Aldous

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  1. Brauchst halt ne goldene Ananas. Sequentieller Hermaphroditismus. Ist schon seit knapp 100 Jahren nachgewiesen. Also, bei Bonobos vielleicht nicht. Aber sonst gibts Transsexuelle und Transvestiten quer durchs Tierreicht. Besonders bei Fischen, aber auch bei Vögeln und Säugetieren.
  2. Der Norden ist wohl Chimpansenland, und Bonobos gibts nur im Süden. Oder umgekehrt. Jedenfalls wird nen riesen Aufwand getrieben, damit die Affen die Forscher für völlig uncoole und fade Typen halten und sich nicht die Bohne für sie interessieren. Was auch darum ganz gut funzt, weil Bonobos hipp sind und es gut Finanzierung gibt.
  3. BFF von ner Mitbewohnerin ist Anthropologin. Hatte irgendwas von eineinhalb Meter Papers über Bonobos im Regal stehen. Werden schon paar hundert verschiedene Studien gewesen sein. Und sie war auch paarmal selbst im Kongo für rumvögelnde Bonobos studieren. Was isn heute los hier?
  4. Meine Rede. Nur sind diese ganzen Subjektivismen ja nix Neues, sondern altbekannt. Darum werden Studien für den Diskurs veröffentlicht. Und wenn der eine Prof ein versiffter alt 68er ist und seine Ergebnisse durch seine Weltsicht gefärbt sind - dann gibts ein paar tausend Profs und Postdoks, die eine andere Weltsicht haben und schon mit den Hufen scharren um seine Arbeit zu widerlegen. So werden im Diskurs die Erkenntnisse immer präziser. Bestenfalls übrigens, widerlegt der Autor seine eigene Arbeit selbst. Und verbessert so sein Ergebnis. Wussten die alten Griechen schon und habens auch fleissig umgesetzt. Es muss also niemand um die Ecke kommen und erzählen, dass ja eh alles falsch wär, weil ja alles idelogitisiert wär. Also dann, wenn das Ergebnis nicht zur eigenen Weltsicht passt. Nö?^^
  5. Die Richtigkeit liegt in der Annäherung. Wissenschaftstheoretisch ist natürlich per se jegliche These falsch. Das es keine Perfektion gibt, bedeutet aber nicht, dass Thesen und Interpretationen darum nicht in weiten Teilen zutreffend sein können.
  6. Jap. Und das haben wir wohl auch ne ganze Zeit lang so gemacht. Jedenfalls wurden in Jordanien mal ein paar Dutzend Urmenschen augebuddelt. Also ne ganze Sippe auf einmal. Die waren auch alle eng miteinander verwandt. Hat ne Menge Vorteile. Angefangen vom sozialen Zusammenhalt, Krankheiten breiten sich weniger aus, usw. Gibt keinen Grund, warum die sozialen Dynamiken bei Menschen andere sein sollten, als bei Tieren. Darum kommts bei Interpretationen nicht auf Objektivität an. Unabhängig davon, ist Zoologie ne ebenso objektive Wissenschaft, wie alle anderen auch.
  7. brudi. Bei die Bonobos ficken nicht die Alphas die Weibchen. Sondern die Weibchen sind die Alphas. Also auch. Liegt vermutlich daran, dass die Weibchen noch mehr vögeln, als die Männchen. Und zwar miteinander. Wenn zwei Bonobo Weibchen miteinander gevögelt haben, dann entspannen sie sich dabei mehr, als wenn sie mit Männchen vögeln. Daraus entstehen Allianzen zwischen den Weibchen - die sich daher gegenseitig unterstützen und dadurch in der Sippe gleiche Dominanz erreichen, wie die Männchen. ...gibt Leute, die mit Urin-Bechern hinter Bonobos herlaufen, Proben sammeln und dann die Konzentration der Bindungshormone messen. Und ihre dominante Stellung nutzen die Bonobo-Muttis dafür, ihren eigenen Söhnen beim vögeln zu helfen. Indem sie konkurrierende Männchen verjagen, wenn Sohnemann grad eine flachlegt. Kurz gesagt wichsen bei den Bonobis gerade die Muttersöhnchen nicht. Wegen Big-Mama. Also, wenn man mit Urzeit-Instinkten argumentieren will, dann wenns auf Frauenabenden zur Sache geht.
  8. Da schlagen die Hungry-Bitch-Gene durch. Falls die Bitch kurz vorher noch ne fette Schnacke gefuttert hat, läßt sie das Männchen laufen. Hat schon seinen Grund, dass fette Frauen in der Steinzeit das Schönheitsideal waren. Ne, das haut nicht hin. Man kann zwar durchaus das Paarungsverhalten der Vergangenheit mathematisch modellieren. Die Modelle müssen aber schon einigermaßen kalibriert sein. Was du schreibst, ist zwar nach PU-Theorie schlüssig. Aber wenn du mal überlegst, wie viele Frauen es dafür pro Mann geben müsste, dann merkste gleich, dass das nicht hinhaut. Wenn deine Sippe 30 Leutchen zählt, haste nach 4 Wochen nix mehr zu tun. Und überlegste weiter, in welchem Tempo sich Tripper, Syphilis und Co. ausbreiten würden. Dann wird klar, dass das kreuz und quer vögeln nicht so der Bringer gewesen sein kann. Also evolutionär. Gibt allerdings nen mathematisches Modell, ich glaub aus USA, wo der Energieaufwand von kreuz und quer vögeln -wie bei den Bonobos- gegen Monogamie modelliert wurde. Da kam raus, dass Monogamie ne weibliche Erfindung sein müsste. Irgendwann, als nach der letzten Eiszeit das Wetter besser wurde, gings langsam los, dass man langfristig planen konnte. Also wenn du ne Hütte gebaut hast, die nicht spätestens nach zwei Jahren von nem Unwetter weggefegt wurde. Da gings los, dass Landwirtschaft möglich wurde. Nen Feld anliegen und ernten ist vom Energieaufwand her viel effezienter, als durch den Wald schlumpfen und Mammuts einsammeln, die bei jedem Beutezug ein paar deiner Kumpels verstümmeln. Neolithische Revolution und so. Und das war die Zeit, wo die Crazy-Bitches wegen dem hohen Energiebedarf von viel Drama so langsam ins Hintertreffen gerieten. Und die Gute-Freundin-Gene wegen höherer Effezienz immer mehr zum Zug kamen. Gleiches gilt übrigens für die viel beschworenen Alphas. Da reicht es nicht, Gene möglichst viel zu streuen. Weil der Nachwuchs wahrscheinlich verhungert. Oder so gehandicaped groß wird, dass er sich gegen den nächsten Alpha nicht behaupten kann. Vom Energieaufwand effektiver war es, ein halbes Dutzend Kröten satt groß zu ziehen. Also den Versorger zu geben. Und das funktioniert mit Monogamie am besten. Oder in ganz kleinen Sippen, in denen jeder mit jedem. Das geht auch. Modernes Beispiel dafür sind WGs. Aber anderes Thema. Kurz gesagt, isses gerade nicht unsere Natur, rumzuvögeln. Sondern ganz im Gegenteil. Und das bildet sich auch deutlich in den zeitgemäßen Statistiken ab. Da haben Männer nicht 31 Frauen pro Monat. Sondern die Anzahl der Sexpartner im Leben läßt sich an einer Hand abzählen. Die Frauen -und Männer- die häufig ONSs haben, sind so seltene Ausnahmen, dass sie statistisch ohne Signifikanz sind.
  9. Ne andere Theorie -aus diesem Bestseller Sex at Dawn", oder so ähnlich - ist, dass männliche und weibliche Sexualtität verschieden variabel sind. Männliche Sexualität wird irgendwann in der Kindheit geprägt wird. Dann steht man auf blonde Haare oder große Brüste. Will eine Frau fürs Leben, oder kreuz und quer vögeln. Usw. Und wenn das einmal so ist, dann bleibt das auch so. Weibliche Sexualität ist dagegen deutlich variabler. Als Teenie ist sie mit dem Typen mit Lederjacke und Motorrad zusammen, Anfang 20 verläßt sie ihn für nen langhaarigen Softies, um Ende 20 einen mit Muskeln und Glatze zu heiraten. Un dabei gibts messbare Abweichungen zwischen ihrer bewussten Wahrnehmung und ihrer körperlichen Reaktion. Zeigt man ihr mit Ende 20 nen Foto von dem muskulösen Glatzkopf - dann erklärt sie zwar, dass der Typ ihr egal wäre. Gleichzeitig reagiert sie aber körperlich messbar auf ihn. Schlussfolgerung ist, dass weibliche Sexualität sehr viel mehr von sozialen Erwartungen abhängt, als männliche Sexualität. Wenn man beispielsweise liest, wie hier im Thread regiert wird - beispielsweise erzählt wird, dass emanzipierte Frauen ihre Sexualität ausleben und ONS haben, weils ihnen Spaß macht und sie nix mit Typen anfangen können, die das komisch finden, usw. Dann sind das natürlich auch soziale Erwartungen. Wegen denen Frauen vermehrt zu ONS neigen werden. Nicht, weils irgendwie in der Steinzeit schon so gelaufen wäre - sondern weil wir das in den letzten 20 oder 30 Jahren so sehen. Während es in den 30 Jahren davon sozial erwünscht war, dass man mit Anfang 20 heiratet bis das der Tod sie scheidet. Sind in vielen Aspekten vollig gegenläufige Verhaltensweise - und beides ist möglich. Ohne, dass es etwas mit der Steinzeit zu tun haben muss.
  10. Ja, haste schon mal geschrieben. Nur erklärste halt nicht, wie du darauf kommst. Und ich tippe mal, dass das auch nich tmöglich sein wird. Weinen dient der Kommunikation. Sagt übrigens der gleiche Typ, von dem auch die Evolutionstheorie stammt. Hat damit, ob wer gefressen wird, aber nix zu tun. Bei der Frage vom TE ist das anders. Da werden paar Argumente aus der PU-Theorie genannt, die Frauen dazu motivieren müssten, keine ONS zu haben. Oder -um mit dir zu argumentieren- die dazu führen müssten, dass Frauen keinen Spaß an ONS haben dürften, und sich darum bewusst dagegen entscheiden müssten, ONS zu wollen.
  11. Die Frage zielt auf ne Motivation, die älter ist als Verhütung und Internet. Angenommen du wärst keine Manu, sondern ein Magen-Darm Virus. Dann würdest du aus ein paar organischen Molekülen bestehen und hättest kein Internet, keine Orgasmen, kein Sex, keine Wahrnehmung, keine Motivation - aber du hättest Erbinformationen. Und die Fähigkeit, dich fortzupflanzen. Obwohl du nicht lebst und nichtmal nen Stoffwechsel hast, würdest einen riesen Aufwand betreiben, damit deine Erbinformationen erhalten und möglichst noch verbreitet werden. Dafür würdest du dich entwickeln, an Umwelteinflüsse anpassen, usw. Zu erzählen Frauen hätten Sex weil sie das so wollen, greift darum natürlich viel zu kurz. Wir haben nicht Sex, weils uns Spaß macht, oder weil wir das so wollen würden. Sondern wir haben Spaß am Sex, weil wir dadurch mehr Sex haben, durch den wir unsere Erbinformationen erhalten und verbreiten. Und -wie die PU-Theorie ja sagt- reicht es nicht aus Sex zu haben, um Erbinformationen zu erhalten. Sondern man muss den eigenen Nachwuchs dazu bringen, selbst Sex zu haben - und dadurch Nachwuchs zu bekommen, der wieder Nachwuchs bekommt, usw. Darum ist die Frage nach dem Vorteil von ONSs ziemlich schlau.
  12. Meist sind das so Geschichten, bei denen die Kinder sehr früh erwachsen werden müssen, weil ihre Eltern es nicht sind. Ist für die Kinder ausgesprochen traurig - und für die Eltern sollte es ausgesprochen peinlich sein. Nur hören die meist die Einschläge nicht. Früher hat sich die gleiche Geschichte dann in den Familien der erwachsenen Kinder wiederholt. In den letzten Jahrzehnten haben es dann viele der Kinder als Erwachsene in Therapien geschafft und da gelernt, wie sie es besser machen können. Aktueller Trend ist, möglichst frühzeitig Hilfen anzubieten. Indem beispielsweise Therapeuten im Kindergarten präsent sind und den Eltern Angebote machen. In deinem gesamten Thread gehts dir darum, wie du dein Target manipulierst. Das kann man unter Erwachsenen auch lustig so machen. Ist zwar Kindergartenkram, aber wenn man es so mag, dann spricht nix dagegen. Unabhängig davon solltest du in der Lage sein, das nicht zu machen, was deine Ex angeblich tut. Also dich in die Elternebene anderer Leute einmischen. Weil das geht dich nix an. Wenn sie es für ne gute Idee hält, dass der Vater ihrer Kinder bei ihr übernachtet, dann geht dich das nix an. Und darum solltest du dich da raus halten.
  13. Schau: Wenn dich wer fragt warums regnet, dann wirste doch kaum antworten, dass das am schlechten Wetter liegt. Oder? Und wenn der TE nach ner Erklärung für ne Verhaltensweise fragt, dann bringen so Antworten wie Trieb, Spaß, Verstand, eigener Wille, usw. nix. Weil sich sofort die Frage stellt, wo der Trieb, der Spaß, der Verstand, der Wille, usw. herkommen. Klar, was gemeint ist? Davon abgesehen gibts keinen Grund anzunehmen, dass sich seit der "Urzeit" irgendwas an den Motivationen geändert hat, die Menschen zu Verhaltensweise führen. Wenns Lucy am Arsch gejuckt hat, dann wird sie sich genauso gekratzt haben, wie wenns dich juckt. Und Sex wird sie aus den gleichen Motiven gehabt haben, wie du. Und die Motivation ist, eigene Erbinformationen zu verbreiten. Woher die Motivation kommt, kann man nicht wissen. Man kann nur überlegen, welche Verhaltensweisen sich für uns daraus ergeben.
  14. Na ja, du beschreibst Verhaltensweisen und auslösende Empfindungen. Nu fragt der TE aber nach ner Erklärung dafür. Also, dass Sex Spaß macht und man darum Sex hat, das ist schon klar. Die Frage war aber, warum Sex Spaß macht. Sondern?
  15. Die Theorie sagt, dass die Angepasstesten überleben. Weil man aber nicht in die Zukunft gucken kann, weiss man in der Gegenwart nie, an was für eine Zukunft man sich anpassen kann. Es ist also zu keinem Zeitpunkt absehbar, ob und inwieweit welches Beziehungsmodell erfolgsversprechend ist. en Darum haben sich über die letzten paar Milliarden Jahre nicht nur die Liebe-Freundin-Gene, sondern auch die Crazy-Bitch-Gene etabliert. In ruhigen Zeiten pflanzen sich die Liebe-Freundin-Gene fort, weil ihre Kröten sicher in der Sippe aufwachsen können. Und in Krisenzeiten haben die Crazy-Bitches Vorteile, weil sie eh nicht drauf setzen können, dass ihre Sippe nicht in den nächsten 5 Minuten von nem Säbelzahntieger zerfetzt wird und sich damit der ganze Invest der letzten Jahrzehnte in einem blutigen Inferno auflöst. Darum setzen ihre Gene auf das Gesetz der großen Zahl, wegen dem von ihren fünf kleinen Bastarden, die sie von acht verschiedenen Männern aus vier fremden Sippen empfangen hat, zufällig einer nicht verspeisst wird. Und als einziger der gesamten Sippe überlebt. True story.
  16. Eigentlich steht ihr drei ja aufeinander.
  17. Dann ab zum Hausarzt, Situation erklären, krank schreiben lassen, erholen - und dann von Kopf bis Fuß durchchecken lassen. Gibts ne medizinische Indikation, gibts nen psychisches Thema, usw. Und auf der Grundlage gehste das Thema an.
  18. *kopfkratz* Wir Westler glauben meist, die Shaolin-Mönche würden stundenlang meditieren, damit sie besser im Kun-Fu werden. Dabei machen sie Kung-Fu, um das stundenlange Meditieren durchzustehen.
  19. Nja, ich mein was anderes. Was @apu2014mit seinen Instinkten schreibt, ist ja nicht an sich verkehrt. Nur ist es halt ziemlich verkopft. Und je abgehobener ich unterwegs bin, um so weiter lass ich die Realität hinter mir. Kennt man. Das gleiche passiert mir aber auch, wenn ich die Schiene fahre, mir erstmal klar weden zu sollen, wo ich mit meinem Leben hin will. Ich mein, nix gegen Planung und weise Voraussicht und so weiter. Aber wenn ich die kleine Pratikantin vögeln will - dann will ich das, weil ich Spaß will. Und nicht, weil ich drüber nachdenken will, wo ich mit meinem Leben hinwill. Also, bei mir ist das jedenfalls so. Wieso sollte dann sollte Annabanana hier über ihr Leben nachdenken? Wenn bei ihr permanent alles schief laufen würde, dann wär das sicher gut. Aber das ist bei ihr ja nu gerade nicht der Fall. Sondern was die äußeren Umstände angeht, läufts bei ihr exzellent. Oder nich? Wieso soll sie dann nachdenken, wo sie hin will? Wenn sie es offensichtlich eh drauf hat. Was bei ihr nicht läuft, sind ihre inneren Umstände. Und da kommt man mit Nachdenken gerade nicht weiter. Übrigens @AnnaTropicalauch nicht, indem man über Spaß mit nem kroatischen Niceguy nachdenkt. Ist genauso ne Prujektion, wie Theorien über Instinkte oder anderes Nachdenken. Mit in kleinen Schritten in Richtung Realität meinte ich, gerade nicht zu glauben, dass man dann Spaß hat, wenn man den jungen Kollegen vögelt. Weil das ist Mindfuck. Drüber nachdenken, wie man sein könnte, anstatt zu sein. Sondern diese wenn-dann-Logik mal beiseite zu lassen. Nicht: Wenn ich was mit ihm habe, dann hab ich Spaß. Oder bin glücklich. Oder muss nicht über meine Eltern nachdenken. Usw. Ist ne Dissoziation. Realer wirds, um so assoziierter du bist. Wenn du dich freust, in der Mittagspause in der Sonne nen Kaffeezu trinken. Dann ist das real. Überlegen, warum er vorhin mitm kleinen Finger gezuckt hat, ist weniger real. Wobei real nicht meint, dass es dir nur gut geht. Wenn es du Rotz und Wasser heulst, weil deine Eltern dir deine Kindheit schwer gemacht haben - dann ist das auch real. Und genauso hilfreich, wie der Kaffee in der Sonne. Überlegen, ob es dir dann nicht mehr schlecht geht, wenn du dir deinen kleinen Kollegen genehmigst, ist dagegen ne Flucht. Was auch nicht verkehrt ist. Sondern gut. Dann, wenn Realitäten mal überfordern. Darum kleine Schritte. Also in Richtung Realität. Und, wie @botteschon schreibt: Nicht unnötige Komplikationen einbrocken. Also nicht mit Ende 20 die Pubertät nachholen. Weil das funzt nicht. Sondern entspannen und kleine Schritte machen.
  20. Also offen gesagt guselts mich, wenn ich @apu2014s Ergüsse lese. Brudi, bist du sicher, dass du 31 bist? Und kein seit 20 Jahren pensionierten Pädagoge mit EMMA-Abbo, der vor 60 Jahren mal auf ner psychoanalytischen Weiterbildung war, und da irgendwie nicht mehr von runtergekommen ist? Ich mein, klar. Jeder wie er mag. Aber die erwachsene Frau und ihre Instinkte, die trotzig reagiert, sich in eine ausweglose Situation manövriert hat weswegen sie tief verzweifelt, usw. Alter Schwede. Ernsthaft? Im 21. Jahrundert? Wie wärs denn, wenn ihr beiden zur Abwechslung mal etwas von eurer schwermütigen Schiene runter kommt, und es mit ein wenig guter Laune versucht? Alkoholkranke Eltern sind mies. Keine Frage. Aber daran ändert nen ungelenker Kroate genausowenig was dran, wie eigenes Rumsumpfen. Wenn man emotional bedürftig ist, dann ist das kein Problem, das man nicht lösen könnte. Sondern ist ein Problem, das man selbst lösen kann. Genauer gesagt, selbst lösen muss. Weil mans nur selbst kann. Und zwar indem man ganz langsam und in kleinen Schritten in die Richtung stapft, in der man den Boden der Realität vermutet. Und sich nicht -dreimal nicht- nicht noch mehr Problemchen anlacht. Sondern tut, was getan werden muss. Sich von Eltern abnabelt. Den Job professionell angeht. Mit nem Therapeuten spricht. Merkt, wie angenehm das Leben sein kann. Usw. Kurz gesagt hat es was Hilfreiches, sich Realitäten zu stellen. Auch und gerade, wenns beängstigend erscheint.
  21. Dingo Dongo in der Kammer hört im Bette lauten Jammer. Ahnungsvoll tritt er heraus. Ach, was war das für ein Graus. Fließet aus dem Aug, ihr Tränen. All sein Hoffen, all sein Sehnen, seines Lebens schönster Traum hängt an diesem Forumsbaum. Tiefbetrübt und sorgenschwer kriegt er jetzt das Messer her, nimmt die Toten von den Strängen, daß sie so nicht länger hängen. Und mit stummem Trauerblick kehrt er in sein Haus zurück. Und die Moral von der Geschicht, die gibt es nicht. (frei nach W. Bush)
  22. Ernsthaft? Naiven Frauen Tips geben, damit sie sich ins Knie schiessen? Wasn das jetzt hier?
  23. Schnuckelchen, falls du hier nicht trollen soltest: Ihr beiden schafft es jetzt schon nicht, diskret zu bleiben. Und wenns so schon losgeht, dann gibts nur noch den Hechtsprung zur Notbremse. Kalt duschen. Weihnachtsfeier absagen. Wegen krankem Haustier, oder so. Nochmal ne Stufe kälter duschen. Danach höflich-verbindlich professionelle Distanz etablieren. Und zwar zu allen Kollegen gleichermaßen. Du gehst mit allen mal in die Mittagspause. Du lächelst alle an. Du chattest mit allen. Und freust dich, wenn du bald befördert wirst. Ist alternativlos.
  24. Ist ne Sache der Übung. Du bist mit Sicherheit kein kompletter Kopfmensch, weil das ist niemand. Sondern du wirst sogar ausschließlich emotional entscheiden. Weil macht jeder so. Von der Sache her, ist das Rationale mehr so ne Erklärmaschine für die Entscheidungen, die man kurz vorher emotional getroffen hat. Was sogenannte Kopfmenschen ausmacht, ist nur die Aufmerksamkeitsfokussierung. Also ob jemand mehr auf seine Gedanken oder auf seine Emotionen achtet. Und da kannste anfangen zu üben. Achte auf die Persönlichkeitsanteile von dir, die emotional sind. Und lass die auch ruhig mal ans Ruder, wenns um Entscheidungen geht. Kannste ganz easy mit anfangen. Beispieslweise spontanen Impulsen folgen. Indem du dir ne Pizza holst, wenns danach riecht. Oder nen Kaffee trinkst, wenn du grad Lust hast. Oder mit Kumpels dummes Zeug redest, ohne drüber nachzudenken. Gibt Leute, die üben indem sie Spazierengehen ohne drüber nachzudenken, welche Richtung sie als nächstes einschlagen. Und wenn du das ne Zeit gemacht hast, dann läßte wieder die rationalen Persönlichkeitsanteile ans Ruder. Weil die auch ausgesprochen wichtig sind. Ich mein, von der Sache her sind deine Eingangsfragen komplett legitim. Muss man vorsichtig sein. Emanzipiert und selbstbewusst ist unterm Strich auch nen Label.