diszipliniert bleiben, Frust vermeiden und abbauen, Lernen

14 Beiträge in diesem Thema

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Hi,

bin Student.

Ich suche Techniken und Methoden wie man im Leben diszipliniert an einem aktuellen Ziel arbeiten kann und sich von Frust aller Art (zu langsames Vorankommen, oder im Social life) nicht runterziehen lässt.

Aktueller Tag: Lernen geht zu langsam voran. Uni-Freunde sind im Moment nicht in der Gegend wegen Praktika usw.. Flaute in Sachen Frauen ausser einer FB. 2 HB 8-9 an der Uni approacht und Körbe kassiert und mich danach die ganze Zeit drüber aufgeregt wie dumm und scheiss arrogant beide reagiert haben. Lerntag vorbei.

Anderer Tag: Ich steh wegen einem schönen Abend vorher (muss hin und wieder ja sein:) - aber wenig Alk) zu spät auf und komm ohne was zu schaffen sofort ins Mittagstief rein. Lernen geht bis 16 Uhr nicht wirklich, und Abends reg ich mich auf dass nichts geschafft wurde und lass es ganz bleiben.

Anderer Tag: Ich steh mega früh auf weil ich die Arbeit vormittags erledigen will. Da lass ichs aber locker angehen und "werd erst mal wach". Neuer Tag, neues Glück. Ok, dann sind auf einmal 3 Stunden vergangen und ich hab 1 Film zu Hause angesehen, obwohl ich nur schnell frühstücken wollte.

Ich bin im Moment echt super fixiert aufs Studium weil ich großen Druck von außen bekomme. Aber an meiner sinkenden Leistung merk ich dass die Batterie so langsam leer geht. Ich bin auch keine 19 mehr, wo ich noch wochenlang auf "alles" inclusive Frauen, Essen, Schlaf, Aussehen und Sport verzichten konnte wenn es sein musste und irgendwie Sinn machte. Ich bin ein besserer Lerner geworden, und hab viel mehr mentale Power als früher. Aber ich bin auch bequemer geworden. Wenn dann harte Wochen kommen, denk ich gegen Ende lieber "hat eh keinen Sinn mehr" , schon 1000x angetreten und eh nicht bestanden, und mach irgendwas das Spaß macht, und das tut es dann verdammt auch ;)

Richte mich gerade auch unter die (Hobby)psychologen unter euch, da ich aus früheren Posts weiss dass einige dabei sind.

lg

bearbeitet von all€

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Haha, grade nen Thread eröffnet, wo einen Banalitäten wie fehlende Folgetreffen so abfucken, dass es einen einfach runterzieht. Wenn sowas einem immer und immer wieder passiert, fuckt es irgendwann einfach ab.

Überträgt sich dann in andere Bereiche und man wird unzufrieden, wütend und schafft weniger zufriedenstellendes. Der Auslöser kann auch von anderen Dingen kommen, als aus dem Frauenleben.

Der Post hilft dir zwar nicht :D ....aber würde mich auch mal interessieren, wie ihr konsitenter und ausgewogener geworden seid.

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Sorry, aber du hast über 1000 Beiträge und das wichtigste ist, dass du 27 bist. Wenn du dein Leben selbst nicht auf die Reihe bekommst, dann wird es keiner. Und deine Einstellung mit "Schaffe ich es eh nicht" zeugt nicht von einem reifen, sondern von einem unreifen Menschen.

Den Trick, den du suchst, ist, dass du mit dir vollkommen zufrieden sein kannst, ohne dass du von anderen abhängig bist, richtig? Und liest euch das mal durch, vielleicht hilft es ja http://markmanson.net/not-giving-a-fuck

bearbeitet von Vin_ce
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Haha Geil!

Echt aufbauend.

"When most people envision giving no fucks whatsoever, they envision a kind of perfect and serene indifference to everything, a calm that weathers all storms.

This is misguided. There’s absolutely nothing admirable or confident about indifference. People who are indifferent are lame and scared. They’re couch potatoes and internet trolls. In fact, indifferent people often attempt to be indifferent because in reality they actually give too many fucks. They are afraid of the world and the repercussions of their own choices. Therefore, they make none. They hide in a grey emotionless pit of their own making, self-absorbed and self-pitied, perpetually distracting themselves from this unfortunate thing demanding their time and energy called life."

Das ist genau der Zustand, vor dem ich Angst habe. Weil ich ihn gut von Früher kenne.

"They know it’s more important than them and their own feelings and their own pride and their own needs. They say “Fuck it,” not to everything in life, but rather they say “Fuck it” to everything unimportant in life. They reserve their fucks for what truly fucking matters."

Diese Kunst des not to give a fuck hab ich schon gut und sehr früh im Leben gelernt.

Aber tja Studium gehört nun mal ganz sicher zu den wichtigen Dingen. Ich kann auch nicht einfach so aussteigen.

Und Sport, Frauen, Sex und Social life die sind auch wichtig.

Darum hilft mir das nicht wirklich weiter....

bearbeitet von all€

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Diese Kunst des not to give a fuck hab ich schon gut und sehr früh im Leben gelernt.

Aber tja Studium gehört nun mal ganz sicher zu den wichtigen Dingen. Ich kann auch nicht einfach so aussteigen.

Und Sport, Frauen, Sex und Social life die sind auch wichtig.

Darum hilft mir das nicht wirklich weiter....

Entscheide dich für was bzw. lasse etwas aus. Ich habe Abi geschrieben und in der Zeit Frauen gestrichen. Fuck it, Frauen kommen und gehen, aber das Abi war mir wichtiger. Freunde habe ich auch über eine Zeit links liegen gelassen, aber die haben es verstanden. Sport würde ich allgemein nie weglassen, aber das ist so ne Sache. Bin ein ziemlicher Sportfreak.

Such dir das wichtigste aus und streiche bzw. minimiere den Rest für eine Zeit. Das Leben besteht nicht nur aus Sex und Frauen - zumindest bei mir nicht.

Und wieso hast du vor dem Zustand Angst? Frag dich das mal und wie du ihn verhindern kannst. Wie du das machst, kann ich dir leider nicht verraten, es ist deine Reise und ich habe keine allgemeine Lösung. Was ist der Auslöser dafür? Frag dich das einmal selbst und beantworte dir die Fragen.

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Entscheide dich für was bzw. lasse etwas aus. Ich habe Abi geschrieben und in der Zeit Frauen gestrichen. Fuck it, Frauen kommen und gehen, aber das Abi war mir wichtiger. Freunde habe ich auch über eine Zeit links liegen gelassen, aber die haben es verstanden. Sport würde ich allgemein nie weglassen, aber das ist so ne Sache. Bin ein ziemlicher Sportfreak.

Such dir das wichtigste aus und streiche bzw. minimiere den Rest für eine Zeit. Das Leben besteht nicht nur aus Sex und Frauen - zumindest bei mir nicht.

Abi dauert ein paar Monate.

Studium dauert ca. 5 Jahre oder mehr. Und ist 1000x mehr Arbeit als Abi.

Hatte damals 1,4, nur damit das Bild mal klarer wird.

Hmm sorry ich glaub ich brauch hier jemand mit mehr Lebenserfahrung, aber trotzdem danke.

Und wieso hast du vor dem Zustand Angst? Frag dich das mal und wie du ihn verhindern kannst. Wie du das machst, kann ich dir leider nicht verraten, es ist deine Reise und ich habe keine allgemeine Lösung. Was ist der Auslöser dafür? Frag dich das einmal selbst und beantworte dir die Fragen.

Wenn ich überhaupt keinen Fuck mehr auf irgendwas gebe, dann wache ich Mittags verkatert mit einer HB 7-9 Bitch im Arm auf und geh nur noch feiern und Sport machen :D So in etwa. FIELDTESTED.

Das ist ja das "Problem" :)

Ich kann geil sein! Ich kann äusserst beliebt sein! Wäre da nicht das Studium das alles aussaugt.

Den Trick, den du suchst, ist, dass du mit dir vollkommen zufrieden sein kannst, ohne dass du von anderen abhängig bist, richtig? Und liest euch das mal durch, vielleicht hilft es ja http://markmanson.net/not-giving-a-fuck

Nein, ich suche ganz konkrete Techniken und Methoden, z.B. wie Reframing aus dem NLP.

bearbeitet von all€

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Entscheide dich für was bzw. lasse etwas aus. Ich habe Abi geschrieben und in der Zeit Frauen gestrichen. Fuck it, Frauen kommen und gehen, aber das Abi war mir wichtiger. Freunde habe ich auch über eine Zeit links liegen gelassen, aber die haben es verstanden. Sport würde ich allgemein nie weglassen, aber das ist so ne Sache. Bin ein ziemlicher Sportfreak.

Such dir das wichtigste aus und streiche bzw. minimiere den Rest für eine Zeit. Das Leben besteht nicht nur aus Sex und Frauen - zumindest bei mir nicht.

Abi dauert ein paar Monate.

Studium dauert ca. 5 Jahre oder mehr. Und ist 1000x mehr Arbeit als Abi.

Hatte damals 1,4, nur damit das Bild mal klarer wird.

Hmm sorry ich glaub ich brauch hier jemand mit mehr Lebenserfahrung, aber trotzdem danke.

Sag mir mal, was dir an der Antwort nicht passt? Dir hilft hier jemand und du argumentierst damit, dass du gerne jemanden hättest mit mehr Lebenserfahrung. Sagt der Typ, der hier um Hilfe bittet, weil er nicht aus dem Quark kommt und keine Disziplin hat.

Was willst du hier hören? Techniken, wie du trotz Studium Party, Sport und Frauen hast? Dazu noch Freizeit für Filme, Freunde usw? Irgendwas bleibt nun einmal auf der Strecker. Man muss Prioritäten setzen.

Ich würde gerne wissen, wo du mit 27 im Studium stehst. Bachelor? Master? Bachelor mit fast am Ende? Oder Bachelor mit 14 Semestern aufwärts und noch alle schweren Klausuren offen?

Du musst dich auf deinen Arsch setzen, ganz einfach. PC aus, TV aus, ruhige Umgebung, wo dich nichts ablenkt. Hinsetzen, lernen und dann am Ende belohnen. Also aufs Lernen konditionieren. Und nicht die Belohnung vorher, ohne, dass dann Arbeit folgt. Mach dir Pläne, was du wann wie erreichen willst. ToDo Listen usw.

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Danke, das mach ich schon so.

Ich mach im Moment auch weder Fortgehen, noch Freunde treffen, weil die alles Partytypen sind und tagsüber wenig machen

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Hey all€,

ich nutze für Motivation gerne die folgende Technik, die ich auch in meinen Lerncoachings vermittle. Sie ist zwar nur ein kleiner Trick auf Verhaltensebene und wird so schnell keine komplett neue Attitüde erschaffen (auch dafür gibt es Methoden, beispielsweise die Arbeit mit Glaubenssätzen und Werten, aber die zu erklären sprengt mir zeitlich den Rahmen, bin derzeit ebenfalls am Pauken), aber sie wirkt, konsequent angewandt, erstaunlich gut.


Eine sehr effektive Methode zur externen Motivationsschaffung kommt (wie auch deine bisherige Methode des Geldweggebens) aus dem Werkzeugkasten der operanten Konditionierung und nennt sich intermittierende Verstärkung. Sie ist günstiger und zugleich wesentlich effektiver als unmittelbare Belohnung oder Bestrafung. Ich kenne dazu auch eine nette kleine Technik, die ich während der letzten Jahre aufgeschnappt habe und für deine Zwecke hervorragend geeignet ist.

1) Mach dir eine Liste von kleinen und großen Belohnungen, auf die du wirklich Lust hast. Ein Beispiel für eine kleine Belohnung kann ein leckeres Essen oder ein Kinobesuch sein, für eine große beispielsweise eine Reise oder ein neues Handy (innerhalb deiner finanziellen Möglichkeiten aber dennoch was besonderes, was du dir sonst nicht mal eben kaufen würdest).

Beispiel kleine Belohnungen

Tafel Schokolade, neue DVD, Kinobesuch, Sauna, Besuch im Kletterpark...

Beispiel große Belohnungen

Neues Handy, Seminarbesuch, Urlaubsreise, neuer stylischer Anzug, neue Grafikkarte...

2) Besorge dir zwei Würfel in verschiedenen Farben, zB einen schwarzen für die kleinen, einen roten für die großen Belohnungen. Und jeden Morgen überlege dir eine Kombination, die, wenn du sie rollst, dir Zugang zur Belohnung gibt (z.B. Eins Schwarz + Fünf Rot)

3) Setze dir ein Ziel, z.B. einen NC durch Direct Approaches pro Tag. Wenn du es erreicht bzw. dich im Vergleich zum Vortag gesteigert hast, z.B. mehr Nummern bekommen hast oder souveräner aufgetreten bist etc. und derweil deine alltäglichen wichtigen Dinge nicht vernachlässigt hast, darfst du abends rollen.

4) Rollst du nun mit Schwarz die entsprechende Zahl (bspw. Eins), dann gönne dir eine zufällig (!) ausgewählte Belohnung aus der "kleinen" Liste. Außerdem qualifiziert dich ein solch gelungener Wurf für einen anschließenden Wurf mit Rot. Falls die kleine Belohnung nicht erreicht wurde, wird auch nicht um die große gewürfelt.

5) Wenn du nach Schwarz nun auch mit Rot die am Morgen dafür festgelegte Augenzahl (bspw. Fünf) wirfst, dann gönne dir eine zufällige(!) Belohnung aus der "großen" Liste. Ohne Wenn und Aber. Und wenn du sie kaufst, denke daran, dass dein kontinuierlicher Einsatz und deine eigene Leistung dir das ermöglicht hat.

Und ganz wichtig: Du kaufst dir weder die großen noch die kleinen Belohnungen, solange du sie nicht durch einen Wurf erworben hast! Sie stehen dir erst zu, wenn du sie auch gewinnst.

Die Methode der intermittierenden Verstärkung ist äußerst kraftvoll und einmal etabliert sehr stabil. Sie ist einer der Gründe, warum beispielsweise Spielautomaten süchtig machen. Nutze sie weise. Sie lässt sich übrigens auch für andere Dinge wie sportliche Leistungssteigerung verwenden.

Herzliche Grüße,

Tsukune

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Cool hört sich gut an.

Mit Belohnungen hatte ich bisher ungern gearbeitet, weil ich nicht jeden Tag ne Tafel Schokolade essen wollte, oder so :)

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Hi,

zum Thema Disziplin:

Du kannst Dir Disziplin wie einen Muskel vorstellen. Die gute Nachricht daran ist: Muskeln lassen sich trainieren und Muskelkraft lässt sich durch geschicktes Handeln bis zu einem gewissen Grad einsparen bzw. ökonomischer verteilen. Die schlechte Nachricht ist: Nach intensiver Beanspruchung des Muskels ist die Kraft erst einmal erschöpft und Du benötigst Regeneration.

Offenbar ist es so, dass Deine Disziplin (oder auch Willenskraft) sich aus einer einzigen Energiequelle speist. Sprich: Es ist egal, ob Du Dich zum Lernen/zum Sport aufraffst, in einem langweiligen Gespräch Interesse heuchelst und höflich bleibst, oder ob Du an einem Dönerstand vorbeigehst und Dich dazu zwingst, der Versuchung zu widerstehen - Dein Reservoir an Willenskraft wird durch all diese mentalen Anstrengungen angezapft und es bleibt für alle weiteren mentalen Anstrengungen weniger Willenskraft übrig.

Soviel zum Hintergrund.

Nun zu den Techniken, mit denen Du Deine Willenskraft maximieren kannst bzw. besser mit ihr haushalten:

1) Klingt banal, aber sorge für ausreichend Schlaf (7 Stunden+)

2) Klingt ebenfalls banal, aber sorge dafür, dass Du regelmäßig isst (am besten längerkettige Kohlenhydrate oder Proteine um eine anhaltende Versorgung Deines Gehirns mit Glukose zu gewährleisten (Dein Körper kann Protein in Glukose umwandeln). Ganz wichtig: Nimm jeden Morgen ein Frühstück zu Dir. Wenn Dein Gehirn mit Glukose "unterversorgt" ist, sinkt Deine Willenskraft. Gibt viele Experimente, die das belegen.

3) Schaffe Dir ein Lernumfeld in dem Du wenig bis keinen Versuchungen ausgesetzt bist (die zu bekämpfen natürlich ebenfalls Willenskraft "kostet"). Sprich: Lern in der Bücherei, im Arbeitszimmer Deines Vaters o. ä. Wenn das nicht möglich ist, stell zumindest Handy und Laptop aus (soweit gerade nicht benötigt) oder was auch sonst Dich ablenken könnte und bring es außer Sichtweite.

4) Führe Protokoll darüber wieviel Du jeden Tag gelernt hast. Studien belegen, dass "Monitoring" allein bereits sehr effektiv ist. Gilt z. B. auch bei Gewichtsreduktion (regelmäßiges Wiegen) oder bei schlechter Haushaltsführung (Ausgabenbuch führen).

5) Wie bereits angesprochen wurde, können Belohnungen auch sehr effektiv sein. Wichtig ist natürlich, dass diese angemessen sind. Nach jeder Stunde Lernen eine Tafel Schokolade zu essen, wäre sicher nicht die beste Wahl. Nach einem Nachmittag Lernen eine Folge seiner Lieblingsserie zu schauen oder einen Spaziergang im Park zu machen, klingt da schon vernünftiger.

6) Um Deine Willenskraft gezielt zu "trainieren", kannst Du beispielsweise 1 Woche lang die Zähne mit der linken Hand putzen. Gezielt gerade sitzen. Beim Sprechen auf besonders klare Aussprache achten o. ä.

7) Stärke Deine intrinsische Motivation. Du schreibst, dass Du viel Druck von außen bekommst, jedoch lese ich aus Deinem Post keinerlei Interesse für Dein Studium heraus. Klar, ein Studium kann noch so interessant sein - irgendwelche lahmen Fächer gibt es immer und Lernen bleibt bis zu einem gewissen Grad nun mal Arbeit. Aber: Wenn Du jeden Tag ein paar Minuten investierst, in denen Du Dir bewusst Gedanken über Dein "Warum" machst, kannst Du viel Willenskraft einsparen, da Du gegen weniger Widerwillen ankämpfen musst. Frage Dich also, warum Du mal dieses Studium gewählt hast. Was hat Dich daran begeistert, was begeistert Dich vielleicht immer noch? Wo willst Du damit mal hin? Aber auch ganz allgemein: Was sind Deine Werte, wofür willst Du stehen?

8) Finde heraus, zu welchen Uhrzeiten Du am leistungsfähigsten bist und schaffe Dir ein gutes Bewusstsein darüber, welche Aktivitäten Deine Willenskraft schwächen. Nutze dieses Wissen um Deine (Lern-)Ziele ökonomischer zu planen und umzusetzen.

9) Schließe innerliche "Verträge" mit Dir selbst um Versuchungen besser zu widerstehen: "Wenn ich von der Uni nach Hause komme, werde ich mich genau eine Stunde ausruhen und dann für X Stunden lernen".

10) Wenn es mal gar nicht mit der Motivation klappt, hilft manchmal auch ein kleiner "Selbstbetrug": 2 Stunden lernen erscheinen unmöglich? Dann sage Dir: Okay, 5 Minuten schaffe ich IMMER, egal wie dreckig es mir geht/wie müde ich bin/etc. Ich werde jetzt also 5 Minuten diszipliniert lernen und wenn ich dann immer noch der Meinung bin, 2 Stunden wären unmöglich, dann lass ich es halt wirklich bleiben.

Oft reichen diese 5 Minuten nämlich um festzustellen: "Hey, so schlimm ist es doch gar nicht."

11) Schaffe Dir eine Lernroutine. Besser jeden Tag eine fixe (begrenzte) Zeit lernen als 3 Monate faulenzen und dann gegen Semesterende alles auf einmal lernen müssen. Dein Gehirn liebt Routinen, da sie energiesparend sind. Ruhig auch zu festen Zeiten lernen...

Wie Du Dich von Frust aller Art nicht herunterziehen lässt, kann ich Dir leider nicht sagen. Vermutlich helfen da nur Drogen. Aber Du kannst lernen, unangenehmen Gefühlen mit Akzeptanz zu begegnen. Ist aber ein Thema für sich und meine Willenskraft ist nach diesem Post erschöpft ;)

bearbeitet von tonystark
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Gast Mystikk

Flaute in Sachen Frauen ausser einer FB

falsch, es gibt keine Flaute, denn Du hast eine Gespielin

2 HB 8-9 an der Uni approacht und Körbe kassiert und mich danach die ganze Zeit drüber aufgeregt wie dumm und scheiss arrogant beide reagiert haben.

Auch wenn es schwer ist, niemals wegen Korb fertigmachen. Du weißt nichts über die zwei Frauen. Es kann zig Ursachen haben. Du hast bestimmt auch Tage, wo Du nur an diesen Knubbel an Lymphknoten denkst, ob Du eine Prüfung bestanden hast, ob Dein Freund den Unfall ohne Schäden überstehen wird, ...... Vielleicht sind die Mädels sogar lesbisch, weiß der Henker. Womöglich suchen sie nur reifere solvente Herren oder sie hassen sich selbst, sind unsicher oder ängstlich. Ihre Arroganz spricht für Selbsthass. ---> Es hat nichts mit Dir zu tun. Jegliche Gedanken darüber lösen negative Gefühle aus - bei DIR! Du leidest darunter, nur Du. Die zwei Frauen haben Dich längst vergessen.

Anderer Tag: Ich steh wegen einem schönen Abend vorher (muss hin und wieder ja sein:) - aber wenig Alk) zu spät auf und komm ohne was zu schaffen sofort ins Mittagstief rein. Lernen geht bis 16 Uhr nicht wirklich, und Abends reg ich mich auf dass nichts geschafft wurde und lass es ganz bleiben.

Anderer Tag: Ich steh mega früh auf weil ich die Arbeit vormittags erledigen will. Da lass ichs aber locker angehen und "werd erst mal wach". Neuer Tag, neues Glück. Ok, dann sind auf einmal 3 Stunden vergangen und ich hab 1 Film zu Hause angesehen, obwohl ich nur schnell frühstücken wollte.

Ich bin im Moment echt super fixiert aufs Studium weil ich großen Druck von außen bekomme. Aber an meiner sinkenden Leistung merk ich dass die Batterie so langsam leer geht. Ich bin auch keine 19 mehr, wo ich noch wochenlang auf "alles" inclusive Frauen, Essen, Schlaf, Aussehen und Sport verzichten konnte wenn es sein musste und irgendwie Sinn machte. Ich bin ein besserer Lerner geworden, und hab viel mehr mentale Power als früher. Aber ich bin auch bequemer geworden. Wenn dann harte Wochen kommen, denk ich gegen Ende lieber "hat eh keinen Sinn mehr" , schon 1000x angetreten und eh nicht bestanden, und mach irgendwas das Spaß macht, und das tut es dann verdammt auch ;)

Dein blitzschnelles Unterbewusstsein ist Monate vor Deinem lahmen Bewusstsein am Zielort. Es hat lange geplant, was für Dich gut ist (schönen Abend machen, rumlungern, kein Spaß/ echtes Interesse am Studium). Dein "ach erstmal wach werden" ist kein Zufall. Diese Selbst-Sabotage läuft unbewusst ab. Warscheinlich hast Du lange erkannt, daß Du nur was auswendig lernst, um dem Druck gerecht zu werden.

Richte mich gerade auch unter die (Hobby)psychologen unter euch, da ich aus früheren Posts weiss dass einige dabei sind.

lg

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Anderer Tag: Ich steh wegen einem schönen Abend vorher (muss hin und wieder ja sein:) - aber wenig Alk) zu spät auf und komm ohne was zu schaffen sofort ins Mittagstief rein. Lernen geht bis 16 Uhr nicht wirklich, und Abends reg ich mich auf dass nichts geschafft wurde und lass es ganz bleiben.

Anderer Tag: Ich steh mega früh auf weil ich die Arbeit vormittags erledigen will. Da lass ichs aber locker angehen und "werd erst mal wach". Neuer Tag, neues Glück. Ok, dann sind auf einmal 3 Stunden vergangen und ich hab 1 Film zu Hause angesehen, obwohl ich nur schnell frühstücken wollte.

Ich bin im Moment echt super fixiert aufs Studium weil ich großen Druck von außen bekomme. Aber an meiner sinkenden Leistung merk ich dass die Batterie so langsam leer geht. Ich bin auch keine 19 mehr, wo ich noch wochenlang auf "alles" inclusive Frauen, Essen, Schlaf, Aussehen und Sport verzichten konnte wenn es sein musste und irgendwie Sinn machte. Ich bin ein besserer Lerner geworden, und hab viel mehr mentale Power als früher. Aber ich bin auch bequemer geworden. Wenn dann harte Wochen kommen, denk ich gegen Ende lieber "hat eh keinen Sinn mehr" , schon 1000x angetreten und eh nicht bestanden, und mach irgendwas das Spaß macht, und das tut es dann verdammt auch ;)

Dein blitzschnelles Unterbewusstsein ist Monate vor Deinem lahmen Bewusstsein am Zielort. Es hat lange geplant, was für Dich gut ist (schönen Abend machen, rumlungern, kein Spaß/ echtes Interesse am Studium). Dein "ach erstmal wach werden" ist kein Zufall. Diese Selbst-Sabotage läuft unbewusst ab. Warscheinlich hast Du lange erkannt, daß Du nur was auswendig lernst, um dem Druck gerecht zu werden.

Cool. So ein Blick von der Seite hilft sehr!

Könntest du das bitte näher erläutern?

Wie kann ich mein Unterbewusstsein wieder auf den richtigen Weg bringen?

Bisher mache ich es so:

-ich versuche immer ans Erreichen des Ziels zu glauben (erfolgreicher Abschluss des Studiums) und plane schon einige Sachen im Vorraus, ums mir schmackhaft zu machen.

-versuche möglichst immer Spaß am Stoff zu haben und den späteren praktischen Nutzen zu sehen

-habe noch andere Stützpfeiler für mein Selbstbewusstsein (Sport, Frauen, Reisen).

Ich glaube mein Problem ist, dass ich (unterbewusst) nicht genug an den Erfolg der Sache glaube, weil ich den Erfolg schon so lange vor mir herschiebe und mir gegen Ende immer so einen Mindfuck mache obwohls eigentlich zu schaffen wäre. Arbeite dann trotzdem noch nächtelang durch.

Das Problem ist, man kann nicht unendlich Mal antreten sondern es gibt eine beschränkte Anzahl von Prüfungmöglichkeiten.

Das senkt gegen Ende natürlich enorm die Hemmschwelle ("Jetzt bringts eh nicht mehr viel, aber beim nächsten Mal wirds total easy werden. Ich bin ja schon fast durch mit dem Stoff. Wenn ich das Lerntempo von jetzt einfach beibehalte, dann Kinderspiel.") Aber ich behalte das Lerntempo von ein paar Tagen vor der Prüfung niemals bei, obwohl ichs mir jedes Mal FEST vornehme und dafür bereit bin alles andere aus meinem Terminkalender rauszustreichen. Das geht inzwischen so weit, dass ich unter dem Semester fast kein Sozialleben mehr habe.

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Vielleicht nennt sich dein Problem Prokrastination? Würde sich lohnen dass zu mindest auszuschließen. Jede Uni hat da ne Beratungsstelle.

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