ich diese letzten Sms aufmerksam gelesen, dann hätte Mark sich nicht so anstrengen müssen mit mir dieses Gespräch zu führen. Sie sind im Grunde genommen aufschlussreicher als alles was wir einander zu sagen hatten. Der Mann an den ich seit sechs Monaten denken muss, denn ich als perfiden Sadisten bezeichnet habe, hat eine Psychose entwickelt. Er wollte mir nicht sagen was es ist, wollte verständlicherweise nicht mit mir darüber sprechen, aber nach den Wortfeldstörungen zu urteilen könnte es Schizophrenie sein. Was es auch ist, Mark kämpft um sein "Ich". All die negativen Gefühle, die ich ihm gegenüber empfand, weichen seit gestern einem tiefen Verständnis. Als Tochter eines psychotischen Vaters habe ich den Wahnsinn kennengelernt. Er kann einen Menschen vollkommen verändern. Ist es Zufall, dass ich mich ausgerechet in Mark verliebte? Ich denken nicht. Mark ist also kein perfider Taschenspieler, sondern ebenso kreativ wie sensibel. International anerkannte Preise hat er gewonnen mit seinem künstlerischen Talent, und nun war die Belastung für seinen sensitiven Geist so groß, dass er die Grenze vom Genie zum Wahnsinn überschritten hat. Nein, er hat nichts vorgespielt. Ich spürte bei unserem Gespräch deutlich wie viel Kraft es ihn kostete sich zu konzentrieren und wie erschöpft er war, als er es schließlich beendete. "Ich muss aufpassen nicht in der Gosse zu landen" zischte er, unfähig seine Wut auf mich zu verbergen. Ich bat ihn um Mäßigung, sagte ihm dass in der letzten Zeit sehr darunter gelitten hätte sein Handeln nicht verstehen zu können, nun aber begriffen hätte warum er Ruhe braucht. Er warf mir Egoismus vor, weil ich Druck auf ihn ausgeübt hatte um dieses Gespräch mit ihm zu führen. Und ja, hätte ich gewußt wie hundeelend es ihm wirklich geht, ich hätte nicht darauf gedrängt. Nach meinem Telefonat mit Mark sprach ich noch mit meinem besten Freund. Er sagte: "Nach dem was du durchgemacht hast geschieht es ihm doch ganz recht, wenn es ihm jetzt auch schlecht geht." Nein, ich kann so nicht denken! Mark wusste ganz einfach nicht was er mir antat. Ich liebe diesen Menschen immer noch. Das ist so, und das wird so bleiben! Er ist ein ganz besonderer Mensch, und es tut mir sehr leid dass es ihm so schlecht geht. Wenn ich mir vorstelle, dass er, der doch am Anfang unserer Beziehung so liebevoll und unterhaltsam gewesen ist, heute alleine auf einem Rastplatz in einem Auto schläft, dann schmerzt mich das. Nicht nur mir ist wärend unserer Beziehung mein Selbst abhanden gekommen; er kämpft um seine nackte Existenz, um seine tiefe, sensible Psyche, die ich als so schillernd und faszinierend empfand. Welche Ängste muss er ausstehen! Ich wünschte ich könnte ihm helfen, aber als Tausch gegen diese Information, als Preis dafür dass ich ihn unter Druck gesetzt habe, darf ich ihn nicht mehr behelligen. Er möchte Ruhe vor mir haben, denn ich habe ihn gestresst und seine Entscheidung keinen Kontakt mehr mit mir haben zu wollen kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich würde ihn so gerne zumindest finanziell unterstützen, aber dieses Angebot nimmt er wohl nicht an. Alles was ich tun kann ist zu hoffen, dass er Mensch um sich hat die diese harte Zeit mit ihm durchziehen. Hauptsache er ist medikamentös gut eingestellt und isoliert sich nicht vollkommen. Ich wünsche mir so sehr dass er wieder gesund wird, denn ich werde nie vergessen was für ein lebenslustiger Mensch er einmal war.
  3. Ja, ich weiß! Meinen Freunden (und ich hab Gott sei Dank einige) geht das Thema auch langsam auf den Keks. Ich verhalte mich erbärmlich, weil ich mich erbärmlich fühle und fühle mich erbärmlich, weil ich mich erbärmlich verhalte. Was für ein Irrsinn! Dass ich emotional noch an Mark hänge merkt der natürlich. Und eh ich mich versehe, verhalte ich mich wieder ihm gefällig, um möglichst interessant zu erscheinen, was ich genau dadurch dass ich es krampfhaft versuche nicht erreiche. Sister, Sister, don`t forget your Name!!! Die Message: "Ich hab ne Neue FB also nerf mich nicht!" war absolut eindeutig. Ich will die Realität, dass ihm meine Persönlichkeit egal ist nur einfach nicht wahr haben! Aber jeder Satz, jeder Gedanke der sich auf diesen Menschen richtet ist verlorene Zeit und Selbstschädigung. Ich sollte einfach denken, dass er gar nicht weiß was er an mir hätte haben können! Im Falle eines weiteren Rückfalls poste ich lieber in einem Liebeskummer Forum. Aber etwas schmerzhafteres, als die Info dass er jetzt eine Neue hat wird wohl nicht mehr passieren. Also noch mal kurz die Fresse poliert! ...und wieder aufstehen.... Eine reine Bdsm Spielbeziehung ist für mich in Zukunft absolut tabu! Lieber verzichte ich auf das Ausleben dieser Phantasien, als noch einmal emotional so abzustürzen, ohne die Liebe die notwendig ist, um in so einem Fall auffangen und trösten zu können. Ich denke, damit ist von meiner Seite auch alles gesagt. Danke noch mal fürs Zuhören und alle guten Ratschläge! Ich wünsche euch gelingende Beziehungen! tommybond
  4. Eigentlich hatte ich vor, noch mal auf diese Seite zurück zu kommen, um zu umschreiben was es bedeutet als Escort zu arbeiten. Ich bin grade von einer einwöchigen Motorradtour zurückgekommen und alleine die Vorbereitungen für dieses Event haben beinahe einen Monat beansprucht. Aber inzwischen bin ich wieder zurück in Deutschland und eines Abends fühlte ich mich so elend, dass ich Mark per Sms um eine "Freundschaft" bat. Zunächst bekam ich eine ablehnende Antwort, aber nachdem ich ihm versichert hatte, "lieb, nachsichtig, verständnissvoll und gar nicht mehr garstig" zu sein, schickte er mich wohlwollend aufs Abstellgleis mit dem Hinweis, eine neue Affäre würde seine Aufmerksamkeit beanspruchen. Unnötig mir zu sagen dass ich einen Fehler gemacht habe, dass ich loslassen soll, dass ich nur benutzt worden bin und ausgetauscht wurde. Ebenso unnötig noch einmal zu wiederholen, dass es in meiner Verantwortung liegt was ich mit mir habe machen lassen und mein Verhalten beenden muss. Aber es ist eine Sucht, aus heraus zu kommen mir die Kraft fehlt. Und umso bewußter mir meine mangelnde Stärke ist, desto stärker schädigt das mein Selbstwertgefühl. Eine Spirale die sich kontinuierlich nach unten bewegt. Auch, weil dieser Mensch überhaupt kein Interesse mehr daran hat mir gegenüber zu verschleiern dass ich für ihn nur ein Spielchen gewesen bin. Im Gegenteil, er genießt es. Ich spiele mit dem Gedanken ihn auf Pick up anzusprechen, aber was würde das ändern? Mein Tag versunft in dem Bewußtsein, dass er seinen Stifttrick vielleicht grade seinem nächsten Opfer vorführt. Sie tut mir jetzt schon leid, denn Mark wird es auch bei ihr darauf anlegen dass sie sich verliebt. Nur dann gibt sie sich ihm ganz. Und ist das erst geschehen, wird er die emotionale Kontrolle ausbauen und abermals dazu nutzen sein Neues Spielzeug auzubeuten. Vielleicht ist sie aber auch stärker als ich und schafft den Absprung. Wenn nicht, wird sich die nächste lebenslustige Frau binnen einiger Wochen in ein jämmerliches Häufchen Elend verwandelt haben. Dann ist sie anhänglich, abhängig, ohnmächtig genug, um Mark keinen Spass mehr zu machen und wiederrum ausgetauscht zu werden. Und so wird er immer weiter machen, von einem Target zum Nächsten...
  5. Ich befinde mich bis Mitte Mai nicht in Deutschland, und in einer Situation in dem mir das Schreiben längerer Postings unmöglich ist. Die Fabrikation von T Kings lässt mich endgültig daran zweifeln in diesem Forum an der richtigen Adresse zu sein. Testosterongeschwängerte Agression bringt mir nichts, außer dem sinnlosen Bedürfniss "mein Bild grade zu rücken." Eventuell habe ich das Bedürfnis diesem Tread noch etwas hinzuzufügen. Insbesondere der Vergleich: Prostituierte gleich "schlechter als Klo Putzer" und "Pack" ist für meinen Lebenszusammenhang bedeutsam und die Außernandersetzung damit Teil meiner beruflichen Karriere. ( nicht als Prostituierte;-) Liebe Grüße! tommybond
  6. Ach so, MXG will meine Persönlichkeit aufbauen indem er mich als Trottel bezeichnet. Hiermit breche ich die Therapie ab. Sonst werde ich mir vielleicht noch die Haare abschneiden und mir mit einem dicken Edding "nicht Selbstbewußt" auf den Bauch schreiben müssen. Freilich spiegelverkehrt, damit ich aus dem Anblick meiner Armseligkeit hinreichend Kraft schöpfe, um mein Leben in den Griff zu bekommen. Danke für deine aufopferungsvollen Bemühungen, aber der Drops " Sieh ein dass du für dein Handeln verantwortlich bist" ist gelutscht. Ich freue mich, dass wir mit unseren Betaisierungsversuchen zur allgemeinen Heiterkeit beitragen konnten. Heards_and_minds hat uns auch beide lieb. Damit ist doch alles in Butter. Dir weiterhin viel Spass beim Beleidigen. Wenn ich mal nen Therapeuten brauchen sollte der mich verbal anpöbelt, weiß ich ja jetzt wo ich dich finde. Nein jetzt mal im Ernst: Friede Bruder!
  7. Ein weiteres Beispiel für die Konstruktion subjektiver Wirklichkeit. Die Mitgliedschaft in diesem Forum, das zustimmende Nicken möglicher Leser ist dir wichtig, MXB. Durch mich kritisiert siehst du jenen Teil deiner Identität die du im virtuellen Raum konstruierst gefährdet. Um die Anerkennung welche du aus diesem Second Live beziehst nicht zu verlieren, schreibst du weitere Kommentare, die erkennen lassen dass es dir nicht um Verständnis sondern um "Sieg oder Niederlage" geht. Ich lese "Opfer- Trottel" und immer wieder das Wort "Wir". Dir liegt daran, dich als gruppenzugehörig und mich als Außenseiter zu skizzieren.Dazu nutzt du Anna (die Dame), Heards_and_minds, etc, um eine Peer Group, eine außschließlich in deinem Kopf existente, virtuelle Online Clique zu erzeugen, welche deine Position stärken soll. Fühlen WIR uns am Ende beide so ungeliebt, dass wir darauf angewiesen sind unser Selbstwergefühl aus Postings in einem Internet- Forum zu beziehen? Es ist tatsächlich Verschwendung. Verstehst du was ich dir damit sagen will?
  8. Dort wo ich bin durchzucken Blitze den Himmel. Ich hebe den Blick und sehe schmutzig verfärbtes Gelb-Graut . Hagelkörner prasseln auf den ungepflegten Beton des Balkons. Stille, unterbrochen von den Geräuschen vorbeiziehender Autos auf nasser Fahrbahn. Zooom! Und wieder vergehen nur Sekunden. Klingt es "Boom", "Kabau", "Patum"? Klingt es wie der Einsturz eines weit entferntstehenden Hauses nach einem Bombeneinschlag?. Ich weiß es nicht, denn ich vermag nur zu umschreiben und Parallelen zu ziehen. Was ist Gelb? Wie erkläre ich "Gelb" einem Blinden? Wie soll ich einem Gehörlosen verständlich machen was Geräusche sind? Oder anders: Vermag ein Junkie einem Nicht-Konsumenten verständlich zu machen was "dieses Gefühl" besdeutet? No Way! Nur wer ein Gewitter erlebt hat vermag meine Erfahrungen zu verstehen.. Hätte ich mich gestern nicht auf Nikotin Entzug befunden, würde mich die Boniertheit einiger Schreiber nicht aufregen. So veranlasst sie mich zu schnippischen Kommentaren, die "einem Wisch" mehr Bedeutung zumessen als er verdient. . Was veranlasst Wahlfreunde meines letzten Kommentators dazu sich innerhalb dieses Forums zu engagieren? Eine spannende Frage, aber um sie an jene Menschen zu richten die mir zu zu Erkenntnissen verholfen haben fehlt mir die Zeit..- In diesem Sinne,.! Tommybond
  9. MXG, ich bin also verletzt und emotional schwer angeschlagen? Das hast du dann wohl per tiefenpsychologischer Telepathie herausgefunden, hm? Aber angenommen ich säße hier vorm Rechner und wäre am Boden zerstört; welche Befriedigung ziehst du dann aus deiner agressiven Kritik? Im Übrigen enthält deine Antwort nichts Neues. Willst du mich aufrütteln, indem du mir einzureden versuchst ich sei nicht selbstbewußt? Nimm an, dass mein Universum nicht das deine ist, das meine Sicht auf die Dinge aus einer anderen Perspektive erfolgt als du es aus meinen Worten herauszulesen scheinst und das mir konstruktive Kritik sehr recht ist. Nur wenn ich mir deine Beiträge so anschaue, machst du dir selten die Mühe aufmerksam zu lesen. Auf mich wirkt das wie ein linkischer Versuch der Selbstdarstellung. Ich denke nicht dass du psychologische Kenntnisse besitzt. Jedenfalls sehe ich in deinen Postings keine Empathie, keine Annahme, keine Echtheit...Grundpfeiler einer psychologischen Ausbildung. Langsam geht mir das selbstherrliche Gekeife mancher Schreiberlinge hier auf die Nerfen. Muss wohl auch auf einen Defekt in meinem Inner Game hindeuten... schmunzel*
  10. Ich freue mich, dass ich durch meinen Tread Anstoß zum Nachdenken gegeben habe. Einige Antworten waren hilfreich für mich. Andere, zum Teil hämische und polemische Kommentare geben mir Aufschluss darüber, dass in diesem Forum viele Männer vertreten sind, denen von einer Frau weh getan worden ist. Auch Mark ist von Frauen verletzt worden. Diese Erfahrungen haben aus einem liebevollen, sensiblen Menschen (und ich glaube fest daran dass er das war) einen zynischen Sadisten werden lassen. Was ich in meinem ersten Tread zu beschreiben versuchte war nicht Liebe sondern Hörigkeit. Mir lag daran, die schwerwiegenden Folgen dieses Zustands zu beschreiben, und dafür zu sensibilisieren, ab wann der Einsatz von PUA unmoralisch wird. Ob "Hinterlasse sie besser als du sie vorgefunden hast" möglich ist, kann ich nicht beurteilen. Für mich persönlich ist das undenkbar. Ich schlafe nur mit Männern wenn sie mir Geld dafür bezahlen oder wenn ich sie liebe. Auf Vorurteile über Call Girls möchte ich hier gar nicht ausführlich eingehen. Deshalb nur noch kurz zu meinem Umgang mit verliebten Kunden: Ich breche den Kontakt niemals aprupt ab, sondern vermittle Männern die mich schätzen das Gefühl, weiterhin als Ansprechpartnerin da zu sein. Das heißt, ich beantworte z.B.weiterhin eMails. Sicherlich habe ich auch schon Kunden dadurch verletzt, dass sie sich mehr Aufmerksamkeit von mir erhofft haben als ich ihnen geben kann, aber die Erfahrung bestätigt mir, dass das Gefühl mich nicht gänzlich verloren zu haben den Männern hilft, über eine enttäuschte Liebe hinweg zu kommen. Mir persönlich bringen die Antworten auf meinen Tread zu der Frage, warum es Mark gelingen konnte meinen Willen unter den Seinen zu stellen. Fühlte ich mich zuvor nicht stark, selbstbewußt, unabhängig und im Einklang mit mir? Doch, und trotzdem war es ihm möglich mich zu manipulieren. Ein schmerzhafter Prozess, denn die Psyche rebelliert permanent gegen die Aufgabe des Selbst. Hinzu kommt noch, dass ich von Anfang an wusste, dass ich nicht nur mit dem Verlust meiner Objektbeziehung würde umgehen müssen, sondern auch mit der Demütigung, welche ich mir selbst zufügte, um diese Beziehung so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Durch die Antworten auf meinen ersten Tread war es mir möglich, den Grund für meine Verlustängste und mein daraus resultierendes, selbstschädigendes Verhalten zu identifizieren. Das Stigma meines Jobs, das sich daraus ergebende Doppelleben, der Mangel an autentischen Beziehungen. Ergo: Ich nahm in Kauf mich benutzen zu lassen, um eine Art von "Wir" Gefühl zu erhalten, das ich vor Marks Einbruch in mein Leben nicht gespürt hatte. Die Angst dieses "Wir" zu verlieren war stärker als mein Wiederwille gegen Marks Forderungen. Um diese Lücke zu schließen halte ich inzwischen Kontakt zu anderen Prostituierten (Viele von ihnen haben die selben Erfahrungen mit einem Mann gemacht der sich anschließend als Zuhälter entpuppte) und weihe sehr, sehr vorsichtig einige meiner ältesten und besten Freund in mein Geheimnis ein. Das ist riskant, aber ich kann mich nur vor Männern wie Mark schützen, indem ich die Lücke zwischen meiner beider Leben schließe. Auf herkömmliche Weise an seinem "Inner Game" zu arbeiten (sozialiale Kontakte ausbauen, Sport, gute universitäre Leistungen, etc.) reicht in meinem Fall nicht, denn meine Situation ist anders gelagert. Das "Studentin" eine Parallele zwischen Heroinsucht und meiner Beziehung zu Mark sieht finde ich sehr interessant! Tatsächlich hatte ich dieses Bild sehr häufig in meinem Kopf, habe sogar mit Mark darüber gesprochen. Oft dachte ich ganz konkret an einen Schuss Heroin, wenn mich Mark mit seinen Sms und Mails beglückte. Ja, ich fühlte mich mit Wärme angefüttert, wie eine Hure von einem Zuhälter, wie ein Junkie von einem Dealer. Ich möchte mich noch einmal für die Kommentare bedanken, insbesondere für die Offenheit mit der einige Schreiber mich an ihren eigenen Erfahrungen haben teilhaben lassen. Mir scheint, es wird mehr Mitglieder in diesem Forum geben die PUA dazu nutzen wollen eine Liebesbeziehung zu finden, als solche, die Frauen (aus Rache an erlittenen Verletzungen) missbrauchen. Zumindest hoffe ich, dass durch leidvolle Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht nicht noch mehr Menschen von Opfern zu Tätern werden. Es gibt nicht "die Frauen", "die Männer", "die PUA", aber es gibt einen gesellschaftlichen Konsens inform von Ethik. Wenn mein Tread dazu beigetragen hat, zur Reflektion über das das eigene Handeln (auch meines) anzuregen, dann bin ich zufrieden.
  11. Danke für die Kommentare. Sowohl die aufmunternden, als auch die kritischen sind wichtig für mich. Einiges bringt mich zum Nachdenken. Persönlichkeitsdefizite? Ja, ich denke da ist was dran! Nur habe ich diese Defizite vor einem halben Jahr noch nicht gespürt. Aber Mark dafür danken dass er sich meine Schwäche zur Nutze gemacht hat? Never! Mark und ich wussten beide welcher Art die Bonbons sind die er mir verabreicht. Er hat es einmal sehr schön ausgedrückt: "Wenn du die Tür zumachst, mache ich mir einen Spass daraus sie von außen doppelt abzuschließen. Und dann sitzt du ganz alleine in einem Raum ohne Fenster." Ich bin Prostituierte und Marks Macht über mich resultierte aus meiner Isolation. Ich kam nicht raus, weil ich niemand anderen hatte als Mark, mit dem ich über mein Doppelleben sprechen konnte. Und Mark vermittelte mir am Anfang das Gefühl zu mir zu halten. ( Vielen Frauen mit meinem Job haben einen Zuhälter. Und sie lassen sich wohl nicht alle schlagen und ausnutzen, weil sie masochistische Phantasien haben!) Als ich mich entschloss Escort Modell zu werden, traf ich diese Entscheidung nicht leichtfertig. Ich wusste, dass ich gezwungen sein würde Freunde und Familie zu belügen, dass ich niemanden allzu nah an mich herankommen lassen darf, damit er mein Geheimnis nicht entdeckt, dass ich in der Zeit in der ich diesem Job nachgehe, wahrscheinlich keinen Partner haben kann. ( O Ton Mark: " Du wirst kaum keinen Mann finden der das akzeptiert.") Moralische Bedenken habe ich keine. Ich benutze niemanden, bemühe mich meinen Kunden eine unvergesslich schöne Zeit zu bereiten, und wenn sich ein Kunde in mich verliebt stimme ich keinem weiteren Treffen zu. Mein Beruf erfordert eine stickte Trennung von der Rolle als Escort und mir als Privatperson. Wenn ich arbeite, trage ich wohl den dicksten Panzer den sich eine Frau überhaupt zulegen kann. Anders geht es nicht, denn auch wenn meine Kunden für mich durchaus nicht nur wandelnde Brieftaschen sind darf ich mich nicht emotional öffnen. Umgekehrt gilt das auch für Männer, die ich in meinem Privatleben kennenlerne. Erst gestern verbrachte ich einige schöne Stunden mit einem Mann der mir (bei unserem 2. Treffen!) sagte, er wünsche sich eine Beziehung mit mir. ( Hätte er sich mit PUA beschäftigt, hätte er sich damit nicht selbst die Attraktion genommen.) Da ich sehr viel Bestätigung durch männliche Aufmerksamkeit bekomme, wirkt die Bad Boy Nummer auf mich tatsächlich faszinierend. Blumen und liebevolle Worte, auch dem bin ich nicht abgeneigt, aber wenn ich am Anfang auf einen Mann treffe der sich mir gegenüber hündisch gibt (und diese ziehe ich an, weil ich dominant wirke) hat er bei mir keine Chance. Aber ich schweife ab. Meinem Brieffreund Mark habe ich mein Geheimnis verraten. Man muss sich vorstellen, dass die Eindrücke die ich in meinem Beruf sammle einprägsam sind. Ich reise viel, treffe sehr unterschiedliche Menschen, muss mich sehr schnell auf neue Situationen einstellen. Der Job macht mir Spass. Ich genieße den Stress, das Adrenalin, bin gerne unterwegs..... Und all diese Erlebnisse konnte ich bis dahin lediglich in meinem Online Tagebuch niederschreiben. (Was viele Leser hat. Nicht weil ich so gut schreiben könnte, sondern weil mein Leben ziemlich außergewöhnlich ist) Tja und dann kommt Mark und bringt mich zum Kiss Close. Ich küsse nie, wenn ich einen Mann nicht liebe. Küssen ist für mich wie für viele andere Prostituierte auch vergleichbar mit dem Geschlechtsakt in anderen Beziehungen. Panzer aufgeknackt....Und der Umstand, dass dieser bei mir so undurchdringlich schien war der Grund warum er mich haben wollte. Das Bonbon, einen Vertrauten zu haben, schmeckte einfach zu lecker. Tja, und deshalb habe ich nicht nein gesagt, als er begann diese Rolle an gewisse Bedingungen zu knüpfen. Ich wollte Nein sagen. Wirklich! In zwei Monaten habe ich drei mal Schluss gemacht. Aber plötzlich fühlte sich das Alleinsein nicht mehr gut an. Zum ersten Mal seit meiner Entscheidung Escort zu werden spürte ich Einsamkeit. Und das mitten im Troubel von so vielen Menschen um mich herum, denen gegenüber ich immer nur eine Seite meines Doppellebens zeigen konnte. Ich habe also nicht einfach nur Persönlichkeitsdefizite. Genau genommen bin ich eine gespaltene Persönlichkeit. Und in eben diesen Spalt hat Mark den Fuß gesetzt. Obwohl er mich mies behandelt hat fehlt er mir immernoch. Wie kann ich das ändern? Z.b. indem ich meine damalige Entscheidung als Prostituierte zu arbeiten neu überdenke und diesen Job an den Nagel hänge. Aber ich habe Ziele, spare auf diese Ziele hin, und wie gesagt hat dieser Beruf sehr viele angenehme Aspekte. Im Augenblick bin ich dazu also nicht bereit. Statt dessen habe ich mich an Menschen gewand, die meine Erfahrungen teilen. Über Hydra habe ich Kontakt zu anderen Prostituierten. Hätte ich den damals schon gehabt, wäre es mir gelungen Mark gegenüber "Nein!" zu sagen. Eine tolle Organisation! Ich suche mir also Hilfe und bemühe mich darum, nicht nur selbstbewußt zu erscheinen, sondern mein "innergame" in Ordnung zu bringen; mich so zu festigen dass mir sowas nie wieder passiert. Wenn ich mich wieder stabilisiert habe, werde ich noch kühler und misstrauischer sein als ich das vor Marks Spielchen war. Was ich diesmal wegstecken muss ist heftig, aber ich würde heute abend nicht boxen gehen, wenn ich mir nicht zutrauen würde einstecken zu können. Also regenerieren, aus der Taktik des Gegners lernen (in diesem Fall PUA) und wieder in den Ring!
  12. Ein etwas anderer Field Report, der mal umschreibt was Männer Frauen antun können. Vor sechs Monaten war ich eine 27 jährige,selbstbewußte, attraktive Lady. Heute bin ich ein psychisches und körperliches Wrack. Ich nehme Beta Blocker gegen Herzrythmusstörungen und mein Arzt bescheinigt mir eine reaktive Depression. Der Grund: Ich bin auf einen PUA reingefallen. Er hat es mir nicht gesat, hat nur Andeutungen gemacht, er würde einen perfiden Plan mit mir verfolgen. Vor einer Woche bin ich auf PU gestoßen und habe eben jene "Routinen" erkannt die er mit mir abgezogen hat. Ich war also nicht mehr als ein Target?! Scheiße, tut das weh! Mark (34) und ich waren schon seit Jahren Brieffreunde. Vor ungefähr einem Jahr versuchte er schon einmal bei mir zu landen, kam aber über den "Einverständnistest" nicht hinaus. "Versuch doch mal bitte wie ein Photomodell für mich zu laufen". Vor fast sechs Monaten trafen wir uns wieder. Er besuchte mich Zuhause in meiner Wohnung. Wir tranken Sekt, unterhielten uns gut und er probierte es wieder:"Bist du bitte so lieb, deine Kleidung für mich zu wechseln. Ich habe mich grade gefragt, wie du wohl mit einem Rock aussehen würdest." Zunächst zögerte ich, doch dann ging ich darauf ein. Ich wünschte, ich hätte es nicht getan! Da Mark mein Brieffreund war musste er sich mein Vertrauen nicht erst mühsam erarbeiten. Er bemerke selbst: "Nachdem du dich umgezogen hast, ist es so als hätte sich in dir ein Schalter umgelegt. Faszinierend!" Er konnte also gleich beginnen, sich an mich heranzupirschen. Mit netten Komplimenten brachte er mich zum strahlen. "Wie intelligent du bist! Endlich mal eine Frau, die versteht was ich meine." Er verinngerte die körperliche Distanz zwischen uns, indem er mich zum Tanzen aufforderte, schob mich mit sanftem Druck vor einen Spiegel und forderte mich auf uns zusammen zu betrachten. NLP vom Feinsten! "Ja, ich verstehe genau was du meinst. In mir lösen bestimmte Situationen immer diese und jenes Gefühl aus. Kennst du das wenn.....? Einmal hat mir ein Mann folgende Geschichte erzählt, da musste ich weinen...." Als wir schließlich nebeneinander auf meinem Balkon saßen, legte er mir seine Hand aufs Bein und kommentierte das:" Hast du bemerkt, dass ich dein Bein berühre?" Er zog mich mit einigen Bemerkungen auf. Heute weiß ich dass das "Negging" war und machte sich dadurch noch interessanter. Wenige Minuten später küssten wir uns und von da an war ich verliebt. Weil ich angetrunken war hatte Mark auch sonst leichtes Spiel. Es dauerte nicht lange bis er mich im Bett hatte und ich ihm einen Blow Job verpasste. Am nächsten Tag rief er mich an, bedankte sich für den schönen abend und fügte hinzu: "Aber ich habe das eigentlich schon wärend der Autofahrt abgeharkt." (Desinteressensbekundung) Ein weiteres Treffen folgte sehr bald darauf. Wiederum fand es in meiner Wohnung statt. Mark baute immer mehr Dominanzverhalten in seine Berührungen ein. Schubste mich, sagte zu mir: "Schieb mal deine dicke Kiste zur Seite." Für eine Frau mit Größe 36 ist dieser Negg natürlich prima geeignet. Er hatte mich auf Linie gebracht und ich begann zu folgen. Einige Tage später telefonierten wie abermals und ich bot Mark an, ihn besuchen zu kommen. Da er in einer Partnerschaft lebt, mietete ich mir dafür eine Wohnung in seiner Stadt an. (Man halte mir vor, dass ich mich mit einem vergebenen Mann eingelassen habe, aber ich halte Liebe selbst nicht für unteilbar und glaubte, er hätte sich ebenfalls verliebt.) Abermals forderte er mich auf, meine Kleidung zu wechseln, fuhr abwechselnd Komplimente und Negging, erzählte mir von seiner Kindheit und schließlich durfte ich mir seinen "Stifttrick"zeigen lassen. Diesmal kamen einige Utensilien zum Einsatz wie sie in der Bdsm Szene üblich sind. Über dieses Interesse hatten wir uns damals kennengelernt, aber ich ahnte noch nichts Böses. Als ich ihn bei diesem Treffen küssen wollte, schubste er mich plötzlich weg. Spürte er, dass er begonnen hatte mit meinen Gefühlen zu spielen? Er erwähnte, eine andere Frau habe ihn einmal dazu gedrängt, ihre Beziehung zu definieren. Dadurch sei es auseinandergegangen. Ein klarer Hinweiß an mich: Lass uns in der Grauzone bleiben. Aber ich konnte nicht und beim nächsten Treffen( wiederum in meiner Wohnung) gestand ich ihm, dass ich mich in ihn verliebt habe und dass es sehr wichtig für mich ist zu wissen, woran ich mit ihm bin. Ich wollte mich nicht in seine Beziehung drängen. Diese Frau und ihr Verhältnis zueinander war mir gleichgültig. Aber ich wollte dass er wieder ganz bei mir ist, so wie am ersten Abend. Mark stellte mich vor die Wahl: "Ich akzeptiere wenn du dich von mir zurückziehen willst, aber ich biete dir lediglich eine Bdsm Beziehung mit mir an." Ich war schon zu angefixt, um mein "Nein" dazu aufrecht zu erhalten. Er wußte, dass ich mich ihm nicht unterwerfen wollte, aber sein Daraufhinarbeiten war von Erfolg gekrönt. "Bevor ich ihn ganz verliere, mache ich lieber was er von mir verlangt", dachte ich und hoffte, dass er mich weiterhin so aufmerksam behandeln würde wie bis zu diesem Zeitpunkt. Aber plötzlich änderte sich Alles! Mark hatte erreicht was er wollte und nun konnte er erst so richtig loslegen. NLP war gestern. Jetzt begann Freeze Out! Gefiel ihm mein Tonfall nicht, ignorierte er mich einfach einige Tage lang. War ich "brav" verstärkte er dieses Verhalten zu Anfang jedes Mal, schwenkte aber nach einiger Zeit auf intermittierende Verstärkung um. Seine Forderungen an mich wurden immer extremer, sein Investition in "uns" immer weniger. Er brachte mich dazu, Geld für Reisen, Make UP, Kleidung auszugeben, bestimmte ob wir uns treffen oder telefonieren, wann, wo und wie lange. Er tat mir nicht gut, deshalb versuchte ich mich von ihm zu lösen, aber ich konnte schon nicht mehr zurück. Obwohl er mich wie den letzten Dreck behandelte, mich weinend in einem Hotelzimmer alleine ließ, war ich von diesem Mann abhängig geworden wie von einer Droge. Und er wollte sehen wie tief er mich demütigen kann! Ich will hier gar nicht aufzählen, zu was ich mich habe bringen lassen. Mark kann immer sagen, ich hätte es ja selbst so gewollt. Aber das stimmt nicht. Er hat mich dazu manipuliert, hat mich in seinen "Frame reingezogen". Ich spürte, wie ich begann, mehr und mehr an Selbstbewußtsein zu verlieren, wärend er immer kälter und herrischer mir gegenüber wurde. Tagelang ließ er nichts von sich hören und egal was ich tat, meine Gedanken kreisten nur noch um ihn. "Wie kann es mir gelingen dass er wieder nett zu mir ist?" Wie erbärmlich ich mich fühlte, so entfremdet von mir selbst. Es war, als hätte mir ein Vampier nach und nach all das genommen was er zuvor an mir anziehend gefunden hatte. Ich war so "needy" aber nur wenn ich mir das nicht anmerken ließ kümmerte er sich überhaupt mal um mich. Es war eingetreten, was er mir profhezeit hatte: " Ich tue erst ganz lieb, und wenn ich die geeigneten Maßnahmen ergriffen habe zeige ich dir mein wahres Gesicht. Dann kannst du mich aber nicht mehr so einfach loswerden." Sein Atraktivitätslevel stieg immer weiter und ich befand mich wie in Trance. Hätten wir uns noch einmal getroffen, ich hätte mich von ihm verprügeln lassen. Aber die emotionalen Schmerzen die er mir in dieser Zeit zufügte waren weitaus schlimmer. Ich schlief keine Nacht mehr durch, aß so wenig dass meine Haare begannen auszufallen. Und auf jede Sms, oder kurze eMail die er mir schickte, reagierte ich wie entusiastisch wie ein pawlowsches Hündchen. Vor zwei Monaten schoss er mich dann ab. (ließ aber durchblicken dass er mich gerne noch mal hätte, wenn er die Zeit dafür findet) Aus seinem darauffolgenden Verhalten kann ich schließen, dass er die damalige Brieffreundschaft nur aufrecht erhalten hat, um einmal seine PUA Nummer mit mir durch zu ziehen. Er hatte diesen Spass mir mir nun gehabt und im Folgenden heuchelte er kein Interesse mehr an meinem Leben. Das Liebeskummer etwas Schlimmes ist brauche ich wohl niemandem zu sagen. Nur, was ich mit diesem Mann erlebte grenzt an Wahnsinn. An diesem ersten Abend an dem er mich knackte, hatte er vermittels NLP so positive Gefühle in mir erzeugt, dass ich hinter seiner Wertschätzung und Zuneigung hinterherjagte, mich immer mehr erniedrigte, mich immer kleiner machte....Und all das verdanke ich seinem Zauberkästchen PU. Wohlmöglich zeigt er grade der nächsten Frau seinen Stifttrick. Immerhin hat er mal kurz erwähnt bei einer seiner Bekannten den richtigen Zeitpunkt verpasst zu haben. Auch dieser Satz hätte mich schon stutzig machen sollen, aber ich war blind vor Liebe. Ob die Augen seines nächsten Targets wohl auch so leuchten, wenn er die Tanznummer durchzieht und wird ihm der Kiss Close wohl wieder so mühelos gelingen? Bei seinem "Next" meinte er, immerhin habe er mir immer die Wahrheit gesagt. Das stimmt, aber ich wußte nichts von PUA. Mir kommt ein Satz in den Sinn. Er lautet: "Jede Sünde beginnt dort, wo man Menschen wie Dinge behandelt." Möge jeder Leser dieses Textes sich seine eigenen Gedanken darüber machen.