ásványvíz

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  1. Ich würde auch behaupten, ich hab ein relativ stabiles Sparmindset. Damals in der Ausbildung schon Sparpläne gemacht, weit in die Zukunft gerechnet, etc. Doch dann kam etwas dazwischen: Zweiter Bildungsweg, Jahr im Ausland, Studium (mit Erasmus). Das sind einige Jahre. Eigentlich meine gesamten Zwanziger (jetzt 29) war ich von BAFöG oder (EU-)Förderungen abhängig. (Zum Background: klassische Arbeiterfamilie. Ohne Förderung hätte ich wohl nie ein Studium aufnehmen können). Mein erspartes von der Ausbildung wurde schmäler und durfte einen gewissen Grad (Vermögensgrenze) nicht überschreiten. Zudem gehen 67% vom BAFöG in Miete/Versicherung/Auto (wohnte ursprünglich am Arsch der Welt und habe dort noch aktives Sozialleben). Trotzdem führe ich ne Art Haushaltsbuch und leg (bar) was auf die Seite. Mit Anfang 30 werd ich kein BAFöG mehr bekommen und fertig sein. Über meinem Vermögen schwebt dann keine ominöse Grenze mehr. Aber mein Sparplan beginnt dann wohl bei 0. Da fließen ziemlich viele Risiken zusammen. Bei meinem Studium (Jura) kommt´s ja doch sehr hart auf die Noten an, was man wird. Ich habe mich im Studium ziemlich spezialisiert, mehrere Blicke über den Tellerrand riskiert, Zusatzabschlüsse. Aber nach all der Zeit kommt´s wohl trotzdem einzig und allein auf´s Staatsexamen an. Momentan entwerfe ich einen Sparplan, der vom Referendariat weg geht, aber es ist schwer einzuschätzen, wie der aussehen könnte. Sparmäßig wär´s unterm Studium was anderes gewesen, wenn ich auch in der Zeit gearbeitet hätte. 450 Euro sind ja frei. Aber wie gesagt wird das Gesamtvermögen ausgewertet. Die Sparrate zu erhöhen hätte sich also wohl eher negativ ausgewirkt. Ich hätte auch schauen können, das Arbeitseinkommen über BAFöG. Ich muss aber sagen, das Studium ist für mich schon n Full-Time-Ding 😕 Positives: Ich kann nicht sagen, dass ich in meinen 20ern irgendetwas verpasst oder ausgelassen hätte.
  2. Kann das nachfühlen, auch wenn ich nicht in der Phase bin. Bin gerade in der Examensvorbereitung, die ich sehr zermürbend finde. Auch wegen Corona, Isolation von Kommilitonen, etc. Viele finden das vielleicht gerade ideal zur Examensvorbereitung aber naja... zermürbend halt. Ich bin zwar teilweise durchaus motiviert, das ordentlich zu wuppen. Ist ja auch ein Erfolg. Andererseits frag ich mich, ob ich dann wirklich etwas "hinter mich" gebracht habe, oder ob mein derzeitiger Lebensstil einfach schon der Anfang vom Rest meiner beruflichen Tätigkeit ist. Den halben Tag mit Jura zubringen. n paar Stunden nur noch kaputt sein. Schlafen und dann das selbe Spiel von vorne. Ich bin da anders als TE in einer Art Zwiespalt. Ich habe für mich schon ein Rechtsgebiet gefunden, in dem ich echt gerne tätig sein würde. Allerdings sind zum einen die Einstiegshürden hoch und es ist klar, dass es harte Arbeitszeiten geben wird. Ich habe bei einem dieser großen Moot Courts mitgemacht, da tauscht man sich ja durchaus mit den Anwälten vom Fach aus. Machte den Eindruck auf mich also hättest du bei kleinen und mittleren Kanzleien einfach keine Chancen auf ansatzweise vernünftige Arbeitszeiten. Die großen Kanzleien (Einstiegshürden) rühmen sich mittlerweile mit "Teilzeitmodellen" i.e. 40-Stunden Wochen. Da musste aber a) eben erstmal reinkommen und b) fraglich ob man damit in dem Bereich ne Perspektive hat.
  3. Memrise (ist für umsonst) + Vokabeln bewusst im Alltag nutzen. So hab ich nen guten Batzen Ungarisch gelernt.. Bekanntermaßen nicht die einfachste Sprache.
  4. Jup, das leugne ich nicht. Für mich ist´s aber wohl eine Umverteilung, die mir wohl nach dem Input hier bisher eher zeigt: Fotos reichen für Matches, aber nicht, um gegenwärtig auch langfristig gegenüber der Konkurrenz zu hooken und mein textgame skill kann das nur bedingt rumreißen, was früher noch gereicht hat. Und ich denk mit der Erfahrung bin ich nicht alleine 😀 Zusammenassend: Bilder nochmal massiv aufwerten und noch mehr trial & error. Wobei ich nicht sicher bin, ob ich die Meter vom Zeitmanagement her noch mitgehe, oder ich einfach warte bis Streeten wieder besser geht. @spirou Bin aber auch gerade auf den Thread von @Thxggbb gestoßen. Sehr aufschlussreich über seinen Standpunkt und die dazugehörigen throwbacks. Da werd ich mich mal durchwühlen.
  5. Also bei mir wäre das n flake...zu 80% würd ich sagen. Ist das von heute (vgl. Zeitangabe)? Bis Dienstag oder Donnerstag kann ne Menge passieren. Aber ja, interessant zu sehen 😄 Hut ab. Ich könnt mir das aber wie gesagt auch nur durch Bilder erklären. Die müssen ja so gut sein, dass sie nicht nur sofort drauf anspringt, sondern von sich aus auch 2-4 Tage am Ball bleibt. 😲
  6. @spirou guter Text. Jup, das stimmt schon. Dennoch gibt es ja Leute bei denen es generell eigentlich passabel läuft. Ja... dann sind´s wohl die Fotos, die einen auch durch das Textgame bzw. darüber hinweg tragen, wenn man nicht komplett verkackt. Aber ich versteh was du meinst. 😄 Streeten wär natürlich ideal. Momentan nur bedingt möglich. Ich wohn in ner eher kleinen Studentenstadt. Es ist nur fast niemand mehr hier im bald dritten coronasemester. Ortswechsel geht dank Examensvorbereitung eher schlecht und auch der Zeitfaktor ist dadurch so ne Sache. PU ist nicht mein Hauptfokus zurzeit sozusagen. Trotzdem besteht natürlich immer ein Bedarf an HBs. Deshalb wär´s zumindest gut, wenn man mit OG eben etwas reißen könnte. Hier deckt man so zumindest auch das Umland ab. Aber joa.
  7. Auf Nummer geh ich relativ schnell, bzw. wenn ich merke, dass der Einstieg gezündet hat + kürzere Abstände zwischen Nachrichten folgen, also sowas wie ne Konversation stattfindet und n bissl vorwärts gegangen ist (Kommt auf den Einstieg an, was sie für Bilder hat oder ähnliches... endet aber im Mittel wohl irgendwann in der Frage was wer von uns wo wie macht + ein/zwei topics die sich daraus ergeben) Bis hierher läuft alles super. Kann mich nicht beklagen über Nummern die ich bisher bekommen habe. Meist schaff ich auch wieder den Anschluss auf What´s App oder es gibt gleich nen call. Aber dann, selbst wenn es meiner Meinung nach gut läuft, reißt es ab. Oft gerade, wenn ich zum Date ansetzen will. Ferndiagnose ist natürlich schwierig, aber mutmaßlich denke ich nicht, dass ich ein Fenster oder was ähnliches verpasse und zu lang herumlabere (Vergangenheitswerte). Ich würde schätzen 15-20 Nachrichten von mir als Mittelwert. Wenn ich vergangene Konvos durchschaue ist es eher so, dass der Abriss besonders oft dann erfolgt, wenn eine Zwangspause durch Tageswechsel (als wüsste sie am nächsten Morgen nicht mehr, was die letzten 2-3 Tage war) oder nem Wochenende an dem ich mal zu tun hab, erfolgt. Wohl Ablenkung, neues Match mit anderem HG, faul, whatever. Dass es nicht genug gehookt hat kann sehr gut sein, will ich aber aufgrund vergangener Erfahrungen fast nicht gelten lassen. Besonders bezüglich der erwähnten Story von vor ein paar Tagen kommt es mir vielmehr so vor, dass es vollkommen random ist, außerhalb meines Einflussbereiches. Ich mein, das war es früher schon öfter mal, aber nicht in dem Maße. In dem Fall so starkes, wohl situatives Textgame zu fahren, dass sie dran bleibt ist vermutlich möglich, aber womöglich mehr Lotto als Skill und wohl mit Blick auf Aufwand, besonders auf große Summe gerechnet (für mich sind das schon 1-2 Matches pro Woche, für mehr hab ich keine Zeit), nichtmehr sonderlich rentabel (für mich). Wenn eine relativ on ist wie beim Beispiel von @Thxggbb, dann mag das was anderes sein. Aber das ist dann doch wieder irgendwo Lotto bzw. dann haben Bilder schon komplett gehookt 😕 Aber an die, bei denen es gut läuft: Ist das Beispiel von @Thxggbb so n Durchschnittsding für euch? Dann mach ich definitiv was falsch... Und muss wohl noch n halbes Jahr mehr in Bilder und Jawline investieren XD
  8. Ich bin ja sonst eher stiller Mitleser, klinke mich aber nun doch mal ein in das große Jammern. Bei einigen scheint seit Corona OG extrem gut zu laufen, bei anderen katastrophal. Vieles scheint auch ortsabhängig zu sein, aber bei ersteren würd mich wirklich der Konversationsverlauf interessieren. Flashback 2019: hatte ich einen guten Anteil meiner Gesamtdates aus OG bezogen (ich glaub es waren 14 in dem Jahr, 3 FC, 1 FB über n halbes Jahr) Jahr 2020: Trotz Matches hin und wieder, gar nichts. Und meist, weil die Konversation absackt. Ich würde sagen ich bin kein Vollnoob was das angeht. Ich habe eine gewisse Routine, erkenne oft diesen "Hook-Point" in der Konversation, von dem an ich mir bisher fast sicher sein konnte, dass es kein Flake wird. Seit Corona scheint das aber keine Rolle mehr zu spielen. Die Konversationen enden einfach. Und zwar schnell, plötzlich, mittendrin sozusagen. Irrwitzig, dass dies mittlerweile schon ein Muster geworden ist. Die Aufmerksamkeitsspanne der Mädels scheint heute so gering zu sein, dass man(che) über textgame nicht mal mehr n date hinbekommt. Zudem glaub ich - blanke Vermutung-, dass die Motivation rauszugehen, n fremden zu treffen bei vielen nicht da ist. Wie gesagt, von der "guten alten Zeit" her, also 2019, war das faktisch bei mir anders. Weshalb ich mich aber jetzt einklinke ist, was mir vor ein paar Tagen passiert ist. Ein HB von 2019 hat mich aus heiterem Himmel wieder angeschrieben. Ich erinnerte mich, dass mit ihr nix lief, weil sie dann schnell in ner Beziehung landete. Ich dachte mir zunächst nicht viel, war unterwegs. Habe sie dann direkt bei Tinder gesehen, also ahnte ich, dass das mit der Beziehung wohl vorbei sein könnte. Wenn man schonmal die Matchhürde überspringen kann, sie scheinbar von vor 2 Jahren noch so gehookt ist, dass sie mich anschreibt, da sagt man natürlich nicht nein. Also habe ich ihr geantwortet. Etwas callback-humor von unserer früheren Konversation. Hat gut funktioniert, sie antwortete mit einem längeren Text und vielen emojis. Ich habe dann nochmal daran anknüpfend mit ner offenen Frage geantwortet... Und das war´s. Konversation wieder vorbei. Seit 3 Tagen nix. Haargenau gleiches Muster. Obwohl die Initiative von ihr zuerst ausging. Und ich check gar nix mehr. Klare Vermutung, dass sie parallel OG betrieben hat und n neuer Chad schon am Start ist. Natürlich kann alles passiert sein und man sollte keinen Hirnfick drauf geben. Global gesehen stellt sich mir hiernach die Frage nach Kosten/Nutzen (monatelanges feilen an Bildern/Matchen/im textgame aus dem kalten heraus hooken/immer wieder aufs neue) Und natürlich der Wunsch nach der guten Alten Zeit, die wohl nicht wieder kommen wird O.o
  9. Hier möcht´ ich mal dazwischengrätschen. Die Denkweise kann man nämlich auch andersherum aufzäunen - unter der Prämisse, dass irgendwann jeder die Option haben wird, sich impfen zu lassen. Anstatt "Ich hab mich entschieden nix zu machen, muss mich aber impfen sonst darf ich nichts? - Diktatur!" nämlich zu "Ich bin geimpft, nicht mehr gefährdet, im Zweifel sogar nichtmal mehr ansteckend, keine Gefahr für die Allgemeinheit oder für die aktuelle Lage und darf trotzdem nichts? -Diktatur!" So kommt´s - überspitzt - zumindest der verfassungsrechtlichen Sichtweise nahe. So wie ich die Diskussion in den Medien verfolge will die Politik Privilegien sogar eher verhindern wegen "Spaltung der Gesellschaft". Am Ende ist "keine Lockerung für Geimpfte" aber schwierig durchzusetzen, wegen Privatautonomie. Wenn ich morgen sag, in meine Wohnung darf keiner mehr, der nicht geimpft ist, kann auch kein Politiker was dagegen machen. Bei Geschäften oder sonstigem, was das öffentliche Leben ausmacht vielleicht über mittelbare Drittwirkung der Grundrechte. Wobei ich nicht wüsste, welches einschlägig sein soll... Gleichbehandlungsgrundsatz? War da nicht auch was mit ungleichen Sachverhalten. Wenn potenziell infektiös und ganz klar nicht infektiös keine Sachverhalte sind, die verschieden beurteilt werden sollten, dann weiß ich auch nicht. Außer man glaubt natürlich, Corona ist nicht gefährlicher als ne Grippe. Dann erübrigt sich aber die ganze Diskussion. Man bräuchte also wenn dann ein Gesetz, das Geimpfte explizit dazu verdonnert, wie alle anderen zu warten. Zumindest bis ne Impfung für jeden möglich ist halte ich das für möglich, danach wird aber Schluss sein. Meiner Ansicht nach tut sich langsam eher das Problem auf, ob Biontech Geimpfte noch priviligierter sind als andere. Die Jura-Bild hat das neulich ganz gut aufgelistet: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/corona-ansteckung-impfung-biontech-schutz-befreiung-beschraenkungen-sonderrechte-fuer-geimpfte/?fbclid=IwAR0OHe5JdWOkJuGgBsLD3Sm4-SUXcoE4qj5ziMn4IGw-2OoPLc-pZedqGBw
  10. Selbes frag ich mich oft in Bezug auf Indien/Pakistan. Imho mit der Situation in Deutschland schwer zu vergleichen, also kann man sich Rückschlüsse sparen. Aber so n Slum ist der letzte Ort, an dem ich Mindestabstand oder noch besser, n Beatmungsgerät, erwarte. Aber vielleicht sind die Leute dort auch besonders resistent. Indien war ja doch regelmäßig vorn dabei und natürlich platzen die aus allen Nähten. Aber andererseits haben die in Städten wie Mumbai auch eine Durchseuchung von 50-60 % hochgerechnet. Normal müsste da mehr als Landunter sein. https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/115121/Studie-Mehr-als-die-Haelfte-der-Slumbewohner-in-Mumbai-hatte-Corona Pakistan ähnlich. N ehemaliger Mitbewohner geht zurück nach Karachi, wo er mit seiner Familie in nem 16-Personen Haushalt wohnt. Er geht davon aus, dass die Städteregionen schon durchseucht sind.
  11. Bin mir nicht sicher, ob man sich das Experiment nicht sparen kann. Der Anteil derer, die darauf anspringen dürfte wohl gering sein. Selbst die Frauen, die irgendwas mit tiefgründig in der Bio haben meinen damit doch eigentlich eher sowas wie soziale Intelligenz i.e. wenn eine Konversation auf Tinder möglichst nah an einem ausgelassenen, unbedarften Gespräch in der Realität kommt - korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Also so der Effekt von "angefangen bei Diskussion über Bierschaum und schließlich auf einmal beim Sinn des Lebens gelandet". Dass jemand mit nem Gedicht (ich weiß, war ein Beispiel) aber auch Film/wissenschaftlichen/wasauchimmer, schlichtweg "keywords" als Gesprächseinstieg genau den Nerv einer Frau trifft und einen dann für so deep und intelligent hält kommt maximal in ner RomCom vor. Wenn fehlende Wortgewandtheit auf den generellen Verlauf einer Konversation bezogen war, kann ich zustimmen. Aber ja... zu nem "Gesprchäsverlauf" muss man erstmal kommen.
  12. Das lässt sich tatsächlich heranziehen. Wie Geschmunzelt schon erwähnt hat, hier gibt es ne Einschätzungsprärogative auf Gesetzgeberseite. Losgelöst vom Grenzwert (wie gesagt, ab einer gewissen Inzidenz spricht schon ein Erst-Recht-Schluss für Maßnahmen) sind aber die daran gekoppelten Maßnahmen problematisch (vgl. mein Post oben), wenn man sich die Liste in Abs. 1 und die Richtwerte in Abs. 2 ansieht. Ein Eingriff ist ein Eingriff. Wann ein Eingriff schwerwiegend ist, ist normativ nicht festgelegt und wird vom vorliegenden Art. 28a nicht erklärt, ist i.e. nicht hinreichend bestimmt. Mir fällt schwer zu verstehen, warum man diesen letzten Schritt zur Bestimmtheit nicht genommen hat, dass man die Eingriffe kategorisiert. Es scheint echt als hätte da kein Jurist je drübergeschaut. Macht den Test anhand der Norm: Du bist Verordnungsgeber in deinem Kreis und hast einen Inzidenzwert von 35/100000. Es gilt eine Allgemeinverfügung/Verordnung auf Grundlage Art. 28a InfSG zu entwerfen mit Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Art. 28a Infektionsschutzgesetz sagt ab 35/100000 sind "stark einschränkende" Maßnahmen erlaubt, aber noch keine "schwerwiegenden" Maßnahmen (Abs. 2). Was aus dem Maßnahmenspektrum (Abs. 1) wird genommen? Sperren wir exemplarisch die Gaststätten zu. Waren das "stark einschränkende" Eingriffe oder "schwerwiegende"? Das Gesetz schweigt. - ups, das muss dann im Zweifel wohl ein Gericht entscheiden, wenn der Gaststättenbetreiber klagt. Und da liegt meiner Meinung nach das Problem bei dieser Rechtsgrundlage..
  13. lediglich zu Punkt a), da ich mit dem Rest übereinstimme: Wär mir neu, dass das BVerfG bei ner Verfassungsbeschwerde oder Normenkontrolle politische Fragen stellt anstatt ne Grundrechtsprüfung durchzuziehen. Dass es keine juristische Frage ist kann man somit nicht stehen lassen. Gesetze müssen schon verfassungsfest sein, sonst ist ihre Halbwertszeit gering.
  14. Wurde ja von @SecretEscape schon gesagt, dass die Grenze ziemlich ungenau ist, wenn man die damit einhergehenden nötigen Faktoren berücksichtigt. Insbesondere dass es ja erstmal eine Testaktivität braucht, die solche Ergebnisse erzielen kann (hierzu Beispielhaft die Annahme, dass mangels Testungen evtl. die Werte im März gar nicht erreicht worden würden und so die Schwelle für Maßnahmen nicht erreicht... klingt etwas schwach, besonders wenn so ne Pandemie gerade erst anfängt. Wie soll man das anhand vorliegendem Gesetz frühzeitig eindämmen). Ein Infektionsgeschehen kann sowieso ja nie korrekt wiedergegeben werden - Dunkelziffer und so. Es lässt sich insofern n Erst-Recht-Schluss ziehen, dass aufgrund der Dunkelziffer bei 50/100000 erst Recht Maßnahmen notwendig sind. Insgesamt ist es aber einfach schwammig. Die ganzen Begriffe, die nicht richtig einzuordnen sind. Die Inzidenzwerte gelten nur als Richtwert, keiner müsste da aktiv werden. Ausschlaggebend ist ne epidemische Lage von nationaler Tragweite. Was ist das überhaupt? Wann kann man davon sprechen. Es geht um ne nach oben offene Liste von Grundrechtseingriffen. Da hätte man gerne ne Anleitung "wann", um dem Bestimmtheitsgrundsatz zu genügen. Es fällt mir schwer zu glauben, dass das von der Formulierung nicht sauberer gegangen wäre. Vereinzelt fehlt eine Abstufung. Es werden in Abs. 2 die Kategorien anhand der Inzidenzwerte eingeführt, ohne das konkret an den Maßnahmen einzuordnen. Eine Verhältnismäßigkeitsprüfug findet (ungeachtet des Hinweises auf Abs. 1) immer statt. Aber wenn man Regelbeispiele nennt, sollte man die vielleicht verorten. Kann ich bei 35/100000 schon Gaststätten schließen und härtere Ausgangssperren durchsetzen oder muss ich bis 50/100000 warten? "Stark" "Mittelschwach" oder "Schwerwiegend" können hier nicht wirklich Aufschluss geben, wenn das nicht Maßnahmen zugeordnet wird. Ein Eingriff ist erstmal ein Eingriff. Insbesondere ist das mit den Inzidenzwerten ne "Soll-Vorschrift", deswegen kann´s sein dass das BVerfG das toleriert. Aber wer was wann darf würde ich als schwammig einordnen. Es erweckt den Eindruck als wurde tatsächlich nur mit Blick auf das geschrieben, was man jetzt legalisiert haben will und nicht, was sinnvoll wäre i.e. sinnvolle Kennzahlen mit entsprechend zugeordneten Maßnahmen. Es nimmt die aktuelle Situation als Ausgangspunkt, quasi den "common sense" gemessen an unserer aktuellen Lage, welche aber doch losgelöst etwas flexibler ist als da bedacht. Wie sinnvolle Kennzahlen lauten sollten? Kann ich nicht beantworten, aber wie gesagt, es fällt mir schwer zu glauben, dass das nicht sauberer gegangen wäre. Eigentlich sollte es mancher Leute Job in den Ministerien sein, das Ding verfassungsfest zu gestalten. Das wurde meiner Ansicht nach verfehlt -> finale Entscheidung vom BVerfG natürlich vorbehalten. Denn geklagt wird ja wahrscheinlich sowieso
  15. So Leute. Das Semester ist angelaufen. Ist sonst noch jemand am Start?