Sprachlos

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  1. Ich weiß ich weiß, "don´t feed the Troll"... Aber ich kann diesen Satz nicht mehr lesen. Ja, aktuell sind die 25.000 Toten statistisch noch nicht relevant. Es geht aber nicht um die Zahl der Toten, die wir jetzt nach langen, massiven Einschränkungen in Deutschland haben. Es geht um das Potenzial, wie viele Tote es geben würde, wenn man einfach mal nix macht und alles weiter laufen lässt. @all: Gibt es eigentlich mittlerweile eine belastbare Zahl zur Sterberate durch Covid? Also die Angabe zu "Von allen an Corona infizierten Menschen sterben x,x%"? Ich lese immer so Werte von 0,2%, 0,4%, 0,89%. Wenn ich selber bei den Ländern die gemeldeten Gesamtinfektionszahlen und die Todesfälle gegenüberstelle, komme ich rechnerisch immer auf 1,7/1,8%. Sollte das bei der langen Dauer der Pandemie nicht langsam belastbar sein. Oder denke ich da falsch?
  2. offtopic: Bin grade etwas irritiert. Du scheinst eine Gegnerin von hormonbeeinflussenden Verhütungsmethoden zu sein. Ist völlig OK. Aber mit dieser Breitseite "Du als Mann kannst da nicht mitreden"... echt jetzt? Rätst Du auch allen Frauen, einen Bogen um männliche Frauenärzte zu machen? @Lin : "Verständnis für einen 18 jährigen jungen Kerl, der Druck hat" hin oder her... lass Dich da in nix reinquatschen. Du bist mit Deinen 16 Jahren als Jungfrau noch unter dem Durchschnitt, wann Mädels in Deutschland das erste mal Sex haben... je nach Statistik gibt es da Angaben von 16,2 bis 17,4 Jahren. Also kein Grund, sich selber Stress zu machen. Und erst recht nicht, sich welchen machen zu lassen. Wenn Sex für Deinen 18jähriger Freund ein Muss-Kriterium für Eure Beziehung ist, dann soll er sich ein 18jähriges Mädel suchen.
  3. Ich habe auch eine überraschende Erkenntnis: Das wir aktuell genauso bescheidene Tages-Zahlen haben, wie die USA, weiß ich. Noch eine überraschende Erkenntnis: In Deutschland hatte man die ganze Situation ein halbes Jahr lang besser gelöst als die USA, unter anderem mit den ganzen "unnützen" Maßnahmen. Und ich habe die USA als Beispiel genommen, wo man sehen kann, was passiert, wenn ein Pandemie-Jahr lang falsche Entscheidungen getroffen werden. Und wenn Du mir jetzt erklärst, dass die zu erwartenden 500.000 Tote innerhalb eines Jahres in den USA auch nur ansatzweise mit einer Grippewelle zu vergleichen sind., dann , ja, äh.... bin ich sprachlos.
  4. Da bin ich ja froh, dass wir in einem Land leben, das "Kollateralschäden" nicht so entspannt hinnimmt. 281.000 (bis 288.000 je nach Statistik) Tote in den USA bis jetzt und über 2.100 Toten durchschnittlich jeden Tag – Tendenz stark steigend. Wenn die nach einem Jahr Corona im nächsten März bei 500.000 Toten landen, dann haben die echt Glück. Und gerade wegen diesem Paradebeispiel kratz ich mir bei dem "ist -doch-nur-wie eine-starke-Grippewelle"-Runtergespiele nur noch am Kopf.
  5. ist das nichts = Darum haben die in Mönchengladbach auch ein Katastrophenzelt mit Ärzten der Bundeswehr vorm Elisabeth-Krankenhaus aufgestellt. Wahrscheinlich weils cool aussieht. https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/corona-moenchengladbach-drk-katastrophenzelte-fuer-elisabeth-krankenhaus_aid-54663951 Und das kann noch an vielen anderen Standorten ebenso nötig werden, wenn wir das nicht gebremst bekommen.
  6. Hä? Macht ja auch voll viel Sinn, mit dem Ex, den man 2 Jahre nicht gesehen hat, über den aktuellen Stecher zu reden.
  7. Den Plan gibt es doch: Die Ausbreitung soweit reduzieren, dass die Krankenhausversorgung nicht überlastet wird. Ziel: So lange, bis ein Impfstoff verfügbar und flächendeckend eingesetzt ist oder eine sichere Heilungsmöglichkeit gefunden wird. Aktuell gibt es noch keine Impfstoff und keine Therapie. Im Idealfall dauert das noch ein Jahr. Vielleicht klappt das auch gar nicht. Die Alternative läuft ja auch schon so nebenher - eine langsame "Durchseuchung" der Gesellschaft, die aber mit Blick auf die Krankenhauskapazitäten dann mehrere Jahre dauern wird. Die brutale Alternative, die aktuell weltweit niemand ernsthaft verfolgt (außer vielleicht das Trump-Team und Brasilien): Die Seuche akzeptieren und einmal durchlaufen lassen. Dabei wir die Sterblichkeit dramatisch erhöht, aber nach ein paar Monaten wäre man durch. Nur: Wie ist die Volksstimmung dann, wenn wir mehrere hunderttausend Tote haben? Und wer glaubt ernsthaft daran, dass in diesen Monaten die Wirtschaft laufen würde?
  8. Da hast Du völlig recht. Aber nehmen wir mal ein Negativbeispiel wie die USA... da sind noch in keinem Jahr 230.000 Menschen an der Grippe gestorben, geschweige denn in 8 Monaten. Bis zum Jahresende vermutlich 300.000, wenn's gut läuft. Und dann gibt es da noch den für mich wichtigsten Aspekt: Es gab in Europa in der Neuzeit keine Krankheit, in der die Menschen einsam sterben müssen. Das ist so was von gruselig, da finde ich keine Worte für.
  9. Danke für Deine netten Worte. Mir geht es um diese Relativierungs-Gelabere und das Rumgejammere - dabei ist die Situation doch ziemlich einfach zu verstehen, weils weltweit genau gleich abläuft und man auch prima an Zahlen ablesen kann, was wann wie passiert und welche Maßnahmen zu welchen Erfolgen oder eben nicht geführt haben. Und ich hab ja nirgendwo gesagt, dass die Italiener, Spanier oder Franzosen klüger wären als wir - was nicht gleichzeitig bedeutet, dass die deutschen "Querdenker" deshalb klug wären. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, zur nächsten Anti-Coronamaßnahmen-Demo zu gehen und Formulare anzubieten, mit dem die Teilnehmer freiwillig auf einen Corona-Intensiv-Platz im Krankenhaus verzichten, weil Corona ja nicht gefährlicher als die Grippe ist und sie diesen Platz daher nie benötigen werden. Und ich wette, dass diesen Zettel dann 70% nicht ausfüllen werden.
  10. Der Leidensdruck muss halt groß genug sein. Versuch mal, vor einer Schule eine neue 30er Zone einzurichten. Das klappt immer erst, wenn das erste Kind überfahren wurde. Wir haben europaweit einfach zuviel Glück gehabt. In der Presse rund um die Welt wird Deutschland in jedem Länder-Vergleichartikel als Ausnahme- und Vorzeigefall genannt was das Corona-Management angeht, mit viel Lob und teilweise Neid. Nur wir Deutschen sind zu blöd, das zu sehen. Wir brauchen einfach mal vier Wochen volle Krankenhäuser und Leichen-Kühlwagen auf der Straße, dann wird sich auch der Diskurs zu Corona ändern. Man könnte zwar auch einfach mal nach recht und links schauen, was in anderen (westlichen) Ländern abgeht - aber da wär ja zu einfach.
  11. Ich find das unfair, hier blind auf das Mädel einzukloppen und direkt zu unterstellen, dass sie eine Neurose hat, den TE nur kontrollieren will und er sein Leben leben soll, wie er will - die hat einen Dachschaden. Der Konflikt ist gerade überall spürbar - im Freundeskreis, in der Familie, in Arbeitssituationen, das ist überall präsent: Wie verhält man sich richtig? Die Spannbreite der Einstellungen zu dem Thema Pandemie gehen von: a) alles Quatsch, im Auto sterben momentan mehr als an Corona, ich geh mental kaputt, ich will Leben, ... ich ignoriere alles und tu so, als ob nix wäre. bis z) oh Gott, tödliche Krankheit, ich will niemanden mehr sehen, sperre mich ein und die Welt aus ... ich isoliere mich komplett. Und dazwischen gibt es von "b" bis "y" alle möglichen Abwandlungen von Herangehensweisen, z. B. - ich mache nur etwas mit wenigen Freunden und wir sehen uns nur untereinander - ich gehe auf keine Großveranstaltungen, aber private Partys mit 50 Leuten sind für mich OK - ich kann nicht mehr auf Festivals, aber alle zwei Wochen Altstadt muss drin sein ... Wenn zwei Personen aufeinandertreffen, bei denen die Differenz zwischen "Tendenz übervorsichtig" vs. "Tendenz achtlos" zu groß wird, gibts einen Konflikt. Ich persönlich gehöre wohl zu der Gruppe der "Statistikleser" und passe mein Verhalten an die aktuelle Infektionsentwicklung in meiner Stadt an - aktuell sind noch relativ wenige Infektionen gemeldet, da gehe ich auch in ein Restaurant essen. Das kann aber in zwei Monaten ganz anders aussehen. In mein Fitnesstudio gehe ich z.B. nicht, weil auf Hygienevorschriften keine Sau achtet, wie das ein Vorkommentar schon schön beschrieben hat. Und wenn meine Freundin von einer Großhochzeit zur nächsten Großhochzeit ziehen würde, dann hätte ich da aus meiner Sicht ein Problem mit. Wäre ich deswegen jetzt ein Kontrollfreak? (Anmerkung: Das alles ist jetzt nicht auf die konkrete Situation des TE angelegt, da weiß ich zu wenig, wie er und sie sich im Detail verhalten. Es geht mir nur um die generelle Problematik, die glaub ich jeder schon zu spüren bekommen hat.)
  12. Darum fragte ich nach Deinem Alter. Jetzt könnte ich fragen, ob Du Kinder hast. Ich will Dir jetzt gar nicht auf den Schlips treten, nur... Deine radikale PickUp-Schiene passt halt nicht bei jedem Beziehungsproblem, und auch das berühmte PaoloPinkel-Zitat (das ich liebe) nicht. Ich bin auch der Meinung, dass bei der bisher beschriebenen Situation wenig Chance auf Rettung besteht. Aber auch, wenn man nur 5% Chance da sind, die Situation zum besseren zu wenden, dann sollte man das wenigstens noch versuchen. Empfinde ich als männlicher, als wegzulaufen. Und warum das Ganze? Weil ein Kind da ist. Und ein guter Vater diesen Satz halt niemals sagen würde "sie kann das Kind allein weiter gross ziehen."
  13. Wie alt bist Du? Hier geht es um eine Familie mit Kind - mit lange eingeschliffenen Verhaltensmustern. Da bringt das PU-Lehrbuch gar nix, außer ein stumpfes "next". Als erwachsener Mensch hat man aber (gerade mit Rücksicht auf das Kind) zumindest die Chance einer anderen Lösung.
  14. Ne, das geht leider nicht. Du kannst Dich verändern. Und die eigene Veränderung bringt auch immer eine Veränderung im Beziehungsgefüge mit sich. Aber sich selber so zu verändern, damit der andere sich dann in eine bestimmte Richtung verändert - das klappt nicht. Abgesehen davon, dass das dann manipulativ wäre. Diesen Satz liest Du Dir bitte 500 mal durch, bis da ein Impuls zu einer Aktion draus wird. Denn um eine Änderung der Situation wirst Du nicht herumkommen - da musst Du durch. Da sehe ich den Kernfehler in Deinem Denken: Du sollst nicht alles hinschmeißen. Das wäre dann die Trotzreaktion von einem kleinen Jungen, der wütend seine Lego-Burg zertritt. Du sollst mal tief in Dich gehen und Dir Gedanken darüber machen, was Du von Deinem Leben so willst. Was wäre gut für mich und was nicht. Und um in der Analogie zu bleiben: Dann zerlegst Du Deine Lego-Burg und baust die neu so auf, so wie Du die haben wolltest. Kann ich verstehen. An der Entscheidung stand ich vor 7 Jahren auch. Du kannst Probleme, die Du in Eurer Beziehung beschreibst, nicht mit Samthandschuhen zurechtrücken. Da ist so fundamental was in der Schieflage, da musst Du zum Geraderücken schon bereit sein, beherzt zuzugreifen. Was jetzt nicht unbedingt Trennung bedeuten muss. Aber den Hammer musst Du auspacken. Du kannst nur etwas behalten, dass Du auch bereit bist, zu verlieren. Damit meine ich: Keine bockigen sinnlosen Anschweige-Streitaktionen. "Schatz, wir müssen reden". Rotwein hinstellen. Sie fragen "wie stellst Du Dir das weitere Leben vor?" Zuhören. Zuhören. Zuhören. Dann bist Du dran: "Ich fühle mich gerade, für mich ist das...., ich wünsche mir..." "Ich möchte mit Dir und unserem Kind mein Leben weiter gestalten..." Und jetzt der entscheidende Punkt: "Aber so, wie das aktuell läuft, möchte ich mein Leben nicht mehr haben." Manche Frauen bewegen sich erst, wenn Du den Hammer ausgepackt hast. Wenn Sie dann selber reflektiert, was sie an Dir und Eurem Zusammenleben hat, dann kann sich auch was verändern. Und wenn nicht - dann gehst Du halt durch zwei beschissene Jahre und hast danach eine schönere Lego-Burg.
  15. das da: Das hängt klar von deinem Verhalten ab. Wenn ein Mädel offensichtlich eine Auslandssemester-LTR haben will und Du ihr das Gefühl vermittelst, dass Du das auch willst, um in ihr Höschen zu kommen... dann kommt das ziemlich blöd in der Gruppe, wenn Du bei der nächsten Party mit einer anderen rumknutschst. Und irgendwas mit "die Klappe halten" und so kannst Du vergessen - spätestens, wenn sich bei einem Treffen zwei Mädels an Dich ranschmiegen wollen, weil sie denken, dass Du ihrer bist.. das gibt nur Stress. Da lebt es sich als der Ficker, der von den Mädels als beziehungsuntaugliches Spaßprogramm wahrgenommen wird, deutlich einfacher.