Eine Zusammenfassung. Verdammt, was ist los.... (lang)

20 Beiträge in diesem Thema

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Ich schreibe dies, da ich immer noch in einem Loch hänge, mir erhoffe auf User zu treffen, die mein Problem verstehen, mir vielleicht Antworten wollen. Es ist eine kleine Zusammenfassung meiner letzten Monate bzw. Jahre

Ich beginne mit der Zeit, als ich kurz davor stand auf PU zu treffen. Ich war in einer Phase in der ich meinen täglichen, massiven Alkoholkonsum heruntergefahren hatte, abgesehen von einigen Tagen im Monat, wo ich mir eben doch noch ab und an den Schädel weggeballert habe. Ich schwirrte in einem Orbit einer gestörten 19 jährigen umher, und wie es nicht anders zu erwarten war, spielte sie Spielchen mit mir. Nach einigen Monaten war ich so angepisst, dass ich aus TROTZ, endlich mal meine Hand vom Pimmel nahm, als ich mir mal wieder vor einem Porno einen wedeln wollte, um ganz spontan in die Stadt zu gehen; sowas machte ich sonst nie. Ich ging sonst nur arbeiten und Joggen. Und: ich sprach ein Mädchen an. Einfach so. Sowas hatte ich zuvor nie gemacht, und palim, während dem 2. Date landeten wir in der Kiste. Es gilt allerdings dazuzusagen, dass sie die Verführung in Gang setzte. Natürlich war es schnell klar, dass sie auch anfing Spielchen zu treiben, ich aber erkannte, dass ich die Handbremse zu ziehen habe. Was anderes fiel mir nicht ein, denn PU kannte ich ja noch nicht. Ich brach die Affäre nach ca. 1-2 MOnaten ab.
Dann, aus dem simplen Grund, dass ich BEWUSST Frauen verführen wollte, stoss ich auf PU.
Ich machte meine ersten Schritte, kam bewusst zu KC. Mehr nicht. Bis heute noch keine Lays!!!

Ich hatte irgendwas, was mich blockte, irgendwas stimmte nicht mit mir. Ich dachte es liegt am Game. Kann aber rückblickend nicht wirklich sein.

Ich begann einen neuen Job. Das Geld war gut, die Arbeit war scheisse. Sie zerstörte mich gerade zu innerlich. Egal. Ich konzentrierte mich weiter auf ein Ziel. Endlich zu layen.
Ich war weiterhin der Meinung, es läge an meinem Game. Also nahm ich mir einen Coach, der mich auf ein Level hebte, dass ich nur selten hatte. Wow. Endlich hatte ich es RICHTIG drauf.Mein Schnitt betrug sich in etwa so. 1- 1/2 Stunde Fussgängerzone- fünf Nummer.
Ich sprach die bildhübschesten Frauen an.
Angerufen bzw gedatet hatte ich keine einizige. Doch eine. Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass sie eine Proffesionelle war. (Frage? Innere Anziehung???)

Dann: Wieder aufgegeben. Den verhassten Jobs schon innerlich gekündigt, der mich dem Alkohol wieder näherbrachte. Wollte Reisen. Hatte soviel Geld gespart, um locker ein Jahr in Thailand rumzugammeln. Was mache ich? Kündige meine Wohnung, entferne mich von allem materiellen Dingen, ausser Laptop, Handy und Kleidung, und- blieb weiter in meinem Job. In privaten Zimmervermietungen und Pensionen gammelte ich weiter 3 Monate in der Stadt rum, nur um weiter zu sparen. Alkohol, wurde immer mehr.

Irgendwann, dann endlich den Job gekündigt! Mein Alkoholkonsum wuchs auf Dimensionen an, dass ich keine andere Möglichkeit mehr sah, als mich zur Suchtberatung zu begeben. Ambulante Therapie beantragt. Abgebrochen. Stationäre Therapie beantragt. Abgebrochen. Immerhin, die Entgiftung hatte ich durchgezogen.

Zumindest weiss ich, dass ich ein Loch in der Seele habe, was ich mit Rausch versuche zu stopfen.

Jetzt. ALG 1 und keine Ahnung wie es in meinem Leben weiter gehen soll. Ich gehe,- z Z nicht, dazu gleich mehr warum,- regelmässig einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Jetzt habe ich mir einfach einen Monat genommen und flog nach Malaga. Brauch ne Auszeit.

Aber wer weiss wie die spanischen Mädchen so sind, der weiss, dass man das Ansprechen nicht lassen kann. Vorgestern traff ich eine Kubanerin.Instant Date. Wieder nichts! Lag aber ein wenig an der Sprachbarriere.
Auch sonst, die Reaktion der andern Mädchen hier, alle positiv. Nur, wie sollte es anders sein. Irgendwas bremst mich.

Von was, bitte schön, brauche ich ne Auszeit? Bin doch schon ALG. Habe Angst mich nicht zu finden. Weiss nicht was ich will. Ich kenne die Innergame Geschichten. Komme nicht weiter. Bin 31!! Wie soll das weitergehen? Mein Alkoholkonsum ist wieder gefallen. Nur ab und an. Mal mehr mal weniger. Ich schätze die Energie die im klaren Geist einfach herrscht. Schätze aber auch das verdrehte am Alkohol. Trotzdem ich reisse mich konsumtechnisch zusammen.
Denn ich kenne das tiefe Loch, in das man Fallen kann.

Jetzt sitzte ich hier in Malaga, grübbel und grübbel. Daher auch dieser Text!

Meine Pläne: Wenn ich zurück komme,ich gehe ich zu einem Psychiater,(Ist so einer der richtige) versuche mich weiter zu finden. Versuche eine Tätigkeit zu finden die mir Spass macht....Irgendwie. Das Loch ist tief und ich brauche eine laaaaaange Leiter.
Ich habe die Befürchtung mein Leben einfach nur mit irgendwelchen Pflasterhobbys füllen. Jeder, der mal richtig süchtig war, weiss, wie groß der Wunsch ist, eine Sache in seinem Leben zu finden, die dich von morgens bis abends einnimmt. Wie eine Sucht halt.

Edit(h) schreibt: Umso länger ich abstinenter bleibe um so tiefer geht der Stock in meinen Arsch.

Ich sage mir regelmässig! "Ich will glücklich sein. Ich bin mein eigener König". Fühl mich auch manchmal wie einer. Ist aber nur von kurzer Zeit.


Oh Fuck. Wer es bisher geschafft hat, mir sogar noch seine Gedanken dazu äussern will, dem kann ich nur jetzt schon danken.

Freundliche Grüße

p.s. Das positive. Ich habe hier auch Dinge getan die meine Comfortzone erweitern. Also, ich merke schon noch diesen kleinen Gnom in mir drin, der nicht aufhören will zu kämpfen.

bearbeitet von GustavGanz

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Mit ca. 30 hatte ich endlich mein Ziel erreicht und mein Studium abgeschlossen. Das große Ziel war erreicht und es ging so richtig bergab in die Depression mit mir. Geholfen hat mir eine Therapie. Mit PU kommst Du hier nicht weiter, obwohl es auch um persönliche Weiterentwicklung geht. Such Dir professionelle Hilfe oder Lebe weitere 10-20 Jahre in der Hölle.

Viel Erfolg beim an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen.

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Ich glaube dein Hauptproblem ist der Alkohol.

Und ich glaube, dass du weißt, dass du mit "zur Zeit trinke ich wenig" nicht voran kommst.

Dein erstes und wichtigstes Ziel ist es trocken zu werden. Stell dich deiner Angst. Du weißt, dass du nie wieder trinken darfst und davor hast du Schiss. Deswegen redest du dir ein das wenige trinken wäre schon okay so. Auf der anderen Seite spürst du jedes mal, dass es dich wieder aus der Bahn wirft, und dass die Intensität des Konsums immer wieder zwischen hoch und niedrig schwankt.

Einmal Alkoholiker - immer Alkoholiker.

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Solange du mit Alkohol und Beruf zu kämpfen hast, wird das nichts mit den Frauen. Schiebe mal das Thema Pu und Frauen mal ganz weit weg und kümmert dich um die wichtigeren Sachen. Erst wenn dein Leben in Ordnung ist, klappt's auch gut mit den Frauen. Bisher dient ja fast eher eine Vermeidung dich deinen wirklichen Baustellen zu widmen. So entscheidend für das Seelenheil und Lebensglück sind die Frauen nun auch nicht.

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Der Alkohol ist nur das Symptom, deine wirkliche "Krankheit" ist, dass du zuviel gammelst und zuviel denkst! Ich sage, du DARFST keine Auszeit nehmen, denn dann denkst du nur wieder zuviel. Suche dir einen total simplen Job, der mit deinem bisherigen Leben NICHTS ZU TUN hat. Siehe American Beauty!! Arbeite dir den Arsch ab, von mir aus für einen Hungerlohn. Arbeite um des Arbeiten willens. Du musst abends so totmüde ins Bett fallen, dass du nicht mal träumen kannst. Mach das 6 Monate, du wirst sehen, deine Probleme werden verschwinden, der Alkohol ebenso und du wirst die neues Ziel finden, auf das du dann hinarbeiten kannst. Das Leben kommt zurück zu dir...

PS: Meiner Meinung machen Psychiater mehr kaputt als sie reparieren können. Der Mensch hat spitzen Selbstheilungskräfte, er muss ihnen nur erlauben ihre Arbeit zu machen!!!

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Danke für eure inputs. Ja, ich weiss, dem Alkohol muss ich völlig entsagen, dass habe ich begriffen. Ich weiss auch das ich mir mit den unregelmässigen Trinkerei keinen Gefallen tue, auch wenn ich mittlerweile aufhören kann zu trinken, wenn ich mal angefangen habe. Ist zwar schwer, aber früher konnte ich das gar nicht.

Was sich auch bemerkbar macht, ist: Ich habe hier in Spanien weitaus weniger Suchtdruck, und wenn er kommt, kann ich ihn auch besser händeln. Komisch, aber ist ja auch schon mal ein Fortschritt.

Ist Dir klar warum Du trinkst?

Ich glaube das ich keine herausfordernden Aufgaben in meinem Leben habe. Ich fühle mich unterfordert. Das dass nur ich ändern kann, habe ich schon mal begriffen. Ich brauche etwas, was mich mit Spass und Leidenschaft erfüllt. Ist aber gar nicht so einfach das zu finden. Ich habe mir mal eine bewusste REBOOT Phase geschaffen, mit der ich mich von allem Müll befreit habe. Ich lebe wirklich nur aus einem Koffer. Diese Phase dauert bis heute an....(??)

Mit Psychologen hatte ich bis dato leider keine guten Erfahrungen. Klar, sowas kommt vor, aber irgendwie klangen die alle so runtergeleiert. Manchmal frage ich mich, was für Lebenserfahrung diese Psychologen vorweisen können, um sich in die Lage der Patienten hineinversetzten zu können? Abgesehen von angelesener Therorie aus Büchern. (Sollte hier jetzt ein Psychologe anwesend sein: Das ist keine Beleidigung) Vielleicht habe ich bis dato einfach nicht die richtigen erwischt.

@Phineas: Was für eine Art an Therapie war das?

@cowboy: Habe ich mir mal den Film angeschaut. Gerade eben. Ob mir eine Phase, einem total simplen Job nachzugehen, guttün würde, bezweifel ich. Die ganzen Jobs die ich bisher hatte, waren simpel und Kaugummi Niveau. Gerade der letzte war wirklich hart und sogleich auch stupide, hat mich eigentlich an nichts anderes denken lassen, mich endlich zu besaufen. Das konntest du natürlich nicht wissen. Wobei ich Dir aber recht geben muss, ist: Ich denke zuviel. Ja!! Aber darüber nachdenken muss ich ja auch irgendwie, wie und was ich eigentlich will, oder es zumindest spüren.....Verzwickt...

Die Überweisung für einen Psychiater habe ich bereits. Ich kanns ja mal ausprobieren. Wenns mir nicht hilft oder passt, bin ich sowieso wieder schnell weg.

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Bei mir erst ein paar Einzelgespräche und dann Gruppentherapie. Wenn andere aus der Gruppe den selben Mist von sich erzählen, den man selber in seinem Kopf hat sieht man oft viel klarer. Mir hat es wirklich geholfen. Die Arbeit musst Du aber schon selber machen, aber Du bekommst Rückmeldungen ob Du in die richtige Richtung gehst.

Auf PU bin ich dann leider erst viel später gestoßen, aber das hätte in der Situation auch nichts genützt.

Es würde mich freuen wenn Du aus Deiner Sch... wieder raus kommst.

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TE wir ähneln uns in etlichen Punkten. Bei dem "aus dem Koffer leben" musste ich lachen, das mache ich ja auch mehr oder weniger wegen meiner zwanghaften Umzieherei. Alkohol spielt bei mir auch eine große Rolle, einerseits um die "Leere" in einem zu füllen, andererseits ganz simpel um die Langeweile zu vertreiben un die Zeit totzuschlagen. Ich habe ja auch keine richtige Arbeit (schreibe nur ab und an Artikel) und lebe großteils von Ersparnissen und habe so unglaublich viel Zeit, mit der ich aber nicht das geringste anzufangen weiß außer rumgammeln und irgendwie den Tag rumkriegen. Ich habe dann auch irgendwann, nachdem ich hier in die PU-Szene gekommen bin, angefangen "PU zu machen" und habe Frauen auf der Straße angesprochen. Außer ein paar NCs (teilweise auch echte Geschosse) und dem einen oder anderen anschließenden "Kaffeetrinken-Date" ist aber auch nie etwas passiert dabei. Trotzdem hat mir das sehr geholfen damals, weil ich so zumindest eine "Aufgabe" und was zu tun hatte. Man kann auch sagen, das war wie ein Hobbyersatz. Aber die fehlenden Erfolge waren natürlich dadurch bedingt, dass in meinem Leben sonst alles schief läuft. Dadurch war ich total gehemmt, hatte Riesen-AA, weil ich überhaupt kein Selbstbewusstsein habe. Ist ja auch kein Wunder, mein Leben ist scheiße und ich selbst bin auch scheiße, wie soll man da bei Frauen was reißen. Man kriegt auch den Gedanken nicht weg, dass man einfach nichts wert ist und die Frauen einen deshalb sowieso nicht attraktiv finden, weil man so ein Loser ist, der sein Leben nicht auf die Reihe kriegt. Weil: Es stimmt ja auch!

Psychologische Hilfe habe ich bislang auch nur in einer Alkoholambulanz bekommen. Habe aber für diesen Freitag einen Termin am Uniklinikum Bonn und Anfang Juni bei einer niedergelassenen Psychiaterin/Neurologin hier vor Ort. Bin mal gespannt, wie es dann weitergeht.

bearbeitet von Mendoza

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Gast Mystikk

Wenn Du Erfüllung und Glück vorwiegend aus dem Job beziehst, dann musst Du Dir einen herausfordernden Job suchen, schnell. Sollte auch das kein Glück bringen, einstellen. Das kannst nur Du herausfinden.

Das Du immer noch eine Reboot-Phase durchläufst, ist klasse. Das reinigt und man konzentriert sich auf Wesentliches. Auch das Du erkannt hast, daß nur Duch das Problem klären kannst, ist sehr gut.

Wie sieht es denn mit Deinem sozialen Umfeld aus? Fragt da mal jemand, wie es Dir seelisch geht? Freunde, Eltern, Geschwister, Nachbarn, gute Kollegen?

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Gast Hoodseam

Ich würde Dir mal etwas Literatur von Eckhart Tolle empfehlen.

Dein ganzes Problem (auch wenn es nicht so leicht ist) besteht darin, dass Du in der Zukunft lebst. Dir Glaubenssätze aufgebaut hast, dass Du glücklich bist, sobald XYZ eintritt. Das wird natürlich nicht der Fall sein. Ebenso wie Deine Vergangenheit Dich nicht daran hindert, glücklich zu sein.

Davon abgesehen ist Alkoholsucht (auch wenn Du Dir einredest Alkohol zu reduzieren oder unter Kontrolle zu haben) ein Begleiter, der einem das Leben versaut. Mein Vater hat auch innerhalb von 3 Jahren seine Karriere von Teamleiter über internationaler Projektleiter mit 200 Mann unter sich und danach stellvertretender Geschäftsführer auf ALG und inzwischen Grundrente gefahren. Den Status hält er nun seit 15 Jahren. Hat Alkohol auch "im Griff". Wenn's gut läuft, trinkt er 4-6 Bier am Tag ab 12 Uhr. Ansonsten fängt er schon um 10 Uhr an.

Der einzige Grund, warum er einigermaßen stabil sein Leben lebt ist, dass er nicht genügend Geld hat, um sich von Mittags bis in die Morgenstunden in Kneipen aufzuhalten. Hätte er das Geld, würde er nachts besoffen heim torkeln, alle 2-3 Monate auf die Fresse fliegen. Sich einen Arm brechen oder wieder Zähne ausschlagen.

Kommt er auch nicht mehr raus. Hat mit Ende 40 einen Schlaganfall durch massiv Alkohol und Zigaretten bekommen. Teilweise Spastik in der rechten Hand und im Bein. Kann keine weiten Strecken mehr laufen. Autofahren geht nicht mehr. Lesen durch eingeschränkes Sichtfeld auch schwierig. Schreiben nur noch mit Links. Doof ist er nicht, aber Alkohol hat da schon ordentlich zugehauen. Projekte leiten könnte er geistig heute nicht mehr.

bearbeitet von Hoodseam
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@ Phineas: Ich denke du schreibst von SHG´s.

Es würde mich freuen wenn Du aus Deiner Sch... wieder raus kommst

.

Danke erstmal. Auch Dir Viel Glück.

@Mendozza: Ich nenne das dann den Bukowski Swagga. Du verdienst zumindest noch ein paar Kröten durchs schreiben, gammelst auch in der Weltgeschichte, oder wo auch immer, rum. Mag ja erstmal lustig klingen. Ist es aber dann doch nicht wirklich. (Ich dachte auch, ich lebe wie Bukowski. Saufen, Irgendwelche Zeilen dahinrotzen, will nicht ausdrücken das du deine Zeilen dahinrotzt. Aber ich tue das...)

, weil ich überhaupt kein Selbstbewusstsein habe. Ist ja auch kein Wunder, mein Leben ist scheiße

Kann ich irgendwie nachvollziehen. Jetzt stelle ich mir aber die Frage, wie hat das denn damals ein gewisser Max P. gemacht? Der hatte doch im Harz 4 Verhältniss große Erfolge mit Frauen. Oder habe ich da was missverstanden?

Wie kann man mit Harz 4, und so wie er sich beschrieben hat, ein Selbstbewusstsein haben?

@Mystikk:

Wie sieht es denn mit Deinem sozialen Umfeld aus? Fragt da mal jemand, wie es Dir seelisch geht? Freunde, Eltern, Geschwister, Nachbarn, gute Kollegen?

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit meine Mutter, meinen Vater sowie einen urlat Kumpel, was mein Problem angeht, involviert. Ok, mein Vater ist selbst ein harter Weintrinker, da tue ich mir also keinen Gefallen, ein vernüftiges Feedback zu erwarten. Und meine Mutter, ja die, die weiss natürlich auch das was nicht mit mir stimmt. Als ich ihr dann mal ein klares Bild von mir schilderte, war sie nicht sonderlich überrascht. Aber ich kann mit ihr darüber reden.

Dann gibt es noch einen uralt Kumpel. Krasses BSP. Macht nach einer 7 jährigen Studienzeit einen hervorragenden Uniabschluss. War in dieser Zeit auch exzessiver Kiffer und Trinker, hat jetzt sogar Familie und nen krassen Job. Trinkt immer noch. Alle Woche mal nen Abschuss Richtung Mond. Aber bei ihm läufts. (Komisch)

Ihm kann ich es erzählen, so richtig verstehen tut er es aber nicht. Irgendwo auch verständlich....

@Hoodseam:

Dein ganzes Problem (auch wenn es nicht so leicht ist) besteht darin, dass Du in der Zukunft lebst. Dir Glaubenssätze aufgebaut hast, dass Du glücklich bist, sobald XYZ eintritt. Das wird natürlich nicht der Fall sein. Ebenso wie Deine Vergangenheit Dich nicht daran hindert, glücklich zu sein.

Ich kenne die Inhalte von Tolle (grob), ehrlich gesagt eher von Oiver Ritter, aber egal, es läuft aufs gleiche raus.

Lebe im hier und Jetzt.

Das tue ich. Glaube ich (??) Bevor ich Dich jetzt missverstehe frage ich lieber nochmal nach.

Ich meine, ich muss mir doch Gedanken darüber machen, was ich will. Wenn es darum geht, "dummdidumm" jeden Augenblick zu geniessen, dann geht es mir "jetzt" gerade wirjlich hervorragend. Aber ich muss doch ein Ziel haben um glücklich zu sein. Und ein Ziel liegt in der Zukunft...Korriegier mich bitte, wenn ich da jetzt irgendwas missverstehe.

Das was du zum Thema Vergangenheit angeschnitten hast, muss ich mir erst mal durch den Kopf gehen lassen, bevor ich da was zu schreibe, Aber ich meine jetzt schon zu wissen, das ich Dich da vollkommen verstanden habe.

Ansonsten ich habe hier noch eine pdf Version mit dem Titel "Leben im Jetzt".

Fuck. Das Thema ist echt anstrengend. Kostet mich irgendwie viel Kraft.

p.s. Bezüglich meiner Zeilen zu P. und Bukowski: Ich weiss, jeder soll seinen EIGENEN Weg gehen.

bearbeitet von GustavGanz

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Was ist es genau, worunter du leidest?

Ist es der „materielle“ Verzicht auf die Annehmlichkeiten eines Lebens innerhalb der Norm, der Verzicht auf Geld, Frauen, Sicherheit, Gesundheit?

Oder ist es das dumpfe, nagende Gefühl nicht dazuzugehören, durchs Werteraster der Gesellschaft gefallen zu sein?

Du schreibst sehr angenehm, machst einen sehr intelligenten Eindruck. Ich könnte mir vorstellen, dass dir die Lösungen der materiellen Probleme einigermaßen klar sind, wünsche dir gleichzeitig die Kraft diesen Weg gehen zu können. Möglich ist es allemal, siehe dein nun erfolgreicher ehemals exzessiv-kiffender Studienfreund.

Aber das ist halt nur die eine Seite des Problems…

Einmal draußen, immer draußen, ob, von außen betrachtet, die Dinge laufen oder nicht. Was war da zuerst: Der Misserfolg, der in die Abgrenzung der Persönlichkeit führte, oder das „asoziale“ Wesen, das an den Erfordernissen der ähnlicheren Mehrheit zerbrach?

Das Problem ist so alt wie die Menschheit. Auch ich bin mitten drin, wenn ich dies auch durch meine äußerlichen Umstände sehr gut verbergen kann.

Was mir enormst geholfen hat, war es, die gefühlte Einsamkeit in dieser Blase zu überwinden. Ich habe nach Vorbildern gesucht, nach Helden, die es sich außerhalb der Norm gemütlich gemacht haben.

An der Gesellschaft gebrochene Menschen, durch Geburt oder Schicksal rausgekickt. Die zurückgeschaut und erkannt haben: Leben verkackt, Game over. Aber trotzdem nicht aufhören wollten, und deshalb angefangen haben es sich in ihrer eigenen Welt einzurichten. Die Freiheit erkannt haben, ihre eigenen Gesetze entwickelt haben – freie, wirklich freie Menschen.

Diese Helden sind zahlreich:

Francois Villon, Luis-Ferdinand Celine, Henry Miller, Jean Genet, Charles Bukowski,…

Natürlich sind das Utopien, aber allein deren wärmende Kenntnis hat (jedenfalls mir) geholfen, die Leere und metaphysische Einsamkeit abzumildern.

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Ich kenne die Inhalte von Tolle (grob), ehrlich gesagt eher von Oiver Ritter, aber egal, es läuft aufs gleiche raus.

Lebe im hier und Jetzt.

Das tue ich. Glaube ich (??) Bevor ich Dich jetzt missverstehe frage ich lieber nochmal nach.

Ich meine, ich muss mir doch Gedanken darüber machen, was ich will. Wenn es darum geht, "dummdidumm" jeden Augenblick zu geniessen, dann geht es mir "jetzt" gerade wirjlich hervorragend. Aber ich muss doch ein Ziel haben um glücklich zu sein. Und ein Ziel liegt in der Zukunft...Korriegier mich bitte, wenn ich da jetzt irgendwas missverstehe.

Ja, das missverstehst Du.

Hier ein Link um einen kurzen und groben Einblick zu bekommen.

Auch bei mir hat Eckhart Tolle mein Leben verändert und wenn ich Deine Beiträge lese bist auch Du jemand den Eckhart Tolle helfen kann zu finden was er sucht.

Sein Standardwerk ist das Buch „Jetzt-Die Kraft der Gegenwart“, gibt es auch als Hörbuch, ebenfalls empfehlenswertes ist sein Buch "Eine neue Erde". Seine im Internet zu findenden Videos (meistens in Englisch) sind eine gute Ergänzung, aber Anfangen sollte man wirklich mit seinen (Hör-)Büchern.

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Hi TE,

vorab, ich habe es genossen deinen Beitrag zu lesen, weil ich mich in einigen Facetten - deiner Geschichte - selbst etwas erkennen konnte.

Meine zerstörerische Lebensweise und mein Suchtverhalten, drängten mich in einen psychischen Abgrund, indem ich nie wieder gefangen sein möchte.

Meine letzte depressive Welle/Phase liegt jetzt schon einige Jahre zurück, und es war die letzte. Die letzte war auch die härteste. Mein Leben lang spürte ich eine leere in mir, die ich mit Nahrung und der Spielerei zu stopfen versuchte. Auch ein Indiz, für meine psychischen Probleme, war meine phasenweise, sehr exzentrische Lebensweise, die wiederum mit totaler Isolation endete.

Ich hatte das Glück, mit totalem Zufall herauszufinden, welches mein Problem war. Meine Probleme, waren wie weggeblasen und ich lebe, z. Z. in totaler Ausgeglichenheit.

Das Suchtverhalten und die zerstörerische Lebensweise, sind ebenfalls verschwunden.

Ich rate Dir, von ganzem Herzen, dass du psychische Hilfe zurate ziehst. Öffne Dich einem Therapeuten dem du vertraust.

Sobald dein Problem erkannt ist, wirst du auch aufhören zu trinken.

Sprechen heilt.

Gruß und alles Gute

G.

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An dem Punkt, an dem du bist, war ich mit 26. Damals habe ich gesoffen wie ein Loch, jeden Tag eine halbe Kiste Bier (minimum) und dann noch haufenweise Drogen. Zu diesem Zeitpunkt war ich soweit, dass ich mich selbst nicht mehr leiden konnte. Einige meiner damaligen Sauf- und Drogenkumpels waren bereits tot. Ich hatte meinen Job verloren und meine Wohnung wegen der Sauferei und den Drogen. Zukunftsperspektive gleich Null.

Was ich gemacht habe und was mir geholfen hat?

Ich habe von meiner letzten Kohle, die ich hatte, einen Taxischein gemacht und habe noch am selben Tag der Prüfung mit der Taxifahrerei angefangen. Den ersten Monat bin ich noch Tagschicht gefahren, was zumindest den Effekt hatte, dass ich tagsüber nicht gesoffen habe. Abends traf ich mich dann doch wieder mit meinen Kumpels zum Saufen. Ab dem 2. Monat bin ich dann die Nachtschicht gefahren, so hatte ich nicht mehr die Möglichkeit zu saufen. 6 Tage die Woche bin ich in der Anfangszeit gefahren und das hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Ich habe mir damals geschworen, dass ich niemals in meinem Leben so enden will, wie der ein oder andere Fahrgast, den ich nach Hause gefahren habe. Ich bin insgesamt drei Jahre Taxi gefahren und in dieser Zeit habe ich sehr viel über Menschen gelernt und auch über mich selbst. Nach dieser Zeit bin ich in eine andere Stadt gezogen und bei diesem Neuanfang habe ich darauf geachtet, dass ich erst gar nicht in diese Drogenkreise reingeraten bin.

Ich kann dir nur so viel sagen, suche dir irgendeine Beschäftigung, die dir Spaß macht, vielleicht etwas kreatives oder handwerkliches, etwas was einen Sinn für dich ergibt.

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@electronvolt

Was ist es genau, worunter du leidest?



Ist es der „materielle“ Verzicht auf die Annehmlichkeiten eines Lebens innerhalb der Norm, der Verzicht auf Geld, Frauen, Sicherheit, Gesundheit?

Das ich irgendwie ohne eine Aufgabe, in meinem Leben, herumgammel. Heute kam mir ein Gedanke. Einfach reisen. Soviel wie möglich, alles irgendwie mal gesehen zu haben. Egal wie...Hauptsache schön muss es sein, hauptsache den Kopf flashen.

Gegenfrage an mich selbst:

Renn ich da von irgendwas davon?

Vorgestern wollte ich noch Lehrer werden, müsste dazu drei Jahre Schule nachholen, heute will ich einfach nur monatelang reisen...Na, wie soll da denn was produktives herauskommen?

(Das ist jetzt keine Frage an euch, sondern an mich selbst)

Auf materielle Güter kann ich getrost verzichten. Geld spielt auch keine allzu große Rolle in meinem Leben. Es ist toll welches zu haben. Wenn ich keins habe, - scheiss egal. Klar, ab und an mal ne Frau wäre toll. Einfach so mal ein bisschen fi...en, und schauen was geht.

Gesundheit ist mir extrem wichtig, trotz meiner gelegentlichen Aussetzter...

Die Beschreibung mit der Blase, und der Gemütlicheit ausserhalb der Norm gefällt mir sehr gut. Das schwirrt mir, seitdem ich deinen Beitrag gelesen habe, derzeit öfters im Kopf rum.....

Achso:

Oder ist es das dumpfe, nagende Gefühl nicht dazuzugehören, durchs Werteraster der Gesellschaft gefallen zu sein?

Nein, ganz im Gegenteil Ich bin froh, dass ich nicht dazugehöre. Wirklich.

Danke erstmal für deinen Beitrag!

@derwuppertaler.

Auch Dir danke für deine Mühe auf meine Frage einzugehen. Deine Empfehlung werde ich mir schnellst möglich zulegen.

@Mr.G & bestofall

Es tut immer gut zu wissen, dass man doch nicht alleine ist, nicht alleine ist mit seinem "Werdegang", es schon immer Menschen gab die eine ähnliche Phase durchmachten. Man weiss es eigentlich. Eigentlich. Aber durch eure Beitrage wird man eben doch nochmal intensiver daran erinnert.

bearbeitet von GustavGanz
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Hallo GustavGanz,

zuerst ma will ich Dir sagen, dass hier keiner beurteilen kann, wer Du bist und was Du tun solltest. Darum würde ich an Deiner Stelle alle Tipps mit äußerster Vorsicht genießen. Zum einen ist das oft nur Hobbypsychologie, zum anderen muss Dir nich helfen, was anderen geholfen hat. Soviel dazu.

Ich selbst steckte mal in einem ähnlichen Loch. Es war keine wirkliche Sucht im Spiel und auch jobtechnisch alles im Lot, es war mehr so eine innere Leere und Ziellosigkeit, weit weg von einer Sucht war ich aber nicht, auch bei mir wurden aus einem Abendbier irgendwann mal 7 oder 8 und ich hab geraucht wie ein Schlot. Mich hat aus meinem Loch der (Kraft-)Sport herausgeholt. Irgendwann hab ich's einfach ausprobiert, weil mir Freunde dazu geraten hatten. Eigentlich wollte ich gar nich, aber ich hab mich gezwungen, zumindest 6 Monate durchzuhalten. Aus den 6 Monaten sind mittlerweile dreit Jahre geworden. Und neben dem rein körperlichen Aspekt (extrem fit und breite Schultern, kein Alkohol und keine Zigaretten) ist der Sport auch zu meiner Erdung geworden. Vielleicht probierst Du's mal. Mit Sport meine ich jetzt nicht Schach, sondern etwas, was Dich vollkommen auspowert. Es kann Dir den Druck nehmen, ständig nachzudenken und es nimmt Zeit in Anspruch, in der Du keinen Unsinn machen kannst. Mich beschäftigt es so sehr, dass ich einen Großteil meiner Freizeit drauf verwende: Übungen, Ernährung, Muskellockerung, neue Übungen, neue Ernährung ...

Vielleicht hilft's einen Dreck, vielleicht gibt es Dir aber auch ein Ziel...aus dem sich dann wieder andere Ziele ergeben. Und schon hast Du ein semi-neues Leben, ohne es bemerkt zu haben. Nur so ein Gedanke.

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die letzten Wochen ist schon was passiert in meinem Leben.

Ehrlich gesagt, die Sache, mit dem befreiten Verstand wirkt schon extremst krass.

Und @ Lester Mowl, ich habe mich tatsächlich vor einigen Tagen im Fitness Studio angemeldet. Dieser Rauch, den man während und nach dem stundenlangem Training erlebt, lässt sich mit keiner Droge vergleichen. Das frühere Joggen ist ein Witz dagegen.

Die Körpereigenen "Drogen" sind doch die besten.

Ok, schön und gut, ich habe einige Fakten in meinem Leben erkannt, die es zu ändern gilt, diese ich jetzt nicht alle hier aufschreiben will. Der Drang Frauen zu verführen bleibt. Ich meine, hey, mit sich im reinen zu sein bzw. auf dem Weg dorthin ist wirklich schön, aber gerade jetzt im Sommer ist der Drang, diese runden in hautengen Stöffchen eingepackten Ärsche anzusprechen, doch SEHR groß...

Ich habe durch den "angehenden löschenden" Verstand doch ein ganz anderes Lebensgefühl.

Ziele, die haben mir gefehlt.

Soweit erst mal....

bearbeitet von GustavGanz

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Hey, freut mich zu hören. Tatsächlich ist es wie ein Rausch, wenn man sich beim Sport völlig verausgabt. So lange es ein Rausch durch körpereigene Substanzen bleibt und nich in die Muskeln gespritzt wird. Also immer schön sauber bleiben ;-)

Pass nur auf, dass Du nicht zuviel von Dir selbst erwartest. Dein Leben wird sich nich von jetze auf gleich um 180° drehen. Du hast einen Anfang gemacht, der Rest - und das meine ich völlig ernst - kommt von ganz allein. Ohne, daß Du es merkst. Also nich nur planen, einfach machen. Hab mal nen tollen Spruch dazu gehört:

Entspann Dich, gib Dein Bestes, Rest macht Universum.

Good Luck!

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