ásványvíz

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  1. Das lässt sich tatsächlich heranziehen. Wie Geschmunzelt schon erwähnt hat, hier gibt es ne Einschätzungsprärogative auf Gesetzgeberseite. Losgelöst vom Grenzwert (wie gesagt, ab einer gewissen Inzidenz spricht schon ein Erst-Recht-Schluss für Maßnahmen) sind aber die daran gekoppelten Maßnahmen problematisch (vgl. mein Post oben), wenn man sich die Liste in Abs. 1 und die Richtwerte in Abs. 2 ansieht. Ein Eingriff ist ein Eingriff. Wann ein Eingriff schwerwiegend ist, ist normativ nicht festgelegt und wird vom vorliegenden Art. 28a nicht erklärt, ist i.e. nicht hinreichend bestimmt. Mir fällt schwer zu verstehen, warum man diesen letzten Schritt zur Bestimmtheit nicht genommen hat, dass man die Eingriffe kategorisiert. Es scheint echt als hätte da kein Jurist je drübergeschaut. Macht den Test anhand der Norm: Du bist Verordnungsgeber in deinem Kreis und hast einen Inzidenzwert von 35/100000. Es gilt eine Allgemeinverfügung/Verordnung auf Grundlage Art. 28a InfSG zu entwerfen mit Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Art. 28a Infektionsschutzgesetz sagt ab 35/100000 sind "stark einschränkende" Maßnahmen erlaubt, aber noch keine "schwerwiegenden" Maßnahmen (Abs. 2). Was aus dem Maßnahmenspektrum (Abs. 1) wird genommen? Sperren wir exemplarisch die Gaststätten zu. Waren das "stark einschränkende" Eingriffe oder "schwerwiegende"? Das Gesetz schweigt. - ups, das muss dann im Zweifel wohl ein Gericht entscheiden, wenn der Gaststättenbetreiber klagt. Und da liegt meiner Meinung nach das Problem bei dieser Rechtsgrundlage..
  2. lediglich zu Punkt a), da ich mit dem Rest übereinstimme: Wär mir neu, dass das BVerfG bei ner Verfassungsbeschwerde oder Normenkontrolle politische Fragen stellt anstatt ne Grundrechtsprüfung durchzuziehen. Dass es keine juristische Frage ist kann man somit nicht stehen lassen. Gesetze müssen schon verfassungsfest sein, sonst ist ihre Halbwertszeit gering.
  3. Wurde ja von @SecretEscape schon gesagt, dass die Grenze ziemlich ungenau ist, wenn man die damit einhergehenden nötigen Faktoren berücksichtigt. Insbesondere dass es ja erstmal eine Testaktivität braucht, die solche Ergebnisse erzielen kann (hierzu Beispielhaft die Annahme, dass mangels Testungen evtl. die Werte im März gar nicht erreicht worden würden und so die Schwelle für Maßnahmen nicht erreicht... klingt etwas schwach, besonders wenn so ne Pandemie gerade erst anfängt. Wie soll man das anhand vorliegendem Gesetz frühzeitig eindämmen). Ein Infektionsgeschehen kann sowieso ja nie korrekt wiedergegeben werden - Dunkelziffer und so. Es lässt sich insofern n Erst-Recht-Schluss ziehen, dass aufgrund der Dunkelziffer bei 50/100000 erst Recht Maßnahmen notwendig sind. Insgesamt ist es aber einfach schwammig. Die ganzen Begriffe, die nicht richtig einzuordnen sind. Die Inzidenzwerte gelten nur als Richtwert, keiner müsste da aktiv werden. Ausschlaggebend ist ne epidemische Lage von nationaler Tragweite. Was ist das überhaupt? Wann kann man davon sprechen. Es geht um ne nach oben offene Liste von Grundrechtseingriffen. Da hätte man gerne ne Anleitung "wann", um dem Bestimmtheitsgrundsatz zu genügen. Es fällt mir schwer zu glauben, dass das von der Formulierung nicht sauberer gegangen wäre. Vereinzelt fehlt eine Abstufung. Es werden in Abs. 2 die Kategorien anhand der Inzidenzwerte eingeführt, ohne das konkret an den Maßnahmen einzuordnen. Eine Verhältnismäßigkeitsprüfug findet (ungeachtet des Hinweises auf Abs. 1) immer statt. Aber wenn man Regelbeispiele nennt, sollte man die vielleicht verorten. Kann ich bei 35/100000 schon Gaststätten schließen und härtere Ausgangssperren durchsetzen oder muss ich bis 50/100000 warten? "Stark" "Mittelschwach" oder "Schwerwiegend" können hier nicht wirklich Aufschluss geben, wenn das nicht Maßnahmen zugeordnet wird. Ein Eingriff ist erstmal ein Eingriff. Insbesondere ist das mit den Inzidenzwerten ne "Soll-Vorschrift", deswegen kann´s sein dass das BVerfG das toleriert. Aber wer was wann darf würde ich als schwammig einordnen. Es erweckt den Eindruck als wurde tatsächlich nur mit Blick auf das geschrieben, was man jetzt legalisiert haben will und nicht, was sinnvoll wäre i.e. sinnvolle Kennzahlen mit entsprechend zugeordneten Maßnahmen. Es nimmt die aktuelle Situation als Ausgangspunkt, quasi den "common sense" gemessen an unserer aktuellen Lage, welche aber doch losgelöst etwas flexibler ist als da bedacht. Wie sinnvolle Kennzahlen lauten sollten? Kann ich nicht beantworten, aber wie gesagt, es fällt mir schwer zu glauben, dass das nicht sauberer gegangen wäre. Eigentlich sollte es mancher Leute Job in den Ministerien sein, das Ding verfassungsfest zu gestalten. Das wurde meiner Ansicht nach verfehlt -> finale Entscheidung vom BVerfG natürlich vorbehalten. Denn geklagt wird ja wahrscheinlich sowieso
  4. So Leute. Das Semester ist angelaufen. Ist sonst noch jemand am Start?
  5. Ich hab jedenfalls deine Mail bekommen. Also [email protected] scheint noch zu funktionieren. - Ich werd jetz erstmal verreisen, ich hau dich dann an, wenn ich wieder da bin. Wenn in der Zwischenzeit noch welche dazukommen, umso besser 😄
  6. Ja, dann hab ich hier noch ne alte Mailadresse, die auf alle Fälle noch geht. Schreibt mir einfach da rein: [email protected]
  7. Ja, Leute, dann schickt mir mal eure Nummern, dann machma das. Ich denk wenn´s schon eine Gruppe gibt, kann man die immer noch zusammenfügen.
  8. Ich klink mich mal auch nochmal rein. Nice. Sieht so aus, als würde ne Truppe zustande kommen. Ich bin ab nächste Woche wieder in Passau. @Siegerlächeln Ich geb die Frage mal weiter: gibt´s schon sowas wie ne Whatsappgruppe? Ich glaube du meintest mal, es gibt schon ein paar Leute, die unterwegs seien. 😁
  9. Servus Leute. Ich glaub ich hab schonmal in einen anderen Thread gepostet vor einiger Zeit. Ist nun jemand aus Passau hier? Jahrgang: 1991 Wohnort: na ratet mal 😄 Stand: Anfänger Präferenz: Ich denke jedes der genannten wären sinnvoll ausgebaut zu werden Vorstellung: Ich bin àsványvíz, bald 27, Ich lunger hier schon ewig rum. Nachdem ich vor einer Weile einen Blog hier eröffnet habe (der nicht weiter geführt wurde) habe ich einige kleine (wirklich kleine, aber immerhin) Erfolge erzielt. Ohne Wing fehlt jedoch oft die nötige Motivation. Mein Zeitplan ist meist sehr voll und das Zeitfenster das ich für PU bräuchte ist schlichtweg oft nicht eingeplant.
  10. Ich wär tatsächlich daran interessiert nochmal so ne Diskussion in puncto Jura und Studium, etc. anzustoßen. Besonders nach der Ansprache von Kip. Das deckt sich mit meiner Erfahrung, dass das Studium eine juristische Parallelwelt ist, in der die praktischen Skills nur bedingt vermittelt werden. Ich war eine Zeit lang im Ausland, habe mich mit internationalem Recht befasst und dabei die Studiensysteme anderer Länder kennengelernt. Da läuft einiges anders. Was denkt ihr. Sollte das Jurastudium umgekrempelt werden? Und wenn ja, in welche Richtung? Ist am Markt wirklich ein Einheitsjurist gefragt? Oder ist der Thread endgültig tot?
  11. ásványvíz

    Pasasu Lair

    Hier! Ab September allerdings erst.
  12. Bin zurück im Wintersemester. Dann bin ich gern dabei 😄
  13. @Neice Danke für die Rückmeldung! Das wird beherzigt und gleich mal umgesetzt. Tatsächlich klingt es auch logisch. Ich hatte, wie viele wohl, oft genug die Situation, an der mir danach die perfekte Überleitung eingefallen wäre. Davon kann ich mir aber natürlich nicht viel kaufen, bzw. beim nächsten Mal hilft mir das auch nicht weiter. Echt dämlich, wie schnell so ein sozialer State wieder abbauen kann 😒. Ich geh später nochmal weg. Aber nun nach dem Training bin ich auf eine absurde Weise zugleich euphorisch und down. Gehört aber wohl mit zur Übung, das zu überwinden.
  14. ásványvíz

    ἀποθέωσις - 3

    Servus. Wie im Thread von Woche 2 angekündigt werde ich mit Woche 3 weitermachen. HBs auf der Straße anzusprechen ist der Nr. 1 Sticking Point. In meinem Hauptthread wurde erwähnt, daran ein Jahr lang gezielt zu arbeiten ist wohl am Erfolgsversprechendsten. Klingt logisch, nicht wahr. Noch einmal eine Woche Fremde anzusprechen halte ich für wenig sinnvoll und ein bisschen würde ich mir auch vorkommen wie ein Drückeberger, wenn ich gleich mit HBs starten könnte. Letzte Woche hatte ich immerhin 7/10. Mit einigen meiner Nachbarn, einem Obdachlosen, mit einem an der Ampel, der ein Bandshirt anhatte, das ich auch hatte. Mit einem Souvlakiverkäuver und mit der Parfümtante, die sonst immer ziemlich bereitwillig mich angesprochen hat. Also ging´s heute gleich los auf dem Weg zur Uni. Erst einmal auf eine Bank gesetzt. Ich habe mir wie in Woche 2 erwähnt ein Cheatsheet zugelegt, bei dem ich all meine Zweifel und Ängste bezüglich des Ansprechens aufgelistet habe. Dieses habe ich einige Minuten lang studiert und mir durch den Kopf gehen lassen. Dann setzen sich neben mich 3 HBs. Flüchtiger Blick dorthin. Wie öffnen? Alle haben Salat. Also habe ich sie gefragt, woher sie den Salat haben. Sie zeigen mir die Richtung an. Als follow up sage ich, dass ich nach meiner Klausur wohl etwas Powerfood bräuchte. Alle grinsen und wirken offen. Trotzdem ejecte ich. Verabschiede mich kurz, stehe auf und gehe. Da hab´ ich mich wieder einwandfrei selbst rausgehauen. Das spiegelt quasi auch meine Erfahrungen von voriger Woche wieder. Hab ich spontan einen eher mäßigen Follow Up gewählt verabschiede ich mich gleich. 2 Minuten? - nope. Dann ging ich weiter zur Uni. Neben mir eine HB rotes Top, Sonnenbrille, Mörderhintern. Wie öffnen? Ich versuche ihr ein Kompliment zu geben. Meine Stimme zittert am Anfang leicht. Sie bedankt sich kurz. Dann reiß ich mich zusammen. Sage ihr, dass ich versuche im Alltag Leuten Komplimente zu geben. Passiert viel zu selten und schadet keinem. Sie geht schneller und versucht mich abzuhängen. Was zum...? Ich frage sie, ob sie Angst vor fremden Leuten hat. Ein kurzes "ja" und sie holt weiter Vorsprung auf, zeigt mir die kalte Schulter und ihren süßen Arsch. Ich laufe nicht hinterher, wenn ich zuvor irgendwie creepy gewirkt habe, dann hätte das den Vogel abgeschossen. 2 Minuten? insgesamt vielleicht 1:30. Und selbst wenn ich 2 erreicht hätte, wäre das nicht ein Gespräch im Sinne des DJBC gewesen. ich biege zur Bibliothek ein. Ich erkenne die Wahrheit in dem von mir zuvor gesagten und denke mir, ich sollte mehr Leuten auf dem Weg Komplimente machen. Vor dem Gebäude sitzt einer mit Armtättowierung. Ich bleib kurz stehen und sage ihm, dass ich seine Tättowierung mag. Er grinst. Ziehe weiter in das Gebäude, wo ein Typ mit Glatze sitzt. Ich ruf kurz hinüber, dass ich seine Frisur mag. Ich hätte ja fast die selbe. Er fühlt sich nicht angesprochen. Sein Sitznachbar schaut mich völlig entgeistert an. Soviel vorab. Und wieder wären wir bei den guten alten: 0/10 PS: Eine Sache, die mir wahrscheinlich extrem helfen würde wären Wings. Ich habe schon gecheckt, ob es in der Stadt ein Lair gibt. Doch deren Website ist tot. 2014 war die letzte Aktivität. Irgendwo müssen die noch rumschwirren, da bin ich mir sicher. Aber wie zum Teufel finde ich die 🤔
  15. ásványvíz

    ἀποθέωσις - 2

    Servus! So. Ich bin in der zweiten Woche angekommen. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich während des Trips, den ich letzte Woche noch angetreten bin die 50 voll mache. Ohne weiter mitgezählt zu haben, habe ich sie mittlerweile aber sicher voll. Heute also der erste Tag der Challenge von Woche 2. Und da ich natürlich auch von den Fails berichten will, spar ich nicht aus, wie es bis jetzt läuft. Ich musste in die Bib, zum einkaufen, zum Kopierladen und ich habe mir fest vorgenommen da irgendjemanden in ein Gespräch zu verwickeln. Zwar hatte ich tatsächlich ein kleines Gespräch im Kopierladen mit dem Kerl, der mir meine Sachen eingescannt hat. Ich hab erzählt, wofür ich es brauche. Danach kamen die Standardfragen: Wo ich her bin, was ich studiere, etc.. Ehrlich gesagt will ich das aber nicht zählen lassen. Für mich war das im speziellen nicht wirklich eine Challenge. Dass ich in sozialen Situationen neue Leute anspreche ist eigentlich nicht so das Problem. Trotzdem werde ich das -zum Beispiel heute Abend- wohl doch noch gezielter tun. Wiederum auf der Straße lief es nicht ganz so rosig. Genau da will ich allerdings besser werden. Der gute alte Trick, mit der Großmutter ins Gespräch zu kommen funktioniert hier nicht gut, denn da herrscht meist eine erhebliche Sprachbarriere. Und noch etwas habe ich festgestellt: Es ist schwierig mit einem Ziel vor Augen (sprich: die Bib, der Kopierladen, etc.) loszuziehen. Ich laufe einfach schnurstracks dorthin, suche auf den Weg dorthin die perfekte Möglichkeit, die natürlich nicht kommt und wenn ich dort bin denk ich nur: "Verdammt. Wieder nix.". Ich muss wohl vielmehr gezielt rausgehen mit dem Hintergedanken: "Jetzt ist Challenge-Time! Nix anderes!" Ich überlege auch, mir für Woche 2 mehr Zeit zu nehmen. Ein Kumpel kommt spontan vorbei und die nächsten 5 Tage darf ich mich erstmal um den kümmern. Vielleicht kann ich situativ einige Gespräche führen. Aber mit "Challenge-Time!" ist da wohl vorerst nix. Insgesamt bin ich jedoch hochmotiviert. Ich habe bei meinem letzten Anlauf bei Woche 2 aufgehört. Nicht mit dem Hintergedanken, dass ich es nicht packe, sondern weil es sich einfach verrannt hat. Ich hatte damals jedoch schon ein paar Gespräche geführt, von denen einige unerwartet interessant waren und ein spezifisches mir sogar karrieremäßig weitergeholfen hat. Soviel vorab. 0/10
  16. Servus! Der Anlauf mit Woche 2 ist rum und er war quasi ums Arschlecken nicht erfolgreich. Es gab wieder Besuch und ein paar Excuses und einen Mörderhangover. Woche 3 ist ja quasi das Selbe nur mit HBs. Also werde ich gleich in die starten.
  17. So. Der Besuch ist endlich weg und ich habe wieder Zeit loszuziehen. Gestern habe ich also so richtig mit Woche 2 angefangen... Also raus gegangen, durch die Stadt. Woche 2 ist eine harte Nuss. Ich bin so 1 Stunde rumgedackelt und habe viele Chancen stehen lassen. Der Mindfuck ist teilweise noch ziemlich groß. Und wuchs immer weiter. Ich muss mir für´s nächste mal eine Art Cheatsheet machen, auf dem ich mir all die irrationalen Gedanken widerlege, die ich da so habe. Ich habe insgesamt 5 Leute angesprochen (bzw. 6, da das eine ein 2er Set männlich war). Nummer 1 war am Bankautomaten. Ich wollte Geld abheben, aber meine Karte wurde nicht gefressen. Trifft sich gut. Gleich mal den nächstbesten gefragt, wo ich den nächsten ATM finden kann. Der wollte eher gleich weitergehen, bevor ich ihn dann gefragt habe, ob er überhaupt Englisch spricht. Hat er verneint. In dem Moment hab ich überlegt, ob mein Griechischskill ausreicht um weiter zu machen. Er hat dann brockenhaft versucht zu erklären, er erinnere sich nicht, wo der nächste sei. Einen Follow up hab ich verpasst, bzw. ich dachte, das sei eh nicht sinnvoll. Excuses über excuses. Gleich weiter zum nächsten, der seinen Roller sattelte. Selbe Frage. Auch er erinnerte sich kaum. Hat mir dann erst eine, dann eine andere Richtung vorgeschlagen, während mein Hirn geraucht hat, was ich dranhängen könnte. Zu lange. Ich stand quasi verdattert daneben, als er mit seiner Erklärung fertig war und seinen Helm wieder aufgesetzt hat. Dann ging ich weiter. Dann weiter. Ein Straßenmusiker, der gerade seine Gitarre auspackte. Ich hab ihn angesprochen und gemutmaßt er sei gewiss ein Local. Er bejahte es. Dann, ob er mir sagen könnte, wo es unter den hunderten von Shops den besten Gyros gäbe, da ich mir hinterher noch etwas zum Beißen holen wollte. Er hat seine Beschreibung angefangen. Da kamen irgendwelche zwei zwielichtig aussehende Kerle an, die ihn unterbrochen haben und versucht haben sich statt mir mit ihm zu unterhalten. In einem Nebensatz (auch wenn es auf griechisch war) habe ich rausgehört, dass sie ihn fragten, ob ich Stress mache 😅. Was zum?! Er hat es verneint, erklärte dann weiter. Ich wollte eigentlich noch einen Follow up in puncto Gitarre bringen, aber das ganze hatte irgendwie in kurzer Zeit eine seltsame Dynamik angenommen. Die beiden starrten mich komisch an, ich bedankte mich und ging weiter. 2 Minuten waren das nie und nimmer. Er wollte mich weit außerhalb des Zentrums schicken. Also beschloss ich den selben Spruch nochmal zu bringen, allerdings diesmal gezielt nach dem besten Laden im Zentrum fragen. Und vielleicht auch diesmal eine HB. Die ließen auch nicht lange auf sich warten. Kurze Zeit später an der Ampel 2 HB´s, beide mit Gyros. Perfekt dachte ich. Der Follow Up wäre dann, ob sie beide von hier sind, ob sie auch an der Uni studieren. So hab´ ich mir das zumindest ausgemalt. Ich hab gezögert und gezögert... Die Ampel schaltet auf Grün. Ich bin losgegangen. Gezögert und gezögert. Und Getan hab´ ich nichts. Ich war etwas down und bin wieder zurück. Habe mir extra für den Nachmittag nicht so viel Zeit genommen, da ich wusste, wir würden später noch in eine Bar gehen. Dort angekommen hatte ein Kumpel zwei neue Leute dabei, die sich etwas vom Rest der Gruppe isolierten. Keiner aus meiner Gruppe fühlte sich dazu auserkoren mit ihnen zu sprechen. Auch wenn es nicht zur Challenge zählt war ich da natürlich gleich zur Stelle und hab´ mich eine lange Zeit über die verschiedensten Dinge mit ihnen unterhalten. Es waren Zyprioten. Eine HB und ihr Freund. Sie haben mir viel über Zypern erzählt, die Unterschiede zwischen den Griechen und ihnen und vieles mehr. Das war wichtig. Ich kam in einen guten Flow. Später holte ich mir ein Bier. Neben mir zwei weitere in der Schlange. Gleich einmal angesprochen, wie voll es auf einmal wieder in der Bar war. Über die Ferien war sie geschlossen und die Woche davor waren wir quasi alleine da. Es stellte sich heraus, dass es zwei deutsche waren. Das Gespräch drehte sich dann um viele verschiedene Dinge. Hauptsächlich darum, was sie hier machen und was ich hier mache. Beide hatten sich scheinbar davor auch nicht gekannt und waren in der Bar eher zufällig aufeinander gestoßen. So wie auf mich. Das Gespräch hatte locker 20 Minuten. Ich hab mir noch einmal ein Bier geholt und bin zurück zu meinem Tisch. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich es zählen lassen will. Überwindung verspürte ich kaum. Auch hatte ich es immer noch nicht fertig gebracht eine HB anzusprechen. Später musste ich aufs Klo, vor der sich eine kleine Schlange gebildet hatte. Vor mir eine HB, die die Toilettentür aufmerksam musterte. Ich habe 2 Sticker von meiner Band auf selbiger Toilettentür angebracht (elendige Vandale! 😡) und dachte das sei vielleicht ein guter Aufhänger. Also hab ich ihr das gesagt und sie gefragt, von welchen sie glaubt, dass sie von mir stammen. Sie hat ein bisschen gesucht. Die Toilettentür öffnete sich und sie war an der Reihe. Nach einem kurzen "No idea" war sie weg. Hinter mir war noch eine Schlange und als sie wieder rauskam hat sie kurz gelächelt und ich habe natürlich sinnlosen Mindfuck darüber geschoben und nicht noch einmal neu eröffnet. Und das war Tag 1... So viele Situationen, aber wenn ich ehrlich bin könnte ich maximal 1/10 zählen. Wobei ich das fast so nicht durchgehen lassen will. 0/10 also
  18. Sauber! Morgen komme ich zurück, dann geht´s bei mir auch mit Woche 2 los. :D Bleib dran! Woche 8 ist das Ziel!
  19. ásványvíz

    Πάμε!

    Servus Leute! Was jetzt folgt ist der obligatorische, lange, erste Post. Nun, was gibt’s über mich zu sagen. Meine Situation ist im Moment folgende, dass ich in der zweiten Hälfte meines Erasmus (im Südosten von Europa) stecke und ich in der Zeit an einigen Dingen arbeiten möchte, die sonst immer auf der Strecke bleiben. Aber vielleicht sollte ich weiter vorne beginnen: Wie wohl einige unter euch habe auch ich äußerst traumatische Jugenderlebnisse dank einer gefühlt ewig anhaltenden Oneitis hinter mir (ach der Sarkasmus), bevor ich endlich realisiert habe, dass sich in meinem Leben etwas ändern muss. Das begann bei mir nach etwa 3 Jahren seit jenem Ereignis. Der Wendepunkt kam wohl tatsächlich, als ich damals Pick Up entdeckt habe. Dank der Community habe ich einige Dinge realisiert und begann an mir zu arbeiten. Bald bin ich von daheim weggezogen, hab nach der Ausbildung mein Abitur nachgeholt, hab danach ein Jahr im Ausland gelebt, studiere nun Jura und hab davon gerade „quasi Urlaub“, wenn man so will. Ich habe damals auf der Hauptschule angefangen und kann mit Stolz sagen, dass ich in meinem Semester leistungsmäßig nun regelmäßig bei den vorderen 30 % mitmische. Es liegt also ein etwas längerer Weg hinter mir. Ich habe mir ein solides Fundament an Hobbies zugelegt, durch die ich regelmäßig mit neuen Leuten in Kontakt trete. Hauptsächlich danach gewählt, was ich all die Jahre äußerst cool und interessant gefunden hätte, aber nie getan habe (Gitarrist in einer Band bzw. allgemein in der Musikszene aktiv sein, kreatives Schreiben, Fechten, Windsurfen und so vieles mehr). Ausgehend von dem hohen Sportanteil in meinem Leben bin ich gut in Form. Ich bin viel herumgereist, hab quasi Europa (abgesehen von Skandinavien) einmal durch und habe so gut wie überall Freunde. Ich habe letztes Jahr meine 5te Fremdsprache begonnen. Auch wenn französisch sehr auf der Strecke geblieben ist und ich kaum mehr Interesse habe, darin noch Zeit zu investieren, so habe ich doch ein solides Fundament in Englisch, Ungarisch, Russisch und Griechisch. Und da ich (gefühlt) noch jung bin wird da noch die ein- oder andere folgen. Das war so der Schnelldurchlauf der letzten 6 Jahre, seitdem ich auf Pick Up gestoßen bin. Und um nun mit dieser elendigen Selbstbeweihräucherung aufzuhören: Wisst ihr, was bisher auf der Strecke geblieben ist? Richtig. Die Frauen. Fast so als hätte ich einiges der Pick Up Materie verstanden, nur nicht das aller zentralste. Wobei: Auf der Strecke bleiben kann man so nicht direkt sagen. Ich war bis kurz vor meinem Erasmus Antritt noch in einer Beziehung, die 2,5 Jahre angedauert hat. Diese habe ich von meinem ersten Auslandsaufenthalt damals mitgeschleppt und war – ihr ahnt es – eine Fernbeziehung über 500km. Die Oneitis-Lähmung fiel eher kurz aus. Die Erfolge und das Genießen des Singledaseins allerdings auch. Fast so, als hätte ich sämtliche Paarungsrituale verlernt und würde mich immer noch einer Beziehung zugehörig sehen. In meiner jetzigen Erasmus Zeit hatte ich immerhin einen Lay. Eventuell verfasse ich hierzu einen Field-Report. Denn er resultierte einzig und allein daraus, mich hier wieder etwas einzulesen. Aber regelmäßig etwas zu ziehen, obwohl ich wirklich oft mit Frauen in Kontakt komme, war für mich nie drin. Die Anzahl an Frauen, mit denen ich etwas hatte kommt gerade so über eine Handvoll hinaus. Man kann es auf vieles schieben. Aber meine vergleichsweise geringe Körpergröße von 1,72 cm (hierauf werde ich wohl im Field Report noch einmal zu sprechen kommen) und ein, durch einige vergangene Geschichten, immer noch stark angekratztes Selbstvertrauen kommen in meinem Kopf doch auffällig oft hoch. Diese Dinge habe ich tatsächlich durch Arbeit an meinem Inner Game, sprich viel Selbstreflexion von meinen Reaktionen im Alltag und sonstigen Situationen, in einem gewissen Maße eindämmen können. Ich bin im Vergleich zu früher ein richtig soziales Wesen geworden. In Bezug auf Frauen verfalle ich aber immer wieder zurück. Ein ganz starkes Gefühl, das immer wieder im Hinterkopf auftritt ist, dass ich doch gar nicht so bin, wie die 20 %, die 80% aller Frauen mit nach Hause nehmen. Dass mein Wert dazu viel zu gering ist, etc. Nach allem, was ich hier lesen durfte, ein Klassiker. Insbesondere tritt er natürlich in Konkurrenzsituationen auf. Und mit hübschen Frauen ist das natürlich fast immer der Fall. Selbst langes elaborieren, warum ich diesen Gedanken habe, wodurch er ausgelöst wird und so weiter brachte mich bis jetzt nicht so weit, dass ich mir selbst tatsächlich glaube, wenn ich sage, es sei doch gar nicht so. Und wisst ihr warum? Diese Hypothese von mir selbst habe ich in der Realität bis jetzt kaum bewiesen. Wieso sollte ich die mir also abkaufen. Ich weiß, das ist schon alles ziemlich totgedacht (Jura-Krankheit :D). Aber es ist das Ergebnis nach 6 Jahren. Einen Schalter ála, zack und jegliche Zweifel sind für immer weg, scheint es nicht zu geben und so ist die Arbeit am Inner Game natürlich nie zu Ende. Ich habe in einigen Situationen kaum Ansprechangst. In anderen eine so starke, dass man damit locker 2 AFC-Köpfe füllen könnte. Irgendwie habe ich das Ganze nie richtig angepackt. Ich bin ab und zu losgezogen, um gezielt Frauen anzusprechen. Immer wieder hat das nach und nach wieder aufgehört. Besser wurde ich kaum. Jedem Kumpel, dem ich davon erzählt habe hat die Vorstellung davon auch ziemlich abgeschreckt. Ich hatte also auch nie wirklich Buddies, die mich dazu pushen. In den Städten, in denen ich in Deutschland gelebt hatte gab es soetwas wie Lairs nicht. Vielleicht habe ich mich auch davor gedrückt. Ablenkung von diesem zentralen Thema war die letzten Jahre genug da. Vor einigen Jahren habe ich auch das DJBC angefangen und hab natürlich nach Woche 2 abgebrochen. Mein Vorsatz ist es, das wieder zu starten. Hierzu werde ich den dazugehörigen Thread verlinken. Und zwar nicht nächste Woche oder sonst etwas, sondern heute. Jetzt. Wenn ich jetzt gleich raus gehe. Wenn nicht jetzt, wann dann. Wenn ich zurück nach Deutschland komme, zurück in den alten Trott, wird sich nichts ändern. Wenn nicht jetzt, dann trag ich vor mir immer „die nächstbeste Gelegenheit“ her. Ich glaub ich belasse es vorerst dabei. Ich geh dann mal raus.😜
  20. Servus Leute! Danke schon einmal für das Feedback! Das hilft schon einmal unglaublich beim reflektieren. Ich werde nacheinander auf einige Sachen eingehen. Es ist wahr, meine Beliefs sind schlecht. Und ich glaube ich habe es satt, noch länger über sie zu grübeln und stattdessen endlich aktiv zu werden. Ein letzter Einschub zum Thema Körpergröße wird noch folgen, wenn ich den Erasmus-Lay, niederschreibe. In puncto Ziele: Ich habe in vielen Bereichen meines Lebens ein hohes Selbstvertrauen. Ich fühle mich auch geschmeichelt, dass die Liste an Dingen, die ich mache unglaubwürdig wirkt. Sozusagen. Die Wahrheit ist: ich glaube das wirkt alles stressiger als es ist, wenn man eine Routine hat. Ich gehe nicht jeden Tag zum Fechten. Ich gehe gut ein halbes Jahr nie zum surfen. Ich wiederhole am Tag 50 Vokabeln, lerne vielleicht 5 neue und umgebe mich mit Leuten, mit denen ich die Sprache sprechen kann. In meiner Freizeit spiele ich Gitarre. Einmal die Woche ist Bandprobe. Ich gehe abends weg. Ich umgebe mich viel mit Musikern. Und den Rest nimmt Jura ein. All die Dinge, die dank Jura hinten anstehen mussten mache ich jetzt temporär beim Erasmus eben etwas fokussierter. Ich bin recht zuversichtlich, das alles so, zumindest bis zur Examensvorbereitung, durchziehen zu können und trotzdem einen einigermaßen hohen Level zu halten. (Davon abgesehen, dass die Benotung in Jura eh oft wie Lotto spielen wirkt. Ich hatte eben verdächtig oft "zwei richtige" bis jetzt.) Im Bereich Frauen geht das ganze Selbstvertrauen - nicht immer, aber doch regelmäßig – flöten. @Stuntman: Da du Attraction-Game angesprochen hast: In der Retrospektive habe ich mich zu sehr auf anfängliche von ihr signalisierte Attraction verlassen. Das passiert mir dummerweise oft. Einer oder mehrere IOIs sagen aber natürlich eigentlich wenig bis gar nichts aus. Ist also ein guter Punkt, den ich gezielter angehen kann. Was ich also möchte ist, Frauen, die ich interessant finde, sowohl sexuell als auch in sonstiger Hinsicht, in allerlei Lebenslagen ansprechen zu können und bei ihnen selbiges Interesse auszulösen. Ich glaube nicht daran, dass meine vergangenen Erfolge bei Frauen Glückstreffer waren, sondern dass ich auf irgendeine Art etwas richtig gemacht habe. Momentan will ich keine Beziehung. Auf Sex verzichten und darauf, interessante Frauen kennenzulernen, will ich dagegen nicht. Mit den Location-Wechseln habt ihr einen guten Punkt angebracht. Es ist nicht so, als würde ich nirgendwo anders hingehen. Aber die Erasmussektion hier ist äußerst aktive und die erstbeste Wahl für Events. Ich werde öfter bewusst Alternativen wählen. Danke nochmal. Das ist die Art von Feedback, die man sich selbst immer schlecht geben kann. Noch ein kleiner Einschub von der letzten Hausparty, die -ihr ahnt es schon- mit Erasmusleuten war. Bei dem kleinen FR werden wohl all die Sticking Points die ihr erwähnt habt noch einmal klar. Ich kam relative spät an, da davor ein Konzert war. Die Bude war also schon gerammelt voll. Ich hab hier und dort mit den Leuten geredet. Auch mit einigen HB´s, aber nichts interessantes soweit. Am Rande habe ich wahrgenommen, dass L da ist. L war die wohl heißeste HB vor Ort. Der Menge an Typen, die sich um sie scharrten nahm nicht nur ich das so wahr. Alles an ihr strahlt puren Sex aus. Seien es ihre rot gefärbten Haare oder ihre Lippen. Sei es ihr Arsch. Sei es diese Querstrebe, die sie, wie ich später rausgefunden habe, als Zungenpiercing hat. Whatever. Alles was ich bis dato über sie wusste war: Sie ist Spanierin und sie ist auch schon das zweite Semester hier. Geredet habe ich mit ihr tatsächlich noch nie. Bei der Unmenge an Studenten, die sich die Uni temporär ins Land holt tauchen immer wieder welche auf, die man seltener sieht oder noch nie gesehen hat. Ich sitze also da und spreche wieder einmal mit meinem russischen Kumpel. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie sie mich immer wieder anstarrt. Ich erwidere einmal den Blick, sie lächelt, dreht sich dann kurz weg, fährt sich durch die Haare. Hoppla, ein IOI? Sie war mit ein paar anderen Leuten im Gespräch und ich wurde auf eine Runde Flip-Cup eingeladen. Also ging ich. Sie folgt mir. Auf dem Weg in die Küche treffe ich noch einige Leute und unterhalte mich kurz. In dem Moment hätte ich sie eigentlich schon ansprechen können. Naja. Dann steh ich vor dem Tisch, die Becher werden aufgereiht und sie steht plötzlich neben mir. Sie ist mir bis dorthin gefolgt. Die Regeln wurden für die Leute die neu waren kurz erklärt. Sie fragte mich, was wir hier machen. Es gab eine kurze Einführung von mir und ich habe ihr auch von den erweiterten Regeln erzählt, in denen der Becher durch ansaugen umgedreht werden muss oder mit der Zunge geflippt wird. Ich machte es ihr kurz vor, forderte sie auf es nachzumachen und siehe da, die Teure hat sich die Zunge perforieren lassen. Nach unserem Sieg -meine Leber möge es mir verzeihen- nahm ich sie zur Seite und hab mich mit ihr unterhalten. Erfuhr so ihren Namen, was sie studiert, warum sie in Griechenland ist, erzählte was ich schon alles in Spanien gesehen habe, erzählte von meinen spanischen Freunden dort und welchen Mist wir immer während meines ersten Auslandsjahres gebaut haben etc. Das dauert etwa 10-15 Minuten. So weit war es eine recht oberflächliche Konversation. Ich hab dann über ihre Beweggründe zum Studium gefragt, da sie Lehrerin für recht ungewöhnliche Sprachen werden will. Und dann – es kam nicht einmal zu einem awkward-silence Moment oder etwas dergleichen- verabschiedet sie sich und zieht von dannen. Genauso plötzlich. Ich Trottel. Natürlich habe ich weder Attraction noch sonst etwas aufgebaut. Kein Kino gefahren, kein gar nichts. Jetzt im Nachhinein muss ich mir eingestehen: Wahrscheinlich hätte ich das auch in einem hypothetischen weiteren Gesprächsverlauf nicht. Jetzt beim niederschreiben wirkt es so, als würde ich mir da oft selbst im Weg stehen. Als hätte ich die PU-Theorie nicht auf Lager. Ich seh´s so, als würde ich einfach auf der „oberflächliches Gespräch“-Welle reiten und sie nicht in eine andere Richtung lenken. Mangelnde Praxis vielleicht. Vielleicht sollte ich mir soetwas wie einen kleinen Spickzettel bauen, den ich in der Hosentasche erfühlen kann und mich daran erinnert, dass ich mit einem Gespräch auch auf ein Ziel hinsteuern sollte. Jedenfalls: ich denke es ist gut und zumindest ein Anfang, meine Probleme hier so konkret zu sehen.
  21. ásványvíz

    ἀποθέωσις - 1

    Servus Leute! Da sind wir also. wie bereits in meinem Hauptthread angekündigt werde ich versuchen das DJBC während meines Erasmusaufenthaltes abzuschließen. Heute ging es gleich los. Mission 1: Augenkontakt halten und 50 Leute grüßen. Um ehrlich zu sein: ich habe mir die Aufgabe schwieriger vorgestellt, aufgrund von verschiedenen Faktoren: zum einen muss ich die Sprache wechseln, zum anderen bin ich mir bei manchen Gassen, die ich hier entlang gehe, nicht sicher, ob das nicht dazu führt, ausgeraubt zu werden. Ohne Witz. Tatsächlich ging es aber erstmal locker flockig los. Ich bin spät aufgestanden und völlig übermüdet in den Kurs gestartet, hab auf dem Weg trotzdem erstmal 5 Leute gegrüßt. Die meisten davon etwas Ältere. Irgendwie vermeiden jüngere Leute Augenkontakt, starren auf den Boden, in ihr Smartphone oder tragen Sonnenbrillen. Mein Ziel für die zweite Tageshälfte ist es also gezielt 5 HB´s zu grüßen. Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg von der Uni schon damit beginnen, aber die erste Hälfte des Weges war ich völlig fertig von der Vorlesung. Als Randinfo: Das Thema International Law Of The Sea ist eigentlich sehr interessant. Auch der Vortragende ist im Grunde eine interessante Persönlichkeit (er war einmal Diplomat und zweiter Bürgermeister der Stadt, in der ich momentan lebe und hat damals beim Dayton-Abkommen mit verhandelt). Aber wenn er anfängt zu reden könnte er jegliche Art von Insomnie heilen. Ich bin also im Halbschlaf durch die Stadt gedackelt und hab dann ab der Hälfte des Weges einen Kumpel getroffen. Danach war ich bereit für ne Mütze Schlaf. Heute Abend ist dann noch eine Hausparty von einem Bekannten und daher war´s das wohl für heute zumindest im Hinblick auf mein Tagespensum für das DJBC. 5/50 Γειφ σας / Γεια σου Hier noch der Link zu meinem Hauptthread:
  22. So. es ist der 4te Tag. Mein Counter stagniert. Ich bin bei 14/50. Ich werde gleich noch rausgehen und weitere machen. Ob ich die 50 heute noch voll kriege weiß ich nicht. Mir fällt auf, dass ich oft die gleichen Wege gehe, obwohl andere wohl etwas mehr mit Menschen gefüllt wären. Allgemein macht es mir nichts aus fremde Leute zu grüßen. Ich achte jedoch meist darauf, dass ich mit diesen auch Augenkontakt habe und mich bestenfalls zurückgrüßen oder irgendeine Reaktion zeigen. Morgen beginnt zudem ein 7-tägiger Trip. Die ersten drei Tage davon sind wir in einem Land, von dem ich mir von der Kultur her nicht sicher bin, wie das ankommt. Ich werde mal schauen, wie die Leute dort reagieren, wenn man sie grüßt. Aber ich werde den Fokus wohl nicht darauf legen. Danach sind wir wieder zurück und unabhängig davon ob ich die 50 voll gemacht habe oder nicht werde ich dort die 2te Woche beginnen. So viel vorab.
  23. Servus! Ich kann deine Situation gut nachvollziehen. Ich gehe auch oft die selben Wege und war die letzten Tage wenig alleine in der Stadt unterwegs. Aber ich lese bei dir heraus, dass es dir insgesamt schon gar nicht mehr schwer fällt Leute zu grüßen. Von demher ist es wohl sinnvoll sich an Challenge Nr. 1 nicht allzu lange aufzuhängen. Natürlich musst du das selbst entscheiden, vor allem auch danach gerichtet wie viele du tatsächlich schon gegrüßt hast. Ich zum Beispiel habe heute meinen letzten Tag für die Challenge, weil ich dann verreise. Ich werde die 50 wahrscheinlich nicht voll machen, aber das Grüßen fällt mir nicht sonderlich schwer. Ich starte nächste Woche also ganz normal mit Woche Nr. 2 :D Und durchhalten! Wie sehr bist du denn schon im Examensstress? Das könnte wohl zu einem Stolperstein im DJBC werden. Grüße!
  24. So. Ich berichte mal von den Geschehnissen vorgestern Nacht, damit man sich ein Bild davon machen kann, wie das typischerweise bei mir aussieht. Der Abend begann damit, dass mich meine Mitbewohnerin gebeten hat, mit ihr einmal zum Zumba zu gehen. Zuerst etwas skeptisch habe ich mich überreden lassen, nachdem sie mir erzählt hat, wie hoch die Frauenquote ist und sie mir ein paar Bier anbietet. Nicht dass das dann noch nötig gewesen wäre. Irgendwie bekomm ich dabei dieses Musikvideo von „Call on me“ nicht aus den Kopf, wenn ihr wisst, was ich meine. Ich muss dazu sagen, dass ich -für die meisten Leute völlig unerwartet- auf dem Dancefloor zur Rakete werde. Also warum nicht. Dann zogen wir los in eine Bar, in der ein Erasmus Event abging. Es waren schon viele Leute da. Normalerweise quillt diese Bar immer über und einige Leute verbringen den ganzen Abend eher vor der Bar, als darin. Jedenfalls: Dort angekommen erst einmal Bier geholt und einige Leute gegrüßt. Bald kamen auch einige andere Bekannte, die ich kurzum das Franzosenghetto nenne. Darunter ein Kumpel, den ich im weiteren Verlauf als den Franzosen bezeichnen werde. Er wird noch öfter vorkommen. Seine Freundin hat an dem Tag mit ihm Schluss gemacht (Fernbeziehung) und er war etwas betrübt. Üblicherweise ist auf diesen Erasmus Events immer die selbe Gruppe von 100 – 150 Leuten. Man kennt dadurch bedingt ziemlich viele von denen und trifft selten neue Leute. Deshalb war geplant, im Anschluss noch bei einer 2000er Party vorbeizuschauen. Doch so weit würde es nicht kommen. S aus Portugal war auch da. S hat am Anfang dieses Semesters ziemlich deutliche Signale in meine Richtung gesendet. Im Laufe der Zeit war ich aber immer weniger in sie interessiert. Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist, aber es fällt mir echt schwer andere Erasmusstudentinnen zu gamen. Sachen wie Social-Proof funktionieren hier nicht so gut, da es echt nix besonderes ist 50 Leute vor Ort zu kennen. Natürlich gibt es genug Kerle, die bereit sind die weiblichen Kommilitoninnen zu bespaßen und jeder will interessanter/witziger/cooler/etc. Sein als der andere und natürlich mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das kenn ich zwar sonst auch vom Nightgame. Abgesehen von meinem kleinen Hirnfick, den ich oben in puncto Konkurrenzsituationen geschildert habe kommen hier noch zwei Faktoren hinzu. Die Kerle stechen sich hier immer alle gegenseitig aus und die HB s wollen exorbitant stark im Mittelpunkt stehen. In einer Runde mit 4 Typen immer versuchen der größte Kasper zu sein ist mir oft zu anstrengend. Isolieren wäre wahrscheinlich eine gute Lösung, aber ich habe festgestellt, dass das auf Erasmus-Veranstaltungen oft nur bedingt funktioniert. Als sie mich an der Bar sah kam sie sofort auf mich zu, hat mich ihrer Freundin vorgestellt, deren Namen ich natürlich sofort vergessen habe. (Ich muss mir echt etwas überlegen, wie ich das mit den Namen manage. Das passiert mir so unglaublich oft. Ich habe einmal davon gelesen, dass es hilft, die andere Person gleich nach dem Vorstellen aufzufordern eine kleine Geschichte über den Namen zu erzählen. Die meisten Leute haben dazu irgendetwas auf Lager. Zum einen kann man sich den Namen dann selbst besser merken, bzw. assoziiert ihn mit der Geschichte und zum anderen hat man so gleich weitere Anknüpfungspunkte für weitere Gesprächsthemen. Theoretisch weiß ich davon. Anwenden tu ich das natürlich viel zu selten.) Wie gesagt. Viel Zeit in S wollte ich zu dem Zeitpunkt nicht investieren, sie eher als eine Art Notlösung später wieder aufsuchen. Denn dann ging ich kurz raus zu den anderen und es kam ein weiterer deutscher Kumpel an und mit ihr die süße, blonde E. Ich habe eine Schwäche für Frauen mit Sehschwäche und so erfüllte sie an diesem Abend genau die Kriterien um mein Typ zu sein. Sie war an diesem Abend mein Haupttarget. Sie war nur zu Besuch und das war an diesem Abend zeitgleich auch mein Problem. Wir haben einen kleinen Gesprächskreis gebildet, wie sie so oft entstehen, wenn man in der Zigarettenpause einfach draußen steht und ich habe mich mit einem der Leute auf russisch unterhalten. Ich habe sie am Nachmittag schon einmal flüchtig mit meinem Kumpel auf der Straße gesehen, da hab ich mich kurz vorgestellt, bin dann aber weitergezogen. Sie wusste also dass ich Deutsch bin und war sofort interessiert, wie es dazu kam, dass ich russisch kann. Sie selbst studiert auf Dollmetscherin für Englisch und Französisch, ist also durchaus an Sprachen interessiert und genau das war mein Anknüpfungspunkt. Nachdem ich ihr alles über meine Erfahrungen mit den Sprachen geschildert habe, die ich gelernt habe wollte ich das alles ein bisschen mehr in Richtung Rapport/Comfort lenken. Ich hab sie also zur Seite genommen, sie ein bisschen erzählen lassen, ob es etwas gibt, was sie an ihrer Wahl besonders fasziniert, wo sie hin will, ob sie sich auch vorstellen kann im Ausland zu leben, ihr noch ein bisschen von meiner Interrail Tour durch Frankreich, Spanien und Portugal erzählt, die Landschaften, das Meer und bewusst versucht hin und wieder kino zu fahren. Insgesamt vermutlich zu wenig. Währenddessen habe ich die ganze Zeit darüber nachgedacht, was die nächsten Schritte sind. Noch mehr isolieren und weiter eskalieren. Jedenfalls wurden wir dann von ihrem Kumpel unterbrochen. Eine Runde Flunkyball war angesagt. Und da das eigentlich schon den Abend über geplant war war es schwer nein zu sagen. Sie wollte jedenfalls mitmachen. Also gleich mit ihr und einigen anderen ein Team gebildet und natürlich gewonnen. Dann ging es irgendwie bergab. Die Gesprächsgruppen haben sich wieder anders aufgeteilt. E hat sich jedenfalls mit dem Franzosen unterhalten. Und sie war sichtbar attracted von ihm. Ich hab versucht nach einer Weile zu ihnen zu stoßen, hab es aber nicht mehr so richtig rein geschafft. Ich muss dazu sagen, dass er gut einen Kopf größer ist als ich. Es gibt einen langen Thread hier zu diesem Thema und ich muss sagen: Ja, ich nehme oft wahr, dass ich gefühlt einfach unsichtbar werde, wenn neben mir jemand steht, der einen Kopf größer ist. Selbst wenn er schlacksig ohne Ende ist. Limiting Belief oder nicht. Im letzten Semester hatte ich einen Kumpel, der hatte etwas über 2 m Körpergröße. Es war schon beinahe urkomisch, wie die sich alle an ihn herangeschmissen haben, obwohl er gelinde gesagt ein richtiger Sozialspasti war. Deswegen hat er die Aufwartungen auch nie wirklich verstanden und ging leer aus. Trotzdem schien es so, als seien alle wieder auf´s Neue attracted, wenn er irgendwo auftauchte. Derlei Hirnficks sind wohl einer der Gründe, warum es bei mir die letzten Jahre nicht so gelaufen ist. Ich beobachte zu viel und handle zu wenig. Jedenfalls fiel hatte sie im Gespräch erwähnt, sie würde jetzt dann gleich gehen. Ihr Flieger gehe um 07:30. Okay. Das war´s dann wohl mit E. Schon bald folgten ihren Worten dann auch Taten und so ging sie dahin. (an dieser Stelle: wäre sie nicht gegangen, wie hätte ich fortfahren können. Im Nachhinein hätte ich sie wohl irgendwie noch einmal isolieren müssen. Oder kann jemand weiterhelfen?) Als nächstes habe ich mich umgesehen und habe S wieder gesehen. Langsam wurde es immer später und viele waren schon gegangen. Ich habe dem Franzosen von meinem Vorhaben mit E erzählt und dass ich es dann wohl bei S versuchen werde. Dann meinte er, er müsse mir etwas sagen. Er habe ein paar Tage zuvor S mit nach Hause genommen. Ich hab kurz im Kopf durchgerechnet welchen Tag er damit meinte. Und es war ein Abend, an dem ich mich – Beinarbeit beim Fechten sei Dank – dazu entschloss nach 2 Uhr nicht noch woanders hinzugehen. Er ist mit einer Gruppe weitergezogen, darunter war auch S. Ich muss sagen: Richtig gekümmert/gestört hat mich das nicht wirklich. Ich hatte eigentlich nur ein Schulterzucken übrig. That´s Erasmus. Der einzige Effekt: ich hatte irgendwie nicht wirklich noch weiter Interesse, mich mit S zu beschäftigen. Also habe ich meine Truppe darauf gedrängt zu der nächsten Party zu gehen. Jeder hat sich natürlich noch 1 -2 Bier gegönnt, bis wir dann tatsächlich losgezogen sind. Ich hab mich mit einigen anderen Leuten noch unterhalten. Als wir dann bei der nächsten Location ankamen war diese schon geschlossen. Es war 04:30. Die Gruppe hat sich noch einmal weiter aufgelöst und schließlich war nur noch ich und der Franzose übrig. Letztlich sind wir auch gegangen. Das war nun einiges. Ich hab nicht mehr viel Zeit. Die nächste Hausparty steht an, also werd ich mich später genauer um Rechtschreibung kümmern. nehmt´s mir nicht übel. Euer Feedback ist natürlich ausdrücklich erwünscht.