Gefahr von Selbstbewusstsein/Glauben

20 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

Hallo,

Es wird immer wieder hier eingebläut das man an sich doch glauben möge.

Das Glauben Realität schafft etc. Es lassen sich sehr viele Threads darüber finden.

Wann geht es zu weit?

Wann ist man Narzisstisch oder einfach Naiv?

Ich würde hier zwei Dinge herausheben:

1.

Wenn man sich von außen nicht korrigieren lässt. (Genau das wird einem immer eingebläut, bloß nicht verbiegen lassen).

2.

Wenn man seinen Belief nicht verifizieren kann. Es lässt sich also nicht messen.

Glaube: Ich bin stark.

Wie stark?

3.

An sich laufen fast alle Beliefes auch nach gewissen Schemen ab, ansonsten verliert man den Glauben an ihnen und dies hat meiner Meinung einen guten Grund.

Man stelle sich eine Antilope vor mit dem Beliefe, er könne einen Löwen totbeißen.

Lässt sich aber von außen nicht korrigieren.

Lässt sich von Erfahrung nicht korrigieren.

Bei letzterem wird es schwierig!

Es geht ja auch immer um eine Balance.

Um die Frage, wann etwas nicht möglich ist und nie möglich sein wird und wann es unter anderen Umständen möglich ist.

Diese graue Zone wird von Marketingexperten ausgenützt.

Alles ist möglich etc. Slogans.

Hier geht es wiederum um das Phänomen von nicht möglich halten, weil es dies noch nie gab.

lg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sobald das Selbstbild der Realität zu stark widerspricht wird man überheblich. Das ist ein Patentrezept um auf andere unsympathisch zu wirken.

Als ich mal versucht habe Eckhard Tolles Lehren umzusetzen, wurde ich psychotisch und überschätzte mich maßlos. Vor allem meinen Gesundheitszustand. Damals kam Arthrose und ich redet mir ein, das einfach zu akzeptieren, anstatt sie zu behandeln. Jetzt bin ich fast schmerzfrei, weil ich mich endlich mit der Krankheit ernsthaft befasst habe, anstatt sie zu Verleugnen.

Meine chronische Müdigkeit kam unter anderem von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wenn du dich dann mit solcher Literatur pushst, dann mobilisierst du eben deine Notfallreserven, denn dein Körper will einfach nur ausruhen. Das geht eine Zeit lang gut, bis du zusammenbrichst.

  • TOP 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wann geht es zu weit?

(..)

Wenn man sich von außen nicht korrigieren lässt. (Genau das wird einem immer eingebläut, bloß nicht verbiegen lassen).

1461090_10152825689335942_69229427_n.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hey smileface,

ich erinnere mich, als ich unlängst auf einer Veranstaltung von Robert Dilts war und er von der journey through breast cancer seiner Frau erzählte. Jemand im Publikum fragte, ob sie alleine durch positives Denken und NLP geheilt wurde und Robert antwortete sinngemäß: "Zuerst einmal war wichtig, zu akzeptieren was ist. Danach kam alles andere".

Auch deine Antilope muss zuerst einmal akzeptieren was ist. Ihr Gebiss ist dem eines Löwen unterlegen. Ihre Beine aber können ihr eine schnelle Flucht ermöglichen. Worauf soll sie sich nun konzentrieren? Fester zuzubeißen oder schneller zu rennen?

Es wird immer wieder hier eingebläut das man an sich doch glauben möge.

An sich glauben heißt nicht, sich einzureden man sei der Größte /Stärkste/Tollste. Da hast du was gehörig falsch verstanden. Selbst-bewusst-sein in seiner Wortbedeutung schließt Stärken und auch Schwächen gleichermaßen mit ein. Und gerade dort hinschauen zu können wo es wehtut ist die Kunst. Sich auf die Schulter klopfen ist leicht. Seine Unzulänglichkeiten und Schatten zu umarmen etwas ganz anderes.

Genau das wird einem immer eingebläut, bloß nicht verbiegen lassen

Ganz ehrlich, ein Mensch der sich nichts sagen lässt und komme was da wolle auf seinem Standpunkt beharrt, ist in meiner Welt kein Alpha, sondern ein armer Wicht. Im Übrigen strotzen deine Behauptungen vor Metamodellverletzungen. Ich beispielsweise bläue derlei Dinge keinem ein. Weil ich weiß, dass wer sich nicht auch mal biegen kann, der bricht wenn es mal hart auf hart kommt.

Herzliche Grüße,

Tsukune

  • TOP 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ganz ehrlich, ein Mensch der sich nichts sagen lässt und komme was da wolle auf seinem Standpunkt beharrt, ist in meiner Welt kein Alpha, sondern ein armer Wicht.

Dann müssten extrem erfolgreiche und entscheidungsstarke Menschen in deiner Welt auch arme Wichte sein. Nein sind sie bestimmt nicht, nur hier hilft das Urteil armer Wicht nicht viel. Ich kann mich an meine Zeit in der Trainerausbildung erinnern, als wir Mikroteaching geübt haben, da fragte mich der Trainer, welche Art von Feedback ich mir wünsche? Was genau wollen Sie verbessern? fragte er mich.

Ich war total baff. Bis dato kannte ich im großen und ganzen nur Leute, die einem ständig sagten wie was besser sei, aber im Prinzip ist das eine reine Projektion der einen Welt auf die andere, ungeachtet der Inkompatibilität. Der Trainer war auch gleichzeitg in Transaktionsanaylse ausgebildet, und es ist ja auch irgendwo so ein Dilemma. Wenn ich einen Ratschlag bekomme etwas zu ändern, ohne dass ich denjenigen damit beauftragt habe, werden Widerstände erzeugt. Was ist die Ökologie dahinter, logisch, die Beliefs werden geschützt in der Annahme sie sind das Beste, was im Moment greifbar ist. Daher ist mir Erfahrung der Fehler lieber, als das Befolgen des Ratschlags an sich, da ich nicht weiss, was passiert wäre, ohne die Erfahrung zu machen. In diesem Prozess kann der arme Wicht nur der sein, der den selben Fehler zwei mal macht.

Eine andere Geschichte hat mich gelehrt, dass es wichtig ist, und wann es wichtig ist auf sich zu vertrauen, wenn andere anderer Meinung sind.

Ich habe an einem Leadership Assesment teilgenommen und sie spielten mit uns dieses Spiel du hast 60 Minuten, gleich lange Papierstreifen, Schere, Kleberolle, 5 Leute, und baue einen Turm. Drei Gruppen, und der Sieger der den höchsten Turm baut, kommt weiter.

Später, habe ich dann erfahren, dass das Metaziel hier die Gruppenbildung war , wer die Führung übernimmt, inkl Gruppendynamische Prozessanalyse.

Die Gruppe folgte einem typischen Verlauf über Storming bis zum Performing, und die knappe Zeit hat dann eben noch mehr Druck und Stress aufgebaut. Irgendwann kamen wir an den Punkt, wer die Rolle der Bauleitung übernimmt. Dies wurde aber nicht verhandelt, sondern ergab sich aus dem Prozess selbst, bzw aufgrund der Bauidee. Ich hatte die Idee, dass wir aus den Papierstreifen flexible Röhren bauen und diese dann zu Vierecken verkleben um sie auf die selben Röhren vertikal gesetzt zu stapeln, sodass eine Art Skyscraper entstanden ist. Ein anderer, sowie seine zwei Kumpels hatten eine andere Idee, die ich aber nach kurzer Überlegung als schwachsinnig empfand, da die restliche Zeit in der Bauart viel zu lange gebraucht hätte. Sie wollten Dreiecke zusammenkleben zu so einer Art Prisma. Letztendlich konnte ich sie von meiner Bauidee überzeugen, aber es war hart, und ich hielt einfach nur meinen Frame, getreu dem alten Lobbyisten Motto folgend, es gibt kein richtig oder falsch, sondern nur ein harter, und ein weicher Frame. Ich wusste nicht ob meine Idee besser war als ihre, aber ich habe an mich geglaubt, und ich werde bis heute nicht wissen, ob wir auch mit dreiecken gewonnen hätten. Dies hat etwa 90% der Zeit gedauert, und die restliche Zeit wurde damit verbracht die Produktion der Röhren zu koordinieren und diese mit einem anderen zusammenzulkleben. Meine Vorgehensweise bestand darin einen Preframe zu setzen, dass der Erfinder auch delegiert und Miniteams bestimmt. Innerhalb von 8 Minuten haben wir den Turm fast bis zur Decke hochgezogen und das Ding gewonnen. Von dem Sieg hat die ganze Gruppe profitiert.

Das Ergebnis war Win, und gleichzeitig ein letztlich kooperierendes Team aufgrund der Fähigkeit zur Flexibilität aller anderen, trotz einer lange Zeit ungewissen Führung, mit einem Führungsvakuum. Führen tut der, der sich innerhalb des Gruppenprozesses durchsetzt und logischerweise gleichzeitig auch auf die Bedürfnisse der Gruppe achtet.

Ich glaube, hätte ich nicht an mich geglaubt, und hätte ich keine Vision gehabt, wie der Turm auszusehen hat, und wie wir da hinkommen, hätte ich meinen Frame auch nicht halten können.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Wann geht es zu weit?

(..)

Wenn man sich von außen nicht korrigieren lässt. (Genau das wird einem immer eingebläut, bloß nicht verbiegen lassen).

1461090_10152825689335942_69229427_n.jpg

Sehr nett.

Leider ist die Realität zu komplex um mit Modellen(hier Schwarz) zu reagieren.

Vor allem Schwarz - einseitige oder nur zweiseitige Modelle - Schwarz- Weiß ist ja nicht unbedingt von Flexibilität gekennzeichnetes Modell, obwohl das Ganze Internet nur aus 0 und 1 besteht.

Also lässt sich damit sehr viel erledigen.

Ich glaube der Context ist entscheidend und um es zu konkretisieren und nicht auf ein Wortgerüst zu schieben, welches in letzter Zeit overused ist und wahrscheinlich einfach eine neue Modeerscheinung ist, um auf etwas zu reagieren ohne Resultate zu bringen.

Bei waghalsigen Geschäftsideen mag die obige Metapher ganz gut passen.

Alleine aus Interessenskonflikten.

z. B

Rolle die man für Verwandte spielt.

Diese Rolle würde/wird sich ändern wenn -

kann Angst auslösen, dies wiederum führt zu dem Versuch diese Veränderung(Veränderung ist hier eine Variable die gefüllt werden kann).

In diesem Fall hätten wir versucht die Ursache für das Verhalten der anderen zu finden, also es zu rationalisieren.

In anderen Fällen, ist ein Feedback von außen unverzichtbar.

Hier sind wir wieder in einem Bereich der eben nicht so konkret, nicht so genau und nicht wirklich definierbar ist.

Ich glaube, genau deshalb ist es ein schwieriges Thema, ansonsten wäre es doch so einfach.

Einfach so tun als ob es richtig ist, wie es ist, ist auch eine Strategie.

Der Preis scheint mir meistens nur hoch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Es wird immer wieder hier eingebläut das man an sich doch glauben möge.

Das Glauben Realität schafft etc. Es lassen sich sehr viele Threads darüber finden.

Wann geht es zu weit?

Wann ist man Narzisstisch oder einfach Naiv?

Ich betrachte solche Glaubenssätze als Annäherungsziele. Wenn ich mir dessen bewusst bin, ist die Gefahr von Narzissmus und Naivität gebannt.

Ich habe an einem Leadership Assesment teilgenommen und sie spielten mit uns dieses Spiel du hast 60 Minuten, gleich lange Papierstreifen, Schere, Kleberolle, 5 Leute, und baue einen Turm. Drei Gruppen, und der Sieger der den höchsten Turm baut, kommt weiter.

Später, habe ich dann erfahren, dass das Metaziel hier die Gruppenbildung war , wer die Führung übernimmt, inkl Gruppendynamische Prozessanalyse.

Echt jetzt? Das war Dir bei der Aufgabenstellung nicht klar?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe an einem Leadership Assesment teilgenommen und sie spielten mit uns dieses Spiel du hast 60 Minuten, gleich lange Papierstreifen, Schere, Kleberolle, 5 Leute, und baue einen Turm. Drei Gruppen, und der Sieger der den höchsten Turm baut, kommt weiter.

Später, habe ich dann erfahren, dass das Metaziel hier die Gruppenbildung war , wer die Führung übernimmt, inkl Gruppendynamische Prozessanalyse.

Echt jetzt? Das war Dir bei der Aufgabenstellung nicht klar?

Macht ja keinen Sinn das vorher klar zu machen, will man die Testpersonen möglichst assoziiert erleben. Klar denkt man sich das auch vorher, aber preframen wird das vor der Übung keiner, weil das sonst den Ausgang verzerrt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Für mich bedeutet Selbstbewusstsein mehr eine innere Einstellung von Stärke. Selbstbewusstsein bedeutet für mich innerlich so stabil zu sein, dass man es gar nicht nötig hat, sich äußerlich bestimmten heraussvordernden oder gar gefährlichen Situationen zu stellen um seine innere Stabilität zu prüfen.

Selbstbewusstsein ist etwas, was keine Gefahren haben kann. Ein an sich positives Gut wie Gesundheit oder Wahrheit.

Das sieht auch Wikipedia so ähnlich: "Ein selbstbewusster Mensch geht seiner Zukunft relativoptimistisch, angstfrei, sorglos und unbekümmert entgegen."

Natürlich ist es somit selbsterklärend, das ein gutes Selbstbewusstsein gewünscht wird und ich vermute, das deine zitierte Empfehlung im ersten Satz deines Postes "man solle doch an sich selbst glauben" in der Regel von anderen so gemeint ist.

Selbstbewusstsein bedeutet nicht über eine achtspurige Autobahn mit geschlossenen Augen zu gehen, auch wenn man glaubt, das man das kann. Das ist in der Tat naiv.

Glauben ist immer eine Vermutung. Wenn jemand glaubt er ist 2 meter groß und ist in Wirklichkeit 1,50, dann kann seine Vermutung relativ schnell objektiv widerlegt werden.

Ungleich schwieriger ist es bei Glaubenssätzten wie, "ich bin stark", oder "ich sehe gut aus", weil diese eben subjektiv sind. Ein Unterschied macht es auch aus, ob ich an einen Fakt noch bestimmte Emotionen verknüpft habe. Wenn ich der Meinung bin 2 meter große Menschen sehen gut aus und 1,50 große Menschen sind häßlich und dazu noch mit gut aussehen einen positiven Selbstwert und mit häßlich sein eine persönliche Schmach und Lebensunwürdigkeit verbinde und daher verdrängt habe das ich selber nur 1,50 groß bin dann geht es mir natürlich erstmal schlecht wenn ich von einem "COACH" auf die Realität hingewiesen werde.

Wenn jemand etwas von sich glaubt, was falsch ist und sich damit ein riesen Selbstbild zusammenbaut, dann bricht das früher oder später meiner Meinung nach wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Dies kann aber nur dann der Fall sein, wenn der Selbstglauben sich an äußere Dinge haftet und damit leicht durch die Realität zestört werden kann. . Wirkliches Selbstbewusstsein kommt aber meiner Ansicht nach von innen und kann nicht durch Äußerlichkeiten beeinträchtigt werden.

bearbeitet von Kobecologne
  • TOP 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hey Sat,

danke für die Anmerkung. Mir ging es in meinem unvorteilhaft formulierten Statement um den Punkt der "Beratungsresistenz". In meiner Welt macht es vollkommen Sinn, seinem inneren Kompass zu folgen, seinen Standpunkt zu haben und dennoch Feedback anderer als Geschenk und Ressource zu betrachten. Ob das Geschenk nun angenommen wird ist dann eine andere Sache.

Zumal ich auch den Unterschied zwischen "biegen" und "verbiegen" mache in dem Sinne, dass ich es mit dem Biegen keinem Recht mache außer mir selbst. Denn wenn ich beispielsweise ganz im Träumer aufgehe und daraus ein vorschnelles Urteil fälle (Antilope: Ha! Ich könnte ja den Löwen beißen!), kann ein Planer bzw. Kritiker mir wichtige Impulse geben, die mir gut tun. Zumal das für mich auch nichts mit Selbstbewusstsein bzw. dem Glauben an mich zu tun hat. Eine Weide bleibt eine Weide, auch wenn sie sich im Sturm biegt. Ihre Wurzeln sind dennoch tief.

Verbiegen ist eine ganz andere Sache. Das impliziert für mich eine Haltung, die ich eigentlich nicht will und gegen meine Natur geht. Etwas, was mir aufgezwungen werden soll, das mich aus der Balance bringt. Daher ist für mich die Aussage "Lass dich nicht verbiegen" auch absolut stimmig. Nur nicht zu verwechseln mit "Rücke niemals auch nur einen Millimeter von deiner Position ab".

Für mich ist der ideale Punkt da, wo ich meinem inneren Kompass folge und mit dem Feedback anderer die eine oder andere Untiefe vermeiden kann, die ich selbst vielleicht übersehen hätte. Das heißt nicht, dass ich meinen Kurs verliere oder nicht mehr Kapitän bin. Feedback ist schlicht eine Ressource. Und da sehe ich auch eine Lösung:

Wenn man sich von außen nicht korrigieren lässt.

Zwischen korrigieren und korrigieren ist ein Unterschied. Werte ich den Korrekturversuch des anderen als Geschenk, habe ich die Möglichkeit es anzunehmen wenn es mir guttut oder es abzulehnen wenn nicht. Mein Selbstvertrauen und mein Glaube an mich selbst bleiben unbewührt. Bin ich in einer Tanzstunde und setze ich die Korrekturen meines Tanzlehrers in meiner Bewegung nicht um, werde ich nichts lernen. Sicherlich kann ich mich dennoch für einen tollen Tänzer halten, die Fremdwahrnehmung wäre sicher eine andere, spätestens wenn ich meiner Partnerin die Zehen platttrete.

Herzliche Grüße,

Tsukune

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Tsukune , ich kann dir da gut folgen. Vorallem den von dir angesprochenen Disney Format Ablauf lebe ich gewisserweise vollkommen intrinsisch. Mein soziales Umfeld hat sich in den letzten Jahren auch stark meinem Wunsch nach achtsamen miteinander angepasst. Wir passen unsere Feedbackrunden ausnahmslos den Wünschen und Zielen dessen an, der das Feedback anfordert. Alles andere ist prinzipiell anmaßend getreu dem Motto folgend, ohne Auftrag - kein Coaching.

Gruß

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Er will dir evt sagen, dass deine Thesen unlogisch, unpräzise, unwasweißich sind. Was Metamodellverletzungen sind, weißt du bestimmt also analysier mal deinen Text danach

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Als ich mal versucht habe Eckhard Tolles Lehren umzusetzen, wurde ich psychotisch und überschätzte mich maßlos. Vor allem meinen Gesundheitszustand. Damals kam Arthrose und ich redet mir ein, das einfach zu akzeptieren, anstatt sie zu behandeln. Jetzt bin ich fast schmerzfrei, weil ich mich endlich mit der Krankheit ernsthaft befasst habe, anstatt sie zu Verleugnen.

Ich will dir ja nichts sagen aber soweit ich weiß rät Tolle nicht dazu Ärzte zu meiden.

Zum Thema finde ich auch, man sollte schon zuhören was andere über einen sagen.

Es ist nur nicht immer leicht zu erkennen, aus welchem Grund mir jemand etwas sagt.

Ein gutes Daumenmaß ist hier, weil ich ihn gefragt habe/weil er mir helfen möchte.

Ist es weil er sich verletzt fühlt oder er mich gerne anders hätte, würde ich die information mit Vorsicht genießen.

Und was auch wichtig ist. Sich selber gut zu kennen. Wenn es um deine Persönlichkeit geht,

wer soll dich da schon besser kennen als du selbst? Wenn du dich gut kennst

wirst du automatisch die Meinung anderer gründlicher überprüfen.

lg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@nobody3

Das hat er klar nicht direkt geraten. Nenne mir aber nur einen normal im Leben stehenden Menschen, der auf Tolle abfährt? Anstatt das Buch zu lesen, gehen die meist einfach feiern oder treffen sich mit Freunden, anstatt sich Gedanken zu machen wie man im Jetzt leben könne oder über solche unklaren Begriffen ewig zu philosophieren. Ein gesunder Geist denkt automatisch nicht zu viel und sich zwingen weniger zu denken geht nicht so leicht und wenn dann nur mit dem Verbrauch von weiterer Willenskraft.

Stell dir mal vor, dir fehlt ein Enzym namens DPP-IV und du kannst das Kasein der Milch und das Gluten des Brotes nicht abbaun. Peptide davon, auch Casomorphine und Gliadorphine genannt, wirken dann in deinem Körper wie leichte Opiate. Stell dir mal vor jemand auf einer geringen Dosis Morphium soll normal denken, wie soll das möglich sein? Ich war beim Neurologen und hab nichts genommen, nichtmal Alkohol getrunken und dieser dachte ich wäre voll auf Drogen oder Psychopharmaka. Meine Pupillen waren viel zu groß, einfach so. Und jetzt stell dir mal vor du sollst mit so einem Erregungszustand wie Tolle es sagt einfach normal denken. Niemals, denn du bist so sensibel bezüglich der Umwelt.

Dieses zwanghafte denken konnte ich nur über die Behandlung meiner Krankheit reduzieren, nur so, nie durch Meditation usw.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@nobody3

Das hat er klar nicht direkt geraten. Nenne mir aber nur einen normal im Leben stehenden Menschen, der auf Tolle abfährt? Anstatt das Buch zu lesen, gehen die meist einfach feiern oder treffen sich mit Freunden, anstatt sich Gedanken zu machen wie man im Jetzt leben könne oder über solche unklaren Begriffen ewig zu philosophieren. Ein gesunder Geist denkt automatisch nicht zu viel und sich zwingen weniger zu denken geht nicht so leicht und wenn dann nur mit dem Verbrauch von weiterer Willenskraft.

Stell dir mal vor, dir fehlt ein Enzym namens DPP-IV und du kannst das Kasein der Milch und das Gluten des Brotes nicht abbaun. Peptide davon, auch Casomorphine und Gliadorphine genannt, wirken dann in deinem Körper wie leichte Opiate. Stell dir mal vor jemand auf einer geringen Dosis Morphium soll normal denken, wie soll das möglich sein? Ich war beim Neurologen und hab nichts genommen, nichtmal Alkohol getrunken und dieser dachte ich wäre voll auf Drogen oder Psychopharmaka. Meine Pupillen waren viel zu groß, einfach so. Und jetzt stell dir mal vor du sollst mit so einem Erregungszustand wie Tolle es sagt einfach normal denken. Niemals, denn du bist so sensibel bezüglich der Umwelt.

Dieses zwanghafte denken konnte ich nur über die Behandlung meiner Krankheit reduzieren, nur so, nie durch Meditation usw.

Du kannst aufgrund der Tabletten nicht klar denken.

Müsste man abwegen ob es nicht besser ist auf Brot und käse zu verzichten bzw. Balance.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Sobald das Selbstbild der Realität zu stark widerspricht wird man überheblich. Das ist ein Patentrezept um auf andere unsympathisch zu wirken.

Als ich mal versucht habe Eckhard Tolles Lehren umzusetzen, wurde ich psychotisch und überschätzte mich maßlos. Vor allem meinen Gesundheitszustand. Damals kam Arthrose und ich redet mir ein, das einfach zu akzeptieren, anstatt sie zu behandeln. Jetzt bin ich fast schmerzfrei, weil ich mich endlich mit der Krankheit ernsthaft befasst habe, anstatt sie zu Verleugnen.

Meine chronische Müdigkeit kam unter anderem von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Wenn du dich dann mit solcher Literatur pushst, dann mobilisierst du eben deine Notfallreserven, denn dein Körper will einfach nur ausruhen. Das geht eine Zeit lang gut, bis du zusammenbrichst.

Tolle sagt nicht, das du dir EINREDEN sollst es zu akzeptieren, er sagt einfach: "AKZEPTIERE".

Es ist nicht so, dass wenn der Hinterreifen kaputt geht und das zum 5. mal in einer Woche, dass du so weiter fahren sollst, vielmehr sollst du nicht drüber hadern oder schimpfen oder dich Ewigkeiten daran aufhängen oder viel schlimmer in ein Opferbewußtsein (warum nur ich??? Blabla) fallen, sondern es an nehmen und zum 5x eben den Reifen flicken und den Grund dafür suchen, weshalb es so ist. Alles andere ist verschenkte Energie.

Auf deine Krankheit übertragen: Diese hat dir in diesem Zusammenhang einfach mitgeteilt das du es falsch angehst. Das du nicht Superman mit Superkräften bist sondern ein ganz gewöhnlicher Mensch der auch mal einen Arzt konsultieren sollte, wenn der Körper der Krankheit nicht gewachsen ist.

Also mit Akzeptieren meint Tolle in deinem Zusammenhang: Geh zum Arzt und lasse es behandeln und sei trotzdem glücklich, auch wenn es temporäre Einschränkungen mit sich bringt, kein Grund Trübsal zu blasen oder in Gedanken zu schwelgen was du jetzt alles machen könntest wenn nicht diese Krankheit wäre (eine Form von Nichtakzeptanz)

Du hingegen hast erst folgendes getan: dir eingeredet das du es akzeptierst und anstatt zum Arzt zu gehen, versucht die Lehren umzusetzen von Tolle.

Also gar keine Zeit zum Akzeptieren gehabt, sondern mit Versuchen beschäftigt... versuchen ungleich akzeptieren (Worte sind schon grundlegend verschieden ;))

In dem Moment wo du zum Arzt gegangen bist hast du die Krankheit akzeptiert, denn da hast du sinnvoll gehandelt und auch erst und auch nur in dem Moment hast du die Lehre von Tolle umgesetzt, denn du hast gehandelt, nach deinen Bedürfnissen. Du hast auf deinen Körper gehört und bist eben zum Arzt marschiert.

Deine Interpretation von Tolles Worten war also falsch, kein Grund seine Lehren in Wind zu blasen. Viel eher nach der Interpretation seiner Worte suchen, die für DICH stimmig sind.

Wenn du dieses Gefühl der Stimmigkeit erstmal entdeckt hast und danach leben kannst, hast du alles verstanden was Tolle in seinen Büchern die ganze Zeit erzählt...

Tolle ist schon ein Level UP von seiner Wortwahl, da geb ich recht, ist für Einsteiger nicht gut geeignet, aber inhaltlich hat ers schon drauf...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Desweiteren hat Selbstbewußtsein nichts mit Glauben zu tun...

Man hat Bewußtsein, wenn man sich bewußt ist, wer man ist, was man will und was der Sinn für einem Leben ist und danach leben. Korrigieren heißt für mich, den Rat anderer Personen anzunehmen, allerdings nur den Rat der einem auf dem eigenen Weg weiterbringt, der Rest ist wirklich alles nur Biegen, biegen auf den Weg der Person, die es grad versucht zu biegen.

Einfaches Beispiel: Man ist sich sicher vom Zehmeterbrett springen zu wollen:

Man ist sich also bewußt was man will, der Sinn in diesem Moment des Lebens:

Biegen heißt für mich: Lass es, das ist wahnsinnig, das schaffst du nie. (also Abraten, die Person die abrät würde es nicht machen (aus welchen Gründen sei dahin gestellt), also versucht Sie dich auf Ihren Weg zu biegen) Auch hier kann man es als Springer einfach akzeptieren und nicht wettern in dem man die Person als Weichei etc verurteilt (Nichtakzeptanz des Weges den diese Person die abrät eben geht, warum auch immer, kann man erfragen, aber in sich dbei rein hören ob es für sich selbst stimmig ist. Viele lassen sich in dem Moment von der Angst des anderen (sofern dieser Zementschuhe anhat und deshalb nicht springen würde) hinreisen und geben ihm recht OBWOHL sie selbst keine Zementschuhe anhaben, klarer Fall von Weg abgebracht)

Korriegen heißt: Ne Arschbombe würd ich nicht versuchen (Badehose ist dann ggf keine mehr oder whatever), spring lieber nen Köpper oder ne Kerze (je nach Skill ;)), ist jemand der deinen Weg unterstüzt und dir eben ne Korrektur anbietet, damit der Weg erfolgreich wird, eben vom Zehner springen...

Das auf das Leben vergrößert ist letztendlich Selbstbewußtsein. Akzeptieren was andere sagen, aber sich nicht vom Weg abbringen lassen, also für sich die Stimmigkeit prüfen(ob man die Voraussetzungen des anderen überhaupt hat). Voraussetzung, man kennt seinen EIGENEN Weg den man gehen will und dann eben Optimierung von diesem zulassen.

Die Leitung auf diesem Weg übernimmt das Gefühl der Stimmigkeit, für mich gleichzusetzen mit einem Teil des Selbstbewußtsein. Egal bei was, sobald in mir das Gefühl dieser Stimmigkeit auftaucht, ist für mich die Sicht, egal auf was, die Richtige...

Ein anderer Teil, sind die vielen anderen Gefühle die man so über den Tag spürt, diese gilt es zu verstehen, zu akzeptieren und auch nach diesen zu handeln...

Glaube spielt sich im Kopf ab, aber man sollte sich bewußt sein, das man nicht der Kopf ist...

Edit:

Der Glaube "da durch zu müssen" und dann weiter zu glauben das man nur Selbstbewußt ist wenn man denn da durch geht, OBWOHL sich alles in seinem Körper dagegen sträubt, zeugt nicht von Stärke oder Selbstbewußtsein, es zeugt von Ignoranz des Selbst und damit automatisch von Unbewußtheit seiner Selbst.

Das Zeugnis der Stärke und Selbstbewußtsein ist, wenn man, obwohl es jeder macht und jeder glaubt da durch zu müssen, die eigene Sichtweise bei behält und zu sagen "Nein ich muss da nicht durch, es gibt einen besseren Weg für mich!" - Den von diesem Weg wollen einen viele abringen...

Handelt nach eurem Gefühl und euren Gedanken. Heißt, wenn sich ein Gedanke gut anfühlt und sei es nur ein Zehntel einer Sekunde, prüft diesen einen Gedanken erneut in dem ihr euch dieses Bild im Kopf immer wieder malt und wenn dieser Gedanke/Bild sich immer noch gut anfühlt und das Gefühl stärker wird, handelt nach diesem Gefühl, das erfordert eine Menge Mut und Stärke, genauso wie es eine Menge Mut und Stärke verlangt von den alten Gedanken/Bildern abzulassen die ein schlechtes Gefühl erzeugen. Aber das ist wichtig und worauf es ankommt. Die richigen Wölckchen im Kopf annehmen ;) ... dann hat man bewußt selbst gewählt!

Also steht zu euren Gefühlen, lasst diese zu und handelt nach diesen und nicht nach irgendwelchen Glaubenssätzen, denn nach dem Gefühl leben wird unendlich belohnt werden.

Im Kopf leben, ist wie Essen mit ner fetten Erkältung. Man isst zwar was, aber Geschmack hats keins. Und den Geschmack vorstellen ist nicht, wie den Geschmack schmecken.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.

Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Mitglieder

    Aktuell keine registrierten Mitglieder auf dieser Seite.