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  1. Guten Abend zusammen! Ich bin psychisch und persönlich nach wie vor nicht da, wo ich sein will. Ich finde keine Antworten auf meine Fragen, und ich hoffe, dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Edit: Entschuldigt die Textwand! Ich habe gerade meinen Master abgeschlossen und in der Arbeit und den letzten Prüfungen sowie dem Abschlussvortrag die bestmögliche Note bekommen. Die letzten Monate waren extrem hart und stressig. Und obwohl ich jede Hürde mit Bravour gemeistert habe, bin ich dadurch nicht glücklich geworden. Jede weitere 1.0 hat mir nur gezeigt, dass ich mich eigentlich gar nicht danach sehne. Ich will zwar erfolgreich sein und mich fachlich weiterentwickeln und möglichst zu den Besten gehören. Aber ich will auch glücklich sein. Und das bin ich nicht. Schon als Jugendlicher war ich jahrelang in Therapie, wegen Depressionen, sozialen Phobien. Und dann kam auch noch krankhafte Eifersucht in meinen ersten beiden (und einzigen^^) Beziehungen dazu. Mir wurde die narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Lange Jahre der Therapie konnten da einiges gerade biegen. Ich komme viel besser mit anderen Menschen zurecht, bin nicht mehr depressiv sondern eher ambitioniert und voller Tatendrang, und habe gelernt "loszulassen", was gut gegen Eifersucht hilft. Dennoch bin ich nicht glücklich. Etwas fehlt mir. Ich fühle mich so, als wäre ich nur eine Ansammlung von Gedanken und Fähigkeiten. Mehr nicht. Da ist nichts "Tiefes". Nichts, was darüber hinausgeht. Keine "Seele", kein "Kern", wenn ihr versteht, was ich meine... Die sozialen Phobien, die Eifersucht, das narzisstische Gedankengut. All das beruht im Kern auf einem schwachen Selbstwertgefühl. Und ich denke, das trifft es ganz gut. Ich habe kein Selbstwertgefühl. Beziehungsweise: Mein Selbstwertgefühl ist eine Lüge. In den letzten Jahren habe ich Stolz und Kraft aus meiner akademischen Leistung gezogen. Gute Noten und die damit einhergehenden bewundernden oder neidischen Blicke der Kommilitonen. Das war geil. Das wollte ich. Ich war nie einer der Narzissten, die sich größer gemacht haben, als sie sind. Aber ich wollte dem "grandiosen" Selbstbild in der Realität ENTSPRECHEN. Komme, was wolle. Eine 1.0 war wie Balsam für mein Ego. Eine 3.0 ein Weltuntergang, der mich mit Scham erfüllt hat. Im Bachelor hatten alle die gleichen Fächer und die gleichen Prüfungen. Die Abschlussnoten der einzelnen Studenten konnte man daher 1 zu 1 miteinander vergleichen. Hatte Person A einen deutlich besseren Schnitt als Person B, so war jedem klar: Person A ist leistungsstärker. Das perfekte Umfeld für einen leistungsstarken Narzissten. Im Master dagegen war das vollkommen anders. Alle hatten unterschiedliche Fächer. Nichts war mehr vergleichbar. Obendrein waren die Schwierigkeitsgrade der Fächer teilweise nicht miteinander vergleichbar. In manchen gab es jede Woche x Stunden an Hausaufgaben + schriftlche Klausur am Ende. In anderen nur eine billige mündliche Prüfung, in der jeder zweite mit einer 1 vor dem Komma rausgegangen ist. Ich quälte mich mit Gedanken wie: "Meint der jetzt echt, der ist besser als ich, weil der in dem Billigmodul da die bessere Note geholt hat als ich in meinem viel schwereren Fach?" "Soll das ein Witz sein? DAS Fach fand er schwierig? Mein Modul hier fängt da an, wo die in dem Kindergarten-Fach aufhören, und der heult rum, dass es so schwer war?" "Der hatte jetzt 3 Module aus dem Fachbereich. Ich nur 2. Allerdings zwei fortgeschrittene, er nur drei mal den gleichen Anfängermüll. Meint der jetzt, er hätte mehr Ahnung von dem Thema, weil er ein Fach mehr dazu hatte?" Das belastet natürlich nicht nur mich, sondern auch meine Freundschaften. Ich will euch von einem Beispiel erzählen. Ein Kumpel, den ich seit dem ersten Semester kenne, nennen wir ihn Joe. Joe war im Bachelor in fast jedem Fach schlechter als ich. Nicht nur, dass er die teilweise sehr schwierigen Hausaufgaben oft von mir abgeschrieben hat (möglich, da es um mathematische Aufgaben geht), sondern er hat in manchen Fächern 4.0en geholt, während ich die kursbeste Klausur abgeliefert hab. Es war mir, ihm, und auch unserem Umfeld klar, dass ich der leisungsstärkere Student war. In unserer erweiterten Studentenclique war ich mit einer der besten. Sowas hat mich selbstbewusst gemacht, wenn wir mal feiern waren. Wenn da irgendwie ein neues Mädel dabei war, das ich gut fand, dann habe ich mir immer gesagt: "Jo, die weiß, wie intelligent du bist. Und dass du die meisten anderen hier, was das angeht, in die Tasche steckst." Ich bin gern mit Leuten wie Joe rausgegangen, weil ich daneben gut und erfolgreich aussah. Mir ist heute klar, dass das ziemlich traurig ist... Im Master war Joe allerdings einer derjenigen, die den schwierigeren Fächern so gut es ging aus dem Weg gegangen sind. Sein Notenschnitt hat sich dadurch drastisch verbessert. Stärker als mein eigener. Er ist jetzt fast so gut wie meiner. Das alleine regt mich auf: Wie kann ein Typ, der in halbwegs schwierigen Fächern stets miese Noten holt, während ich teilweise auch da glänze, jemand, der noch nie eine bessere Note geholt hat als ich, jetzt mit dem gleichen Schnitt rumlaufen?? Obendrein hat er das Masterstudium 1.5 Semester vor mir abgeschlossen. Zum einen hatte ich härtere Fächer als er, in denen ich Klausuren durchgestrichen und wiederholt hatte, um nicht am Ende einen schlechteren Schnitt zu haben als er, der den halbwegs theoretischen und anspruchsvollen Fächern aus dem Weg gegangen ist. Zum anderen habe ich aber auch mehr Module gemacht als er und schon ein wenig in der Forschung mitgearbeitet, sodass da die eine oder andere Publikation für mich rausspringt, sodass ich die erhöhte Studiendauer damit etwas kompensieren kann. Ich habe keinen Kommilitonen erlebt, der ein billigeres Kurscurriculum hatte. Nicht nur, dass er die wenigsten Hausaufgaben oder schriftlichen Prüfungen hatte (zumindest bei uns sind mündliche Prüfungen deutlich leichter als schriftliche). Sondern er hatte auch mehrmals die selben Anfängermodule gewählt, in denen sich Stoff zu großen Teilen wiederholt hat. Ich hatte mehrere Fächer, in denen er, ausgehend von seinen bisherigen Leistungen dort, keine guten Noten geholt hätte... Am liebsten würde ich ihm all das erklären. Dass er nicht ansatzweise auf meinem Notenlevel wäre, wenn er meine Fächer gehabt hätte. Dass er von allen die billigsten Fächer und das meiste Glück hatte. Dass er nach wie vor... nicht auf meinem Level ist! Aber ich will so nicht sein. Ich will nicht der arrogante Arsch sein. Der Gedanke quält mich, ob er jetzt meinen könnte, besser zu sein als ich. Oder dass andere das meinen könnten. Was würde das Mädel in dem Club nun denken?? Ich habe ihn neulich besucht. Er promoviert jetzt. Und in dem, was er da macht, ist er ziemlich gut. Versteht mich nicht falsch, im praktischen Arbeiten, in der Laborarbeit, war er immer besser als ich. Das kann ich offen zugegeben. Nur geht es im Studium selbst, den einzelnen Fächern, eher um die Theorie und das Verständnis als um die handwerklich-technische Arbeit im Labor. Und ich habe Angst, dass er wegen seines guten Schnitts jetzt meint, er wäre mir ebenbürtig... Zu sehen, wie gut er da mit seiner Promotion klarkommt, ihn in "seinem" Element im Labor zu sehen... das macht es nicht einfacher. Wenn er fröhlich von seinem guten Schnitt redet (selbst ohne anzugeben!), dann macht mich das rasend. Ich will so nicht mehr sein! Ich will keine Angst davor haben, was andere denken KÖNNTEN. Ich will nicht mehr abhängig davon sein, ob ich besser oder schlechter als irgendwer sonst bin. Ich will Im Club vor irgendeinem Mädel nicht meine Kraft daraus ziehen, leistungsstärker zu sein als jemand anderes. Ich will nicht mehr süchtig nach der Bewunderung anderer sein. Und RASEND vor Wut werden, wenn ich das Gefühl habe, dass sie meine Überlegenheit nicht anerkennen. Ich will mich von meinen FREUNDEN nicht bedroht fühlen oder sie gar FERTIG machen, damit sie kapieren, dass ich "besser" bin. Es tut weh, so zu sein. Joe ist ein super netter Typ. Sympathisch. Lebensfroh. Der denkt über so eine Scheiße wahrscheinlich nicht mal nach... Und ich sitz hier und habe Schmerzen. Nicht er ist das Problem. Ich habe das in Bezug auf viele andere Leute auch. Dann dachte ich, das System ist das Problem. Dass die Fächer im Master nicht reguliert werden, und alle komplett unterschiedlich schwere Kurszusammenstellungen haben. Aber das ist im Leben normal. Der Bachelor ist doch eher die Ausnahme, bei der alle genau das gleiche machen. Nicht das System ist das Problem. ICH bin das Problem. Aber ich finde keine Alternative. Worauf soll man denn sonst stolz sein? Wofür sich sonst wertvoll fühlen? Woraus Kraft ziehen? Ich habe das Buch "Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls" gelesen (ich war auch schon in dem Thread dazu). Bisher habe ich es nur gelesen, aber die Übungen noch nicht gemacht. Das folgt. Ich finde es sehr gut, was der Autor da schildert. Allerdings habe ich auch da das Gefühl, dass es nicht tief genug geht. Die zweite Hälfte heißt zwar "Das Selbst und Andere". Aber da geht er nur auf die Rolle von Eltern, Lehrern und Co. ein. Wie man mit Konkurrenz oder der Meinung anderer umgeht, wird dort nicht ausgiebig behandelt. Und woher dieses Selbstwertgefühl nun genau kommt, das schildert er auch nicht. Wenn ich andere frage, woher sie ihr Selbstwertgefühl nehmen, kommen immer so Sachen wie: "Ich bin ganz gut in meinem Job/Studium, ich seh gut aus, bin witzig, fahr ein dickes Auto etc." Das ist doch aber alles im Außen. Das ist doch genau das, was ICH mache. Ich ziehe meinen Selbstwert daraus, bessere akademische Leistungen als andere zu bringen. Beziehungsweise aus der Bestätigung, die ich daraus bekomme. Wie soll man es sonst machen? Danke an alle, die bis hier gelesen haben. Wenn hier jemand ist, der auch ein nicht vorhandenes oder korrumpiertes Selbstwertgefühl "geheilt" hat, wenn jemand weiß, wie man diese Leistungsorientierung, diesen Konkurrenzgedanken besiegen kann, wäre ich sehr, sehr dankbar für Tipps. Ich fange auch bald meine Promotion an. Aber es soll kein neues Hamsterrrad werden, in welchem ich nur die Leistung im Kopf habe, um Anerkennung zu kriegen, während das Leben komplett auf der Strecke bleibt. vG. Dulacre
  2. 1. Dein Alter 26 2. Ihr/Sein Alter 25 3. Art der Beziehung (monogam / offen / polyamor / LDR / weitere (bitte erläutern) monogam 4. Dauer der Beziehung 2 Monate 5. Dauer der Kennenlernphase vor LTR 2 monate 6. Qualität/Häufigkeit mehrmals täglich 7. Gemeinsame Wohnung? Nein 8. Probleme, um die es sich handelt siehe text 9. Fragen an die Community Wo liegt mein Problem? Wie kann ich die negativen Gefühle abstellen? Hey Leute, ich komme mit einem Problem auf euch zu, was mich seit ein paar Tagen ziemlich beschäftigt und aus diesem negativen Gedankenstrudel komme ich gerade ohne externes Feedback nicht mehr raus. Ich bin seit ca. 2 Monaten in einem HB in einer LTR. Wir haben uns über Tinder kennengelernt und aus dem Profilbild war ersichtlich, dass wir das gleiche Hobby pflegten. Wir verabredeten uns also und der Rest lief dann so gut wie von allein. Zweites, drittes Date … Sex und nun nach ein paar Monaten LTR. Wir pflegen in der Beziehung einen sehr offenen Umgang und sprechen über alles was uns beschäftigt und auf dem Herzen liegt. Das habe vor allem ich so initiiert, da ich von der Persönlichkeit her so veranlagt bin und das von meiner Familie so kenne. Sie kannte das bisher so nicht, findet es aber positiv, weshalb wir eine emotional ziemlich tiefe Verbindung haben und sie mir schnell schon Sachen anvertraut hat, die sie, laut eigener Aussage, sonst noch keinem ihrer Partner oder Freundinnen anvertraut hat. Sie hatte vor mir schon 4 Beziehungen, die zwischen 6 Monaten und 2 Jahren hielten. Ihre letzte und längste Beziehung lag nur ein paar Wochen zurück, ehe wir uns kennenlernten. Mit ihm wohnte sie zusammen in ihrer eigenen Wohnung. Er hat sie verlassen und ist ausgezogen. Ich hatte vorher zwei Beziehungen. Eine 1,5 jährige mit 18 und dann eine 4,5 jährige bis vor gut einem Jahr. Bereits in der Anfangszeit haben wir immer wieder auch über Sex gesprochen und unsere Erfahrungen diesbezüglich. Durch die Anzahl der Ex-Partner vermutete ich bereits, dass sie schon mit ein paar Männern geschlafen haben muss. Dies war mir am Anfang relativ egal, hat sich im Laufe der Zeit aber zum Problem für mich entwickelt, weil ich angefangen habe mir Gedanken und Fantasien auszumalen. Ich habe sie also darauf angesprochen und nachgefragt: Neben ihren Partnern (4), hatte sie Sex mit 3 potentiellen Partnern und 3 Party One-Night-Stands. Ich hatte bisher Sex mit meinen beiden Beziehungen, einer kurzen Rein-raus Nummer mit 14 (wobei das kaum zählt), einem verabredeten Sexdate mit einer alten Freundin, 2 potentiellen Beziehungen, und einem Party One-Night Stand. So könnte man zusammenfassend sagen: es steht 7:10 aus meiner Sicht. Das Problem, das ich habe, besteht nun aus zwei Punkten: Zum einen habe ich ein Problem damit, dass meine LTR mehr Schwänze zwischen den Beinen hatte ich als ich Muschis gesehen habe. Zum anderen beschäftigen mich bei ihr vor allem die Party-One-Night Stands. Ich hatte selbst nur einen, habe aber gemerkt, dass ich diesen danach emotional schwer verarbeiten konnte, da ich mich in die Frau etwas verguckt hatte und es für sie nur ne einmalige Sache war. Sie dagegen hatte drei, die ihr nach eigener Aussage zwar auch nicht getaugt haben, sie es trotzdem wieder getan hat. Ich stelle mir nun die Frage, warum mich das gedanklich so beschäftigt? Ist es der Fakt, dass wir über ONS unterschiedlich denken, sie also die emotionale Seite beim Sex nicht braucht? Stört es mich, dass sie für andere Männer in dieser Nacht leicht zu haben war und fühle mich deshalb nur als einer unter vielen? Mir fällt es gerade sehr schwer sie mein Mädchen zu nennen, obwohl ich wirklich in sie verliebt bin und mir das mit ihr gut vorstellen kann. Ich bin gerade echt verzweifelt und würde mich freuen, wenn ihr mir auf die Spur helfen könntet. Danke!
  3. Hallo liebe Community! Heute soll es mal nicht um meine Wenigkeit gehen. Ich hatte vorhin ein Gespräch mit einem sehr guten Freund. Er hat mir davon erzählt, dass er sich vor kurzem ein reiches Töchterchen angelächelt habe. Das wunderte mich natürlich nicht, er sieht verdammt gut aus, strotzt nur so vor Selbstbewusstsein und strahlt das demzufolge auch aus. Also ein Typ, von dem man sich gern mal einen Rat einholt, im Bezug auf das weibliche Geschlecht. Allerdings musste ich mir dieses Mal mit anhören, dass er von den Umständen maßlos überfordert sei. Ausgerechnet der Player, der sonst weiß wie man mit den Damen umgeht. Er erzählte mir, dass er sich ihrer nicht würdig fühle. Ein Problem, welches er zuvor noch nie hatte und er sich nicht erklären könne, warum ihn das jetzt belastet. Er nannte mir viele Beispiele, leider konnte ich mir nicht alle merken, dennoch habe ich folgend alle markanten Situationen aufgeführt. Sie besitzt schon ein eigenes Auto (dank der reichen Eltern) und fährt demzufolge sehr oft. Er hat noch kein eigenes Auto (da es die finanzielle Situation der Familie nicht hergibt) und dadurch auch wenig Fahrpraxis. Demzufolge tut er sich schwer, wenn er mal fährt. Sie ist in der kurzen Zeit, seitdem Sie Führerschein und Auto besitzt, aber öfter gefahren als er und besitzt mehr Erfahrung und Routine. Obwohl er den Führerschein und die Möglichkeit zu fahren schon viel länger besitzt. Um sich nicht als schlechten Fang zu entpuppen, suggeriert er ihr, dass er auch sehr gern und oft fährt. Hat allerdings kein Problem damit ihr klar zu machen, dass er kein eigenes Auto besitzt und auf das seiner Familie angewiesen ist. Er nutzt diese Offenlegung aber zugleich aus, um sich nach Möglichkeit nicht selbst auflaufen zu lassen indem er ihr mitteilt, dass er das Auto seiner Familie angeblich zum Fahren nicht bekommen könnte, da es gebraucht wird. (Im Bezug auf ein bevorstehendes Date) - So fühlt er sich abhängig und stellt das erste Mal seinen Wert unter ihren, weil sie ihn, mit ihrem Auto abholt. Sie hat den höchsten Bildungsgrad mit "gut" erlangt. Er hat den zweithöchsten Bildungsgrad mit "befriedigend" erreicht. Er studiert schon und sie sieht es allerdings vor, erst eine Ausbildung abzuschließen bevor sie studiert. Beide haben eine genaue Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft/Karriere und gehen sehr zielorientiert vor. - Dennoch fühlt er sich ihr wieder nicht genug Beide wohnen nicht mehr zu Hause. Er hat Schwierigkeiten sich in der neuen Stadt einzuleben und hadert ein wenig. Es scheint für ihn so, als hätte sie damit keine Probleme gehabt. Er suggeriert ihr im Gespräch über das Thema Sport, dass er es nicht nötig hat Fitness bzw. Muskelaufbau nachzugehen, weil er der Meinung ist, dass machen nur Leute, die ein Problem mit ihrem Selbstwertgefühl haben. (Obwohl ich weiß, dass er auch gern einen durchtrainierten Körper haben würde.) Das bejaht sie und sagt "das ist echt so sei, dass die meisten Typen aus diesem Grund anfangen mit Fitness." Sie allerdings hat auch mit Fitness angefangen, weil sie sich scheinbar auch unwohl in ihrem Körper fühlt. Sie meint sie findet es heiß, wenn Typen Tattoos am Hals haben. Er ist jedoch anderer Meinung, spricht diese aber nicht aus und sagt nur, dass jeder das machen kann, worauf er Lust hat. Denkt dadurch er wirkt nicht so attraktiv auf sie wie er könnte. Ihr Freundeskreis besteht zum Großteil auch nur aus Freundinnen und Freunde, die eine wohlhabende Familie hinter sich haben. Er fühlt sich dort sehr fremd, weil er nicht die selben finanziellen Mittel zu verfügen hat. Sein Freundeskreis gehört mehr zum Mittelstand der Gesellschaft. Was ist sein Grundproblem, wo könnte er ansetzten? Wie könnte er sich in den aufgeführten Situationen besser verhalten? Natürlich habe ich versucht ihm zu helfen und meine Sicht der Dinge zu schildern. Da ich selbst erst angefangen habe mich hier einzulesen, war ich aber relativ ratlos und habe mit meinen Vermutungen sicher nur an der Oberfläche gekratzt.
  4. Hallo, Ich wende mich an euch in der Hoffnung, dass ihr mir den nötigen Arschtritt gebt, damit ich aus meinem Traum erwachen. Ich habe mich von meiner Freundin getrennt und damit den einzigen sozialen Kontakt verloren, den ich regelmässig sah. Ich dachte sie sei mir ein Klotz am Bein und hindere mich an meiner Entwicklung. Doch auch ohne ihr lebe ich mein Drama weiter. Ich spiele viel Computer und mache andere sinnlilose Dinge wie masturbieren oder binge eating. Ich fühle mich total wertlos und hasse mich. Mein Chef in der Arbeit kritisiert mich immerzu womit ich schlecht umgehen kann. Zudem befürchte ich dass ich bald entlassen werde, weil ich den Anforderungen nicht entspreche. Ich schwelge in Selbstmitleid und komme nicht in die Gänge. Obwohl ich unzufrieden bin, obwohl es mir schlecht geht, werde ich nicht aktiv, sondern lasse das Leben an mir vorbeiziehen. Mein Therapeut kritisiert mich sogar wegen meiner verantwortungslosen Haltung und wurde mir gegenüber aggressiv. Ich schaue von meinem Luftschloss auf die Menschen von oben herab und missachte sie. Im direkten Kontakt jedoch fühle ich mich enorm minderwertig und verhalte mich in gleicher weise unsicher. Ich kann mir vorstellen, dass mein unsicheres und verantwortungsloses Benehmen die Menschen dazu einlädt ihre Aggressionen an mir abzuladen und mich als Sündenbock zu benutzen. Ich habe Angst vor Menschen und Neuem. Darum meide ich beides. Ich habe das Gefühle dass ich immer noch da bin wo ich vor 5 Jahren waren. Ich komme einfach nicht vorwärts. Ich fühle mich einsam und verloren. Ich lebe in einem Traum dem ich nicht zu entfliehen vermag. Ich hasse mich, weil ich nichts auf die Reihe bekomme, weil ich ein wertloses Dasein friste. Ich habe keine Lebensberechtigung und dennoch vegetiere ich mit meinem parasitären Dasein dahin und falle der Welt zur Last. Vielleicht will ich, dass es mir schlecht geht, weil ich mich selbst hasse. Ich bin eine Heulsuse und ein Waschlaplen und kann oder will nichts daran ändern. Ich habe bereits viel Hilfe von Therapeuten, Beratern, Kliniken etc. angenommen, aber nichts scheint etwas wesentliches bewirkt zu haben. Auch nehme ich Psychopharmaka. Dabei hatte ich keine klassisch traumatisierende Kindheit. Im Gegenteil: ich wurde überfürsorglich behandelt und habe alles bekommen, was ich wollte. Ich fühle mich einsam und nicht stark gnug für das Leben. Kannst du mich aus meinem Traum wecken? Was pickup angeht habe ich schon einiges versucht aber meist ohne Erfolg und eher halbherzig. Streeten, direkt, indirekt approachen etc.. Habe mich auch eine Zeit lang mit Leuten aus dr Community getroffen. Habe mich mit nlp beschäftigt und einige Bücher über personal development gelesen. Aber irgendwie alles erfolglos. Ich bin so ratlos.
  5. Liebes PU-Forum, Ich, 18 Jahre, bin am Ende. Unfall: - Auto meiner Eltern vor 2 Monaten gegen einen Baum gefahren mit 1,3 Promille Folgen: Mittelhandknochen der linken Hand gebrochen, Narben am Knie und am Hals, Schulden, Führerschein für 9 Monate weg Seit einer Woche bin ich handlungsunfähig. Ich fühle mich dumm,häßlich,heuchlerisch,arrogant,devot und sehr verweichlicht. Ich mache mir Selbstvorwürfe, zweifle an meiner Intelligenz, meinem Aussehen und an den Sinn meiner Existenz. Und das schlimmste: Ich empfinde keinerlei Selbstachtung mehr. Meine Gedanken hindern mich daran einzuschlafen, einfachste Tätigkeiten auszuüben und mich zu konzentrieren. Ich schreibe dieses Jahr Abitur, aber habe jetzt schon Angst vor dem Stress der mich dann erwarten wird. Ich bin komplett überfordert damit, mir einen festen Tagesrhytmus anzueignen und etwas zu essen/trinken (habe 6 kg abgenommen). Wie schaffe ich es wieder selbstbewusster zu werden und unabhängiger von der Meinung anderer?