Jack Link

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  1. Jetzt bist du langsam auf dem richtigen Weg. Glaub mir, es fühlt sich geradezu göttlich an, für andere etwas Gutes zu tun und sich dabei im innersten Herzen für sie zu freuen. Das ist die Medizin, die dich heilen wird. Machs gut und meld dich einfach wieder, falls du nicht weiterkommst. Lg Jack
  2. Dem muss ich leider zustimmen! Drum hast Du, paininmyass, auch ganz elegant meinen Post überlesen, und Dir nur schön das ausgesucht wogegen du Dir wieder irgendwelche Argumente aus den Fingern saugen kannst. Es führt kein Weg an dem vorbei, was ich Dir gepredigt hab, das musst Du leider zuerst einsehen. Sonst gibts keine Hilfe für Dich, nicht hier und nirgendwo sonst auf der Welt. Weiss ich, weil ich mal so war wie Du. Du musst lernen zu realisieren, dass alle um dich herum auch nur Menschen sind, mit Ansichten, Einstellungen, Ängsten und Unsicherheiten, gleich wie Du. Du kannst und wirst jeden Therapeuten und auch sonst jeden Menschen in deinem Umfeld an einen Punkt treiben, an dem er Dir nicht mehr weiterhelfen kann. Ich war schon an diesem Punkt in meinem Leben und glaub mir, es fühlt sich verdammt einsam an dort. Du musst lernen herunterzukommen und andere Menschen als etwas schönes und gleichwertiges zu betrachten, dann wird sich dein Problem langsam beginnen zu lösen. Nur so, mein Freund, wirst du Ruhe finden. tc
  3. Hey PA. Ich habe deinen Text grad durchgelesen und ich sehe darin einige Dinge, die lange Zeit auch zu meinen Problemen gehört haben. Selbsthass, Wut und ein enormes Verlangen, sich irgendwem gegenüber ausdrücken zu können, bei gleichzeitiger Nichtakzeptanz von Eigenschaften anderer Menschen. Da ich mal ähnlich drauf war, kann ich dir auch gleich eins hier und jetzt absolut versprechen: es wird ein langer und harter Weg für dich werden, also stell dich drauf ein. Und dabei gleich vorneweg: mit 'hart' meine ich nicht hart im Sinne von körperlichem Training und auf Teufel komm raus für etwas kämpfen. Hart wird es werden, da du deine innere Balance an einen Punkt bringen musst, wo du im Reinen mit dir selbst und deiner gesamten Umwelt bist. Es ist dabei absolut essentiell, dass du innere die innere Gefühlswelt, die zu Einstellungen wie "Kein Babyface wird jemals ne richtige Frau ficken." und "Dieses Wissen, dass irgendjemand sie schonmal gefickt hat, das ist das schlimmste Gefühl" führt, kompromisslos bekämpfst. Du musst also lernen, die Welt um dich herum so zu akzeptieren wie sie ist und realisieren, dass du einzig und alleine an deinen inneren Verarbeitungsmechanismen von Umwelteinflüssen arbeiten musst. Wenn es dir den Magen dabei umdreht, wenn eine Frau mit jemandem vor dir zusammen war, dann fokussier dich nur auf genau das; das Gefühl, das du dabei empfindest. Es ist wichtig, dich dabei NICHT zu fragen, woher dieses Gefühl kommt oder ob es in deinem Kopf reale Gründe dafür gibt. Das einzige, was genau in dem Moment zählt, ist, dieses Gefühl von aussen zu betrachten und es genau kennen zu lernen. Beobachte dich dabei, jeden Bruchteil jeder Sekunde. Mit der Zeit wirst du lernen, dich selbst dabei zu ertappen, wenn es wieder hochkommt um dich herunterzureissen. An dem Punkt wirst du bereit sein, die Kontrolle darüber zu übernehmen. Damit kriegst du deine Gefühlswelt langsam aber sicher besser in Griff und wirst erste Momente der Erleichterung feststellen. Diese Momente können sich dann u.U. wie eine himmlische Erlösung anfühlen und dich in komplette Euphorie treiben. An dem Punkt ist allerdings wieder Vorsicht angebracht, denn du hast dich über Jahre hinweg selbst von innen zerstört und dieses Hochgefühl wird deshalb anfangs auch immer wieder kollabieren. Ähnlich and wie bei einem schweren Unfall, nach dem man das Gehen wieder neu erlernen muss. Es ist also essentiell, immer realistisch und vor allem geduldig zu bleiben. Genau das wird die Härteprüfung. Aber sie ist absolut machbar, und ich bin mittlerweile schon in einem sehr viel glücklicheren Leben angelangt, als in der Zeit, wo ich alles um mich herum verurteilt und gehasst habe. Manchmal hab ich auch heutzutage trotzdem immer noch Einbrüche, doch ich habe mittlerweile gelernt, wie ich da wieder rausfinden kann. Alles Gute auf deinem Weg! Jack
  4. Hi BT. Du musst das von einer anderen Seite her betrachten: Ist sie etwa erwachsen genug, wenn die nicht den Mut und die Fähigkeit dazu hat, dir ins Gesicht zu sagen, was sie denkt? Ist sie eben auch nicht, denn erwachsene Menschen (auch Frauen) tun genau dies. Damit bestätigt sich auch deine Vermutung, dass diese Aussage in diesem Kontext vollkommen oberflächlich ist. Die Frau kennt sich nach meiner Einschätzung selbst nicht gut genug um bewerten zu können, was sie wirklich will im Leben. Sie würde sich wahrscheinlich bloss als mühsames Anhängsel entpuppen, das dir mit der Zeit komplett auf den Keks geht. Du bist aufm richtigen Weg, lass dich nicht von abbringen! Jack
  5. Mein Tip ist Bupropion, ein NDRI. Hat mir jetzt schon zwei mal recht gut geholfen. Praktisch keine Nebenwirkungen (ausser die ersten paar Tage, bis sich der Körper dran gewöhnt hat) und relativ rasche Stabilisierung des Gemütszustands (2-4 Wochen). Soweit ich weiss, wurde das Medikament auch grossflächig zur Raucherentwöhnung angewandt und sollte daher keine Herzrhytmusstörungen verursachen. Ich hatte damals auch die SSRI nicht vertragen und das war eine gute Alternative. Verlass dich aber nicht bloss auf die Medis, sondern red auch mit jemandem, der dir weiterhelfen kann. Cheers
  6. Hi Geralt. Zunächst mal: ich komme aus einer ähnlichen Situation wie du. Deshalb weiss ich auch, dass Posts wie derjenige von Lafar nicht nur nutzlos sondern obendrein noch absolut kontraproduktiv sind. Wenn ich heute zurückdenke, dass ich mir mal von solchen Leuten mein damals sonst schon kaputtes Ego mit nichtsnutzigen Tips wie "arbeite härter", "mach mehr Sport" und "ich fick die Frauen wenn du s nicht hinkriegst" hab einstampfen lassen, dann kommt mir immer noch die Galle hoch. Denk dir einfach "f..k you, ich komm aus einem anderen Hintergrund als du, du bist nix besseres, auch wenn du dich noch so sehr dafür hältst, und ich werd meinen eigenen Weg gehen". Nun zu ebendiesem, deinem eigenen Weg: am Anfang ist es enorm wichtig das, was du als dein grosses Problem siehst, also deine jetztige Lebenssituation, in möglichst viele möglichst kleine Problemchen herunterzubrechen. Du musst dir bewusst werden, dass es momentan keine Gesamtlösung für dein Problem gibt. Du stehst vor einer riesigen, unüberwindlichen Mauer und es gibt keinen Bagger, der sie durchbrechen kann, und es gibt auch keine Leiter um drüberzuklettern. Wenn du nun aber ein kleines Werkzeug hast, mit dem du den Mörtel zwischen den Steinen herauskratzen kannst, wird sich stückchenweise die gesamte Mauer lockern und beginnen zusammenzufallen. Genau das wollen wir hier anstreben. So ist es wichtig, dass du siehst, dass z.B. dein Job dir nicht Spass machen muss, damit du in anderen Lebensberichen kleine Fortschritte erzielen kannst. Genauso brauchst du keine eigene Wohnung um dir einen neuen Job zu suchen und du musst nicht regelmässig Sport treiben um bei den Frauen anzukommen. Das sind alles separate Bereiche, die du separat angehen musst. Brich diese Problembereiche nun weiter herunter in immer kleinere Stückchen, bis du an einem Punkt angelangt bist, an dem du glaubst, dass du auf jeden Fall etwas bewerkstelligen kannst. Das könnte zum Beispiel sein, dass du dir einen kleinen positiven Punkt in deinem Job suchst (i.e. Kaffeepause), der dir Spass macht und dir vornimmst, am nächsten Morgen beim Aufstehen mindestens 2 Minuten lang daran zu denken und dich darauf zu freuen. Nicht kürzer und nicht länger. Danach gehst du ohne weiter daran zu denken wie gewohnt deines Tages und du wirst sehen, dass du an dem Tag ein kleines bisschen besser gelaunt sein wirst. Dasselbe mit Sport: mach nur genau das, was du dir 100%-ig sicher bist, dass es dir Freude machen wird und auch nur genau so lange wie es dir Freude macht. Wenn das am Anfang nur heisst, dass du 5 Minuten lang die Stereoanlage aufdrehst und dazu Headbanging und Luftgitarre praktizierst, dann ist es genau das, was es sein soll: ein guter Anfang. (Ich hab mich damals für Techno-shuffling entschieden, einfach, weils mir Freude gemacht hat.) All das werden kleine Erfolgserlebnisse in deinem Leben sein, die genau den Effekt haben, den wir hinkriegen wollen: lösen des Mörtels in der Mauer. Später wirst du dann feststellen, dass du motiviert sein wirst auch mal ganze Brocken rauszubrechen, aber du musst es in deinem inneren spüren, dass es dir Freude macht, das zu tun. Ich hoffe, das bringt dich erst mal ein wenig weiter. Du kannst mich hier auch gerne jederzeit wieder kontaktieren. Lg Jack
  7. Hmmm... ich hab das Video jetzt bereits 2 Mal komplett durchgeguckt und finde die Stelle mit den Frauen einfach nicht. Meinst das gegen das Ende, wo er vom persönlichen Glück redet? Meine inneren Antriebe sind die Naturwissenschaften (was auch gleichzeitig mein Job ist), das Pflegen von guten Freundschaften, abtanzen an Technoparties, Reisen, Angeln, und dazwischen auch alle Arten von Bildschirmsport (Games, Serien, Movies). Blöderweise ist nur all das, so sehr ich mich auch dafür begeistern kann, ständig von einer Schicht Traurigkeit überzogen, solange mir nicht ein weibliches Wesen das Gefühl gibt, dass sie mich vermisst und mich gerne bei sich hätte. Dieses Gefühl ist der Grundbaustein für meine innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit und leider unmöglich zu simulieren. Sobald ich es jedoch kriege kann ich schnipp, vom einen Moment auf den nächsten all meine Energie und mein Erleben mit vollem Herzen auf das fokussieren, was ich gerade tue oder was ich schon immer tun wollte. Ich weiss schon, ich bin in einem Belohnungssystem gefangen, in dem es nur eine Währung gibt, da ich keine andere als gleichwertig akzeptieren kann. Wie gesagt, ich bin in diesem Strudel nun schon seit Jahren gefangen und alle bisherigen Ausbruchsversuche sind misslungen. Ich fühle mich mittlerweile auch schon ohnmächtig machtlos, da ich nicht mehr weiss wo ich ansetzen soll. Auch wenn ich die ganze Theorie die hinter einem glücklichen geistigen Zustand steckt kenne und verstehe und sogar schon anderen erfolgreich in schwierigen Situationen damit geholfen habe, kann ich sie bei mir einfach nicht anwenden, da ich diese Körperreaktion nicht kontrollieren kann. So fühle ich mich gleichzeitig fast am Ziel wo ich in meinem Leben gerne sein möchte und trotzdem meilenweit entfernt davon. Wenn es mir nur gelänge, dieses eine kleine, riesengrosse Ding umzudrehen in meinem Leben, wäre ich schon sehr nahe an meinem Idealzustand. Die Frage ist nur, wie ich dabei zielgerichtet vorgehen kann. Aus dem Grund hatte ich ja ursprünglich diesen Thread gestartet. lg Jack
  8. Hi. Danke für das Video, das war schonmal gut aber leider war nicht viel neues dabei. Ich kenne die Gefühlswelt, die der Sprecher da beschreibt und ich hab sie auch schon mehrmals erlebt. Das Problem ist, dass dieser Zustand nicht stabil ist und ständig wieder kollabiert. Ich muss mir meine Gefühlswelt jeden Tag nach dem Aufstehen mühsam und Stückchen für Stückchen von Grund wiederaufbauen. Sollte ich es mal verpennen oder nicht so ernst nehmen, dann ist praktisch nichts da und abgesehen von äusseren Antrieben und Zwängen fühle ich mich innerlich hohl wie ein Zombie. Es ist nun auch nicht so, dass ich meinen Arsch nicht hochkriegen kann und das tagtäglich zu tun. Nur ist das eben ein ernster, erzwungener und defensiver Zustand, für PU natürlich völlig ungeeignet. Ich möchte mich einfach wohl in meiner Haut fühlen ohne mich dafür enorm anstrengen zu müssen. Nur dann kann ich auf Frauen tatsächlich entspannt und selbstvertraut wirken. Zur Antwort auf deinen Kommentar wegen den Defiziten: ich glaube, dass mein grösstes Defizit sexuelles Selbstvertrauen ist. Ich lasse mich sehr schnell aus dem Kontext bringen von einer Frau, wenn ihre bewusste Reaktion oder auch Körpersprache nicht so ist wie ich es mir gewünscht oder vorgestellt habe. Unter Umständen kann dadurch in Sekundenbruchteilen alles zusammenbrechen und sogar dazu führen, dass ich für ein paar Stunden im Bett nicht mehr gefechtstauglich bin. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob das medizinisch schon zu Impotenz gehört oder nicht, denn die Grenzen da sehr unterschiedlich definiert und ich konnte soweit auch nicht definitiv diagnostiziert werden. Anyways, wenn sie dann versucht mich wieder aufzubauen, fühle ich mich zu sehr bemuttert, was mir auf mein Ego steigt und damit in der Situation ebenfalls nicht hilfreich ist. Wenn sie nichts tut, fühle ich mich vernachlässigt und nicht ernst genommen, also insgesamt eine komplette emotionale Patt-Situation, wo sich nichts mehr bewegen lässt. Danach ist mir meist enorm peinlich und ich kann mit der HB nicht mehr gleich selbstvertraut agieren. Die Situation zu erklären und darüber zu diskutieren bringt, selbst wenn die HB überhaupt Verständnis dafür hat, meistens nix und verkompliziert das nächste Mal nur noch mehr. Und egal, ob Verständnis, gespieltes Verständnis oder kein Verständnis, intuitiv weiss sie, dass sie einen wunden Punkt gefunden hat, der nur schwer oder gar nicht kontrollierbar ist. Damit hat sie einen starken Stein im Brett und fängt dann früher oder später an mit all den spinnerten Verhaltensweisen wie Bullshitting, Drama und Machtkampf, die wir ja alle zur Genüge kennen. Ja, ich bin wahrscheinlich kein einfacher Fall, ich weiss...! Aber ich bin natürlich trotzdem dankbar für all eure Kommentare. Jack
  9. Hi AL, sieh dir mal den Ausschnitt aus deinem Text da oben an. Siehst du deinen eigenen Wiederspruch? Wenn du die Entscheidung triffst, etwas zu beenden, dann musst du auch bereit sein, die Konsequenzen dafür zu tragen, egal welche das im Endeffekt sind. Was ich bei deinem Post rauslese ist ein Hauch von Reue, was auch verständlich und normal ist. Aber erinner dich zu deiner Aufmunterung einfach immer genau daran, weshalb du dieser Person damals gesagt hast, sie solle aus deinem Leben verschwinden. Dein Kumpel hat dich nicht so behandelt wie es sich für Freunde gehört indem er dir die Chance verweigert hat, deinen Standpunkt und deine Seite der Geschichte ihm gegenüber zu äussern und weil er dich nicht ernst genommen hat. Er hat dich als Menschen hängengelassen und du hast dich von ihm verraten und verkauft gefühlt. Du hattest und hast immer noch Grund dazu, wütend auf ihn zu sein und solange er sich nicht für sein Verhalten bei dir entschuldigt bist du ihm auch nichts mehr schuldig. Dass seine kalte Antwort deine Gefühle neu aufgewirbelt hat, musst du als etwas separates behandeln. Wenn ich das hier richtig einschätze, hast du wahrscheinlich nicht mit dieser Reaktion gerechnet und deshalb willst du jetzt wissen, was dahintersteckt. Aber genau so etwas musst du dir (das nächste Mal) im Vollen und Ganzen bewusst sein, bevor du die Entscheidung zum Kontaktabbruch triffst. Du setzt dich damit auseinander, dass dir diese Person nichts mehr bedeutet in deinem Leben und du bist dir im klaren welche konkreten Gründe es dafür gibt. In dem Moment muss es dir zwangsläufig auch vollständig egal sein, was die andere Person tut oder was sie von dir denkt. Diesen mentalen Frame musst du dann halten, denn nur so kannst du freie und unabhängige Entscheidungen treffen, die dich dann langfristig wieder glücklich machen werden. Und wenn sich jemand entschuldigen will, ist es wiederum dir überlassen, ob du ein weiches oder ein hartes Herz zeigen willst. Du solltest aber nicht auf eine Entschuldigung warten, denn damit nimmst du dir die Option einer möglichst freien Entscheidung und gibst eventuell zu viel auf. Lass dich nicht unterkriegen, ich merke dass du bist auf dem richtigen Weg bist. Ich bin jetzt ein gutes Stück älter als du und ich kann meine verlässlichen und guten Freunde, die mich jederzeit ernst nehmen immer noch an einer Hand abzählen. Davon gibts einfach wenige im Leben, das ist normal und du wirst sie auf jeden Fall noch finden. Ich selbst hab die meisten (ausser einem) in meinem Leben erst nach 20 kennengelernt, wenn die Flusen erst mal weg sind wirds viel viel besser. Machs gut und bleib am Ball Jack
  10. Hi Siddharta, zunächst einmal muss ich sagen, dass mich dein Post hier berührt hat, da ich lange Zeit in einer ähnlichen Falle sass wie du. Ich kann genau nachfühlen, wie es ist, wenn man nach draussen geht und einfach jeden und alle um sich herum hasst. Ich sass manchmal in der Tram und habe meine Wut dermassen innerlich fokussiert, dass sich auch bei ansonsten vollen Sitzplätzen niemand getraut hat sich neben mich zu setzen. Nun zu deinem Problem: ums gleich mal vorweg zu nehmen, dieser Reiz-Wut-Hass-Reiz Kreis ist extrem schwierig zu durchbrechen und du wirst dazu über lange Zeit einiges an Arbeit investieren müssen. Hier wurden zwar viele gute Ratschläge gegeben und die meisten stecken auch voller Wahrheit, aber ich glaube, dass du einen schrittweisen Plan brauchst, wie du dich selbst verbessern kannst. Womit du beginnen solltest, ist dich selbst in allen Situationen konstant und ohne Unterbruch zu beobachten. Schau nicht auf die anderen um dich herum, sondern nur auf deine inneren Reaktionen. Es ist absolut wichtig, dass du dich selbst so weit kennenlernst, dass du unverzüglich merkst, wenn dieses Abneigungsgefühl in deinem Körper entsteht. An dem Punkt und nur an dem Punkt ist es am einfachsten zu kontrollieren. Sobald die Gedankenspirale begonnen hat zu drehen ist es meistens schon zu spät. Sobald du mal soweit bist, dass du deine Körperreaktion rechtzeitig (!) erkennen kannst, kannst du damit beginnen, diese zunächst mal mit Gleichgültigkeit zu ersetzen. Du pflanzt an diese Stelle Gedanken ein wie "ich habe momentan keine Energie mir darüber Gedanken zu machen", "damit befasse ich mich später", "es gibt vielleicht noch etwas dahinter, aber das brauche ich jetzt nicht zu verstehen", und, vor allem "ich will hier und jetzt selbst Herr dieses Gefühls werden". Wenn du soweit bist (das wird bei täglicher Arbeit etwa 6 Monate dauern), kannst du sachte (!) damit beginnen, die Gleichgültigkeit mit guten Gedanken über einen Menschen zu ersetzen. Dieser dritte Schritt ist am Anfang recht energieaufwändig, da sich in dir eine Erwartungshaltung gegenüber Menschen, über die du gut denkst, bilden wird. Diese, das ist mein Versprechen an dich, wird regelmässig enttäuscht werden, aber da musst du durch. Danach wirst du endlich soweit sein, dass du Menschen exklusiv aufgrund ihrer zwischenmenschlichen Aktionen mit dir bewerten kannst, was ein absolut neues Lebensgefühl sein wird. An diesem Punkt bin ich mittlerweile angelangt, zumindest wenn ich mir Mühe gebe. Mühe, weil auch ich mich immer wieder selbst neu justieren und kontrollieren muss, denn ohne das gehts einfach nicht. Der vierte und letzte Punkt, den ich noch erreichen will, ist soweit zu kommen, dass ich in meinen Mitmenschen das Gute, das in ihnen schlummert, entdecken und wecken kann. Das wird nochmal ein gutes Stück Arbeit, aber ich glaube fest daran, dass ich das schaffen kann und mich das nochmals eine Stufe glücklicher machen wird. Ich hab übrigens in deinem Antwortpost gerade noch den Fehler in deinem Denksystem gefunden: Was denkst du, was der Alkoholiker, der Drogensüchtige und die Fette zu sich selbst gesagt haben? Take care und schick mir einfach ne PN, falls du nicht weiterkommst. Cheers, Jack
  11. Hi, ich kenn das Problem und kann es komplett nachvollziehen. Ich hatte lange Zeit so etwas in der Art und war auch absolut souverän wenn gut drauf und eifersüchtig-verklemmt bei schlechter Stimmung. Ich bin jetzt ein Stück weiter und es ist nicht mehr annähernd so schlimm und unkontrollierbar wie es mal war. Ich habe u.a. versucht mir einiges abzuschauen bei einem meiner besten PU-Kumpels, der schon viel weiter ist als ich und tatsächlich immer lächelnd und witzelnd danebenstehen kann, sogar wenn seine Freundin absolut offensichtlich angeflirtet wird. Wenns dann doch ein wenig zu viel wird, zieht er sie einfach locker zu sich heran und küsst sie. Er hat tatsächlich schon die komplette innere Einstellung im Sinne von "wenn du weggehst hol ich mir eben ne neue, irgendwie war mir mit dir ja eh schon langweilig". Ich bin noch nicht ganz soweit, aber ich hab die Situation mit 3 mehr behelfsmässigen aber doch funktionierenden Verhaltensweisen in den Griff gekriegt: 1.) Wenn ich merke dass ich wirklich nicht fit bin, geh ich gar nicht erst aus, wenn sie will, kann sie alleine gehen. 2.) Wenn es doch einmal zu einer Situation kommen sollte, in der ich mit paar Leuten draussen und dummerweise grad energielos bin, dann lass ich mir ganz klar anmerken, dass ich nicht für dumme Spielchen gelaunt bin indem ich meine schlechte Stimmung in Richtung Ernsthaftigkeit verschiebe. Allerdings sollte man das nur genau bis zu dem Punkt einsetzen, an welchem man sich damit den nötigen Freiraum verschafft hat und dann wieder auf freundlich schalten. Mit gutem Fingerspitzengefühl funktioniert das prima und die Leute um dich werden alle ein bisschen ernster, weniger albern und somit näher an deinem momentanen Zustand sein. Wichtig dabei ist, eine Antwort paletti zu haben, falls man es doch zuweit getrieben hat und von der Flanke ein Angriff a-la "was ist denn mit dir heute los" kommt. 3.) Typen, die sich ständig und auf eine nervige Art und Weise an meine Dame der Wahl ranmachen, verbanne ich kurzerhand aus meinem Leben. Ich habe gemerkt, dass einem solche Leute auf die lange Dauer nichts brinngen und einem fast immer irgendwann mal im Leben sogar schaden. Ich hoffe, das hilft schon mal ein wenig. Ich glaube du hast dein Problem gut erkannt und bist aufm richtigen Weg. Jack
  12. Interessant... an was soll man sich denn deiner Meinung nach orientieren um generelle Aussagen (wie es übrigens auch dein Text hier ist) zu untermauern? Individuelle Erfahrungen? Zaubertricks? Interessanter... du arbeitest wie du selbst sagst nicht wissnschaftlich, indem du nicht zitierst aber andere sollen das doch tun. Lies dir meinen Post nochmals durch, da siehst du wenigstens EIN Zitat. Ich kann auch gern noch viele weitere nachliefern, wenn das wirklich gewünscht ist. Sag bitte nicht, dass du nicht den Kopf dazu hast, dir Beispiele dafür auszudenken. Das wär ja hammerhart. Es kann ja sein, dass ihr beide etwas anderes darunter versteht. Oder weißt du selbst nicht was du damit meinst? Traumata, Psychosen, Impotenz, Angststörungen, schwere Depressionen, etc. Je mehr man willentlich versucht, seinen Fokus davon abzulenken, desto weniger gelingt es, weil das Problem zu tief verwurzelt ist. Da bringt es mehr, sich auf das Problem zu konzentrieren und es so gut wie möglich von aussen zu betrachten. Ablenkung und Fokus auf andere, "mehr kontrollierbare" Dinge bringt in dem Fall wenig, da das Problem omnipräsent ist und alle anderen Handlungen mit beeinflusst. Leichte Depressionen und einfache Lustlosigkeit lassen sich teilweise mit Veränderungen im Lebensstil und in der Denkensweise wie du sie beschreibst in den Griff kriegen. Aber auch da ist Vorsicht angebracht, wenn Erwartungshaltungen vorhanden sind.
  13. Sag bitte nicht, dass du nicht den Kopf dazu hast, dir Beispiele dafür auszudenken. Das wär ja hammerhart.
  14. Hi Exinax, zunächst mal hast du schon richtig in Klammern gefasst, dass da nichts geschlechterspezifisches dran ist. Ich habe ähnliches auch schon mit vielen männlichen Kumpels erlebt. Sich nicht mehr zurückmelden ist in den Fällen feige in denen jemand einfach nicht Mut dazu zu sagen, was er oder sie nicht mag an dem anderen Menschen. Manche Leute sind aber auch einfach generell desinteressiert an anderen Leuten und dazu sehr selbstbeszogen. Letzeres gilt u.A. vor allem für psychisch labile Menschen, da diese vielfach das Gefühl haben, dass jemand anderes für sie zuständig sein sollte und sie aufgrund ihrer "schlechten" Situation nicht so viel beitragen müssen. Einer meiner Kumpels hat z.B. früher an Depressionen gelitten hatte und ist mittlerweile stabil und sein Verhalten gegenüber mir und anderen Menschen hat sich ebenfalls entsprechend positiv verändert. Was ich gemerkt habe, ist, dass die tatsächlich starken und guten Menschen, die einem langfristig etwas bringen immer in Kontakt bleiben, solange man sich korrekt mit ihnen verhält, und solche Leute würden auch jederzeit direkt kommunizieren, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Es dauert seine Zeit, echte Freunde zu finden und du wirst auch nur recht wenige davon in deinem Leben treffen (ich bin jetzt 10 Jahre älter als du und ich kann sie immer noch an einer Hand abzählen). Ausserdem werde auch ich immer noch ab und zu von jemandem enttäuscht, dem ich eine lange Zeit vertraut habe, aber man lernt halt, das wegzustecken und zu nexten, gleich wie im PU. Behalt deine Linie und nimm dir Zeit deine Leute auszusuchen, langfristig wirst du so gewinnen. Alles gute auf deinem Weg, Jack