Selbständig statt Wage Slave: Mein Plan für ein selbstverantwortliches Leben

92 Beiträge in diesem Thema

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Du hast keine Praxiserfahrung, willst dich aber selbständig machen und meinst du würdest selbst über Meetings mit Investoren, Kunden bestimmen können, als gäbe es nicht winfach keinen Sachzwang den das Geschäft mit sich bringt!

Ein anderer schreibt, dass Steuern zahlen ein Sklavendieenst an die Banken sei, der Te sieht einen Job als "Lohnsklave"

Eine Fresse, in was sich die Leute reinfantasieren heutzutage!

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@TE, Du schreibst, daß Du zur Zeit in den USA wohnst. Wo willst Du Dich denn selbständig machen? Hier in Deutschland oder in den USA? Da bestehen gerade in der IT durchaus ein paar Unterschiede...

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@TE, Du schreibst, daß Du zur Zeit in den USA wohnst. Wo willst Du Dich denn selbständig machen? Hier in Deutschland oder in den USA? Da bestehen gerade in der IT durchaus ein paar Unterschiede...

In Deutschland.

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Nun, also ich bin in Deutschland selbständig, passenderweise sogar als Softwareentwickler. Ob ich mich allerdings noch einmal für eine Selbständigkeit entscheiden würde, wenn ich nochmal vor dieser Entscheidung stünde, würde ich das Ganze heute wohl aus einem anderen Blickwinkel sehen und mir schon auch überlegen, evtl. irgendwo einen guten Job anzunehmen. Ich habe meine heutige (insgesamt vierte) Firma aus einer Insolvenz heraus quasi mit Null Kapital aufgebaut, und da gab es einige Höhen und Tiefen. Als Selbständiger muß man durchaus hart im Nehmen sein, was durchaus auch mal existenzbedrohend sein kann. Aber wenn Du so viel Kapital hast, um Jahrelang davon leben zu können, scheint Durchhaltevermögen ja finanziell und nach dem was Du geschrieben hast auch vom Mindset her vorhanden zu sein.

In D hast Du als selbständiger Single eine verhältnismäßig hohe Abgabenlast. GKV bei gutem Einkommen ca. 720 Euro/Monat, PKV die Hälfte, wird dafür im Alter teurer. Nach ca. drei Jahren Selbständigkeit lauert die Steuerfalle, weil dann das erste Jahr Steuern bezahlt werden muß plus laufende Steuern plus Vorauszahlungen plus fette Krankenkassen-Nachzahlung bei GKV, IHK und andere, die dann plötzlich alle die Hand auf halten. Wenn man diese Klippe überwunden hat, wird's dann ruhiger.

Partner sehe ich so wie Du: Erst dann, wenn wirklich notwendig. Ich bin in der Vergangenheit dreimal hintereinander mit jeweils verschiedenen Partnern Baden gegangen. In allen drei Fällen trennte sich die Frau nach kurzer Zeit, und die Partner fielen in ein Loch. Klar, muß ja nicht immer so laufen, aber ich bin da vorsichtig geworden... ;-)

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Gast ulbert

In der Informatik kannst Du den Weg des Freiberuflers gehen, dann werden Projekte "gestafft" und Du kannst gerne mal einen Stundenbetrag an den Vermittler abdrücken. Ist für den Einstieg vielleicht in Deutschland machbar, in Österreich kommt man schnell in Stundensatzbereiche, die (zumindest für mich) nicht mehr interessant sind.

Eher würde ich den Weg für gangbar halten, ein kleines Programm / App zu schreiben, was eine Marktlücke füllt, die App entweder werbefinanziert zu verschenken und die nächste App auf die Schiene zu bringen oder zweigleisig zu fahren (Light version werbefinanziert / Pro Version werbefrei)

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Danke für deine Sichtweise!

Ja, ganz wenige, gerade in der Informatik, haben schon kurz nach dem Studium gestartet, sich erfolgreich gemacht, nur waren die auch schon während des Studiums aktiv, haben auf kleiner Flamme selbstständig gearbeitet und vor allem eine besondere Idee gehabt, die sie verfolgt haben.

Ich hatte während meines Studiums eben die Hauptpriorität auf exzellente Studienleistungen und gute Praktika gelegt, und keine solchen Nebenprojekte gehabt. Was ich nicht verstehe, warum du davon ausgehst, dass es ein erfolgverprechender Weg sein kann, das neben dem Studium zu machen, aber riskant, wenn man sich mehrere Jahre selbst bezahlen kann, und seine gesamte Zeit zur Verfügung hat.

Und, ja ich habe eine 'besondere Idee', die ich aber hier nicht diskutiere.

Arbeite doch erstmal ein paar Jahre in der Branche, versuche dort gut zu werden, lerne deine Branche kennen und dann kannst du dir nochmal Gedanken über Selbstständigkeit machen.

Durch meine Praktika bei den Big Players ist meine Sicht der Dinge so, dass man dort hauptsächlich lernt, wie man in einem grossen Softwareunternehmen gute Software herstellt. Ich habe dort ziemlich viele nützliche Sachen gelernt, aber das meiste war sehr auf die internen Abläufe bezogen. Mein Eindruck war zumindest, dass solche grossen Unternehmen zumindest für den Arbeitnehmer der nicht dem gehobenen Management angehört, wie kleine abgeschlossene Universen sind - der Markt spielt keine Rolle, die internen Strukturen umso mehr. Ich persönlich, kenne niemanden, der aus einem Job in einem Grossunternehmen heraus gegründet hat - weil man einfach die Chancen ausserhalb des Unternehmens nicht mitbekommt. Bleiben noch die kleinen Unternehmen - und durch meinen Nebenjob, den ich bei dem mittelständischen Unternehmen während meines Studiums hatte, glaube ich einfach, dass die Risiken und Stress als Arbeitnehmer in solchen kleinen Unternehmen zwar etwas weniger sind als als Selbstständiger, aber nicht soviel. Und die Chancen schätze ich als geringer ein.

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Arbeite doch erstmal ein paar Jahre in der Branche, versuche dort gut zu werden, lerne deine Branche kennen und dann kannst du dir nochmal Gedanken über Selbstständigkeit machen.

Ich persönlich, kenne niemanden, der aus einem Job in einem Grossunternehmen heraus gegründet hat - weil man einfach die Chancen ausserhalb des Unternehmens nicht mitbekommt.

Mir ist jemand bekannt, der bei einem großen amerikanischen Konzern (Lockheed Martin, groß genug?) als Software Engineer gearbeitet hat, dort dann gekündigt hat und sein Nebenprojekt zum Vollzeit-Projekt ausgebaut hat. Von seinem Arbeitgeber hat er das Angebot bekommen, nach einem Jahr zurückkehren zu können, worauf er dann nicht zurückgegriffen hat. Seine Gründungs-Idee hatte allerdings mit seiner Arbeit beim Konzern nichts zu tun, auch IT aber ein komplett anderer Bereich.

bearbeitet von submarine

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Arbeite doch erstmal ein paar Jahre in der Branche, versuche dort gut zu werden, lerne deine Branche kennen und dann kannst du dir nochmal Gedanken über Selbstständigkeit machen.

Ich persönlich, kenne niemanden, der aus einem Job in einem Grossunternehmen heraus gegründet hat - weil man einfach die Chancen ausserhalb des Unternehmens nicht mitbekommt.

Mir ist jemand bekannt, der bei einem großen amerikanischen Konzern (Lockheed Martin, groß genug?) als Software Engineer gearbeitet hat, dort dann gekündigt hat und sein Nebenprojekt zum Vollzeit-Projekt ausgebaut hat. Von seinem Arbeitgeber hat er das Angebot bekommen, nach einem Jahr zurückkehren zu können, worauf er dann nicht zurückgegriffen hat. Seine Gründungs-Idee hatte allerdings mit seiner Arbeit beim Konzern nichts zu tun, auch IT aber ein komplett anderer Bereich.

Ich kenne auch mehrere (ThyssenKrupp, Siemens und Lufthansa Technik).

Praktikum ist was anderes als wirklich dort zu arbeiten. Die internen Strukturen kennst du nach ein paar Monaten, dann kannst du dich auch auf das "große Ganze" konzentrieren wenn man denn möchte (viele haben da keinen Bock drauf und verstecken sich gerne in den Strukturen des Konzerns - leider oftmals die, die dann Studenten und Praktikanten betreuen, was nicht unbedingt zu den Aufgaben gehört, mit denen Potentials beauftragt werden .. ;-)). Vor allem lernst du viele Kontakte kennen, stößt auf immer mehr interne Probleme (= Potentiale für dich als zukünftiger selbstständiger) und kannst dir viel abschauen. Auch ist vielen Kunden eine anständiger Lebenslauf mit ein paar Namenhaften Adressen viel Wert ("der hätte auch dort bleiben und gutes Geld verdienen können, also hat er sich bei seinem Ausstieg was gedacht und hat dort was gelernt").

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IT Firmen zu gründen ist oft ohne großes finanzielles Risiko möglich. Also kein Grund hier irgendwelche Schreckensszenarien vom ruinierten Unternehmer zu zeichnen.

Es geht auch alles schneller. Wenn nach 6-12 Monaten noch nichts bei rum kommt, kann man den Laden auch wieder abschließen.

Verstehe nicht, warum hier so penetrant abgeraten wird und auf der Aussage des Threadstarters zum Angestelltenverhältnis herumgeritten wird. Vielleicht mag's mir jemand erklären?

Er hat die Mittel, die Möglichkeiten und den Wunsch. Klappt es nicht, steht er auch nicht auf der Straße.

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IT Firmen zu gründen ist oft ohne großes finanzielles Risiko möglich. Also kein Grund hier irgendwelche Schreckensszenarien vom ruinierten Unternehmer zu zeichnen.

Es geht auch alles schneller. Wenn nach 6-12 Monaten noch nichts bei rum kommt, kann man den Laden auch wieder abschließen.

Verstehe nicht, warum hier so penetrant abgeraten wird und auf der Aussage des Threadstarters zum Angestelltenverhältnis herumgeritten wird. Vielleicht mag's mir jemand erklären?

Er hat die Mittel, die Möglichkeiten und den Wunsch. Klappt es nicht, steht er auch nicht auf der Straße.

Bist du Informatiker? Bist du selbstständig? Sobald er über das Freelancertum expandiert wird's natürlich finanziell auch risikoreicher! Er will ja mehr als nur Freelancer sein.

Frag mich auch, warum Soviele It-Startups Venturekapital benötigen, wenn kein größerer finanzieller Invest notwendig ist? Entwicklung, Büro, Vertriebswege, Marketing, Angestellte etc. Kosten nichts? Vertragsstrafen, Haftung bei gescheiterten Projektem gibt es nicht?

Die Aissage des TE zum Angestelltenverhältnis war so zentral und ausführlich, dass dieszumindest als eine Hauptmotivation angesehen werden kann.

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Bist du Informatiker? Bist du selbstständig? Sobald er über das Freelancertum expandiert wird's natürlich finanziell auch risikoreicher! Er will ja mehr als nur Freelancer sein.

Frag mich auch, warum Soviele It-Startups Venturekapital benötigen, wenn kein größerer finanzieller Invest notwendig ist? Entwicklung, Büro, Vertriebswege, Marketing, Angestellte etc. Kosten nichts? Vertragsstrafen, Haftung bei gescheiterten Projektem gibt es nicht?

Die Aissage des TE zum Angestelltenverhältnis war so zentral und ausführlich, dass dieszumindest als eine Hauptmotivation angesehen werden kann.

Ja und Ja...

IT Startups brauchen natürlich für die von dir genannten Aspekte Geld. Das ist aber Phase 2.

Bevor ich aber ein Büro einrichte, Leute für ein Gehalt einstelle, teures Marketing fahre usw., muss ich meine Geschäftsidee erstmal validieren. Ich teste also mein Produkt (einen Prototypen) im Markt mit minimalem Budget und verbessere es mit dem Feedback er ersten Kunden.

Erst wenn das Feedback positiv ist, also Leute für mein Produkt auch zaheln (Geld oder Daten), erst dann skaliere ich und brauche das Investment.

Und zu nichts anderem würde ich dem Threadersteller auch raten. 6-12 Monate ausprobieren, ob er ein Produkt/einen Service in den Markt bekommt. Er kann das als Freelancer starten und dann irgendwann gründen (LLC, Ltd, UG etc.), wenn es größer werden soll.

Natürlich soll er nicht einfach ein Büro mieten, Leute anstellen und loslegen, bloß weil er eine Idee hat.

Ich glaube, dass wir insgesamt verschiedene Konzepte vom Gründen vor Augen haben.

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Also wirklich erfolgreich selbstständiger ITler? Nun gut, ich kann's nicht so ganz glauben, anhand der bisherigen Posts.

Trotzalledem:

Selbstständigkeit IST nicht einfach mit Willen gut zu machen, und ohne null Praxiserfahrung einfach unsinnig.

Zudem hast du zumindest in den ersten Jahren sehr viel mehr Arbeit und musst auf einige Dinge im Leben verzichten...

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Für mich reicht da dass man 2/3 des Jahres für den Bankensektor arbeitet (75% Steuerabgaben summa summarum), als Sklavendefinition schon aus, der uns über Steuern als Zinseintreibung so richtig aussaugt, ohne dass aus diesem Sektor irgend was produktives kommt.

So. Also, hier lernen wir:

1. 75% = 2/3,

2. Steuern sind Zinseintreibung,

3. alle Steuern gehen an die Banken,

4. Banken sind unproduktiv.

In diesem Forum liest man ja schon auch ab und zu mal intellektuellen Dünnpfiff, aber derart viel Blödsinn in nur einem Satz konzentriert, das ist schon selten.

Ja, mal schauen:

1. Wo steht da, dass 2/3 = 75% sind?

2. Mal schauen: Laut BFM muss der Bund im Jahr 2014 28 Mrd. Euro an Zinsen bezahlen. Und da Rolli Schäuble irgendwie eine schwarze Null schreiben möchte frage ich mich, wie er an die Kohle kommt? (Der Bund der Steuerzahler gibt für das Jahr 2013 eine Zinslast aller öffentlichen Haushalte von 55 Mrd. Euro an.)

3. Okay, das wäre jetzt wirklich Blödsinn, wenn es nur irgendwo stehen würde!

4. Kommt halt darauf an, wie man Produktivität definiert und für wen etwas produktiv ist!

In diesem Forum liest man ja schon regelmäßig Dünnpfiff, gerade zum Thema Wirtschaft und Finanzen, aber derart mangelnde Lesekompetenz in nur 4 Punkten konzentriert, das ist schon erschreckend!

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Also wirklich erfolgreich selbstständiger ITler? Nun gut, ich kann's nicht so ganz glauben, anhand der bisherigen Posts.

Trotzalledem:

Selbstständigkeit IST nicht einfach mit Willen gut zu machen, und ohne null Praxiserfahrung einfach unsinnig.

Zudem hast du zumindest in den ersten Jahren sehr viel mehr Arbeit und musst auf einige Dinge im Leben verzichten...

Nichts für ungut, Jon... Ich will mich hier nicht größer machen als ich bin. Ich lebe davon im Moment, nicht mehr und nicht weniger... Dass du es nicht "ganz glauben" kannst, kann ich verstehen, wenn ich deine Posts lese.

Deine Definition von Praxiserfahrung würde mich interessieren, da ich glaube, dass wir immer noch aneinander vorbei reden.

Außerdem würde mich dein Background interessieren...

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Neben den Steuern sollte man auch beachten, dass man nicht 100% vom Kuchen abbekommt - dein Chef möchte im Idealfall auch einen positiven Cash-Flow haben.

Man spricht ja nicht umsonst vom Human-Kapital - für hoch ist der RIO für jeden investieren Euro in dich.

Einfach dargestellt:

  • Du verdienst 3000€/Monat (Brutto)
  • Dein Chef macht mit dir einen Umsatz von 6000€/Monat (Brutto + Materialkosten wurden schon bezahlt)
  • Dein eigentlicher Wert ist 6000€/Monat
  • Demnach bekommst du nur 50% deines eigentlichen Wertes
  • Davon werden nochmals ca. 50% abgezogen (für alle Steuern und Sozialabgaben)
  • Letztendlich kannst du nur auf 25% deines eigentlichen Wertes zurückgreifen

Das ist natürlich eine Milchmädchenrechnung und soll lediglich verdeutlichen, warum mancher Orts der Begriff "Wage Slaving" verwendet wird (vor allem in den USA, wo eigentlich jeder Berufseinsteiger mit ca. 60.000€ (oder mehr) "Student Debt" startet und später (dem American Dream entsprechend"), ein durch Schulden investiertes Haus in der Vorstadt erwirbt.).

Dafür stellt dir dein Arbeitgeber aber gewisse Ressourcen (Büro, PC, Marketing etc.) zur Verfügung, die du bei einer Selbständigkeit selbst finanzieren müsstest.

Zum Thema Erfahrung sammeln: natürlich ist es von Vorteil, wenn man einige Jahre für Unternehmen gearbeitet hat und somit den Markt besser einschätzen kann. Meines Erachtens, sammelt man aber die beste Erfahrung nach dem "Learning by Doing" Prinzip, sprich, ins kalte Wasser springt, da bei einer Selbständigkeit Fähigkeiten vonnöten sind, die bei einem Angestelltenverhältnis oft nicht zum Tragen kommen. Desweiteren ist der TE "schon" 31 Jahre alt. Wenn er, sagen wir mal, noch 5 Jahre mit seinem Vorhabe wartet und 36 Jahre alt (inzwischen verheiratet ist und Kinder hat), dann ist das "Wagnis" Selbständigkeit plötzlich in weiter Ferne (vor allem wenn man sich an die Bequemlichkeiten des Arbeitnehmertums gewöhnt hat)

Der TE meint ja, dass er von 700€/Monat leben kann, so dass kein hoher Cash-Flow notwendig ist (inkl. Kleinunternehmerregelung, Freibeträge, PKV anfangs relativ niedrig etc.) und so das MVP am Markt getestet werden kann. Per Bootstrapping kann der Cash-Flow stetig gesteigert werden, ohne einen Kredit aufzunehmen (so bleibt das Risiko gering).

Nehmen wir einen einfach Webshop mit 10 Produkten als Beispiel:

  • Wenn man etwas Ahnung davon hat, nimmt man eine Opensource-Lösung als Shop-System - kostenlos (z.B. Magento)
  • Für das Design nimmt man ein Template (ca. 50€) und passt es etwas an
  • Da der Traffic anfangs relativ gering ist, reicht shared Hosting (10€/Monat) oder sogar PaaS (Openshift ist bis 50.000 Besucher/Monat kostenlos)
  • Domain ca. 5€/Jahr
  • Durch Dropshipping spart man hohe Kapitaleinsätze (Wareneinkauf, Logistik etc.) - dementsprechend ist natürlich die Marge geringer
  • Marketing: ist die Nische gut ausgewählt, kann man durch SEO und geringe SEM-Maßnahmen relativ schnell und günstig ein gewisses Traffic-Volumen erreichen - zudem kann man Plattformen wie Ebay oder Amazon als Vertriebskanal in Betracht ziehen
  • Da der Kapitaleinsatz gering ist, wird der Break-Even sofort erreicht
  • Das Geschäftsmodell ist skalierbar und somit sind nach oben keine Grenzen gesetzt
  • Mit der Zeit wächst der Warenkatalog und man ist quasi nur nocham Delegieren (Affiliate-Marketing, Logistik durch Spezialisten, SEO-Agentur, Buchhaltung durch Steuerberater, Rechtssicherheit durch einen Anwalt etc.)

Das ist natürlich ein sehr vereinfachtes Beispiel, verdeutlicht aber das Lean-Prinzip ganz gut. Im Endeffekt bräuchte der TE nur 200€-1000€ Startkapital und 12x700€(8400€) auf der hohen Kante um seine Idee ein Jahr lang auf dem Markt zu testen. Zweifelsohne braucht man dafür ein bestimmtes Vorwissen (SEO, SEM, Web-Development, Dropshipping etc.), dieses kann man sich aber durch die entsprechende Lektüre aneignen (oder eben auch nach dem "Learning by Doing"-Prinzip vorgehen.

So gibt es - meiner Beobachtung nach - etwaige Unterschiede zwischen Deutschland und den USA.

Perfekter deutscher Unternehmer: 7+ Jahre Studium (inkl. Promotion) - 5 Jahre angestellten Verhältnis - 5 Jahre leitender Angestellter - 2 Jahre MBA erwerben, mit Anfang/Mitte 40 Erspartes + Kredit in ein Unternehmen investieren (meist nichts innovatives) - nach 3-7 Jahren Break-Even erreichen - natürlich darf der 16h/Tag nicht fehlen - Chancen am Markt liegen 50/50, da man kein USP (Alleinstellungsmerkmal) hat

Perfekter Unternehmer in den USA: während der Studienzeit/frühen Angestelltenzeit in der Freizeit ein Produkt entwickeln (physisch oder Digital) - Produkt wird am Markt angenommen- um ein schnelles Wachstum zu sichern, wird Venture-Capital aufgenommen - Studium wird zugunsten des Unternehmens aufgegeben - Im Idealfall wird ein Exit erreicht - Geld durch den Exit wird wieder in andere Unternehmen investiert - Beispiele: Facebook, Google

Zusätzlich gibt es in den USA 10000+ Beispiele von Solopreneurship, bei denen Gründer durch innovative Ideen 100.000+ Dollar im Jahr verdienen (ohne Arbeitnehmer-Praxis in diesem Bereich). So scheint auch das Unternehmertum in Deutschland etwas verpönt zu sein (alle Unternehmer sind böse, gierig und Abzocker). Wir sind mehr eine Gesellschaft der Akademiker, in der der Bildungsgrad bedeutender ist, als das Geld auf dem Konto. So hat ein Doktor mit einem normalen Gehalt eine bessere Stellung in der Gesellschaft, als der Hauptschul-Absolvent mit der Millionen-Firma (Beispiel Geißens - obwohl ich die auch etwas unausstehlich finde). Sieht man auch an Kommentaren in diversen Startup-Magazinen. Gründet zum Beispiel jemand mit 23 Jahren ein Unternehmen:

Kommentare auf deutschen Seiten: "Der schafft das nie" "Bestimmt in 5 Jahren Pleite" "Die Idee gibt es schon" "Das und das muss er anders machen" "Viel zu naiv" etc.

Kommentare auf amerikanischen Seiten: "Großartige Erfolgsgeschichte" "Mach weiter so" "Super Idee und super Team"

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Und, bist du selbstständig und hast ein Unternehmen aufgebaut? Wieviel hast du denn schon gearbeitet!

Praxiserfahrung unnötig, weil learninng by doing? Und klar, für eine Selbstständigkeit lernt man nur Erfahrungen in der Selbstständigkeit!

So wie ein Koch erst weiß wie ein Restaurant läuft, wenn er selbst eins eröffnet, am besten mit 18 ohne Praxis im Restaurant.

Mit 36 zu alt für Seöbststämdigkeit?? Ich bitte dich!

Sorry wieder allgemeines BWL-Studentenblabla ohne Erfahrung als IT-Unternehmer!

@Faktotum:

Okay super. Nur kenne ich trotzdem keinen, der ohne Praxiserfahrung Erfolg hat!

Ich bin nicht selbstständig , aber doch genügend Leute gesehen, die erfolgreich waren und diejenigen gescheitert sind. Erfolgreich waren nur die, die vorher in der Praxis als Angestellte bereits recht gut waren.

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Jon, dein Anspruch hier unbedingt recht haben zu wollen, hilft dem TE doch in keinster Weise. Es mag sein, dass alle Unternehmer, die du kennst, das so gemacht haben mit der Arbeitserfahrung. Da kann ich mit leben und brauche das auch nicht anzuzweifeln.

Aber da wir schon geklärt haben, dass du eigentlich nicht in der Szene drinsteckst, solltest du doch wenigstens andere Meinungen akzeptieren und nicht jede andere Meinung hier auf persönicher Ebene angreifen ("BWL-Studentenblabla" etc.).

Meine persönlichen Erfahrungen sind auch nur ein Aspekt für den ich keinen allgemeinen Gültigkeitsanspruch erhebe. Aber jeder der möchte kann sich über Unternehmerlebensläufe informieren und wird sehen, dass es Unternehmer gibt, die keine Praxiserfahrung in Form eines Angestelltenverhältnisses hatten (z.B. Kairos).

Die Erfolgsaussichten von Startups zu beurteilen ist eine verdammt schwierige Sache per Definition. VCs haben in ihrem Portfolio keine ~60% insovlente/unprofitable Firmen, weil sie gerne Geld verbrennen. Wenn die Formel ausschließlich "Arbeitserfahrung = Erfolg" lauten würde, wäre alles einfacher.

Und genau deshalb empfehlen einige Leute hier dem TE schnell und günstig zu testen, ob seine Idee im Markt besteht. Wenn es eine "neue" Idee ist, ändert sich auch nichts daran, dass er testen muss. Ob heute oder in 5 Jahren.

Wie jetzt auch 100 mal beschrieben wurde, ist diese Testphase kurz, billig und für den TE ein zu vertretenes Risiko. Mit allen Informationen, die uns zur Verfügung stehen, gibt es auch keinen Grund anzunehmen, dass ein mögliches Scheitern einzig und allein auf fehlende Arbeitserfahrung im Unternehmen zurückzuführen sein wird.

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Die Formel ist doch nicht Arbeitserfahrung gleich Erfolg, sondern keine Erfahrung zu 99% kein Erfolg. Und wie ich schon sagte, wenn dann sind die Leute bereits als Studis aktiv, haben eine bestimmte Idee, die die ausprobieren wollen usw.

Der Te ist auch keiner, der ne Jdee hat, die er unbedingt verwirklichen will, sondern Sröbstständig, weil er halt selbstständig sein will, und hat dann auch noch ziemlich naive Vorstellungen von der Arbeitswelt.

Und zum "persönlichen": ich bin mir sicher, dass roolio, sehr jung ist und kaum

Erfahrung hat. Wirklich, was soll das, einfach jemanden da hinein zu reden, der keine Erfahrung hat, wenn man selbst keine hat!

Hier wird die Feelgoodliteratur bzw. Motivationsliterarur ala Bido Schäfer als Stein der Weisen verkauft. Aber um seine konkreten Pläne, den Markt usw.

Das ist doch einfach unseriös. Er will ja nicht nur als Freelancer arbeiten, sondern ein Unternehmen aufbauen. Das Risiko unterschätzt er aber. Sieht man schon daran, dass er meint, als Angestellter würde man genauso viel arbeiten, wie als Unternehmer.

Dieses: Alle Bedenken nur Miesmacherei, man muss nur wollen, kein Lohnsklave sein, Risiken bestehen nicht, Arbeitserfahrung ist letztlich wurst, Tipps von 20jährigen Studis, Bücher von fadenscheinigen Gurus als Grundlage unternehmerischen Handelns - das soll ihm helfen? Skepsis aber nicht?

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Arbeitsfahrung können auch durchaus die Praktika/ehrenamtliche Arbeit sein.

Ich verstehe deine Argumentation aber auch nicht ganz. Bei Leuten, die als Studis schon aktiv waren ist es was anderes? Wie sind die gestartet? Praxiserfahrung hatten sie wohl kaum?

Es ist mir ein Rätsel wie du Leute anhand einiger Beiträge beurteilen kannst und deren Fachwissen einschätzen willst, obwohl du selbst in einem anderen Bereich tätig bist.

Überings: Niemand außer dir in diesem Thread hat Bodo Schäfer erwähnt. Es hat auch niemand Wohlführliteratur empfohlen.

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Und, bist du selbstständig und hast ein Unternehmen aufgebaut? Wieviel hast du denn schon gearbeitet!

Praxiserfahrung unnötig, weil learninng by doing? Und klar, für eine Selbstständigkeit lernt man nur Erfahrungen in der Selbstständigkeit!

So wie ein Koch erst weiß wie ein Restaurant läuft, wenn er selbst eins eröffnet, am besten mit 18 ohne Praxis im Restaurant.

Mit 36 zu alt für Seöbststämdigkeit?? Ich bitte dich!

Sorry wieder allgemeines BWL-Studentenblabla ohne Erfahrung als IT-Unternehmer!

@Faktotum:

Okay super. Nur kenne ich trotzdem keinen, der ohne Praxiserfahrung Erfolg hat!

Ich bin nicht selbstständig , aber doch genügend Leute gesehen, die erfolgreich waren und diejenigen gescheitert sind. Erfolgreich waren nur die, die vorher in der Praxis als Angestellte bereits recht gut waren.

Jep, habe ein Unternehmen aufgebaut und mit 17 Jahren verkauft - zweites Unternehmen ist "gescheitert" (gekostet hat es mich fast nichts) - drittes Unternehmen im Aufbau und mehrere kleine Projekte.

Das vergleichst hier aber auch Äpfel und Birnen - ein kapitalintensives Restaurant ist doch was ganz anderes, als eine App, Website oder Software. Und wenn man sich anschaut wie viele Restaurants insolvent gehen (da null Innovation), dann hast du ein denkbar schlechtes Beispiel genommen.

Und bitte, nichts liegt mir ferner als ein BWL-Studium. Um Anita Roddick von Body Shop zu zitieren "If I ever had gone to a business school, I would never have started the business.".

Ich kenne zum Beispiel genug Beispiele von erfolgreichen Gründungen ohne "Praxiserfahrung" - und jetzt? Und ja, du hast recht, ich bin etwas jünger - aber jetzt eine Altersdiskussion anzufangen führt doch zu nichts.

Ich schätze dich - ohne Vorbehalt - etwas älter ein. Es kann sein, dass vor 10,20,30 Jahren die Gründungsbedingungen anders waren - aber heutzutage kann man auf so viele Ressourcen und Tools (sehr preiswert bis kostenlos) zugreifen, dass man sein Produkt - wie Factotum auch verdeutlicht hat - schnell am Markt testen kann.

"sondern keine Erfahrung zu 99% kein Erfolg" dem stimme ich sogar teilweise zu - aber muss man diese Erfahrung als Angestellter machen? Wenn Lieselotte von nebenan plötzlich ein Betriebssystem entwickeln möchte (obwohl sie nicht mal eins alleine installieren kann) - dann wird es zu fast 100% scheitern. Aber beim TE herrschen doch komplett andere Voraussetzungen: 1. Er hat studiert 2. Er hat sich schon ausgiebig informiert 3. Er hat schon Ideen 4. Er hat Praxiserfahrung 5. Er hat genug auf der hohen Kante

Und deine Schwarzmalerei bringt doch keinem etwas.

"Wirklich, was soll das, einfach jemanden da hinein zu reden, der keine Erfahrung hat, wenn man selbst keine hat!" lass doch mal die falschen Annahmen.

"Hier wird die Feelgoodliteratur bzw. Motivationsliterarur ala Bido Schäfer" kenne ich noch nicht einmal. Du solltest vielleicht mal über den Tellerrand schauen - nur weil es bei dir nur mit "Praxiserfahrung" funktioniert hat, heißt es doch nicht, dass es zur allgemeingültigen Regel wird.

"Ich bin nicht selbstständig" ha, das hat die ganze Diskussion eigentlich Ad Absurdum geführt. --> "Wirklich, was soll das, einfach jemanden da hinein zu reden, der keine Erfahrung hat, wenn man selbst keine hat!" ja eben, was soll das ;)

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Gast

Wirklich, was soll das, einfach jemanden da hinein zu reden, der keine Erfahrung hat, wenn man selbst keine hat!

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

Im Kern hast du aber genauso viel Recht, wie alle die ihn ermuntern. Scheitern oder Erfolg. Schlussendlich liegt es an ihm. Unabhängig von den Vorraussetzungen.

Richard Branson ist Legastheniker und hat die High School geschmissen.

..., dass ich genug Zeit habe, meine Geschäfts- und Produktideen weiterzuentwickeln, meine potenziellen Zielgruppen besser kennenzulernen ...

Wichtig ist, dass du dich irgendwann festlegst und diese Idee/dieses Projekt dann mit allem Nachdruck verfolgst. Kein Rumgewurschtel an 10 Fronten!

In der Tat sehe ich das auch als einen Hauptknackpunkt an. Wichtig ist hier glaube ich, dass ich mir nichts vormache, und genau beobachte / tracke womit ich meine Zeit verbringe, und warum (d.h. was für ein Nutzen und Potential hinter den Tätigkeiten steckt). Ich habe hier vor, meine Tätigkeiten nach Stefan Merath in die drei Kategorien (F) Fachkraft, (M) Manager und (U) Unternehmer einzuteilen und daraufhinzuarbeiten, langfristig hauptsächlich U-Aufgaben zu übernehmen.

Am Anfang möchte ich mir aber erlauben F-Aufgaben auszuführen, um Einblick in bestimmte Abläufe zu bekommen, und weil diese weniger Investitionskapital erfordern.

Potenzial

Entweder erzielst du mit deinem Produkt spitzen Margen oder du erreichst potenziell eine große Anzahl von Menschen (am besten ist beides!)

Ist beides nicht der Fall, lass es bleiben.

Achtung! Nicht das Pferd von hinten aufzäumen! Du suchst nicht eine Idee, die diese Punkte erfüllt, sondern du hast eine Idee und beleuchtest Sie nach diesen Kriterien!

keep it simple

- konzentriere dich zunächst auf eine Sache und mach das dafür gut (1 Produkt! - keine 10 Produkte oder 80 Varianten)

- Damit ist auch nicht zwingend der Wegfall von Fachchinesisch gemeint aber wenn du nicht in der Lage bist in einem kurzen Satz zu erklären was du machst und wo der Benefit ist, dann wird dir auch dein pot. Kunde nicht mehr folgen.

Selbst wenn es dir mit c/p und whitelabeling leicht fallen würde ein zweites Produkt zu launchen - lass es erstmal.

Am Ende hast du nur 2 Sachen die du bewerben musst. Falls sich im laufenden Prozess ein Bedarf ergibt, der gestillt werden will, dann gerne.

Done is better than perfect

lieber einen Fail produzieren als gar nichts zu produzieren.

Fundraising

Bei Kapitalgebern wirst du immer etwas vorweisen müssen, etwas zum anfassen, ein Zeichen, dass dus ernst meinst und, dass du in der Lage bist deine Ideen umzusetzen, sprich erste Ergebnisse, erste Kunden, Prototypen, eine alpha oder beta, Umsatz, Pre-orders, ...

(eine Idee ist keine 5 Cent wert, ein BP alleine reicht nicht und deine Ausbildung wird dir ohne etwas handfestes auch nicht helfen)

Ich habe zu obigen Punkten noch eine Frage: Im Moment habe ich in etwa 5 verschiedene konkrete Ideen. Ich möchte natürlich nur eine von Ihnen entwickeln - nämlich die vielversprechendste. Und wahrscheinlich wird diese im Endeffekt auch deutlich anders aussehen, als ich mir das jetzt vorstelle. Dazu plane ich 1-2 Monate intensive Erforschung der Kundenbedürfnisse, Prototypen und Mocks erstellen, und auch Networking und Feedback einholen. Und mich DANN auf eines festzulegen - das widerspricht sich nicht mit deinen Empfehlungen, oder?

1. Haha, der Merath Wälzer liegt bei mir auch rum - auch so ein Thema - eigene Bildung! Viel Lesen!

Mach dir aber keine Gedanken über ungelegte Eier. Im Moment hast du noch nicht einmal das Unternehmen. Was heißen soll: Step by Step, und nicht den 54. Schritt vor dem 1. machen. Du musst dir auch keine Gedanken zum 54. Schritt machen. Sondern nur über den 1. Schrit und dann über den 2. Am Anfang bist du sowieso Mädchen für alles.

Was ich gemeint habe, ist, dass du dich ab Punkt X mal auf ein Projekt konzentrierst und das durchziehst.

2. Probier ruhig ein bisschen rum, vergiss aber eins nicht: Product/Value > everything else.

Wenn dein Produkt kein Problem löst oder nicht einen großen Benefit für jemanden darstellt, dann wirst du ein schweres Leben haben.

Deine Aufgabe ist es Probleme zu lösen. Das machst du mit deinem Produkt.

Unternehmen sind dafür da die Welt besser zu machen und den Menschen etwas zu geben. NICHT damit du endlich dein eigener Boss bist und "den Traum" leben kannst. Je eher das bei dir durchsickert, desto besser.

Wann ist denn nun der ideale Zeitpunkt um sich selbständig zu machen? Ganz ehrlich: NIE! Und doch irgendwie immer. Du kannst es aber jetzt machen oder warten bis du Kinder hast.

Viel Erfolg

Sonny

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Ja, mal schauen:

1. Wo steht da, dass 2/3 = 75% sind?

2. Mal schauen: Laut BFM muss der Bund im Jahr 2014 28 Mrd. Euro an Zinsen bezahlen. Und da Rolli Schäuble irgendwie eine schwarze Null schreiben möchte frage ich mich, wie er an die Kohle kommt? (Der Bund der Steuerzahler gibt für das Jahr 2013 eine Zinslast aller öffentlichen Haushalte von 55 Mrd. Euro an.)

3. Okay, das wäre jetzt wirklich Blödsinn, wenn es nur irgendwo stehen würde!

4. Kommt halt darauf an, wie man Produktivität definiert und für wen etwas produktiv ist!

In diesem Forum liest man ja schon regelmäßig Dünnpfiff, gerade zum Thema Wirtschaft und Finanzen, aber derart mangelnde Lesekompetenz in nur 4 Punkten konzentriert, das ist schon erschreckend!

Du Witzbold.

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Trotzalledem:

Selbstständigkeit IST nicht einfach mit Willen gut zu machen, und ohne null Praxiserfahrung einfach unsinnig.

Kann man so einfach nicht sagen. Fast alle guten, auf lange Sicht überlebenden Startup Unternehmer fangen direkt nach dem Studium oder im Studium an, fallen nen paar mal auf die Schnauze, lernen zu pitchen und entwickelkn dann ihr eigenes Ding.

Risikoreich ist es nur mit INvestment für das man selber haftet. Im IT Bereich investiert ausserhalb des Freelance Bereichs eigentlich nie selber, das ist IMMER Venture Capital und das ist fast immer eine GmbH. Die meisten scheitern und gründen direkt die nächste Firma und das ist völlig in Ordnung.

Es ist entscheidend, dass man sich fragt, worum es geht. Wenn man Freelance ein Produkt bietet, sollte man die Kunden kennen, denen man es verkauft und wissen, wer, wieviel, wann und an wen dafür abzugeben bereit ist. Produkt Gründungen im IT BEreich sind aber völlig anders. Die Märkte sind nicht abschätzbar, der Erfolg des Produktes nicht und Praxiserfahrung kannst du abseits von Entwicklungserfahrung in Programmen konkret in die Tonne schmeissen, weil es keine fertigen Prozesse gibt.

In einer großen Firma arbeiten und dann in einem Startup sind zwei komplett verschiedene Dinge. Im ersten lernst du Handwerk umsetzen aber nur wenige zeigen dir Intra/Entrepreneurship. Das sit eines unserer großen Themen: Warum sind Startups innovativer als die meisten großen Firmen und was machen die großen Firmen, die ständige Innovationsprozesse haben, richtig?

Startups sind eine völlig andere Atmosphäre. Das ist, als ob man da eine andere Luft atmet. Arbeitserfahrung in einer großen Firma ist da sicher nützlich fürs reine Handwerk, aber meine alte Chefin sagte auch mal "Jeder sollte mal in einem Startup arbeiten." Sagen wir einfach, ich denke sie weiss wovon sie redet. Man lernt nie wieder so schnell neue Dinge, ist nie wieder für sovieles gleichzeitig verantwortlich und an keinem anderen Ort als in einem Startup lernt man, schnell die Verantwortung für das eigene Lernen aufzubringen, denn NIEMAND hat dort einen Prozess, eine Idee oder sonst was für einen da: Man muss tagtäglich immer am Ball sein, immer lernen, innovieren, verändern, anpassen. Diese Art zu Denken darf man in einem Großunternehmen nicht haben, da wird man erstickt. IN einem Startup lernt man, sich schnell anzupassen, schnell zu denken und Ideen schneller zu testen und zu verwerfen als ein Großkonzern eine R&D Präsentation fertig kriegt.

Wenn es nicht um Handwerk an sich geht, fällt mir nix ein, was man in einem Großkonzern lernt, das für Startups nützlich ist.

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