Nach gut 5 Jahren IT Consulting - wie besseren Job finden? (mehr Verantwortung, weniger Technik, stärkere Businessorientierung)

45 Beiträge in diesem Thema

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Hey,

die anderen Threads (z.B. http://www.pickupfor...ormatik-zu-bwl/) hier haben mich motiviert auch mal die Probleme mit meinem Job zu schildern. Allein schon um es mal niederzuschreiben und so noch fixer für mich selbst zu reflektieren, aber vielleicht auch etwas Feedback zu bekommen. Wall of text incoming.

Zunächst zum Status quo:

Ich bin seit über fünf Jahren als IT-Consultant bei einem größeren IT Dienstleister tätig, Fachbereich Netzwerk (Routing & Switching, Security, Application Delivery Networking, Analyse/Troubleshooting, etc.), Diplom-Informatiker, 28 Jahre alt. Gerade die Beförderung zum Senior Consultant bekommen, was sich aber leider nicht so im Gehalt wiederspiegelt wie es sein sollte (~51k [immerhin +bezahlte Überstunden], und damit über 20% unter dem was selbst die eigene Firma als marktgerechten _Durchschnitt_ für das entsprechende Joblevel ansieht - schlicht weil es kein Budget gibt und außerplanmäßige Erhöhungen nur bei Vorlage eines unterschriebenen Vertrags der Konkurenz stattfinden, was aber nicht mein Stil ist). Je nach Projekt habe ich die technische Verantwortung für Deals im fünf- bis siebenstelligen Bereich. Aufgabenbereich variiert jedoch stark von extrem High Level Design bis zum Hacken auf der Konsole oder im Extremfall gar alles vom Einschrauben der Geräte ins Rack bis zur Konfiguration, Dokumentation und Tests.

Rein gehaltstechnisch und weil mir der Glaube an die Zukunft des Unternehmens fehlt - wenngleich nicht akut in meinem Bereich - sehe ich mich eigentlich gezwungen die Firma zu wechseln. Da ich allerdings Netzwerk zwar als hervorragende Grundlage betrachte, aber der Arbeitsmarkt in herausfordernden Positionen mit Verantwortung in diesem Bereich nicht sonderlich viel hergibt (T-Systems und Computacenter sind für mich nicht gerade Wunschfirmen ;D) und mich IT Security schon immer mehr gereizt hat, würde ich parallel gern in diesen Bereich wechseln. Möchte durchaus im Consulting bleiben, weil ich das Gefühl habe noch zu jung für adäquat bezahlte feste Jobs zu sein, z.Z. nicht umziehen möchte und auch gern etwas von der Welt sehen möchte, solang ich ungebunden bin.

Allerdings merke ich - vor allem im aktuellen Projekt - in letzter Zeit eine Veränderung in mir: Früher habe ich immer rein technisch gedacht. Business Themen haben mich nicht interessiert, Sales Leute hatten sowieso alle keine Ahnung und waren unfähig, ich habe verachtend auf BWLer und Powerpoint-Jongleure herabgesehen und die Einladungen zu den üblichen "blabla" Telefonkonferenzen Freitags wurden ungelesen gelöscht. Mein Glaube war solang ich nur fachlich der Beste in meinem Bereich bin, würde ich keine Probleme haben Arbeit zu finden und gut bezahlt werden. Ich habe mich viel zu jung für einen Anzug gefühlt und mein Auftreten, sowohl stilistisch wie auch diplomatisch war mir relativ egal. Ich habe keine großen Gedanken investiert, wie mich wohl der Kunde wahrnehmen könnte.

Veränderung:

Nun - zum Teil durch Foren wie dieses, aber auch viel durch Lektüre und Selbstreflektion - habe ich mich in vieler Hinsicht geändert. Ich möchte mich stilsicherer kleiden (womit ich in meiner Firma aber signifikant overdressed wäre, weil selbst mein Chef-Chef in hässlichen Jeans, schlechten Schuhen und Holzfällerhemd herumläuft), ich möchte Business Verantwortung und ich möchte "the bigger picture" sehen und nicht kleinkarierte, technische Problemstellungen. Ganz wie Pickup Podcast sinngemäß sagt "people who deal with the 'why' are always gonna get paid more than people who deal with the 'how'". Mehr als um das Gehalt geht es mir aber darum wie spannend ich die Aufgaben finde.

Vor allem aber möchte ich mehr mit Menschen interagieren und fühle ich mich mehr und mehr unwohl mit den Leuten die mich umgeben. Oft sind es die Leute beim Kunden, die die IT Infrastruktur managen, aber die sich immer nur um die technischen Probleme in ihrer kleinen Welt kümmern und nicht um das größere Ganze, die Interaktion verschiedener Bereiche und die Businessrolle dabei. Insbesondere die ganze Negativität zieht mich auch mit herunter. Immer Fingerpointing auf andere Abteilungen wer denn schuld ist.

Zur Zeit sitze ich zum Beispiel zur Betriebsunterstützung als Einzelkämpfer bei einem Kunden im Betriebsbüro an meinem Laptop in einer Tätigkeit, die ich genauso auch zu Hause machen könnte und programmiere vor mich hin, weil es die effizientere Lösung ist, als das Problem manuell oder mit Excel herunterzubrechen. Effektiv in Form der Tätigkeiten etwas was ich mit besserem Gehalt als 9-to-5 Job haben könnte, ohne die signifikante Mehrbelastung (9-10h Arbeit plus Travel ontop). Ich sitze also hier meine Zeit ab und sehne mich gelangweilt nach dem Ende des Tages... Genau weil ich das nicht möchte, habe ich mich eigentlich auch gegen eine Karriere als Programmierer entschieden. Ich brauche Abwechslung, Projektfeeling, Meetings, neue Leute treffen, Gespräche - einen gefüllten Terminkalender und vor allem feste, vereinbarte Ziele.

Es fehlt mir aber besonders Interaktion und umso mehr Interaktion mit Gleichgesinnten. Letztendlich möchte ich mich einfach in anderen Etagen bewegen und mit Leuten interagieren die nicht unbedingt die technische Umsetzung erledigen.

Ernüchternde Realität:

Mein Team besteht - traditionell im Bereich Netzwerktechnik - primär aus Elektrotechnikern. Kaum jemand hat ein Verständnis für moderne Technologie, kaum jemand hat übergreifendes IT Wissen und niemand versteht das Internet als sozio-kulturelle Revolution anstatt als reines Werkzeug. Der Altersdurchschnitt liegt signifikant über meinem und die Neueinstellungen (auch die jüngeren) der letzten Jahre erscheinen mir unsympathisch, weltfremd und ziemlich inkompetent. Darüber hinaus sitzen wir stark verteilt in Deutschland und der Teamkontakt ist sehr eingeschränkt. Insgesamt verstehen sich die Teammitglieder glaube ich mehr als die "Klempner", die die Rohre verlegen, damit dann die Business Anwendungen darüber laufen, anstatt dass sie eine Business Anwendung End-to-End betrachten, verstehen und so vielleicht viel effizientere Lösungen entwickeln könnten. Ich würde auch so weit gehen und die meisten als unfähig für einen Consulting Job deklarieren - sei es wegen unprofesionnellen Auftretens, mangelnder Kundenkompatiblität oder fachlichen Know-hows. Eigentlich ist das war wir machen vielmehr höherbezahlte Zeitarbeit als echtes Consulting.

Ich möchte aber eigentlich in eine Rolle, in der ich einen Unterschied mache. In der ich die Probleme anderer Unternehmensbereiche zu hören bekomme und nach kreativen Lösungen suche. In der ich mit Menschen interagiere. In der ich mit anderen Probleme diskutiere, technische Einschränkungen betrachte, abwiege und Kompromisse suche. In der ich Verantwortung habe, die darüber hinausgeht, die richtig Config ins Device zu hacken. In der man gemeinsam Lösungen findet und es nicht darum geht einen Schuldigen zu suchen. Vor allem aber suche ich ein modernes Unternehmen mit einer Vision und Strategie, das nicht seine Ideale und Pläne für kurzfristigen Erfolg und sicheres Geld verkauft und sich so langfristig sein eigenes Grab schaufelt.

Es gibt sicher auch mal Projekte die meiner Wunschvorstellung näher kommen und Spaß machen, aber insgesamt nicht ausreichend viele.

Voraussetzungen und Erwartungshaltung:

Technich bin ich meiner Meinung nach mehr als überdurchschnittlich versiert und habe ein sehr umfassendes IT Fachwissen in verschiedensten Bereichen. Vor allem in Sachen Server, Software und insbesondere Web weiß ich einiges mehr als der Großteil der Netzwerker und bin daher in der Lage den Kreis um alles zu ziehen und einen Service als Ganzes zu verstehen. Fachlich sind mir in unserem Team von knapp 20 Leuten nur zwei langjährige CCIEs überlegen, die doppelt so alt sind wie ich und auch die haben nicht den umfassenden Background. Ich kann sicher auftreten, die Motive und Sorgen meines Gegenüber begreifen und darauf reagieren.

Karriereziel wenn ich Consulting in 10-20 Jahren satt habe, wäre CISO oder CIO, nun nicht unbedingt bei Fortune 500, oder zumindest eine leitende Position. Projekt Management (Oh Gott, ich hätte nie gedacht das mal zu sagen) könnte ich mir auch noch vorstellen, aber etwas mehr technikorientierung ist zumindest zur Zeit doch willkommen. Presales wäre auch noch eine Option, aber nur, wenn ich selbst von den Produkten wirklich überzeugt bin. Letzten Endes fehlt mir da aber auch Abwechslung und Karriere-Perspektive.

Hatte mir ursprünglich die "30" als Stichtag für die Jobsuche gesetzt und wollte alles davor als Invest in Sachen Know-how und Erfahrungsaufbau betrachten, aber bin mittlerweile am Punkt, dass ich unbedingt und dringend etwas Neues möchte. Allein schon, um eine andere Firmenkultur und frischen Wind zu erleben.

TL;DR:

Momentan bin ich also extrem unglücklich und unzufrieden mit meiner beruflichen Situation und möchte schnellstmöglich eine Veränderung, weil es mich insgesamt in meiner Selbstzufriedenheit herunterzieht, wenn ich jeden Abend angefressen bin und mir die Arbeit wenig Spaß macht. Dabei habe ich aber essentiell drei Dinge, die mich unsicher machen und zögern lassen:

  1. Lässt sich der fachliche Wechsel oder vielmehr weitere Werdegang (Consulting, Netzwerk -> [information] Security) mit einem beruflichen und finanziellen Aufstieg (Richtung ~65-70k verhandeln) oder zumindest Erhalt kombinieren? Ich habe mich privat immer im Security Bereich weitergebildet, aber mir fehlt natürlich entsprechende Enterprise Erfahrung ala ISO 27001, BSI Grundschutzkatalog, CISSP, etc.
  2. Wie finde ich einen Job, der meinem Ziel näher kommt? Weniger Technik, mehr übergreifende Verantwortung in einem innovativen Unternehmen mit entsprechender Businessorientierung und Professionalität?
  3. Limiting Belief incoming: Ich habe in den letzten Wochen und Monaten knapp 20kg abgenommen, aber noch 10-15kg bis zum Ziel vor mir. Natürlich passen mir sämtliche Anzüge nicht mehr. Bin mir sicher, dass ich es packe, weil ich mittlerweile ein sehr gutes Gefühl für meinen Körper und meine Ernährung habe, weiß aber nicht ob es noch drei, sechs oder neun Monate dauert, weil auch dies z.B. von der Projektsituation (Hotelaufenthalt und Kantine machen schnellen Progress signifikant schwieriger) abhängt. Würde ich allerdings jetzt neue Klamotten kaufen, dann werden auch die mir bald nicht mehr passen. Zumindest zur Bewerbung 300-400€ bei suitsupply investieren oder eher warten? Vor allem ist es auch bewiesen, dass ein gutaussehender und schlanker Bewerber einen besseren Eindruck macht.. also Risiko oder Geduld?

Und wie finde ich nun bei Jobangeboten das was ich suche? Klar, Dinge wie "Rufbereitschaft", "Tickets" und dergleichen sollte man aussortieren und letzten Endes ist das was ich suche mehr eine "Solution Architect" Rolle, denn die eines Technischen Beraters, doch das ist so explizit selten festgeschrieben und existiert auch nur in wenigen Unternehmen. Meine aktuelles möchte ich allerdings aus einer Menge Gründe verlassen, das hier ist nur die Spitze des Eisbergs. ;-)

Mein Ansatz war es Jobangebote bei den entsprechenden Plattformen zu durchforsten und die Unternehmen bei kununu und glassdoor zu checken, um zumindest eine Firma mit einigermaßen akzeptabler Mitarbeiterzufriedenheit zu finden, sowie das Corporate Design und die Außendarstellung anzusehen, um zwar eine moderne und seriöse, aber nicht zu sehr Hipster/Yuppie-Bude zu finden.

Dann bleibt noch die Frage ob ich mich direkt bei meinem Wunschunternehmen bewerben sollte oder erst die Zwischenstation über einen Mitbewerber einplanen sollte, um den fachlichen Wechsel zu vollziehen und zu einem späteren Zeitpunkt eine bessere Vorqualifikation bei meinem Wunschunternehmen zu haben.

Am Ende bleibt dann aber nicht viel übrig, außer der Angst bei meinen hohen Anforderungen an den Arbeitgeber umgekehrt nicht ausreichend für dessen Anforderungen qualifiziert zu sein.

Könnt ihr mich motivieren, bekräftigen oder mir Tipps geben was ich am Besten tun sollte?

Oder bin ich ganz auf dem Holzweg und sollte den Karrierepfad noch einmal überdenken oder Alternativen berücksichtigen? Technologisch geht in Deutschland leider sehr wenig an wirklich innovativen Buden die Spaß machen. Fast alles USA. Grundsätzlich würd ich z.B. USA, Canada, Schweden und Schweiz auch nicht ausschließen, aber da schwingt doch noch eine Menge Unsicherheit mit. Ich bin zu sesshaft und mag meine Wohnungseinrichtung zu sehr. ;-)

bearbeitet von Smoon

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Als konkreten Vorschlag: Guck dir mir "Platinion" an, ist ne BCG Tochter, ist derzeit bei uns aktiv. Deutlich strategischer und internationaler, hast auch viel mit Menschen zu tun etc..

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Xing Profil erstellen mit deinen Skills, professionellem Foto und bei "Ich suche" "Neue Herausforderungen" hinschreiben. Angebote abwarten.

In der Zwischenzeit Weiterbilden im Bereich Softwareentwicklung.

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Hast du schonmal drüber nachgedacht nen Master zu machen in z.B. Wirtschaftskommunikation oder auch Wirtschaftsinformatik? Damit könntest du deine Skills im Bereich Management deutlich aufwerten.. Nebenbei kannst auch noch Arbeiten und so ein Abschluss ist wahrscheinlich besser zum Vorzeigen geeignet für das Aufgabengebiet das du anvisierst.

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Vielen Dank erst einmal für das Feedback!

Als konkreten Vorschlag: Guck dir mir "Platinion" an, ist ne BCG Tochter, ist derzeit bei uns aktiv. Deutlich strategischer und internationaler, hast auch viel mit Menschen zu tun etc..

Werd ich mir anschauen, aber ich glaube waschechtes Strategieconsulting ist dann doch ein zu großer Sprung. Daher hatte ich ja Infosec anvisiert um erst einmal einen Kompromiss aus Technik, vorhandenem Grundlagenwissen und Mgmt Visibilität zu finden.

Xing Profil erstellen mit deinen Skills, professionellem Foto und bei "Ich suche" "Neue Herausforderungen" hinschreiben. Angebote abwarten.

Das hab ich mir auch überlegt, bin mir aber nicht sicher, ob es der richtige Weg ist. Ich vertrau diesen Headhunting Geschichten nicht so wirklich. Habe natürlich keine entsprechenden Erfahrungen (musste mich bis auf Kaffeepottgespräche seit Studienbeginn nie bewerben und beim Studium wurde ich auch nach dem ersten Bewerbungsgespräch genommen..) und wahrscheinlich merkt man an der Individualität des Kontaktes sehr schnell ob es ein guter oder schlechter Personalvermittler ist. Aber man muss dabei auf so viele Dinge achten, allein das Rätselraten um welche Company es sich letztendlich wirklich handelt... Verschlimmert wird das noch dadurch, dass es bei meinem aktuellen Arbeitgeber Verträge mit div. Mitbewerbern gibt, die gegenseitiges Recruiting ausschließen.

In der Zwischenzeit Weiterbilden im Bereich Softwareentwicklung.

Infosec hat mit Softwareentwicklung leider in etwa so viel zu tun wie Chemie mit Bodenreinigung. =/ Möchte ich auch definitiv nicht machen.

Hast du schonmal drüber nachgedacht nen Master zu machen in z.B. Wirtschaftskommunikation oder auch Wirtschaftsinformatik? Damit könntest du deine Skills im Bereich Management deutlich aufwerten.. Nebenbei kannst auch noch Arbeiten und so ein Abschluss ist wahrscheinlich besser zum Vorzeigen geeignet für das Aufgabengebiet das du anvisierst.

Ja, hab ich. Kam allerdings nach Abschluss des Studiums nicht für mich in Frage (wollte da erst einmal Praxis und hatte auch wenig Vertrauen in die Qualität des Studiums) und ist heute zeitlich einfach nicht drin, dafür ist ein Consulting Job zu fordernd. Wieder zurück ins Studentenleben zu gehen... glaub nicht, dass ich das mit meiner Lebensführung (Firmenwagen, Homeoffice, Eigenes Haus, Travel, Einkommen) vereinbaren könnte oder wollte. Ich denke ein Master _kann_ ein Vorteil sein, aber ich glaube nicht, dass ich die essentiellen Inhalte nicht auf anderem Weg besser mitbekomme. Letzten Endes ist die Quintessenz bei Studienwissen meist mehr die Methodik (insbesondere die wie man es sich am effizientesten aneignet). Bis auf den Schein sehe ich hier wenig Nutzen und der ist denke ich den Aufwand nicht wert.

Die zentrale Frage, die ich mir zur Zeit stelle ist vielmehr das "wann?". Welchen Makel kann und möchte ich länger mit mir herumtragen? Den persönlichen oder den beruflichen? Und welcher überträgt sich wie auf den anderen? Möchte ich:

a) Weiter an mir selbst arbeiten und warten bis ich mit mir zufrieden bin (Figur, Skills, Ausstrahlung, Selbstfindung) bzw. da dies ein immerwährender Prozess ist bis ich ein gewisses Plateau erreiche mit der Gefahr dass mich die berufliche Unzufriedenheit herunterzieht oder

b) Auf Risiko gehen und die beruflichen Issues als erstes angehen, mit der Gefahr, dass Lücken aus a) sich negativ auswirken und ich daher nicht das Optimum erreiche.

Momentan tendiere ich eigentlich eher zu b) bzw. einer Mischung aus beidem (anhängig davon wie mein Progress bei a) und bei den Bewerbungsunterlagen im erweiterten Weihnachtsurlaub ist). In den Antworten schien ja auch die Option durch die Wahl des Zeitpunktes in die Hände Dritter zu legen (xing recruiting). Dazu werd ich mich noch einmal mit ein paar Freunden unterhalten. Weitere Meinungen sind aber herzlich willkommen!

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Das mit den Gehältern ist in vielen Firmen ein Problem. Ich kenne sehr viele junge Akademiker, die es sehr schwer haben mehr zu verdienen!

Egal aus welchen Branchen. Da du nach 5 Jahren zumindest über den 50k bist... Das ist wenigstens ein kleiner Grund zur "Freude".

Damit bewegst du dich soweit ich weiss im normalen Durchschnitt des Normaloakademikers. Nach 5 Jahren sollte man über 50k sein sonst

läuft was falsch.

Die Gehälter sollen ingesammt im Zaum gehalten werden und die "jungen" baden das aus, denn den "Altern" in der FIrma kann man nix weg nehmen!

Das ist natürlich höchst unfair.

Du musst wechseln. Dir dankt heute sowieso keiner was! Also nutzt dir falsche Solidarität zu deiner Firma gar nichts.

bearbeitet von MrJack

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Du hast schon viel erreicht.

Es gibt keinen Grund fuer Dich zu warten. Ein Wechsel wird ohnehin 6-12 Monate in Anspruch nehmen und Du wirst bestimmt noch ein bisschen Zeit dazwischen finden.

Aus meiner Sicht solltest Du vor allem mal mit Personalern bei Zielunternehmen sprechen, bevor Du ueberhaupt Unterlagen verschickst, so dass Du Dich zielgerecht bewirbst.

Klassische Ziele waeren entweder Hersteller im Sicherheitsbereich oder klassische Big 4 Consultants.

Was Du Dir auch ueberlegen koenntest, ist technischer Vertrieb - das ist ebenfalls gut bezahlt und da wird immer gesucht.

Bei Personalberatern sind die Qualitaetsspannen und auch das Vorgehen sehr unterschiedlich - manchmal sagen sie Dir nach 1 Minute, um was es geht - manchmal (gerade bei unmittelbarer Konkurrenz) erzaehlen sie Dir erst etwas beim persoenlichen Gespraech.

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Gast 11223344

Das ist mir bisschen zu viel Text aber ein Exec master oder MBA bietet sich an.

Aber warum du nicht wenigstens bei einem laden bist der vernünftig zahlt und chancen bietet versteh ich nicht. Nach 5 jahren dann formal senior genannt werden weil es sich echt nicht weiter rausschieben lässt, trotzdem aber keine verantwortung zu bekommen geht gar nicht. Du wirst für dumm verkauft bzw lässt dich ausnehmen, so nenn ich das.

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Wie finde ich einen Job, der meinem Ziel näher kommt? Weniger Technik, mehr übergreifende Verantwortung in einem innovativen Unternehmen mit entsprechender Businessorientierung und Professionalität?

Mir würde da direkt ne Firma einfallen, die händeringend sucht. Ich hab zwar keine direkten Kontakte mehr, kann sie dir aber gerne per PM schreiben. Die zahlen auch vermutlich dementsprechend.

Das hab ich mir auch überlegt, bin mir aber nicht sicher, ob es der richtige Weg ist. Ich vertrau diesen Headhunting Geschichten nicht so wirklich. Habe natürlich keine entsprechenden Erfahrungen (musste mich bis auf Kaffeepottgespräche seit Studienbeginn nie bewerben und beim Studium wurde ich auch nach dem ersten Bewerbungsgespräch genommen..) und wahrscheinlich merkt man an der Individualität des Kontaktes sehr schnell ob es ein guter oder schlechter Personalvermittler ist. Aber man muss dabei auf so viele Dinge achten, allein das Rätselraten um welche Company es sich letztendlich wirklich handelt... Verschlimmert wird das noch dadurch, dass es bei meinem aktuellen Arbeitgeber Verträge mit div. Mitbewerbern gibt, die gegenseitiges Recruiting ausschließen.

Der Bereich HAT Fachkräftemangel. Das siehst du daran, dass du mit einem entsprechend gut gebauten profil im Durchschnitt 3 Anfragen von Personalern, NICHT Headhuntern, für Bewerbungsgespräche finden wirst. Oft laden die dich direkt ohne Unterlagen ein und drillen dich auf Skills, weil der Bereich einfach total unterbesetzt ist.

ch denke ein Master _kann_ ein Vorteil sein, aber ich glaube nicht, dass ich die essentiellen Inhalte nicht auf anderem Weg besser mitbekomme. Letzten Endes ist die Quintessenz bei Studienwissen meist mehr die Methodik (insbesondere die wie man es sich am effizientesten aneignet). Bis auf den Schein sehe ich hier wenig Nutzen und der ist denke ich den Aufwand nicht wert.

Mach noch 3-4 Jahre weiter, eben bei ner anderen Firma, dann lass dir direkt den MBA bezahlen. Für mich hört sich das was du erzählst und erlebst irgendwie nach einem Konzern mit Magenta Farben an... sonst hab ich das noch nie gehört.

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Gast 11223344

Hört sich gar nicht nach Telekom an. Die Telekom bietet gute Möglichkeiten für Akademiker und gutes Geld, hat nur einen schlechten Ruf.Aber man muss halt schon selbst aktiv sein, egal bei welchem AG. Sich unterbezahlen lassen aber trotzdem nicht aufmucken und im Keller sitzen und brav die technische Arbeit umsetzen ohne Upgrade zu verlangen... das is doch der 6er im Lotto für jeden AG.

Klingt nach spezialisierter IT beratung und die werden im preis gedrückt ohne ende. Nur wenige können sich wegen spezialkenntnissen zurücklehnen, der rest ist auf change requests angewiesen.

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Hört sich gar nicht nach Telekom an. Die Telekom bietet gute Möglichkeiten für Akademiker und gutes Geld, hat nur einen schlechten Ruf.Aber man muss halt schon selbst aktiv sein, egal bei welchem AG. Sich unterbezahlen lassen aber trotzdem nicht aufmucken und im Keller sitzen und brav die technische Arbeit umsetzen ohne Upgrade zu verlangen... das is doch der 6er im Lotto für jeden AG.

Jo, bietet sie. Aber sagen wir einfach, in bestimmten Bereichen, wo sich viele Fernmeldetechniker und ehemalige Beamte tummeln, geht es eben ein wenig anders zu. Und da erinnert mich das sehr dran. Will jetzt net ins Detail gehen... :D

Die spezialisierten IT Beratungen, mit denen ich bisher zu tun hatte, haben sich allerdings net drücken lassen... die haben eher noch jeden Tag weiter eskaliert, Change Requests direkt mit nem Kostenvoranschlag belegt und sonst was. Da haben wir wohl einfach verschiedene Firmen kennengelernt. :D

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Gast 11223344

Ja klar, das problem haben alle ehemaligen staatsunternehmen. Eine Armee unmotivierter idioten die denken die mauer steht noch muss irgendwie beschäftigt werden. Und die spezialisieren sich halt eher auf papierflieger. Aber das trainee-programm is klasse und die inhouse beratung gefällt mir auch.

Das können sich nur manche UBs leisten. Leistet die normale ub sich zu viel, dann kommt die erst mal auf die schwarze liste. Aber was die auch an vorschuss leisten müssen.kostenlos angebote erstellen mit x seiten, für präsis antanzen usw und du hast 8 bieter im rennen.aber da geht auch viel unter der hand.fachbereiche die mit denen befreundet sind und infos weitergeben und und...

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Vielen Dank erst einmal für das Feedback!

Xing Profil erstellen mit deinen Skills, professionellem Foto und bei "Ich suche" "Neue Herausforderungen" hinschreiben. Angebote abwarten.

Das hab ich mir auch überlegt, bin mir aber nicht sicher, ob es der richtige Weg ist. Ich vertrau diesen Headhunting Geschichten nicht so wirklich. Habe natürlich keine entsprechenden Erfahrungen (musste mich bis auf Kaffeepottgespräche seit Studienbeginn nie bewerben und beim Studium wurde ich auch nach dem ersten Bewerbungsgespräch genommen..) und wahrscheinlich merkt man an der Individualität des Kontaktes sehr schnell ob es ein guter oder schlechter Personalvermittler ist. Aber man muss dabei auf so viele Dinge achten, allein das Rätselraten um welche Company es sich letztendlich wirklich handelt... Verschlimmert wird das noch dadurch, dass es bei meinem aktuellen Arbeitgeber Verträge mit div. Mitbewerbern gibt, die gegenseitiges Recruiting ausschließen.

In der Zwischenzeit Weiterbilden im Bereich Softwareentwicklung.

Infosec hat mit Softwareentwicklung leider in etwa so viel zu tun wie Chemie mit Bodenreinigung. =/ Möchte ich auch definitiv nicht machen.

Was gibts denn beim Xing Profile zu überlegen? Kost nichts, ist kein Aufwand und die Kontakte kommen auf Dich zu. Musst ja

nicht den erstbesten nehmen. Ich suche nicht mal, bekomme darüber trotzdem häufiger Anfragen.

Consultants die auch Softwareentwicklung machen werden händeringend gesucht und auch gut bezahlt, wüsste nicht

was dagegen spricht. Weiterentwickeln / Weiterbilden muss man sich im IT Bereich eh ständig. Ist halt dann ein zusätzlicher Skill.

Du musst ja letzendlich nicht in dem Bereich arbeiten. Infosec? Was soll das denn sein? Was hast Du denn für Skills und was

stellst Du Dir da vor?

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mit unter 30 Jahren und über 50k stehst du wie gesagt gar nicht schlecht da. Kein Grund zu klagen.

Wenn es den Eindruck macht als sei deine Firma nicht an deiner Weiterentwicklung intressiert. Dann wechsel. nach 5 Jahren geht das locker.

Ein gescheiter Chef setzt dir Entwicklungsziele und schaut qauch das sich das Gehalt zumindest etwas bewegt um dir zu zeigen, dass Leistung lohnt.

Zumindest wenn du noch jung und am aufstreben bist!

Sollte das nicht mehr möglich sein, dann hat die Firma oft schon keine Zukunft am Markt mehr oder wird von Controllern geführt.

Ich hab meinem Team Chef damals gesagt

"Du wenn ich wirklich ein Angebot der Konkurenz anschleppen muss, um etwas mehr zu verdienen. Wenn die Firma und du das so wollen...

Dann verhandel ich nicht mehr wenns soweit ist. Dann ist die Firma kein Partner für mich. Dann geh ich auch wirklich... ".

Er hats mir geglaubt... Manchma muss man auch mal ganz forsch und frech, aber im Recht sein.

Nützlich ist dabei natürlich wenn du wichtig für den Chef bist. zB. weil die andere Nerds sind und er dich zum Kunden schicken kann.

Sollte das nicht der Fall sein. Dann lacht er sich natürlich über den Auftritt kaputt.

----------------------------

Exkurs:

Fairerweise muss man sagen, das es in weiten Teilen der IT Branche bei Industrielösungen inzwischen massiven Kostendruck gibt.

Ich kann keine Projekte mehr verkaufen, wenn nicht mindestens 75% Offshoring einkalkuliert ist. Sonst -> keine Chance.

Wohin nun mit den teuren Entwicklern, um die 50, die durch Asiaten ersetzt werden? Tja...

die können nicht alle Projekte leiten oder Consulting machen...

--------------------------

Generell:

Man muss hier seine Entscheidungen fällen. Beispiel nächstes Jahr. Ich muss da auch endlich wieder mehr verdienen.

Wenn meine Firma mich nicht entsprechend meiner Verantwortung und meines Potentials bezahlt. Dann mach ich ein Zertifikat für 6000

Euro welches mir noch obligatorisch fehlt in dem Bereich. Ich zahl das auch selbst mir egal. Und 3 Monate später bin ich weg für 10k mehr Gehalt.

So ist das im Leben. Erfüllt die Firma nicht deinen Wunsch nach Weiterentwicklung müssen sich die Wege trennen. Vor allem dann wenn deine Forderungen fair sind. Ich sag mal ich möchte gar nicht so viel verdienen wie der 50jährige Kollege. Aber ich muss eine Richtung erkennen. Du bist der Firma gar nichts schuldig.

Jede Firma entscheidet wie sie mit Mitarbeitern umgeht. Und ich subventioniere mit Lohnverzicht nicht die 50 Jährigen mit nem 85k Einkommen im Zimmer neben an.

Das ist nicht mein Problem :) Die haben bereits ihr Häuschen und ich will die Chance auch :)

bearbeitet von MrJack
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Naja ist nicht als hätte ich nie Verantwortung, es hängt eben extrem vom Projekt ab. Das letzte war ne Menge Stress, aber ansonsten okay und ging mehr als ein Jahr. Denke ich bin mit dem Projekt auch persönlich stark gewachsen. Es ist nicht als hätte ich den Senior bekommen weil ich seit fünf Jahren dabei bin, sondern weil ich bereits seit drei Jahren den Job eines Seniors mache, wenn nicht gar ein Job level darüber (intern gibt es eine andere "Skala" als die UB typische, mein erstes upgrade hatte ich nach knapp zwei Jahren und jetzt eben das nächste). Vorher passte mir das Gehalt nicht, aber ansonsten war es okay. Jetzt passt so vieles nicht mehr und das Gehalt ist fast sekundär. Dann kommen aber eben wieder so Dinger wo man sich fragt wieso die Firma dergleichen Deals überhaupt übernimmt... Aber lieber den Spatz in der Hand... Wechselwillig bin ich seit gut zwei Jahren, nur kamen da eben auch interessante Projekte herein, ich hatte das Gefühl, dass ich mich dabei noch weiterentwickle und ich hatte privat zu tun (Hauskauf, Umzug). Jetzt für ein halbes Jahr völlig unstrategisch vergraben zu werden, weil man dem Kunden Betriebsunterstützung verkauft, aber keine Ressourcen hat, setzt dem Ganzen echt die Krone auf.

Dass ich ausgenommen werde ist mir ebenso klar - gerade wenn z.B. andere im selben Team bei derselben Arbeit das Doppelte bekommen - aber ich glaube du überschätzt die Realität. Bei enorm vielen Firmen läuft das so. Außerdem ist es nicht so als würde ich nichts sagen, meinem Chef ist das sehr wohl bewusst. - ich spiele nur eben dieses Fremdvertrags Spiel nicht mit und er ist zudem jemand der tendentiell den Weg des geringsten Widerstandes geht. Doch selbst wenn er wollte, müsste er sich sämtliche Glieder ausreißen, um etwas möglich zu machen. Die Vorgabe kommt ja von oben, er hat da kein Budget. Man muss eben spätestens alle fünf Jahre wechseln um voranzukommen. Aber das steht auch gar nicht zur Debatte und das ist mir längst klar.

Ansonsten handelt es sich um einen US-Konzern mit ehemals durchaus angenehmer Firmenatmosphäre, der schnurstracks Richtung Abgrund navigiert. Nix magenta. ;o) Würde von den meisten aber nicht als typische UB gesehen, wenn sie den Namen hören.

Was gibts denn beim Xing Profile zu überlegen? Kost nichts, ist kein Aufwand und die Kontakte kommen auf Dich zu. Musst ja

nicht den erstbesten nehmen. Ich suche nicht mal, bekomme darüber trotzdem häufiger Anfragen.

Consultants die auch Softwareentwicklung machen werden händeringend gesucht und auch gut bezahlt, wüsste nicht

was dagegen spricht. Weiterentwickeln / Weiterbilden muss man sich im IT Bereich eh ständig. Ist halt dann ein zusätzlicher Skill.

Du musst ja letzendlich nicht in dem Bereich arbeiten. Infosec? Was soll das denn sein? Was hast Du denn für Skills und was

stellst Du Dir da vor?

Der Aufwand bei Xing kommt nach dem Profil, wenn man eben die Anfragen qualifizieren muss und die Headhunter den Firmennamen nicht rausrücken wollen. Wäre halt doof eine Firma zu erwischen, die mich nicht nehmen darf, oder gar die eigene.

Softwareentwicklung kommt für mich nicht in Frage. Ich habe privat einiges programmiert und bin sicher nicht schlecht, aber ich möchte es einfach nicht beruflich machen, weil es mir bis auf ein paar Skripte hier und da keinen Spaß macht. Habe auch Freunde die beruflich Entwickler sind und ich weiß ganz sicher, dass das nicht mein Werdegang wird. Sehe ich außerdem nicht als "Skill", sondern als Karrierepfad. Programmieren als Skill kann ich überdurchschnittlich gut, aber wirklich entwickeln erfordert so viel mehr Know-how, da bin ich quasi entry level.

Infosec = Information Security. Und ich habe die technischen Grundlagen, dass ich weiß wie Netzwerke, Webtechnologien etc. im Detail bis auf Protocol/Byte-Level funktionieren, typische Angriffsvektoren kenne und weiß wie ich Infrastruktur sichere, inkl. Enterprise Firewall Know-how diverse Hersteller, Grundlagen bei IPS/IDS und ADN also beispielsweise Web Firewalls in Loadbalancern. Was mir fehlt, aber wo ich gerade privat dran bin, ist die Enterprise und Prozesssicht dazu, sprich ISO 27001, BSI Grundschutzkatalog, CeH, CISSP und konkretes Pentesting aus Prozesssicht. Backtrack tools bedienen können ist eines, aber das professionell und nach Schema machen etwas anderes. Security für sich ist die Zielvorgabe, da muss man eben nur aufpassen, dass man nicht als Firewallsupport endet, sondern wirklich Lösungen entwickelt und dann weiter in die Prozessschiene geht. Da gibt es bei Security-Consulting gewaltige Kluften beim Aufgabengebiet, deshalb macht Information Security das Ziel der Reise etwas deutlicher. Denke aber auch es kommt stark aufs Unternehmen an, ob das interessant oder stinklangweilig ist. ;-)

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Dann kommen aber eben wieder so Dinger wo man sich fragt wieso die Firma dergleichen Deals überhaupt übernimmt... Aber lieber den Spatz in der Hand...

Ich habs oben genannt. Der Kostendruck ist zur Zeit enorm.....

Und über Betrieb hofft man oft auf CRs oder Weiterentwicklungen.. Oder eben auf Networking Effekte wenn man Leute beim Kunden hat.

Wir haben letztes Jahr auch einen Deal übernommen, der uns Geld kostet... Warum? Es war alternativlos um in Zukunft noch Chancen zu haben beim Kunden..

DIe großen in Deu.. Egal ob Rosa, HP oder IBM... haben alle massig Probleme noch profitable Aufträge zu bekommen.

Haben zu viele Beschäftigte, die sie nicht einfach feuern können, die aber zu viel verdienen. Dieser Wasserkopf bleibt.

Die Jungen müssen dafür wenig bekommen und gedeckelt werden. Allein die Tariferhöhungen mit fixen Prozenten sind ne Frecheit.

Da wächst die Kluft zwischen jung und alt jedes Jahr weiter an.

Du kannst da nur auf Nischen ausweichen. Kleinere Firmen/Branchen. Oder in manchen SAP Bereichen oder bei ABSOLUTER MOBILITÄT.

Europaweit! und fliesendem Englisch!

-----------------------

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bearbeitet von MrJack
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Gast 11223344

Alles was ich höre sind Excuses und Ausreden. Du hättest gerne etwas anderes aber willst nichts verändern. Sogar dafür kein Xing-Profil erstellen zu müssen findest du merkwürdige Ausreden. Da seh ich schwarz wenn es um richtige Veränderung geht.

Bei Accenture steigst du schon mit 40-45 ein und nach der Zeit wärest du bereits "Manager" oder auf dem Weg dahin.

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Hmm ich weiß nicht was du hörst und wo du liest, aber in meinen Postings wohl nicht? :-) Was will ich denn nicht verändern? Programmierer werden? Wieder studieren? Stimmt. Aber gegen ein Xing Profil habe ich überhaupt nichts, nur eben ein paar Bedenken ob das der beste Weg ist - ich bevorzuge eher direkte Bewerbungen. Das heißt nicht, dass ich das nicht trotzdem machen werde, ich nehme durchaus alles Feedback mit. Dennoch werde ich auch weiterhin alles kritisch hinterfragen und Bedenken entsprechend äußern statt alles blind zu akzeptieren. So bekommt man auch weit umfrangreichere Meinungen und sonst bräuchte ich hier auch nicht mehr zu posten. Konkreter machen werd ich es sowieso erst im Weihnachtsurlaub. Insofern wundert es mich, dass du Bedenken und Ausreden verwechselst. Klar habe ich Bedenken, es geht ja auch um wichtige Entscheidungen. Das hat aber nichts mit den Schlüssen und Konsequenzen zu tun, die ich am Ende des Tages für mich ziehe.

Ich bin außerdem auch mit 41k eingestiegen, das ist aber gar nicht das Thema. Bekommt man bei Accenture die ohnehin jeden Monat anfallenden mindestens 20-40 Überstunden denn auch vergütet (mit 30-100% Zuschlägen je nach Tag und Zeit)? So kann ich mir mein Gehalt auch auf 60k schönreden (Firmenwagen und Home Office Vertrag setze ich mal als Standard voraus, 38h Vertrag sind auch nochmal 5%). Ich habe schon von Accenture Leuten gehört, die nicht einmal Travelzeiten schreiben durften.. War aber um eine Ecke, daher kann ich den Wahrheitsgehalt nicht bewerten, vielleicht waren es auch nur vertraglich abgegoltene Überstunden. Also wenn man in der Branche irgendwo ausgenutzt wird, dann doch wohl dort. Daher seh ich das nun nicht gerade als Idealbild von Arbeitgeber an, auch wenn ich nicht bestreiten möchte, dass es sicher auch bei Accenture funktionieren kann. Dasselbe gilt für Ernst&Young und Konsorten, also die großen reinen Unternehmensberatungen. Vielleicht auch einfach einen Versuch wert, keine Frage, nur eben sicher nicht der heilige Gral. Den suche ich mehr in mittelgroßen Firmen.

Mein Gefühl ist nur dass einige Aussagen (mal z.B. MrJack und joeblow ausgenommen) doch recht realitätsfremd sind oder die Welt zumindest durch eine rosarote Brille sehen. Das liest sich ja fast so wie auf wiwi-treff und ähnlichen Foren, wo alle mitreden aber die wenigsten wirkliche Erfahrungen oder Wissen aus erster Hand haben. Das Paralleluniversum in dem jeder Graduate bei Accenture nach fünf Jahren Manager (oder gar Partner?) ist, möchte ich auf jeden Fall mal kennenlernen. Wen managen die denn dann alle?

Dass ich definitiv den Job wechseln möchte steht doch gar nicht zur Diskussion. Irgendwie führt die Debatte am eigentlichen Punkt vorbei - der Frage nach dem "wann?" und dem konkreten Ansatz und nicht nach der Meinung Außenstehender, wie es denn in der Branche aussieht. Einige Beiträge fand ich durchaus gelungen, danke. Der Thread hat seinen Zweck für mich dennoch erfüllt.

bearbeitet von Smoon

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Gast 11223344

Für mich liest sich das so aber ist ja gut wenn es nicht so ist.

Ich versteh nicht was wir dir sagen könnten. Du hast eigentlich alle anderen Optionen ausgeschlossen. Bewirb dich doch bei anderen Beratungen oder wechsle zu einer Firma. Ich finde auch mit der Spezialisierung auf Security bewegst du dich WAHRSCHEINLICH nicht grad näher ans "business" heran.

Das nennt sich dort halt Manager. Deshalb die ". Die Stufen können ergoogelt werden. Überstunden werden vergütet oder abgefeiert, wenn man sie nicht unter den Tisch fallen lässt. Bei Capgemini IT auch.

und nicht nach der Meinung Außenstehender

Ich hab nen IT Background + BWL und arbeite bei einem globalen Technologiekonzern in der Strategie ;)

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Hmm vielleicht hab ich mich auch nicht klar ausgedrückt, aber es ist ja auch nicht, als wollte ich von heute auf morgen sämtliche Technik unter den Tisch fallen lassen. Ich möchte nur in _Richtung_ von mehr Strategie. Der gesamte Prozess darf ruhig eine Weile dauern, sofern man einen Progress erkennen kann. Insofern habe ich eure Kommentare durchaus positiv aufgenommen. Das einzige was ich (von den bisherigen Punkten im Thread) kategorisch ausschließe ist eine Programmierkarriere und _momentan_wieder zu studieren. In ein paar Jahren kann ich es mir durchaus vorstellen nebenberuflich beispielsweise einen MBA anzugehen, momentan würde es zu viel, weil ich grad noch ein paar andere Baustellen in Sachen Fortbildung habe und weil ich wirklich akut einen Tapetenwechsel brauche. Aber von Network Engineering ohne Zwischenschritte in Strategieberatung zu wechseln erscheint mir ebenso etwas drastisch, weil ich dann jede Menge Know-how und erworbene fachliche Seniorität aufgeben würde.

Das ist aber tatsächlich der Punkt bei dem ich mir ja selbst auch noch unsicher bin, dazu fehlt mir der Einblick in oder die Vorstellung für den genauen Berufsalltag der entsprechenden Jobs und ich weiß nicht, ob ich das letztendlich überhaupt möchte. ;-) Daher ja der Hinweis, dass ich mir z.B. auf lange Sicht eine CISO Rolle gut vorstellen könnte, wobei ja auch die viele CISOs mit Visibilität im Unternehmen zu kämpfen haben. Tendentiell denke ich also sehr wohl, dass Security Consulting am ehesten in meine gewünschte Richtung geht, wenn man denn die richtige Company dazu findet. - Also eine, die den Job aus strategischer, planerischer und prozessorientierter Sicht angeht und nicht als Leiharbeiter zur Firewallkonfiguration.

Meine Frage war also eigentlich viel allgemeinerer Natur, aber hat sich weitgehend durch die Gedanken die ich mir beim Lesen und Schreiben in diesem Thread selbst gemacht habe beantwortet. Ich denke man kann auch klar den Frust der letzten Wochen herauslesen, daher brauchte ich einfach mal etwas Abstand und Reflektion. Wenn keiner mehr etwas dazu zu sagen hat, ist das auch okay. :-)

Okay, gemäß http://www.indeed.co...gnations/t30048 entspricht "Manager" bei Accenture in etwa meiner aktuellen Rolle, außer dass bei uns der nächste Schritt etwas leichter und dafür der übernächste umso schwerer ist, außer man geht weg und lässt sich erneut einstellen. ;D

bearbeitet von Smoon

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Gast 11223344

Ich hatte auch mal mit dem Gedanken gespielt in die IT Beratung zu gehen. Das hab ich gelassen, weil ich dort einfach zu wenige Perspektiven nach oben sehe. Du kommst aus dem Feld schwer wieder raus. Zumindest in Deutschland. Der Sprung in die Strategieberatung wäre wahrscheinlich schon zu groß ohne noch mal den Umweg über die Uni zu nehmen.

Hier sind ein paar ganz reale Optionen:

http://www.unilever....logy/index.aspx

Für deinen Wunsch kannst du entweder in die Industrie wechseln und dann versuchen dort aufzusteigen. Je nach Größe der Firma spielt da aber Glück ne große Rolle. Oder alternativ gehst du rüber in diese Schiene der Beratung, fängst dort an die Beraterteams zu führen (wichtig) und wechselst dann zu einer Firma und zwar gleich in eine Position mit Verantwortung. Da deine Nische aber sehr eng ist wenn es um höhere jobs geht, musst du dir da aber schon einen Namen machen. Also Netzwerken und dich ins Sichtfeld bringen innerhalb der Fachwelt. Und wenn dann mal die Luft am brennen ist und Geld keine Rolle mehr spielt, weil der Ruf der Firma auf dem Spiel steht (oder Daten einfach das Kapital der Firma sind) dann wird man den Besten suchen den man grad bekommen kann. Aber an dich wird man dabei nicht denken, wenn du dich hinter dem Schreibtisch versteckst.

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Daher ja der Hinweis, dass ich mir z.B. auf lange Sicht eine CISO Rolle gut vorstellen könnte, wobei ja auch die viele CISOs mit Visibilität im Unternehmen zu kämpfen haben.

Willst dir das eigentlich wirklich antun? CIO und CISO sind gerade in den letzten Jahren absolute Schleudersitzpositionen, samt ihres gesamten Stabs manchmal :D

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Das Problem mit der Security ist, dass es so lang okay ist bis gewisse Vorhaben dran scheitern, dass Security einhalten eben viel Geld kostet...

Und dann gehts los...

Man ist sehr schnell der Buhman der alle Prozesse lahmt, wenn man für den Sicherheitsaspekt verantwortlich ist.

bearbeitet von MrJack

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Willst dir das eigentlich wirklich antun? CIO und CISO sind gerade in den letzten Jahren absolute Schleudersitzpositionen, samt ihres gesamten Stabs manchmal :D

Wenn ich das mal selbst wüsste. :-) Dann gäbe es wohl auch den Thread nicht. Ich seh es zumindest als eine Chance aus einer recht kleinen Nische in eine weit größere zu wechseln und dennoch Profit aus meinem Technikwissen zu schlagen.

Das Problem mit der Security ist, dass es so lang okay ist bis gewisse Vorhaben dran scheitern, dass Security einhalten eben viel Geld kostet...

[...] Man ist sehr schnell der Buhman der alle Prozesse lahmt, wenn man für den Sicherheitsaspekt verantwortlich ist.

Ach, ich seh das recht pragmatisch. Der moderne Gedanke von Security ist ein inkrementelles Modell. 100% ist nicht erreichbar und Security wird als fortwährender Prozess hin zu einem nicht erreichbaren Ideal verstanden. Letzen Endes ist es vielmehr das Abwiegen von Risiko gegenüber Kosten. Risikoanalyse und Awareness im gesamten Unternehmen für die entsprechenden Themen zu schaffen sehe ich als die Hauptaufgaben, nicht striktes Beharren auf Vorgaben. Man darf sich auf keinen Fall als Blockadefunktion verstehen, sondern muss kooperieren, um mit einem möglichst geringen Risiko die unternehmerischen Ziele zu erreichen.

Ich bin nicht zwingend fixiert auf den Bereich, habe eben nur das Gefühl dass ich damit meinen Zielen näher komme ohne meine Wurzeln und mein Know-how wegzuwerfen. Netzwerk und Security sind zwar beides Nischen, aber keine die irgendwie verebben würden oder problemlos nach Bestshore ausgelagert werden könnten. Ganz im Gegenteil seh ich in beiden Bereichen enormes Wachstumspotential. Im Netzwerk habe ich eben nur das Gefühl, dass es noch viel weniger strategisch und als notwendiges Übel gesehen wird, als es im Security Bereich der Fall ist. Mit Security kann man den Leuten zumindest Angst machen. ;-) Durch Virtualisierung und Cloud verschwimmen im Netzwerk zwar etwas die Grenzen und eine Menge traditionelle Netzwerker sind extrem überfordert, aber gerade das bremst das Potential auch enorm, weil man zwar strategisch viel machen könnte, aber das alles nichts bringt, wenn das Betriebspersonal damit völlig überfordert wäre und fähiges Personal zu teuer ist.

Ich möchte gar nicht wissen wie viele Milliarden täglich verloren gehen, weil Arbeitnehmer sich mit lahmenden Applikationen und Intranetseiten herumärgern (alles schön auf Sharepoint umstellen und parallel weltweite Data Center Consolidation anyone?). Oder die Folgen von schlechten Betriebsprozessen im Firewallbetrieb mit hunderten von Excel Sheet Freischaltungsanträgen. Oder die Folgeprobleme von IPv4 und den wildesten NAT Konstrukten. Das ist eben nur alles schwer quantifizierbar im Gegensatz zu den Personalkosten von gutem Betriebspersonal. Selbst Firmen die ordentlich in Netzwerk investieren, nutzen selten auch nur ansatzweise die Möglichkeiten aus, die ihnen die Geräte theoretisch bieten könnten. Letzten Endes bremst einen das eben auch als Consultant aus, wenn es zwar spannende und interessante Lösungen gibt, aber diese nie implementiert werden, weil es auf Kundenseite niemanden gibt, der den nötigen Input liefern oder den späteren Betrieb leisten könnte. Security hat hier den klaren Vorteil, dass es mehr darum geht was man _nicht_ macht, als was man _machen könnte_.

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Wenn du keine Value adden kannst, brauchst du eine Turnkey Solution. Viel zu incremental, raus aus dem Call. Asapst. Der Favourit ist das Big Picture, statt Monetarisierungstrigger zu reenforcen. Delivered?

Ernsthaft, Berater verdienen gut und sind wichtig. Otto-Normal-Bürger hält sie jedoch für das Übel der Welt, für den Untergang der Schlecker-Frauen, das überbezahlte Böse schlechthin.

Warum machst du dich nicht selbsständig?

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