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  1. Guten Tacho, Freunde. Ich will ehrlich sein. Heute habe ich keinen Bock, diesen Beitrag zu verfassen. Gerade schaue ich aus dem Fenster und denke mir "jope, die Sonne scheint und ich sitze hier vor meinem Laptop, nur weil ich mir vorgenommen habe, diesen verdammten Beitrag jeden Sonntag zu schreiben". Manchmal ist das aber so. In diesen Momenten entscheidet sich, aus welchem Holz du geschnitzt bist - oder so. Ach, was weiß denn ich. Schon mal als Ankündigung: Kommendes Wochenende gibt es keinen Beitrag. Ich habe mir extra zwei Tage freigenommen, um vier Tage lang konsequent an meinem Blog arbeiten zu können und bin dann hoffentlich fertig mit dem Design - zumindest vorerst. Ist mir ansonsten ein bisschen zu viel Schreiberei, ich schreibe jeden Tag irgendwie so zwischen 1-2 Stunden und für mehr reicht meine mentale Power aktuell noch nicht. Gewohnheiten - Teil 3 Sport Bin so ein bisschen Sportjunkie, gerne auch 2x am Tag. Dieses Jahr habe ich Beachvolleyball, Yoga und Bouldern für mich entdeckt. Ansonsten gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio und ab und zu laufen. Ab Frühling wird wieder richtig viel Beachvolleyball gespielt. Das heißt, dass ich aktuell noch relativ viel Zeit für das Fitnessstudio habe. Deswegen dachte ich mir, ich setze mir da mal wieder Ziele, weil ich seit Ewigkeiten auf der Stelle herumdümple. Kraftwerte 1RM aktuell bei 81kg Körpergewichtl: Schulterdrücken: 56kg Bankdrücken: 100kg Kniebeugen: 137kg Kreuzheben: 149kg Kraftwerte Ziel 1RM bis 1.3.2018: Schulterdrücken: 62, 5 Bankdrücken: 110kg Kniebeugen: 150kg Kreuzheben: 165 kg Sollte machbar sein. Mal schauen. Jeden Tag am Blog arbeiten Liegt momentan sehr viel Fokus drauf. Macht mir einfach tierisch Spaß. Eigene Texte zu schreiben ist ja die eine Sache. Das ist aber noch lange nicht alles. Um das Ding in Umlauf zu kriegen, muss man schon ein bisschen Arbeit reinstecken. Ich gehe da sehr strukturiert an - schaue mir erfolgreiche Blogs an, schaue, was sie richtig machen. Gucke mir an, ob ich das bei mir übernehmen und meinen eigenen Stempel aufdrücken kann. Im Prinzip gehe ich vor, wie ich das auch auf der Arbeit tun würde. Ich schaue mir die besten Leute an und betrachte im Detail, wie sie vorgehen. Das versuche ich dann für mich zu verallgemeinern. Beiträge bei erfolgreichen Blogs sind meistens ähnlich strukturiert und aufgebaut. Ansonsten geht viel über Networking. Da forsche ich gerade ein bisschen, wie ich effektiv und schnell networken kann. Keine Zigaretten Vor viereinhalb Monaten habe ich aufgehört Zigaretten zu rauchen. Läuft gut und bin auch nicht rückfällig geworden, obwohl ich hier und da auch betrunken war. Das Verlangen ist tatsächlich im Alltag auf 0 zurückgegangen. Höchstens nach ein paar Bier kriege ich einen kleinen Moment lang Lust, aber das verfliegt dann auch genauso schnell wieder. Die Leserzahlen steigen langsam, aber stetig Da ist noch gaaaanz viel Luft nach oben. Ich intensiviere meine Aktivitäten und Bemühungen hinsichtlich der Leserzahlen nun vermehrt. Hier werde ich vermutlich eine Weile mit meinen Bemühungen in Vorleistung gehen müssen, ehe ich da riesige Anstiege in den Leserzahlen erwarten darf. Aktuell wissen auch nur drei meiner Freunde von dem Blog. Alleine in der Hinsicht habe ich noch riesiges Potenzial. Ich will in diesem Monat den Blog richtig auf Vordermann bringen und ab Januar rühre ich dann richtig die Werbetrommel. Zum Glück bin ich geduldig und muss nicht alles sofort haben. Facebook sehe ich potenziell als meinen größten Katalysator. Ich bin äußerst gespannt! Beruflich läuft es top Das Mitarbeitergespräch mit meinem Chef hat mir aufgezeigt, dass ich auf einem sehr guten Weg bin. Ich lege eine außergewöhnlich schnelle und steile Entwicklung hin. Zurückführen kann ich das unter anderem auf drei Faktoren: Speedreading, 10-Finger-Schreiben und Getting Things Done. Heute bin ich zeitlich etwas knapp unterwegs. Beim nächsten Beitrag gehe ich dann etwas detaillierter auf die drei Punkte ein. Wo bleiben die MädelzZz? Ohhh neiiin, ich hatte das letzte Mal vor etwa zwei Monaten Sex, ALAAARM! Ach, ist schon ganz interessant zu sehen, wie wenig Antrieb ich momentan in die Richtung habe. Wobei ich sagen muss, dass mich ein Mädel derzeit reizt. Ich weiß nicht, ob das auf Gegenseitigkeit beruht. Ich könnte sie ja mal fragen, ob sie Lust auf ein Treffen mit mir hat. Wäre aber wohl zu einfach oder so - sagt zumindest mein Kopf. Vielleicht überwinde ich mich kommende Woche dazu. Menno, warum setzen die sich nicht einfach auf meinen Schoß, ohne dass ich was tun muss. Diese Woche gelesene Bücher Tjo. Gerade lese ich 4 Bücher parallel und habe daher diese Woche kein Buch fertig gelesen. Zusammenfassungen folgen dann beim nächsten Mal wieder Die Tücken der eigenen Perspektive Kennst du das Gefühl, wenn du... von Menschen Kritik bekommst, die du nicht nachvollziehen kannst? jemanden kritisierst, nur um dann festzustellen, dass der Kritisierte kein Verständnis dafür hat? für etwas verantwortlich gemacht wirst, bei dem dich eigentlich keine Schuld trifft? jemanden kritisiert und später festgestellt hast, dass du eigentlich im Unrecht warst? unter Schnappatmung nach Argumenten suchst, warum du so und so gehandelt hast oder das und das getan hast? dich nach einer deiner Meinung nach gerechtfertigten Kritik in einer Diskussion wiederfindest, die sinnloser kaum sein könnte? Dann geht es dir so wie mir. Irgendwie scheint der Mensch nicht dafür gemacht zu sein, kritisiert zu werden. In uns ist einprogrammiert, auf Kritik mit Selbstverteidigung oder Gegenangriff zu reagieren. Pisst uns einer ans Bein, dann versuchen wir postwendend zurückzupissen. Dass das in einer Sauerei endet, muss ich dir nicht vormalen. Wer meine Malkünste kennst, der weiß, dass ich es auch ohnehin nicht könnte. Aus irgendeinem Grund haben wir das in uns drin, Schuldzuweisungen und Kritik austeilen zu wollen. Wir brauchen einen Verantwortlichen. Das ist nur selten zielführend. Warum also nicht einen anderen Weg gehen und Verständnis aufbringen, indem wir das tun, was der Mensch gemeinhin viel zu selten tut. Gehen wir doch hin und wieder einen Schritt zurück und wechseln die Perspektive. Urteile nicht über jemanden, in dessen Schuhe du nicht einen Tag gelaufen bist. Wenn wir einen Moment lang unsere eigene Perspektive verlassen, dann erschließen sich uns neue Möglichkeiten. Versuche dich einmal bewusst in deinen Gegenüber einzudenken und zu verstehen, warum er handelt, wie er handelt. Welche Details und Hintergründe sind dir bekannt? Gibt es vielleicht etwas, das du noch nicht weißt? Vielleicht kann er dir ja dabei helfen, dass du seinen Standpunkt besser verstehst? Wäre es nicht besser, Dinge, die wir nicht wissen, zu erfragen, statt mit einer vorgefertigten Meinung in den Angriff überzugehen? Am Ende sitzen wir doch alle im gleichen Boot. Keiner hat Lust darauf, dass man sich gegenseitig den Kopf einschlägt. Damit ist auch keinem geholfen. Lasst uns den anderen die Hand reichen und ihnen zeigen, dass wir Verständnis für sie haben. Wer gibt, der wird erkennen, dass ihm auch häufig gegeben wird. Genau das gleiche Prinzip gilt auch hier. Gib dir Mühe dabei, die Beweggründe des Gegenübers zu verstehen. Du wirst dich dann erkennen, dass die Menschen auch bestrebt sind, deine Beweggründe zu verstehen. Gebt und euch wird gegeben. Versteht und ihr werdet verstanden. Cheers, rsc
  2. So viel zum Vorsatz, haha. Es war zeitlich überhaupt nicht drin, diese Woche bin ich fast durchgängig auf Achse gewesen. Viele Termine, die mich sehr gefordert haben, aber auch lehrreich waren. Nachdem die letzten Wochen eher von Arbeit geprägt waren, stehen jetzt wieder viele soziale Aktivitäten an und jeder will was unternehmen. Ich weiß gerade nicht so wirklich, wie ich alles unter einen Hut bekommen soll. Ist ganz witzig, wie sich das manchmal ansammelt. Den Text hier schreibe ich, während ich im ICE sitze. Hach, sich über Luxusprobleme beschweren ist so typisch deutsch. Wegen des Zeitmangels und der Tatsache, dass ich morgen um 04:30 auf der Matte sein will, gibt es heute einen kurzen Beitrag. Der nächste wird dann wieder sehr ausführlich, mir schwirren da noch ein paar Sachen im Kopf rum, die ich mal loswerden muss :) Gewohnheiten - Teil 3 Jeden Tag schreiben Das Ding ist schnell erklärt. Ich schreibe gerne und habe die Überlegung, mir damit irgendwann finanziell ein zweites Standbein zu errichten. Die Konkurrenz ist hier groß und Übung macht nun mal den Meister. Aus diesem Grund ist mein Anspruch an mich selbst, jeden Tag mindestens 100 Wörter zu schreiben. Egal, wie scheiße es mir an einem Tag gehen mag, 100 Wörter gehen immer, das sind ein paar Sätze. Momentan sind das vor allem Texte für meinen Blog, mittel- bis langfristig sollen noch andere Texte dazu kommen. Italienisch Ich finde die Sprache wunderschön und lerne deswegen über Babbel Italienisch. In den nächsten Tagen werde ich mich zusätzlich für einen Sprachkurs anmelden. Das könnte zeitlich interessant werden. Ich bin allerdings zuversichtlich! Lesen Das Lesen ist zu meinem Ersatz für das Fernsehen geworden. Mittlerweile reizt mich fernsehen überhaupt nicht mehr. Empfinde ich als sehr gute Entwicklung. Ich will jeden Tag mindestens eine Seite lesen. Meistens sind es so 30-60 Minuten am Tag, macht dann 1-2 Bücher die Woche oder so. Passt ganz gut so und werde ich beibehalten. Der erste Like auf Facebook Oh yeeeeaaaa - und er kam nicht von meiner Mutter! Sehr schön. Schritt für Schritt das Laufen lernen. Vorgestern habe ich mich mit einem befreundeten Designer unterhalten und dem ordentlich Löcher in den Bauch gefragt. Ich will ein geiles Logo und so für meinen Blog haben und will mir das selbst beibringen. Bisher habe ich es immer geschafft, mich um die Notwendigkeit zu drücken, mich intensiv mit Bildbearbeitung zu beschäftigen. Das hier sehe ich aber als wunderbare Chance an, meine Finger mal in das Thema zu halten. Auf geht's! Diese Woche gelesene Bücher Matthias Pöhm - Nicht auf den Mund gefallen! So werden Sie schlagfertig und erfolgreicher (223 Seiten) Grundlagen der Schlagfertigkeit: Je größer der gedankliche Bogen, den man noch ergänzen muss, umso schlagfertiger wirkt die Antwort. Je absurder das Szenario, desto schlagfertiger wirkt die Erwiderung. Schlagfertige Menschen zeigen Ecken und Kanten und geben null Ficks darauf, ob andere schlecht über sie reden könnten. Unangenehme Fragen mit Nonsens beantworten kann sehr schlagfertig wirken "Das Leben ist ein Spiel, dessen Spielregel Nummer Eins lautet: Das ist kein Spiel, das ist todernst." Jeder spielt im Prinzip dem anderen etwas vor, und alle halten es für das echte Leben. Brich aus dieser Denke aus und du wirst sehen, wie du die Welt verformen kannst. Die Welt ist immer nur so ernst, wie du sie sehen willst. Spontane Schlagfertigkeit aus der Situation Stimm dem Vorwurf voll und ganz zu, aber derart übertrieben, dass es lächerlich wirkt. Bsp.: "Fett biste geworden!" - "Jope, mein Bürostuhlverschleiß schießt allmählich durch die Decke." Entwerte einen Vorwurf, indem du es als die Meinung des Angreifers darstellst. Bsp.: "Du hast die Unterlagen verschlampt." - "Das ist deine Meinung. Schau lieber noch mal richtig nach, bevor du mit Vorwürfen um dich wirfst." Wiederhole den Vorwurf mit der zusätzlichen Einleitung: "Du findest ...", und im Anschluss: "Das ist dein Problem." Bsp.: "Was ist das denn für ein Mist?" - "Du findest, das ist Mist. Das ist dein Problem." Stelle dir vor deiner Antwort die Frage: Welchen Nutzen kann diese Attacke für mich haben, welchen Nachteil könnte sie für den Angreifer haben? Bsp.: "Dich haben Sie als Kind wohl fallen gelassen!?" - "Seitdem habe ich keine Flugangst mehr." Leite deine Antwort mit "Du willst damit sagen..." ein. Danach kannst du eine beliebige Interpretation folgen lassen. Bsp.: "Gestern hast du das Gegenteil behauptet." - "Du willst damit sagen, ich lerne schnell dazu." Gib eine Antwort, die den Angreifer im schlechten Licht erscheinen lässt. Mach den Gegenangriff möglichst indirekt. Bsp.:"Wir reden miteinander, wenn du wieder nüchtern bist." - "Nüchtern bist du leider nicht zu ertragen." Antworte mit der Schablone "Lieber... als..." Bsp.:"Die Schuhe passen nicht zu deinem Pullover." - "Lieber unpassende Schuhe als unpassende Bemerkungen." Wenn dich jemand mit etwas Negativem vergleicht, lobe den Vergleichsgegenstand. Bsp.:"Du bist gebildet wie mein Dackel." - "Da hast du aber einen pfiffigen Dackel." Bei versteckten Angriffen sprichst du in aller Deutlichkeit das aus, was der Angreifer nicht auszusprechen wagt. Bsp.:"Das ist im Prinzip ein ganz einfaches System." - "Du willst mir praktisch sagen, wer so einen einfachen Kaffeespender nicht bedienen kann, ist debil?" Bei Angeberei: Mach dich bewusst klein. Gib dich als Verlierer bekannt. Bsp.: "Ich lachse jedes Wochenende eine andere Alte um." - "Mich beachtet keine Frau. Wahrscheinlich bin ich zu hässlich und zu uninteressant." Formulier einen giftigen Vorwurf so um, wie ein Gentleman es vernünftig und höflich ausgedrückt hätte. Alternativ kannst du die Emotionslage des Angreifers beschreiben. Bsp.: "Kümmer dich gefälligst um deine eigenen Angelegenheiten." - "Du willst deine Arbeit also alleine tun. Alles klar." Schlagfertigkeit in Wortgefechten, Diskussionen... Warte nicht, bis der andere das Wort ergreift. Sprich zuerst. Ergreife in bedrohlichen Gesprächssituationen die Initiative. Deine Position ist immer günstiger. Wer Aufgaben stellt, ist in der besseren Position. Gib die Anzahl der gewünschten Antworten vor. Mach statt einer Frage eine Aussage und schau den anderen fragend an. Unterstelle etwas, indem du eine Vermutung als Voraussetzung mit in die Frage nimmst und nur noch ein Detail nachfragst. Nach einem Fragezeichen solltest du nichts mehr sagen. Eine einer Frage vorangestellte Aussage konstruiert ein Szenario, das meist unüberprüft bleibt und aus dem heraus der Befragte dann antwortet. Menschen reden bereitwilliger, wenn man vorher etwas sagt, worauf sie stolz sein können. Nimm dem Befragten die Entscheidung im Prinzip bereits ab und lasse den anderen nur noch zwischen zwei Alternativen aussuchen. Konstruiere ein Szenario, aus dem heraus du den anderen eine Frage beantworten lässt. Mit dem Was-wäre-wenn-Fragen kannst du Stellungnahmen zu einer Situation herausfordern, die in dieser Form gar nicht existiert. Mit Doppel- oder Mehrfachfragen bringst du selbst wortkarge Menschen zu einem längeren Redeschwall und gewinnst Zeit, um selbst deinen nächsten Schritt zu planen. Beginn deine Frage mit "Findest du nicht auch" oder "Du bist mit mir doch einer Meinung" um die wahrscheinliche Antwort in deinem Sinne sicher zu bekommen. Lass den anderen irgendeinen Begriff aus seinen Ausführungen definieren. Durch eine Definitionsfrage bringst du den Befragten meist in eine bedrohliche Situation. Wenn du einen zusätzlichen Gedanken während deiner Ausführungen hast, so sprich ihn nicht aus. Dies verhindert Langatmigkeit. Wenn du dich durch eine Frage oder einen Vorwurf bedroht fühlst, frage den anderen irgendetwas. Die Rückfrage verblüfft, gibt Zeit zum Nachdenken und vertauscht die Rollen. Es gibt einen universellen Verstärker für jede schlagfertige Antwort: Füg an jede schlagfertige Antwort den Namen des Angreifers an. Mach als Erwiderung eine klare unmissverständliche Aussage und füg dahinter noch eine Frage an. Das bringt den anderen in den Antwortreflex. Wenn du in einer Fragerunde Rede und Antwort stehen musst, dann wende deinen Blick vom Fragesteller ab, sobald du die Frage beantwortet hast. Geh nicht auf den Vorwurf an sich ein, sondern stell konkretes Handeln in der Zukunft in Aussicht. Weiche unangenehmen Fragen aus, indem du zu irgendienem Stichwort aus der Frage eine beliebige Aussage machst und dann ohne Pause den Frager mit artverwandten Aussagen überschüttest, die alle im positiven Grundton gehalten sind. Wenn dir jemand an den Kopf wirft, dass du mit deinen Aussagen danebenliegst, gib direkt oder durch die Blume zu verstehen, dass er das mit seiner Vorbildung gar nicht beurteilen kann. Lass dich nicht auf die Details des Fragestellers ein. Sprich von einem vorrangigen Ziel. Sobald du eine Aussage hörst, bei der eine Unterstellung mitschwingt, unterbrich unmittelbar und stell die Aussage kategorisch richtig. Du kannst viele Fragen umschiffen, indem du mit deiner Pauschalformulierung konterst: "Es geht nicht darum ..., sondern ..." Geh nicht inhaltlich auf den Angriff ein. Analysier und bewerte die Art des Angriffs." Selbstbehauptung Wenn du unter dem Verhalten eines anderen Menschen leidest, ist es allein deine Aufgabe, aufzustehen und dein Anliegen zu artikulieren. "Es gibt immer Menschen, die tun mit Erfolg genau das, wovon du sagst, dass es unmöglich wäre." <--- GOLD! Wenn sich dir gegenüber jemand im Ton vergreift, so steh auf, schau ihm in die Augen, geh vielleicht sogar noch einen Schritt auf ihn zu und sag ganz ruhig:"Das ist nicht die Art, die ich gewohnt bin mit mir zu reden, komm wieder, wenn du einen normalen Ton gefunden hast. Danke!" Mit einem "Danke" am Ende eines klaren Aussagesatzes bestimmst du das Ende des Gesprächs. Wenn dir jemand einen Vorwurf macht, weise die Anschuldigung kategorisch zurück. Sag die Zauberworte: "Nein, falsch..." Steh unerwarteterweise zu dem, was man dir vorwirft. Was der Angreifer als verwerflich definiert, zerbröselt in dem MOment, wenn du voll und ganz dazu stehst. Der sanfte Weg, mit Angriffen umzugehen "Eine Hand, die du nicht abhacken kannst - schüttle sie." Generell: Gehe nicht auf Konfrontationskurs. Versuche nicht, dem Gegenüber zu beweisen, dass du im Recht bist. Ein Mitmensch, der dir wohlgesonnen ist, ist 1000-mal mehr wert als ein kurzfristig gewonnener Sieg, der einen Verlierer hinterlässt. Es gibt keine lächerlichen Ansichten. Lass den anderen spüren: Ich kann dich verstehen, deine Position hat auch eine Berechtigung. Das wichtigste Wort im Leben eines jeden Menschen ist sein eigener Name. Sprich deine Mitmenschen mit ihrem Namen an und sie werden versöhnlicher auf dich reagieren. Wenn dich jemand angreift, dann ist desa oft nur die Spitze des Eisbergs. Manchmal greifen Menschen dich an, suchen aber eigentlich nur Anerkennung. Es muss nicht immer zwingend mit dem zu tun haben, was du gesagt hast. Manchmal hat es nur mit dem zu tun, was du in dem anderen ausgelöst hast. Keiner zwingt dich, sich zu ärgern. Ärger und Wut zu haben ist kein Naturgesetz, du kannst es beeinflussen. Wenn du dich über etwas aufregst, so gibt es meistens drei mögliche Ursachen: Im Grunde wärst du gern so wie der, über den du dich ärgerst. Verhasste Schwächen von dir selbst. Die Erinnerung an Schwächen anderer Leute, unter denen du gelitten hast. Bitte um Verzeihung, ohne dich zu rechtfertigen. Es beruhigt den Angreifer fast nie, wenn du eine Erklärung für dein Fehlverhalten liefern kannst. Bau keine Gegenposition auf. Wenn du eine Gegenposition aufbaust, stellst du eine Festungsmauer in die Gegend, auf die jeder Gegner mit Leichtigkeit seine Waffen richten kann. Wenn er hingegen keine Mauer sieht, ist seine Waffe sinnlos geworden und er wird sie wieder wegstecken. Du musst entscheiden, was für dich wichtiger ist: dich zu behaupten (dem hab ich's jetzt aber gezeigt) und dann wertvolle Energie in die Aufrechterhaltung einer Feindschaft mit Gegenattacken und Rachefeldzügen zu verschwenden - oder aber nachzugeben, die gute Laune zu behalten und aus einem möglichen Feind einen guten Nachbarn zu machen. Mit aber machst du alles zu nichte. Menschen reagieren körperlich auf dieses Wort, es löst einen Widerstand aus. Zitiere den anderen während des Gesprächs. DU gibst ihm dadurch das Gefühl von Bedeutung. Warum dieser Moment genauso wichtig ist wie jeder andere Wenn die Welt in einer Stunde unterginge, was würdest du tun? So oder so ähnlich lautete die Frage, welche Augustinus gestellt wurde. Augustinus mähte gerade im Klostergarten Gras, als sich einer der Mönche mit dieser Fragestellung an ihn wandte. Seine Antwort war: „weitermähen“. So schlicht und kurz diese Anekdote auch sein mag, so wertvoll ist doch der Kern, der sich darunter verbirgt. Jeder Moment ist genauso wichtig wie jeder andere auch. Jep, auch dieser Moment, den wir gerade erleben – ich, während ich diesen Text verfasse, und du, während du diesen Text liest. Wenn wir uns vollkommen auf den jetzigen Moment einlassen, dann kehrt Ruhe in uns ein. Es ist völlig wumpe, ob du gerade in einer überfüllten Bahn sitzt und den Schweiß fremder Menschen gefährlich nah an deinem Gesicht spürst. Egal wie hart deine momentane Situation auch sein mag, egal wie schwer sich die Zeit gerade für dich anfühlt – dieser Moment ist genauso wertvoll wie jeder andere auch. Wir sind nur zu verwöhnt. Wir lamentieren, wo es nur geht. Um es mit den Worten von Henry D. Thoreau in seinem Buch Walden zu formulieren: "Aber die Menschen haben es so weit gebracht, dass sie häufig nicht aus Mangel am Nötigen, sondern aus Mangel an Leckerbissen verhungern. Ich kenne eine brave Frau, die meint, ihr Sohn sei gestorben, weil er nur Wasser trank." Das Problem ist nicht der Moment oder die Tätigkeit, die wir gerade ausführen, sondern unsere geistige Haltung. Wir sind liebend gern bereit, die vermeintlich schönen Momente mit offenen Armen zu empfangen. Die nicht so schönen Momente meiden wir aber wie der Teufel das Weihwasser. Der Umstand ist nicht das Problem, sondern unsere Interpretation des Umstandes. In dem Moment, in dem wir eine Tätigkeit oder ein Gefühl als schlecht bewerten, setzen wir uns selbst einen Rahmen, aus dem heraus wir uns auch nur schlecht fühlen können, wenn wir die Tätigkeit ausführen oder das Gefühl erleben. Der innere Widerstand in uns macht aus der kleinsten Mücke einen Elefanten mit ordentlich Hubraum. Unlust macht sich in uns breit. Manchmal schieben wir die kleinsten und einfachsten Aktivitäten tage-, wochen- oder monatelang vor uns her. Der Zeitaufwand, den wir für das Unterdrücken unseres Pflichtgefühls aufwenden, ist dabei häufig genug sogar größer als der Zeitaufwand für die Aktivität an sich wäre. Meistens retten wir nun mal keine Einhörner Dabei sind es die einfachsten Tätigkeiten, die uns am meisten weiterbringen können. Die niedersten Arbeiten können uns unserem selbst sehr nah bringen. Wenn wir sie bewusst erleben, jede Sekunde davon wahrnehmen und nicht nur die Sekunde herbeisehnen, in der wie endlich fertig sind, dann werden wir merken, dass dieser Moment eigentlich sehr schön ist. Wir sind im Einklang mit uns und tun etwas, das seit Jahrtausenden schon Menschen getan haben, wir sind mit ihnen verbunden. Ob es nun um das Wäsche waschen, Staubsaugen oder Aufräumen der Wohnung geht, all diese Dinge sind Teil des Lebens. Diese Dinge sind notwendig, um die vermeintlich „schönen“ Dinge des Lebens noch mehr genießen zu können. Die meiste Zeit über sind wir nun mal nicht Fallschirmspringen, wir klettern meistens nicht auf dem Mount Everest, retten keine Einhörner vor dem Ertrinken oder sorgen für den Weltfrieden. Viel eher sind die meisten Momente schlicht und können unscheinbar sein. Das heißt aber nicht, dass diese Momente nicht genauso wichtig sind wie die vermeintlich tollen Momente, in denen so wahnsinnig viel passiert und wir aufregende Dinge erleben. Uns das hin und wieder vor Augen zu führen erspart uns sehr viel Kummer und Sorge. Cheers, rsc
  3. Da ich in einem anderen Forum noch einen ähnlichen Thread führe, werde ich immer mal wieder Antworten der User dort zitieren, die hier thematisch reinpassen. Den Namen zitiere ich nicht mit. Sollte das nicht erlaubt sein, dann bitte ich ausdrücklich um eine Information von der Moderation oder Administration, ich entferne das dann umgehend. Ich denke nur, dass der Inhalt hier für die Leser auch wichtig ist und alles doppelt und dreifach schreiben finde ich nicht so geil. "Qui docet, discit" sagten schon die Römer. Wer lehrt, der lernt. Das gleiche gilt hier. Ich bin nicht hier, um euch irgendetwas beizubringen. Wir sollten voneinander lernen, sowohl ihr von mir und ich von euch, weil wir alle im selben Boot sitzen. Der Dalai Lama hat das einmal sehr treffend ausgedrückt:"„Wenn du sprichst, wiederholst Du nur, was Du schon weißt. Aber wenn Du zuhörst, lernst Du unter Umständen etwas Neues.“ Da ist offenbar noch eine Menge Widerstand bei diesem Thema, was ich auch nachvollziehen kann. Hier wird sich sehr stark an dieser Tabelle aufgehängt. Das Ding ist bei mir einfach nur in den letzten Monaten so gewachsen, weil ich mir innerhalb kurzer Zeit sehr viele neue Gewohnheiten angeeignet habe. 70-80% davon könnte ich rauswerfen und würde vermutlich trotzdem die Gewohnheit beibehalten. Ich lasse sie aber bewusst drin, weil die Wahrscheinlichkeit, dass ich mir diese Gewohnheit beibehalte, höher ist, je länger ich sie in dieser Liste behalte. Wenn ich etwas ein Jahr lang kontinuierlich gemacht habe und keine Bedenken habe, schmeiße ich es raus. Ich will mir nicht nur zu 95% sicher sein, sondern zu 99,9% So eine Tabelle kann für andere Menschen befremdlich sein. Ist auch ok. Für mich war es anfangs auch befremdlich. Viele Dinge auf der Welt sind befremdlich, ehe man sie ausprobiert hat. Ich fand den Gedanken, als Mann Yoga zu machen, vor 2 Jahren befremdlich. Jetzt feiere ich das. Ich fand den Gedanken, um 04:30 aufzustehen befremdlich. Irgendwann habe ich es versucht und jetzt feiere ich ihn. Ich zwinge hier ja keinen, meinen Scheiß auszuprobieren, sondern zeige, was für mich funktioniert. Take it or leave it. Trotzdem bin ich euch überaus dankbar für den ganzen Input, weil ich daran auch besser erkennen kann, wo noch starke Widerstände sind. Ich werde euch sicher nicht sagen, wie ihr euer Leben zu führen habt. Selbst wenn ihr nur eine einzige nützliche Information aus meinem Thread zieht, habe ich schon erreicht, was ich erreichen wollte. Ich halte es da gerne so, wie es Paulo Coelho in seinem Buch Der Alchimist (übrigens eine fette Empfehlung von meiner Seite aus) formulierte: „Alle Menschen haben immer genaue Vorstellungen davon, wie wir unser Leben am besten zu leben haben. Doch nie wissen sie selber, wie sie ihr eigenes Leben am besten anpacken sollen.“ Vorne weg: Sehr geiler Beitrag insgesamt, vielen Dank dafür. Es freut mich zu sehen, dass hier ein paar Denkprozesse ausgelöst werden und dann ein so ausführlicher und durchdachter Beitrag dabei rumkommt! Selbstoptimierung ist in der Tat ein sehr beliebtes Thema heutzutage - und ich bin so froh darum! Die Menschen verstehen langsam, dass sie sich nicht in Fesseln legen lassen müssen. Wir haben immer mehr kapiert, dass der uns immanente Wunsch nach Wachstum tatsächlich auch in der Realität umsetzbar ist. Langsam verstehen immer mehr Menschen, dass... keiner von uns gezwungen ist, bis zum Ende seines Lebens einen 9 to 5 Job auszuüben. du nicht das Opfer deines Schicksals sein musst. du deines eigenen Glückes Schmied bist. die Träume, die du als Kind hattest, tatsächlich umsetzbar sind, wenn du bereit bist, etwas dafür zu tun. usw. Dass es auch negative Begleiterscheinungen mit sich bringt, ist normal, das passiert bei allen Dingen. Alles Gute hat auch eine schlechte Seite, schau dir doch mal Pickup an. Wie viele seltsame Gestalten beschäftigen sich hiermit und werfen ein unheimlich schlechtes Bild auf dieses Wort? Gerade am Anfang überkompensiert der ein oder andere. Ich investiere sehr viel Zeit in meine Entwicklung, da hast du Recht. Mein Leben ist trotzdem sehr entspannt und ich bin rundum zufrieden. Wunsch nach Wachstum heißt nicht, dass ich unzufrieden bin. Ich bin tiefentspannt und glücklich. Ist es so schwer, das zu begreifen? Dann werde ich im nächsten Beitrag vielleicht mal näher darauf eingehen. Wer definiert denn jetzt, wo das Loch beginnt und wo es aufhört? Warum jeder auf den höchsten Berg will? Naja, erstmal sehe ich das gar nicht so, dass es der höchste sein muss. Zumindest will jeder höher steigen, das stimmt wohl. Ich glaube, der Wunsch nach Wachstum liegt tief in unserer Natur. Und zu wachsen macht ja auch unheimlich Spaß, wenn wir den Prozess bewusst wahrnehmen und genießen. Ich lese bei dir die ganze Zeit die Frage nach dem "warum" und dass dieser ganze Wunsch nach Wachstum sinnlos ist. Warum ist es denn sinnlos, zu wachsen, wenn es dich erfüllt und du dabei Spaß hast? Es wird nur dann zu einem Problem, wenn du dich immer mit anderen vergleichst und dich runterziehst, sobald du etwas mal nicht schaffst. Deine letzten zwei Sätze machen deinen ansonsten sehr schönen Beitrag ein bisschen kaputt, das finde ich schade. Einfache Antwort: Wenn er den Weg dahin nicht genossen hat, hat er davon nichts außer dem Wissen, dass er es geschafft hat. Hat er den Weg dahin genossen, dann hat er das Wissen, es geschafft zu haben und dabei eine geile Zeit gehabt zu haben. Ich glaube, dein Problem mit dem Nachvollziehen dieses Strebens nach dem Großen verstanden zu haben. Du betrachtest immer nur aus einer Sicht des Verzichts. Vielleicht hilft es dir, mal die Perspektive zu wechseln. Statt dich zu fragen, auf was du verzichten musst, kannst du dir mal die Frage stellen, was du stattdessen bekommst. Im Buch "The Compound Effect" wird in diesem Zusammenhang vom Add-In Principle gesprochen. Ich zitiere es dir mal hierher. "It's not so much what you attempt to take out of your diet," he explained to me. "It's what you put in instead." This has become his analogy for life. Instead of thinking that he has to deprive himself, or take something out of his diet (e.g., "I can't eat a hamburger, chocolate, or dairy"), he thinks about what he can have instead 8e.g., "Today I'm going to have a salad and steamed vegetables and fresh figs"). He fills his focus and his belly with what he can have, so he no longer has attention or hunger for what he can't. Instead of focusing on what he has to sacrifice, Montel think about what he gets to "add in." The result is a lot more powerful. A friend of mine wanted to break his bad habit of wasting too much time watching TV. To help out, I asked him what he'd like to do with three hours of free time if he had it. He said he would play with his kids more. I also asked him to pick a hobby he'd always wanted to explore. His choice was photography. A total techie, he went out and got all this high-tech editing equipment, which he happily toted along on more family outings so he could take great photos of his kids. Then he'd spend hours in the evening editing and putting together slide shows and photo albums for the whole family to enjoy. They ended up spending time together, laughing and remembering how much fun they'd had. Because he was so focused on his kids and photography, he no longer had the time nor the desire to sit around and watch TV at night. He realized he'd been zoning out on it because it was an easy mental escape from his workday. By replacing TV viewing with his new habit of playing games with his kids and working on his photography hobby he discovered passions with far more power and far bigger payoffs. What can you choose to "add in" so you can enrich your life experience?" Vielleicht hilft das ja beim Verständnis? Wenn nicht, lass es mich bitte wissen, ich finde das Thema ohnehin spannend Nochmal: Ja, viele machen das aus einem gesellschaftlichen Druck heraus. Das ist mir aber wieder zu stark pauschalisiert. Nur weil es Leute gibt, die sich optimieren, weil es derzeit "chic" ist, muss das nicht zwangsweise auf jeden zutreffen. Ich empfinde die Entwicklung weg vom Fatalismus hin zum Gedanken "Jeder ist seines Glückes Schmied" als eine der wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Die Leute sollten sich nur fragen, warum sie in einer bestimmten Sache überhaupt nach Wachstum streben. Es gibt konstruktive und destruktive Quellen des Antriebs. Wenn du die richtigen Gründe hast, dann hast du auch sicher nicht diese negativen Glaubenssätze, die du da beschreibst. Ich kenne zwar die Leute, die du da nennst, aber ihre Produkte habe ich mir nicht angesehen. Wenn die das tatsächlich wie in der von dir beschriebenen Form vermitteln, dann ist das bedauerlich. Deine anderen Sachen lassen sich alle zusammenfassen unter: Aus den falschen Gründen nach Wachstum zu streben ist destruktiv. Die Eltern, die ihre Kinder extrem drillen, tun das häufig nur für sich selbst, um später ihre eigenen Wunderkinder präsentieren zu können. Andere tun es, um die Kinder in einem Bereich zum Erfolg zu drillen, in dem sie selbst gescheitert sind, um sich selbst zu beweisen, dass sie es mit besseren Startbedingungen auch geschafft hätten. Ja, ist richtig. Was du aber immer unter den Tisch Acht lässt: Jeder Verzicht ist auch an einer anderen Stelle ein Gewinn. Völlig ohne Wertung. Verzicht auf Masturbation erhöht deinen Antrieb, deinen Energielevel und deine sexuelle Lust. Auf Masturbation zu verzichten wird nicht ohne Grund empfohlen. Es ist der schnelle, kurzlebige Spaß gegenüber dem langsamen, langlebigen Spaß. Dafür muss ich den Fokus aber auf die Zukunft richten und das wollen viele nicht, dafür ist der Mensch by default zu sehr hedonistisch veranlagt und immer auf schnellen Genuss statt auf langhaltige Balance aus. Das Ding ist, dass viele Masturbation benutzen, um zu prokrastinieren und sich das Leben zu einfach zu machen. Fuck, ich muss noch an meiner Bachelorarbeit schreiben! Ach, ich hole mir erst einmal einen runter, danach mache ich das. Ahh, ich wollte ja meine Probleme mit den Frauen angehen. Mache ich nachher, ich hole mir erst einmal einen runter. Klingt dumm? Tjo, ist aber so. Komplett auf Masturbation zu verzichten ist vielleicht keine langfristige Lösung, aber sie zumindest nach unten zu regulieren kann vielen Jungs helfen. Dass du darin eine Selbstgeißelung siehst, kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, das ist schnell umgesetzt und der Gewinn viel höher als der Verlust. Das gleiche Prinzip hast du beim Alkohol auch. Ich werde jetzt nicht auf die langfristigen Vorteile des Alkoholverzichts eingehen, die kennst du selbst. Der Sinn ist immer der gleiche. Langfristige Balance und Zufriedenheit kurzfristigen, kurzlebigen Vergnügungen vorzubeugen. Ich denke auch, dass komplette Abstinenz nicht zwingend erforderlich ist. Die Dosis macht das Gift. Dass andere Drogen okay sind, sehe ich nicht so und wüsste auch nicht, wer das jemals irgendwo sagt. Hier und da mal etwas Neues zu probieren heißt ja nicht, dass das jetzt dauerhaft gemacht werden soll. Wer Drogen nimmt, um damit seinen Geist zu erweitern, dürfte wohl in der starken Unterzahl liegen. Wenn ich Drogen nehme, dann weil ich Bock auf die berauschende Wirkung habe. Wenn dabei aufgrund der bewusstseinserweiternden Wirkung für mich eine spannende Erkenntnis herausspringt, ist das ein nettes Addendum. Wo du jetzt ein Problem mit den Kopfhörern hast, verstehe ich nicht wirklich. Ist ja nicht so, als würde ich komplett auf Musik verzichten. Ich bin eine introvertierte Person und wenn ich mich dann noch mit Kopfhörern von der Welt abschotte, kehre ich nur noch mehr in mich. Auch hier wieder: kurze Sicht auf lange Sicht. Da verzichte ich 2-3x bewusst drauf und danach ist es mir schon völlig egal, dass ich unterwegs keine Musik höre. Ich vergesse einfach, dass ich das früher mal gemacht habe und fühle mich langfristig besser. Trifft fast alles zu. Mittelmäßigkeit ist nicht mein Feind, aber auch nicht mein Anspruch an dich selbst. Wenn Mittelmaß der Anspruch von irgendjemandem an sich selbst ist, ist das auch okay. Ich werde aber meinen natürlichen Drang nach Wachstum nicht eindämmen, denn er hat seine Daseinsberechtigung. Auch hier wieder nur Schwarz-Weiß-Denke. Ich kann das Leben auch genießen und dabei nach mehr streben. Bei dir liest sich das immer so, als würde jeder total krass verzichten, wenn er nach Größerem strebt. Dabei ist eher umgekehrt der Fall. Wer die Arbeit sinnvoll und effektiv verrichtet, hat langfristig mehr Spaß in seinem Leben und kann die Momente der Entspannung und Ruhe viel mehr genießen. Der ist in der Tat sehr gut geschrieben, da gebe ich dir Recht. Ich habe das auch nicht als persönliche Kritik aufgefasst. Der Thread ist dafür da, dass ihr mir eure Meinung auch mitteilen könnt und das hast du getan. Vielen Dank dafür. Vielen Dank für das Kompliment und für den Buchtipp, ich setze es auf meine Liste. Ich bin eher weniger gestresst als früher. Sollte sich das ändern, werdet ihr das erfahren Wie ich wirke, weiß ich nicht. Gestresst fühle ich mich zumindest nicht. Das mache ich! Noch eine Erinnerung an alle: Euer Input ist ausdrücklich erwünscht. Das hier ist keine Einbahnstraße, auch ich kann mich mal in eine Sackgasse begeben und da können eure Gedanken dazu für mich sehr hilfreich sein. Also, keine falsche Scheu bitte. Ist ziemlich normal. Bei mir war das auch immer eine Achterbahnfahrt und hat sehr lange gedauert, bis sich das eingependelt hat. Wenn die anfängliche Euphorie langsam abnimmt, fängt die richtige "Arbeit" an. Die geht am Anfang vor allem über Selbstdisziplin und da hilft die Gewohnheitstabelle von mir. Es ist okay, da mal auf die Fresse zu fliegen, gehört dazu. Du darfst dich dann nur nicht fertig machen und dir denken, dass damit alles vorbei ist. Das ist Quatsch. Diese Selbstgeißelung bringt nichts. Steh einfach wieder auf, klopf den Dreck ab und weiter geht es. Manchmal braucht es ein paar mehr Anläufe und du wirst bei jedem Anlauf ein bisschen schlauer. Da braucht es auch ein bisschen Vertrauen - Vertrauen dahingehend, dass du es schaffen wirst, auch wenn du mal einen Rückschlag erlebst. Die wenigsten Gewohnheiten etablieren sich völlig reibungslos. Das solltest du dir dann vor Augen führen. Beim nächsten Versuch kennst du deine Fallstricke dann vielleicht schon und kannst sie umgehen. Indem ich mir vor Augen führe, dass sich zwar mein Fokus verschiebt, aber die bestehenden Gewohnheiten gleich bleiben. Auch hier wieder: Tagebuch zu führen macht so etwas einfacher. Wenn du immer wieder aufschreibst, dass du etwas nicht gemacht hast, renkt sich das automatisch ein, weil du kein Bock hast, immer wieder schreiben zu müssen, dass du etwas nicht gepackt hast. Finde auch heraus, warum gerade etwas deinen Fokus verdient. Warum ist dir Uni wichtiger, warum ist die Bachelorarbeit wichtig? Klar, um deinen Abschluss zu bekommen. Aber warum willst du diesen Abschluss? Dringe so tief ein wie möglich in das warum. Tagebuch zu führen ist meiner Meinung nach das Nonplus Ultra. Hilfreich ist es auch, sich das Ausführen seiner Gewohnheit so einfach wie möglich zu machen. Wenn du jeden Morgen Tagebuch führen willst, dann kannst du beispielsweise am Abend schon dein Tagebuch geöffnet mit dem Stift auf den Tisch legen oder das Dokument auf deinem Laptop am Abend vorher öffnen, sodass du am Morgen dann nur noch los tippen musst. Klingt simpel, ist es auch. Effektiv ist es trotzdem. Bevor ich morgens mit meinen Gewohnheiten anfange, mache ich immer ein und die selbe Sache. Ich latsche in die Küche, bereite mir eine Kanne Tee zu, gieße mir eine Tasse ein und stelle mich dann eine Minute oder so an mein geöffnetes Fenster, um mir die Welt anzugucken. Ja, das klingt irgendwie seltsam. Aber danach weiß ich: Alright, es geht los, ein neuer Tag, frische Luft, geiler Tee, heute wird gut! Der Zeitfaktor kommt da auch noch hinzu. Ich habe das Gefühl, dass viele Erfolge erst zeitlich versetzt einsetzen. Von jetzt auf gleich funktioniert es dann einfach und du hast keine Ahnung, warum es plötzlich so spielend leicht ist. Das kann einige Monate dauern und deswegen ist es auch wichtig, sich das immer vor Augen zu führen und Vertrauen zu haben. Du pumpst erst eine Weile, ehe die ersten Tropfen kommen und dann beginnt der Spaß. Gewohnheiten - Teil 3 Yoga Junge, Junge, Junge. Mit was für einer tiefen Entspannung man in den Tag startet, wenn man morgens eine halbe Stunde Yoga macht, ist überragend. Ich kann das nur jedem wärmstens ans Herz legen. Bei vielen Männern gibt es da zwar häufig inneren Widerstand, aber ihr werdet es nicht bereuen, glaubt mir. Wie viel flexibler ich dadurch auch in kurzer Zeit geworden bin. Hat sich direkt darin geäußert, dass ich einen Sprung beim Kreuzheben und Kniebeugen gemacht habe, weil das alles jetzt geschmeidiger abläuft. Frühstück Hier gibt es nicht viel zu erzählen. Ich war häufig zu faul dafür. Äußert sich in Verbindung mit viel Sport dann ganz schnell darin, dass ich vermehrt Muskelkater habe und zu viel abnehme. Zumindest ein Salat oder Gemüse und Obst sollte es morgens dann schon sein. Meditieren Ursprünglich habe ich das gemacht, bevor ich zur Arbeit gegangen bin. Mittlerweile mache ich morgens Yoga und das hat ähnliche Effekte. Deswegen meditiere ich gerne nach der Arbeit 10 Minuten, um komplett runterzukommen und meinen Kopf zu leeren. Sehr angenehm. Im Übrigen habe ich eine Ewigkeit hierfür gebraucht. Immer wieder habe ich das schleifen lassen. Auf einmal ging es problemlos. So kann es laufen. Success Partners Vorerst ist das auf Eis gelegt, weil mein Partner gerade eine Trennung durchsteht. Verstehe ich zwar nicht, weil hier Ablenkung sehr guttun kann, aber nun gut. Mal sehen, ob er sich wieder fängt und dann noch Lust hat. Über Kackehaufen und feinduftende Pralinen Man ich find das geil mir diesen dampfenden Haufen Kacke anzugucken, den ich liebevoll als meinen „Blog“ bezeichne. Jeden Tag gucke ich mir das scheiß Teil an und denke mir: Ja fein, da hast du ein super Häufchen gemacht. Und dann fang ich an, an dem Ding rumzuschrauben. Und ich bin überzeugt, irgendwann wird aus diesem dampfenden Haufen Kacke nur noch ein Haufen Kacke, der halt nicht mehr dampft. Und aus diesem Haufen Kacke wird dann irgendwann ein kleines Stück Kacke und irgendwann wird daraus wat Feines – oder eben auch nicht. Fakt ist, du musst erst einmal einen dampfenden Haufen Kacke auf die Welt setzen und dich damit auseinandersetzen. Du nimmst halt mal eine Nase davon und merkst für dich: Jo, ist halt ein Stück Kacke. Keiner kackt beim ersten Mal ne scheiß Praline aus. Ja ok, vielleicht Frauen. ABER WIR SIND HIER JA MÄNNERS. Also trau dich einen Haufen Kacke zu produzieren und ihn jeden Tag ein bisschen schöner zu machen. So. Jetzt habe ich Hunger. Wenn immer nur die Vögel singen würden, die es wirklich drauf haben. Wäre es ziemlich still im Wald. Der Storch würde dann mal gediegen Piano machen und ich mag sein null Ficks gebendes „Tok Tok Tok“. Mein Blog ist vorerst präsentierfähig, der Hauptteil passt schon mal. Nach und nach werde ich da noch einige Sachen mit einbauen, aber prinzipiell ist er jetzt fertig. Der erste Kommentar!!!! ...auf meinem Blog. Habe ich total gefeiert und mich wie ein kleines Kind zu Weihnachten gefreut, hihi. Mittlerweile ist der zweite gefolgt. Jetzt beginnt der spannende Teil der Arbeit: Dranbleiben und in Umlauf bringen. Ich bin gespannt und freue mich auf die neue Aufgabe Und einmal so richtig schön auf die Kacke gehauen! Gestern habe ich dann mal so richtig auf die Kacke gehauen, um zu feiern, dass ich meinen Blog fertiggestellt habe. Wuusssaaa, krasser Abend. Wir waren auf einer sehr interessanten Hausparty. Total interessante Menschen da, ich kam mir unheimlich normal vor, haha. Mir ist generell aufgefallen, dass die Menschen, mit denen ich mich umgebe, immer verrückter und spannender werden, je älter ich werde. Könnte daran liegen, dass ich selbst auch immer verrückter werde. Naja. War jedenfalls witzig, weil zwei Stockwerke höher auch eine Hausparty war und die Gäste sich auf beiden Partys rumgetummelt haben. Das Publikum hat sich dann schön gemischt. Das war alles total crazy, ich kann es nicht beschreiben. War witzig, aber mädelstechnisch lief nichts. Mir beim Flirten zuzusehen ist ohnehin wie einem Babywelpen bei seinen ersten Schritten zuzusehen. Voll witzig und alles, aber man hat dieses feindselige Verlangen, es einfach umzuschubsen. (Jorge Bucay – Komm, ich erzähle dir eine Geschichte) Heute gibt es mal keinen Text von mir, dafür eine umso inspirierendere Geschichte von einem Elefanten. Dieser Elefant könntest du sein. „Als ich ein kleiner Junge war, war ich vollkommen vom Zirkus fasziniert, und am meisten gefielen mir die Tiere. Vor allem der Elefant hatte es mir angetan. Wie ich später erfuhr, ist er das Lieblingstier vieler Kinder. Während der Zirkusvorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht, seine eindrucksvolle Größe und seine Kraft zur Schau. Nach der Vorstellung aber und auch in der Zeit bis kurz vor seinem Auftritt blieb der Elefant immer am Fuß an einen kleinen Pflock angekettet. Der Pflock war allerdings nichts weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Und obwohl die Kette mächtig und schwer war, stand für mich ganz außer Zweifel, daß ein Tier, das die Kraft hatte, einen Baum mitsamt der Wurzel auszureißen, sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen konnte. Dieses Rätsel beschäftigt mich bis heute. Was hält ihn zurück? Warum macht er sich nicht auf und davon? Als Sechs- oder Siebenjähriger vertraute ich noch auf die Weisheit der Erwachsenen. Also fragte ich einen Lehrer, einen Vater oder Onkel nach dem Rätsel des Elefanten. Einer von ihnen erklärte mir, der Elefant mache sich nicht aus dem Staub, weil er dressiert sei. Meine nächste Frage lag auf der Hand: »Und wenn er dressiert ist, warum muß er dann noch angekettet werden?« Ich erinnere mich nicht, je eine schlüssige Antwort darauf bekommen zu haben. Mit der Zeit vergaß ich das Rätsel um den angeketteten Elefanten und erinnerte mich nur dann wieder daran, wenn ich auf andere Menschen traf, die sich dieselbe Frage irgendwann auch schon einmal gestellt hatten. Vor einigen Jahren fand ich heraus, daß zu meinem Glück doch schon jemand weise genug gewesen war, die Antwort auf die Frage zu finden: Der Zirkuselefant flieht nicht, weil er schon seit frühester Kindheit an einen solchen Pflock gekettet ist. Ich schloß die Augen und stellte mir den wehrlosen neugeborenen Elefanten am Pflock vor. Ich war mir sicher, daß er in diesem Moment schubst, zieht und schwitzt und sich zu befreien versucht. Und trotz aller Anstrengung gelingt es ihm nicht, weil dieser Pflock zu fest in der Erde steckt. Ich stellte mir vor, daß er erschöpft einschläft und es am nächsten Tag gleich wieder probiert, und am nächsten Tag wieder, und am nächsten … Bis eines Tages, eines für seine Zukunft verhängnisvollen Tages, das Tier seine Ohnmacht akzeptiert und sich in sein Schicksal fügt. Dieser riesige, mächtige Elefant, den wir aus dem Zirkus kennen, flieht nicht, weil der Ärmste glaubt, daß er es nicht kann. Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach seiner Geburt gefühlt hat, in sein Gedächtnis eingebrannt. Und das Schlimme dabei ist, daß er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat. Nie wieder hat er versucht, seine Kraft auf die Probe zu stellen.“ Mein ganz besonderer Dank geht auch an die Jungs, die sich per PN als Testleser zur Verfügung gestellt haben. Ganz viele Karmapunkte für euch! Ach ja, die Buchzusammenfassungen fehlen. Ein Hoch auf die Prokrastination! Nein, quatsch. Ich schiebe Mittwoch noch einen Beitrag hinterher. Den Beitrag heute zu schreiben hat einfach zu lange gedauert. Gruß mit Fuß, meine Lieben. Bis Mittwoch. Cheers, rsc
  4. Guten Tacho Leute. Ich packe hier am Anfang mal die Antworten auf ein paar Fragen mit rein, die mir in einem anderen Forum auf meinen Text hin gestellt wurden, da sie meiner Meinung nach auch hier von Relevanz sind und für den Leser interessant sein könnten. Nicht wundern also. Ich habe vor, während und nach dem Verzehr dieser Lektüre verschiedene Interpretationen und Erklärungen zu Faust gelesen, um es besser nachvollziehen zu können. Mag sein, dass er mit dem Buch etwas bewegt hat. Das fließt aber nicht in meine Bewertung des Buches mit ein. Was kümmert es mich, dass er die heutige Sprache verändert hat? Wenn ich ein Buch lese, dann möchte ich entweder gut unterhalten werden oder dadurch meinen Horizont erweitern. Das Buch hat mich nicht gut unterhalten. Möglicherweise liegt das an der Schreibform, das will ich nicht ausschließen. Ich habe noch nie den Vorteil von Gedichten gegenüber normalen Texten verstanden. Liest sich scheiße und nervt. Das ist meine persönliche Meinung. Es gibt sicher genug Leute, die gerne Gedichte lesen. Denen möchte ich das auch gar nicht vermiesen, nur ist es für mich nichts. Meinen Horizont erweitert hat das Buch auch nicht. Das liegt auch nicht an der altertümlichen Sprache, ich habe schon ältere und umständlicher formulierte Bücher gelesen. Fakt ist: Der Inhalt und die Nachricht, die das Buch transportieren soll, ist nicht auf Anhieb greifbar. Ich bin ein geübter und leidenschaftlicher Leser. Wenn ich schon mit Interpretationen, Analysen und solchen Späßen arbeiten muss, wie soll das denn der Durchschnittsleser machen? Ich will ein Buch nicht erst fünf Mal lesen müssen, ehe mir die Tragweite seines Inhaltes bewusst wird. In der Zeit lese ich lieber 5 Bücher, bei denen mir nicht die Scheiße im Darm zusammenzuckt. Deine Buchempfehlung werde ich mir dennoch besorgen. Danach lese ich Faust noch einmal. Wenn es dich interessiert, werde ich dann auch gerne meine Meinung dazu sagen. Die Leiden des jungen Werthers habe ich in der Schule gelesen. Vielleicht finde ich das in irgendeiner verstaubten Ecke, danke für den Tipp. Mir ist bewusst, dass es kein Roman ist. Ich habe einfach noch nie Gefallen an Gedichten gefunden. Die Buchwahl war daher nicht die richtige für mich. Die Gewohnheitstabelle ist total simpel aufgebaut und da sind keine speziellen Funktionen hinter. Die kannst du dir in 5 Minuten selbst nachbauen. Ich habe prinzipiell kein Problem damit, die hier hochzuladen. Die Frage ist, ob ich das darf? Vielleicht kann mir dazu XYZ was sagen. Wo genau siehst du minutiöse Planung? Die Tabelle nutze ich primär, um neue Gewohnheiten zu etablieren (das Abhaken als Belohnung) und eine Gedächtnisstütze zu haben. Alle Punkte auf der rechten Seite der Tabelle sind Verhaltensgewohnheiten. Das bedeutet, dass ich dort aktiv nichts machen muss. Das einzige, was starr geplant ist, ist meine Zeit des Aufstehens. Das ist aber bei jedem so. Oder willst du mir erzählen, du nutzt keinen Wecker? Wenn du darauf hinauswillst, dass ich mir an einem Tag viel vornehme, dann kann ich dich da beruhigen. Alles, was auf der linken Seite der Tabelle steht - ausgeschlossen der zusätzliche Sport - , erledige ich, bevor ich zur Arbeit gehe (ich fahre gegen 8:30 zur Arbeit, bin da also schon 4 Stunden auf den Beinen). Nach der Arbeit mache ich das, worauf ich Bock habe. Da ich Sport über alles liebe, mache ich eben gerne mal Sport. Mal so als kleines Denkspielchen: "Diese Statistik zeigt die Entwicklung des Fernsehkonsums in Deutschland. Die durchschnittliche Sehdauer im Jahr 2016 blieb laut der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) mit 223 Minuten pro Tag gegenüber dem Vorjahreswert unverändert. 15 Jahre zuvor sahen die Deutschen täglich 192 Minuten fern. " Link zur Statistik Im Durchschnitt sehen Menschen über 15 also 223 pro Tag fern. Geil, oder? Das sind fast vier Stunden. Rechnest du da noch mit rein, wie viel der Durchschnittsherbert am Tag auf sein Smartphone glotzt, dann sind es sicher schon fünf Stunden. Wer so viel "konsumiert", der braucht auch direkt mehr Schlaf, um sich einigermaßen erholt zu fühlen. Ich gucke in der Woche maximal eine Stunde fern, eher weniger. Mein Handy ist 3/4 des Tages im Flugmodus und ansonsten gucke ich da alle 2-3 Stunden drauf, weil ich kein Freund dieser ständigen medialen Berieselung und Ablenkung bin. Wer nicht mehr fernsieht, das Handy mal liegen lässt und nicht den ganzen Tag zockt, der wird sehen, wie viel Zeit er zur Verfügung hat. Insofern verstehe ich nicht ganz, was du mit der minutiösen Planung meinst. Ich möchte dich aber gerne dazu einladen, mir das noch mal zu erläutern. Das finde ich jetzt spannend. Aus dieser Tabelle hast du jetzt geschlossen, dass ich nicht einfach 5 gerade sein lassen und das Leben genießen kann? Mir ist die Tendenz hier schon aufgefallen, Selbstoptimierungswahn zu unterstellen. Sobald jemand sich selbst höhere Ziele steckt als "Wenn hier der dicke Dieter ansteppt und mit vor stolz geschwollener Brust ankündigt: "Ich will von 100 auf 90 Kilo abnehmen, dann hätte ich einen BMI von 30. Ach - und mal eine Frau küssen wäre auch super!" - dann wird das von allen Seiten bejubelt und unterstützt. Da läuft man auch nicht Gefahr, sich selbst eingestehen zu müssen, dass man selbst mal ein bisschen was aus seinem Leben machen könnte. Die Ziele, die sich der dicke Dieter setzt, hat man ja schließlich selbst schon "erreicht". Kommt dann aber einer an und sagt: "Jo Dicker. Ich fühle mich sauwohl. Mein Leben läuft gerade wie am Schnürchen. Da sind aber noch ein paar Sachen, die mir am Herzen liegen, und ich habe richtig Bock, die mal anzugehen. Lass uns mal schauen, wie ich das hinbekomme. Ich mach die Welt mal zu meiner Leinwand! :-)" - dann ist das bedrohlich. Jemand, bei dem es schon gut läuft, der zufrieden ist, aber dennoch nach mehr strebt, macht den Leuten scheinbar Angst. Kommen wir zu deiner Aussage zurück, TheCree. Ich denke, dass sie auf einigen Prämissen beruht, die einfach nicht zutreffend sind. Ausgehend von diesen Prämissen kann die Schlussfolgerung nur falsch sein: Wer sich selbst optimieren will, ist mit sich unzufrieden. Sport macht keinen Spaß. Arbeit macht keinen Spaß. Lernen macht keinen Spaß. Lesen macht keinen Spaß. Früh ist scheiße. Das ist alles eine Sache deiner persönlichen Geisteshaltung. Du kannst dir gerne vorstellen, dass ich morgens mit verkrampften Gesicht an meinem Schreibtisch sitze und mich selbst "optimiere". Das entspricht allerdings nicht der Realität. Ich stehe mit einem Lächeln auf, mach mir eine Kanne mit gut duftendem Tee und setze mich dann an meinem Tisch, um mich selbst besser kennenzulernen. Ich finde es spannend, mich mit Satzergänzungen zu befassen und dabei herauszufinden, wo bei mir blinde Flecken sind. Mir macht das Schreiben Spaß. Ich mache gerne Yoga. Ich lerne gerne Sprachen. Ich arbeite gerne an meinem Blog. Ich lese gerne. Das sind alles Dinge, die ich gerne mache. Deswegen bin ich auch tiefentspannt, wenn ich morgens das Haus verlasse. Ich habe alles getan, was ich tun wollte, und egal, was an dem Tag noch passiert, ich bin ein Stück weit gewachsen. Wie der Mensch nun mal so ist, muss er sich aber auch manchmal zu seinem eigenen Glück zwingen. Wer regelmäßig trainieren geht und dafür brennt, weiß, dass es sehr schwierig sein kann, nach einer Verletzungspause oder Erkrankung wieder ans Eisen zu gehen. Wir haben zwar Spaß am Training, aber natürlich ist es bequemer, zuhause auf der Couch zu sitzen und sich die 842. Folge Berlin Tag und Nacht ins Gehirn zu prügeln. Das Hirn ist einfach so. Was nicht zwangsweise zum Überleben getan werden muss, wird eben nicht getan. Mit meiner Tabelle mache ich es mir erheblich einfacher, mich zu meinem eigenen Glück zu zwingen. Die Tatsache, dass ich mit einem Lächeln zu Bett gehe, mit einem Lächeln aufstehe und unter der Dusche tanze und singe, reicht mir als Zeichen für mich, dass ich den richtigen Weg gehe. Ich möchte dich dennoch gerne dazu einladen, mir noch mal genauer zu erklären, was du mir mit deiner Aussage mitteilen wolltest. Gewohnheiten - Teil 2 Potzdonner, der Text ist bis hierhin schon viel länger geworden, als er sollte! Naja, sei's drum. Ich werde in jeder Woche detailliert auf je drei Gewohnheiten eingehen und was genau es damit auf sich hat. Früh aufstehen Schon Opa hat gesagt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Opa ist ein schlauer Kerl, das wusste ich schon damals. Ich glaube, das erste Mal habe ich mich Ende letzten Jahres daran gewagt. Irgendwo hatte ich aufgeschnappt, dass sehr viele erfolgreiche Menschen bewusst früh aufstehen, um Zeit für ihr Morgenritual zu haben und mit einem angenehmen, fluffigen Start in den Tag zu gleiten. Da wurde mit ganz verrückten Zeiten um sich geworfen, 04:30 und so. HALLO! 04:30??? Da steht eine 4 hinter der 0. Das ist doch schon fast Folter. Drauf geschissen, ich habe es trotzdem probiert. Das war vielleicht ein holpriger Versuch. Zwei Tage geschafft, dann wieder drei Tage nicht, dann wieder 4 Tage geschafft und wieder eine Woche unterbrochen. So ging es dann ein paar Wochen, ehe ich den Versuch als gescheitert ansah. Da lag dann die Vermutung nahe, dass ich einfach eine Eule und keine Lerche bin. Das hätte dann aber auch bedeutet, dass ich abends produktiv bin, war ich aber nicht. Ohnehin gibt es wesentlich weniger Eulen, als die meisten Leute annehmen. Nimm den Menschen ihren Fernseher, ihren Laptop und ihr Handy weg und staune, wie viele von ihnen plötzlich zu Frühaufstehern werden. Wenn ich zwei drei Stunden am Stück vor dem Schlafengehen mir irgendeinen scheiß reinziehe, dann werde ich auch zur "Eule". Und so folgte in diesem Jahr dann irgendwann der nächste Versuch. Einige nicht so glorreiche Momente folgten. Da findet man sich dann halt morgens mal auf dem Bidet statt auf der Toilette sitzend wieder, weil das Hirn noch nicht so richtig gebooted hat. Pendelt sich aber fix ein und man lernt, die Stille des Morgens zu genießen. Am Schreibtisch sitzend der Sonne beim Aufgehen zuzusehen kann auch einen gestandenen Mann emotional bewegen. Zu wissen, dass man einen guten Schritt in seinem Leben weiterkommt und mit viel Entspannung in den Tag startet, während der Rest der Stadt noch lebt, ist ein anregender Gedanke. Und irgendwann hast du es dann raus und du hast dich in deinen neuen Rhythmus eingefunden. Dann ist um 04:30 aufzustehen für dich das gleiche wie um 07:30 aufzustehen für andere. Die Menschen früher sind auch aufgestanden, wenn die Sonne aufgegangen ist. Wenn die das schaffen, warum dann nicht auch wir? Da muss man aber auch ein bisschen experimentieren. So ein Vollblut-Nachttyp wird mit dieser Vorgehensweise nicht glücklich. Wie auch bei anderen Dingen im Leben: Versuch macht klug. „Sechs Stunden Schlaf für einen Mann, sieben für eine Frau und acht für einen Narren“ soll Napoleon gesagt habe. Die Aussage ist mit Vorsicht zu genießen. Fakt ist aber: Je weniger du dein Leben von Medien aller Art beherrschen lässt und je besser deine körperliche Verfassung, desto weniger Schlaf brauchst du auch. Satzergänzungen Diese Übung mache ich derzeit jeden Morgen. Wer sie nicht kennt, dem sei das Buch "Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls" von Nathaniel Branden ans Herz gelegt. Die Grundidee dahinter ist, dass dir ein Satzstamm vorgegeben wird, den du dann vervollständigst. Auf diese Art kannst du herausfinden, wie du selber tickst und wo bei dir noch blinde Flecken liegen. Das schärft dein Bewusstsein für den Tag und du kannst aktiv daran arbeiten. Ein beispielhafter Satzstamm: "Wenn ich den Werten treu bleibe, die ich für richtig halte, ..." Wer sich das Buch besorgt, der sollte definitiv auch die Satzergänzungen ausprobieren. Ist am Anfang eine Menge Überwindung, aber die Erkenntnisse sind sehr lehrreich! Mittlerweile hatte ich schon oft Momente, bei denen ich mich über meine eigenen Gedanken gewundert habe. Manchmal weiß man gar nicht, was einem im Kopf rumspukt, bevor man liest, was man schreibt. Tagebuch führen Damit fing alles an. Wenn es eine Gewohnheit gibt, die einfach zu erledigen ist und gleichzeitig Berge versetzen kann, dann ist es diese. Angefangen mit meinem ganz persönlichen Tagebuch (also ein nicht öffentliches) habe ich damit 2016. Am Anfang war das eine schiere Herkulesaufgabe für mich. Was schreibe ich da rein? Jeder Satz wurde durchdacht, als wollte ich das nächste literarische Meisterwerk verfassen. Dabei ging es nur um ein beschissenes Tagebuch. Wenn ich da über die Konsistenz meines Stuhlgangs schwadroniere, ist das genauso wichtig wie meine neuste Erkenntnis zu einem Buch von Nietzsche. Es ist schließlich MEIN Tagebuch. Und so fing ich dann an zu schreiben. Erst war es ziemlich unregelmäßig. Jede Zeile fühlte sich ein bisschen wie ein Kampf an. Mit der Zeit gewöhnte ich mich dann daran. Aus anfänglich 5 dahin gerotzten Zeilen wurden 10 und später 15. Hier und da habe ich mal geschludert und ein paar Wochen kein Tagebuch geführt. Seit ein paar Monaten jedoch führe ich es fast lückenlos. Mittlerweile sind meine Einträge auf 1-2 Seiten pro Tag in meinem Word-Dokument gewachsen. Durch das Tagebuchschreiben schlage ich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Zum einen kann ich mir selbst noch mal vor Augen führen, was ich getan habe. So kann ich auch Dinge aufschrieben, die ich sehr zu schätzen wusste und die mir am Herzen liegen. Gleichzeitig kann ich mir hier auch aufschreiben, was ich mir vornehme und meinen Fortschritt protokollieren. Zwischenzeitlich hatte ich auch ein Erfolgsjournal und ein Dankbarkeitsjournal, aber die wurden vom Zahn der Zeit gefressen und sind in mein normales Tagebuch gewandert. Ich habe für mich selbst gemerkt, dass ich die Anzahl an Dokumenten stets so klein wie möglich halten sollte. Ein weiterer Punkt ist, dass man durch das Tagebuchschreiben auch schnell merkt, wenn man faul wird. Kann ich ein paar Tage mal nur 5-6 Zeilen in mein Tagebuch schreiben, weil ich nur vor der Glotze hänge und Chips fresse, dann wird mir das sehr schnell bewusst und ich kann das in sinnvollere Bahnen lenken. Will ich mal gemacht haben Beim Durchstöbern meiner Ordner bin ich auf ein interessantes Dokument gestoßen, das ich schon fast vergessen hatte. Im letzten Jahr habe ich mal brain storming gemacht und mir überlegt, was ich irgendwann auf jeden Fall mal machen möchte. Ich haue euch das Ding mal hier rein. Bungee-Springen Heißluftballon-Fliegen Cessna-Fliegen Weltreise Ein Buch schreiben Einen eigenen Blog erstellen Standard-Tanzkurs belegen HipHop-Tanzkurs Gitarre spielen lernen Alle Hauptstädte Europas bereisen Windsurfen Snowboarden Am Iron Man teilnehmen Schwarze Route beim Bouldern schaffen 1km am Stück kraulen Tauchkurs belegen Schlittschuhfahren lernen Inlinerfahren lernen Amnesty International beitreten Ehrenamtlich arbeiten Parkour lernen Einen Rückwärtssalto können Jonglieren können Kickup können Yoga lernen Schauspielunterricht nehmen Surfen lernen Ich fand das total witzig. Keine Ahnung, warum ich damals einen Kickup können wollte. Diese Liste habe ich aber dann doch als Anlass genommen, um ein bisschen Schwung in mein Leben zu bringen. Nur zwei Punkte davon habe ich seitdem gemacht (1km am Stück kraulen und das Cessna-Fliegen). Also dachte ich mir fuck it und habe mir drei Sachen rausgesucht, die ich spannend finde und mal angehe. So kam es dann, dass ich jetzt wieder regelmäßig bouldern gehe und mich im Yoga übe. Das Wichtigste ist aber, dass ich endlich ein Projekt angehe, dass ich schon machen wollte, seit ich ein rotznäsiger Schüler war - meinen eigenen Blog erstellen. Mein Herzensprojekt nimmt langsam Gestalt an Endlich. Das erste Mal hatte ich die Idee mit 12 oder 13. Zehn Jahre sind nun vergangen und ich habe mich in den letzten Wochen ran gemacht, das Ding hier Realität werden zu lassen. Wenn mich eine Idee so fasziniert wie diese, dann stecke ich da eine Menge Aufwand und Arbeit rein und vergesse unheimlich schnell die Zeit. Tatsächlich habe ich in den letzten drei Wochen jeden Tag daran gewerkelt, mittlerweile etwa 30 fertige Texte für den Blog und muss jetzt nur noch den letzten Feinschliff erledigen. Ich bin jetzt so weit, dass ich meinen Blog in der kommenden Woche einem guten Freund zeigen werde und mir ein erstes Feedback einhole. Das finde ich alles total spannend. Success Partners Aus dem Buch The Compound Effect hat mich die Idee fasziniert, mir einen Success Partner zu suchen. Einmal in der Woche unterhältst du dich mit deinem Success Partner. Dabei erklärt ihr euch gegenseitig, was ihr in der Woche vorhabt und wie ihr gedenkt, das zu erreichen. Dabei gleicht ihr auch immer ab, was ihr euch für die Woche davor vorgenommen habt und was ihr tatsächlich geschafft habt. Auf die Art habt ihr einen zusätzlichen regulativen Mechanismus. Es geht nicht darum, sich gegenseitig fertig zu machen, wenn man etwas nicht schafft. Vielmehr kann man gemeinsam auf die Art herausfinden, in welchen hinderlichen Denkmustern man sich gerne mal verfängt. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht und lässt sich alle möglichen Ausreden einfallen, warum etwas nicht geht. Dein Succes Partner kann dir da dann den Weg weisen und mir vor Augen führen, wenn ich mal Scheiße labere. Außerdem tut es ohnehin immer gut, sich ein bisschen über das Leben mit einem guten Freund unterhalten zu können. Ich habe einem meiner engsten Freunde diese Idee unterbreitet. Hat ihm gut gefallen. Wir wollen diesen Sonntag das erste Mal ein Telefonat führen. Mal sehen, was das gibt. Diese Woche gelesene Bücher F. Scott Fitzgerald - Tender is the night (Englisch, 434 Seiten) André Kostolany - Die Kunst über Geld nachzudenken (237 Seiten) Die Zusammenfassungen für die Bücher folgen nächste Woche, der Beitrag ist schon lang genug geworden Ignoranz als Wurzel alles Schlechten Ignoranz ist die Wurzel aller negativen Emotionen, die wir empfinden. Wir ignorieren die tatsächliche Realität und ziehen somit negative Emotionen in unser Leben. Alle negativen Gefühle, die wir empfinden, gehen auf diese Tatsache zurück. Wenn wir wütend auf jemanden sind, dann kann das viele Gründe haben. Vielleicht hat er uns betrogen, vielleicht hat er uns etwas verschwiegen, vielleicht hat er uns bestohlen. Wir empfinden die Wut, weil wir der Meinung sind, dass wir es nicht verdienen, so behandelt zu werden. Wir empfinden eine Wut, die teilweise stark überproportional zum tatsächlichen Geschehnis aufgebauscht wird. Aber was bringt uns diese Wut? Wenn wir ehrlich sind, vernebelt sie nur unseren Geist. Sie bringt uns auch nicht weiter. Wir betrachten die Situation aus unserer beschränkten Sichtweise und sehen nur das „Schlechte“, was uns angetan wurde. Dabei hinterfragen wir nur selten, was für Beweggründe dieses Verhalten zu Tage gebracht haben. Wir betrachten die Situation lediglich als persönlichen Angriff auf unsere Person. Dabei vernachlässigen wir, dass derjenige, der diese Emotion in uns ausgelöst hat, nicht das Problem ist. Unsere Reaktion auf das Geschehene ist das Problem. Treten wir einen Schritt zurück und betrachten all das aus einer weiter gefassten Perspektive, dann erkennen wir die Unsinnigkeit unserer Reaktion. Sie fußt auf einer tief empfundenen Unzufriedenheit in uns drin. Unsere Reaktion spiegelt ziemlich genau wider, wie wir die Welt wahrnehmen. Wenn wir die Welt als feindseligen Ort wahrnehmen, an dem uns jeder etwas Böses will, dann sind wir eher dazu geneigt, negative Emotionen zu empfinden, die durch andere verursacht werden. Sehe ich jeden Menschen als ein wundervolles Geschöpf und als vollkommen gleichwertig zu mir an, dann entwickele ich eine andere Geisteshaltung. Ich kann eine Geisteshaltung entwickeln, mit der ich Menschen als etwas Wundervolles ansehe und verstehe, dass jeder Mensch – durch seine individuellen Erfahrungen und Erlebnisse geprägt – stets bestrebt ist, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln. Natürlich sind die Menschen manchmal zu schwach, um das zu tun, was sie für richtig halten. Was bringt es uns aber, sie für diese Schwäche zu verabscheuen oder gar zu hassen? Es bringt uns genau genommen gar nichts. Wir holen uns mit dieser Umgangsart nur Probleme in unser eigenes Leben. Menschen zu umarmen, ihnen dein Mitgefühl und deine Liebe zu schenken, auch wenn sie dich nicht so behandelt haben, wie es sich eigentlich gehört, ist ein wichtiger Schritt in unserem Leben. Wenn wir verstehen, dass wir am Ende alle der gleichen Spezies angehören und gemeinsam dieses Leben leben, dann versiegt unser Hass. Dann versiegt auch unsere Wut und unsere Angst. Wir haben keine Angst vor der Welt, denn wir wissen, dass wir aufgefangen werden, wenn es hart auf hart kommt. Was du in die Welt schickst, das wird auch unwiderruflich zu dir zurückkehren – nicht immer auf kurze Sicht, aber auf alle Fälle auf lange Sicht. Cheers, rsc
  5. Gewohnheiten Willkommen zurück an diesem wundervollen Sonntag. Mein Rooibos-Vanille-Tee schmeckt noch fabelhafter als er duftet, ich könnte gerade ein ganzes Lobeslied für ihn singen. Tee ist ein Geschenk der Götter. Gewooooohnheiten. Jeder hat sie. Es wird davon ausgegangen, dass 30-50% unserer täglichen Handlungen von Gewohnheiten gesteuert werden. Gewohnheiten entstehen, wenn wir eine bestimmte Handlung wiederholt auf eine ähnliche oder gleiche Weise durchführen. Sie sind ein wirksamer Mechanismus, um unser Gehirn vor Überlastung zu schützen. Wenn wir eine Gewohnheit ausführen, dann wird dabei erheblich weniger Energie verbraucht als bei „ungewohnten“ Tägigkeiten. Das ist darauf zurückzuführen, dass bei Gewohnheiten die Basalganglien, eine primitive Struktur unseres Gehirns die Steuerung übernimmt. Grob gesagt lässt sich das so zusammenfassen: Gewohnheiten werden vom Hirnstamm gesteuert Entscheidungen treffen oder kreative komplexe Arbeiten werden vom Frontallappen gesteuert Die Konsequenz daraus ist, dass es zwar viel Selbstdisziplin erfordert, sich eine neue Gewohnheit anzueignen, dafür aber eine einmal gelernte Gewohnheit sehr wenig Selbstdisziplin und Kraftaufwand zur Ausführung benötigt. Um sich Gewohnheiten aneignen zu können oder bestehende Gewohnheiten zu verändern, ist es äußerst hilfreich, zu wissen, wie Gewohnheiten funktionieren. Die Struktur einer Gewohnheit ist immer gleich: Ein bestimmtes Ereignis tritt ein (in diesem Beispiel sehen wir das SALE-Schild) Unser Gehirn erkennt den Auslöser und startet automatisch die „programmierte“ Routine (Ich kauf erst mal den ganzen Laden leer, lebe schließlich nur einmal!) Nach Durchlauf dieser Routine erfolgt die Belohnung, ein bestimmtes Bedürfnis wird befriedigt (Glücksgefühle werden ausgeschüttet) Je häufiger auf einen Auslöser eine Routine folgt, die hinterher belohnt wird, desto stärker werden Auslöser und Belohnung verknüpft. Wir beginnen, die Belohnung zu antizipieren und spüren ein sehr starkes Verlangen in uns. Dieses Verlangen ist es, was Gewohnheiten so tricky macht. Wenn ich eine Gewohnheit etablieren will, tue ich also gut daran, mir selbst einen Auslösereiz und eine Belohnung zu überlegen. Habe ich den Wunsch, jeden Morgen laufen zu gehen, dann kann ich jeden Abend vor dem Schlafengehen meine Laufschuhe samt Laufkleidung neben das Bett legen, sodass ich sie nach dem Aufstehen direkt als Erstes sehe. Das ist mein visueller Reiz. Ich ziehe dann einfach die Kleidung und die Schuhe an und gib ihm. Ich soll mir eine Gewohnheit so einfach wie möglich gestalten, sodass ich nicht mehr viel über die Umsetzung nachdenken muss. Wenn ich morgens im Halbschlaf erst darüber nachdenken muss, was ich jetzt anziehe, unter welchem Kleidungsberg meine Schuhe liegen oder wo mein Schlüssel liegt, dann setze ich mir den Rahmen zum Scheitern selbst auf. Nach Ausführung der Tägigkeit belohnst du dich dann dafür. Die Belohnung kann viele Formen annehmen. Für mich persönlich reicht es, in meiner Gewohnheitstabelle vermerken zu können, dass ich Sport getrieben habe. Du solltest beim Auswählen deiner Belohnung allerdings darauf achten, dass sie nicht destruktiv ist. Sich für eine Runde laufen mit einem Schokoriegel zu belohnen ist sicher keine langfristig funktionierende Lösung. Ursprünglich habe ich mit einer Tabelle gearbeitet, bei der ich einfach nur abgehakt habe, ohne mir Ziel- und Istwerte zu setzen. Das war mir allerdings zu starr und unflexibel. Deswegen habe ich mir vor zwei Wochen eine neue gebastelt. Jetzt lege ich mir immer am Sonntag fest, wie oft ich eine Tätigkeit ausführen will und kann hierbei berücksichtigen, wenn ungewöhnliche Aktivitäten meinen Zeitplan etwas über den Haufen werfen. Mir ist bewusst, dass ich nicht alles immer richtig planen kann, aber nur weil ich nicht alles im planen kann, heißt es nicht, dass ich mich wie eine Schneeflocke mal hierhin und mal dahin wehen lassen muss. Für mich hat sich für das Setzen von Gewohnheiten die folgende Tabelle als sinnvoll herauskristallisiert. Die farbliche Markierung ist unterteilt in: Grün: alles optimal erledigt Gelb: Zielwert um eins unterschritten, ist noch in Ordnung Orange: Zielwert um zwei unterschritten, etwas mehr Fokus in der kommenden Woche Rot: Zielwert um mehr als zwei unterschritten, Gewohnheit immer noch sinnvoll? Wenn ja, absoluter FOKUS in der kommenden Woche Im Vermerk notiere ich mir momentan zwei Dinge: Alles, wobei ich meine Komfortzone verlassen musste Alles, was außerplanmäßig viel Zeit beansprucht hat Auf die Art kann ich dann hinterher nachvollziehen, ob ich in einer Woche faul war, wenn ich Zielwerte nicht erreicht habe, oder ob meine Zeitplanung das Problem war. So hatte ich zum Beispiel in dieser Woche eine Veranstaltung, die mich von frühmorgens bis spätabends in Beschlag genommen hat. Ich hatte zwar damit gerechnet, dass sie lange dauern würde, aber das Ausmaß hatte ich nicht so extrem eingeschätzt. Dementsprechend hat ein einziger Tag dafür gesorgt, dass ich die Zielwerte nicht ganz erreichen konnte. Aber wir wissen ja, dass ein Ziel nicht immer nur zum Erreichen da ist, sondern oft nur zum richtigen Zielen dient. Puhhh, das reicht für heute erst einmal zum Thema Gewohnheiten. In der kommenden Woche werde ich noch einmal detaillierter auf das Thema eingehen. Ansonsten wird dieser Beitrag hier zu lang. Diese Woche gelesene Bücher Darren Hardy - The Compound Effect (Englisch, 172 Seiten) Endlich mal wieder ein geiles Buch! Zwar sind hier keine weltbewegenden Neuigkeiten enthalten, aber Darren Hardy führt den Leser auf sehr angenehme Art und Weise an seine Weisheiten heran. Die Kernaussage ist, dass winzig kleine Schritte - ausgeführt über einen hinreichend langen Zeitraum - erhebliche Auswirkungen auf dein Leben haben. Wir neigen nur dazu, zu früh abzubrechen, bevor wir die ersten Erfolge unserer Schritte sehen. Und das ist auch der herausfordernde Teil beim Etablieren erfolgsbringender Verhaltensweisen: Bevor wir große Erfolge sehen, müssen wir eine lange Zeit arbeiten, ohne die Lorbeeren sofort ernten zu können. Die Erfolge können sich mitunter erst nach vielen Monaten und Jahren zeigen. Für andere mag es dann so erscheinen, als habe man seine Erfolge über Nacht erreicht. In Wahrheit steht dahinter aber eine konsistente, langfristige Arbeit. Deswegen ist es umso wichtiger für uns, mit der richtigen Motivation an unsere Projekte zu gehen, damit wir nicht aufhören, bevor wir erste Erfolge sehen. Er vergleicht den Weg zum Erfolg mit einer Brunnenpumpe. Am Anfang müssen wir ewig pumpen, ehe wir die ersten Wassertropfen bekommen. Viele Leute hören an dieser Stelle auf und denken sich: "Was für ein Scheiß, für die paar Tropfen habe ich so lange gepumpt?" Aber genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wenn einmal die ersten Tropfen kommen, dann musst du nur dein Tempo beibehalten und nach und nach kommt immer mehr Wasser, ohne dass du noch viel Aufwand hereinstecken musst. Sobald du einmal dein Momentum aufgebaut hast, passieren fantastische Dinge. Hörst du an dieser Stelle aber auf zu pumpen, dann wirst du später wieder einen enormen Kraftaufwand reinstecken müssen, um an den Punkt zu kommen, wo du schon warst. Er geht auch auf die Wichtigkeit von Eigenverantwortung ein. Wir sind für unser Leben verantwortlich, so wie es in diesem Moment ist. Verantwortung abzuwälzen ist keine Option, wenn wir etwas erreichen wollen. Dann schneidet er noch das Theme der Selbstregulierung an. Wenn wir mit einem Bereich unzufrieden sind, dann sollten wir anfangen zu dokumentieren, um ein erhöhtes Bewusstsein für den Bereich zu bekommen. Sind wir übergewichtig und wollen abnehmen, sollten wir beginnen, unsere Mahlzeiten zu tracken. Ihr versteht, worauf ich hinaus will. Das Buch hat noch mehr Weisheiten parat, aber das sollte erst einmal reichen. Fazit: 9/10. Kaufen, kaufen, kaufen. Johann Wolfgang von Goethe - Faust I (160 Seiten) Wo fange ich da an. Ich habe während des Lesens mehr als einmal überlegt, mir mit meinem Kugelschreiber die Augen auszustechen. Wikipedia bezeichnet Faust I als bedeutendstes und meistzitiertes Werk der deutschen Literatur. Mag ja sein, liest sich aber trotzdem wie ein überdimensional großer Haufen Scheiße. Ich fasse das mal im Schnelldurchlauf zusammen: Faust ist ein vom Leben gelangweilter Wissenschaftlicher, der rundum unzufrieden ist. Er hat keinen Spaß am Leben und findet keinen Sinn mehr darin. Ihn beschäftigen viele Fragen des Lebens, die er aber nicht beantworten kann. Also schließt er einen Pakt mit dem Teufel (Mephisto) und verspricht ihm seine Seele, der gehirnamputierte Otto. Dafür soll der Teufel dem Faust ein bisschen Action ins Leben bringen. Dann hilft der Mephistodude dem Faust dabei, Gretchen mit ein paar hinterlistigen Tricks klarzumachen, Mephisto ist also ein Pickupper der alten Schule. Dann artet alles in einer Tragödie a la Berlin Tag und Nacht aus. Gretchens Bruder und Mutter sterben, woran Faust beteiligt ist. Gretchen ist schwanger von Faust und tötet ihr eigenes Kind und landet dann im Kerker. Faust probiert sie zu retten, aber sie hat keinen Bock auf ihn mehr und findet Gott eh geiler. Fazit: 2/10. Trinkt lieber euren eigenen Urin, bevor ihr das Buch anrührt. Ehrlichkeit kann schwer sein Ehrlichkeit. Sie fällt uns schwer. Oft ist es kurzfristig einfacher, zu lügen. Wir vergessen unser zukünftiges Ich in der langen Sicht, um unser momentanes Ich in der kurzen Sicht vermeintlich zu schützen. Aber schützen wir es wirklich? Wir lügen, um besser dazustehen. Wir lügen, um unangenehme Tatsachen zu vermeiden. Wir lügen, um den Tag überstehen zu können. Wir lügen andere an. Wir lügen fremde Menschen an. Wir lügen Bekannte an. Wir lügen Freunde an. Wir lügen unsere besten Freunde an. Wir lügen unsere Freundin oder unseren Freund an. Wir lügen sogar unsere Ehemänner und Ehefrauen an. Wir lügen unsere Familie an. Wenn es um das Lügen geht, kennen wir keinen Halt. Aber die Lüge an sich ist nichts Schlechtes. Eine Lüge kann im richtigen Kontext eingesetzt eine sinnvolle Maßnahme sein. Manchmal ist eine Lüge notwendig, um Menschen vor unangenehmen Wahrheiten zu schützen. Gelegentlich wäre es sogar moralisch verwerflich, nicht zu lügen, weil wir mit der Wahrheit jemanden dermaßen tief verletzen würden, dass wir seine Reaktion darauf nicht abschätzen können. Was wir lernen müssen, ist nicht, nicht zu lügen. Stattdessen müssen wir lernen, im angemessenen Kontext die Wahrheit zu sagen und die Lüge nur dann zu nutzen, wenn sie zwingend erforderlich ist. Wenn wir das nicht tun, dann kommen wir vielleicht einfacher durch das Leben – vermeintlich. Das allerdings geschieht auf Kosten unserer eigenen Integrität, auf Kosten unseres Wohlbefindens und unseres inneren Gleichgewichtes. Es gibt nur eine einzige Person, die du niemals anlügen solltest – dich selbst. In dir drin kennst du nämlich schon die Wahrheit. Das einzige, was du mit einer Lüge dir selbst gegenüber erreichst, ist, dass du irgendwann nicht mehr in den Spiegel blicken kannst. Du verarschst dich. Du verarschst die Person, die dir schon dein ganzes Leben lang am nächsten steht. Dass du dich selbst verarschst, ist aber noch nicht alles. Wenn wir uns selbst belügen, verbauen wir uns die Möglichkeit auf persönliche Weiterentwicklung. Wenn wir uns selbst belügen, dann tun wir das gemeinhin, um nicht der Wahrheit ins Auge blicke zu müssen, weil diese zu unangenehm ist. Was passiert aber dabei? Erst lügen wir uns selbst an, um der Wahrheit nicht ins Auge zu blicken. Wir verwischen uns selbst die Sicht, was tatsächlich die Wahrheit ist. Dabei ist es notwendig, uns selbst die Wahrheit zu zeigen, um an ihr etwas ändern zu können. Wenn ich mich selbst belüge, dann nehme ich mir die Möglichkeit, die Wahrheit mit klaren Augen zu sehen. Die Wahrheit mit klaren Augen und klarer Sicht zu sehen, ist notwendig, um die momentan möglicherweise unschönen Umstände aktiv angehen zu können. Wenn mir nicht vollends bewusst ist, dass etwas im Argen liegt, dann kann ich es auch nicht beheben. Wenn ich die Bedeutung dieses Umstandes, dass etwas im Argen liegt, herunterspiele, dann bin ich auch gar nicht gewillt, etwas an der konkreten Situation zu verändern. Ich empfinde es gar nicht als notwendig. Ich muss ehrlich zu mir selbst sein, um etwas ändern zu können. Ich muss unangenehme Tatsachen akzeptieren. Erst dann habe ich die Möglichkeit, die unangenehmen Tatsachen voller Tatendrang zu ändern. Ich brauche das Bewusstsein, dass eine Lüge mir selbst gegenüber reine Selbstsabotage ist. Vielleicht bin ich für die nächsten paar kleinen Momente mit meiner Lüge glücklicher, aber der Moment wird kommen, an dem sie mich einholt. Vielleicht genieße ich mit meiner Lüge den derzeitigen Moment mehr, wobei selbst das fraglich ist. Aber in ein paar Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren klopft mir meine eigene Lüge wieder auf die Schulter. Und mit jedem Mal, dass ich sie wieder zurückdränge, geht die Lüge ins Fitnessstudio, frisst ordentlich Putenfleisch und kommt noch mehr gestärkt wieder zurück, um mir erneut auf die Schulter zu klopfen. Das Klopfen wird von Mal zu Mal stärker. Irgendwann klopft sie so stark, dass sie mich damit herunterdrückt. Und dann bleibt nichts Anderes übrig, als mich umzudrehen und der Lüge ins Gesicht zu sehen. Hätte ich ihr direkt, als sie sich mir das erste Mal offenbart hat, ins Gesicht geblickt und ihr die Hand geschüttelt, hätte ich sie leicht wieder aus meinem Leben schieben können. Jetzt aber steht eine muskulöse, mit Anabolika aufgepumpte aggressive Lüge vor mir. Wehe dem, der sie wieder wegschaffen muss. Cheers, rsc
  6. Über damals und so Da sind wir wieder. Sonntage sind die schönsten Tage zur Selbstreflexion. Worum geht es eigentlich in diesem Thread? Danke, dass du fragst. Ich bin nun schon ein paar Jährchen in diesem Forum. Ursprünglich gekommen war ich, um für mich das Mysterium Frau zu entmystifizieren. Das hat auch ganz gut funktioniert. Frauen sind halt voll die lieben Dingsbumse, mehr musst du eigentlich nicht wissen. So viel dazu. Gekommen war ich also, um mehr über Frauen zu erfahren. Mittlerweile bin ich aber nur noch hier, weil die Bereiche Persönlichkeitsentwicklung, Sport und Karriere/Finanzen in diesem Forum sehr gute Inhalte anbieten - naja, und um meinen eigenen PU-Log am Leben zu erhalten, das alte staubige Ding. Ich habe in der letzten Zeit wiederholt das Verlangen gespürt, hier Inhalte zu teilen, die weniger mit Frauen zu tun haben, sondern sich mehr mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung befassen. Um die Übersichtlichkeit meines PU-Logs nicht zu versauen, ist also dieser Thread entstanden. Hin und wieder streue ich vielleicht auch mal eine Prise Frauen in meine Threadsuppe, aber der Hauptteil soll sich der Persönlichkeitsentwicklung widmen. Alright, also bitte einmal anschnallen und auf geht’s. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen Nachdem die Beziehung mit meiner Freundin im November 2015 zu Ende ging, habe ich im darauf folgenden Dezember mit dem DJBC angefangen, weil ich keine nennenswerten Kontakte zu Frauen mehr hatte. Ich habe mich da dann durchgebissen und das Bootcamp tatsächlich bis zum Ende durchgezogen. Das Ganze lässt sich hier nachlesen. Nach und nach hat das Ganze in mir Prozesse losgestoßen, die mir aufgezeigt haben, wie viel Potenzial nach oben in jedem von uns steckt. Die meisten sind sich dessen nur nicht bewusst und schöpfen ihr eigenes Potenzial nicht mal im geringsten aus. Nach und nach krempelte ich mein Leben um und legte mir neue Gewohnheiten zu. Ihr solltet wissen, dass ich insbesondere zu Schulzeiten ein ziemlich fauler Penner war und so etwas wie Disziplin nie zu meinen großen Stärken zählte. Anfangs war das Anlegen neuer Gewohnheiten verdammt zäh für mich und hat sich über Monate hingezogen. In den letzten 3 Monaten habe ich nun gemerkt, wie die Schritte, die ich mache, immer größer werden. Was für mich anfangs noch ein riesiger Kraftakt war, wird immer leichter. Ich merke, dass meine Arbeit ihre ersten Früchte trägt. Der Prozess ist für mich zu etwas geworden, was ich wirklich genießen kann. Ich fühle, wie ich über mich hinauswachse und zu immer mehr im Stande bin. Dabei spüre ich auch, wie meine eigene Zufriedenheit und der Lebensstil, den ich pflege, immer mehr zu dem wird, was ich mir unter einem geilen Leben vorstelle. Vor allen Dingen aber habe ich eine wichtige Lektion für mich gelernt. Disziplin ist nichts, was du hast oder nicht hast. Es ist wie ein Muskel, den du trainieren kannst. Niemand ist dazu verdammt, als Hänfling zu sterben. Ebenso sind wir dazu verdammt, unsere Träume Träume sein zu lassen. Wenn wir bereit sind, unseren Arsch zu bewegen, lässt sich erstaunlich viel erreichen. „Commitment is doing the thing you said you were going to do long after the mood you said it in has left you.“ Sofern nicht anders angekündigt, werde ich hier jeden Sonntag einen Beitrag mit euch teilen. Nach und nach führe ich neue Aspekte ein, mit denen ich mich befasse. Viel Spaß. Diese Woche gelesene Bücher Cat’s Cradle (205 Seiten, Englisch, Kurt Vonnegut) Das Buch spielt irgendwann nach dem zweiten Weltkrieg. John, seines Zeichens Schriftsteller, schreibt ein Buch über den Tag, an dem die Atombombe auf Hiroshima geworfen wurde. Hierfür möchte er die Kinder von Felix Honekker - einem der Väter der Atombombe – dazu befragen, was sie noch von dem Tag des Atombombenabwurfs wissen. John landet dann irgendwann auf der Insel San Lorenzo, auf der ein irrer Diktator herrscht und wo die Religion „Bokononism“ praktiziert wird, die auf glücklichen Lügen basiert. Es stellt sich heraus, dass Felix Honekker nicht nur die Atombombe entwickelt hat, sondern seinen Kindern ein noch ein viel gefährlicheres Gemisch mit dem Namen Ice-9 hinterlassen hat. Ein Tropfen Ice-9 ist in der Lage, die Welt zu zerstören. Fazit: 6/10. Kann man mal lesen, kann man aber auch sein lassen. simpify your life (444 Seiten, Werner Tiki Küstenmacher, Lothar J. Seiwert) Der Name ist Programm. Ziel des Buches ist es, uns dabei zu helfen, unser Leben zu vereinfachen. Dabei werden Schritt für Schritt, von unten nach oben alle Bereiche angegangen, die wir in unserem Leben vereinfachen können. Schritte: Vereinfache deine Sachen Vereinfache deine Finanzen Vereinfache deine Zeit Vereinfache deine Gesundheit Vereinfache deine Beziehungen Vereinfache deine Partnerschaft Vereinfache dich selbst Vereinfache deine Spiritualität Am spannendsten in diesem Buch fand ich das Enneagramm. Hierbei geht man davon aus, dass jeder Mensch einen speziellen Kern, ein spezielles Lebensthema hat. Mit Hilfe eines Fragenkatalogs, den du für dich selbst beantwortest, kannst du dein eigenes Naturell identifizieren und auf Basis dessen mehr über dich erfahren. Die neun Bereiche des Eneagramms sind eingeteilt in Bauch, Herz und Kopf. Das Ganze weiter auszuführen, ist aber an dieser Stelle zu viel des Guten. Fazit: 7/10. Die Inhalte sind sehr breit gefächert und hier und da lassen sich interessante Ansätze finden. Wer generell viel liest, wird allerdings 90% des Inhaltes schon aus anderen Büchern kennen, insbesondere im Bereich Selbstorganisation, Selbstfindung, Finanzen usw. Schalt aus Schalt einfach aus. Tag ein, Tag aus, immer das gleiche. Du verlässt morgens um halb 9 das Haus, kehrst abends um halb 6 zurück. Was machst du? Du vergewaltigst dein Gehirn. Du schaltest die Glotze an. Du lässt sie deine Gedanken benebeln. Du überlagerst deine Problemlösungskompetenzen im Gehirn mit dem Schund, der dir im Fernsehen vermittelt wird. Wie soll dein Gehirn da etwas zu Stande bringen? Warum meinst du, dass du diese Art der Zerstreuung brauchst? Du willst dich „erholen“? 8 Stunden Arbeit sind so anstrengend für dich, dass du nicht anders kannst, als dir diesen Moment der Zerstreuung herbeizusehnen? Du fliehst. Du fliehst vor all deinen Problemen. In dem Moment, wo du dein Gehirn ins mediale Dickicht auslässt, verlässt du es. Du lässt es im Stich. Wie soll es so für dich arbeiten, wenn du ihm immer wieder in den Rücken fällst? Was denkst du, warum du diese Zerstreuung brauchst? Weil du unzufrieden bist. Irgendetwas in deinem Leben läuft nicht so, wie du es gerne hättest, und deswegen bist du erschöpft. Du denkst, du bräuchtest Ruhe. Aber hier ist die Krux. Du brauchst gar keine Ruhe. Was du eigentlich brauchst, ist eine Lösung für ein Problem. Dein Gehirn will arbeiten. Es möchte dieses Problem aus der Welt schaffen. Der erste Schritt hierzu ist schwer. Er zwingt dich dazu, zu handeln. Aber wenn du einmal begonnen hast, merkst du, dass du plötzlich befreiter bist. Du hast mehr Energie. Du hast Kraft. Und brauchst die Erholung des Fernsehens nicht mehr. Sie ist ein Trugschluss. Die Art des Teufels, dir zu zeigen, dass er dich härter in den Arsch ficken kann als du ihn. Schalt einfach aus, mein Freund, schalt einfach aus. Küsschen aufs Nüsschen, Gruß mit Fuß. Cheers, rsc
  7. Es ist an der Zeit für eine neue Welt Schwere Wolken überziehen den Himmel. Das Plätschern der Regentropfen wirkt hypnotisierend auf dich. Du blickst dich um. Eine Herrschar von Augen ist auf dich gerichtet. Du spürst die Missgunst in den Blicken. Sie wollen dich scheitern sehen. Ein tiefer Atemzug. Du lässt deine Augenlider fallen und saugst das Leben in dich auf. Deine Augenlider erheben sich. Sie spüren, dass der Moment gekommen ist. Du blickst dich noch einmal um, ehe du einen weiteren Atemzug nimmst. Die Missgunst möge dein Antrieb sein. In dir drin weißt du, dass dein Moment gekommen ist. Ein letztes Mal schließt du deine Augen und atmest tief ein. Und dann… setzt du vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Du verlässt deine Komfortzone, befindest dich nun in unbekanntem Terrain und hast die Befürchtung, jeder noch so kleine Fehler könnte dich zu Fall bringen. Mit jedem Schritt entfernst du dich weiter von der Menge. Als du dich einen Moment umdrehst, siehst du aus der Entfernung, wie sie ihre Nase rümpfen, weil du das getan hast, was sie sich niemals trauten. Du steigerst dein Tempo und spürst den Wind der Veränderung an dir. „So fühlt es sich also an?“ Ein Gefühl der Zuversicht steigt in dir hoch, mit jedem Schritt gewinnst du an Stabilität. Die Blicke der Menge lassen sich höchtens noch in deinem Rücken erahnen. Ihre Gesichter sind zu verschwommenen Pixeln in weiter Ferne verschwommen. Das flaue Gefühl der Unsicherheit ist immer noch da, verliert aber mit jedem Schritt an Stärke. Von einem Moment auf den anderen… steigen die Haare auf deinen Gliedern zu Berge. Du spürst die Gänsehaut. Ein Gefühl der grenzenlosen Energie verdrängt die Unsicherheit von ihrem Platz und wird zu deinem Gefährten. „Das ist es…“ Du weißt, dass du den richtigen Weg eingeschlagen hast. Eine Erkenntnis. Die größten Schritte vermagst du dann zu gehen, wenn du deiner Intuition vertraust. Das breite Grinsen auf deinem Grinsen spricht mehr Bände, als es jeder Euro auf deinem Konto jemals könnte. Dein Herz beginnt wie verrückt zu rasen, weil es endlich in den Genuss deiner Aufmerksamkeit gekommen ist. Du rennst weiter… und wunderst dich, mit welcher Leichtigkeit plötzlich alles von statten geht. Während die ersten Schritte noch einen relativ großen Kraftaufwand erforderten, fühlt es sich nun fast an, als würdest du fliegen. Du bist der Stein, der einmal ins Rollen gebracht nicht mehr aufzuhalten ist. Den richtigen Weg in beständigem Tempo zu beschreiten erfüllt dich mit mehr innerer Zufriedenheit als den falschen Weg in hohem Tempo zu beschreiten. Und du weißt… dass du auch mal ins Straucheln geraten wirst. Gleichzeitig bist du aber auch der Tatsache gewahr, dass jeder Sturz eine wichtige Lektion beherbergt. Kein Schmerz wird je so stark sein, dass du nicht auch etwas Gutes aus ihm ziehen kannst. Jeder Stolperstein lehrt dich eine Weisheit, die du auf deiner Reise irgendwann gebrauchen kannst. Du kannst einer Lüge die gleichen Kleider anziehen wie der Wahrheit, aber sie wird eine Lüge bleiben. Verdräng diese Tatsache und sie wird dich einmal mit der Macht des Zeus in den Arsch ficken. Umarmst du aber die Wahrheit, dann umarmt das Leben dich. Jeder von uns hat zwei Leben. Das zweite beginnt, wenn wir erkennen, dass wir nur ein Leben haben. Das hier wird meine Reise. Begleite mich auf meinem Weg! Bis nächste Woche Sonntag Kryptisches Cheers, rsc
  8. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Da gebe ich dir Recht. Es wird bald wieder Zeit für einen schwurbeligen Mein-Leben-läuft-gerade-total-supiiii-Beitrag. Vielen. Stehen lassen? Wegbier natürlich! Bombeeeeeeeeh. Dankschö. Ja, war definitiv lustig Danke erstmal. Dein Einwand ist berechtigt und ich habe mich schon gefragt, wann mich das erste Mal jemand darauf ansprechen wird, dass bei mir wenig von "Game" zu lesen ist. Der Grund dafür ist ziemlich simpel. Ich will nicht dazu beitragen, dass sich hier Leute das Leben komplizierter machen, als es ist. Mit Frauen zu reden ist keine Raketenwissenschaft. Ich muss keine zwischenmenschlichen Formeln auswendig lernen und keine step-by-step-Anleitungen verfolgen, um mit einer Frau intime, sinnliche Momente teilen zu können. Wenn ich mir hier Beiträge von anderen Usern durchlese, die minutiös jedes "Game"-Element, das sie vermeintlich angewendet haben, auseinanderlegen, dann kriege ich regelmäßig Kopfschmerzen. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, woher der Drang bei uns Männern kommt, die Dinge auf Teufel komm raus verkomplizieren zu wollen. Ich habe schon mehrfach überlegt, ob ich bei meinen Berichten mehr ins Detail gehen soll. Tatsächlich hätte ich auch kein großes Problem damit, dir jedes noch so unscheinbare Mosaiksteinchen meines Games auszuklamüsern. Das will ich aber gar nicht und ist auch nicht nötig. Den wenigsten Leuten mangelt es an Wissen, wie sie den Prozess zum Laufen bringen können. Den Leuten hier mangelt es viel mehr am Willen, auch nur ein kleines bisschen Eigeninitiative zu ergreifen und den Arsch hochzukriegen. Deswegen verfolge ich mit dem Thread hier auch eher das Ziel, den Leuten zu zeigen, was mit ein ganz klein bisschen weniger Heulerei und ein ganz klein bisschen mehr Taten für Erfolge für sie abfallen können. Mal ganz davon abgesehen, dass mir der Arsch einschlafen würde, wenn ich ständig mit Wörtern wie "Push & Pull", "C&F", "Freeze out" um mich werfen würde. Ich bin jetzt schon seit 2010 in dem Forum und habe wahrscheinlich mehr Pickup-Theorie konsumiert als mir tatsächlich gutgetan hätte. Mittlerweile lese ich mir die Beiträge hier mit einer gewissen inneren Distanz durch, weil sie zu 90% einfach hinderlich für mein geistiges Wohlbefinden sind. Wenn du dir all diese Begriffe hier aneignest, dann neigst du irgendwann auch dazu, zu mechanisch im zwischenmenschlichen Umgang zu werden. Das ist auch der Grund, das die Leute "Shittests" und "Manipulation" in jeder noch so kleinen Interaktion vermuten und mehr Angst vor einem "Frameverlust" haben als Günna von nebenan vor einer Prohibition. Ganz ehrlich, ich sehe keine Shittests mehr und ich erkenne auch keine Frameverluste mehr, seit ich angefangen habe, Frauen als das zu sehen, was sie sind: verpeilte, süße, kleine, mit ihren winzigen Füßen stampfende Minipikachus, die ich zum Knuddeln finde. Und seitdem ich das erkannt habe, denke ich nicht mehr in all diesen Kategorien, die Pickup jedem noch so unwichtigen Detail überstülpen möchte, sondern vereinfache alles. Und noch was: ein DiCaprio bin ich sicher nicht, eher ein ziemlicher Normalo. Mir fehlt nur mittlerweile die Zeit und Lust, alles zu protokollieren, was ich tue. So viel sei gesagt: In diesem Jahr habe ich mit einem Bruchteil des Aufwandes vom letzten Jahr mehr mit Frauen hinbekommen. Ich fliege trotzdem häufig auf die Schnauze. Ist aber auch ok. Wenn ich nicht in letzter Zeit viel daran sitzen würde, Texte für meinen Blog zu schreiben, den ich bald hochziehen will, dann würde ich hier auch mehr von meinen Misserfolgen etc. schreiben. Nur muss ich auch zugeben, dass es mir langsam zu langweilig wird, immer über Frauen zu schreiben. Mich interessieren mittlerweile eher andere Dinge und ich habe das Gefühl, dass dieses Interesse hier wenig geteilt wird. Bisschen abgeschweift und so. Hier ein Entschuldigungs-Pimmlon C==8 Cheers, rsc
  9. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Wir müssen uns nicht küssen, wenn du nicht willst Mit einem fragenden Lächeln sieht sie mich an. Ich gurre innerlich wie ein Täubchen, dem ein Brotkrümel vor die Füße geworfen wird, und stelle mir vor, wie ich es mit feuriger Inbrunst verschlinge. Grumgrum, hmmmhmhmhrmmrm. "Was ist jetzt?" - "Hä?" - "Ob du einen Drink möchtest?" Ah, so langsam geht mir ein Licht auf. Das war es, was sie wissen wollte! "Nein danke, ich nehme erstmal ein Wasser." Ich lasse meinen Blick durch das Zimmer schweifen. Ein riesengroßes Selbstporträt von ihr hängt an der Wand und mustert selbstgefällig meine Kartoffelnase. Wer bitte hängt ein so überdimensioniertes Bild von sich selbst an die Wand? Und überhaupt - wenn ich mich selbst schlage und dann anfange zu weinen, bin ich dann stark, weil ich so fest zuhauen kann, dass ich weine, oder schwach, weil ich weine, weil ich mich geschlagen habe? Oder wenn ich ein Bild von einem Chickenwing an die Wand hängte, in Wahrheit aber ich der Chickenwing bin und ich fettig wäre, würde ich ihn dann trotzdem essen? Ich beschließe die Klärung dieser Fragen auf einen weniger nüchternen Moment in meinem Leben zu verschieben und nehme dankend das Glas Wasser von Sunny entgegen. Ich rücke mit der Arschbacke zwei Zentimeter nach links und dann wieder nach rechts, weil der Stuhl so unbequem ist. Ob sich so ein Huhn in seinem Nest fühlt, wenn es brütet und sein Bettchen mit tierischer Akribie zurecht schiebt? Auf der Couch links von mir sitzen Staubsocke und Wendy. Wir kennen uns nicht, also beschränken wir uns auf höflichen Smalltalk. Bald Fußballprofi, bliblablup, ach zieh mir doch einen mit der Pfanne rüber. Es dauert nicht lange, ehe Staubsocke sich als Selbstdarsteller enttarnt. Während er mit mir redet, verwandelt sich seine Brust in rotes Fell und plustert sich auf wie bei einem jungen Rotkehlchen. Er ist sympathisch und spricht alles aus, was er denkt, nur scheint er die Grenze zur Selbstdarstellung noch nicht zu kennen. Siffredi betritt die Wohnung. Wir sind jetzt zu fünft und beschließen, uns an den Tisch zu setzen, um – naja – das zu tun, wozu wir uns hier eigentlich versammelt hatten. Spieleabend. Bock auf Monopoly hätte ich gehabt! Stattdessen spielen wir wer bin ich. Peter Zwegat. Fickt euch, wie soll ich das denn erraten! „Lust auf Skinny Bitch?“ – „Ja, nehme einen, danke.“ Staubsocke verschwindet in der Küche. Ich latsche ihm hinterher. Sieht aus wie ein Chemielabor, überall Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente, Proteinpulver. Staubsocke reicht mir die Bitch. Ich mag Limetten. Heute trinke ich wohl doch. Wieder am Tisch. Heidi trudelt endlich ein. Wir sind jetzt zu sechst – 3 Dirnen, 3 Kerle. Ich merke beim ersten Kontakt mit Heidi direkt, dass sie mich verlockend findet. Dieses Gefühl täuscht mich selten. Wir sind eine kunterbunte Mischung. Die Gastgeberin ist die einzige, die alle kennt, der Rest kennt sich untereinander nicht. Es kristallisiert sich heraus, dass wir alle single sind – ein Schelm, wer da taktisches Kalkül der Gastgeberin vermutet. Irgendwer kommt auf die Idee, dass wir Flaschendrehen spielen sollte. Während ich das für einen Witz halte, ist der Rest hin und weg von der Idee. Na klasse. Bewaffnet mit Kissen machen es uns auf dem Boden gemütlich. Ich habe eigentlich gar keine Lust. Naja, eigentlich habe ich nur Schiss vor solchen Spielen. Wir einigen uns darauf, dass wir miteinander rummachen und so einen Scheiß außen vorlassen. Glück gehabt, ist mir alles zu aufregend. Wir reden über verrückte Sexnächte, Fetische und Lieblingsstellungen. Die drei Mädels in der Runde hatten alle schon Sex im KitKat. Ich bin schockiert, dass ich der Prüdeste in der ganzen Runde zu sein scheine. Es kommt, wie es kommen muss. Jemand gibt Heidi die Aufgabe, mit mir rumzumachen. Als gesetzestreuer Sheriff verweise ich selbstredend auf unsere vor dem Spiel getroffene Abmachung. Meiner Argumentation wird wenig Beachtung geschenkt, also suche ich mir Zuflucht in der Küche und bereite mir eine Bitch zu. Heidi steht auf einmal neben mir und quakt mich an. „Die sind bescheuert. Wir müssen uns nicht küssen, wenn du nicht möchtest.“ „Es geht nicht darum, dass ich das nicht möchte. Ich entscheide nur gerne selber, wem ich meine Zuneigung schenke.“ (Wer’s glaubt. Schiss hatte ich! ) „Ich meine nur...ist schon in Ordnung, ich sehe das nicht als Beleidigung oder so.“ „Alles klar. Lass uns wieder reingehen.“ Irgendwie schaffe ich es, die Sache mit dem Rummachen abzuwiegeln, oh ich großer Held der Nacht. Der Rest findet das natürlich ziemlich doof von mir. Es fließt nach und nach mehr Alkohol, wobei ich selbst noch bei einem guten Pegel bin. Ein Wechselbad der Gefühle. Ich muss Staubsocke über die haarige Brust lecken, Sunny macht mit Staubsocke rum, Siffredi und Heidi massieren sich, Wendy leckt Sunny Salz von der Brust, Sunny streichelt über meinen Oberschenkel. Den Abend hatte ich mir anders vorgestellt. Sunny wird irgendwann müde und will ins Bett. Siffredi und Wendy wollen den Heimweg antreten. Ich raffe noch gar nicht, was hier abgeht, als Sunny mich und Heidi fragt, ob wir auf der Couch übernachten wollen. Hä, eigentlich wollte ich nach Hause? Das denke ich natürlich nur. Heidi übernimmt das Antworten für mich und findet den Vorschlag super. Etwas irritiert stimme ich dann auch zu. Was zum Geier passiert denn hier schon wieder. Ich würde den Chickenwing trotzdem essen. Siffredi und Wendy sind aus dem Haus. Sunny und Staubsocke fragen uns, ob wir irgendwas brauchen, Kondome vielleicht. Mich verblüfft der Grad an Indiskretion, der hier an den Tag gelegt wird. Ich erwidere, dass wir alles haben, was wir brauchen. Sunny und Staubsocke gehen ins Nebenzimmer vögeln, Heidi und ich stapfen in die Küche, um eine Kochsalzmischung für unsere Kontaktlinsen zu kreieren. Hat im Übrigen nicht funktioniert, das brannte am nächsten Tag wie Hulle im Auge! Wir legen uns auf die Couch und liegen Löffelchen. Ich habe natürlich einen Ständer. Ihr gefällt das. Wir machen rum. Rummachen mündet in Rumfingerei und Runterholen. Rumfingerei und Runterholen werden zu Lecken und Blasen. Das wird dann zur Vögelei. Knickknack. Am nächsten Morgen gehen wir gemeinsam zur Bahn und sie holt sich meine Nummer. Sehr merkwürdiger Abend, aber definitiv witzig. Genießt den Sonntag, Freunde Cheers, rsc
  10. Endlich mit dem DJBC weitergemacht (Woche 7)

    Geil, dass du wieder durchziehst. Liest sich stabil! Quatscht der eiskalt an, obwohl Mama und Papa mit im Schlepptau sind. Bin nächste Woche am WE in NRW. Willst du mir mal um der alten Zeiten willen zeigen, wie das mit dem Streeten noch mal funktioniert? (^_^) Cheers, rsc
  11. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Auf der Überholspur !!! Cheers, rsc
  12. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Danke. Hoffe, es hat dir vortrefflich gemundet :) Auch dir möchte ich danken. Zu deiner Frage: Viel wichtiger als die Frage, wie du dein Geld rentabel anlegst, ist die Frage, wie du viel von deinem Geld behältst. Besonders nach Ende des Studiums neigen junge Menschen dazu, mit ihrem Lebensstandard in Sphären vorzudringen, die in dem Alter absolut überzogen sind. Die Leute neigen seltsamerweise dazu, an den kleinen Schrauben drehen zu wollen, statt erst einmal an der großen Schraube zu drehen. In diesem Kontext ist die große Schraube dein Einkommensüberschuss und die kleine Schraube das rentable Investieren dieses Überschusses. Als Softwareentwickler in einem Großunternehmen wirst du >2000 Euro netto im Monat zur Verfügung haben. Davon kannst du locker 800 (eher mehr) monatlich anlegen, selbst wenn du wie ein König lebst. Um sich da das richtige Mindset anzueignen, könntest du dir die folgenden Bücher ansehen, die meiner Meinung nach genial sind: Robert Kiyosaki, Sharon Lechter - Rich Dad, Poor Dad Dirk Müller - Cashkurs George Samuel Claeson - Der reichste Mann von Babylon An der Stelle möchte ich auch den Sparen-Thread von @Neice wärmstens empfehlen. Im nächsten Zug würde ich mir dieses Schmuckstück ansehen: Gerd Kommer - Souverän investieren mit Indexfonds, Indexzertifikaten und ETFs. Kleine Vorwarnung: Das Buch ist für Anfänger geeignet, aber es ist relativ schwere Kost mit vielen Zahlen und Beispielen. Danach bist du aber zumindest in der Lage, schon mal in ETFs und Indexfonds zu investieren. Hier kommt dann der Punkt, wo aktives Handeln gefragt ist. Such dir einen Anbieter, bei dem du ein Depot anlegen kannst, bei dem du nach Möglichkeit keine großen Gebühren bei monatlichen Wertpapiersparplänen hast. Comdirect ist da recht komfortabel. Das ist der schwierigste Schritt, das Anfangen. Es ist kinderleicht und doch stolpern und fallen erschreckend viele Leute an dieser Hürde. Wenn du bis zu diesem Punkt gekommen bist, dann wirst du selbst in der Lage sein, dir ein tiefer gehendes Wissen im Aktienbereich anzueignen. Jetzt noch mehr auszuholen, wäre an dieser Stelle fehl am Platz. Ihr hört am Sonntag von mir. Ich habe wieder Lust, aktiver zu werden. Das ist ein gutes Zeichen. Die nächste Zeit wird witzig, das spüre ich. ChooChoo! Cheers, rsc
  13. Ein Sheriff waltet seines Amtes

    Splitten in Split - Echte Freunde teilen alles Fleisch, wo ich auch hinsehe. Beschwipste Feierwütige ziehen munter vor sich hin gackernd an uns vorbei. So viel Fleisch. Pater und ich sitzen rauchend an der Strandpromenade, schauen auf das offene Meer hinaus und drücken uns ein Bier in den Schädel. Die Meeresluft steigt mir in die Nase. Es ist mittlerweile nach Mitternacht. Besoffene Neandertaler entkleiden sich und stapfen mit der Leichtfüßigkeit eines Grizzlybärs ins Wasser, um sich von der Schwüle der Nacht in die Frische des Meeres zu retten. Zwei Mädels in weiter Ferne stehen im Wasser und strecken ihre BHs in die Luft. Aufgeregtes Geschnatter. Ich nehme den wohligen Geruch eines Joints neben mir wahr. Ein paar Meter entfernt plustert sich ein Halbstarker auf und drückt einem Freund sein Bier in die Hand, um den Versuch zu wagen, sich 2 Minuten lang an einer Klimmzugstange festzuhalten. Weiß der Geier, wie der bisher überlebt hat. Die Frauen machen mich ganz verrückt. Vor zwei Tagen war hier ein großes Festival und das zieht noch mehr Sahnestücke als sonst in die Stadt. Braungebrannte Mädels in kurzen Kleidern lassen mich vor Wollust schäumen. RAWRR. „Sollen wir?“ – „Jo.“ Wir zwängen uns an den Massen vor dem Eingang vorbei und betreten den Club. Leckmichfettverpissdichmitdeinembierausmeinemgesichtwarumisteshiersovollhiermirplatztgleichdiehutschnur. Rückzug, ein paar Meter weiter ist zum Glück noch ein Club. Die Tanzfläche ruft uns. Pater verzieht sich auf Toilette. Ich nutze die Gelegenheit, um mich in die hinterletzte Ecke zu verkrümeln, und mir eine zu rauchen. Mein Bier und ich tauschen liebevolle Blicke aus, als wir von einem Schokobrummer unterbrochen werden. „Hey, where are you from?“ Ich gucke mein Bier an. Es guckt fragend zurück. Mir dämmert, dass sie mich und nicht mein Bier meint, also antworte ich. Sie ist Deutsche und verwickelt mich in ein seltsames Gespräch. Meine Irritation wird mit jedem Moment größer. Pater kehrt von seiner langwierigen Reise zurück und schaut sich das Szenario amüsiert an. Ich bin zu höflich, um ihr zu sagen, dass ich keine Lust auf sie habe. Gleichzeitig habe ich keine Lust, mich zutexten zu lassen. Mir kommt eine Idee. Ich zwicke ihr in den Oberarm und gucke sie dabei böse an. „Fuck, warum hast du das gemacht?“. Ich zwicke ihr noch mal in den Oberarm und knurre dabei. Ihr Blick sagt irgendetwas zwischen „Alter, bist du behindert?“ und „Wo finde ich den nächsten Schokomuffin“ aus. Dann dampft sie ab. Eine Zeit lang passiert nicht viel, außer dass ich eine Zigarette nach der anderen einatme. Pater hat keine Eier und ich auch nicht. Als er ausnahmsweise auf Toilette verschwindet, quatsche ich zwei junge Mädels an. Die warten gerade auf ihre Pizza und ihr Taxi und finden mich aus irgendeinem Grund ziemlich witzig. Ich erzähle ihnen gerade, wie mein Vater mir die Verführung von Frauen beigebracht hat, als Pater dazustößt. Das Gespräch entwickelt sich ganz gut. Viel Gelächter. Vor allen Dingen feiern wir aber uns selbst. Hätte mich auch nicht gewundert, wenn wir uns gegenseitig unter dem Tisch dabei einen runtergeholt hätten. Pater holt sich ihre Nummer. Ah, ok. Das wäre der Moment gewesen. Passiert mir immer wieder. Ich quatsche die Mädels an und meine Kollegen holen sich die Nummer, weil ich keine Anstalten mache, es selbst zu versuchen. Scheiße. Es wird langsam spät…oder früh, je nach Betrachtungsweise. An der Bar erspähe ich eine Brünette, die sich gerade einen Drink zu ordern scheint. Ich frage Pater, ob er sie ficken würde. „Ja sicheeer.“ Na dann. Todesmutig prügle ich mir den Weg zu ihr frei. Naja, eigentlich gehe ich einfach nur geradeaus. Ich beziehe neben ihr an der Bar Stellung. Sie guckt mich an, ich gucke sie an. Wo sie herkommt möchte ich von ihr wissen. Norwegen. Cool. Wo ich herkomme möchte sie wissen. Deutschland. Cool. Gutes Gespräch, fetzt richtig. Sie erzählt mir, dass sie Krankenschwester ist. Ich frage sie, ob sie schon mal zwei Zigaretten gleichzeitig geraucht hat. Die Frage verstört sie etwas und sie erwidert, dass sie nicht raucht und Rauchen ekelig findet. Ich empfinde es als einen guten Moment, mir eine Zigarette anzuzünden. Sie funkelt mich böse an. Mein Bier würde mich nie böse anfunkeln. Ich beschließe, mir ein neues Bier zu ordern. Ich frage sie, wo ihre Freunde sind. Sie ist mit ihrer Freundin hier, die irgendwo mit einem Kerl rumlungert, hat sie schon eine Weile nicht gesehen. Ich sage ihr, dass sie sich nicht schämen braucht, wenn ihre Freundin imaginär ist und sie eigentlich alleine hier ist. Das versteht sie nicht. Pater erscheint wie aus dem Nichts. Er ist wie ein Ninja-Geheimagent, den man nicht kommen sieht und plötzlich hat man eine Pistole an der Schläfe. Ich lasse mir meine Verblüffung natürlich nicht anmerken. Stattdessen bewege ich mich einen Schritt nach links, um die Scherben auf dem Boden zu begutachten. Ich schiebe sie mit dem Fuß zu einer Linie zusammen, um meinen inneren Autismus zu befriedigen und die Ordnungsmäßigkeit in diesem Club zu wahren. Währenddessen stellt Pater sich der Brünetten vor. Ich bin froh, dass er redet, denn dank ihm kann ich die Zeit nutzen, um meinem Bier schmutzige Dinge ins Ohr zu säuseln. Nach einem kurzen Abenteuerausflug auf Toilette kehre ich zu den beiden zurück. Wir unterhalten uns über irgendeinen Scheiß. Dann kündigen Pater und ich an, dass wir uns langsam vom Acker machen. Ob sie mitkommen will. Klar, aber sie will vorher mit ihrer Freundin sprechen. Ich verkünde, dass ich sie ausfindig machen werde und marschiere los. Moment, wohin muss ich überhaupt, ich weiß nicht mal, wer ihre Freundin ist. Hahahaha. Guter Plan, rsc. Ich lasse mir aber natürlich nichts anmerken und steuere zielsicher auf eine zufällig ausgewählte Blondine zu, die ich dann frage, ob sie zur Brünetten gehört. Sie versteht mein Anliegen nicht. Ich erläutere ihr, dass Pater und ich jetzt gehen und die Brünette mitnehmen und ob sie mitkommen möchte. Sie reicht mein Angebot mit einem verdatterten Kopfschütteln zurück. Merkwürdig. Ich erkenne, dass mein Plan ziemlich scheiße ist und kehre zu Pater und der Brünetten zurück. Die Brünette macht ihre Freundin ausfindig, welche allerdings schon einen Kerl aufgerissen hat. Scheiße. Wir latschen zu fünft aus dem Club. Zu uns ins Apartment sind es 20 Minuten zu Fuß. Das ist mir zu heikel, in der Zeit kann viel passieren. Ich bestelle in Windeseile ein Uber, das 50 Meter weiter auf uns wartet. So schnell habe ich noch nie ein Uber gefunden. Manchmal habe ich auch mal Glück. In den Wagen passen allerdings nur vier von uns rein und wir sind zu fünft. Also trennen wir uns. Die Brünette fährt mit Pater und mir und ihre Freundin mit ihrem Kerl. Tür zu, ins Taxi rein, zwei Kerle, eine Frau. Nach einer Minute Fahrt äußert sie erste Bedenken, ob es nicht doch besser wäre, wenn sie nach Hause fährt. Wir entgegnen, dass wir erst einmal zu uns fahren, und ihr dann noch ein Taxi bestellen können, wenn sie nach Hause möchte. Das geht für sie in Ordnung. Hach, Frauen. Muss man einfach lieben. Auf der Fahrt selbst beratschlagen wir uns auf Deutsch, wie unser Plan aussieht, während die Brünette daneben sitzt. Sah dann ungefähr so aus: „Was haben wir eigentlich vor, haben wir einen Plan?“ „Keine Ahnung, habe gehofft, dass du einen hast.“ „ALTER, WIR BRAUCHEN EINEN PLAN.“ „Wir nehmen sie einfach beide.“ „Scheiße.“ Das Taxi setzt uns ab. Wir betreten das Apartment und knipsen das Licht an. HRMLGLGLMR aus irgendeiner Ecke. Oh, unser Kumpel schläft halbnackt auf der Couch im Wohnzimmer. Er guckt uns an, als hätten wir ihm gerade einen Analdildo zu Weihnachten geschenkt. Pater spricht kurz mit ihm und dann verdrückt er sich. Schritt für Schritt, Hürde für Hürde. Pater setzt sich mit der Brünetten auf die Couch, während ich Getränke besorge. Ich nutze den Moment der Einsamkeit in der Küche, um mich eine Minute lang kaputtzulachen, weil das so eine behinderte Aktion ist. Dann gehe ich eine rauchen und überlasse Pater komplett das Zepter. Ich komme wieder uns setze mich auf die Couch. Pater und ich beratschlagen uns wieder. Ich sage ihm, dass sie da sitzt wie ein Vergewaltigungsopfer, fehlt nur noch, dass sie sich unter die Dusche stellt und stundenlang abschrubbt. Also quatschen wir…und quatschen…über Urlaube, über diesen Scheiß, über jenen Scheiß. Irgendwann küsst er sie. Er flüstert ihr was ins Ohr, dann dreht sie sich zu mir und küsst mich. Fuck. Es geht noch kurze Zeit so weiter. Dann gehen wir zu dritt in unser Zimmer. Hierbei müsst ihr wissen, dass unser Apartment aus drei Zimmern bestand. Pater und ich haben das Kinderzimmer mit Hochbett bekommen. Das sah so genial aus. Ohne Scheiß, hätten wir an das Hochbett noch eine Rutsche gebastelt und ein Bälleparadies aufgebaut, wäre das der Traum eines jeden Jungen. Genug geschwurbelt. Wir führen sie also ins Zimmer. Sie betritt es mit den Worten „Are you fucking kidding me?“, weil…naja…weil es eben ein Kinderzimmer ist und in der Situation so grotesk unpassend ist. Ich kriege mich nicht mehr ein vor Lachen und sage Pater, dass er sich alleine vergnügen kann, weil es mir zu weird wird und ich schlafen gehe. Dann setze ich mich auf die Couch und lache…und überlege. Eine Zigarette folgt…der Gang zur Couch. Fuck, was mache ich jetzt. Schlafen kann ich auch nicht. Ich überlege…dann gehe ich zurück zum Zimmer. Just in dem Moment stößt Pater die Tür auf und sagt mir „Alter, geh einfach rein, die hat eh noch Bock. Ich geh jetzt pennen.“ Ich gehe also einfach rein und lege mich dazu. Sie hat tatsächlich noch Bock. Wir vögeln. Das war das zweite Mal, dass ich einen Dreier mit Pater ausgeschlagen habe. Beim dritten Mal komme ich vermutlich in die Hölle. Morgen oder übermorgen folgt noch ein Beitrag. Gehabt euch wohl an diesem wundervollen Sonntag. Cheers, rsc
  14. Nach 2 kürzeren Beziehungen wieder fast am Anfang

    Wer hat euch als Kind auf den Boden geworfen? ... Ich fass es nicht. Cheers, rsc
  15. Bleiben oder Gehen

    Ganz generell kannst du davon ausgehen, dass du 90% der Probleme, die du jetzt hast, bei einem Umzug mitnehmen wirst. Lass dir das von jemandem gesagt sein, der schon ein paar Umzüge hinter sich hat. Es gibt nur ganz wenige auf den Wohnort zurückzuführende Probleme, die Unzufriedenheit generieren, und die von dir genannten gehören nicht dazu. Was ich bei dir als große Problemherde herauslese, sind die folgenden Punkte: Du befindest dich in einer beruflichen Sackgasse oder zumindest empfindest du es so. Du hast keine Lust auf Schichtarbeit. Du würdest lieber mit Menschen arbeiten als nur mit Maschinen. Du hast Probleme Anschluss zu finden. Du hast nach der Arbeit keinen Antrieb, irgendeiner Tätigkeit mehr nachzugehen. Fassen wir das mal zusammen, dann sind die ersten drei deiner fünf Problemherde direkt auf die Arbeit zurückzuführen. Die anderen beiden werden mehr oder weniger indirekt von deiner Arbeit beeinflusst. Wenn du in deinem jetzigen Wohnort keinen Anschluss findest, dann wird das auch woanders nicht besser, sondern eher schwieriger, ist einfach so. Jetzt ist natürlich die Frage, was für Optionen du hast, denn einfach umzuziehen wird dich nicht weiterbringen. Es hört sich für mich an, als hättest du nicht den leisesten Schimmer, was du beruflich eigentlich möchtest. Deine Vorstellungen sind dermaßen grob und unkonkret gehalten, dass es den Anschein hat, du hättest dir da noch nicht genug Gedanken drüber gemacht. Das war bei mir vor 1-2 Jahren noch ähnlich, aber auch nur, weil ich mich nie eingehend damit beschäftigt habe. Beantworte mal bitte die folgenden Fragen: Warum hast du den technischen Fachwirt gemacht? Stand da eine bestimmte Absicht hinter? Warum machst du derzeit den technischen Betriebswirt? Steht da eine bestimmte Absicht hinter? Was sind deine Hobbies? Was für Interessen hast du? Gibt es Tätigkeiten, bei denen du in einen Flow-Zustand kommst, wenn du sie ausübst? Wenn Geld nicht dein primärer Antrieb gewesen wäre, was hättest du dann für einen Ausbildungsberuf/Studiengang/Beruf gewählt? Käme ein Studium jetzt noch für dich in Frage? Wenn die Möglichkeit des Scheiterns ausgeschlossen wäre, was wäre dann dein Traumberuf? Beantworte diese Fragen mal und dann sehen wir weiter. Cheers, rsc