Geisteswissenschaftliches Studium beendet. Und nun?

269 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

Ich melde mich hier um ein paar Anregungen zu sammlen.

Vor exakt einem Monat habe ich mein Studium beendet. Momentan warte ich noch auf die Abschlussnote und mache mir so langsam Gedanken über meine Zukunft. Leider sieht mein CV nicht so prall aus. Bis Mitte 20 war ich der totale Looser und hatte fe dacto nichts fürs Studium gemacht, sondern saß zu Hause bei Mutti, war pleite, Jungfrau und spielte lieber MMORPGs. Erst durch PU kamen Frauen, Auszug und seit 25 stehe ich finanziell auf eigenen Füßen. Daher habe ich die letzten 2 Jahre gut gekloppt und quasi den Großteil des Studiums durchgezogen (war bei jeder Prüfung aufgrund von Studienzeitüberschreitung im dritten Versuch) + nebenher ständig gearbeitet. Doch holen mich die Sünden meiner Jugend in CV natürlich wieder ein.

Facts:

- Magister: Neuere und Neueste Geschichte/Alte Geschichte/Sozial- und Wirtschaftsgeographie.

- Noten vor Magisterarbeit: 1,5, Abschluss wird sich also im Bereich 1,4 - 1,6 bewegen.

- VWL-artiger Fokus in Magisterarbeit und Geographieexamen, aber nichts quantitatives

- Praktikum im Museum

- paar kleinere EDV-Tätigkeitene (Pflege eines Webshops)

- seit Ende 2008 fuhr ich auf Montage als RollOut-Techiker, das lässt sich gut verkaufen:

Durch meine mehrjährige Anstellung bei BlaBlub als IT-Servicetechniker im Rahmen des Herkules-Projektes der Deutschen Bundeswehr bin ich an die koordinierte Zusammenarbeit in größeren Teams gewohnt, habe weitreichende IT-Kenntnisse erworben und Erfahrung mit Führungsverantwortung als Leiter einer bis zu 13-köpfigen Mannschaft sammeln können. Mit deutschlandweiten Einsätzen und der bei der Abwicklung von großen Projekten üblichen hohen Arbeitsvolumina von bis zu 60h/Woche habe ich meine Belastbarkeit mehrfach unter Beweis gestellt. Es steht außer Frage, dass bei meiner Arbeit stets eine hohe Serviceorientierung gegenüber unseren Kunden im Vordergrund stand.

- das letzte halbe Jahr HiWi in einem Graduiertenkolleg

- Englisch schriftlich sehr gut (keine Probleme Fachtexte zu verstehen oder englische Texte zu verfassen), mündlich im Prinzip auch, immer wenn ich wieder etwas reinkomme, wobei ich das mündlich nicht als "verhandlungssicher" bezeichnen würde.

- noch rund 5000 EUR über

- zwei Profs die mich toll finden und sicher Empfehlungsschreiben aufsetzen würden.

Schwächen;

- keine Auslandserfahrung

- keine einschlägigen Praktika

- Langzeitstudent mit 17 Semestern (Das kann ich im Bewerbungsgespräch gut begründen. Mein Fernstudium Latinum wurde nicht anerkannt, dadurch verzögerte sich mein Vordiplom um anderthalb Jahre und dann war ich ständig Vollzeit arbeiten).

- keine Ahnung von einschlägiger Software

- nur Englisch. Russisch hatte ich vor 10 Jahren mal in der Schule, das könnte ich evt. wieder auffrischen.

Optionen:

In der Graduiertenschule habe ich gute Möglichkeiten übernommen zu werden. Ich finalisiere heute mein Exposé und schicke es morgen weg. Die anderen drei HiWis wurden auch alle eingestellt. Das wäre pefekt, da muss ich mir lediglich 2-3 KuWi-Seminare pro Woche reinziehen und bekomme ansonsten rein fürs Promovieren 1380 netto + Reisekosten. Dann käme auch die Auslandserfahrung, da für mein Forschungsvorhaben mehrere Monate Recherche in den National Archives und der Library of Congress unabdingbar sind. Die Idee mit der Graduiertenschule haben allerdings völlig verrückterweise noch andere. Also benötige ich Alternativen, falls das nichts wird.

Wo könnte man mit den Voraussetzungen arbeiten? Ich will nicht wie die meisten hier die krasse Kariere anstreben. Mit 25-30k und einer gelebten 40h-Woche als mittelfristiges Ziel wäre ich mehr als zufrieden.

bearbeitet von scrai

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das mit den fehlenden Praktika ist natürlich eine Schwäche. Aber ehrlich, warum fragst Du uns, was du machen sollst? Ich meine, Du bist doch keine 20 mehr und hast doch bestimmt irgendwelche Berufswünsche entwickelt, die nicht mit deinem Studium zu tun haben. Da IT Kräfte gesucht werden, kannst du das doch trotzdem in den Beruf einsteigen und mit einer begleitenden Fortbildung tun. Viele Berufe setzen nur ein abgeschlossenes Studium voraus, ohne spezielle Ausrichtung.

Aber was willst Du denn? Dann kann man Dir erst Tipps geben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ziel war schon (seit ich 15 bin) der höhere Archivdienst. Alternativ gern auch im Museum, da ich die Tätigkeiten dort als sehr abwechslungsreich und spannend empfand. Das geht natürlich beides nicht ohne Promotion, und die wird schwierig über die Bühne zu bringen, wenn das mit der Graduiertenschule nichts wird. Da bleiben natürlich noch die üblichen Stipendien (dass ich gerade bei der Ausgestaltung eines Gleichstellungspreises mithelfe und in der Gewerkschaft bin kann ich den Grünen und den beiden Roten sicher gut verkaufen ;)), aber die Idee haben Tausende auf wenige Stellen. Daher suche ich noch Alternativen.

Die IT-Tätigkeit macht überall dort, wo es nur nebenbei gefragt ist, was her (im Museum musste ich dann immer reaprieren, Backups durchführen, Hilfestellung geben, die Graduiertenschule fand das spannend ect.), bin eben "Digital Native" und Ex-Nerd, aber einschlägige Sachen in Richtung Netzwerkadminstration oder Programmierung kann ich nicht. Ich fitze mich da allerdings gut rein, eine Fortbildung wäre als kein Problem. Die Kunst bei dem IT-Job war eher das Beziehungsgeflecht "Wünsche der Projektleitung - Wünsche des Kunden - meine Truppe - mangelnde Ressourcen - Zeitbudget" unter einen Hut zu bringen. Und da hab ich mich gut gemacht.

Ich bekomme halt gerade ein bißchen Bammel. Ich habe einige Absolventinnen geisteswissenschaftlicher Studiengänge im Freundeskreis (Germanistik, Soziologie) und davon sind drei seit über einem Jahr ALGII-Empfänger und die dritte hat, trotz mehrere Fremdsprachen und drei Monaten Zeitarbeit für 850 EUR netto endlich eine Stelle gefunden. Als Kundenbetreuerin am Schalter im Nahverkehr für 1050 netto...

bearbeitet von scrai

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast 11223344

Ich kenn mich in dem Bereich nicht aus aber wär ich in deiner Situation, würd ich mir einen Karriereberater suchen der viel Ahnung von deinem Bereich hat und den mal ausquetschen. Der kann dich zu deiner speziellen Situation beraten und dir sagen, wie du am besten weiter vorgehst. Davor hätte ich mich im Internet informiert was grundsätzliche Optionen sind. Dann würd ich diese Möglichkeiten recherchieren und entscheiden in welchen Korb ich meine Eier lege, wie ich dahin komme und mit welcher Aktivität meine Chancen steigen (Zeit ist z.B. sicher besser investiert wenn du lernst mit Software umzugehen als wenn du anfängst ne Fremdsprache zu lernen).

Die Kunst bei dem IT-Job war eher das Beziehungsgeflecht "Wünsche der Projektleitung - Wünsche des Kunden - meine Truppe - mangelnde Ressourcen - Zeitbudget" unter einen Hut zu bringen.

Nennt sich Projektmanagement/Assistenz. Hat mit IT nicht viel zu tun.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Kenne einige Geisteswissenschaftler, die wegen fehlender Perspektive in die Wissenschaft gegangen sind. Das ist aber nicht unproblematisch, die Abbrecherquoten bei Promotionen sind nicht ohne. Und: Viele von ihnen haben ein paar Jahre später plötzlich wieder das Problem der Perspektivlosigkeit, nur jetzt eben promoviert, Mitte 30 und ohne nennenswerte außeruniversitäre Berufserfahrung...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich hab mich letztendlich technisch orientiert. Bin dann beim nem Technologiekonzern gelandet. Geisteswissenschaftl. haben doch oft schon aber der Uni ne interessante Grundlage für:

- Journalismus

- Recherche

- Stadtplanung (wohnmilieus etc)

- Statistik ! (schon mal beim amt für datenverarbeitung und statistik beworben???)

- public relations etc

- werbetexter

- history marketing

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Alter, was erwartest Du da in Chemnitz?

Ein bisschen Flexbilität, ey.

Mit Deinem Abschluss solltest das doch hinkriegen, Dir Stellenanzeigen bzw. -ausschreibungen zu suchen in der ganzen Republik + Österreich + Schweiz. Wissen wir doch nicht, ob es da nicht irgendwo in Zürich 'ne Stelle gibt, wo die einen suchen der bisschen mit Computern kann und labern oder so.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie wäre denn die Kombi von Geschichte und IT? Ich meine auch hier wird sehr viel digitalisiert und der Zugriff auf Quellen, die Digitale Betreug von Archiven, Onlineauftritte, Portale etc. wird auchin diesem Bereich rasant zunehmen. Da hättest du dann ein Profil, was andere haben und gesucht wäre.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich bekomme halt gerade ein bißchen Bammel. Ich habe einige Absolventinnen geisteswissenschaftlicher Studiengänge im Freundeskreis (Germanistik, Soziologie) und davon sind drei seit über einem Jahr ALGII-Empfänger und die dritte hat, trotz mehrere Fremdsprachen und drei Monaten Zeitarbeit für 850 EUR netto endlich eine Stelle gefunden. Als Kundenbetreuerin am Schalter im Nahverkehr für 1050 netto...

scrai, ich hab einen ähnlichen Werdegang wie du und hab vor einigen Jahren den Absprung aus der Akademie durchgezogen. Phasenweise war es sehr hart, ich lag z.T. noch unterhalb von ALG II. IT-Knowhow hilft aber, damit bekommt man als Geisteswissenschaftler mittelfristig ein bescheidenes aber wenigstens geregeltes Auskommen auf die Reihe.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wie wäre denn die Kombi von Geschichte und IT? Ich meine auch hier wird sehr viel digitalisiert und der Zugriff auf Quellen, die Digitale Betreug von Archiven, Onlineauftritte, Portale etc. wird auchin diesem Bereich rasant zunehmen. Da hättest du dann ein Profil, was andere haben und gesucht wäre.

Ja, und zwar sollte man wesentlich mehr Wissen und Fähigkeiten in dem Bereich der Informationstechnologie haben als die meisten anderen. Dann geht es darum dies erfolgreich zu kommunizieren, nämlich dass man erfahren im Bereich der digitalisierung von Dokumenten ist etc.

Das ist u.a. das was ich auch mache übrigens.

Das Problem ist halt: Wenn manche hören dass man Historiker ist, dann meinen die man würde mit nem Gänsekiel (oder wie das heisst) schreiben. Ok, das sind halt unwissende, aber davon gibts zu viele, auch bei den Personal-Chefs.

Hinzu kommt dass man am besten Wissen hat, das eher in den Bereich Bibliothekswissenschaft fällt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich bekomme halt gerade ein bißchen Bammel. Ich habe einige Absolventinnen geisteswissenschaftlicher Studiengänge im Freundeskreis (Germanistik, Soziologie) und davon sind drei seit über einem Jahr ALGII-Empfänger und die dritte hat, trotz mehrere Fremdsprachen und drei Monaten Zeitarbeit für 850 EUR netto endlich eine Stelle gefunden. Als Kundenbetreuerin am Schalter im Nahverkehr für 1050 netto...

scrai, ich hab einen ähnlichen Werdegang wie du und hab vor einigen Jahren den Absprung aus der Akademie durchgezogen. Phasenweise war es sehr hart, ich lag z.T. noch unterhalb von ALG II. IT-Knowhow hilft aber, damit bekommt man als Geisteswissenschaftler mittelfristig ein bescheidenes aber wenigstens geregeltes Auskommen auf die Reihe.

Kurz nach dem Studium hab ich mit Messebau mehr Geld verdient als mit Geschichtsthemen wie etwa History Marketing. Leider!

Auf der einen Seite (und das liest man ja auch in dem anderen Frett, in dem es um die Arbeitsmarktsituation geht) scheinen manche Absolventen übelst schnell Geld zu verdienen, auf der anderen Seite gibt es anscheinend riesige Probleme was passendes zu finden.

Ich bin ehrlich gesagt auch noch nicht so ganz angekommen wo ich hin will. Mit Anfang 30.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Auf der einen Seite (und das liest man ja auch in dem anderen Frett, in dem es um die Arbeitsmarktsituation geht) scheinen manche Absolventen übelst schnell Geld zu verdienen, auf der anderen Seite gibt es anscheinend riesige Probleme was passendes zu finden.

Ich bin ehrlich gesagt auch noch nicht so ganz angekommen wo ich hin will. Mit Anfang 30.

Die Schere geht sehr sehr weit auseinander, das stimmt. Das Wichtigste ist aber eigentlich nur, dass man nicht dauerhaft auf der ALG II Schiene bleibt.

  • TOP 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Auf der einen Seite (und das liest man ja auch in dem anderen Frett, in dem es um die Arbeitsmarktsituation geht) scheinen manche Absolventen übelst schnell Geld zu verdienen, auf der anderen Seite gibt es anscheinend riesige Probleme was passendes zu finden.

Das liegt aber daran, dass ihr unbedingt etwas in euren fachgebiet machen wollt und einfach nicht flexibel seid. Ähnlich wie die arbeitslosen juristen, die unbedingt einen jura job haben wollen.

Wenn ich als akademiker absolut nichts finden würde, würd ich zu michael page, sthree, hays oder sonstigen sales schuppen gehen und mir darüber was aufbauen. Oder eben in den einzelhandel usw.

Lg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Auf der einen Seite (und das liest man ja auch in dem anderen Frett, in dem es um die Arbeitsmarktsituation geht) scheinen manche Absolventen übelst schnell Geld zu verdienen, auf der anderen Seite gibt es anscheinend riesige Probleme was passendes zu finden.

Das liegt aber daran, dass ihr unbedingt etwas in euren fachgebiet machen wollt und einfach nicht flexibel seid. Ähnlich wie die arbeitslosen juristen, die unbedingt einen jura job haben wollen.

Wenn ich als akademiker absolut nichts finden würde, würd ich zu michael page, sthree, hays oder sonstigen sales schuppen gehen und mir darüber was aufbauen. Oder eben in den einzelhandel usw.

Lg

Oder aber ich würde meine eigenen Ideen verwirklichen. Ich studiere BWL und beende mein Studium dieses Semester(Master kommt aber noch hinterher).

Hätte ich mehr Zeit, würde ich ganz klar meinen eigenen Ideen nachgehen. Habe ich mir schon oft gedacht, dass ich zum Teil lieber mehr Zeit hätte und "weniger erfolgreich" wäre, um meine eigentlichen Träume zu verwirklichen. So habe ich einfach zu gute Alternativen, als dass ich meine knappe Zeit damit zusätzlich belaste, obwohl ich davon überzeugt bin, dass ich damit durchaus Erfolg hätte. Habe schon mit mehreren gut aufgestellten Leuten in der Wirtschaft gesprochen, die meine Idee sehr gut fanden, es gab sogar einen Anwalt bei der Erfinderberatung, der mir gesagt hat, er dürfe mir keine weiteren Tipps geben, da sonst Interessenkonflikt, aber wenn ich ein Patent hätte, könnte ich mich wieder bei ihm melden, ein Klient hätte sicher Interesse.

Wenn du natürlich jetzt keine eigenen Ideen hast, dann würde ich mir auch was fachfremdes suchen bzw. das auf deiner IT-Schiene weiter ausbauen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Kennt jemand da gute Weiterbildungsmöglichkeiten, etwa in die Richtung Systemadminstration? Ansonsten ging heute erstmal das Exposé raus. Wird das was mit der Doktorandenstelle, dann hab ich sowieso keine Probleme (mit Promotion und bißchen IT-Background sollte es dann kein Problem sein, im Archivdienst oder Museum unterzukommen).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Auf der einen Seite (und das liest man ja auch in dem anderen Frett, in dem es um die Arbeitsmarktsituation geht) scheinen manche Absolventen übelst schnell Geld zu verdienen, auf der anderen Seite gibt es anscheinend riesige Probleme was passendes zu finden.

Das liegt aber daran, dass ihr unbedingt etwas in euren fachgebiet machen wollt und einfach nicht flexibel seid. Ähnlich wie die arbeitslosen juristen, die unbedingt einen jura job haben wollen.

Wenn ich als akademiker absolut nichts finden würde, würd ich zu michael page, sthree, hays oder sonstigen sales schuppen gehen und mir darüber was aufbauen. Oder eben in den einzelhandel usw.

Lg

Könntest du dazu noch was schreiben? Ist gerade für mich als Jura-Student interessant; welche non-jura Karrieremöglichkeiten siehst du? Schließlich kriegt nicht jeder sein VB....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Was hältst du von einem ausländischen Master? Viele dauern nur ein Jahr... in manchen Ländern, z.b. Australien, ist es vollkommen egal was du vorher studiert hast - Ein freund studiert mit seinem Amerikanistik und Philosophie Magister nun einen BWL-Master...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Und wie bezahle ich den? Ich hab noch 5000 EUR, damit kann ich weder hier in Dutschland das typische Jahr unbezahlte Praktika machen, noch ins Ausland gehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Auf der einen Seite (und das liest man ja auch in dem anderen Frett, in dem es um die Arbeitsmarktsituation geht) scheinen manche Absolventen übelst schnell Geld zu verdienen, auf der anderen Seite gibt es anscheinend riesige Probleme was passendes zu finden.

Das liegt aber daran, dass ihr unbedingt etwas in euren fachgebiet machen wollt und einfach nicht flexibel seid. Ähnlich wie die arbeitslosen juristen, die unbedingt einen jura job haben wollen.

Wenn ich als akademiker absolut nichts finden würde, würd ich zu michael page, sthree, hays oder sonstigen sales schuppen gehen und mir darüber was aufbauen. Oder eben in den einzelhandel usw.

Naja, 90% der geisteswissenschaftler arbeiten etwas Fachfremdes und das ist auch den meisten vor dem Studium bewusst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

In der Graduiertenschule habe ich gute Möglichkeiten übernommen zu werden. Ich finalisiere heute mein Exposé und schicke es morgen weg. Die anderen drei HiWis wurden auch alle eingestellt. Das wäre pefekt, da muss ich mir lediglich 2-3 KuWi-Seminare pro Woche reinziehen und bekomme ansonsten rein fürs Promovieren 1380 netto + Reisekosten. Dann käme auch die Auslandserfahrung, da für mein Forschungsvorhaben mehrere Monate Recherche in den National Archives und der Library of Congress unabdingbar sind. Die Idee mit der Graduiertenschule haben allerdings völlig verrückterweise noch andere. Also benötige ich Alternativen, falls das nichts wird.

Die Promotion falls nötig ohne die 1380 Euro netto Stipendium durchziehen und über nen Nebenjob finanzieren?

Ich wünsch Dir alles Gute. Was Du gemacht hast - und immer noch machst -, nämlich dich am eigenen Schopf aus der (durchaus selbst verursachten) Misere rauszuziehen, nötigt mir Respekt ab. Viel Glück!

SF

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das Ganze sieht nicht so schlecht aus bei dir.

Ein Magister-Abschluss mit Wirtschaftsaspekten und ein min. 1,6 Schnitt ist sehr solide. Solltest du die Promotionsstelle nicht bekommen dann geh irgendwo arbeiten im BWL Bereich. Beschwerdemanagement, Assistenz als Projektassistenz usw. Du wirst da sicher nicht gut verdienen aber mit 2 - 3 Jahren Jahren Berufserfahrung wirst du einen (Exekutive) MBA machen können. Je nachdem ob du dir den GMAT geben willst könntest du sogar bei den gehobenen Adressen anklopfen. Dannach kannst du eine ganz normale BWL Karriere starten.

Fast schon kritischer sehe ich deinen Weg mit der Promotion zum Archivar. Kommst du dann nicht in den höheren Dienst rein dann sieht es trüber aus. Du hast zwar einen Doktortitel aber keinerlei Berufserfahrung und für die meisten Stellen in der BWL überqualifiziert und zu alt (für die einfachen Tätigkeiten) bzw. unterqualifiziert (für die gehobenen Bereiche). Kannst du nicht mit wirtschaftlichen Bezug promovieren?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast 11223344

Kannst auch einen MSc in was Wirtschaftlichem machen ggf. im Ausland. Ansonsten ist ja Personal so der Bereich in der Wirtschaft in dem man mit fast allen Fächern unterkommt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Fast schon kritischer sehe ich deinen Weg mit der Promotion zum Archivar. Kommst du dann nicht in den höheren Dienst rein dann sieht es trüber aus. Du hast zwar einen Doktortitel aber keinerlei Berufserfahrung und für die meisten Stellen in der BWL überqualifiziert und zu alt (für die einfachen Tätigkeiten) bzw. unterqualifiziert (für die gehobenen Bereiche). Kannst du nicht mit wirtschaftlichen Bezug promovieren?

Eher nicht. Die Ausbildung zum Archivar beinhaltet ein Jahr Berufspraxis und qualifiziert genauso für Tätigkeiten in Unternhemensarchiven ect. Soweit ich gehört habe, ist man dann damit sehr gut aufgestellt, da den Abschluss kaum einer hat und die Unternehmen das ja schlecht selbst ausbilden können.

Wie wäre erstmal mit sowas die nächsten drei Monate, während ich mich in meinem Fachbereich bewerbe? http://www.bwl-fuer-...ning/index.html oder komplexer hier: http://www.fernuni-hagen.de/IWW/studiengaenge/intensivkurs-betriebswirtschaftlehre-und-betriebliches-management.html

bearbeitet von scrai

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Eher nicht. Die Ausbildung zum archivar beinhaltet ein Jahr Berufspraxis und qualifiziert genauso für Tätigkeiten Unternhemensarchiven ect. Soweit ich gehört habe, ist man dann damit sehr gut aufgestellt, da den Abschluss nicht kaum einer hat und die Unternehmen das kaum selbst ausbilden können.

Dann musst du dir kaum Sorgen machen :good: Denn so oder so ... Optionen gibt es genug.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Gast
Dieses Thema wurde für weitere Antworten geschlossen.

  • Wer ist Online   0 Mitglieder

    Aktuell keine registrierten Mitglieder auf dieser Seite.