Hat es noch Sinn? Schluss machen oder nicht? Ich schaffe es nicht eine Entscheidung zu treffen

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Mein Alter:
26

Ihr Alter:
26

Dauer der Beziehung:
6 Monate

Art der Beziehung:
LTR


Hi zusammen!

Ich habe folgendes Problem: Bevor die Beziehung sinnlos aufrecht erhalten wird und es letztendlich Zeitverschwendung ist möchte ich langsam eine Entscheidung treffen. Ich grüble und grüble und komm zu keinem Schluss. Bin ich nicht seid dieser neuen Beziehung glücklicher? Hab ich zu hohe Ansprüche oder augenscheinlich zu niedrige weil ich sie mir nicht eingestehe? Es gibt diese Höhepunkte wo ich denke "nicht auf der Welt wird uns je auseinander bringen können!" und Tiefpunkte "Hat es überhaupt Sinn, will ich es wirklich, wartet draußen nicht mehr und besseres auf mich?" Ich appelliere an der Erfahrung der Community.
Ab wann sagt ihr, "Hier geht es nicht mehr weiter! Jetzt ist Schluss." wie viel Toleranz kann man aufbringen, wo ist die Schwelle der berechtigten Erwartungen und Anforderungen?


Kurzer Hintergrund:

Als ich vor einem Jahr meine 6-Jahre LTR beendet habe (welche Entscheidung mir auch nicht einfach fiel) wusste ich nichts von PUA. Heute weiß ich, dass nicht nur meine EX oder ich Schuld waren, vieles hätte gar nicht so laufen müssen wenn ich von PUA gewusst hätte. Jetzt bin ich schlauer und möchte die gleichen Fehler nicht wiederholen.

Vor einem halben Jahr habe ich mich neu verliebt in A. Nach dem dritten Date sagte ich nein, obwohl alles gut war und ich Schmetterlinge im Bauch hatte. Allerdings hab ich schnell festgestellt dass ihr Selbstbewusstsein aufgesetzt war und das Gegenteil der Fall war, LSE. Mir war bewusst, dass das LSE in einer Beziehung Probleme hervorrufen könnte, aber man sollte erst vor seiner eigenen Tür kehren. Als mich beim dritten Date ihre vorwurfsvolle und leicht zickige Art abgeschreckt hat (die bei ihr aber nur auftreten wenn sie sich wirklich Verletzt fühlt, auf Grund ihrer Vergangenheit sind die Ursachen aber oft sehr schleierhaft).
Ich machte ihr ein Freundschaftsangebot, eine Beziehung wäre nicht drin, weil wir an uns arbeiten müssen. Allerdings schafften mich ihre Argumente und Vorstellungen völlig zu "reframen" und war der Überzeugung, dass es dumm wäre, die Beziehung aufzugeben. Und tatsächlich ist die Beziehung bis heute reichhaltig, Anspruchsvoll und von beiden Seiten bemüht. Sie bezeichnet es sogar als Seelenverwandtschaft, das hatte ich anfangs auch so wahrgenommen. Ich bin eigentlich sehr glücklich aber es rücken immer mehr Dinge in den Vordergrund die mich stören und zweifeln lassen.

Ich dachte anfangs, vielleicht gehen dieses Mal diese mächtigen Liebesgefühle nicht einfach so weg. Es ist was besonderes. "Ich werde alles dafür tun!". Und nun sind wir zusammengezogen... (Ja.... ich weiß, ich weiß. Es ist nicht so, dass uns niemand davon abgeraten hätte, aber wir waren uns nun mal felsenfest sicher ;)!)


- Probleme um die es sich handeln:

Ernsthafte Probleme:

- Ich habe nicht das Gefühl es wäre "Die große Liebe"
- Sie will Kinder, möglichst bald. Ich will auch Kinder. Irgendwann. Wenn ich sicher bin. Sowie
- mit meiner Partnerin (Kann sie erziehen? Wird sie die gliechen Fehler machen wie ihre Mutter?)
- mit der LTR (ist es Endgültig?)
- und meinem Leben (Will ich schon, bin ich bereit? Schränkt mich das in meiner Entwicklung und meinen Zielen ein?)
Ich fühle mich unter Druck gesetzt, ohne Kinder macht für sie eine Beziehung keinen Sinn
- Ich frage mich: ist das das Ende der Fahnenstange? Gibt es nicht noch was besseres da draußen?
> Muss ich noch mehr Erfahrungen sammeln um Sicher zu sein? Oder bin ich zu perfektionistisch?
- Ich empfinde den Streit, die Konflikte als zu viel, möchte es harmonischer, es belastet mich, für sie ist es aber normal und gehört für sie zu einer gesunden Beziehung dazu (Ich arbeite an mir, Streitereien nicht aus dem Wege zu gehen. Das Problem dabei ist, dass meine Zweifel dadurch stärker werden, sie motiviert mich zu zeigen, dass es kein Untergang und kein Ende ist. Mich stören weniger die Konflikte, sonder die Art, wie sie damit umgeht, ich fühle mich bei Anschuldigungen, aggressivem Ton und Gesichtsausdruck heruntergebuttert und wundert sich dann über meine Reaktion. Sie ist sich offensichtlich oft nicht bewusst, wie sie etwas sagt, wie es dann ankommt. Ich schaffe es immer wieder mal ihr das klar zu machen und ist auch einsichtig)

Andere Probleme (eher nebensächlich):

- Ich stehe eigentlich auf schlank, sie ist etwas "angemolligt" aber sexy genug für den Sex, bin also zufrieden (Bin ich zu anspruchsvoll oder zu anspruchslos?)
> Es gab schon mal Streit, weil ich zugegeben habe, dass es mich mehr erregen würde, würde sie etwas abnehmen, als sie gefragt hat. Verständlich, dass sie sich im SWG angegriffen fühlt. Muss die Frau meines Lebens den perfekten Körper haben, damit sie die Bestätigung bekommen kann, perfekt zu sein? Als ich sagte "Richtig Sexy finde ich, wenn du selbstbewusst bist, dich selber sexy findest, und in deiner eigenen Haut wohl fühlst!" war das Thema so gut wie vom Tisch und sie ging wieder zum Fitnessstudio. Merkt euch das, falls ihr in dieser kniffligen Situation seid ;)
- Sie spürt schnell Eifersucht, zeigt Misstrauen, hat Verlustängste, emotional abhängig
> Bestehe ich auf Freiheitsansprüche gibt es oft Streit und emotionale Erpressungen
- Sie nutzt Emotionale Erpressungen, ist das berüchtigte Opfer, oft Anzeichen von Selbstverleugnung ("Ich gebe nicht zu wenn ich unrecht habe" "so bin ich nicht, wie stellst du mich da hin?" "Ich bin stark, ich hasse Schwäche, warum ist die Menschheit so schwach..., wie kannst du mich nur auf eine Schwäche hinweisen, ich bin auch nur ein Mensch"... :D)
Nachdem sie zwei Stunden schweigend argumentiert, reden wir zwar danach, aber sie wähnt sich meist im Recht weil mir nichts mehr einfällt, für sie ist es dann abgeschlossen, für mich noch nicht, aber wehe ich fange damit noch mal an, dann darf ich mir Vorwürfe anhören, wie ich darüber so lange nachdenken kann, statt einfach vergessen. Deswegen lasse ich los, dann stößt es mir aber in der Nacht ab und zu sauer auf.)
> Da muss ich selbst noch an mir arbeiten und mich unangreifbar machen. Leider bin ich extrem empfänglich für diese emotionalen Erpressungen, schlechtes Gewissen macht sich schnell breit bei mir. Ich versuche mit aller Kraft dagegen anzukämpfen, meinen Standpunkt zu vertreten bis ich keine Kraft mehr habe und einknicke. Sie ist da irgendwie am längerem Hebel und ich muss noch viel lernen. Aber es ist (hoffentlich) kein unlösbares Problem.
- einige Wahrheiten würden sie stark verletzen, sie ist halt auch sehr verletzlich und das kommt immer auf mich zurück. So fällt es mir oft schwer ehrlich zu sein (weil Streit vorprogrammiert ist, bei zu viel Streit mache ich die Biege). Verletze ich sie oder schweige und leugne ich lieber? Sie sucht oft Bestätigung um ihr Selbstwertgefühl aufzubauen (Das betrifft z.B.: Bilder die ich nicht schön finde, Musik, sie knickt auch schon gerne bei kleinen Geschmacksunterschieden ein wenn ich sage, dass ich Cleangesang im Metal nicht so toll finde. Man sieht es ihr meist an, dass es sie stört, leugnet es aber und versucht mich klein zu machen indem sie Schwächen oder Unarten von mir aufzeigt "Ist das da ein Pickel?" :D süß.)
- Ihr Gemecker macht sie für mich unattraktiv (immer sind die andern Schuld, warum tut man mir das alles an, wie können sich die Menschen nur so benehmen...-ich nenne meine Sichtweise: was, fällst du mir in den Rücken? Ich rede mal lieber mit B darüber... Wie kannst du das nur Fragen? Ich bin so sauer auf dich weil du deine Socken...)
Ohne Anschuldigungen und Schuldzuweisungen kriegt sie ihre Gefühle nicht in den Griff, ist überzeugt, ihr Drama/Ignorieren bewirkt etwas ("du wirst es irgendwann verstehen und danken, dass ich das mache" "Ich tue das um dir zu helfen")
> Bewirkt bei mir nur Wut und Ablehnung, ich versuche auf dem Boden zu bleiben, Verständnis zu zeigen aber auch die Diplomatische alternative nahe zu bringen. Offenbar weil mich dieses Verhalten stört wobei ich es Akzeptieren lernen sollte, es ist halt eine Frau. Ich schaffe meine Betroffenheit aber nicht weg zu spülen und Tipps wie "du brauchst kein schlechtes Gewissen haben" bringen bei mir nichts. Da sind Verhaltenstherapeutische Maßnahmen nötig.

Vieles der letzten Fragen ist durch PU zu lösen, für manches ist aber eine Umkremplung, meinerseits sowie ihrerseits nötig. Sind es die Nerven wert?


- Fragen an die Community:

Lohnt es sich weiter Energie in die Beziehung zu stecken?
Ich sage einerseits: "Dass ich zweifle und unzufrieden bin sagt schon viel" aber kann es nicht auch einfach an mir liegen, kann ich es nicht ändern?
Andererseits: "Ich fühle mich sehr wohl und glücklich, die Höhenflüge sind was besonderes, es wäre dumm das ganze aufzugeben und ist bloß ein Beweis meiner Schwäche."

Mir ist Bewusst, dass mir keiner die Entscheidung abnehmen kann. Aber ich habe angst, dass die Wunde die ich durch den Schlussstrich erzeugen würde (sie wurde schon oft enttäuscht) immer größer wird und möchte verschwendeter Zeit und unnötigem Leid vorbeugen. Viele haben das Problem nicht zu wissen, wie sie Schluss machen sollen. Dafür gibt es Ratgeber. Aber viel schwieriger finde ich die Frage: WANN sollte ich Schluss machen?
Welche aufschlussreichen Erfahrungen habt ihr gemacht?

PS:

Der Sex ist fantastisch!

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Habe nun selber eine 6 monatige Beziehung, und wenn ich dein Text lese, dann habe ich einfahc nur Glück oder du Pech.
Wenn du bereits jetzt das verlangen hast, was 'besseres' und neues kennenzulernen, dann zieh den Strich.

Ich finde die Beziehung ist dem Ende gewandt sobald man sich anfängt Gedanken zu machen ob es nu Sinnmacht und in jede der beiden Waagschalen 50% reinschmeisst.

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Du willst kein Kind, und sie schon?

Wenn du noch ein bisschen wartest, hörst du schon bald die Worte "Du... also ich bin schwanger, ich weiß nicht wie das passieren konnte"

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Schlussstrich ziehen, kein Zweifel.

Du musst erstmal selbst an dir arbeiten...

Bitte, bitte, bitte zeuge kein Kind mit ihr. Dir zur Liebe.

Hier lies diesen Text, damit du aufwachst. Den habe ich aus einem anderen Forum:

Ich schreibe Euch hier meine Erfahrungen der 4 Jahre, damit Euch die Fehler nicht auch passieren.



Hier die Zusammenfassung:

1. Alles was in "Lob dem Sexismus" geschrieben wurde, stimmt. Nach einem Jahr Prüfung muss ich das neidlos eingestehen.


2. Überlege Dir sehr genau, ob Deine Frau es verdient, mit Dir eine feste Beziehung eingehen zu dürfen, Sie bei Dir einzieht, Du sie heiratest und mit Ihr Kinder hast - SEHR GENAU


3. Es geht absolut nicht darum, ob eine Frau gut ausschaut, sich toll anzieht, gut Social Proof hat etc. Lass Dich davon nicht verblenden, baue einen inneren Filter dagegen auf! Wie schon viel geschrieben, sind die Merkmale einer guten HSE Frau andere Eigenschaften (z.b. Liebe- und rücksichtsvoller Umgang mit ihren Mitmenschen, intaktes Familienleben, Fähigkeit sich an kleinen Dingen erfreuen zu können, etc.). Insbesondere LSE Frauen machen sich durch Äußerlichkeiten & Social Proof auffallend attraktiv, um von inneren Defiziten abzulenken.


4. Beginne auf keinen Fall eine LTR mit Commitment wie Kinder oder Heiraten, wenn Du nicht selbst einen stabilen Alpha Frame für Dich geschaffen hast. Du bist sonst viel zu anfällig, sehr schnell betaisiert zu werden. Erforsche Deine eigenen Schwächen, Traumata, Ängste, wenn nötig, suche Dir dazu einen GUTEN Coach und arbeite an Dir. Selbst wenn Du glaubst, dass Du einen stabilen Alpha Frame hast, hinterfrage: hast Du Deine Leben wirklich in eine gute Balance gebracht? Zufrieden mit Job, ein umfassendes Leben neben dem Job, stabilen Freundeskreis, gutes Verhältniss zur eigenen Familie, gelebte Interessen, realistische Einstellungen zum Leben, Klarheit, was Dir gut tut?


5. Gebe Dich generell NIEMALS völlig einer Frau hin, behalte immer Deine eigenen Bereiche, Deine inneres Distanz. Wenn Du Dich völlig hingibst, bist Du verloren, sofort!


6. Wenn eine Frau nicht mehr Berühren, Küssen, Rumknutschen, Sex will - egal welche Ausreden sie parat hat (und wenn angeblich ihr Oma vom Krieg ein Totaltrauma an Sie vererbt hat) - bist Du bereits Betaisiert - kümmere Dich wieder um Deinen Alpha Frame!


7. Herauszögern einer Trennung hilft nichts, wenn Du weiterhin an ihr hängst. Du wirst ewig in Ihrer Umlaufbahn kleben. Trenne Dich, kümmere Dich um Dich selbst.


Hier die Geschichte:


Ich war damals wieder ein paar Monate Single, hatte einen guten (temporären) Alpha Frame zurück gewonnen (viel Sport, viel Sonne, wenig Arbeit, wenig Stress etc), war viel mit Freunden unterwegs, ich habe mich intensive mit meinen Zielen und Ideen beschäftigt.


Habe dann sie kennengelernt beim Weggehen, volles Programm, Social Proof, C&F. Sex, nette kleine Sachen, locker angegangen, kein Commitment von mir, sie schon verzweifelt, mir hinterhergelaufen. Irgendwann hat Sie mich dann gelangweilt, war zwar eine superhübsche, auch recht tough Frau, aber irgendwie gab es keine richtigen Gesprächsthemen, der Freundeskreis und ihre Ausbildung hat auch nicht recht gepasst.


So, und anstatt jetzt das ganz locker nebenbei weiterlaufen zu lassen (FB) und die nächste zu suchen, lief es wie folgt:


Sie: Wie geht es mit uns weiter, ich liebe Dich so, ich finde es so schön mit Dir! (Drama)
Ich: Das passt nicht, aus dem und dem Grund (Rechtfertigung).
Sie: Das weißt Du doch noch gar nicht, wir kennen uns doch noch gar nicht richtig (Drama, Tränen, etc.)
Ich: Nein, ich will nicht mehr, tut mich echt leid, lassen wir es bleiben


Sie fährt 2 Wochen vollständiger Freeze-out (hat mich schon mal beeindruckt), dann eines Nachts betrunken vor der Tür mit großer Geschichte: ja, sie ist jetzt seit 2 Wochen in den und den Nobeldiskos mit dem und dem von und zu unterwegs (Story Telling), aber die sind alle soooo langweilig; außerdem ist Sie gleich mit dem und dem im Bett gewesen, aber total unglücklich.


Und da ich "Lob dem Sexismus" damals noch nicht gelesen hatte, bin ich Ihrer Social Proof & Story Telling Masche voll auf den Leim gegangen. Das war natürlich alles Masche von ihr, im Nachhinein habe ich mitbekommen, dass sie quasi mit Ihren Freundinnen nichts anderes in Ihrer Freizeit macht, als sich solche Taktiken im Detail durchzuüberlegen - und diese Spielchen beherrschen die hervorragend (Basis Handwerkszeug für LSE Flittchen).


Ich bin drauf reingefallen (unterbewusst schon mal gleich ziemlich betaisiert durch das Storytelling), nach aussen sehr gerührt, dass Sie so "um die Beziehungen kämpft". Natürlich hätte ich sie gleich wieder vor die Tür setzten sollen.


Bei mir flog also der Schalter um in Richtung Oneitis und LTR, "ja wir sind wieder zusammen, lass uns das versuchen, ich stehe jetzt voll und ganz zu Dir und unserer Beziehung".


Dann wurden die Daumenschrauben von Ihr schnell angezogen: war immer bei mir (hat mich nie gefragt, wegen Einziehen, war einfach da und hat so auf Süß getan, bis ich Sie gefragt hatte); dann fand Sie die Babies von meinen Freunden sooo süß. Und dann: mache ich Trottel ihr einen Heiratsantrag.


[Kleiner Ausflug zur psychologischen Konstellation dahinter: Im Grunde sind wir beide mit wenig Selbstbewusstsein ausgestattet, in unserem Kern-Defizit also sehr ähnlich, deshalb vielleicht auch die anfängliche, große emotionale Verbundenheit. Dummerweise (sicher kein Zufall) haben wir beide diametral entgegengesetzte Strategien entwickelt, mit diesem Defizit umzugehen: ich versuche unter Stress durch Konsens und Anpassung Problemen aus dem Weg zu gehen und abzufangen, sie wird sehr aggressive & zickig und spielt perfekte Freeze-out Strategien (so knallhart, dass es mir echt manchmal schwindelig wurde). Das meinte ich oben, dass ich nur einen "temporären" Alpha Frame zurückgewonnen hatte - die dahinterliegenden Unsicherheiten und Ängste hatte ich nur temporär überdeckt und nicht wirklich geklärt.]


Mit der Schwangerschaft war der Spaß komplett zu Ende, ab da (sie hatte mich jetzt ja sicher, ich war völlig betaisiert, habe nur noch gearbeitet und mich abgerackert, keine Abgrenzung, keine Rückzugsgebiete) hat Sie mich mit Mega-Drama & permanenten Shit-Test fertig gemacht. Es ging weiter bergab, es gab nur noch Streit (auf den ich mich auch eingelassen habe - typisches Anzeichen vollständiger Betaisierung), bis dahin dass Sie ein Jahr später eine Affäre begann. Ich erwische Sie durch Nachspionieren (Beta-typisch), Drama, Sie gelobt Besserung, es passiert letztlich wenig, nur dass ich mir auch ein paar Affären zulege. Dann etwas Entspannung, ich distanziere mich, habe Spaß mit anderen Frauen, arbeite weniger, Sie kommt wieder auf mich zu und fragt, ob wir nicht umziehen wollen, sie würde so gerne da und da wohnen, Neuanfang, dann würde alles besser werden. Ich wollte da gar nicht hin, lass mich unter Druck setzten, wir finden eine neue Wohnung. Wieder Stress, Streit. Kurz vor dem Umzug teilt sie mir mit, dass Sie sich eine eigene Wohnung sucht, zieht mit dem Kind aus.


Wieder Double Binds ("Lass uns doch zusammenbleiben und es noch versuchen" aber "Nein Sex geht im Moment nicht, wir sind doch auch nicht wirklich zusammen"); hätte jetzt für Sie auch gut so weiterlaufen können, ich als guter Provider, kümmere mich um unser Kind, zahle Unterhalt, netter Kontakt ("Willkommen bei Oneitis Space Adventures, sie haben jetzt die äussere Umlaufbahn um den Planeten erreicht. Wenn Sie hier verbleiben möchten, tun sie einfach nichts und lassen sich weiter verarschen".)


Unserem gemeinsamen Kind zuliebe und aufgrund meiner Oneitis wollte ich die Beziehung noch retten.


Jetzt nach einem halben Jahr getrennt leben habe ich den Schlussstrich gezogen. Ich hatte sie nochmal gefragt (yeah, super Pussy Modus) wie es weitergeht:


Sie: Ja, siehst Du denn nicht, dass ich mich bemühe, ich bin doch immer bei Dir!
Ich: hmmm, wirklich?
Sie: Ja, reicht dir das denn schon wieder nicht, immer bist Du gleich so ungeduldig, Du musst mir halt Zeit lassen. Ausserdem bist Du immer so unrelaxt (wo ist denn nur der coole Typ von früher hin?).
Ich: Liebst Du mich noch? (Beta Pussy Mode)
Sie: Weiss ich nicht ... Lass uns halt schauen, wie es sich entwickelt. Du bist nur immer so ungeduldig ....
Ich: Ok, hab ich jetzt aber kein Lust mehr drauf. Lass es uns beenden.
Sie: Alles klar, hat mich eh genervt ...


Ich werde mich völlig von Ihr abwenden und mich wieder um mein Leben, meine Ziele kümmern.


Echt krass, was so ein Oneitis - Hormoncocktail im Kopf alles anrichten kann.


Ich denke, entscheidend ist der Frame im Kopf: ich hatte das letzte Jahr versucht, Sie in Ruhe zu lassen, meinen Frame wieder zu finden, aber durch die Hoffnung an ein Zurückgewinnen (und wohl auch Signalisieren desselben) habe ich ihr weiter gezeigt, was für ein Beta ich bin und mich weiter auf Ihr Drama eingelassen. Es ist also scheinbar nicht anders möglich: nur durch vollständige INNERE Distanz kann ich wieder meinen stabilen Frame zurückbekommen.


So long ...
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Gast KommodoreB

Bevor Du Schluss machst, kannst Du ja noch einen letzten Versuch machen, indem Ihr wieder in getrennte Wohnungen zieht. Dann kannst Du nochmal in Ruhe überlegen, ob es passt oder nicht.

Besonders gut sieht es aber von außen nicht aus: 6 Monate nach Deiner 6jährigen Beziehung lernst Du sie kennen. Sie ist eigentlich nicht Dein Typ, nach 6 Monaten hast Du schon viele Bedenken usw.

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Bevor Du Schluss machst, kannst Du ja noch einen letzten Versuch machen, indem Ihr wieder in getrennte Wohnungen zieht. Dann kannst Du nochmal in Ruhe überlegen, ob es passt oder nicht.

Finde, dass nicht die beste Idee ist. Ich habe meine Freundin auch erst richtig kennen gelernt als wir in eine gemeinsame Wohnung gezogen sind. Wenn erst einmal die Zweifel gekommen sind, ob es die richtige Partnerin ist dann ist die Beziehung eigentlich schon verloren. Du hast oben ja schon eine richtige Liste geschrieben, was nicht passt.

Ich glaube wenn ihr wieder in getrennte Wohnungen ziehen würdet könne es kurzfristig eine Verbesserung sein. Langfristig nimmt sowas dann aber kein gutes Ende. (Bin genau in der gleichen Situation wie du. Bin auch 26. Die Feststellung, dass der Partner, den man liebt, langfristig nicht der richtige Partner ist, schmerzt. Nach jetzt 2 Wochen Trennung sehe ich das ganze aber schon viel klarer)

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Gast KommodoreB

@feel free: Da hast Du auch wieder Recht. Es könnte die vielleicht schon sinnlose Sache noch verlängern. Die Entscheidung muss der TE selber fällen. Alles hat sein Risiko.

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Ich machte ihr ein Freundschaftsangebot, eine Beziehung wäre nicht drin, weil wir an uns arbeiten müssen. Allerdings schafften mich ihre Argumente und Vorstellungen völlig zu "reframen" und war der Überzeugung, dass es dumm wäre, die Beziehung aufzugeben.

Und tatsächlich ist die Beziehung bis heute reichhaltig, Anspruchsvoll und von beiden Seiten bemüht. Sie bezeichnet es sogar als Seelenverwandtschaft, das hatte ich anfangs auch so wahrgenommen.

Ich bin eigentlich sehr glücklich aber es rücken immer mehr Dinge in den Vordergrund die mich stören und zweifeln lassen.

PS:

Der Sex ist fantastisch!

Stimmt meine Annahme, dass du zu Beginn keine Beziehung wolltest und dann dich von ihr überzeugen liessest.

Sie hat quasi deine Bedenken re-framet und dann hast du eingewilligt?

Wärst du auch bei Ihr mit ihr, wenn der Sex nicht mehr fantastisch ist? Weil oft verflacht der ja nach ein paar Jahren bzw. nach Kinderlein kommet sowohl in der Frequenz wie auch in der Intensität und Kreativität.

Warum seid ihr Seelenverwandt? (für dich selber beantworten)

du bist "eigentlich" sehr glücklich?

reicht dieses glück. worauf begründest du es? wie stabil ist dieses Glück?

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Danke Kadir, dieser Text hat mir wirklich die Augen geöffnet. Nachdem ich "Lob des Sexismus" gelesen habe, dachte ich "was ein Schwachsinn". Jedoch musste ich dem Author immer mehr Recht anerkennen. Ich denke, LSE Frauen sind sich ihres Verhaltens oft wirklich gar nicht bewusst und machen das nicht alles mit Absicht. Wer schadet sich denn schon gerne selbst? Ich habe tiefe Gespräche, nach jedem Streit reden wir auch. Es ist wie Katz und Hund, wir sagen zwar das selbe, meinen aber was völlig unterschiedliches. Wenn man alles einen Namen gibt klingt es wie eine Technik, "Sie Betaisiert mich", "Social Proof", "Geschichtenerzählen"... aber seitens der Frau sind es einfach Schutzmechanismen/-reaktionen, für sie ein ganz normales Verhalten, das kann man ihr nicht übel nehmen, wissen gar nicht wie wirkungsvoll das sein kann, wenn Mann ahnungslos ist.

Bakkan:

Ja offenbar ja, nach der letzten Beziehung wusste ich, was ich nicht wollte und die Anzeichen von LSE haben mich durch dieses Buch abgeschreckt. Aber ich sagte mir dann "Das ist ja nur ein Buch, muss ja nicht alles stimmen. Es ist doch jetzt schon alles anders als im Buch beschrieben, wir passen zusammen..."

Nie wieder.

Der Sex macht vieles gut, das gebe ich zu. Mir kommt es teilweise echt wie eine Rettung vor, danach zweifle ich weniger. Aber z.Z. ist mein Attraktivitätsempfinden sogar auf einem 0-Punkt, wenn wir küssen spüre ich nichts, nein ich würde es manchmal sogar lieber lassen. Woran liegt das, sie hat sich ja nicht groß verändert?

Seelenverwandt, weil wir oft zeitgleich das gleiche sagen, gleiche Sachen machen, ähnliche Erfahrungen haben, das gleiche fühlen, als wären wir verbunden.

Das Glück hat kein stabiles Fundament mehr, mir ist nun eigentlich ziemlich klar, dass ich Schluss machen sollte.

Gestern hatten wir einen langen Streit, sie hatte als Neujahresvorsatz "voran zu kommen". Ich fragte: "Worin?", Sie: "Du weiß schon..." Ich: Willst du schwanger werden?" Sie: "Nein. Eigentlich schon. Du weiß ja, dass ich langsam sesshaft werden will. Das heißt nicht, dass ich jetzt direkt anfangen will und in den nächsten 6 Monaten schwanger werden will." Ich: "OK, ich bin noch nicht bereit dafür, ich mach mir nur Sorgen, nicht, dass ich davon plötzlich nichts weiß..." Und dann ging der halbe Tag nur um meinen letzten Satz. Wie ich von ihr so etwas nur denken kann, wie ich das überhaupt denken kann dass sie mir einfach ein Kind unterschieben würde, warum ich das sage, ob ich nicht wüsste wen ich vor mir habe, kein Vertrauen hätte, ich denke da wie ein 19 Jähriger usw.... das hat sie zu tiefst verletzt. . Meine Sorgen waren nach ihr nicht berechtigt. Ich wollte es nur gesagt haben, dass ich damit so ein Fass öffne war mich nicht bewusst.

Nach dem wir dann über alle Sorgen gesprochen haben und sie sich des öfteren zurückversichert hat, ob alles in Ordnung ist, selbst heute Morgen, habe ich gesagt es wäre alles in Ordnung, aber irgendwie weiß ich, dass dem nicht so ist. Nein es ist nicht alles in Ordnung. Der Satz "Ich wurde so oft verletzt, ich will das nicht mehr, ich halte das nicht mehr aus. Weil ich dich mehr liebe als die anderen, würde das bei dir noch viel mehr schmerzen..." macht es nicht einfacher für mich. Das gönne ich ihr nicht, wirklich nicht. Es fällt mir sowieso nicht einfach egoistisch zu sein, aber ich sollte mich jetzt wohl eher dem "Wie?" zuwenden, denn es wäre sonst eine schmerzhafte Oneitis für beide.

Danke für eure Antworten, es hat mir viel mehr Klarheit verschafft!

bearbeitet von Whenston

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Naja, wenn der Satz so ein Erdbeben ausgelöst hat, hast du ja vllt den Kern der Sache getroffen…

Nur so nen Gedanke :-)

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