Wechsel nach dem ersten Job nach dem Studium

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Hallo,

Bin greade im meinen ersten Job: Knapp drei Jahre SAP-Erfahrung im Konzern, FH-Wirtschaftsinformatiker (Bachelor), vom Alter Mitte 25.

Nun bin ich zum einen mit der Stadt weniger zufrieden und beruflich könnte es auch besser laufen.

Höre oft, dass man nach 2-3 Jahren im ersten Job nen Wechsel macht - Klingt plausibel, den mit Erfahrung hat man n ganz anderes Standing ...

Allerdings wäre für mich auch ne Veränderung im Job sehr wichtig, also nicht das gleiche nochmal woanders machen bzw. wieder von vorne anfangen.

Lohnt es mit Konzernerfahrung und SAP-KnowHow ins Beratergewerbe oder speziell KMPG, EY usw. zu wechseln? ( IT-Audit, SAP-Beratung)

Über das Verhältnis Arbeitszeit / Gehalt hört man dort weniger Gutes bei Einsteigern, aber wie sieht es mit Berufserfahrung aus?

Alternativ überlege ich noch n gewöhnlichen Master zu machen, aber ich vermute hier eher einen ideellen Nutzen als einen beruflichen.

Oder bessere Ideen?

Vielen Dank für eure Anregungen und Erfahrungen

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Spezifiziere SAP Know how.

Gerne per PN, hab gerade den Wechsel von Big4 IT audit & SAP Beratung zu eine reinen Beratungsfirma vollzogen und sage dir per PN gerne was dazu.

bearbeitet von Morgain
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Gast Shredder

Ah komm, wirklich? Soll jetzt jeder den TE anschreiben damit er die Story erfährt? Das Forum ist dazu da um zu lernen, verfass halt n Text der soweit anonymisiert ist dass er die Rückschlusswahrscheinlich gegen 0 laufen lässt.

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KPMG/EY nur, wenn Du echt viel arbeiten willst, eine beschissene Worklifebalance mit durchschnittlichem Gehalt koppeln willst. Wenn, dann spezielle Consulting Firma oder halt anderes Unternehmen. Im Unternehmen bist Du halt nicht nur Arbeitskraft, sondern auch Mensch imho. Ist bei den meisten Unternehmen der Fall, es sei denn, internationales Unternehmen mit angloamerikanischen Strukturen.

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Gut, dann eben nur Kurzform:

Nein.

Warum?

Beratung:

Wenn du nicht gerade über ein Spezialwissen verfügst, hast du es als Wechsler aus der Industrie mit Berufserfahrung schwer:

- andere Denkmuster

- nicht gewohnt zu netzwerken

- keine Saleserfahrung - ab ca 3 Jahren musst du zwingend einen Business Case haben, sonst bleibst du auf der Stufe unterm Manager hängen

- nicht genug Zug unterm Arsch, dh weder Laufgeschwindigkeit noch Ausdauer (Nächte und Wochenenden durcharbeiten)

- die wenigsten halten das ständige reisen und das nicht vorhandene Sozialleben durch

- man wird dir deswegen und wegen anderen Punkten, sofern du dich nicht perfekt im Bewerbungsprozess verkaufst, keine 3 Jahre Berufserfahrung anerkennen. Weil du Beratung nicht gewohnt bist. Du konkurrierst dann mit Leuten, die auf den Bedarf des Unternehmens eingearbeitet und vernetzt sind, die Chancen stehen schlecht.

--> das KANN man packen, die meisten schaffen es aber nicht. Also gut vorher überlegen, ob du das angehen willst. Wenn du das willst, wirst du extrem Vollgas geben müssen und zwar nach allen Seiten. Gut wäre, wenn du einen kritischen Skill hast, den die Beratungsgesellschaft gerade unbedingt braucht und wo starkes Wachstumspotential gesehen wird. Dann pushen die dich auch und du bist sowas wie der Gralsträger.

IT AUDIT:

- mMn perfekt als Berufseinstieg direkt nach der Uni

- die Bezahlung wird mit der Industrie (brutto /Arbeitsstunden - Relation bescheiden, bei allen Big4, die haben alle dieselbe Fußfessel) auf keinen Fall mithalten können

- geringe Wertschätzung von dir und deiner Arbeit, nicht zwingend von den direkten Kollegen, sondern von der GL aus

- Backoffice - Prozesse supporten dich kaum/ garnicht, bedeutet die Firma supportet dich nicht beim Geldreinholen

- Wirtschaftsprüfung als Geschäftsmodell ist aktuell ein Rennpferd mit Beinbruch

- auch hier keine Anerkennung deiner Berufserfahrung, außer, du verkaufst dich perfekt, läßt dich nicht über den Tisch ziehen UND kannst nachweisen, dass du fundierte, aktuelle Complianceerfahrung hast

- fundierte SAP Erfahrung hilft dir bei Audit nur bedingt. Die Prüfprogramme sind bei den meisten WPGs fix, du beschäftigst dich nur oberflächlich mit SAP (lies den DSAG Prüfleitfaden, damit kannst du mehr als die meisten Prüfer je prüfen dürfen - Budgetdiskussion und so)

- nach 3-4 Jahren musst du zwingend wechseln

- was Fatterion über 2 der Big4 sagt, trifft auch auf die anderen beiden zu

--> nur machen, wenn du dich die nächsten paar Jahre richtig quälen willst um beim nächsten Wechsel die Chance auf einen fetten Deal zu haben. Was du da lernst, kannst du definitiv sehr gut gebrauchen, Compliance und Leute mit Prüfungsbackground sind gerade ganz heiße Ware, das wird mMn auch noch ne Weile so bleiben. Der Markt an Fachleuten ist leer, der Bedarf steigt. Wenn du es als Investition sehen kannst, go4it. Dann sei aber bereit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Dreck zu fressen. Falls du die challenge annehmen willst, gib Bescheid, dann kann ich dir gerne den Kontakt zu einem guten Chef mit gutem Team herstellen.

Für die lege ich meine Hand ins Feuer, dass die dich anständig behandeln und ordentlich ausbilden.

Die strukturellen Probleme der Firma an sich bleiben aber bestehen, irgendwann wird es dich einfach nur noch ärgern.

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Ah komm, wirklich? Soll jetzt jeder den TE anschreiben damit er die Story erfährt? Das Forum ist dazu da um zu lernen, verfass halt n Text der soweit anonymisiert ist dass er die Rückschlusswahrscheinlich gegen 0 laufen lässt.

Ich respektiere deinen Wunsch was zu lernen und dein Interesse an der Thematik, finde aber deinen Ton und die Anspruchshaltung dahinter zum kotzen.

Ich weiß nicht, ob du mitbekommen hast, wie dein Text wirkt.

Meistens hilft es, Leute freundlich zu bitten ihren zeitlichen Aufwand, wie bei hochgradiger Anonymisierung von Geschehnissen , für die Posterstellung stark zu steigern, statt direkt rumzumosern.

Ich würde es begrüßen, wenn du das zukünftig berücksichtigst.

Im Zweifelsfall sagt sonst nämlich niemand mehr was zu solchen Thematiken - und das wollen wir ja alle nicht, oder?

bearbeitet von Morgain

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Was haltet Ihr von der Idee mit nem anschließenden Master?

Mit welchem Ziel verbunden?

Weißt du, wir können eigentlich gar nüscht dazu sagen.

Das liegt zum einen daran, weil man immer noch nichts über deinen Background weiß und sich solche Dinge wie Karriereplanung leider an einem Informationsinput wie "3 Jahre SAP-Erfahrung im DAX Konzern" nicht durchdenken lassen.

Das fängt schon damit, dass man nicht weiß, in welcher Branche du steckst und endet damit, dass "SAP" ein ziemlich breiter Bereich ist. Was machst Du denn mit SAP, in welchem Modul bist du tätig, kannst du implementieren, ABAP... reiner Anwender.. oder was? Wenn du in dem DAX30er DER SAP APO-Guru bist, kannst Du dich quasi selbstständig machen. Sprichst Du türkisch fließend und bis SAP HR Guru + kannst ABAP --> ab in die Türkei. Wenn du bisher 3Jahre Sachbearbeiterposten in der Kreditorenbuchhaltung hast... sieht es eher nichtso super aus.

Ich hab hier so bissel das Gefühl, du bist momentan "irgendwie" unzufrieden mit deinem Job und deiner Gesamtsituation und würdest jetzt "irgendwie" gerne "irgendwas" anderes machen und rätst jetzt mal wild ins Blaue. Das funktioniert so aber nicht. Du solltest schon einen Plan haben, worauf Du Bock hast und worauf nicht.

Mehr Input, mehr Output. Also bitte.

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Seid Klasse, gerne mehr Input :)

Unzufrieden mit dem Job bin ich, weil mit meine Themen keine Anerkennung / Weiterkommen bei meinem jetzigen AG möglich ist. Vermutlich war mein Einstiegsalter auch zu früh, weil ich denke im SAP Bereich steigt man frühestens ab Mitte 20 ein.

Thematisch kümmere ich mich um Schnittstellenbeziehungen zum FI auf sehr technischer Ebene, Branche ist Pharmahandel.

Hauptgrund für meine Unzufriedenheit sind eher private Gründe: In meiner Stadt ist kein PU Livestyle möglich und zusammen mit der Resignation im Job kommt Demotivation.

Also ich glaube ich brauche einen Wechsel, irgendwas anderes.

Da wäre zum einen der Master, wegen Erfahrungsgewinn - Danach habe ich auch das richtige Alter für die Karriere.

Alternativ n anderer Job, bloß da bräuchte ich ne große Abwechslung zwecks Motivation.

Zielvorstellung ist dann Job ne coole Großstadt wie Köln, Düsseldorf oder Berlin.

Was sagt Ihr nun?

bearbeitet von un_body

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Oh, jetzt ist es einfach.

Ich sage folgendes:

1. Man sucht sich den Job nicht nach der Stadt aus, sondern danach, was man inhaltlich tun will. Du beschäftigst dich nämlich minimum 8h/Tag damit, da sollte es auch interessant sein.

2. IT Audit und Beratung ist nichts für dich, da hast du nämlich nichts von der Großstadt, in der du wohnst und hast keine Zeit für Pickup. Du willst ne 40h/Woche und viel Freizeit um deine Umgebung optimal nutzen zu können - das ist vollkommen ok so, aber lass es dann mit der Beratung und Prüfung sein. das beißt sich.

Mal als real life Beispiel: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag saß ich jeweils bis weit nach Mitternacht an der Arbeit. Tagsüber 9h beim Kunden, Abends und Nachts interne Dinge - Proposals, Vorträge etc. ausgearbeitet. Als Prüfer war ich tagsüber 9h beim Mandanten und habe nachts noch Dokumentationstätigkeiten anderer Mandate abgeschlossen. Nix mit Freizeit, Großstadt, ...

3. Geh den Master machen. Da hast du nochmal ein paar Jahre Aufschub um dir zu überlegen, was du machen willst.

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Da stimme ich Morgain 100% zu. Mach den Master.

PU kannst Du im Audit Bereich definitiv vergessen. Wer da vor 22:00 Uhr nach Hause geht, kann nach einer Woche auch gleich dort bleiben. Der Gruppendruck ist enorm, nix für schwache Nerven. Die Arbeit ist eintönig (ist eigentlich fast jede, aber es sei dennoch an dieser Stelle mal gesagt). Dein Backoffice ist Dir keine große Hilfe, Deine Kollegen wissen, dass ein Weiterkommen und damit auch mehr Geld nur für einige Ausgewählte möglich ist, weil die Plätze "oben" beschränkt sind. Also hängen sie sich voll rein und das musst Du dann auch, wenn Du längerfristig dort bleiben willst.

Ich glaube nicht, dass das Dein Wunsch ist...

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Die Arbeit ist eintönig (ist eigentlich fast jede, aber es sei dennoch an dieser Stelle mal gesagt).

Finde ich nicht, muss ich sagen. Habs immer gerne gemacht. Bin vorrangig aus dem IT Audit Bereicht raus, weil man nicht tief genug in Themen kommt - die Lernkurve also stark abflacht und man nur noch Stressmanagement aka "pencil pushing" betreibt, keine Herausforderung außer die Arbeitsmenge-verfügbare-Zeit-Relation besteht. Hatte aber auch einen tollen Chef und ein tolles Team unter mir, das macht viel aus.

Na ja und weil das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr gestimmt hat ;)

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Ich hijacke mal den Thread, weil es mir mittelfristig wohl ähnlich wie dem TS gehen wird.

In ~1 Jahr bin ich mit dem zweiten Master fertig, habe dann anderthalb Jahre Teilzeit inhouse als Anwendungssupporter SAP gearbeitet. Ich mache bisschen FI, FI-CA und mittlerweile mehr BW. Häufig mache ich aber gar nichts, da mir niemand Arbeit gibt und ich entsprechend unterfordert bin. Man bekommt halt 1-2 Aufgaben, recherchiert und baut was ein - Dann muss das in die Fachabteilung zum Testen/Kommentieren/ect. und es passiert erstmal eine Woche wieder nichts.

Auch stört mich der hohe Altersdurchschnitt in der Firma, ich bekomme keinen wirklichen Draht zu den Kollegen die alle über Hausbau und die optimale Grundschule fürs zweite Kind diskutieren (oder über das optimale Renteneintrittsalter). Alle meine Kumpels sind in deutlich jüngeren und lockereren Teams gelandet und haben dementsprechend auch mal Spaß an der Arbeit (kenne das auch aus der Studienzeit, da bin ich als IT-Servicetechniker auf Montage gefahren mit gemischten Teams aus Studenten und älteren Herren, das war vom Klima und Spirit etwas ganz anderes). Nicht zuletzt würde ich auch gern mal was coden, modellieren und umsetzen und nicht nur in tagelang in Meetings über Nummernkreiszuordnungen oder Kontenzuordnungstabellen sitzen. Gerade das ABAP hab ich mir nun mühsam in fünf Monaten Vollzeit-Schulung mit Anwesenheitspflicht (sehr geil das Präsenzstudium a.k.a. ein Semester lang jeden Tag nach 8h Schule bis Mitternacht den Stoff aufarbeiten, den man an der Uni verpasst hat) angeeignet und bekomme keine Gelegenheit dazu es umzusetzen.

Wo könnte ich mit meinem Profil hin? Hab Berater-Zertifizierungen in TERP10 und ABAP, BW soll im Laufe der nächsten 12 Monate noch kommen. Bin dann aber schon 31, da ich im Erststudium etwas Geisteswissenschafliches auf Magister studiert habe.

Ich hätte gern mehr Technik drin. Mehr programmieren, ggf. mehr Datenmodellierung. Oder etwas ganz anderes. Promotion in einem Digital Humanities Projekt (wenn es da von den Noten her reicht, Magister war 1,6, Master Info für Geisteswissenschaftler geht eher Richtung 2,0)

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@Morgain: Danke für den guten Input. Dann ist die Beratung wohl auch mit Erfahrung nichts für mich.

@scrai: Das mit dem Team Matching kann ich gut nachvollziehen. War bei mir ähnlich, glaube aber das kann man im Job nicht 100%ig erwarten. Wo du mit deinem Profil hinkannst: Willst eher als Berater oder Linienangestellger arbeiten?

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Die Arbeit ist eintönig (ist eigentlich fast jede, aber es sei dennoch an dieser Stelle mal gesagt).

Finde ich nicht, muss ich sagen. Habs immer gerne gemacht. Bin vorrangig aus dem IT Audit Bereicht raus, weil man nicht tief genug in Themen kommt - die Lernkurve also stark abflacht und man nur noch Stressmanagement aka "pencil pushing" betreibt, keine Herausforderung außer die Arbeitsmenge-verfügbare-Zeit-Relation besteht. Hatte aber auch einen tollen Chef und ein tolles Team unter mir, das macht viel aus.

Na ja und weil das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr gestimmt hat ;)

Sag ich doch: langweilig.

Mit Menschen arbeiten ist doch viel interessanter. Sie kennenlernen, einschätzen, überzeugen, führen. Das kannst Du in einem Projekt nicht wirklich. Hast Du gar nicht die Zeit dazu.

Ich kenne trotzdem einige, denen Audit Spaß macht. Die wirklich davon begeistert sind. Jetzt, Morgain, kenne ich noch eine. Für mich war es nichts, aber ich finde, jeder soll das tun, was ihm Spaß macht, wofür er Leidenschaft hat. Denn dann wird er / sie erst richtig gut darin.

Preis-Leistung stimmt nicht mehr ? Ja, das kenne ich auch :-)

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