Wie Du mit Kritik umgehen kannst

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noch keine Antwort ? na dann fang ich mal an

Vielen Dank für den Post. Ich steiger mich mal gerne zu stark rein, wenn ich kritsiere oder auch kritisiert werde.

Den Text hier werd ich mir mit Sicherheit noch öfter durchlesen.

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Kannte den Text schon von deiner Seite. Ich finde es gut, dass du ihn hier noch einmal veröffentlichst, das wird hier bestimmt vielen Leuten weiterhelfen. Danke dafür!

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In manch anderen Kontexten sind Fehler als Feedback unablässig, wie zum Beispiel bei Balance auf einem Fahrrad. Das Lenken gleicht hier regelmässiger “Fehlerkorrektur”

Ich wünsche mir wirklich mehr Feedback. Satsang, hast du einen Tipp für mich, wie ich mehr Feedback bekommen kann? Wenn ich direkt frage, sind die Antworten oft unbefriedigend, wie zum Beispiel Du bist in Ordnung.

Selten sagt jemand Du sollst mehr Respekt zeigen und ich ahne was gemeint sein könnte. Die positive Absicht meiner von anderen empfundenen Respektlosigkeit könnte Suche nach Anerkennung und Nähe sein, genau weiß ich es nicht.

Ich frage dich weil es mir sehr schwer fällt, einen Freundeskreis aufzubauen und zu pflegen. Leider tappe ich bei der Ursachensuche im Dunkeln und kann nur vermuten. Wenn ich vermute, oft viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, alleine durch Anwesenheit, sollte ich dann aufgrund dieser Vermutung zurückhaltender und unscheinbarer werden?

Wenn sich Menschen in meiner Anwesenheit ungewöhnlich verhalten, zum Beispiel durch Profilierungsgehabe, was kann die Ursache sein und wie komme ich an diesem Punkt weiter?

Danke und Gruß

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In manch anderen Kontexten sind Fehler als Feedback unablässig, wie zum Beispiel bei Balance auf einem Fahrrad. Das Lenken gleicht hier regelmässiger “Fehlerkorrektur”

Ich wünsche mir wirklich mehr Feedback. Satsang, hast du einen Tipp für mich, wie ich mehr Feedback bekommen kann? Wenn ich direkt frage, sind die Antworten oft unbefriedigend, wie zum Beispiel Du bist in Ordnung.

Dein Thema lässt sich am besten mit dem Zitat von Fritz Perls übersetzen:

"Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust.

Ich bin nicht auf dieser Welt, um nach deinen Erwartungen zu leben,

und du bist nicht auf dieser Welt, um nach den meinen zu leben.

Du bist du, und ich bin ich,

und wenn wir uns zufällig finden, – wunderbar.

Wenn nicht, kann man auch nichts machen."

Alles was du tun kannst ist das zum Ausdruck zu bringen, was du willst. Das klingt einfacher als es für manche ist. Ich kenne viele Menschen, die wurden gar nicht so erzogen das äussern zu dürfen, was sie wirklich wollen. Aber dennoch ist das der beste Weg, um sich auszudrücken, und um die Scheu abzulegen und sich zu öffnen. Bezugnehmend auf das Zitat von Perls kannst du also deinem Freundeskreis sagen, was du dir wünscht, also mehr Feedback bezüglich deines Verhaltens. Aber erwarten kannst du es nicht. Du kannst aber dann , sollte dennoch kein Feedback kommen, den Freundeskreis wechseln, oder einzelne Kontakte.

Ich hatte eine Freundin, die hat immer das Gesicht verzogen, um mich merken zu lassen, dass sie enttäuscht ist, dass ich nicht das tat was sie sich wünschte, und als ich gefragt habe was sie hätte, sagte sie "alles ok".

Natürlich ist das inkongruent, weil das Gesagte nicht zum Gezeigten passt. Ich habe ihr das gesagt, und sagte ihr zudem, dass ich nicht in der Lage bin Wünsche und Vorlieben anderer zu erahnen, es sei denn sie sagen was sie wollen. Gedankenlesen funzt halt nicht.

Irgendwann kamen wir dann im Gespräch soweit, dass sie als Kind nie äussern durfte was sie will, alles wurde ihr mehr oder weniger aufgedrängt und bei Zuwiderhandlung gab es Konsequenzen. Wir haben dann vereinbart, dass sie das mit mir übt, und irgendwann hatten wir dann eine auf Offenheit basierende Beziehung. Sie konnte sagen was sie will, also z.B. Sachen wie Ausgehen, oder Kino, Urlaub, und konnte es dann auch mal ertragen, wenn ich nein sagte, oder andere Vorstellungen hatte.

So kann es im Positiven laufen, und schlimmstenfalls trennt man sich halt und spielt das Spiel der Erwartungen mit einem neuen Partner.

Selten sagt jemand Du sollst mehr Respekt zeigen und ich ahne was gemeint sein könnte. Die positive Absicht meiner von anderen empfundenen Respektlosigkeit könnte Suche nach Anerkennung und Nähe sein, genau weiß ich es nicht.

siehe Oben, die Wenigsten haben die Erfahrung und den Schneid das sagen zu können, was sie stört, oder was sie wollen.

Ja und klar, deine positive Absicht könnte Suche nach Anerkennung sein, aber das ist weniger ein persönliches, denn ein systemisches Problem. Ich wage die These aufzustellen, dass jeder Mensch bedürftig wird, wenn er mit Menschen zusammen ist, die einen nicht achten, oder die Bedürfnisse nicht stillen.

Systemisch liegt der "Fehler" in der eigenen Monokausalität vergraben. Als Beispiel geht der Mann feiern, weil seine Frau nervt, und seine Frau nervt, weil er feiern geht. Beide Monokausalitäten wirken sich auf das gesamte Beziehungssystem aus.

Das Selbe als Beispiel , wenn einer zu seiner Frau sagt "Ich liebe dich nur, wenn du mich liebst" und die Frau sagt das Selbe.

Dieses Problem hat Osho auch erkannt mit seiner Metapher der zwei Bettler:

"Keiner von euch kann lieben, weil in eurem Innern keine Liebe strömt. Wenn ihr zu jemandem sagt: »Ich liebe dich!«, schenkt ihr damit im Grunde keine Liebe, sondern bittet um Liebe. Ihr alle bittet nur um Liebe und wie kann jemand, der selber um Liebe bittet, Liebe schenken? Wie könnten Bettler Kaiser sein? Wie könnten Leute, die um Liebe betteln, Liebe-Schenkende sein?

Ihr alle bettelt gegenseitig um Liebe. Innerlich seid ihr Bettler, die irgendwen bitten, sie zu lieben. Die Ehefrau bittet ihren Mann um Liebe, der Ehemann bittet seine Frau um Liebe, die Mutter bittet ihren Sohn, der Sohn seine Mutter; Freunde bitten Freunde um Liebe. Alle bettelt ihr einander um Liebe an, ungeachtet der Tatsache, daß der Freund, den ihr bittet, selber um Liebe bettelt. Ihr seid wie zwei Bettler, die voreinander stehen und ihre Bettelschale hinhalten."

Der beste Weg mit der eigenen Bedürftigkeit umzugehen, ist aus seinem eigenen Mangel des Wollens in den Zustand des Gebenden zu kommen, also der zu sein, der gibt. Als Beispiel, wenn ich eine Nackenmassage will, dann frage ich meine Frau, ob sie eine Massage will und gebe ihr eine. Wir Menschen neigen dazu zurückgeben zu wollen. Natürlich bin ich aber kein Perpetum Mobile. Wenn ich merke, dass nichts zurück kommt, dann bin ich wohl nicht an die Richtige geraten, und langfristig hat das eben Konsequenzen.

Ich frage dich weil es mir sehr schwer fällt, einen Freundeskreis aufzubauen und zu pflegen. Leider tappe ich bei der Ursachensuche im Dunkeln und kann nur vermuten. Wenn ich vermute, oft viel Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, alleine durch Anwesenheit, sollte ich dann aufgrund dieser Vermutung zurückhaltender und unscheinbarer werden?

Natürlich sollst du dich nicht verbiegen nur um so zu sein, wie dich andere gerne hätten. (Siehe Perls Zitat)

Sei wie du dir am besten gefällst und die Leute um dich herum werden dich entweder mögen oder nicht. Beides ist ok.

Wenn sich Menschen in meiner Anwesenheit ungewöhnlich verhalten, zum Beispiel durch Profilierungsgehabe, was kann die Ursache sein und wie komme ich an diesem Punkt weiter?

Die Ursache ist bei jedem Menschen wahrscheinlich ähnlich aber dennoch individuell. Du kannst dieses Verhalten entweder akzeptieren, oder für dich Konsequenzen ziehen. Verändern wirst du es nicht können, es sei denn du bist Therapeut und bekommst dafür extra einen Auftrag. Wenn du zu jemanden dennoch eine starke Verbindung hast, einen guten Draht, guten Rapport, dann kannst du dennoch fragen, was derjenige mit seinem Verhalten genau bezwecken will, aber du solltest auch deine eigene positive Absicht hinter dieser Frage erörtern, und dir keine Antwort erwarten.

Peace

Sat

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Danke dir, Sat. Ich denke darüber nach. Die Metapher hilft, so verstehe ich am besten. Da fällt mir noch ein Punkt ein, der an mir kritisiert wurde:

Du könntest mehr auf andere eingehen.

Positiv umgedeutet lautet die Aussage Ich will deine Aufmerksamkeit.

Genau das probiere ich mal. Aufmerksamkeit verschenken; nicht durch reden oder Fragen stellen, sondern durch mitfühlen.

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So kann es dir passieren, dass sich die Beziehung zu dir selbst auf eine wertschätzende und lösungsorientierte Art von heute auf morgen verbessern wird, und du dir selbst gegenüber mehr als ein Ratgeber, denn als ein Spielverderber fungierst.

Peace

Sat

Meiner Meinung nach hängst Du für mich selber noch ein klein wenig in der negativ Darstellung fest.

Wenn ich Gegensätze versuche zu beschreiben, fing ich ebenso an, das positive zuerst und dann das negative aufzuführen. Somit bleibt für mich das letzt genannte (negative) stärker in Erinnerung, als das zuvor (positiv) genannte.

Von daher bin ich dahin übergegangen meine Gegenüberdarstellung umzudrehen und von dem von wo ich weg will, zuerst zu nennen und das wohin ich will, danach im Anschluss zu nennen.

Meiner Meinung nach motiviert dies noch einmal um einiges mehr, da das zuletzt genannte für mich den Fokus beschreibt und der sollte nicht beschreiben, von wo ich weg möchte, sondern wohin ich mit meiner Absicht möchte.

bearbeitet von EndlessPerdition

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So kann es dir passieren, dass sich die Beziehung zu dir selbst auf eine wertschätzende und lösungsorientierte Art von heute auf morgen verbessern wird, und du dir selbst gegenüber mehr als ein Ratgeber, denn als ein Spielverderber fungierst.

Peace

Sat

Meiner Meinung nach hängst Du für mich selber noch ein klein wenig in der negativ Darstellung fest.

Nein, ich spreche ja von Dir, bzw in Du Form, meine also nicht mich. Wenn du jetzt die Fragetechnik anwendest, über die ich in dem Artikel spreche, dann könntest du dich zb fragen, welche positive Absicht ich mit der Formulierung verfolge.

Die Antwort ist schlicht, dass ich diesen Text hauptsächlich über das Metaprogramm "weg von" verfasst habe, um mit denjenigen in Resonanz zu gehen, die tatsächlich bis dato zu dieser Form von Kritik geneigt haben. Habe mir also auch bei der Struktur des Textes etwas gedacht ;-)

Peace

Sat

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Hey Sat, ich will dir nochmal danken und dich gleichzeitig warnen ;-) Seit deinem Tipp hänge ich nicht mehr im PUF rum und habe MEGA Drive bei den Ladies. Du hast mir derbe geholfen. Gutes Karma!

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Mit der Umwandlung von Vermeidung zu "zu etwas hin" kann ich auch wunderbar meinen negativen inneren Dialog vom lästigen Hindernis in eine unterstützung umwandeln. Vorher dachte ich muss den abstellen (hab sogar deswegen antidepressiva verschrieben bekommen), jetzt wird er nützlich. :good: :good:. Merk ich gerade. Ich hoffe die Technik wird mir langfristig helfen.

Trotzdem Vielen, vielen Dank schon jetzt.

bearbeitet von Nick Knertt

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So kann es dir passieren, dass sich die Beziehung zu dir selbst auf eine wertschätzende und lösungsorientierte Art von heute auf morgen verbessern wird, und du dir selbst gegenüber mehr als ein Ratgeber, denn als ein Spielverderber fungierst.

Peace

Sat

Meiner Meinung nach hängst Du für mich selber noch ein klein wenig in der negativ Darstellung fest.

Nein, ich spreche ja von Dir, bzw in Du Form, meine also nicht mich.

Zwei Dinge, zum einen fühle ich mich bei dem Wort Du, nicht angesprochen. Wüsste auch keinen Grund dafür.

Zum anderen existiert dort draussen kein Du. Alles um mich herum, alles was ich meine um mich herum wahr-nehmen zu müssen/können ist nichts weiteres als eine Projektion meines inneren Zustandes nach aussen.

Je nach dem wie mein innerer Zustand ist, werde ich auch meine Umwelt um mich herum wahr-nehmen.

Die Antwort ist schlicht, dass ich diesen Text hauptsächlich über das Metaprogramm "weg von" verfasst habe, um mit denjenigen in Resonanz zu gehen, die tatsächlich bis dato zu dieser Form von Kritik geneigt haben. Habe mir also auch bei der Struktur des Textes etwas gedacht ;-)

Peace

Sat

Meines Wissens nach ist "weg von" nur 1/3 des beschriebenen Weges den ich gehen kann. Mir fehlt hier nach wie vor, wie von mir bereits oben erwähnt die Zielsetzung. Das "hin zu".

Wenn ich für mich weiß von wem oder was ich weg möchte, muss ich zwangsgegeben nicht einmal wissen, wo ich danach stehe, geschweige denn wohin ich möchte.

Ähnlich dreier Räume, die ich alle nach einander durch schreiten kann. Im einen ist meine Vergangenheit, das wo von ich weg möchte. Daraufhin folgt der Flur, wo ich unter Umständen schon weiß wer ich bin, meine Gegenwart, bis ich dann den dritten Raum betrete und weiß wohin ich mich entwickeln möchte, meine Zukunft. Die Richtung in die ich schaue, dort wohin ich gehe. Das was für mich mein neuer innerer Antrieb wird.

Vielleicht denke ich auch an dieser Stelle, schon einen Ticken zu weit und für andere Menschen ist es ersteinmal wichtiger zu erkennen wo von sie eigentlich weg möchten ;-).

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Vielen Dank für Eure Beiträge.

So kann es dir passieren, dass sich die Beziehung zu dir selbst auf eine wertschätzende und lösungsorientierte Art von heute auf morgen verbessern wird, und du dir selbst gegenüber mehr als ein Ratgeber, denn als ein Spielverderber fungierst.

Peace

Sat

Meiner Meinung nach hängst Du für mich selber noch ein klein wenig in der negativ Darstellung fest.

Nein, ich spreche ja von Dir, bzw in Du Form, meine also nicht mich.

Zwei Dinge, zum einen fühle ich mich bei dem Wort Du, nicht angesprochen. Wüsste auch keinen Grund dafür.

Zum anderen existiert dort draussen kein Du. Alles um mich herum, alles was ich meine um mich herum wahr-nehmen zu müssen/können ist nichts weiteres als eine Projektion meines inneren Zustandes nach aussen.

Je nach dem wie mein innerer Zustand ist, werde ich auch meine Umwelt um mich herum wahr-nehmen.

Wenn du dich nicht angesprochen fühlst, wieso antwortest du dann? Was genau ist deine Intention? Streng genommen müsstes du, da es das Du in deiner Welt nicht gibt, schweigen, denn das Ich , das da plaudert ist nichts anderes, als das Du. :-D

Und nur weil es kein Du gibt, bedeutet es nicht, dass wir uns des Du nicht bedienen können, um gemeinsam zu kommunizieren, und vorallem mit Menschen zu kommunizieren, die sich des Umstands noch nicht ganz bewusst sind, dass das Du und das Ich nur Konstrukte sind.

Im oberbayerischen Edeka , wenn die Fleischverkäuferin mit den dicken Dingern mit einem "Mogst Du no a bisserl mehr Wurscht?" kommt, dann wirst du ihr auch nicht kommen mit "Du , in meiner Welt gibts kein Du," Das Ich gibts auch nicht, und wir sind eins!"

Wird wahrscheinlich ein dickes Fragezeichen auf ihrem Kopf erscheinen lassen, oder sie wird einfach sagen "Geh weida du Eso und kaf dei Wurst im Reformhaus!!"

Rapport ist das nicht ;-)

Peace

Sat

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Die Umkehrtaktik wende ich immer beim Problemlösen an. Ich schreibe auf was mich frustet und nehme die umkehrung als Ziel.

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Oben wurde es kurz mal von einem Anderen angesprochen, jetzt trotzdem nochmal:

Finde es sehr schwer, Kritik überhaupt zu bekommen! Ich weiß nicht genau, woran das liegt, kann mir allerdings vorstellen, dass sich die Leute einfach nicht trauen, mich darauf anzusprechen!

Wenn ich z.B. wieder irgendeine Aktion bringe und sehe, die kommt nicht gut an, dann sage ich:

" Hey, ich habe das Gefühl, dass du das grad nicht so cool fandest, was ich getan hab, geb mir doch bitte Feedback, wenn dich was stört, ich kriege das ansonsten wirklich nicht mit! Wäre super von dir, wenn du das machen könntest." Manchmal noch mit dem Zusatz:"ich höre mir das wirkich sehr gerne an und entscheide dann, ob ich wirkich was an mir ändere" (Es soll ja nicht so kommen, als ob ich das mache, was sie wollen. Ich hör mir das an und entscheide dann, ob mein VErhalten wirkich nicht in Ordnung war).

Es traut sich aber keiner! Entweder haben sie Angst, dass sie mich vergräulen oder sie wollen nicht in solch ein Gespräch investieren, da es wohl zu viel Aufwand ist, zu reflektieren... Oder wir sind nicht zu enge, für sowas. Ich versuceh dann, Rapport zu fahren.

Hat einer Erfahrung, wie man gut Feedback von allen verschiedenen Leuten (Job, Freunde, Uni, Familie) einholen kann?

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Gast GreenMile

Sehr sehr guter Thread. Da springt mir quasi die Lösung eines Problemes entgegen, welches ich schon lange mit mir rum trage.

No.1!

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Ohne dir (Threadstarter) zunahe treten zu wollen, aber ich glaube, dass diese Sichtweise so verabsolutiert ziemlich naiv ist und dass es dir an Lebenserfahrung mangelt. Kritik kann durchaus aggressiv oder passiv-aggressiv formuliert und narzisstisch motiviert sein. Quasi nur als "Kritik" getarnt sein.

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smosh, auch darin ist dann eine positive Absicht zu erkennen, nur ist diese dann vielleicht nur für den Kritiker selbst positiv, bzw. der ist mit dieser Kritik ausschließlich bei sich. --> also überprüfen, ob vielleicht doch etwas an der Kritik berechtigt oder sonstwie nützlich für Dich ist, ansonsten nicht weiter beachten.

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kittekat, ich bin da voll bei dir, denn im Enddeffekt kommt es immer auf den Blickwinkel an unter dem dir Kritik betrachtet wird. Der Kritiker selbst kann durchaus eine positive Absicht mit seiner Kritik bezwecken, allerdings kann diese für den Kritisierten negativ rüberkommen. Ich finde generell sollte man sich auch immer die Frage stellen, wer gerade kritisiert. Ist derjenige der die Kritik ausübt jemand, der selber den Beweis erbracht hat, dass er das worin er die Kritik ausübt selber beherzigt und umsetzt oder ist es nur jemand, der dir erzählen möchte, wie dein Leben funktioniert? Bei dem der den Beweis erbracht hat, dass er es besser kann als du, kann man durchaus offen für diese Kritik sein, wohingegen derjenige der einfach nur kritisiert ignoriert werden sollte. Liebe Grüße

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Ich kann das was du geschrieben hast aus meiner Sicht bestätigen. Ich habe mich mal mit einem Diplomaten unterhalten und der hat mir gesagt wir das in denn Kreisen ist. Stellt euch vor, vor 200 Jahren haben sich 2 Diplomaten getroffen. An diese Position hat man immer nur Menschen von hoher Qualität gesetzt, die aus Ihrem ganzen Umfeld der Kindheit schon ein gewisses verhalten kannten. Da stehen 2 Menschen, die im Auftrag einer sehr Hochwertigen Sachen mit einander Kommunizieren. Sie wissen, dass alles was sie falsch machen sich später gegen sie selber richtet. Oder 2 Offiziere streiten mit einander und der erste der beleidigt hat verloren. Dann muss die Ehre wieder hergestellt werden. Kommunikation bedeutet für mich, dass man alles sagen kann was man möchte aber immer so das man denn anderen nicht kritisiert. Nach meinem Verständnis... Aus meiner Sicht.... Das sind nach meiner Erfahrung Formulierungen die sehr gut sind. Stellt euch vor, es gibt um jeden Menschen eine Kreis in denn man nicht vertreten sollte. Denn da hat er das sagen. Wenn du in die Reichweite einer Schlage kommst, wunder dich nicht das du gebissen wirst. Ich nutze wenn es möglich ist, keine Absoluten Aussagen in meiner Kommunikation. Ich sage immer aus meiner Sicht, nach meinem Verständnis oder ich habe das Gefühl......

Dadurch sprecht ich immer von dem was ich meine und was mich bewegt. Ich streite mich auch nicht mit anderen Menschen. Denn das kostet aus meiner Sicht Zuviel Energie. Ich kann sehr gerne meiner Sicht auf die Dinge erörtern. Mehr auch nicht.

Wenn man das macht, kann man sehr deutlich sehen wie andere Menschen nicht weiter kommen wenn sie sich gerne Streiten wollen. Es ist wie eine Wand, an der der andere nicht vorbei kommt. Wenn man das dann noch positiv formuliert, ist das ein sehr gute Möglichkeit um im Alltag zu bestehen.

 

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Kann es nur bestätigen!

Ich war nicht der kritikfähigste Mensch, bzw. bin es eig immernoch nicht. Aber ich habe mich selber oft damit befasst um mich persönlich in der Hinsicht zu entwickeln.

Immer das positive daraus ziehen und dir selber sagen dass du es beim nächsten mal besser machst!!!

Es bringt dich persönlich weiter und es hilft den Menschen gegenüber. Stimme dein Mindset ab.

Ich habe jetzt als Ingenieur angefangen und natürlich ist die Verantwortung gestiegen, und merke dass ich immernoch "Angst" habe, etwas falsch zu machen und dadurch kritisiert zu werden. Ich bin noch lange nicht am Ziel, aber stimme dein eigenes Mindset ab, und es wird mit der Zeit besser.

Das geschieht nicht von von heute auf Morgen, es können Monate vergehen, wird sich aber lohnen =).

 

 

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Ich habe häufiger festgestellt, dass eine Reihe Leute echt Probleme damit haben überhaupt zu kritisieren. Was mich nerven gekostet hat, war z.B. bestimmten Frauen aus der Nase zu ziehen, was genau sie eigentlich gerade beschäftigt.  Eine gute, platonische Freundin war mal sauer. Ich dachte mir, dass sie das stören würde und auf ihrem Geburtstag umarmte ich sie und entschuldigte mich nochmal. Sie entgegnete mit halb hochgezognenen Augen unschuldig 'nee, hee *prettygoodfakesmile* ach quatsch, ich war doch nicht sauer'.

Später kam sie dann, lächelte mich dieses Mal wirklich an, setzte sich hin und sagte, dass die Geburtstagskarte echt lieb war und sie weiss, dass ich sie nicht absichtlich ärgern wollte. Da hatte sie mir dann verziehen. Also das konnte ich in ihren Augen und einfach dem Verhalten lesen. Sie hatte immer Probleme Sachen mal anzusprechen. Die ist sehr stolz und will sich immer kleine Blöße oder Schwäche oder sonstwas geben. Ähnliche Sachen sind mir auch bei anderen Leuten aufgefallen. Selbst unter Freunden, wo man eigentlich bessere Kommunikation erwarten würde.

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