Rauchen aufhören - eure Erfahrungen

43 Beiträge in diesem Thema

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vor 12 Minuten, Dan_Civic schrieb:

schon mal easy way von allan car gelesen?

Bisher nicht. Danke für den Tipp! 

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vor 1 Stunde, m1kel schrieb:

Muss den Thread hier leider nochmal aufleben lassen 😄 

Habt ihr ne Empfehlung für Menschen, die vorrangig dann geraucht haben, wenn sie Stress hatten? Wie ist das da mit der Rauchentwöhnung bzw. was kann man dann tun, wenn man Stress hat? Vor allem wenn es dann in "emotionales Essen" umschwenkt und man statt zu Rauchen, frisst wie ein Mähdrescher. 

Zigarette mit anderen nicht ganz so schädlichen Ersatzdrogen substituieren. Als ich aufgehört hab wars zB ne Tasse Tee die ich mir "gegönnt" hab wenn ich eine rauchen wollte. Bin jetzt aber eigentlich überhaupt nicht der Teetrinker oder so, einfach nur das eigene Hirn bescheißen. So nach etwa 3 Monaten waren die Cravings nach Kippen dann auch komplett weg, und jetzt nach 2 Jahren kann ich auch mal gelegentlich eine schnorren und genüsslich  zum Bier rauchen und trotzdem wisssen, dass ich mir nie wieder ne Schachtel kaufen werd.

bearbeitet von ruthless
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vor 1 Stunde, m1kel schrieb:

Muss den Thread hier leider nochmal aufleben lassen 😄 

Habt ihr ne Empfehlung für Menschen, die vorrangig dann geraucht haben, wenn sie Stress hatten? Wie ist das da mit der Rauchentwöhnung bzw. was kann man dann tun, wenn man Stress hat? Vor allem wenn es dann in "emotionales Essen" umschwenkt und man statt zu Rauchen, frisst wie ein Mähdrescher. 

Ich würde das so angehen mit "Urge Surfing":

Erstmal erkennen, dass du es machst.

Dann mehrere Fragen stellen:
Welches Gefühl ist da gerade in mir? (bspw. Wut, Stress, Erschöpfung etc.)
Wo und wie zeigt sich das Gefühl? (bspw. schwitzige Hände, Herzrasen etc.)
Und dann sagst du dir "Es ist okay, dass ich diese Gelüste habe. Aber ich mache es erst in 30 Minuten."

Hier zum Lesen:
https://portlandpsychotherapy.com/2011/11/riding-wave-using-mindfulness-help-cope-urges/

---

Ich denke, dass es langfristig ohne klare kognitive Verhaltensänderung bei Rauchen sehr schwer wird, komplett aufzuhören.
Nikotin ist eine funktionierende Allzweckwaffe gegen viele Stressoren, das macht es ja so fies.
Einfach verfügbar (da legal), kein Aufwand (vs. Sport), funktioniert sehr gut sofort (vs. Meditation)

Dazu würde ich versuchen, die folgende Frage zu beantworten und die Antwort systematisch als Habit in dein obiges Muster einzubauen:
Wie kann jetzt in diesem Moment für mich eine alternative Handlung aussehen, die zum gleichen Ziel führt und die ich jetzt umsetzen kann? (bspw. tief durchatmen, an der frischen Luft spazieren, ein Stück Schokolade essen etc.)

 

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vor 1 Stunde, m1kel schrieb:

Muss den Thread hier leider nochmal aufleben lassen 😄 

Habt ihr ne Empfehlung für Menschen, die vorrangig dann geraucht haben, wenn sie Stress hatten? Wie ist das da mit der Rauchentwöhnung bzw. was kann man dann tun, wenn man Stress hat? Vor allem wenn es dann in "emotionales Essen" umschwenkt und man statt zu Rauchen, frisst wie ein Mähdrescher. 

Vielleicht auf E-Dampf umsteigen und Nikotindosis langsam reduzieren? Oder einfach mal dran denken, dass es für ne HB richtig eklig ist, dich zu küssen, wenn Du eine geraucht hast.

Ich hab vor ca. einem halben Jahr komplett aufgehört. Wenn der Schmacht aufkam, habe ich immer an was anderes gedacht: Sex, gutes Essen, alles was eben positive Vibes erzeugt. Hat geholfen und ich bin stark geblieben.

Ich hab jetzt seit Ende Dezember 2019 keine einzige mehr geraucht, Schmacht hab ich - im Gegensatz zu vor ein paar Monaten -  gar nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Mich ekelt der Rauch nur noch an. Ich werde auch nie Leute verstehen, die morgens aufstehen und sich erstmal ne Fluppe mit Kaffee gönnen 🤮 Oder morgens im Auto rauchen 🤢 Hatte vor zwei Jaren mal ne kurze Affäre mit ner HB, die regelmäßig geraucht und viel Kaffee getrunken hat. Ich fands nur noch widerlich, sie zu küssen, obwohl ich damals selbst ab und an geraucht habe. EKELHAFT.

bearbeitet von El Borracho
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Okay, dann sollte ich wohl doch besser ins Detail gehen. Das Problem besteht nicht bei mir, sondern bei meiner Freundin. Die hat bis vor ein paar Wochen jeden Tag eine nicht unerhebliche Menge an Zigaretten geraucht. Vor allem aber wenn es Stress zwischen uns gab. So wie auch gestern. Da hat sie dann halt einfach über paar Stunden verteilt, eine 300g Milka Tafel verdrückt. Halt anstelle einer Zigarette jedes Mal hin, 2-3 Stück abgemacht, gegessen und wieder weggelegt. Und das soll vermieden werden. 

vor 56 Minuten, ruthless schrieb:

Zigarette mit anderen nicht ganz so schädlichen Ersatzdrogen substituieren. Als ich aufgehört hab wars zB ne Tasse Tee die ich mir "gegönnt" hab wenn ich eine rauchen wollte. Bin jetzt aber eigentlich überhaupt nicht der Teetrinker oder so, einfach nur das eigene Hirn bescheißen. So nach etwa 3 Monaten waren die Cravings nach Kippen dann auch komplett weg, und jetzt nach 2 Jahren kann ich auch mal gelegentlich eine schnorren und genüsslich  zum Bier rauchen und trotzdem wisssen, dass ich mir nie wieder ne Schachtel kaufen werd.

Sie trinkt halt so schon sehr viel Tee am Tag, deshalb vielleicht ungünstig. 

vor 51 Minuten, saian schrieb:

Ich würde das so angehen mit "Urge Surfing":

Erstmal erkennen, dass du es machst.

Dann mehrere Fragen stellen:
Welches Gefühl ist da gerade in mir? (bspw. Wut, Stress, Erschöpfung etc.)
Wo und wie zeigt sich das Gefühl? (bspw. schwitzige Hände, Herzrasen etc.)
Und dann sagst du dir "Es ist okay, dass ich diese Gelüste habe. Aber ich mache es erst in 30 Minuten."

Hier zum Lesen:
https://portlandpsychotherapy.com/2011/11/riding-wave-using-mindfulness-help-cope-urges/

---

Ich denke, dass es langfristig ohne klare kognitive Verhaltensänderung bei Rauchen sehr schwer wird, komplett aufzuhören.
Nikotin ist eine funktionierende Allzweckwaffe gegen viele Stressoren, das macht es ja so fies.
Einfach verfügbar (da legal), kein Aufwand (vs. Sport), funktioniert sehr gut sofort (vs. Meditation)

Dazu würde ich versuchen, die folgende Frage zu beantworten und die Antwort systematisch als Habit in dein obiges Muster einzubauen:
Wie kann jetzt in diesem Moment für mich eine alternative Handlung aussehen, die zum gleichen Ziel führt und die ich jetzt umsetzen kann? (bspw. tief durchatmen, an der frischen Luft spazieren, ein Stück Schokolade essen etc.)

 

Den Ansatz find ich sehr interessant! Shao meinte eingangs ja auch etwas in die Richtung. 

Danke, werd ich mal so vorschlagen. 

vor 48 Minuten, El Borracho schrieb:

Vielleicht auf E-Dampf umsteigen und Nikotindosis langsam reduzieren? Oder einfach mal dran denken, dass es für ne HB richtig eklig ist, dich zu küssen, wenn Du eine geraucht hast.

Ich hab vor ca. einem halben Jahr komplett aufgehört. Wenn der Schmacht aufkam, habe ich immer an was anderes gedacht: Sex, gutes Essen, alles was eben positive Vibes erzeugt. Hat geholfen und ich bin stark geblieben.

Ich hab jetzt seit Ende Dezember 2019 keine einzige mehr geraucht, Schmacht hab ich - im Gegensatz zu vor ein paar Monaten -  gar nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Mich ekelt der Rauch nur noch an. Ich werde auch nie Leute verstehen, die morgens aufstehen und sich erstmal ne Fluppe mit Kaffee gönnen 🤮 Oder morgens im Auto rauchen 🤢 Hatte vor zwei Jaren mal ne kurze Affäre mit ner HB, die regelmäßig geraucht und viel Kaffee getrunken hat. Ich fands nur noch widerlich, sie zu küssen, obwohl ich damals selbst ab und an geraucht habe. EKELHAFT.

Hätte erwähnen sollen, dass es nicht direkt um mich geht 😄 ich selber rauche nicht und finde rauchen super eklig. Aber gegen den Geschmack/Gestank kann man ja durch Zähne putzen oder Mundwasser oder so schon etwas tun. Glaube, das Argument zieht nicht richtig. 

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Wer nicht Cold Turkey aufhören will kann ich E-Zigarette empfehlen. Stinkt nicht, verfärbt nicht (kein Teer) und ist wesentlich billiger. Konnte die Kosten der Sucht von etwa 150,-€ auf etwa 40,-€ im Monat senken.

Dass es nur Suchtverlagerung ist, ist klar -Nikotin haste bei beidem. Geschmacklich ist es auch was anderes (für jeden der meint er 'liebe' den Geschmack von Zigaretten) aber es gibt Tabakähnliche Aromen

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vor 5 Stunden, m1kel schrieb:

Okay, dann sollte ich wohl doch besser ins Detail gehen. Das Problem besteht nicht bei mir, sondern bei meiner Freundin. Die hat bis vor ein paar Wochen jeden Tag eine nicht unerhebliche Menge an Zigaretten geraucht. Vor allem aber wenn es Stress zwischen uns gab. So wie auch gestern. Da hat sie dann halt einfach über paar Stunden verteilt, eine 300g Milka Tafel verdrückt. Halt anstelle einer Zigarette jedes Mal hin, 2-3 Stück abgemacht, gegessen und wieder weggelegt. Und das soll vermieden werden. 

Dann geh ihr halt mal nicht auf den Sack, Hasi. :ph34r: 

Ne ernsthaft, Leute, die grad beim Entwöhnen sind, sollte man unterstützen wo man nur kann. Zum Beispiel dadurch, dass man kurzfristig auch mal fünfe gerade sein lässt und langfristig zusammen bessere Strategien zur Konfliktlösung entwickelt. Und man kann auch dafür sorgen, dass die 300 Gramm Milka im Geschäft bleibt und gar nicht erst im Küchenschrank landet. Egal, ob Ziggis, Schokolade oder Insta, wer direkten Zugang zum Suchtmittel hat, hat es ungleich schwerer, nicht darauf zuzugreifen. Also alles mal am besten direkt entsorgen. 

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Das schlimme an den Kippen ist, dass behauptet wird es lindert Stress.

Ich hatte dann immer den Stress: Wann kann ich wo wieder eine rauchen? 

 

Als mir das klar wurde..nie wieder eine Zigarette angerührt.

Ausserdem roch ich wie ein Mülleimer. 

Das Schlüsselerlebnis war bei Freunden. Die 7 jähige Tochter eines alten Schulfreundes sagte zu mir: "Du kannst nicht mal 10 Minuten mit uns Rad fahren ohne dass Du schnaufst. Das ist nicht gesund." 

BAMM. Mir war das echt unangenehm. Peinlich. Kinder sind da klar und direkt.

 

Oder mach mal ein EKG bei einem Internisten.

Ein Kollege konnte nicht aufhören. Der Arzt sagte während der Untersuchung: "Rauchen Sie sich eine Zigarette an. Hier in der Ordination. Sehen Sie auf den Monitor was jetzt live passiert." 

Schocktherapie. 

 

 

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vor 9 Stunden, m1kel schrieb:

Okay, dann sollte ich wohl doch besser ins Detail gehen. Das Problem besteht nicht bei mir, sondern bei meiner Freundin. Die hat bis vor ein paar Wochen jeden Tag eine nicht unerhebliche Menge an Zigaretten geraucht. Vor allem aber wenn es Stress zwischen uns gab. So wie auch gestern. Da hat sie dann halt einfach über paar Stunden verteilt, eine 300g Milka Tafel verdrückt. Halt anstelle einer Zigarette jedes Mal hin, 2-3 Stück abgemacht, gegessen und wieder weggelegt. Und das soll vermieden werden. 

war in der schokolade nikotin? wenn nicht hat das schoki null geholfen.

vor 9 Stunden, m1kel schrieb:

Sie trinkt halt so schon sehr viel Tee am Tag, deshalb vielleicht ungünstig. 

wenn der tee kein nikotin enthält wird das eh nicht helfen.

leute empfehlen gerne rauchen durch was anderes zu ersetzen. aber das ist unnötig.

kurz zum verständnis: nikotin ist eine droge. baut der körper nikotin ab sinkt der spiegel und der körper verlangt ganz subtil und unterschwellig nach mehr nikotin. dieses gefühl kann nerven. ist wie musik die man hasst und die pausenlos im hintergrund läuft. tut nicht weh, bringt einen nicht um aber durch streß, durch langeweile, in phasen von konzentration oder entspannung nimmt man die musik bewusster wahr und wünscht sich nichts mehr als ruhe davon. 

will man das gefühl loswerden gibt es zwei wege. nikotin zuführen oder abwarten bis der körper entwöhnt ist (mmn 3-14 tage). dazwischen gibt es nix. da kannst noch soviel tee trinken oder schokolade essen. dein körper will nikotin. nix anderes. das gefühl verschwindet nicht durch tee oder schokolade. im besten fall überlagerst du das gefühl solange du konsumierst.

der körper braucht aber egtl kein nikotin obwohl er danach ruft. er verfolgt nur den biochemischen prozess weil er nunmal so funktioniert. der körper braucht nahrung, sauerstoff, wasser, schlaf und sowas. aber nikotin gehört nicht dazu. man kann es einfach weglassen und der körper funktioniert weiter (sogar noch besser). daher braucht es auch keinen ersatz für nikotin wenn man damit aufhört. 

das zu verstehen ist in meinen augen sehr wichtig. wer zigaretten durch was anderes ersetzt tut ja so als würde er dem körper etwas wichtiges vorenthalten und muss das nun irgendwie kompensieren. damit erschafft man eine mächtige illusion. das muss jedem klar sein der aufhören will. du kannst sofort für den rest deines lebens aufhören und würdest auf nichts verzichten, nichts aufgeben, dir nichts vorenthalten oder sonst was. wer das blickt ist schon auf dem allerbesten weg aufzuhören, deswegen so wichtig.

 

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wenn ich an mein eigenes Aufhören denke, dann haben mir Kräuterzigaretten am meisten geholfen. Ich hatte auch Allan Carr gelesen und mich total vorbereitet gefühlt. Als ich am dritten Tag den totalen Einbruch hatte, da hab ich die Empfehlung bekommen und bin in die Apotheke. Und dann konnte ich cheaten, einfach mal was inhalieren, aber ohne wieder von vorne anfangen zu müssen! Weil ja kein Nikotin drin ist. Hab an diesem Tag bestimmt drei Stück geraucht. Das wurde immer weniger und nach zwei Wochen hat sich mein Denken dann tatsächlich wieder um andere Dinge als das Nichtrauchen gedreht. Alles in allem hab ich ne halbe Schachtel gebraucht.

Dringende Warnung: die Dinger stinken als wenn Du alte Socken verbrennst, Auf keinen Fall in der eigenen Bude rauchen!

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vor 18 Stunden, m1kel schrieb:

Sie trinkt halt so schon sehr viel Tee am Tag, deshalb vielleicht ungünstig. 

Dann die Kippen durch Bier ersetzen.

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vor 8 Stunden, Dan_Civic schrieb:

war in der schokolade nikotin? wenn nicht hat das schoki null geholfen.

wenn der tee kein nikotin enthält wird das eh nicht helfen.

leute empfehlen gerne rauchen durch was anderes zu ersetzen. aber das ist unnötig.

kurz zum verständnis: nikotin ist eine droge. baut der körper nikotin ab sinkt der spiegel und der körper verlangt ganz subtil und unterschwellig nach mehr nikotin. dieses gefühl kann nerven. ist wie musik die man hasst und die pausenlos im hintergrund läuft. tut nicht weh, bringt einen nicht um aber durch streß, durch langeweile, in phasen von konzentration oder entspannung nimmt man die musik bewusster wahr und wünscht sich nichts mehr als ruhe davon. 

will man das gefühl loswerden gibt es zwei wege. nikotin zuführen oder abwarten bis der körper entwöhnt ist (mmn 3-14 tage). dazwischen gibt es nix. da kannst noch soviel tee trinken oder schokolade essen. dein körper will nikotin. nix anderes. das gefühl verschwindet nicht durch tee oder schokolade. im besten fall überlagerst du das gefühl solange du konsumierst.

der körper braucht aber egtl kein nikotin obwohl er danach ruft. er verfolgt nur den biochemischen prozess weil er nunmal so funktioniert. der körper braucht nahrung, sauerstoff, wasser, schlaf und sowas. aber nikotin gehört nicht dazu. man kann es einfach weglassen und der körper funktioniert weiter (sogar noch besser). daher braucht es auch keinen ersatz für nikotin wenn man damit aufhört. 

das zu verstehen ist in meinen augen sehr wichtig. wer zigaretten durch was anderes ersetzt tut ja so als würde er dem körper etwas wichtiges vorenthalten und muss das nun irgendwie kompensieren. damit erschafft man eine mächtige illusion. das muss jedem klar sein der aufhören will. du kannst sofort für den rest deines lebens aufhören und würdest auf nichts verzichten, nichts aufgeben, dir nichts vorenthalten oder sonst was. wer das blickt ist schon auf dem allerbesten weg aufzuhören, deswegen so wichtig.

Zum Glück gibt es dazu viel Forschung.

Erstmal ist ein großer Unterschied zwischen reinem Nikotin und Tabakrauchen.

Tabakrauchabhängigkeit ist sehr viel mehr als die physische Abhängigkeit nach Nikotin, sondern ebenso die psychische.
Reines Nikotin hat ein weit geringes Abhängigkeitspotential als Tabakrauchen.

Eine professionelle Tabakrauchentwöhnung hat 10mal höhere Erfolgschancen als ein Eigenversuch, weil eben nicht wie im Eigenversuch "einfach mal aufgehört" wird.
Oft macht man eine Kombination aus Psychotherapie, medikamentöser Therapie und Entspannungstechniken.

Die Therapie ist sehr individuell, weil Tabakrauchabhängigkeit sehr vielschichtig ist und von Person zu Person unterschiedlich.
Es ist kein "Ja, da ist ein Stoff zu viel, ich nehm den einfach nicht mehr und gut ist."
Das ist eine viel zu sehr vereinfachte Herangehensweise für diese komplexe Abhängigkeit.

Hier eine gute Übersicht:
https://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/download/Publikationen/FzR/FzR_Gesundheitsrisiko_Nikotin_web.pdf

 

Zitat

Psychische Abhängigkeit:
Gleichzeitig zu der durch Nikotin verursachten Dopaminausschüttung im Belohnungszentrum stimulieren dopaminerge Bahnen einen Bereich im präfrontalen Kortex, der an Lernvorgängen beteiligt ist. Das Fatale daran: Rauchen und dessen als positiv wahrgenommene Wirkung werden mit bestimmten Situationen (die Tasse Kaffee am Morgen, ein gutes Essen oder ein Gespräch mit Freunden, ein Barbesuch) sowie Handlungen im Zusammenhang mit dem Rauchen (das Entnehmen der Zigarette), Sinneswahrnehmungen beim Rauchen (Geruch, Geschmack, Gefühl des Rauchs im Hals) und mit affektiven Zuständen (Stress, Traurigkeit) in Verbindung gebracht. Die wiederholte Assoziation verändert neuronale Verbindungen im Gehirn, sodass eine lang anhaltende Konditionierung auf diese Reize entsteht. Dies führt zur psychischen Abhängigkeit und macht den Ausstieg so schwer, weil allein bestimmte Reize und Situationen das Verlangen nach einer Zigarette hervorrufen können.

 

Zitat

Ein wichtiger Aspekt der psychischen Abhängigkeit ist die Konditionierung auf Schlüsselreize, die Rauchern den Rauchstopp enorm erschwert.

 

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vor 10 Stunden, Dan_Civic schrieb:

war in der schokolade nikotin? wenn nicht hat das schoki null geholfen.

wenn der tee kein nikotin enthält wird das eh nicht helfen.

leute empfehlen gerne rauchen durch was anderes zu ersetzen. aber das ist unnötig.

kurz zum verständnis: nikotin ist eine droge. baut der körper nikotin ab sinkt der spiegel und der körper verlangt ganz subtil und unterschwellig nach mehr nikotin. dieses gefühl kann nerven. ist wie musik die man hasst und die pausenlos im hintergrund läuft. tut nicht weh, bringt einen nicht um aber durch streß, durch langeweile, in phasen von konzentration oder entspannung nimmt man die musik bewusster wahr und wünscht sich nichts mehr als ruhe davon.

finde den Post irreführend.

die reine Nikotin-Sucht ist i.d.R. nicht die große Baustelle, sondern die psychische Abhängigkeit. Und dem eigenen System in einer Stresssituation mit einer Ersatzbefriedigung ein paar Endorphine zu entlocken kann durchaus helfen um das bisschen physische Abhängigkeit zu überbrücken. Ist ja auch im Normalfall nicht so, dass du das Ding nach 3 Wochen überstanden hast.

Wenn ich überlege, wieviele letzte Zigaretten ich geraucht habe...

Was mir letztlich wirklich geholfen hat, war - so blöd es klingt - bewusst zu rauchen. Also nich mal schnell aus Gewohnheit bzw. als Ventil ne Kippe durchziehen, sondern mir die Zeit dafür zu nehmen. Bewusst zu ihnhalieren, den Geschmack wahrzunehmen, die Reaktion des Körpers wahrzunehmen und zu schauen, wie sich die Gedanken nach dem Rauchen entwickelt haben.

War dann gegen Ende auch nurnoch ein Frustraucher. Wenn grad mal alles scheisse war, hab ich halt geraucht. Auch ein bisschen zur Ablenkung, denn dann konnte ich mich übers Rauchen ärgern und den Rest erstmal hinten anstellen.

Hab es dann irgendwann mit der Aufschiebetaktik versucht: wenn die Schmacht zu groß wurde hab ich mir gesagt - wenns morgen immernoch so unter den Nägeln brennt, rauchste halt. War dann am nächsten Tag immer wieder froh es geschoben zu haben.

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vor einer Stunde, a.supertramp schrieb:

die reine Nikotin-Sucht ist i.d.R. nicht die große Baustelle, sondern die psychische Abhängigkeit. 

und gerade die verstärkst du durch ersatz. genau genommen verstärken sich beide abhänigkeiten (physisch und physisch) und halten sich gegenseitig am leben.

angenommen du gehst jeden abend in den park, setzt dich auf eine bank und rauchst eine kippe. dann hilft es nicht eine tasse tee zu trinken auf der bank wenn du nun mal keine kippen hast. dein körper will eine zigarette und kein tee. der drang nach nikotin verschwindet durch den tee nicht.

du kannst dich aber einfach wie immer auf deine bank setzen und nichts tun. dann raffst du am schnellsten das dir die zigarette nie was gegeben hat. mit "ersatz" redest du dir selbst ein du entbrehrst gerade etwas besonderes was es zu ersetzen wert ist. das hält die psychische abhängigkeit am leben. der tee würde deine psychische abhängigkeit unnötig verlängern. abgesehen davon hat er keine andere funktion in diesem moment.

in meinem post wollte ich darauf hinaus das es nichts zu ersetzen gibt. wir brauchen kein nikotin und müssen es auch nicht durch etwas anderes ersetzen wenn wir es nicht bekommen. das ist unnötig. zum anderen gibt es auch nichts was nikotin ersetzt außer nikotin selbst. tee und schokolade überlagern bestenfalls den physischen drang im moment des konsums. wer also aufhört sollte einfach aufhören ohne einen alternativen konsum. alle alternativen ohne nikotin werden den körper nicht das geben was er will und verstärken nur die eigene opferrolle.

vor 2 Stunden, saian schrieb:

Erstmal ist ein großer Unterschied zwischen reinem Nikotin und Tabakrauchen.

Tabakrauchabhängigkeit ist sehr viel mehr als die physische Abhängigkeit nach Nikotin, sondern ebenso die psychische.

siehe letzter absatz von dem post den du zitierst. 

vor 12 Stunden, Dan_Civic schrieb:

das zu verstehen ist in meinen augen sehr wichtig. wer zigaretten durch was anderes ersetzt tut ja so als würde er dem körper etwas wichtiges vorenthalten und muss das nun irgendwie kompensieren. damit erschafft man eine mächtige illusion. 

die psychische abhängigkeit ist nichts weiter als eine illusion. die illusion muss man loswerden. dann ist der rest ein kinderspiel. mit ersatz hält man die illusion unnötig am leben.

schlüsselreize und konditionierungen sind nicht das problem sondern die eigene weltanschauung zu den zigaretten in diesen momenten. wer denkt kippen sind kostbar wird auf solche impulse leiden wie ein köter. wer versteht das kippen nicht kostbar sind und weiß das er sie nicht braucht wird maximal mit einem lächeln reagieren wenn er getriggert wird ("man wieso waren mir diese sinnlosen dinger früher nur so wichtig"). und ich wiederhole mich: ersatz ohne nikotin ersetzt rein gar nichts. man macht die zigaretten dann in seiner eigenen weltanschauung nur kostbarer als sie sind.

 

 

 

bearbeitet von Dan_Civic

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Am 15.6.2020 um 09:14 , Hexer schrieb:

Kräuterzigaretten

Knaster ist was feines

Schmeckt viel besser als Tabak, ist aber genauso ungesund. Muss man aber selbst drehen. 

Kann man bei Bedarf ja auch noch Tabak untermischen, wenn man nicht kalt entziehen will

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vor 9 Stunden, Benutzernameundso schrieb:

Kann man bei Bedarf ja auch noch Tabak untermischen, wenn man nicht kalt entziehen will

Dann fängst Du nach dieser Zigarette aber wieder bei Null an. Der Vorteil von den Apotheken-Dingern ist ja, dass Du dem Hirn nur vorgaukelst zu Rauchen, aber keinerlei Nikotin aufnimmst.

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vor 1 Stunde, Hexer schrieb:

Dann fängst Du nach dieser Zigarette aber wieder bei Null an. Der Vorteil von den Apotheken-Dingern ist ja, dass Du dem Hirn nur vorgaukelst zu Rauchen, aber keinerlei Nikotin aufnimmst.

Klar. 

Ich kann aber nur sagen, ich hab sehr gute Erfahrungen damit gemacht den Nikotin Konsum erst um die Hälfte zu reduzieren und dann ganz aufzuhören. 

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Am 6.8.2015 um 12:35 , Shao schrieb:

Just stop.

Die einzig wirklich funktionierende Methode ist rapide aufzuhören. Wenn du das Verlangen nach einer Zigarette irgendwann sprüst, sagst du dir "Es ist ok, YOLO, aber ich kann sie ja einfach auf der nächsten Party rauchen." So oft es nötig ist. Ein komischer Trick, der aus einem nicht bekannten Grund unglaublich gut funktioniert um die Willenskraft aufrecht zu erhalten.

Rauchen nicht mehr 😜 Sportliche Ziele und kein Feiern mehr haben mir am meisten geholfen. 

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