Latente Depression

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Hallo Leute,

durch PU habe ich mich in gewisser Weise weiter entwickelt und danke euch dafür.

Ich kann z.B. problemlos alleine fort gehen, und nur durch Zuhilfenahme von einem einzigen Bier, im Club alleine abtanzen, Frauen ansprechen und Spaß haben. Ich bin dadurch freier und eigenständiger, kann alleine Feiern und bin regional flexibler.

Ach Moment mal, das mit dem Spaß klappt noch nicht richtig. Ich bin schon seit Jahren in einem Stimmungstief gefangen. Meine Stimmung ist negativer als bei anderen, das ist meine Macke, das merken auch Freunde.

Wahrscheinlich wurde alles hervorgerufen durch unzählige aufeinanderfolgende Schicksalsschläge schon von Kindheit an.

Ich denke ich gehe zu einem Psychologen, vielleicht hab ich ja auch Asperger. Leider dauert es noch eine Weile, da man wohl für einen Termin ca. 6 Monate warten muss.

Weiß jemand, ob man aus einer latenten Depression rauskommen kann oder bleibt es für immer so und man muss lernen damit umzugehen?

Hat vielleicht jemand selbst damit Erfahrung gesammelt?

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Weiß jemand, ob man aus einer latenten Depression rauskommen kann oder bleibt es für immer so und man muss lernen damit umzugehen?

Hat vielleicht jemand selbst damit Erfahrung gesammelt?

Hallo,

kann man. Wenn man nichts dagegen unternimmt, kann es sein, dass man sich gegen den nächsten Zug wirft.

Sprich mit deinem Hausarzt darüber und hoffentlich gibt er dir dann eine Überweisung an ein Psychologen und/oder psychologischen Psychotherapeuten.

MfG

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Mit einer Überweisung vom Hausarzt kannst du auch in die Ambulanz einer psychiatrischen Klinik gehen, die haben oft auch Spezialsprechstunden für Depressionen, Ängste, Zwänge, Autismus, Essstörungen usw.

Da kannst du sogar ganz ohne Termin hingehen, auch wenn es besser ist, einen zu machen.

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Suizidgefährdet bin ich noch nicht, deswegen mach ich einfach mal vorsichtshalber einen normalen Termin. Danke.

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Beantworte ein paar Fragen :

Wie läuft dein Alltag ab ?

Ernährung ?

Sport ?

Arbeit bzw. Arbeitszeiten ?

Schlafenszeiten ?

Freunde, welche Art und wie oft unternimmst du etwas mit ihnen ?

Allein, dass du Leute ansprichst ist das ein Indiz dafür, dass du kein Asperger hast.

JR

bearbeitet von JackRich

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Allein, dass du Leute ansprichst ist das ein Indiz dafür, dass du kein Asperger hast.

Nö, ich quatsche auch fast alle Leute an und habe das Asperger-Syndrom.

(Anm. scheint typisches Klischeedenken zu sein)

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Asperger können sogar auf der Bühne auftreten und besonders extrovertiert wirken. Die Öffentlichkeit ist über Asperger wenig aufgeklärt.

Normale Psychiater haben von Asperger in der Regel überhaupt keine Ahnung und werden wegen deiner Vermutung nur den Kopf schütteln. Testen lassen kannst du das nur an wenigen Standorten in Deutschland. Überlege dir genau, ob du dir die Diagnose holst oder besser bei der Selbstdiagnose bleibst, denn man hat dadurch durchaus berufliche Einschränkungen.

Hast du sonst noch körperliche Beschwerden?

Falls du Infos bezüglich Diagnose, Umgang mit Psychiatern brauchst, dann schreib mich per PN an. Ich hab eventuell auch ein paar Tipps, wie du aus der latenten Depression herauskommst, die ich allerdings nur geben kann, wenn ich bisschen mehr über dich weiß. Ist immer ein wenig verschieden.

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Überlege dir genau, ob du dir die Diagnose holst oder besser bei der Selbstdiagnose bleibst, denn man hat dadurch durchaus berufliche Einschränkungen.

Wie sollen die denn aussehen, wenn er sich die Diagnose holt und für sich behält? Muss er ja keinem Arbeitgeber erzählen...

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Überlege dir genau, ob du dir die Diagnose holst oder besser bei der Selbstdiagnose bleibst, denn man hat dadurch durchaus berufliche Einschränkungen.

Wie sollen die denn aussehen, wenn er sich die Diagnose holt und für sich behält? Muss er ja keinem Arbeitgeber erzählen...

Man sollte sich halt nicht offiziell diagnostizieren lassen, sondern so unter der Hand. Wie es genau aussehen würde, weiß ich nicht. Ich sprach nur mal mit einer, die sich mit 32 als Autistin diagnostizieren ließ. Sie musste dann ihren Oberarztposten aufgeben und kann aus rechtlichen Gründen nichtmal mehr als Ärztin tätig sein. In anderen Branchen sieht das sicher nicht so schlimm aus und SAP beispielsweise stellt teilweise bevorzugt Autisten ein.

Bezüglich Versicherungen hat man dann anscheinend oft auch Probleme.

Man muss halt immer abwägen was einem die offizielle Diagnose bringen würde. In Deutschland steht es um die Versorgung von Autisten anscheinend immer noch nicht richtig gut aus.

Meiner Erfahrung nach ist Autismus sowieso eine Krankheit, die nicht nur das Gehirn betrifft. Die meisten Asperger die ich kenne, haben massive andere Beschwerden. Es gibt Hypothesen, die behaupten, dass bei Autisten eine Kombination aus verschiedenen Genen Defekt sind, die den Stoffwechsel des gesamten Körpers und somit des Gehirns betreffen. Deshalb soll sich das Gehirn von Kindheit an falsch entwickelt haben. Gleichzeitig sind diese Stoffwechselprozesse aber auch für andere Funktionen wie Funktionalität der Leber und Verdauung zuständig.

Ich persönlich traf selten einen Asperger, der Alkohol vertrug. Sobald man gewisse Supplemente gibt, die vermutete oder bewiesene Stoffwechselstörungen umgehen, steigt die Alkoholverträglichkeit immens und das allgemeine Wohlbefinden, vor allem geistig, wird besser. Das Molekül "SAM-e" spielt bei der Alkoholentgiftung anscheinend eine große Rolle und ist auch gleichzeitig an der Produktion von vielen Neurotransmittern beteiligt.

Leider ist man von einer ganzheitlichen Behandlung von Autismus in Deutschland meilenweit entfernt, im Vergleich zu den USA.

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Wie es genau aussehen würde, weiß ich nicht. Ich sprach nur mal mit einer, die sich mit 32 als Autistin diagnostizieren ließ. Sie musste dann ihren Oberarztposten aufgeben und kann aus rechtlichen Gründen nichtmal mehr als Ärztin tätig sein.

Klingt eher wie ein Fall fürs Arbeitsgericht.

Fakt ist natürlich, wenn du privat versichert bist, kann es klüger sein, dass nicht "offiziell" zu machen. Wenn du gesetzlich versichert bist, ist das egal - gegen alle Nachteile, die dir dadurch entstehen, kannst du dich juristisch wehren.

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Beantworte ein paar Fragen :

Wie läuft dein Alltag ab ?

Ernährung ?

Sport ?

Arbeit bzw. Arbeitszeiten ?

Schlafenszeiten ?

Freunde, welche Art und wie oft unternimmst du etwas mit ihnen ?

Allein, dass du Leute ansprichst ist das ein Indiz dafür, dass du kein Asperger hast.

JR

Naja nicht so optimal. Sport nein. Ernährungsmäßig esse ich Brot uns Süßkram. Fange jetzt aber mit Sport und Diät an. Arbeitszeiten sind aktuell im 3-Schicht System (Überbrückungsjob vor dem Studium), Schlafenszeiten demzufolge auch eher unregelmäßig, jedoch genug. Kontakt mit Freunden ist genug da, so ca. 3-4 mal im Monat, eher Feiern, Chillen und Reden. Das mit Asperger bin ich mir nicht ganz sicher. Ich hab z.B. ein Talent dafür Emotionen in Gesichtern zu lesen. Am Gesichtsausdruck zu erkennen, was ein Mensch denkt, zu erkennen was jemand vor hat und warum er jetzt dieses und jenes sagt und warum er so handelt. Was aber das Sozialverhalten betrifft bin ich manchmal anscheinend noch ein Depp. Ein Beispiel.: Ich verlasse die Berufsschule und ein Lehrer wünscht mir alles Gute für meinen weiteren Werdegang. Ich bedanke mich und wünsche dem Lehrer ebenfalls alles gute. Darauf hin lacht mich ein Kollege aus und sagt ich wäre Weltfremd und total gestört, weil ich dem Lehrer auch alles Gute gewünscht habe. Ich habe dem Lehrer ebenfalls alles gute gewünscht, weil er neu auf der Schule war und sich noch einfinden musste, das allerdings schien für meinen Kumpel nicht begreiflich zu sein. Ich sehe auch alles eher logisch als emotional. Ich Handle und denke logisch. Ich kann Emotionen schwer ausdrücken und wirke deswegen eher kalt, dies kann aber auch einfach eine Auswirkung der Depression sein. Diejenigen die mich wirklich kennen, wissen aber das ich moralisch korrekt handle und eigentlich ein feiner Kerl bin, obwohl ich so kalt wirke.

Asperger können sogar auf der Bühne auftreten und besonders extrovertiert wirken. Die Öffentlichkeit ist über Asperger wenig aufgeklärt.

Normale Psychiater haben von Asperger in der Regel überhaupt keine Ahnung und werden wegen deiner Vermutung nur den Kopf schütteln. Testen lassen kannst du das nur an wenigen Standorten in Deutschland. Überlege dir genau, ob du dir die Diagnose holst oder besser bei der Selbstdiagnose bleibst, denn man hat dadurch durchaus berufliche Einschränkungen.

Hast du sonst noch körperliche Beschwerden?

Falls du Infos bezüglich Diagnose, Umgang mit Psychiatern brauchst, dann schreib mich per PN an. Ich hab eventuell auch ein paar Tipps, wie du aus der latenten Depression herauskommst, die ich allerdings nur geben kann, wenn ich bisschen mehr über dich weiß. Ist immer ein wenig verschieden.

Ja, die Depri äußert sich in einem Art Enge-Gefühl im Herzbereich. Als ob da eine Steinplatte auf dem Herzen liegt und sich im Inneren alles zusammenzieht. Es ist ein unangenehmes Gefühl. Es scheint auch eher psychischer Natur zu sein als physischer. Es ist also nicht sowas wie ein Herzfehler, es manifestiert sich aber irgendwie trotzdem an einem physischen Ort (Hat bestimmt was mit Hormonen und Nervengeflecht zu tun). Als ich eine starke OneItIs hatte, wurde dieses Gefühl unerträglich, ich konnte nicht einmal einschlafen. Zur Zeit hält es sich in Grenzen, da die OneItIs zum Glück abklingt. Aber es ist immer noch schwach da, und wird stärker, wenn mich jemand z.B. kränkt oder beleidigt oder in irgend einer anderen Art und Weise benachteiligt. Mir fällt es auch schwer zu lachen, ich kann nicht so toll lachen wie andere. Mein Lachen wirkt eher verkrampft. Ist aber kein Wunder, wenn man bei Lachen ein wenig betrübt ist.

Danke erstmal für eure Posts.

bearbeitet von PoketRocket

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@PoketRocket

Das mit deinem Lehrer ist eine typische Aspie-Story. Passiert mir ständig. Auch denken Asperger oft, dass sie besonders gut Gesichter lesen können, anscheinend weil sie es so bewusst wahrnehmen müssen, also gelernt haben, anstatt es intuitiv zu tun. Ich dachte auch mal, dass ich das gut kann. Auch, dass du irgendwie ein anderes Lachen hast, ist dann nicht ungewöhnlich.

Das mit der Enge auf der Brust ist natürlich logisch, wenn du Asperger sein solltest. Du bist dann in vielen Situationen angespannter als andere. So einfache Situationen verunsichern einen dann manchmal bzw. so krassere Situationen wie eine Oneitis lösen dann eventuell so extreme Gedanken, manchmal auch Zwangsgedanken aus, die schwer zu ertragen sind.

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@PoketRocket

Das mit deinem Lehrer ist eine typische Aspie-Story. Passiert mir ständig. Auch denken Asperger oft, dass sie besonders gut Gesichter lesen können, anscheinend weil sie es so bewusst wahrnehmen müssen, also gelernt haben, anstatt es intuitiv zu tun. Ich dachte auch mal, dass ich das gut kann. Auch, dass du irgendwie ein anderes Lachen hast, ist dann nicht ungewöhnlich.

Das mit der Enge auf der Brust ist natürlich logisch, wenn du Asperger sein solltest. Du bist dann in vielen Situationen angespannter als andere. So einfache Situationen verunsichern einen dann manchmal bzw. so krassere Situationen wie eine Oneitis lösen dann eventuell so extreme Gedanken, manchmal auch Zwangsgedanken aus, die schwer zu ertragen sind.

xD na super. Dann bin ich vielleicht doch ein Aspie. Ich kauf mir mal ein Buch dazu.

Ich konnte zumindest immer gut Sprachen lernen ohne viel dafür zu machen. Auch bin ich überdurchschnittlich gut im räumlichen Denken wie struktiriertem Denken und Programmieren. Ich muss sozusagen für diese Dinge nichts machen um darin gut bis sehr gut zu sein. Während in Informatik keiner die Hausaufgaben lösen konnte, hatte ich Daheim die Lösung nach 10 Minuten und die anderen haben abgeschrieben. Währen die anderen fürs Programmieren üben mussten, reichte es mir 2 Mal die Hausaufgaben zu machen um für das ganze nächste Jahr gewappnet zu sein. Trifft wohl auch auf Asperger zu.

Was sollte ich jetzt deiner Meinung am besten unternehmen? Ich kauf mir erst mal zumindest ein Buch darüber.

Das mit dem Lehrer versteh ich übrigens bis Heute nicht, wäre gut wenn mich mal jemand über diese Lappalie aufklären würde.

Trotz meiner Stärken möchte ich nicht überheblich sein, denn ich währe wahrscheinlich lieber normal, da man wie gesagt anscheinend soziale Defizite hat.

bearbeitet von PoketRocket

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Lass dich erst einmal testen. Solange du keine Diagnose hast nehme ich einfach an, dass du kein Asperger hast. Ich bin auch ziemlich kalt und mir wurde auch Asperger an den Kopf geworfen. Meine emotionale Mauer hat jedoch andere Gründe.

Naja nicht so optimal. Sport nein. Ernährungsmäßig esse ich Brot uns Süßkram. Fange jetzt aber mit Sport und Diät an. Arbeitszeiten sind aktuell im 3-Schicht System (Überbrückungsjob vor dem Studium), Schlafenszeiten demzufolge auch eher unregelmäßig, jedoch genug.

Eine Depression kannst du durch bessere Ernährung, viel Sport und gesunden bzw. regelmäßigen Schlaf vermeiden. Du lebst einfach völlig ungesund. Normal, dass dein Körper und deine Psyche streikt.

Wenn du Interesse daran hast, dann schreib mir eine PN.

JR

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Hey PoketRocket,

langanhaltende Stimmungstiefs können auf Depression ( bzw. Dysthymie, eine nicht stark ausgeprägte, aber dafür lang andauernde Art der depressiven Störung) hindeuten, ebenso wie sozial inadäquates Verhalten auf Asperger-Autismus hindeuten kann. Es kann aber auch sein, dass dem nicht so ist und die Ursache ganz woanders liegt. Und das herauszufinden ist als Laie nicht einfach.

Besorg dir einen Termin beim Fachmann, alles andere ist Kaffeesatzleserei und nicht aussagekräftiger als wenn einer seine Symptome bei Google eingibt. Da kommt auch immer Krebs bei raus und man macht sich unnötigerweise verrückt.

Der beste Weg ist es, ersteinmal zum Hausarzt zu gehen und körperliche Gründe ausschließen zu lassen - beispielsweise die Schilddrüsenhormone. Wärst nicht der erste, hinter dessen depressiver Symptomatik eine bislang unentdeckte Hypothyreose steckt. Falls nichts gefunden wird, bekommst du eine entsprechende Überweisung.

Übrigens, Asperger-Autismus zeichnet sich nach ICD-10 vor allem durch qualitative Beeinträchtigung der sozialen Interaktion, motorische Ungeschicklichkeit, stereotype Interessen, Verhaltensweisen und Aktivitäten aus. Begleiterscheinungen können Zwänge, Tics und hyperkinetische Störungen sein. Oft haben Betroffene Probleme in der Schule, weil sie am regulären Unterricht nicht genug Interesse haben oder sich in Details verlieren und so dem Unterricht nicht folgen können. Die Intelligenz kann überdurchschnittlich sein, muss es aber nicht. Nicht jeder Asperger ist ein Sheldon Cooper ;-)

Wenn du dich da wiederfindest, wäre ein Gang zu einem Asperger-Experten sicher eine gute Entscheidung, einfach um das abzuklären. Bis dahin, nimm erstmal an dass das nicht der Fall ist. Gleiches gilt für die vermeintliche Depression. Da kann es auch viele andere Gründe geben, warum du dich so fühlst.

Herzliche Grüße,

Tsukune

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ich bin absolut unwissend auf dem Gebiet, aber kann es auch sein, dass man sich mit Selbstdiagnosen (stetig negative Gedanken und dadurch ein negatives Weltbild) immer mehr in sein Unglück treibt? Will dem TE damit nicht zu Nahe treten oder die Situation verharmlosen. Ist bloß eine allgemeine Frage, weil sie hier villeicht passt.

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ich bin absolut unwissend auf dem Gebiet, aber kann es auch sein, dass man sich mit Selbstdiagnosen (stetig negative Gedanken und dadurch ein negatives Weltbild) immer mehr in sein Unglück treibt? Will dem TE damit nicht zu Nahe treten oder die Situation verharmlosen. Ist bloß eine allgemeine Frage, weil sie hier villeicht passt.

Kommt stark drauf an was für ein Typ Mensch man ist. Entweder man denkt, "scheiße ich hab wohl eine Störung, deswegen bin ich so unglücklich, alles ist verloren" oder "Ok, ich weiß jetzt woran es liegt und kann lernen damit umzugehen und somit trotzdem glücklich werden". Es ist ok, solange man sich nicht zu sehr auf etwas fixier oder reinsteigert. Ich hab mich ein wenig mit Psychologie bereits beschäftigt und weiß auch dass ich definitiv in Richtung Asperger gehe, es ist allerdings nicht super extrem ausgeprägt aber auch nicht wenig. Kenne aber auch Menschen welche durch Selbstdiagnose totale Probleme gekriegt haben, hatten diese aber bereits vorher.

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Hinter der Selbstdiagonse Asperger können sich auch einfach nur soziale Ängste verbergen. Die sind es dann, die den Umgang mit anderen Menschen erschweren, aber das wird dann als "Asperger" rationalisiert, klingt ja auch viel besser, wenn man sowas hat, als wenn man soziale Phobien hat.

Also wirklich einen Profi ranlassen! An den Unikliniken gibt es in der Psychiatrie auch meistens Asperger-Sprechstunden.

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Ein Beispiel.: Ich verlasse die Berufsschule und ein Lehrer wünscht mir alles Gute für meinen weiteren Werdegang. Ich bedanke mich und wünsche dem Lehrer ebenfalls alles gute. Darauf hin lacht mich ein Kollege aus und sagt ich wäre Weltfremd und total gestört, weil ich dem Lehrer auch alles Gute gewünscht habe.

Mmmh, ich kenne genug Nicht-Asperger, die dann auch dem Gegenüber alles Gute wünschen, ohne dass diese von anderen schief angesehen werden.

Wahrscheinlich wurdest du deswegen ausgelacht, weil du dort einen schlechten Status hattest. (Ich hasse dieses Status-Geschwafel.)

Es schaut eher so aus, als ob dein Ex-Mitschüler ein an der Waffel hat.

bearbeitet von Aspie
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Ich denke ich gehe zu einem Psychologen, vielleicht hab ich ja auch Asperger. Leider dauert es noch eine Weile, da man wohl für einen Termin ca. 6 Monate warten muss.

Wie alt bist du?

Es gibt in den meisten großen Städten auch Jugendberatungen. Da kannst du auch hingehen vorerst.

Ist kostenlos und du kriegst oft in der gleichen Woche, teilweise am nächsten Tag, einen Termin.

(Jugendberatung = maximal 25,26 Jahre alt)

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Gast

Kauf dir doch mal Johanniskrauttee von der Apotheke. Das soll auch gegen Depressionen helfen, mach dich mal im Internet schlau. Gibt es auch als Kapseln.

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Ja, die Depri äußert sich in einem Art Enge-Gefühl im Herzbereich. Als ob da eine Steinplatte auf dem Herzen liegt und sich im Inneren alles zusammenzieht. Es ist ein unangenehmes Gefühl. Es scheint auch eher psychischer Natur zu sein als physischer. Es ist also nicht sowas wie ein Herzfehler, es manifestiert sich aber irgendwie trotzdem an einem physischen Ort (Hat bestimmt was mit Hormonen und Nervengeflecht zu tun). Als ich eine starke OneItIs hatte, wurde dieses Gefühl unerträglich, ich konnte nicht einmal einschlafen. Zur Zeit hält es sich in Grenzen, da die OneItIs zum Glück abklingt. Aber es ist immer noch schwach da, und wird stärker, wenn mich jemand z.B. kränkt oder beleidigt oder in irgend einer anderen Art und Weise benachteiligt. Mir fällt es auch schwer zu lachen, ich kann nicht so toll lachen wie andere. Mein Lachen wirkt eher verkrampft. Ist aber kein Wunder, wenn man bei Lachen ein wenig betrübt ist.

Danke erstmal für eure Posts.

Dieses verdammte Enge-Gefühl in der Brust kenne ich auch, allerdings anfallsweise und verbunden mit lähmender Schwäche.

Wurde ärztlich mehrfach von Kopf bis Fuß durchgecheckt, kein Befund.

So ein Gefühl kann natürlich 1000 Ursachen haben, finde es aber doch sehr bemerkenswert, dass so viele Leute mit psychischen Problemen über diese Beschwerde klagen.... sollte es wirklich psychisch bedingt sein, so muss dies doch über irgendwelche körperlichen Zusammenhänge erklärbar sein?

Plausibel klingt für mich die Theorie (nach einiger Recherche...), dass so eine Enge u.a. durch chronische Hyperventilation, die wiederum Folge einer Überaktivität des Symphatikus (ständige Anspannung als Folge einer Angststörung, Depression oder auch einfach nur chronischer Überlastung) ist, hervorgerufen werden kann. Und tatsächlich: Seit ich bewusster auf eine langsamere und tiefere Atmung (Zwerchfell- statt Brustatmung) achte, sind jedenfalls diese Beschwerden Geschichte.

Probiers doch wirklich mal mit Atemübungen!

Zu der latenten Depression:

Habe mich auch jahrelang mit dem von dir geschilderten Befinden herumgeschlagen, wollte mir allerdings nie ein Problem eingestehen und habe deshalb auch nie professionelle Hilfe gesucht.

Seit einem etwas unschönen Erlebnis, ist das Beschwerdebild jedoch "explodiert", und ich sitze nun tiefer in der Scheisse, als ich mir das jemals vorzustellen wagte. Brutalste körperliche Beschwerden. Bin mir noch nicht ganz sicher, ob diese Beschwerden mit meinen jahrelangen trüben Gedanken zusammenhängen (oder einfach irgendeine verdammte körperliche Krankheit sind...), aber alle ärztliche Untersuchungen (und die sind zahlreich...) legen diesen Schluss immer näher. Und wenn, dann wünschte ich, früher nach Hilfe gesucht zu haben.

Will sagen:

Gehe zu einem Profi. Bei psychischen Erkrankungen kommt irgendwann der Punkt, an welchem man die Kontrolle über seine Befindlichkeit komplett verliert.

[Edit:

Hast du mal einen Termin bei einem Psychologen ausgemacht? Die Gerüchte mit der Wartezeit sind total übertrieben, wenn du ein bisschen suchst, dauert das nicht allzu lange!]

bearbeitet von Lieutenant Seblon

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Hast du mal einen Termin bei einem Psychologen ausgemacht? Die Gerüchte mit der Wartezeit sind total übertrieben, wenn du ein bisschen suchst, dauert das nicht allzu lange!]

Das hatte ich ihm auch schon empfohlen, allerdings benötigst du dazu eine Überweisung vom Hausarzt. Dürfte aber auch kein Problem sein.

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Hatte auch stark Depressionen vor nich allzu langer Zeit, bei mir hat sich das so geäußert das ich komplett gefühlslos war, garnichtmehr klar denken konnte und auch in meinem Selbst komplett verunsichert war.

Dummerweise war ich zu dieser Zeit in Australien und konnte das garnicht verstehen, bin ich doch dort hin geflogen um mich weiterzuentwickeln und eine tolle Zeit zu haben.

Musst dann nach 4 monaten wieder nach Hause, da ich unter diesen Umständen auch nicht arbeiten konnte um weiter dort zu bleiben.

Hatte zuhause auch schonmal 2-3 mal solch depressive Phasen, die allerdings wieder abgeklungen sind. Habe mich nun auch darüber informiert und bin auch auf eine Art Selbstdiagnose gekomme:

Kindliche Neurose. Quasi das Verpassen sich zum Erwachsen zu entwickeln aufgrund elterlichen Rückhalt, sprich keine Miete bezahlen, nicht auf eigenen Beinen stehen zu können.

Obwohl ich eine Ausbildung macht, arbeitete, Viele Freunde habe/Familie, die jederzeit hinter mir steht, bin ich dann in so eine depressive Phase gerutscht und konnte mich selbst, vorallem 120000 km von Zuhause entfernt nicht aus diesem Loch holen.

Bin jetz seit 2 Monat wieder in Deutschland, Depression ist vorerst wieder verschwunden, jedoch weiss ich jetzt was ich machen muss, und zwar mir eine Erwachsenen-Persönlichkeit zulegen.

Ich lese viel, mache Sport, ernähre mich gut, gerade dabei mir nen Job zu besorgen, ziehe ab 1.11 mit meinem Bruder zusammen nach München. Blut ist alles ok. Was geblieben ist sind Spannungskopfschmerzen, die ich noch loswerden möchte.

Heisst, gehe zum Arzt und schließe alles mögliche aus, informiere dich und fange an an dich zu arbeiten.

Wünsche alles Gute

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